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KurzfilmeTranskript
00:01Was bisher geschah.
00:03Und weißt du, was das heißt?
00:06Dass Mama Bernhard immer noch liebt.
00:08Meinst du?
00:08Naja, natürlich.
00:09Wieso hätte sie sonst so ein Happy End geschrieben?
00:11Ich glaube nicht, dass sie das geschrieben hat.
00:14Ist das eine ganz andere Schrift?
00:16Das ist Bernhards Schrift.
00:18Können Sie nicht nochmal mit ihr reden?
00:20Sie wissen doch, wie sie sich fühlt.
00:21Sie waren in derselben Situation.
00:23Ich habe es ja schon versucht,
00:25aber sie will mich ja nicht einmal mehr anhören.
00:27Manchmal sind Worte eben nicht genug.
00:29Regenbogen entstehen, wenn Licht durch die Wolken bricht
00:32und die Sonne den Regen berührt.
00:34Ich wünsche Ihnen, dass auch in Ihrem Leben
00:36die Sonne immer wieder einen Weg durch die Wolken findet.
00:39Jacques Leblanc.
00:40Du musst dem Richter nur sagen,
00:42dass du mich als einen vertrauenswürdigen,
00:44rechtschaffenden Menschen kennengelernt hast.
00:46Ich hoffe, dass sie sich auf nichts einlassen,
00:48nach allem, was er ihnen angetan hat.
00:49Nee, ganz bestimmt nicht.
00:51Was bietest du mir?
00:53150.000 Euro.
00:55Okay.
00:57Ich tue es.
00:58Was ich aus diesem Herzen möchte, ist dem Gericht
01:01und euch allen hier meine aufrichtige Reue bezeugen.
01:05Du weißt, dass es falsch ist, für Oskar auszusagen.
01:09Entscheide dich für das Richtige.
01:10To walk these streets without you.
01:17I hate being on my own.
01:20So many souls around you.
01:23But it never feels like home.
01:26Home is where there's no mistaking.
01:30And I'm a million miles from you.
01:35But if we stay strong.
01:39I know we'll make it through.
01:44Ich schwöre, die Wahrheit zu sagen, und nichts als die Wahrheit.
01:53Er wird doch nicht.
01:54Ich schwöre, die Wahrheit zu sagen, und nichts als die Wahrheit zu sagen.
02:01Ich schwöre, die Wahrheit zu sagen.
02:01Aber lassen Sie sich trotzdem bei Hause.
02:04Sie kennen Oskar Kastellow seit über 20 Jahren.
02:07Aber halten Sie ihn der Verbrechen, der er hier angeklagt ist, für fähig?
02:24Herr Hund?
02:25Haben Sie meine Frage verstanden?
02:31Ja, ich habe die Frage verstanden.
02:32Ich glaube, dass Oskar Kastellow jedes einzelne dieser Verbrechen begangen hat.
02:49Oskar Kastellow wurde immer nur von einem einzigen Gedanken getrieben.
02:54Er wollte die Macht in der Firma.
02:57Und dafür wäre er über Leichen gegangen.
03:00Also dafür ist er über Leichen gegangen, wie es aussieht.
03:02Wie zalten Sie ihn noch, verdammt?
03:04Äh, Einspruch, reine Mutmaßung.
03:06Herr Bernhard Hund wurde vor der Verteidigung als Leumundszeuge aufgerufen.
03:10Und er wird seiner Rolle gerecht.
03:12Er sagt uns genau, was er vom Angeklagten hält.
03:17Bitte, fahren Sie vor uns.
03:22Herr Kastellow hat mich bestochen, damit ich hier für ihn aussage und lüge.
03:27Ich gebe zu, dass ich es tun wollte.
03:33Ich habe für mich hier in Deutschland keinen Ausblick mehr gesehen und wollte weg.
03:36Das Geld hätte mir dabei sehr geholfen.
03:40Aber ich kann es nicht tun.
03:41Ich habe Karoline, meine Tochter Karoline, immer dazu erzogen, die Wahrheit zu sagen.
03:53Also muss auch ich mich daran halten.
03:56Nein, ich halte Oskar Kastellow nicht für einen guten Menschen.
03:59Und ich glaube nicht, dass er sich in Zukunft an die Gesetze halten wird.
04:03Ich halte ihn für einen skrupellosen Verbrecher, von dem ich kein Geld annehmen möchte.
04:09Das ist mein Bisschen.
04:13Das macht es sich nicht nur schlimmer.
04:23Ist das rührend.
04:25Das hätte sich Bernhard gar nicht zugetraut.
04:27Entschuldige, Gudrun.
04:33Dieser EDV-Match hat mir noch schnell von Kastellows' neuen Organizer gegeben
04:36und mir dabei noch kurz erklärt, wie ich von meinem Computer aus ihre Termine koordinieren und ihr online schicken kann.
04:42Dann will Frau Kastellow sich also wieder mehr in der Firma engagieren.
04:46Ja, Tamara ist doch jetzt bald in Amerika.
04:48Und was soll sie denn so mutterseelen allein in dem riesigen Haus?
04:51Da fällt dir doch nur die Decke auf den Kopf.
04:52Ist es dir nicht auch so gegangen?
04:54Ich meine, als du dich von Bernhard getrennt hast.
04:57Ich habe doch mal einen Beruf.
04:58Und außerdem bin ich nicht wirklich allein.
05:01Bernhard ist wirklich sehr romantisch.
05:04Bernhard romantisch?
05:06Conny, vielleicht bist du da ein bisschen voreingenommen.
