- vor 9 Monaten
- #kommissar
- #zdf
Hauptkommissar Köster - Siegfried Lowitz /
Drehbuch - Maria Matray /
Regie - Theodor Grädler
#kommissar #zdf
Drehbuch - Maria Matray /
Regie - Theodor Grädler
#kommissar #zdf
Kategorie
📺
TVTranskript
00:00Hallo, Herr Wiffner.
00:27Ach, Alex.
00:30Entschuldige, ich habe dich geweckt.
00:32Entschuldige.
00:33Ich habe mir eingebildet, du wärst heute Nacht bei Alice gewesen.
00:38Entschuldige.
00:39Komm, ist doch Quatsch, ich bin doch nicht bei Alice.
00:43Ich liege einsam und verlassen in meinem Bett.
00:47Du wirst doch noch wunderbar schlafen, wenn du mich nicht geweckt hättest.
00:49Es tut mir leid, Alex.
00:52Ich habe ja akzeptiert, dass du hin und wieder zu Alice gehst.
00:57Aber es lässt mich nicht schlafen.
01:02Es ist Sonntag und ich bin schon seit 6 Uhr früh wach.
01:05Wir Frauen sind wirklich komische Geschöpfe.
01:08Misstrauisch.
01:09Immer zu misstrauisch.
01:13Was?
01:13Wieso?
01:13Dann kannst du jetzt nicht hierher kommen.
01:17Wie spät ist es denn?
01:18Es ist doch 10, ne?
01:19Ja, es ist kurz vor 10.
01:21Um 11 habe ich eine wichtige Verabredung.
01:22Ja, wegen einer Wohnung.
01:24Ja, einer Eigentumswohnung.
01:26Ja, halt mir lieber die Daumen, dass endlich mal was klappt.
01:29Ja, tue ich, tue ich, tue ich.
01:31Wann sehen wir uns?
01:32Ach, du gehst nachher zu Alice.
01:41Wie lange bleibst du dort?
01:44So kurz wie möglich.
01:48Wenn ich es einrichten kann, dann schaue ich nachher bei dir vorbei.
01:53Du, jetzt muss ich mich wirklich beeilen.
01:55Sonst komme ich zu spät.
01:56Ja, ciao.
01:58Ciao, Vera.
01:59Ciao.
01:59Ciao.
02:02Na, was ist mit deiner Verabredung?
02:10Hm.
02:12Exakt.
02:32Happy Birthday to you.
02:50Happy Birthday, dear Alice.
02:53Erinnere mich nicht noch daran.
02:56Geburtstage vergesse ich seit ein paar Jahren grundsätzlich.
02:58Oder ich feiere zum, ich weiß nicht wievielten Mal in den Zwanzigsten.
03:04Du, ist aber trotzdem sehr lieb von dir, dass du daran gedacht hast.
03:09Tja, was ich mache, das werde ich schon machen.
03:13Ich warte auf Alex, wie immer.
03:16Der sollte um elf irgendjemand in meiner Eigentumswohnung zeigen.
03:20Hm, danach kommt er her.
03:21Na, also ich nehme doch an, dass er bleibt.
03:25So war es jedenfalls ausgemacht.
03:27Ja.
03:28Dann sehen wir uns vielleicht morgen.
03:31Ich komme nach dem Büro mal bei dir vorbei.
03:34Einen schönen Geburtstag noch.
03:37Bis morgen.
03:38Dass ein Mann so eitel sein kann.
03:47Wer sagt denn, dass Männer weniger eitel sind als Frauen, hm?
03:50Alex.
03:51Was?
03:53Ach Mensch, schon wieder zu spät.
03:56Hast du den ganzen Kaffee ausgetrunken oder ist noch eine Tasse für mich drin?
04:00Zieh doch nach.
04:05Du, eine schlechte Bedienung ist das aber hier.
04:06Fläche?
04:08Gar keine.
04:08Merkt ihr das?
04:18Das ist komisch.
04:21Ein Kaffee am Morgen.
04:24Wie ein unvollkommener Mensch.
04:26Alex, es ist elf.
04:28Ist ja gut, ist ja gut, ist ja gut.
04:33Nun du, was mit dir?
04:34Bleibst du so, wie du bist?
04:35Nein.
04:36Ich will mich in Ruhe baden und dann anziehen.
04:39Den Schlüssel werfe ich dir in den Briefkasten.
04:41Mhm.
04:44Ach so, ja.
04:46Mir geht's gut.
04:48Ja, Ruf.
04:49Du hast mal eine Jacke.
04:54Ach, Mensch.
04:54Bist du nächstes Wochenende wieder in deiner Stadt?
04:59Nein.
05:00Bin ich in Rom.
05:02Was, in Rom?
05:03Mhm.
05:05Na, Donnerwetter, dir geht's gut.
05:06Na ja.
05:07Wie man's nimmt.
05:10Ciao, Bella.
05:13Ciao, Beleza.
05:14Vergiss mich nicht.
05:22Ciao.
05:23Ciao.
05:30Ich will nicht den ganzen Tag da sitzen und auf dich warten.
05:33Verstehst du?
05:34Ich will's einfach nicht.
05:35Ja, Liebling, wer sagt denn, dass du auf mich warten sollst?
05:39Ja, ja, ich weiß.
05:40Ich brauche nicht zu warten.
05:42Aber ich tue's trotzdem.
05:44Das ist ja das Erniedrigende.
05:47Nimm's nicht so tragisch.
05:48Das Leben ist hart.
05:49Ich muss arbeiten, auch am Sonntag.
05:51Ich weiß, ich weiß.
05:53Aber jedes Mal kommst du und sagst, aus dem Geschäft ist wieder nichts geworden.
05:57Entschuldige, was kann ich denn dafür, wenn es nicht klappt?
06:00Du, also ich tue nun wirklich mein Bestes.
06:01Kannst du mir glauben.
06:02Du, ich glaub dir das auch.
06:05Aber mittlerweile habe ich schon so viel Geld investiert.
06:08Moment, Moment, keine Sorge.
06:09Das Geld ist prima angelegt.
06:11Ja, mündel sicher und du kriegst es wieder beim ersten Abschluss.
06:15Alex.
06:15Hast du dich auch verlassen?
06:16Alex, weißt du, was so schlimm ist?
06:25Nachts, wenn ich allein bin, dann...
06:27Ich verliere plötzlich alles Vertrauen.
06:29Ich...
06:30Ich fühle mich so unsicher.
06:33Ich...
06:34Verstehst du?
06:35Nein.
06:37Nein, verstehe ich nicht.
06:41Du, warum quälst du dich?
06:44Im ersten Geschäft, das ich mache, kriegst du dein Geld zurück.
06:46Alles ist okay.
06:46Alex, du, es geht mir doch nicht ums Geld.
06:51Nein, Alex, wirklich nicht.
06:57Es geht mir um meine Selbstachtung.
07:00Begreifst du das?
07:03Ja, nee, begreife ich nicht.
07:07Also, du bist wirklich ein ganz großes Kind.
