- vor 5 Stunden
Hauptkommissar Kress - Rolf Schimpf ( +22.03.2025)
Drehbuch _ Christa-Maria Bandmann /
Regie - Günter Gräwert
Drehbuch _ Christa-Maria Bandmann /
Regie - Günter Gräwert
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TVTranskript
00:09Untertitelung des ZDF, 2020
00:30Wiedersehen.
00:30Ciao, Lisa. Schönen Abend.
00:32Ciao, Giorgio.
00:33Hier, mein Schatz.
00:34Wie ist es? Sehe ich dich heute Abend?
00:37Heute nicht. Aber morgen ganz bestimmt.
00:40Absprochen.
01:13Guten Abend.
01:14Guten Abend.
01:15Was soll denn der Unfug mit der Kette tagsüber?
01:19Wieso tagsüber? Du hast doch eben gesagt, guten Abend, oder?
01:36Möchtest du etwas essen?
01:39Nein, danke.
01:40Danke.
01:44Das lässt sich schlecht mit unserer Trennung vereinbaren.
01:54Außerdem gibt es Frauen, die kochen besser als du.
01:59Warum ziehst du nicht gleich ganz zu dieser Schlampe, dieser Fabian?
02:02Oder wird es dir zu anstrengend?
02:05Denk an dein Alter. Da ist schon manchem die Luft weggeblieben.
02:18Ich packe deinen Wensenkram in Kartons und schicke sie ihr in die Wohnung.
02:22Und schicke sie ihr in die Wohnung.
02:22Und schicke sie ihr in die Wohnung.
02:35Fabian?
02:51Guten Abend, Paul. Ich habe schon befürchtet, du kommst nicht.
02:54Ja, kein Nachtdienst ist mir heilig.
02:56Ich habe uns eine Pizza geholt.
03:03Winterfeld.
03:10Mit dem Brieföffner ging sie auf dich los?
03:12Ja. Und da ich ihn ja abgerungen hatte, hängte sie sich aus dem Fenster und schrie,
03:16hoffentlich bin ich tot, wenn ich unten ankomme.
03:19Die ganze Straße hat mitgehört.
03:21Und du hast sie zurückgehalten?
03:23Was soll ich denn machen?
03:25Nachher gehe ich ihretwegen noch ins Kittchen.
03:27Weißt du, Jakob, sowas von Hass habe ich noch nicht erlebt.
03:31Das ist reine Hysterie.
03:33Dabei konnte sie mal tun und lassen, was sie wollte.
03:36Dass sie nichts Richtiges mit sich anzufangen, weiß, ist doch nicht meine Schuld.
03:39Aber du willst dich scheiden lassen und sie spürt, ohne dich ist sie gar nichts.
03:42Sie braucht dich und wenn sie nichts anderes von dir bekommt, muss sie dich unterdrücken.
03:46Daher kommt der Hass gegen dich.
03:49Am liebsten wäre ihr, ich fiele auf der Stelle tot um.
03:53Dann hätte sie das Geld, die Geschäfte und alle müssten nach ihrer Pfeife tanzen.
04:18Paul, sieht ja endlich aus.
04:20Das sagt Lisa auch.
04:21Aber ich will erst die Scheidung abwarten.
04:33Ich kenne deine Aversion gegen Pillen, aber das da ist ein ganz leichtes Beruhigungsmittel.
04:37Rein pflanzlich.
04:38Nimmst du eine halbe Stunde vorm Schlafengehen.
04:40Aber nicht zusammen mit Alkohol.
04:43Vielleicht ist es gar nicht so ungefährlich, festzuschlafen.
04:48Wo ist denn meine Tasche?
04:50Die habe ich.
04:51Gut, wir gehen zum Tisch.
04:53Bis zum Abend.
04:53Ciao.
04:56Giorgio?
04:57Die Italiener sind schon hier.
04:59Bitte sprechen Sie mit ihnen, Sie können das ohnehin viel besser.
05:02Ich bin nicht da.
05:04Gern.
05:09Ciao, Giorgio.
05:10Hey, ragazaccio bello.
05:11Was ist los?
05:12Wo ist Sander?
05:14Luisa que no veniamo?
05:15Sander ist noch in der Stadt, Termine.
05:17Aber wir sind verabredet.
05:18Wir sind die Irina Lisa.
05:19Ma, certamente.
05:20Ma, certamente.
05:21C'è la signorina Lisa?
05:22Nein, beim Friseur.
05:24Ah.
05:25Wir wollen in vier Jahre Zeitung.
05:28Sander wird in Stolz an Rufani.
05:29Auf jeden Fall, wir sind zusammen in Dali.
05:32Giorgio.
05:33Sì, Berua.
05:34Diglielo, che lui deve essere puntuale.
05:36Eh?
05:37Scusa, eh?
05:38Ciao.
05:38Ciao.
05:38Ce nehmt più tardi.
05:39Ciao.
05:40Ma, vedi la tua famiglia, sì?
05:42Sì.
05:42Ciao.
05:43Ciao.
05:44Ciao.
05:44Ciao.
05:45Ciao.
05:45Ciao.
05:46Ciao.
05:56Guten Tag.
05:57Guten Tag.
05:59Ich finde das Modell sehr schön, aber...
06:01Mommen.
06:03Mahlzeit.
06:04Mahlzeit.
06:05Hallo.
06:09Guten Tag, Herr Sander.
06:10Guten Tag.
06:11Dankeschön.
06:23Rossi war schon hier.
06:24Aha.
06:26Sie wollen dich heute Abend um sieben Uhr im Dali zum Essen treffen.
06:29Was heißt mich und du?
06:31Du.
06:33Ich kann diese Art von Rossi nicht vertragen.
06:35Fiat er dich behandelt?
06:37Schau, dieser...
06:38Hier handelt es sich schließlich ums Geschäft.
06:40Hm?
06:41Jedenfalls gehe ich nicht mit.
06:45Und was mache ich mit Bertanin?
06:48Der mag doch die Touren der anderen überhaupt nicht.
06:50Na ja, dann nehme ich ihn dir ab und gehe mit ihm ins Theater.
06:53Ja, gut.
06:55Danach...
06:56sehen wir uns aber, Paul.
06:59Ja.
07:00Du hast es mir gestern versprochen.
07:08Guten Tag.
07:09Guten Tag.
07:09Ah, Herr Sander.
07:10Ja.
07:11Kommen Sie doch bitte gleich nach hinten.
07:12Gut, Herr Geyer.
07:18Schuhmoden.
07:19Ah.
07:21Signore Bertanin.
07:24Mi dispiace molto.
07:27Solo stata dalla parrucchiera.
07:30Tante grazie.
07:32Naturalmente.
07:33Noi andiamo al teatro.
07:35So, Herr Sander.
07:36Ganz wie Sie wünscht.
07:37Du tue man 40.000 in Hundertern und Fünfhundertern.
07:40Dankeschön, Herr Geyer.
07:41Nein, nein, ist schon in Ordnung.
07:42Bitte sehr.
07:42Wenn Sie das quittieren, oder?
