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  • vor 2 Tagen
Hauptkommissar Kress - Rolf Schimpf ( +22.03.2025)
Drehbuch - Max Pierre Schaeffer /
Regie - Günter Gräwert

Kategorie

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Transkript
00:29Untertitelung des ZDF, 2020
00:34Na ja, musst du wissen, Mama, ob du in den zwei Wochen Madeira noch was anderes tun willst, als die
00:39pausenlos umziehen.
00:40Ja, dir würden deine Jeans genügen. Aber in meinem Alter, da muss man schon ablenken.
00:51Um aufzufallen. Hast du doch nicht nötig, Mama.
01:03Ja, bitte. Ach, du bist es?
01:12Die Blusen aus der Reinigung.
01:20Dann nimm mal sie auch noch einpackt, dann braucht sie sechs Koffer und muss drei Blusen übereinander tragen.
01:24Lassen Sie ja doch die Freude Ihnen.
01:27Zweifelhaftes Vergnügen.
01:31Ja, ich verstehe. Aber wieso?
01:36Ja, ja, ich mach's.
01:39Ich muss noch mal schnell weg.
01:47Ja, das war's.
01:54Ja, ja, ich muss noch mal schnell wegают.
02:201.000, 2.000, 3.000, 3.000.
02:571.000, 3.000, 3.000, 3.000, 3.000, 3.000, 3.000, 3.000, 3.000, 3.000,
02:573.000, 3.000, 3.000, 3.000, 3.000, 3.000, 3.000, 3.000, 3.000, 3.000,
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02:573.000, 3.000, 3.000, 3.000, 3.000, 3.000
03:27Hallo, Ini.
03:28Gib mir mal die Mama.
03:29Ich möchte sie was fragen.
03:31Die ist weggefahren.
03:34Nee, ich weiß nicht, wohin.
03:36Ja, Papa, mach ich.
03:38Tschüss.
03:43Wenn die Mutter zurückkommt,
03:44sie soll meinen Vater im Verlag anrufen.
03:46Ist gut.
03:59Achtung, hier spricht die Polizei.
04:01Vor einer halben Stunde ist die Filiale der ABF-Bank überfallen worden.
04:05Der Täter, der von der Schusswaffe gebraucht machte,
04:08trug einen dunklen Umhang oder Bantel.
04:10Der Kopf war durch eine Kamputze verdeckt.
04:12Wer hat etwas Auffälliges beobachtet?
04:15Ich wiederhole.
04:16Achtung, hier spricht die Polizei.
04:18Vor einer halben Stunde ist die Filiale der ABF-Bank überfallen worden.
04:24Eigentlich nicht unser Bier.
04:26Banküberfall.
04:28Kapuze, der Zettel, kein Wort reden.
04:31Das ist doch eigentlich typisch für den Serientäter,
04:33den Schumacher seit Monaten sucht.
04:36Kapuzengängster.
04:37Sieht so aus.
04:41Aber eins ist hier anders.
04:43Was denn?
04:45Der hat noch nie geschossen.
04:46Vielleicht muss der bisher nicht.
04:49Ja, bitte.
04:51Guten Tag.
04:52Guten Tag.
04:53Herr Delner.
04:55Ja.
04:55Sie sind der Leiter von unserer Filiale, ja?
04:58Kennen Sie die Tote?
04:59Ja.
05:00Ja, Frau Mender, eine alte Kundin von uns.
05:03Die Frau des Verlegers Mender.
05:05Frau Schröder, unsere Kassiererin, hat sie bedient.
05:07Ja.
05:08Ja.
05:10Ich war gerade dabei, ihr das Geld auszuzahlen.
05:12Da kam er.
05:15Der mit der Kapuze.
05:18Er stieß ihr zur Seite und bedrohte mich mit der Pistole.
05:23Sie packten das Geld in die Tüte.
05:25Wie viel?
05:30Vielleicht 20.000 Mark.
05:32Ich schob das Geld bei den Tresen.
05:35Plötzlich fiel es runter.
05:37Er hob es auf und...
05:40Ja, und?
05:42Und Charles.
05:45Warum hat er geschossen?
05:48Ich weiß nicht.
05:49Ich meine, haben Sie auf den Alarmknopf gedrückt oder eine Bewegung gemacht, die der Täter so auffassen konnte?
05:55Nein.
05:56Ich habe nur das Geld rüber geschoben.
05:58Und Frau...
06:00Mender.
06:02Danke.
06:03Ist die vielleicht dem Täter entgegengetreten oder hat sie was gesagt?
06:07Nein.
06:08Ich habe jedenfalls nichts gesehen.
06:10Ich stand direkt daneben.
06:12Der bückte sich.
06:14Das Geld war runtergefallen und die Frau, die war ihm einfach im Weg.
06:18Passt du ja sie an?
06:19Nein.
06:20Er hat sie abgeknallt.
06:21Brutal.
06:23Einfach so.
06:24Tja, er wurde plötzlich nervös.
06:26Die Angst des Gangsters beim Banküberfall.
06:28Sie verstehen.
06:29Er.
06:31Hat jemand von Ihnen etwas beobachtet, was der Grund für seine plötzliche Nervosität sein könnte?
06:36Ich meine, hat Frau Mender sich irgendwie auffällig benommen?
06:40Ich war so aufgeregt.
06:41Also Frau Mender schien sich bücken zu wollen, so.
06:45Ich habe fast so, als wollte sie ihm helfen.
06:48Das Geld aufzuheben?
06:50Ja, es sah so aus.
