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Kommissar Keller - Erik Ode /
Drehbuch - Herbert Reinecker /
Regie - Dietrich Haugk
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Drehbuch - Herbert Reinecker /
Regie - Dietrich Haugk
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Kategorie
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TVTranskript
00:00Untertitelung des ZDF, 2020
00:30Franziska!
00:53Sie haben gerufen?
00:55Kommen Sie mal.
00:57Sehen Sie mal.
01:00Steht da nicht jemand?
01:05Wer soll denn da sein?
01:08Ich sehe nichts.
01:09Ist Antone noch draußen?
01:11Der schläft doch jetzt.
01:13Ich habe aber einen Schatten gesehen.
01:16Neben der Tanne.
01:17Und der bewegte sich.
01:20Bei dem Wind bewegt sich doch alles.
01:22Ich sehe nichts.
01:23Da ist niemand.
01:24Ich habe ihn nicht erwartet.
01:36Aber wieso war die Tür offen?
01:41Ich habe sie nicht aufgenommen.
01:43Sie war sicher nicht richtig zu und der Wind hat sie aufgedrückt.
01:47Ist sie jetzt wenigstens zu?
01:48Ja.
01:49Ja.
01:51Ja.
02:03Ja.
02:03Ja.
02:07Haben Sie wieder Angst?
02:08Ja.
02:08Ich sage Ihnen doch, seit drei Tagen habe ich das Gefühl, als ob jemand ans Haus schleicht.
02:13Seit drei Tagen sind Sie Gespenster.
02:15Wir haben doch alles abgesucht. Das bilden Sie sich alles nur ein.
02:18Ja, ist schon gut. Danke, Franziska.
02:38Franziska?
02:51Franziska?
02:52Ja, was ist denn?
02:55Hat sich mein Mann schon gemeldet?
02:57Ich habe heute vom Büro aus angerufen, dass er losfällt.
03:00Wann war das?
03:02Vor einer halben Stunde.
03:06Warum haben Sie mir das nicht gesagt?
03:08Aber das habe ich Ihnen doch gesagt.
03:11Ach so.
03:13Ach so, ja. Danke. Danke, Franziska.
03:16Ja, ja, ist ja gut.
03:17Was ist denn los?
03:29Frau Tavella, was ist denn los?
03:48Ist Ihnen was passiert?
03:49Nein.
03:50Was ist denn?
03:51So sei es!
03:52Sie doch, was ist los?
03:54Ich habe...
03:55Was willst du?
04:02Nachsehen.
04:03Nein.
04:04Das ist verrückt.
04:04Ich sehe Ihnen nach.
04:05Das ist wahnsinnig.
04:06Warum?
04:09Erika.
04:13Erika.
04:14Mann, hat auf mich geschossen, Georg.
04:17Was?
04:25Ist doch alles gut, Erika.
04:42Die Polizei ist hier.
04:44Die werden alles untersuchen.
04:45Aber ich...
04:46Hab keine Angst.
04:47Du musst jetzt keine Angst mehr haben.
04:48Es war alles so schrecklich.
04:49Ich weiß, ich weiß.
04:50Aber jetzt kann doch nichts mehr passieren.
04:52Du musst jetzt nicht mehr daran denken.
04:54Franziska, bringen Sie ins Bett.
04:56Sie braucht Ruhe.
05:00Wie geht es fort, Herr Wetter?
05:02Ich glaube, sie hat einen ziemlichen Schock.
05:04Trotzdem müsste man sie wohl...
05:05Wenn Sie erlauben, Herr Kommissar, aber sie ist absolut nicht vernehmungsfähig.
05:09Ich würde es nicht für richtig halten, Sie jetzt mit Fragen zu quälen.
05:12Ja, es hat ja auch Zeit.
05:13Danke.
05:17Geh schlafen, Erika.
05:19Franziska wird dich nach oben bringen.
05:21Komm, Erika, steh auf, geh schlafen.
05:23Ja, ich bringe Sie rauf.
05:34Ich bin absolut ratlos, Herr Kommissar.
05:37Ein Mordversuch an meiner Frau.
05:40Aber ich kann nicht daran zweifeln.
05:42Da ist eine aufgebrochene Tür, ein zerschossener Spiegel.
05:49Auf meine Frau wurden zwei Schüsse abgegeben.
05:53Unglaublich.
05:53Es ist einfach unglaublich, denn ich sehe nicht den geringsten Anhaltspunkt für einen so unfasslichen Vorgang.
05:59Wie alt ist Ihre Frau, Herr Tavella?
06:0328.
06:04Sie ist meine zweite Frau.
06:06Ihre erste Frau ist...
06:07Ich bin geschieden.
06:09Und wann haben Sie wieder geheiratet?
06:11Vor einem Jahr.
06:13Eine glückliche, eine harmonische Ehe?
06:17Warum fragen Sie?
06:18Wir brauchen Informationen.
06:22Warum diese?
06:25Ja, wollen Sie nicht darauf antworten.
06:26Wo suchen Sie denn einen Grund?
06:32Im Privatleben meiner Frau?
06:34In meinem Privatleben?
06:37Herr Tavella,
06:39alle Fragen, die wir Ihnen stellen,
06:42dienen nur dem Zweck, herauszubekommen, wer auf Ihre Frau geschossen hat.
06:46Denn daran kann ja wohl kein Zweifel bestehen.
06:48Jemand wollte Ihre Frau töten.
06:49Entschuldigen Sie, Herr Kommissar.
06:54Um Ihre Frage zu beantworten,
06:58wir führen eine sehr glückliche Ehe.
07:04Ihr Bekanntenkreis ist sehr groß.
07:08Nein, nicht sehr groß.
07:09Freunde?
07:11Nicht viel, ein paar.
07:13Wir leben sehr zurückgezogen.
07:15Man hat hier wirklich alles, was man braucht.
07:17Das ist ein sehr schöner Besitz, das stimmt, ja.
07:20Ja, wir haben wirklich alles,
07:23was man braucht, um zufrieden zu sein.
07:26Und wir waren es.
07:30Wir sind es.
07:32Aber Ihre Frau hatte Angst.
07:34Ja, seit drei Tagen.
07:37Sie hat nachts Geräusche gehört.
07:39Was für Geräusche?
07:41Schritte auf der Terrasse
07:43und als ob jemand versucht, die Jalousie zu öffnen.
07:46Sie hat mich geweckt.
07:48Wir schlafen in einem Zimmer?
07:49Ja.
07:52Ja, natürlich.
07:55Sie hat sie also geweckt?
07:58Ja.
07:59Und, äh, sagte, sie, äh, höre Geräusche.