07:09Ja, so ist richtig.
07:12Ja, du gefällst mir viel besser, wenn du lachst.
07:13Ja, wenn du da bist, dann ist ja auch alles gut.
07:15Und gleich bin ich nicht mehr da.
07:17Nein, du hast mir fest versprochen, dass du heute hier bist.
07:19Ja, wollte ich auch.
07:19Ehrlich, du...
07:20Nein, ich...
07:20Ich schwöre es dir.
07:22Ja, aber der Typ besteht darauf, die Wohnung nochmal zu sehen.
07:24Ja, vielleicht beißt er doch noch an.
07:29Das ist wichtig für mich.
07:32Ja, zum Abschied.
07:33Und auch für dich.
07:37Nein, für mich ist es viel wichtiger, dass du heute hier bleibst.
07:41Oh, ich bin aber alt, oder?
07:43Nö, eigentlich nicht.
07:46Aber gut.
07:48Du darfst mit mir zu Abendessen, hm?
07:50Hm, zu gütig.
07:52Der Herr ist wirklich sehr, sehr gnädig.
07:54Ach, soll ich vielleicht noch auf Knien danken?
07:56Nun brauchst du nicht knien.
07:57Sag danke, danke, einfach danke genügt.
08:00Du bist ein wiederlicher Kerl.
08:02Wann und wo?
08:21Ich rufe dich an und sage dir Bescheid.
08:23Wann?
08:27Irgendwann.
08:29Den genauen Zeit, bitte.
08:30Irgendwann am Nachmittag.
08:38Der Nachmittag ist lang.
08:39Du, ich weiß nicht, aber um drei.
08:46Zwischen vier und fünf, hm?
08:48Sag mal, ist was? Hast du was?
08:50Nein, ich fühle mich ein bisschen komisch.
08:53Ich warte auf deinen Anderen.
08:54Ja.
08:55Aber vergiss es bitte nicht.
08:57Das ist doch klar.
09:00Also.
09:02Ich bring dich noch zur Tür.
09:03Ja.
09:12Was hast du denn?
09:18Nichts, so nichts.
09:20Geht heute.
09:21Ich will dich im Moment hinlegen.
09:24Ist doch unmöglich.
09:25Geschäft.
09:27Ist wichtig für mich wie für dich.
09:30Das war alles.
09:31Tschüss.
09:31Tschüss.
09:31Ich will dich im Moment hinlegen.
09:32Ich will dich im Moment hinlegen.
09:33Ich will dich im Moment hinlegen.
09:34Ich will dich im Moment hinlegen.
09:34Ich will dich im Moment hinlegen.
09:35Ich will dich im Moment hinlegen.
09:36Ich will dich im Moment hinlegen.
09:37Ich will dich im Moment hinlegen.
09:38Ich will dich im Moment hinlegen.
09:39Ich will dich im Moment hinlegen.
09:40Ich will dich im Moment hinlegen.
09:40Ich will dich im Moment hinlegen.
09:41Ich will dich im Moment hinlegen.
09:42Ich will dich im Moment hinlegen.
09:43Ich will dich im Moment hinlegen.
09:44Ich will dich im Moment hinlegen.
09:45Ah!
10:15Oh mein Gott, was ist denn?
10:25Ja, ich habe gehört, wie er runtergestürzt ist.
10:28Ja, tun Sie doch was.
10:30Holen Sie den Notarzt, die Polizei.
10:32Ja, irgendwen.
10:45Hallo, schicken Sie bitte sofort an den Notarzt, ein schwerer Unfall.
11:00Aber Sie müssen gleich, was?
11:02Liebermannsstraße 6, 6, ja, bitte sofort, ganz, ganz schnell, danke.
11:15Untertitelung des ZDF, 2020
11:45Untertitelung des ZDF, 2020
12:15Er ist tot.
12:21Ist er auf der Treppe gestürzt?
12:24Ja, ich habe den Sturz gehört.
12:29Mehr weiß ich auch nicht.
12:31Das Gerichtsmedizinische Institut sagt, die Verletzungen, die Bergermann sich beim Sturz
12:38zugezogen hat, waren unerheblich.
12:41Bergermann wurde vergiftet, wahrscheinlich mit gifthaltigen Konfekt.
12:44Der genaue toxologische Befund steht noch aus.
12:46Bei wem war er zuletzt?
12:51Bei wem war er zuletzt in dem Haus, meine ich?
12:53Bei Alice Zello in der zweiten Etage.
12:57Die Dame scheint mit ihm befreundet gewesen zu sein.
12:59Jedenfalls nach Aussage von Frau Hellwig im ersten Stock.
13:03Vor ihrer Tür wurde Bergermann gefunden.
13:05Guten Tag.
13:08Frau Lenzello?
13:09Das bin ich nicht.
13:11Frau Lenzello ist krank.
13:13Kann ich Sie trotzdem kurz sprechen?
13:15Mein Name ist Köster, Kriminalpolizei.
13:18Ja, bitte.
13:18Kommen Sie rein.
13:19Danke.
13:23Bitte.
13:23Guten Tag.
13:29Das ist Frau Lenzello.
13:31Ich bin Vera Mathisen, Ihre Freundin.
13:33Frau Lenzello, mein Name ist Köster, Kriminalpolizei.
13:39Nehmen Sie doch Platz, bitte.
13:41Danke.
13:44Wissen Sie, Frau Lenzello, ich kann vollkommen verstehen,
13:46dass Ihnen jetzt nicht nach Unterhaltung zumut ist.
13:50Und trotzdem möchte ich Sie bitten, mir ein paar Fragen zu beantworten.
13:53Ich will es versuchen.
13:56Wie lange war Herr Bergermann gestern bei Ihnen?
13:59Nur kurz.
14:01Wir wollten erst abends zusammen ausgehen.
14:03Was verstehen Sie unter kurz?
14:06Ungefähr eine halbe Stunde.
14:09Hat er während dieser Zeit irgendetwas gegessen?
14:14Warum fragen Sie das?
14:15Ist das so wichtig?
14:16Ja, sehr wichtig.
14:18Er hat gar nichts gegessen.
14:22Gar nichts.
14:22Nur vielleicht ein Stück Konfekt, eine Praline.
14:26Ich habe gar keinem Haus.
14:28Wie standen Sie zu Herrn Bergermann?
14:35Alex und ich, wir wollten heiraten.
14:40Im Sommer sollte die Hochzeit sein.
14:42Es war schon alles vorbereitet.
14:44Sein Tod war ein solcher Schock für Sie, dass sie heute nicht ins Büro gehen konnte.
14:50Ich bin auch zu Hause geblieben, damit sie keine Dummheiten macht.
14:52Ja, natürlich.
14:53Das verstehe ich vollkommen.
14:55Ja, wir fordern, will ich Sie jetzt nicht länger stören.
14:58Vielleicht unterhalten wir uns ein andermal, wenn es Ihnen wieder besser geht.
15:00Nicht wahr?