07:54Sind Sie zufrieden, Signore?
07:55Grazie.
07:56Mille grazie.
07:57Perfetto.
07:58Grazie.
07:59Signore Sander, auf gutes Gelingen.
08:03Ja, auf gutes Gelingen.
08:06Signore Sander.
08:07Paul Sander.
08:08Ja, bitte.
08:08A teléfono.
08:10Moment.
08:11Entschuldigung.
08:18Ja, Sander.
08:25Na, fabelhaft.
08:26Da sind Sie sehr gut aufgehoben.
08:28Du wirst doch nicht mitgehen.
08:30Ich hab ja dich.
08:32Natürlich.
08:34Also, gegen 10 Uhr.
08:36Ich bin dann im Büro, hol mich dort ab.
08:38Ja.
08:39Gut.
08:40Versprochen.
08:41Hä?
08:43Bis dann.
08:50Ich möchte zwei Scambi.
08:52Du, eh?
08:53Ja, zwei.
08:53Mit etwas Knoblauch.
08:55Va bene.
09:13Bis dann.
09:25Casino.
09:25Casa di piacere.
09:25Hey!
10:14Ach, diese Absätze gefallen mir alle nicht.
10:17Mein liebes Kind, 38, ist doch eine gängige Größe.
10:20Vielleicht haben Sie da noch irgendwo was am Lager.
10:22Das ist eine glänzende Idee, gnädige Frau.
10:25Ich schau gleich nach. Hast du den Schlüssel vom Lager?
10:28Nein, ich hab ihn gestern Abend an den Haken gehängt.
11:10Leisander!
11:11Leisander!
11:15Bitte helfen Sie mir!
11:16Kommen Sie, kommen Sie schnell!
11:20Geh, geh, geh!
11:21Andere raus, vorne!
11:43Ich hole den Urlaub.
11:50Lisa, schnell den Notarzt.
11:52Der Chef in der Garage.
11:55Er wollte sich umbringen.
12:01Eigentlich müsste er längst wieder zurück sein.
12:04Wie fühlt, wo sind Sie denn Ihre Schuhe her?
12:06Von der Konkurrenz?
12:07Tut mir leid.
12:09In der Art ist nichts mehr im Lager.
12:12Geht das immer so zu bei Ihnen?
12:15Besse, bitte.
12:16Besse, bitte.
12:22Haben Sie Waren anzumelden?
12:23Nein.
12:24Den Koffer ran, bitte.
12:37Danke.
12:49Nein, Herr Kommissar.
12:51Herr Sander ist tot.
12:54In seinem Wagen hier in der Garage vom Geschäft.
12:59Der Notarzt ist da.
13:00Wollen Sie ihn?
13:03Nein.
13:04Wir werden nichts verändern.
13:07Ja, gut.
13:13Es ist sicherlich besser, Georgiou.
13:16Wenn Sie Frau Sander anrufen.
13:35Nehmen Sie bitte ab, Harry.
13:40Bei Sander?
13:42Bei Sander?
13:42Ja, Moment.
13:43Das Geschäft für Sander einher.
13:44Mein Mann?
13:49Ja, Sander.
13:55Wie bitte?
14:06Mein Mann hat sich das Leben genommen.
14:12Das scheint ja dazugehörige Stauflage zu sein.
14:15Ziemlich neu.
14:18Vermutlich Vergiftung durch CO.
14:21Und dann war wohl sehr viel Alkohol im Spiel.
14:23Der Mann ist bestimmt schon seit zehn Stunden tot.
14:26Selbstmann.
14:27Sieht so aus.
14:41Können Sie mir sagen, wie und wann das passiert ist, Herr Doktor?
14:46Genau, das kann ich Ihnen Herr Kels nach der Obduktion erklären.
14:49Frau Sander wird jeden Moment hier sein.
14:51Danke.
14:53Entschuldigen Sie bitte, Herr Kommissar.
14:54Ich muss wieder ins Geschäft.
14:55Georgiou, Sie bleiben und jetzt hier.
15:08Der Tote hatte keinerlei Papiere bei sich.
15:11Und Geld?
15:12Nur Kleingeld.
15:13Keine Brieftasche.
15:14Als Herr Sander gestern Abend essen ging, steckte er seine Brieftasche ein und ein dickes
15:18Kuvert.
15:18Sah aus wie Geld.
15:19Wissen Sie, mit wem er essen gehen wollte?
15:21Mit italienischem Geschäftspartner.
15:32Frau Fabian, würden Sie bitte einen Moment kommen?
15:37Der Herr.
15:40Frau Sander, die Leute sind auf dem Hof in der Garage.
15:51Wissen Sie, was das für ein Schlüssel ist?
15:53Nicht anfassen.
15:56Garagentür.
15:56Eigentlich hängt der Büro.
15:57Wer hat noch einen Schlüssel für die Garage?
15:59Herr Sander, den hier?
16:02Genau, das ist seiner.
16:06Guten Tag, mein Name ist Chris.
16:08Sander.
16:09Mein Kollege Heimann.
16:10Guten Tag.
16:12Ja, Frau Sander, es tut mir leid.
16:15Ist das Ihr Mann?
16:17Ja.
16:19Das ist mein Mann.
16:21Verruhigen Sie sich doch, Lisa.
16:26Trinken Sie mal einen Schluck.
16:28Ja.
16:31Sie hat ihn auf dem Gewissen.
16:34Sie.
16:36Frau Fabian, würden Sie bitte das Büro verlassen?
16:40Ich.
16:41Ich.
16:50Frau Sander, wann haben Sie Ihren Mann zuletzt gesehen und wo?
16:56Kann das was mit den italienischen Geschäftsleuten zu tun haben?
17:00Hat er Ihnen denn gar nichts gesagt, Lisa?
17:02Diese Frau hat ihn fertig gemacht.
17:04Sie hat mit allen Mitteln versucht, die Scheidung zu verhindern.
17:08Jetzt ist sie, was sie wollte.
17:10Bitte.
17:12Und Schefin.
17:14Was muss doch eine Erklärung geben für den Selbstmord Ihres Mannes?
17:19Mein Mann hatte ein Verhältnis mit seiner Geschäftsführerin.
17:23Hier mit Frau Fabian.
17:24Sie haben sie ja gesehen.
17:25Ich wollte mich nicht länger kompromittieren lassen.
17:28Also stellten Sie ihm ein Ultimatum.
17:30Ich habe ihn vor die Wahl gestellt.
17:32Entweder Sie oder ich.
17:34Aber er kam von ihr nicht los.
17:36Er muss dieser Frau hörig gewesen sein.
17:45Ich glaube, das hat ihn sehr belastet.
17:50Ich wollte die Scheidung.
17:51Er weigerte sich.
17:52Wann war das?
17:54Vor ungefähr 14 Tagen.
17:57Hätte ich geahnt, dass er sich das so zu Herzen nimmt,
17:59dann hätten wir uns auch irgendwie anders einigen können.
18:01Es sei denn...
18:06Vielleicht waren da noch irgendwelche anderen Geschäfte oder Grundstücksspekulationen.