08:03Ich fragte, wie Sie, was für Geräusche denn?
08:06Denn ich hörte nichts.
08:08Den Wind.
08:10Ja, wir haben seit drei Tagen sehr starken Wind.
08:13Den hab ich gehört, aber sonst hab ich nichts gehört.
08:18Wissen Sie, ich, ich hab das einfach nicht ernst genommen.
08:22Das Hausmädchen hat die Schüsse gehört
08:26und ist dann gleich hier in das Zimmer gestürzt
08:28zu ihrer Frau, die da lag.
08:31Es sind kaum 30 Sekunden vergangen, sagt sie, nach den Schüssen.
08:35Und da standen Sie hier.
08:37Wo kamen Sie so plötzlich her?
08:39Ich war gerade nach Hause gekommen.
08:42Ich stand mit dem Wagen in der Einfahrt.
08:44Da hörte ich die Schüsse.
08:46Ich wusste natürlich nicht, dass es Schüsse waren.
08:48Es knallte zweimal und ich dachte, was ist los?
08:51Und, äh, bin ins Haus gegangen.
08:53Aber die Haustür war abgeschlossen.
08:56Ja, natürlich war sie abgeschlossen.
08:57Warum fragen Sie danach?
08:58Kommen Sie doch bitte mal, ja.
09:08Sie kamen also herein.
09:10Zeigen Sie uns, wie Sie herein können.
09:11Wieso? Was soll ich Ihnen da zeigen?
09:13Ja, bitte gehen Sie an die Tür.
09:15Sie kamen ja durch diese Tür, ne?
09:16Ja, durch welche denn sonst?
09:19Würden Sie so liebenswürdig sein, mir zu zeigen,
09:22den Platz, an dem Sie standen.
09:23Bitte schön.
09:27Ja, an dieser Stelle.
09:28Ja, ich glaube, ich bin da reingekommen.
09:31Ja, schön.
09:31Also, Sie haben die Schüsse gehört und was taten Sie dann?
09:34Dann, äh, ja, dann rief ich, äh, Erika rief ich, äh, Franziska.
09:46Wie geht es ihr?
09:48Hat sie sich hingelegt?
09:49Ja.
09:50Glaubst du, dass ein Arzt kommen muss?
09:52Ach, wo?
09:52Äh, ja, also, ich, äh, bin dann ins Zimmer gelaufen
09:59und da sah ich meine Frau am Boden liegen, kreidebleich.
10:01Ich hab mich wahnsinnig erschrocken.
10:03Ich fragte sie, was ist passiert
10:04und sie sagte, jemand hat auf mich geschossen.
10:07Ich schwöre Ihnen, ich konnte es einfach nicht glauben,
10:10bis ich die Einschüsse im Spiegel sah.
10:13Darf ich rauf zu ihr?
10:15Äh, ja, natürlich.
10:16Es ist gut, Erika.
10:29Hab keine Angst.
10:30Du brauchst keine Angst mehr zu haben.
10:32Ich bin ja da.
10:33Ist, ist die Balkontür zu?
10:35Ja, sie ist zu.
10:36Sieh lieber nach.
10:42Es ist alles in Ordnung.
10:43Es kann nichts passieren.
10:44Und die Tür zum Badezimmer?
10:46Soll ich Sie abschließen?
10:47Ja, bitte.
10:48Gut.
10:51Hat man etwas gefunden unten?
10:53Im Park, meinst du?
10:54Ja.
10:55Nein, nichts.
10:56Jemand hat neben der Tane gestanden.
10:57Hat man auch da gesucht?
10:58Sie suchen überall.
11:01Wer kann so etwas tun, Georg?
11:03Und warum?
11:04Ich weiß es nicht.
11:06Ich zerbreche mir den Kopf.
11:07Das tue ich auch, aber...
11:10ich habe nicht die geringste Ahnung.
11:12Wie fühlst du dich?
11:13Ach, Hundeelend.
11:15Der Schock.
11:16Das ist der Schock.
11:18Ich habe nicht gewusst, wie laut Schüsse sind.
11:20Ja, es waren vier, fünf Meter.
11:22Das ist sehr nah.
11:23Was hast du gesehen?
11:24Die Polizei wird dich danach fragen.
11:26Ich habe einen Schatten gesehen.
11:29Einen Mann, der eine Maske trug.
11:31Was für eine Maske?
11:33Es sah aus wie ein Strumpf.
11:34Ein schwarzer Strumpf, den sich jemand übergezogen hat.
11:38Und das Gesicht?
11:39Das konnte ich nicht erkennen.
11:41Aber du sagst, dass es ein Mann war.
11:43Ja, ich nehme an, dass es ein Mann war.
11:45Ja, es ging alles viel zu schnell und du warst zu erschrocken.
11:48Ja.
11:50Ja, Jörg.
11:52Ich überlege dich ganz zur Zeit.
11:54Was?
11:56Was überlegst du?
11:59Wünscht mir jemand den Tod.
12:04Versuch jetzt zu schlafen.
12:07Will jemand, dass ich sterbe?
12:09Denk jetzt nicht mit.
12:10Versuch an nichts zu denken.
12:12Nimm deine Tablette.
12:13Hast du deine Tablette genommen?
12:14Nein.
12:15Warte, ich hole sie dir.
12:40Was ist denn hier los?
12:45Was ist denn hier los?
13:10Was sind das für Leute draußen?
13:11Nora, ich habe deinen Wagen gehört.
13:15Was ist denn hier?
13:18Das ist Polizei.
13:19Auf Erika ist geschossen worden.
13:23Hast du verstanden?
13:25Geschossen?
13:28Ja, wie denn?
13:30Jemand hat das Glas aus der Terrassentür herausgeschnitten.
13:33Die Tür aufgemacht und geschossen.
13:35Zweimal.
13:36Erika hat den Vorhang im Spiegel gesehen.
13:38Sie hat sich in dem Moment herumgedreht.
13:42Das ist meine Tochter, Herr Kommissar.
13:46Wohnen Sie hier am Haus?
13:47Ja.
13:49Hat sie gesehen, wer es war?
13:51Sie hat nichts gesehen.
13:52Sie hat sich umgedreht, sagst du.
13:53Der Mann trug eine schwarze Maske.
13:55Mehr hat sie nicht gesehen.
13:56Ist die nicht gut?
14:10Danke.
14:13Da kannst du jetzt nicht rein.
14:14Da wird noch untersucht.
14:15Lassen Sie nur, es spielt keine Rolle.
14:16Frau Tavella hat laut geschrien.
14:32Daraufhin kam das Hausmädchen Franziska hier in das Zimmer gestürzt
14:36und zu Frau Tavella, die hier am Boden lag.