15:01Wiederschauen.
15:02Sollen Sie bitte.
15:03Ich bringe Sie raus.
15:04Dankeschön.
15:05Wiederschauen.
15:06Auf Wiedersehen.
15:11Wiederschauen.
15:15Sag mal, was wollte der eigentlich?
15:18Kannst du mir das erklären?
15:19Warum, warum hat er denn dauernd gefragt, ob Alex was gegessen hat?
15:23Was kann das denn bedeuten?
15:25Keine Ahnung.
15:25Aber, aber ihr müsst doch irgendeinen Grund dafür gehabt haben.
15:30Vielleicht wurde Alex vergiftet.
15:33Was?
15:34Aber er kann doch unmöglich annehmen, ich hätte Alex vergiftet.
15:38Polizei muss erst einmal alles annehmen.
15:40Das gibt es doch nicht, das ist doch unmöglich.
15:42Das gibt es doch nicht.
15:44Was frickst du dich denn so auf?
15:46Hauptsache ist doch, du hast zu dem Kommissar die Wahrheit gesagt.
15:49Du hast doch die Wahrheit gesagt.
15:51Bist du verrückt?
15:55So, nun sei friedlich und leg dich wieder hin.
16:00Ach, Vera, wie soll das alles, bis es weitergeht?
16:06Ich glaube, ich kann ohne Alex nicht leben.
16:16Das kann ich dir gut nachfühlen.
16:19Ja, die rührte sich gar nicht von der Stelle, als sie ihn da liegen sah.
16:22Ich habe ihr gesagt, dass sie den Notarzt holen soll, aber ich glaube, der hat mich gar nicht verstanden.
16:28Es dauerte eine ganze Weile, bis sie dann endlich zum Telefon rannte.
16:32Wie erklären Sie sich das, Zögern?
16:34Ja, erklären, kann ich mir auch nicht erklären.
16:38Ich weiß nur, dass mir das auffiel.
16:41Kennen Sie voll ein Sello näher?
16:43Nein, nein, nur so vom Sehen hier, vom Haus.
16:46Ja, einmal, als mein Mann verreist war, da kam sie zu mir.
16:49Ihr war die Butter ausgegangen.
16:51Ich habe sie dann hereingebeten und habe mit ihr ein Glas Wein getrunken.
16:54Und wie kam es Ihnen damals vor?
16:56Ja, die gab sich sehr selbstsicher.
16:58Ich weiß nicht, eigentlich hat sie mir leid getan.
17:01Wissen Sie, das ist eine Frau, die möchte, dass alle sie gern haben.
17:06Dabei fällt es einem gar nicht so leicht mit ihr, verstehen Sie?
17:09Warum?
17:11Ja, ich glaube, dass sie in Wirklichkeit ganz unsicher ist.
17:15Deshalb hat sie wahrscheinlich auch so viele Männer gewechselt.
17:17Ach, sie hat die Männer gewechselt?
17:20Ja, bis dann die ganz große Liebe kam.
17:23Der Herr Bergemann.
17:25Herr Bergemann, ja.
17:27Was hielten Sie von Herrn Bergemann?
17:30Ja, nein, da möchte ich mir kein Worteil erlauben.
17:34Nein, Sie werden sich überhaupt schon wundern, dass ich Ihnen so viel über diese Dame erzähle.
17:38Aber nein, ist doch meine Schuld, ich habe Sie doch gefragt.
17:40Eine schöne Galerie.
17:43Galerie Bergemann, nicht übel.
17:46Such dir mal eine aus.
17:48Sind alle nicht schlecht?
17:49Alle kriegst du nicht.
17:51Also, welche willst du?
17:59Die hier.
18:01Ja.
18:02Ja, die hat Klasse.
18:04Und welche willst du?
18:05Danke, ich verzichte.
18:09Warum denn das?
18:10Ich will keinen Ärger.
18:12Du hast dich aber verändert.
18:14Na, welche Spuren verfolgen die Herren denn da?
18:17Ach, wir haben ja nur ein paar psychologische Tests durchgeführt.
18:20Ja?
18:21Dann sag mir doch mal, was es Neues gibt.
18:23Also, Bergemann, der wird übrigens allgemein der schöne Alex genannt, war ein professioneller Herzensbrecher.
18:29Und was steht in seinen Papieren?
18:32Da führt man ihn als Wohnungsmakler.
18:34Aber er hat kein Büro.
18:35Und wir haben nirgends Unterlagen über irgendeine Aktivität auf diesem Gebiet gefunden.
18:38Wie sieht es mit seinen Finanzen aus?
18:40Prima, ganz prima.
18:42Da drüben.
18:44Wir haben seine Bankauszüge geprüft.
18:47Der hatte sogar einen prämienbegünstigten Sparvertrag.
18:50Tja, wenn es um das eigene Geld ging, war ein ausgesprochen vorsichtiger Anleger.
18:54Womit verdient er das Geld denn?
18:56Ein erster Linie mit Anleihen oder mit Geschenken, die er von Frauen bekam.
19:01Von der Sello hat er 10.000 Mark gekriegt.
19:0310.000 Mark von der Sello?
19:06Das ist allerhand.
19:07Und wie lernt er die Damen kennen?
19:09Durch Annoncen.
19:12Gut aussehender Junggeselle, wünsch Bekanntschaft mit alleinstehender Damen über 30, spätere Heirat nicht ausgeschlossen.
19:17Ja, das kennt man.
19:19Ja, diese Inserate gibt es in den verschiedensten Versionen.
19:22Alle einigermaßen seriös, alle auf die reifere Jugend gemünzt
19:25und alle unter einer Schiff aufgegeben.
19:27Er bestellte die Damen meistens in den Treffpunkt der einsamen Herzen.
19:30Das war sein Stammlokal.
19:31Guten Tag.
19:40Guten Tag.
19:43Darf ich fragen, wer Sie sind?
19:45Ich heiße Birgit Lund.
19:48Und wer sind Sie?
19:49Mein Name ist Köster.
19:51Ich bin von der Kriminalpolizei.
19:52Wieso haben Sie den Schlüssel zu der Wohnung?
19:56Alex hat ihn mir gestern dagelassen.
19:58Ich wollte ihn in den Briefkasten werfen, habe es aber vergessen.
20:01Ach, klar.
20:02Bitte nehmen Sie doch Platz.
20:03Danke.
20:05Wenn ich Sie also richtig verstehe, dann haben Sie vom Samstag zum Sonntag hier übernachtet.
20:11Ja.
20:11Und weshalb kommen Sie, Herr, zurück?
20:15Ich habe heute Morgen in der Zeitung über Alex gelesen.
20:19Da ist mir eingefallen, dass es da ein paar Fotos von mir gibt, die ich ihm nur geliehen hatte.
20:23Die möchte ich mir jetzt holen.
20:24Ja, das ist doch verständlich.
20:26Bitte such doch mal von den Hund die Fotos daraus, ja?
20:30Und, ähm, Sie haben also gestern mit Herrn Bergemann hier gefrühstückt.
