- vor 44 Minuten
Kommissar Keller - Erik Ode /
Drehbuch - Herbert Reinecker /
Regie - Theodor Grädler
Drehbuch - Herbert Reinecker /
Regie - Theodor Grädler
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TVTranskript
00:28Untertitelung des ZDF für funk, 2017
00:33Ja, wo ist das? Langsam, langsam
00:39Ich hab Sie angerufen, ich wohne da oben im zweiten Stock
00:43Ich hab gehört, wie er um Hilfe gerufen hat
00:47Herr Egert, hallo Herr Egert, die Polizei ist da
00:52Das ist der Herr Egert, ihm gehört das Geschäft da unten
00:56Hallo Herr Egert, hören Sie mich
00:58Da ist eingebrochen worden
01:00Und dann hat er den Einbrecher überrascht
01:02Und der hat ihn dann niedergeschlagen
01:03Hören Sie mich, verstehen Sie mich, Herr Egert
01:11Das war der, der Jörg
01:16Der Jörg aus der Passagstrand
01:36Sind Sie Herr Jörg?
01:38Ja
01:38Sie sind festgenommen
01:42Was bin ich festgenommen? Wieso bin ich festgenommen?
01:44Sie stehen unter Mordverdacht
01:46Sie haben den Ladenbesitzer Egert erschlagen
01:50Und da kommen Sie zu mir?
01:51Sie haben Pech gehabt
01:53Bevor der Mann starb, hat er gesagt, Jörg war es
01:55Jörg aus der Passauer Straße
01:59Wollen Sie nicht reinkommen?
02:08Wollen Sie nicht reinkommen?
02:09Das ist mein Bruder Heinz Jörg
02:11Bertram Jörg
02:14Ich bin Albert Jörg
02:16Welchen Jörg meinen Sie?
02:35Eine merkwürdige Situation, Chef
02:37Bevor der überfallene starb, sagt er, der Jörg war es
02:40Der Jörg aus der Passauer Straße
02:42Ja, ich bin ja auch hier
02:43Ja, ja, ja, aber hier gibt es drei Jörgs
02:46Drei Brüder
02:47Und Sie sagen, Sie haben den ganzen Abend Skat gespielt
02:49Und das Haus nicht verlassen?
02:51Was meinst du?
02:52Ich glaube, dass es einer von den dreien war
02:54Und dass die beiden anderen ihn deckten
02:56Das ist doch unmissverständlich
03:01Herr Egert lag auf dem Boden, im Sterben
03:03Guten Abend, Chef
03:04Guten Abend, Robert
03:05Guten Abend, meine Herren
03:06Guten Abend
03:07Guten Abend
03:10Skat gespielt?
03:11Ja, bis die Polizei uns stört
03:14Sie sind?
03:15Albert Jörg
03:17Mein Bruder Heinz, mein Bruder Bertram
03:21Und wem gehört die Wohnung?
03:22Uns
03:23Wir haben sie gemietet
03:24Zu dritt?
03:26Zu dritt, ja
03:26Was sind Sie vom Beruf?
03:28Ich bin kaufmännischer Angestellter
03:31Heinz ist Musiker in einer Bar
03:34Er hat seinen freien Tag
03:36Bertram ist Maschinenschlosser
03:40Entschuldige, Robert, bitte mach weiter her
03:44Also noch einmal
03:46Herr Egert lag am Boden, im Sterben
03:48Aber bevor er starb, machte er eine deutliche Aussage
03:51Jörg war es
03:53Die beiden Polizeibeamten sagen, es war eine klare, unbezweifelbare Aussage
03:57Er sagte nicht etwa, ich glaube, dass es Jörg war
04:00Er sagte, es war Jörg
04:02Kennen Sie Herrn Egert?
04:04Was heißt kennen?
04:06Wir kaufen da einen, wir alle drei kennen ihn
04:08Und er kennt Sie?
04:11Sicher kennt er auch uns
04:12Alle drei?
04:13Ja, alle drei
04:15Kennt er Ihre Vornamen?
04:19Wir sind manchmal zu zweit oder zu dritt im Laden gewesen
04:23Er hat die Vornamen sicherlich einmal gehört
04:26Jörg war es
04:28Hätte er da nicht gesagt, Albert Jörg war es
04:30Oder Heinz Jörg war es
04:32Oder Bertram Jörg war es
04:34Nun, das hat er eben nicht
04:36Aber es kann kein Zweifel bestehen
04:39Dass er einen von ihnen gemeint hat
04:41Dann hat er sich geirrt
04:45Dass er kein Wunder wäre
04:47Der Mann ist schließlich überfallen worden
04:49Die Angst, der Schock, die Dunkelheit
04:51Es war nicht dunkel, es war volles Licht im Laden
04:55Naja, wie auch immer
04:57Es kann sich nur um eine Verwechslung handeln
04:59Wie gesagt, wir waren hier und haben Skat gespielt
05:02Na, dann wollen wir doch mal das Spielchen durchspielen
05:05Robert, Falter, wir haben lange nicht mehr zusammen Skat gespielt
05:08Was?
05:09Na komm, setzt du dich zu
05:11Die Gestatten
05:14Ja, das ist ja sehr interessant
05:18Da würde ich doch schon 18 sagen
05:23Eine nette kleine Revolution
05:26Und so schön sortiert
05:28Die schönen neuen Karten sind also nicht gemischt worden
05:33Ja, 10 hier, 10 da, 10 dort, 2 im Skat
05:36Nur schnell von oben herunter
05:38Das Ganze ist also eine reine Dekoration
05:40Sie haben eine blühende Fantasie
05:41Ja, das hat man mir schon oft gesagt
05:44Ich sehe hier nur leere Gläser, leere Flaschen
05:46Und in der Küche gibt es auch nichts zu trinken
05:50Ist das von Bedeutung?
05:51Ja, ich denke schon
05:52Ich könnte mir vorstellen, dass Sie Durst gehabt haben
05:54Weiter Durst gehabt haben
05:55Und dass einer von euch aufgestanden ist und gesagt hat
05:59Ja, ich bring noch was
06:00Und weiß auch gleich, wie ihr in den Laden hereinkommt
06:03Tut mir leid, aber so war es nicht
06:04Und wie kommt dann Herr Egert dazu, zu sagen, der Jörg war es?
06:10Das kann ich nicht erklären
06:12Meine Fantasie reicht nicht so weit
06:14Was versprechen Sie sich eigentlich von dem Leugnen?