14:40Die Terrassentür war ein wenig offen
14:44und in dem Augenblick kam Ihr Vater heran.
14:48Ja, ich war gerade nach Hause gekommen.
14:50Ich stand mit dem Wagen noch vor der Tür, als ich die Schüsse hörte.
14:53Wo ist Erika?
14:55Oben, sie hat sich hingelegt.
14:57Kann ich zu ihr?
14:58Sie hat eine Tablette genommen, sie schläft sicher.
15:00Du solltest jetzt wirklich nicht draufgehen, Herr Kommissar.
15:04Ich habe nichts dagegen.
15:06Nora, sie schläft.
15:22Was meinst du, wer es war?
15:25Ich weiß es nicht.
15:26Es gibt nicht den geringsten Anhaltspunkt.
15:30Aber beim Spiegel muss ich doch etwas gesehen haben.
15:33Nichts.
15:36Wieso bist du früher nach Hause gekommen?
15:37Du kommst doch sonst später.
15:39Ja, ich bin eben heute früher gekommen.
15:42Gott sei Dank.
15:44Ja, Gott sei Dank.
15:46Wo warst du?
15:47Wir hatten noch Aufnahmen.
15:49Nachtaufnahmen?
15:50Ja.
15:52Es ist kaum elf.
15:54Meine Kamera ging nicht.
15:56Was macht die Polizei?
15:58Fragen Sie?
16:00Ich meine, was für Fragen stellen Sie?
16:04Georg.
16:05Keine Angst.
16:07Nora ist gekommen.
16:08Sie wollte nach dir sehen.
16:10Beruhige dich.
16:10Leg dich wieder hin.
16:12Wir müssen wieder runter.
16:13Schließt du ab hinter dir?
16:14Ja, ich schließe ab.
16:15Nein, lieber nicht.
16:17Ich habe Angst, wenn ich eingesperrt bin.
16:18Also gut.
16:19Ich lasse die Tür auf.
16:20Da ist jemand im Garten.
16:21Erika, es ist die Polizei.
16:26Die Polizei ist da.
16:28Wir haben eine Menge Fußspuren gesichert,
16:30aber da sind so viele Leute rumgelaufen.
16:31Ich glaube nicht, dass wir damit was anfangen.
16:34Das ist übrigens Antonio, der Gärtner.
16:35Ich habe nichts gehört.
16:37Gar nichts.
16:37Ja, ist ja in Ordnung.
16:38Die Gärtnerwohnung ist unten.
16:39Ja, ich habe geschlafen.
16:40Ja, es ist in Ordnung, Antonio.
16:43Bei dem Sturm hört man nichts zu.
16:45Das macht Ihnen auch niemand einen Vorwurf.
16:46Kommen Sie.
16:47Nichts gehört, Senior.
16:54Herr Tavella, haben Sie ein Gästezimmer?
16:57Ja, natürlich.
16:58Würden Sie erlauben,
16:59dass einer meiner Mitarbeiter hier übernachtet?
17:02Ja, selbstverständlich.
17:05Halten Sie das für nötig?
17:07Es gibt keinen Grund anzunehmen,
17:09dass der Täter seinen Anschlag
17:10auf das Leben Ihrer Frau
17:11nicht wiederholen wird.
17:39Was ist denn?
18:06Ich bin's.
18:06Der Kommissar fährt gerade ab.
18:20Franziska hat Ihnen das Zimmer gezeigt?
18:26Ja, danke.
18:28Wollen Sie etwas trinken?
18:30Ja, gerne.
18:33Whisky?
18:34Bitte.
18:35Mit Eis?
18:35Mit Sona, wenn's geht.
18:37Ist alles dran.
18:41Darf ich Sie etwas fragen?
18:42Ja, bitte.
18:44Was halten Sie von der Sache?
18:46Ich meine, können Sie schon sagen,
18:48wo Sie eine Erklärung suchen?
18:49Wo?
18:52Ja, ich glaube,
18:52dass der Mordversuch an Ihrer...
18:55Wie soll ich Sie nennen?
18:56Suchen Sie nicht nur eine Verwandtschaftsbezeichnung.
18:58Das ist die Frau meines Vaters
18:59und kaum sechs Jahre älter als ich.
19:01Also, ich glaube,
19:02dass ein solcher Mordversuch
19:03persönliche Gründe hat.
19:05Was verstehen Sie darunter?
19:07Hass, Liebe, Eifersucht,
19:09Habgier, Rache, verletzter Stolz,
19:11da gibt's ja eine Menge Dinge.
19:13Das alles werden Sie in diesem Hause finden,
19:14wenn Sie danach suchen.
19:15Aber das werden Sie in jeder Familie finden,
19:17mehr oder weniger,
19:18alles, was Sie da genannt haben.
19:19Sie meinen also derjenige,
19:25der da die Scheibe der Terrassentür
19:27eingeschlagen hat,
19:29sich hinter den Vorhang gestellt hat
19:31und zwei Schüsse abgefeuert hat.
19:36Derjenige muss zu finden sein
19:38unter den Bekannten,
19:42Freunden,
19:45vielleicht sogar
19:46unter den Familienangehörigen.
19:53Ja.
19:59Ich gehe jetzt schlafen.
20:00Gute Nacht.
20:03Gute Nacht.
20:04Mutti,
20:29ich bin's, Nora hier.
20:31Hör zu, ich muss dir etwas sagen.
20:35Ich rufe dich später an.
20:37Entschuldige, Nora.
20:38Sie soll nicht wach werden.
20:40Sie ist gerade eingeschlafen.
20:42Was macht der Polizist unten?
20:44Nichts.
20:45Er trinkt einen Whisky.
20:47Wovon redet der Mensch?
20:48Was sagt der?
20:49Nichts.
20:50Haben die uns einen Idioten hergeschickt?
20:52Das glaube ich nicht.
20:54Was meinst du?
20:56Wird sich der Anschlag wiederholen?
20:58Sie befürchten ja.
20:59Was du meinst, will ich wissen.
21:01Das weiß ich doch nicht.
21:04Du weißt nicht,
21:05wer Erika ermorden will.
21:06Nein!
21:07Ihr Bett ist gemacht.
21:28Danke.
21:28Danke.
21:31Nora ist raufgegangen?
21:32Ja, sie ist hinaufgegangen.
21:35Sie sagen Nora?
21:37Sie war 16, als ich ins Haus kam.
21:39Wir sind fast gleich alt.
21:41Sie gehören also so gut wie zur Familie?
21:43Ja.
21:44Dann kennen Sie sicher auch die Familienverhältnisse.
