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  • vor 2 Tagen
Kommissar Keller - Erik Ode /
Drehbuch - Herbert Reinecker /
Regie - Ulrich Haupt

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Transkript
00:28Untertitelung des ZDF, 2020
00:39Los, verschwinde, Anna. Ich bringe jemanden mit.
00:44Ich habe gesagt, dass ich alleine bin.
00:46Ja, gut.
00:47Komm.
00:49Wo ist er denn?
00:51Unten.
00:52Ich habe gesagt, ich sehe mal nach, ob jemand auf der Treppe ist.
00:56Er will nicht, dass man ihn sieht.
01:02Mach dein Licht ab.
01:03Ja, ist gut.
01:05Setz dich auf den Stuhl oder leg dich auf den Boden.
01:07Ja, ist gut.
01:10Und komm nicht raus.
01:15Nein, nein, alles.
01:17Ich bin.
01:30Ich bin.
01:58Gib mir zwei Sackgläser, schnell.
02:01Wen hast du denn da mitgebracht?
02:03Ah, da würdest dich wundern.
02:05Hast du Zigaretten da?
02:06Im Wohnzimmer.
02:08Bringst du meine Zigarette, Alma?
02:10Du bist nicht hier, verstanden?
02:11Ah, sehr gut.
02:36Bist du verrückt?
02:37Was machst du denn?
02:38Was machst du denn?
02:39Nein!
02:39Nein!
02:40Nein!
03:03Guten Morgen, schöne Frau.
03:04Morgen, Chef.
03:06Verhalten Sie den Mantel gleich an.
03:09Warum?
03:10Was ist passiert?
03:11Eine Kellnerin ist heute Nacht erstochen worden.
03:15Wer hat den Bereitschaftsdienst?
03:17Ober und Walter, die erwarten Sie schon.
03:18Gut, dann gib mir die Arbeit aus.
03:20Mhm.
03:20Habe ich einen Moment.
03:24Bitte.
03:25Danke.
03:26Ja.
03:29Also, nochmal.
03:32Als Fräulein Geibel nach oben kam, war sie allein.
03:36Habe ich doch schon gesagt.
03:38Sie wollte, dass ich verschwinde, weil ich doch im Flur schlafe.
03:41Und sie sagte, ich bring jemanden mit?
03:44Ja.
03:45Kam das öfter vor, dass ich jemanden mitbrachte?
03:47Warum nicht?
03:48Ein junges Mädchen?
03:50Ja, kam sie dann immer...
03:51Entschuldigung, bitte.
03:53Kam sie dann immer erst rauf und sagte, verschwinde, ich bring jemanden mit?
03:57Immer, immer.
04:03Manchmal, wenn es Gründe gab, sagte sie, geh ein bisschen spazieren.
04:08Mhm.
04:09Na schön.
04:09Also, Sie sind aufgestanden, haben Ihr Bettzeug genommen und sind hier in die Küche gegangen.
04:14Ja.
04:15Und da haben Sie gewartet.
04:17Na ja, musste ich doch.
04:18Ja, aber da müssen Sie doch was gehört haben.
04:20Sie müssen doch die Stimme des Mannes gehört haben, was er sagte.
04:23Nichts.
04:24Sie sind gleich ins Wohnzimmer.
04:26Ja.
04:27Und was haben Sie getan?
04:30Ja, ich habe mich angezogen.
04:31Sie sagten doch, vor allem Geibel kam noch mal in die Küche.
04:34Ja, weil sie Sektgläser holen wollte.
04:37Oder hat sie wieder keine Bemerkung gemacht über Ihren Besuch?
04:39Nein.
04:40Erinnern Sie sich mal genau.
04:42Das tue ich ja die ganze Zeit.
04:45Aber dann sind Sie doch in die Diebe gegangen.
04:47Ich meine, da müssten Sie doch was gehört haben.
04:50Nichts.
04:51Sie hat eine Radio laufen.
04:53Aber hören Sie, sollte doch so rasch wie möglich verschwinden.
04:56Hinten.
04:57Ich bin spazieren gegangen.
04:58Dann müssen Sie doch den Wagen gesehen haben, der vor der Tür stand.
05:01Wagen, Wagen.
05:03Die ganze Straße ist doch voll Autos.
05:06Wie lange sind Sie denn spazieren gegangen?
05:08Weiß nicht.
05:08Zehn Minuten, eine Stunde oder mehr?
05:10Eine Stunde war es.
05:11Aha.
05:11Ja.
05:12Ja, hat sie vielleicht gesagt, komm nach einer Stunde wieder?
05:16Nein.
05:17Das Licht war aus.
05:18Und das hieß für Sie?
05:19Dass er weg war.
05:21Ja, und...
05:23Und entdeckt haben Sie den Mord erst heute Morgen?
05:26Ja, das habe ich ja alles schon gesagt.
05:41Der muss wie ein Berserker auf Sie eingestochen haben.
05:44Hat man die Tatwaffe gefunden?
05:45Nein.
05:57Was ist das für eine Frau da draußen?
06:00Das ist Anna Bergmann.
06:01Sie ist Putzfrau.
06:04Putzfrau?
06:05Die Tote heißt Alma Geibel.
06:08Sie hat Frau Bergmann im Flur schlafen lassen, auf einem Behelfsbett.
06:11Warum?
06:13Anna Geibel hatte in ihr einen billigen Dienstboden.
06:15Frau Bergmann hat alles für Sie getan.
06:17Aufgeräumt, eingekauft, gekocht.
06:20Und dafür durfte sie im Flur schlafen?
06:26Und sie war Kellnerin, ja?
06:28In einem Bräu.
06:32Seltsam.
06:38Sie packte ihre Sachen.
06:42Frau Bergmann, ich hätte Sie gerne etwas gefragt.
06:45Ja?
06:46Sie sind eine Stunde lang spazieren gegangen, haben Sie gesagt.
06:50Da geht das jetzt von vorn los.
06:52Und sind dann wieder in die Wohnung zurückgegangen, als das Licht aus war?
06:56Ja.
06:57Na, Frau Bergmann?
06:59Stimmt das auch?
07:00Na wieso? Ich sag's doch.
07:03Haben Sie die Leiche gesehen?
07:04Na ja, natürlich habe ich sie gesehen.
07:07Wie viele Stiche hatte Sie?
07:10Zehn. Fünfzehn.
07:12Also eine Art Blutrausch.
07:14Und da soll der Mörder in aller Ruhe das Licht ausgemacht haben, als er wegging?
07:19Weiß ich doch nicht.
07:21Ja, aber Sie haben doch gesagt, es war aus.
07:23Ja, ich habe gesagt, es war dunkel.
07:25Ja.
