- vor 5 Stunden
Hauptkommissar Kress - Rolf Schimpf ( +22.03.2025)
Drehbuch - Max Pierre Schaeffer und Günter Gräwert /
Regie - Günter Gräwert
Drehbuch - Max Pierre Schaeffer und Günter Gräwert /
Regie - Günter Gräwert
Kategorie
📺
TVTranskript
00:28Untertitelung des ZDF, 2020
00:58Untertitelung des ZDF, 2020
01:13Untertitelung des ZDF, 2020
01:28Aber endlich einmal außerhalb der Firma
02:00Untertitelung des ZDF, 2020
02:29Untertitelung des ZDF, 2020
02:30Denken Sie noch an unseren Rotwein?
02:32Sofort, ich bringe ihn.
02:42Ja, hier.
02:44Danke.
02:48Darf ich Ihnen noch was bringen?
02:50Nein, danke.
02:51Guten Nacht.
03:00Ich habe Ihr Memo gelesen, Herr Dau.
03:04Mein Mann kommt dabei nicht gerade gut weg.
03:06Ich würde mir nie erlauben, Ihren Mann zu kritisieren.
03:10Aber hier geht es um meinen Chef und Ihre Firma.
03:13Ich habe schon mal.
03:23Musik
03:45In Bezug auf die Weiterentwicklung und Produktion der neuen Leuchtstofflampen habe ich Bedenken, schwere Bedenken.
03:52Ihr Mann und ich, wir sind einfach gegenteiliger Ansicht.
03:55Die nötigen Investitionen sind derart hoch, dass ich es persönlich für verantwortungslos halte.
04:00Zumal das finanzielle Risiko allein bei Ihnen...
04:03Statt, bitte.
04:14Statt, bitte.
04:56Ich werde morgen früh gleich mit meinem Mann darüber sprechen. Er kommt mit dem Schlafwagen aus Hamburg.
05:02Die Aufstellung darf ich doch mitnehmen.
05:04Ich habe sie für Sie gemacht.
05:06Danke.
05:06Hier Hannover Hauptbahnhof, Hannover Hauptbahnhof, Vorsitzendung 1322, es läuft ein gewünschtes Netz aus Hamburg, nach hinten über Mönche.
05:43Gehen wir noch auf einen Nightcap, an die Bahn?
05:46Lieber nicht. Man muss den Leuten nicht grundlos Gesprächsstoff liefern.
06:07Vielen Dank.
06:20Danke für den Abend.
06:23Ich habe zu danken.
06:24Vielleicht können wir das wiederholen.
06:27Gelegentlich.
06:28Und nicht ganz so geschäftlich.
06:32Gute Nacht, Herr Dorf.
06:37Gute Nacht.
06:53Gute Nacht.
07:11Wir sind 40 Minuten vor München.
07:16Guten Morgen.
07:17Guten Morgen.
07:18Ich bringe Ihnen Ihr Frühstück.
07:19Wunderbar, danke.
07:24Guten Appetit.
07:24Ja, nicht so.
07:29Hallo, haben Sie mich nicht gehört?
07:58Wir haben eine Tote im Wagen.
07:59Sie sind als 106.
08:03Sieht aus, als ob sie ermordet wurde.
08:05Bitte benachrichtigen Sie die Polizei.
08:14Die Türen können nicht geöffnet werden.
08:16Auch nicht, wenn der Zug ganz langsam fährt.
08:18Und wenn er hält?
08:19An einer Baustelle?
08:20Er bleibt nur stehen, wenn ein Signal die Strecke nicht freigibt.
08:23Dann muss er aber auf jeden Fall halten.
08:25Die Bahnhofsvollsteiger sind angewiesen, den Zug genauestens zu bekommen.
08:28Können Sie noch mal eine Verbindung zum Zug herstellen?
08:30Selbstverständlich.
08:34Nein, die Strecke war durchweg frei.
08:37Wir haben nicht gehalten.
08:38Nur Verminderung der Geschwindigkeit bei den vorgesehenen Stellen.
08:41Aber nie unter 50.
08:43Seit Würzburg.
08:44Jawohl.
08:46In dem Fall melde ich mich sofort.
08:49Ich stelle das mal fest.
09:06Das ist die Dame, die hier gebucht hatte.
09:08Und das Ticket für den Wagen?
09:09Hat der Herr von 218.
09:11Gut, dann gehen wir das mal durch.
09:24Das Ticket ist ausgestellt auf den Namen Karin Mayrath.
09:29Mayrath.
09:30Ja, danke.
09:32Morgen, Herr Doktor.
09:35Der Zug läuft gleich ein.
09:38Zug 211.
09:41Drehfahrzeughaltepunkt.
09:41Eine Wagenlänge über das Bahnsteigende.
09:57Achtung, Achtung.
09:58Hier spricht die Polizei.
10:01Reisende des Mondscheinexpress aus Hamburg-Altonadenhofer.
10:05Bitte folgen Sie den Anweisungen der Beamten
10:08und begeben Sie sich in den Wartraum am Ende des Bahnsteigens.
10:13Kriminalpolizei, nur eine Grütrolle.
10:14Wenn Sie drüben Platz nehmen bei der Fahrradreservierung
10:16und Ihre Reisedokumente bereithalten.
10:19Danke.
10:20Gehen Sie bitte zur Fahrradreservierung.
10:23Kriminalpolizei, nur eine Kontrolle.
10:24Sie bitte Ihre Reisedokumente, bitte.
10:27Kriminalpolizei.
10:28Schon bei der Schacht.
10:29Ah.
10:33Alles leer.
10:34Geh mit rüber.
10:49Kein Zweifel, es ist erwirkt worden.
10:51Wo ist die Frau eingestiegen?
10:53In Altona.
10:54Wann haben Sie sie zuletzt gesehen?
10:56Ich meine lebend.
10:57Als ich die Dame zum Artei brachte.
10:59Und Sie haben irgendwelche Beobachtungen gemacht.
11:03Haben Sie gesehen, dass jemand nach Ihnen das Abteil betreten hat?
11:07Ich stehe ja nicht ständig vor der Tür.