21:48Ich gehöre zur Familie,
21:49weil ich darüber nicht spreche.
21:53Das ist doch nicht der Wind.
21:54Was machen Sie denn hier?
22:07Warum?
22:08Erschrecken Sie mich.
22:09Ich habe nur nachgesehen,
22:10ob alles zu ist.
22:12Kommen Sie mit rein.
22:13Los.
22:14Das ist unser Gärtner.
22:16Hombre.
22:16Das ist unser Gärtner.
22:46Guten Morgen.
22:53Guten Morgen.
22:54Gut geschlafen?
22:55Nein.
22:56Willst du frühstücken?
22:57Ich nehme nur eine Tasse Kaffee.
23:05Erik, hast du noch Augen?
23:06Ja.
23:07Lebt also noch.
23:12Ja, sie lebt noch.
23:14Kommt sie herunter?
23:15Der Kommissar will Sie sprechen.
23:18Wie fühlt sie sich?
23:20Sie hat Angst.
23:23Fährst du weg?
23:25Nein, ich bleibe hier heute.
23:28Warum bleibst du hier?
23:29Sie brauchen mich nicht im Studio.
23:31Ich habe einen freien Tag.
23:34Hat sie auch am Tage Angst?
23:35Sie ist schon mit Angst aufgewacht.
23:46Wer auch immer geschossen hat,
23:50derjenige hat damit eine
23:51eine unglaubliche Entscheidung getroffen.
23:54Und ich frage mich,
23:58ob es sich darüber klar war,
23:59wie die Dinge aussehen,
24:00wenn sie real sind.
24:03Was meinst du?
24:06Wie das aussieht,
24:07wenn diese Frau eine Leiche ist
24:08und er selber vielleicht
24:11hinter dem Sarg hergehen muss.
24:14Hör auf.
24:15Ich mache mir diese Gedanken.
24:16Machst du sie dir nicht?
24:17Guten Morgen, Erika.
24:26Guten Morgen, Nora.
24:27Willst du frühstücken?
24:28Nein, danke.
24:28Ich kann einfach nichts essen.
24:30Du musst etwas essen.
24:31Ich habe Stimmen gehört.
24:32Der Kommissar ist gekommen.
24:35Was sagt er?
24:36Hat er irgendetwas...
24:37Nein, es ist noch immer alles
24:40völlig rätselhaft.
24:44Hat Franziska die Fenster?
24:46Ich habe gesagt,
24:47dass man kein Fenster aufmachen soll.
24:50Gut.
24:52Die Türen?
24:53Entschuldige.
24:54Du musst dich nicht entschuldigen.
24:55Alle Türen sind abgeschlossen.
25:00Das ist der Kommissar.
25:02Er kann nicht rein,
25:03weil alle Türen zu sind.
25:06Ja.
25:07Musst du nicht schon wechseln?
25:12Nein, ich gehe heute nicht.
25:14Gut.
25:17Du erwartest Hilfe von mir?
25:23Guten Morgen, Frau Carilla.
25:25Guten Morgen, Herr Kommissar.
25:27Störe ich Sie beim Frühstück?
25:28Nein, nein.
25:29Ich kann sowieso nichts essen.
25:31Der Kommissar möchte mit dir sprechen.
25:33Fühlst du dich gut genug?
25:35Ja, natürlich.
25:35Du kannst es ablehnen,
25:37wenn du dich nicht gut genug fühlst.
25:39Nein, nein.
25:39Ist schon in Ordnung.
25:42Bitte, Herr Kommissar.
25:43Ja, ich hätte gern
25:44Ihre Frau allein gesprochen.
25:46Warum?
25:50Ja, also, schön.
25:52Ich fahre für eine Stunde ins Büro.
25:53Ich komme so schnell wie möglich zurück.
25:55Danke, Georg.
25:56Was heißt danke?
25:58Das ist doch selbstverständlich.
26:01Bitte, Herr Kommissar.
26:03Danke.
26:06Ich habe nichts dagegen,
26:07wenn Sie dabei sind.
26:15Ich muss unbedingt wissen,
26:16was da gesprochen wird.
26:17Ja.
26:17Was heißt ja?
26:20Ich werde es schon hören.
26:34Ja, Sie haben ein prachtvolles Haus hier, Frau Tavella.
26:37Das Haus.
26:39Ja, stimmt.
26:42Ihr Mann sagte gestern,
26:43wir haben hier alles, was wir brauchen.
26:46Na ja, wer kann das schon von sich sagen, ne?
26:49Alles, was wir brauchen?
26:51Ja, da haben Sie recht.
26:52Seit wann sind Sie verheiratet, Frau Tavella?
27:01Seit einem Jahr.
27:03Und wo haben Sie Ihren Mann kennengelernt?
27:05Ich habe in seinem Büro gearbeitet.
27:08Was haben Sie dort gemacht?
27:10Geschrieben.
27:11Sie war seine Sekretärin.
27:14Ach, Sie haben also Ihren Chef geheiratet?
27:16Ja.
27:18Und wo haben Sie gewohnt,
27:19vor Ihrer Ehe?
27:20In der Ruhnstraße.
27:23Eine große Wohnung?
27:26Zwei Zimmer.
27:29Eineinhalb.
27:30Vermögend?
27:31Nein.
27:33Da haben sich ja Ihre Verhältnisse
27:35durch die Ehe entscheidend verbessert.
27:38Ja.
27:40Wie viele Angestellte hat Ihr Mann?
27:44Ich...
27:44Wie viele sind es?
27:47Ungefähr 60.
27:48Hat Ihre Ehe aufsehen erregnet?
27:51Ja, das hat sie.
27:52Vielleicht sogar Neid hervorgerufen.
27:54Neid?
27:55Glühende Neid.
27:56Weißt du das nicht?
27:58Nein.
27:59Na ja, es ist ja auch verständlich.
28:01Denn in den Augen anderer war ja
28:03diese Ehe, also für Sie,
28:05ein märchenhafter Aufstieg.
28:07Das kann man auch sagen, ne?
28:08Märchenhaft.
28:09Ist es das nicht?
28:11Du hast keinen Pfennig besessen, nichts.
28:12Nicht einmal Kleider.
28:14Mein Vater sagte,
28:15ich wollte mit ihr ausgehen,
28:16sie besaß aber kein Kleid,
28:17mit dem ich mich mit ihr hätte sehen lassen können.
28:21Das stimmt.
28:22Als die Beziehung zwischen Ihnen und Ihrem Mann begann,
28:25war da Ihr Mann schon geschieden?
28:27Aber nein.
28:28Nein, er war nicht geschieden.
