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  • vor 2 Tagen
Kommissar Keller - Erik Ode /
Drehbuch - Herbert Reinecker /
Regie - Wolfgang Becker

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TV
Transkript
00:28Untertitelung des ZDF für funk, 2017
00:44Untertitelung des ZDF für funk, 2017
01:00Ja, die Innentasche seiner Jacke ist aufgerissen
01:02Ah, dann ist er beraubt worden
01:03Könnte sein
01:04Ich muss mich erkundigen, ich weiß ja nicht, ob er was dabei gehabt hat
01:07Ja, tu das
01:33Ja
01:38Was er bei sich hatte?
01:41Rohdiamanten im Wert von 450.000 Mark
01:45Hier ist die Liste
01:46Danke
01:48Aber das ist keine Katastrophe
01:50Gegen solche Verluste gibt es Versicherungen und ich bin versichert
01:54Aber Kerski
01:56Aber seit zehn Jahren mein Angestellter
01:58Der hier im Haus eine Vertrauensstellung hatte, mit dem ich sozusagen befreundet war
02:03Und tot
02:05Kerski
02:07Bin fassungslos
02:08Tut mir leid, Herr Dick Royer, aber ich muss bei den Diamanten bleiben
02:11Rohdiamanten, sagten Sie
02:13Warum hatte er sie bei sich?
02:14Er sollte sie zu Kienast bringen
02:16Wer ist Kienast?
02:17Na, die Diamantenschleiferei
02:19In der Ismalinger Straße
02:21Wer wusste eigentlich davon?
02:23Na, ich wusste es
02:24Und Kienast
02:25Ich hab ihn angerufen und ihm gesagt
02:27Kerski kommt jetzt
02:28Sonst wusste es niemand
02:30Nein
02:31Hast du es gewusst?
02:33Nein, ich dachte, die Sendung sei schon gestern weg
02:35Moment, wieso gestern?
02:36Na ja, ursprünglich sollte er gestern Abend schon hin
02:39Aber wir wurden aufgehalten
02:41Ein Kunde hat uns aufgehalten
02:42Es wurde zu spät
02:43Ich hab ihn nie in der Nacht weggeschickt
02:45Und nahm er immer den Wagen?
02:47Ja
02:47Und parkte er den Wagen immer dort, wo er jetzt gestanden hat?
02:50Ich weiß nicht, wo er gestanden hat
02:51An der Zollstraße, da wo gebaut wird
02:54Aber ich habe keine Ahnung, wo er seinen Wagen immer abgestellt hat
02:57Er konnte den Wagen also nehmen, wo immer er stand
02:59Sich hineinsetzen und mit fast einer halben Million spazieren
03:02Na, na, na, na
03:03Aber so ist es doch
03:04Na ja, wer konnte damit rechnen?
03:08Er liegt ein Tag
03:10Er hat eine Pistole bei sich
03:12Ja, und die Diamanten in der Brusttasche
03:14Wie überhaupt?
03:16Nein
03:17In einem Lederweiter
03:19Auf und zu sagen, wie sehen Rohdiamanten eigentlich aus?
03:22Paul
03:23Danke sehr
03:25Wir konnten uns einfach nicht vorstellen, dass Ihnen auf offener Straße etwas passieren könnte
03:30Seine Unauffälligkeit war sein Schutz
03:33Niemand konnte wissen, was er bei sich hatte
03:36Aber einer hat es gewusst
03:38Ah ja, danke
03:40Das war meine Ahnung, als wissen Sie
03:42Ja
03:44Können Sie die Hand ein bisschen ruhiger halten
03:46Oder waren Sie sich, Herr Fing?
03:49So geht's besser, ne?
03:52Geht Ihnen nahe, der Tod von Kersky, was?
04:24Uns allen natürlich
04:24Sie haben doch selber gesagt
04:25Kersky sollte gestern schon gehen
04:27Also musste er doch mit ziemlicher Sicherheit annehmen, dass er heute gehen würde
04:30Ja
04:32Ach, Sie glauben, Kersky hat irgendjemandem erzählt, dass er die Diamanten wegbringen sollte?
04:36Oh ja, das könnte doch sein
04:37Ist er verheiratet?
04:38Ja
04:39Was sehen Sie?
04:40Aber Kersky, Herr Kommissar, ist nicht der Typ, der über berufliche Dinge spricht
04:44Er war absolut korrekt
04:47Haben wir eigentlich seine Adresse, falls wir seine Frau fragen wollen?
04:50Ich glaube nicht, dass sie zu Hause ist
04:52Sie ist Manniker
04:53Wenn Sie von der Polizei sind, müssen Sie es doch wissen, Ihr Mann ist ermordet worden
04:56Unter diesen Umständen kann sie selbstverständlich nicht vorführen
04:59Sie ist in der Garderobe
04:59Ach, Sie weiß es also schon?
05:01Ja, sie hat es gerade erfahren
05:02Von wem denn?
05:02Ich weiß nicht, von wem
05:03Sie wurde angerufen
05:04Ach, es ist eine schreckliche Geschichte, sie fehlt mir jetzt
05:06Ich weiß nicht, wie ich durchkommen soll mit den Modellen
05:08Das ist ja entsetzlich
05:09Wie?
05:10Ich sagte, das ist entsetzlich
05:11Wo sind denn die Garderobe?
05:12Ja, wenn Sie bitte mitkommen wollen
05:14Danke
05:16So schlimm kann es nun auch nicht sein mit der Trauer
05:19Sie wollte sich nämlich scheiben lassen
05:22Ja, irgendjemand hat angerufen
05:25Ich ging an den Apparat, weil...
05:29Es sei dringend, der Mann ließ sich nicht abweisen
05:33Ich meldete mich und irgendjemand sagte
05:37Ihr Mann ist tot, man hat ihn erschossen
05:41Wann war das?
05:42Vor zehn Minuten
05:44Und Sie haben die Stimme nicht erkannt?
05:46Nein
05:50Ist es denn wahr?
05:51Ja
05:53Er wurde erschossen, nachdem er in seinen Wagen stieg
05:57Wo denn?
05:59Auf dem Parkplatz?
06:02Wie kommen Sie auf dem Parkplatz?
06:07Sie sagten doch, er stieg in seinen Wagen
06:10Ja, es war auf einem Parkplatz an der Zollstraße
06:12Kennen Sie den?
06:13Nein, nein
06:16Und Sie wissen nicht, wer es getan hat?
06:19Nein
06:23Auf einem Parkplatz, man muss doch was gesehen, was gehört haben
06:26Das konnte man nicht
06:28Der Mörder muss in einem Wagen gesessen haben, der direkt neben dem Wagen Ihres Mannes stand
06:32Er zielte durch das offene Fenster auf Ihren Mann
06:36Möglicherweise hat er den Mörder gar nicht gesehen oder vielleicht kannte er ihn sogar und hat mit ihm gesprochen
06:44Hatte Ihr Mann Feinde?
06:47Nein
06:49Oder sagen wir so
06:50Gibt es für Sie irgendwelche Gründe, warum irgendjemand Ihren Mann umbringen wollte?
06:57Nein, nein
06:59Waren Sie schon bei Dekreu?
07:01Sie meinen seinen Chef?
07:03Weil Sie nach Gründen fragen
07:06Er war bei einem Juwelier angestellt
07:10Manchmal hatte er Wertgegenstände bei sich
07:12Ja, die hatte er
07:15Rohdiamanten
07:16Wussten Sie davon?
07:17Was hatte er bei sich?
07:19Rohdiamanten im Wert von über 400.000, aber Verzeihung, ich fragte, ob Sie davon wussten
07:24Nein
07:26Ich kann mir nicht helfen, Frau Kersky
07:28Sie sagen da so einfach Nein, aber ich kann Ihnen nicht ganz glauben
07:32Ein Mann transportiert solche Werte
07:35Eine Tatsache, die einem Beweis großen Vertrauens ist, die man ihrem Mann entgegen gebracht hat
07:41Und darüber soll er nicht gesprochen haben?