06:51Ich meine, es hätte sein können.
06:54Schumacher meint, es ist wahrscheinlich der Typ, den er seit März sucht.
06:57Sagt keinen Ton, kassiert aber fleißig.
07:00Insgesamt über 200.000 Mark.
07:02Naja, Schumacher will die Verhandlungen ankurbeln.
07:04Ist auch sein Resort.
07:05Ja, soll er machen.
07:06Einer von uns sollte Herrn, na, den Mann von der Toten benachrichtigen.
07:12Den Herrn Mender?
07:14Ja.
07:16Also ich.
07:21Na, Schmidchen?
07:22Wir möchten dringend die Kriminalpolizei anrufen, Herr Mender.
07:26Kriminalpolizei?
07:27Ja, an Herr Heimann hat seine Nummer hinterlassen.
07:30Dann stellen Sie durch.
07:31Okay.
07:43Ja, Mender?
07:45Sie erwarteten meinen Anruf.
07:56Ja?
07:57Der Kerl ist doch längst weg durch die U-Bahn.
08:00Wie viel hat er denn geklaut?
08:02Die zählen noch.
08:04Eigentlich komisch.
08:05Der Räuber hat das Geld und hat es niemandem genommen.
08:09Der Versicherung?
08:10Ach, der tut es nicht weh.
08:12Ja, aber wir zahlen die höheren Beiträge.
08:17Kapuze und Umhang braucht er nur in eine Plastiktüte stecken,
08:20Dicke ziehen, zack, weg ist er.
08:22Bei dem Einkommen hat er sicher eine Monatskarte.
08:32Sind Sie Herr Mender?
08:33Ja.
08:33Mein Name ist Heimann.
08:34Bitte.
08:36Das ist ein Rad.
08:42Steig.
09:06Ist das Ihre Frau?
09:34Erschossen?
09:36Ja, bei einem Banküberfall. Sie hat gerade Geld geholt.
09:40Und wer hat sie ermordet?
09:42Na ja, der die Bank überfallen hat.
09:45Und der hat Sie als Geisel genommen?
09:48Ich weiß es auch nicht genau, Herr Ostermann. Die Polizei hat nur hinterlassen, dass er Mänder zurückruft.
10:06Und der Täter hat man denn?
10:14Ich weiß es nicht.
10:44Ja, selbstverständlich.
10:46Wenn Sie freundlicherweise noch die Einzahlungsquittung unterschreiben würden.
10:51Hier, bitte.
10:57Ihre Frau hat gestern schon 4.000 Mark abgehoben.
11:18Die 4.000 Mark von gestern und die 8.000 von heute. Haben Sie eine Ahnung, was Ihre Frau damit
11:24wollte?
11:24Nein, Herr Kress.
11:26Mich würde interessieren, ob die 4.000 noch bei Ihnen zu Hause sind.
11:30Ich nehme an, ich weiß nicht. Sie wollte verreisen.
11:33Dann, ähm, treffen wir uns doch einfach bei Ihnen zu Hause, Herr Pender. Nur ganz kurz, danke.
11:39Komm ich nicht.
11:40Nun, komm doch.
11:43Was Neues, Henry?
11:44Keiner hat was gesehen.
11:46Aber was fällt heutzutage überhaupt noch auf, Leo?
11:49In Luft auflösen kann er sich nicht.
11:51Wir brauchen Zeugen.
11:53Wir brauchen uns vor allen Dingen empfinden.
11:55Ja, dann muss er eben fragen und fragen und fragen.
11:58Dann mach das mal.
12:13Die Tochter tut mir leid, ein hübsches Mädchen.
12:16Bald traut sich keiner mehr in eine Bank.
12:18Da müssen Sie die Leute draußen bedienen, an Straßenschaltern.
12:21Keine schlechte Idee, was?
12:24Wenn es das nicht schon gäbe.
12:26Sag kein Wort.
12:28Schießt einfach an.
12:37Möchten Sie etwas trinken?
12:39Einen Whisky oder
12:42einen Kaffee?
12:43Danke, wir wollen nicht lange stören.
12:45Es geht nur um das Geld.
12:48Ja, richtig.
12:51Herr Eini, schau du doch bitte immer mal Sachen nach.
12:53Ich kenne mich da nicht aus.
13:10Wenn ich mir das vorstelle,
13:12in drei Stunden wollte sie fliegen.
13:17Na, Madeira.
13:20Allein?
13:20Nein, mit einer Freundin.
13:24Oh, ich muss sie anrufen.
13:26Natürlich.
13:27Entschuldigung.
13:444.000 Mark in der Brieftasche und 2.663 Mark im Portemonnaie.
13:48Ja, weißt du, wofür Mama das Geld brauchte?
13:50Über 6.000 Mark und dazu die 8.000 von heute?
13:53Nein, sie kann doch auf Madeira auch Geld kriegen, auf Eurocheck.
13:56Es tut mir leid.
13:57Ich
13:58habe keine Erklärung dafür.
14:00Vielleicht wollte sie irgendwas,
14:02irgendein Schmuckstück kaufen.
14:04So viel Bargeld, nein, das
14:05ist nicht ihre Art.
14:34Ja, Graf.
14:36Ach, hast du.
14:41Mal ist es tut.
14:50In ihrer Bank.
14:53Mein Gott, wie furchtbar.
14:59Beim Geld holen?
15:01Gitta, hast du Malis um Geld gebeten?
15:06Oder wolltet ihr etwas kaufen für den Urlaub?
15:10Nein.