28:30Aber er hat gesagt,
28:31er bringt das in Ordnung.
28:32Was keine Schwierigkeit war?
28:33Nein, es war keine.
28:34Meine Mutter verließ das Haus innerhalb einer Stunde.
28:38Dein Vater hat gesagt,
28:39es hat keinen Streit gegeben.
28:40Streit?
28:42Nein.
28:44Den gab es nicht.
28:46Ihre Mutter verließ das Haus innerhalb von einer Stunde?
28:49Ja.
28:50Und Sie sind geblieben?
28:52Ich bin hier zu Hause, Herr Kommissar.
28:54Ihre Mutter war auch hier zu Hause?
28:56Als mein Vater ihr sagte,
28:57er wolle Erika heiraten,
28:58da war sie es nicht mehr.
29:01Von einer Sekunde auf die andere war sie es nicht mehr.
29:03Sie ging ohne Widerspruch?
29:07Sie sagte,
29:08du machst einen Fehler, Georg.
29:10Und eines Tages wirst du es wissen.
29:21Guten Tag, Franziska.
29:22Guten Tag, liebe Frau.
29:23Ist mein Mann zu Hause?
29:24Nein, er ist im Büro.
29:26Wieso ist er nicht zu Hause?
29:27Ich denke,
29:28es ist etwas passiert,
29:29eine Art Attentat oder dergleichen.
29:31Noah hat doch mit mir Telefoniert.
29:33Ja, die Polizei ist gerade da.
29:36Er ist nicht zu Hause.
29:38Was machen wir jetzt, Konrad?
29:40Er könnte es uns übel nehmen,
29:41wenn wir hineingehen,
29:42ohne ihn gefragt zu haben.
29:43Ja, ich denke, wir gehen hinein.
29:46Ich hatte doch gesagt,
29:47du sollst nicht kommen.
29:48Grüß dich, Konrad.
29:50Ich wollte es auch nicht kommen.
29:52Aber er weiß,
29:53der sagte,
29:54du solltest dich erkundigen,
29:55was da wirklich passiert ist.
29:56Ja, deine Mutter war besorgt.
29:58Und da habe ich mir schließlich gesagt,
30:01warum sollte ich nicht hingehen.
30:07Du siehst gut aus, Franziska.
30:08Finden Sie.
30:09Besser als je zuvor.
30:11Danke.
30:11Aber wie du aussiehst,
30:13hast du immer gewusst.
30:14Guten Morgen, Erika.
30:30Guten Morgen.
30:30Entschuldigen Sie,
30:31dass ich hereinkomme,
30:32ohne Sie oder Georg gefragt zu haben,
30:34aber ich wollte wirklich nur wissen,
30:36wie es Ihnen geht.
30:38Gut, danke.
30:40Ich weiß von Nora,
30:41was passiert ist.
30:43Sie hat mich angerufen,
30:43heute Nacht noch.
30:44Oh.
30:45Hat sie das?
30:47Eine unglaubliche Geschichte.
30:48Tja.
30:50Polizei?
30:51Ja, das ist...
30:52Keller ist mein Name.
30:53Ja, das ist Frau Tavella.
30:55Danke.
30:55Im Salon ist das passiert?
30:59Ja.
31:00Ja.
31:01Darf man hineingehen?
31:03Ja, selbstverständlich.
31:06Wenn Sie bitte abräumen wollen,
31:07bitte, Franziska.
31:19Frau Tavella hat Glück gehabt.
31:22Hat sie hier gestanden?
31:23Ja, genau hier.
31:24Ein Wunder,
31:25dass sie nicht getroffen wurde.
31:27Sie hat die Bewegungen
31:28im Spiegel gesehen.
31:30Aber den Mann nicht erkannt?
31:33Es muss nicht unbedingt
31:34dein Mann gewesen sein.
31:37Ach ja.
31:39Natürlich.
31:45Entschuldigen Sie,
31:46dass ich mich umsehe,
31:47Herr Kommissar,
31:47aber ich war lange nicht hier.
31:50Ich kenne jedes Möbelstück.
31:51Ich kann Ihnen sogar sagen,
31:53was der Spiegel da gekostet hat.
31:59Sie hat nichts verändert.
32:02Seltsam.
32:03Warum wundert Sie das?
32:07Herr Kommissar,
32:09wenn ein Mann die Frau wechselt,
32:11aber nicht die Wohnung,
32:12das Erste, was die Dame tun muss,
32:14kein Möbelstück
32:15an seinem alten Platz lassen.
32:16Sie waren hier nicht mehr
32:20in dem Haus,
32:21seitdem Sie es
32:22innerhalb einer Stunde,
32:23wie Ihre Tochter sagte,
32:24verlassen haben?
32:25Nein.
32:26Seitdem war ich nicht mehr hier.
32:30Frau Tavela,
32:31Sie haben Frau Tavela,
32:32ich meine,
32:33die jetzige Frau Tavela,
32:35so begrüßt,
32:35als würden Sie sie gut kennen.
32:37Ich habe die Sekretärin
32:39meines Mannes
32:40immer alle recht gut gekannt.
32:44Ich mag diese Frau nicht.
32:48Und ich war immer dagegen,
32:49dass mein Mann sie geheiratet hat.
32:53Aber seine Sache.
32:55Er hat immer übertrieben reagiert
32:57auf weibliche Schönheit.
33:01Die Schönheit einer Frau
33:04hat ihn fasziniert,
33:07wo es ihm auch begegnet ist.
33:11Eine Leidenschaft,
33:13wie Wetten,
33:15Herr Kommissar.
33:16Oder Spielen.
33:18In gewisser Weise
33:19ein Spiel mit hohen Einsätzen.
33:23Ein Mann kann alles dabei verlieren.
33:26Seinen Verstand zuerst,
33:27was er nicht unbedingt merken muss,
33:28und seine Freiheit zuletzt,
33:31was noch jedermann
33:32schließlich gemerkt hat.
33:36Wir sprechen gerade von Ihnen.
33:41Und ich frage mich,
33:44was es wohl für ein Gefühl sein muss,
33:47bei irgendjemandem
33:48so entsetzlichen Hass
33:50hervorgerufen zu haben.
33:56Verzeihung, Herr Diebold,
33:57wie war Ihr Vorname?
33:59Konrad.
34:00Und Sie sind ein Freund der Familie?
34:03Ja, ein langjähriger.
34:05Ich bin jemand,
34:06auf den man immer wieder zurückgreift,
34:07wenn es Schwierigkeiten gibt.
34:08Nehmen Sie das?
34:09Nein, danke schön.
34:11Zum Beispiel,
34:12was für Schwierigkeiten?