11:10Sie können anfangen.
11:15Als Sie vor dem Mayrath wecken wollten, war die Tür da offen?
11:18Offen nicht.
11:19Zugezogen, aber nicht abgeschlossen.
11:22Danke.
11:25Danke.
11:43Danke sehr viel, dass Sie uns reisen.
11:45Herr Kommissar, ich bin sehr in Reise.
11:47Ich habe wichtige Termine.
11:49Ich muss morgen früh noch weg mit dem Wagen nach Rom.
11:51Wir bauen vielleicht noch Ihre Aussage.
11:53Ich bin im Hotel Königshof.
11:54Sie können mich doch erreichen.
11:55Hier ist meine Tante.
11:57Danke.
11:58Danke schön.
11:59Ja, dann kannst du jetzt gehen.
12:00Danke.
12:01Ja.
12:04Na, wie weit, weit.
12:06Hast du dich da unten?
12:07Wir sind gleich durch.
12:08Wir fallen ja schon fast die Fikern.
12:12Sind Sie der Mittelnütt Kommissar?
12:14Ja, Hauptkommissar Kress.
12:15Mein Name ist Oskar Winters.
12:17Frau Mayrath ist meine, sie war meine Sekretärin.
12:20Dann kommen Sie doch bitte gleich mit aufs Präsidium.
12:22Wo ist das sein, Herr Kommissar?
12:24Ja, bitte.
12:28Entschuldigen Sie bitte.
12:29Ist das wahr?
12:30Ich wollte Frau Mayrath vom Zug abholen.
12:32Und dann sagte mein Lieber.
12:34Das beruhige, das ist die Fikern gleich.
12:37Wer ist das?
12:38Wer ist das?
12:41Entschuldigen Sie.
12:43Ich bin eine Freundin von Karin.
12:46Doris Thiele.
12:48Wir wohnen zusammen.
12:54Herr Winters, bitte.
12:55Äh, mein Wagen, der ist noch auf dem Zug.
12:58Dann holen Sie ihn.
12:59Ich erwarte Sie in 20 Minuten im Präsidium 2. Stoppzimmer 216.
13:15Ein Zug ist kein Schiff.
13:17Ach, nee.
13:18Auf einem Schiff kann der Mörder unterwegs nicht aussteigen.
13:21Dein Zug hält an jeder Station.
13:22Aber da gab es nur zwei.
13:23Hannover und Würzburg.
13:25Ich meine, Leo, dass der Mörder nicht im Zug geblieben sein kann.
13:29Er musste damit rechnen, dass die Tote spätestens in München entdeckt haben.
13:32Vielleicht war der Mord gar nicht geplant.
13:35Oder Täter und Opfer kannten sich vor Beginn der Partner gar nicht.
13:59Es tut mir leid, meine Herren, aber Herr Winters ist noch aufgehalten worden.
14:02Er bittet, das zu entschuldigen, da es sich um einen unvorhergesehenen Zwischenfall handelt.
14:07Aber es kann nicht lange dauern.
14:10Wenn Sie einverstanden sind, kann Frau Wendt, die für den technischen Bereich zuständig ist, schon mal beginnt.
14:15Bitte, Frau Wendt.
14:16Dringen Sie auch einen Kaffee?
14:18Nehmen Sie doch Platz.
14:19Nein, danke. Ich will nicht drängen, meine Herren, aber bitte etwas zügig.
14:26Fräulein Meirath begleitete Sie also auf Ihren Geschäftsreisen vornehmlich, um Konferenzprotokolle aufzunehmen, ja?
14:33Sie war eine erstklassige Stenografin, ja.
14:35Und was noch?
14:38Ich meine, so etwas macht man doch heute mit Turmband, oder?
14:40Sie ist kein technisch begabter Mensch. Außerdem erledigte sie die Post, kümmerte sich um Termine und so weiter.
14:46Ich möchte nicht indiskret erscheinen, aber wie weit ging der persönliche Kontakt mit Fräulein Meirath?
14:52Unsere Beziehung war rein geschäftlicher Natur.
14:55Ich bin verheiratet. Es war gut.
14:58Sie waren beide im gleichen Schlafhaken?
15:01In verschiedenen Abteilen, ja.
15:03Haben Sie das Abteil von Fräulein Meirath betreten?
15:06Vor der Abfahrt oder später?
15:08Gab keinen Grund.
15:10Und Ihre Frau?
15:12Wusste Sie, dass Sie mit Ihrer Sekretärin unterwegs waren?
15:14Lassen Sie bitte meine Frau da raus. Sie würden nur unnötig Porzellan zertreten.
15:23Sie können jetzt gehen, Herr Winters.
15:28Wiedersehen.
15:32Meine Herren.
15:43Der Mann hat Angst vor seiner Frau.
15:46Wer hat das nicht?
15:48Die Freundin, die mit Karl Mayer zusammenwohnte.
15:52Sie wird mehr darüber wissen.
16:06Frau Letizia, Entschuldigung, ich muss Sie kurz stören.
16:08Geht nicht, wir haben gleich Proben.
16:10Nur eine kurze Frage.
16:13Ihre Freundin Karin und Herr Winters,
16:16waren das nur Chef und Sekretärin oder?
16:20Er wollte Sie heiraten.
16:21Ja, wer ist doch verheiratet?
16:23Er wollte sich scheiden lassen.
16:26Wo ist denn seine Frau davon?
16:27Nein.
16:28Er war immer ganz hysterisch, verangst, dass sie was merkt.
16:31Es hatte irgendwas mit einem Testament zu tun.
16:34Es ging um einen bestimmten Termin.
16:36Meidner!
16:56Wir werden die Leuchtstofflampe CL3 produzieren.
17:00Meine Herren, Herr Dorbitt.
17:13Sie sind der Chef?
17:15Meine Bedenken kennen Sie.
17:16Auch meine Frau kennt Sie.
17:18Vergessen Sie nicht,
17:18in geschäftlichen Dingen bin ich Ihr Ansprechpartner.
17:20Ja?
17:22Das sind zwei Herren von der Kriminalpolizei.
