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  • vor 4 Tagen
Katja Bruckner findet auf ihrer Party einen ihrer Gäste tot auf. Die Ermittlungen bedeuten für Siska und seine Kollegen ein hartes Stück Arbeit, immerhin gibt es 30 Gäste, die unter Mordverdacht stehen. Selbst Nicole und Tim, die Kinder der Bruckners, sind von diesem Verdacht nicht ausgeschlossen. Eine Sache macht den Ermittler stutzig: Warum verließ die Ehefrau des Ermordeten das Fest frühzeitig? – Heute mit den Gaststars Volker Lechtenbrink und Leslie Malton. (Text: Premiere)

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Transkript
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00:26Du bist so wahnsinnig, doch nicht hier, das geht nicht.
00:33Natürlich geht es nicht.
00:34Nicht in der Küche.
00:37Mama?
00:39Nicole?
00:40Ich wollte nur sagen, die spielen jetzt gleich.
00:43Ja, ich bin gleich da, ich komme gleich.
00:56Sie hat es nicht gemerkt.
01:00Wenn, dann oben.
01:04Du meinst, in eurem Schlaf zu machen?
01:06Hier.
01:07Gut.
01:10Ja, natürlich.
01:11Sobald sie spielen.
01:36Wir wollen doch den Pegel nicht über sechs heben, also wir wollen es ja nicht allzu laut.
01:41Ja, schon gut.
01:42Ich kenne euch doch bloß nichts, was weh tut.
01:45Da fehlt noch ein Kabel.
01:46Hallo, das ist eine sehr, sehr gute Sammels.
01:49Ja, so.
01:57Matthe, du amüsierst dich.
02:00Was bleibt mir denn sonst übrig?
02:03Frage mich gerade, wo denn wohl mein lieber Matthe.
02:09Peter, Peter wäscht sich gerade die Hände.
02:11Ach so, tut er das? Kriege ich noch was zu trinken?
02:14Natürlich, natürlich.
02:16Deine liebe Frau ist auch nirgends zu sehen, hm?
02:19Nein, Katja sorgt für Nachschub.
02:21Ja? Tut sie das?
02:24Ja, Martha.
02:28Das Leben ist schön, was?
02:30Ja, Martha.
02:33Man muss einfach immer nur alles glauben, was einem erzählt.
02:37Ja, Martha.
02:42Eure Bohle ist beschissen dünn.
02:50Ihr kommt aber jetzt raus, gell? Der Tim spielt gleich.
02:53Kommt doch, Peter.
02:59Magst du noch was, bevor sich die anderen draufstürzen?
03:01Moment nicht, danke.
03:02Hast du gegessen?
03:02Nein, nein, noch nicht, aber später.
03:10Hammerfieber.
03:11Was dagegen?
03:12Du haust doch jetzt nicht ab, oder?
03:14Ich bin gleich wieder da.
03:26So, Leute.
03:27Heute Abend, zur Freude der Nachbarschaft, unser erster Auftritt.
03:35Ja, wir spielen nicht, was selbst geschrieben ist.
03:37Und es geht um die Liebe, oder was manche dafür halten.
03:40Danke.
03:43Danke.
03:56Danke.
04:06Ja, wunderbar.
04:10Ich bin stabil, dass Frauen irgendetwas sind.
04:14Okay, Thy tun, dass ich sie clothare.
04:21Geht weg! Geht wieder runter!
04:51Guten Abend! Guten Abend! Guten Abend! Einer der Gäste wurde ermordet. Ein Mann namens Peter Lourds. Liegt oben im Schlafzimmer.
05:00Wie viele Leute sind das denn? 28. Inkl. Bands beantragt sich. Na toll. Der Abend ist gelaufen.
05:07Die wenigsten sind ins Haus gekommen. Die meisten waren die ganze Zeit draußen. Also ich denke, das kann man noch
05:11eingrenzen.
05:11Na dann grenzen wir doch mal, Hane. Sie sind doch heute so gut drauf im Umgang mit Menschen. Wer sind
05:17denn diese beiden da?
05:18Das sind die Kinder des Hauses. Nicole und Tim Bruckner. Mit denen würde ich gleich noch sprechen.
05:33Und? Die höre heftige Schläge auf den Hinterkopf. Vermutlich mit diesem Aschenbecher. Wer hat den Toten gefunden?
05:40Die Dame des Hauses. Katja Bruckner. Wo ist die jetzt?
05:43Unten am Pool.
05:48Herr Lourds, war er allein hier?
05:51Nein. Nein, mit Martha. Wer ist Martha?
05:54Seine Frau. Wo ist sie?
06:00Ja, das weiß ich auch nicht.
06:02Tim hatte gerade angefangen zu spielen und ich ging nach oben.
06:08Warum?
06:09Ich wollte mich umziehen.
06:12Ihr Sohn hatte seinen großen Auftritt und Sie wollten nicht dabei sein?
06:17Ich hatte in der Küche hantiert. Mein Kleid war schmutzig.
06:22Verstehe.
06:24Ja gut, und dann fanden Sie Herrn Lourds.
06:28Ja.
06:29Sie entschuldigen uns bitte einen kleinen Moment.
06:34Die Ehefrau des Opfers, Martha Lourds, war ebenfalls hier und ist seitdem verschwunden.
06:39Haben wir Ihre Adresse?
06:40Ein paar Häuser weiter.
06:41Ja.
06:43Gut, Sie fanden also Herrn Lourds, was geschah danach?
06:49Ich habe geschrien, glaube ich.
06:53Dann stand Dieter in der Tür und hat die anderen alle weggeschickt.
07:02Das heißt, Sie kamen gar nicht mehr dazu, sich umzuziehen?
07:05Nein.
07:06Und das Kleid tragen Sie jetzt immer noch?
07:08Ja.
07:10Frau Bruckner, können Sie mir sagen, wo das Kleid schmutzig ist?
07:19Ich hatte das Gefühl, es wäre schmutzig und dieses Gefühl kann ich nicht leiden.
07:27Ja, verstehe.
07:32Das Obergeschoss, das war nicht mit in das Fest einbezogen?
07:36Nein.
07:37Wissen Sie, warum Herr Lourds nach oben ging?
07:40Nein.
07:42Wissen Sie, ob noch andere nach oben gingen?
07:45Nein.
07:47Also, das heißt, jedenfalls nicht bewusst.
07:54Entschuldigen Sie, wie meinen Sie das?
07:57Ich brachte ein Tablett mit Häppchen nach draußen.
07:59Ich dachte, ich hätte...
08:03Was ich jetzt sage, kann Konsequenzen haben, nicht?
08:07Sagen Sie es doch erst mal.