05:09Findest du?
05:09Ja, das finde ich.
05:11Gudrun, ich bin mit Bernhard durch.
05:13Ende der Geschichte.
05:13Sag mal, langsam muss doch die Verhandlung mal vorbei sein.
05:21Naja, die Anklageliste ist ziemlich lang.
05:23Das kann man wohl sagen.
05:26Ich kenne meinen Onkel mein Leben lang.
05:30Ich habe mich so in ihm getäuscht.
05:33Wenn ich mir vorstelle, dass er meinen Papa...
05:35Tamara, das ist doch nur eine Vermutung.
05:37Soll sich nicht länger mit solchen Gedanken belasten.
05:39Mama hat er doch auch fast umgebracht.
05:41Er hat sie zum Selbstmord getrieben.
05:45Sie könnte tot sein.
05:46Dafür wird er auch seine gerechte Strafe erhalten.
05:52Spiecher?
05:54Und?
05:56Ja.
05:58Verstehe.
06:01Ja.
06:06Ja, verstehe.
06:08Ja.
06:09Das Urteil ist gesprochen.
06:35Dein Onkel wurde in allen Anklagepunkten verschuldigt befunden.
06:37Was heißt das?
06:40Er muss für acht Jahre ins Gefängnis.
06:49Ich kann dir gar nicht sagen, wie froh ich bin, dass es vorbei ist.
06:52Papa.
06:53Danke, mein Schatz.
06:56Stimmen bitte auf.
07:01Gute Zusammenarbeit macht sich eben bezahlt, Herr Kollege.
07:04Vielen Dank, Herr Staatsanwalt.
07:05Ich bin sehr erleichtert.
07:08Trotzdem war das alles ein bisschen viel für mich.
07:10Ich weiß.
07:11Wer könnte sie denn nach vorne sehen?
07:12Wir haben Frau Oskar nichts mehr zu befürchten.
07:14Und wir können uns endlich wieder um Kastellow-Optik kümmern.
07:16Ludwigs Lebenswerk.
07:18Und zwar ohne Machtkämpfe, krumme Geschäfte oder Waffen.
07:22Danke, Barbara.
07:23Dass Oskar zu einer solchen langen Haftstrafe verurteilt wurde,
07:25haben wir nicht zuletzt ihn zu verdanken.
07:27Letztendlich war es die Aussage von Herrn Hund,
07:30die sein Schicksal besiedelt hat.
07:36Der Typ hat mich total geblendet.
07:38Und ich schäme mich dafür.
07:41Bernhard war immer mein wirklicher Vater.
07:42Und er wird dir bestimmt immer ein guter Vater sein.
07:49Wir beide sind noch nicht fertig miteinander.
07:52Genau das sind wir.
07:53Fertig miteinander.
07:54Ich wüsste nicht, du musst.
07:55Du bekommst mein Kind.
07:56Nein.
07:56Sollte die Familie Kastellow eine Stellungnahme abgeben,
08:22informiere ich sie gerne.
08:23Aber damit ist nicht mehr zu rechnen.
08:24Ja, wieder.
08:26War Papa hier, oder ist ich mein Bernhard?
08:29Dann, warum sollte er?
08:30Er hat die Wahrheit gesagt.
08:32Über Oskar.
08:33Und nur deshalb ist er zu acht Jahren verurteilt worden.
08:35Ist das nicht der absolute Wahnsinn?
08:37Ja, ich bin mir sicher,
08:38dass Oskars Taten für sich gesprochen haben
08:39und Bernhards Aussagen gar nicht nötig waren,
08:41damit er verurteilt wird.
08:42Doch, sonst hätte Oskar doch gar nicht versucht,
08:43ihn zu bestechen.
08:45Papa hat sich nicht kaufen lassen.
08:48Caro, das ist doch kein Grund,
08:49Bernhard jetzt einen Heiligenschein zu verpassen,
08:51nur weil er nicht gelogen hat.
08:53Ich verstehe überhaupt nicht,
08:54wieso du so fies über ihn redest.
08:55Wir lassen uns scheiden, ja?
08:58Es tut mir sehr leid, Caro,
08:59aber damit musst du dich abfinden.
09:03Aber hast du denn das Buch gar nicht gefunden?
09:05Hä?
09:06Was hat denn das eine mit dem anderen jetzt zu tun?
09:09Ich wünschte,
09:10ich hätte dir diesen Unsinn nie geschrieben.
09:12Und weißt du, Caro,
09:12wie das Ganze endet?
09:14Ja?
09:14Mit der Scheidung.
09:17Du bist so herzlos.
09:19Wenigstens ist jetzt alles vorbei.
09:39Ja.
09:40Da kann es niemandem mehr etwas antun.
09:42Soll ich denn Tee servieren lassen?
09:44Das wäre sehr nett, Thorst.
09:45Und danke, dass wir uns abgeholt haben.
09:48Du hast es dir schon erzählt?
09:50Ja, acht Jahre.
09:51Viel zu wenig für das,
09:52was er uns angetan hat.
09:53Beinahe wäre es gar nicht dazu gekommen.
09:55Er hätte ja Hund nicht gegen,
09:56sondern wie von der Verteidigung geplant,
09:57für Oskar ausgesagt.
09:58Dann wäre es vielleicht ganz anders ausgegangen.
10:00Das ist es ja zum Glück nicht.
10:01Jetzt können wir endlich mit allem abschließen.
10:05Mama, ich würde dich gern was fragen.
10:06Ja.
10:08Unter vier Augen.
10:10Natürlich.