18:10Ich hatte da keinen Einblick.
18:13Trug Ihr Mann gewöhnlich eine Brieftasche bei sich?
18:15Ja, eine schwarze Schweinslederne.
18:17Immer mit viel zu viel Geld drin.
18:18Warum?
18:19Sie ist weg.
18:22Ihr Mann hatte doch sicherlich Freunde.
18:25Wer stand ihm denn besonders nahe?
18:28Jakob Heller.
18:29Der war früher oft bei uns.
18:30In letzter Zeit ging mein Mann meistens zu ihm.
18:33Zu mir war die Verbindung mehr und mehr eingeschlagen.
18:43Herr Heller, können wir Sie einen Moment sprechen?
18:47Ja, bitte kommen Sie nach hinten.
18:49Ja, danke.
18:55Was kann ich für Sie tun?
18:56Sie sind mit Herrn Paul Sander befreundet.
18:59Bitte setzen Sie sich.
19:01Ja, seit über 20 Jahren.
19:03Warum fragen Sie?
19:05Herr Heller, er hat vergangene Nacht Selbstmord begangen.
19:09Was hat er?
19:10Er hat in der Garage die Autoabgase in seinen Wagen geleitet
19:13und ist vermutlich an einer CO-Vergiftung gestorben.
19:16Das ist doch nicht möglich.
19:19Leider doch.
19:20Er stand unter Alkoholeinfluss.
19:22Genaue Werte sind allerdings noch nicht der Mittel.
19:25Außerdem fanden wir das hier in seiner Jackentasche.
19:27Hat er das Medikament von Ihnen?
19:30Nein.
19:31Das da ist ein starkes Barbiturat.
19:32Das müsste man ihm schon eintrichten.
19:34Dann Paul war ein Feind jeglicher Pillen.
19:36Es gab ihm vorgestern sowas wie Baldrian,
19:38aber ich bin sicher, er nahm nicht einmal das.
19:39Und schon gar nicht im Zusammenhang mit Alkohol.
19:42Davor habe ich ihn gewarnt.
19:45Können Sie uns einen Anhaltspunkt geben,
19:48was ihn zu einem solchen Schritt veranlasst haben könnte?
19:51Nein.
19:52Das ist absurd.
19:54Er hatte Probleme mit seiner Ehe.
19:56Seine Frau machte ihm das Leben zur Hölle,
19:57weil er sich scheiden lassen wollte.
19:59Er?
20:00Frau Sander sagte mir,
20:02Sie habe die Scheidung verlangt.
20:03Unsinn.
20:04Seine Frau wollte ihn per richterlichen Beschluss
20:06aus der Wohnung klagen,
20:07aber gegen eine Scheidung
20:08wehrte sie sich mit allen
20:09ihr zur Verfügung stehenden Mitteln.
20:11Dieses ewige Hin und Her zermürbte ihn,
20:13aber deshalb nahm sich Paul nicht das Leben ausgeschlossen.
20:16Sind Sie überhaupt sicher,
20:17dass es sich um einen Selbstmord handelt?
20:19Wer hat den zweiten Garagenschlüssel zuletzt benutzt,
20:22der unterm Wagen lag?
20:23Vielleicht hat ihn jemand verloren.
20:25Ein Zanders Brieftasche?
20:26Vielleicht hat er sie irgendwo liegen lassen.
20:30Merkwürdig, die Bemerkung von dem Apotheker.
20:32Irgendwie schien ihm ein Mord plausibler als ein Selbstmord.
20:36Abwarten, was die Obduktion ergibt.
21:31Abwarten, was die Obduktion ergibt.
21:46Die Obduktion ergibt.
22:15Und wie viel Alkohol?
22:172,5 Promille.
22:19Mit diesem Wert gilt der Betroffene
22:21strafrechtlich als nicht mehr zurechnungsfähig.
22:23Im Magen stellten wir eine Überdose
22:25starker Barbiturate fest.
22:28Das Mittel, das wir beim Toten gefunden haben.
22:30Wann ist der Tote eingetreten?
22:31Zwischen 22 und 23 Uhr.
22:33Der CO2-Befund war positiv.
22:35Dann handelt es sich also, wie wir vermuteten,
22:37um eine CO2-Vergiftung, die zum Tod führte.
22:40Moment, der CO2-Wert schien mir auffallend niedrig,
22:42zu gering, eine Belastung von nur 15 Prozent.
22:45Ja, und?
22:48Sehen Sie diesen Fleck hier am Hals?
22:54Augenscheinlich ein gewöhnlicher Bluterguss, nicht wahr?
22:57Das ist ein Knutschfleck, wenn Sie mich fragen.
22:59Das hat der leichenbeschauende Arzt wahrscheinlich auch gedacht.
23:02Ein Knutschfleck entsteht durch Unterdruck.
23:06Die Gefäße zerreißen und die Folge ist die typische Verfärbung,
23:10eine punktförmige Hauteinblutung.
23:13Aber hier handelt es sich um eine oberflächliche Hautvertrocknung
23:17infolge einer stumpf mechanischen Gewalteinwirkung.
23:22Was ist denn nun eigentlich wirklich passiert?
23:25Dieses Mal ist die Folge eines Würgegriffs,
23:28mit dem dem Opfer die Halsschlagader mit drei Fingern abgedrückt wurde,
23:33wodurch die Blutzufuhr zum Hirn unterbrochen wird
23:37und eine zentrale Lähmung eintritt.
23:40Der starb nicht an einer CO2-Vergiftung, Herr Heimann.
23:44Der Mann ist erwürgt worden.
23:48Also Mord. Sehr geschickt getarmt als Selbstmord.
23:52Wer könnte ein Interesse haben an Sanders Tod?
23:54Für wen ist er von Vorteil?
23:56Vorteil? Enttäuschte Ehefrau, die ihren Mann an die Geliebte hergeben muss
23:59und nun wenigstens sein Geld behalten will.
24:02Zumindest ein Motiv.
24:04Der Täter geht jedenfalls davon aus, dass die Tarnung perfekt ist.
24:10Na, seid ihr fündig geworden?
24:12Wir haben diverse Fingerabdrücke,
24:14aber wir haben sie noch nicht mit denen des Toten verglichen.
24:16Haare von verschiedenen Personen,
24:19Spuren von einem Rotfuchspelz
24:21und hier abgeplatzter roter Nagellack,
24:24lag neben dem Bootschloss vom Beifahrerwitz.
24:26Habt ihr Handschuhe von Sander gefunden?
24:28Nein, Handschuhe sind keine da,
24:30aber am Staubsaugerschlag sind keine Fingerspuren.
24:32Das habe ich mir fast gedacht.
24:34Und am Lenkrad?
24:35Noch und noch frische Spuren.
24:36Der Wagen war offensichtlich frisch gewaschen.
24:39Das war vorgestern.
24:41Habt ihr den Wagen selber gewaschen?
24:42Der Wagen wird nur von mir gewaschen.
24:45Innen und außen.
24:46Ich hoffe, es war dann aber auch clean.