07:26Wo wollen Sie denn hin?
07:27Ja.
07:29Ich muss zur Arbeit.
07:31Ja, aber wo werden Sie wohnen?
07:32Ich meine, wo wollen Sie schlafen?
07:34Ich werde schon was finden.
07:35Na ja, so geht es nicht, Frau Bergmann.
07:37Wir müssen Ihre Adresse haben.
07:38Ja, wieso?
07:40Es könnte doch sein, dass wir noch ein paar Fragen zu stellen hätten.
07:43Ja, ich habe Ihnen alles gesagt.
07:44Ja, geben Sie mir Ihre Tasche und ich bringe Sie mit dem Wagen weg.
07:48Ja, aber wieso?
07:49Ich kann doch zu Fuß gehen.
07:51Ja, mich braucht niemand wegzubringen.
07:56So, Frau Bergmann, steigen Sie ein.
07:59Ist das ein Polizeiwagen?
08:01Ja.
08:02Nein, ich fahre mit keinem Polizeiwagen.
08:04Aber warum denn?
08:05Wie sieht denn das aus?
08:06Haben Sie die Leute gesehen?
08:08Denken wahrscheinlich schon, ich werde verhaftet.
08:10Nein, Frau Bergmann, Sie sind nicht festgenommen.
08:13Steigen Sie ein.
08:14Also nur Mut.
08:25Wie lange kannten Sie von Herrn Geibel?
08:27Ein halbes Jahr.
08:31Arbeiten Sie zusammen im gleichen Betrieb?
08:33Ja.
08:35War Sie eine gute Kinderin?
08:37Ja, das kann man wohl sagen.
08:39Bei der war immer was los.
08:41Flink war sie und nicht auf den Mund gefallen.
08:43Das darf man nicht sein, wenn man Kellnerin ist.
08:46Sie kennen Sie ziemlich gut, nicht wahr?
08:49Was heißt gut?
08:51Na, Sie haben ja immerhin bei ihr gewohnt.
08:54Ja, weil...
08:56Das war nämlich so.
08:58Ich hatte mal Nachtschicht und musste zum Saalchef kommen.
09:02Na, der wollte mich fertig machen.
09:05Sagen Sie mal, was habe ich da gehört?
09:07Sie schlafen nachts hier.
09:08Ach, wer sagt das?
09:10Der Nachtwächter hat zu mir gesagt, dass Sie nicht heimgehen, sondern hier auf einer Bank schlafen.
09:13Na und?
09:13Tut das der Bank weh, ob ich da schlafe oder nicht?
09:16Sie arbeiten zwar hier, aber Sie können hier nicht übernachten.
09:19Warum tun Sie das überhaupt?
09:21Ach, warum, warum?
09:24Weil ich gerade kein Bett habe.
09:27Glauben Sie, es macht mir Spaß, auf einer Holzbank zu schlafen?
09:31Ach...
09:32Was, hier schläfst du auf einer Bank?
09:34Muss denn das sein?
09:35Weißt du, was ein Mensch muss oder nicht muss?
09:38Na kommst du eben zu mir, sagte sie.
09:41Zu dir, sagte ich.
09:43Wie meinst du zu dir?
09:45Sie sagte, du kannst im Flur schlafen.
09:49Der ist groß genug.
09:50Sie sagten, Sie hatten kein Bett.
09:52Warum hatten Sie kein Bett?
09:54Warum, warum?
09:57Weil mir die Frau, mit der, bei der ich vorher gewohnt habe, die Miete erhöht hat.
10:03Von heute auf morgen 50 Mark mehr fürs Zimmer.
10:0650 Mark kommt nicht in Frage.
10:09Dann müssen Sie eben ausziehen, sagte sie.
10:11Tu ich, sagte ich, tu ich.
10:13Sind Sie nicht verheiratet?
10:15Ja, war ich.
10:18Mit einem Mann, der auch ein billiges Dienstmädchen haben wollte.
10:45Mit einem Mann, der auch ein billiges Dienstmädchen haben wollte.
10:47Ich habe einen Ball her.
10:57Wenn Sie nicht sehen, lass mich.
10:58Ich habe einen Mann mit dem, was ich nicht verheiratet.
11:01Sie sind nicht verheiratet.
11:04Vielleicht sind Sie nicht verheiratet.
11:05Was ist ein Mann, der auch ein Mann mit dem Tag.
11:12Das war genau.
11:13Was ist ein Mann mit einem Mann mit dem Tag.
11:22In diesem Raum hat die Alma gestern bedient.
11:24Ach, nur in diesem.
11:26Ja, nur in diesem.
11:28Wissen Sie, das Stübel wird tagsüber nicht benutzt, aber abends wird es aufgemacht.
11:34Es kommen immer dieselben Leute, das sind unsere Stammgäste.
11:38Die kommen fast jeden Abend.
11:39Ach so, eine Art geschlossene Gesellschaft?
11:41Naja, ungefähr.
11:43Hat Alma Geyer hier jeden Abend bedient?
11:45Na, schauen Sie, zum besonderen Charakter dieses Stübels gehört halt, dass man alle Gesichter kennt.
11:51Nein, man möchte halt die Kellnerin beim Namen nennen.
11:56Wussten Sie, dass Alma Geyer manchmal hier Gäste mit nach Hause genommen hat?
12:01Nein.
12:03Wissen Sie, es herrscht hier so offener Ton, sagen wir mal so.
12:09Aber wie weit das ging und ob es da besondere Beziehungen gegeben hat zwischen der Alma und einigen der Gäste
12:17da, das, keine Ahnung.
12:20Es besteht Grund zu der Annahme, dass einer Ihrer Gäste gestern Nacht Alma Geyer umgewacht hat.
12:28Aber, um Gott zu hören.
12:33Aber, aber das sind doch unsere besten Gäste.
12:36Lauter gute Leute.
12:38Akademiker, Geschäftsleute, Leute mit den besten Namen.
12:41Ich meine, das nicht, dass da vielleicht ein Irrtum vorliegt, Verwechslungen eventuell.
12:46Sie stellen mir am besten eine Liste zusammen von allen Personen, die gestern hier anwesend waren.
12:51Das, das kann ich nicht.
12:53Ich meine, nicht hundertprozentig.
12:55Ich war ja nicht die ganze Zeit hier.
12:58Du kannst natürlich versuchen.
12:59Ja.
13:00Natürlich.
13:01Und was für Leute das sind, dass da vergangen war?
13:04Nein, nein, ja, das ist gut, ja.
13:06Ich sollte hierher kommen?
13:08Ja, kommen Sie noch, Frau Förster.
13:09Das ist die Kriminalpolizei.
13:11Ja, ja.