20:35Wir haben beide nur eine Tasse Kaffee getrunken.
20:38Nichts gegessen?
20:39Nein.
20:39Herr Bergemann hat vor Ihnen die Wohnung verlassen?
20:43Ja.
20:43Wann war das ungefähr?
20:46Er hatte um elf irgendeine wichtige Verabredung.
20:50Um elf?
20:51Ich glaube, er wollte einem Interessenten eine Eigentumswohnung zeigen.
20:55So, bitte.
20:56Ah.
20:58Oh, Sie sind aber sehr fotogen, Frau Lund.
21:01Das ist mein Beruf. Davon lebe ich.
21:03Ach, Sie sind Fotomodell?
21:05Ja.
21:05Das ist ja fabelhaft.
21:06Da haben Sie ja noch die Chance, ein Weltstar zu werden. Viel Glück.
21:10Danke.
21:11Wir brauchen noch Ihre Adresse.
21:13Martin, machst du das mal bitte?
21:16Wiedersehen.
21:17Und, äh, hallo.
21:19Ja.
21:19Habt ihr in den Papieren von Herrn Bergemann einen Terminkalender gesehen?
21:23Ja.
21:24Dann schauen wir mal nach, mit wem er gestern um elf Uhr verabredet war.
21:26Um elf Uhr, Madeleine Wernhagen, Waldhausstraße zwölf.
21:42Bitte nehmen Sie Platz. Frau Wernhagen, komm her.
21:44Danke.
21:45Danke.
21:45Na ja.
21:53Danke.
21:54Danke.
21:54Danke.
22:10Guten Tag.
22:12Guten Tag.
22:13Heimann, Brenner.
22:15Sie sind von der Polizei, hat mir das Mädchen gesagt?
22:17Ja.
22:19Dann kommen Sie natürlich wegen Alex.
22:20Wegen Herrn Bergemann.
22:22Bitte, setzen Sie sich.
22:25Danke.
22:30Ja, bitte.
22:32Aus seinen Aufzeichnungen geht hervor, dass er am Sonntag um elf Uhr eine Verabredung mit Ihnen hatte.
22:37Richtig.
22:37Für seine Verhältnisse war er sogar ziemlich pünktlich.
22:41Sie wissen, dass er am selben Tag starb?
22:43Ja.
22:44Er wurde vergiftet, habe ich gelesen.
22:46Würde es Ihnen was ausmachen, uns zu sagen, wie Sie zu Herrn Bergemann standen?
22:49Er war mein Mann.
22:56Sie war mit ihm verheiratet?
22:58Leider.
22:59Ich sollte mich für diese Geschmacksverirrung entschuldigen, aber als ich ihn kennenlernte, befand ich mich gerade in einem emotionalen Tief.
23:07Ich hatte eine sehr unangenehme Scheidungsaffäre hinter mir.
23:12Alex war charmant, liebenswürdig, aufmerksam, ein guter Gesellschafter.
23:17Und da er bei mir mehr Geld vermutete als bei seinen anderen Bekanntschaften, zeigte er es sich von seiner besten Seite.
23:25Wir heirateten.
23:26Wann war denn das?
23:28Vor ein paar Jahren.
23:30Mir wurde natürlich sehr bald klar, was für eine Dummheit ich begangen hatte.
23:34Ich wollte die Scheidung, aber Alex spielte den verzweifelten Liebhaber.
23:39Ich quartierte ihn aus und nahm meinen Mädchennamen wieder an.
23:44Alex versuchte, mich zu erpressen.
23:47Er verlangte eine unverschämt hohe Summe.
23:50Ganz so viel war mir meine Freiheit nicht wert.
23:58Möchten Sie?
24:01Nein, vielen Dank.
24:04Es ist sehr gut.
24:09Sie sollten es sich anders überlegen.
24:11Wirklich nicht.
24:16Das plötzliche Ableben von Alex kam mir sehr gelegen.
24:19Das gebe ich ohne weiteres zu.
24:21Jetzt bin ich Witwe und habe eine Menge Geld gespart.
24:25Mir ist ganz klar, dass ich ein sehr überzeugendes Motiv gehabt hätte, Alex umzubringen.
24:30Aber ich habe es nicht getan.
24:34Ich darf mich verabschieden.
24:37Wie lange war Herr Bergemann am Sonntag hier?
24:41Er sollte um elf kommen.
24:43Er schien eine Viertelstunde später und ging, ich würde sagen, noch eine halbe Stunde.
24:47Also um elf Uhr fünfundvierzig.
24:49Das dürfte stimmen.
24:52Wie verlief Ihr Gespräch?
24:54Wie immer.
24:55Er verlangte weiter sein Schmerzensgeld, wie er es nannte.
24:59Ich bot ihm eine Summe an, die er unakzeptabel fand.
25:02Schließlich wurde er laut und ich musste ihn bitten, das Haus zu verlassen.
25:06Wie sind Sie mit ihm verblieben?
25:09Wir wollten die Verhandlung gelegentlich fortsetzen.
25:15Hat er, als er am Sonntag hier war, irgendetwas zu sich genommen?
25:20Als ich ins Zimmer kam, hatte er sich bereits einen Drink gemacht.
25:24Und dann hat er sicher noch ein paar Stück Schokolade gegessen.
25:29Er war ein schreckliches Süßmaul.
25:31Also, Herr Köster, was kann ich für Sie tun?
25:34Ich möchte gerne eine Ihrer Angestellten sprechen.
25:37Wer heißt sie?
25:39Alice Sellow.
25:41Liegt was gegen Sie vor?
25:42Nein, nein, nein.
25:43Nur ein paar Routinefragen.
25:50Ja, schicken Sie bitte Fräulein Sellow zu mir ins Büro, ja?
25:54Danke.
25:55Und einen Moment, bitte.
26:04Können Sie mich mit Fräulein Sellow vielleicht irgendwo ein paar Minuten allein unterhalten?
26:21Natürlich.
26:22Bleiben Sie gleich hier.
26:23Fühlen Sie sich wie zu Hause.
26:24Ich muss sowieso zu einer Sitzung.
26:25Danke schön.
26:26Ja?
26:27Ja, bitte.
26:30Der Herr Kommissar möchte Sie gerne sprechen, Fräulein Sellow.
26:33Ich lasse Sie beide allein.
26:37Bitte.
26:38Sie haben mich belogen, Fräulein Sellow.
26:53Ich?
26:54Ja.
26:55Sie haben gesagt, Herr Bergemann hätte in Ihrer Wohnung nichts zu sich genommen.
26:58Er hat aber doppelt was gegessen.
27:00Eine Praline.
27:01Wenn er wirklich eine Praline gegessen hat, habe ich es jedenfalls nicht bemerkt.
27:06Moment, Moment.
27:08Sie haben gesagt, in Ihrer Wohnung gab es gar keinen Konfekt.
27:14Sagen Sie doch die Wahrheit, Fräulein Sellow.
27:17Haben Sie Ihren Verlobten vergiftet?
