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KurzfilmeTranskript
00:29Untertitelung. BR 2018
00:41Untertitelung. BR 2018
01:16Untertitelung. BR 2018
01:43Untertitelung. BR 2018
01:59Untertitelung. BR 2018
02:21Sein Name ist Florian Mattheit. 29 Jahre, hat hier so ein knappes Jahr gelebt. Seine Nachbarin hat einen Knall gehört
02:28und dachte, jemand bricht eine Tür auf.
02:30Das ist hier wohl öfter passiert. Sie hat kurz ins Treppenhaus geguckt und danach kann dann schon.
02:36Champagner. Und kein schlechter.
02:38Ja, hat er wohl was zu feiern.
02:40Ja, aber da ist was dazwischen gekommen. Irgendwas ist aus dem Ruder gelaufen.
02:45Die Kugel ging direkt ins Herz. Vielleicht hat er sich beim Abdrücken weggedreht oder erst herumgedrückt worden.
02:51Eine Handgemenge? Kampf um die Waffe?
02:53Na, wenn aber nur ein kurzer Kampf. Es gibt keine weiteren Spuren an der Leiche. Das Ganze muss ungefähr eine
02:58Stunde her sein.
02:59Die Wohnungstür war offen?
03:01Ja. Die beiden Polizisten, die haben hier unten im Laden gegessen. Die sind sofort hochgekommen, aber der Täter war weg.
03:05Und oben im Treppenhaus?
03:07Niemand. Haben wir kontrolliert.
03:08Haben wir die Tatwaffe?
03:10Wir suchen gerade draußen.
03:11Hier oben warten wir noch auf die Spurensicherung.
03:15Hat er Kinder?
03:16Ja, zwei hat die Nachbarin gesagt. Ich schaue mal, ob sie sich beruhigt hat. Vielleicht finde ich ja noch irgendwas
03:20raus.
03:22Er war Wochenendvater, sagt die Nachbarin. Circa alle 14 Tage waren die Kinder bei ihm.
03:27Und die Mutter?
03:29Wissen wir noch nicht.
03:31Und hier hat sie nie einer gesehen.
03:35Aber wir konnten doch noch nicht alle befragen, die hier im Hause wohnen.
03:38Die Übergabe hat wahrscheinlich immer im Kindergarten stattgefunden.
03:41Tja. So wenig Kontakt wie möglich.
03:44Sicher nicht einfach für einen Vater.
03:46Anscheinend hat er als Altenpfleger gearbeitet.
03:49Tja, Mensch. Viel Arbeit, schlecht bezahlt.
03:52Sehr wie bei uns.
03:53Genau.
03:54Hier, beim Pflegedienst Moabit.
03:59Laut seinem Wochenblätter hätte er heute seit sechs Uhr früh arbeiten müssen.
04:03Ich rufe dort an und besorg uns seinen Dienstplan.
04:06Okay.
04:18Du bist der liebste Papa der Welt.
04:29Kindersicherung.
04:30Kindersicherung.
04:30Ich nehme hier irgendwo einen Schlüssel.
04:33Nee.
04:34Na ja.
04:46Max, schickst du mir bitte die beiden Kollegen hoch?
04:49Alles klar.
04:50Schick ich mir.
04:57Ach, da seid ihr ja.
04:59Timo, bist du soweit?
05:00Ja, ich bin ja fertig.
05:01Okay, dann könnt ihr rein.
05:02Kommt.
05:05Okay, ich bin übernehmen.
05:09Die Spurensicherung ist jetzt da.
05:11Wurde ja auch Zeit.
05:12Sag mal, die beiden Polizisten, die haben definitiv niemanden weglaufen sollen.
05:17Nee, haben sie nicht.
05:22Herr Schumann?
05:23Ja, ich komme.
05:30Und ich sage noch zum Kollegen, du, das war doch ein Schrift da gerade.
05:33Und dann hat auch schon die Frau geschrien, die Nachbarin.
05:36Ich denke sofort, das ist schon wieder ein Eindruck.
05:39Wissen Sie, das wird ja immer schlimmer hier.
05:40Okay, also Sie sind sofort weg vom Imbiss, ins Treppenhaus und hoch zum Tatort.
05:45Ja, genau.
05:46Na ja, und da lag er dann.
05:48Die Tür war offen.
05:48Ich bin sofort das Treppenhaus hoch, aber da war nichts.
05:51Der Kollege hat die Frau beruhigt und Meldung gemacht.
05:56Ich verstehe das nicht.
05:57Der Täter...
05:58Ja, der muss hinten raus sein.
06:00Durchs Fenster, der ist ja nicht so hoch hier.
06:03Inge!
06:04Ich bin noch hier!
06:26Ich bin noch hier, ich bin noch hier.
06:34Ich bin noch hier.
07:14Ich komm hier hoch, ich komm hier hoch.
07:16Ja, bleib, bleib, ich hol jemanden.
07:40Ich komm hier hoch, ich komm hier hoch, ich komm hier hoch.
07:43Ich komm hier hoch, ich komm hier hoch.
08:20Ach, jetzt mach dir nicht solche Vorwürfe.
08:22Du hast wirklich keine Schuld.
08:25Dann Alex, natürlich hab ich Schuld.
08:26Ich hab einfach einen Wahnsinnsfehler gemacht.
08:29Ich hab damit rechnen müssen, dass der Täter noch da ist.
08:31Aber wie denn, wie hättest du denn...
08:33Hätt ich bloß in diesen verdammten Schrank geguckt.
08:35Dann hätt ich wenigstens die Kugel abgekriegt.
08:40Wissen Ihre Eltern schon Bescheid?
08:42Ja, ich hab sie angerufen.
08:43Das sind jetzt Ihre wichtigsten Stützen in den nächsten Wochen.
08:49Toll. Kann ich damit arbeiten?
08:52Das hängt von Ihnen ab.
08:53Wenn Sie es übertreiben, sind Sie in ein paar Tagen wieder hier und wir müssen operieren.
08:57Probier's doch mal.
08:58Die stehen dir bestimmt gut.
09:02Das linke Bein möglichst nicht belasten.
09:05Okay.
09:11Na zwar...
09:12Also in dem Tempo, da kann ich bestenfalls Schnecken jagen.
09:14Das wird mit jedem Schritt besser.
09:17Ja, müssen die Verbrecher eben zu mir kommen.
09:20Wie Lazarus.
09:21Wieder auferstanden.
09:23Sind Sie die Familie von Frau Inge Czernay?
09:26Ja, sozusagen.
09:27Wir sind Kollegen vom LKA.
09:29Ach so.
09:30Du musst es ja nicht mehr denken können.