34:13Nun,
34:14bei mir spricht man sich aus,
34:16das meine ich.
34:18Frau Tavella rief mich an heute Morgen.
34:20Welche?
34:21Welche, Frau Tavella?
34:22Welche?
34:23Ach so, entschuldigen Sie,
34:24ich bin ein langjähriger Freund.
34:26Und wenn man Frau Tavella
34:27zu mir sagt,
34:28dann verstehe ich zunächst einmal
34:29darunter Frau Irene Tavella.
34:31Und die hat Sie also angerufen?
34:34Mhm.
34:35Sie sagte mir,
34:36was passiert ist.
34:37All diese grässlichen Dinge,
34:38dass hier geschossen wurden.
34:38Hast du Feuer?
34:40Ja.
34:42Ich erzähle gerade vielmehr,
34:44ich werde danach gefragt.
34:46Werde ich danach gefragt?
34:48Ja.
34:49Dass deine Mutter mich heute angerufen hat.
34:51Ich muss hin, sagte sie.
34:52Auf jeden Fall.
34:53Du hättest sie davon zurückhalten sollen.
34:55Kennst du deine Mutter nicht?
34:57Sie ließ sich nicht zurückhalten.
34:58Nein.
35:00Aber sie bestand darauf,
35:02dass Sie sie begleiten.
35:04Warum?
35:05Warum?
35:05Weil sie zum ersten Mal
35:08wieder in ihr eigenes Haus kommt.
35:10Ja.
35:10Das ist doch wohl etwas Angst.
35:13Was man doch verstehen kann.
35:14Entschuldige, Georg.
35:34Ich hätte dich vorher fragen sollen,
35:36aber...
35:36Nora hat dich angerufen.
35:39Du kannst dir keinen Vorwurf machen.
35:41Wenn in diesem Haus geschossen wird...
35:42Es wurde nicht in diesem Haus geschossen.
35:45Es wurde hineingeschossen.
35:47Ich weiß, Georg.
35:49Ich weiß alles.
35:52Ich will hier keine Unruhe stiften.
35:55Wenn du es wünschst, gehe ich sofort.
36:03Wünschst du es, Georg?
36:09Erika hat nichts dagegen,
36:10dass ich hier bin.
36:11Hast du sie gefragt?
36:16Sie hätte es mir sicher gesagt,
36:17nehme ich an.
36:21Sie hätten es mir doch gesagt.
36:24Nichts?
36:25Ja.
36:29Siehst du?
36:31Mit keinem Wort hat sie mir zu verstehen gegeben,
36:33dass es ihr nicht recht ist.
36:34Ich habe mir den Salon angesehen,
36:44das Fenster,
36:46den Spiegel,
36:48um den es mir leid tut,
36:50weil ich ihn aus Venedig mitgebracht habe.
36:53Erinnerst du dich noch, Georg?
36:54Mach, dass du rauskommst.
37:12Ganz wie du möchtest, Georg.
37:16Ganz wie du möchtest.
37:17Siehst du, Conard,
37:20jetzt sind wir doch nicht gern gesehen hier.
37:22Hättest du dir das nicht denken können?
37:23Ja, natürlich.
37:24Entschuldige, Georg.
37:25Es war mir tatsächlich unmöglich,
37:27Irene zurückzuhalten,
37:28obwohl ich es versucht habe.
37:29Komm.
37:30Hat man dich gekränkt?
37:56Nein.
37:57Nein, nein, Georg.
37:59Weiter gekommen.
38:00Herr Kommissar?
38:02Nein, nein.
38:03Leider nicht.
38:04Das Einzige, was ich tun kann,
38:06ich lasse Ihnen wieder jemanden hier.
38:08Sie meinen,
38:09die Gefahr ist noch immer nicht vorüber?
38:11Ja, wir müssen uns auf alles einrichten.
38:30Was siehst du mich so an?
38:44Was siehst du mich so an?
38:58Warum erschrickst du vor mir?
39:00Entschuldige, Georg.
39:01Entschuldige, Georg.
39:04Es kann nichts passieren.
39:06Ich bin da.
39:07Du siehst, dass ich da bin.
39:10Beruhige dich das nicht.
39:12Doch, doch.
39:13Ich bin froh, dass du da bist.
39:14Wenn du es nicht bist, dann halte dich an den Polizisten.
39:22Wir haben ja einen Polizisten im Haus.
39:25Alles inspiziert?
39:27Ja.
39:28Wollen Sie was trinken?
39:29Bedienen Sie sich.
39:29Nein, nein, ich trinke.
39:30Angst, daneben zu schießen?
39:33Haben Sie überhaupt eine Waffe?
39:35Ja, natürlich habe ich eine Waffe.
39:37Sie glauben nur nicht, dass heute Nacht was passiert.
39:39Ich weiß es nicht.
39:41Aber ich weiß es.
39:42Es ist unmöglich.
39:45So verrückt wird doch niemand sein.
39:47Wer es auch immer ist,
39:48der weiß doch auch, dass Polizei hier ist.
39:50Glauben Sie nicht?
39:53Na, wozu sind Sie eigentlich da?
39:57Sehen Sie, wie sie aussieht.
39:59Kreidebleich.
40:01Aufgeregt.
40:02Sieh mich an.
40:03Warum bist du bloß so aufgeregt?
40:05Es gibt nicht den geringsten Grund für diese Aufregung.
40:08Du tust, als ob du kaum atmen kannst.
40:13Entschuldige, Erika.
40:16Entschuldige.
40:17Was ist los?
40:18Was willst du?
40:19Es wird noch etwas gewünscht.
40:20Nichts wird gewünscht.
40:21Nichts.
40:21Hau ab.
40:23Ist das Tor zu?
40:24Ja.
40:25Wohin ist Nora?
40:26Sie ist weggefahren.
40:26Sie hat nichts gesagt.
40:27Hat sie einen Schlüssel?
40:28Natürlich hat sie einen Schlüssel.
40:29Ich meine, für das Tor.
40:30Das Tor ist doch sonst offen.
40:31Ich selbst habe ihr den Schlüssel gegeben.
40:33Das ist gut.
40:34Danke, Franziska.
40:35Kommen Sie.
40:44Kommen Sie.
40:44Nein, nein, Sie steuern mich durchaus nicht.
40:55Bitte sehr.
40:56Bitte legen Sie doch ab.
40:58Oh ja, danke.
41:00Sie werden mir Fragen stellen, fürchte ich.
41:03Ja, das war unsere Absicht.
41:05Ja, ich verstehe.
41:05Ich verstehe natürlich.
41:07Bitte kommen Sie doch näher.
41:09Möchten Sie was trinken?