06:17Herr Kommissar, Sie können nicht drei Leute verhaften
06:21Und schon gar nicht drei Leute verurteilen
06:24Selbst wenn es einer von uns gewesen ist
06:26Was Sie zugeben?
06:27Ich gebe nichts zu
06:29Ich versetze mich nur an Ihre Stelle
06:31Ja, dann gehen wir
06:32Sind wir jetzt verhaftet?
06:34Wir fahren in den Laden hinüber
06:35Selbst wenn es einem von Ihnen unangenehm ist
06:37Wir haben nichts dagegen
06:39Sie täuschen sich, wenn Sie glauben, es ist uns unangenehm
06:43Also komm
06:51Was machen wir, wenn die alle drei jetzt plötzlich sagen, ich war es?
06:56Na, die Frage musst du den Richter stellen
06:58Ja, was macht der Richter, wenn alle drei ein Geständnis ablegen?
07:01In diese Lage dürfen wir den Richter gar nicht bringen
07:03Ja, aber das ist doch effektiv nicht zu machen
07:05Man kann doch nicht drei Leute einsperren, nur weil der Mörder dabei ist
07:08Also du machst mich richtig nervös
07:13Aber da kommt er ja, da bringen Sie ja den Mörder
07:16Da ist er ja, der Mörder
07:20Was haben Sie gesagt?
07:22Sagen Sie das nochmal
07:23Kommt Sie
07:32Moment noch
07:34Der Chef
07:36War hier das da?
07:38Ja, wer ist da?
07:40Die Frau Egert
07:41Ah ja
07:42Na warten Sie hier raus
07:44Das ist Frau Egerts Chef
07:59Guten Abend Frau Egerts
08:02Sie sagt, dass Ihr Mann gewöhnlich abends nicht hier im Laden ist
08:05Die Wohnung ist ungefähr 300 Meter von hier
08:07Aber manchmal da arbeitete Herr Egert länger und er wollte dann seine Frau nicht stören und schlief hier
08:13Ja, da gibt es ein kleines Büro mit einer Couch
08:16Ja, ich entschuldige
08:20Er hatte sich schon hingelegt
08:23Was hast du für einen Eindruck von Frau Egert?
08:27Ach, die sind in einer ganz schlimmen Verfassung
08:30Scheint eine sehr gute Ehe gewesen zu sein
08:32Gibt's Kinder?
08:34Ja, zwei, ein Junge und ein Mädchen
08:37Wo ist der Täter reingekommen?
08:39Durch die Kellertür
08:42Aber die ganze Sache ist etwas rätselhaft
08:50Die Tür hier war offen
08:51Was ist diese hier?
08:53Es gibt zwei Möglichkeiten
08:55Entweder hat Herr Egert vergessen, die Tür abzuschließen
08:58Und die zweite Möglichkeit?
09:00Ja, der Einbrecher hatte ja einen Nachschlüssel
09:03Das ist ein Abstellraum
09:04Dafür spricht auch, dass im Geschäft öfter was gefehlt hat
09:08Schnapsflaschen, Wein, Bier
09:10Es scheint, dass hier jemand sozusagen monatelang ohne Geld eingekauft hat
09:15Aber er hat nie Löcher hinterlassen in den Regalen
09:17Er hat immer alles schön geordnet
09:20Das war auch der Grund, warum man überhaupt erst zu spät gemerkt hat, dass etwas fehlt
09:24Also ich denke, dass jemand einen Nachschlüssel gehabt hat
09:27Ja, dann lass das Schloss ausbauen, ne?
09:28Wird gemacht, Chef
09:36Der Mörder muss die Flasche schon in der Hand gehabt haben, als er überrascht wurde
09:40Hier lagen die Schatten
09:41Er hat Herrn Egert mit der Flasche erschlagen
09:49Frau Egert
09:51Warum hat Ihr Mann heute Nacht hier geschlagen?
09:56Er hat Abrechnungen gemacht
09:59Er sagte, wenn es sehr spät wird, komme ich nicht mehr
10:04Geh ruhig schlafen
10:05Ich bleibe dann im Geschäft
10:08Hat er mit Einbrechern gerechnet?
10:11Nein
10:12Ja, es haben doch ab und zu Flaschen gefehlt
10:16Wir haben immer gedacht, dass sie am Tage weggenommen, gestohlen wurden
10:21Von Kunden
10:22Arbeiten Sie hier mit dem Geschäft?
10:24Ja
10:26Kennen Sie die Brüder Jörg?
10:28Ja, ich kenne sie
10:29Sie wissen, was Ihr Mann sagte, kurz bevor er starb?
10:34Er sagte
10:37Jörg war es
10:39Er hat nicht gesagt, welcher es war
10:42Vielleicht, weil er die Vornamen nicht kennt
10:44Ich kenne sie auch nicht
10:47Ich hätte auch nur sagen können
10:48Jörg war es
10:49Einer davon
10:53Sie stehen draußen
10:59Darf ich sie hier einholen?
11:02Oder wollen Sie sie nicht sehen?
11:12Ja, wir kennen sie
11:13Natürlich kennen wir sie
11:14Sie hat uns ja oft genug bedient
11:17Warum wollen Sie uns ausgerechnet dieser Frau gegenüberstellen?
11:20Nichts mit ihr zu tun
11:21Wir können das ja sagen
11:23Was wirst du hier sagen?
11:25Sie hat doch nur im Ohr, es war der Jörg
11:27Ja, Berti hat recht
11:28Wir können jetzt nicht sagen, dass wir sie nicht sehen wollen
11:31Wenn es euch nichts ausmacht
11:32Du wirst hoffentlich in welcher Verfassung die Frau
11:35Ja, natürlich, aber wir müssen rein, Albert
11:38Berti?
11:39Das macht mir nichts aus
11:41Wie ihr meinen
11:44Also dann
11:58Guten Abend, Freie
12:01Guten Abend
12:04Wir
12:07Haben gehört, was ihr Mann gesagt haben soll
12:13Es handelt sich doch um ein Irrtum, Mann
12:15Ein Missverständnis, was ihn meine Brüder bestätigen können, Heinz
12:19Ja, Frau Eggert
12:20Von uns war es niemand
12:23Es war niemand von uns
12:27Sagt du es auch, Berti?