07:43Wunschst du schon?
07:44Auch gestern Abend, nicht?
07:47Nein
07:48Dass er heute nochmal in die Ismaninger Straße muss?
07:51Ich sag schon Nein
07:52Mit fast einer halben Million in der Tasche
07:55Was soll ich denn noch sagen?
07:58Sind Sie denn weg?
08:00Ja
08:00Sie sind weg
08:04Entschuldigen Sie, dass ich so rede wie normal
08:08Ich kann es einfach noch nicht glauben, dass er tot sein soll
08:13Vielleicht sollten Sie auch wissen, dass unsere Ehe nicht besonders glücklich war
08:19Jeder von uns ist so ziemlich seine eigenen Wege gegangen
08:23Nur
08:26Dass Sie sich nicht wundern, dass ich nicht in Tränen ausbreche
08:30Das können Sie nicht
08:31Nein
08:33Nein, das kann ich nicht
08:36Jetzt nicht jedenfalls
08:40Weil es in mir ist wie gelähmt
08:43Ich sage das nur, damit Sie keine falschen Schlüsse ziehen
08:47Wer tut das?
08:48Wir versuchen nur Tatsachen festzustellen
08:50Und eine Tatsache ist, dass Sie sich mit Ihrem Mann nicht gut verstanden
08:54Das wird registriert, nichts weiter
08:56Danke
08:58Und dass Sie jemand angerufen und Ihnen den Tod Ihres Mannes mitgeteilt hat
09:02Das müssen wir natürlich untersuchen
09:04Ja, ich verstehe
09:06Sie haben keine Erklärung dafür?
09:08Nein
09:10Sie hat mindestens zweimal gelogen, Chef
09:12Ja
09:13Ihr Mann hat bestimmt gestern Abend darüber gesprochen, dass er heute die Rohdiamanten wegbringt
09:17Wahrscheinlich
09:18Und sie weiß auch, wer da angerufen hat
09:20Ja, das nehme ich auch an
09:21Fahr noch nicht los
09:22Sie muss ja gleich rauskommen
09:33Wir beginnen mit der beautifulen Mann, der Leer
09:36Sie hat eine Silke Lamme
09:39Called Tigerlilie
09:42Und neben ihr ist Patty
09:45Who
09:47Has a beautiful eyes to them called George Porczy
10:06Vielleicht ist das der Mann, der angerufen hat
10:30Los, Sie nach jetzt.
10:35Easy, da machen Sie Platz.
10:36Beruhigen Sie sich, ich will doch nur parken.
10:38Wir haben es eilig.
10:39Verdammt, jetzt ist er weg.
10:40Mach doch nichts, ich habe ja die Nummer gemerkt.
10:43Der Wagen gehört einen gewissen Blago.
10:46Rudolf Blago.
10:47Guten Tag.
10:48Guten Tag, können wir einen Herrn Rudolf Blago sprechen?
10:52Wer sind Sie?
10:53Die Kriminalpolizei.
10:54Wie?
10:55Ja, wir haben nur ein paar kleine Fragen, die möglicherweise ganz ohne Bedeutung sind.
10:59Sie haben einen Ausweis?
11:00Ja, selbstverständlich.
11:01Das heißt nur, wo?
11:03Zeig doch mal deinen, ja?
11:04Ja.
11:06Danke.
11:06Danke.
11:07Das Bild wird Ihnen nicht gefallen.
11:09Danke.
11:10Ja, mein Sohn ist leider nicht da.
11:11Aber ich würde natürlich gern wissen, was wir an ihm wollen.
11:15Sie kennen sicher eine gewisse Frau Kersky?
11:17Ja.
11:19Ihr Mann, Ewald Kersky, ist heute ermordet worden.
11:25Bitte kommen Sie herein.
11:26Bitte.
11:29Ich kenne die Tür bitte.
11:31Ja, danke.
11:33Schreckliche Nachricht.
11:36Ich kenne Eva Kersky.
11:39Und ich kenne auch Ihren Mann.
11:44Sie fragen nach meinem Sohn, sicher im Zusammenhang mit Frau Kersky.
11:49Ja.
11:50Sie waren befreundet miteinander.
11:55Eng befreundet.
11:58Sag Ihnen das, weil Sie es sicher wissen.
12:03Wenn Sie es nicht wissen, werden Sie es sicher ohne große Mühe erfahren.
12:09Sie werden auch erfahren, dass Kersky sich nicht hat scheiden lassen wollen.
12:15Nein, Kersky und mein Sohn hassten sich.
12:19Wie wurde Kersky ermordet?
12:23Mitten in der Stadt, auf einem Parkplatz, der wurde erschossen.
12:28Gut.
12:31Wie meinen Sie das?
12:34Erzählen Sie, mich geht Kersky nichts an.
12:37Mich geht nur mein Sohn etwas an.
12:39Die sagen mir da jetzt etwas, was mich beruhigt.
12:43Mein Sohn war es nicht.
12:46Nein.
12:48Er kann keinen Menschen umbringen.
12:51Nicht auf diese Weise.
12:54Und seine Leidenschaft für Eva Kersky?
12:58Es war eine.
12:59Es war wirklich eine.
13:01Hat ihn fast blind gemacht.
13:03Hat ihn fast den Verstand verlieren lassen.
13:04Aber das alles eingerechnet.
13:07Reicht nicht.
13:09Für einen Mord ist er nicht kaltblütig genug.
13:12Den Sie sonst nicht ausschließen würden?
13:16Nein.
13:18Wir sollten erwähnen, Chef, dass für fast eine halbe Million Rohdiamanten verschwunden sind.
13:23Was?
13:25Ach, richtig.
13:26Kersky war ja angestellt bei...
13:29Dann ist das ja Raubmord.
13:31Ja.
13:33Aber was Sie da sagen, beruhigt mich noch mehr.
13:37Das passt zusammen.
13:39Schießen und Diamanten und...
13:41Mitten auf der Straße.
13:43Ja, wie überhaupt...
13:45Wie geht so was?
13:47Man hat den Lärm von Baumaschinen ausgenutzt.
13:51Das ist eine Überlegung, die mein Sohn niemals anstellen würde.
13:54Eine solche Tat...
13:57würde ihn überfordern.
14:01Mama?
14:03Ja?
14:04Tag, Mama.
14:05Die Herren sind von der Kriminalpolizei, Rudolf.
14:09Von der Kriminalpolizei?
14:12Herr Blago, wo waren Sie heute Nachmittag um vier?
14:14Wie bitte?
14:16Sag's Ihnen, Rudolf.
14:17Um vier?
14:18Ja.
14:20Ja, du musst doch wissen, wo du um vier Uhr warst.
14:24Ich war...
14:25Ich weiß es nicht genau.
14:29Weißt es nicht?
14:30Na, irgendwo in der Stadt.
14:32Ich bin rumgefahren.
14:35Erlaubst du den Herren, dass sie dich durchsuchen?
14:38Wie bitte?
14:40Ja, es könnte die Herren interessieren, ob du Rohdiamanten bei dir hast.
14:44Weißt du, was mit Ewald Kersky passiert ist?
14:47Er weiß es.
14:49Fragen Sie ihn, ob er es weiß.
14:51Ja, ich weiß es.
14:54Eva hat es mir erzählt.
14:56So, also bist du doch nicht nur herumgefahren.
15:00Durchsuchen Sie ihn, bitte.
15:03Fassen Sie mich nicht an!
15:06Ich war es nicht.
15:08Ich habe keine Rohdiamanten.
15:10Wir können Sie natürlich nur mit Ihrer Erlaubnis durchsuchen.
15:13Dann tun Sie es, bitte!
15:15Robert.
15:26Ein Stadtplan, Chef.
15:28Ein Stadtplan?
15:29Ja.
