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Kommissar Keller - Erik Ode /
Drehbuch - Herbert Reinecker /
Regie - Dietrich Haugk
#kommissar #zdf

Kategorie

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TV
Transkript
00:00:00Untertitelung. BR 2018
00:00:30Untertitelung. BR 2018
00:01:00Was ist nicht Berthold?
00:01:16Ja, bitte.
00:01:17Ja, ich...
00:01:30Ich komme sofort.
00:01:32Was ist denn?
00:01:38Was ist denn?
00:01:38Ja, ich komme sofort.
00:02:08Was ist denn?
00:02:38Wer ist denn das?
00:02:56Das ist Edgar Stanjitz.
00:02:58Ist das nicht der Mann von der...
00:03:00Ja, von der Pauli.
00:03:01Irene Pauli.
00:03:02Von der Schauspielerin?
00:03:03Ja, gehst du nie ins Theater?
00:03:05Seit Donröschen nicht mehr.
00:03:07Wer hat ihn denn erschossen?
00:03:09Der Sohn der Pauli.
00:03:10Sie hat einen Sohn aus erster Eheblatt, Ultime.
00:03:13Und der hat ihn erschossen?
00:03:1320 Jahre alt.
00:03:14Ja.
00:03:15Ja, der Hausmeister hörte den Schuss
00:03:17und sah den Jungen die Treppe heruntergehen.
00:03:21Ja, Gott sei Dank.
00:03:22Endlich mal ein klarer Fall.
00:03:23Das ist ein klarer Fall.
00:03:53Was ist, können wir jetzt?
00:04:05Nein, nein, warten Sie.
00:04:23Wer sind Sie, die Kriminalpolizei?
00:04:39Ja.
00:04:40Wann ist es denn?
00:04:41Vor zwei Stunden.
00:04:45Warum hat man mir nichts gesagt?
00:04:48Sie waren auf der Bühne.
00:04:49Auf der Bühne?
00:04:51Wir hatten mit Ihrem Intendanten gesprochen.
00:04:53Und der sagte, lasst Sie weiterspielen.
00:04:55Die Vorstellung muss ja weitergehen.
00:04:56Ja, es war ja nicht zu ändern.
00:05:02Aber der Gedanke, dass ich auf der Bühne gestanden habe,
00:05:05um meinen eigenen Tod zu spielen.
00:05:10Während hier,
00:05:13man hat mir am Telefon gesagt, es sei mein Sohn gewesen.
00:05:17Ja.
00:05:21Wie kommt er an eine Pistole?
00:05:23Er hat doch eine Pistole benutzt.
00:05:26Ist das eine Pistole gewesen?
00:05:28Ja.
00:05:29Wie kommt er daran?
00:05:31Ich habe nie eine Pistole bei ihm gesehen.
00:05:34Weiß man denn genau, dass er es war?
00:05:37Der Gedanke ist so abwegig, so absurd, so unvorstellbar.
00:05:43Wo ist der, Bertolt?
00:05:44Wo ist der?
00:05:49Geflüchtet.
00:05:50Er stieß den Hausmeister zur Seite und flüchtete.
00:05:54Geflüchtet er?
00:05:57Sie haben ihn nicht?
00:05:58Nein.
00:05:59Verzeihen Sie, ich muss etwas trinken.
00:06:15Herr Schippmann, Herr Schippmann, was haben Sie gesehen?
00:06:18Der Kommissar sagt, Sie waren dabei.
00:06:20Waren Sie dabei?
00:06:20Ich, ich habe den Schuss gehört, liebe Frau.
00:06:27Wo waren Sie?
00:06:29In der Wohnung unten.
00:06:30In welchem Zimmer?
00:06:31Vorne hinten?
00:06:32Vorne.
00:06:34Da können Sie einen Schuss hören?
00:06:35Es, es, es hörte sich an wie ein Schuss.
00:06:38Was heißt, es hörte sich an?
00:06:42Es hörte sich eben an wie ein Schuss.
00:06:44Es, es, es, es war ja auch einer.
00:06:47Meine Frau sagte, geh mal raus, das war ein Schuss.
00:06:50Und das war bei der Pauli.
00:06:51Was haben Sie gemacht?
00:06:53Ja, ich ging rauf, gingen in die Frau.
00:06:56Ich habe geklingelt.
00:06:57Ich habe an die Tür geklopft.
00:06:59Ich, ich habe gerufen.
00:07:01Und was haben Sie gerufen?
00:07:02Herr Stani, jetzt habe ich gerufen.
00:07:04Ist was los?
00:07:05Jetzt hat niemand geantwortet.
00:07:08Da habe ich den zweiten Schlüssel von unten geholt.
00:07:10Ich schloss auf und ich ging hinein.
00:07:14Ja, ich musste doch nachsehen.
00:07:15Ja, ja, ja, ja.
00:07:17Da stieß mich plötzlich jemand beiseite.
00:07:20Ich flog gegen die Wand.
00:07:22Berthold lief an mir vorbei, die Treppe hinunter.
00:07:24Berthold?
00:07:25Berthold.
00:07:26Haben Sie ihn erkannt?
00:07:28Ja.
00:07:29Sie sagten doch eben, es stieß sich jemand hier gegen die Wand.
00:07:32Sie sind hingefallen.
00:07:33Ja.
00:07:33Sie standen wieder auf.
00:07:34Da war der Mann doch schon auf der Treppe.
00:07:36Da konnten Sie ihn doch nur von hinten sehen.
00:07:39Ja, es war aber Berthold.
00:07:41Es war Berthold.
00:07:42Es war Berthold.
00:07:43Wie können Sie so sicher sein?
00:07:46Sie werden gestoßen.
00:07:47Sie haben Angst in dem Moment.
00:07:48Schreckliche Angst.
00:07:49Haben Sie Angst gehabt?
00:07:50Ja.
00:07:50Ja, er hat doch die Pistole in der Hand.
00:07:52Angst haben Sie gehabt.
00:07:53Haben Sie geschrien?
00:07:54Ja, ich dachte, die...
00:07:55Sie haben Angst gehabt.
00:07:56Sie kommen herein.
00:07:56Sie werden von jemandem in die Wand gestoßen.
00:07:58Sie fallen.
00:07:59Sie schreien auf vor Schreck.
00:08:00Und hören einen Menschen laufen.
00:08:01Einen Menschen.
00:08:02Einen Mann.
00:08:02Er läuft die Treppe hinunter.
00:08:03Einen Mann, den Sie nicht genau gesehen haben.
00:08:06Es war Berthold.
00:08:07Ein alter Mann.
00:08:11Ein hilfloser Mann.
00:08:12Dieser Schickmann.
00:08:13Der sollte schon längst im Ruhestand sein.
00:08:15Alles wird ihm zu viel.
00:08:16Aber man findet ja niemanden.
00:08:17Ein hilfloser Mann.
00:08:18Bemüht.
00:08:19Ein verhilflos.
00:08:20Und einfach zu alt.
00:08:22Gehen Sie ja schon.
00:08:22Entschuldige, liebe Frau, aber...
00:08:24Ja, kommen Sie.
00:08:24Oh Gott, ich kann doch nur sagen, was ich gesehen habe.
00:08:27Es war doch nur mal Berthold.
00:08:28Ja, ja, es ist gut.
00:08:28Ich kenn doch Berthold seit über zehn Jahren.
00:08:30Da war er ein Kind noch.
00:08:32Ja, ja.
00:08:32Kommen Sie auch.
00:08:33Ich bin zu alt.
00:08:35Wieso bin ich zu alt?
00:08:37Wieso sagt diese Frau zu alt?
00:08:39Tue ich nicht alles für diese Leute?
00:08:40Ja, ja, ja.
