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  • vor 3 Monaten

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Kurzfilme
Transkript
00:00Was bisher geschah.
00:04Ich hab akzeptiert, dass du dich scheiden lassen willst.
00:06Aber dass du mit unserer Geschichte hausieren gehst und mich vorführst, das ist das Letzte.
00:11Bei meinen Eltern läuft der Laden bald wieder, dafür werde ich sorgen.
00:15Liebste Conny, ich bin vielleicht kein Robert Brinkmann, der deine Nächte in einen Orkan der Leidenschaft verwandelt.
00:23Ich bin nur der Stallknecht, der dich auf seine Weise liebt und immer lieben wird, dein Bernhard.
00:28Das hab ich immer gewollt, mit dir zusammen glücklich sein.
00:31Und den Ort mit dem Regenbogen Sand deines Vaters finden.
00:34Naja, du alleine hättest mir natürlich gereicht, aber so ist es ein bisschen wie ein Märchen.
00:40Was ist eigentlich dieser Helle Blanc für ein Mensch?
00:43Gehört der auch zu diesen zwielichtigen Geschäftspartnern von Oskar?
00:46Nein, überhaupt nicht. Er hatte ausschließlich mit Ludwig zu tun.
00:50Ich fand ihn ehrlich gesagt auch ziemlich charmant.
00:54Gar nicht so furchtbar, wie du immer behauptet hast.
00:55Das ist er auch nicht.
00:59Ich hab mir nur einfach nicht die Mühe gemacht, ihn besser kennenzulernen.
01:02Wenn Madame Kastelow sich entscheidet, das dafür mal auszuscheiden, könnten sie jederzeit auf mein Angebot zurückkommen.
01:25Ich bin nur gekommen, um unsere Verabredung abzusagen.
01:32Oh, jetzt muss ich mich aber bereiten.
01:47Richtig, Sie sind ja mit meiner Stiefmutter verarbeitet.
01:50Madame Kastelow.
01:51Ich bin nur gekommen, um unsere Verabredung abzusagen.
01:55Mir sind leider andere Verpflichtungen dazwischen gekommen.
01:57Ja, wir können die Verabredung verschieben.
01:59Ich kann auch einen Tag länger in Schönroder bleiben.
02:02Das ist nicht nötig. Auf Wiedersehen, Herr Leblanc.
02:04Madame Kastelow, ich weiß nicht, wie viel Sie mitgehört haben, aber ich denke, Sie haben es falsch verstanden.
02:10Ich wünsche Ihnen eine gute Heimreise, Herr Leblanc.
02:13Ich habe mich so auf unseren gemeinsamen Ausflug gefreut.
02:16Tja, man bekommt nicht immer, was man will.
02:18Lala, jetzt warte doch mal.
02:35Ich glaube, das alles war nur ein riesengroßes Missverständnis.
02:39Mit Angebot hat Herr Leblanc nicht irgendeinen Betrag gemeint.
02:42Er will uns einen fähigen Manager besorgen, falls wir uns aus der Firmenleitung zurückziehen.
02:45Damit er die Übernahme von Kastelow Optik aus dem Hinterhalt planen kann?
02:50Ich werde mich nicht aus dieser Firma zurückziehen, auch wenn er das gerne hätte.
02:53Ich weiß ja, dass Ihnen das alles nichts angeht. Das ist ihm auch klar.
02:56Aber ich glaube, er mag dich.
02:58Ich glaube, er wittert eher ein gutes Geschäft.
03:01Du meinst tatsächlich, er spekuliert darauf, dass Kastelow Optik früher oder später verkauft wird, wenn wir uns zurückziehen?
03:06Aber natürlich. Herr Leblanc ist Geschäftsmann. Und er plant seit langem, um unsere Firma zu kaufen.
03:12Ja, das stimmt. Aber mir hat er gesagt, dass er an einem Kauf nicht mehr interessiert ist. Und das glaube ich ihm.
03:17Ich hätte ihm gestern auch fast geglaubt, als er den verständnisvollen Witwen Tröster gespielt hat.
03:22Aber ihr habt euch da schon näher kennengelernt. Und immerhin hast du dich ja heute mit ihm verabredet.
03:26Ja, und jetzt bin ich doppelt froh, dass ich keine Zeit für ihn habe.
03:29Dann wolltest du den Termin ohnehin absagen?
03:32Natürlich. Deshalb bin ich ja überhaupt erst hergekommen.
03:36Dann glaubst du also, er hat sich nur mit dir getroffen, um dich zum Verkauf der Firma zu überreden?
03:41Ich weiß es nicht. Und es ist mir im Grunde genommen auch egal, was Herr Leblanc will oder was er nicht will.
03:47Jetzt schau mich nicht so an, Christian.
03:51Es ist alles in Ordnung.
03:56Na?
04:12Petty?
04:15Was machst du denn hier?
04:17Paul bereitet gerade ein Frühstück für uns vor.
04:19Weil wir die schöne große Wohnung in Hamburg bekommen haben, die mit einem sonnigen Kinderzimmer.
04:23Du hast ihm immer noch nicht gesagt, dass du noch keine Kinder willst?
04:28Ja, wie denn? Da kann ich ja gleich Schluss machen.
04:30So wie Paul sich auf Kinder mit mir freut.
04:32Das ist doch Unsinn. Aber du musst es wenigstens ansprechen.
04:36Ah, Lisa, wie soll das denn zwischen Paul und mir jemals gut gehen,
04:39wenn wir uns schon bei der ersten grundlegenden Frage nicht einig werden können?
04:42Das ist doch noch gar nicht raus.
04:43Ja, aber beim Thema Kinder, da gibt es nur Ja oder Nein.
04:46Und nicht vielleicht und ein bisschen für ein paar Wochen zum Testen mit Rückgabegarantie.
04:50Bist du dir denn wirklich sicher, dass du niemals Kinder möchtest?
04:53Was weiß ich, was ich in zehn Jahren möchte?
04:57Im Moment kriege ich alleine bei dem Wortbaby schon eine Panikattacke.
05:01Ich bin einfach nicht dafür gemacht, für sowas Kleines zu sorgen.
05:05Aber in solche Aufgaben, da wächst man doch rein.
05:07Ich nicht.
05:09Erinnerst du dich noch, als meine Mutter mich zu mehr Verantwortungsgefühl erziehen wollte?
05:12Und dir diesen Wälder, den sie sich geschenkt hat?
05:14Ja.
05:15Gerade mal eine Woche hat das bei mir ausgehalten.