10:10Ihr entschuldigt uns einen Moment.
10:11Liebes, was ist denn los?
10:19Geht es um den Prozess?
10:21Das hier habe ich im Wohnzimmer gefunden.
10:23Ich habe es schnell verschwinden lassen,
10:24bevor es noch jemand sieht.
10:26Es ist kein Geheimnis,
10:27dass Herr Leblanc mir einen Kristall geschenkt hat.
10:29Er hat ja auch einen Liebesbrief geschrieben.
10:32Tamara.
10:33Ach, du möchtest gerne was mit dem anfangen?
10:35Es ist nicht so, wie es aussieht.
10:37Dass ich das einmal zu meiner Tochter sagen würde,
10:41hätte ich auch nicht gedacht.
10:43Das ist kein Liebesbrief,
10:45sondern Herr Leblanc hat sich damit lediglich
10:47für einen netten Abend bedenkt.
10:49Mit einem Kristall.
10:50Und warum schreibt er irgendwas mit Regenbögen dazu?
10:53Herr Leblanc ist eben Franzose.
10:54Mit denen geht die poetische Ader manchmal durch.
10:57Aber ihr kennt euch doch gar nicht.
10:59Herr Leblanc und ich haben uns in den letzten Tagen
11:01etwas besser kennengelernt.
11:02Wir haben uns gut unterhalten.
11:04Er hat vor einiger Zeit seine Frau verloren
11:06und er konnte nachfühlen, wie ich mich gerade fühle.
11:10Das können wir auch.
11:12Natürlich, aber trotzdem ist es etwas anderes,
11:14mit einem Menschen zu sprechen,
11:16der das alles selbst miterlebt hat.
11:18Das hat mir einfach gut getan.
11:21Tamara, zwischen Herrn Leblanc und mir ist nichts vorgefallen.
11:26Und ich kann dir wirklich versichern,
11:28ich werde nie einen anderen Mann lieben als dein Vater.
11:32Schon gar nicht Herrn Leblanc.
11:33Außerdem ist er sowieso wieder in Paris.
11:36Und das hier war sein Abschiedsgeschenk.
11:41Und jetzt lass uns nicht weiter darüber reden, ne?
11:45Okay.
11:45Das ist ja wirklich hübsch, ja.
12:10Das ist eine Nummer vom Zimmerservice.
12:12Das ist ja wirklich hübsch, ja.
12:12Das ist eine Nummer vom Zimmerservice.
12:15Wissen Sie, wie ich mich das alles hier zu verdanken habe?
12:19Einen miesen kleinen Hausmeister.
12:22Dabei habe ich alles genau geplant, alles richtig gemacht.
12:25Aber dieses dreckige Schwein hält sich nicht an die Augen.
12:29Ein Hausmeister bringt mich in den Knast.
12:30Mich.
12:31Oskar Kastelhoff.
12:32Und wenn diese Bande von Gutmenschen in meiner Familie glaubt,
12:38ich gebe auf, da haben sie sich geirrt.
12:39Ich lege Revisionen ein.
12:41Und zwar sofort.
12:42Sofort.
12:47Schöne Scheiße.
12:48Kastelhoff.
13:07Kastelhoff.
13:08Oder wir feiern das Urteil einfach in Mona Lisa.
13:24In Mona Lisa?
13:26Oder irgendwo anders.
13:28Ehrlich gesagt, würde ich...
13:29würde ich am liebsten zu Hause bleiben.
13:31Wirklich?
13:32Ich weiß, ich sollte mich freuen, aber...
13:35ich kann das Ganze noch gar nicht richtig fassen.
13:36Hey, Oskar sitzt im Knast.
13:39Das steht fest.
13:40Oskar hat schon ganz andere Dinge fertiggebracht.
13:42Hast du gesehen, wie er mich angeschaut hat?
13:44Du, wir sind doch nicht fertig miteinander.
13:46Dana, das sind doch alles leere Worte und selbst wenn.
13:49Ich bin doch bei dir.
13:55Hey, was hältst du davon?
13:56Wir bestellen uns Pizza und machen ein Picknick im Bett.
14:00Ein Pizza-Picknick?
14:01Klar.
14:01Ich nehme Tomaten mit Rucola. Und du?
14:05Dana, was ist denn?
14:06Aua, mein Bauch.
14:08Ich glaube, das sind die Wehen.
14:10Okay, okay. Ganz ruhig.
14:11Ruhig dich. Ich hole Hilfe, okay?
14:15Aua!
14:16Hallo?
14:17Lenzje, meine Freundin hat Wehen im 8er Monat.
14:21Villa Kastell auf Hugo-Heinrich-Straße 1.
14:23Beeilen Sie sich bitte, ja?
14:25Danke.
14:25Danke.
14:31Vielen Dank.
14:31Hallo, Betty.
14:45Was willst du?
14:48Einen Kaffee-Latte-to-go, bitte.
14:51Kommt sofort.
14:51Ich, ähm, bin gerade auf dem Sprung nach Hamburg und ich dachte, ich nehme eine kleine Stärkung mit.
15:00Ja.
15:03Betty, das, was auf dem Klassentreffen passiert ist, das wollte ich nicht.
15:13Ich finde dich wirklich sehr sympathisch und ich möchte nicht, dass das zwischen uns steht.
15:18Und wann kommt er denn nach Hamburg?
15:24Paul und du, meine ich.
15:26Ach, Katja, von mir aus kannst du gerne aufhören mit deinem Theater.
15:31Ich habe übrigens gute Neuigkeiten für dich.
