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  • vor 21 Stunden

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🎈
Spaß
Transkript
00:00Musik
00:35Ich spreche sicherlich im Sinne aller Anwesenden, wenn ich sage, wie sehr ich mich freue, dass wir in dieser Runde
00:41zusammenkommen.
00:43Es gilt, einen Kompromiss zu finden, mit dem wir alle leben können.
00:47Zwei Themen beschäftigen uns.
00:52Einmal die Höhe des Freefall Towers und der daraus resultierenden Lärmbelästigung durch die Besucher.
01:00Und die Betriebsschaden der Achterbahn.
01:02Um es gleich zu verraten, Herr King, die Stadt unterstützt die Achterbahn.
01:07Ein wunderbares Projekt für Jung und Alt. Schade nur, dass ich nicht schwindelfrei bin.
01:12Eines ist klar, wir alle wollen, dass es den Tieren gut geht und dass sie so wenig wie möglich unter
01:17der Lärmbelastung leiden.
01:19Deshalb ist es unser Ziel, die Streckenabschnitte der Achterbahn so anzulegen, dass ein ausreichender Lärmschutzabstand zu den Tieren gewährleistet wird.
01:27Sie sehen, die beiden Frauen haben die Sache im Griff.
01:30Und deshalb hoffe ich, dass wir gemeinsam einen Weg finden, den Protest vor den Toren des Zoos beizulegen.
01:38Sie kennen unsere Forderungen.
01:42Und Sie unsere Pläne.
01:44Der Freefall Tower muss auf jeden Fall weg.
01:49Nein, wir halten daran fest.
01:52100 Meter hoch als Wahrzeichen des Zoos und der ganzen Stadt.
01:57Gut, dann müssen wir an dieser Stelle nicht mehr weiterreden.
02:00Vielleicht doch.
02:03Robert?
02:05Die Kritik an der Achterbahn bezieht sich im Wesentlichen auf den Lärm, den die Tiere wegen des Wagenbetriebs und der
02:10kreischenden Besucher bei der Talfahrt des Towers tolerieren müssen.
02:13Dadurch würden sie nachhaltig in ihrer Ruhe gestört.
02:16Und für dieses Problem haben wir eine Lösung, die darin besteht, die Geschwindigkeiten der Achterbahn sensibel mit der Streckenführung zu
02:23koordinieren.
02:24Dazu unterteilen wir das gesamte Zurgelände in sogenannte Ampelzonen.
02:28Grün bedeutet freie Fahrt und freies Gelände.
02:31Hier liegen die gastronomischen und sanitären Einrichtungen und damit keine Tiere, die gestört werden können.
02:36Höchstgeschwindigkeit.
02:37Die gelbe Zone führt durch Gebiete, deren tierische Bewohner Lärm unempfindlich sind.
02:42Die Wagen werden in ihrer Geschwindigkeit weiter reduziert.
02:45Und schließlich der rote Bereich.
02:48Hier werden die Mitfahrer zu ruhigen Verhalten aufgerufen.
02:50Die Wagen noch weiter in der Geschwindigkeit gedrosselt, was die Betrachtung der Tiere aus nächster Nähe ermöglicht.
02:56Ja, wir haben das bereits durchgespielt und werden in Absprache mit der Tierärztin noch einmal jede Ampelzone genauestens überprüfen.
03:04Das ist eine großartige Idee.
03:07Und genau der Kompromiss, auf den wir alle gewartet haben.
03:10Herr King, was sagen Sie?
03:40Schatz, ihr habt die Brotboxen vergessen.
03:44Weißt du eigentlich schon, wann ihr zurück seid?
03:46Dann würde ich was zum Mittag vorbereiten.
03:47Ich glaube es um 12, halb eins oder so.
03:50Okay.
03:52Tschüss, mein Schatz.
03:53Bis später.
03:55Komm, wir fangen bei uns.
03:56Mama fährt jetzt mit euch.
03:56Ciao, macht's gut.
03:59Ciao.
04:00Mama.
04:10Oooh.
04:12Genau.
04:12Ich bin nicht gleich.
04:14I'm the only one who walks beside me.
04:22My shadow and the heart say,
04:25I'm the only one who walks beside me.
04:28I'm the only one who walks beside me.
04:34Jesus.
04:57Ähm, Entschuldigung, äh, oberste Priorität ist natürlich die Stressvermeidung.
05:03Unsere Tiere dürfen auf gar keinen Fall permanentem Lärm ausgesetzt sein.
05:07Da die Lösung aber selbstverständlich nicht in einer Einschränkung der Öffnungszeiten liegen kann,
05:12ist der von uns vorgeschlagene Weg eine Möglichkeit, den Bedürfnissen der Tiere zu entsprechen
05:17und gleichzeitig den Vergnügungsaspekt der Besucher nicht zu vernachlässigen.
05:23Aus tierärztlicher Sicht ist das vielleicht vertretbar.
05:25Ob der Vorschlag tatsächlich zum Schutz der Tiere tauglich ist, das muss ich erst prüfen, das weiß ich noch nicht.
05:32Aber das klingt doch vielversprechend. Herr Kien, geben Sie sich einen Ruck.
05:36Ohne Rücksprache mit dem Plenum kann ich nichts beschließen.
05:42Hatten Sie nicht gesagt, Herr Kien sei der Vertreter der Demonstranten?
05:46Das heißt nicht, dass ich jede Entscheidung allein treffen kann.
05:49Aber ich glaube, das Plenum wird diesen Vorschlag ablehnen.
05:53Warten wir es ab.
05:58Frau Dr. Martin, sind Sie noch bei uns?
06:00Natürlich.
06:05Es tut mir leid.
06:07Das muss ein Notfall sein.
06:11Jonas?
06:12Was ist denn los?
06:16Das ist ein Polarvuchs.
06:18Was ist denn passiert?
06:19Wo hast du denn den gefunden?
06:21Ich habe ihn angefangen.
06:22Auf der Landstraße zwischen Leipzig und Chemnitz.