15:13Ja, das ist lieb von dir, Gitta, aber im Augenblick wollen Inni und ich alleine bleiben.
15:18Verstehe das bitte, ja?
15:21Ja, danke.
15:27Nein, sie weiß auch nicht, wofür meine Frau das Geld brauchte.
15:39Schumacher kommt gleich rüber.
15:41Danke.
15:59Ja, ja.
16:00Ja, ja.
16:02Beim Mord hast du Spuren.
16:06Motive führen vom Opfer zum Täter.
16:09Hass, Eifersucht, Habgier.
16:14Aber wann ein Bankräuber zufällig eine Kundin erschießt,
16:17sieht man schnell alt aus.
16:19Stark, da ist Fotos von seinem sechsten Überfall mit der automatischen Kamera aufgenommen.
16:34Das ist ja kaum was zu erkennen.
16:36Nichts sehr groß, der Bursche.
16:37Das täuscht die schwarze Kleidung.
16:40Die Pistole.
16:41Erstaunlich ist nur, dass er diesmal geschossen hat.
16:44Einmal wäre schon fast geschnappt worden, dass er ohne Beute weg, aber geschossen hat er nicht.
16:49Was war diesmal anders?
16:52Was sagen die Zeugen?
16:53Nicht sehr viel.
16:54Sicher ist nur, dass er mit einer Tüte voll Geld in der U-Bahn verschwunden ist.
16:58Das ist wirklich nicht sehr viel.
16:59Ich lasse Ihnen die Fotos da. Ich habe genug davon.
17:09Hi Mann.
17:11Für Sie.
17:13Danke.
17:14Ja.
17:15Ja, ich komme.
17:16Ja, sofort.
17:18Also dann.
17:23Große Hilfe ist er auch nicht.
17:28Sag mal.
17:29Ist die Leiche schon freigegeben?
17:31Ja, morgen ist die Beerdigung. Auf dem Waldfriedhof.
17:35Ich würde mir die Leute gern ansehen, die da hinkommen.
17:39Ja, es interessiert mich.
17:42Glaubst du, die Kapuze taucht da auf?
17:45Ich habe nichts Besseres vor morgen.
17:47Und du auch nicht.
17:52Im Wasser und im Heiligen Geist wurdest du getauft.
17:56Der Herr vollende an dir, was er in der Taufe begonnen hat.
18:30Von der Erde bist du genommen.
18:31Der Herr kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.
18:34Er lässt deinen Fuß nicht wanken.
18:37Der dich behütet, schläft nicht.
18:39Nein, der Hüter Israels schläft und schlummert nicht.
18:43Der Herr ist ein Hüter.
18:45Der Herr gibt dir Schatten.
18:46Er steht dir zur Seite.
18:48Bei Tag wird dir die Sonne nicht schaden.
18:51Der Mond nicht in der Nacht.
18:53Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
18:57Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
19:02Amen.
19:03Wurde ich für dich abgegeben, Leo.
19:06Danke.
19:18Das war ich nicht.
19:19So einen Fusch mache ich nicht.
19:20Bis bald wieder.
19:22Der Mann mit der Kapuze, das ist ja komisch.
19:24Der will uns einer verarschen.
19:27Und wenn nicht?
19:28Dann ist es eine Beschwerde.
19:30Der Kapuzenmann fühlt sich kopiert.
19:32Du musst den Urheber rechtlich schützen, Leo.
19:34Um 14 Uhr musst du das mal im Schreibtisch sein, ja?
19:49Ja, gut.
19:52Ja, ich rufe zurück.
19:56Na, was sagt der Vertrieb?
20:03Verkaufszahlen gleich Null.
20:06Das habe ich Ihnen ja schon...
20:07Ja, ja, ja.
20:08Das haben Sie mir schon vor drei Jahren prophezeit.
20:11Ja.
20:14Unser Kulturlexikon liegt da wie Blei.
20:19Hätten wir nur mit der Hälfte des Geldes die Romantiker gemacht, dann...
20:22Hätten wir, hätten wir, hätten wir.
20:25Das kann man nicht drücken.
20:26Aber wir hätten's können.
20:29Und jetzt?
20:33Lange wird's ja nicht mehr dauern, bis die Banken anrücken.
20:38Sollen Sie, Ostermann?
20:42Sollen Sie.
20:44Sollen Sie.
20:45Sollen Sie.
21:02Sollen Sie.
21:34Untertitelung. BR 2018
21:49Untertitelung. BR 2018
22:06Erwin Haubrich. Gelernter Mechaniker, mehrfach vorbestraft.
22:11Ja. Jetzt hat er so lange Dusel gehabt und nun hat's ihn erwischt.
22:16Der gleiche Zettel wie in der ABF-Bank. Die gleiche Art vorzugehen.
22:20Gut, ich hab meinen Räuber und Sie haben den Mann, der Frau Mender erschossen hat.
22:24Ich glaube, wir können die Akten schließen.
22:26Glaube ich auch.
22:27Gut.
22:49Das Tod scheint dich nicht sehr zu berühren.
22:57Was soll das, Eni? Ich will mich ablenken.
23:01Fällt dir nicht schwer, wie man sieht.
23:04Ich kann Mama nicht vieler lebendig machen.
23:08Entschuldige.
23:09Aber ich halte nichts von dem Spiel.
23:10Wer von der Familie trauert am tiefsten?
23:29Hier wird es nicht im Kopf gehert.
23:31Bei Frau Mender hat der Kapuzenmann ohne erkennbare Notwendigkeit geschossen.
23:36Nicht.