08:13Martha ging ins Haus.
08:14Martha Lourds, die Ehefrau.
08:18Und sie ging nach oben.
08:20Genau, das weiß ich eben nicht.
08:24Mir kam es so vor, aus dem Augenwinkel.
08:26Aber, also, beschwören will ich das auf keinen Fall.
08:29Ich geh nicht so vor, aus dem Augenwinkel
08:54oder nicht.
09:03Frau Lohz?
09:07Frau Lohz?
09:14Hm?
09:17Ich kenne Sie nicht.
09:20Kriminalpolizei.
09:22Mein Name ist Bender.
09:24Sehr freut.
09:26Seit wann sind Sie denn schon hier?
09:29Oh, seit...
09:34Seit...
09:35Seit...
09:36Da...
09:39Nein...
09:40Seit hier...
09:42Entschuldigung.
09:49Frau Lohz, vielleicht wäre es besser, wenn...
09:55Wenn wir morgen weitermachen.
10:01Ich habe eine Beamtin abgestellt. Sie meldet sich, sobald Frau Lohz aufwacht.
10:06Aber immerhin können wir schon mal getrost davon ausgehen, dass die Ehe nicht das reinste Glück war.
10:11Und dass Herr Lohz oben im Schlafzimmer auf Frau Bruckner gewartet hat, zwecks außerehelicher Betätigung?
10:15Ja, ich finde, da deutet eine Menge darauf hin.
10:17Bitte schön.
10:19Ahne, so eine Nacht ohne Schlaf scheint Ihnen ja sehr gut zu tun.
10:22Die Gäste und ihre Bewegungen soweit feststellbar.
10:26Zum Glück blieben fast alle auf einem festen Punkt und können es sich gegenseitig bestätigen.
10:31Am meisten herumgelaufen sind die Familienmitglieder.
10:35Sag mal, der Lohz. Haben Sie rausbekommen, wann der ins Haus gegangen ist?
10:38Gegen 20.45 Uhr.
10:40Gefunden wurde gegen 21.00 Uhr.
10:43Es muss doch rauszufinden sein, wer in dieser Viertelstunde sonst noch im Haus gewesen ist.
10:46Ach, der freut sich mal nicht zu früh. Auf solchen Festen passen die wenigsten richtig auf.
10:51Also, wenn ich einen Mord mitgehen wollte, dann würde ich es auf so eine Party tun.
10:55Ja, da sind wir doch mal froh, dass Sie nie eingeladen werden.
10:58Haben Sie die Gäste auch zum Familienleben der Bruckners befragt?
11:01Da ist nichts, was aus dem Rahmen fällt.
11:04Herr Bruckner, was ist denn der vom Beruf?
11:05Architekt.
11:06Er muss ja ziemlich erfolgreich sein, bei dem Haus.
11:10Nicht wirklich, er ist eher ein Traumtänzer. Aus seinen Projekten wird nur selten etwas.
11:15Aber im Geld scheint es ihm ja nicht zu fehlen.
11:17Das stammt von seinem Vater. Der hat seinerzeit ein paar Fußballstadien gebaut.
11:23Das Opfer der Herr Lohz, war der auch Architekt?
11:25Nein, der betrieb eine Hausverwaltung. Es war eine von diesen alten Schulfreundschaften.
11:33Tja, Hane, dann gilt die Ehe der Bruckners als glücklich.
11:37Durchaus. Die Frau ist mehr die praktische, er ist der Künstler. Aber das scheint sich gut zu ergänzen.
11:43Und die Kinder?
11:44Die machen gerade ihre altersüblichen Phasen durch, aber die scheinen in Ordnung.
11:49Das Mädchen schien mir ganz und gar nicht in Ordnung.
11:52Sie stand unter Schock.
11:55Ja, Hane, Schock gut und schön, aber der saß schon sehr tief.
12:00Frau Lohz ist jetzt wach.
12:02Und, ansprechbar?
12:03Das müssen wir wohl selber rausfinden.
12:06Alles klar, bis später. Ja.
12:34So.
12:35Habt ihr was Besonderes für die Pause?
12:37Ja.
12:38Hast du das Zeug von gestern, oder was?
12:40Ja.
12:42Es wär doch schad tun.
12:44Tut einfach so, als wäre nichts passiert.
12:47Ja, ich geh da mal arbeiten.
12:51Drücken gehst du dich, wie immer.
12:55Tschüss.
13:00Seine Arbeit ist wichtig.
13:03Der arbeitet doch bloß, weil er da nicht denken muss.
13:05Wir tun das einzig Richtige.
13:07Gib mir das Brot, bitte.
13:09Wir haben unseren Tageslauf, den behalten wir bei.
13:12So kommen wir am schnellsten wieder zur Ruhe.
13:15Ach ja?
13:16Und was da oben passiert ist, das vergessen wir einfach, ja?
13:23Es wäre falsch, sich damit zu belasten.
13:26Falsch?
13:28Und warum?
13:31Weil es zwar hier passiert ist,
13:34aber nichts mit uns zu tun hat.
13:40Ihr müsst los.
13:42Tschüss mal.
13:43Tschüss, mein Schatz.
13:45Tim, dein Pausenbrot.
13:51Dafür, dass es nichts mit uns zu tun hat.
13:54Du hast doch bei deinem Schmott geschrien, oder?
14:05Frau Lurz?
14:07Ja?
14:11Hauptkommissar Siska, meinen Kollegen kennen Sie ja bereits.
14:15Morgen.
14:16Ja, halbwegs.
14:20Wir haben Ihnen eine traurige Mitteilung zu machen.
14:23Ach, das kann ich mir denken.
14:26Mein Mann ist nicht zu Hause und seine fremde Frau macht seinen Kaffee.
14:30Was ist mit ihm?
14:34Er ist tot.
14:42Aha.
14:47Und die näheren Umstände?
14:50Er wurde letzte Nacht tot aufgefunden.
14:55Wo?
14:57Im Hause Bruckner.
14:59Wo im Hause Bruckner?
15:05Im Schlafzimmer.
15:06Oh.
15:10Verstehe.
15:12Er hat sich...
15:16...überanstrengt.
15:19Er wurde ermordet.
15:21Was?
15:27Oh.
15:28Nicht schlecht.
15:32Sagen Sie, wollen Sie sich nicht hinsetzen, bitte?
15:37Sie gehen also davon aus, dass Ihr Mann ein Verhältnis mit Frau Bruckner hatte?
15:42Und ob ich davon ausgehe?
15:45Mein Mann ist...
15:48...war...
15:50...spezialisiert auf Verhältnisse.
15:53Gut, lassen wir das jetzt mal beiseite.