13:12Ich habe schon gehört, was mit Alma passiert ist.
13:15Haben Sie Alma Geibel gestern Abend gesehen?
13:18Äh, ja, ja, ja, natürlich habe ich sie gesehen.
13:20Ich bediene doch gleich nebenan.
13:23Wissen Sie, wir versuchen herauszubekommen, wen Alma Geibel mit nach Haus genommen hat.
13:27Vielleicht wissen Sie, wen.
13:29Nein, das weiß ich nicht.
13:31Na, denken Sie halt immer nach, wie, wie waren das gestern Abend?
13:34Wann haben Sie denn Schluss gemacht?
13:36Wann haben Sie denn die Alma Geibel zum letzten Mal gesehen?
13:39Na ja, also, es war fast schon Schluss.
13:42Aber aus dem Nebenraum, na ja, die waren ziemlich in Fahrt, wissen Sie.
13:48Und, aber, im Bräustüber, da dauert das eigentlich immer ein bisschen länger.
13:58Einmal kam raus und sagte, na, wir gehen jetzt vielleicht heute mal wieder was los.
14:03Und ich fragte sie, was machen die denn?
14:06Und da sagte sie, na, geh mal rein, sieh dir das an.
14:10Und, na ja, dann bin ich halt nur kurz reingegangen.
14:24Na, dachte ich, das wird hier bestimmt noch eine Weile dauern.
14:28Und die wollten mich da noch selber da reinziehen.
14:30Aber ich sagte, lasst mich bloß aus, bei mir ist jetzt Feierabend.
14:33Ja, ja, ihr trinkt die Biere und ich muss sie schleppen oder sowas.
14:40Ich weiß nicht, wie lange das dann noch gedauert hat.
14:43Ich bin dann gegangen.
14:44Und Alma habe ich nicht mehr gesehen.
14:47Haben Sie mal hier bedingt?
14:49Ja, natürlich.
14:52Sie kennen die Leute hier?
14:54Ja.
14:56Aber, wenn Sie von mir wissen wollen, wer dafür in Frage kommen könnte,
15:00ich habe keine Ahnung.
15:02Also, zutrauen würde ich es eigentlich gar keinem.
15:04Aber, ich weiß es nicht.
15:10Wer wird denn heute Abend bedienen?
15:13Könnte das vielleicht vor einem Förster machen?
15:15Würden Sie hier bedienen heute Abend?
15:17Ja, warum nicht?
15:19Sie wissen, dass Sie vielleicht den Täter bedienen würden.
15:23Was ich meine, Frau, oder?
15:25Hm?
15:26Ja, glauben Sie denn tatsächlich, dass doch der Täter ist der Einzige,
15:30der sich kaum erlauben kann, hier nicht zu erscheinen?
15:42Wollen Sie noch was von mir?
15:44Wie lange haben Sie bei einem Mal gewohnt?
15:47Drei Wochen, vier Wochen.
15:48Hat Sie niemals erzählt, welche Chancen Sie bei den Gästen hatten?
15:51Ha!
15:52Das musst du mir nicht erzählen.
15:54Das habe ich gesehen.
15:56Frau Bergmann, schauen Sie mich doch mal an.
16:01Sind Sie wirklich spazieren gegangen gestern Nacht?
16:05Sie haben doch gehört, was ich gesagt habe.
16:08Ja, aber es war kalt, es hat geregnet.
16:09Na, und?
16:10Da schickt man keinen Hund vor die Tür.
16:11Keinen Hund.
16:13Der war es doch ganz egal, wie kalt es draußen war.
16:19Na, wo soll ich's denn gewesen sein?
16:21Ja, das weiß ich ja nicht.
16:31Wollen Sie mich da nicht in Frieden lassen?
16:34Wo schlafen Sie heute?
16:37Irgendwo.
16:38Warum?
16:38Weil ich wissen möchte, wo Sie sind.
16:40Hm?
16:40Ich sag's Ihnen dann.
16:42Später.
16:43Ja, das wäre sehr gut, Frau Bergmann.
16:47Wir sind die Liste nochmal durchgegangen, Chef.
16:49Ja?
16:51Es ist ein Uhrmacher, ein Juwelier, ein Brillenfabrikant, ein Großhänder, ein Textilkaufmann, ein Stadtrat.
16:58Wirklich sehr gute Leute, wie man so sagt.
17:00Eine exklusive Liste, aber sie sagt nichts aus.
17:03Da hat keiner im Gefängnis gesessen, keiner ist vorbestraft.
17:05Der Gedanke, dass einer von diesen Leuten ein Mörder sein soll, erscheint mir absurd.
17:10Na, jedenfalls auf den nächsten Blick.
17:12Harry, ist einmal parat, Chef.
17:14Ja, na, schnell doch durch.
17:15Ah ja, ja.
17:20Ja, Harry?
17:21Ja, sie ist gerade in einem Hotel verschwunden.
17:24Nein, nein, Sie haben schon richtig gehört. Hotel.
17:26Hotel?
17:28Na ja.
17:29Harry, wenn sie ein Zimmer mietet, dann miete eben auch eins.
17:33Muss ja nicht gerade mit Bad sein.
17:35Ja, ja, du kannst uns jederzeit hier erreichen.
17:38Gut.
17:43Ich möchte gerne ein Zimmer haben.
17:46Wir haben leider nichts frei.
17:50Ja, was soll das heißen?
17:52Ja, wollen Sie mir kein Zimmer geben?
17:54Ja, ich meine, nichts, was Ihnen gefallen würde.
17:58Ja, aber woher wissen Sie denn, was mir gefallen würde?
18:02Ein Zimmer mit Bad vielleicht?
18:04Na, habe ich gesagt, dass ich keins will?
18:05Nein, aber Sie haben auch nicht gesagt, was es kosten darf.
18:10Na gut, also, was kostet das?
18:15Achtundachtzig Mark.
18:19Achtundachtzig Mark.
18:20Na ja.
18:23Ich habe mir ja gedacht, dass es zu teuer für Sie ist.
18:26Na ja, da haben Sie aber falsch gedacht.
18:30Ich nehme das Zimmer.
18:34Das ist das Geld.
18:37Das ist das Geld.
19:06Ja, was ist?
19:08Ja, ist was?
19:09Gute Nacht, Knähefrau.
19:11Erwarte.
19:19Vielen Dank, Knähefrau.
19:20Gute Nacht, Knähefrau.
19:34Gute Nacht, Knähefrau.
19:52Arthauserstraße 110
20:03Kann mir jemand sagen, was wir damit zu tun haben?
20:06Jemand hat die Kälterin umgebracht mit einem Messer.
20:09Lauf ihm noch Messer in der Tasche herum.