09:31Sie sind das Schienlein.
09:32Ja.
09:33Wie geht's ihr?
09:34Wir konnten das Projektil entfernen.
09:36Aber?
09:38Die CT lässt noch keine eindeutige Diagnose zu, was das Schädeltrauma betrifft, dass sie sich zugezogen hat.
09:43Von daher kann ich Ihnen nichts über auch eventuell bleibende Folgeschäden sagen.
10:00Bruno, komm mit.
10:02Inge ist hier in den besten Händen.
10:21Ah, Herr Schumann.
10:24Pardon.
10:25Unsere Kollegin wurde gerade operiert.
10:27Sie wissen Bescheid.
10:28Womöglich hast du hier den Täter gesehen.
10:30Keine Besucher.
10:31Haben Sie mich verstanden?
10:32Niemand darf zu ihr rein, außer Ihren Eltern natürlich.
10:34Lassen Sie sie nicht aus den Augen.
10:36Keine Sekunde.
10:37Selbstverständlich.
10:38Sie können sich da aufhören.
10:39Okay.
10:48Laut KTU wurde mit einem 38er-Revolver geschossen.
10:51Bei Inge und bei Florian Mattheit.
10:52Also wahrscheinlich mit derselben Waffe.
10:54Wir suchen ja auch nur einen Täter, oder?
10:56Spuren im Schrank?
10:58Nichts Verwertbares, leider nein.
11:00Entschuldigung.
11:01Ah, hallo.
11:03Darf ich vorstellen, Sabine Lange vom Raubdezernat.
11:06Also, Raubmord liegt ja bei uns auf der Hand.
11:08Deswegen habe ich die Kollegen um Hilfe gebeten.
11:09Und Frau Lange kennt nicht nur die Ecke im Wedding gut,
11:12sondern zufällig auch noch Inge.
11:14Ich habe ihr den Fall kurz skizziert.
11:16Ja, ich kenne Inge ganz gut von der Fortbildung.
11:19Aber guten Tag erstmal.
11:20Lange.
11:21Ich bin Max.
11:22Einfach Max.
11:23Labina.
11:24Alexandra Keller.
11:26Ja, äh, gehen wir da kurz rüber in mein Büro.
11:29Und was uns am meisten aufgefallen ist,
11:31ist die steigende Beschaffungskriminalität
11:33in den letzten Monaten im Wedding.
11:34Oft sind es Quikis mit einer Brechstange,
11:36aber es wurden auch Fenster eingeschlagen und von innen geöffnet.
11:39Die Wohnung, die liegt im ersten Stock, oder?
11:42Ja, aber unser Täter, der muss Schlüssel gehabt haben
11:44oder mit einem Picker das Schloss aufgemacht haben.
11:48Ja, das ist ungewöhnlich.
11:49Hat die KTU definitiv Kratzer von einem Picker am Schloss festgestellt?
11:52Die sind noch nicht so weit.
11:54Ja, denn der Pickerkratzer werden oft mit Schlüsselkratzern verwechselt.
11:58Es könnte aber sein, dass ich eine erste Spur für Sie habe.
12:02Und zwar hatten wir vor drei Wochen das erste Mal seit Langem
12:04einen Einbruch mit schwerer Körperverletzung.
12:06Es ist gut denkbar, dass das derselbe Typ ist,
12:08der heute auch bei Florian Mattheit war.
12:11Schusswerfengebrauch?
12:12Nein, ein Messer.
12:13Aber das muss nichts heißen.
12:15Die Junkies, die fuchteln oft mit allem Möglichen rum,
12:17was ihnen gerade so in die Finger kommt.
12:18Ich hab die Ärzte immer mitgebracht.
12:22Ja, vielen Dank. Ich glaub, das war's jetzt erst mal.
12:27Gut, wenn Sie meinen, dass ich noch irgendwie helfen kann,
12:29dann rufen Sie bitte jederzeit an.
12:31Danke. Und schönen Grüß an Ihren Chef.
12:33Ja, das mach ich. Tschüss.
12:35Tschüss.
12:43Äh, Frau Lange!
12:45Kleinen Moment mal.
12:49Ich hab noch eine Idee, wie Sie uns helfen könnten.
12:52Ähm, als Verstärkung für unser Team.
12:57Oh, das...
12:59Das ist jetzt ein bisschen plötzlich.
13:01Ja, äh, Mattheits Mörder hat auch auf Inge geschossen.
13:04Und vielleicht wird das wieder tun.
13:06Und ich bin jetzt momentan ein bisschen gehandicapt.
13:09Ja, ich bin wirklich nicht der Hund um die Uhrtür
13:11für eine Mordkommission.
13:12Ich hab auch manchmal abends Privatverpflichtungen und ich...
13:15Wir respektieren das.
13:19Ich rede mit Ihrem Chef.
13:21Ich kenne den Peter sehr gut.
13:22Okay.
13:23Äh, ein Verständnis.
13:28Ja, gut.
13:29Willkommen.
13:31Also, Florian Mattheit lebte seit seiner Scheidung allein.
13:34Er war Vater zweier Kinder.
13:35Nicht vorbestraft.
13:36Ich kann mir auch vorstellen,
13:38dass Opfer und Täter sich gekannt haben.
13:39Wieso? Wie kommst du darauf?
13:42Na ja, Mattheit hätte heute früh arbeiten müssen.
13:46Was, wenn der Täter es gewusst hat und gedacht hat,
13:47er kann in aller Ruhe die Wohnung ausräumen.
13:49Ist möglich.
13:51Aber zwingend ist es nicht.
13:54Nö, äh, zwingend, zwingend ist nur der Tod.
13:58Aber denkbar wär's.
14:01Sabine, informieren Sie bitte Mattheits Arbeitgeber
14:03und besorgen Sie sich auch die Dienstpläne.
14:05Äh, Alex, gemisse dich um Familie, Freunde
14:07und schickst du finanzielle Situationen
14:09und ich rede am besten mal mit seiner Ex-Frau.
14:11Wo wohnten die?
14:12Äh, Bernhammerstraße.
14:13Das ist in der Nähe von Mattheit.
14:15Aber eine bessere Gegend.
14:16Okay.
14:18Herr Mordet.
14:21Herr Mordet, sagen Sie.
14:24Ja, das ist fürchterlich.
14:27Die Kinder.
14:29Die Kinder kommen doch gleich halb drei.
14:32Ich kann das doch den Kindern nicht sagen.
14:35Frau Mordet, man hat sich psychologische Hilfe brauchen.
14:38Wir haben ausgebildete Leute, die Ihnen zur Seite stehen können.
14:42Schatz.