12:30Nein, niemand
12:32Von uns jedenfalls nicht
12:35Ein Mann, der stirbt, sagt nicht die Unwahrheit
12:39Wenn er gesagt hat, Jörg war es
12:42Dann war es einer von euch
12:47Einer von euch
12:51Ist ein Mörder
12:53Dem Gott helfen möge
12:57Ich kann nicht mehr, Herr Kommissar
13:01Herr Wink
13:02Bring Frau Eggert nach Hause
13:08Kommen Sie vorhin
13:22Das muss die Frau ja sagen
13:25Ich verstehe das
13:27Nicht, dass ich das nicht verstehen würde
13:28Nach allem, was sie gehört hat
13:31Kann sie ja gar nicht anders
13:33Einer von uns ist für sie der Mörder
13:36Sie sind es nicht
13:39Sie wird es begreifen müssen
13:41Im Laufe der Zeit
13:43Also, wie Sie begreifen müssen
13:45Sie sich in einem Irrtum befinden, wenn Sie annehmen
13:48Es ist einer von uns gewesen
13:53Was passiert?
13:54Ja, darf ich Ihnen das mal eben zeigen?
13:59Hier
14:02Und wie?
14:04Mit einer Flasche
14:05Mit einer Flasche?
14:08Ja, der Mörder hat eine Flasche aus dem Regal genommen
14:10Als er überrascht wurde
14:12Er wusste offenbar nicht, dass Herr Eggert
14:15In dieser Nacht hier
14:17Geschlafen hat
14:18Im Nuo
14:20Ich hatte mal ein Gespräch mit Eggert
14:23Ja
14:25Er sagte
14:27Ich glaube, bei mir wird ein gebrochen
14:29Andauernd verschwinden bei mir Flaschen
14:31Darüber hat er mit Ihnen gesprochen?
14:33Ja
14:34Mit euch nicht auch?
14:36Mir hat er das auch mal erzählt
14:39Und ich habe es doch
14:40Von dir, glaube ich
14:42Aber eines Tages
14:43Erwische ich den Kerl
14:46Und wenn ich ihn erwische
14:47Dann bringe ich ihn um
14:48Bring ich ihn um?
14:50Hat er das gesagt?
14:52Herr Kommissar, ich habe eine Zeugenaussage zu machen
14:55Das
14:55Dann bitte zu Protokoll genommen werden
14:58Er sagte
15:00Wenn ich den Kerl eines Tages erwische
15:02Bring ich ihn um
15:03Was wollen Sie damit sagen?
15:06Na ja, vielleicht
15:09Vielleicht hätte Eggert eine Waffe?
15:12Dann sieht das doch alles schon ganz anders aus, oder?
15:14Dann wie?
15:16Wie stellen Sie das vor?
15:18Wenn ich mal meine Fantasie gebrauchen darf, Herr Kommissar
15:20Ja, bitte
15:22Eggert hat einen Einbrecher überrascht
15:25Ja
15:25Ein Mann, der
15:26Keine Ahnung hat, dass Eggert hier schläft
15:29Der Einbrecher steht gerade hier
15:31Holt sich gerade eine Flasche aus dem Regal
15:33Und plötzlich steht Eggert hinter ihm
15:35Bedroht ihn, greift ihn an
15:38Wie ich weiß, ist der Mann ziemlich cholerisch
15:42Vielleicht hat sich der Einbrecher nur seiner eigenen Haut gewehrt
15:45Haben Sie sich das schon mal überlegt?
15:48Ist da eine Waffe gefunden worden, Robert?
15:51Ja, ein Messer
15:52Es lag auf dem Boden
15:54Ein Messer
15:55Also, mit dem er auf den Einbrecher losgegangen ist
15:59Das wäre doch denkbar
16:02Worauf wollen Sie hinaus?
16:03Dass hier nichts ohne weiteres von Mord gesprochen werden kann
16:06Vielleicht von Notwehr
16:09Wieso nicht?
16:10Ich halte es so denkbar
16:12Hat er mir ein Messer gefunden, sagen Sie?
16:15Wo lag es?
16:16Ja, am Boden
16:18Im Ernst, Herr Kommissar, überlegen Sie sich das mal
16:21Der Einbrecher stand hier
16:23Stand er hier?
16:24Nein, er stand da drüben
16:29Er hat eine Flasche in der Hand
16:32Und keine Ahnung, dass Eggert hinter ihm aufgetaucht ist
16:35Plötzlich
16:36Es wird Licht gemacht
16:37Er fährt herum und sieht eine Hand auf sich zu kommen
16:40Eine Hand mit einem Messer
16:41Er blockt sie ab, ganz mühsam
16:42Denn Eggert ist groß, stark, kräftig, jähzornig, cholerisch
16:45Fragen Sie mal danach
16:46Sie sollten sich das mal bestätigen lassen, Herr Kommissar
16:48Es blieb ihm vielleicht gar keine andere Wahl
16:50Als den Mann eine Flasche über den Kopf zu schlagen
17:02Wird doch denkbar
17:06Heinz, was sagst du?
17:08Ja, ich könnte mir gut denken, dass es so gewesen ist
17:12Dass es schon dabei war, das Messer rein zu rennen
17:15Berti?
17:17Ja, soll man sich ja stechen lassen?
17:19Wegen einer Flasche
17:21Was war es denn überhaupt?
17:24Whisky
17:29War es denn so?
17:31Auf wen ist Herr Eggert denn mit dem Messer losgegangen?
17:34Ich gebe nur einer Vermutung wieder, Herr Kommissar
17:36Auch ich überlege, wie es gewesen sein kann
17:38Aber einer von Ihnen weiß es doch ganz genau
17:42Wenn der Tathergang so war, wie Sie ihn gerade beschrieben haben
17:45Dann wird das vor Gericht eine Rolle spielen
17:48Das mag ja alles sein
17:50Aber erwarten Sie jetzt nicht, dass einer von uns vortritt und sagt
17:53Ich war es
17:54Wir haben nichts damit zu tun
17:56Sie meinen, das Gegenteil kann Ihnen nicht bewiesen werden?
17:59Nein
18:02Werden Sie uns jetzt trotzdem verhaften?
18:04Nein
18:05Zunächst werden wir Ihre Wohnung durchsuchen
18:07Darf ich Sie bitten?
18:21Können Sie uns verraten, was Sie eigentlich suchen?
18:24Wie lange wohnen Sie hier mit Ihren Brüdern in dieser Wohnung?
18:27Schon sehr lange
18:29Ihre Eltern?
18:31Die leben nicht mehr
18:32Wann sind Sie gestorben?
18:34Vor 17 Jahren, was für einen Sinn haben diese Fragen?
18:38Ja, mich interessiert nur das Verhältnis, das Sie zueinander haben
18:41Es ist ein sehr gutes
18:43Ja, es ist sogar so gut, dass Sie einen Eid darauf leisten würden
18:47Keiner von Ihnen hat heute Abend die Wohnung verlassen
18:51Sie schwören doch, oder?