00:08:41Ich tue doch nicht alles in diesem Haus, was ich...
00:08:43Morgen.
00:08:45Wann können wir denn rein?
00:08:46Wisst ihr eigentlich, wie spät es ist?
00:08:47Ja, wir kommen heute auch nicht ins Bett.
00:08:51Chef?
00:08:52Ja, bitte.
00:08:53Können die Herren jetzt rein?
00:08:54Ja.
00:08:55Natürlich.
00:08:56Was ist geschehen?
00:08:58Er kommt ins Gerichtsmedizinische Institut.
00:09:02Autopsie?
00:09:03Ja.
00:09:03Bitte.
00:09:18Das geht mir immer an die Nieren, sowas.
00:09:20Tja, mir auch.
00:09:22Und das schon seit 30 Jahren.
00:09:24Das wird sich wohl auch nicht mehr erinnern.
00:09:26So.
00:09:27Und jetzt haben wir zu tun.
00:09:29Nämlich den Jungen finden.
00:09:31Wo ist er hin?
00:09:34Also Bahnhof, Flugplatz.
00:09:36Wir müssen eine Fahndung laufen lassen.
00:09:38Dann den Taxizentralen Bescheid sagen.
00:09:41Und den Schreiber und durchgeben.
00:09:43Warum meldet sich da niemand?
00:09:47Hallo?
00:09:48Der Robert, warum muss ich denn so lange warten?
00:09:51Also hört zu.
00:09:52Ähm, gib mir mal das Fahndung.
00:09:53Ja, ja.
00:09:54Das da vom Regal, ja.
00:09:56Ja, Robert, es handelt sich um eine Fahndung.
00:10:00Die muss sofort in Gang gesetzt werden.
00:10:02Verstehst du?
00:10:03Ja, also ich gebe dir jetzt die Beschreibung.
00:10:05Es handelt sich um einen jungen Mann namens Bertolt Thiemel.
00:10:1020 Jahre alt.
00:10:12Thiemel.
00:10:13Was ich buchstabiere.
00:10:14T-H-I-E-M-E-L.
00:10:18M-E-L.
00:10:19Ja, ja, ja.
00:10:20Es scheint ein hübscher Bengel zu sein.
00:10:21Ah, das ist der Sohn von der...
00:10:24Ah, so, ja, ja.
00:10:25Ja, ja, ich habe alles.
00:10:26Es geht gleich raus.
00:10:27Ja, natürlich.
00:10:30Wie?
00:10:31Ja, nicht doch.
00:10:32Ich bin fabelhaft gelaunt.
00:10:33Es ist ja schließlich erst Mitternacht.
00:10:35Ja, Ende.
00:10:37Sag mal, Robert.
00:10:39Was ist denn los?
00:10:40Weißt du, dass ich schon eine Stunde im Bett gelegen habe?
00:10:42Das wird auch die einzige Stunde sein,
00:10:43die du heute Nacht im Bett verbracht hast.
00:10:44Das wäre aber schade.
00:10:45Für was braucht man uns denn?
00:10:46Für eine Treibjagd.
00:10:48Was werden Sie mit meinem Junge machen?
00:10:52Ihr Sohn, Frau Pauli, hat einen Mord begangen.
00:10:54Leider hat er sich der Polizei nicht gestellt,
00:10:56also müssen wir ihn suchen.
00:10:58Ich komme mit.
00:10:59Das halte ich immer nicht für richtig.
00:11:01Ob richtig oder nicht, was soll ich denn sonst tun?
00:11:02Schlafen gehen vielleicht.
00:11:03Ich komme mit.
00:11:05Ich weiß, wo mein Junge...
00:11:06wo er hingeht, wo er sich aufhalten wird.
00:11:08Es kommen nur ein paar Personen in die Frage.
00:11:10Ich muss mit.
00:11:13Hat er nicht eine Pistole bei sich?
00:11:16Ja.
00:11:21Es gibt ein Interesse in Schwabin.
00:11:30Meine Schwester wohnt dort.
00:11:31Kann sein, dass...
00:11:32Wenn es Ihr Sohn ist, dann sagen Sie ihm,
00:11:50er soll sofort hierherkommen.
00:11:51Es sei das Beste, sich zu stellen.
00:11:52Berthold, wo bist du?
00:12:00Sag, wo du bist.
00:12:10Komm her, Berthold.
00:12:12Aber wenn du doch sagst, dass du es nicht warst.
00:12:14Wie war das?
00:12:18Du bist hereingekommen.
00:12:20Ja.
00:12:22Du hast Edgar tot gesehen.
00:12:24Ja, weiter.
00:12:26Die Pistole lag am Boden.
00:12:29Ja.
00:12:30Du hast sie aufgenommen.
00:12:32In dem Moment hat es geklingelt.
00:12:40Das ist er!
00:12:41Das ist er!
00:12:42Das ist er!
00:12:50Das ist er!
00:12:50Das ist er!
00:12:58Wo ist denn hier das Licht?
00:13:12Das ist er!
00:13:30Das war's für heute.
00:14:00Nein.
00:14:03Das hat doch keinen Sinn mehr.
00:14:05Ich lasse mich nicht einsperren.
00:14:08Sie müssen jetzt gerade stehen dafür.
00:14:10Aber ich war's doch gar nicht, wirklich nicht.
00:14:11Nein.
00:14:13Ich kam rein.
00:14:15Da sah ich ihn liegen, im Sessel liegen.
00:14:19Aber da war er schon tot.
00:14:21Ich habe gehört, wie Ihre Mutter Ihnen das vorgeschlagen hat.
00:14:24Aber nein.
00:14:26Die Pistole, die lag da unten auf dem Boden.
00:14:29Da habe ich sie genommen.
00:14:32Und da hat sie geklingelt, an der Tür.
00:14:35Geben Sie sie mir.
00:14:37Sie glauben mir nicht?
00:14:39Nein.
00:14:39Er ist weg, Chef.
00:15:04Ja.
00:15:04Ja, aber ich habe mit ihm gesprochen. Er ist ganz am Ende.
00:15:08Ich meine, man muss ihm alles zutrauen jetzt. Er hatte kein Vertrauen zu mir.
00:15:11Mit der Blitz war er wieder weg.
00:15:12Na ja, ist schon gut, Harry. Ich hatte schon richtig ein bisschen Angst um dich.
00:15:16Aber er hat schnell gelernt. Er wollte genau das anbringen, was seine Mutter ihm beigebracht hat.
00:15:20Am Telefon?
00:15:21Ja. Er sei es nicht gewesen und er sei nur so dazugekommen.
00:15:25Genau dieselben Worte.
00:15:27Na ja, die Frau kämpft um ihn was.
00:15:28Ich sage doch gar nichts Schlechtes, Herr Schiffmann, wenn ich sage, Sie können möglicherweise den Fall nicht ganz übersehen.
00:15:38Sie hörten den Schuss. Sie sind doch nicht gleich aufgestanden und haben nachgesehen.
00:15:42Nein, gleich nicht. Wir haben das erst besprochen, meine Frau und ich.
00:15:47Ja, eben besprochen. Überlegt, hin und her überlegt. Nachsehen oder nicht nachsehen.
00:15:50Darüber ist doch Zeit vergangen, Herr Schiffmann. Fünf Minuten, zehn Minuten vielleicht. Kann doch sein, zehn Minuten.
00:15:55Gut zehn Minuten. Vor allem sind Sie doch noch einmal hinuntergegangen.
00:15:58Um den Nachschlüssel zu holen. Überlegen Sie doch, Herr Schiffmann, bis Sie dann wirklich in die Wohnung hineingegangen sind, sind Sie doch gut zehn Minuten.
00:16:05Ja, ja, ja, ja. In der Zeit war der Mörder doch links weg.