14:46Wie lange sind Sie beide eigentlich schon zusammen?
14:48Wenn ich fragen darf.
14:49Also seit gut einem Jahr sind wir zusammen hier eingezogen mit den Kindern.
14:54Was machen Sie beruflich, Herr Halter?
14:56Ich bin Teilhaber in der Unternehmensberatung.
14:59Und Jana?
15:00Ich bin Grafikerin.
15:03Sie scheinen ja zurechtzukommen.
15:06Erhalten Sie Unterstützung von Ihrem Ex-Mann?
15:10Nur für die Kinder.
15:11400, darauf haben wir uns geeinigt.
15:13Für beide Kinder.
15:15Ist ja nicht gerade wenig Geld.
15:16Wer ein Altenpfleger?
15:18Es ist weniger, als der Gesetzgeber vorschreibt.
15:21Wenn man genau nach der Tabelle gehen würde, müsste er mehr als 600 bezahlen.
15:27Wie war denn Ihr Verhältnis zueinander?
15:30Wessen?
15:30Das von Ihnen allen.
15:32Ist ja nicht einfach nach einer Trennung.
15:34Andererseits, wenn Kinder da sind, muss man sich ja irgendwie arrangieren, oder?
15:38Florian war nicht immer einfach.
15:40Er hat sich auch nicht an die Verabredungen gehalten.
15:42Ständig wollte er die Wochenenden tauschen, wahrscheinlich wegen seiner Nachtdienste.
15:46Außerdem kam er ständig mit den Zahlungen im Verzug.
15:48Vielleicht hatte er das Geld einfach nicht.
15:51Ja, dann hätte er sich um Unterstützung kümmern müssen.
15:54Aber offenbar wollte er das nicht.
15:57Eigentlich ist es ja eine gute Eigenschaft, wenn jemand versucht, aus eigener Kraft seinen Verpflichtungen nachzukommen.
16:04Warum wollte Ihr Ex-Mann nicht zum Sozialamt?
16:07War er zu stolz?
16:10Darum ging es nicht.
16:12Die hatten ihm nie so viel Wohngeld bewilligt.
16:14Die hätten ihm eine Einzimmerwohnung bezahlt.
16:17Ohne Kinderzimmer.
16:22Es ging ihm also um die Kinder.
16:26Die Kinder haben jetzt hier ihr Zuhause.
16:29Jeder hat hier so ein eigenes Zuhause.
16:31Aber Florian war es wichtig, dass Leo und Laura auch bei Ihnen sein konnten.
16:36Das muss eine ziemlich verzweifelte Situation für ihn gewesen sein.
16:41Hat er Schulden bei Ihnen?
16:43Ja.
16:44Nein.
16:45Aber er hat vier Monate nicht bezahlt.
16:48Er hat mir vorgestern das Geld zurückgegeben.
16:50Was?
16:52Na, das waren dann 1.600 Euro.
16:55Wissen Sie, woher er das Geld hatte?
16:57Nein, ich dachte, von seiner Arbeit natürlich.
17:03Mhm.
17:06Sie müssen entschuldigen, aber ich müsste dann nochmal wieder gehen.
17:10Du willst wieder zur Arbeit?
17:12Ich muss nur im Büro anrufen und sagen, dass ich heute nicht mehr komme.
17:16Herr Ratter, interessieren Sie sich für Waffen?
17:19Ja.
17:21Besitzen Sie jetzt zufällig eine?
17:23Einen behördlich eingetragenen Revolver.
17:25Welches Kaliber?
17:2738.
17:28Tatsächlich?
17:31Darf ich die mal sehen?
17:33Natürlich.
17:47Jana, bist du?
17:49Quatsch.
17:49Herr Ratter, wo waren Sie heute Vormittag zwischen 8 und 10?
17:53Ich war unterwegs zu einem Kunden.
17:55Der hat dann allerdings kurzfristig abgesagt.
18:00Das klingt jetzt ziemlich blöd, ja.
18:02Gut.
18:03Dann sind wir uns an dem Punkt ja schon mal einig.
18:10Und jetzt?
18:11Jetzt warten wir, was passiert.
18:13Ja.
18:15Wie lange dauert das?
18:17Nehmen Sie doch erst mal Platz.
18:28Problematisch, Patchwork, nicht?
18:30Was wollen Sie denn sagen?
18:32Na ja, ich meine, dass es nicht mehr einfach ist, die Kinder eines anderen Vaters zu akzeptieren,
18:36auch wenn man die Frau sehr liebt.
18:38Das ist schon einfach.
18:45Sie haben es gehasst, nicht wahr?
18:47Immer konnte er Ihnen dazwischenreden.
18:50Bei der Urlaubsplanung, an Wochenenden.
18:52Ich bin damit klargekommen.
18:53Auch damit, dass Ihre Frau Ihren Ex-Mann immer noch liebte?
18:59Woher weiß Bruno das denn?
19:01Sie will ihn provozieren.
19:02Meine Frau hat sich für mich entschieden.
19:04Und wenn sie sich nur für ihr Geld entschieden hat?
19:07Na und?
19:08Frauen wollen Sicherheit, wenn Kinder da sind.
19:11Ich bin kein Romantiker.
19:13Natürlich nicht.
19:14Sie sind ein Macher.
19:15Ein Mann, der die Probleme aus dem Weg räumt.
19:18Ja.
19:19Sie, ich glaube gar nicht, dass Sie von Anfang an geplant hatten, Florian Mattheit umzubringen.
19:25Aber er hatte Schulden.
19:27Sie wussten ja nicht, dass er die Schulden bezahlt hatte.
19:30Sie wollten Ihrer Forderung einfach ein bisschen Nachdruck verleihen, haben mit dem Revolver in der Hand,
19:34und den Überlegenen spielen wollen und das ist einfach schiefgegangen.
19:38Was reden Sie da für ein Unsinn?
19:40Haben Sie die Waffe versteckt?
19:42Oder weggeworfen?
19:43Ich habe doch gesagt, sie ist geklaut worden.
19:45Wahrscheinlich Florian.
19:47Ja sicher, Florian.
19:48Er war ja Montag da, um die Kinder abzuholen.
19:49Florian wusste von der Waffe?
19:51Ja.
19:52Also haben Sie ihn schon mal damit bedroht?
19:57Ich möchte mit einem Anwalt sprechen.
20:00Selbstverständlich.
20:01Den hast du auch nötig.
20:02Dann schauen Sie mir Ihre Hände an.
20:06Schmauchspuren.
20:07Kennen Sie sicher.
20:09Sie haben unlängst eine Waffe abgefeuert, Herr Reiter.