20:11Aber lieber Herr Römer, das Mädchen ist nun mal auf diese Weise umgebracht worden.
20:15Ja, schön.
20:17Sie kommt mal ausgerechnet auf uns.
20:19Das möchte ich auch wissen.
20:19Ja, aber Sie hören doch.
20:20Ja, Sie sollten jemanden mit hinaufgenommen haben.
20:23Aber wer das sagt und wer das weiß, müsste auch noch mehr sagen können.
20:27Richtig.
20:28Sonst ist das Ganze nur eine bloße Annahme, weiter nichts.
20:31Ja, wir sollten die Polizei fragen, was für Gründe...
20:33Die haben keine.
20:34Lassen Sie mich doch ausreden.
20:35Ein reiner Verdacht. Sie werden sehen.
20:37Tja, bloß weil der Alma hier gestern Abend bedient hat und von hier nach Haus gegangen ist.
20:42Genau das wollte ich die Polizei ja fragen.
20:45Was für Gründe sie hat, den Mörder unter uns zu suchen.
20:49Denn das tun sie doch, oder?
20:51Die Alma Geibel hat nicht allein gewohnt.
20:57Es gibt hier in dem Betrieb eine reine Machefrau, eine gewisse Frau Bergmann, und die hat im Flur von Alma
21:02Geibel geschlafen.
21:03Und wurde natürlich wach, als Alma kam.
21:10Alma sagte, ich bringe jemanden mit, verschwinde in die Küche.
21:14Frau Bergmann ging in die Küche und hörte, wie Alma jemanden herausbrach.
21:22Na und?
21:24Dann muss ich ja wissen, wen die Alma mit hinaufgenommen hat.
21:29Oder?
21:33Warum antworten Sie auf diese Frage nicht?
21:37Sie weiß es leider nicht.
21:38Ja, wenn sie es nicht weiß, wie kommen Sie dann darauf, dass Sie jemanden von uns mitgebracht hat?
21:43Ganz richtig.
21:45Das möchte ich auch wissen.
21:48Weil Sie das öfteren jemanden mit heraufgebracht hat.
21:52Und weil es immer einer aus dieser Runde war.
21:57Die Alma?
21:59Sie hat öfter jemanden heraufgenommen?
22:00Das, entschuldigen Sie bitte, Herr Kommissar, aber das reicht nicht aus.
22:05Es wird nach gestern Abend gefragt.
22:07Reicht nicht aus.
22:08Wer von Ihnen hat denn einmal mal nach Hause gebracht?
22:11War mal bei hier oben?
22:13Hören Sie, das kann doch nicht Gegenstand Ihrer Untersuchung sein.
22:16Waren Sie mal bei hier oben?
22:18Was, ich?
22:21Oder schon?
22:23Das haben viele von uns.
22:25Ich habe Sie mal nach Hause gebracht.
22:27Wenn es die Schuhe gab, haben wir gesagt, wir bringen Sie nach Hause, Alma.
22:32Da ist doch nichts dabei.
22:34Soll das hier erörtert werden?
22:36Es gehört dazu, Herr Dr. Römer.
22:40Vor allem?
22:41Nein.
22:43Wir haben einen Raum zur Verfügung gestellt bekommen und werden die Herren einzeln und nacheinander zu uns bitten.
22:49Einverstanden.
22:50Sind doch gar nicht alle von uns am Stammtisch da?
22:53Nein, aber alle Herren sind verständigt worden.
23:00Kommen Sie rein, Keukka.
23:01Sein Angestellter von mir, er war gestern Abend auch hier.
23:05Kommen Sie, Keukka.
23:06Sie wissen, was passiert ist?
23:08Ich wurde von der Polizei verständigt, dass ich hier kommen soll.
23:11Er war gestern Abend zum ersten Mal hier.
23:13Ich habe ihn mitgebracht, um einen Fahrrad zu haben.
23:16Es wird getrunken hier und aus diesem Grunde.
23:18Er kann sicher nicht sagen.
23:21Setzen Sie sich doch, Keukka.
23:24Telefon für Sie, Herr Kommissar.
23:28Harry, ja.
23:29Danke.
23:34Und Sie hat mit dem Hunderter bezahlt.
23:36Sich nicht mehr rausgeben lassen.
23:38Nee, nee, nee, das war offenbar ganz spontan.
23:42Moment mal, Sie kommt gerade.
23:44Augenblick bitte.
23:48Wo kann man gut essen?
23:50Wie, wo kann man gut essen?
23:51Ja, ein Lokal.
23:53Können Sie mir ein Lokal empfehlen?
23:54Ein Lokal?
23:56Na, so etwas wissen Sie doch, oder?
23:59Was wollen Sie denn essen?
24:01Krebse.
24:04Krebse.
24:05Ja, ich sagte doch, Krebse.
24:09Bitte.
24:12Wenn Sie Krebse essen wollen, dann gehen Sie am besten da hin.
24:18Aber es ist kein billiges Lokal.
24:20Und danach habe ich nicht gefragt.
24:22Na, wo ist denn das?
24:24Zu Fuß etwa 25 Minuten.
24:27Na, bestellen Sie mir ein Taxi.
24:31Chef?
24:31Ja.
24:33Harry, ich verstehe immer Krebse.
24:37Krebse?
24:40Aha.
24:41Und ein Taxi hat sie sich genommen.
24:44Ja, da gibt es nichts wie hinterher und lass sie nicht aus den Augen, Harry, ne?
24:50Ja, ja, hier.
24:51Melde dich wieder.
24:54Sagen Sie mal, Herr Kommissar, wie geht denn das jetzt weiter?
24:57Ich meine, das spricht sich doch rum, dass die Polizei im Haus ist.
25:00Tja, das ist Pech.
25:06Herr Dr. Römer, Sie haben aber doch gesagt, Sie haben Alma Geibel mal nach Hause gefahren.
25:14Sie geben das nicht richtig wieder.
25:17Ich habe gesagt, jeder von uns hat, wenn es sich ergab, wenn es auf seinem Weg lag, Alma
25:24hat man mit nach Hause genommen.
25:26Und zwar, weil sie es darauf angelegt hat.
25:29Sie stand immer auf dem Parkplatz und fragte, fallen Sie vielleicht zufällig in meine Richtung?
25:34Da kann man doch nicht anders.
25:35U-Bahn weg, Straßenbahn weg.
25:38Man konnte doch das Mädchen nicht da draußen stehen lassen.
25:41Sie haben Sie also mal nach Hause gebracht?
25:44Ja, aber wie gesagt...
25:45Sind Sie auch mal mit raufgegangen in Ihre Wohnung?
25:48Manchmal, aber ziehen Sie da keine Schlussfolgerungen?
