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  • vor 6 Monaten

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Kurzfilme
Transkript
00:12Untertitelung. BR 2018
00:58Untertitelung. BR 2018
01:17Untertitelung. BR 2018
01:46Untertitelung. BR 2018
02:00Benelik!
02:02Halt! Hört sie auf!
02:13Oh Gott!
02:31Haben Sie den Mann gesehen? Der muss hier lang gelaufen.
02:33Wenn hier die Männer wegrennen, du siehst doch mal mit der Frau.
02:35Oh Gott!
02:36Oh Gott!
02:42Bitte!
02:50Na, Sie sind mir ja ein merkwürdiger Polizist.
02:54Vincent Schaller.
02:56Herzlich willkommen im Babylon.
02:59Wo?
03:00Tut mir leid, dass man ihnen wehgetan hat.
03:02Aber meine Leute konnten ja nicht ahnen, dass sie bei der Polizei sind.
03:08Bin gleich gekommen, als man mich angerufen hat.
03:14Wo ist er?
03:22Polizei! Stehenbleiben!
03:34Gehenbleiben!
03:35Gehenbleiben!
03:36Regnen!
03:44Bei der Polizei!
03:48Gehenbleibe!
03:49Gehenbleiben!
03:50Gehenbleiben!
04:19Der Mann ist in Ihren Laden gelaufen.
04:21Dann werden wir ihn noch finden, da können Sie ganz sicher sein.
04:51Bruno, wo steckst denn du? Ich hab zigmal versucht, dich zu erreichen.
04:56Moment! Nichts anfassen, bitte! Einfach nur markieren und liegen lassen!
05:05Der Mann hatte eine helle Jacke an oder einen Trenchcoat.
05:11Er ist unmittelbar vor mir hier reingekommen. Irgendjemand von Ihnen muss ihn gesehen haben.
05:18Ich denke, das können wir doch auch anders regeln, oder?
05:20Ich denke, nein. Personalien aufnehmen, von allen Anwesenden.
05:27Verstehe Sie nicht. Wir beide wollen doch dasselbe.
05:30Klar.
05:32Also Sie meinen, weil Sie Polizist sind und ich ein Bordellbesitzer.
05:35Wo ist denn da der Unterschied? Moral ist völlig überbewertet.
05:38Wenn irgendeiner von Ihren Leuten dem Mann geholfen hat, dann lass ich Ihren Laden schließen.
05:44Also wenn der Mann hier wirklich reingelaufen ist, dann haben wir das auf dem Band.
05:50Ich hab Ihnen von Anfang an meine Hilfe angeboten.
05:53Ich erinnere mich.
05:55Entschuldigung mal die DVD.
06:02Herr Endlich! Was denn passiert?
06:16Hier hab ich gestanden.
06:20Halt!
06:22Halt!
06:24Halt!
06:25Halt!
06:25Hörst du auf!
06:30Genau hier.
06:31Sie heißt Nelly Poaska.
06:3328 Jahre.
06:35Laut Perso ist sie in der Cannstrasse gemeldet.
06:38Cannstrasse 2.
07:08Ich will, dass er den ganzen Weg, den ich hinter ihm hergelaufen bin, abklappert.
07:11Vielleicht hat ihn jemand erkannt.
07:18Wir suchen den Typen, der vor mir reingerannt ist.
07:26Macht ihr hier weiter.
07:29Was?
07:30Was?
07:33Was?
07:35Was?
07:38Was?
07:48Was?
07:50Was?
07:51Was?
07:59Was?
08:00Oh, ich recebe diese christmaschine hin und lege mit dem membersoriegen.
08:06Bis dann!
08:11Was?
08:12Was?
08:12Was?
08:15Was?
08:16Was?
08:26Musik
08:56Musik
09:22Musik
09:46Hallo? Du hast die richtige Nummer gewählt, aber leider den falschen Zeitpunkt.
09:51Wenn du kommen möchtest, dann täglich zwischen 15 Uhr und Mitternacht.
09:55Ich freue mich schon auf dich.
09:57Musik
10:00Musik
10:16Ja, also alles war wie immer. Er hat sich nichts anmerken lassen.
10:21Ja, ich saß auf dem Bett und hab gewartet, dass er aus dem Bad kommt.
10:25Er ist aber in die Küche gegangen und hat aus der Obstschale ein paar Zitronen genommen und die in ein
10:33Handtuch gewickelt.
10:34Ja, und dann stand er plötzlich vor mir.
10:39Was soll das?
10:40Nein, nein, nein, nein, bitte nicht!
10:43Nein, nein, nein, nein, bitte nicht!
10:48Nein, bitte nicht!
10:50Nein!
11:06Ja, was ist denn, Henry?
11:08Er heißt Michael Friedl, vorbestraft wegen Dealerei. Keine großen Sachen.
11:12Wie habt ihr ihn gefunden?
11:13Gar nicht, der ist hier aufgetaucht und wollte mit dir reden.
11:16Musik
11:20Musik
11:20Musik
11:21Musik
11:22Musik
11:25Warum sind Sie weggegangen, als Sie mich gesehen haben?
11:27Ich hatte leider keine Zeit, mir ein Taxi zu rufen.
11:30Vielleicht werden Sie bald mehr Zeit haben, als Ihnen lieb ist.
11:33Wenn Schlesien Bulle sind, sieht man auf zweieinhalb Metern.
11:36Hier.
11:37Hier ist nicht viel, aber ich bin vorbestraft.
11:39Da habe ich Panik bekommen.
11:41Ach.
11:42Und jetzt haben Sie sich wieder beruhigt?
11:44Schaller hat gesagt, es wäre besser, wenn ich mich stelle.
11:47Sind Sie befreundet mit Herrn Schaller?
11:50Nicht besser für mich, besser für ihn und seinen Laden.
11:54Komm schon mal, es ist nicht gut, mit dem Mann wie Schaller Ärger zu haben.
11:57Wenn Sie mit jemandem wie mir Ärger kriegen, ist das noch viel weniger gut.
12:01Ach so, jetzt hör endlich auf mit der Scheiße.
12:03Wo warst du, bevor du weggerannt bist?
12:04In der Bahn, ich habe fast am Automat gezogen.
12:06Davor.
12:07Bei dem Ching, der kleine...
12:08Zeugen?
12:09Ja, die Chings.
12:09Was hast du gegessen?
12:11Ente.
12:11Welche Nummer?
12:12Was?
12:12Die Nummer auf der Speisekarte.
12:14Ich kenne den Laden.