41:10Vielleicht ein Bier könnte ich Ihnen anbieten.
41:11Ja, ganz gern.
41:12Bitte, Moment, nehmen Sie Platz.
41:15Danke.
41:15Wenn Sie nur nicht kommen und Fragen stellen, habe ich mir gedacht, ich bin ja mit allen
41:19befreundet, langjährig.
41:21Ich fühle mich in einer äußerst unangenehmen Situation, wenn Sie mich über die Familienverhältnisse
41:26ausfragen wollen.
41:27Sagen Sie, kann ich das nicht verweigern?
41:30Wollen Sie das denn?
41:31Ich würde es am liebsten.
41:34Entschuldigen Sie, ich glaube, das Bier wird nicht ganz kalt sein, aber meine Putzfrau...
41:38Ja, sind Sie nicht verheiratet?
41:40Nein, um Himmels Willen.
41:41Mir genügen die normalen Möglichkeiten, mich zugrunde zu richten.
41:45Und Tabela, wie steht er zu fahren?
41:47Er?
41:48Nun, er...
41:50Er mag sie, aber da sage ich nichts Neues, das ist bekannt.
41:55Seine schwache Seite ist das Schwache.
41:58Irgendetwas in ihm schreit immer Hurra, wenn er eine Frau sieht.
42:02Was sagte denn seine erste Frau dazu?
42:04Irene, nun, denn seine Frau hat nicht allzu viele Möglichkeiten.
42:08Und schon gar nicht, wenn sie ihren Mann liebt.
42:11Sie hat es hingenommen.
42:15Und...
42:16Sie nimmt es noch immer hin.
42:19Bitte.
42:19Sie nimmt es noch immer hin?
42:23Ja, was heißt das? Liebt sie ihren Mann immer noch, von dem sie geschieden ist?
42:26Es spielt keine Rolle für sie.
42:29Sehen Sie, es ist eine sehr ungewöhnliche Familie.
42:34Eine kräftige Familie.
42:37Sie hauen sich ihr Gefühl um die Ohren.
42:39Und ein Außenstehender weiß nie ganz genau, um welche Art von Gefühl es sich jeweils gerade handelt.
42:47Und was ist mit Nora?
42:49Nora.
42:53Hören Sie, ich gebe nur meine persönliche Meinung wieder.
42:57Ja, das ist in Ordnung, das wissen wir.
42:59Ich möchte keinen Ärger kriegen.
43:00Ja, wer sollte ihn Ärger machen?
43:02Ich bin ein Angestellter von Tavella.
43:04Ich arbeite in seinem Büro.
43:06Er kann mich von heute auf morgen auf die Straße setzen.
43:09Der Mann ist immerhin Millionär.
43:11Herr Diephold, alles, was Sie uns sagen, wird selbstverständlich vertraulich behandelt.
43:14Also bitte, was können Sie uns über Nora Tavella sagen?
43:19Sehen Sie sich das Mädchen doch an.
43:22Sie liebt beide.
43:23Vater und Mutter.
43:24Und wünscht Sie zugleich auf den Mond.
43:28Reicht Ihnen das?
43:30Und Noas Verhältnis zu der zweiten Frau Ihres Vaters?
43:33Meines Willens.
43:37Da müssen Sie sich selber fragen.
43:40Das ist mir ein zu heißes Eis, um es anzufassen.
43:43Nora Tavella.
43:46Sie hat nämlich kein Alibi für gestern Abend.
43:49Wieso?
43:51Sie hatte Nachtaufnahmen gestern.
43:54Sie ist in einer Werbeagentur beschäftigt.
43:56Und ich weiß, was sie gestern Abend zu tun hatte.
43:58Ja, ja, ja, ja.
43:59Aber da ist eine Kamera ausgefallen und da fuhr sie nach Hause.
44:01Nora.
44:05Herr Kommissar, ich weiß nicht, was Sie jetzt glauben,
44:08aber Sie denken doch nicht, dass Nora es ist, die auf Erika Tavella geschossen hat.
44:13Würden Sie das vollkommen ausschließen?
44:17Nein.
44:17Vollkommen ausschließen kann ich es natürlich nicht.
44:21Würden Sie auch Noras Mutter vollkommen ausschließen?
44:24So, Herr Kommissar, Sie stellen mir da Fragen.
44:27Sie hat nämlich auch keinen Alibi für gestern Abend.
44:31Ach, hat sie nicht.
44:34Ja, aber sie muss zu Hause gewesen sein.
44:38Wissen Sie, sie wohnt ganz hier in der Nähe.
44:39Ich kann Ihre Fenster von meinem Fenster aus sehen.
44:41Und ich glaube, das heißt, ich glaube, schwören zu können,
44:45Ihre Fenster hatten gestern alle Licht.
44:49Was natürlich kein Beweis ist.
44:51Aber sehen Sie, es ist dieses Haus gegenüber, dieses Eckhaus.
44:54Die Fenster in der ersten Etage, jetzt ist kein Licht, sie ist nicht zu Hause.
44:57Ruft doch mal Robert an, ja.
44:59Und wo ist der jetzt?
45:00Frag in der Zentrale.
45:02Wenn Sie telefonieren wollen, Sie können gleich...
45:04Nein, nein, er geht zum Wagen.
45:07Ach, habe ich vielleicht irgendetwas gesagt, dass Sie...
45:10Ich weiß nicht, dass Sie...
45:40Ja, und Sie besprechen bei uns.
45:51Ich weiß nicht, was natürlich nicht.
45:53Aber es sieht so aus, als ob Sie...
45:55Na ja, Sie sind aufgeregt, das meine ich.
45:58Nein, Sie haben nicht gesehen.
46:02Ja, ich versuch's, ja. Was?
46:07Wenn die Wohnung gegenüber ist, dann geht doch mal rüber und geht mir nach.
46:09Nicht Ende.
46:10Nee, nee, nee, nur nach.
46:12Ja, doch.
46:32Geschlafen.
46:33Es hat keinen Sinn, dass wir hier rumsitzen und uns anstarren.
46:37Haben Sie was dagegen, dass meine Frau schlafen geht?
46:39Nein, nein, das ist schon in Ordnung.
46:45Es ist keiner da oben. Da oben wartet keiner auf dich.
46:49Ich hab die Shawn hier.
46:50Ich hab die Menschen an.
46:52Ich hab die Deine Manns.
46:54Ich hab die Räume über dich.
46:56Ich hab die Räume über das Räume übernommen.
46:58Finden Sie es richtig, wie Sie sich benehmen?
47:23Wie sollte ich mich benehmen?
47:25Was schlagen Sie vor?