06:25In der Nähe des Sächsischen Wildparks.
06:26Bist du wahnsinnig, das Tier hier herzubringen in den Zoo?
06:29Der kann uns alle möglichen Krankheiten einschleppen.
06:31Was hätte ich denn machen sollen?
06:32Ihn auf der Straße verbluten lassen?
06:33Wieso hast du denn nicht die Polizei angerufen?
06:35Weil ich bei der Polizei bin.
06:37Solange kein Mensch verletzt ist, hat ein Wildunfall keine Priorität.
06:39Das hätte zu lange gedauert.
06:41Das ist kein wildes Tier.
06:43Der muss aus dem Wildpark abgehauen sein.
06:46Warst du bei Marie und den Kindern?
06:48Ich habe sie nur gesehen aus der Ferne.
06:50Bitte, Mama, du musst ihm helfen.
06:51Er darf nicht sterben.
06:53Ich habe ihn nicht gesehen.
06:54Plötzlich ist er auf die Straße gelaufen.
06:56Ich habe zu spät reagiert.
06:57Ich bin nur auf die Quarantäne-Station.
06:58Aber ich kann dir nicht versprechen, dass er durchkommt.
07:01Das Tier ist mehr tot als lebendig.
07:04Danke.
07:09Klar, Oma.
07:10Pestluck geht immer.
07:11Also ich habe Zeit.
07:16Warte mal, Oma.
07:17Ich muss Schluss machen.
07:18Ciao.
07:23Hey, du.
07:25Oma, Lisa.
07:26Schon wieder illegal unterwegs?
07:28Für eine gute Sache immer.
07:30Willst du mal?
07:31Klar.
07:46Könnten auch mal andere Sachen machen.
07:50Außer demonstrieren und sprayen.
07:51Was meinst du?
07:53Aktionen, die was bringen.
07:54Hast du eine?
07:55Weiß ich noch nicht.
07:57Könnte vielleicht eine draus werden.
07:58Wenn du willst, zeige ich es dir.
08:00Jetzt?
08:00Bist du mit dem Fahrrad da?
08:03Dann jetzt.
08:06Wo willst du eigentlich hin?
08:08Ich habe gestern was gefunden.
08:10Ein schönes, verlassenes Gelände mit vielen Wildbluten drauf.
08:13Kleine Tiere, viel Platz.
08:15Und was machen die da jetzt draus?
08:16Eine stinkende Mülldeponie.
08:18Echt?
08:19Ja, voll mies, oder?
08:24Sieht gar nicht gut aus.
08:25Wenn er noch mehr Blut verliert, stirbt er noch, bevor wir mit der Behandlung begonnen haben.
08:31Ich lege ihm einen Stauschlauch an, um die Blutung zu stoppen.
08:35Kochsalzlösung läuft.
08:37Vielleicht stabilisiert sich der Kreislauf.
08:42Er verliert so viel Blut und wir haben hier in der Praxis keine Blutvorräte.
08:46Rufen Sie doch bitte in der Klinik an und fragen Sie, ob die welches haben.
08:49Klar.
09:27Hey, Silvia.
09:50Die Tierklinik hat keine Bestände, weder Fuchs noch Hundeblut, das sie uns abgeben könnten.
09:55Erstmal Plasma-Expander.
09:57Ja, dann sind zumindest die Kapillaren versorgt, bis wir das Blutvolume wieder hergeben.
10:00bestellt haben.
10:04Hallo?
10:05Jemand da?
10:07Ich glaube, ein Tier braucht Hilfe.
10:09Schauen Sie ruhig nach.
10:11Ich komme jetzt hier auch alleine, klar.
10:12Alles klar.
10:18Hi, Moritz.
10:19Hallo.
10:21Der Wellensittich hoffte ganz allein auf den Boden und hat sich ganz komisch bewegt.
10:26Setz ihn mal dahin.
10:31Ich nehme ihn mal.
10:33Na komm mal hier.
10:34Alles gut.
10:35Ich spüre jetzt als erstes seinen Herzschlag.
10:38Mit dem Finger?
10:40Ich könnte ihn auch mit dem Stethoskop abhören, aber so kann ich ihn besser spüren.
10:47Rast ganz schön.
10:48Aber das ist eigentlich normal.
10:50Die Schnabelatmung, guck mal, die deutet auf Stress hin.
10:54Aber das kann jetzt auch vom Transport kommen.
10:57Äußerlich kann ich eigentlich nichts erkennen.
11:00Ja.
11:02Hier, der Flügel, der hängt ein bisschen.
11:05Aber gebrochen ist es nicht.
11:07Ich glaube eher,
11:09jetzt fragst du mich nicht,
11:11der Carlson hat es mal wieder zu wild getrieben.
11:14Carlson?
11:15Ja, so heißt er.
11:16Wie Carlson vom Dach.
11:18Kennst du ihn nochmal?
11:19So, sehr gut.
11:21Wahrscheinlich ist er gegen den Ast geflogen oder so
11:23und hat einen Anflugtrauma.
11:26Das ist so ähnlich wie eine Gehirnerschütterung bei Menschen.
11:30Und das passiert?
11:31Mit meinem Vogel?
11:33Ja.
11:33Das warrensittichen gar nicht so selten.
11:36Carlson war deshalb schon mal bei uns.
11:39So.
11:39Wir spritzen ihm jetzt eine Elektrolytlösung
11:41gegen Austrocknung.
11:43Und danach geben wir ihm Futter über eine Kropfsonde.
11:47Weil im Moment ist er wahrscheinlich zu schwach,
11:49um sich selbst zu versorgen.
11:53Gut, hältst du ihn mal so?
11:57Perfekt.
12:00Und dann braucht er Ruhe.
12:02Er holt sich sicher schnell.
12:04Das hast du gut gesehen, Moritz.
12:06Wie lange geht denn dein Praktikum noch?
12:08Bis Ende der Woche.
12:09Ach, bis dahin ist Carlson bestimmt wieder fit.