12:14Da gibt es 500 verschiedene Enten.
12:16Man bestellt die Nummer.
12:1723, esse ich immer da.
12:19Was getrunken?
12:20Zwei Korea.
12:23Rotweincola.
12:27Ich glaube, das ist doch die Wahrheit.
12:29Rotweincola, so etwas Ekelhaftes, denkt sich doch keiner aus.
12:32Aber glaubst du, dass jemand, der so etwas trinkt, wegen einer Tüte Gras nur Panikattacke bekommt?
12:37Man weiß es nicht.
12:39Wie hat Schaller sie denn gefunden?
12:43Ein Mädchen aus dem Club hat mich gesehen.
12:46Ich vorne rein bin und dann gleich durch die Hintertür wieder raus.
12:50Inge, Chris, ihr überprüft sein Alibi.
12:52Bank und China-Laden.
12:53Hier, den Artikel habe ich im Apartment der Toten gefunden.
12:57Die Frau hat als Prostituierte gearbeitet.
12:59Vor zwei Wochen wurde sie von einem Staatssekretär aus dem Bildungsministerium brutal misshandelt.
13:04Die Krone-Sache?
13:05Sie war das?
13:06Das ist ja irre.
13:07Diese Story hier, das ist alles erfunden.
13:09Ich habe den Widerruf dazu gelesen.
13:10Also, ich weiß es nicht mehr genau, aber soweit ich mich erinnere, hat der Journalist
13:14sie dafür bezahlt, dass sie Krone beschuldigt, obwohl der sie gar nicht geschlagen hat?
13:18Okay.
13:19Finde alles raus, was es über die Geschichte gibt.
13:22Zeitungsartikel, Polizeiberichte, alles.
13:23Hier, das Mädchen heißt Sarah Prohast.
13:25Das ist die Tochter.
13:26Gleiche Meldeadresse, Kammstraße 2.
13:28Ihr wohnt da bestimmt nicht, das ist ein Puff.
13:29Gibt es einen Vater?
13:30Das ist keiner eingetragen, aber ich habe schon eine Anfrage bei der Kindergeldstelle laufen.
13:34Okay.
13:34Das Kind hat oberste Priorität, ja?
13:36Außerdem will ich mehr über den Chef von Babylon wissen.
13:38Ob der noch andere Läden hat, Vorstrafen, das ganze Programm.
13:42Und soll ich noch was über die Frau rausfinden, der dir als Krankenschwester ans Bett gesetzt hat?
13:49Ist das jetzt komisch?
13:53Ey, komm, das war ein Witz!
14:01Bitte warten.
14:06Bitte warten.
14:10Hallo, hören Sie bitte?
14:12Ja?
14:13Herr Dr. Krone könnte Sie heute Nachmittag um 16 Uhr im Restaurant Krell treffen.
14:17Ja, gut, danke.
14:19Ich werde dort sein.
14:37Also, ich werde da sein, ich werde da sein, ich werde da sein, ich werde da sein.
14:45Bruno.
14:49Was?
14:51Ich wollte dich fragen, ob du was loswerden willst.
14:55Wie meinst du denn das?
14:58Wir haben uns alle in die Nacht um die Ohren geschlagen.
15:05Du, äh, wenn Alex ein Problem damit hat, dass ich in dieser Situation keinen Bock auf Bisschen habe, dann soll
15:11sie kommen und es mir selber sagen.
15:12Alex hat mich nicht geschickt.
15:16Du warst Augenzeuge.
15:17Ja, ich war ein toller Augenzeuge.
15:19Wenn ich den Täter wenigstens gesehen hätte, dann bräuchten wir jetzt nicht, das Alibi von diesem Micky zu überprüfen.
15:31Henry, setz dich bitte.
15:42Tut mir leid, ich...
15:53Ich, die ist vor mir auf dem Boden geklatscht.
15:59Ich werde das Bild einfach nicht mehr los.
16:03Wenn ich einfach anders reagiert hätte, wenn ich diesen, diesen Scheißkerl wenigstens geschnappt hätte.
16:14Und das Kind.
16:16Bruno.
16:18Wir finden das Mädchen.
16:20Ich verspreche es dir.
16:28Filter hat die Frau für ihre Falschaussage bezahlt.
16:31Vermutlich hat er geglaubt, dass er mit so einer Skandalstory durch die Decke geht.
16:36Ihr könnt doch nicht ernsthaft geglaubt haben, dass er mit sowas durchkommt.
16:39Offensichtlich doch.
16:42Haben Sie mit der Frau gesprochen?
16:44Ja, sie war hier in der Redaktion.
16:47Das klang auch alles sehr überzeugend.
16:49Sie sah ja auch dementsprechend aus.
16:50Grün und blau geschlagen.
16:52Aber wie hätte ich denn ahnen sollen, dass Filter diese Frau für ihre Lügen bezahlt?
16:55Ich würde gerne mit ihm reden.
16:57Mit Filter?
16:59Wir haben ihn nach Erscheinen des Widerrufs fristlos gekündigt.
17:04Verstehe.
17:06Woher wissen Sie, dass sie die Wahrheit gesagt hat?
17:08Ich meine, in ihrem Widerruf.
17:11Wenn sie so eine überzeugende Lügnerin gewesen ist, dann können Sie doch bei dem Widerruf genauso gelogen haben.
17:17Ich war bei Filter zu Hause.
17:19Da war er nicht.
17:21Versuchen Sie es im Anker.
17:22Soweit ich weiß, ist das ein zweites Wohnzimmer.
17:25Wie erkenne ich ihn?
17:27Ist so groß wie ich.
17:29Trägt keine Brille und er raucht.
17:35Ja, und?
17:36Sie ist tot.
17:40Scheint Sie ja nicht besonders zu überraschen.
17:45Wissen Sie, was ich als erstes gedacht habe, als ich Nellys Widerruf gelesen habe?
17:49Dass es das war mit Ihrer Karriere?
17:54Ich habe gedacht, wenn du noch Zeit hast, Mädchen, mach dein Testament.
17:59Ich habe die Geschichte nicht erfunden.
18:02Und ich habe Sie auch nicht bezahlt für eine Falschaussage.
18:05Nellys ist zu mir gekommen und hat mir genau das erzählt, was ich geschrieben habe.
18:09Wenn das stimmt, dann hätten Sie doch jeden Grund gehabt, wegen des Widerrufs sehr wütend auf Sie zu sein.
18:15Sie glauben, ich habe Sie umgebracht?