00:16:08Möglicherweise doch ein Fenster über den Balkon in den Garten hinunter.
00:16:11In der Zwischenzeit kommt Berthold.
00:16:13Ja, ja, ja, so kann es natürlich auch sein. Ja.
00:16:16Herr Schiffmann, zehn Minuten.
00:16:24War er es?
00:16:25Ja, aber er ist weg.
00:16:27Weg?
00:16:28Er ist uns leider entkommen, aber er hat auf die Beamten geschossen.
00:16:33Geschossen?
00:16:38Auf Sie geschossen?
00:16:39Nein, nicht auf mich.
00:16:42Er ist nicht gewalttätig, ich schwöre es Ihnen.
00:16:45Ich weiß nicht, in was für einer schrecklichen Situation er sich befindet, aber er ist...
00:16:48Er ist nicht gemeingefährlich.
00:16:50Nein, nein, das glaube ich auch nicht.
00:16:52Nein.
00:16:52Ich habe ja mit ihm gesprochen.
00:16:54Haben Sie...
00:16:54Was, was sagt er?
00:16:56Er sagte, dass es nicht gewesen sei, sagt er.
00:17:00Sagt er?
00:17:01Ja.
00:17:01Warum läuft er dann weg?
00:17:05Warum tut er das?
00:17:07Angst, er hat einfach Angst.
00:17:09Er ist die Situation, in die er geraten ist, nicht gewachsen.
00:17:12Er sollte stehen bleiben, sagen, wie es war.
00:17:14Und wie war es?
00:17:15Er kam nach Hause, er schloss auf, er fand den Toten.
00:17:19Herr Schippmann, Herr Schippmann, Sie hörten den Schuss.
00:17:22Wie viel Zeit verging, bis Sie wirklich in der Wohnung waren?
00:17:25Zehn Minuten.
00:17:28Das war doch das, was Sie hören wollten.
00:17:30Ich kam gerade noch zurecht, wie Sie ihm diese zehn Minuten nahelegten.
00:17:33Es kommt darauf an, was Herr Schippmann sagt.
00:17:34Und wenn er sagt zehn Minuten, dann müssen Sie das aus einer Aussage zur Kenntnis nehmen.
00:17:37Das können Sie nicht übergeben.
00:17:38Herr Schippmann!
00:17:39Ja, ja.
00:17:40Zehn Minuten, sagt er.
00:17:42Ich fragte ihn danach und er sagte, ungefähr zehn Minuten.
00:17:45Das sage ich nun aus.
00:17:48Und noch etwas, würden Sie bitte nach oben kommen?
00:17:50Ja, bitte.
00:17:50Ich habe etwas gesehen, was Ihnen vielleicht noch gar nicht aufgefallen ist.
00:17:54Bitte kommen Sie mit nach oben.
00:18:07Bitte.
00:18:08Schauen Sie.
00:18:09Ja, das ist eine offene Balkontür.
00:18:13Ja, aber sie ist doch geschlossen.
00:18:14Ich meine, abends ist sie geschlossen.
00:18:16Immer geschlossen.
00:18:17Hat sich jemand aufgemacht?
00:18:19Von innen?
00:18:20Ich stelle mir das so vor.
00:18:21Der Mörder schießt.
00:18:22Er will raus.
00:18:23Er hat Schritte auf der Treppe.
00:18:24Berthold kommt.
00:18:25Der Mörder hört den Schlüssel schon im Schloss.
00:18:26Was soll er tun?
00:18:27Er öffnet den Fuhren, geht durch die Balkontür und klettert hinaus.
00:18:29Es ist doch keine Schwierigkeit, auf diese Weise hinunter in den Garten zu kommen.
00:18:33Was sagen Sie dazu?
00:18:35Ja, ich weiß nicht.
00:18:36Aber Sie können doch die offene Balkontür nicht ignorieren.
00:18:39Nein, nein, das werde ich auch nicht.
00:18:41Gehen wir jetzt?
00:18:43Wohin?
00:18:44Sie haben doch selbst gesagt, Sie wüssten, wohin Ihr Junge gehen wird.
00:18:48Ja, meine Schwester wohnt in Schwabing.
00:18:49Vielleicht.
00:18:50Haben Sie ein Auto da?
00:18:51Ja, natürlich.
00:18:52Bitte gehen Sie schon in die Noten, ich komme sofort.
00:18:56Ja, ist gut.
00:18:57Drei Minuten.
00:19:06Er zieht uns Fenster aufgemacht?
00:19:08Ich würde sagen, ja.
00:19:09Was machst du denn jetzt?
00:19:12Ich würde es gerne wissen, Harry.
00:19:13Auftragsdienst, hier ist die Nummer 291612.
00:19:22Pauli, bitte, wenn Anrufe kommen, sagen Sie, weder Kind.
00:19:28Nein, nein, nur weder Kind.
00:19:31Von mir aus sagen Sie es jedem, der Anruf, der den es angeht, weiß schon Bescheid.
00:19:36Danke.
00:19:36Sie hat mit dem Auftragsdienst gesprochen.
00:19:45Ah, dann wird sie sich mit ihm treffen wollen.
00:19:46Ja, aber sie hat einen Deckner benutzt, Wedekind.
00:19:48Wedekind?
00:19:49Was ist denn Wedekind?
00:19:52Bitte, Daniel, hinter.
00:19:54Ja, bitte.
00:20:06Hallo, Schimpf, was ist los?
00:20:09Lockt jetzt hier die große Mitternachtsschau?
00:20:11Na, und weiter.
00:20:12Habt ihr alles?
00:20:13Na ja, aber viel können wir damit nicht anfangen.
00:20:15Die Beschreibung ist ein bisschen dürftig.
00:20:16Ja, ja, ich hab dir das Bild mitgebracht.
00:20:21Aha.
00:20:22Der Mörder mit dem Kindergesicht.
00:20:24Ja, das ist Frau Pauli, die Mutter.
00:20:27Entschuldigung, das konnte ich nicht wissen.
00:20:29Sie machen einen Fehler.
00:20:29Hier wird offenbar ein Fehler gemacht.
00:20:32Man hält meinen Sohn für einen Mörder, was nicht bewiesen ist.
00:20:34Keinesfalls bewiesen ist.
00:20:34Ja, Frau Pauli hat recht.
00:20:37Rein theoretisch.
00:20:38Aber das ist jedenfalls der Mann, der gesucht wird.
00:20:40Das ist richtig, ja?
00:20:41Wo wohnt Ihre Schwester?
00:20:43Haben Sie Leute hier irgendwo?
00:20:45Ja, natürlich.
00:20:48Ja, Walter, wie viele Leute...
00:20:50Bitte.
00:20:52Bitte, niemand soll schießen.
00:20:54Nicht, dass einfach drauf losgeschossen wird.
00:20:56Nein, gib das nochmal durch, Walter.
00:20:58Ja, ja, ist in Ordnung.
00:21:00Also, Walter, wie viele Leute hast du?
00:21:03Außer Robert und mir noch drei Mann.
00:21:05Haus 23 ist da drüben.
00:21:06Wir haben es uns angesehen.
00:21:07Es hat drei Ausgänge.
00:21:08Ja.
00:21:09Also, Harry und ich gehen mit hinauf.
00:21:11Ja, in Ordnung.
00:21:13Soll der denn tatsächlich hierher kommen?
00:21:15Ja, ich weiß es nicht.
00:21:16Kann sein.
00:21:17Wahrscheinlich.
00:21:19Du, und dann noch was.
00:21:20Frau Pauli hat da auf Auftragsdienst gestellt.
00:21:22Ich möchte, dass du dich da einschaltest.
00:21:24Ich möchte alle Gespräche wissen, die da geführt werden.
00:21:27In Ordnung.
00:21:27So, hier ist der Bosch.