25:52Sie hat jeden mal mit Ihnen aufgenommen.
25:54Trinken Sie noch eine Tasse Kaffee?
25:57Wer sagt da nein?
25:59Herr Dr. Römer, wie oft waren Sie bei Eimer in der Wohnung?
26:02Jetzt fragen Sie schon, wie oft.
26:06Einmal, zweimal, aber das hat wirklich nichts zu bedeuten.
26:12Außer, dass ich wirklich Kaffee getrunken habe.
26:16Alma übte eine gewisse Wirkung auf jeden von uns aus.
26:23Sie hatte eine gewisse Offenheit, die zu Vertraulichkeiten ermunterte und wahrscheinlich zu gewissen Vorstellungen führte, die der eine und der
26:39andere sich gemacht hat.
26:42Sie nicht ausgenommen, Herr Zorner?
26:46Mich nicht ausgenommen?
26:48Haben Sie die Alma mal nach Hause gebracht?
26:51Nein, ich kam nie dazu.
26:55Wissen Sie, einige von uns standen mit Ihren Wagen schon immer vor der Tür.
27:04Man musste da ganz schnell sein.
27:07Naja, ich war das eben nicht.
27:12Können Sie mir sagen, wer gestern Abend mit seinem Wagen schon vor der Tür stand?
27:17Das weiß ich nicht.
27:19Aber Sie wissen sicher, wer gewöhnlich, der, entschuldigen Sie, wenn ich Ihre Worte gebrauche, der schnellste war.
27:28Den Mann haben Sie gerade verhört.
27:31Doktor Römer?
27:33Er hat Sie nach Hause gebracht.
27:35Und was er dann dort gemacht hat, hat er unmissverständlich wiedergegeben.
27:44Das entschuldigen Sie, entschuldigen Sie, entschuldigen Sie, eindeutig wiedergegeben.
27:50Aber ich sage das nur, weil Sie danach fragen.
27:56Man muss ja wohl in diesem Fall keine Rücksicht nehmen.
28:00Tja, ich kann Ihnen da leider gar nicht helfen, das tut mir leid.
28:04Ich weiß nicht, mit wem die Alma nach Hause gefahren ist.
28:09Oder ob sie überhaupt mit jemandem von uns gefahren ist.
28:12Was ich immer noch für eine Unterstellung halte.
28:15Wir waren zwar ziemlich die Letzten, die aufgebrochen sind, aber es ist uns nichts aufgefallen.
28:18Sie sagen, wir und uns?
28:21Ja, ich war mit meinem Sohn da.
28:23Wir sind um halb zwei das Auto gestiegen und nach Hause gefahren.
28:26Also die Alma haben Sie nicht gesehen, Herr Adlinger?
28:29Nein.
28:30Wissen Sie, dass Doktor Römer ein Verhältnis mit der Alma hatte?
28:33Ja.
28:34Haben Sie Doktor Römer gesehen gestern Abend?
28:37Nein.
28:37Ich wollte mich von ihm verabschieden, aber er war nicht da.
28:40Ich fragte Zorner, wo ist denn Römer?
28:42Und Zorner sagte, ich habe ihn nicht gesehen.
28:44Na, sagte ich, dann wird der wohl Alma wieder nach Hause bringen.
28:47Nein, nein, sagte er, da ist heute ein anderer dran.
28:50Sagte er, wer dran sein würde?
28:52Nein.
28:54Können Sie sich vorstellen, wen er meinte?
28:56Sich selber.
28:58Sich selber?
28:59Na, Sie haben mich nach meinem Eindruck gefragt.
29:02Herr Keuker, Sie sind gestern Abend zum ersten Mal in dieser Runde gewesen.
29:06Ja.
29:08Herr Zorner ist Ihr Chef?
29:10Ja.
29:12Herr Zorner hat Sie mitgenommen, weil...
29:14Wenn er jemanden haben wollte, der ihn nach Haus wehrt.
29:17Ja.
29:18Haben Sie ihn gestern Abend nach Haus gefahren?
29:21Nein.
29:23Nein?
29:24Er sagte, fahren Sie schon nach Hause, Keuker.
29:28Ich bleibe noch hier.
29:29Ich nehme später ein Taxi.
29:30Was gab er denn als Begründung an?
29:32Er sagte, er wolle noch nicht weg.
29:34Aber es war doch Schluss, Polizeistunde.
29:36Ja, aber...
29:37Und Sie sind dann ohne Herrn Zorner gefahren?
29:39Ja.
29:40Ja, das stimmt.
29:43Das ist richtig.
29:44Ich habe Keuker weggeschickt, weil ich noch nicht weg wollte.
29:48Und er störte mich.
29:50Aber Sie hatten ihn doch für eben diesen Fall mitgenommen.
29:54Was meinen Sie damit?
29:56Hatten Sie nicht zu viel getrunken?
29:58Hat Keuker das etwa behauptet?
30:01Keuker hat nur gesagt, dass alle angetrunken waren.
30:04Und ausgerechnet dann schicken Sie den Mann weg, der Sie nach Hause fahren sollte?
30:08Ich sehe da keinen Widerspruch.
30:10Ich habe nachher ein Taxi genommen.
30:12Wann?
30:13Und von wo aus?
30:14Was sollen diese Fragen?
30:16Was hat Keuker gesagt?
30:18Ich möchte wissen, was dieser Mann gesagt hat.
30:29Keuker.
30:30Was haben Sie gesagt?
30:32Was haben Sie ausgesagt?
30:33Nichts, Herr Zorner.
30:34Nichts.
30:34Nichts.
30:35Ich habe nur gesagt, dass Sie mich gestern Abend weggeschickt haben.
30:38Sonst nichts, Herr Zorner.
30:39Wirklich.
30:39Sonst nichts.
30:44Entschuldigen Sie mich, Keuker.
30:48Ich bitte Sie, bitte Sie um Entschuldigung.
30:53Aber Zorner, was hat Sie denn so aus der Fassung gebracht?
31:05Ich hatte einmal einen Bekannten, ein sehr feiner Herr.
31:13Der hat gerne Krebse gegessen.
31:16Nichts geht über Krebse, hat er gesagt.
31:19Alles Mögliche, hat er erzählt.
31:23Na also, wo fängt man da an?
31:28Da stehen Sie nicht da wie ein Monument.
31:31Zeigen Sie mir, wie man da anfängt.
31:34Kommen Sie, setzen Sie sich.
31:36Machen Sie mir vor, wie man das macht.
31:45Wie man das macht, ist es für ein Weißwein.
31:54Kann sie den bezahlen?
31:55Ja, ich glaube schon.
31:58Dann bringen Sie ihr den Wein.