17:25Ja, ja, sollen reinkommen.
17:26Bitte.
17:26Ich bekomme Besuch.
17:33Nun, meine Herren, haben Sie eine Spur?
17:35Mehrere.
17:37Eine führt hierher.
17:39Zu mir?
17:40Sie haben uns leider nicht die Wahrheit gesagt, Herr Winters.
17:43Damit machen Sie sich verdächtig.
17:47Bitte setzen Sie sich.
17:51Sie haben uns Ihr immerhin doch enges Verhältnis mit Ihrer Sekretärin verschwiegen.
17:55Warum?
17:57Es geht um meine Existenz.
18:00Die Fabrik gehört meiner Frau.
18:02Ihr Vater hat sie vererbt.
18:04Ich soll 25 Prozent der Anteile halten an seinem zehnten Todestag.
18:08Unter einer Voraussetzung, meine Frau und ich, wir müssen dann noch verheiratet sein und keiner von uns darf die Scheidung
18:14eingereicht haben.
18:15Verstehen Sie?
18:16Eine merkwürdige Testamentsklausel.
18:19Wann ist denn dieser zehnte Todestag?
18:21Knapp vier Wochen.
18:22Sie können sich vorstellen, wie man zum Motor ist.
18:26Waren Sie im Abteil von Fräulein Meirath?
18:28Mit dem Motor habe ich nichts zu tun.
18:29Das war nicht die Frage.
18:31Ich war nicht im Abteil.
18:33Henry, schon ein Ergebnis von der Spursicherung.
18:35Noch nichts da, aber ein Telex von der Bundesbahn.
18:38Liegt auf deinem Tisch.
18:44In Altunah sind 26 Fahrgäste eingestiegen.
18:49In Hannover 6.
18:51Christa, hast du keiner verschwunden?
18:53Die haben wir alle erfasst.
18:56Du hast was mit ihr gehabt?
18:59Klar.
19:00Erst habe ich sie vergewaltigt.
19:04Dann habe ich sie umgebracht.
19:06Nur damit du nichts erfährst.
19:12Aber du musst uns zugeben, dass alles so aussieht.
19:15Da traust du mir also einen Mordzug.
19:17Um Gottes Willen, nein.
19:19Aber warum muss ich denn ein Verhältnis mit ihr gehabt haben,
19:21nur weil sie in einem Schlafwagen umgebracht wurde, in dem auch ich war?
19:26Du wolltest doch diesmal allein fahren.
19:29Ich glaube, ich wäre jetzt sehr froh darüber,
19:31aber dann kam kurzfristig noch die Verhandlung mit der VSK
19:34und das war mir einfach zu viel.
19:38Aber man wird doch nicht einfach so rumgebracht.
19:42Es muss doch irgendetwas gegeben haben.
19:45Ich schwöre dir, ich habe keine Ahnung.
19:48Das Abteil 203, also links von der Mayrath war leer.
19:55Abteil 212 war ein gewisser Tonio Benetti,
19:59der Italiener, wohnt im Königshof zurzeit.
20:01Morgen will er nach Rom.
20:03Und was ist mit dem Schlafwagen Schaffner?
20:05Er hat nichts gesehen, angeblich.
20:08Wenn er es selber war, er hatte alle Möglichkeiten.
20:12Ich weiß, Geld, Schmuck, nichts fehlte.
20:14Aber wer weiß, es kann ja sein,
20:16dass denen ganz andere Geschäfte verwickelt waren.
20:18Ach, du meinst Gold, die Wiesen.
20:22Ähm, Gerd, dieser Tonio Benetti kümmert dich um ihn, ja?
20:27Henry, auch der Schlafwagen Schaffner muss her.
20:30Kann durchaus sein,
20:31dass der Winters wirklich nichts mit der Sache zu tun hat.
20:36Ja, Agnes Gottheimann, bei Ihnen wohnt doch ein Herr Benetti.
20:41Ja, den möchte ich mal sprechen.
20:43Einer deiner Mitarbeiter weiß anscheinend mehr nach seinen anderen.
20:46Deinen Zuträger da, den schmeiß ich raus morgen.
20:49Du vergisst, dass ich überleitende Angestellte mitbestimme in meiner Firma.
20:54Dich schmeiß ich ja auch nicht raus.
20:57Ich tust doch, ich hab's an mir, ich satt,
20:59deine ewigen Vorwürfe und Verdächtigung.
21:10Jeder Sekretärin war ich im Bett, oder?
21:13Ich hab nie nachgeforscht.
21:17Hätte ich allerdings beweisen...
21:19Ja, geschiedene Leute, ich kenn das.
21:26Die Polizei hält mich für den Mörder von Frau Lermeyer.
21:30Bist du's?
21:32Was fragst du mich?
21:35Meine Frau!
21:37Meine Frau!
21:41Und zurück!
21:46Auf was!
21:47Und ein!
21:49Und meine Schatten hoch!
21:52Und stehen!
21:54Und sein Kind!
21:56Und so.
22:23Und als er sich für den Mörder spinnt.
22:29Ich schreie!
22:30Erkennen Sie mich nicht.
22:31Moment, was? Was wollen Sie?
22:33Es geht um Karin. Ich muss mit Ihnen reden.
22:35Rufen Sie mich mal an.
22:36Sie mögen mich, ich weiß.
22:38Trotzdem, bitte helfen Sie mir.
22:39Ich muss unbedingt verhindern, dass bestimmte Dinge zwischen Karin und mir
22:42in die Öffentlichkeit kommen, Dinge, von denen Sie wissen.
22:45Und dass Karin schwanger war, zum Beispiel?
22:47Das muss doch niemand erfahren.
22:50Ich...
22:51Ich gebe Ihnen Geld, Frau Lentile.
22:54Mit Geld regeln Sie wohl alles.
22:57Karin gaben Sie Geld, damit Sie das Kind nicht kriegen sollte.
22:59Bloß damit Ihre Frau nichts davon erfährt.
23:02Und plötzlich ist sie tot.
23:04Sie wollen doch nicht sagen, ich hätte Sie umgebracht.