00:21:34Das schaut ihn euch genau an.
00:21:42Komm rein.
00:21:45Die Herren sind von der Kriminalpolizei.
00:21:47Guten Abend.
00:21:48Guten Abend.
00:21:50Hat sich Berthold schon gemeldet?
00:21:51Nein.
00:21:52Er hat nicht telefoniert?
00:21:53Wir sind auch gerade erst nach Hause gekommen, bevor du angerufen hast.
00:21:55Du bringst Polizei mit?
00:21:58Ja.
00:21:59Das ist Kommissar Keller.
00:22:01Du wunderst dich, dass ich selbst...
00:22:05Gerd, es ist doch so.
00:22:07Berthold ist unschuldig.
00:22:09Er hat Edgar nicht erschossen.
00:22:10Berthold doch nicht.
00:22:12Ich bin sehr froh, dass ich den Herrn Kommissar mitgebracht habe.
00:22:15Ihr kennt Berthold.
00:22:16Sag es, Gerd.
00:22:19Anneliese.
00:22:20Könnte Berthold einen Menschen umbringen?
00:22:24Nein, das kann er nicht.
00:22:25Er ist ein netter, ein höflicher Junge.
00:22:28Ein bisschen Fantasie vielleicht, nicht ganz realistisch.
00:22:31Träumer.
00:22:32Ja, so etwas wie ein Träumer.
00:22:34Kein Mann, der zu solchen Entscheidungen fähig wäre.
00:22:38Eine Pistole.
00:22:39Allein schon sich eine Pistole zu besorgen.
00:22:41Wo?
00:22:43Er wüsste nicht.
00:22:45Ich bin überzeugt, wenn ich ihm sagen würde, besorge eine Pistole, er wäre hilflos.
00:22:50Jetzt sag, habe ich Unrecht.
00:22:54Nein, nein, das stimmt.
00:22:55Wir müssen Berthold davon überzeugen, dass es unsinnig ist, davon zu laufen.
00:22:59Ich weiß wirklich nicht, warum er das tut.
00:23:01Kannst du mir einen Whisky machen?
00:23:03Oder lieber einen Kaffee.
00:23:04Ja, danke.
00:23:08Wollen Sie nicht Platz nehmen?
00:23:11Danke.
00:23:19Was halten Sie von der Geschichte?
00:23:20Ja, ich höre mir das alles an und muss zugeben, ich wundere mich etwas.
00:23:27Weshalb?
00:23:28Weil so viel von dem Jungen gesprochen wird und so wenig von dem Toten.
00:23:32Von Edgar?
00:23:34Er war doch Ihr Mann.
00:23:36Naja, das war er.
00:23:37Und er wurde erschossen.
00:23:40Naja, das ist alles entsetzlich, aber...
00:23:46Nehmen Sie einen Whisky?
00:23:48Oh ja, sehr gerne.
00:23:49Ach, würden Sie meinen Mitarbeiter mit einschließen?
00:23:52Du trinkst doch auch einen, nicht was?
00:23:56Stanjitz war kein feiner Mann, Herr Kommissar.
00:24:00So, war er das nicht.
00:24:02Nein.
00:24:04Lesen Sie nicht diese hübschen Geschichten aus der Gesellschaft.
00:24:06Ich meine, die, die sich dafür hält.
00:24:09Mit Saufen, Orgien, Koksen und so weiter.
00:24:15So, da?
00:24:16Ein bisschen.
00:24:17Danke.
00:24:17Nein, ich habe darüber nichts gelesen.
00:24:21Uninteressant für Leute, die arbeiten.
00:24:24Er führte also ein Leben, womit man auf keinen Fall einverstanden sein konnte.
00:24:29Konnte man nicht.
00:24:31War man nicht.
00:24:33Und Sie auch nicht?
00:24:34Nein, natürlich nicht.
00:24:37Und Ihr Sohn auch nicht.
00:24:39Der schon gab nicht.
00:24:40Kannst du so etwas sagen?
00:24:41Die beiden verstanden sich ganz gut.
00:24:43Nicht sehr gut, aber ziemlich gut.
00:24:46Zugegeben, sie lebten völlig verschieden, aber es gab niemals Konflikte zwischen den beiden.
00:24:51Schon aus diesem Grunde ist der Gedanke absurd, dass Berthold...
00:24:54Ich verstehe.
00:24:58Es ist gut, dass wir darüber sprechen.
00:25:00Von meinem Mann.
00:25:03Er lebte ein Leben, das ich nicht teilen konnte.
00:25:05Ich glaube, er hat mich nur geheiratet, weil es ihm schmeichelte.
00:25:08Er brachte den Glanz, die...
00:25:11...Äußerlichkeit.
00:25:11Ich weiß eigentlich bis heute nicht, woher sein vieles Geld kam.
00:25:14Ich wollte es auch nie wissen.
00:25:17Ich weiß nur, dass er seine merkwürdigen Geschäftsfreunde ausspielte.
00:25:19Einen gegen den anderen.
00:25:22Vielleicht ist es einem von Ihnen zu viel geworden.
00:25:27Ein ganzer Personenkreis, der für den Mord in Frage kommt.
00:25:31Ist das nicht auch Ihre Meinung?
00:25:33Ja, es ist sicher sehr interessant, was Sie da sagen.
00:25:36Nein, nein, das ist die Lösung.
00:25:37Das ist die einzige Lösung.
00:25:39Glauben Sie.
00:25:41Warum du nervös bist, möchte ich wissen.
00:25:57Glaubst du, dass er herkommt?
00:25:58Natürlich hat er versucht, zu mir zu kommen.
00:26:01Zweimal.
00:26:02Er stand im Hof des Teaters und schrie.
00:26:06Schrie, Adelise.
00:26:11Das zweite Mal telefonierte er.
00:26:15Und sie liefen hinter mir her.
00:26:17Er kommt, vielleicht über den Hintereingang.
00:26:19Ich muss mit ihm sprechen.
00:26:24Vorher mit ihm sprechen.
00:26:25Damit er weiß, was er sagen soll.
00:26:27Natürlich hat der Junge ihn umgebracht.
00:26:28Ich hätte es auch gern getan.
00:26:35Aber unser einer hat nicht so viel Mut.
00:26:39Wie so ein junger Kerl.
00:26:42Der ganz anständig ist und ehrlich.
00:26:45Und der noch ein Gewissen hat um den Imeral,
00:26:47die wir nicht mehr haben.
00:26:50Aber dafür rennen wir jetzt hinten her.
00:26:52und erschießen ihn vielleicht.
00:26:55Nein!
00:26:57Nein!
00:26:59Sie haben mir versprochen,
00:27:00nicht schießen zu lassen.
00:27:02Der Junge hat leider
00:27:03eine Pistole bei sich.
00:27:05Ich hole mich.
00:27:32Nein!
00:27:32Nein!
00:27:32Nein!
00:27:32Nein!
00:27:32Nein!
00:27:34Nein!
00:27:35Aus dem, was Ihr Schwager hier sagt, geht doch ganz eindeutig hervor.
00:28:02Was? Was?
00:28:03Dass Ihr Sohn Ihren Mann gehasst hat.
00:28:05Unsinn! Hier werden Reaktionen eines jungen Menschen überschätzt.
00:28:08Eine jugendliche Empfindlichkeit, die normal ist, sich ganz normal äußert.
00:28:12Was mischt du dich ein?
00:28:15Die beiden verstanden sich nicht, aber das ist normal heute.
00:28:17Nichts Besonderes, dass sich junge Leute und ältere Leute nicht verstehen.
00:28:20Nur das empfand Bertolt. Weiter nichts.
00:28:22Junge Leute protestieren leicht, aber sie schießen doch nicht.