23:36Und jetzt, wo er wirklich in Not war, da schießt er nicht?
23:38Das verstehe ich auch nicht.
23:39Okay.
23:40Henry?
23:41Ja?
23:41Was sagt das Labor zu deiner Waffe?
23:44Es ist nicht die Waffe, mit der die Mender erschossen worden ist.
23:47Aha.
23:48Nicht die Waffe?
23:49Sie war außerdem nicht mal geladen.
23:52Sieht so aus, als wären wir noch nicht am Ende der Geschichte.
23:54Gut.
23:54Ist gerade bei mir.
23:56Alles klar.
23:57Erwin Hauber, ich bin doch verheiratet.
23:59Warum haben Sie ihn nur erschossen?
24:01Er hat eine Bank überfallen.
24:04Was hat denn eine Waffe bei sich?
24:05Aber der Erwin, der schoss doch nie.
24:09Doch.
24:10Er hat Frau Mender erschossen.
24:12Das war er nicht.
24:14Darüber hat er sich ja aufgeregt.
24:15Das ist Pfurcht, hat er gesagt.
24:17Wegen Geld, sagt er, da bringt er doch keinen Menschen um.
24:23Ja, das können Sie glauben, Herr Kommissar.
24:38Das war kein schlechter Mensch.
24:41Der Erwin.
24:43Warum hat er eigentlich nie geredet?
24:45Warum hat er immer mit dem Zettel gearbeitet?
24:47Das weiß ich doch nicht.
24:49Ich wusste überhaupt nichts.
24:50Er sagt ja nie was.
24:54Ja, vielleicht, weil...
24:59...er stotterte.
25:01Wenn der Hauptlich Frau Mender nicht erschossen hat, was ich glaube,
25:05er kann es nur ein Doppelgänger gewesen sein.
25:07Einer hat ja auch seine Tourleistung mit Zettel und Kapuze.
25:10Tja, das sieht so aus, Gerd.
25:11Ich kann es ja bei einem anderen suchen müssen.
25:33Bing!
25:46Hey, Schatz.
25:48Komm da hin.
25:53Stört dich auch nicht?
25:55Das war mein neues Buch.
25:57Aber ich bin an einem Punkt, wo ich besser abschalten sollte.
26:00Komm, Digger.
26:06Sitz dich.
26:23Ja, Will.
26:25Ja, Will.
26:35Der Tod von Mutter.
26:38Damals, als mein Mann starb, es kam auch so plötzlich, mit seinem Herzinfarkt.
26:46Und wie bist du damit fertig geworden?
26:49Ich habe mich in die Arbeit gestürzt.
26:54Willst du was trinken?
26:55Nein, danke.
27:02Ich habe Ausstellungen organisiert, mit seinen Aquatintas Radierungen und seinen letzten Ölbildern.
27:11In Paris, London, New York.
27:16Und wie besessen habe ich zwei Bücher geschrieben.
27:26Das half.
27:29Mich wundert, dass Papa alles so leicht nimmt.
27:33Tut er das?
27:37Männer sind da anders, Inni.
27:40Die bekennt sich nicht so zu ihren Gefühlen.
27:43Ich möchte dich nicht verletzen, Inni.
27:46Aber dein Vater und deine Mutter hatten sich auseinandergeliebt.
27:5118 Jahre Ehe.
27:54Da gehört vieles ab.
27:58Sogar von Scheidung war schon die Rede.
28:01Davon hat Mama mir nie etwas gesagt, Gitta.
28:06Sieh mal.
28:07Dein Vater wollte nicht mal mit ihr in Urlaub fahren.
28:15Schön von dir, dass du einspringen wolltest, Gitta.
28:23Grüß Gott.
28:24Gut, ich möchte bitte zu Herrn Ostermann.
28:25Was wollte ich?
28:26Sind Sie Autor?
28:28Noch nicht.
28:29Wissen Sie, ich erlebe zu viel.
28:31Ich komme nicht zum Schreiben.
28:33Sind Sie angemeldet?
28:34Ja.
28:43Ich verstehe nicht, weshalb Sie noch ermitteln.
28:48Dieser Mann ist doch bei einem neuen Banküberfall erschossen worden.
28:52Steht jedenfalls in der Zeitung.
28:55Nicht der, den wir suchen, Herr Ostermann.
28:57So.
29:00Ach, würden Sie uns einen Kaffee machen, bitte?
29:04Nehmen Sie doch Platz.
29:05Danke.
29:07Und was erwarten Sie von mir?
29:10Information.
29:11Wie ist Ihr Verhältnis zu Herrn Mender?
29:13Nun ja, wir sind verschiedene Naturen.
29:17Sie mögen ihn nicht.
29:20Sagen wir lieber, es gibt zwischen uns Differenzen, sachlicher Art.
29:25Zum Beispiel?
29:27Zum Beispiel unser großes Kulturlexikon.
29:30Mender hat da viel Geld reingesteckt.
29:32Zu viel.
29:33Ich habe ihn gewarnt, aber er hört nicht auf mich.
29:37Und jetzt ist das Lexikon der große Flop.
29:45Wir sind so gut wie pleite.
29:48Aber der Verlag hat doch einen guten Namen.
29:50Noch.
29:52Wenn erst einmal die Banken die Verkaufszahlen sehen, dann...
29:57Jetzt bitte keine Störung mehr.
30:00Dankeschön.
30:02Marlies, seine Frau, soll einiges an Vermögen haben.
30:07Ich weiß nur, dass er sich immer geärgert hat,
30:09weil sie nicht bereit war, dieses Vermögen in den Verlag zu stecken.