05:17Und da ist er ausgeblüxt.
05:19Gestorben.
05:21Ich habe ihn mit Lakritze gefüttert.
05:23Betty, wie alt warst du damals?
05:27Sieben?
05:28Denselben Fehler würdest du doch nicht noch mal machen.
05:30Ja, aber jede Menge anderer.
05:32Lisa, ich kann das nicht.
05:36Das glaubst du jetzt, aber rat's nur ab.
05:39Das ist alles eine Frage der Übung.
05:40Robert, weißt du, wo Betty ist?
05:47Nein, sie hat nichts gesagt.
05:49Sie ist einfach rausgegangen.
05:51Wir wollten zusammen frühstücken.
05:53Ja, sie kommt bestimmt gleich wieder.
05:54Ja, dann machst du mir auch so einen, bitte.
05:56Ja.
06:04Dankeschön.
06:05Danke.
06:08Robert, hast du jetzt schon Zeit?
06:10Habe ich.
06:13Liebste, Conny.
06:14Ich bin vielleicht kein Robert Brinkmann, der deine Nächte in einen Orkan der Leidenschaft verwandelt.
06:19Ich bin auch kein Feingeist und kein großer Romantiker.
06:22Was ist das so auch sein?
06:23Orkan der Leidenschaft.
06:25Respekt.
06:26Hör bloß auf damit.
06:27Ich bin nur der Stallknecht, der dich auf seine Weise liebt und immer lieben wird.
06:32Dein Bernhard.
06:33Das ist ja bestimmt lieb gemeint, aber damit schießt er sich wohl in ein Tor.
06:39Bis er auch nur sehr die Annonce aufgegeben hat.
06:41Ah, stimmt.
06:44Vielleicht will ihn ja auch jemand veräppeln.
06:45Oder seinen Konkurrenten aus dem Weg schaffen, ne?
06:49Ich habe damit nichts zu tun.
06:51Ich bin ja schließlich auch nur Opfer.
06:52Ich sehe schon, wie du leidest.
06:56Sag mal, kann es sein, dass heute nur Frauen hier sind?
07:04Hier.
07:06Ein Cappuccino.
07:07Oh.
07:08Der sieht aber gut aus.
07:10Ganz viel Leidenschaft gemacht.
07:12Oh.
07:36Caro.
07:37Caro, komm mal schnell.
07:38Oh.
07:42Was ist das denn?
07:57Mal was, Bernhard.
07:58Morgen, Herr Lenz.
08:00Morgen, Freund.
08:02Und?
08:02Steht was Neues in der Zeitung?
08:04Doch nicht schon wieder Entschüllungen über unseren Ex-Chef?
08:06Nein.
08:12Irgendwann erfahren Sie es ja doch.
08:19Hallo, Lars.
08:20Ach, guten Morgen.
08:22Übrigens, ganz schön mutig von Ihnen.
08:24Was?
08:25Na ja, die Annonce.
08:26Ist Ihre Lieblingstaktik was?
08:28Offensive ist die beste Verteidigung.
08:30Du, ich weiß überhaupt nicht, wovon du redest.
08:32Na hier.
08:32Ja.
08:32Das darf auch mal nicht wahr sein.
08:45Wie, haben Sie die Annonce nicht selber in die Zeitung gestellt?
08:49Ich?
08:50Bist du verrückt geworden?
08:52Aber das steht doch Bernhard.
08:57Ich kenne meinen Mann, glauben Sie mir.
08:59So was wird er nie tun.
09:04Du hast diese Anzeige aufgegeben?
09:06Warum?
09:07Na, wenn Mama das liest, dann muss sie Bernhard einfach verzeihen.
09:10Ich weiß nicht, ich finde, er kommt aber nicht so gut weg.
09:13Na ja, aber sie muss auf ihn zugehen und dann sprechen sie miteinander und das ist doch gut.
09:18Caro weiß Bernhard von deiner Aktion.
09:22Achtung, dies ist ein Anruf für Caroline Castell...
09:26Guten Morgen, Bernhard.
09:27Caroline, hast du die Anzeige gesehen?
09:31Ja, und? Gefällt sie dir?
09:34Ist das du, warst du das?
09:37Sag mal, hast du völlig den Verstand verloren?
09:39Willst du mich zum Gespött der ganzen Stadt machen?
09:41Wie, wie, wie kommst du denn darauf?
09:44Wie ich darauf komme?
09:45Erst breitet Conny ihr Liebesleben in einem Buch vor halb schönen Rode aus.
09:48Und dann blamiert mich meine Tochter auch noch vor der anderen Hälfte.
09:51Wie stehe ich denn jetzt da?
09:51Naja, wie ein Mann mit Herz, der seine Frau liebt und um sie kämpft.
10:00Ich bin nur der Stallknecht.
10:01Der arme Vollidiot, der immer noch nicht kapiert hat, dass seine Frau längst was Besseres gefunden hat.
10:07Bernhard!
10:08Das gibt's nicht.
10:14Da hat er eine Riesenchance und macht mich dumm an.
10:17Caro, das kann man auch anders sehen.
10:20Welcher Mann hat es gern, wenn sein Nebenbuhler öffentlich als Orkan der Leidenschaft gepriesen wird?
10:25Und als Feingeist?
10:27Und Romantiker.
10:29Aber so habe ich das doch gar nicht gemeint.
10:31Nein, das hättest du besser dazu schreiben sollen.
10:53Keine Sorge, Kleiner.
10:55Gleich kriegst du ein Zimmer mit Fenster.
11:01Was ist das denn?
11:06Brauchst du hier ein bisschen mehr Gesellschaft oder ist das ein dezenter Hinweis, dass ich dich öfter besuchen soll?
11:10Dagegen hätte ich ganz bestimmt nicht.
11:18Für wen ist denn dein Vogel?
11:19Für Betty.
11:20Als Therapie gegen ihr Verantwortungstrauma.
11:23Hat sie das?
11:24Ich hoffe nicht mehr lange.
11:26Liliana war heute übrigens bei mir.
11:28Ich glaube, sie unternimmt einen romantischen Ausflug mit Herrn Leblanc.
11:31Nicht mehr, sie hat den Ausflug abgesagt.
11:34Warum das denn?
11:35Sie hat mitbekommen, wie Herr Leblanc mir gesagt hat, sie braucht Ruhe und dass sie sich vielleicht besser von der Firmenleitung von Castelhoff-Optik zurückzieht.
11:41Naja, womit er gar nicht mal so Unrecht hat.