20:13Natürlich habe ich eine Waffe abgefeuert.
20:15Unlängst.
20:17Mehrmals.
20:18Ich war gestern auf dem Schießstand.
20:20Sie können das leicht überprüfen.
20:22Schützenverein Prenzlauer Berg.
20:24Wir werden das überprüfen.
20:27Und Michael Reiter war da.
20:28Tun Sie das.
20:30Wer kann denn das noch bestätigen außer Ihnen?
20:33Ist kein Problem, ich warte.
20:35Durchgehen wir rüber.
20:37Also er war auf dem Schießstand.
20:40Er hat geschossen gestern Abend mit seinem eigenen Revolver, ja?
20:43Nee, das war eine Waffe aus dem Verein.
20:45Gut.
20:47Florian Mattert war am Montag in Reiters Wohnung, um seine Kinder zu einem Ausflug abzuholen.
20:53Das heißt, er könnte sich die Waffe beschafft haben.
20:55Entschuldigung.
20:57Ist, ist Reiter jetzt unser Hauptverdächtiger?
21:00Momentan ja.
21:01Haben Sie inzwischen Matterts Arbeitgeber erreicht?
21:04Ja.
21:05Die sind alle geschockt beim Pflegedienst.
21:06Total.
21:07Erzählen die ganze Zeit nur, wie sehr er sich aufgehopfert hat für den Job.
21:11Die Dienstpläne habe ich auch alle.
21:12Wie war das Alex mit Familie und Freunden?
21:15Alex hat eine Liste gemacht, mit Kommentaren dazu.
21:18Kümmer dich um Reiter.
21:19Lass ihn ruhig mit seinem Anwalt sprechen.
21:22Alex soll mir die Liste rausholen.
21:24Oder willst du das mit Reiter übernehmen?
21:28Ich dachte, ich delegiere mal was.
21:31Ach komm, ich mach das selbst.
21:40Der ist keine zwei Meter in seine Wohnung reingekommen.
21:44An solche Bilder muss ich mir erst noch gefühlen.
21:46Ich hoffe, wir haben den Fall geklärt, bevor Sie sich dran gewöhnt haben.
21:52Also ich würde mit Konstantin Törner anfangen, das Florians bester Freund, auch Altenpfleger.
21:57Da müsste jetzt ein Schöneberg sein bei Frau Rossmann.
22:00Die kriegt 24-Stunden-Betreuung, ist dement.
22:02Okay.
22:03Äh, Frau Lange?
22:05Ja?
22:06Mögen Sie mich begleiten?
22:07Nein, ich würde mich lieber erst hier einarbeiten.
22:11Okay, machen Sie das.
22:41Ah, ich würde mich nicht begleiten.
22:47Besuchen Sie mich jetzt öfter?
23:00So, Frau Rossmann, Kaffee ist gleich fertig.
23:02Den trinken wir alle zusammen, Sie auch.
23:05Wissen Sie denn schon irgendwas, wer das war mit Florian?
23:09Leider nein.
23:09Florian, hat er Ihnen irgendwas erzählt? Hat er sich bedroht gefühlt?
23:14Nein, nie.
23:16Vielleicht hat er neue Bekannte. War anders als sonst.
23:21Wüsste ich jetzt nicht. Nein.
23:24Haben Sie ihm eigentlich mal Geld geliehen?
23:26Geld? Wenn ich gekonnt hätte, gern. Aber ich hab selbst gerade nicht viel.
23:33Florian hatte vorgestern plötzlich 1600 Euro.
23:36Er hat damit ausstehende Alimente für seine Ex-Frau gezahlt.
23:40Woher kann er das Geld gehabt haben?
23:42Keine Ahnung.
23:45Hallo.
23:46Wer sind Sie denn?
23:50Ich bin's. Konstantin, Frau Rossmann.
23:52Ich betreue Sie doch.
23:54Mit meinen Kollegen Jenny und Albert.
23:56Und warum betreut er mich nicht?
24:00Außerdem kann der Konstantin das viel besser als ich.
24:02Aber er kann nicht Klavier spielen.
24:04Der kann gar nichts.
24:06Der ist total unmusikalisch.
24:09Sie spielen wunderschön, Frau Rossmann.
24:12Danke.
24:16Sie sind nicht mein Mann, oder?
24:19Nein.
24:31Ihr Mann hat früher auch Klavier gespielt.
24:35Das Klavierspielen ist ihr Ein und Alles.
24:37Das hält sie am Leben.
24:41Das und die Wohnung hier, oder?
24:45Erinnerung.
24:47Gut, dass sie hier noch wohnen kann.
24:50Dass ich's leisten kann.
24:52Die Betreuung hier.
24:59Konstantin Törner sagt, er hat zur Teilzeit gearbeitet.
25:02Wir müssen das überprüfen.
25:03Wird gemacht.
25:04Ich glaub, der Schlüssel zu allem ist das Geld.
25:06Der war permanent in den Miesen.
25:07Also jetzt keine Unsummen.
25:08Immer so an der Dispo-Kante.
25:10Aber vorgestern hat er auf einen Schlag sein Konto ausgeglichen.
25:122000 Euro in Baren gezahlt.
25:14Plus die 1600 sind schon 3600 Euro.
25:18Wie viel hat denn der verdient im Monat?
25:1915 brutto.
25:20Hab ich recherchiert.
25:22Pflegedienstmorbid.
25:22Ja, schön.
25:23Ich auch.
25:24Okay, 1500 brutto.
25:26Was macht denn das netto?
25:27Vielleicht 1200?
25:29Als Single kommt man damit klar.
25:30Aber mit Kindern?
25:32Also rechtlich gesehen muss er nur 250 Euro für die Kinder zahlen.
25:35Er hat aber 400 gezahlt.
25:36Also es sind ungefähr 800 geblieben.
25:38Das reicht doch nie.
25:40Die Löhne in der Altenpflege sind nun mal niedlich.
25:43Ja, sonst wären die Kosten für die Pflege ja noch höher.
25:45So eine 24-Stunden-Betreuung zu Hause kostet für einen Pflegebedürftigen an die 6000 Euro,
25:50hab ich mal gehört.
25:51Das kann bis 8000 gehen.
25:54Die alte Dame, die Konstantin Turner betreut hat, als die in ihrer Wohnung an ihrem Klavier saß
25:59und gespielt hat, die sah so glücklich aus.
26:04Das war wirklich rührend.
26:35Oh, Entschuldigung.
26:39Ja?
26:40Watschanai?
26:41Nein, die ganze Zeit über keine besonderen Vorkommnisse.
26:44Watschanai.
26:44Hallo.