15:31Sehen Sie mal den Kreis hier mit dem Bleistift eingezeichnet.
15:35Was ist das eigentlich?
15:36Was bedeutet das?
15:36Nichts, gar nichts bedeutet das.
15:38Na, wozu dann dieser Kreis?
15:40Eine Kreuzung ist das.
15:43Sehen Sie mal, Chef, hier ist der Parkplatz, wo Kersky ermordet wurde.
15:46Und hier ist die Ismaninger Straße.
15:48Kersky wäre sicherlich über diese Kreuzung gefahren, wenn er in die Ismaninger Straße wäre.
15:51Darf ich mal sehen?
15:52Ja, bitte.
15:54Was ist das für ein Kreis?
15:56Nichts, Mama.
15:57Gar nichts.
15:58Ich weiß nicht, wie der da hingekommen ist.
16:00Vielleicht habe ich ihn selber gezeichnet.
16:02Vielleicht wollte ich mich mit irgendjemandem treffen.
16:05Das klingt nicht glaubwürdig, Rudolf.
16:08Aber Sie werden es akzeptieren müssen.
16:11Tja.
16:12Eine Ausrede.
16:13Das spricht für die Kaltblödigkeit, die Sie ihm nicht zubilligen.
16:17Tja, das wär's fürs Erste.
16:20Sie erlauben, dass ich die Karte mitnehme?
16:22Denke schon, was?
16:25Sie können natürlich auch Nein sagen.
16:28Nehmen Sie sie mit, mich interessiert sie überhaupt nicht.
16:32Schon gut, Rudolf.
16:34Keine Angst.
16:41Also für mich ist das völlig klar.
16:42Das ist eine direkte Linie.
16:44Von hier, das ist nämlich der Kreuz hier, über dem Parkplatz, wo Kersky ermordet wurde,
16:47bis zu Kinas, in die Ismaninger Straße.
16:49Ja, schau mal, da war ja auch was eingezeichnet, natürlich.
16:53Ja, so geht's doch ins Labor, sollen die sich damit befassen.
16:56Tja, ich glaube, wir haben ihn, Chef.
16:58Langsam, langsam.
16:59Aber es ist der Weg.
17:01Daraufhin würde ich ihn auch verhaften.
17:02Ja, verhaften, verhaften.
17:04Wenn es nach Euch ginge, würde überhaupt keiner mehr frei herumlaufen.
17:07Aber es kann doch gar kein Zweifel bestehen.
17:08Der Weg ist eingetragen, den Kersky nehmen muss.
17:10Der reicht das nicht.
17:11Ja, ich gebe zu, dass die Sache sehr interessant ist.
17:15Ich mache mir ja auch schließlich Gedanken darüber.
17:17Aber vielleicht nicht ganz die richtigen.
17:19Ja, ich weiß schon, die Mutter hat Ihnen imponiert.
17:21Ja, dir nicht?
17:22Doch, doch, sie verteidigt ihren Sohn und zwar sehr geschickt.
17:25Stell dir vor, ich tue etwas und mache einen Fehler.
17:29Das kann ich mir ja gar nicht leisten.
17:30Ja, was wollen wir dann machen? Gar nichts?
17:33Gar nichts, nur auch wieder nicht.
17:34Aber bevor wir etwas tun, da sollten wir wenigstens...
17:37Uns um die Kersky kümmern.
17:38Ja, denn Leute wie Blago riskieren ja immerhin Kopf und Kragen für Sie.
17:43Also Feierabend.
17:44Nee, nee, nee.
17:47So, nimm den Kaffee und du kommst mit.
17:53Nicht da. Das ist aber sonderbar.
17:56Warum?
17:56Der Mann wird erschossen und die Frau kommt nicht nach Hause.
17:58Was tut sie? Was macht sie? Die muss doch irgendwo sein.
18:03Was steht da?
18:04Komm rauf. Nichts weiter.
18:06Rauf wo? Rauf.
18:08Sieh dir mal die Namensschilder an.
18:10Ja.
18:15Da gibt es tatsächlich noch einen Kersky im dritten Stock, einen Robert Kersky.
18:19Ja, na, fangen wir mal auf.
18:23Ja, ja, ja, du Loder.
18:26Ich komme schon.
18:27Bin schon da.
18:29Komm rein.
18:35Kommen rein.
18:36Komm rein.
18:36Guten Abend.
18:39Wer sind Sie?
18:40Was wollen Sie?
18:43Kriminalpolizei.
18:44Ach schon.
18:46Sehr gut.
18:47Bitte nur vorauszugehen.
18:49Ja, danke.
18:50Die Polizei ist schon da.
18:52Na also, haben Sie sie verhaftet?
18:54Wen meinen Sie?
18:55Wen ich meine?
18:58Sie meine ich.
19:00Seine Frau, Eva, die ihn auf dem Gewissen hat.
19:04Meinen Jungen, wenn Sie abgeknallt haben.
19:07Was Sie wissen?
19:08Ja, es hat sich schon herumgesprochen.
19:12Ihr Lauffeuer.
19:13Ja, die Nachbarn waren schon alle da.
19:16Wissen Sie schon, habt ihr schon gehört?
19:18Ist das nicht schrecklich?
19:20Aber wer nicht da war, das war sie.
19:23Und ich weiß auch warum.
19:26Weil sie mir nicht in die Augen sehen kann, wenn ich sie frage.
19:29Was hast du mit ihm gemacht?
19:31Ich glaube, Sie irren sich.
19:32Sie war auf einer Modenschau.
19:33Sie hatte ein Alibi.
19:34Habe ich gesagt, dass sie es selbst gemacht hat?
19:38Dafür hat sie ihre Leute.
19:39Wen denn?
19:41Wen denn?
19:43Den, mit dem sie ihren Mann betrogen hat.
19:45Blago.
19:48Fragen Sie mal, ob der ein Alibi hat.
19:51Nein, das hat er nicht.
19:52Aha, hat er nicht.
19:55Na also, haben Sie ihn verhaftet?
19:58Natürlich haben Sie ihn verhaftet.
19:59Nein, ich habe ihn nicht verhaftet.
20:03Wieso denn nicht?
20:04Ich denke...
20:04Ich werde verhaften, wenn es an der Zeit ist.
20:07Er war es.
20:10Was sind Sie, Kommissar?
20:11Herr Kommissar, seit drei Jahren wohne ich in diesem Haus.
20:15Drei Jahre lang habe ich das mit angesehen.
20:18Eine Hölle, die der Junge hatte.
20:22Ein braver, ein fleißiger, ein pichtiger Junge.
20:26Und heiratet eine Frau, die ihm das Leben zur Hölle macht.
20:30Das würde mich interessieren.
20:32Wie denn?
20:34Wie denn?
20:38Ansprüche stellen, Herr Kommissar.
20:40Ansprüche.
20:40Der beste Weg, einen Mann fertig zu machen.
20:42Und das konnte sie.
20:43Das war das Leben, das ihr Spaß machte.
20:47Aber der Junge war nicht der Typ dafür.
20:49Ich habe ihm so oft gesagt, lass sie doch laufen.
20:52Ja, und warum hat er es nicht getan?
20:54Warum?
20:55Warum?
20:56Warum?
20:57Er liebte dieses Luder.
21:19Guten Abend, Frau Kersky.
21:20Ich hoffe, wir stören nicht.
21:22Nein, wieso?
21:22Sie stören nicht.
21:23Dürfen wir?
21:24Bitte.
21:24Danke.
21:26Guten Abend.
21:27Guten Abend.
21:29Ach, Sie wollen ausziehen?
21:32Oder wie soll ich das nennen?
21:34Ja, ich zieh aus.
21:36Darf ich nicht?
21:37Doch, wenn Sie uns sagen, wo wir Sie erreichen können, ist alles in Ordnung.
21:41Mich persönlich würde nur interessieren, warum Sie ausziehen.