11:44Seit dem Tod deines Vaters ist Liliana überhaupt nicht richtig zur Ruhe gekommen.
11:47Ja, sie hat wirklich viel durchgemacht in letzter Zeit.
11:50Oskar hat sie unter Drucken gesetzt, sie fast im Selbstmord getrieben, sie entführt und sie mit einer Waffe bedroht.
11:55Und dann noch ihre Erinnerungen, die zurückgekehrt sind.
11:58Sie hat überhaupt keine Zeit, das alles zu verarbeiten.
11:59Weißt du, ich habe auch gedacht, dass Herr Leblanc eigentlich gar nicht Unrecht hat.
12:03Obwohl ich mich gefragt habe, warum er so ein persönliches Thema ausgerechnet mit mir bespricht.
12:07Ich glaube, sie und Herr Leblanc sind sich ziemlich nah gekommen.
12:11Ja, das glaube ich auch.
12:13Aber was ich nicht verstehe, ist, warum sich Liliana so aufregt.
12:16Ich meine, das ist doch nicht schlimm, dass er sich Sorgen um sie macht.
12:18Weil sie glaubt, dass er nur so tut, weil er in Wirklichkeit will, dass sie ihm die Firma verkauft.
12:22Sie fühlt sich ausgenutzt.
12:38Hier.
12:39Danke.
12:40Danke.
12:41Sollten wir nicht langsam aufstehen?
12:47Ach, Blödsinn.
12:48Das ist doch der perfekte Platz für dich.
12:50Und meine Vorstellung von Mutterschutz.
12:52Mhm.
12:52Und unter welchem Schutz stehst du?
12:55Unter Golf-Turniersiegerschutz.
12:58Nein, mal im Ernst.
13:00Dass ich das Turnier gewonnen habe, das ist mir eigentlich ziemlich egal.
13:02Aber mit dem Preisgeld kann ich endlich meinen Traum verwirklichen.
13:04Du wirst ein toller Golf-Trainer.
13:10Das hoffe ich doch.
13:12Unser Baby braucht schließlich ein Vorbild.
13:19Ist das was Ernstes?
13:21Vom Gericht.
13:22Die Vorladung.
13:24Für die Zeugenaussage gegen Oskar.
13:27Das ist bestimmt komisch für dich, oder?
13:29Gegen den eigenen Mann auszusagen.
13:31Ich hätte gedacht, dass es leichter wird bei allem, was er mir angetan hat.
13:33Aber es ist einfach nur schrecklich.
13:35Ihr wart über zehn Jahre verheiratet.
13:37Ist doch klar, dass es dir nicht leicht fällt.
13:39Wenn ich darüber nachdenke, dass er mir vielleicht gegenübersteht.
13:42Hey.
13:43Es ist das letzte Mal.
13:44Oskar wird für viele Jahre ins Gefängnis gehen.
13:48Und im Gericht bin ich an deiner Seite.
13:52Und ich werde dich keine Sekunde aus den Augen lassen.
14:00Ich hab noch was für dich.
14:03Okay.
14:07Dana, bist du verrückt?
14:10Wenn du in einem Monat die Ausbildung zum Golftrainer machst, brauchst du auch die richtige Ausrüstung.
14:14Diana sah heute richtig toll aus.
14:27Sie hatte Parfum aufgelegt, neuen Schal und war so voller Lebensfreude.
14:32Wie ein junges Mädchen, das sich auf ein Renovue freut.
14:35Das muss sie ziemlich den Mut gekostet haben, sich auf so ein Renovue einzulassen.
14:38Ja.
14:39Auch wenn es nur ein Spaziergang war, für sie war das ein großer Schritt.
14:43Jetzt verstehe ich auch, warum sie so verletzt war.
14:45Es ist bestimmt nicht so leicht, sich nach dem Tod seines Partners auf jemand neu sein zu lassen.
14:50Mein Vater hätte sich gewünscht, dass Liliana nicht alleine bleibt.
14:54Er hätte gewollt, dass sie glücklich ist.
14:55Ja, aber so einfach ist es nicht.
14:57Ich hab das ja bei meinem Vater miterlebt.
14:59Nachdem meine Mutter verschwunden ist, da hat er sich vollkommen in sich selbst zurückgezogen.
15:05Wir haben Gomera verlassen, sind nach Deutschland gegangen und haben ein ganz neues Leben angefangen.
15:08Aber irgendwie war er nie wieder derselbe, als wir ein Teil von ihm auf Gomera geblieben.
15:14Er hat auch nie über eure Mutter gesprochen.
15:16Nein.
15:17Er hat versucht, sie komplett aus unserem Leben auszuhalten.
15:19Aber dabei ist genau das Gegenteil passiert.
15:22Sie hat sein ganzes Leben beherrscht, sodass er immer mehr vereinsamt ist.
15:25Du hast gesagt, er hat in dieser Zeit sehr viel gearbeitet.
15:27Er hat sich regelrecht in seine Arbeit gestürzt.
15:31Hoffentlich macht Liliana nicht denselben Fehler.
15:34Immerhin hat sie uns beiden gerade die Leitung der Firma übertragen.
15:37Das stimmt.
15:38Weißt du was?
15:39Ich werde jetzt erstmal Betty, unseren neuen Mitbewohner, vorstellen.
15:42Und dann rede ich nochmal mit Liliana.
15:43Das finde ich sehr gut.
15:44Bei mir war sie vorhin so verschlossen.
15:45Ich glaube, über solche Dinge redet sie lieber mit ihrer Tochter.
15:54Frau Kastelhoff, Monsieur Leblanc möchte Sie gerne sprechen.
16:06Ja, bitte.
16:07Verzeihen Sie die Aufdringlichkeit.
16:12Aber ich kann so nicht abfahren.
16:15Herr Leblanc, ich dachte, ich hätte mich klar genug ausgedrückt.
16:17Das haben Sie.
16:18Aber das Ganze ist ein riesengroßes Missverständnis.
16:22Ich weiß, ich habe mich in Dinge eingemischt, die mich nichts angehen.
16:26Aber der Abend, den ich mit Ihnen verbringen durfte, Liliana,
16:29der bedeutet mir was.
16:30Sie bedeuten mir was.
16:32Wir wissen doch beide, worum es geht.
16:35Sie wollen unsere Firma kaufen.
16:37Aber ich verkaufe nicht.
16:39Mehr habe ich Ihnen nicht zu sagen.
16:40Sie haben das völlig falsch verstanden.
16:43Es ging mir zu keinem Zeitpunkt um ihre Firma.