18:17Ich glaube, dass es Ihnen nicht gleichgültig war, dass Sie wegen dieser Story Ihren Job verloren haben.
18:22Wo waren Sie denn gestern Abend?
18:23Gegen 22.30 Uhr.
18:25Zu Hause? Allein? Ohne Zeugen?
18:32Ich weiß.
18:34Und ich wette, Krones Alibi ist besser.
18:36Bitte, dein Kaffee.
18:38Danke.
18:40Er hat sich den Widerruf von ihr gekauft.
18:43Und nachdem er in der Zeitung erschienen ist, hat er dafür gesorgt, dass Nelly ihre Meinung nicht irgendwann noch einmal
18:48ändert und ihn mit der Wahrheit erpresst.
18:51Also hat er Sie umgebracht?
18:54Leute wie Krone machen sich die Finger nicht selbst schmutzig.
18:56Deshalb haben Sie ja auch Alibis und Leute wie ich nicht.
18:58Warum ist die Frau mit Ihrer Geschichte ausgerechnet zu Ihnen gekommen?
19:01Wie oft haben Sie sich getroffen?
19:03Einmal bei mir zu Hause und einmal in der Relation.
19:10Und Sie haben mir die Geschichte einfach so geglaubt?
19:13Wissen Sie, ich kann das einfach nicht mal hören.
19:16Journalisten, die sich angeblich alles aus den Fingern saugen.
19:19Krone ist einer, der sich vornherum für die Integration junger Ausländerinnen einsetzt und wenn er frei hat, geht er in
19:24Puff und fügt sie.
19:26Ich bin in dieser Geschichte jedenfalls nicht derjenige, der sich schämen muss.
19:35Hier, den Artikel hat ein Kollege von mir geschrieben.
19:41Aber damals hat man Krone nichts beweisen können, trotz Foto.
19:45Eine Herzensangelegenheit?
19:47Ja.
19:49Ja, wenn Sie den immer so bei sich tragen.
20:20Ich bin in dieser Geschichte, ich bin in dieser Geschichte.
20:31Warten Sie, ich will die Sachen gar nicht kaufen.
20:33Was? Wollen Sie mich vor Runde piepeln?
20:36Die Frau hier hat vorgestern genau das Gleiche gekauft. Können Sie sich an sie erinnern?
20:40Was sind denn Sie für Ena?
20:44Schumann, LKA.
20:48Hat die was ausgefressen?
20:49Nee.
20:51Ja, die ist auch da hier, mit ihrer Tochter.
20:54Sie wissen nicht zufällig, wo sie wohnt?
20:56Na, Sie sind lustig. Sie sehen aus wie das Einwohner meldeamt.
20:59Ich weiß ja nicht mal sicher, ob die Kleine auch ihre Tochter ist.
21:02Vielleicht hört die Püppi ja auch zu der anderen.
21:05Welche andere?
21:06Na, manchmal ist die Kleine auch mit einer anderen hier.
21:09Ach so.
21:10Sie haben mir sehr geholfen. Danke.
21:12Falls diese andere Frau nochmal auftaucht oder das Mädchen.
21:14Rufen Sie mich sofort an.
21:16Und was mache ich, wenn die Frau von dem Bild kommt?
21:46Und was mache ich, wenn die Frau von dem Bild kommt?
22:00Also die Hämatome stammen nicht von gestern Nacht.
22:03Drei Tage bevor für das Artikel erschien, war sie deswegen im Krankenhaus.
22:06Sie hat behauptet, sie wäre eine Treppe runtergefallen.
22:08Der Arzt hat ihr das nicht geglaubt und hat die Polizei geholt.
22:11Aber sie hat weiterhin behauptet, es war alles nur ein Unfall.
22:13Ja, und daraufhin ist die Sache eingestellt worden.
22:15Zum Alibi, Micky.
22:18Das war unmittelbar, bevor du ihn verfolgt hast.
22:21Was ist mit dem China-Restaurant?
22:22Herr Ching sagt, Micky hat bei ihm gegessen und nach ca. einer Stunde diese Rechnung bezahlt.
22:27Die 23 und zwei Rotwein-Cola.
22:31Rechnungsstellung fünf Minuten vor seinem Videoauftritt in der Bank.
22:34Also ist er sauber.
22:35Das kann man so nicht sagen.
22:37Hier, Ecstasy, 100 Freiflüge und auf der Tüte sind Mickys Fingerabdrücke.
22:43Ich war eben noch mal im Hinterhof von Babylon.
22:45Zwei neunjährige Jungs haben mit dem Zeug gespielt.
22:48Wie gespielt?
22:49Sie haben nichts genommen, ich habe nachgefragt.
22:51Ähm, gibt es irgendwas Neues von Charlotte?
22:53Ja, neben dem Babylon gehört ihm noch das Herz Ass, so ein Saunaclub und zwei Restaurants in Charlottenburg.
22:59Gut bürgerlich.
23:00Vorstrafen?
23:01So, der Typ ist total sauber.
23:06Gute Arbeit. Danke, Alex.
23:09Was?
23:11Ich sagte, sehr gute Arbeit. Danke.
23:15Oh, ich dachte schon, ich hätte mich verhört.
23:18Zu dem Kind noch mal.
23:19Wir haben die Hälfte aller Kinderläden rund um den Supermarkt durchtelefoniert und bis jetzt nichts gefunden.
23:26Bleibt dran.
23:28Okay, also, ähm, nehmen wir mal an, Nelly wurde tatsächlich von Krone misshandelt.
23:34Warum ist sie mit der Geschichte ausgerechnet zu Filter?
23:36Na ja, zu irgendeinem Journalisten musste sie ja gehen.
23:39Nee, ich meine, warum ist sie überhaupt zu einem Journalisten gegangen?
23:42Geld. Das war eine heiße Story. Es ist gut möglich, dass sie Zeitung dafür bezahlt hat.
23:46Okay.
23:48Und warum der Widerruf?
23:49Na, noch mehr Geld. Es könnte doch sein, dass Filter recht hat.
23:53Krone hat sie für den Widerruf bezahlt.
23:54Gut, dann denken wir mal über Möglichkeit 2 nach.
23:59Krone, sagt die Wahrheit.
24:01Die Hämatome stammen nicht von ihm, sondern Filter hat Nelly dafür bezahlt, dass sie das behauptet.
24:05Warum soll sie das machen?
24:08Wisst ihr, was ich meine? Warum... warum lässt sie sich von Filter benutzen?
24:16Guten Tag.