27:20Ich?
27:21Ich so?
27:22Wie kommen Sie denn darauf?
27:27Ich habe Alex sehr, sehr geliebt.
27:28Ich hätte ihm nie, niemals etwas antun können.
27:33Der toxologische Befund hat ergeben, dass Herr Bergemann mit einem Schädlingsbekämpfungsmittel vergiftet worden ist.
27:39Das Gift wurde wahrscheinlich mit einer Injektionsspritze in die Pralinen getan.
27:44Ich habe es ja geahnt.
27:45Ich habe es geahnt.
27:46Was?
27:46Was haben Sie geahnt?
27:48Ja, er hat Konfekt gegessen.
27:53Gleich darauf ist ihm schlecht geworden.
27:55Ich habe ihn noch gefragt, ob er nicht lieber da bleiben möchte, bei mir.
28:00Aber er ist trotzdem gegangen.
28:02Haben Sie ihn vergiftet?
28:04Ich habe ihn nicht vergiftet.
28:06Aber Fräulein Sellow, Sie können mir doch nicht erklären, dass in Ihrer Wohnung aus purem Zufall vergiftetes Konfekt rumsteht.
28:12Nein, nein, natürlich nicht.
28:14Entschuldigen Sie bitte.
28:15Sie müssen wirklich das Schlimmste von mir denken.
28:19Aber genau davor hatte ich ja solche Angst.
28:20Also jetzt mal langsam.
28:22Ich habe es ja auch nicht zugegeben.
28:23Erzählen Sie mal von Anfang an.
28:26Ja.
28:29Am Samstag brachte der Postbote ein Päckchen.
28:33Das war das Konfekt.
28:34Wer war der Absender?
28:36Da stand keiner drauf.
28:37Aber ich war ganz sicher, dass es von meinem Vetter kommt, wie üblich.
28:40Er schickt mir jedes Jahr zum Geburtstag eine Schachtelkonfekt.
28:43Also Ihr Vetter schickt Ihnen jedes Jahr eine Schachtelkonfekt?
28:46Ja.
28:47Und am Tag drauf hatte ich Geburtstag.
28:49Ich habe gedacht, wahrscheinlich hat er einfach vergessen, einen Gruß beizulegen.
28:55Und dann, am Sonntag, als Alex bei mir war, habe ich die Schachtel aufgemacht, das Konfekt in eine Schale getan.
29:03Alex hat ein Stück gegessen.
29:09Und...
29:09Was taten Sie dann?
29:12Ja, das kann ich gar nicht erklären.
29:14Das war einfach eine Kurzschlusshandlung.
29:17Ich nahm das Konfekt und warf es in die Toilette und die Schachtel in den Müll schlug da.
29:21Warum?
29:21Weil ich Angst hatte.
29:24Angst, dass genau das passiert, was jetzt eingetreten ist.
29:27Dass Sie glauben, ich hätte Alex umgebracht.
29:30Ja, dass Sie das Konfekt weggeworfen haben, das war natürlich sehr unklug von Ihnen.
29:34Ja, ich weiß.
29:35Das ist mir auch alles danach klar geworden.
29:37Aber da war es schon zu spät.
29:39Wenn Ihnen das vergiftete Konfekt wirklich mit der Post zugegangen ist,
29:43dann war es ja wohl kaum für Herrn Bergemann bestimmt, sondern für Sie selber.
29:46Ja, natürlich, das weiß ich.
29:47Es ist ein reiner Zufall, dass Alex tot ist und nicht ich.
29:51Dieser Gedanke verfolgt mich Tag und Nacht.
29:54Ich kann nicht mehr schlafen, ich kann nicht mehr richtig arbeiten,
29:57ich kann mich auf nichts mehr konzentrieren.
29:59Ich weiß einfach nicht, wie es weitergehen soll.
30:02Haben Sie Feinde?
30:04Bis jetzt hatte ich immer geglaubt, ich hätte nur Freunde, aber...
30:07Könnte der Vetter nicht doch der Absender von dem Zeugs gewesen sein?
30:11Nein.
30:12Ja, woher wissen Sie das so genau?
30:14Es kam ja noch ein Päckchen an.
30:15Mit dem Gruß von ihm.
30:28Guten Tag.
30:30Entschuldigen Sie bitte, sind Sie Herr Sellow?
30:33Ja.
30:34Mein Name ist Köster, ich bin von der Kriminalpolizei.
30:37Wir versuchen den Mord an Alexander Bergemann aufzuklären.
30:42Das war der Verlobte Ihrer Cousine, Sie wissen das ja wahrscheinlich.
30:45Kann sein.
30:48Was heißt kann sein?
30:51Kann sein, dass ich es gewusst habe, aber es interessiert mich nicht.
30:57Interessiert Sie es nicht, wie es Ihrer Cousine geht?
31:00Nee, jetzt nicht mehr.
31:03Früher...
31:04Früher sind alles und ich befreundet gewesen, aber es ist alles vorbei längst.
31:13Aber trotzdem schicken Sie ja jedes Jahr zum Geburtstag eine Schachtelkonfekt.
31:19Sentimentale Anwandlung.
31:21Wann haben Sie den zum letzten Mal gesehen?
31:25Vor ein paar Jahren.
31:26Wussten Sie, dass Sie heiraten wollten?
31:31Wir telefonieren manchmal, daher weiß ich es wohl.
31:35Was ist denn das für eine Pflanze?
31:39Lantane.
31:41Lantane?
31:42Das habe ich noch nie gehört.
31:43Laden sagt man Wandelröschen.
31:45Ach, Wandelröschen, ja.
31:47Ja, Ihre Cousine behauptet, am Samstag mit der Post eine Schachtelkonfekt erhalten zu haben,
31:53von der Sie annahmen, sie käme von Ihnen.
31:55Das Konfekt war mit einem Pflanzenschädlingsbekämpfungsmittel vergiftet.
31:59Herr Bergermann aß ein Stück davon und starb, innerhalb von wenigen Minuten.
32:04Zwei Tage nach Ihrem Geburtstag erhielt Ihre Cousine wieder eine Schachtelkonfekt, ohne Gift.
32:09Diesmal war ein Gruß dabei, von Ihnen.
32:11Ich kann Ihren komischen Gedankengängen nicht folgen.
32:14Ich habe alles kein vergiftetes Konfekt geschickt.
32:17Es wäre doch vollkommen hirnverbrannt gewesen,
32:18Ihr erst eine Schachtel vergiftetes Konfekt zu schicken und dann noch eine andere hinterher.
32:22Na, ich würde es nicht hirnverbrannt finden, sondern clever.
32:26Wenn man aus der Zeitung erfahren hat, dass Alicello den Anschlag überstanden hat,
32:29schickt man noch eine harmlose Packung Konfekt hinterher.
32:32Wäre logisch gehandelt, finden Sie nicht?
32:36Dankeschön, Herr Sello.
32:37Wiederschauen.
32:41Wiederschauen.
33:11Wiederschauen.