00:28:26Nein, nein, es muss eine andere Lösung geben.
00:28:27Jemand aus den Kreisen meines Mannes.
00:28:29In diesen Kreisen gibt es eine Menge Dinge, die eine bessere Erklärung bieten für ein Verbrechen als die Empfindlichkeit eines jungen Menschen.
00:28:37Der Mann, von dem hier so schlecht gesprochen wird, den haben Sie ja immerhin geheiratet.
00:28:42Also muss er ja ein paar Qualitäten gehabt haben.
00:28:45Gar keine.
00:28:46Konnten Sie ihn so wenig ausstehen, diesen Mann?
00:28:59Bist du nicht jemand auf der Treppe?
00:29:08Guten Abend.
00:29:11Darf ich zum Beispiel etwas bitten?
00:29:14Sie sind doch auch ein junger Mensch. Werden Sie mir helfen.
00:29:15Wie meinen Sie?
00:29:16Ich möchte mit meinem Sohn sprechen.
00:29:18Vorher mit ihm sprechen. Nur mit ihm sprechen.
00:29:20Tja, da kann ich nichts machen.
00:29:23Sie handeln doch nichts gegen Ihre Bestimmung.
00:29:24Wenn Sie mir erlauben, mit meinem Sohn zu sprechen.
00:29:26Ich werde ihm sagen, dass er die Pistole weglegen soll, dass er sie mir geben soll.
00:29:29Dann kann nichts passieren.
00:29:30Natürlich.
00:29:32Und Sie haben hier gespräch.
00:29:33Danke.
00:29:45Und Sie haben hier.
00:30:15Fehlanzeige, Walter. Der kommt garantiert neben.
00:30:29War er das?
00:30:30Ja, das war er.
00:30:37Wer ist es?
00:30:45Nein, er ist in Richtung Schwabing verschwunden. Sie durchsuchen jetzt alle Lokale.
00:30:58Warte, ich komme. Wieso? Vater, ich komme auch mit.
00:31:06Wenn Sie erlauben.
00:31:09Ja, natürlich.
00:31:11Willst du nicht hierbleiben? Nein, nein.
00:31:19Aber das ist doch nichts für dich. Nein, ich komme nicht.
00:31:23Dann zieh nicht den Trenchcoat an, zieh dich wärmer an. Es ist kalt raus.
00:31:26Aber der Trenchcoat ist... Also hol dir den warmen Mantel, es ist nachts halb drei.
00:31:29Deshalb brauchst du doch nicht zu schreien. Alles wegen dieses Idioten.
00:31:33Wen meinen Sie?
00:31:36Stannertz, meine ich. Stannertz.
00:31:41Hallo? Wer ist da? Auftragsdienst?
00:31:56Nein. Geißer!
00:31:59Warum er wegrennt? Das fragen Sie mich im Ernst?
00:32:17Was schließen Sie daraus? Dass er es war, dass er es getan hat?
00:32:20Aber nein, Kommissar, nein. Er spricht für seine Ratlosigkeit. Er ist in etwas hineingeraten und findet nicht heraus.
00:32:27Sie hatten ihn leider. Er war in einem Lokal und versuchte zu telefonieren, aber er war wieder mal schneller.
00:32:32Robert und Walter sind jetzt hinter mir.
00:32:34Hinter ihm her, hinter ihm her. Hört sich an, als jagen Sie einen Hund hinterher.
00:32:37Entschuldigung.
00:32:38Natürlich jagen Sie einen Hund. Sie fangen ihn ein wie einen Hund und vielleicht schießen Sie ihn tot wie einen Hund.
00:32:45Wie können Sie sowas sagen?
00:32:49Wir versuchen, einen Menschen festzunehmen, der einen Mord verhübt hat und der bewaffnet ist.
00:32:54Sie zwingen ihn ja, sich so blöd zu verhalten. Der muss sich doch wehren.
00:32:58Und was würden Sie vorschlagen?
00:33:01Warten. Abwarten.
00:33:03Die Junge ist viel zu anständig. Der kommt ganz von selbst.
00:33:06Aber Polizisten macht dir sowas Spaß. Die müssen dir das Fell vorweisen morgen früh.
00:33:12Scheiße, es ist wie verhext. Er muss sich irgendwo verkrochen haben.
00:33:17Macht nichts. Ein bisschen Tränengas und er wird schon rauskommen.
00:33:23Das ganze Viertel ist jetzt abgesperrt. Es hat sich nur leider rumgesprochen, dass wir einen Mörder suchen.
00:33:28Mörder? Mörder? Was reden Sie da?
00:33:31Kommissar. Kommissar. Der Junge kommt nach Hause. Zufällig. Er hat keine Ahnung. Er geht die Treppe hinauf. Er schließt auf.
00:33:44Er steht vor einem Toten plötzlich. Er steht wie angewurzelt. Der Schreck. Der maßlerische Schreck, den er hat.
00:33:52Er fasst es doch einfach nicht. Er sieht die Pistole liegen, er hebt sie auf.
00:33:56Das alles haben Sie mir schon mehrere Male erzählt. Es klingelt. Es wird geklopft. Er macht auf. Schippmann steht da.
00:34:04Der Mann hat doch keinen Verstand. Für einen Mann wie Schippmann kann doch das Einfachste nur wahr sein.
00:34:10Ein Toter, ein Mann mit einer Pistole in der Hand. Natürlich ist das der Mörder.
00:34:14Begreifen Sie doch, Kommissar. Der Junge hat es in den Augen von Schippmann gelesen. Das Wort Mörder. Und da lief er los.
00:34:21Ja. Und er läuft jetzt noch. Ja, ich weiß. Ich weiß. Ach, dann verstehe ich Sie nicht.
00:34:31Jetzt zieh ich Sie wieder von Ihnen mal aus. Warum unterstützt Ihr mich nicht? Kann das nicht so gewesen sein?
00:34:43Die Pistole haben schon zu, aber ich brauche einen Cognac.
00:34:52Sag mal, was ist denn mit der los?
00:34:56Schrobert, die Frau ist völlig verzweifelt. Sie ist ja auch kein Kunststück. Ihr eigener Sohn erschießt ihren Mann.
00:35:00Aber sie sagt doch, sie sagt doch, er wäre es nicht gewesen.
00:35:04Ja, das versucht sie uns beizubringen. Aber nicht ungeschickt, Jeff. Die kriegt mich noch weich.
00:35:10Na ja, mich vielleicht auch. Jedenfalls eine großartige Schauspielerin, was?
00:35:1429 16 12. Ich möchte wissen, ob Anrufe für mich da sind.
00:35:20Niemand? Kein Anruf.
00:35:28Danke.
00:35:30Was guckst du mich so an?
00:35:38Na ja, ich guckst du mich so an.
00:36:08Nein, nein, Leute, Schluss. Ausverkauft. Ende.
00:36:21Seien Sie ruhig. Ganz ruhig, bitte. Ich tu Ihnen doch nichts. Schreien Sie nicht, bitte.
00:36:25Wollen Sie mir die Luft abdrehen? So ein Teufel, was fällt Ihnen ein?
00:36:29Verzeihen Sie bitte.
00:36:31Was ist denn los da draußen? Polente? Haben Sie was ausgefressen?
00:36:36Nehmen Sie mich mit rein, bitte. Ist das Ihre Wohnung?
00:36:40Mit rein? Ich denke gar nicht dran.
00:36:48Verdammter Idiot. Komm.
00:37:06Ach so.
00:37:12Was, ach so. Was hast du denn gedacht? Aber wenn du denkst, ich verstecke Verbrecher hier, dann irrst du dich.
00:37:20Wir können uns das hier nicht leisten, verstehst du?
00:37:22Ach komm, nur bis sie vorbei sind.