23:06Sie nicht. Aber Sie hätten jemanden dafür bezahlen können.
23:09Aber Sie wissen doch ganz genau,
23:11Karin und ich, wir wollten heiraten.
23:12Ohne das Kind.
23:14Und erst nachdem Sie geerbt haben.
23:17Erst die Anteile oder was immer das auch ist.
23:20Und Ihrer Frau hätten Sie dann einfach einen Fußtritt versetzt.
23:24Mein Mann ist noch nicht da, Herr.
23:26Kress, mein Mitarbeiter, Herr Heimann.
23:29Guten Abend.
23:29Guten Abend.
23:30Ja, er ist heute später dran.
23:32Geschäftliches nehme ich an.
23:35Bitte nehmen Sie Platz.
23:36Danke.
23:38Sie wollen doch meinen Mann sprechen.
23:40Ja.
23:41Fräulein Mayra, seine Sekretärin, Sie wissen das sicher.
23:44Ja, ja, ich weiß.
23:45Fürchtbar.
23:48Ein Glas Wein?
23:49Nein, danke.
23:51Danke.
23:56Wasser?
23:56Mein Vater.
23:58Er hat die Elektrofabrik gegründet, 1932.
24:01Mein Mann leitet Sie.
24:02Er ist sehr tüchtig.
24:03Die alleinige Besitzerin sind Sie?
24:06Ja.
24:06Wir beide können Karin nicht mehr helfen.
24:09Aber warum wollen Sie mich denn nun auch finanziell ruinieren?
24:14Lassen Sie mich in Ruhe.
24:16Mein Vater war Geschäftsmann.
24:18Ja, misstraute er Ihrem Mann?
24:21Die Klausel sollte meine Unabhängigkeit garantieren.
24:24Meinen Mann aber nicht ausschließen, wenn sich unsere Beziehung als haltbar erwiesen hat.
24:29Es geht um 25 Prozent, ist das richtig?
24:34Guten Abend, Herr Winters.
24:36Wir müssen Sie leider so spät nochmal stören.
24:38Gut, falls Sie sich nicht vermeiden lässt.
24:40Äh, muss meine Frau dabei sein?
24:43Nein, nein, durchaus nicht.
24:44Es geht nur um Ihre Aussage.
24:46Ich hoffe, es sind keine allzu großen Geheimnisse, die Sie mir vorenthalten.
24:54Kragen.
24:56Nun, meine Herren.
24:58Zu Ihrer zweimaligen Behauptung.
25:01Sie hätten das Abteil von Fräulein Mayrath nicht betreten.
25:05Es gibt einen Zeugen, der das widerlegt.
25:07Ah ja.
25:09Wer soll denn das sein?
25:10Ein Fahrgast aus dem Abteil neben der Toten.
25:13Er kam von der Toilette und hat gesehen, wie Sie das Abteil von Fräulein Mayrath verlassen haben.
25:19Der Mann muss sich täuschen.
25:20Ich habe mein Abteil nicht verlassen.
25:21Ich habe fest geschlafen während der ganzen Fahrt.
25:23Er behauptet aber, Sie gesehen zu haben.
25:25Nach dem Halt in Hannover.
25:27Er kann sich genau erinnern.
25:30Nachts im halbverdunkelten Schlafwagen.
25:32Wer will da schon wen genau erkennen?
25:33Also, ich hätte da Probleme.
25:36Unser Zeuge ist für ein paar Tage verreist.
25:38Sobald er zurück ist, möchte ich Sie ihm im Präsidium gegenüberstellen.
25:42Ich habe nichts zu befürchten.
25:44Herr Winters, ich möchte Sie bitten, die Stadt nicht zu verlassen, ohne uns Bescheid zu geben.
25:49Guten Abend.
25:58Der Schlafwagen ist unterwegs nach Kopenhagen.
26:02Den kriegen wir erst in vier Tagen wieder.
26:05Die Spurensicherung gefunden.
26:06Unterm Teppich im Abteil von Karin Mayrath.
26:09Von der Toten?
26:10Dann müsste ja noch ein zweiter da sein.
26:12An ihrem Ohr oder bei ihrem Schmuck.
26:14War aber keiner.
26:15Frauen tragen heutzutage doch auch einen Ohrring.
26:22Stammt vielleicht von einem weiblichen Fahrgast vorher.
26:25Weiß der Teufel, wie lange der da schon lag?
26:27Brauchen wir doch mal einen Winters.
26:29Der muss doch wissen, ob seine Sekretärin solche Ohrringe getragen hat.
26:33Herr Winters.
26:35Der Herr sagt, er ist von der Polizei.
26:38Bitte, kommen Sie mit.
26:40Keine große Geschichte, Herr Winters.
26:41Nur das hier.
26:42Kennen Sie diesen Ohrring?
26:45Nein, wieso?
26:46Vielleicht hat Ihre Sekretärin ihn getragen.
26:48Auf der Reise.
26:49Nein, wo haben Sie ihn denn gefunden?
26:51Im Abteil der Toten.
26:53Der war unter den Teppich gerutscht.
26:56Im Zugabteil?
26:58Genau da.
27:01Ah.
27:03Tut mir leid, mir kann ich nichts sagen.
27:10Chris?
27:11Ja?
27:14Wie?
27:17Danke.
27:18Das Ergebnis der Obduktion, Tod durch Erwürgen, war ja wohl klar.
27:22Aber, Karin Mayrath war schwanger.
27:25Im dritten Monat.
27:27Wenn Winters davon wusste, Leo.
27:30Und wenn er das Kind nicht wollte, Sie aber doch.
27:33In vier Wochen ist dieser Termin.
27:35Darüber könnten sich die beiden im Zug gestritten haben.
27:37Er erwürgte sie im Affekt.
27:40Oder er hat den Mord kaltblütig geplant.
27:42Er muss ihn ja nicht ausgeführt haben.
27:44Passagier im Zug erledigt seinen Auftrag, kassiert.
27:47Alles gleich bar und an Ort und Stelle.
27:49Zu viel Risiko.
27:51Wieso?