30:13Ach so.
30:15Ich weiß nicht, wie die Erbansprüche sind.
30:18Wenn er erbt.
30:20Dann wäre das vielleicht die Rettung.
30:22Das wollten Sie doch sagen, Herr Ostermann.
30:24Ja.
30:25Das wäre dann auch für die hier Beschäftigten das Beste.
30:29Was mich betrifft, ich...
30:32Ich bin darauf nicht angewiesen.
30:37Wenn Mender erbt, ist er aus allen Sorgen raus.
30:41Ein Motiv, wenn seine Frau vorsätzlich ermordet worden wäre,
30:44aber beim Banküberfall zufällig.
30:49Gar nichts uninteressant, Leo.
30:51Menders Frau, die saßen mehrere Häuser im Grundstück.
30:56Geschätzter Wert, sieben Millionen.
31:00Eine Menge Holz.
31:01Gibt es ein Testament?
31:03Er weiß es nicht.
31:05Er nimmt an, dass die Tochter und der Mann alles erben.
31:09Andere Verwandte hat sie nicht.
31:10Sie haben.
31:11Jetzt kriegt er das Vermögen,
31:12das sie nicht in den Verlag stecken wollte.
31:14Jedenfalls einen großen Teil davon.
31:17Vielleicht hat da jemand eine fast geniale Idee gehabt.
31:23Kannst du das etwas genauer erklären, Herr Chef?
31:29Also, ich spinne jetzt mal.
31:32Wenn es bei dem Banküberfall gar nicht ums Geld ging,
31:36sondern nur darum, Frau Mender zu erschießen,
31:39sie zu beseitigen?
31:41Du sagst ja, du spinnst mal.
31:45Was ist das Unangenehme an einem Mord?
31:47Ich meine, für den Mörder.
31:49Also, erst mal die Tat.
31:51Aber da kommt er ja nicht drum rum.
31:53Und das Transportproblem.
31:55Erstens die Leiche wegschaffen,
31:57zweitens sich dabei nicht erwischen zu lassen.
31:59Und gefunden wird sie dann doch.
32:01Und unsere Spurensicherung ist ja auch nicht ganz blöd.
32:03Richtig.
32:04Und nun stellt euch vor,
32:05jemand begeht einen Mord,
32:07bei dem das alles keine Rolle spielt.
32:08Wie soll das funktionieren?
32:10Also, immer vorausgesetzt,
32:13du wirst bei der Tat nicht geschnappt.
32:16Wenn du einen Bankraub fingierst
32:18und du erschießt jemanden in der Bank,
32:21dann bist du erstens die Leiche los
32:22und zweitens fragt keiner nach einem Motiv für den Mord.
32:26Ich meine, einen getürkten Bankraub
32:29nur um die Chance zu haben,
32:30jemanden zu erschießen, der dir im Weg ist.
32:33Ist klar jetzt?
32:34Man kann einen vorsätzlichen Mord
32:36doch gar nicht besser kaschieren.
32:39Perfekt.
32:41Na ja.
32:42Und keiner kommt drauf,
32:43dass es gar nicht um Raub geht oder um Geld,
32:45sondern um Mord.
32:47Und keiner sucht nach einem Motiv,
32:48weil es nämlich scheinbar keins gibt.
32:51Und alles sieht wunderbar nach Zufall aus.
32:54Genau das meine ich.
32:56Das ist eine fantastische Idee.
33:00Du übersiehst dabei nur eins.
33:02Kein anderer ist so klug wie du.
33:07So was fällt doch keinem ein?
33:09Vielleicht doch.
33:27Herr Mender?
33:29Herr Mender?
33:30Das ist ein Kader,
33:31das ist ein Kader,
33:31das ist ein Kader,
33:32Das ist ein Kader.
33:38Das ist ein Kader.
33:40Was?
33:42Ein paar Fragen, Herr Mender.
33:44Können wir hier irgendwo umgestört reden?
33:46Ja, da am Tresen.
33:48Möchten Sie einen Kaffee?
33:50Na, danke.
33:54Ein Kaffee.
33:58Ihre Frau hinterlässt ein großes Vermögen.
34:01Ihre Tochter und ihn.
34:03Warum interessiert Sie das?
34:07Der Verlag hat Schulden.
34:08Ruhes Schulden.
34:10Wollen Sie was konstruieren?
34:12Nee, nee.
34:13Ich zähle nur zusammen.
34:14Sie stehen kurz vor der Pleite
34:16und nur plötzlich,
34:18durch den Tod Ihrer Frau,
34:19werden Sie ein reicher Mann.
34:21Na ja, und?
34:22Zufall.
34:25Ach so.
34:26Und Sie hätten dann endlich Ihren Täter.
34:29Dornen Sie im Ernst, Herr Kress?
34:31Ich renne mit einer Kapuze in eine Bank,
34:33um meine Frau zu erschießen?
34:35Das könnte ich doch zu Hause einfach haben.
34:38Wo waren Sie während des Banküberfalls?
34:41Machen Sie doch nicht lächerlich.
34:45Im Auto.
34:47Auf der Fahrt zum Verlag.
34:48Ich hatte eine Besprechung im Mediencenter.
34:51Sie werden der Fahrt jemand gesehen?
34:53Du lieber Himmel,
34:54fragen Sie doch den, der mich gesehen hat.
34:55Woher soll ich das wissen?
34:57Und wie lange haben Sie gebraucht
34:58vom Mediencenter bis zu Ihrem Verlag?