15:33Paul und ich, wir gehen gar nicht nach Hamburg, weil es Paul und mich nämlich nicht gibt, ja?
15:37Er müsste übrigens schon in Hamburg sein.
15:39Also, wenn du wieder zu Hause bist, kannst du dich gerne gleich wieder an ihn ran schmeißen.
15:43Ich wollte mich wirklich nicht zwischen euch drängen.
15:45Nein, bestimmt nicht.
15:46Natürlich wolltest du Paul zurück.
15:49Und weißt du was?
15:49Du hast ganze Arbeit geleistet.
15:51Respekt.
15:51Also, hör auf mit deiner Heuchelei, ja?
15:53Kannst ihn übrigens wieder haben.
15:54Ich will ihn gar nicht mehr.
15:56Geht aufs Haus.
15:58Der Kaffee übrigens auch.
15:59Hallo, mein Schatz.
16:20Hast du gehört?
16:21Oskar Kasteloff hat acht Jahre Gefängnis bekommen.
16:24Hallo.
16:24Was machst du eigentlich?
16:27Sag mal, du hast dieses Buch mitgenommen?
16:31Conny wollte es wegwerfen, Karl, obwohl Bernhard das liebevollste Ende geschrieben hat, das man sich nur vorstellen kann.
16:37Verstehe gar nicht, warum Conny nicht zu tränen gerührt ist.
16:39Gudrun, jetzt misch dich doch da nicht ein.
16:43Sie liebt ihn immer noch, Karl.
16:45Das alles sind nur Missverständnisse und verletzte Gefühle.
16:48Sonst wären die beiden schon längst wieder ein Paar.
16:53Ich dachte, du bist froh, dass er sich von Bernhard getrennt hat.
16:58Ja, das war ich am Anfang auch.
17:01Aber er hat sich verändert.
17:03Ein Mann, der sowas schreiben kann.
17:05Er hat ein gutes Herz.
17:08Und deshalb werde ich dafür sorgen, dass Conny ihm eine zweite Chance gibt.
17:12Und wie willst du das anstellen?
17:15Lies.
17:16Lies.
17:18Du willst das Buch diesem Autor schicken?
17:22Er ist ihr Idol, David Benedikt.
17:26Ja, aber du kannst ihn doch nicht bitten, einen Verlag für dieses Buch zu finden.
17:30Nicht ohne Connys und Berlert Zustimmung.
17:32Er ist Experte für Liebesgeschichten, Karl.
17:35Und wenn er das Ende von Bernhard gut findet,
17:37vielleicht sieht Conny dann ein, dass ihre Liebe noch eine Chance verdient.
17:44Gudrun.
17:45Du bist unverbesserlich.
17:55Und vielen Dank nochmal für die schnelle Hilfe.
17:57Wir haben uns wirklich Sorgen gemacht.
17:58Kein Problem.
18:02Du hast uns einen ganz schönen Schreck hier angejagt.
18:04Sag das nicht mir.
18:06Hey, du hältst uns gar nicht mehr aus da drin?
18:08Jetzt wird's ja nicht mehr lange dauern.
18:10Nach vier Wochen.
18:12Wenn ich mir vorstelle, dass ich die ganze Zeit liegen muss,
18:15dann will das Kind nicht gefährden.
18:16Aber wenn du endlich da raus bist, hab ich was gut bei dir, okay?
18:20Ich würde mir da keine allzu große Hoffnung auf Entgegenkommen machen.
18:24Danach wird's erst richtig stressig.
18:26Spielst du da auf was Bestimmtes an?
18:27Ich würde mich hüten.
18:29Naja, ein bisschen Stress ist ja nicht so schlimm.
18:31Hauptsache, ich kann mich wieder bewegen.
18:33Bis dahin werde ich dir die Zeit schon vertreiben.
18:34Ich verspreche dir, dass sie nicht langweilig wird.
18:38Jonas, was hältst du davon, wenn ich mich um Dana kümmere?
18:41Schließlich weiß ich doch als Frau am besten,
18:43wie Dana sich in dieser Situation fühlt.
18:46Ich sag eben Teresa Bescheid, dass sie noch ein paar Dinge besorgt.
19:04Morgen Nachmittag?
19:08Du, da hab ich frei, da könnte ich mitkommen.
19:10Aber ich dachte, warum wollen sie denn jetzt mitkommen?
19:13Ich dachte, sie wollen nicht mehr mein Manager sein.
19:16Ich hab meine Meinung geändert.
19:18Sicher?
19:20Ja, nicht, dass ich mir jeden Tag einen neuen Manager suchen muss.
19:22Ich mein es ernst, Lars.
19:24Diesmal steht meine Entscheidung, egal was passiert.
19:26Also, wenn du noch willst.
19:29Ja, klar, Trainer.
19:30Gut.
19:31Und wie sieht es aus? Kann ich morgen mit?
19:33Ach, das ist keine große Sache.
19:34Der Vereinsarzt will nur meine Fortschritte sehen.
19:37Drei Knie beugen und dann bin ich da wieder raus.
19:40Also, ich könnte mir vorstellen,
19:41dass die Untersuchung eines renommierten Sportmediziners
19:44etwas gründlicher ausfällt.
19:46Aber ich will auch nicht mitkommen, um Händchen zu halten.
19:48Sondern?
19:49Es wird Zeit, dass ich mir in Braunschweig eine Bleibe suche.
19:51Ah, sie wollen also Nägel mit Köpfen machen.
19:55Bevor ich mir wieder alles überlege.