24:17Ich bin mit Herrn Schumann verabredet.
24:29Hallo.
24:32Neue Besoldungsstufe?
24:33Früher konnte sie dir sowas nicht leisten.
24:35Kann ich immer noch nicht.
24:37Heißt das, wir machen halbe halbe oder wer bezahlt?
24:39Mein Arbeitgeber. Ich bin verabredet.
24:41In zwei Stunden.
24:45Ne, ich dachte, wir schaffen es so selten, da wäre es doch eine ganz gute Möglichkeit...
24:49Zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen.
24:52Dann hoffe ich nur, dass sie dich nicht wegen Spesenbetrugs ins Gefängnis stecken.
24:55Keine Sorge. Berlin zahlt meins und ich zahl deins.
25:01Und wen triffst du?
25:03Ich weiß sie noch nicht so genau.
25:05Deswegen komme ich ja ganz gerne als Erster.
25:07Man kann eine ganze Menge daran erkennen, wie Menschen zur Tür reinkommen.
25:10Und wie bin ich reingekommen?
25:31Das ist ja furchtbar.
25:35Tod?
25:51Hey du, bist du Polizist?
25:54Ja.
25:56Hast du eine Pistole?
25:58Klar habe ich eine Pistole, aber die habe ich heute nicht dabei.
26:02Dann bist du auch kein richtiger Polizist.
26:04Doch, ich bin ein richtiger Polizist.
26:06Ich bin ja der beste Polizist auf der ganzen Welt, aber deswegen brauche ich ja nicht immer gleich eine Pistole.
26:12Guck mal, ein Kranfahrer, der hat ja auch nicht mal seinen Kran dabei.
26:14Was macht denn dein Papi vom Beruf?
26:16Er hilft schon, dass sie Babys bekommen.
26:18Du siehst du, da hat ja auch nicht mal ein Baby dabei.
26:22Was?
26:28Wollen wir dich in eine schöne Muschelsandburg bauen?
26:30Okay.
26:31Na, dann zeig mir doch mal die schönste und größte Muschel, die du da hast.
26:39Oh, oh.
26:40Oh, oh.
26:45Naja, das sieht doch keiner, oder?
26:48Nee, oder?
26:50Weißt du, worüber ich nachgedacht habe?
26:53Du warst immer ein guter Polizist, auch früher schon.
26:56Na und?
26:58Warum nennst du dich inzwischen Victimologe?
27:00Was heißt nennen?
27:01Das ist einfach ein faszinierender Ansatz.
27:05Im Prinzip ist es eine Frage der Vorgehensweise.
27:07Also, der Profiler sucht am Tatort nach der Handschrift des Täters und ich gehe quasi den umgekehrten Weg.
27:14Ich interessiere mich fürs Opfer, für sein Leben, für, ja, also, vereinfacht gesagt, lasse ich mich vom Opfer zum Täter
27:21führen.
27:22Also, das, was mit Opfern zu tun hat, habe ich mir schon selbst übersetzt.
27:25Ich will wissen, warum.
27:27Sag ich doch.
27:28Die Annäherung an das Opfer, das ist für mich...
27:31Bruno, dir muss doch klar sein, dass das was mit Marie zu tun hat.
27:37Als sie krank war, hast du sie keine Sekunde aus den Augen gelassen.
27:40Du hast erlebt, wie aus unserem glücklichen Mädchen plötzlich ein Opfer wurde.
27:44Meinst du nicht, dass das der Grund ist?
27:49Wäre das so schlimm?
27:51Nein.
27:53In deinem Beruf nicht, wenn du es da als Methode anwendest.
27:58Aber in unserer Geschichte geht es nicht mehr um das Opfer.
28:03Das wirst du doch nicht mehr los.
28:05Die Gedanken, die Gedanken an Marie, das...
28:08Die Gedanken an unser Kind, die nicht, klar.
28:13Marie wird immer ein Teil von unserem Leben bleiben.
28:15Aber als unsere Tochter, nicht als Opfer.
28:32Bruno, ich bin's.
28:33Wir haben das Kind.
28:34Das Mädchen und seine Mutter wohnen in der Lerterstraße 17 bei Natascha Maschke.
28:38Das ist eine Freundin der Mutter.
28:41Ja, alles klar.
28:45Sag mal, wer hat denn hier seine Hose in der Mikrowelle?
28:49Die hängst doch nicht so an die große Glocke.
28:54Äh, du, wenn du noch Appetit auf dem Nachtisch hast.
28:56Ich hab noch ein paar Socken im Schrank.
29:06Ja, das müssen wir ja nicht jetzt.
29:08Nee.
29:09Können wir nachher weiter.
29:10Ja.
29:11Ja, jetzt erstmal nicht mehr stören.
29:13Ja?
29:14So, Entschuldigung.
29:16Wo waren wir stehen geblieben?
29:17Ach ja.
29:19Äh, hat er die Familie?
29:21Ich meine, gibt es jemanden, um den man sich kümmern muss suchen?
29:25Eine kleine, dreijährige Tochter.
29:28Ah, schrecklich.
29:30Ja, das ist es wohl.
29:32Hören Sie, es tut mir wirklich leid, was da passiert ist.
29:35Ach so, Sie glauben, es sei ihr einfach so passiert?
29:40Diese Frau hat ein paar sehr hässliche Dinge über mich verbreitet.
29:43Wenn sie die hinterher widerrufen hat,
29:45dann macht das uns noch lange nicht zu dicken Freunden, ja?
29:50Wenn jemand einen Grund hatte, die Frau zu töten,
29:53dann dieser Journalist.
29:54Ach, das ist ja interessant.
29:56Er sagt das Gleiche von Ihnen.
30:02Ich war gestern die halbe Nacht auf einer Sitzung.
30:04Wenn ich mich jetzt hier mit Ihnen unterhalte,
30:06dann sicher nicht, weil ich mich rechtfertigen muss, ja?
30:09Warum tun Sie es dann?
30:11Dieser Filter hat alles daran gesetzt,
30:13mich mit seiner Geschichte zu diffamieren.
30:15Dass er den Widerruf drucken musste, hat seine Karriere ruiniert.
30:19Wenn er den Tod dieser Frau zu verantworten hat,
30:21werde ich alles dazu beitragen, dass er überführt wird, ja?
30:25Warum wollte er ausgerechnet Sie fertig machen?
30:28Ja, große Namen, große Nachrichten.
30:31Ist das nicht ein bisschen einfach?