33:41Wiederschauen.
34:11Wiederschauen.
34:13Wiederschauen.
34:14Wiederschauen.
34:15Wiederschauen.
34:16Wiederschauen.
34:18Wiederschauen.
34:19Wiederschauen.
34:20Wiederschauen.
34:22Wiederschauen.
34:23Wiederschauen.
34:24Wiederschauen.
34:25Wiederschauen.
34:29Wiederschauen.
34:30Das war's für heute.
35:01Bist du nervös?
35:03Stell dir mal vor, dieser Köster,
35:05der dieser Kommissar,
35:07war heute bei mir im Büro,
35:09wie der mich behandelt hat.
35:21Alice, hello?
35:24Hallo?
35:26Hallo?
35:28Wer ist denn da?
35:30Er ist nicht klar,
36:00Alice, Telefon!
36:04Vera, geh du rein!
36:06Bitte!
36:14Weiß Zello?
36:26Wer war's denn?
36:27Jemand, der aufgelegt hat.
36:30Das macht mich vollkommen fertig.
36:32Das geht die ganze Zeit schon so.
36:34Ich trau mich ja schon nicht mehr ran ans Telefon.
36:54Mir hättest du wenigstens die Wahrheit sagen können.
36:57Vor allem hätte ich sie der Polizei gleich sagen müssen.
36:59Ich Idiot.
37:01Vor den Augen der Polizei stehst du jetzt als Lügnerin da.
37:05Meinst du, ich weiß das nicht?
37:06Aber ich hab's einfach nicht geschafft.
37:07Ich brauch das nicht fertig. Ich konnte's nicht.
37:09Verstehst du das nicht?
37:10Ich schon, aber ob's die Polizei versteht?
37:12Sag mir, willst du mir Angst einjagen, oder was soll das Ganze?
37:15Das ist, wie soll ich sagen, Strategie, sich in die Denkweise des Gegners zu versetzen.
37:21Ich will dir doch helfen.
37:23Entschuldige bitte, aber davon merk ich nicht viel.
37:25Natürlich würde ich dir helfen.
37:27Dann sag mir bitte, was ich jetzt tun soll.
37:29Vielleicht, vielleicht aus dem Fenster springen?
37:31Unsinn.
37:33Das kannst du gar nichts mehr tun.
37:35Du kannst nur hoffen, dass die Polizei den echten Täter findet, den der dich vergiften wollte.
37:49Du, kannst du dir vorstellen, der Gedanke macht mich ganz wahnsinnig, dass es da irgendjemanden gibt, der mich umbringen will.
38:06Manchmal denke ich, ob's nicht vielleicht doch Werner war.
38:11Dein Cousin?
38:13Hm.
38:14Der arbeitet in der Stadtgärtnerei.
38:16Der hat natürlich alle möglichen Gifte.
38:19Du, was hätte der für einen Grund?
38:22Weißt du, Werner hat mir damals so eine Art ewige Treue geschworen.
38:28Ich hab das damals natürlich nicht ernst genommen.
38:31Aber vielleicht war er ihm doch ernst damit.
38:36Davon hast du mir ja auch nie was erzählt.
38:39Als ich Alex kennenlernte, konnte ich Werner plötzlich nicht mehr ertragen.
38:49Ich hab Schluss gemacht.
38:51Das hat er mir damals sehr übel genommen.
38:56Wir können reden, worüber wir wollen.
38:58Wir kommen immer wieder auf Alex zu sprechen.
39:03Wir beide heute vielleicht glücklicher sein würden, wenn wir ihm nie begegnet wären?
39:07Ich bestimmt nicht.
39:11Manchmal glaube ich fast, dass ich nie wieder mit einem anderen Mann zusammen sein könnte.
39:16Guten Abend von Zellow.
39:17Guten Abend.
39:18Dürfen wir reinkommen?
39:19Bitteschön.
39:20Dankeschön.
39:21Ah, Sie haben Besuch?
39:22Sie kennen ja meine Freundin Vera bereits.
39:24Ja, natürlich.
39:25Guten Tag, Frau Lenzelow.
39:26Guten Abend.
39:27Guten Abend.
39:28Guten Abend.
39:29Guten Abend.
39:30Guten Abend.
39:31Guten Abend.
39:32Guten Abend.
39:33Dürfen wir reinkommen?
39:34Bitteschön.
39:35Dankeschön.
39:36Bitteschön.
39:37Dankeschön.
39:46Ah, Sie haben Besuch?
39:48Sie kennen ja meine Freundin Vera bereits.
39:49Ja, natürlich. Guten Tag, Frau.
39:51Guten Abend.
39:52Guten Abend.
39:53Ja, Frau Lenzello, ich habe hier leider einen richterlichen Durchsuchungsbefehl.
39:57Warum denn?
39:59Das ist Routine, reine Routine.
40:01Wenn Sie erlauben, wird sich mein Kollege Heimann ein bisschen bei Ihnen umsehen, ja?
40:05Ich verstehe nicht. Was soll denn das Ganze?
40:07Ich bin müde. Ich habe den ganzen Tag gearbeitet.
40:09Ich auch. Es dauert nicht lange.
40:13Vielleicht fangen wir mit der Küche an. Wo ist denn die Küche, bitte?
40:18Ich zeige sie Ihnen.
40:20Frau Lenzello, ich möchte gern, dass Sie dabei sind, ja? Bitte kommen Sie.
40:35Wozu benutzen Sie das, Frau Lenzello?
40:52Was ist denn das für eine Flasche?
40:54Das sehe ich heute zum ersten Mal.
40:57Was soll denn da drin sein?
41:00Laut Aufschrift eines der giftigsten Schädlingsbekämpfungsmittel, die es gibt.
41:06Was soll das heißen?
41:08Ich schwöre Ihnen bei allem, was mir heilig ist.
41:10Diese Flasche stand gestern noch nicht in meinem Schrank.
41:13Ich weiß nicht, wie die da reingekommen ist.
41:15Ich weiß es nicht. Ich weiß es wirklich nicht.
41:18Sie wünschen?
41:37Guten Abend, Frau. Sie sind Frau Wernerhagen, nicht wahr?
41:40Ja.
41:41Mein Name ist Köster, Kriminalpolizei. Können Sie Sie im Moment sprechen?
41:44Das wird zur Gewohnheit. Kommen Sie rein.
41:46Danke.
41:48Wollen Sie sich nicht setzen?
41:53Dankeschön.
41:54Darf ich Ihnen etwas anbieten?
41:55Nein, danke.
42:01Woher wussten Sie, dass ich hier bin?
42:03Wir wussten immer, wo Sie sind.
42:05Wie aufregend. Und ich habe nichts gemerkt.
42:09Ich scheine Ihnen Rätsel aufzugeben.
42:12Das tun Sie.
42:13Ich muss Sie enttäuschen.
42:15Obwohl ich ein überzeugendes Motiv gehabt hätte, habe ich Alex nicht umgebracht.
42:20Das würden Sie auch sagen, wenn Sie es getan hätten.