16:45Ich bitte Sie.
16:49Dann kann ich nur noch sagen, wie leid es mir tut.
16:53Sehr leid sogar.
16:58Au revoir.
17:02Nehmen Sie sie.
17:06Bitte.
17:08Danke.
17:20Sagen Sie bitte, Frau Kastelhoff.
17:24Auf Wiedersehen.
17:26Auf Wiedersehen, Monsieur Leblanc.
17:32Die Formulierung der Annonce war vielleicht nicht ganz glücklich.
17:58Nicht ganz glücklich?
18:00Damit stellst du mich und vor allem Bernhard in der ganzen Stadt bloß.
18:03Wie steht er denn jetzt da?
18:04Wie jemand, der um dich kämpft.
18:06Ja, als Tölpel, der ohne Sinn und Verstand seine Nebenbule in den Himmel lobt.
18:10Aber das zeigt doch nur, wie sehr er dich liebt.
18:12Caro, die Öffentlichkeit ist nicht der richtige Rahmen, um sowas zu klären.
18:17Ja, ich habe riesengroßen Mist gebaut.
18:19Ja.
18:20Aber ein Versuch war es wert.
18:22Einen Versuch?
18:23Ja, euch wieder zusammenzubringen.
18:25Ihr gehört nämlich zusammen.
18:26Das sieht doch ein Blinder.
18:27Ja, wir waren gerade auf einem guten Weg, das stimmt.
18:33Aber zuerst dieses Buch und dann diese Annonce.
18:36Ich weiß nicht, ob Bernhard diese öffentliche Demütigung verwenden wird.
18:39Hm, das sieht ja lecker aus.
19:05Ja, Paul hat sich richtig viel Mühe gemacht.
19:09Dann mache ich jetzt mal die Augen zu.
19:18Was ist denn?
19:21Wer ist das denn?
19:22Getauft habe ich ihn noch nicht.
19:25Ich dachte, das überlasse ich dir.
19:28Der ist für mich.
19:30Mhm.
19:30Ich dachte mir, ich helfe deinem Liebesglück ein bisschen auf die Sprünge mit einer kleinen Schocktherapie.
19:35Das ist nicht dein Ernst.
19:37Doch, das ist mein vollkommener Ernst.
19:39Betty, du wirst sehen, in ein paar Wochen, da wirst du über deinen Vogel- und Muttertrauma nur noch lachen.
19:43Jetzt guck ihn dir doch mal an.
19:46Ist das nicht ein hübscher Kerl?
19:48Ja, schon, aber...
19:50Siehst du, lieber auf den zweiten Blick ist ja auch nicht so schlecht.
19:53Dann kann ich ja ganz beruhigt gehen.
19:55Willst du mich jetzt mit ihm alleine lassen?
19:57Ja.
19:58Dann könnt ihr beide euch in aller Ruhe beschnuppern.
19:59Ich muss ihr noch mal nach meiner Mutter sehen.
20:01Aber was soll ich denn jetzt mit dem Vogel hier?
20:03Betty, die im Geschäft haben gesagt, es ist ein ganz lieber.
20:06Absolut häuslich und pflegeleicht.
20:08Sogar Schimpfbord müsste es dem erst noch beibringen.
20:10Du kriegst das schon hin.
20:13Ich bin mir sicher, der hat es gut bei dir, sonst hätte ich ihn dir nicht geschenkt.
20:16Gib ihm einfach keine Lakritze.
20:36Hallo, Kleiner.
20:40Bitte keine Angst vor mir haben, ja?
20:58Stefan, komm, setz dich.
21:00Danke.
21:01Danke, Robert.
21:03Sag mal, kennt ihr zwar euch eigentlich schon?
21:05Nur vom See.
21:06Robert, das ist Stefan, ein alter Schulfund von Christian und mir.
21:10Und Robert ist ein guter Freund und der größte Casanova von ganz schönen Roder.
21:14Boris, hör mal auf.
21:15Freut mich.
21:16Ich auch.
21:17Diese Zeitungsannonce scheint ja die beste Werbung für das Mona Lisa zu sein.
21:22Auf diese Art von Werbung kann ich gerne verzichten.
21:24Wenn ihr wüsstet, dass diese Frauen mir alles zuflüstern.
21:26Ich weiß gar nicht mehr, was ich machen soll.
21:28Mach dir nichts draus.
21:29Spätestens nach dem großen Feuerwehrfest haben die Frauen wieder ganz andere Gedanken.
21:32Genau.
21:33Und bis dahin genießt du deinen Ruf als Liebestornado noch ein bisschen.
21:37Sehr witzig, Paul.
21:41Ja.
21:41Schade mit dem Klassentreffen, ne?
21:43Ja, finde ich auch.
21:44Aber wenn keiner Zeit hat...
21:45Wie viele haben denn jetzt schon abgesagt?
21:47Na, alle außer uns beiden.
21:48Christian und deine Ex-Frau.
21:50Genau, Katja hat sich ja extra freigenommen.
21:52Das will bei ihr was heißen.
21:54Sag mal, hattest du nicht gesagt, dass ihr seit eurer Trennung nicht mehr miteinander geredet habt?
21:57Wir haben uns endlich ausgesprochen.
22:00Sie hat mir sogar eine Forschungsstelle in Hamburg besorgt.
22:03Das heißt, du willst nach Hamburg gehen?
22:04Wahrscheinlich haben wir sogar schon eine Wohnung.
22:06Wie wir?
22:08Bist du wieder mit Katja zusammen?
22:10Nein, nein, nein.
22:11Das ist endgültig vorbei.
22:12Ich ziehe mit meiner neuen Freundin nach Hamburg.
22:14Mit Betty.
22:16Das freut mich.
22:17Also nicht, dass du nach Hamburg gehst, aber...
22:18...dass du glücklich verliebt bist.
22:20Ja.
22:21Wir kennen uns noch nicht sehr lange, aber...
22:23...das ist schon ziemlich ernst.
22:25Sag mal, aber...
22:26Ein Kind ist noch nicht unterwegs, oder?
22:29Ach, noch nicht.
22:31Aber gesprochen haben wir schon drüber.
22:32Ehrlich gesagt, ich kann's kaum erwarten.
22:37Nein, nein, nein.
22:40Also, ein geregelter Tagesablauf erleichtert den Umgang mit ihrem gefiederten Freund.
22:46Na toll, ich hab's geahnt.
22:47Jetzt beginnt der Ernst des Lebens.
22:50Unglaublich.
22:52Für was halten die mich eigentlich, hä?