32:11Also wirklich, nicht schlecht.
32:15Vielleicht hat er ein bisschen übertrieben.
32:18Aber schlecht kann man nicht sagen.
32:26Schenken Sie sich auch ein, holen Sie sich ein Glas.
32:29Besten Dank, aber ich darf mit den Gästen was trinken.
32:32Nein?
32:33Leider nicht.
32:36Soll ich die Flasche denn allein austrinken?
32:42Das ist ein Glas.
33:08Toute une éternité d'amour, que nous voulons à la mûrie.
33:17Warten Sie!
33:23Na, endlich!
33:26Willst du zuvergehen?
33:27Oh, Mensch, ich bin besoffen.
33:32Von französischem Wein.
33:34Du wolltest mir nur nicht in den Wagen fallen.
33:35Das ist nervend.
33:37Wo ist denn hin?
33:38Wo was los ist.
33:41Hast du schon einmal Krebse gegessen?
33:45Diese Mistviecher haben 20 Mark gekostet.
33:49Also, pass auf, sag dir, wohin.
33:53Wohin auch?
33:55Ich muss überlegen, ob's auch richtig ist.
33:59Also, wohin?
34:01Also, fahr erst mal los.
34:21Ist das nicht die Frau, die bei der Alma wohnt?
34:23Kennen Sie die Frau?
34:24Ja, ich hab's nur mal gesehen. Was will die denn hier?
34:27Wollen Sie etwa zur Polizei?
34:31Sind die da?
34:33Ja, die sind noch oben.
34:35Hab keine Lust, die zu sehen.
34:37Danke für den Hinweis.
34:45Meine Herren.
34:52Herein.
34:54Bitte schön, gnädige Frau.
34:56Ja, stellen Sie nur hin.
35:00Soll ich Sie öffnen?
35:01Soll ich Sie öffnen?
35:01Ja, natürlich. Ich will Sie ja trinken.
35:07Einschenken kann ich selbst.
35:20Da.
35:21Besten Dank, gnädige Frau.
35:23Wofür?
35:24Sie haben mir ja die Flasche gebracht.
35:28Guten Tag.
35:29Guten Tag, Frau Bergmann.
35:31Aha.
35:34Gestern haben Sie noch bei einer Kellnerin auf dem Flur geschlafen.
35:38Und heute wohnen Sie im Hotel.
35:43Schön.
35:45Sie haben Einkäufe gemacht.
35:47Oh, trinken Sekt.
35:50Tonnerlitter.
35:51Bin ich Ihnen denn Rechenschaft schuldig?
35:53Nein.
35:54Aber Sie können mich nicht daran hindern, mir Gedanken zu machen.
35:57Naja, das ist Ihre Sache.
35:58Nämlich, dass Sie wissen, wer der Mörder ist.
36:02Und dass der Mörder Ihnen das Geld gegeben hat.
36:07Ach so.
36:09So ist das.
36:11Das ist Ihnen eingefallen.
36:13Ja.
36:19Wissen Sie, wie lange ich arbeite?
36:22Mein Leben lang arbeite ich.
36:25Und darf kein Geld haben.
36:27Was ich habe, ist mein Geld.
36:29Das gehört mir niemanden sonst.
36:31Wie viel ist es denn?
36:32Das geht Sie nicht an.
36:34Es ist mein Geld.
36:37Ich habe es...
36:40...gespart.
36:40Aber es ist Geld, das Sie gestern nicht hatten.
36:43Seit ich 14 bin arbeite ich.
36:46Habe schon als Kind gearbeitet.
36:48Habe nie aufgehört zu arbeiten.
36:51Und ich darf kein Geld haben.
36:53Nach 50 Jahren Schinderei.
36:57Darum geht es ja gar nicht.
36:59Es geht einfach darum, woher Sie das Geld und wofür Sie es bekommen haben.
37:03Hören Sie doch auf.
37:05Das geht Sie nichts an.
37:11Ein Kleid, eine Schürze, ein Paar Schuhe.
37:14Ist das alles, was einem zusteht?
37:16Wollen Sie das damit sagen?
37:17Nein.
37:18Ich bin Ihnen keine Rechenschaft schuldig.
37:20Dann haben Sie das Geld vielleicht gestohlen.
37:23Ich habe noch nie in meinem Leben gestohlen.
37:25Also Schluss jetzt.
37:26Wie viel ist das?
37:29Darf man nicht 2.000 Mark haben?
37:332.000 Mark?
37:35Das ist wenig.
37:36Na also.
37:37Wieso reden Sie dann?
37:39Für einen Mord.
37:40Ach, Mord, Mord.
37:42Hören Sie doch damit auf.
37:46Habt ihr das Geld gewonnen?
37:48Ja, natürlich.
37:49Beim Pferderenden, ne?
37:50Na, haben Sie was dagegen?
37:52Kommen Sie, trinken Sie was.
37:54Nein, ich trinke keinen Sekt, den ein Mörder bezahlt hat.
37:57Ach, dann nicht.
37:59Und wie lange wollen Sie hier noch für 90 Mark pro Tag im Hotel wohnen?
38:03Ich fürchte, die 2.000 Mark, die werden nicht lange reichen.
38:06Oder ist es vielleicht nur eine erste Rate?
38:08Lassen Sie mich in Ruhe.
38:10Sehen Sie, genau das kann ich Ihnen nicht versprechen.
38:15Mein Geld geht Sie nicht an.
38:17Ich habe ein Recht auf Geld.
38:19Mit 65 hat man ein Recht darauf, wenn man sein Leben lang geschuftet hat.
38:24Ach so.
38:25Ja, ich verstehe.
38:27Du, Moment mal.
38:30Chef?
38:31Ja?
38:32Der Walter ist im Apparat.
38:33Er fragt, ob Sie kommen.
38:34Er hat jetzt alle zusammen.
38:36Ja, sag ich mal.
38:38Walter, nein.
38:39Führt die Vernehmung allein durch.
38:41Genauso wie wir besprochen haben.
38:43Ja.
38:44Gut.
38:45Und was machen Sie jetzt?
38:46Ja, ich warte, dass unsere Klientin da runterkommt.
39:00Darf ich keinen Schritt mehr allein machen?
39:02Wo wollen Sie denn hin?
39:03Weg!
39:04Raus!
39:07Rumspazieren!
39:09Da haben Sie was dagegen?
39:10Darf ich Sie begleiten, gnädige Frau?
39:13Wenn Sie es nicht lassen können.
39:21Herr Zornan, bitte.
39:34Warum sehen Sie mich nicht an, Keuker?
39:39Was hat er gesagt?
39:41Er hat gesagt, dass Sie ihn gestern Abend nicht gleich nach Haus geschickt haben.