15:55Wann und warum verließen Sie das fest?
15:57Wann?
15:59Als ich gemerkt habe, dass Sie anfangen wollten, Krach zu machen.
16:02Ich meine, die Band.
16:04Also kurz vor neun.
16:07Weiß nicht.
16:09Und warum gingen Sie weg?
16:12Die waren mir alle zuwider.
16:14Sie haben sich von niemandem verabschiedet?
16:18Nein, mir war nicht danach.
16:20Sie wollten nicht mal Ihrem Mann Bescheid geben?
16:25Dem am allerwenigsten.
16:27Auf welchem Weg verließen Sie das Haus?
16:30Ich bin vorne rausgegangen.
16:33Mit einem Umweg durchs Wohnzimmer.
16:37Waren Sie im Obergeschoss?
16:39Nein.
16:42Sie sind die Treppe hochgegangen.
16:44Sie wurden gesehen.
16:46Das stimmt nicht.
16:49Wer sagt denn sowas?
16:56Ich verstehe.
16:59Aber glauben Sie dir bloß kein Wort. Die ist vollkommen überspannt, die Kleine.
17:05Sie denken, dass Nicole Bruckner uns das gesagt hat?
17:08Ach, jetzt hören Sie doch auf.
17:09Ich habe Sie doch genau gesehen, wie sie sich hinten rumgedrückt hat.
17:12Da, am Flur.
17:15Die Kleine.
17:17Und die Bruckners. Hören Sie auf.
17:20Mensch, Harle, warum wussten wir nicht, dass Nicole Bruckner zur Tatzeit im Hause war?
17:24Ja, weil sie ausgesagt hat, sie war im Garten und hat zugesehen, wie die Band Aufstellung nahm.
17:30Oh, bitte schön, geht sie zur Schule.
17:32Lassen Sie mir mal ausnahmsweise 10 Sekunden Zeit.
17:43Nicole, können wir kurz mit dir reden?
17:45Ja.
17:51Nicole, du hast gesagt, du warst draußen gestern, als es passierte.
17:55Ja.
17:56Könnte es sein, dass du dich geirrt hast?
17:59Es gibt jemanden, der sagt, du wärst du raus gewesen.
18:03Ich war im Haus.
18:05Der Mann hat dich gesehen, hinten im Flur.
18:10Ja, ich wollte meine Ruhe haben. Draußen war es so laut.
18:14Nicole, das hättest du uns doch gleich sagen können.
18:17Ja, hätte ich.
18:19Sag mal, vom Flur sieht man doch direkt auf die Treppe nach oben.
18:24Hast du jemanden gesehen, der die Treppe raufging, Nicole?
18:28Peter.
18:29Ja.
18:31Klar, der Herr Lutz, der war oben.
18:33Wer noch?
18:37Sie.
18:38Sie.
18:39Sie? Du meinst du mit deiner Mutter?
18:44Wer noch?
18:51Niemand.
18:52Niemand.
18:53Nicole, das kann nicht sein.
18:56Niemand.
18:58Ja?
18:59Ja.
19:00Natürlich, je schneller, desto besser.
19:03Gut, das lässt sich einrichten.
19:07Und außerdem sollten wir einen Psychologen hinzuziehen.
19:09Das Mädchen steht unter einem gewaltigen Druck.
19:11Ich kümmere mich dran.
19:13Nicole Bruckner weiß irgendwas und sagt es nicht mehr.
19:15Das ist ja ganz was Neues in unserem Beruf.
19:17Ich hab mal rumtelefoniert, welchen Ruf der Lurz unter seinen Kollegen hatte.
19:21Sie meinen als Hausverwalter unter Hausverwaltern?
19:24Genau.
19:25Und, was hat der für einen?
19:27Einen sehr schlechten. Heiße Luft und nichts weiter dahinter.
19:30Deshalb fanden auch alle die jüngste Entwicklung so erstaunlich.
19:33Welchen? Dass man ihn umgebracht hat?
19:36Darüber hat sich interessanterweise niemand gewundert.
19:38Nein, das Erstaunliche war, dass er unlängst einen Großauftrag an Land gezogen hat,
19:43auf den auch eine Menge anderer Leute scharf waren.
19:46Welchen?
19:46Die Alleinverwaltung für eine komplette große Wohnanlage.
19:50War da was faul?
19:51Das wüssten viele gern.
19:53Diese Wohnanlage ist im Privatbesitz
19:55und der Besitzer hat ausgerechnet Lurz unter vielen Bewerbern den Zuschlag gegeben.
20:01Und keiner versteht's.
20:04Also Geheimnisse können wir jetzt am wenigsten gebrauchen.
20:06Hat der Besitzer auch Namen und Adresse?
20:08Namen und Adresse? Wir haben einen Termin bei ihm.
20:29Tag.
20:31Guten Tag.
20:32Bitte.
20:49Herr Laske?
20:51Guten Tag.
20:55Siska Kripo München.
20:56Das ist mein Kollege Hane.
21:00Ja, schön, dass Sie Zeit gefunden haben.
21:03So viel Zeit auch wieder nicht.
21:07Wom geht es?
21:08Um den Verwalter Ihres Wohnblocks. Sie wissen wahrscheinlich schon Bescheid.
21:13Ja. Er hat sich erschlagen lassen, sei ein Problem.
21:17Sie haben ihn erst vor ein paar Wochen bestellt, nicht wahr?
21:20Richtig.
21:22Und es gab viele Bewerber.
21:24Stimmt.
21:25Aber Sie haben sich die Ausgabe für einen Lurz entschieden. Warum?
21:30Was soll die Frage?
21:32Naja, er war doch so etwas wie ein Außenseiter unter den Kandidaten.
21:36Schließlich gab es etliche namhafte Firmen dabei.
21:40Ich habe was übrig für Außenseiter.
21:43Ich habe was gegen Zeitverschwendung.
21:46Falls Ihre Fragen einen Sinn haben,
21:49dann fragen Sie halt.
21:51Prost.
21:53Prost.
21:54Wir wollen lediglich wissen, was für ein Mensch der Herr Lurz war,
21:57um dann leichter herauszufinden, warum er ermordet wurde.
21:59Ich habe keine Ahnung, was für ein Mensch er war.
22:01Ich hatte einfach nur das Gefühl, er macht die Sache gut.
22:04Trotz mangelnder Kompetenzen.
22:07Die hätte er sich schon erworben.
22:08Und wenn nicht, dann hätte ich ihn eben wieder gefeuert.
22:12Ich schlage vor,
22:14wir halten uns nicht länger gegenseitig auf.
22:17Auf Wiedersehen.