18:55Selbstverständlich
18:55Ein Mord und zwei in meiner Eile
18:57Die Sie nachweisen müssen
18:59Chef?
19:00Ja?
19:00Kommen Sie mal
19:08Das war im Abwasch
19:09Aha, ein Lippenstift
19:11Sieht aus, als waren die Yorks nicht allein heute Abend
19:14Tja, na, sucht mal weiter
19:21Nun, etwas Interessantes gefunden
19:24Ja, ein Glas mit einem hübschen kleinen Lippenstift drauf
19:28Sie waren nicht allein heute Abend, nicht wahr?
19:30Wir waren allein
19:32Ein Glas mit einem Lippenstift hat immer Besuch von euch
19:35Das Geschirr steht bei uns oft tagelang herum
19:38Wir sind kein perfekter Haushalt
19:39Olga war hier
19:42Olga?
19:45Seine Freundin, wann war sie da?
19:46Heute Mittag
19:48Zehn Minuten vielleicht
19:50Sicherlich nicht interessant für Sie
19:52Olga und wie heißt die Warte?
19:54Jarosch, Olga Jarosch
19:55Olga Jarosch
19:56Freundin ist vielleicht etwas zu viel gesagt
19:59Arbeitskollegin wäre besser
20:00Setzen Sie Ihre Fantasie jetzt wieder in Gang?
20:03Gib dem Kommissar die Adresse, bevor er danach war
20:06Ja, ich erbümmelte Sie sich nicht
20:12Ja, ich erbümmelte Sie sich nicht
20:36Ich erbümmelte Sie die Familie
20:38Nein
20:40Ein Junge von zehn Jahren
20:43Ja, und ein Mädchen von zwölf
20:45Sie kennen die Kinder wirklich nicht?
20:47Sie hören doch, nein
20:50Und Sie?
20:52Nein
20:52Und Sie natürlich auch nicht
20:55Ich hab die Nachbarin holen müssen, damit heute Nacht jemand bei den Kindern ist
20:58Ja, ist gut, Herr Ring
21:01Ach, ihr seid schon fertig?
21:02Ja
21:02Na, dann können wir gehen
21:21Musstest du, Olga, erwählen?
21:23Was hätte ich denn sagen sollen?
21:25Wenn die ein Glas finden mit Lippenstift
21:27Das müssen wir doch erklären
21:31Das hättest du jedenfalls nicht sagen sollen
21:33Aber Olga hält doch den Mund, Albert
21:34Die sagt doch nichts
21:35Auf Olga können wir uns vollkommen verlassen
21:50Sie fahren tatsächlich weg?
21:53Weil Sie sehen, dass Sie keine Chance haben
21:54Du bist ein so herrenverbrannter Idiot
21:56Ja, aber Sie fahren doch
21:57Wie durstlich hältst du dich eigentlich?
21:58Durstlich, als du selber bist
21:59Hast du dich angemischt?
22:01Hast du sie von oben herunter verteilt oder nicht?
22:04Und du glaubst immer noch
22:04Der Mann weiß nicht, was er tut
22:26Können wir Frau Egert sprechen?
22:28Sie geht nicht schlafen
22:29Sie geht einfach nicht schlafen
22:31Können wir reinkommen?
22:33Bitte
22:41Kommt, Kinder
22:43Kommt
22:43Hat es einer von Ihnen gestanden?
22:46Nein
22:47Sind Sie im Gefängnis?
22:49Nein
22:50Nicht?
22:52Solange wir nicht wissen, wer von den dreihender Täter ist
22:54Können wir nichts unternehmen, aber wir hoffen
22:56Sie hoffen?
22:57Ja
22:59Wäre es auch denkbar, dass Sie es nicht herausbekommen?
23:02Und dass der Mörder ungehindert über die Straße gehen darf?
23:05Wäre das denkbar?
23:07Ja, das wäre nicht auszuschließen
23:10Und was werden Sie tun?
23:13Frau Egert, ich bin gekommen, Ihnen einen Vorschlag zu machen
23:15Vorschlag?
23:16Ja, ich weiß natürlich nicht, ob Sie im Moment in der Lage sind, mich zu verstehen
23:23Sie könnten uns helfen
23:25Herr Rolf
23:30Guten Morgen, Herr Jörg
23:32Guten Morgen, Herr Kommissar
23:33Ich hätte Sie ganz gerne gesprochen
23:35Während der Arbeitszeit?
23:38Ja, ich habe bei der Geschäftsleitung um Erlaubnis gewinnt
23:41Was haben Sie gesagt?
23:42Kriminalfolizei, wir möchten an Jörg sprechen
23:44Ja, natürlich
23:45Finden Sie das richtig?
23:47Nehmen wir an, es wird uns nicht gelingen
23:49Sie oder einen Ihrer Brüder zum Beständnis zu bewegen
23:52Der Mordverdacht würde doch immer bleiben
23:55Und die Tatsache, dass Sie damit leben müssen
23:57Nicht nur heute und morgen, sondern jahrelang
24:00Vielleicht sein ganzes Leben haben
24:02Es wird immer jemanden geben, der sagt
24:04Aha, sind wir die drei?
24:06Einer von denen hat einen Mord begangen
24:11Was wollen Sie wissen?
24:14Wie Sie geschlafen haben
24:17Machen Sie einen Witz
24:18Nein
24:21Ich habe nicht besonders geschlafen
24:24Ist das alles, was Sie wissen wollen?
24:26Sie haben hier den Versand unter sich
24:28Ja
24:29Ja, ist ja eine ziemliche Verantwortung
24:32Aber man hat mir gesagt, dass Sie Verantwortung nicht scheuen
24:35Sie haben sich erkundigt
24:36Ja
24:37In der Personalabteilung, man hält dort sehr viel von Ihnen
24:41Eine Aufgabe, die Sie übertragen bekommen
24:43Die führen Sie durch gegen jeden Widerstand
24:47Ist das sehr wichtig für Sie?
24:49Herr Jock, Sie haben mir gesagt
24:51Vor 17 Jahren seien Ihre Eltern gestorben
24:53Woran?
24:55In einem Autounfall
24:56Und wie alt waren Sie damals?