21:44Ich will nicht in dieser Wohnung bleiben.
21:46Nein.
21:47Ich fühle mich nicht wohl hier.
21:49Nicht in diesem Augenblick.
21:53Nein.
21:55Nein.
21:57Nein.
21:57Nein.
22:00Wozu?
22:02Dieser Mann ist ein Schwätzer.
22:04Ja, er ist kein Freund von Ihnen.
22:06Er sagte...
22:07Haben Sie auf diesen Mann gehört?
22:09Ja, ich muss mir anhören, was er sagt.
22:12Völlig unnötig.
22:13Der Mann weiß nicht, was er sagt.
22:15Er ist so gut wie unzurechnungsfähig.
22:17Er sagte, Sie hätten ihn abknallen lassen.
22:19Hören Sie es ja.
22:20Durch Blago.
22:23Der Mann sieht Gespenster.
22:24Wie kommt er auf Blago?
22:25Er meint, Sie haben ein Verhältnis mit Blago.
22:28Und Ihr Mann habe nicht in die Scheidung eingewilligt, die Sie gewollt hätten.
22:32Wollten Sie?
22:33Ja, was hat das damit zu tun, dass irgendjemand meinen Mann umgebracht hat?
22:38Das hat doch damit nichts zu tun.
22:39Nein.
22:40Nein.
22:42Alle Vermutungen sind völlig aus der Luft gegriffen.
22:45Besonders, wenn Sie von Blago sprechen.
22:46Wissen Sie, was wir bei ihm gefunden haben?
22:48Sei ruhig.
22:52Was?
22:54Was haben Sie bei ihm gefunden?
22:57Gefunden?
22:58Was haben Sie denn gefunden?
22:59Wo wollen Sie denn hin mit den Koffern?
23:02In ein Hotel.
23:05Robert?
23:06Ja.
23:07Wenn es der alte Kerski ist, lassen Sie ihn bitte nicht herein.
23:12Ah, guten Abend, Herr Degreu.
23:13Kommen Sie nur herein.
23:14Wollen Sie die Koffer holen?
23:15Ja.
23:16Nein.
23:17Warum sagen Sie nein?
23:18Nein.
23:18Nein.
23:20Guten Abend, Eva.
23:25Frau Kerski hat mich gebeten, ihr behilflich zu sein.
23:27Warum sind Sie so verwirrt?
23:29Nein, nein, ich bin nur überrascht, uns hier zu sehen.
23:32Blast, Robert.
23:34Wo sollst du denn hingehen mit den Koffern?
23:36In ein Hotel, habe ich gesagt.
23:38Sie haben ein Zimmer reserviert?
23:39Ja.
23:40Wo, in welchem Hotel?
23:41Spielt denn das eine Rolle?
23:42Ja, ich würde gerne wissen, ich würde wirklich gerne wissen,
23:45in welchem Hotel Sie ein Zimmer reserviert haben.
23:48Ich, äh...
23:49Sie haben doch gar kein Zimmer reserviert.
23:51Sie wollten auch Frau Kerski gar nicht in ein Hotel bringen, habe ich recht?
23:54Zu ihm wollte ich.
23:55Zu ihm.
23:56Er hat gesagt, du kannst da nicht bleiben, komm zu mir.
23:58Und warum soll ich nicht?
23:59Ja, ich habe nichts dagegen.
24:00Ist mir ganz egal, was Sie denken.
24:01Er hat gesagt, komm da raus, bleib nicht da, pack deine Koffer, ich hole dich ab.
24:04Und ich habe gesagt, ja.
24:04Ich wiederhole, ich habe nichts dagegen.
24:07Ich möchte nur wissen, wo Sie sind.
24:09Das ist alles.
24:32Los, Robert.
24:49Ich habe ihn nicht mehr erwischt.
24:51Der Kerl war wie eine Ratte.
24:57Kennen Sie den Mann?
24:58Nein.
24:59Vor wem ist der Mann weggerannt?
25:00Und warum?
25:01Das hat doch mit Ihnen zu tun.
25:02Ich kenne den Mann nicht.
25:04Und Sie?
25:06Ich glaube, ich kenne ihn auch nicht.
25:08Sie glauben?
25:10Mein Mann dreht sich um und verschwindet.
25:12Ich habe ihn kaum gesehen.
25:14Verzeihen Sie bitte.
25:15Können wir jetzt gehen?
25:16Ja.
25:18Was denn?
25:20Koffer?
25:21Ach, sie will weg.
25:23Das könnte ihr so passen.
25:25Festhalten.
25:26Herr Kommissar, halten Sie sie fest.
25:27Das ist eine Mörderin.
25:29Das ist eine Mörderin.
25:30Mörderin.
25:31Mörderin.
25:32Festhalten.
25:48Morgen zusammen.
25:49Morgen.
25:50Morgen, lieber Walter.
25:54Was hat der denn?
25:55Hat er beim Billard verloren?
25:57Nein, nein.
25:58Er denkt nur intensiv nach.
26:00Worüber?
26:02Bei einer Dame, die wie ein Engel aussieht
26:04und ganz bestimmt keiner ist.
26:05Die Dame ist mir schnurzpieper,
26:07aber das hier nicht.
26:09Was ist denn immer noch der Kreis?
26:10Ja, natürlich.
26:11Der Kreis um diese Kreuzung
26:12hier auf dem Weg den Kerski nehmen musste.
26:13Was das bedeutet, das wüsste ich gern.
26:15Was sagt denn der Chef?
26:17Nichts sagt er.
26:18Er sagt, er weiß es auch nicht.
26:19Aber er ist hingegangen,
26:20sich das ansehen, die Kreuzung.
26:22Ich will nicht, dass er zurückkommt,
26:24hat eine Idee
26:24und ich stehe im Dunkeln.
26:39Guten Tag, Herr Kommissar.
26:40Na nun, Frau Blago.
26:42Ich beobachte Sie schon eine ganze Weile.
26:45Ja, ich wollte mir das hier mal ansehen.
26:47Der Kreis auf der Karte, ne?
26:49Ja, und Sie sind aus demselben Grunde hier.
26:51Die Sache ist zu wichtig.
26:52Sie kann gegen meinen Sohn ausgelegt werden.
26:55Hat er Ihnen nicht gesagt,
26:56was die Einzeichnung bedeutet?
26:57Nein, es ist nicht zu reden mit ihm.
26:58Es ist kein Wort, aus ihm herauszubekommen.
27:00Was kann das sein hier?
27:02Tja, ich weiß es nicht.
27:04Es ist durchaus möglich,
27:05dass er in irgendwas reingeraten sein kann.
27:07Wahrscheinlich sogar.
27:07Ich komme nicht dahinter.
27:09Wissen Sie, dass Eva Kerski verschwunden ist?
27:12Ach, ist sie das?
27:14Machen Sie keinen Fehler, Herr Kommissar.
27:16Sie tun es.
27:18Gehen wir.
27:18Wenn Sie meinen Sohn für einen Mörder halten.
27:21Bitte, Herr Kommissar.
27:23Rudolf, er ist in einem so schrecklichen Zustand.
27:26Rudolf, dass ich ihn gebeten habe,
27:28die Wohnung nicht zu verlassen.
27:29Herr Rühle.
27:29Ach, Sie vermieten Zimmer?
27:30Ja.
27:31Herr Rühle, ist mein Sohn bei Ihnen?
27:34Ihr Sohn?
27:35Nee, Frau Blago, ich weiß nicht, wo er ist.
27:39Warten Sie mal.
27:42Komm Sie mal raus da.
27:44Wir haben uns doch gestern schon gesehen.
27:46Rühle gesehen?
27:48Wo?
27:49Im Haus von Eva Kerski.
27:50Er sah uns und rannte weg, als sei ihm der Teufel im Nacken.
27:53Warum?
27:54Wieso?
27:55Wer sind Sie überhaupt?
27:57Ach, das wird Sie traurig stimmen.