30:34Niemand interessiert sich dafür,
30:35ob ein erfolgloser Straßenmusikant Drogen nimmt
30:38oder seine Kinder verprügelt, ja?
30:40Aber wenn jemand wie ich in der Öffentlichkeit steht,
30:42dann ist das eine Story.
30:43Das könnte ja auch damit zusammenhängen,
30:45dass Sie vor ein paar Jahren, also, dass es das Gerücht gab,
30:48Sie seien ein Kunde in einem Bordell gewesen.
30:50Sie sagen es. Gerücht.
30:53Waren Sie ein Kunde von der Libro Haska?
30:56Sie haben den Widerruf gelesen,
30:58mehr muss ich dazu nicht sagen.
31:02Sie entschuldigen, das ist wichtig.
31:05Ja?
31:07Ja?
31:12Haben Sie eine Ahnung, wo Ihre Freundin gestern Abend war?
31:16Woher sie gekommen sein könnte?
31:20Wissen Sie, dass Nelly...
31:22Als Prostituierte gearbeitet hat?
31:24Ja.
31:25Aber Sie sah nicht so aus, als kennen Sie gerade von der Arbeit.
31:28Das hat sie nie.
31:29Wenn sie nach Hause gekommen ist,
31:32wollte sie eine ganz normale Mutter sein.
31:34Sie hatte 600 Euro bei sich und ist trotzdem zu Fuß gegangen.
31:38Sie sagte, es wäre die einzige Möglichkeit,
31:41den Geruch loszuwerden.
31:43Haben Sie sich dann gar keine Sorgen gemacht,
31:46als sie heute früh immer noch nicht zu Hause war?
31:48Ich dachte, sie hat einen Kunden.
31:51Man kann ja schlecht zu einem Freier sagen,
31:53ich muss mal eben zu Hause anrufen.
31:58Entschuldigen Sie, wenn ich Sie jetzt so direkt frage,
32:01aber waren Frau Haska und Sie Kolleginnen?
32:04Nein, sicher nicht.
32:08Wollen Sie auch einen Tee?
32:11Nein, danke.
32:30Wir haben uns damals im Krankenhaus kennengelernt.
32:33Ich hatte einen Autounfall
32:35und Nelly brachte gerade Sarah zur Welt.
32:42Das Gesicht haben Sie noch ganz gut hinbekommen.
32:44Der Rest wäre für einen Mann nicht besonders attraktiv.
32:47Was wissen Sie über die Sache mit Krone?
32:50Ich war die helle Seite von Nellys Welt.
32:53Sie hat die beiden Welten getrennt.
32:56Und wir waren uns einig, niemals über etwas zu sprechen,
33:00was mit der dunklen Seite zu tun hat.
33:02Das heißt, Sie wissen nicht mal, ob Krone Ihr Kunde war?
33:04Nein.
33:08Wissen Sie, dieser Ort ist uns heilig.
33:10Nelly ist tot.
33:12Und dann kommen Sie und...
33:13Ich muss Sie das fragen.
33:14Wenn ich herausfinden will, wer der Täter war,
33:16muss ich versuchen zu verstehen,
33:18wie Nelly gelebt hat.
33:19Was für ein Mensch Sie gewesen ist.
33:24Wollten Sie nicht einen Tee machen?
33:28Wollen Sie nicht?
33:29Ja.
33:40Wollen Sie nicht?
33:51Musik
34:19Was ist das?
34:22Ihr Terminkalender nehme ich an
34:24Den habe ich nie gesehen
34:27Ich muss ihn mitnehmen
34:31Ich werde die Fürsorge benachrichtigen
34:34Wieso Fürsorge?
34:36Sarah kommt nicht zu irgendwelchen Leuten
34:38Ich werde mich um sie kümmern
34:40Das wird nicht ganz einfach
34:43Nellys Eltern sind tot
34:44Und sie hat auch keine Geschwister
34:45Und ich werde nicht zulassen
34:47Dass Sarah in irgendein Heim gesteckt wird
34:49Wenn es uns gelingt, den Vater ausfindig zu machen
34:51Wird Sarah möglicherweise zu ihm kommen
34:53Zu diesem kleinen, miesen Feigling
34:56Dem seine Karriere wichtiger war
34:58Als ein bisschen Verantwortung zu übernehmen
35:01Als Nelly ihm gesagt hat, dass sie schwanger ist
35:03Hat er sie einfach sitzen lassen
35:06Kennen Sie den Mann?
35:11Bei unserem ersten Gespräch haben Sie immer nur Nelly gesagt
35:14Nicht Frau Prohaska oder die Nutte oder die Prostituierte
35:18Und das, obwohl Sie sich angeblich nur einmal getroffen haben
35:22Und obwohl sie sie reingelegt hat
35:24Und das das Ende ihrer Karriere war
35:25Ich glaube Ihnen das ganz einfach nicht
35:27Dass Sie sich nicht kannten
35:30Wenn Sie der Vater des Kindes sind, dann finde ich das raus
35:33Und wenn Sie sie wirklich nicht umgebracht haben
35:35Dann helfen Sie mir
35:37Ich hatte Nelly Jahre nicht gesehen
35:40Tja, dann
35:43Plötzlich taucht sie hier auf
35:45Hier im Lokal
35:49Da hinten hat sie gesessen
35:53Sie hatte das Kind dabei
35:56Sarah
36:09Sie wird nächste Woche viel
36:13Nelly
36:14Wenn du Geld von mir willst, ich, ähm
36:17Ich will kein Geld von dir
36:18Aber ich verstehe nicht
36:19Was willst du dann?
36:21Ich möchte, dass du einmal was für mich tust
36:25Kennst du den?
36:36Ich hab noch mehr davon
36:37Wenn du willst, zeig ich sie dir
36:41Krone?
36:44Warum gehst du hier nicht zur Polizei?
36:46Weil ich will, dass dieses verdammte Arschloch bekommt, was es verdient
36:49In aller Öffentlichkeit
36:50Warum sorgst du nicht dafür, dass du bekommst, was du verdienst?
36:53Du könntest ihn erpressen
36:55Jan Krone, Kunde bei einer Nutte
36:58Danke, dass du mich daran erinnerst, was ich bin
37:01So habe ich das nicht gemeint
37:04Nelly
37:06Damals
37:06Das Kind
37:07Ich, ich hätte es nicht gepackt
37:10Wir waren uns doch einig
37:12Du hast gesagt
37:13Du lässt es
37:23Und dann warst du einfach verschwunden
37:25Ja, ich wette, du hast mich überall gesucht
37:28Stimmt's?