24:5822
25:00Ah, da war Ihr Bruder Heinz 18 und Bertram 14
25:04Und Sie haben die Verantwortung für beide gehabt
25:07Sehen Sie jetzt, wie wichtig es für mich ist
25:10Wenn jemand sagt, dass Sie Verantwortung ernst nehmen
25:14Ja, das war eigentlich alles
25:17Wir sehen uns sicher noch
25:42Nein, das geht jetzt nicht, er hat Besuch
25:48Was hat denn Ihr Bruder mit der Polizei zu tun?
25:50Ach nichts, das Ganze ist ein Missverständnis
25:52Na, das will ich aber auch hoffen
25:58Also, haben Sie sich's überlegt?
26:00Was soll ich überlegen?
26:02Aber Sie kommen doch aus der Sache nicht raus
26:04Jedenfalls nicht so, wie Sie sich das vorstellen
26:07Der war's wert, eh gern das Schlag
26:10Waren Sie's?
26:11Können Sie fragen, bis Sie schwarz werden?
26:13Nein
26:13War's Ihr Bruder Albert? War's Heinz?
26:15Es war niemand von uns
26:16Sagen Sie mal, fertigen Sie auch Schlüssel an?
26:20Schlüssel?
26:24Meister, fertigen Sie hier in diesem Betrieb eigentlich noch Schlüssel an?
26:27Eigentlich nicht
26:28Ihr kennt es selbstverständlich
26:30Aber es wird nicht verlangen
26:31Also kann auch Herr Jörg Schlüssel anfertigen?
26:34Natürlich
26:36Die Kellertür bei Egert wurde nämlich mit einem Nachschlüssel geöffnet
26:40Es liegt also ziemlich nah, dass Sie den Schlüssel besorgt haben
26:44Was Sie nicht sagen
26:46Haben Sie mal gesehen, dass Herr Jörg an einem Schlüssel gearbeitet hat?
26:50Ja
26:51Aber das ist schon ein paar Monate her
26:54Ja, Moment mal
26:56Telefon für dich
26:59Ja?
27:01Heinz, Herrgott, wo steckst du denn?
27:02Ich rufe dauernd bei dir an
27:04Sie emberrt dir, dann mach es
27:05Irgendwas bei dir?
27:06Nein, nichts
27:07Was ist mit dem Kleinen?
27:10Ja
27:12Ja
27:13Nein, gar nichts, niemand
27:16Ist gut
27:16Ja
27:23War irgendwas für mich heute, Henry?
27:25Hat jemand nach Olga gefragt
27:28Wer hat gefragt?
27:29Ich weiß nicht, wer
27:30Die Polizei?
27:31Wieso, die Polizei?
27:42Herr Jörg, Telefon bitte, für Sie
27:45Ja, dann
27:48Hallo, Jörg
27:49Ich hör gerade, dass Sie nach Olga gefragt haben
27:51Warst du heute Morgen nochmal bei ihr?
27:53Ja, ja
27:54Ist alles in Ordnung
27:56Nein, nein, wirklich nicht, Albert
27:58Sie weiß genau Bescheid
28:01Ja, ja, ist gut
28:04Von ein Jahr, Osch
28:05Ja
28:06Also, Sie hab ich mir ganz anders vorgestellt
28:09Aber ich bin sehr beeindruckt
28:12Bitte kommen Sie hier rein
28:13Sie haben mich erwartet
28:15Erwartet?
28:15Ja, Sie stellen keine Fragen
28:17Sie wollen keine Erklärung
28:19Sie sagen einfach, wo kommen Sie hier rein?
28:21Ich habe Sie nicht erratet
28:23Aber ich kann mir vorstellen, weswegen Sie kommen
28:25Bitte
28:26Ja, natürlich
28:27Sie waren ja dabei gestern Abend
28:29Wobei, nein
28:31Nein?
28:33Was meinen Sie?
28:34Waren Sie nicht gestern Abend bei den Brüdern York in der Wohnung?
28:38Nein, abends nicht
28:39Mittags
28:40Ich war mittags dort zwischen eins und zwei
28:45Nur ganz kurz, zehn Minuten
28:46Ich habe nur etwas getrunken und bin dann gegangen, bitte
28:49Ich will Ihnen sagen, was ich von der Sache halte
28:51Sie waren dabei gestern Abend
28:53Nein
28:54Doch, Sie waren
28:56Plötzlich gab es nichts mehr zu trinken und einer von den Brüdern stand auf und sagte
29:01Ich besorge noch was zu trinken
29:02Was soll ich mitbringen?
29:04Und irgendjemand sprach von Whisky
29:06Nach kurzer Zeit kam dieser eine von den drei Brüdern wieder zurück, aber ohne Whisky
29:12Er war sehr aufgeregt und erzählte, was passiert war
29:15Dass nämlich Herr Egert im Laden war, mit dem Messer auf ihn losgegangen sei
29:20Und er sich nicht anders zu helfen gewusst hätte, als
29:23Die Flasche Whisky, die er schon in der Hand hatte, dem Egert über den Kopf zu schlagen
29:28Der rief um Hilfe und rannte auf den Hof
29:31Und ist da wohl zusammengebrochen
29:34Schlimm ist nur, dass er ihn erkannt hat
29:38Große Beratung
29:40Was kann man tun? Nichts
29:43Man muss abwarten
29:44Aber auf jeden Fall muss Olga hier weg
29:47Olga soll nach Hause gehen
29:49Sie war eben gar nicht hier
29:50Sie wird dann später angerufen und über alles informiert werden
29:54Nein
29:54Und Sie wurden angerufen, gestern Nacht noch
29:57Und da hat man Ihnen gesagt, dass Herr Egert kurz vor seinem Tod nur noch aussagen konnte
30:01Der Jörg war es
30:03Weiter nichts
30:04Keinen Vornamen
30:06Und Sie, Frau Njaros, will man aus der Sache heraushalten
30:10Sie hätten lediglich auszusagen
30:12Sie seien Mittagstag gewesen
30:14Nur zehn Minuten
30:15Und hätten etwas getrunken
30:18Nein
30:19So war es nicht
30:20Wer ist aufgestanden?
30:24Welcher von den dreien ist darunter gegangen?
30:27Was fragen Sie mich?
30:28Ich war nicht dabei
30:31Und Sie glauben, Sie können das ein Leben lang mit sich herumschlippen?
30:38Gehen Sie ran
30:46Sagen Sie ihnen, dass ich hier war
30:48Und dass ich Ihnen, Frau Njaros, einen Tag Zeit käme
30:52Auf Wiedersehen
30:58Bist du allein, Olga?
31:00Wenn du nicht allein bist, sag nur falsch verbunden
31:04Einen Tag?
31:06Na, was meint er damit?