27:59Kriminalpolizei.
28:02Na und?
28:04Von mir können Sie nichts wollen.
28:06Sind Sie so sicher?
28:07Na, ich wüsste nicht was.
28:09Das mit gestern Abend, das war nämlich so.
28:12Rudolf wollte nämlich, dass ich da mal vorbeigehe.
28:14Ja, darüber wollen wir uns mal genauer unterhalten.
28:16Ist das Ihr Zimmer hier, ja?
28:17Ich weiß nicht, was Sie von mir wollen.
28:20Was wollen Sie denn von mir?
28:24Ich kann auch rumgehen, wo ich will.
28:27Vielleicht nicht?
28:29Damit Sie gleich Bescheid wissen, für mich sind Sie in einen Mordfall verwickelt.
28:33Was? Wieso denn?
28:34Wie kommt es denn darauf?
28:36Was habe ich denn damit zu tun?
28:39Da können Sie von der Kripo sein, so viel Sie wollen.
28:42Nee, Herr Kommissar, die Tour läuft nicht.
28:46Tja, wer so redet, der redet so nicht zum ersten Mal.
28:52Ja, Chef, das ist er.
28:54Rühle Georg Heinz, geboren 17.08.32.
28:58Bitte?
28:59Na, eine ganze Latte.
29:00Diebstahl, Einbruch, schwere Körperverletzung.
29:02Danke, Robert, das wollte ich nur wissen.
29:05Ist er vorgestraft?
29:06Ja, das ist er.
29:11Nein, Frau Blago, Sie stören mich jetzt wirklich.
29:14Das ist ja so. Ich kann Sie nicht gebrochen.
29:16Entschuldigung.
29:18Schön, schön, die paar Sachen, die paar Jahre.
29:23Mord war nicht dabei, Herr Kommissar.
29:25Und wird auch nicht dabei sein.
29:27Ich bin doch nicht von gestern.
29:29Doch nicht Mord.
29:30Doch nicht sowas.
29:32Ihr seid befreundet, Blago und du.
29:35Was heißt befreundet?
29:37Ja, ich hätte gerne eine Antwort.
29:40Ja, und?
29:42Ihr habt doch genau gewusst, dass Kersky mit den Diamanten in die Ismaninger Straße fährt.
29:46Herr Kommissar.
29:48Rühle, du kennst den Betrieb bei uns.
29:51Du weißt doch ganz genau, dass du dir das nicht leisten kannst, drumherum zu reden.
29:56Ja oder nein?
29:57Habt ihr das mit den Diamanten gewusst?
29:59Hat er ja selber erzählt, Kersky.
30:02So einer Frau erzählt.
30:03Auf die Nase gewunden hat er es ihr.
30:06Morgen muss ich in die Ismaninger Straße und hab Diamanten bei mir, hat er gesagt.
30:10Und die Kersky hat's Blago gesagt.
30:12Und Blago kam zu mir damit.
30:13Ich hab gesagt, was willst du denn von mir?
30:17Er sagte, wenn wir die hätten.
30:21Soll ich ihm über den Schädel hauen, hab ich gesagt?
30:23Nicht mit mir!
30:26Nee, Herr Kommissar.
30:28Das haben die beiden schon selber gemacht.
30:30Die Kersky und Blago.
30:33Was haben Sie da?
30:37Zahlen Sie.
30:39Aber ich wiederhole, mein Sohn ist kein Mörder.
30:49Na schön, Chef.
30:50Das eine ist die Mutter, die muss so reden.
30:51Aber der andere ist ein Ganove.
30:53Dem würde ich doch kein Wort glauben.
30:54Ich schwöre Ihnen, der legt sie rein.
30:56Kädchen, können wir schon mal die Karte haben?
30:57Das passt doch fabelhaft zusammen.
30:59Vielen herzlichen Dank.
31:00Das Beste ist wieder gestrichen.
31:01Die stecken doch alle unter einer Decke.
31:02Die Kersky, die ihren Mann loshaben will.
31:04Blago, der genau weiß, dass das Leben mit so einem teuren Mädchen finanziert werden muss.
31:08Und zieht sich einen richtigen Ganovenrand für die Drecksarbeit.
31:10Warum ist denn der Kalbsbraten schon wieder aus?
31:12Alle wollen die Kalbsbraten.
31:14Erbsen will keiner essen.
31:16Mit Speck, das ist doch gut.
31:17Ja, zweimal für mich und einen Schnaps, ja?
31:20Ja, ist gut.
31:21Schnapschef, was feiern Sie denn?
31:22Das lichtet sich doch, hast du gesagt.
31:24Ich?
31:25Chef, ich zeige nur ein paar Möglichkeiten auf.
31:27Und was würdest du tun?
31:28Die ganze Bagage verhaften.
31:30Die Kersky, den Rühle und den Blago.
31:32Und wenn ich die rannehme, dann kommt was dabei raus.
31:34Ich freue mich immer über deine bescheidenen Wart.
31:39Guten Tag, Herr Dekroip.
31:40Guten Tag.
31:41Der Herr Kommissar wartet bereits.
31:43Ach, Herr Kommissar.
31:45Sie bringen mir den Mörder, die Aufklärung des Falles und die Diamanten?
31:49Nein, so schnell geht's nicht.
31:51Ja, vielleicht kann ich Ihnen helfen.
31:52Kommen Sie doch bitte mit herauf.
31:55Aber Sie kommen vorwärts, ne?
31:56Tja, man erfährt eine Menge Dinge, aber man weiß nicht so recht, wo Sie hingehören.
32:01Bitte nehmen Sie doch Platz.
32:03Danke.
32:03Ich möchte Ihnen gerne zwei Dinge sagen.
32:05Ja?
32:06Erstens, Ewald Kersky hat tatsächlich am Vorabend seiner Ermordung seiner Frau erzählt,
32:10dass er Rohdiamanten in die Ismaninger Straße zu bringen hat.
32:14Sind Sie sicher?
32:15Ja.
32:16Bitte legen Sie doch ab, ja?
32:17Dankeschön.
32:18Ja.
32:20Das würde allen Abmachungen widersprechen, was bei einem so korrekten Mann wie Kersky schwer
32:27denkbar ist.
32:27Ja, Sie sagten es schon.
32:29Wenn das stimmt, das würde Ewa Kersky sehr belasten, nicht wahr?
32:37Ja.
32:39Und das Zweite?
32:41Ewa Kersky wohnt seit gestern Abend bei Ihrem Sohn.
32:45Was?
32:47Bei meinem Sohn?
32:48Ewa Kersky wohnt da?
32:50Nein, nein, nein, nein.
32:52Ach, Sie wissen es noch nicht?
32:53Das ist unmöglich.
32:54Das tut mir leid, ich war selbst dabei, als er Sie abholte, mit Ihren Koffern.
32:59Nein, er ist nicht zu Hause, Sie übrigens auch nicht.
33:07Das, das ist unglaublich.
33:11Nein, ich finde das völlig unglaublich.
33:14Gut, Paul hatte eine Schwäche für die Kersky, das stimmt, aber sie hatte doch eine Liebhaber.
33:21Einen gewissen Blago.
33:23Ja, haben Sie die Verhältnisse denn nicht untersucht?
33:26Doch, doch.
33:28Und da muss es übrigens noch jemand anderen geben.
33:32Einen Mann, der, der sogar vorbestraft ist.
33:36Ja?
33:38Ja, Kersky hat einmal davon gesprochen.
33:41Ja, du liebe Zeit, wollen Sie sagen, Sie wissen das nicht?
33:44Ja, doch schon.
33:46Und da reagieren Sie nicht?
33:48Da verhaften Sie nicht?
33:49Ja, ich hätte es getan, wenn nicht.
33:52Wissen Sie, Ihr Sohn irritiert mich einfach.
33:54Was ist das für eine Sache?
33:56Eva Kersky zieht zu ihm, wohnt dort, kaum ist der Mann tot.