26:45Ja, ist alles in Ordnung.
26:46Watschanai.
26:53Du machst Sachen.
26:59Man sieht ja gar nichts, welches ist es denn, das Linke oder das Rechte?
27:02Das Linke.
27:05Und wo ist der Gips?
27:06Das macht man heute nicht mehr, weißt du, das Knie muss in Bewegung bleiben, das Gelenk...
27:10Sag dir mal was, wir gehen jetzt zu mir nach Hause und du legst dich hin.
27:15Und da bleibst du erst mal ein paar Wochen.
27:17Ich hab zwar viel zu tun, aber du weißt, ich kümmere mich sehr gerne um dich.
27:20Okay, wenn du mir jeden Morgen Stützstrümpfe anziehen willst.
27:24Ich kenn deine Position, da musst du dein Bein überhaupt nicht bewegen.
27:27Ach, du kennst deine Position, ja?
27:28Lara, ich bin nicht krank.
27:31Ich hab einfach nur ein kaputtes Bein, okay?
27:33Ich zeig dir erst mal.
27:34Nein, nein, nein, du zeigst mir gar nichts.
27:37Gib mir meine Klinik.
27:38Gleich.
27:38Wie lange bist du krankgeschrieben?
27:40Ich bin nicht krankgeschrieben.
27:41Wie bitte?
27:43Lara, da draußen läuft ein Mörder.
27:44Der hat um ein Haar auch noch Inge erschossen, verstehst du?
27:47Da kann ich nicht...
27:47Doch, du kannst!
27:54Wie geht's denn, Inge, inzwischen?
27:56Immer noch unverändert.
27:57Leider.
28:02Bleibst du beim Wasser, oder trinken wir einen auf dich und Inge?
28:09Okay.
28:10Du wolltest mir doch noch was sagen.
28:14Herr Ober!
28:15Ja.
28:16Okay.
28:26Okay.
28:44Das war's für heute.
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30:48Was machen Sie denn hier?
30:53Um diese Zeit?
30:54Sie schläft jetzt wieder.
31:01Danke.
31:06Ich wusste gar nicht, dass Sie ihr so nah sind.
31:12Auf dieser Fortbildung vor zwei Jahren, wo Inge auch war,
31:16da ging es mir nicht besonders gut.
31:20Und da hat sie mir sehr geholfen.
31:24Mein Vater war kurz vorher gestorben.
31:28Es tut mir leid.
31:33Sie...
31:34Ich habe wirklich jemanden gebraucht und sie war da für mich.
31:40Und jetzt...
31:41Jetzt wollen Sie für Inge da sein.
31:43Ja.
31:45So gut es Ihnen geht.
31:51Und Sie?
31:52Ich war gerade in der Wohnung Mattheit.
31:54Jetzt wollte ich noch mal nach Inge schauen.
31:57Und?
32:00Nichts Besonderes.
32:07Eine Verpackung von der Maske.
32:08Erinnert mich an irgendwas.
32:12Darf ich das noch mal sehen?
32:15Bitte.
32:20Vorgestern.
32:22Der Überfall auf die Westbank.
32:25Wie?
32:32Geld ist der Grund, weshalb er sterben musste.
32:36Das passt alles zusammen.
32:39Auf einmal hat er 1600 Euro.
32:41Die durchsuchte Wohnung.
32:47Florian Mattheit.
32:54Wer war der zweite Löwe?
32:58Fragen wir doch mal seine Ex-Frau.
33:01Was?
33:01Jetzt?
33:02Um die Zeit?
33:03Kannst du jetzt schlafen?
33:04Äh, ich meine sie.
33:06Du bist okay.
33:11Nein.
33:12Wie nein?
33:14Nein, ich meine andere schlagen jetzt.
33:17Achso.
33:19Für Inge wirklich ganz Berliner.
33:20Zu jeder Zeit.
33:21Komm.
33:22Okay.
33:35Was ist denn los?
33:36Wer ist denn da?
33:39Ach, wie sind das?
33:40Wir möchten Frau Mattheit sprechen.
33:42Und jetzt fragen Sie mich nicht, ob ich weiß, wie spät es ist.
33:44Ich weiß es.
33:52Ja, das ist Florian.
33:55Sie haben ihn trotz der Maske erkannt.
33:57Ich kenne doch seine Bewegung.
33:59Und den Schal.
34:02Warum trägt er den bei Herrn Bankraub?
34:03Ein Schal, den du kennst.
34:05Er war kein Profi.
34:07Er konnte nicht davon ausgehen, dass ausgerechnet Sie dieses Video zu sehen bekommen.
34:11Das stimmt.
34:12Damit haben Sie recht.
34:15Der zweite Mann.
34:16Haben Sie irgendeine Idee, wer das sein könnte?
34:19Nein.
34:21Ja, aber dieser Schal.
34:23Das passt richtig zu Florian.
34:25Der war einfach immer zu naiv, zu verplant.
34:31Ja.
34:32Einfach zu gut für diese Welt.
34:45Ich habe den Assistenzarzt gefragt.
34:47Der hat Nachtdienst heute.
34:49Und der hat gesagt, alles okay mit meinem Oberstübchen.
34:53Aber dieser Tag heute.
34:55Alles, was passiert ist, ist weg.
34:58Hauptsache, es geht dir jetzt wieder besser.
35:00Ja.
35:00Meine Mutter hat gesagt, sei bloß froh.
35:04Genau.
35:05Inge, ich weiß jetzt auch nicht, wie ich das sagen soll.
35:08Weißt du, ich bin nicht so der große Redenschwinger.
35:10Aber heute im Büro, ich habe mich so beschissen gefühlt irgendwie.
35:13Ich dachte, was ist denn los?
35:14Keiner meckert mich mehr an.
35:16Keiner, der sagt, Bruno, die Staatsanwaltschaft wartet auf deinen Rückruf.
35:20Dieses Vernehmungsprotokoll, Bruno, das ist immer noch nicht unterschrieben.
35:22Hast du schon in die Kaffeekasse eingezahlt?
35:25Also, was ich eigentlich sagen will, ich...
35:29Gib mir einen Kuss, Inge.
35:30Komm her.
35:31Ah, aber Vorsicht.
35:33Was?
35:33Oh, Entschuldigung.
35:34Okay.
35:35Und was ist mit dir?
35:36Was ist mit deinem Bein?
35:37Du musst doch jetzt zur Physio.
35:38Siehst du, was ich meine?
35:39Inge, jetzt fang nicht wieder damit an.
35:41Ehrlich.
35:42Aber wenn ich dich sehe, fällt mir ja gleich was ein.
35:45Weißt du noch?