24:48Der Sander kontrolliert das selber.
24:51Bringt doch was besser für mich raus.
24:54Danke.
25:06Leo, also Leo,
25:08alle Spuren, innen sowie außen,
25:10können nur vom Nachmittag unmittelbar vor
25:12oder nach dem Mord gewesen sein.
25:14Danke, Henry. Ende.
25:17Also, der Wagen wurde tatsächlich kurz vor dem Mord gewaschen.
25:20Die Spuren deuten auf eine Frau hin.
25:22Da kann sich auch jemand aufgegabelt haben.
25:25Ach, du denkst an die fehlende Brieftasche.
25:27Kann ein Täuschungsmanöver sein.
25:29Oder er hat sie tatsächlich verloren.
25:31Da war er voll wie ein ausverkaufter Zirkus.
25:34Alle Anzeigen sprechen dafür,
25:37dass Ihr Mann sich nicht vergiftet hat,
25:39sondern, dass er ermordet wurde.
25:42Unmöglich.
25:43Wir haben Beweise, Frau Sander.
25:46Bitte.
25:47Danke.
25:47Danke.
25:49Haben Sie seine Brieftasche gefunden?
25:51Nein, nichts.
25:53Ein Raubmord vielleicht?
25:56Möglich.
25:57Wir werden es rausfinden.
25:59Frau Sander, bitte haben Sie Verständnis.
26:01Aber ich muss auch Sie danach fragen.
26:02Was haben Sie vorgestern Abend
26:04zwischen 22 und 23 Uhr gemacht?
26:07Ach, ich war im Theater.
26:09Ich habe mir dieses Stück
26:10Millionen für Penny angesehen.
26:12Hat irgendjemand Sie gesehen?
26:14Haben Sie Bekannte getroffen?
26:16Sie meinen Zeugen?
26:18Ja, die Fabian war da.
26:20Wir haben uns sogar flüchtig zugenickt.
26:22Haben Sie die Eintrittskarte noch?
26:24Wieso?
26:25Entschuldigen Sie, aber im Zuge der Ermittlungen
26:26sind solche Überprüfungen üblich.
26:29Da muss ich nachsehen.
26:30Ich konnte ja nicht ahnen,
26:31dass ich die noch brauchen würde.
26:33Frau Sander, gibt es eigentlich ein Testament?
26:36Darum habe ich mich nicht gekümmert, Herr Kommissar.
26:39Es gab auch keinen zwingenden Grund,
26:41eins aufzusetzen.
26:42Wir haben keine Kinder.
26:43Da geht gesetzlich sowieso alles auf mich über.
26:46Danke.
26:49Wir melden uns wieder,
26:50falls wir noch irgendwelche Fragen haben sollten.
26:58Ach ja, da ist noch was.
27:00Wann haben Sie das letzte Mal
27:02den Wagen Ihres Mannes gefahren?
27:03Lange nicht.
27:05Auch nicht mitgefahren?
27:06Das ist ungefähr eine Woche her.
27:12Vor allem war die Quidro hier.
27:14Das hat sich nach Herrn Sanders' Wagen erkundigt.
27:17Aber gewaschen wurde und so.
27:19Nachkürdig.
27:20Sehen Sie doch bitte mal das Öl nach.
27:22Ich gehe inzwischen telefonieren.
27:32Schön, dass Sie gleich gekommen sind.
27:34Ach ja.
27:35Rauchen Sie?
27:36Nein, danke.
27:36Ich rauche nicht.
27:41Sie wissen,
27:41dass ich mit Paul Sandereng befreundet war.
27:44Ja, ja, ich weiß.
27:46Darf ich Sie fragen,
27:47wo Sie gestern Abend waren?
27:48Im Theater.
27:49Millionen für Penny.
27:51Allein?
27:51Nein, ich war mit einem italienischen Geschäftsfront da.
27:55Germano Bertagin.
27:57Haben Sie im Theater Bekannte getroffen?
28:00Nein, ich kannte niemanden.
28:02Sind Sie sicher?
28:03Ja, ganz sicher.
28:07An diesem Abend war Frau Sander in derselben Vorstellung.
28:11Sie haben sie doch gegrüßt, ihr zugenickt.
28:13Sie gegrüßt?
28:16Ich habe Sie nicht einmal gesehen.
28:18Wie kommen Sie darauf?
28:19Das hat sie mir gesagt.
28:23Herr Kress.
28:26Frau Sander hat sich jeden Kontakt mit mir verbeten.
28:29Frau Fabian, Sie kennen doch die Gewohnheiten von Herrn Sander.
28:32Hat er öfter Beruhigungsmittel genommen?
28:37Nein.
28:39Dann muss ihm jemand, vielleicht unter falschen Voraussetzungen,
28:42ein sehr starkes Mittel gegeben haben.
28:44Aber warum denn?
28:48Um ihn zu betäuben.
28:49Paul Sander wurde ermordet.
28:53Ermordet?
28:55Paul?
28:58Das kann doch nicht sein.
29:00Die Beweise liegen uns vor.
29:03Um Gottes Willen.
29:07Wie denn?
29:08Fest steht, dass die Autoabgase, die er einatmete,
29:12nicht zu seinem Tode geführt haben.
29:18Wann haben Sie das letzte Mal in seinem Wagen gesessen?
29:22Am Tage vor dem Mord?
29:27Nein.
29:30Zwei Tage zuvor.
29:34Ach ja.
29:36Haben Sie die beiden Theaterkarten noch?
29:39Ja, ich muss mal sehen.
29:51Wie ist denn Herr Bertannin zu erreichen?
30:10Was den Theaterbesuch der Fabian betrifft, ist das Albu in Ordnung, wie zu vermuten war.
30:15Bertannin ist noch nicht zu Hause.
30:16Und einen Rotfuchs besitzt die Fabian auch nicht?
30:19Und am Tod von Sander dürfte ihr kaum gelegen sein.
30:23Und darf ich Ihnen etwas anbieten?
30:25Nein, danke.
30:33Ich war zur Vernehmung auf dem Polizeipräsidium.
30:38Sie behaupten, Paul ist ermordet worden.
30:45Ich bin ganz hilfenlos.
30:50Ich kann es auch nicht fassen.
31:03Ich habe abgeschlossen, Herr Heller.
31:05Sie können gehen.
31:08Auf Wiedersehen.
31:13Gute Nacht.
31:14Gute Nacht.
31:23Jetzt hat sie alles, was sie wollte.
31:29Wie gut kennen Sie seine Frau?
31:31Aus Erzählung.
31:35Paul hat sehr unter ihr gelitten.
31:41Die Scheidung wollte Sie um jeden Preis verhindern.
31:44Warum bloß?
31:46Geliebt hat sie ihn doch nicht.
31:48Weiß man immer so genau, ob man jemanden wirklich liebt?
31:57Jakob, wenn Sie irgendeinen Verdacht haben, mir würden Sie es doch sagen.
32:05Ich habe keinen bestimmten Verdacht.