42:23Natürlich.
42:24Da haben Sie ganz recht.
42:26Es muss sehr frustrierend sein, wenn man einem so verdächtigen Menschen wie mir die Tat nicht beweisen kann.
42:32Das werden wir erst noch sehen, ob wir es Ihnen beweisen können.
42:35Darf ich Sie fragen, was Sie hier machen?
42:38Ich rechne.
42:39Ich rechne.
42:40Womit?
42:41Ich rechne aus, wie viel ich von Alex erbe.
42:44Also über Erben, Herrn Bergemann.
42:47Ja.
42:48Da er sich wohl für unsterblich hielt, hat er kein Testament gemacht.
42:52Ich bin seine angetraute Ehefrau.
42:54Andere Erben gibt es nicht.
42:56Wie angenehm für Sie.
42:58Alex besaß viel mehr Geld, als ich ahnte.
43:01Geschickt angelegt hat er es auch.
43:03Frau Bergemann, das Geld, das Sie erben wollen, stammt von Frauen, die sich überhaupt nicht leisten konnten, Herrn Bergemann zu unterstützen.
43:10Aber Sie haben es trotzdem getan.
43:13Freiwillig.
43:14Das war Ihre eigene Dummheit.
43:16Von dieser Dummheit waren Sie auch befallen, wenn ich nicht irre.
43:21Zugegeben.
43:22Deshalb bin ich richtig gerührt, dass mir Alex durch seinen Tod viel von dem zurückzahlt, was er mich gekostet hat.
43:30Jetzt werden Sie bestimmt sagen, wieder ein Tatmotiv.
43:34Sie nehmen mir das Wort aus dem Mund.
43:36Wieso haben Sie eigentlich auch einen Schlüssel zu dieser Wohnung?
43:41Ich bin nicht eingebrochen, Herr Kommissar.
43:43Die Wohnung gehört mir.
43:45Ich habe sie gekauft und möbliert.
43:48Alex durfte sie lediglich benutzen.
43:50Und Sie haben ihn doch manchmal hier besucht.
43:53Ja.
43:54Es war nicht ganz leicht, sich Alex abzugewöhnen.
43:57Er hatte seine Qualitäten.
44:00War das nicht ein neurotisches Dilemma für Sie?
44:03Richtig.
44:04Auch das hat seinen Tod gelöst.
44:09Noch ein Tatmotiv, werden Sie sagen.
44:12Aber es nutzt Ihnen nichts.
44:18Guten Abend, liebe Anna.
44:19Guten Abend.
44:20Ich hatte dich schon aufgegeben.
44:22Ja, entschuldige, es ist spät geworden.
44:28Und gib mir deinen Mantel.
44:29Nein.
44:30Nein?
44:31Willst du irgendwas essen oder trinken?
44:33Nein, ich möchte dir einen anderen Vorschlag machen.
44:35Und zwar?
44:36Mit mir auszugehen.
44:37Was?
44:38Jetzt noch?
44:39So spät wohin?
44:40Treffpunkt der einsamen Herzen.
44:42Aha.
44:43So einsam fühle ich mich eigentlich gar nicht.
44:45Ich auch nicht, aber...
44:46Ist also beruflich.
44:47Ja.
44:48Ich habe dir doch von dem Fall Bergman erzählt.
44:50Da hat sich vor seinem Tod heute Abend um 10 Uhr dort eine Dame hinbestellt.
44:55In den Treffpunkt der einsamen Herzen.
44:57Und die möchten wir gerne mal ansehen.
44:59Mach ich mich schnell fertig.
45:00Ja.
45:01Und wie willst du die erkennen?
45:03Die soll an einem Tisch sitzen mit einem Schild Venedig.
45:07Sie ist wie Opa, 17 Jahre.
45:23Ein bisschen frech, doch das war wunderbar.
45:26Wir waren beide sehr verliebt.
45:29So wie es das nur in Mädchen gibt.
45:32Wir waren glücklich eine lange Zeit.
45:35Venedig ist noch leer.
45:38Die Dame scheint in die Lagune gefallen zu sein.
45:45Ist es denn schon 10?
45:47Es ist zwei nach.
45:49Kann sie ja noch kommen.
45:51Und was ist mit Alice?
45:53Auf seiner Wunderfrau herum?
45:55Natürlich.
45:57Man hätte ja nichts nachweisen können.
45:59Aber sie war es garantiert.
46:02Das glaubst du doch auch, stimmt's?
46:04Ich glaube gar nichts, solange es nicht bewiesen ist.
46:08Alice war eifersüchtig auf jeden Rock.
46:11An Alex war bis Gott kein Engel.
46:13Hier ist ihm auf was drauf gekommen.
46:16Das weiß ich nicht.
46:19Und sie es hier nicht sagen.
46:21Doch das hat weh.
46:22Doch das hat weh.
46:23Doch das hat weh.
46:24Doch das hat weh.
46:28Es war schon länger.
46:32Entschuldige mich einen Moment.
46:33Sie wollen Las Vegas? Sekunde bitte.
46:38Guten Abend Gisela.
46:42Grüß dich Vera.
46:44Sei so lieb und verbinde mich doch mal mit Stockholm.
46:47Stockholm?
46:48Wie sieht er denn aus denn Schwede?
46:50Frag mich so viel. Mach schon.
46:52Ich steh auf große Blonde.
46:54Angestöpselt.
47:02Ja?
47:05Moment bitte.
47:07Für dich.
47:10Ja bitte.
47:11Guten Abend.
47:12Hier ist Vera Mathisen.
47:14Mathisen.
47:16Ja, richtig, die Freundin ja.
47:18Darf ich Sie wohl eine Minute stören und an Ihren Tisch kommen?
47:24Dankeschön.
47:26Tschüss.
47:27Tschüss.
47:28Grüß deinen Schweden, wenn er blond ist.
47:37Das ist für Mathis.
47:38Gute Abend.
47:39Bitte nehmen Sie auf Platz.
47:40Danke.
47:41Wollen Sie ein Glas mit uns trinken?
47:42Nein, nein.
47:43Danke.
47:44Danke.
47:45So.
47:46So.
47:47Sie allein hier?
47:48Ja.
47:49Entschuldigen Sie bitte.
47:50Ich möchte nicht, dass Sie mich missverstehen.
47:53Sie wissen ja, wie sehr ich mit Alice Zello befreundet bin.
47:56Aber ich habe den Eindruck, dass Sie in letzter Zeit nicht immer die Wahrheit gesagt hat.
47:59Ja, den Eindruck hatte ich auch schon.
48:01Wusste?
48:02Wusste?
48:03Du bist ja nicht.
48:04Ich weiß nicht, dass Sie mich missverstehen.
48:05Sie wissen ja, wie sehr ich mit Alice Zello befreundet bin.
48:06Aber ich habe den Eindruck, dass Sie in letzter Zeit nicht immer die Wahrheit gesagt hat.
48:11Ja, den Eindruck hatte ich auch schon.