12:11Dann kannst du ihn auch selbst zurück zu den anderen bringen.
12:14Mach ich gern.
12:34Ich hab deinen Tee gemacht.
12:35Hm, zur Beruhigung.
12:37Ich hab doch gesehen, dass du dich über den Mertens geärgert hast.
12:40Ja, das habe ich.
12:41Aber auch das krieg ich hin.
12:42Ich weiß.
12:44Zum Mittag dachte ich,
12:45eine heiße Suppe und einen frischen Salat in einer halben Stunde.
12:47Passt dir das?
12:48Sehr schön.
12:51Ist noch was?
12:53Glaubst du, er lässt sich darauf ein, Lisa Kinn?
12:56Wir sind ihm mit unserem Angebot sehr weit entgegengekommen.
12:59Ja, weshalb es mich wundert,
13:00warum er nicht gleich zugesagt hat,
13:01dass er seine Leute abzieht.
13:02Er hat doch gesagt,
13:03dass er erst mit Ihnen sprechen muss.
13:04Ich glaube, der Typ macht sich einfach nur wichtig.
13:10Lass das mal meine Sorge sein.
13:15Bring sie mir jetzt was zu essen.
13:17Schon unterwegs.
13:25Die Knochenhörte ist erhalten geblieben.
13:27Die Fraktur ist unvollständig.
13:28Was sagen Sie dazu, Carolina?
13:31Eine Grünholzfraktur?
13:32Wir müssen ihm eine Schiene anlegen.
13:34Das können wir ihm leider nicht ersparen.
13:36Aber ich fürchte,
13:36der Bruch ist nicht das größte Problem.
13:40Oh, ja.
13:45Ein Pneumotorax.
13:46Beim Unfallaufprall ist wohl
13:48Luft zwischen Lunge und Brustwand gelangt.
13:51So ein Mist.
13:52Das müssen wir punktieren und absaugen.
13:55Er ist noch stabil.
13:56Wir können ihn auf keinen Fall nochmal nachdosieren.
13:59Das wird hoffentlich nicht nötig sein.
14:01Das Ultraschallbild zeigt zwar kleine Schäden an der Milz,
14:04aber keine größeren inneren Blutungen.
14:18Was machst du hier?
14:19Ich habe dich angerufen.
14:21Du bist nicht rangegangen.
14:22Da habe ich mich ins Auto gesetzt.
14:24Was willst du?
14:25Was wolltest du heute früh bei uns zu Hause?
14:27Die Kinder sehen.
14:28Wie angekündigt.
14:30Und ihre Geburtstagsgeschenke bringen.
14:32Aber es passte wohl gerade nicht.
14:34Für mich ist das auch alles nicht einfach, okay?
14:37Das sah halt früher aber anders aus.
14:39Glückliche Kleinfamilie.
14:41Ja, die wir nie waren.
14:42Bist du gekommen, um mir das nochmal zu sagen?
14:44Den Weg hättest du dir sparen können.
14:46Jonas,
14:47wir beide haben auch vieles gut gemacht.
14:49Richtig gut sogar.
14:50Dafür bin ich dankbar.
14:52Ich will mich jetzt hier nicht mit dir streiten.
14:54Ich will mit dir sprechen darüber,
14:55was für die Kinder das Beste ist.
14:57Deshalb bin ich hier.
14:59Komm ran.
15:17Frau Bekele?
15:19Kommen Sie rein!
15:21Ich wollte Sie gerade zu mir bitten.
15:24Ach ja?
15:27Worum geht es denn?
15:29Um die Verhandlung mit Henry Keen.
15:31Sie waren nicht gerade begeistert von meinem Vorschlag.
15:34Und dann sind Sie auch noch einfach
15:35Hals über Kopf rausgerannt.
15:37Was hätten Sie erwartet?
15:38Ich hörte zum ersten Mal von Ihrem Ampelfasenplan.
15:41Das hätten wir aufeinander abstimmen sollen.
15:44Aufeinander abstimmen?
15:46Wozu?
15:47Ich weiß ohnehin,
15:48dass Sie gegen die Achterbahn sind.
15:50Aber vor jemandem wie Henry Keen.
15:52Aber hatte ich von Ihnen als Mitarbeiterin des Zoos,
15:54dass Sie auf meiner Seite stehen
15:55und nicht gegen mich argumentieren.
15:58Entschuldigung,
15:59ich sagte lediglich,
16:00ich möchte den Vorschlag prüfen.
16:01Das war kein Argument gegen Sie.
16:04Ich habe mich auf die Verhandlung eingelassen,
16:06auch weil Sie darauf bestanden haben.
16:09Ja, das war ja auch richtig so.
16:11Wir müssen einen Weg finden,
16:12um den Konflikt mit den Demonstranten beizulegen.
16:15Aber das ändert nichts an meiner Aufgabe.
16:17Ich bin für die Gesundheit der Tiere im Zoo verantwortlich.
16:20Und zu dieser Verantwortung stehe ich auch.
16:21völlig unabhängig von Ihren Verhandlungen mit Henry Keen.
16:26Gut.
16:28Dann wissen wir jetzt beide, wo wir stehen.
16:31Ich wollte Sie noch informieren.
16:33Danke, Dr. Mattens.
16:43Richard.
16:44Danke, dass du zurückkriegst.
16:48Ja, Henry Keen.
16:49Genau, das ist er.
16:57Are you absolutely sure about that?
17:03Mia liebt ihren Feuerwehrhelm.
17:04Sie nimmt ihn sogar abends immer mit ins Bett.
17:07Und Jakob will jetzt Polizist werden.
17:08Poli-tschisch, sagt er immer.
17:10Jedes Mal, wenn er ein Polizeiauto sieht,
17:12dann zeigt er drauf und sagt Papa.
17:18Tut mir leid.
17:21Die Kinder vermissen mich.
17:22Genau wie ich sie.
17:25Wieso kann ich die beiden nicht sehen?
17:26Einmal die Woche.