22:53Für einen Schickel oder was?
22:56Jetzt steckt mir vorhin eine ältere Dame ihre Telefonnummer zu.
22:59Mit vielsagendem Augenaufschlag und der Bitte.
23:02Ich soll mich doch mal melden.
23:03Alles wegen dieser Anzeige?
23:05Ja, ich muss jetzt einfach ruhig bleiben und durchatmen.
23:07Was ist das denn?
23:15Was ist denn euer Mitbewohner?
23:17Das ist Kurt.
23:18Kurt?
23:19Ja.
23:20Wo kommt denn Kurt her?
23:22Das ist eine lange Geschichte.
23:24Hallo, Kurt.
23:25Na?
23:26Meinst du, wir könnten Freunde werden?
23:27Ja.
23:27Ja.
23:27Ja.
23:27Ja.
23:27Ja.
23:28Ja.
23:28Ja.
23:28Ja.
23:28Ja.
23:28Ja.
23:28Ja.
23:29Ja.
23:29Ja.
23:30Ja.
23:30Ja.
23:30Ja.
23:31Ja.
23:31Ja.
23:32Ja.
23:33Ja.
23:34Ja.
23:35Ja.
23:36Ja.
23:37Ein Stück Bären, ja?
23:38Aber das kennt er doch gar nicht aus dem Urwald.
23:41Außerdem soll man diese Tiere nicht bedrängen.
23:43Wieso denn aus dem Urwald?
23:44Ja.
23:45Oder wo er sonst herkommt.
23:46Sag mal, hast du in Australien was?
23:48Hast du da keine Nymphensichtige gesehen?
23:49Nein.
23:50Ja.
23:51Ich sehe schon.
23:52Lass dich in Ruhe.
23:53Lied dich in Ruhe ein.
23:54Tschüss, Kurt.
23:55Darauf kannst du dich verlassen.
23:59Diesmal mach ich alles richtig.
24:02Okay.
24:03Ah.
24:04Gut, Birne wäre doch in Ordnung gewesen.
24:09Tut mir leid, Kurt.
24:13Sprechen soll man also auch viel mit euch?
24:15Ja gut, das kriege ich hin.
24:18Und Einzelhaltung geht gar nicht?
24:21Jetzt muss ich auch noch eine Freundin für dich besorgen.
24:28Hallo?
24:34Oh nein.
24:43Du sag mal, sollen wir das Ganze abblasen?
24:46Wenn die alle abgesagt haben?
24:49Vielleicht.
24:50Ich meine, wir drei sind ja sowieso hier.
24:52Aber ich denke, dass Katja ganz schön enttäuscht ist,
24:54wenn sie extra aus Hamburg kommt und dann sind nur wir drei Männer da.
24:56Eben.
24:58Was ist eigentlich mit Alexandra und Hannah?
25:00Die können auch nicht.
25:01Die haben Urlaub auf den Kanaren gebucht.
25:04Na super.
25:05Ich habe mich so auf Hannah gefreut.
25:06Weißt du noch beim letzten Klassentreffen,
25:08wie sie von ihren ganzen Reisen erzählt hat?
25:10Die Gute kommt gut rum.
25:12Leidenswert.
25:13Moment mal.
25:16Hallo?
25:16Hannah.
25:17Hannah!
25:18Du wirst es gar nicht glauben.
25:20Paul und ich haben gerade über dich gesprochen.
25:22Hoffentlich nur Gutes.
25:23Traust du uns was anderes zu?
25:25Ich traue euch so ziemlich alles zu.
25:28Aber sag mal, gilt dein Angebot noch?
25:29Was denn für ein Angebot?
25:31Na, dass Alexandra und ich heute bei dir übernachten können.
25:34Ja klar.
25:35Was heißt, dass sie kommt zum Klassentreffen?
25:37Wir sind schon auf der Autobahn.
25:39Das ist ja mal eine gute Neuigkeit.
25:41Wir haben unseren Urlaub um einen Tag verschoben.
25:43Wir können ja nicht zulassen, dass ihr euch ohne uns zu Tode langweilt.
25:47Ja, darauf ist wahrscheinlich hinausgelaufen.
25:49Aber sag mal, warum übernachtest du nicht einfach bei deinem Vater?
25:52Ich will meine Oma und ihn nicht stören.
25:54Könnte ja sein, dass es heute Abend ein bisschen später wird.
25:56Na, das will ich auch hoffen.
25:58Ja, und Alexandras Eltern wohnen doch auf Mallorca.
26:00Das heißt, sie hätte sowieso irgendwo Unterschlupf gebraucht.
26:03Und so ist doch viel lustiger.
26:04Ja, stimmt.
26:05Na dann, bis später.
26:07Okay, bis später.
26:07Tschüss.
26:08Tschüss.
26:09Hast du gehört?
26:10Das Klassentreffen ist gerettet.
26:11Oh.
26:12Aber hätten wir ihm nicht fairerweise verraten müssen, dass wir nur so wenige sind?
26:15Du bist so verrückt.
26:16Die hat noch glatt wieder umgedreht.
26:17Stimmt auch wieder.
26:18Also.
26:40Hallo, der Herr.
26:42Alice.
26:43Schön, dich zu sehen.
26:44Ich wollte mal sehen, wie es dir so geht.
26:46Gut.
26:46Danke.
26:48Christian hat mir erzählt, dass du deinen Ausflug mit Herrn Leblanc abgesagt hast.
26:54Ja.
26:55Mir ist etwas dazwischen gekommen.
26:58Und was genau ist dir dazwischen gekommen?
27:01Also sagen wir es so.
27:03Ich habe festgestellt, dass ich mich in Herrn Leblanc getäuscht habe.
27:07Und wenn das alles ein Missverständnis war?
27:10Christian hat erzählt, dass er überhaupt nicht vorhatte, die Firma zu kaufen.
27:12Alice, bitte nimm es mir nicht übel, aber ich möchte wirklich nicht weiter über Herrn Leblanc sprechen.
27:16Ich mache mir Sorgen um dich.
27:21Ich kann verstehen, dass du enttäuscht bist, aber ist das ein Grund, sich gleich zu verkriechen?
27:26Kann das nicht doch sein, dass du dich geirrt hast?
27:29Und wenn nicht?
27:31Gib ihm und dir wenigstens eine Chance, das herauszufinden.
27:34Wenn das Vertrauen einmal enttäuscht worden ist, dann ist es schwer, sich wieder auf jemanden einzulassen.
27:43Ja, das stimmt.