35:00Das weiß ich.
35:0130 Minuten.
35:02Vielleicht etwas weniger.
35:03Vielleicht etwas mehr.
35:04Im Auto schafft man das in 10 Minuten?
35:08Morgens, Herr Kress.
35:10Aber nicht am Nachmittag.
35:12Ich steckte in einem Stau am Stachus.
35:15Ein Radfahrer mit Ballonmütze
35:16hat mich vielleicht viermal überholt.
35:18Eine Frau mit Kinderwagen vielleicht sechsmal.
35:21Und wollen Sie mir erzählen,
35:22das schafft man in 10 Minuten?
35:24Nein, Herr Kommissar.
35:27Damit können Sie heute in einer Großstadt
35:29nichts mehr beweisen.
35:31Ein Stau ist aber auch kein Gegenbeweis.
35:33Damit könnte sich ja jeder rausreden,
35:35der kein Alibi hat.
35:36Und Sie haben keins.
35:38Herr Mender, ich möchte Sie bitten,
35:39die Stadt vorläufig nicht zu verlassen.
35:41Wenn Sie das wollen,
35:43sollten Sie mich vorher benachrichten.
35:45Wir haben sicher noch ein paar Fragen an Sie.
35:47Wiedersehen.
35:50Wiedersehen.
36:34Was sagt denn der Mender?
36:36Die Dame sollten wir uns mal näher ansehen.
36:37Ruf sie an und lad sie vor.
36:39Okay.
36:40Ach, übrigens,
36:41hast du was vor heute Abend?
36:43Leo, bitte rede nicht drumherum.
36:46Mach es kurz und schmerzlos.
36:48Schön, wenn du nichts Besseres vorhast,
36:50solltest du die beiden jetzt beobachten.
36:53Ja?
36:53Ja, da gibt es doch das Märchen vom Privatleben, Leo.
36:57Ja, das erzähle ich dir mal,
36:58wenn ich einen Abend frei habe.
36:59Ja.
37:01Ja.
37:10Ja.
37:15Ja.
37:38Der lässt mich beobachten.
37:42Ich weiß gar nicht, was dieser Kommissar von mir will.
37:45Marlies ist von einem Bankräuber erschossen worden, zufällig.
37:48Aber diese Krespe nimmt sich, als sei ich der Mörder.
37:52Hier, dein Martino.
37:55Lass dich nicht verrückt machen.
38:01Der Gedanke ist natürlich völlig absurd, aber...
38:09Niemand könnte dich besser verstehen als ich, Horst.
38:13Wenn du mit dem Mann, der sie erschossen hat,
38:25vielleicht unter einer Decke...
38:30Das ist doch nicht dein Ernst, Gitta.
38:32Natürlich nicht, Horst.
38:35Also darüber sollten wir wirklich keine Scherze machen.
38:43Entschuldige mich.
38:44Das war nur so ein verrückter Gedanke von mir.
38:49Ich weiß, wie weh dir der Tod von Marlies tut.
38:55Und ich werde auch nicht damit fertig.
38:59Ebenso wenig wie du und Inni.
39:13Was hältst du davon, wenn ich mit deiner Tochter ein paar Tage wegfahre?
39:17Irgendwohin in den Süden?
39:19Damit sie auf andere Gedanken kommt.
39:23Der steht immer noch da.
39:25Worauf wartet der?
39:27Wahrscheinlich, dass bei mir das Licht ausgeht.
39:30Und du bist immer noch da.
39:33Ich muss gehen, Gitta.
39:35Inni wartet.
39:42Dass du mit dir wegfahren willst, das ist ein guter Gedanke.
39:45Der Tapetenwechsel wird dir bestimmt helfen.
39:48Ja, mach das bitte.
39:54Gut, dass wenigstens du einen klaren Kopf behältst.
39:56Was schreiben Sie für den Mender-Verlag, Frau Gaff?
40:00Sachbücher.
40:03Atmosphäre und Umwelt.
40:06Entschuldigung, darf ich?
40:09Dann haben Sie auch mit Herrn Ostermann zu tun?
40:11Ja, ich hatte.
40:14Berufsbedingt.
40:16Wie verstehen Sie sich mit ihm?
40:18Er lektorierte früher meine Bücher.
40:20Aber Horst, Herr Mender hat mir jetzt einen anderen Lektor zugeteilt.
40:29Hatte das private Gründe?
40:31Ja.
40:33Aber ich glaube, das gehört nicht hierher.
40:36Und das Verhältnis zwischen Herrn Mender und Herrn Ostermann?
40:41Wenn ich sage, nicht das Beste, so ist das noch untertrieben.
40:45Herr Ostermann hasst Herrn Mender.
40:49Darf ich rauchen?
40:50Ja, bitte.
40:53Warum hast du ihn?
41:03Das hat mit mir zu tun.
41:06Mit mir und Herrn Ostermann.
41:09Nicht, dass zwischen uns auch nur das Geringste gewesen wäre.
41:13Ich wollte das nicht.
41:15Aber Herr Mender sah die Bemühungen von Herrn Ostermann nicht gern.
41:21Sie haben ein Verhältnis mit Herrn Mender.
41:25Warum fragen Sie?
41:27Sie spionieren doch hinter uns her.
41:30Seit wann besteht das Verhältnis?
41:33Seit zwei Jahren.
41:37Sie waren gleichzeitig eine enge Freundin von Frau Mender.
41:42Wusste Sie davon?
41:45Nein.
41:49Wir wollten Sie nicht verletzen.