19:56Nee, nee, diesmal mache ich es richtig.
19:59Hier hat mich sowieso nichts mehr.
20:01Papa!
20:04Danke, dass eben im Gericht,
20:06das war so groß von dir.
20:08Ich bin so stolz auf dich.
20:11Dann finde ich es, Caro.
20:12Du hast mich wachgerüttelt.
20:14Es tut mir leid, dass ich überhaupt daran gedacht habe,
20:15Stopp, stopp, stopp, stopp, stopp.
20:18Das war mein Text.
20:19Ich muss mich bei dir entschuldigen.
20:23Als ich rausgefunden habe, dass Oskar mein Vater ist,
20:26da bin ich total durchgeknallt.
20:28Ich habe die ganze Zeit nur Jet Set und Willen
20:30und was weiß ich gesehen.
20:32Nee, das war sehr verlockend.
20:34Wer wüsste das besser als ich?
20:35Aber ich habe die ganze Zeit die krummen Touren von Oskar mitbekommen.
20:39Nur weil ich wollte, dass er mich akzeptiert,
20:41habe ich alles für normal empfunden.
20:43Ach, Caro, es ist ganz natürlich,
20:45dass man will, dass der eigene Vater einen liebt.
20:46Aber ich hatte doch die ganze Zeit einen Vater, der mich liebt.
20:51Dich.
20:53Ich habe dich so lieb, Papa.
21:07Und als Bernhard Hund dann doch die Wahrheit gesagt hat,
21:09war Oskar am Ende.
21:10Das willst du alles gar nicht wissen, oder?
21:13Betty, was ist los?
21:17Katja.
21:18Begegnung der dritten Art?
21:22Hi.
21:24Dana hatte vorzeitige Wehen.
21:26Aber keine Sorge, alles wieder in Ordnung.
21:27Sie muss nur im Bett liegen bleiben.
21:29Mama kümmert sich.
21:30Oh, verstehe.
21:31Du bist aus der Schusslinie gegangen,
21:32damit sie dich nicht für die Pflege anspannt.
21:34Nee.
21:34Ich hatte vorhin ein ganz komisches Gespräch mit ihr.
21:37Über diesen Franzosen.
21:39Über Herrn Leblanc?
21:40Ja.
21:42Sie meinte, sie wären nur Schicksalsgenossen.
21:45Aber sie war sehr komisch dabei.
21:46Weißt du, was da los ist?
21:47Entschuldigt, ich glaube, wir haben jetzt zwei Baustellen.
21:49Ach so.
21:50Klar, verstehe, wir gehen an den Tisch.
21:51Was wollte sie denn?
22:00Kaffee.
22:01Betty.
22:03Sie wollte sich entschuldigen.
22:07Ich mochte Liliana wirklich.
22:10Aber trotzdem habe ich sie ihr übel genommen,
22:12dass sie den Platz meiner Mutter einnehmen wollte.
22:15Du meinst, es ist verständlich.
22:17Irgendwann habe ich gemerkt,
22:21wie einsam und elend Ludwig zur Mutter war.
22:25Das habe ich bei Mama auch gemerkt.
22:27Weißt du, und dann habe ich gesehen,
22:28dass sie ihm wahnsinnig gut getan hat.
22:31Sie hat ihn glücklich gemacht.
22:32Und dass er meine Mutter trotzdem weiterhin in seinem Herzen trägt.
22:38Und genauso ist das auch bei Liliana.
22:41Sie wird Ludwig ihr Leben lang nicht vergessen.
22:43Aber deshalb kann niemand von ihr verlangen,
22:46dass sie für den Rest ihres Lebens einsam bleibt.
22:49Weißt du,
22:51wenn Liliana die Chance hat,
22:53noch einmal einem Menschen zu begegnen,
22:54der sie glücklich macht,
22:56dann sollten wir ihr das gönnen.
23:06Also das hier habe ich geliebt.
23:08Die Atemtechniken sind wirklich hervorragend.
23:10Viel besser als die,
23:11die man heute in diesen Geburtsvorbereitungskursen lernt.
23:14Okay, danke.
23:14Und hier sind gymnastische Übungen.
23:16Die sind wirklich, wirklich gut.
23:18Naja, im Moment vielleicht nicht gerade das Richtige.
23:21Aber das hier wird dir gefallen.
23:23Essen für zwei.
23:25Apropos Essen.
23:27Du musst dringend genügend Flüssigkeit zu dir nehmen.
23:30Danke, Liliana.
23:36Schafgabe,
23:36Melisse,
23:37Frauenmantel und Timberblätter.
23:39Das ist wirklich sehr gesund.
23:40Aber noch sehr heiß.
23:41Ich trinke ihn später.
23:41Natürliche Geburt.
23:48Wenn du Lust hast,
23:49können wir uns das Video jetzt ansehen.
23:52Jonas?
23:54Könntest du uns einen Videorekorder besorgen?
23:56Äh, klar.
24:00Ähm, das heißt natürlich,
24:01ich weiß gar nicht,
24:02ob wir sowas haben
24:02oder ob es sowas überhaupt noch gibt.
24:04Nein, macht nichts.
24:06Dann schauen wir uns jetzt in aller Ruhe
24:08das Buch an.
24:10Liliana,
24:10ich könnte dich auch ablösen.
24:12Das ist nicht nötig, Jonas.
24:13Ich mach das gerne.
24:14Jetzt, wo Oskar nicht mehr da ist,
24:30kannst du doch auch wieder
24:31bei Castellopoptik arbeiten.