00:37:25Wenn sie reinkommen und mich fragen, dann bist du dran.
00:37:27Was hast du gemacht? Einbruch?
00:37:31Ach, Unsinn.
00:37:35Meinst du, ich bin alleine hier?
00:37:37Kann ich jemand telefonieren?
00:37:39Dann musst du ja in den Flur gehen.
00:37:45Aber dann hast du ab, verstanden?
00:37:46Kinder, da draußen ist vielleicht ein Betrieb. Die ganze Straße voll Polizei. Die suchen Mörder.
00:38:03Was?
00:38:05Du Schwein, hast jemanden umgebracht?
00:38:07Los, raus hier!
00:38:08Ist was hinterlassen worden?
00:38:09Man, wir wollen hochgehen, deinetwegen? Los, raus hier!
00:38:12Danke.
00:38:12Danke.
00:38:13Kinder, das ist ein Mörder hier! Das ist ein Mörder hier!
00:38:17Ich sag, raus! Los, raus!
00:38:20Der Schwein ist bei den Gold gegangen!
00:38:21Na, warte!
00:38:24Ah!
00:38:42Ich bin doch mal hier, haut man sie ja hoch!
00:38:47Warum ich diesen Mann geheiratet habe, warum?
00:38:52Ich weiß es nicht.
00:38:54Es gehört zu einer Reihe von Irrtümern, die man eben macht.
00:38:57Ich habe mich oft geirrt in meinem Leben.
00:39:00Nicht beruflich.
00:39:02Da ging immer alles fabelhaft.
00:39:04Aber privat.
00:39:06Dieser war vielleicht das Schlimmste von allen Irrtümern.
00:39:08Aber Edgar war ein gewinnender Mann.
00:39:10Er bot mir Dinge, die ich fast vergessen hatte.
00:39:14Ich weiß nicht, ob Sie wissen, was das heißt, Schauspielerin zu sein.
00:39:18Ein Leben ohne Zentrum.
00:39:20Ohne Wärme, ohne Schutz.
00:39:21Privat, meine ich.
00:39:24Ohne wirkliches Zuhause.
00:39:27Laura sagte, heirat halt wieder.
00:39:29Wer sagt das?
00:39:31Laura Wedekin, meine Gattroviere.
00:39:35Das schlechteste Ratschlag, den sie mir geben konnte.
00:39:37Heute weiß es.
00:39:40Jetzt weiß es.
00:39:41Ja, man weiß nie, was mit Gefühlen wird im Laufe der Zeit.
00:39:46Was sagte Ihr Sohn zu Ihrer Heirat?
00:39:48Er mochte meinen Mann.
00:39:49Ja.
00:39:50Wirklich, wirklich, er mochte ihn.
00:39:53Wenigstens zuerst.
00:39:54Es hat sich etwas geändert, weil...
00:39:57Berthold wurde älter und wer älter wird, wird kritischer.
00:39:59Ja, er wurde kritischer, älter Gegenüber.
00:40:04Auch unter dem Einfluss von meinem Schwager.
00:40:07Der mochte meinen Mann nie.
00:40:10Von Anfang an nicht.
00:40:21Das ist gut, da kommt er nicht mehr raus.
00:40:23Laura, ja.
00:40:27Wedekind.
00:40:30Wo?
00:40:31In der Franz-Josef-Straße.
00:40:36Und die Nummer?
00:40:37Ah ja, danke.
00:40:38Danke.
00:40:38Danke.
00:40:38Es ist in der Baustelle, was Sie machen sollen.
00:40:56Umstellt ist er raus, kann er nicht mehr.
00:40:58Sollen Sie jetzt mit Lautsprecher?
00:41:00Robert meint, vielleicht sollte man Hunde einsetzen.
00:41:01Hunde?
00:41:02Sie wollen Hunde auf ihn hetzen?
00:41:03Hunde?
00:41:04Na bitte doch, keine Hunde.
00:41:06Nein, also keine Hunde, es geht doch so.
00:41:08Lass ihn doch, er weiß doch, was ich zu tun.
00:41:12Lassen Sie sich das eigentlich alles gefallen, Chef.
00:41:17Versprech mir was davon.
00:41:28Da runter.
00:41:30Na los, kommen Sie.
00:41:38Warum lassen Sie mich nicht reden mit ihm?
00:41:42Ich kann doch hingehen.
00:41:43Ich kann doch mit ihm reden.
00:41:45Nein.
00:41:46Warum nicht?
00:41:47Das ist doch ein guter, ein vernünftiger Vorschlag.
00:41:49Auf mich wird er hören.
00:41:50Mir wird er die Pistole aushändigen.
00:41:51Ich werde ihn dazu bringen, dass er herauskommt und sich in den Stree.
00:41:55Nein.
00:41:55Aber warum denn nicht, Chef?
00:41:56Hier muss er geschossen werden.
00:41:58Halten Sie den Mund oder Sie können nach Hause gehen.
00:42:00Zum Herumstinkern brauche ich Sie nicht.
00:42:02Wo ist er?
00:42:07Irgendwo da drin.
00:42:08Er sitzt in der Falle.
00:42:10Könnt ihr eine Seite freimachen.
00:42:11Wie freimachen?
00:42:13Na ja, da, wo es zur Franz-Josef-Straße geht.
00:42:14Was?
00:42:15Freimachen?
00:42:15Ja.
00:42:16Ja, er will in die Franz-Josef-Straße.
00:42:18Er soll da hingehen.
00:42:19Aber Chef, wir brauchen ihn doch hier nur rauszuholen.
00:42:21Ich mach das.
00:42:22Hast du mich nicht verstanden?
00:42:23Chef, ich weiß nicht, aber bitte.
00:42:25Lassen Sie mich hingehen.
00:42:26Wo ist er?
00:42:26Ich geh hin.
00:42:27Sie bleiben hier.
00:42:31Bitte.
00:42:35Herr Eisenburg.
00:42:37Herr Schäfer, kommen Sie.
00:42:41Kommen Sie weg hier.
00:42:42Ja.
00:42:44Weg dahin.
00:42:45Ich kann doch nicht zusehen, wie Sie ihn...
00:42:55Ah!
00:42:56Da ist er!
00:42:57Ich sehe ihn!
00:42:58Sieh mal!
00:43:00Hinterher!
00:43:01Da muss den Kies runter!
00:43:03Ja, da!
00:43:03Bertel!
00:43:04So, schnell!
00:43:05Jetzt!
00:43:06Hier, hier ist er!
00:43:06Lauf doch!
00:43:07Hier oben!
00:43:09Wo rennt denn der hin?
00:43:10Wahrscheinlich in die Franz-Josef-Straße.
00:43:12Ah, na, dann ist ja gut.
00:43:13Bertel!
00:43:14Bertel!
00:43:16Bertel!
00:43:18Er ist weg.
00:43:20Wieder einmal.
00:43:23Ich glaube, ich gehe jetzt.
00:43:25Ich halte das nicht durch.
00:43:27Ich möchte nach Hause.
00:43:28Soll ich Sie mit deinem Wagen nach Hause bringen lassen?
00:43:31Nein, nein, danke, Kommissar.
00:43:32Ich nehme ein Taxi.
00:43:33Es geht schon.
00:43:34Irene, du wirst doch nicht, das ist doch...
00:43:35Bertel, lass mich doch in Ruhe.
00:43:37Lass mich in Ruhe!
00:43:40Vergrückte Nacht.
00:43:42Brauchen Sie mich noch?
00:43:43Ich habe Sie nie gebraucht.
00:43:52Robert, zieh deine Leute an.
00:43:54Sie machen nichts mehr ohne Auftrag.
00:43:56Und der Auftrag kommt von mir, wenn er kommt.
00:43:58Verstanden?
00:43:59Ja, aber...