41:56Noch mal zu Herrn Ostermann.
41:59Darf ich Sie etwas fragen?
42:01Ja, bitte.
42:02Sie erkundigen sich in auffallender Weise nach Herrn Mender.
42:06Sie interessieren sich für Herrn Ostermann.
42:08Sie spionieren mir hinterher.
42:11Und das alles nehme ich an in Verbindung mit dem Tod von Frau Mender.
42:15Sie ist aber doch das unschuldige Opfer eines Banküberfalls geworden.
42:22Außerdem ist dieser Serientäter, oder wie Sie sowas nennen, doch erschossen worden.
42:30Wir haben Beweise dafür, dass er mit der Tat nichts zu tun hat.
42:36Sind Sie da sicher?
42:39Absolut.
42:42Na schön.
42:43Dann war es eben ein anderer.
42:46Jedenfalls wurde die Bank doch überfallen.
42:48Es machte den Eindruck.
42:51Was meinen Sie damit?
42:54Dass es den Eindruck machte.
43:03Schönen Dank, dass Sie gekommen sind.
43:13Leider konnte ich Ihnen nicht weiterhelfen.
43:16Auf Wiedersehen.
43:17Auf Wiedersehen.
43:19Ach ja.
43:21Bitte behandeln Sie die Sache mit Herrn Mender und mir.
43:23Vertraulich.
43:24Selbstverständlich.
43:32Die hat was.
43:42Da ist vor ein paar Tagen in der Bank eine Frau erschossen worden.
43:45Vielleicht zufällig, vielleicht mit Absicht.
43:47Wir wissen es nicht.
43:47Wir wissen überhaupt nichts.
43:49Wenn es aber ein Mord war, Zeugen haben wir nicht.
43:53Indizien haben wir nicht.
43:54Nicht mal einen abgerissenen Knopf.
43:56Kein Beweis.
43:57Mender hatte ein Motiv.
43:59Genau genommen sogar zwei.
44:01Oder beide zusammen eins.
44:04Und da wir nichts haben, sollten wir versuchen, was zu finden.
44:07Henry, sorg dafür, dass Mender, Ostermann und Frau Graf ab sofort überwacht werden.
44:12Lücken los.
44:13Gerd, du rufst da bitte alle an und sagst Ihnen, dass wir morgen eine Haussuchung bei Ihnen machen.
44:18Seit wann kündigen wir das vorher an?
44:21Seit heute.
44:41Bei mir ist das umgekehrt.
44:51Nein, hier rührt sich nichts unter euch.
44:57Der Wetter kommt gerade aus dem Haus.
45:01Der Vogel fliegt aus, Leo.
45:02Wir bleiben dran.
45:24Der Vogel fliegt aus, Leo.
46:09Was hat der denn noch in seinem Laden zu tun?
46:12Vielleicht hat er was verlegt.
46:14Was wir morgen nicht finden sollen.
46:17Ich schreibe mal ein Buch für ihn, wie ich meine Nächte verbringe.
46:20Ist aber auch interessant, Kollege.
46:22Die traurigen Bekenntnisse eines Kriminalbeamten ohne Feierabend.
46:26Ich kann dir nachfühlen.
46:37Warum müssen wir uns unbedingt jetzt hier treffen?
46:40Es kann doch sein, dass unsere Telefone überwacht werden.
46:43Und was kannst du mir am Telefon nicht sagen?
46:46Dieser Kress weiß doch, dass wir ein...
46:48Die nennen das sicher ein Verhältnis miteinander haben.
46:52Ein ungesetzliches.
46:55Meinetwegen auch ein ungesetzliches.
46:57Es ist mir vollkommen gleichgültig, wie die das nennen.
47:00Es sollte dir aber nicht gleichgültig sein.
47:05Zumindest mir gegenüber solltest du nicht so tun.
47:08Wie meinst du das?
47:18Bist du auf die Hausdurchsuchung morgen so gut vorbereitet?
47:23Ich verstehe dich immer noch nicht.
47:24Ich meine, die Beamten könnten doch vielleicht etwas finden.
47:30Du meinst Briefe von dir?
47:32Nein.
47:36Gitter, ich...
47:43Ich meine...
47:46Zum Beispiel...
47:49Diese Kapuze.
47:52Oder...
47:53Die Pistole.
47:56Glaubst du tatsächlich, dass ich...
47:59Ist der Gedanke so abwegig?
48:02Aber Gitter...
48:04Ja?
48:06Denkst du wirklich, ich...
48:07Ich würde Marlies...
48:11Wie käme ich dazu?
48:13Aus Liebe.
48:17Aus Liebe zu mir.
48:31Sie stand dieser Liebe im Weg.
48:37Du warst in einer gewissen Weise finanziell von ihr abhängig.
48:43Jetzt ganz besonders.
48:47Glaubst du wirklich, dass ich mit einer Kapuze über dem Kopf und einem Revolver in der Hand in eine Bank
48:52stürze, um meine Frau zu erschießen?
48:55Nein.
48:57Du hast recht.
48:59Ich glaube es...
49:01Nicht wirklich.
49:06Aber könnte es nicht sein, dass du jemanden dafür...
49:10Dass es jemand für dich getan hat?
49:15Ich meine jemanden, den du dafür bezahlst.
49:19Weißt du eigentlich, was du mir da unterstellst?
49:23Es handelt sich um einen Mord.
49:27In der Liebe und im Krieg ist alles erlaubt.
49:30Ja, ich weiß, das ist ein Satz von Hemingway.
49:33Mit ein Grund, weswegen ich ihn nicht verlegt habe.