39:45Sie haben gesagt, parken Sie den Wagen in einer Nebenstraße, denn, das muss ja nicht
39:49jeder gleich sehen, ich bringe die Kellnerin mit.
39:52Stimmt.
39:53Hab ich gesagt.
39:55Aber, bin ich mit der Kellnerin gekommen?
39:58Nein.
39:59Sie haben zu Keuker gesagt, sie ist mir durch die Lappen gegangen, fahr schon mal nach Hause,
40:03ich versuche Sie noch zu erwischen.
40:05Ja.
40:07Und?
40:08Na, das heißt doch immerhin, dass Sie hinter der Kellnerin her waren.
40:12Sie hören doch, sie war verschwunden.
40:14Sie war weg.
40:15Und wir fragen Sie, was Sie unternommen haben, um Sie noch zu erwischen, wie Sie selbst gesagt haben.
40:20Nichts habe ich unternommen.
40:23Nichts.
40:24Herr Zorner kam gestern Abend auf uns zu.
40:26Wir wollten gerade in den Wagen steigen und er sagte, wissen Sie nicht, wo die Alma wohnt?
40:31Er wollte die Adresse haben.
40:33Und haben Sie mir die gegeben?
40:34Ich konnte sie ihm ja nicht geben, ich wusste sie ja nicht.
40:36Aber es waren schließlich doch Leute genug da, bei denen er sich erkundigen konnte.
40:39Nicht, Josef?
40:40Ja, aber wenn du mich fragst, Papa, die Alma hätte doch niemals den Zorner mit drauf genommen.
40:45Aber darauf kommt es doch nicht an, Josef.
40:48Niemals.
40:48Begreif doch, gerade das kann für die Polizei sehr wichtig sein.
40:51Wie meinst du?
40:53Dass sie eine Abneigung gegen ihn hatte.
40:56Entschuldigen Sie lieber Zorner, aber so war es doch nicht.
40:59Und er hatte es plötzlich ganz eilig.
41:01Ich sah, wie auf der Straße ein Taxi anhielt und davon fuhr.
41:05Das ist doch, was ich die ganze Zeit sage.
41:08Ich nahm ein Taxi und fuhr nach Hause.
41:10Entschuldigen Sie, Herr Zorner. Ich weiß, wo Sie wohnen.
41:13Sie sind nicht nach Hause gefahren.
41:15Und ich sage Ihnen, ich schwöre Ihnen, ich bin nicht hingefahren.
41:22Ich habe das Mädchen nicht mehr gesehen.
41:27Aber wenn Sie mir nicht glauben, beweisen Sie mir das Gegenteil.
41:32Ja.
41:34Schön ist das.
41:38Eiche.
41:43Ja, ich mag Eiche.
41:49Mögen Sie nicht auch Eiche?
41:50Doch, schön.
42:06Wir hatten zu Hause so einen Schrank.
42:09Bestimmt nicht so schön wie dieser da.
42:16Oder doch.
42:21Wollen Sie mal schauen, was der kostet?
42:23Ja.
42:27Kaum der Rede wert.
42:294.000 Mark.
42:35So viel müssen die wohl nehmen heute.
42:40So einen Schrank ist das wert.
42:45So einen Tisch.
42:47Die Stühle.
42:53Ein Zimmer und solche Möbel.
42:58Ein Leerzimmer, wo man so einen Schrank aufstellen kann.
43:04Der Tisch.
43:10Der ist ja zu groß.
43:13Da müsste ich eine Familie sein.
43:16Eine Familie bin ich nicht.
43:19Ein kleiner Tisch.
43:22Aber auch Eiche.
43:25Wollen Sie die Möbel kaufen?
43:28Ja, glauben Sie, ich könnte nicht?
43:30Ich weiß es nicht.
43:31Aber vielleicht kriegen Sie noch Geld.
43:35Was machst du denn? Was machst du denn?
43:37Nein! Nein!
43:39Wie viel will er Ihnen denn geben?
43:41Dafür, dass Sie nicht sagen, wer der Mann ist.
43:44Der ein 22-jähriges Mädchen mit 10, 15 Messerstichen niedergestochen hat.
43:49Getötet hat.
43:53Warum kommt denn der Verkäufer eigentlich nicht?
43:56Warum kommt denn der Verkäufer eigentlich nicht?
43:58Ich nehme den Schrank!
44:26Sie hat für 8.000 Mark Möbel gekauft.
44:30Was?
44:30Ja.
44:30Ja, hat sie gesagt, woher sie das Geld hat?
44:32Na, sie hat es noch gar nicht.
44:34Das ist ja...
44:35Gut.
44:36Wieso?
44:37Ja, das ist sehr gut.
44:39Sie braucht also mehr Geld.
44:41Und sie erwartet das Geld.
44:43Und der, den wir suchen, der muss es hier geben.
44:51Ja.
44:51Ja, danke.
44:54Sagen Sie dem Kommissar...
44:57Vielleicht ist er noch unten am Empfang.
44:59Sagen Sie ihm, dass er zu mir heraufkommen soll.
45:02Ja, das werde ich machen.
45:13Na.
45:15Na.
45:35Ich war nicht auf der Straße gestern Nacht.
45:38Ich war in der Küche, suchte was zu rauchen.
45:51Ich bin in die Diele gegangen.
45:54Aus dem Wohnzimmer hörte man Musik.
45:56Aber plötzlich schrie sie.
45:58Ich dachte, Mensch, das Kind, was ist denn da los?
46:01Die Tür wurde aufgerissen und ich sah...
46:04Was haben Sie gesehen? Wen haben Sie gesehen?
46:08Der Adlinger war es. Der Josef Adlinger.
46:12Er sagte, was ist denn passiert? Was habe ich denn getan?
46:17Ich wusste nicht, was ich machen sollte.
46:19Sollte ich schreien? Sollte ich warten, bis er wegging?
46:22Aber er ging nicht weg. Er telefonierte.
46:25Ich hörte, wie er telefonierte.
46:27Er sagte, Papa, es ist eine schreckliche Sache passiert.
46:32Dann klopfte er an meine Tür.
46:38Unternehmen Sie nichts.
46:42Mein Vater hat gesagt, Sie möchten nichts unternehmen,
46:44bis er herkommt.
46:49Er kommt her.
46:50Da habe ich gewartet, bis er Adlinger kam.
46:53Ich kannte den Mann doch.
46:55Häuser, Fabriken.
46:58Ich habe gehört, wie er reinkam.
47:31Waren Sie doch wieder auf.
47:35Wer sind Sie?
47:37Wie sind Sie hier in die Wohnung gekommen?
47:40Ich schlafe einfach hier.