24:33Ach, ich weiß nicht.
24:34Man soll nicht rückwärts blicken im Leben, Caro.
24:36Aber Mama und du,
24:38ich meine,
24:38wenn ihr wieder zusammenarbeitet,
24:39dann könntest du doch...
24:40Entschuldigung, wenn ich störe,
24:41aber ich müsste dann mal...
24:43Soll ich im Internet mal
24:44nach einer Wohnung in Braunschweig suchen?
24:46Ja, das wär nett.
24:47Zwei Zimmer, so vier bis 500 Euro warm.
24:50Alles klar.
24:51Bis dann.
24:53Du willst also noch Braunschweig?
24:56Endgültig?
24:57Es ist das Beste.
24:59Blödsinn.
25:00Du liebst Mama,
25:01ich weiß es.
25:03Doch,
25:04ich, ich, ich,
25:05ich hab dein Ende
25:05von Mamas Roman gelesen.
25:07Ja, und deine Mutter
25:08hat es weggeworfen.
25:09Aber das hat nichts zu bedeuten.
25:12Ehrlich, Papa,
25:13Mama ist momentan
25:14total durch den Wind.
25:15Caro,
25:16es ist aus.
25:17Aber du liebst Mama doch.
25:19Das seh ich dir doch an.
25:21Du kannst mich jederzeit
25:22im Braunschweig besuchen, okay?
25:24Du kannst es auch nicht
25:24einfach so aufgeben.
25:26Du musst um sie kämpfen.
25:27Denk an dein Happy End.
25:29Das hat nichts zu bedeuten.
25:33Ich hab das geschrieben,
25:34damit ich loslassen kann.
25:35Das war ein Märchen,
25:36eine Schmonzette,
25:37weiter nichts.
25:38Aber das wirkliche Leben
25:39ist anders.
25:41Meine ist am Ende, Caro,
25:42endgültig.
25:44Und es ist besser,
25:44dass ich weggehe.
25:55Hallo.
25:55Robert,
25:56das bist du ja endlich.
25:57Mensch,
25:57ich hab schon seit über
25:58einer Stunde Feierabend.
26:00Tut mir leid.
26:01Im Großmarkt
26:02war die Hölle los.
26:03Hab ich dich von irgendwas
26:04Wichtigem abgehalten?
26:06Ja, ich, ähm,
26:07ich wollte noch Haare waschen
26:09und außerdem wollte ich
26:09eine neue Maske ausprobieren
26:10und ich wollte auch endlich
26:11mal diesen Krimi zu Ende lesen.
26:12Das klingt ja wahnsinnig spannend.
26:16Mein Leben ist nicht öde,
26:17nur weil Paul in Hamburg ist.
26:19Jetzt hab ich endlich mal
26:19wieder Zeit für mich.
26:20Darauf freu ich mich
26:21schon seit langem.
26:22Entschuldige.
26:24Was ich wollte.
26:25Ich hab vergessen,
26:26dass du Liebeskummer hast.
26:28Aber Petty,
26:28das geht vorbei.
26:30Und bis dahin solltest du dich
26:31von deinen Freunden
26:32noch durch den Faden
26:33verwöhnen lassen.
26:34Ja.
26:35Das heißt,
26:35du kochst heute Abend für mich?
26:38Heute?
26:38Na, du willst doch,
26:39dass ich das durchstehe.
26:41Ja.
26:42Könnte ich zahlen, bitte?
26:43Ich komme sofort.
26:44Verzeihung,
26:45aber ich meinte
26:46Ihren Kollegen.
26:48Ähm,
26:49Robert,
26:49dein Typ wird verlangt.
26:52Ja, ich komme gleich.
26:53Ich räume schon mal
26:54die Tische ab.
26:55Ich rühre.
27:08Ich rühre.
27:09Tschüss.
27:10Ich rühre.
27:11Tschüss.
27:12Tschüss.
27:18Ich rühre.
27:19Auch die, weil du was von mir.
27:28Nicht nur die.
27:32Diese dämliche Annonce in der Zeitung war.
27:35Denkt wirklich jede Freundin, Ruder, ich wäre die Erfüllung aller Frauenträume.
27:41Ja und?
27:43Bist du etwa nicht der beste Lover der Stadt?
27:46Wie soll ich denn da den Ansprüchen gerecht werden?
27:49Wenn mir so ein Ruf vorauseilt.
27:51So langsam scheint dir doch noch alles in Ordnung zu kommen.
28:01Mit Christian und mir sowieso. Zum Glück.
28:04Und da Oskar jetzt verurteilt wurde, kann endlich auch Liliana ihren Frieden finden.
28:08Und vielleicht noch einmal einen neuen Anfang mit der Neblanc wagen.
28:12Bleibt eigentlich nur noch Betty.
28:15Sie verrennt sich regelrecht in die Vorstellung, dass da noch etwas ist zwischen Paul und Katja.
28:19Kommt mir irgendwie bekannt vor.
28:24Schließlich war auch ich bis vor kurzem auf dem besten Weg, das Wichtigste in meinem Leben zu verlieren.
28:28Meine Liebe zu Christian.
28:31Und wer weiß, was passiert wäre, wenn wir nicht durch die Ereignisse der letzten Zeit darauf gestoßen worden wären,
28:36wie wichtig wir doch füreinander sind.
28:39Fast müssten wir Oliver und Oskar noch dankbar sein.
28:41Vielleicht braucht Betty ja auch so einen Anstoß von außen.
28:45Allein wird sie es wahrscheinlich nicht schaffen, sich wieder mit Paul zu vertragen.