32:10Mit der Aussage der Fabian ist das Alibide der Sander praktisch geplatzt.
32:14Schon komisch, dass die beiden Frauen am selben Abend in dieselbe Vorstellung gehen.
32:17Es gibt natürlich auch Zufälle.
32:19Und warum hat sie nicht bemerkt, dass die Fabian sie nicht gesehen hat?
32:22Hier, bitte.
32:22Sie?
32:23Sie kann sich doch gar nicht vorstellen, dass jemand sie nicht sieht.
32:26Merkwürdig.
32:27Die Sander wollte gar nicht wissen, auf welche Weise ihr Mann ermordet wurde.
32:31Vielleicht, weil sie es weiß.
32:34Hat die Polizei Sie auch nach einem Alibi gefragt?
32:37Nein, warum?
32:39Nicht schon.
32:40Ich war mit einem Bekannten im Theater.
32:43Paul wollte mich noch sehen, falls es mit den Italienern nicht zu spät werden würde.
32:47Er kam dann nicht.
32:51Jakob, ich danke Ihnen.
32:53Manchmal muss man mit jemandem reden.
32:54Ich habe sonst niemanden.
32:57Ich bringe Sie raus.
32:59Kopf hoch.
33:00Sie sind nicht allein.
33:02Danke.
33:12Die Sander will uns einreden, sie wollte sich scheiden lassen.
33:15Dabei wollte er unbedingt die Scheidung.
33:18Die kommt natürlich finanziell viel besser weg, wenn er stirbt, bevor sie geschieden sind.
33:25Ja, Heimann?
33:27Ach, Herr Heller.
33:30Sie haben einen Brief von Herrn Sander, den Sie erst nach seinem Tod öffnen sollen?
33:33Er schreibt in dem Brief, dass er im Falle eines unnatürlichen Todes seine Frau Jutta Sander des Mordes verdächtigt.
33:39Vor ein paar Wochen war das.
33:41Da hat er Ihnen nach einem heftigen Auftritt zu Hause bei mir hinterlegt.
33:45Wussten Sie, was in dem Brief steht?
33:47Nein, ich wusste vorher nicht, was drin steht.
33:50Nachdem Sie offensichtlich ein Wort nicht für ausgeschlossen halten, sehe ich mich veranlasst, Ihnen das mitzuteilen.
33:55Haben Sie schon mit jemandem über den Inhalt des Briefes gesprochen?
33:58Nein.
33:59Sehr gut, dann tun Sie es jetzt bitte auch nicht.
34:01Wenn es Ihnen recht ist, kommen wir morgen bei Ihnen vorbei.
34:04Ja, danke.
34:06Dankeschön.
34:06Auf Wiedersehen.
34:07Liegen wir gar nicht so falsch, Leo.
34:09Ja, Gerd, lass die Sander ab sofort überwachen.
34:12Und du, Henry, besorgst so schnell wie möglich einen Durchsuchungsbeschluss für die sandersche Wohnung und für das Büro im Geschäft.
34:20Guten Tag.
34:21Guten Tag.
34:22Frau Sander ist nicht zu Hause?
34:24Kriminalpolizei.
34:25Wir wissen, dass Sie zu Hause ist. Ich habe einen Durchsuchungsbeschluss.
34:30Bitte.
34:31Clara, ich war doch schon längst wieder hier.
34:34Ist schon gut.
34:36Worum geht's, Herr Kommissar?
34:38Wir müssen eine Hausdurchsuchung bei Ihnen vornehmen.
34:40Ach, du liebe Zeit. Sie wollen meine Wohnung durchwühlen?
34:45Was versprechen Sie sich denn davon?
34:48Aufklärung, was den Mord an Ihrem Mann betrifft, das dürfte auch in Ihrem Interesse sein.
34:52Fangen Sie bitte an, meine Herren.
34:54Also gut.
34:58Frau Fabian hat ausgesagt, dass Sie sie an dem fraglichen Abend nicht im Theater sehen.
35:04Sie hat also ihr Alibi nicht bestätigt und damit ist es hinfällig.
35:08Aber das ist doch...
35:10Das ist gar nicht möglich.
35:12Das ist aber der Stand der Dinge, Frau Sander.
35:16Ja, was meinen Sie denn hier zu finden?
35:19Es gibt Anzeichen dafür, dass Sie, entgegen Ihrer Aussage, vor dem Mord oder kurz danach im Wagen Ihres Mannes gewesen
35:26sind.
35:27Um das zu überprüfen, sind wir hier.
35:28Unter anderem interessiert uns dieser Fuchspelz hier und der rote Nagellack, den Sie benutzen.
35:40Mein Bart.
35:42Die Haare habe ich aus einer Haarbürste.
35:47Noch was, Frau Sander, wir brauchen Ihre Fingerabdrücke.
35:50Deshalb muss ich Sie bitten, mit uns ins Präsidium zu kommen.
35:55Den Pelz bekommen Sie selbstverständlich so schnell wie möglich wieder.
36:03Da ist sie ja, die Karte.
36:05War eins kaputte Irgendwo unter das Papierkorps gerutscht.
36:13Gingen Sie öfter ins Theater?
36:16Meistens gibt sie Mehldekanten oder Bekannten.
36:19Sie kann immer nur aussitzen am Rand, weil sie hat Platzangst.
36:25Sitz Nummer 15.
36:28Mittendrin.
36:35Frau Sander, eine persönliche Frage.
36:37Bitte.
36:38Es gibt doch Fingernäckel zum Aufkleben.
36:41Sind das solche?
36:42Sie können dran ziehen.
36:44Meine sind echt.
36:47Übrigens können Sie Ihrem Chef sagen, dass ich keine Aussage mehr machen werde,
36:50ohne vorher mit meinem Anwalt gesprochen zu haben.
36:53Das steht Ihnen frei.
36:54Ich muss Sie nur bitten, die Stadt nicht zu verlassen, ohne uns vorher Bescheid zu sagen.
36:58Ach, ich kann wieder gehen?
37:01Selbstverständlich.
37:03Wir werden hier das nur auswerten und dann melden wir uns wieder bei Ihnen.
37:10Er traute seiner Frau offenbar alles zu, wollte sie aber keinesfalls leichtfertig verdächtigen.
37:17Ich stelle es mir furchtbar vor, mit einem Menschen zu leben, wie auch immer, ihn täglich zu sehen und zu
37:23wissen, dass der einen möglicherweise töten wird.
37:25Und das Motiv, eine Mischung von Hass, Enttäuschung und Geldgier.
37:32Die Haare stammen eindeutig von dem Pelz.
37:34Die Haare auf dem Beifahrer und Rücksitz gehören zum Hauptteil der Sander.
37:38Die Fingerabdrücke auf dem zweiten Schlüssel sind von Frau Sander und auf dem Lenkrad sind ebenfalls Ihre und die des
37:43Toten.
37:43Und das Stück abgeplatzter Nagellack?
37:45Ist Biolack aus einer der drei Flaschen.
37:48Was war auf dem Tablettenröhrchen?
37:50Absolut nichts.