35:46Damals, bei dieser komischen Fortbildung, wir haben uns so dermaßen einen auf die Lampe gegossen.
35:53Ne, so viel war das auch wieder nicht.
35:54Aber sicher, richtige Schnapsdrosseln waren wir immer.
35:58Mein Langzeitgedächtnis funktioniert einwandfrei.
36:01Wir haben dieses, äh, dieses Zeug getrunken.
36:05Wie ist denn das gleich jetzt mit dem Salzrand?
36:07Komm, versuchen wir es mal mit dem Vorzeitgedächtnis.
36:10Hast du diesen Mann schon mal gesehen?
36:13War der das?
36:15Wissen wir noch nicht.
36:16Aber die Kugel, die sie aus dir rausgeholt haben, die stammte wahrscheinlich aus deiner Waffe.
36:21Bruno.
36:24Ich krieg das nicht auf den Schirm.
36:28Jetzt weiß ich wieder.
36:29Ja?
36:31Frozen Margarita.
36:33Oh, komm.
36:34Frozen Margarita ist das gleich.
36:37Brauchst du nur einen, ja?
36:39Gegen die Schmerzen?
36:40Ja.
36:41Ich find's so super, dass es Ihnen wieder besser geht.
36:44Ja.
36:44Danke.
36:45Danke, dass du mich gleich angerufen hast, Bruno.
36:47Gerne.
36:48Dachtest du, Bruno und ich vergessen mich?
36:50Hm?
36:51Nee, nicht wirklich.
36:56Also, das Video habt ihr alle gesehen.
36:58Die Kollegen haben noch keine heiße Spur.
37:00Der Überfall wurde vor vier Tagen, also am Montag, auf die Westbankfiliale in der Augsburger Straße verübt.
37:06Die Täter sind mit 63.000 Euro unerkannt entkommen.
37:10Und der mit dem Schale, Florian Mottelt?
37:12Eindeutig, ja.
37:14Und die Waffe, ist das der Revolver von Reiter?
37:16Es ist definitiv ein 38er, ob von Reiter...
37:18Ob von Reiter steht nicht drauf, alles klar.
37:21Ich glaub, dass Florian tatsächlich Reiter's Revolver geklaut hat und dann als Geldnahrt den Bankraub verübt.
37:28Sein Komplize, Löwe Nummer zwei, ist gleichzeitig sein Mörder, weil der das ganze Geld für sich haben wollte.
37:34Das klingt logisch.
37:35Na ja, langsam. Die Frage ist ja, wer ist denn überhaupt Löwe Nummer zwei?
37:44Hallo, Frau Rossmann.
37:46Wer sind Sie?
37:48Schumann. Erinnern Sie sich?
37:50Nein.
37:51Frau Rossmann, ist der Konstantin nicht da?
37:53Nein.
37:54Ist er krank?
37:56Mein Mann war oft krank, ja. Aber das ist nicht mein Mann.
38:01Dürfen wir trotzdem reinkommen?
38:04Bisschen Klavier spielen?
38:16Was ist denn hier?
38:18Na ja.
38:20So, Frau Rossmann, kommen Sie.
38:22Das ist bestimmt wärmer.
38:24Nee, warten Sie mal. Erst den Kopf. Das geht besser.
38:30So, okay. Und jetzt die Arme.
38:32In der Küche ist richtig heiß. Und alle Herdplatten haben.
38:34Was? Ich ruf mal Sabine an. Hilfst du mir mal kurz?
38:47Hallo Sabine, Bruno hier.
38:49Rufst du mal bei dem Pflegedienst an und frag mal, wo dieser Konstantin Turner steckt?
38:53Ob der sich krank gemeldet hat?
38:55Ja. Und wo er wohnt?
38:56Die alte Dame war also ganz allein?
38:59Ja.
39:00Okay. Ja, ja, ich ruf gleich an.
39:04Vielleicht hat Turner ja mit irgendjemandem getauscht und der hat die Adresse nicht gleich gefunden oder so.
39:08Okay, beeil dich. Ich warte.
39:09Ja, gut. Ja, bis gleich.
39:12Was ist denn mit Turner?
39:15Jetzt nicht.
39:22Hier standen doch gestern noch Bilder.
39:24Frau Rossmann, hat denn Konstantin gestern hier die Fotos weggenommen?
39:29Sie kommt.
39:30Es tut mir leid, hat eine Weile gedauert.
39:33Frau Rossmann, bei Ihnen ist ja was los, zwei so hübsche Männer zu Besuch.
39:37Ja, die zwei Hübschen müssen jetzt aber gehen. Komm.
39:40Manchmal geht bei uns alles drunter und drüber mit der Dienstplanung.
39:42Ja, ja, jetzt kommen jeden Tag neue Herren. Herrlich ist das.
39:46Ja, die Hölle ist das.
39:47Da tauschen die Kollegen untereinander und keiner weiß Bescheid.
39:49Und plötzlich passiert dann eben sowas wie hier.
39:51Ja, Sabine?
39:53Ja, danke.
39:55Toller Wundernputzter.
39:57Wiederschauen.
39:57Tschüss.
39:59Wiederschönen.
40:22Wiederschönen.
40:24Ja, komm.
40:43Verdammt, der haut ab! Sicher du hinten, ich geh vorn rum!
41:00Okay, alles klar.
41:18Hey!
41:25Steven!
41:34Hallo Herr Turner! Auf dem Weg zur Arbeit?
41:41Oh, guck mal da!
42:01Florian hatte die Idee. Er wollte mit den Kindern in den Urlaub. Nichts Tolles. Camping an der Müritz, ne Woche.
42:08Aber ohne Kohle, er hätte nichts, nicht mal dafür. Und die Bank hat genug, meint er. Genug Kohle, die die
42:16Banker uns geklaut haben.
42:18Ohrrecht hat er da recht.
42:19Na ja, Max.
42:21Wieso denn?
42:21Das ist total kindisch.
42:24Ich dachte erst, der macht nur Quatsch. Aber plötzlich hatte er diesen Revolver.
42:30Warum haben Sie denn da mitgemacht?
42:32Ich war doch selbst immer nur pleite. Egal wie viel ich gearbeitet habe. Dieser Job, das macht einen echt fertig.
42:41Die, die Leute. Einige sind nett, aber sie sterben. Sterben alle. Ja, was du tust.
42:52Ich wollte nach Gumera. Dann mal weiter gucken. Vielleicht ne kleine Pension aufmachen.
43:00Gumera? Hättest du Lust?
43:02Was?
43:03Und dafür brauchten sie das ganze Geld. Auch Florians Hälfte.