28:49Und wer könnte sie besser anstoßen als ihre beste Freundin?
28:53Also, Alisa, worauf wartest du?
28:55Es gibt einiges zu tun.
28:56Das duftet gut.
29:11Ich habe Brot gebacken.
29:14Du hast gebacken?
29:15Naja, das ist nur eine Backmischung.
29:17Aber ich finde, Dana sollte im Moment nur die besten Zutaten zu sich nehmen.
29:20Alles, was ihren Magen...
29:21Ähm, Dana und ich, wir wissen es sehr zu schätzen, dass du dir so viel Mühe gibst.
29:29Aber das ist doch selbstverständlich.
29:31Ich habe wegen des Prozesses alle Termine in der Firma abgesagt und keiner vermisst mich.
29:36Es ist trotzdem sehr nett.
29:41Aber...
29:41Aber?
29:43Na, komm schon, Jonas, raus mit der Sprache.
29:47Es ist so.
29:49Weißt du, ich fühle mich total nutzlos.
29:50Ich würde auch so gerne was für Dana tun.
29:53Ich kann das einfach nicht so gut wie du.
29:55Ja, ich...
29:56Ich verstehe.
29:59Ich habe es wohl ein bisschen übertrieben.
30:02Ein ganz kleines bisschen vielleicht, ja?
30:04Ist kein Problem.
30:05Ich habe sowieso noch genug andere Dinge zu tun.
30:09Macht euch einen schönen Abend.
30:11Zu zweit.
30:13Danke.
30:20Danke.
30:35Hallo, hallo.
31:00Ratte mal, was ich mitgebracht habe.
31:07Vogelfutter?
31:09Betty-Futter.
31:12Kein Futter für dich.
31:14Tut mir leid, Kleiner.
31:15Hast du denn schon einen Namen für den Vogel gefunden?
31:18Lakritze.
31:19Das ist aber kein schöner Name, nachdem du damals deinen Vogel mit Lakritze vergiftet hast.
31:23Der Vogel heißt doch nicht Lakritze, sondern Erika.
31:27Ja, ich bin mir nicht sicher, ob es ein Mädchen ist, aber bei Kurt war ich mir auch nicht sicher, ob es ein Junge ist.
31:34Und ein Mädchen ist mir auf jeden Fall im Moment lieber.
31:38Danke, die sind alle für dich.
31:40Na super, habe ich ja jetzt den Vorrat für die nächsten drei bis vier Jahre.
31:44Meinst du?
31:46Betty, ich habe noch mal nachgedacht über das, was du mir über deine Begegnung mit Katja erzählt hast.
31:53Ach nee, ich hatte das Thema gerade mal vergessen.
31:55Ja, Lakritze wirkt immer bei dir.
31:58Ganz im Ernst.
32:00Ich glaube, du hast da einen Fehler gemacht.
32:03Und du wirst mir bestimmt gleich sagen, welcher das ist.
32:06Allerdings.
32:08Die Sache mit dir und Paul, das ist was Besonderes.
32:10Das kannst du nicht einfach so aufgeben.
32:13Und jetzt die, du musst um deine Liebe kämpfen, Nummer, ja?
32:15Ja, und ich weiß, wovon ich rede.
32:18Betty, ich hätte Christian um ein Haar verloren, weil ich zu misstrauisch, zu stolz, zu was weiß ich, dämlich war.
32:25Ja, aber Paul ist nicht Christian.
32:28Aber er liebt dich.
32:30Und du liebst ihn.
32:31Ach, und deshalb knuscht er seine Ex.
32:33Das hatte vielleicht überhaupt nichts zu bedeuten.
32:36Ich finde jedenfalls, ihr solltet euch noch mal richtig aussprechen.
32:39Es besteht nicht die geringste Chance, dass du mit diesem leidigen Thema von selbst aufhörst, ja?
32:45Ich habe was für uns.
33:09Noch ein DVD-Player? Wozu?
33:13Willst du mich etwa auch mit Geburtsvideos foltern?
33:15Ja, ganz sicher nicht.
33:17Was ich hier habe, wird dir Spaß machen.
33:19Na, dann bin ich ja mal gespannt.
33:20Das darfst du auch sein.
33:22Ich sage nur Golf, Fußball, Formel 1, Baseball.
33:25Interessante Beschäftigungen für eine Hochschwangere mit Neigung zu frühzeitigen Wehen.
33:29Aber du kannst ja gleich eine Standleitung zu dem netten Notast von heute Nachmittag legen.
33:33Das wird nicht nötig sein.
33:34Was ist das?
33:38Eine Spielekonsole.
33:41Ist das nicht nur für Kinder?
33:42Blödsinn. Ich wette, in fünf Minuten bist du süchtig danach.
33:44Probier es wenigstens mal aus.
33:47Meinetwegen.
33:47In acht Jahren ist Oskar wieder ein freier Mann.
34:09Obwohl er allerhöchstwahrscheinlich für den Tod meines Vaters verantwortlich ist.
34:13Das geht so nicht.
34:14Okay.
34:17Jetzt ist es also amtlich.
34:29Mein Onkel Oskar wird die nächsten acht Jahre im Gefängnis verbringen.
34:34Acht Jahre.
34:34Wie viel Schönes hätte er in dieser Zeit erleben können.
34:41So viel wird geschehen und er wird es nicht mitbekommen.
34:46Zum Beispiel, wie glücklich Alisa und Christian miteinander sind.
34:50Sie mussten einen steinigen Weg gehen, aber sie haben ihr Glück gefunden.