27:44Vielleicht ist der Herr Leblanc der eiskalte Lügner und Betrügler, für den du ihn hättest.
27:51Aber vielleicht meint er es auch ehrlich.
27:54Um das herauszufinden, musst du allerdings bereit sein, was zu riskieren.
28:00Wer nicht wagt, wer nicht gewinnt.
28:01Aber wem erzähle ich das?
28:03Du bist die Geschäftsfrau von uns beiden.
28:05Aber das Leben ist kein wirtschaftlicher Betrieb, Herr Lisa.
28:08Das stimmt.
28:11Was ich eigentlich sagen will, ist, jeder Mensch hat eine zweite Chance verdient.
28:16Und die beginnt damit, dass man ihm zuhört.
28:18Tut mir leid, Bernhard, ich kann dir leider nur Brot und Aufschnitt anbieten.
28:31Kein Problem.
28:32Ich hab keinen Hunger.
28:34Die Trudum hat leider nicht gekocht.
28:37Sie ist mit deiner Frau zum Essen verabredet.
28:40Wahrscheinlich ohne Lisa, obwohl der beste Liebhaber der Welt das Essen serviert.
28:44Komm, das ist bestimmt alles übertrieben.
28:46Ich meine, deine Frau, die hat einen Roman geschrieben.
28:50Kein Tatsachenbericht.
28:51Du, für mich stehen da genug Tatsachen drin.
28:53Zum Beispiel, dass meine Frau mich für ein gefühlloses Ekel hält.
28:56Komm, das stimmt doch so gar nicht.
28:57Sondern?
28:58Ich hab dir schon mal gesagt, dieser Knecht, Bertram.
29:02Der hat auch seine guten Seiten.
29:04Anständigkeit, Zuverlässigkeit.
29:06Ja, ja.
29:07Nur als Liebhaber ist da leider eine Niete.
29:09Und das weiß jetzt auch die ganze Stadt.
29:12Guten Tag, Herr Blingmann.
29:14Herr Lenz, entschuldigen Sie die Störung.
29:15Ich bräuchte dringend für das Monatil sein Tschaddenachschule.
29:19Oh, natürlich.
29:20Gudrun ist noch nicht zum Ausliefern gekommen.
29:21Ich hole Ihnen schnell etwas.
29:23Einen Moment.
29:24Ja.
29:28Guten Tag, Herr Hund.
29:30Nur, dass Sie es wissen.
29:31Die Annonce hat meine Tochter aufgegeben.
29:33Ich würde sowas niemals in die Zeitung setzen.
29:35Ja, das hätte ich mir auch denken können.
29:38Was wollen Sie denn damit sagen?
29:39Dass meine Tochter nicht die hellste ist, oder was?
29:41Oh, immer mit der Ruhe.
29:42Bernhard.
29:43Ich bin sicher, Herr Blingmann hat das nicht gemeint.
29:45Natürlich nicht.
29:46Ich meinte damit nur,
29:48ich hätte mir denken können,
29:49dass die Annonce nicht von Ihnen ist.
29:51Weiß ich für Sie ja nicht gerade.
29:52Jetzt werden Sie mal nicht grüßen, wahnsinnig.
29:54Sie Orkan der Leidenschaft.
29:56Glauben Sie eigentlich,
29:56es ist für mich angenehm,
29:58wenn jeden Tag irgendwelche Damen ins Mona Lisa kommen
30:00und mir zweideutige Angebote machen?
30:01Ich traue mich kaum noch aus dem Haus.
30:03Jetzt soll ich auch noch Mitleid mit Ihnen haben, oder was?
30:05Das ist aber das Allernetzte.
30:11Hier.
30:15Viel Glück für Sie.
30:18Ja, Dankeschön.
30:31Glaubst du, sie hört auf dich?
30:33Ich glaube, ich habe sie zum Nachdenken gebracht.
30:36Das hoffe ich.
30:37Liliana ist schwer umzustimmen,
30:39wenn sie sich einmal was in den Kopf gesetzt hat.
30:41Das stimmt.
30:43Sie kann ein ganz schöner Dickkopf sein.
30:46Dann weiß ich ja, woher du das hast.
30:48In dieser Hinsicht sind wir uns ziemlich ähnlich.
30:50Wir geben nicht so schnell auf,
30:52aber manchmal verrennen wir uns eben auch.
30:54Vielleicht hört sie ja gerade deshalb auf dich.
30:56Das hoffe ich.
30:57Mein Vater hatte großen Respekt vor Jacques Leblanc.
31:02Er hat ihm zwar jedes Mal eine Abfuhr erteilt,
31:04aber seine Hartnäckigkeit hat er auch sehr bewundert.
31:07In dieser Beziehung würde er gut zu Liliana passen.
31:09Falls irgendwann mal mehr herausführt.
31:11Selbst wenn die beiden nur Freunde wären.
31:13Für Liliana wäre das ein wichtiger Schritt.
31:15Es wäre einfach gut für sie,
31:17wenn sie jemanden hätte, mit dem sie darüber reden kann.
31:18Jemanden, der sie versteht,
31:20weil er mal was Ähnliches erlebt hat.
31:23Und wenn mehr daraus würde,
31:24hättest du ein Problem damit?
31:25Ich will, dass sie glücklich wird.
31:28Das hätte mein Vater sich auch gewünscht.
31:38Ach, Entschuldigung, sind Sie Robert Brinkmann?
31:41Nein, ich schwöre, ich bin nur die Vertretung.
31:47Betty, wo hast du denn gesteckt?
31:49Wir wollten doch heute Morgen frühstücken.
31:50Ach so, ja, das Frühstück, das tut mir leid.
31:53Wir können das ja bei Gelegenheit nachholen.
31:54Ja, genau, bei Gelegenheit.
31:56Aber nicht jetzt, Pauli, ich kann jetzt nicht.
31:57Ich muss ihn erst wieder einfangen.
31:59Wen musst du einfangen?
32:00Hat das mit Robert zu tun?
32:01Also wenn du den suchst, dann...
32:02Nein, wieso denn mit Robert?
32:03Nein, ich muss meinen Vogel wiederfinden.
32:05Deinen Vogel?
32:06Ja, weil er abgehauen ist durchs Fenster.
32:09Weil Robert ihm was zu fressen geben wollte.
32:11Und ich wusste doch nicht, ob das in Ordnung ist.
32:13Ich war doch gerade erst dabei, mich einzulesen.
32:15Und dann plötzlich war er weg.
32:16Einen Vogel?