48:14Sie bitte. Ich möchte nicht, dass Sie mich missverstehen. Sie wissen ja, wie sehr ich
48:19mit Alice Sello befreundet bin. Aber ich habe den Eindruck, dass sie in letzter Zeit nicht
48:24immer die Wahrheit gesagt hat. Ja, den Eindruck hatte ich auch schon. Wussten Sie, dass Alex
48:30Bergemann ihr 10.000 Mark abgeschwitzt hat? Ja, das wussten wir. Ach, Alice hat, hat Alice
48:36Ihnen das gesagt? Nein, wir haben eine Quittung gefunden in seinen Papieren, in Bergemanns
48:41Papieren. Alice verdient ihr Geld nicht eben leicht. Das muss ein ziemlicher Schock für
48:48sie gewesen sein, 10.000 Mark zu verlieren. Das kann ich mir vorstellen. Auch wenn Bergemann
48:53am Leben geblieben wäre, hätte sie das Geld nie wieder gesehen. Meinen Sie? Ja, sie hat
48:57sich da falsche Hoffnung gemacht, was die Heirat anbelangt. Das mag sein. Alice ist nicht dumm.
49:05Sie ist ihm sicher auf die Schliche gekommen. In welcher Hinsicht? Dass er sie hochgenommen
49:12hat. Sie meinen ausgenutzt? Ausgenutzt, ja. Finanziell ausgenutzt hat. Ich bin sicher, dass
49:19Alice in den Wochen vor seinem Tod ganz genau Bescheid wüsste. Hat sie Ihnen das gesagt?
49:24Nein. Nein, nicht direkt gesagt. Angemerkt habe ich sie. Ganz deutlich angemerkt. Und Sie meinen,
49:31das könnte das Motiv gewesen sein, weswegen Sie... Weswegen Sie Herrn Bergemann vergiftet
49:40hat? Nein. Das habe ich doch nicht gesagt. Aber gedacht? Nein, das habe ich auch nicht
49:45gedacht. Ganz bestimmt habe ich das nicht gedacht. Sie haben mich missverstanden. Das
49:50wäre mir sehr unangenehm. Und Sie glauben würden, dass ich hier hinter dem Rücken von
49:53Alice. Entschuldigt bitte. Entschuldigt mich. Einen Moment, ja. Die Gondi mit der Dame
50:00ist angekommen. Ja, natürlich.
50:01Guten Abend, Frau. Habe ich mich einen Augenblick zu Ihnen setzen? Nein, bitte nicht. Ich habe
50:18eine Verabredung. Ja, ich weiß. Ach, dann sind Sie der Herr, der die Annonce aufgegeben hat? Nein,
50:26der bin ich nicht. Der Herr, der die Annonce aufgegeben hat, der kann leider nicht
50:30kommen. Warum nicht? Haben Sie in der Zeitung über den Fall Bergemann gelesen? Ja, das ist
50:39doch der Mann, der von seiner Verlobten umgebracht worden sein soll. So ist es. Das ist der Herr,
50:45der ihn geschrieben hat. Ja, ich... In der Annonce stand doch spätere Heirat nicht
51:00ausgeschlossen. Herr Bergemann war verheiratet. Das wussten seine verschiedenen Verlobten
51:07allerdings nicht.
51:15Möchten Sie jetzt vielleicht lieber gehen? Ja. Bring sie raus. Die Dame geht, ist
51:30nicht wohl. So was.
51:45Ja.
52:15Ja, ja, ja.
52:45Untertitelung des ZDF, 2020
53:15Untertitelung des ZDF, 2020
53:45Untertitelung des ZDF, 2020
54:15Herr Köster, Herr Köster, hören Sie
54:17In meiner Nacht durch Schublade liegt eine Injektionsspritze
54:22Sie haben doch gesagt, das Gift wurde mit einer Injektionsspritze in das Konfekt gespritzt
54:28Nein, ich weiß nicht, wie das Ding da reingekommen ist
54:32Aber eins weiß ich, wenn das so weitergeht
54:35Ich bin verrückt, ich bin verrückt
54:37Entschuldigen Sie bitte, Herr Köster
54:40Aber ich muss das Ihnen doch gleich sagen
54:42Damit es nicht heißt, ich hätte die Spritze in die Lade gelegt
54:46Ja, Ihr Assistent hat die Lade durchsucht
54:51Das wissen Sie doch, Sie erinnern sich, Herr Köster, ja?
54:54Sie erinnern sich gut
54:55Herr Köster, ich halte das nicht mehr aus
54:58Ich kann nicht mehr
54:59Ich kann einfach nicht mehr
55:01Ich kann nicht mehr
55:02Ich kann nicht mehr
55:03Passen Sie auf, Frau Lanzello
55:06Machen Sie die Nachtdurchschubplatte zu
55:07Und vergessen Sie, was Sie gesehen haben
55:10Wann müssen Sie morgen früh im Büro sein?
55:14Gut, ich bin eine halbe Stunde vorher bei Ihnen, ja?
55:17Und jetzt schlafen Sie schön, gute Nacht
55:19Und jetzt schlafen Sie die Nachtdurchschubplatte zu
55:49Guten Tag, Frau Matthysen
56:13Ich habe auf Sie gewartet
56:15Ist alles schon da?
56:18Wir waren verabredet
56:18Ihre Freundin kommt doch nie in der Mittagspause nach Hause
56:22Was haben Sie denn heute mitgebracht?
56:26Was soll ich denn mitgebracht haben?
56:27Was meinen Sie?
56:28Ich wüsste gern, was in Ihrer Handtasche ist
56:30Darf ich?
56:34Was soll denn drin sein?
56:36Nichts ist drin
56:36Das meine ich
56:38Das habe ich mir gekauft
56:41Weil ich keine Zeit habe, etwas zu essen
56:43Ach, wenn Sie Hunger haben, essen Sie Pralinen
56:46Jetzt glauben Sie natürlich, die sind vergiftet
56:50Sind Sie aber nicht
56:53Das kann ich Ihnen beweisen
56:56Lassen Sie mich los, lassen Sie mich
57:09Nein, nein, erst wenn Sie vernünftig sind
57:12Ich bin vernünftig
57:15Sie haben Alex Bergemann geliebt, nicht wahr?
57:37Er war mein Leben
57:44Ich muss ihn wiederhaben
57:47Er lieb sein
57:49Sie hat ihn umgebracht
57:56Nein, sie hat ihn nicht umgebracht
57:58Nein
57:59Aber er ist so
58:03Ich bin froh
58:04Nein, sie hat ihn auf
58:06Nein, sie hat ihn umgebracht
58:07Das kann ich nicht
58:10Schw mach aber
58:11Nein, sie sind
58:12tycker ich
58:13Ich sein
58:13Ich sage
58:16Nein, nie
58:17Ich danke
58:17convince
58:28dass sich
58:31Bis zum nächsten Mal.
59:01Bis zum nächsten Mal.
59:31Bis zum nächsten Mal.
Kommentare