17:27Alle zwei Wochen.
17:28Wo ist das Problem?
17:28Das verwirrt sie doch einfach nur.
17:31Ich soll für dein Tim den Platz räumen.
17:33Und für die Kinder bin ich der Böse,
17:34der sie verlassen hat.
17:35Weißt du, was du da von mir verlangst?
17:36Jonas, es geht hier nicht um dich.
17:38Es geht um Mia und Jakob.
17:40Und du liebst sie doch.
17:41Du willst doch, dass es ihnen gut geht, oder nicht?
17:43Das ist krank, Marie.
17:44Das ist einfach nur krank.
17:46Wieso können die Kinder nicht zwei Väter haben?
17:48Zwei männliche Bezugspersonen.
17:49Weil ich das nicht will.
17:51Ich will, dass Tim eine Chance bekommt.
17:53Dass wir zusammen eine Chance bekommen.
17:55Als Familie.
17:58Der allienische Abend klingt doch super schon.
18:00Und das passt da so unschlagbar.
18:02Und außerdem haben wir lange nicht mehr alle so zusammengesessen.
18:07Marie?
18:12Und Jonas ist ständig mies drauf.
18:15Das nervt.
18:16Da kommen wir rein.
18:17Cool hier.
18:19Na ja, ist aber auch heavy.
18:20Von einem Tag auf den anderen zu erfahren,
18:21dass er nicht der Vater seiner Kinder ist.
18:23Muss er dich deswegen auf der Demo so hart angehen?
18:26Mach doch auch nur seinen Job.
18:28Was nimm du ihn nicht auch noch in Schutz?
18:30Macht meine Mutter schon ständig.
18:31Bist du eifersüchtig?
18:32Auf deinen Bruder.
18:35Ich finde man immer schon, er wird bevorzugt.
18:37Weil er der richtige Sohn ist und ich das Pflegekind.
18:40Glaubst du echt, deine Mutter macht da einen Unterschied?
18:43Pflegemutter.
18:46Ich merke vielleicht manchmal nur, dass sie anders ist.
18:48Sie arbeitet im Zoo mit eingesperrten Tieren.
18:50Bei sowas würde ich nie mitmachen.
18:51Ach komm, meine Mutter ist Lehrerin.
18:53Würde ich auch nie machen wollen.
18:55Wenn ihr euch sonst gut versteht.
19:00Guck mal da vorne.
19:05Ein Igel.
19:07Kommt alleine nicht raus.
19:09Der Arme.
19:10Wenn die Mülldeponie erstmal hier ist, passiert sowas ständig.
19:13Wenn es da noch Igel gibt, die werden doch alle platt gemacht.
19:15Zusammen mit den anderen Tieren, die hier leben.
19:18Was machen wir mit ihm?
19:20Mitnehmen.
19:21Was heißt, ihn in den Baggern zu überlassen?
19:24Du machst es wie ein echter Pofen.
19:30Wieso kann Jonas die Kinder nicht sehen?
19:32Zumindest alle zwei Wochen.
19:33Das ist doch nicht so viel verlangt.
19:35Ich habe doch gerade erklärt, warum ich das nicht will.
19:37Die Erklärung ist absurd.
19:38Susanne, bitte.
19:42Ich versuche es wirklich, sie zu verstehen.
19:44Wirklich.
19:45Ich gebe mir echt Mühe.
19:47Aber Jonas liebt die Kinder.
19:48Er war in den letzten Jahren für sie da.
19:50Er hat Verantwortung übernommen.
19:52Es gibt uns beide.
19:53Es gibt die Urgroßeltern.
19:54Das alles soll von einem Tag auf den anderen plötzlich vorbei sein.
19:57Tim hat auch Eltern.
19:58Ja.
19:59Und Großeltern.
20:00Die haben eine eigene Familie, die beiden.
20:02Außerdem ist Tim der leibliche Vater.
20:05Steht das Ergebnis jetzt fest?
20:07Ja.
20:10Ja.
20:12Jonas ist nicht der leibliche Vater, sondern Tim.
20:17Sag mal.
20:20Also, das ist brutal, was du da durchziehst, Marie.
20:23Das weißt du.
20:24Susanne, Vorwürfe helfen jetzt niemandem.
20:26Schon gar nicht den Kindern?
20:28Du warst für mich sowas wie eine Tochter.
20:30Du gehörst doch praktisch zur Familie.
20:32Und jetzt?
20:39Vielleicht ist es ja jetzt wirklich besser, wenn Ruhe einkehrt.
20:42Ja.
20:42Jakob und Mia müssen Tim kennenlernen.
20:45Und wenn du jetzt auch noch da bist, Jonas, dann bringt die Kinder das in einen Konflikt.
20:49Das kann nicht gut sein.
20:50Na, Ptoll.
20:51Sag mal, wie kannst du das sagen?
20:53So, mir ist es ehrlich gesagt total egal, wer hier was sagt.
20:57Ich bin die Mutter und ich entscheide, wie es weitergeht.
20:59So oder so.
21:00Und wir lassen die Vaterschaft korrigieren, okay?
21:02Und du, Jonas, verzichtest auf dein Umgangsrecht.
21:05Freiwillig bitte.
21:06Und wenn du das nicht tust, dann schalte ich halt meinen Anwalt ein.
21:09Überleg's dir.
21:14Fuck!
21:19Ich kann nicht glauben, dass dieses Gespräch jetzt stattgefunden hat.
21:56Wir könnten ins Kino.
21:58Oder eine Serie und du kochst.
22:01Warum denn ich?
22:02Keine Ahnung.
22:03Du bist der Mann.
22:08Guten Morgen.
22:10Morgen.
22:12Hallo.
22:15Fee hat uns gesehen.
22:16Ja, gleich wissen's alle.
22:19Die Garaffen, die Erdmännchen, die Löwen.
22:21Spinner.
22:22Ich muss los.
22:23Bis später, ja?
22:26Hey, um eins.
22:28Lunch beim Burgerladen.