37:34Wie viel willst du für die Geschichte?
37:37500
37:42Ich rede mit meinem Chef
37:44Ich sage ihm, du willst tausend
37:46Was muss ich tun?
37:48In dem Artikel werde ich deinen Namen nur abkürzen
37:50Aber mein Chefredakteur wird mit dir reden wollen
37:53Warst du bei einem Arzt?
37:55Nein
37:56Geh ins Krankenhaus
37:58Die Verletzungen müssen neutral dokumentiert werden
38:00Ja, aber die werden mich fragen
38:02Wer das war?
38:04Erzähl ihnen irgendwas
38:05Meinetwegen, dass du gestürzt bist
38:07Auf keinen Fall darf die Polizeikrone festnehmen
38:10Bevor unser Artikel raus ist
38:12Danach melde dich wieder bei mir
38:14Du hast meine Nummer
38:16Okay
38:23Wie heißt sie denn eigentlich?
38:28Spielt keine Rolle
38:41Danach haben wir uns dann in der Redaktion getroffen
38:47Nelly wusste, dass sie ihr die Geschichte ohne viel zu fragen abkaufen würden
38:51Ich habe ihnen gesagt, dass ich in dieser Geschichte nicht derjenige bin, der sich schämen muss
38:57Das stimmt nicht
38:59Ich schäme mich
39:00Sogar sehr
39:03Dafür, dass ich Nelly mit dem Kind allein gelassen habe
39:08Ja
39:09Natürlich auch dafür, dass ich die Story nicht korrekt recherchiert habe
39:13Aber eins müssen sie mir glauben
39:17Ich habe Nelly nicht umgebracht
39:28Ja, dass ich die Geschichte deiner愛
40:05UNTERTITELUNG
40:31Was machen Sie denn hier?
40:33Das wollte ich eigentlich Sie fragen.
40:36Nelly hat in einem Laden gearbeitet, der mir gehört.
40:39Dem Club d'Amour.
40:42Dann ist sie schwanger geworden.
40:44Nichts, worüber man sich besonders freut.
40:46In ihrem Gewerbe, meine ich.
40:48Sie haben eine völlig falsche Vorstellung.
40:51Das habe ich Ihnen schon mal gesagt.
40:53Außerdem war Nelly ganz anders.
40:55Sie wollte trotzdem weitermachen.
40:57Sie war eben ein richtiger Profi.
40:59Das habe ich auch so an ihr gemocht.
41:01Und deswegen habe ich ihr auch die Wohnung eingerichtet.
41:04Das ist aber großzügig von Ihnen.
41:06Naja, die Zeiten ändern sich, wissen Sie?
41:09Frauen kriegen Kinder, wollen selbst für sich sorgen.
41:13Ich wollte ihr helfen, so ein bisschen flexibler zu werden.
41:15Und sie hatte wirklich das Zeug dazu.
41:17Wozu?
41:19Exklusivere Kundschaft zu empfangen?
41:21Ich weiß nichts über Ihre Kunden.
41:25Was ist eigentlich mit Natascha Maschke?
41:31Die hatte wohl nicht mehr das Zeug dazu, oder?
41:36Mit Natascha war ich zusammen.
41:38Aber sind sie jetzt nicht mehr?
41:40Ja, nichts wert ewig.
41:42Nee.
41:43Nee.
41:44Vor allem, wenn die Frau dann einen Unfall hat und hinterher nicht mehr so toll aussieht.
41:49Passen Sie mal auf, was Sie sagen, ja?
41:53Sonst.
42:06Frau Maschke hat bis vor drei Jahren auch im Club Damour gearbeitet.
42:09Und dann hatte sie diesen Unfall.
42:10Und zwar in Schallers Wagen.
42:12Er hat damals ausgesagt, sie hätte ihn sich geliehen ohne sein Wissen.
42:16Ein Ferrari.
42:17Das ist teuer.
42:18Ja, vor allem, weil die Versicherung nicht gezahlt hat.
42:20Der Wagen war nicht angemeldet.
42:24Natascha hat sich den Wagen einfach gekrallt.
42:26Ist damit auf Tour gegangen.
42:28Blöd wie die Weiber sind, sind damit nicht mal fünf Kilometer weit gekommen.
42:31Das war bestimmt schlimm für Sie.
42:34Ich meine, Verlust des Wagens.
42:37Offensichtlich haben Sie ein Problem mit mir, aber jetzt will ich Ihnen mal was sagen.
42:40Wie ich mit meinen Frauen umgehe, das geht Sie einen Scheißdreck an.
42:44Machen Sie eigentlich immer so einen auf dicke Hose?
42:47Ich finde das ja überschätzter als Moral.
42:51Sie haben vermutlich Ihre Sandkastenliebe geheiratet, ja?
42:54Und die sitzt jetzt zu Hause mit den Vorzeigekindern und wartet mit dem Abendbrot.
43:00Der Ferrari war Schrott und Ihre Freundin auch.
43:02Und damit war beides wertlos.
43:04Und dann hatte sie noch ein Problem.
43:05Nelly Prohaska war schwanger und sie wollte nicht mehr weitermachen.
43:08Blödsinn.
43:09Und da Moral ja so völlig überbewertet ist,
43:11da haben Sie sich gesagt, Sie machen einfach das Beste aus der Situation.
43:13Sie haben Nelly gezwungen, den Schaden abzuarbeiten
43:16und Natascha musste sich um das Kind kümmern.
43:19Die war ja auch sonst zu nichts mehr zu gebrauchen.
43:27Sie sind frustriert, weil jemand wirklich Erfolg hat,
43:30während Sie in dieser Folge pforzten Bude hier sitzen müssen.
43:32Ein kleiner Beamter, der einen Mord nicht mal verhindern kann,
43:35wenn er dabei zusieht.
43:44So, und jetzt würde ich ganz gerne gehen.
43:54So, und jetzt würde ich ganz gerne gehen.
44:15So, und jetzt würde ich ganz gerne gehen.
44:45So, und jetzt würde ich ganz gerne gehen.
45:26Guck mal, Henry, das ist noch von der Karte.
45:27Ich weiß gerade nicht, tut mir leid.
45:31Nelly hatte einen Kunden, J.K., Jan Krone.
45:35Aber nicht an dem Tag, an dem sie misshandelt wurde.
45:37Da hatte sie gar keinen Kunden.
45:39Das heißt, Krone hat sie nicht geschlagen.