22:22Bitte.
22:23Auf Wiedersehen.
22:29Danke.
22:31Entschuldigen Sie, wie heißen Sie?
22:33Herbert Weil.
22:35Herr Weil, was machen Sie bei Herrn Laske?
22:37Ich pass auf ihn auf.
22:38Das heißt, Sie sind ständig in seiner Nähe?
22:40Ja. Dafür bezahlt habe ich ja.
22:42Sie haben unsere Fragen gehört?
22:45Ja.
22:47Ja und, können Sie uns vielleicht dazu etwas sagen?
22:52Sie sehen gut.
22:55Herr Weil, es geht hier um Mord.
22:58Herr Weil, es geht hier um Mord.
22:59Sonst noch was?
23:05Meine Karte.
23:08Na, ob das was bringt?
23:10Du, lieber verteile ich hundertmal meine Karte, als dass ich überhaupt nichts tue.
23:15Aber bei der Einstellung von diesem Verwalter, da war mit Sicherheit etwas oberfaul.
23:18Das finde ich auch.
23:20Die Frage ist nur, ob das, was da faul war, auch wirklich mit unserem Fall zu tun hat.
23:26Oder ob wir uns verzetteln.
23:32Ja.
23:32Mann, haben Sie ja ein Glück, dass ich nicht Ihr Fahrlehrer bin.
23:35Ja.
23:37Tim Bruckner.
23:38Hallo.
23:41Hallo.
23:42Was machen Sie denn hier?
23:45Ich fahre spazieren.
23:47Da könnte ich aber schönere Strecken. Mit Radweg zum Beispiel.
23:50Ist mir egal, wo ich fahre. Hauptsache ich fahre.
23:53Sollten Sie nicht um diese Zeit in der Schule sein?
23:56Ich bin volljährig, oder?
23:58Na schön. Das klärt aber leider nicht, was Sie hier in diese Gegend führt.
24:02Tut mir leid. Ich weiß nicht, was Sie von mir wollen.
24:04Kennen Sie jemand hier?
24:05Nein.
24:07Kann ich jetzt weiter?
24:28Ja.
24:29Na, heiß ist es, hm?
24:32Schreibst du in einem Aufsatz?
24:34Mhm.
24:36Darf ich's lesen?
24:37Später.
24:49Na ja.
24:57Geht es ihr nicht gut?
25:00Ich denke, das legt sich wieder.
25:06Katja.
25:07Hm?
25:09Gestern Abend, als du Peter gefunden hast...
25:12Ja?
25:16Ich weiß, warum du raufgegangen bist.
25:19Aber es geht in Ordnung.
25:20Wir wissen ja beide, wie er war.
25:22Er hat ja immer damit geprahlt, dass er jede rumkriegt.
25:24Und je schwerer, umso mehr hat es ihn gereizt.
25:26Und du, du warst bestimmt das Schwerste.
25:29Was er je getroffen hat.
25:31Wir müssen nie mehr darüber reden.
25:37Danke.
25:39Arme Martha.
25:42Ich kann das verstehen, dass sie die Beherrschung verloren hat.
25:45Denkst du, sie war es?
25:47Ja, natürlich war sie es.
25:52Was hat denn Nicole da getrunken?
25:56Orangensaft, oder?
25:56Und da ist noch was drin.
26:02Nicole?
26:07Nicole!
26:30Sie nahm eine Überdosis Tabletten.
26:33Und dann ging sie ins Wasser.
26:36Das ist ja ähnlich, mein Schatz, nicht?
26:39Ist ja immer so gründlich.
26:43Frau Bruckner, wir möchten Sie jetzt wirklich nicht zusätzlich belasten.
26:46Aber wir müssten schnellstens etwas klären.
26:49Warum?
26:52Ja.
26:55Warum hat sie das getan?
27:01Ich weiß es nicht.
27:04Hatte sie Kummer?
27:08Es ging ja immer gut.
27:09Dafür habe ich gesagt.
27:12Frau Bruckner, wenn man so etwas tut, dann hat man dafür einen Grund.
27:15Wir haben ihr keinen gegeben.
27:17Gut.
27:19Dann klären wir zunächst mal die näheren Umstände.
27:23Ihre Tochter kam heute zur gewohnten Zeit aus der Schule nach Hause?
27:26Ja.
27:27Hat sie sich irgendwie ungewöhnlich verhalten?
27:30Nein.
27:32Sie war einfach nur still.
27:36Sie ist eine von den Stillen.
27:39Was tat sie?
27:44Sie hat gegessen.
27:46Dann hat sie ihren Orangensaft gemacht.
27:48Dann ist sie auf die Terrasse gegangen und hat an einem Aufsatz gearbeitet.
28:00Sie schrieb etwas auf, bevor sie in den Pool ging?
28:04Ja.
28:04In ihr Schulheft.
28:06Wo ist das jetzt?
28:09Sie hat es wieder in ihre Schultasche gesteckt.
28:12Und die liegt noch auf der Terrasse?
28:14Ja, da müsste sie noch sein.
28:18Danke, Frau Bruckner.
28:23Hören Sie?
28:26Ich weiß nicht, was sie geschrieben hat.
28:29Aber denken Sie daran, dass sie noch ein Kind ist.
28:32Sie hat vielleicht Dinge falsch verstanden.
28:36Wir denken dran.
28:48Das Mädchen hat etwas gesehen.
28:50Irgendwas, das es nicht verkraftet hat.
28:52Das denke ich auch.
28:53Aber jetzt sehen wir erstmal zu, was wir an Fakten finden.
28:56Entschuldigung.
28:56Wo ist hier eigentlich der Hauptangang?
28:58Oder sind Sie hier völlig falsch?
28:59Dann müssen Sie einmal ums Gebäude rumgehen, ja?
29:01Dankeschön.
29:02Bitte.
29:02Ja, Herr Arne, was geht's?
29:03Ich lese gerade die diversen Berichte.
29:05Einer muss das ja tun.
29:07Haben Sie den Kopf frei für ein paar Details?
29:09Ja, wenn Sie von Ihnen kommen, immer.
29:11Also, die Tatwaffe war eindeutig der Aschenbecher.
29:14Ach, sind Abdrücke drauf?
29:15Keine verwertbaren.
29:16Die Oberfläche ist zu unregelmäßig.
29:19Übrigens war er blitzsauber.
29:20Die Bruckners sind nämlich allesamt Nichtraucher.
29:24Aschenbecher stellen sie nur auf, wenn Gäste kommen.
29:27Der zur Tat benutzte Aschenbecher stand auf einem Beistelltisch in der Diele.
29:33So, und jetzt zum wirklich Interessanten.