27:51Also, wenn schon Fantasie, dann schlage ich vor, es war der Italiener.
27:55Aber der verdächtigt doch den Winters.
27:56Eben.
27:57Damit kann er doch sich selbst unverdächtig machen.
28:00Wie wäre es denn, wenn der Auftraggeber gar nicht Winters ist?
28:04Sondern?
28:06Jemand, der Winters bei seiner Frau verdächtig machen will,
28:09um sie daran zu hindern, die Anteile aus der Hand zu geben.
28:12Es geht immerhin um fünf bis sieben Millionen.
28:14Wer könnte das sein?
28:16Den findet man.
28:18Jedenfalls bin ich sehr gespannt auf die Gegenüberstellung mit dem Italiener.
28:22Wir müssen Winters beobachten.
28:25Nur mal heute.
28:29Knobelst du raus?
28:31Knobelst du raus, Herr Heimann?
28:37Knobelst du raus, Herr Heimann?
28:53Knobelst du raus, Herr Heimann?
29:04Ja, da ist er.
29:17Untertitelung. BR 2018
30:03Untertitelung. BR 2018
30:34Untertitelung. BR 2018
30:49Untertitelung. BR 2018
31:02Untertitelung. BR 2018
31:29Untertitelung. BR 2018
31:31Und wer im Wagen saß, war nicht zu erkennen?
31:33Könnte eine Frau gewesen sein?
31:34Könnte.
31:35Kennzeichen?
31:36Keine Chance. Ich habe dann bei seinem Wagen auf ihn gewartet.
31:38Und?
31:39Nach einer Stunde und genau 44 Minuten kam er mit einem Taxi wieder.
31:44Herr Kommissar, um 9 Uhr wollten Sie mich gegenüberstellen und jetzt ist 9 Uhr 30. Wo ist der Mann?
31:50Entschuldigung.
31:51Hast du es nochmal versucht?
31:52Da ging niemand dran.
31:55Dann holt ihn.
31:57Bitte noch etwas Geduld, Herr Benetti. Bitte nehmen Sie doch Platz.
32:20Hallo?
32:22Hallo?
32:24Hallo?
32:31Ausgeflogen, Herr Vogel.
32:32Du weißt schon, warum.
32:44Was ist denn das? Ein Generator?
32:46Das ist einfach ein freier Automotor.
32:47Das ist einfach ein freier Automotor.
33:29Da sitzt er im Auto.
33:54Das ist einfach ein freier Automotor.
34:21»Hier, bitte!«
34:23»Hier, bitte!«
34:25»Hier, bitte!«
34:26»Hier, bitte!«
34:48Johnson, MK2, Leo Kaspit.
34:57Kress. Herr Lea, wir sind in der Villa bei Winters. Selbstmord. Hat Autoabgas ins Wageninnere geleitet.
35:04Ja, hab verstanden, Henry.
35:09Sie können gehen, Herr Benetti. Keine Gegenüberstellung, nicht mehr nötig.
35:13Ich verstehe. Er hat gestanden.
35:16So kann man es auch sagen, ja.
35:21Vielen Dank für Ihre Geduld.
35:29Bitte.
35:30Oh, ich muss Sie.
35:45Sieht aus wie Selbstfüttung durch Kohlenoxidvergiftung.
35:48Der Mann war in dem Wagen?
35:50Ja, wir haben ihn rausgeholt.
35:52Riecht stark nach Knoblauch.
35:54Offensichtlich auch keine Garantie für ein langes Leben.
35:57Jemand im Haus?
35:58Niemand, der war allein.
36:00Herr Leimann!
36:01Und hat durchgedreht.
36:02Als Angst, als Mörder von Karin Meirath entlarvt zu werden.
36:06Damit können wir den Mord im Schlafwagen abhalten, Leo.
36:10Ja, was also doch?
36:13Sie erwarten ein Winters in der Firma.
36:17Mit wem spreche ich denn, bitte?
36:19Ja, Moment, bitte.
36:20Ja, mein Name ist Dorn.
36:22Herr Winters weiß, dass diese Konferenz von entscheidender Bedeutung ist.
36:25Wir können nicht ohne ihn...
36:28Was?
36:33Ja, aber...
36:34Das ist doch nicht möglich.
36:36Können Sie uns sagen, wo wir seine Frau finden?
36:39In Salzburg.
36:41Haben Sie die Telefonnummer?
36:45Sieben, drei, fünf, vier, acht, sieben.
36:51Zu Gast bei einer Familie Bräuning?
36:55Bräuning.
36:57Vielen Dank, Herr Dorf.
36:58Wiederhören.
37:12Ja.
37:14Herr Winters ist nicht mehr im Leben.
37:16Das war eben die Polizei.
37:18Er hat sich selbst getötet.
37:31Ja, ja, so ist das.
37:32Zehn Jahre strampelt sich einer ab, damit ja nichts passiert,
37:35dass nichts rauskommt.
37:37Bloß um an diese Beteiligung zu kommen.
37:39Immerhin ein paar Millionen.
37:41Und dann verliert er die Nerven, weil seine Freundin schwanger ist
37:44und bringt sie um.
37:46Dabei hätte er doch ganz einfach sie ins Ausland schicken können,
37:48bis der Stichtag vorbei ist.
37:51Das hätte doch kein Mensch gemerkt.
37:52Wenn er nicht die Nerven verloren hätte.
37:53Ja, hier ist Kriminalpolizei München, Heimann.
37:57Herr Hauptkommissar Kress möchte gerne Frau Martha Winters sprechen.
38:02Wie bitte?
38:04Soeben abgereist.
38:07Sie sind doch die Frau Bräuning.
38:10Ja, können Sie mir sagen, wohin sie unterwegs ist?
38:13Nach München.
38:15Ihr Mann hatte einen Unfall.
38:17Ja.
38:19Ja, in dieser Angelegenheit wollten wir Sie sprechen.
38:22Vielen Dank, Frau Bräuning.
38:24Wiederhören.
38:27Sie weiß es also schon.
38:29Von dort.
38:30Der Mann ist schneller als die Polizei erlaubt.