37:51Der oder die ihm das Mittel eingetrichtert hat, trug Handschuhe oder hat die Spuren abgewischt.
37:55Das alles beweist, dass die Sander nach der Wagenwäsche im Wagen war und das bedeutet kurz vor, während oder nach
38:03dem Mord.
38:03Klar. Und wenn sie nur ganz harmlos drin saß, warum leugnet sie das so hartnäckig?
38:07Eben. Hat die Überwachung noch was gebracht?
38:10Nur, dass die Sander nachts noch in die Georgenstraße fuhr, ihren Wagen parkte und bis vor das Haus 187 ging.
38:16Sie blieb unentschlossen davor stehen, sah sich ein paar Mal um, dann ging sie zu ihrem Wagen zurück und fuhr
38:22nach Hause.
38:23Und wer wohnte Nummer 187?
38:24Frau Fabian.
38:27Dann besorg einen Haftbefehl für die Sander und bring sie hierher.
38:33Herr Bertagnin hat vorhin angerufen.
38:35So.
38:42Fabian?
38:43Ja, Herr Heimann.
38:45Frau Sander ist hier bei uns im Präsidium und besteht auf einer Gegenüberstellung mit Ihnen,
38:50wegen Ihrer Aussage, dass Sie Sie an dem Abend im Theater nicht gesehen haben.
38:56Wie peinlich.
38:58Sie können das natürlich auch ablehnen.
39:00Nein, nein, nein, nein. Ich komme.
39:04Ich muss doch mal ins Polizeipräsidium.
39:07Die Sander behauptet an dem Abend auch im Theater gewesen zu sein.
39:12Na und?
39:13Sie hat ausgesagt, ich hätte Sie gesehen und ihr Grüßen zugenickt.
39:16So ein Quatsch.
39:19Kann ja sein, dass Sie mich gesehen hat, aber ich habe Sie nicht gesehen.
39:23Na, nun drehst du offensichtlich durch.
39:26Ist ja nicht das erste Mal.
39:30Sie haben mich nicht gesehen?
39:34Nein.
39:36Sie haben mich gegrüßt?
39:39Ganz sicher nicht.
39:43Den Begleiter von Frau Fabian, können Sie den beschreiben?
39:46Den Begleiter?
39:48Ich habe keinen Begleiter von Frau Fabian gesehen.
39:51Wo haben Sie denn Frau Fabian gesehen?
39:54Im Foyer?
39:55Vor der Vorstellung.
39:57Ja, und in der Pause und am Ende.
39:59Und im Zuschauerraum nicht?
40:02Natürlich.
40:04Sie hat ja immer zu mir hingesehen.
40:09Tut mir leid.
40:11Frau Sander, Sie sind vorläufig festgenommen.
40:13Haftbefehl ist bei der Staatsanwaltschaft beantragt.
40:16Sie sind dringend verdächtig, Ihren Mann ermordet
40:18und seinen Selbstmord vorgetäuscht zu haben.
40:21Herr Kommissar, wenn Sie mir nicht glauben, dass ich im Theater war,
40:24warum glauben Sie dann ihr?
40:26Wenn ich nicht da gewesen wäre, hätte ich Sie doch auch nicht sehen können.
40:29Dann ist doch meine Aussage sowieso wertlos.
40:32Richtig, aber Frau Fabian hat, wie gesagt, noch einen anderen Zeugen.
40:35So, hat sie.
40:36Sie hat noch einen anderen Zeugen.
40:43Sie haben ihn ermordet.
40:50Sie haben ihn ermordet.
40:50Sie haben uns gebracht.
41:01So, hat sie sich jetzt da hin?
41:05Es tut mir sehr leid.
41:07Das habe ich nicht erwartet.
41:12Hat der Sander mal erwähnt, seine Frau würde versuchen, ihn umzubringen?
41:16Nein.
41:17Nein, nicht so direkt.
41:20Allerdings war er immer wieder überrascht über ihren unbändigen Hass.
41:25Deshalb wollte er unbedingt die Scheidung hinter sich bringen.
41:27Hat er Papiere irgendwelche Art bei Ihnen deponiert?
41:32Äh, nein.
41:35Verzeihen Sie, ich bin am Ende.
41:37Ich bitte noch mal so eine Entschuldigung.
41:39Vielen Dank, dass Sie gekommen sind.
41:41Bitte.
41:41Auf Wiedersehen.
41:42Wiedersehen.
41:48Gerd, kommst du bitte mal.
41:51Das hätte ich dir nie zugetraut.
41:53Auch die Kraft.
41:54Ja.
41:54Erklär bitte mal mit Henry diese Theaterbesuche.
41:58Sind Sie sicher, dass Sie die Dame nicht gesehen haben?
42:00Ja, also erinnern kann ich mich an die Dame kaum.
42:04Ja oder nein?
42:06Dann eher nein.
42:07Ja, wissen Sie, ich sehe meistens nur auf die Karten.
42:10Also ich kann mich an Sie erinnern.
42:11Sicher?
42:13Ja, sie hat ein Programmheft gekauft.
42:15Dann hat sie sich auf 10 Mark nichts rausgeben lassen.
42:17Das habe ich noch nie erlebt.
42:18Haben Sie auch gesehen, wie sie sich auf den Platz gesetzt hat?
42:22Nein.
42:23Sie hat sich hier vor dem Spiegel noch zurecht gemacht.
42:27Tja, und dann hat sie das Programmheft auf der Ablage liegen lassen.
42:31Nein, an die Dame kann ich mich nicht erinnern.
42:34Und an diese?
42:35Oh ja, gut sogar.
42:37Sie suchte ewig nach Streichhölzern, bis ich ihr endlich welche brachte.
42:41Sie auch denn?
42:42Ja, sicher.
42:43Und in der Pause schüttete sie ihrem Begleiter ein volles Glas Champagner über den Anzug.
42:48Er war sehr charmant.
42:51Ausländer, wahrscheinlich Italiener.
42:53Also zu Beginn der Pause, da habe ich Sie das letzte Mal gesehen.
42:55Da habe ich ihr das Programmheft wiedergegeben.
42:59In Ordnung, ja.
43:00Und dann hat sie gesagt, sie setzt sich zu Bekannten, da sind noch Plätze frei.
43:05Es gibt nur eine Pause.
43:06Nein, zwei.
43:06Das war in der ersten Pause.
43:08In der zweiten Pause war sehr viel los.
43:10Aber ich erinnere mich ganz genau, er holte einen Cognac und ein Glas Champagner.
43:14Er allein?
43:14Nein, nein.
43:15Er drängelte sich vor und sagte, einen Cognac bitte und noch eine Dusche.
43:20Er drängelte sich vor.
43:55Frau Sander feststellt, dass Sie im Theater waren.
43:58Aber nur bis zur Pause.
43:59Danach hat sie niemand gesehen.
44:03Über Frau Fabian, haben Sie sich da auch im Theater erkundigt?
44:06Selbstverständlich.
44:07Ihre Aussage, mit einem Begleiter da gewesen zu sein, und zwar bis zum Ende der Vorstellung,
44:12wurde überall bestätigt.