22:29Dann entscheiden wir.
22:35Na, Caroline, geht's Ihnen gut?
22:37Weißt du, was Sie jetzt denken?
22:39Was will denn Caroline mit dem Schnösel,
22:41der nie so besonders nett zu ihr war?
22:43Und jetzt sind Sie plötzlich zusammen.
22:45Ich gestehe, ein bisschen überrascht bin ich schon.
22:48Robert ist ganz anders, was Sie denken.
22:50Der kann's nur manchmal nicht so richtig zeigen.
22:53Aber im Grunde ist er ein sehr feiner Mensch.
22:56Davon geh ich auch.
22:57Sonst wären Sie ja nicht mit ihm zusammen.
22:59Jetzt muss ich ihn nur noch davon überzeugen,
23:01dass er ein Familienmensch ist.
23:02Ich will fünf Kinder.
23:03Mindestens.
23:04Ui.
23:05Da müssen Sie aber loslegen.
23:06Frau Dr. Mertens,
23:08mit dem Polarbuch stimmt was nicht.
23:10Sie müssen kommen.
23:20Ich hab's gerade mit dem Wildtag telefoniert,
23:22in dessen Nähe der Unfall passiert ist.
23:24Der Polarbuch stammt tatsächlich von dort.
23:27Oh ja.
23:30Sehen Sie mal hier, diese Schatten hier?
23:32Die waren gestern auf dem Ultraschall
23:33noch nicht zu erkennen.
23:34Der Bauchraum ist voller Blut.
23:36Und die Quelle ist nicht auszumachen.
23:38Dafür müssen wir den Bauchraum öffnen.
23:43Aber für eine Operation
23:44fehlen uns die Blutkonserven.
23:51Rufen Sie weitere Tierarztpraxen an
23:53und machen Sie es so dringlich wie möglich.
23:55Wir brauchen unbedingt Fuchsblut.
23:58Ja, Frau Bekele,
23:59ich bin auf dem Weg zu Ihnen.
24:03Großartig.
24:04Der Leipziger Zoo
24:05pflegt einen dem
24:06Wildpark in Flohnen
24:08Polarfuchs gesund.
24:09Das wird eine super Schlagzeile.
24:11Ja.
24:12Sie hat recht.
24:14Ich wollte das Tier retten, klar.
24:16Aber in erster Linie
24:18ging's mir natürlich um meinen Sohn.
24:20Er hat das Tier angefahren.
24:22Er hatte Mitleid
24:23und hat es hergebracht.
24:24Und ich musste mich einfach schnell entscheiden.
24:28Wenigstens sind Sie ehrlich.
24:33Für die Kosten
24:34finden Sie bitte eine Lösung.
24:37Ja.
24:38Klar, mach ich.
24:54Besuch unter den Blättern
24:55und zwischen den Zweigen.
24:56Vielleicht hat ein Besucher
24:57irgendwas Essbares verloren
24:59und Karlsson wollte seine Beute
25:00vor den anderen in Sicherheit bringen.
25:02Was genau hat denn die Untersuchung ergeben?
25:04Sein Kot ist rot gefärbt,
25:06aber Blut ist es nicht.
25:07Vielleicht hat er sich an irgendwas vergiftet.
25:09Aber je genauer wir wissen,
25:10was ihn quält,
25:11desto präziser kann ich ihn behandeln.
25:12Ich könnte noch mal die Kollegen fragen.
25:14Vielleicht haben Sie was beobachtet,
25:15was uns weiterhelfen kann.
25:16Ja.
25:18Das gibt's doch nicht, Georg.
25:20Jetzt geh schon ran.
25:21Erster Anschluss von Professor Georg Baumgart.
25:23Ach.
25:24Auf Männer ist kein Verlass, Luisa.
25:26Merkt ihr das?
25:26Ich hab extra zu ihm gesagt,
25:28halte dich bereit.
25:29Ich rufe an.
25:30Dann treffen wir uns am Supermarkt.
25:31Und was ist?
25:32Er drückt sich.
25:33Ja.
25:34Ich würde dir mit den Einkäufen helfen,
25:36aber Romy wartet schon auf dich.
25:37Keine neue Freundin?
25:39Wir haben gestern einen Igel aus einem Plastiknetz gerettet.
25:42Jetzt wohnt er bei Romy unterm Bett,
25:43aber da kann er natürlich nicht bleiben.
25:45Ja, ja, ja.
25:47Da wolltest du deine Oma fragen,
25:48ob sie den Igel in ihrem Garten aufnehmen kann.
25:52Bring ihn vorbei.
25:54Aber ihr müsst euch beide um ihn kümmern.
25:57Logisch.
25:58Danke, Oma.
25:59Bis später.
26:02Georg?
26:03Ich breche jetzt jeden Moment auf zum Supermarkt.
26:06Falls du das abhörst, komm dort bitte hin.
26:23Das ist ein Notfall.
26:24Wenn wir nicht bald Blut bekommen, wird der Polarfuchs...
26:27Okay, gut.
26:28Dann warte ich auf Ihren Rückruf.
26:30Danke.
26:31Geht's ihm schlecht?
26:32Was machst du hier?
26:33Du darfst hier so nicht rein.
26:35Ich wollte nach dem Tier sehen.
26:37Wir tun, was wir tun können.
26:39Du kannst uns vertrauen.
26:40Caroline!
26:41Geh bitte raus, Jonas.
26:42Ja, bin da.
26:45Geh bitte!
26:47Infundieren wir nochmal mit Plasma-Expander?
26:49Ja.
26:50Was für Blut braucht dann eigentlich so ein Polarfuchs?
26:52Von einem anderen Fuchs, von einem Wolf.
26:55Auch Hundeblut könnte helfen.
26:57Bei der ersten Transfusion ist die exakte Blutgruppe nicht zu entscheiden.
27:00Die Vitalwerte sinken.
27:02Beschleunigen Sie nochmal den Tropfen.
27:12Ach.
27:14Das hätten wir.