38:34Abwarten.
38:53Herr Kress.
38:54Herr Kress.
38:54Guten Tag, Frau Winters.
38:56Der Rest ist für Sie, aber eine Quittung hätte ich gern.
38:59Selbstverständlich gern.
39:00Frau, einen Moment, bitte.
39:02Tut mir leid, dass ich Sie unter diesen Umständen noch mal besuchen muss.
39:08Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll.
39:12Sie haben meinen Mann tot aufgefunden?
39:14Meine Mitarbeiter.
39:16Mein Gott.
39:24Und damit ist für Sie natürlich bewiesen, dass er sich wegen des Mordes an Freundin Mayrath getötet hat.
39:32Könnten Sie sich einen anderen Grund vorstellen?
39:36Ich meine, gibt es irgendetwas anderes, was Ihnen, Ihrer Meinung nach, zu diesem Schritt veranlasst haben könnte?
39:46Nein, nein.
39:48Es ist furchtbar, aber ich kann mir nicht vorstellen, warum sonst.
40:12Danke, Frau.
40:14Gedächtnungen.
40:15Danke.
40:17Mein Name ist Dorr.
40:20Kress.
40:22Kriminalpolizei.
40:25Herr Dorr ist der Produktionschef meiner Firma.
40:34Kann ich meinen Mann sehen?
40:37Nach der Obduktion.
40:38Selbstverständlich werde ich Sie sofort benachrichtigen.
40:41Danke.
40:46Ich weiß nicht, ich, ich gehe vielleicht lieber in ein Hotel.
40:51Wenn Sie sich dazu entschließen sollten, würde ich Sie bitten, mir Ihren Aufenthaltsort mitzuteilen.
40:58Stellen Sie mir bitte sofort eine Verbindung zur Kripo her.
41:01Kress oder Heimann?
41:02Ja.
41:05Was machen wir damit?
41:06Die Kleine, wenn die Sache abgeschlossen ist.
41:09Ins Fundbüro oder zu den Akten.
41:10Heimann.
41:12Rechtsmedizin.
41:13Kress.
41:15Ja.
41:16Bitte?
41:17Er ist nicht an den Autoabgasen gestorben.
41:19Er wurde vorher vergiftet.
41:21Also, Winters war schon tot, als die Abgase ins Auto tragen.
41:25Der Befund ist einwandfrei.
41:28Mit einer großen Dosis gelben Phosphors.
41:31Typische Blutungen am Herzbeutel und am Rippenfell.
41:34Der Geruch des Mageninhaltes wie Knoblauch.
41:37Ich habe es Ihnen deshalb gleich durchgegeben, weil das Resultat doch überraschend ist.
41:43Danke, Herr Doktor.
41:44Vielen Dank.
41:48Hat sie eine Frau ihn umgebracht?
41:50Ach, die hätte es doch einfacher haben können, mit einer Scheidung.
41:54Doch?
41:55Möglich, ja.
41:56Und die Mayrath?
41:58Auch doch.
41:59Ich glaube nicht, dass wir den zweiten Ohrring bei ihm finden.
42:03Schade.
42:04War alles so schön einfach.
42:06Eine Ermordete, ein reuiger Mörder, der sich dann selbst umbrachte.
42:09Deckel zu, Akte in den Keller.
42:11Und jetzt?
42:12Am besten, ihr fahrt sofort in die Firma von Winters und befragt die Angestellten.
42:16Ich fahr zu seiner Frau.
42:18Ich hätte geschworen, du nimmst dir den doch auch vor.
42:21Nimm den Ohrring mit.
42:31Guten Tag, Herr Chris.
42:33Tag.
42:33Wie Sie sehen, bin ich doch ins Hotel gezogen.
42:35Herr Dorr steht mir jetzt bei.
42:37Er berät mich.
42:38Es geht um wichtige Entscheidungen.
42:40Die Firma betreffend, bitte nehmen Sie Platz.
42:42Danke.
42:44Frau Winters, Sie waren verreist, als Ihr Mann ermordet wurde.
42:47Was war denn der Anlass dieser Reise?
42:49Eher diese furchtbare Geschichte mit Fräulein Mayrath.
42:53Außerdem glaubte ich, dass es meinem Mann angenehmer wäre.
42:55Aber die geschäftlichen Besprechungen liefen weiter.
42:58Ja, das kann Herr Dorr bestätigen.
42:59Wir haben dauernd telefoniert.
43:01Ich muss aber auch sagen, dass Dorr ein ganz ausgezeichneter Fachmann ist.
43:05Halten Sie es für möglich, dass es zwischen Herrn Dorr und Frau Winters
43:08auch noch andere Beziehungen gab, intimere.
43:11Das entzieht sich meiner Kenntnis.
43:14Sie gehören zu den ersten Kräften dieser Firma.
43:16Ich leite das Konstruktionsbüro, aber geschäftlich habe ich nichts zu sagen.
43:21Wie würden Sie denn Ihr Verhältnis mit Herrn Winters, wie war das?
43:26Sehr gut.
43:28Und das Verhältnis von Herrn Winters zu seiner Frau?
43:34Glauben Sie, dass Herr Winters mit Frau Mayrath was hatte?
43:37Bitte.
43:42Haben Sie diesen Ohrring schon mal gesehen?
43:48Das ist schwer zu sagen, aber es kommt mir so vor,
43:51als hätte ich ihn schon irgendwo einmal gesehen.
43:53Bei Frau Winters?
43:55Nein.
43:57Hier im Betrieb?
44:00Vielleicht bei Frau Mayrath?
44:03Das könnte sein, ja.
44:05Frau Winters, wo waren Sie am 26. abends?
44:08Am 26. abends?
44:10Da passierte die Sache mit Frau Mayrath.
44:12Das meinen Sie doch, Herr Kreis.
44:15Da war ich aus Essen.
44:18Alleine?
44:19Nein, in Begleitung von Herrn Dorr.
44:22Sie können das bestätigen.
44:24Selbstverständlich.
44:25Frau Winters, ich würde jetzt gern mit Herrn Dorr alleine sprechen.