44:14Das ist unmöglich.
44:16Außerdem hat sich Ihr Begleiter, Herr Bertagnin, bereit erklärt, seine Aussage bei uns im Präsidium
44:23zu wiederholen, wenn er demnächst in München ist.
44:26Das verstehe ich nicht.
44:30Guten Morgen, Herr Chris.
44:31Guten Morgen, Herr Hedda.
44:34Bitte nehmen Sie Platz.
44:36Sie wollten mich sprechen.
44:38Ja.
44:38Ich möchte mich erkundigen, ob der Verdacht sich erhärtet hat, dass Jutta Sander den Mord an ihrem Mann begangen hat.
44:44Warum fragen Sie?
44:45In einem zweiten, ebenfalls an mich gerichteten Brief verweist Paul Sander auf ein Dokument,
44:51das erst geöffnet werden darf, wenn sein Tod sich einwandfrei als Mord erwiesen hat
44:56und der Täter überführt ist.
44:58Wissen Sie, um was es darin geht?
45:00Nein.
45:00Er bittet mich, erst wenn diese Situation eingetreten ist,
45:04Herrn Notar Dr. Pfeffer zu veranlassen, es zu öffnen.
45:07Das Mord ist überführt, ist noch niemand, Herr Heller.
45:10Aber vielleicht hilft uns dieser Brief weiter.
45:27Ich möchte zur Anzeige bringen, dass Frau Fabian meinen Mann umgebracht hat.
45:33Aber die Indizien sprechen gegen Sie.
45:37Haben Sie denn Beweise für Ihre Behauptung?
45:40Ja.
45:41Ich habe es mit eigenen Augen gesehen.
45:44Was haben Sie gesehen?
45:47Dass Frau Fabian meinen Mann umgebracht hat.
45:50Das würde bedeuten, dass Sie dabei waren.
45:55Ja.
45:57Wollen Sie damit sagen, dass Frau Fabian und Sie gemeinsam Ihren Mann getötet haben?
46:03Ja.
46:08Wir haben das zusammen geplant.
46:11Es begann mit dem gegenseitigen Alibi, das wir uns im Theater gesehen haben.
46:15Aber getötet hat Sie ihn.
46:16Sie hat das alles gemacht.
46:19Frau Sander, dann muss ich Sie in mein Büro bitten.
46:21Ich nehme an, Sie haben nichts dagegen, dass ich Ihre Aussage auf Tonband aufnehme.
46:24Nein, aber ich möchte, dass Frau Fabian dabei ist, ja?
46:28Ich habe gegen eine Aufzeichnung nichts einzuwenden.
46:33Mein Mann war mit italienischen Geschäftsfreunden in einem Lokal verabredet, gegen 19 Uhr.
46:40Frau Fabian rief ihn dort an, um sicher zu gehen, dass er danach noch ins Geschäft kommen würde, gegen 22
46:48Uhr.
46:49Ich verließ das Theater nach der ersten Pause und fuhr zum Geschäft und beobachtete dort den Hintereingang.
46:58Er kam kurz nach zehn.
47:01Offensichtlich hatte er ziemlich viel getrunken.
47:03Die Schlüssel fielen ihm aus der Hand und er hatte Mühe, sie wiederzufinden.
47:08Ich verließ mein Versteck.
47:20Dann ging er ins Büro, wo inzwischen schon Licht brannte.
47:24Ich schlich mich zum Fenster.
47:26Der Vorhang war nicht ganz zugezogen, sodass ich hineinsehen konnte.
47:32Sie können sich gar nicht vorstellen, wie mir zumute war, das alles mit ansehen zu müssen.
47:39Sie gab ihm drei von den Tavor 2,5, die sie ihm als ganz harmlos schilderte.
47:47Woher wussten Sie, dass es sich bei diesen Tabletten um Tavor handelte?
47:51Vom Fenster aus konnten Sie es doch gar nicht sehen.
47:53Ich habe die Tabletten selbst besorgt.
47:56Und Sie Frau Fabian gegeben?
47:58Ja.
48:00Wann?
48:02Eine Woche davor ungefähr.
48:05Und? Dann?
48:06Dann redeten Sie noch eine Weile und dann holte mein Mann eine Kognakflasche aus dem Schrank.
48:12Sie trank aber nicht, sondern kippte den Kognak heimlich in die Vase.
48:17Dann entdeckte er, dass der Vorhang nicht ganz zu war und schloss ihn mit einer unmissverständlichen Geste.
48:23Und Frau Fabian wusste, dass Sie draußen warteten?
48:27Ja.
48:28Und dann ging drinnen das Licht aus.
48:33So, jetzt fahren wir zu dir.
48:35Frau, und nicht in Frage, dass du fährst.
48:38Ach Quatsch, die drei Ecken.
48:40Bitte, bitte, bitte.
48:42Komm.
48:42Fahr nicht.
48:43Komm, setz dich rein.
48:45Nur wenn du den Wagen in die Dachlasen fährst.
48:50Also gut.
48:52Dann laufen wir zu dir.
48:54Entschuldige.
48:55Danke, danke.
48:56Danke.
48:56Danke.
49:30Und da hat sie ihn dann umgebracht.
49:33Ja, und Sie haben den Staubsaugerschlauch am Auspuff befestigt und ins Wageninnere geleitet,
49:38um einen Selbstmord vorzutäuschen.
49:43Ja.
49:44Welches Interesse sollte Frau Fabian dran haben, ihren Geliebten umzubringen?
49:50Sie sagte mir, dass er sie genauso hintergangen hätte wie mich
49:53und dass er sie auch geschäftlich ausboten wollte.
49:57Also Rache.
50:00Nicht nur.
50:02Ja, warum dann noch?
50:03Ich habe mit Frau Fabian vereinbart, dass sie Geschäftsführerin bleibt
50:07und außerdem eine Beteiligung von 30 Prozent erhält.
50:11Sie hätte besser dagestanden als heute.
50:13Frau Sander, haben Sie diese Abmachung schriftlich festgehalten?
50:17Ich gab Frau Fabian eine Bestätigung unserer Vereinbarung.
50:21Sie wollte das so.
50:21Und Sie haben eine gegengezeichnete Kopie?
50:24Wieso?
50:25Das Schreiben hat Frau Fabian.
50:27Sie war ja daran interessiert.
50:28Frau Fabian.
50:31Mir reicht das jetzt langsam, Herr Kommissar.
50:34Ich hatte nie Kontakt mit Frau Sander.
50:37Geschweige denn etwas derartiges mit ihr vereinbart.
50:41Diese Frau will mich in einen Mord hineinziehen.
50:43Frau Sander, mein Ziel, die Sie begangen haben!
50:46Sie wollten alles schriftlich von mir!
50:48Aber Sie haben dafür keine Beweise!
50:51Frau Sander, wollen Sie Ihre Beschuldigung gegen Frau Fabian nicht zurücknehmen?
50:55Nein!
50:59Also bitte, Herr Kommissar, ich weiß wirklich nicht, was ich zu all dem noch sagen soll.