31:09Nein, nein, komm nicht hierher
31:11Warum?
31:12Du hast mit der ganzen Sache nichts zu tun
31:18Gib mir einen Whisky, Henry
31:34Wollen Sie sich nicht zu mir setzen?
31:35Das ist doch sowieso Ihr Tisch
31:39Sie essen doch immer mittags hier
31:42Allerdings sind Sie heute sehr früh dann
31:45Ihre Brüder werden herkommen, nehme ich an
31:47Ist das richtig?
31:49Ja
31:51Sie werden sich besprechen wollen
31:53Kontrollieren, wie die Sache steht
31:55Ob sich irgendetwas ergeben hat, worauf man sich einstellen muss
31:59Aber ich kann Sie beruhigen
32:00Es gibt nichts Neues
32:01Trinken Sie ein Bier mit mir?
32:06Ein Bier bitte, Leon
32:07Ja, schon so
32:10Ich habe mit Fräulein Jarosch gesprochen
32:13Aber auch dort gibt es nichts Neues
32:16Sie hat gesagt, was sie sagen sollte
32:19Es steht also prächtig für Sie
32:23Bis jetzt
32:26Haben Sie die Zeitung gelesen?
32:28Ja
32:28Da steht die ganze Geschichte drin
32:30Natürlich ohne Namensnennung
32:32Ja, das können Sie den Journalisten nicht übel nehmen
32:34Die Geschichte ist einfach zu gut
32:36Natürlich werden eine ganze Menge Leute erfahren
32:39Dass Sie damit gemeint sind
32:41Sie und Ihre beiden Brüder
32:43Sie hatten sich entschlossen, das durchzuhalten
32:47Dass der Mordverdacht auch zwei Unschuldige trifft
33:00Ich werde Ihnen sagen, Herr York
33:01Wo Ihre schwachen Punkte sind
33:04Die beiden Unschuldigen sind es
33:06Die sich schließlich fragen
33:09Warum Sie das eigentlich alles auf sich nehmen
33:13Ich weiß, das ist kein Problem für Sie
33:15Aber es wird eins
33:17Nicht heute, nicht jetzt
33:19Aber vielleicht morgen schon
33:22Und noch einen schwachen Punkt gibt es
33:25Das ist Olga Jarosch
33:28Hät sie Ihre Aussage nicht schon gemacht?
33:31Ja, die sie machen sollte
33:34Aber ich werde sie jeden Tag fragen
33:36So lange, bis sie die Wahrheit sagt
33:38Sie wird jeden Tag dasselbe sagen?
33:41Nein, das wird sie nicht
33:43Weil nicht jeder Tag der gleiche Tag ist
33:46Weil sicher einmal ein Tag dabei ist
33:48An dem sie nicht begreifen wird
33:49Warum sie lügen soll
33:51Und das ist dann der Tag
33:52An dem sie sich fragt
33:53Warum sie sich so lange quälen lassen muss
33:57Wollen Sie sie quälen?
33:58Die Lüge quält sie
34:00Und jeden Tag ein bisschen mehr
34:13Na, ich will sie nicht länger aufhalten
34:16Herr Ober
34:18Ich habe jetzt bei dir zu bezahlen
34:20So, stimmt
34:21Dankeschön
34:28Stimmt das eigentlich, dass Sie der Whiskytrinker in der Familie sind?
34:34Auf Wiedersehen
34:35Auf Wiedersehen
34:44Wie kommt der hier her?
34:47Wieso spricht der von Whisky?
34:48Was wollte er?
34:49Hast du gesagt, dass ich Whisky trinke?
34:52Der Mann für deinen Nervenkrieg gegen uns
34:54Ja, aber wer hat ihm gesagt, dass ich Whisky trinke?
34:57Irgendjemand, was weiß ich
35:00Vielleicht zieht der Schlüssel da raus
35:03Irgendwas musste man doch gewollt haben
35:07Er sagt, es gibt zwei schwache Punkte bei uns
35:12Erstens
35:14Die beiden, die unschuldig sind
35:15Würden es irgendwann nicht mehr aushalten
35:17Unter Mordverdacht zu stehen
35:20Das ist ja verrückt
35:22Ist das das wirklich?
35:24Zweitens
35:26Olga
35:28Wie kommt er darauf?
35:29Ich habe doch mit ihr telefoniert
35:31Sie sagt, der Kommissar war nur ein paar Minuten da
35:33Sie hat ihm gesagt, was sie sagen sollte
35:34Dann ist er gegangen
35:36Und das beruhigt dich
35:37Sie fällt nicht um, Albert
35:39Olga doch nicht
35:41Ich finde, kein Mensch kann uns irgendwas wollen
35:43Wenn wir nur zusammenhalten
35:44Ganz stur, immer dasselbe sagen
35:46Nichts anderes
35:47Niemals was anderes
35:51Der Mann macht mich nervös
35:55Die Art, die er hat
35:58Warum ist er jetzt weggegangen?
35:59Er hat nicht einmal sein Bier ausgetrunken
36:04Und wenn er jetzt recht hat mit Olga?
36:27Kennst du die beiden?
36:30Wen meinst du?
36:32Die da
36:33Am zweiten Tisch
36:41Schau nicht hin
36:43Warum?
36:44Das ist Kriminalpolizei
36:47Kriminalpolizei?
36:48Was wollen die denn hier?
36:49Keine Ahnung
36:51Wieso kommen die denn hierher?
36:52Sei nicht so nervös
37:02Guten Abend
37:03Guten Abend
37:03Guten Abend
37:04Darf ich fragen
37:06Darf ich fragen, weswegen Sie hier sind?
37:08Meinetwegen?
37:10Ihretwegen?
37:10Nein, nicht ihretwegen
37:11Von Ihnen wollen wir nichts
37:13Das ist ein hübsches Lokal, nicht?
37:15Ja, ja, wirklich
37:15Und Sie spielen sehr gut
37:18Wollen Sie etwas von Olga?
37:22Von Olga Jarosch?
37:25Nein
37:27Also sind Sie Gäste hier?
37:31Ja, das nun auch wieder nicht, aber
37:33Aber wir haben keine Fragen an Sie
37:41Sie sagen nicht, was Sie wollen
37:44Komm, gib mir was zu trinken
37:45Aber kein Whisky
37:46Die denken sonst, ich trinke nur den Whisky
37:49Aber Sie stehen nicht so da
37:57Wir dürfen uns nicht auffällig benehmen
37:59Sie sind Gäste hier und damit hat sich's
38:02Sie sind meinetwegen da
38:04Wieso deinetwegen?