27:27Georg, ich versuche dauernd dich anzurufen.
27:29Schimpfe, weil du nicht abnimmst, aber wolltest du mich mit dem Einkauf überraschen.
27:33Charlotte.
27:34Hast du den frischen Parmesan genommen und nicht den abgepackten aus dem Kühlregal?
27:38Und Kirschtomaten, hatten Sie die?
27:39Ich glaube, ich muss dir was erklären.
27:42Zucker, Mehl, Sahne.
27:45Was soll denn das für eine Pasta werden?
27:49Ähm, Kirschen-Schokoraspeln?
27:53Ein italienischer Abend mit schwarz, wie in der Kirschtorte, ja?
27:57Für wen ist denn dieser Einkauf?
27:59Wollte ich dir gerade erklären.
28:03Du hast für Monika eingekauft.
28:05Ja.
28:07Sie hat mich angerufen, ihr geht's nicht gut.
28:09Und hat mich gebeten, für sie was einzukaufen.
28:10Weißt du, ich denke, sie hat den Verlust ihres Mannes noch nicht verkraftet.
28:16Hm.
28:17Ich verliere auch gleich meinen Mann.
28:19Und zwar mutwillig.
28:34Und hast du Lust, bei irgendwie nochmal ein Praktikum hier zu machen?
28:37Oder reicht's dir schon?
28:39Mal sehen.
28:40Also, Moment.
28:40Mahlzeit.
28:41Hi.
28:42Hey, ich bin Moritz.
28:44Moritz macht sein Schülerpraktikum bei uns und hilft uns, wo er kann.
28:48Ein Schülerpraktikant.
28:49Na dann, zwei Burger.
28:51Einen für deine Chefin und einen für mich.
28:54Komm sofort.
28:56Du darfst ruhig nett sein.
28:57Ich bin nett.
28:58Ich hab noch nicht viel Zeit.
28:59Und die will ich nicht mit Gemüse verbringen, sondern mit dir.
29:08Und was hat die Tierärztin gesagt?
29:11Über uns?
29:12Ich weiß nicht, ob sie dich für die ideale Wahl hält.
29:16Das war doch ein Spaß.
29:24So, hier die Burger.
29:26Sind super lecker, die Teile.
29:28Ich hör mal den jeden Tag.
29:30Danke, Moritz.
29:31Hier, den Rest kannst du behalten.
29:34Danke.
29:37Avocado und rote Beete.
29:38Lecker.
29:43Jeden Tag isst du den?
29:44Fast jeden, ja.
29:46Und nimmst ihn auch mit zur Arbeit, also ins Gehege?
29:50Kommt vor.
29:53Ich glaube, ich weiß, was mit Karlsson los ist.
29:56Komm mal mit, Moritz.
29:59Hey.
30:00Ich erklär's dir später.
30:10Stell mal seinen Käfig bitte auf den Tisch.
30:14In Avocados ist Persin enthalten.
30:16Das ist ein giftiger Fettsäureanteil.
30:18Für uns Menschen ist es vollkommen unschädlich.
30:20Aber bei Wellensittichen können schon die kleinsten Mengen zu Vergiftungen führen.
30:24Dann habe ich Schuld daran, dass das Karlsson so schlecht geht.
30:28Erstens wissen wir das nicht.
30:29Und zweitens helfen Schuldgefühle nicht weiter.
30:33Aber der rot gefärbte Kot könnte von einem Stück rote Beete stammen.
30:38Wir geben ihm jetzt Kieselerde.
30:40Das bindet die Giftstoffe im Körper.
30:42Und dann wird er die ausscheiden.
30:51Kann ich Ihnen helfen?
30:53Hallo.
30:54Frau Dr. Bekele?
30:55Sie können da jetzt nicht rein.
30:57Hey.
30:59Entschuldigung.
31:02Guten Tag.
31:05Robert ist schon okay.
31:10Ja, ähm.
31:11Ich habe es ja schon am Telefon gesagt.
31:13Das Plenum lässt sich nicht auf euren Vorschlag ein.
31:15Aber ich wollte dich trotzdem sehen.
31:18Es gibt gute Neuigkeiten.
31:20Es wird neue Verhandlungen geben.
31:22Und ihr werdet uns dabei sehr entgegenkommen.
31:29Und warum sollten wir das tun?
31:31Ich habe mit Richard Chogren gesprochen.
31:33Du wirst dich sicher an ihn erinnern.
31:35Sonst helfe ich dir ein bisschen.
31:39Ein Schülerabend in einer New Yorker Hotel war.
31:42Ein Mann steht neben dir.
31:44Ihr kommt ins Gespräch, erzählt euch aus dem Leben.
31:47Du kommst gerade aus Afrika zurück und hast Geld verdient.
31:50Sehr viel Geld.
31:51Und weil der Abend so schön ist und ihr die Drinks so genießt, erzählst du ihm von deinen Abenteuern.
31:59Na mal.
32:01Das Ganze ist eine Ewigkeit her.
32:04Das stimmt.
32:05Ja.
32:06Ich weiß aber nicht, ob das deine Demonstranten interessiert.
32:15Henry Miller hast du dich genannt.
32:20Henry Miller bringt reiche Amerikaner nach Afrika und treibt ihnen das Großwild direkt vor die Nase.
32:26Sie müssen nur noch abdrücken und die Tierköpfe als Trophäen in ihre edlen Häuser hängen.
32:32Was für ein Job.
32:35Auf den ich nicht stolz bin.
32:38Ich brauchte damals dringend Geld und seitdem habe ich alles getan, um diesen Fehler wieder gut zu machen.
32:42Oh ja.
32:43Und jetzt Henry Keen.
32:46Reuevoller Kämpfer für das Recht unschuldiger Tiere.
32:50Mann.
32:51Wenn ich das deinen Demonstranten erzähle, werfen sie dich den Löwen zum Fraß vor.
32:59Okay.
33:00Du hast mich in der Hand.
33:02Und jetzt?