29:34Ja, danke, dass Sie es wieder spannend machen.
29:37Der tödliche Schlag wurde von links geführt.
29:39Das heißt, wir müssen nach einem Linkshänder suchen.
29:41Naja, die Tat geschah wohl im Affekt.
29:44Das heißt, in der Regel benutzt man dazu die Hand, zu der man auch von Natur aus neigt.
29:51Die Polizei für Sie.
29:57Herr Bruckner?
29:59Guten Tag.
30:01Glaube niemand.
30:03Das war alles, was sie geschrieben hat.
30:06Glaube niemand.
30:08Immer und immer wieder. Über zwei Seiten lang.
30:11Hat Ihre Frau Sie gerade angerufen, damit Sie nach diesem Heft sehen?
30:15Und es nötigenfalls verschwinden lassen, falls etwas drinsteht, das wir nicht wissen sollen?
30:18Ja.
30:20Ja, so ist Katja nun mal.
30:21Sie will immer alles im Griff haben.
30:23Was hat Nicole denn damit gemeint?
30:24Wissen Sie das?
30:27Nein, das weiß ich nicht.
30:29Ich kenne meine Kinder nicht.
30:32Sie sind da und...
30:34Und ich liebe sie.
30:35Aber kennen, kennen tue ich sie nicht.
30:38Sie zu kennen, das war immer mehr Katja Sache.
30:40Peter?
30:43Ach du, du liebe Emma.
30:47Euer Gartentor geht viel zu schwer.
30:50Ihr müsst es ölen.
30:53Martha, du kommst nicht gelegen.
30:55Ich wollte dir ja nur mein Beileid sagen.
30:58Wegen Nicole.
31:01Noch lebt sie.
31:02Tja.
31:04Seit gestern wissen wir, wie schnell sich das ändern kann.
31:09Sie haben ihn ja immer noch nicht weggesperrt.
31:11Warum sollten wir Herrn Druck mal wegsperren?
31:14Er hat meinen Mann umgebracht.
31:16Wollen Sie ihm dafür einen Orden geben, oder was?
31:19Ich hab Peter nichts getan.
31:21Er ist mein Freund.
31:23Dein Freund?
31:24Du armer Irrer!
31:27Du warst ein Idiot.
31:29Er hat dir nur schön getan, damit er sich besser ausnehmen kann.
31:33Das ist nicht wahr, Martha.
31:37Du hast ihm noch Geld gegeben, damit er für dich Aktien kauft, nicht?
31:40Ja.
31:41Ja, und wir sind beide reingefallen.
31:43Du glaubst wirklich noch, dass er für dich Aktien gekauft hat?
31:46Er hat das Geld behalten und dir nur erzählt, dass die Aktien verfallen seien.
31:52Er war ein Stück Dreck, verstehst du?
31:55Aber er war mein Stück Dreck.
31:58Ich hatte ihn.
32:00Und jetzt habe ich ihn nicht mehr.
32:02Jetzt habe ich ihn nicht mehr.
32:06Er hätte sie doch fallen lassen!
32:08Deine Katja!
32:10Wie all die anderen auch?
32:12Du bist gut!
32:13So!
32:14Kommen Sie, Frau Lurz!
32:17Kommen Sie, Frau Lurz!
32:18Mein Kollege will Sie heimbringen!
32:20Bitte!
32:21Kommen Sie!
32:23Passen Sie mich nicht an!
32:30Herr Burka, wissen Sie, wo Ihr Sohn ist?
32:32Er ist vor einer Stunde heimgekommen.
32:34Weißt du schon Bescheid?
32:35Ja.
32:37Er ist, glaube ich, im Salon.
32:48Tim, die Polizei möchte dich sprechen.
32:54Ich war nicht da, als das passiert ist.
32:58Ja.
32:59Ja.
33:00Ja, ich weiß.
33:01Sie waren unterwegs.
33:02Das kann ich sogar persönlich bestätigen.
33:08Gibt es irgendwas Neues über Ihren Zustand?
33:11Nein.
33:16Unverändert.
33:19Ich hätte dabei sein müssen, dann wäre es nicht passiert.
33:21Ach.
33:23Tim.
33:25Ihre Eltern haben getan, was sie konnten.
33:29nicht gerade viel, oder?
33:46Tim.
33:49Wissen Sie, warum sie es getan hat?
33:56Weil sie nicht mehr leben wollte.
33:59Weil sie nicht mehr leben wollte.
34:00Klar, Tim.
34:02Aber warum wollte Ihre Schwester nicht mehr leben?
34:10Ich denke jetzt an andere Sachen.
34:19Ja.
34:19Der Mann, der gestern Abend hier ermordet wurde, der Peter Lurz.
34:23Den kannten Sie doch sehr gut, nicht wahr?
34:25Nein.
34:26Naja, ständig hier im Haus.
34:28Ich bin ihm aus dem Weg gegangen.
34:30So, warum?
34:32Er war immer so nett.
34:33Und das mögen Sie nicht?
34:35Die Netten sind die Schlimmsten.
34:38Ah ja, und in welcher Hinsicht?
34:41Wer nett ist, lügt.
34:44Also hat er Sie mal belogen?
34:46Ich sag Ihnen doch, ich hab ihn nicht gekannt.
34:50Ach, spielen Sie Golf?
34:52Nein.
34:55Ach das.
34:57Das hab ich mir bloß besorgt, weil ich da mal anfragen will, ob die Aushilfen brauchen.
35:01Für die Ferien.
35:03Dürfen Sie das hier einfach so rumkramen?
35:05Ja, ich bitte darum.
35:06Sagen Sie, Sie komponieren?
35:07Ist das hier eins der Lieder, die Sie gestern spielen wollten?
35:10Ab 30 gibt's keine Liebe mehr.
35:12Man will nur noch besitzen.
35:14Ab 30 ist deine Zeit vorbei.
35:16Du musst sie vorher nützen.
35:18Das ist aber ein hartes Urteil.
35:21Stimmt's vielleicht nicht?
35:23Darüber reden wir dann mal, wenn Sie 30 sind.
35:26Also, auf Wiederschauen.
35:33Sie schwört weiterhin drauf, dass Bruckner der Täter ist.
35:35Aber vielleicht zieht sie ja die ganze Nummer nur ab, um von sich selbst abzulenken.
35:39Ihnen ist doch sicher was Interessantes aufgefallen.
35:42Vorhin, als die Bruckner geohrfeigt hat.
35:43Ja, linke Hand.
35:45Ich habe sie jetzt noch weiter beobachtet.
35:47Sie ist Linkshänderin, eindeutig.
35:49Sie haben ja selbst gesehen, sie neigt zum Affekt.