32:16Ja, und wenn ich ihn jetzt nicht wiederfinde,
32:19dann erfriert er da draußen
32:21oder wird von der Katze gefressen
32:22oder vom Auto überfahren.
32:24Das weiß ich nicht.
32:24Aber woher hast du einen?
32:27Betsy!
32:27Conny!
32:52Conny!
32:54Dana!
32:55Hallo!
32:56Na?
32:56Ach, das wird ja langsam.
33:00Setz dich doch.
33:02Ja, gern.
33:02Möchtest du einen Orangensaft?
33:04Ja, bitte.
33:06Und?
33:07Wie fühlst du dich?
33:09Ach, na ja.
33:10Ich weiß schon gar nicht mehr, wie ich schlafen soll.
33:12Wenn ich zu lange auf dem Rücken liege,
33:13dann ist das Gewicht so schwer.
33:16Das kenne ich.
33:18Das sind so Sachen, ne?
33:20Die kann man sich vorher gar nicht vorstellen.
33:21Überhaupt nicht.
33:23Danke.
33:23Sag mal, ist Bernhard heute gar nicht hier?
33:28Er hat sich schon in die Mittagspause verabschiedet.
33:31Oh.
33:33Es geht um diese Annonce, nicht wahr?
33:35Ja, das war von Caro nicht so ganz glücklich formuliert.
33:40Ach, von Caro.
33:42Das erklärt natürlich einiges.
33:43Hm.
33:43Du, da ist er ja.
33:49Bernhard?
33:51Conny?
33:55Ich...
33:56Ich wollte noch mal mit dir sprechen über...
34:00über diese Annonce und...
34:01und den Roman.
34:04Hast du noch mal reingeschaut?
34:05In das Buch?
34:07Ich weiß, ob was drinsteht.
34:09Und glaub mir, Bernhard,
34:10das war nie für die Öffentlichkeit bestimmt.
34:12Ja,
34:15nur für ganz schön roh da.
34:17Und diejenigen, die es nicht gelesen haben,
34:18wissen spätestens seit heute Morgen Bescheid.
34:20Das tut mir leid.
34:22Das mit der Annonce, das war Caro.
34:24Sie hat es nur gut gemeint.
34:25Ich weiß.
34:28Dann bist du also nicht mehr böse auf sie?
34:30Auf Caroline?
34:31Nein.
34:33Die hatte ja keine Affäre mit Prinz Roderich,
34:35dem holden Aristokraten mit den aquamarinenblauen Augen,
34:38der in jeder Frau ein Orkan der Leidenschaft entfacht.
34:40Wie gesagt, es tut mir leid.
34:41Was?
34:42Dass du dich jemals mit Bertram abgegeben hast,
34:44dem buckligen Steilknecht?
34:45Was?
34:46Dass er bucklig war, habe ich nie geschrieben.
34:48Aber dass an diesen Menschen nichts Liebenswertes ist,
34:50das hast du mir jetzt deutlich gemacht, Conny.
34:52Ach, beiher.
34:53Kurti.
35:04Komm, kleiner Kurt.
35:05Bist du sicher, dass er nicht längst über alle Berge ist?
35:12Schau mal, Kurti.
35:13Schau mal, Kurti, was die liebe Betty für dich hat hier.
35:17Ganz, ganz leckere Birne.
35:20Kurt, komm doch bitte.
35:23Komm, die liebe Betty bringt dich wieder ins Warme.
35:25Der wollte sicher nur mal seine Flügel ausprobieren
35:28und hat einen kleinen Ausflug gemacht.
35:30Ich bin mir sicher,
35:31der flattert im Nu wieder zu dir zurück.
35:34Siehst, ich habe es doch gewusst.
35:36Ich habe es schon Anfang an gewusst.
35:38Das kommt dabei raus,
35:39wenn ich mich um so etwas Kleines kümmern muss.
35:42Jetzt stell dir doch mal vor,
35:43das wäre kein Vogel gewesen,
35:45sondern ein Baby.
35:46Also, erst einmal,
35:48unser Baby würden wir nicht in so einem Käfig halten.
35:50Das ist nicht lustig, Paul.
35:52Als Mutter wäre ich die totale Versagerin.
35:57Unsinn.
35:58Du wirst eine tolle Mutter.
35:59Deswegen will ich doch Kinder.
36:01Aber ich will keine Kinder.
36:02Aber verstehst du das nicht?
36:04Nicht jetzt und nicht irgendwann.
36:05Und wenn du das nicht akzeptieren kannst,
36:06dann lass uns gleich Schluss machen.
36:16Ich glaube, ich war noch nie so aufgeregt,
36:20bevor ich ein Glied zur Post gebracht habe.
36:22Mama, wenn alles gut geht,
36:23bin ich bald im Birthday.
36:24Tja, und ich bleibe ganz allein zurück.
36:28Ach, ich komme nicht doch besuchen
36:29in den Semesterferien.
36:31Außerdem könntest du ja auch mal
36:32nach Kalifornien kommen.
36:34Natürlich, mein Schatz, ich weiß.
36:35Außerdem sind Dana und Jonas da
36:37und das Baby und Alisa und Christian.
36:39Wer weiß, ob die alle hierbleiben.
36:41Selbst wenn nicht, ist doch egal.
36:43Du bist doch in vertrauter Umgebung.
36:44Und an meinem Zimmer
36:46darf nichts verändert werden.
36:48Ich will, dass alles genauso aussieht,
36:49wenn ich wieder zurück nach Hause komme.
36:51Selbstverständlich.
36:52Dein Zimmer bleibt natürlich unverändert.
36:55Wenn ich mir vorstelle,
36:56wie das für Caro sein muss.
36:58Wenn sie jetzt nach Hause kommt,
37:00ist alles anders als früher.
37:01Ihre Eltern lassen sich scheiden.
37:03Ihre Mutter hatte eine Affäre
37:04mit Robert Brinkmann.
37:05Ja, aber wenn die beiden jetzt getrennt sind,
37:08warum soll Frau Hund sich
37:09nicht wieder neu verlieben?
37:10Das war doch eh gleich wieder vorbei.
37:12Ist ja auch kein Wunder.
37:13Ja, man kann sich doch nicht so schnell
37:15auf jemanden neuen einlassen.
37:17Es sei denn,
37:17man hat den anderen nicht geliebt.
37:19Also, ich bin mir sicher,
37:20dass Frau Hund ihren Mann geliebt hat.
37:21Ja, aber dann kann das doch nicht
37:22von einem Tag auf den anderen vorbei sein.