45:41Aber sie wusste ganz genau, dass er ihr das nicht widerlegen kann.
45:44Also ist sie damit zu filter und hat ihm erzählt,
45:46Krone hat sie geschlagen.
45:48Wahrscheinlich von Anfang an mit der Absicht,
45:50Krone dem Widerrufe zu verkaufen.
45:54Das ist nur meine Schuld.
45:56Was?
46:02Ich hab das ja einfach verdrängt.
46:05Als ich gesehen hab, wie die Frau über der Brüste hing,
46:09da hab ich nicht einfach gerufen,
46:11halt, hören Sie auf, ich hab gerufen, Polizei.
46:15Ich hab gerufen, Polizei, lassen Sie die Frau in Ruhe.
46:19Verstehst du?
46:20Wenn ich nicht Polizei gerufen hätte,
46:22dann würde sie vielleicht noch leben.
46:25Vielleicht.
46:28Vielleicht hast du recht.
46:30Aber hast du dich schon mal überlegt,
46:31was passiert wäre, wenn nicht du da gewesen wärst,
46:33sondern vielleicht, vielleicht ein junges Mädchen,
46:35das gerufen hätte, halt, lassen Sie die Frau los,
46:38oder ein junger Mann wäre dazwischen gegangen?
46:39Du konntest Nelly Porraska nicht retten, das ist richtig.
46:43Aber du hast vielleicht einen anderen Menschen davor bewahrt,
46:44sich sein Leben lang Vorwürfe zu machen.
46:48Bruno,
46:49wir müssen das ertragen.
46:51Wir haben gelernt, damit umzugehen.
46:57Als sie da auf der Brücke stand,
46:59da wollten sie ihr klarmachen, was passiert,
47:00wenn sie das Geld nicht zurückgibt.
47:02Ich glaub nicht, dass sie sterben sollte.
47:03Nelly, sie noch nie leben lassen,
47:05nachdem sie das Geld zurückgibt.
47:06Und wenn doch?
47:07Und wenn doch?
47:17Was ist jetzt hiermit?
47:23Frau Maschke, Sie haben mich angelogen.
47:25Ich weiß auch genau, warum.
47:26Sie haben doch keine Ahnung,
47:27was mit mir passiert, wenn ich mit Ihnen rede.
47:29Das, wovor Sie Angst haben, das wird Ihnen passieren,
47:32wenn Sie nicht mit uns reden.
47:34Ihre Freundin ist tot.
47:35Sie kann die Schulden für den Wagen nicht mehr abarbeiten.
47:36Und Schaller braucht kein Kindermädchen mehr für Sarah.
47:39Sie sind überflüssig für ihn.
47:40Diesmal endgültig.
47:42Krone war eine Lieskunde, richtig?
47:44Aber er hat sie nicht geschlagen.
47:46Das war Schaller.
47:49Ich hab mich die ganze Zeit gefragt,
47:50warum Zitronen?
47:52Das war jemand, der keine Narben hinterlassen wollte.
47:54Er wollte sie nur bestrafen.
47:56Wofür?
47:57Schaller hat Krone an Nelly vermittelt.
47:59Er hat ihm absolute Diskretion zugesichert.
48:02Als Nelly mir erzählte,
48:04dass sie Krone erpresst hat,
48:06wusste ich sofort, dass das nicht gut geht.
48:09Aber sie wollte, dass wir hier rauskommen.
48:14Irgendwo anders leben.
48:15Weg von Schaller.
48:17Irgendwo frei atmen können.
48:20Aber Krone ist zu Schaller gegangen
48:22und hat sich über Nelly's Erpressungsversuch beschwert.
48:25Und da hat Schaller sie zusammengeschlagen.
48:28Er hat sie fast totgeschlagen.
48:31Ich habe ihr damals noch gesagt,
48:33wir werden von Schaller nie wegkommen.
48:36Aber sie war fest entschlossen.
48:38Sie ist zu Filter gegangen.
48:40Er hat behauptet, Krone hätte sie geschlagen.
48:43Und Filter sollte das veröffentlichen.
48:45Stimmt's?
48:49Sie war sich sicher,
48:50dass ihr nichts passieren kann,
48:52wenn der Artikel in der Zeitung steht.
48:55Und das war die Chance für sie,
48:57für den Widerruf richtig groß abzukassieren.
49:00Frau Maschke, wissen Sie, wo das Geld ist?
49:03Glauben Sie, dass mich das interessiert?
49:06Das Geld macht sie nicht wieder lebendig.
49:08Und das gibt auch Sarah, ihre Mutter, nicht zurück.
49:10Ich sage ja auch nicht, dass Sie es haben.
49:11Aber mit dem Geld
49:12könnten wir Krone ein Motiv nachweisen für die Tat.
49:17Nein, ich weiß es nicht.
49:22Glaubst du ihr?
49:23Nein.
49:24Durchsuchungsbefehl?
49:25Nein, bleib du hier und lass sie nicht aus den Augen.
49:28Ich fahr zu Krone.
49:36Noch eine Nutte, noch eine Lüge.
49:39Ich werde das ganze Studio von der Leproeska auseinandernehmen lassen.
49:42Ich werde beweisen, dass die Kunde bei ihr waren.
49:43Da können Sie sich drauf verlassen.
49:45Sie sind zu melodramatisch.
49:47Ja, ich war dort.
49:49Ich war dort und sie hat mich erpresst.
49:51Aber ich habe sie nicht geschlagen
49:52und ich habe sie auch nicht umgebracht.
49:54Warum haben Sie ihn dann gezahlt?
49:56Für den Widerruf.
49:5750.000 Euro.
49:59Eine Menge Geld für wenig Spaß.
50:01Sie hatte mir sogar gesagt,
50:02dass sie zur Zeitung geht.
50:03Leider habe ich ihr nicht geglaubt.
50:04Ein Fehler, ja.
50:08Mein Gott, sie war wirklich knallhart.
50:09Das muss man mir lassen.
50:11In der Politik hätte es sich weit bringen können.
50:12Sparen Sie mir hier einen Zynismus.
50:14Sie haben Schaller beauftragt,
50:15ihr Geld zurückzuholen.
50:16Da, mein Lieber, irren Sie sich.
50:18Ich kenne diesen Herrn nicht.
50:21Natürlich wollte ich mein Geld zurück.
50:23Aber leider ist die Dame ja vorher
50:24in einem schrecklichen Verbrechen zum Opfer gefallen.
50:27Vermutlich war ich nicht der Einzige,
50:29mit dem sie ein schmutziges Spiel gespielt hat, ja?