33:59Was soll ich davon halten?
34:03Ja, das...
34:04Das ist schwer verständlich.
34:06Na ja, es wird sich schon eine Erklärung finden.
34:08Darf ich mal telefonieren?
34:09Ja, bitte.
34:13Ja, kommt gerade rein.
34:15Der Chef?
34:16Ja, gut.
34:17Ja, Herr Kollege, Chef, du sollst an die Kreuzung kommen.
34:20Die mit dem Kreis, du wüsstest schon.
34:22Und ohne Wagen sollst du kommen.
34:23Ohne Wagen? Warum denn?
34:24Was weiß ich.
34:25Du sollst da auf ihn warten, und er kommt mit dem Wagen vorbei.
34:28Mit dem Wagen vorbei?
34:29Ja.
34:45Moment mal, Chef, jetzt lassen Sie mich mal überlegen.
34:47Sie haben mich gerade an diese Kreuzung bestellt.
34:48Das ist doch die von Blago.
34:49Ja.
34:50Ich sollte zusteigen.
34:51Das ging auch ganz gut, weil der Verkehr an dieser Kreuzung immer so stark ist,
34:54dass man einfach nicht zügig durchfahren kann.
34:56Man stößt immer auf Rot.
34:57Man muss warten.
34:57Sehr richtig.
34:58Auch Kersky hätte mit seinem Wagen die Diamanten in der Tasche hier warten müssen.
35:01Bravo.
35:02Und jemand hätte zusteigen können.
35:03Aber wer?
35:04Äh, anders, Robert, anders.
35:05Jemand weiß, dass Kersky Diamanten transportiert.
35:08Dieser jemand kennt Kersky und steht an der Kreuzung.
35:11Sieht Kersky, der stehen bleiben muss?
35:13Ja.
35:13Wingt, geht auf seinen Wagen zu, sagt,
35:15Hallo Kersky, können Sie mich ein Stück mitnehmen?
35:17Genau.
35:18Eine Theorie, aber Kersky lässt doch niemanden einsteigen.
35:21Wieso nicht?
35:22Kersky nimmt doch an, dass derjenige, der ihn anhält,
35:24ja nicht weiß, dass er Diamanten bei sich hat.
35:26Ja, aber wer sollte ihn denn anhalten?
35:27Blago doch nicht.
35:29Nein, der nicht.
35:30Rühle.
35:31Es käme eigentlich nur Rühle in Frage.
35:32Der den Stadtplan kennt, der den Kreis vielleicht sogar selber eingezeichnet hat.
35:35Der, der die Sache macht für Blago, ein gehängter Junge.
35:37Ja.
35:38Moment mal, Chef, die ganze Sache hat einen Haken.
35:40Na?
35:40So weit ist Kersky ja gar nicht gekommen.
35:42Er wurde ja vorher erschossen.
35:44Ja, während Rühle natürlich auf der Kreuzung stand und auf ihn wartet.
35:46Aber das ist eine Theorie.
35:48Das könnte uns eigentlich nur Rühle sagen, ob er hier gewartet hat.
35:50Na ja, dann frag ihn doch.
35:52Frag ihn und verhafte ihn.
35:53Ist sowieso die höchste Zeit.
35:54Gut, Chef, was machen Sie?
35:59Wie kommst du überhaupt dazu, ohne mir ein Wort zu sagen, die Frau hier drauf zu bringen?
36:03Das passt nicht.
36:04Das ist einzig unterlein meine Sache.
36:06Ach, einzig unterlein deine Sache.
36:07Ach, das will ich dir zeigen.
36:08Und die Koffer brieft du nicht hin.
36:11Nein, die werden auf irgendeine Weise, ich werde einen Taxifahrer bitten, ruf mal gleich
36:16ein Taxi her.
36:17Ich denke gar nicht daran.
36:19Werden wir sehen.
36:22Was wollen Sie denn hier?
36:23Warum klingeln Sie nicht?
36:25Man kann nicht immer klingeln, wenn man was erfahren will.
36:27Und was erfahren Sie jetzt?
36:29Dass ich Eva Kersky rausgeschmissen habe und Ihre Koffer fliegen hinterher.
36:33Das ist eine Lösung, die Ihrem Sohn nicht ganz zu gefallen scheint.
36:36Dann erfrage ich ihn nicht.
36:37Begreif endlich, dass das meine Sache ist.
36:39Das ist eine Sache, die dich nichts angeht.
36:41Ich hole sie zurück.
36:42Wenn sie nicht inzwischen verhaftet ist, ist sie denn noch nicht verhaftet?
36:47Komm raus da, du Luder.
36:49Ruhe da unten.
36:50Was ist denn los hier?
36:51Ich weiß, dass du da bist.
36:52Ein Krach ist in diesem Haus immer.
36:54Was auf, was sage ich?
36:55Wenn Sie nicht gleich aufhören, hole ich die Polizei.
36:56Kommen Sie, jetzt können Sie die Mörderin verhaften.
36:59Sie haben kein Recht, irgendjemanden Mörder zu nennen, bevor Ihnen die Tat bewiesen ist.
37:03Bewiesen, bewiesen.
37:04Was soll denn da noch bewiesen werden?
37:13Lassen Sie mich rein hier.
37:14Ich will damit rein.
37:16Seien Sie doch ruhig da oben.
37:18Was geht Sie das an?
37:19Machen Sie die Tür zu.
37:25Kann man denn nichts gegen diesen Mann da draußen unternehmen?
37:28Da hören Sie nicht drauf.
37:29Der trommelt doch das ganze Haus zusammen.
37:31Nehmen Sie sich ein Beispiel an Frau Kersky.
37:34Was der Mann da draußen sagt, das lässt Sie ganz kalt.
37:37Kalt? Wieso kalt?
37:39Der Kommissar hat recht.
37:41Was wollen Sie von mir?
37:43Ich wollte eigentlich nur fragen, warum Sie wieder zurückgekommen sind.
37:47Wieso?
37:49Sie ist wieder da.
37:50Und Paul de Croy?
37:53Mit diesem Mann hat sie nichts zu tun.
37:56Ah.
37:57Gestern packte sie noch die Koffer und ging mit ihm.
38:01Ein Irrtum.
38:03Sie war verwirrt.
38:04Hilflos.
38:05Sie wusste nicht, was sie tun sollte.
38:07Aber ich nehme ihr das nicht übel.
38:09Ach, wie schön von Ihnen.
38:11Der Mann dieser Frau ist seit gestern tot.
38:14Ermordet.
38:15Niedergeschossen.
38:16Aber Sie nehmen es dieser Frau nicht übel,
38:19dass sie jetzt nicht weiß, zu welchem Mann sie gehen soll.
38:23Wie standen Sie nun eigentlich zu Ihrem Mann,
38:26den Sie so schnell vergessen haben?
38:29Ich glaube, Sie sehen das völlig falsch, was diesen Mann betrifft.
38:33So, tue ich das.
38:34Ja.
38:36Jetzt ist es so, als sei er der Allerbeste gewesen.
38:39Und auf Sie wird mit dem Finger gezeigt.
38:41Still, was redest du da eigentlich?
38:43Warum soll das nicht ausgesprochen werden?
38:46Er war nicht so, wie er tat.
38:48Keinesfalls war er so.
38:49Kannst du nicht den Mund halten?
38:51Nur weiter.
38:52Was wollten Sie sagen?
38:55Das.
38:59Suchen Sie den Verbrecher woanders.
39:01Nicht bei uns.
39:02Bei uns nicht.
39:04Wir beantworten keine Fragen mehr.
39:07Nein?
39:08Nein.
39:09Jetzt hören Sie mir mal genau zu, junger Mann.
39:12Für Sie scheint das Ganze eine Art Gesellschaftsspiel zu sein,
39:14aber ich werde Sie ganz schnell auf den Boden der realen Tatsachen zurückführen.