43:19Sie dachten, er sei bei der Arbeit. Dann sind sie in seine Wohnung gegangen und wollten sich seine Hälfte vom
43:23Bankraub holen. Wissen Sie, was das ist?
43:27Das ist ein Picker. Damit haben sie das Schloss geknackt. Dann sind sie rein, haben das Geld gesucht und gefunden
43:33und plötzlich geht die Tür auf und da steht Florian vor der Tür.
43:37Der war genauso überrascht wie Sie.
43:43Wegen dem Geld? Wegen dem Scheißgeld soll ich...
43:47Ich mein, wir waren Freunde. Ich könnte doch nie...
43:52Nein, ich war das nicht.
43:55Herr Turner, wo waren Sie denn gestern so gegen zehn?
43:58Auf dem Weg zur Arbeit, zu Frau Rossmann.
44:00Nee.
44:01Ist gelogen!
44:01Psst, Max!
44:04Ihr Dienst dort beginnt erst um zwölf. Mit dem Mittagessen.
44:07Ja, ich bin in Schöneberg rumgelaufen. Ich bin ja ganz früh weg von zu Hause. Hatte noch jede Menge Zeit.
44:13Ich hab nämlich seit gestern ne Scheißangst, dass ich selbst umgebracht werde.
44:15Von wem?
44:16Das weiß ich doch nicht. Ich weiß nur, dass jemand Florian umgebracht hat. Jemand, der seine Kohle wollte.
44:22Ich muss doch jetzt die Angst haben, dass er auch zu mir kommt und sich den Rest holt.
44:27Herr Turner, Sie bleiben jetzt erst mal hier.
44:30Hier?
44:36Du bist sicher, das ist der Mann, der auf dich geschossen hat?
44:40Würde ich sagen.
44:41Nein, nein. Sag ich. Ja. Ich sehe ihn direkt vor mir.
44:46Okay, du siehst ihn vor dir. Hat er den Revolver auf dich gerichtet?
44:49Ja.
44:50Was hat er an?
44:57Scheiße!
44:59Inge, Mensch!
45:01Mann, was soll denn das? Pass auf!
45:04Okay?
45:06Mir reicht's, Bruno. Ich muss hier raus.
45:08Das hat doch keinen Sinn. Komm, ich ruf einen Arzt.
45:10Nein, nein, nein, nein, nein.
45:12Geht schon wieder.
45:14Na gut.
45:15Dann komm.
45:22Wir sind ein Paar.
45:26Nur damit Ihnen das klar ist, damit alles stete Verantwortung unsererseits.
45:30Darf ich?
45:34Inge, verrückt ist es schon.
45:37Na, du machst es doch auch nicht anders.
45:38So, auf eigene Verantwortung.
45:40Sie haben selbst gesagt, dass meine Erinnerung viel schneller wiederkommt,
45:44wenn ich mich in meiner gewohnten Umgebung bewege.
45:46Ja, aber nicht zu früh. Es besteht immer noch die Gefahr, dass...
45:49Doch. Vielen Dank für alles.
45:52Kommst du?
45:54Wieder scheint zwecklos.
46:04Und?
46:06Ja, das ist das Haus.
46:09Welcher Stock?
46:12Dritter.
46:14Fast. Erster.
46:18Mann, ey. Scheiße.
46:21Na, Junge, also bei aller Liebe.
46:22Aber aus dem dritten Stock wäre ich wirklich nicht hinterhergesprungen.
46:29Nee.
46:30Nee, echt. Wirklich.
46:51Ja.
46:54Irgendetwas war hier.
46:56Ja.
46:58Ich war hier.
46:59Ich stand vor dem Schrank.
47:01Dann bist du gekommen und hast gesagt, die Spusi ist da.
47:05Ja?
47:05Ja.
47:07Und dann bin ich wieder gegangen.
47:10Warte, warte.
47:13Ja.
47:14Ich weiß.
47:16Ich bin...
47:18vor dem Schrank getreten.
47:19Ich...
47:21Ich hab den Schrank aufgemacht.
47:24Und da war der dann.
47:25Wer war da?
47:27Na, der Kerl, den du mir gezeigt hast.
47:29Bist du sicher?
47:30Ja!
47:32Was hat er angehabt?
47:35Eine Jacke.
47:36Eine olivgrüne Jacke.
47:40So wie der hier?
47:41Auf dem Foto?
47:49Vielleicht erinnerst du dich nur an das Foto.
47:59Das ist...
48:00Das ist der Schrank, Bruno.
48:02Komm, komm, komm, komm, komm.
48:06Das ist nicht dein Fehler, Inge.
48:09Du hast überhaupt nichts falsch gemacht.
48:11Das war alles einzig und allein mein Fehler.
48:25Das ist...
48:27Das ist der Schrank.
48:29Ne?
48:29Damit konnten wir Florian Mattheit auf dem Video identifizieren.
48:33Ja, Max?
48:34Erstens.
48:35Reiter ist nicht aufzufinden.
48:37Wie, nicht aufzufinden?
48:38Was heißt denn das?
48:39Naja, niemand weiß, wo er ist.
48:41Seine Frau nicht.
48:42Und auch sonst.
48:43Und zweitens?
48:45Zweitens.
48:46Sabine und ich fahren gerade bei dieser Unternehmensberatung.
48:48Wo er angeblich Teilhaber ist.
48:50Wieso angeblich?
48:51Ist er da nicht mehr?
48:52Nein.
48:52Er ist gefeuert worden.
48:53Schon vor drei Monaten.
48:55Der Unternehmensberater mit dem verschwundenen Revolver.
48:57Jetzt ist er auch noch arbeitslos.
48:59Der macht sich.
49:06Wir müssen Reiters Bankdaten checken.
49:09Hat sie schon.
49:10Der ist 30.000 im Minus.
49:11Echt?
49:12Sondern er hat ein Motiv.
49:13Das müssen wir Inge sagen.
49:15Ja.
49:15Wir müssen sie in Sicherheit bringen.
49:16Und?
49:17Haha.
49:17Wo soll das sein?
49:19Sicherer als bei euch geht's ja wohl nicht.
49:21Vorsicht.
49:22Nicht drücken.
49:24Ich bin zerbrechlich hier.
49:25Wieso bist du denn hier?
49:26Wieso bist du nicht im Krankenhaus?
49:28Weil der Kaffee da nicht schmeckt.
49:29Milder ausgedrückt.
49:32Okay, wirst mal auf.
49:33Frau Mattheit hat sich inzwischen hier gemeldet.
49:35Reiter ist wieder aufgekreuzt.
49:37Der war in der Bar versackt.
49:39Jetzt hat er einen Tisch bei ihr gemacht.