47:42Sie schlafen hier?
47:44Der Mann war völlig fertig.
47:46Wer ich bin, hat er gefragt,
47:47und wie ich in die Wohnung komme.
47:48Ich habe ihm alles erklärt,
47:50und er sagte, dass das alles entsetzlich ist.
47:52Und dass er seinen Sohn nicht versteht,
47:54wie er das hat tun können.
47:56Und dass er krank ist.
47:58Krank?
47:59Ja, dass er krank sei.
48:02Und dass der Junge eigentlich in eine Heilanstalt gehört,
48:04und dass er da auch hinkäme.
48:06Das wäre nur wegen der Familie,
48:08dass die nicht erfahren sollte,
48:09dass er einen Mord begangen hat.
48:12Und dass es mein Schade nicht sein würde.
48:15Und da hat er Ihnen 2.000 Mark gegeben?
48:18Er sagte, hier sind 2.000 Mark.
48:21Mehr habe ich nicht bei mir.
48:22Ich gehe morgen zur Bank,
48:23dann können Sie so viel Geld haben, wie Sie wollen.
48:26Und was passierte dann?
48:28Dann hat er mich mitgenommen.
48:30Wohin mitgenommen?
48:31Er hat im Auto mitgenommen.
48:33Seinen Sohn hat er weggeschickt.
48:34Mit mir ist er rumgefahren.
48:36Ja, aber wohin denn?
48:38Nirgendwohin.
48:39Wir haben irgendwo gestanden.
48:41Und er hat gesagt,
48:42dass ich bis zum Morgen warten soll.
48:46Nein.
48:47Ich verstehe.
48:56Er hat sie nicht allein gelassen,
48:59weil er sicher gehen wollte,
49:03dass sie nicht zur Polizei ging.
49:10Sie sagen, er hat irgendwo gestanden.
49:13Wo haben Sie mit ihm gestanden?
49:15Auf einem Parkplatz.
49:19Hat sie irgendjemanden gesehen?
49:21Nein.
49:23Es gibt also keinen Zeugen dafür,
49:26dass Sie mit Adlinger zusammen waren.
49:29Nein.
49:31Warum fragen Sie das?
49:34Er hat sich gesichert.
49:39Und für den Fall,
49:41dass Sie doch noch erzählen,
49:42wird er natürlich
49:43alles ableugnen.
49:54sein Sohn war nicht da.
49:56Er war nicht da.
49:58Beide werden zu Hause gewesen sein.
49:59Und das, was Sie mir alles erzählt haben,
50:01das haben Sie einfach geträumt.
50:06Geträumt?
50:16Ist das geträumt?
50:24Ist das geträumt?
50:30Nein.
50:32Der Mörder hat Ihnen
50:33Schweigegeld gegeben.
50:36Das beweisen die Schulen.
50:38Aber wer der Mörder ist,
50:40das sagen die Schulen nicht.
50:42Er wird leugnen.
50:44Und all das Geld,
50:45das er Ihnen versprochen hat,
50:47das,
50:47das werden Sie niemals bekommen.
51:11Kann ich bitte Herrn Adlinger sprechen?
51:14Einen Moment bitte.
51:18Ja, hier ist Adlinger.
51:21Hier ist Frau Bergmann.
51:23Bergmann.
51:25Anna Bergmann.
51:27Entschuldigen Sie,
51:27ich weiß nicht genau,
51:28mit dem ich spreche.
51:29Ach, Sie wissen nicht,
51:30wer ich bin?
51:32Helfen Sie mir doch mal.
51:34Helfen?
51:35Ja, ich soll Ihnen helfen?
51:38Ich habe Ihnen schon geholfen.
51:40Ich habe Ihnen geholfen,
51:42dass Ihr so nicht ins Zuchthaus kommt.
51:44Bitte, wer ist am Apparat?
51:47Frau Anna Bergmann.
51:49Tut mir leid,
51:49ich kenne keine Frau Bergmann
51:50und ich weiß nicht,
51:51wovon Sie sprechen.
51:53Er weiß nicht,
51:54wovon ich spreche.
51:56Ja, was haben Sie erwartet?
51:58Das muss er sein.
52:00Der Mann ist eiskalt, Chef.
52:03Sie hätten sehen sollen,
52:04wie der hier den Verdacht
52:05auf Zorner geschoben hat.
52:07Der wird nicht leicht
52:08zu überführen sein.
52:11Rufen Sie noch mal an.
52:21Herr Hardlinger.
52:23Hallo.
52:26Hallo.
52:28Hier ist Bergmann.
52:30Frau Bergmann.
52:31Ja, was wollen Sie denn noch?
52:34Sagen Sie ihm,
52:35Sie wollen Ihnen sprechen.
52:37Heute Nacht noch.
52:38Hallo, hallo.
52:42Ja, ich möchte Sie sprechen.
52:44Heute Nacht noch.
52:45Ich sehe nicht ein,
52:46was ich mit Ihnen zu besprechen habe.
52:48Belästigen Sie mich doch nicht länger.
52:53Na und?
52:54Was haben wir jetzt gewonnen?
52:55Es wird ihm nicht sehr angenehm sein,
52:57seinen Sohn unter Mordanklage zu sehen.
53:00Ich nehme an,
53:01er wird sehr angestrengt überlegen,
53:02welche Möglichkeiten es gibt,
53:05seine Probleme zu lösen.
53:08Es ist Schluss.
53:09Feierabend.
53:11Da sind Sie.
53:27Die fahren jetzt.
53:29Mhm.
53:30Wenn Sie nicht zurückkommen.
53:39So, es ist so weit, Frau Bergmann.
53:57Sie ist da.
54:08Sind Sie allein?
54:10Ja.
54:10Warten Sie auf.
54:11Komm.
54:20Ich habe Ihnen 10.000 Mal mitgebracht.
54:23Ich hoffe, das reicht aus,
54:24um Sie alles vergessen zu lassen.
54:28Sollten Sie jemals Ihre Meinung ändern,
54:30und zur Polizei gehen.
54:32Dann werde ich alles ableugnen.
54:34Leugnen Sie überhaupt gesehen zu haben.
55:00Die Farben, die dürfen nicht weg, Harry.
55:10Und dann, Herr Adlinger,
55:11wollen Sie wieder aussteigen?
55:27Die Adlinger-Chef.
55:29Ja.
55:33Was wollen Sie eigentlich von uns?
55:35Warum werden wir denn hier festgehalten?
55:37Was soll das?
55:38Wo ist Frau Bergmann?
55:39Im Personalraum.
55:41Herr Adlinger, bitte.
55:42Komm mal.
55:46Sie lern hier.
55:49Sie lern hier.
56:05Sie lern hier.
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