38:05Was wollen die sonst hier?
38:10Sag mal eins, stimmt das, was ich da höre?
38:12Einer von euch Jocks soll gestern Nacht einen mit der Flasche erschlagen haben?
38:16Wer hat das gesagt?
38:21Entschuldige, Henry
38:24Bitte entschuldige
38:31Ich glaube, die lassen Sie schließlich doch aus der Fassung bringen
38:40Waren Sie es?
38:41Was wollen Sie, Familie?
38:42Ich frage nur, ob Sie es gewesen sind
38:44Stehen Sie deswegen hier?
38:45Ja, ich steh deswegen hier
38:47Verstehen Sie aber vergebens
39:01War Sie oben auch?
39:04Wer war oben auch?
39:06Die Frau Egger ist still unten an der Haustür
39:07Sie hat mich gefragt, ob ich es gewesen bin
39:10Ach was
39:23Wartet Sie da unten auf uns?
39:25Und fragt jeden?
39:28Das ist sie
39:30Wetten, dass sie das ist?
39:34Mach nicht auf
39:36Wir müssen doch nicht aufmachen
39:37Wenn wir nicht aufmachen, dann geht sie wieder
39:45Nein, Albert!
39:46Ja, ja, das ist schon gut
39:51Was wollen Sie, Frau Egger?
39:53Entschuldigen Sie, wenn ich störe
39:54Aber ich dachte mir
39:56Geh hin, frag sie
39:58Sie müssen doch gerade stehen
40:00Für das, was Sie getan haben
40:02Frag doch jeden von Ihnen
40:04Und ich frage jetzt Sie
40:06Waren Sie es?
40:09Sind Sie es gewesen?
40:13Kommen Sie heran
40:22Frau Egger
40:26Ihr Mann war verletzt
40:29Er war kaum beim Bewusstsein
40:32Er hat etwas gesagt, was sich möglicherweise
40:35So angehört hat
40:37Er hat etwas gesagt
40:38Deinen Namen vielleicht
40:39Ja, ja, und das hat sich dann angehört wie Joachim
40:42Warum ist Ihr Bruder vor mir weggeraft?
40:44Ich habe gehört, wer die Treppe hinaufgelaufen ist
40:47Darf ich ihn danach fragen?
40:50Warum sind Sie vor mir davongelaufen?
40:52Waren Sie es?
40:54Waren Sie es? Waren Sie es?
40:56Hören Sie auf mit Waren Sie es?
40:59Sie soll rausgehen
40:59Schick Sie weg, Albert!
41:02Gehen Sie vor Egger
41:07Verlassen Sie die Wohnung
41:09Bitte
41:22Ist die verrückt, Albert?
41:46Ich glaube, das halten Sie nicht lange durch
41:50Was wollen Sie von mir?
41:52Ich gebe Ihnen eine Telefonnummer
41:55Da können Sie anrufen, wann Sie wollen
41:56Tag und Nacht
41:57Da ist immer jemanden zu erreichen
41:59Und wir werden jeden Tag kommen
42:01Und Sie fragen, welcher Joachim der Lorde ist
42:04Gute Nacht
42:06Gute Nacht, Frau in die Arsch
42:12Was wollten Sie von dir?
42:14Was ist das für ein Zettel?
42:16Sie haben mir eine Telefonnummer aufgeschrieben
42:19Die ich anrufen soll, wenn ich es mir überlegt habe
42:21Sonst wollten Sie nichts
42:24Nein
42:26Da können Sie aber lange warten
42:28Telefonnummer
42:30Die wissen nicht weiter, nicht was sie machen sollen
42:35Telefonnummer
42:37Die sind gut, was?
42:39So, jetzt kannst du mir aber was geben
42:55Also, gute Nacht, Olga
42:56Du wirst sehen, die melden sich nicht wieder
42:59Ich ruf dich morgen an
43:02Willst du nicht bei mir schlafen heute Nacht?
43:04Ich muss nach Hause
43:06Albert sagte, komm nach Hause heute
43:08Ach, das verstehst du doch
43:10Ja, ist gut
43:13Was hast du denn da?
43:17Du hast den Zettel eingesteckt?
43:21Warum hast du denn den Zettel eingesteckt?
43:24Sollte ich den auf der Bar liegen lassen?
43:25Nein, liegen lassen nicht
43:28Wegwerfen
43:29Ist doch ganz einfach
43:31Ich bin nervös, Hans
43:33Dazu besteht doch gar kein Grund
43:35Wir schlafen
43:36Gute Nacht
43:37Gute Nacht, Hans
43:54Entschuldigen Sie, wenn ich Sie auffrage
43:55Sind Sie es gewesen?
43:57Gehen Sie weg
43:59Waren Sie es
44:01Was wollen Sie von mir?
44:02Warum antworten Sie alle nicht?
44:04Warum laufen Sie davon?
44:10Ihr steht schon den ganzen Abend unten an der Haustür
44:13Den ganzen Abend?
44:14Aber das merken doch die Leute
44:16Das ist doch ein gefundenes Fressen für alle, dass sie da steht
44:19Die muss da weg
44:20Ach, die geht schon weg
44:21Ja, aber er sagt, dass sie schon den ganzen Abend da steht
44:23Die geht schon, wenn sie müde wird
44:24Geht sie schon
44:35Hat sie euch auch gefragt?
44:37Ja
44:38Waren Sie es?
44:39Die Frau ist doch verrückt
44:40Halt den Mann
44:40Das hast du doch auch gesagt
44:42Ich habe nicht gesagt, dass sie verrückt ist
44:45Wenn die da unten steht, Albert
44:46Die ganze Nacht vielleicht
44:48Die geht schon weg
44:49Das halte ich nicht aus
44:51Mir macht es jedenfalls nichts aus, dass die da unten steht
44:53Ach, dir nicht
44:53Dir nicht!
44:54Nein, verdammt noch mal!
45:07Wir haben uns etwas in die Hand versprochen
45:12Und wir kommen da raus
45:15Wir kommen da raus, wenn wir die Nerven behalten
45:17Aber nur dann!
45:18Aber ich will nicht, dass die da unten steht
45:23Schick sie weg, Albert
45:27Na, viel los ist wohl nicht mit der brüderlichen Liebe
45:36Ist
45:50Guten Abend, Herr Jock
45:52Ich hätte mir denken können, dass es ihr ein Fall war
45:54Und warum kommen Sie hier runter?