47:26Sehen Sie nicht, dass Ihre Frau Angst hat?
47:28Ja, das sehe ich.
47:31Aber ich denke nicht daran, Gefühle zu zeigen, die ich nicht mehr habe.
47:35Georg!
47:36Was ist denn?
47:39Kannst du nicht auch schlafen kommen?
47:41Ja, ich komme gleich.
47:42Okay.
47:43Gut.
47:44Gut.
47:47Musik
48:17Begreifen Sie jetzt, in was für einer Situation ich mich befinde.
48:23Auch für Sie interessant war es.
48:27Gute Nacht.
48:29Gute Nacht.
48:47Kann ich abräumen?
48:52Ja, ja.
48:55Darf ich Sie mal was fragen?
48:58Herr Tavella sagte nämlich gerade etwas, aus dem hervorging,
49:01dass er seine Frau nicht mehr liebt.
49:03Ja, und? Das dauert bei ihm nie sehr lange.
49:07Und woher wissen Sie das?
49:10Waren Sie mal seine Geliebte?
49:16Oder sind Sie es noch?
49:17Muss ich darauf antworten?
49:21Nein, das müssen Sie nicht.
49:24Aber wenn Sie sagen, dass es bei ihm nie sehr lange dauert,
49:28dann hätte er doch diesmal einen großen Fehler gemacht,
49:30als er seine Sekretärin heiratete.
49:37Glauben Sie, dass er selber...
49:41Was ich glaube, spielt keine Rolle.
49:43Warum zuckst du so zusammen, wenn ich reinkomme?
49:51Entschuldige.
49:52Schließt du bitte ab.
49:53Ja, gut.
50:03Es gibt keinen Grund, Angst zu haben.
50:06Ich glaube, es gibt keine Rolle.
50:15Ich glaube, es ist ein Hörgerät.
50:17Ich glaube, es ist ein Hörgerät.
50:17Ich glaube, es ist ein Hörgerät.
50:18UNTERTITELUNG
50:48UNTERTITELUNG
50:50Aufmachen!
50:52Machen Sie die Tür auf!
50:54Herr Tabella!
50:55Was ist denn los?
50:56Keine Ahnung, die Tür ist zu, Chef!
51:09Tot!
51:18Was machen Sie hier?
51:32Ich habe gehört, schießen!
51:34Haben Sie jemanden gesehen?
51:36Haben Sie irgendwas gesehen?
51:38Na, da wisst ihr, Solamente Eudes!
51:40Nix, ich! Nix, ich!
51:42Gehen Sie nach, kümmern Sie sich um Frau Tabella!
51:44Nichts, nur die Leiter am Balkon!
51:46Was ist denn eigentlich passiert? Was sagt sie denn?
51:48Das ist nichts mehr rauszukriegen, die redet immer nur noch von dem Mann mit der Maske!
51:51Jetzt verstehe ich gar nichts mehr!
51:52Wissen Sie, was ich glaubte, wovon ich überzeugt war, Chef?
51:54Ja, ja, ja!
51:55Dass Tabella selbst auf diese Frau geschossen hat, auf seine!
51:57Ja, das ist gut für mich!
51:58Und als die Schüsse fielen, dachte ich, naja, jetzt bringt er sie um!
52:00Gut, komm, du, ich weiß, ich rede nicht noch nicht!
52:02Es gibt wieder ein Auseinandemacht, und das ist doch unnötig!
52:13Ist was passiert?
52:15Gehen Sie jetzt!
52:17Gehen Sie jetzt!
52:18Gehen Sie jetzt!
52:19Gehen Sie jetzt!
52:39Sie bleiben besser hier!
52:41Untertitelung. BR 2018
53:11Bleiben Sie geblieben.
53:30Wo ist sie?
53:34Sie ist im Zimmer ihrer Tochter.
53:37Hat sie sich hingelegt?
53:38Ja, Franziska ist bei ihr.
53:41Kann ich zu ihr?
53:46Na.
53:46Warum sehen Sie mich so an?
54:10Ich versuche, Ihre Gefühle zu erkennen.
54:17Wichtig für Sie?
54:19Ja.
54:24Ein Gefühl beherrscht mich völlig.
54:26Dass der Tod nichts ändert, nichts löst.
54:35Weil es nur tiefer macht.
54:41Ich danke Ihnen.
54:42Was kann ich mir das sagen?
54:47non ver animals,
54:49noch nie.
54:50Nein.
54:56Anyway.
54:57Ich mag immer lesen,
54:59wir sind beim Clue.
55:01Das ist ein bisschen vieler.
55:02Wichtig!
55:03Je muss ich mir.
55:04Was müssen wir?
55:04Alter.
55:05Ihr habt ver interject zusammen?
55:06Ich muss mich über die Frage.
55:06Was.
55:07Wie Sie ist es?
55:08Ich kann mich übersehen.
55:08Hat sie sich beruhigt?
55:30Etwas, ja.
55:31Aber sie ist immer noch schrecklich aufgeregt.
55:36Ob sie oben bleiben darf, möchte sie wissen.
55:38Ja, natürlich. Sehr verstanden.
55:41Aber Chef, sollten wir Sie nicht fragen, was sie gesehen hat?
55:44Sie kannst doch jetzt helfen.
55:46Wozu, Harry? Ich brauche Ihre Hilfe nicht mehr.
55:50Äh, weiter.
56:08Warum? Warum bist du noch hier?
56:14Was?
56:16Was?
56:16Was ist denn los mit dir?
56:18Was ist denn?
56:19Bist du verrückt geworden?
56:21Nein!
56:23Nein!
56:24Nein!
56:26Nein!
56:29Konrad!
56:29Lass mich!
56:44Lass!
56:46Ruhig jetzt!
56:47Sie kannten also den Mann mit der Maske?
56:52Sie wussten genau, wer es war.
56:54Konrad Diepold.
56:55Mit dem Sie ja alles verabredet hatten.
56:57Bis ins Kleinste.
56:58Die Schüsse auf Sie, das war reine Ablenkung.
57:02Im Grunde genommen ging es immer nur um einen Mann.
57:04Um Ihren Mann, der Sie verlassen wollte.
57:07Daher fassten Sie mit Konrad Diepold den Plan,
57:09Ihren Mann zu beseinigen.
57:10Was Ihnen ja gelungen ist.
57:14Kommen Sie, Frau Torella.
57:18Kann ich mich noch umziehen?
57:20Na, wenn Sie nichts dagegen haben, dass ich dabei bleibe.
57:40Kommen Sie, Frau Torella.
58:10Kommen Sie, Frau Torella.
58:40Kommen Sie, Frau Torella.
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