49:40Hat er gesagt, dass er keinen Job hat?
49:42Hat er.
49:43Ja, aber damit ist er noch nicht aus dem Rennen.
49:45Also was die Schüsse angeht auf Inge und Florian.
49:48Jana Mattheit hat doch den Schal wiedererkannt.
49:50Reiter kann ihn genauso gut an Florian gesehen haben.
49:53Genau.
49:53Ja.
49:54Naja, der Schal.
49:57Sabine, du hast doch mit dem Pflegedienst gesprochen.
49:59Frau Rossmann wurde doch nie von Florian betreut, oder?
50:03Nein, wurde sie nicht.
50:04Vielleicht irgendwann mal?
50:06Als Vertretung von Konstantin?
50:09Florian hat doch dieses Alzheimer-Seminar besucht.
50:12Vielleicht haben die beiden mal getauscht.
50:14Nein, das wüsste ich doch.
50:19Ja, du hast es ja recherchiert.
50:22Wieso sollten die das tun?
50:31Guten Abend.
50:32Guten Abend, Frau Rossmann.
50:33Hier lang.
50:34Hier sind die netten Herren von der Polizei nochmal.
50:44Guten Abend, Frau Rossmann.
50:46Guten Abend.
50:47Sie sehen ja bezaubernd aus.
50:50Danke.
50:51Frau Rossmann, ich habe hier Ihren Schal dabei.
50:56Der passt ja ganz fabelhaft zu Ihrer Jacke, sehe ich gerade.
51:00Den habe ich schon überall gesucht, danke.
51:02Den habe ich für meinen Mann gestrickt.
51:05Der liebte Katzen so.
51:08Diesen Schal haben Sie Florian geschenkt, als der Sie ab und zu betreut hat, richtig?
51:13Ja, Florian.
51:15Ein guter Junge, der hat zwei Kinder.
51:18Der hört mir so gerne zu, wenn ich Klavier spiele.
51:29Entschuldigen Sie, hier standen doch immer Bilder auf dem Klavier.
51:32Wissen Sie, wo die hier hin sind?
51:34Ja, stimmt.
51:35Wo sind die, Frau Rossmann, die ganzen Bilder?
51:37Ich habe keine Bilder.
51:38Nie gehabt.
51:38Aber Sie haben doch bestimmt ein Fotoalbum mit Fotos von Ihrem Mann.
51:41Hier ist ein Fotoalbum.
51:43So.
51:44Darf ich mir?
51:46Danke.
51:58Ja, und hier ist noch ein Album.
52:02Danke.
52:13Ist das Ihre Tochter?
52:15Ach, das bin ja ich.
52:18Frau Rossmann wurde dort nie von Florian betreut, oder?
52:21Nein.
52:22Das wüsste ich doch.
52:25Vielleicht hätten die beiden doch mal getauscht.
52:28Wieso sollten die das tun?
52:31Du hast recht, ich sollte nach Hause gehen.
52:34Soll ich dich fahren?
52:38Inge?
52:44Die Hand.
52:46Ich kann mich an die Hand erinnern, die die Waffe hielt.
52:51Der Typ muss...
52:52Was muss der?
52:54Das war eine kleine Hand.
52:57Was muss der?
52:58Jung.
52:59Der muss doch nicht jung gewesen sein.
53:01Frau Rossmann?
53:03Hm?
53:05Ach.
53:08Da ist sie schon groß.
53:10Mein Kind.
53:18Die Hand war klein.
53:21Und die Fingernägel waren rot.
53:30Das war eine Frau, Sabine.
53:33Eine Frau?
53:34Bist du sicher?
53:36Ich bin von einer Frau angeschossen worden.
53:39Kannst du dich ans Gesicht erinnern?
53:42Nee.
53:44Nee.
53:45Nee, das ging viel zu schnell, weißt du.
53:48Warte, warte.
53:50Doch!
53:52Setz dich hin.
54:02Der hat uns einfach klingelt.
54:04Setz dich hin!
54:07Warum geht die nicht ran?
54:10Soll ich das SIK ansagen?
54:11Nein!
54:12Max!
54:12Nein!
54:21Es tut mir leid, Inge.
54:24Ich wollte es nicht.
54:27Ich wollte es nicht, was dir passiert ist.
54:29Und jetzt?
54:31Willst du es jetzt?
54:35Dann hör auf.
54:37Hör einfach auf.
54:39Warum geht denn keiner ans Telefon?
54:42Sabine?
54:43Geh zu deinem Platz.
54:45Na los, man leg dich!
54:56Sabine?
55:00Ich komme jetzt näher.
55:04Wenn du schießt, dann schieß diesmal wenigstens auf mich.
55:07Sabine, warte weg!
55:09Max, ganz ruhig.
55:10Weg, Alex.
55:12Sabine?
55:14Kein normaler Gehaltsempfänger.
55:16Kann für seine Mutter eine 24-Stunden-Pflege bezahlen, ohne sich dabei in kürzester Zeit zu verschulden.
55:23Ich weiß, dass du niemanden töten wolltest.
55:27Bleib stehen.
55:29Ich will nicht reden.
55:31Aber schießen willst du auch nicht, oder?
55:33Du wolltest nie schießen.
55:35Das war reine Verzweiflung.
55:38Du hast bei euch im Raubdezernat dieses Überwachungsvideo gesehen.
55:41Du hast Florian erkannt.
55:43Die Pflegevertretung für deine Mutter.
55:46Auf einmal wusstest du, wo Geld ist.
55:51Du brauchst es nur zu holen.
55:53Völlig risikolos.
55:55Der Bestohlene könnte ja nicht zur Polizei gehen.
55:57Ich habe das Geld schon in der Hand.
56:00Es ist alles schiefgegangen.
56:05Was passiert ist, war ein Unfall.
56:09Niemand sollte verletzt werden.
56:11Erzähl mir von dem Kampf.
56:13Gab es einen Kampf?
56:15Er hat dann plötzlich einen Revolver aus der Jacke an eine Türe gerissen.
56:20Ich habe ihn verstanden.
56:29Und dann hat die Nachbarin geschrien.
56:33Und da waren noch die beiden Polizisten.
56:36Und das Fenster im Zimmer war abgeschlossen.
56:44Was?
56:45Was?
56:46Was?
56:48Leg die Waffe weg!
56:52Hier wird nicht geschossen.
56:54Auf niemanden.
56:57Was für ein Scheiß!
57:09Sabine.
57:13Sabine.
57:16Für dich.
57:29Mama.
57:34Ja?
57:38Alles wird gut.
57:44Okay, ich gehöre mich drum.
57:45Mhm.
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