35:54Nicht nur das.
35:55Die Lurz ging womöglich zur Tatzeit auch nach oben.
35:59Das haben wir doch als Aussage von Frau Bruckner, oder?
36:01Ja, ja.
36:03Oje, den Ton kenne ich.
36:04Alles macht einen gewissen Sinn, aber Sie glauben es wieder mal nicht.
36:08Ja gut, mal angenommen, die Lurz ist wirklich nach oben gegangen.
36:11Warum hat die kleine Nicole uns davon nichts gesagt?
36:14Ich meine, sie hatte doch keinen Grund gehabt, die Frau zu decken.
36:18Nicole?
36:20Na, es wäre doch auch denkbar, dass sie es war.
36:23Na, sie war im Haus.
36:24Sie hat Lurz nach oben gehen sehen.
36:26Sie konnte sich denken, was das zu bedeuten hatte.
36:28Und ist ausgerastet.
36:30Na, dann konnte sie mit der Tat nicht leben und deswegen der Selbstmordversuch.
36:34Hm.
36:35Sie ist nicht groß und kräftig genug.
36:36Für mich ist Nicole praktisch die einzige Person, die nicht in Frage kommt.
36:41Ja, dann muss sie irgendwas gesehen haben, das sie dazu gebracht hat,
36:44hundertmal Glaube niemanden zu schreiben und sich umzubringen.
36:47Wie auch immer. Auf alle Fälle kommen wir um eines nicht herum, Hane.
36:50Sie müssen da morgen noch mal zu der Lurz fahren, um die Unterlagen zu sichten.
36:53Danke.
36:54Wir brauchen einen besseren Einblick in seine Geschäfte.
36:57Aber das mache ich doch leidenschaftlich, gell?
37:01Hane, ich habe auch nichts anderes erwartet von Ihnen.
37:15Deine Mutter hat angerufen. Sie bleibt heute Nacht in der Klinik bei Nicole.
37:21Ja, das ist ja wohl das Mindeste, oder?
37:26Ich kann eine Pizza bestellen.
37:28Mach, was du willst.
37:31Für uns beide meine ich.
37:34Du, ich habe keinen Hunger.
37:39Tim, du weißt, du kannst über alles mit mir reden.
37:43Alles, was für dich wichtig ist.
37:47Mir ist wichtig, dass ich jetzt allein bin, okay?
37:50Wissst, grungen Sie ohnesin Gronяти?
38:04Möchtest dich an ma普进 jemanden.
38:05Ne Commerce ist auch LotIn so Partners type Last und Kar증er.
38:07Wissen Sie sagen, doch ich auch nicht.
38:07Wissen Sie die Empfeh impactful von mir!
38:07Du weißt, dass du Siehst?
38:07Sie sagen, das Ganze vernREkt!
38:10Oder Sie Electric!
38:11header steeper Sie bist.
38:11Von Wissen Sie.
38:43Morgen!
38:45Morgen!
38:47Und? Zeitung schon voll mit unserem Fall?
38:49Mhm.
38:51Ist doch immer wieder faszinierend, wenn man aus zwei kleinen Fakten fünf große Spalten machen kann.
38:55Ach komm, hör auf.
38:56Nichts dabei, was für uns neu wäre.
38:59Ach übrigens, da war vorhin so ein merkwürdiger Anruf für Sie.
39:03Merkwürdig inwiefern?
39:04Na, ein Mann war dran. Er wollte absolut nur mit Ihnen sprechen, sonst mit niemandem.
39:08Und wie hieß der?
39:09Hat er nicht gesagt. Er hat nur gesagt, Sie kennen ihn.
39:12Na toll, da kommen ja noch ein paar tausend in Frage.
39:14Ach, und er hat gesagt, er versucht es in zehn Minuten nochmal.
39:20Sisra, höchstpersönlich.
39:22Herr Weil?
39:24Ja, natürlich weiß ich noch, wer Sie sind.
39:27Gut, das lässt sich einrichten. Bis gleich.
39:32Herr Bender?
39:33Ja, bitte.
39:35Haben Sie Lust auf einen kleinen Spaziergang im Tierpark?
39:37Ach, warum nicht?
39:49Müssen Sie denn klingeln wie verrückt?
39:51Frau Lorenz?
39:53Guten Morgen.
39:54Ach, das ist der dümmste Gruß, der hier erfunden wurde. Ich kaufe nichts.
39:58Das trifft sich gut. Ich verkaufe nichts. Mein Name ist Hane, Kriminalpolizei.
40:04Ach, Herr Jehn, noch so einer.
40:06Ich muss die Papiere Ihres Mannes sichten. Er hat doch hier im Haus sein Büro.
40:11Hatte.
40:14Hatte.
40:16Hier um die Ecke. Aber seien Sie bloß leise.
40:20Was haben Sie für Vorstellungen? Dass ich schreie beim Lesen?
40:24Tja, Wahnsinn. Sieht das immer so aus?
40:29Ich kenne es nicht anders. Fühlen Sie sich wieder heim?
40:32Na, damit habe ich Probleme.
40:50Ihr freier Tag heute?
40:55Hm, da komme ich immer hierher.
40:59Ich verstehe die Tiere.
41:01Und Menschen? Weniger?
41:06Ich habe das in der Zeitung gelesen heute.
41:09Das über den Mord?
41:11Nein. Das über die Kleine, die sich umbringen wollte.
41:14Nicole Bruckner?
41:15Ja.
41:16Sie kennen das Mädchen?
41:21Ja, sie war beim Chef im Haus.
41:24Wann?
41:28Vor ein paar Wochen mal an einem Nachmittag.
41:31Sie hatte ihre Schultasche noch dabei.
41:33War sie allein?
41:35Nein.
41:37Dieser Lorz hat sie gebracht.
41:40Ist sie freiwillig mitgekommen?
41:42Na ja, so halbe, halbe.
41:46Sie hat viel gelacht.
41:49Viel zu viel. Er muss ihr Tabletten gegeben haben oder was es da so gibt.
41:54Und dann?
42:00Der Chef war mit ihr im Schlafzimmer.
42:06Kann man öfter mal junge Mädchen zu ihrem Chef?
42:10Der will, dass sie jung sind und aus gutem Hause und dass er bei ihnen der Erste ist.
42:15Die tun natürlich alle nur so, als ob.
42:19Aber bei ihr war alles echt.
42:20Er hat sie ihm zugeführt.
42:25Als Werbegeschenk.
42:27Und dann dafür den Zuschlag erhalten.
42:33Ich möchte jetzt gerne weitergehen.
42:35Wo ist denn Ihr Chef jetzt zu Hause?