45:57Um der Frau zu sagen, dass sie verschwinden soll
46:00Wer wird denn von Ihnen so langsam nervös?
46:03Frau Egger, bitte gehen Sie weg
46:05Sie können nicht die ganze Nacht hier vor dem Hause stehen
46:07Das ist eine Belästigung
46:08Einen Moment!
46:09Sie können dieser Frau nicht verbieten, hier zu stehen
46:12Ihr Mann ist ermordet worden
46:13Und sie wird ja vielleicht das Recht haben, zu fragen, wer von Ihnen es gewesen ist
46:18Diese Frage werden Sie nämlich beantworten müssen
46:25Hat Ihr der Euter Jarosch die Telefonnummer gegeben?
46:28Ja
46:29Sie kann anrufen, wann sie will
46:31Ja, Tag und Nacht
46:33Kommen Sie, Frau Egger
46:51Ist sie weg?
46:53Sie wären nicht allein, dieser Kommissar war bei ihr
46:56Der Kommissar?
46:58Warum der Kommissar?
47:00Ja, Heinz
47:03Hat Olga dir etwas von einer Telefonnummer erzählt, die die Polizei ihr gegeben hat?
47:07Ja, eine Polizeinummer
47:10Aha
47:14Ja, die stellen sich vor, dass Olga da irgendwann mal anruft
47:21Aber keine Sorge, sie hat den Zettel weggeworfen
47:25Das heißt, ich habe ihn weggeworfen
47:28Du hast ihn weggeworfen
47:30Ja
47:35Was ist das für eine Geschichte mit dem Zettel?
47:48Sie schläft schon
47:58Wo hast du denn den Zettel hingeworfen?
48:01Na, hier
48:03Ich sehe nichts
48:08Siehst du was, Albert?
48:09Nein
48:12Vielleicht hat sie ihn wieder aufgehoben
48:13Quatsch, warum sollte sie ihn wieder aufheben?
48:15Hier liegt nichts
48:16Dann gehe ich rauf und frage sie
48:17Nein
48:19Wieso nein?
48:21Sie müssen genau überlegen, was wir machen
48:22Aber Albert, du glaubst doch nicht, dass Olga was sagt
48:26Wenn sie es doch tun
48:30Steigt ein
48:33Herr Goldberg
48:35Herr Goldberg
48:36Herr Heinz
48:38Na, gut geschlafen?
48:40Nicht besonders
48:41Kein Wunder, oder?
48:48Gib mir ein Whisky, Henry
48:50So, Frischmann
48:51Ich bin ihr nicht geschenkt
48:53Entschuldige, bitte
49:17Falsch verbunden
49:47Albert
49:5221, 47, 37, also doch.
49:56Nicht, nicht, leg's wieder hin.
49:59Die telefoniert, Albert.
50:02Jetzt krieg ich langsam Angst.
50:03Ja, was?
50:04Wisch die Mappe an.
50:10Komm raus, hier.
50:26Moment, wir haben geschlossen.
50:28Frau Linn Jarosch?
50:29Was wollen Sie hier?
50:32Ich habe gehört, Frau Linn Jarosch.
50:34Sie wissen, wer meinen Mann umgebracht hat.
50:37Sind Sie verrückt?
50:38Machen Sie, dass Sie rauskommen.
50:40Henry, du hast die Frau aus, sie hat hier nichts verloren.
50:43Wenn Sie es wissen, warum sagen Sie es nicht?
50:48Warum sagen Sie es nicht?
50:50Los, gehen Sie.
50:52Gehen Sie.
50:55Wer hat ihr gesagt, dass du hier bist?
51:11Haben Sie die Frau hergebracht?
51:14Die Frau Eger?
51:15Ja, sie sucht den Mörder Ihres Mannes.
51:19Wir haben ihr gesagt, fragen Sie doch mal die Olga Jarosch.
51:22Die weiß es.
51:26Warum sagen Sie es nicht?
51:52Ich weiß nicht, Henry, was in die Frau gefallen ist.
51:55Weißt du es wirklich nicht?
51:58Wo ist Olga?
52:09Olga.
52:11Lass mich zufrieden.
52:29Albert, habt ihr?
52:31Ja, wir haben den Zettel gefunden.
52:33Er war in ihrer Schreibmappe.
52:35Er hat sie ihn also aufgehoben.
52:36Ja, sie hat ihn aufgehoben.
52:40Aber du glaubst doch nicht, Albert, die ruft doch da nicht an.
52:50Bleiben Sie noch, Chef?
52:51Ja, Rehbein, du kannst nach Hause gehen.
52:53Warum gehen Sie da nicht, wenn es nicht mehr zu tun gibt?
52:56Ach, Rehbein.
52:57Ich denke nach.
52:59Und ich bin sicher nicht der Einzige, der das tut.
53:09Steht sie wieder unten?
53:11Nein, nein, es steht niemand unten.
53:16Ruf an.
53:18Oder hast du es dir anders überlegt?
53:19Es gibt keine andere Möglichkeit.
53:23Wir haben doch alles durchgesprochen.
53:40Versehen, ob sie da ist.
53:43Ja, bitte, Janosch.
53:46Wer ist da, bitte?
53:48Ist da jemand?
53:51Melden Sie sich doch.
53:53Warum melden Sie sich nicht?
54:06Wir gehen über den Hof.
54:07Lasst das Licht brennen.
54:20Wer.
54:34Was ist das?
54:36Wer ist aber.
54:39Sojr.
55:08Hallo.
55:12Ja, Fräulein Jarosch.
55:14Ich...
55:16Ich hab Angst.
55:34Wer war's?
55:35Wer ist aufgestanden und wollte noch etwas zu trinken besorgen?
55:38Wer von den drei Brüdern?
55:41Sie müssen es mir jetzt sagen.
55:46Heinz...
55:48Heinz ist es.
55:58Warum steigt ihr nicht aus?
56:05Ihr habt gesagt, ihr geht mit rauf.
56:12Albert...
56:13Du hast gesagt, wir schaffen es.
56:15Wir kommen da raus.
56:17Du hast gesagt, wir machen alles zusammen.
56:25Albert!
56:28Albert!
56:38Du hast gesagt...
57:03Das war's für heute.
57:13Hallo?
57:17Hallo?
57:23Heinz Jörg?
57:25Begreifen Sie endlich, dass es aus ist.
57:30Der Kommissar hat das Haus überwachen lassen.
57:35Er hat damit gerechnet, dass er kommt.
57:49Alles in Ordnung, Chef. Es ist nur einer raufgegangen.
58:10Danke.
58:52Musik
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