39:18Sie sind verhaftet.
39:19Ich bin...
39:21Ja.
39:22Sie können doch nicht einfach...
39:25Warum denn?
39:26Ich habe bei Ihnen einen Plan gefunden, auf dem der Weg von Dekreu zu Kinas eingezeichnet ist.
39:31Der Weg, den nämlich Kersky nehmen musste.
39:35Und das reicht.
39:37Aber...
39:38Aber das ist gar nicht meiner, der gehört mir gar nicht.
39:43Ich fand ihn bei Rühle auf dem Tisch, den Stadtplan.
39:47Ich wollte etwas nachsehen.
39:50Dummkopf.
39:52Ist Rühle schon drin?
39:54Ja, ist drin.
39:57Du sollst reinkommen.
39:58Es geht los.
39:59Ah, siehst du.
40:01Letzten Endes tut der Alte doch, was ich sage.
40:03Also du hast das hier eingezeichnet, den Weg, den Ewald Kersky nehmen würde.
40:08Schön habe ich.
40:11Das heißt ja doch wohl nichts.
40:12Nein?
40:13Ja.
40:14Da kommt einiges zusammen.
40:16Der Stadtplan, deine Einzeichnung, kein Alibi, deine sämtlichen Vorstrafen.
40:22Kein Mensch wird dir glauben, dass du damit nichts zu tun hattest.
40:24Oder, Robert, was meinst du?
40:25Und den sehe ich lebenslänglich im Zuchthaus.
40:27Was?
40:30Gut, ich gebe zu.
40:32Ich habe daran rumgebastelt.
40:35Wie komme ich ran an die Diamanten?
40:38Eine Spielerei.
40:40Man denkt sich was aus.
40:43Man überlegt.
40:46Und da tut man es doch nicht.
40:51Rühle, damit kommst du nicht durch.
40:57Was soll ich denn sitzen für andere?
40:59Ja, aber du siehst doch, es spricht alles gegen dich.
41:03Aber ich glaube, ich weiß, wo du warst, als Kersky erschossen wurde.
41:08Da standst du nämlich an der Kreuzung und wartetest auf ihn, um mitgenommen zu werden.
41:13Na ja.
41:14Ja, was heißt ja, ja?
41:15Warst du da oder warst du nicht?
41:17Und der Kreis auf deiner Karte?
41:19Was heißt das?
41:21Dort zusteigen, dich mitnehmen lassen.
41:23Aber was weiter?
41:24Ja, das war doch nur ein Teil deines Planes.
41:26Du wolltest ihn umbringen.
41:28Nein, nein, das wollte ich nicht.
41:29Wieso denn?
41:29Es war doch alles mit ihm abgesprochen.
41:31Mit wem abgesprochen?
41:34Mit Kersky.
41:35Was redest du da?
41:36Ich mich einsperren lasse, für eine Sache, mit der ich nichts zu tun habe?
41:42Lass ihn, Robert.
41:44Lass ihn nur zählen.
41:47So, mein Junge, jetzt darfst du rauchen.
41:59Kersky kam nämlich zu mir.
42:03Kann dein Geschäft machen.
42:0510.000, wenn du mir hilfst.
42:08Da hielt ich erst mal die Luft an und der sagte, machst du mit?
42:11Und ich habe gesagt, für 10.000 tue ich eine Menge.
42:18Und dann haben wir uns das ausgedacht.
42:20Was ausgedacht?
42:22Das war ein Überfall vortäuschen, Chloroform und so.
42:25Eben richtig, dass keiner dahinter kommen konnte.
42:27Lügst du auch nicht.
42:28Und dafür will ich auch brummen, wenn ich muss.
42:30Aber für nichts weiter.
42:32Und er kam ja nicht.
42:34Ich stand mir die Beine in den Bauch.
42:36Er kam nicht.
42:38Gut.
42:39Und Kersky?
42:41Hat er dir gesagt, warum?
42:43Tja, das habe ich ihn auch gefragt.
42:46Mensch, Ewald habe ich gesagt.
42:48Da ist doch ein Risiko drin.
42:50Aber er sagte,
42:52ich brauche einen Schwung Geld.
42:54Sonst geht mir meine Frau durch.
42:57Gut.
42:58Sehr gut.
43:02Bring ihn raus, Robert.
43:04Komm.
43:07Tja.
43:08Was ist denn nun?
43:09Komm, komm, komm, komm.
43:13Walter.
43:17Tja, Robert.
43:18Tja.
43:19Soll man das nur glauben, Chef?
43:21Ich brauche einen Schwung Geld.
43:24Sonst geht mir meine Frau durch.
43:25Du, das erfindet er nicht.
43:29Ja.
43:30Ich glaube, ich habe den Mörder.
43:32Sag mal nichts.
43:35Na, ich muss überlegen natürlich.
43:36Genau überlegen.
43:38Ja, es muss so sein.
43:40Ich habe ihn.
43:43Oder nicht?
43:44Doch.
43:48Nur überführen,
43:49dass er nicht heraus kann.
43:51Dass er einfach nicht mehr heraus kann.
43:53Wo ist der Wagen?
43:55Na, der Wagen von Kersky,
43:57in dem er erschossen wurde.
43:58Na, der ist unten.
43:59Wo?
44:00Bei uns, in der Halle.
44:01Warum?
44:02Was haben Sie denn eigentlich vor, Chef?
44:08Komm selber drauf.
44:25hat er gesagt, jetzt müsstest du es langsam wissen.
44:28Aber ich weiß es nicht.
44:30Ah, die Herren plaudern.
44:33Tut mir wahnsinnig leid, wenn ich störe.
44:35Aber ein bisschen sollten wir dem Beruf schon nachgehen.
44:38Ja, wir holen Sie also jetzt alle her.
44:40Das heißt natürlich nicht alle auf einmal,
44:42sondern in einer bestimmten Reihenfolge.
44:46Denn Zeit brauchen Sie, Zeit.
44:48Und für dich, Walter,
44:49habe ich etwas besonders Feines.
44:51Ja.
44:51Besorg dir ein Fernglas.
44:54Ein Fernglas?
44:56Der scheint eine Falle aufzubauen.
45:25Was ist denn los eigentlich?
45:26Nehmen Sie Platz und warten Sie es ab.
45:29Ich beschwere mich.
45:31Ja, ja, in Ordnung.
45:32Ich protestiere nämlich.
45:33Ja, ich sage ja, es ist in Ordnung.
45:35Ja, bitte.
45:39Bitte nehmen Sie Platz.
46:11Ja, bitte.
46:19Das, das ist doch, das ist doch sein Wagen.
46:22Wer stellt denn den Wagen hierher?
46:24Das ist doch sein Wagen.
46:25Das ist doch Ewalds Wagen.
46:26Was soll denn der Wagen hier?
46:28Der, der Wagen, in dem man meinen Jungen umgebracht hat.
46:31Kommen Sie, Kersky.
46:32Wir müssen rein.
46:33Kommen Sie.
46:33Können Sie mir sagen, warum der Wagen hier steht?
46:47Wer ist denn da?
46:49Rühle, die Kersky, Blago und der Kreuz gerade gekommen.
46:52Ah ja.
46:52Welcher?
46:53Der alte.
46:54Ja, das ist gut.
46:55Sag mal, hat der...
46:55Nein, Walter hat noch nicht angerufen.
47:23Ja, das ist gut.
47:30Jetzt sind alle da, wenn Sie das meinen.
47:34Was machst du denn hier?
47:34Ja.
47:36Das ist schön.
47:38Mörderin.
47:39Jetzt beruhigen Sie sich.
47:40Sie sind hier vorgeladen.
47:43Ihre privaten Auseinandersetzungen können Sie...
47:45Was hat denn hier private Auseinandersetzungen?
47:47Sie hat mal den Sohn umgebracht.
47:48Seien Sie still.
47:52Warten Sie, ich helfe Ihnen.