42:41Ich meine, wir müssen ihm nicht sagen, woher wir es wissen.
42:47Er spielt heute Golf.
42:49Und wo?
42:51Tutzing.
42:54Danke Ihnen.
42:59Frau Lorz?
43:01Haben Sie eine Frage?
43:03Dann kommen Sie bloß nicht damit zu mir.
43:04Es ist aber wichtig. Ihr Mann hat einen Waffenschein für ein Gewehr.
43:08Tja, so sind die Männer. Sie brauchen ihr Spitzwerk.
43:12Wo ist die Waffe?
43:14Die liegt da irgendwo draußen herum.
43:16Nein, da liegt nirgendwo eine rum.
43:19Ach ja? Die wird schon wieder auftauchen.
43:22Frau Lorz, Sie stellen jetzt bitte sofort fest, wo sich die Waffe befindet.
43:28Kommen Sie mit.
43:33Sie war immer hinter dem Fernseher. Da.
43:39Da ist sie aber nicht.
43:41Wann haben Sie denn die Waffe zum letzten Mal gesehen?
43:44Das weiß ich nicht.
43:47Und wusste sonst noch jemand, dass Ihr Mann eine Waffe besaß?
43:51Vermutlich wusste es jeder.
43:58Übrigens.
44:02Letzte Nacht war jemand hier, denke ich.
44:07Denken Sie? Und wer?
44:12Ich habe mich ausgeruht.
44:15Und die Terrassentür war offen.
44:18Und irgendwann habe ich Schritte gehört, denke ich.
44:22Das war aber nicht vorletzte Nacht, weil da war es mein Kollege.
44:25Nein, nein, nein, nein, nein. Das war letzte Nacht. Letzte Nacht war auch was, denke ich.
44:29Ach, Frau Lorz, es wäre wirklich schön, wenn Sie weniger dachten und mehr wüssten.
44:33Und es wäre noch schöner, wenn Sie sich angewöhnen könnten, Ihre Türen abzuschließen.
44:42Ich war nicht ganz auf der Höhe gestern Abend.
44:45Offensichtlich.
44:47Sie irren sich.
44:50Das Wesentliche ist im Auge unsichtbar.
45:05Ich sage es ihm. Danke, Jakob. Bis später.
45:10Zwischenbericht von Hane.
45:11Die Buchführung bei Lurz ist eine einzige Katastrophe, aber mit den Belegen zufolge hat der Bruckner tatsächlich betrogen.
45:17Und zwar um eine Viertelmillion.
45:20Der Mann hat diese Familie benutzt, als wäre es ein Selbstbedienungsladen.
45:24Und noch was Unerfreuliches. Lurz hatte ein Gewehr. Es ist verschwunden.
45:29Weiß man seit wann?
45:31Vermutlich erst seit letzter Nacht.
45:48Moment mal, ich kenne doch diesen Golfplatz. Ich habe doch gestern erst einen Prospekt von dem gesehen.
45:54Mit Lageplan.
46:00Und das Fahrradtag kenne ich auch.
46:03Da ist was im Verzug.
46:07Suchen Sie den Lasker und bringen Sie ihn so schnell wie möglich nach innen, ja?
46:10Ja?
46:10Ja?
46:12Ja?
46:14Ja?
46:17Da ist es noch nie.
46:18Ja?
46:27Ja?
46:32Ja?
46:42Ich war ja.
46:50Tim?
46:55Wissen Sie, was der Mann da gemacht hat?
46:58Ja.
47:02Warum läuft er da noch rum, hä?
47:04Tim, weil ich mich an die Regeln halten muss.
47:10Der braucht sich doch bloß einen Anwalt zu kaufen.
47:13Dann wird es heißen, Nicole ist freiwillig zu ihm hingegangen.
47:17Seit wann wissen Sie Bescheid?
47:19Seit sie nach Hause gekommen ist.
47:21Damals.
47:23Sie war halbtot.
47:25Ich bin ihr nach aufs Zimmer und da hat sie es mir erzählt.
47:30Und seitdem sind Sie hinter diesem Mann her?
47:32Ich habe nur darauf gewartet, dass er endlich mal rauskommt aus seinem Scheißbau.
47:36Und an diese Waffe sind Sie letzte Nacht gekommen?
47:40Du musst doch was tun. Jetzt!
47:42Bevor ich alt und feig bin!
47:48Aber das Richtige...
47:49Gehen Sie weg da!
47:51Nein.
47:52Los, gehen Sie weg!
47:57Sie glauben doch selbst nicht an das, was Sie da tun.
48:00Doch.
48:06Warum?
48:07Tim, weil alles auseinanderfallen würde, wenn jeder so handeln würde wie Sie.
48:18Das ist nicht gerecht.
48:25Herr Laske, Kriminalpolizei.
48:27Kommen Sie, Sie müssen sofort hier weg.
48:39Sie hätten dabei mehr verloren als er.
48:54Und?
48:56Das ist alles?
48:58Ja.
48:59Das ist jetzt wirklich alles?
49:02Möchten Sie etwas trinken?
49:05Meine Tochter wurde missbraucht.
49:08Mein Sohn wollte jemanden umbringen.
49:11Mein Freund war mein Feind.
49:15Ja.
49:16Ja, ich möchte etwas trinken.
49:22Ich wollte immer bloß Türme bauen, dann von oben herabschauen.
49:27In was für einer eigenen Welt habe ich bloß gelebt.
49:35Tim.
49:38Wir packen das schon.
49:41Du und was packen, ja?
49:43Ich will es zumindest mal versuchen.
49:46Ja, meinetwegen kann er mit dabei sein.
49:49Ach ja?
49:50Er muss sogar mit dabei sein.
49:51Setzen Sie sich.
49:54Tim, Sie wissen, was die logische Forderung ist aus dem Vorfall von heute?
49:58Ja, klar.
50:00Sie denken jetzt, ich habe auch den Lutz umgebracht, weil ich wusste, was er getan hat.
50:03Richtig.
50:03Und haben Sie?
50:04Nein.
50:06Ich habe noch mal mit den Jungs von Ihrer Band gesprochen.
50:08Sie waren kurz vor Ihrem Auftritt im Haus.
50:09Das haben Sie uns nicht gesagt.
50:11Ja, ich habe nur ein Kabel geholt.
50:12Aus Ihrem Zimmer?
50:14Nein, aus dem Keller.
50:15Ich bin rein, runter und sofort wieder raus.
50:17Ich habe es nicht erzählt, weil es nicht so wichtig war.
50:21Sie glauben hier nicht, oder?
50:22Nein, Tim, es fällt uns nicht mehr ganz leicht, Ihnen zu glauben.