50:41Der Barmann hat Schallers Aussage bestätigt.
50:44Er hat ihn in Potsdam angerufen
50:45und ins Babylon geholt.
50:46Es ist unmöglich,
50:47dass er zum Zeitpunkt des Mordes am Tatort war.
50:50Dass der jemanden findet,
50:52der sein Alibi bestätigt,
50:53das ist mir klar.
50:54Aber warum bist du dir denn so sicher,
50:55dass er sie umgebracht hat?
50:57Er war der Mann auf der Brücke.
50:58Von dort ist er direkt ins Babylon.
51:01Der ist doch nicht aus Potsdam gekommen.
51:02Aber dann wäre er schon vorher
51:04auf dem Band zu sehen.
51:05Nee, nee, nicht unbedingt.
51:07Nicht, wenn er durch den Hintereingang
51:08in den Club rein ist.
51:09Verstehst du?
51:10Ich habe Micky für Schaller gehalten
51:12und wir sind beide vorne reingerannt.
51:14Als ich bewusstlos war,
51:15da hat Schaller einfach gewartet.
51:17Eine halbe Stunde später
51:18hat er das Babylon
51:18durch den Hinterausgang verlassen
51:19und ist vorne durch den Haupteingang wieder rein.
51:21Damit er hier auf das Videoband kommt.
51:23Und schon hat er ein Alibi.
51:24Warte mal.
51:27Warte mal.
51:28Kannst du dich erinnern,
51:29wie seine Schuhe aussahen,
51:30als du zu dir gekommen bist?
51:32Warum?
51:33Als ich noch mal da war
51:34und den beiden Jungs
51:35die Drogen abgenommen habe,
51:36da habe ich gesehen,
51:37dass am Hinterausgang
51:38von Babylon Bauarbeiten waren.
51:40Wenn das stimmt, was du sagst,
51:41dann muss Schaller
51:42zweimal durch den tiefen Matsch gelaufen sein.
51:45Das hättest du an seinen Schuhen sehen müssen.
51:46Kannst du dich erinnern?
52:06Das ist schon mal.
52:20Und?
52:25Schöne weiße Schuhe.
52:27Ja.
52:28Vor dem Hintereingang des Clubs ist durch Bearbeiten eine riesige Schlammpfütze entstanden.
52:32Sie sind zwar vorne reingerannt und ich hinter Ihnen her, aber Sie sind nicht wieder hinten raus.
52:36Sonst wären diese Schuhe nämlich dreckig.
52:38Was soll das?
52:40Schöner musste Sie gar nicht suchen. Sie sind die ganze Zeit im Babylon gewesen.
52:44Ich bin überlegen Sie sich mal, was fünf bis sieben Jahre Gefängnis für Sie bedeuten würden.
52:50Hören Sie, ich habe nichts mit dem Mord zu tun.
52:53Beihilfe reicht schon.
52:57Ich mache Ihnen einen Vorschlag.
52:59Sie erzählen mir was über Ihren Deal mit Schaller und ich sorge dafür, dass das hier Ihr einziges Problem bleibt.
53:10Wenn ich Ihnen das sage, bin ich tot.
53:11Keine Sorge. Schaller wird Ihnen nichts mehr tun können.
53:21Ich war nicht beim Ching.
53:23Sie haben recht. Ich bin ins Babylon, direkt hoch zu Schaller ins Büro.
53:28Ich habe ihm erzählt, dass ich den ganzen Abend gedealt habe und dass Sie hinter mir her sind.
53:32Das hat total ausgeflippt.
53:35Aber dann hat er mir angeboten, dass er mir ein Alibi verschafft, wenn ich nichts darüber sage, dass er im
53:42Club war.
53:44Das ist alles, was ich weiß. Wirklich.
53:47Mehr brauche ich auch nicht.
53:55Das haben Sie überhaupt gar kein Herz.
53:57Sie haben uns hier noch zytografiert.
53:59Ich habe ein bisschen aufgeraden.
54:01Sie haben hier Hausverbot.
54:02Haus.
54:02Ihr habt hier alle Hausverbot.
54:04Damit kommt hier nicht hoch.
54:06Ich bin nicht sofort auf der Karte.
54:13Danke.
54:24Bruno, du wolltest doch, dass ich Frau Maschke nicht aus den Augen lasse.
54:27Sie hat gerade das Haus verlassen. Mit der Kleinen.
54:30Was? Wo ist denn hin?
54:32Steht draußen.
54:34Der war gut.
54:36Was will sie?
54:36Mit ihr reden.
54:38Okay, schick sie rein.
54:40Frau Maschke.
54:41Frau Maschke.
54:48Hallo.
54:49Hallo.
54:51Hallo, Sarah.
54:52Hallo.
54:54Könnten Sie vielleicht einen Moment auf Sarah aufpassen, bitte?
54:56Na klar. Magst du mitkommen?
54:58Dann abziehen.
55:02Bitte, nehmen Sie doch Platz.
55:19Schala, haben Sie ihn verhaftet?
55:22Ja.
55:24Ich möchte Sie um etwas bitten.
55:27Um Hilfe.
55:29Wegen Sarah.
55:31Ich möchte, dass sie bei mir bleibt.
55:33Und vielleicht ist auch Ihr Vater einverstanden.
55:37Aber da ist noch etwas.
55:41Das Geld, das Nelly von Krone bekommen hat.
55:52Das ist...
55:53Das ist ein schöner Teddy.
56:00Dieser Teddy...
56:01Ich weiß nicht, was Frau Prohaska mit dem Geld gemacht hat.
56:03Und Sie wissen es auch nicht.
56:07Ich will versuchen, Ihnen zu helfen, soweit ich das kann.
56:11Passen Sie gut auf, auf den Teddy.
56:13Vielleicht ist Sarah mal froh, dass sie ihn hat.
56:17Ich hoffe, er schützt Sie vor der dunklen Seite.
56:22Soll das heißen, dass...
56:23Sie haben jetzt eine Chance.
56:26Wichtig ist, was Sie draus machen.
56:28Okay?
56:31Okay.
56:36Danke.
56:46Sarah, kommst du?
56:51Danke.
56:58Was wollt Sie eigentlich hier?
57:03Habe ich dir eigentlich schon mal von meiner Tochter erzählt?
57:06Nee.
57:15Danke.
57:20Oh.
57:24Oh.
57:27Oh.
57:31Oh.
57:33Oh.
57:35Oh.
57:36Oh.
57:37Oh.
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