34:56Ob da bald die Hochzeit ins Haus steht?
34:58Keine Ahnung, aber ich bin mir sicher, dass die beiden sich durch nichts und niemand mehr trennen lassen.
35:07Das nennt man Liebe.
35:08Oskar wird auch nicht da sein, wenn Dana ihr Kind bekommt.
35:15Ein Kind, das vielleicht sogar seins ist.
35:18Aber Dana will nichts mehr mit ihm zu tun haben.
35:21Sie ist übrigens viel entspannter, seit sie und Jonas ein richtiges Paar sind.
35:29Wir spielen doch mal.
35:30Klar?
35:31Natürlich.
35:31Ich hätte ehrlich gesagt nie gedacht, dass die beiden...
35:38Aber das Leben wirkt zu einigen Überraschungen.
35:44Die größte Überraschung für mich ist, dass Mama sich vielleicht bald wieder neu verliebt.
35:55Die Vorstellung ist erstmal komisch.
35:57Ich dachte immer, dass sie nach Papas Tod alleine bleiben wird.
36:01Aber Christian hat recht.
36:03Das wäre ein trauriges Leben.
36:06Und Mama hat verdient, glücklich zu sein.
36:09Das wäre nicht fair.
36:11Wenn sie nach ihrem ersten Leben, an das ich sich lange Zeit nicht mal erinnern konnte,
36:16und nach ihrem zweiten Leben mit Papa,
36:20das unwiederbringlich zu Ende ist,
36:23kein neues Glückliches finden könnte.
36:27Ich glaube, ich bin nicht ganz unschuldig daran,
36:30dass sie Herrn Leblanc wieder zurück nach Frankreich geschickt hat.
36:35Manchmal fällt es uns eben schwer, Veränderungen zu akzeptieren.
36:40Und während wir uns an unserem Alltag festhalten,
36:44verpassen wir so viel Wunderbares.
36:48Wir sollten alle unser Glück suchen,
36:50unsere Chancen wahrnehmen.
36:52Wer weiß, wie lange sie noch da sind.
37:03Ich hab dich so lieb, Mama.
37:06Und ich will, dass du glücklich wirst.
37:08Ja.
37:09Ja.
37:10Untertitelung des ZDF, 2020
37:40Erbannat!
38:10Ein sympathischer Mann.
38:13Ich habe...
38:14...175 auf dem höchsten Punkt der Stadt erbaut.
38:17Und 1914...
38:18...Kudrun!
38:26Hallo, Kani.
38:27Komm rein.
38:28Danke.
38:29Ich...
38:30Ich hoffe, ich störe nicht.
38:32Du störst überhaupt nicht.
38:32Darf ich dir den Mantel abnehmen?
38:34Ja, gern.
38:37Danke.
38:38Gerne.
38:39Darf ich dir irgendwas anbieten?
38:41Nein, ich wollte wirklich nur fragen, ob alles in Ordnung ist.
38:45Ja, natürlich ist alles in Ordnung.
38:47Setz dich doch.
38:48Ja.
38:49Warte.
38:50Entschuldige.
38:51Gut.
38:53Oh.
38:55Entschuldigung.
38:55Und?
39:05Benedikt?
39:07Der David Benedikt, der Autor?
39:15Was?
39:16Mein Roman?
39:27Ich habe Ihnen eine Frage gestellt.
39:36Einen Moment mal.
39:38Ich finde das ja alles sehr nett von Ihnen, aber ich verstehe immer noch kein Wort.
39:42Wie, bitte schön, sind Sie denn an meinen Roman gekommen?
39:45Wie, bitte schön, sind Sie denn an meinen Roman gekommen?
39:46habe ich eine Frage gestellt.
39:51Ja.
39:51Nein.
39:52Ja.
39:54Nein.
39:58Ja.
40:06Ich bin clinician.
40:08Ja.
40:08Wollten Sie nicht schon längst wieder in Paris sein?
40:31Ich musste umkehren. Es ging nicht anders.
40:34Die Stunden, die wir gemeinsam verbracht haben, waren etwas Außergewöhnliches für mich.
40:41Ich fühlte uns so nahe, wie ich Seelenverwandte.
40:49Herr Leblanc, ich...
40:50Ich weiß, dass Sie mich weggeschickt haben.
40:53Und ich will Sie auch zu nichts drängen.
40:57Ich kann Sie nur bitten, mich anzuhören.
41:02Ich...
41:03Sie bedeuten mir unendlich viel, Iliana.
41:07Und ich meine zu spüren, dass auch ich Ihnen nicht gleichgültig bin.
41:10Es ist etwas Kostbares.
41:13Geben Sie uns eine Chance.
41:20Caro, ich finde es wirklich rührend, wie sehr du dich um unsere Ehe bemüßt.
41:24Aber dafür ist es zu spät.
41:25Du wirst schon sehen, in ein paar Wochen sind wir beide nach Braunschweig.
41:28Was?
41:29Natürlich gönne ich dir alles Glück der Welt.
41:31Das ist lieb von dir, aber ich...
41:33Und wenn dir dieser Herr Leblanc gut tut,
41:35dann gibt es keinen Grund, warum du dich nicht mit ihm treffen solltest.
41:37Dann sorgen wir erstmal dafür,
41:39dass Iliana ihre Treufe nicht aus den Augen verliert.
41:41Und dann...
41:42...kümmern wir uns um unsere Ehe.
41:44Einverstanden.
41:45Einverstanden.
41:45Untertitelung des ZDF für funk, 2017
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