51:05Dankeschön, Frau Fabian.
51:06Sie können dann gehen.
51:15Ich stelle fest, dass Herr Kress aufgrund eines richterlichen Beschlusses befugt ist,
51:22in die von Herrn Sander hinterlassenen Papiere Einsicht zu nehmen.
51:30Bitte sehr.
51:31Danke.
51:32Danke.
51:33Danke.
51:34Danke.
51:35Danke.
51:37Danke.
51:37Danke.
51:48Ich muss sofort telefonieren.
51:50Das können Sie von hier.
51:52Ungestört.
51:53Bitte, danke.
51:57Hallo, Leo.
52:00Was um Himmels Willen steht denn in diesem Testament?
52:04Erstaunlicherweise geht nur das, was eigentlich zu erwarten war.
52:07Bestell bitte sofort die Fabian ins Präsidium unter irgendeinem Vorwand.
52:12Dann bringst du sie ins Leben.
52:15Donnerwetter, Leo.
52:17Aber dann schöpft die doch Verdacht.
52:19Das hilft uns dann vielleicht sogar weiter.
52:21Nur, sobald sie das Präsidium verlässt, dürfte sie keine Sekunde mehr aus den Augen verlieren.
52:26Keine Sekunde, Geld.
52:35Jetzt die rechte Hand, bitte.
52:39Was ist denn so Besonderes an meinen Händen?
52:42Tut mir leid, dass wir Sie nochmal bemühen mussten, Frau Fabian, aber wir sind einfach gezwungen,
52:46Gegenbeweise zu liefern.
52:48Na ja, ich verstehe ja von diesen Dingen nichts.
52:51Obwohl ich wirklich inzwischen mehr hier im Präsidium bin, als bei mir im Laden.
53:02Das ist sie.
53:17Herr Germano, Bertogin, bitte.
53:19Ja, einen Moment, bitte.
53:27Pronto?
53:28Germano?
53:29Die Sache ist schief gelaufen.
53:30Ich muss sofort von hier weg.
53:32Ah, du darfst jetzt nichts überstürzen.
53:34Ich kann doch bezeugen, dass wir zusammen im Theater waren.
53:36Das nutzt jetzt nichts.
53:38Wir müssen weg.
53:39Komm sofort zum Flughafen.
53:40Wir treffen uns an der Buchung.
53:41Bis gleich.
53:57Pronto?
53:59Pronto?
54:01Allo, pronto?
54:03Bitte?
54:03Parto.
54:04Ihr pronto, bitte.
54:06Meine Rechnung, bitte.
54:08Ich reise ab.
54:12Sie.
54:13Taxi.
54:14Die nächste Maschine nach Cicillen.
54:16Parto Nusetta, bitte.
54:27In einer Stunde geht eine Maschine nach Catania.
54:29Gut.
54:30Ihr Name bitte?
54:31Lisa Fabian.
54:32Frau Fabian, Sie sind vor der FIFS.
54:33Genau.
54:34Kommen Sie bitte.
55:00Nach Ihrem Wissen sind Sie die Hauptdarwin vom Vermögen Ihres Mannes.
55:04Ja.
55:05Bitte sehr.
55:07Bitte nehmen Sie Platz.
55:10Frau Fabian, Sie wissen, dass Paul Sander Sie in seinem Testament zur Alleinerbin bestimmt
55:16hat?
55:18Nein.
55:21Was hat das mit seinem Tod zu tun?
55:23Dieses Testament gilt nur für den Fall, dass er nachweislich von seiner Frau ermordet worden
55:27ist.
55:28Ach so.
55:29Deshalb haben Sie sich an mich rangemacht.
55:31Wollen Sie damit behaupten, ich hätte Frau Sander überredet, Ihren Mann umzubringen,
55:37damit ich erbe?
55:38Ich würde sagen, Sie haben sich ihrer bedient.
55:41Bedient?
55:42Ja, natürlich.
55:43Mein Gott, stundenlang hat sie mir vorgeheult, wie leid es ihr tut, mir das alles angetan
55:48zu haben.
55:48Sie sind ja völlig verrückt.
55:49Und dass er sie aus dem Geschäft raushaben will.
55:51Und dann hat sie mir eingeredet, dass er sich mit seinem ganzen Vermögen nach Italien
55:55absetzen wollte.
55:57Die hat mich dazu gebracht, dass ich mich auf diese ganze furchtbare Geschichte überhaupt
56:00eingelassen habe.
56:01Sie haben ihm doch immer mit Mord gedroht.
56:04Ohne Sie hätte ich das nie getan.
56:05Ich habe mit dieser Mord nichts zu tun.
56:10Alle Beweise sprechen gegen Sie.
56:12Allein gegen Sie.
56:13Weil Sie das so arrangiert haben, Frau Fabian.
56:18Frau Sander bestätigte Ihre Anwesenheit im Theater wie abgemacht.
56:22Während Sie leugneten, Sie gesehen zu haben.
56:24Aber Sie benahmen sich so auffällig in der Pause, dass das Theaterpersonal sich an Sie
56:29erinnern musste.
56:30Und den Rest besorgte Ihr Begleiter.
56:33Das sind doch Unterstellungen.
56:35Alles Unterstellungen.
56:36Die Pelzhaare aus dem Rotfuchs.
56:39Und die Haare von Frau Sander.
56:41Diese Spuren sind von Ihnen gelegt worden.
56:43Sie unterstellen mir immer nur Handlungen.
56:46Aber wo sind die Beweise, Herr Kommissar?
56:49Nach der Abformung Ihrer Finger.
56:51Warum hatten Sie es denn da so eilig, von hier wegzukommen?
56:54Sie wussten, dass wir ganz nah an der Wahrheit sind.
56:57Der Nagellack ist zwar von Frau Sander, aber die Struktur der Unterseite des abgeplatzten
57:03Stückes stimmt überein mit der Oberfläche des Nagels von Ihrem linken Zeigefinger.
57:08Das heißt, Sie haben den Lack von Ihrem Nagel abgemacht.
57:11Und wir fanden ihn dann neben dem Gurtschloss im Wagen des Toten.
57:14Das hat sie alles gemacht, als ich den Schlauch am Wagen anbrachte.
57:17Während Sie die Autoabgase in den Wagen leiteten, um wie verabredet einen Selbstmord vorzutäuschen.
57:22Ihr Mann atmete noch und wäre sicher in einer CU-Vergiftung gestorben,
57:27wenn nicht Frau Fabian ihm die Halsschlagadern abgedrückt hätte.
57:30So rechtzeitig.
57:31Um Sie, Frau Sander, als Mörderin zu überführen.
57:35Sie haben geglaubt, in der angeblich enttäuschten, betrogenen Geliebten Ihres Mannes
57:40eine Gehilfin gefunden zu haben.
57:42Für eine Tat, die Sie sich allein nicht zutrauten.
57:45Sie haben geglaubt, sie benutzen zu können.
57:47Sie war nur ihr Werkzeug.
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59:24Untertitelung des ZDF, 2020
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