37:26So ist es bestimmt auch nicht gewesen.
37:29Und soll Frau Hund
37:29den Rest ihres Lebens alleine bleiben?
37:31Nein, das habe ich doch gar nicht gesagt.
37:33Ich wollte bloß...
37:34Es ist gerade nicht leicht für Caro.
37:36Ich gehe zur Post.
37:37Hey, Paul.
37:50Ich wollte dich gerade abholen.
37:51Ist das gleich los zum Country Club?
37:54Meinetwegen.
37:55Was ist los?
37:57Und was machst du mit diesem Käfig?
38:00Kurt ist weg.
38:02Und deswegen machst du so ein Gesicht?
38:03Quatsch, der Vogel ist mir doch völlig egal.
38:11Ich bin mir nicht sicher,
38:13aber ich glaube,
38:13Betty will sich von mir trennen.
38:15Ja.
38:17Das warst du dann wohl mit Paul.
38:19Was?
38:20Bekommst du auf sowas?
38:23Paul will unbedingt Kinder haben,
38:24aber...
38:25Ich bin einfach nicht für Kinder gemacht.
38:30Ich kann ja noch nicht mal
38:31auf so einen kleinen Vogel aufpassen.
38:34So, wo ist denn Kurt?
38:36Weggeflogen.
38:38Mit seinem Käfig?
38:40Nein, den Käfig hat Paul.
38:41Aber das ist doch jetzt auch ganz egal.
38:43Ich habe nicht aufgepasst
38:44und deshalb kann man mir
38:45auch kein Kind anvertrauen.
38:47Aber Betty,
38:47Vögel und Kinder
38:48ist doch etwas vollkommen anderes.
38:50Kinder können zum Beispiel nicht fliegen.
38:52Nee, im Ernst.
38:58Ich kann gerade mal so
38:59auf mich aufpassen,
39:00aber...
39:01Gott, das war es auch schon.
39:03Unsinn.
39:04Also du wärst
39:05die großartigste Mutter.
39:08Ich will es lieber
39:09erst gar nicht versuchen.
39:12Und das habe ich Paul auch so gesagt.
39:14Ich meine,
39:15wenn man zusammen ist
39:17und sich liebt,
39:18dann gehören Kinder doch irgendwie dazu.
39:22Mit Katja habe ich mich
39:23früher auch immer darüber gestritten.
39:24Katja wollte auch keine Kinder.
39:26Ihr war ihre Karriere wichtiger.
39:29Ich dachte,
39:29mit Betty wäre das anders.
39:34Vielleicht geht es ihr einfach zu schnell.
39:36Sie kann sich das
39:36überhaupt nicht vorstellen.
39:38Da war sie ziemlich eindeutig.
39:41Und was heißt das jetzt
39:42für euch beide?
39:48Aber bitte,
39:48du musst ja nicht gleich morgen
39:49ein Kind zur Welt bringen.
39:51Das ist doch noch Zeit.
39:52Vielleicht entwickelst du
39:53bis dann Muttergefühle.
39:56Ich wollte mich echt
39:58um diesen blöden Vogel kümmern.
40:01Ich wollte wirklich
40:02für ihn da sein.
40:04Und jetzt fliegt er irgendwo
40:06da draußen rum.
40:09Kinder und ich,
40:10das passt einfach nicht zusammen.
40:14Glaubst du nicht
40:14Paul würde das akzeptieren?
40:16so wie er geguckt hat?
40:24Nein.
40:33Sag mal, hast du schon mit den Entwürfen
40:34für deine neue Kollektion
40:35Regenbogenkristalle angefangen?
40:36Ich habe schon ein paar Ideen,
40:37aber ich bin mit den Skizzen
40:38noch nicht zufrieden.
40:43Hallo ihr beiden.
40:44Juliana.
40:44Hey.
40:45Gut, dass ich euch beide
40:46zusammen hier antreffe.
40:47Ich wollte etwas Wichtiges
40:49mit euch besprechen.
40:50Setz dich doch.
40:51Willst du was mitessen?
40:52Wir haben genug für drei.
40:52Nein, danke.
40:53Ich habe schon gegessen.
40:56Es geht um die Geschäftsführung
40:57von Castell of Optic.
40:59Irgendwelche Probleme
40:59mit der neuen Doppelspitze?
41:01Nein, überhaupt nicht.
41:02Im Gegenteil.
41:04Ich weiß, dass ihr beide
41:05das perfekte Team seid.
41:07In jeder Hinsicht.
41:09Aber ich weiß auch,
41:10dass ihr diese Aufgabe
41:11nur aus Pflichtgefühl
41:12übernommen habt.
41:13Und dass ihr euch eigentlich
41:14etwas ganz anderes wünscht.
41:16Und deswegen habe ich mich entschieden,
41:18die Verantwortung für die Firma
41:20in Zukunft alleine zu übernehmen.
41:22Ich möchte dich bitten,
41:29vor Gericht zu meinen Gunsten auszusagen.
41:31Ich hoffe, dass sie sich
41:32auf nichts einlassen,
41:33nach allem, was er ihnen angetan hat.
41:35Nee, ganz bestimmt nicht.
41:37Ich muss gestehen,
41:38ich war ganz schön neugierig auf dich.
41:39Warum denn?
41:40Was fragst du noch?
41:42Ich glaube, jedes Mädchen
41:43in unserer Schule war in Christian verliebt.
41:44Oder sagen wir fast jedes.
41:46Du bist wirklich zu beneiden.
41:48Das wird dir auch noch passieren.
41:49Ganz bestimmt, Sola.
41:52Das wird dir auch noch passieren.
41:53Das wird dir auch noch passieren.
41:54Das wird dir auch noch passieren.
41:55Das wird dir auch noch passieren.
41:56Das wird dir auch noch passieren.
41:57Das wird dir auch noch passieren.
41:58Das wird dir auch noch passieren.
41:59Das wird dir auch noch passieren.
42:00Das wird dir auch noch passieren.
42:01Das wird dir auch noch passieren.
42:02Das wird dir auch noch passieren.
42:03Das wird dir auch noch passieren.
42:04Das wird dir auch noch passieren.
42:05Das wird dir auch noch passieren.
42:06Das wird dir auch noch passieren.
42:07Das wird dir auch noch passieren.
42:08Das wird dir auch noch passieren.
42:09Das wird dir auch noch passieren.
42:10Das wird dir auch noch passieren.
42:11Das wird dir auch noch passieren.
42:12Das wird dir auch noch passieren.
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