33:05Willst du davon ablenken, dass deine Achterbahnerzieherwett jeglichen Respekt verweigert?
33:10Dass da keine noch so ausgeklügelten Ampelzonen weiterhelfen?
33:13Ich lasse mir von dir nicht meinen Plan kaputt machen.
33:15Das Konzept ist gut.
33:17Und die Stadt steht hinter mir.
33:18Also, deine Mitstreiter werden sich zurückziehen.
33:20Und du kannst dir überlegen, wie du ihnen deine Kursänderung beibringst.
33:26Viel Erfolg.
33:31Robert?
33:38Henry möchte gehen.
33:42Dein toller Plan.
33:45Danke, Robert.
33:46Ich bin schon alleine raus.
33:50Ist alles in Ordnung?
33:53Alles wunderbar.
33:55Ich denke, die Gespräche mit Henry Keen werden weitergehen.
33:59Bravo.
34:00Glückwunsch.
34:02Robert?
34:03Ja?
34:03Ich habe dich mit Caroline Schneider gesehen.
34:07Du weißt, was ich von Beziehungen am Arbeitsplatz halte?
34:11Ich bin gespannt, wie du dich entscheidest.
34:15So ein Plasma-Expander ist ja kein Blutersatz.
34:18Also, lange wird der Kreislauf das nicht mitmachen.
34:21Wir können nur den Verband wechseln.
34:22Wir können den Moment nicht tun.
34:29Jonas, ich kann dir leider immer noch nichts Neues sagen.
34:32Ich habe eine Lösung.
34:33Hör mir zu.
34:33Ich habe mit dem Leiter unserer Hundestoffel gesprochen.
34:37Caroline?
34:37Er will uns seine Hunde für eine Spende zur Verfügung stellen.
34:40Es muss nur jemand vorbeikommen, das Blut abnehmen.
34:42Das ist ja großartig.
34:43Caroline macht sich auf den Weg.
34:44Danke.
34:45Schick mir die Adresse aufs Handy.
34:47Ja, mache ich.
34:48Danke.
34:55So, für den Salat brauche ich jetzt noch eine gute Soße.
34:58Und dich stelle ich noch ein paar Stunden in den Kühlschrank.
35:04Charlotte, bitte rede mit mir.
35:07Wo ist denn bloß die Salatschleuder?
35:10Kann ich dir helfen?
35:11Gemüse schnüppeln.
35:14Du hilfst mir am meisten, wenn du nicht dauernd um mich herumschleichst und mir im Wege stehst.
35:22Gut.
35:23Dann lasse ich dich jetzt alleine und fahre in den Zug.
35:27Ja, tu das.
35:33Ja, Susanne?
35:34Du Mama, es tut mir leid, ich glaube, ich schaffe es heute Abend nicht zum Essen.
35:38Ich habe noch eine OP und danach muss ich noch zu meiner Ärztin.
35:41Das habe ich völlig vergessen.
35:42Bei dir ist doch immer irgendwas.
35:43Für wen habe ich denn das ganze Essen gemacht?
35:45Mama, bitte.
35:46Christoph kommt doch und die Kinder auch.
35:48Ich muss doch nicht immer überall dabei sein.
35:50Doch, du musst.
35:51Schon, weil du mich heute Abend mit deinem Vater nicht alleine lassen sollst.
35:57Habt ihr euch gestritten?
35:58Das erzähle ich dir, wenn du dann hier bist.
36:00Okay, ich versuche es, aber ich kann wirklich nichts versprechen, ja?
36:03Also dann bis später.
36:04Tschüss, Susanne.
36:09Was grinst du denn so?
36:10Ist Charlotte etwa eifersüchtig?
36:13Wie kommst du denn darauf?
36:15Na, dann kannst du dich ja auch gleich jetzt mit mir versöhnen.
36:19Ja, natürlich kann ich das.
36:24Aber unter einer Bedingung.
36:26Dass du in Zukunft nur noch hier in diesem Hause Glühbirnen wechselst, Sofas schiebst, Einkäufe machst, die für diese Küche
36:34gedacht sind, dann kann ich das.
36:38Einverstanden.
36:38Gut.
36:39Dann darfst du jetzt in den Zoo gehen.
36:41Danke.
36:46Aber sei bitte pünktlich.
36:49Versprochen, Charlotte.
36:50Und ich bringe auch ein paar Glühbirnen mit.
36:53Ja.
36:57So, die Infusion liegt.
37:00Ich denke, 300 Milliliter Hundeblut sollte reichen.
37:03Ich mache den ersten Schnitt.
37:05Sauerstoffsättigung bei 97 Prozent.
37:14Die Leber scheint intakt.
37:17Aber die Milz scheint stärker geschädigt zu sein, als wir das gestern im Ultraschall erkennen konnten.
37:22Ein Riss.
37:24Mist.
37:26Das konnten wir im Ultraschall nicht sehen.
37:29Wie gehen Sie vor?
37:31Ich kann versuchen, den Riss zu nähen, aber wahrscheinlich müssen wir die Milz komplett entfernen.
37:37Der Puls wird schwächer.
37:38Das ist kein Wunder.
37:40Der Körper ist ständig unter Stress.
37:42Da ist der Organismus natürlich völlig überlastet.
37:44Ich versuche es trotzdem.
37:57Ja?
38:00Professor Baumgart.
38:01Was verschafft mir die Ehre?
38:03Ein Anruf von Henry Kien habe ich vorhin erhalten.
38:07Was wollte er?
38:08Er hat mich gebeten, ein neues Treffen zu arrangieren.
38:11Er will sich mit Ihnen noch einmal an den Verhandlungstisch setzen.
38:13Ach.
38:14Ich selbst war auch etwas überrascht.
38:18Aber es klang so, als könne er sich vorstellen, den Plänen des Zoos noch noch entgegenzukommen.
38:23Er sagte mir, ihm sei nicht daran gelegen, den Konflikt zwischen dem Zoo und den Demonstranten weiter zuzuspitzen.
38:29Schön.