44:29Ja, aber bitte.
44:30Selbstverständlich, bitte.
44:33Hier hat die Fräulein Mayrath immer ihre persönlichen Sachen.
44:39Das ist alles noch so wie vorher.
44:52Schade.
44:54Hat sie die oft getragen?
44:58Eigentlich nicht.
45:01Entschuldigung.
45:04Aber ich achte da nicht so drauf.
45:06Haben Sie die überhaupt schon mal bei ihr gesehen?
45:10Ich kann das nicht sagen.
45:12Die Vorgängerin von Fräulein Mayrath war Frau Domen, Hanna Domen.
45:16Sie war eine erstklassige Sekretärin.
45:18Aber die Umstände ihrer Entlassung waren alles andere als fein.
45:22Was meinen Sie damit?
45:24Es gab keinen anderen Grund als eben Fräulein Mayrath.
45:28Ich glaube, damit habe ich die Frage nach dem Verhältnis zwischen Herrn Winters und Fräulein Mayrath beantwortet.
45:33Wann war das?
45:35Ziemlich genau vor einem Jahr.
45:37Frau Domen wollte damals vor das Arbeitsgericht.
45:40Aber Herr Winters hat das irgendwie mit Geld geschlechtet.
45:44Er wollte jedes Aufsehen vermeiden.
45:46Vielleicht hat die Domen ihn erpresst.
45:49Fahr doch mal hin, Gerd.
45:50Am besten in die Wohnung.
45:52Jedenfalls, die bringen uns nicht weiter.
45:53Die gehörten dem Opfer.
45:56Ist ja schon komisch, dass sich keiner daran erinnert,
45:58die Mayrath je mit diesen Dingern gesehen zu haben.
46:01Hat sie vielleicht Zölken getragen?
46:03Scheinen wertvoll zu sein.
46:04Sind sie auch.
46:05Ich habe sie schätzen lassen.
46:06Und?
46:07Nicht unter 4000.
46:09Und dann hat sie Winters mächtig ins Zeug gelegt.
46:12Okay.
46:13Dann gehe ich mal zu dieser Domen.
46:18Ah, den nehme ich mit, für alle Fälle.
46:24Müsste doch eigentlich auch Fotos geben von der Mayrath,
46:28wo die mit drauf sind.
46:30Wie lange haben Sie in der Firma von Herrn Winters gearbeitet?
46:33Acht Jahre und sechs Monate.
46:36Sie wollten damals Herrn Winters verklagen.
46:38Sicher zu Recht, aber dann haben Sie doch Abstand davon genommen.
46:42Warum?
46:43Ich...
46:46Wir haben uns persönlich geeinigt.
46:48Meinen Sie finanziell?
46:49Ja.
46:51War das eine einmalige Ablösung, die Sie damals von ihm erhielten, oder...
46:54Ach, ich verstehe.
46:57Sie glauben, ich habe ihn erpresst.
46:59Tut mir leid.
47:00Entschuldigen Sie, aber rein sachlich...
47:02...hätte es ja sein können.
47:04Sie haben da sicher mehr Erfahrung.
47:08Ist das Ihr Ohrring?
47:11Nein.
47:12Haben Sie den schon mal gesehen bei jemand?
47:15Nicht bewusst.
47:19Aber...
47:19Vielleicht bei Frau Mayrath?
47:22N...
47:22Nein.
47:23Da war ich nicht mehr in der Firma.
47:25Es muss früher gewesen sein.
47:27Bei Frau Winters?
47:28Nein.
47:29Aber bei jemandem aus der Firma.
47:35Warten Sie.
47:37Ich bin nämlich leidenschaftliche Fotografin.
47:41Bei Betriebsfesten und sonstigen Anlässen...
47:43...habe ich immer fleißig auf den Auslöser gedrückt.
47:46...habe ich immer fleißig auf den Auslöser gedrückt.
48:06Keine Müsse.
48:11Merkwürdig.
48:13Sie müssten rausgerutscht sein.
48:18Wissen Sie noch, was das für Fotos waren?
48:20Das war anlässlich der Inbetriebnahme...
48:22...der firmeneigenen Entwicklungsabteilung.
48:24Aber wer da drauf war, wissen Sie nicht mehr.
48:27Auf jeden Fall wird Winters drauf gewesen sein.
48:30Dor und Frau Wendt.
48:31Die ist ja immer noch die Leiterin dieser Abteilung.
48:34Hatten Sie das Album jemandem geliehen?
48:36Nein.
48:38War in der letzten Zeit jemand bei Ihnen, der die Bilder wollte?
48:40Nein.
48:42Nur Frau Wendt war gestern zum Kaffee bei mir.
48:45Aber wenn die die Bilder hätte haben wollen, dann hätte sie doch was gesagt.
48:49Wir treffen uns ab und zu.
48:51Sprachen von vergangenen Zeiten.
48:53Na ja, was man so ratet.
48:55Sahen Sie sich das Album an?
48:57Ja, wir haben drin geblättert.
49:02Oh, entschuldigen Sie bitte, es tut mir furchtbar leid, aber ich habe ganz vergessen, ich...
49:06...ich habe noch einen Termin beim Zahnarzt.
49:09Ja, dann alles Gute.
49:14Ich habe verstanden, Gerd.
49:15Kille Levent.
49:16Leo, kommst du bitte mal?
49:18Du kannst inzwischen mal mit Leo reden.
49:21Gerd.
49:22Ja, Gerd, was gibt's denn?
49:27Aha.
49:37Robin?
49:38Ja?
49:39Robin, guten Tag.
49:40Johnson, Kriminalpolizei.
49:42Ich hätte ein paar Fragen an Sie.
49:43Es wäre sehr nett, wenn Sie mit mir mitkommen würden.
49:46Ich kann doch sicher hinter Ihnen herfahren.
49:48Wie komme ich sonst wieder zu meinem Baden?
49:49Ich frage Sie selbstverständlich zurück.
49:51Ja.
50:20Frau Bent, Sie waren gestern.
50:21bei Frau Dohmann zum Café.
50:25Sie haben sich dabei ein Fotoalbum angesehen.