00:44:00Ja, bitte.
00:44:01Walter.
00:44:02Ja?
00:44:02Du gehst hinter der Pauli her.
00:44:04Sie geht in die Franz-Josef-Straße.
00:44:06Vielleicht geht sie nicht den kürzesten Weg,
00:44:08aber sie wird gehen.
00:44:09Und lass dich nicht sehen.
00:44:11Lass sie gehen.
00:44:13Und wenn ihr Junge dir über den Weg läuft,
00:44:14dann lass auch ihn gehen.
00:44:16Komm, Harry.
00:44:17Wir müssen vor den beiden da sein.
00:44:18Ja, aber was ist denn los in der Franz-Josef-Straße?
00:44:28Die muss erst aufstehen, Chef.
00:44:30Glaube ich gern.
00:44:32Siehst du?
00:44:33Meinen Sie, sie weiß Bescheid?
00:44:35Ja, wir werden Sie fragen.
00:44:41Wer ist da?
00:44:43Kriminalpolizei.
00:44:45Haben Sie gehört, Frau Wedekind?
00:44:48Deswegen kommen Sie denn?
00:44:55Ist doch vier Uhr morgens.
00:44:57Ja, aber Sie waren in zehn Sekunden an der Tür
00:44:58und sind vollständig angezogen.
00:45:05Bitte.
00:45:06Danke.
00:45:11Ja, danke.
00:45:18Warten Sie auf jemanden?
00:45:25Nein.
00:45:26Ich konnte nicht schlafen
00:45:28und wenn ich nicht schlafen kann,
00:45:29dann stehe ich auf und ziehe mich an.
00:45:32Darf ich fragen,
00:45:32weshalb Sie nicht schlafen konnten?
00:45:34Das Arte.
00:45:36Siehst, das Arte.
00:45:37Ja.
00:45:39Was wollen Sie von mir?
00:45:41Ich wollte eigentlich hier mit Ihnen zusammen warten.
00:45:44Auf Irene Pauli
00:45:45und auf Berthold.
00:45:49Bitte nehmen Sie Platz.
00:45:50Dankeschön.
00:45:53Es wird nicht lange dauern.
00:45:55Sie ist ja schon auf dem Wege
00:45:56und auch Berthold auf dem Wege hierher.
00:46:00Kann ich Ihnen etwas anbieten?
00:46:01Nein, danke.
00:46:02Nur wenn ich vielleicht rauchen dürfte, ja?
00:46:04Bitte.
00:46:04Sie sind also die Gattobiere von Frau Pauli?
00:46:09Ja.
00:46:10Schon seit 20 Jahren.
00:46:12Das ist ja eine lange Zeit.
00:46:14Eine lange Zeit.
00:46:15Aber eine Zeit, die ich nicht missen möchte.
00:46:18Hm.
00:46:18Eine große Frau Irene Pauli.
00:46:21Haben Sie sie schon mal gesehen?
00:46:22Sie meinen auf der Bühne?
00:46:24Ja.
00:46:24Nein.
00:46:25Wissen Sie, ich habe einfach zu wenig Zeit,
00:46:26um ins Theater zu gehen.
00:46:28Dann können Sie diese Frau nicht beurteilen.
00:46:30Ich meine,
00:46:31falls Sie sich ein Urteil gebildet haben.
00:46:32Nein, nein, natürlich nicht.
00:46:35Also nicht genau.
00:46:36Ich versuche jedenfalls,
00:46:38mir einen Eindruck zu verschaffen.
00:46:40Eine großartige Künstlerin.
00:46:42So.
00:46:43Sie wird von Jahr zu Jahr besser.
00:46:45Wesentlicher.
00:46:46Es gibt keine Abnutzung bei ihr.
00:46:48Keine Routine.
00:46:50Doch manche werden in den Jahren
00:46:51perfekter und brillanter.
00:46:53Aber, wie soll ich sagen,
00:46:55Sie leben nicht mehr.
00:46:57Ja, ich verstehe.
00:46:58Das trifft aber bei Irene Pauli nicht zu.
00:47:00Nein.
00:47:01Nein.
00:47:02Sie bezahlt dafür.
00:47:04Mit Ihrem Privatleben?
00:47:06Ich sehe, Sie haben mich verstanden.
00:47:08Kein Glück mit Ihrem Mann.
00:47:10Nein.
00:47:11Ach, dieser Mensch.
00:47:13Der nimmt ja alle Kraft,
00:47:14die sie eigentlich für die Bühne braucht.
00:47:18Aber sagten Sie nicht eben,
00:47:20dass es bei ihr keine Abnutzung gibt?
00:47:22Weil es die Pauli ist.
00:47:24Jede andere Frau in dieser Situation
00:47:25wäre längst fertig.
00:47:26Und Berthold?
00:47:30Sie liebt ihn.
00:47:32Eine Beziehung, die immer stärker geworden ist.
00:47:35Je mehr sich Ihr Mann als Versager herausstellte.
00:47:37Also, wenn man das so hört,
00:47:41dann könnte man doch annehmen,
00:47:42dass Stan jetzt auf die Dauer nur gestört hat.
00:47:46Naja, er wurde ja auch erschossen.
00:47:51Wussten Sie das?
00:47:53Ich weiß nichts.
00:47:56Dieser Mann bewegte sich doch in Kreisen,
00:47:58wo alles möglich ist.
00:47:59Ja.
00:47:59Wer hat ihn denn erschossen?
00:48:04Berthold.
00:48:08Was?
00:48:10Berthold?
00:48:12Der soll?
00:48:14Das ist absolut ausgeschlossen.
00:48:16Nein, nein.
00:48:17Wie kommen Sie denn gerade auf Berthold?
00:48:20Wann wurde Standes denn erschossen?
00:48:22Heute Abend gegen 10.30 Uhr.
00:48:24Aber ist doch Dienstag heute.
00:48:26Ich meine, gestern war doch Dienstag.
00:48:28Und Dienstag ist doch Berthold immer im Schachclub.
00:48:30Er kommt nie vor Mitternacht nach Hause.
00:48:32Ja, aber diesmal kam er früher.
00:48:36Der Hausmeister hörte einen Schuss.
00:48:37Er ging hinauf und klingelte und klopfte.
00:48:40Und da sich niemand meldete,
00:48:41holte er einen Schlüssel.
00:48:43Er schloss auf und an ihm vorbei
00:48:45stürzte Berthold die Pistole noch in der Hand.
00:48:48Aber Herr Kommissar,
00:48:49der Junge, das ist doch ein ganz reizender Junge,
00:48:51voller Gefühl und ganz weich
00:48:54und absolut unfähig,
00:48:55solch eine Tat zu begehen.
00:48:57Er liebte seine Mutter.
00:48:59Er sah vielleicht, dass sie sich quälte.
00:49:01Da stand jetzt ein Irrtum wahr.
00:49:03Ein vollkommener Irrtum, den er korrigiert.
00:49:05Aber nein, nein, Berthold ist doch...
00:49:07Er kommt dafür nicht in Frage.
00:49:09Es ist ganz ausgeschlossen.
00:49:10Und wenn Sie einen Mörder suchen,
00:49:11dann suchen Sie doch in den Kreisen, wo er...
00:49:12Ja, ja, ja, ich weiß.
00:49:13Ich weiß, in den Kreisen,
00:49:15in denen stand jetzt verkehrte.
00:49:16Ja.
00:49:17Aber das haben wir ja gar nicht nötig.
00:49:19Wir wissen ja, wer der Mörder ist.
00:49:21Berthold.
00:49:23Er wurde überrascht mit der Pistole in der Hand,
00:49:25mit der er sich sogar verteidigt,
00:49:27denn er schießt.
00:49:27Na, gehen Sie.