47:54Ja, entschuldigen Sie, wenn es noch einen Moment dauert.
47:56Hat Grabert noch nicht angerufen?
47:58Nein, noch nicht.
47:59Bitte nehmen Sie doch Platz.
48:00Oder sind nicht genügend Stühle da?
48:02Ja, doch.
48:02Äh, Frau Kersky, bitte.
48:04Bitte, Herr Rekord.
48:06Setzen Sie sich.
48:07Danke, es macht mir nichts aus zu stehen.
48:09Gebt her.
48:11Hallo.
48:14Ja.
48:18So.
48:22Aha.
48:24War das ja sehr, sehr interessant.
48:26Ja, danke.
48:29Also dann.
48:31Ich möchte Ihnen jetzt den Stand der Untersuchungen im Mordfall Ewald Kersky bekannt geben.
48:37Und zwar, was der von uns festgenommene Rühle ausgesagt hat.
48:44Rühle hat nämlich ausgesagt, so Protokoll gegeben und unterschrieben,
48:48dass Ewald Kersky mit ihm, Rühle, verabredet habe, einen Überfall vorzutäuschen,
48:53um die Rohdiamanten, die er in die Ismaninger Straße bringen sollte, zu unterschlagen.
48:58Was hat der Kerl gesagt?
48:59Unterbrechen Sie mich nicht.
49:00Der Kerl lügt doch.
49:01Ich gebe eine Aussage wieder, weiter nichts.
49:03Auch ich halte das für ganz ausgeschlossen, Herr Kommissar.
49:06Ja, man lügt.
49:07Wieso lüge ich?
49:08Ich bin doch der Reingelegte.
49:11Lügen.
49:12Jedes Wort stimmt.
49:14Ja, du hast nur noch nicht jedes Wort gesagt.
49:16Ich habe nämlich noch eine Frage an dich.
49:18Wie kam Blago eigentlich an die Karte, auf der du den Weg Kerskis eingetragen hattest?
49:23Zufällig, rein zufällig.
49:24Ah, jetzt bist du wieder in der Klemme, was?
49:26Wieso denn?
49:27Na, dann werde ich dir sagen, was passiert ist.
49:30Du dachtest dir was für ein schönes Geschäft.
49:32Zehntausend, das ist eine Menge Geld.
49:34Aber vielleicht kann man noch eine Menge mehr herausholen aus der Sache.
49:37Man muss sich ja nur nach einem Interessenten umsehen.
49:40Und da gab es ja einen.
49:42Blago.
49:43Wieso Blago?
49:45Steht das durch jetzt?
49:47Rudolf Blago, der Kersky zum Teufel wünschte.
49:51Das können Sie so nicht sagen.
49:53Wieso?
49:54Ist es so undenkbar, dass ich ihm und Eva Kersky plötzlich eine Lösung für alle ihre Probleme anbot?
50:00Und was für eine.
50:01Denken Sie doch einmal nach.
50:03Endlich war sie da, die Chance.
50:05Was für eine.
50:07Das sehe ich nicht.
50:08Er brauchte doch nur Nein sagen zu Rühle.
50:10Oder, na na, tu das selbst.
50:12Mich interessiert das nicht.
50:14Rühle würde auf jeden Fall an seiner Kreuzung stehen ohne Alibi.
50:18Während er selber Kersky bereits auf dem Parkplatz erschoss.
50:22Nein, nein.
50:24Wollen Sie sagen, Sie haben nicht eine Sekunde lang daran gedacht?
50:31Du antwortest auf keine Frage mehr.
50:34Entschuldigen Sie bitte.
50:36Ich habe volles Verständnis dafür.
50:38Nur werden Sie mich nicht daran hindern, fortzufahren, den Täter zu überführen?
50:43Können Sie denn das?
50:45Ja.
50:45Ich weiß, wer es ist.
50:48Ich habe ihn gefunden, weil ich mich in die Lage von Kersky versetzt habe.
50:53Er liebte seine Frau.
50:54Er wollte sie nicht verlieren.
50:57Der Gedanke war ihm unerträglich, sie zu verlieren.
51:00Er konnte sich ein Leben ohne sie gar nicht vorstellen.
51:04Und er würde auch kein Leben ohne sie führen.
51:07Also sagte er sich, ich muss ihr geben, was sie braucht.
51:12Ich kaufe sie.
51:14Sie ist zwar meine Frau, aber ich kaufe sie.
51:18Denn sie verlässt keinen Mann, der Geld hat.
51:23Die Diamanten.
51:24Ja.
51:25Das nächste Mal, wenn ich in die Ismaninger Straße fahre und die Diamanten überbringe.
51:32Überfall.
51:33Man nimmt sie mir weg.
51:36Aber ich brauche jemanden, der da mitspielt.
51:39Und wer macht das?
51:41Es gibt eigentlich nur einen, der da in Frage kommt.
51:44Röhle.
51:46Ein Vorbestrafter, der macht das sicher.
51:49Natürlich wird er versuchen, mich zu betrügen.
51:51Das muss ich verhindern.
51:53Aber wie kann ich verhindern, dass Röhle mich betrügt, der an der Kreuzung steht und wartet
51:59und dann zu mir einsteigt in den Wagen und...
52:03Die Sache ist ganz einfach.
52:04Kersky musste sich sichern gegenüber, Röhle.
52:06Wieso?
52:07Wieso?
52:08Halt den Mund.
52:08Denn Kersky hatte die Diamanten nicht in der Tasche.
52:10Ich meine nicht in der Brusttasche.
52:12Er hat sie versteckt.
52:13Bevor er losfuhr, hat er sie im Wagen versteckt.
52:15Ja, Kersky versteckte die Diamanten im Wagen.
52:18Also genau überlegt, genau vorbereitet.
52:20Nur er wusste, wo sie waren.
52:22Er wollte dann losfahren, er ließ den Motor an und drehte noch die linke Fensterscheibe hinunter
52:27und sah genau in die Mündung einer Pistole.
52:30Niemand hat den Schuss gehört.
52:32Der Mörder greift durch das Fenster in die Jacketttasche von Kersky,
52:36aber er findet die Diamanten nicht.
52:38Er weiß, sie sind im Wagen, aber er weiß nicht wo.
52:41Er hat auch keine Zeit zu suchen, er muss weg, ohne die Diamanten gefunden zu haben.
52:46So, und woher wissen Sie denn das alles?
52:49Vor allen Dingen hat es der Mörder gewusst, dass die Rohdiamanten noch im Wagen sind.
52:52Das ist nämlich der Grund, warum ich den Wagen vor den Eingang gestellt habe.
52:56Ich dachte mir, der Mörder wird der Versuchung einfach nicht widerstehen können,
53:00sich in den Wagen hineinzusetzen, um zu sehen, ob er jetzt die Diamanten findet.
53:04Und hat der Täter?
53:06Ja.
53:07Er sah den Wagen, der ging darauf zu, der Wagen war offen.
53:11Er sah sich um, stieg ein und suchte nach den Diamanten.
53:16Suchte und fand sie.
53:20Er hat sie bei sich.
53:23Und er ist hier im Raum.
53:45Tut mir leid, Vater.
53:49Wo sind sie?
53:51Wo hast du sie?
53:52Ich will das...
54:00Du hast Ewald Kersky erschossen?
54:03Warum?
54:06Warum?
54:09Hat sie dich dazu gebracht?
54:12Nein, nein.
54:13Sie nicht, Vater.
54:15Warum hast du meinen Sohn umgebracht?
54:19Sie hat dich dazu getrieben.
54:21Nein, nein.
54:23Sie nicht.
54:25Sie nicht.
54:27Ich dachte nur, ich...
54:29Ich könnte...
54:30Ich würde...
54:34Kann man jetzt gehen?
54:36Ja, Sie können gehen.
54:41Ich würde...
54:59Sie nicht ganz schön.
55:02Ja.
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