50:25Ich war auch im Haus.
50:26Ach nee.
50:27Was haben Sie denn dort gemacht?
50:29Ich habe Peter Lotz gesucht.
50:31Martha hatte mir erzählt, was läuft und ich wollte nachsehen, ob es auch stimmt.
50:35Ja, und wo haben Sie dann nachgesehen?
50:36Zuerst im Waschraum, dann ging ich nach oben, dann sah ich ihn im Schlafzimmer, dann habe
50:43ich die Beherrschung verloren und dann habe ich zugeschlagen.
50:46Mit dem Aschenbecher, den Sie vorsorglich von unten mitgebracht hatten?
50:49Ja.
50:50Wissen Sie was, Herr Bruckner, den ersten Teil Ihrer Geschichte, den nehme ich Ihnen ja
50:53vielleicht noch ab, aber ich bezweifle, dass Sie nach oben gegangen sind.
50:55Aber Sie können mir nicht beweisen, dass ich es nicht getan habe.
50:58Das ist doch Quatsch.
51:00Er war es nicht und ich war es auch nicht.
51:02Wer es wirklich war, das weiß doch jeder.
51:04Wir nicht.
51:05Seine eigene Frau hat ihn erschlagen, die ist doch zu allem fähig im Suff.
51:10Ich sollte eine neue Liste machen, wer was von wem glaubt.
51:14Ja, Herr Bruckner glaubt, sein Sohn war es, sein Sohn glaubt, Frau Lotz war es und Frau
51:18Lotz glaubt, Herr Bruckner war es.
51:19Und einer davon tut so, als ob er es glaubt, um von sich selber abzulenken.
51:23Nee, nee, nee, nee, komm.
51:24Also bevor wir jetzt weiter darüber reden, was andere glauben, was glauben Sie?
51:29Keiner von den Bruckners ist links, Ende.
51:30Bleibt nur Frau Lotz.
51:32Gut, und damit wären wir wieder bei unserer alten Frage.
51:34Wenn die Frau Lotz die Treppe hochgegangen ist, warum hat die kleine Nicole uns das nicht gesagt?
51:38Na ja.
51:40Ja, Hane, ich hör.
51:42Die Kleine ist seit Wochen seelisch, aus dem Gleis.
51:45Die wusste nicht mehr, was sie sagte.
51:46Na, Hane, jetzt hör aber auf.
51:48Jetzt kennen wir uns aber wirklich schon lang genug.
51:49Guck, so einfach mach ich mir das ja nun auch wieder nicht, nee.
51:54Nee, ich fürchte...
51:58Du, Hane, ich fürchte, die Nicole, die hat ganz genau gewusst, was sie sagte.
52:04Jetzt drehen wir doch einfach mal unseren Gedankengang um.
52:08Welchen von den vielen?
52:09Na, fangen wir doch mal ganz vorne an.
52:10Zum Beispiel den, dass der Lotz im Affekt erschlagen wurde.
52:15Vielleicht war es ja auch das Gegenteil.
52:17Vielleicht war es ein ganz präzis geplanter, vorsätzlicher Mord.
52:22Ich bitte Sie, das ist unmöglich.
52:24Was, wieso?
52:25Wenn die Sache geplant gewesen wäre,
52:28dann hätte ja der Täter von vornherein wissen müssen,
52:30dass sich Lurz zur fraglichen Zeit im Schlafzimmer aufhalten würde.
52:34Richtig, Hane, und es gibt eine Person, die das genau wusste.
52:39Weil sie ihn selbst dorthin geschickt hat.
52:44Wir haben immer geglaubt, die Nicole, die wäre so verstört gewesen,
52:47weil sie gelogen hat oder hat lügen müssen.
52:49Nein, das Gegenteil ist der Fall.
52:51Die war so verstört, weil sie, weil sie nicht gelogen hat.
52:54Und weil tatsächlich nur zwei Personen die Treppe hochgegangen sind.
52:58Richtig.
52:59Die erste war der Lurz.
53:04Und die zweite war ihre Mutter.
53:07Oh, Franziska.
53:09Also, auf geht's.
53:11So, komm, komm, komm.
53:23Sie schafft es.
53:25Frau Brückner, wir müssen mit Ihnen sprechen.
53:29Draußen.
53:47Frau Brückner, Ihr Sohn steht unter Mordverdacht.
53:50Ihr Mann ebenfalls.
53:52Ihre Tochter hat versucht, sich das Leben zu nehmen.
53:54Und, Frau Brückner, ich denke, Sie wissen, dass jetzt nur noch eines hilft.
53:59Die Wahrheit.
54:00Ja.
54:02Sie wussten, was man Nicole angetan hatte.
54:05Sie sind doch keine Mutter, die so etwas nicht mitbekommt.
54:09Ich stand draußen vor Ihrer Tür, als die Tim erzählte, was Peter ihr angetan hat.
54:13Er hat Sie um Ihre Unschuld gebracht.
54:16Er hat meinen Mann um sein Geld gebracht.
54:18Mir hat er seit Jahren nachgestellt.
54:21Ja.
54:22Diesmal taten Sie so, als gingen Sie auf ihn ein und lockten ihn in eine Falle, nicht wahr?
54:28Ja.
54:28Es war so einfach.
54:31Er hielt sich immer für unwiderstehlich.
54:33Den tödlichen Schlag haben Sie mit voller Absicht von links geführt.
54:37Sie wollten den Verdacht auf Martha Lurz lenken.
54:39Sie wusste Bescheid und ließ ihn gewähren.
54:43Dann taten Sie so, als hätten Sie den Mord gerade eben erst entdeckt und spielten die ertappte Ehebrecherin.
54:50Ja, ich hätte alles ins Lot bringen können, wenn nicht...
54:54Wenn nicht Nicole dazwischengekommen wäre, die jetzt die Welt überhaupt nicht mehr verstand und an nichts mehr glauben konnte.
55:03Sie ist so sensibel wie ihr Vater.
55:07Ja, und dann hat auch noch Ihr Sohn seinen eigenen Racheplan entwickelt.
55:13Daran habe ich nicht gedacht.
55:15Er kommt nach mir.
55:21Und jetzt?
55:24Muss ich mitkommen?
55:26Ja.
55:28Frau Bruckner, ich nehme Sie fest, wegen des dringenden Verdachts des Mords an Peter Lurz.
55:50Ich nehme Sie fest, wegen des dringenden Verdachts des Mords an.
56:08Ich nehme Sie fest, wegen des dringenden Verdachts des Mords an.
56:16Ich nehme Sie fest, wegen des dringenden Verdachts des Mords an.

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