50:29Ja.
50:30Bei der Gelegenheit haben Sie einige Fotos heimlich an sich genommen.
50:34Warum sollte ich das getan haben?
50:36Weil Sie auf diesen Fotos die Ohrringe tragen, die hier vor uns liegen.
50:40Das ist eine Behauptung.
50:42Eine Vermutung.
50:45Ich habe mir eine Durchsuchungserlaubnis besorgt für Ihre Wohnung und Ihr Auto.
50:51Sollten Sie diese Fotos da versteckt haben, wäre es nur Zeitverschwendung, das jetzt nicht zuzugeben.
50:56Und Sie haben Ihnen eine große Grundlage veröffentlichen.
51:24Das ist eine große Grundlage.
51:25Und dann, Sie haben eine große Grundlage.
51:28Aber das ist doch auch was Schönes.
51:33Donnerwetter.
51:34Hinter der Sonnenblende überm Fahrersitz.
51:37In seinem Wagen?
51:38Ja.
51:41Es wird alles gut, glaub mir. Dein Oskar.
51:47Das ist Winters Handschrift. Wir haben das überprüft.
52:22Die O-Ringe.
52:23Ein Mann frei, ihre O-Ringe.
52:25Den hier haben sie im Schlafwagenabteil verloren, als sie Karin Mayrath getötet haben.
52:31Die Fotos aus dem Album haben sie vermutlich vernichtet.
52:33Aber das ist jetzt nicht mehr so wichtig.
52:36Waren sie die Geliebte von Herrn Winters?
52:39Ja.
52:43Das Foto wurde einen Tag vor dem schrecklichen Unfall gemacht, den er verschuldet hatte.
52:52Wir waren damals in Mexiko.
52:55Ich habe das noch so gerade überlebt.
53:02Wann war das?
53:06Das ist jetzt sieben Jahre her.
53:11Er machte sich schreckliche Vorwürfe.
53:15Und versprach mir die Ehe.
53:20Als ich arbeitsfähig war, hat er mich in die Firma engagiert. So waren wir einander nah.
53:30Aber dann, dann sagte er mir, er liebe diese Frau.
53:36Ich sah sie täglich.
53:38Das Leben wurde zur Hölle.
53:44Wo sind Sie in den Autozug gestiegen?
53:47In Hannover.
53:49Ich fuhr ohne Fahrkarte für diesen Zug.
53:53Bis zur nächsten Station in Würzburg hatte ich genügend Zeit.
53:58Ich versteckte mich vor dem Schaffner.
54:02Durch einen Anruf im Reisebüro wusste ich, in welchem Abteil sie war.
54:09Das war das Zeichen von Oscar Winters.
54:13Ich kannte es von früher.
54:25In Würzburg haben Sie den Zug verlassen. Unauffällig.
54:29Ja. Ich hatte den Wagen vorher dort abgestellt.
54:33Wann haben Sie bemerkt, dass ein Ohrring fehlte?
54:36Gleich, als ich nach Hause kam, um mich umzuziehen.
54:38Ich musste hier so schnell wie möglich in die Firma.
54:40Sie wussten nicht, wo Sie ihn verloren hatten?
54:42Nein.
54:43Und dann taten Sie etwas sehr Kluges.
54:47Sie legten den anderen in das Schrankfach,
54:49wo Frau Mayrath ihre Privatsachen zu deponieren pflegte,
54:52sodass wir annehmen mussten, der Schmuck gehörte ihr.
54:56Frau Wendig stelle fest, dass Sie den Mord an Karin Mayrath gestanden haben.
55:03Ja.
55:05Woher hatten Sie das Gift, mit dem Sie Herrn Winters getötet haben?
55:10Aber ich habe Herrn Winters nicht umgebracht.
55:13Warum hätte ich das tun sollen?
55:15Als wir ihm den Ohrring zeigten, erkannte er ihn, obwohl er es nicht zugab.
55:20Und als er erfuhr, wo wir ihn gefunden hatten,
55:22da wusste er, Sie sind die Mörderin.
55:24Er rief Sie von der Telefonzelle Sonnenstraße Ecke Kolpingstraße an.
55:28Sie holten ihn an der Richard-Strauss-Straße ab.
55:31Es gab eine Auseinandersetzung.
55:32Dann fuhr Herr Winters mit einem Taxi zu seinem Wagen zurück.
55:35Um 21.45 Uhr war er wieder bei Ihnen.
55:38Er drohte Sie der Polizei zu übergeben.
55:40Da gerieten Sie in Panik, schütteten das Gift in einen Orangensaft.
55:45Nachdem er getrunken hatte, begleiteten Sie ihn im Lift hinunter.
56:01Dann fuhren Sie Winters zu seinem Haus.
56:03Das Garagentor ließ sich per Fernbedienung öffnen.
56:11Sie hatten Glück.
56:13Um Fingerspuren zu vermeiden, zogen Sie Gartenhandschuhe an.
56:16Wir fanden sie neben dem Staubsauger am Boden.
56:29In der Garage benutzten Sie alle Dinge, die Sie brauchen konnten,
56:32um einen Selbstmord vorzutäuschen.
56:34so ein K martin.
56:56Der Mord an Herrn Winters war nicht geplant.
56:57Nein.
56:59Er wurde in Ihren Augen notwendig,
57:03um den an Karin Mayra zu vertuschen.
57:21Wie kamen Sie an das Gift?
57:23Ich hatte es mir damals besorgt nach dem Unfall.
57:27Aber es ging mir nicht gut.
57:29Ich dachte daran, mich umzubringen.
57:38Wo haben Sie das Foto gefunden?
57:40In seinem Auto.
57:42Aber da habe ich doch überall gesucht.
57:46Er hat es an sich genommen in meiner Wohnung,
57:48als Beweis für meine Schuld,
57:50wenn ich mich nicht so verhalten würde, wie er wollte.
57:53Es steckte hinter der Sonnenblende.
57:55Hinter der Sonnenblende.
58:09Okay.
58:12Okay.
58:25Musik
58:54Musik
59:25Musik
Kommentare