49:36Und jetzt lass uns aufhören mit diesem Unsinn.
49:39Marlies ist tot.
49:41Das hat nichts mit unserer Liebe zu tun.
49:43Gar nichts.
49:45Dieser...
49:46Cress...
49:47Ist da sicher anderer Ansicht.
49:50Seine Ansichten interessieren mich nicht.
49:54Du hast also...
49:57nichts zu befürchten?
49:58Um Gottes Willen!
50:00Nein!
50:04Dann ist also die Gittergraf im Verlag.
50:07Wie sind die da reingekommen?
50:09Sie haben ein Taxi.
50:10Von der Ismaninger und von der Rauchstraße ist sie zu Fuß gegangen.
50:14Wann war denn das?
50:16Oh, circa 20 Minuten bevor ihr gekommen seid.
50:19Ja, hoffentlich schreiben die nicht ein neues Lexikon.
50:22Ende.
50:26Wenn man die Beweise...
50:28bei mir finden würde.
50:32Ich glaube, deine Fantasie geht mit dir durch.
50:38Überzeug dich!
50:41Wovon?
50:44Überzeug dich!
50:48Bitte!
51:13Es war der einzige Weg für uns.
51:16Damit hast du alles zerstört.
51:21Was heißt das, Horst?
51:23Du kannst mich jetzt so glücklich da reinlassen!
51:26Oh!
51:27Oh!
51:43Oh!
51:44Oh!
51:44Menders Wagen!
51:57Scheint allein drin zu sein.
51:59Bleibt ihr dran, wir warten ab.
52:00Verstanden!
52:01Wir sind voll geworden im B-A-76-3-0.
52:04Richtig, Ende.
52:06Einer fehlt.
52:07Frau Graf oder Mender?
52:09Drin ist es jedenfalls nur einer.
52:11Vielleicht lag der andere.
52:13Ein Koffer war vorbei.
52:17Er oder sie?
52:18Ich will sie.
52:19Sie.
52:21Fünf Paar Socken oder eine Welshause?
52:23Top.
52:24Top.
52:41Du kannst hierbleiben.
52:42Sieht fast zu aus, ja.
52:44Dann schau mal.
52:44Ja, fang los, Mann.
52:45Komm.
52:53Ein Golf mit dem Kennzeichen M-L-R-5-1-6-5 hat als zweiter Wagen die Garage des Mender
52:59Verlags verlassen.
53:00Er fährt sehr schnell Richtung Stachus.
53:02Ende.
53:03Geben Sie mal 285, bitte.
53:06285, bitte, Milden.
53:08285 für Zentrale.
53:09Hier 285.
53:13Hier, Chris.
53:14Was Neues?
53:16Wohne Wustermann rührt sich nichts.
53:18Findest du zur Straßenseite teilweise erleuchtet.
53:20Hier 287.
53:22287.
53:23Wagen Mender hat plötzlich Fahrtrichtung verändert.
53:26Fühlt sich vielleicht verfolgt.
53:28Chris hier.
53:30Bleiben Sie auf jeden Fall dran.
53:54Hallo, Leo.
53:56Wir sind jetzt in der Leopoldstraße
53:57und fahren bis jetzt noch in Richtung Münchner Freiheit.
54:03Okay?
54:07Meld mich dann nochmal.
54:28Sie sind vorläufig festgenommen.
54:30Die Pistole lasse ich raus, okay?
54:32Es tut mir leid.
54:37So, kommen Sie.
54:45Nein, nein, Frau Graf.
54:47Wir müssen Ihnen nichts mehr beweisen.
54:49Die Beweise wollten Sie ja wegschaffen.
54:51Die Kapuze und die Pistole.
54:53Und die Pistole ist die Tatwaffe.
54:56Bei dem Überfall in der ABF-Bank
54:59ging es nicht ums Geld,
55:01sondern um den Mord an Frau Mender.
55:03Sie riefen Sie zu Hause an.
55:05Sie baten Sie unter einem Vorwand,
55:078000 Mark für Sie abzuheben.
55:09Die Zeit, die Frau Mender dafür blieb,
55:11war für Sie genau abzusehen.
55:12Es war eine halbe Stunde vor Schalterschluss.
55:15Warum haben Sie Marlies Mender erschossen?
55:17War Sie ihn im Weg?
55:24Horst.
55:26Herr Mender hatte sich für mich entschieden.
55:31Er hatte um meine Liebe gebettelt.
55:36Aber nie den Mut gehabt,
55:38es seiner Frau zu sagen.
55:43Zwei Jahre vertröstete er mich.
55:48Immer hieß es
55:51Morgen.
55:54Morgen.
55:55Schließlich stellte ich ihm eine Frist.
55:58Letzte Woche.
56:01Aber bei all seinen Vorzügen.
56:06Unangenehmes schiebt er gern auf.
56:10Er leidet lieber,
56:11als Dinge auszuräumen.
56:17Er wird keinem wehtun.
56:21Er war dabei.
56:24Wie kamen Sie auf die Idee
56:25mit dem Banküberfall?
56:31Durch die Zeitungsberichte
56:32über den Mann mit der Kapuze.
56:36Naja.
56:39Der Mann mit der Kapuze
56:40hätte auf jeden schießen können,
56:41der ihm im Weg stand.
56:45Also,
56:46kein persönliches Motiv.
56:53Kommen Sie bitte mit.
56:59Beinahe hat's geklappt.
57:18Hahnkopf?
57:32Musik
58:02Musik
58:22Musik
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