00:49:34Lassen Sie sie herein.
00:49:39Aber sie wird Sie warnen.
00:49:49Die Flüste miteinander.
00:49:50Ja, lass.
00:49:51Komm.
00:49:52Komm, lass sie.
00:49:52Sie wussten also, wohin ich wollte.
00:50:12Ja, ich konnte es mir denken.
00:50:14Und nun, da ich Frau Wedekind kenne,
00:50:16verstehe ich Sie sogar.
00:50:18Eine Freundin, nicht wahr?
00:50:19Sie ist so etwas wie das Zuhause,
00:50:21das Sie vermisst haben.
00:50:23Könnte man das so sagen?
00:50:25Ja.
00:50:27Ich habe eine Aussage zu machen.
00:50:29Ja, bitte.
00:50:31Stand jetzt hat mit mir telefoniert.
00:50:33Wann?
00:50:34Etwa gegen 10 Uhr.
00:50:36Man gab mir das Gespräch in die Garderobe rauf.
00:50:40Stand jetzt war in heller Aufregung.
00:50:42Ja, zu Laura, sagte er mir,
00:50:43ich habe eine große Dummheit gemacht.
00:50:44Ach, er duzte Sie?
00:50:45Ach, wir kennen uns gut.
00:50:47Welche Dummheit hat er denn gemeint?
00:50:48Er habe Geld verloren.
00:50:50Über 5000 Mark, ob ich sie ihm geben könne.
00:50:53Ich sagte, geh zum Teufel,
00:50:55arbeite, wenn du Geld willst.
00:50:58Er sagte, wenn ich bis halb elf das Geld nicht habe,
00:51:02dann legen die mich um.
00:51:03Ich sagte, die Leute bekommen nochmal 5000 Mark dazu,
00:51:06wenn sie dich wirklich umlegen.
00:51:08Oh, Entschuldige.
00:51:09Aber ich mordte ihn nicht.
00:51:12Und außerdem habe ich ihm kein Wort geglaubt.
00:51:13Ach, ist ja gut.
00:51:16Ist ja gut, Irene.
00:51:19Ich wusste ja gar nicht,
00:51:19du hast mir ja gar nichts gesagt,
00:51:20dass er angerufen hat, ja, sagst du.
00:51:23Ja, aber warum sollte ich?
00:51:24Ich hatte doch nichts dagegen,
00:51:24dass man ihn erschießt.
00:51:27Entschuldige.
00:51:29Wenn Sie darin eine Schuld sehen,
00:51:31dann will ich sie tragen.
00:51:32Herr Kommissar.
00:51:53Ja?
00:51:54Was ich gesagt habe,
00:51:55nehmen Sie bitte als eine Aussage,
00:51:57die ich auch jederzeit wiederholen werde.
00:51:59Haben Sie mich verstanden?
00:52:00Ja, ja, gehört und verstanden.
00:52:03Ach, dann lassen Sie den Jungen doch laufen.
00:52:05Man muss ihm doch klar machen,
00:52:06dass er nichts zu befürchten hat.
00:52:08Ja, er kommt.
00:52:09Er kommt ja hierher.
00:52:11Ach, Harry, Frau Wedekind ist etwas nervös.
00:52:14Pass doch bitte im Flur auf, ja?
00:52:21Was haben Sie eigentlich heute Abend gespielt?
00:52:25Marias Duhl.
00:52:27Marias Duhl.
00:52:28Von Schiller.
00:52:32Danke.
00:52:34Der Lord lässt sich entschuldigen.
00:52:35Er ist zu Schiff nach Frankreich.
00:52:39Ja, ich habe mal in einer Schüler-Aufführung
00:52:41die Rolle des Kind gespielt.
00:52:43Ist keine sehr gute Rolle,
00:52:44aber sie hat das letzte Wort.
00:52:48Und es ist ja sehr wichtig im Theater,
00:52:51wer das letzte Wort hat.
00:52:53Da kommt er.
00:52:57Da kommt er.
00:52:57Da kommt er.
00:52:58Da kommt er.
00:52:58UNTERTITELUNG
00:53:28UNTERTITELUNG
00:53:58UNTERTITELUNG
00:54:01Kommissar!
00:54:05Festhalten, Rabbi!
00:54:06Halten Sie nicht!
00:54:12Stehen bleiben!
00:54:13Scheißraum haben wir ihn nicht gehalten!
00:54:22Nicht schießen!
00:54:23Aber haut doch an!
00:54:24Egal! Aber nicht schießen!
00:54:25Gebt an alle Bescheid!
00:54:27Fangt ihn ein, aber nicht schießen!
00:54:29Warum denn nicht?
00:54:30Er ist nicht der Mörder!
00:54:36Ich möchte nicht wissen, warum wir uns hier anstrengen!
00:54:45Da ist er ja wieder!
00:54:46Hör doch!
00:54:47Geht da her!
00:54:54Der kriegt seine Jagd auf!
00:54:57Hör doch!
00:55:04Ach, mach ihn schon!
00:55:06Hör doch!
00:55:07Hör doch!
00:55:08Hör doch!
00:55:13Zurück, zurück!
00:55:14Schlecker!
00:55:15Flau doch!
00:55:16Doch, wir kriegen ihn ja.
00:55:18Der kann ja da nicht weg.
00:55:26Er ist unten im Schacht und läuft in Richtung Universität.
00:55:28Na los, steig ein.
00:55:46Nein, hier geht's nicht weiter.
00:56:06Kommt.
00:56:09Halt! Halt! Zurück sein!
00:56:16Munder!
00:56:31Halt! Stehbleiben, Kriminalpolizei!
00:56:34Zurück!
00:56:36Zurück!
00:56:36Zurück!
00:56:37Zurück!
00:56:40Zurück!
00:56:40Da sie es nicht war,
00:56:46Was waren, Bertolt? Wer war es also?
00:56:52Wie haben Sie doch gesagt, Frau Wedekind?
00:56:55Er nahm ihr alle Kraft, die sie eigentlich für ihren Beruf gebraucht hätte.
00:57:03Weiterspielen oder sich von Starn jetzt ruinieren zu lassen, das war ihr die Frage.
00:57:09Und Sie haben sie gelöst. Auf Ihre Weise, Frau Pauli.
00:57:13Es war alles sehr gut überlegt, alles sehr gut vorbereitet, nur eins war nicht überlegt.
00:57:21Nämlich, dass Bertolt früher nach Hause kam und dadurch mit in die Sache hineingezogen wurde.
00:57:28Die Fahrt an den Wagen, ungefähr fünf Minuten, auf Schauspielhaus bis zur Wohnung in der Starn jetzt war.
00:57:35Der Mord selbst brauchte nicht viel Zeit.
00:57:38Und Frau Pauli war schon längst wieder weg, als Bertolt kam.
00:57:40Bertolt sah den am Mordeten, hob die Waffe auf und wurde von Schippmann überrascht.
00:57:47Tja, es war eigentlich alles genau so, wie Frau Pauli uns immer erzählte.
00:57:52Und das war das Raffinierteste an der Sache.
00:57:55Indem sie so verzweifelt jeden Verdacht von ihrem Sohn ablenkte,
00:57:59lenkte sie natürlich auch jeden Verdacht von sich selbst ab.
00:58:02Denn niemand kommt auf die Idee, jemanden des Mordes zu verdächtigen,
00:58:06der einen anderen Sohn nachdrücklich entlastet.
00:58:07Tja, nun brauchten sie eigentlich nur noch, ihre Rolle zu Ende zu spielen.
00:58:18Sie sagt Maria Stuart am Schluss, mögt euer Lohn nicht eure Strafe werden.
00:58:25Lebt wohl, jetzt habe ich nichts mehr hier auf Erden.
00:58:30Entschuldigung.
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