38:30Dann machen Sie doch bitte einen neuen Termin und holen alle nochmal an den Tisch.
38:35Auch den Oberbürgermeister.
38:37Ja, aber eine neue Verhandlungsrunde macht natürlich nur Sinn, wenn auch wir den Demonstranten gegenüber offen auftreten.
38:44Das lassen Sie getrost meine Sorge sein, Herr Professor.
38:47Vielen Dank.
39:03So, die Milz ist raus.
39:04Die Werte sind stabil.
39:06Jetzt können wir nur noch hoffen, dass er gut aus der Narkose erwacht.
39:10Der Amekar hat ganz schön was wegstecken müssen.
39:15Okay, jetzt machen wir zu.
39:17Sie müssen noch weg. Ich schaffe das auch allein.
39:20Ja?
39:20Ja, klar.
39:23Okay, danke.
39:24Klar.
39:34Hallo, Oma. Darf ich vorstellen? Das ist Ringo.
39:38Ah, hallo Ringo. Ich habe schon einen Platz vor Ihnen im Garten ausgesucht. Das ist schön grün und er ist
39:45gleichzeitig auch geschützt.
39:47Wenigstens ein Tier konnten wir vor der Deponie retten.
39:50Dabei muss es ja nicht bleiben.
39:52Was sollen wir denn machen? Die doofe Deponie wird ja nun mal gebaut.
39:55Ach, man kann immer etwas machen. Luisa zum Beispiel können da plötzlich Tiere rumlaufen, die unter Artenschutz stehen.
40:01Dann heißt es ade Mülldeponie.
40:03Was sind für Tiere?
40:06Neulich war ich mit Georg spazieren auf einem sehr sonnigen Weg, nicht weit von hier.
40:12Und da lagen auf einem Stein zwei Zauneidechsen. Eidechsen sind streng geschützt.
40:17Du willst Eidechsen auf der Brache aussetzen? Das ist voll illegal.
40:22Ja, aber voll gut, um eine Mülldeponie zu verhindern.
40:44Siehst du hier? Die Köpfchen?
40:50Und da? Die Wirbelsäulen. Es sind mehrere.
41:00Nenner hat sich richtig gut erholt nach dem Tumor. Und die Hormonbehandlung war auch nicht verkehrt.
41:06Das wird die Direktorin freuen.
41:08Das freut uns alle.
41:11Da hast du auch noch was zu sagen, ne, Mamaia?
41:18Ich bin in der letzten Zeit so schnell müde, das kenne ich an mir überhaupt nicht.
41:21Meine Geschmacksnerven spielen verrückt. Alkohol vertrage ich nicht.
41:26Also gut, ist ja auch nicht so schlimm, aber Äpfel schmecken mir auch nicht mehr.
41:30Nächtliche Hitze, weil du?
41:33Nein, übel ist mir immer wieder. Gestern Abend zum Beispiel war mir ganz flau im Magen.
41:38Mein Hormonhaushalt ist völlig auf den Kopf gestellt.
41:40Und Sie glauben, das ist die Menopause?
41:45Ja. Bei meiner Mutter kam sie auch sehr früh, Mitte 40. Also so ungewöhnlich ist das nicht.
41:50Nein, ungewöhnlich ist es nicht. Ich würde Ihnen trotzdem gern Blut abnehmen.
41:54Und wir machen einen Ultraschall. Das geht schnell und dann wissen wir, was mit Ihnen los ist. Einverstanden?
42:00Gut.
42:08Na, das ist eindeutig. Schauen Sie mal.
42:13Ich würde sagen, zehnte Schwangerschaftswache?
42:17Frau Doktor, Sie bekommen ein Kind.
42:27Ich kann das gar nicht.
42:32Ich kann es gar nicht glauben. Das ist...
42:35Das ist doch gar nicht möglich.
42:41Seit festgestellt wurde, dass ich...
42:43...mich die Fehlgeburt hatte,
42:45...hat man mir doch gedacht, dass ich keine Kinder mehr kriegen kann.
42:49Wir beide wissen, vieles ist möglich, das wir logisch betrachtet für nicht möglich halten.
42:56Und das ist wieder mal der Beweis.
43:01Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll.
43:04Freuen Sie sich.
43:07Sprechen Sie mit Ihrem Mann.
43:09Versuchen Sie, das Wunder anzunehmen.
43:12Und entscheiden Sie, wie Sie damit umgehen wollen.
43:15Und dann sehen wir uns wieder.
43:33Entschuldigung.
43:35Entschuldigung.
43:36Ich glaube, das haben Sie vergessen.
43:38Ach, danke.
43:45Ach, Jonas, wirklich.
43:48Warst du jetzt endlich mal bei einem Anwalt?
43:52Nein, natürlich nicht.
43:55Du kannst doch nicht alles Marie und ihren Launen überlassen.
43:58Du musst was tun.
44:01Christoph, sag du doch auch mal was.
44:04Hallo.
44:05Ah, da bist du ja endlich.
44:09Es tut mir leid, es hat alles etwas länger gedauert als gedacht.
44:12Ich mach dir die Nudeln warm, ja?
44:14Charlotte, das Pesto ist mal wieder ganz köstlich.
44:16Ah, jetzt schleim dich nicht bei mir ein.
44:20Ist okay?
44:22Du siehst ein bisschen blass aus.
44:27Es war ein langer Tag.
44:30Wie geht's dem Polarfuchs?
44:32Ach, er hat die Operation gut überstanden.
44:35Jetzt muss er erstmal durch die Nacht kommen.
44:37Das schafft er.
44:38Und was macht die dann mit ihm?
44:40Sperrt ihr ihn in den Zoo?
44:41Ach, Luisa, bitte nicht.
44:43Nicht heute.
44:45Jonas fährt ein wildes Tier an und ihr sperrt's ein.
44:47Ist eine großartige Möglichkeit, den Bestand aufzufrischen.
44:50Das könnt ihr die auch mit anderen Tieren machen.
44:52Rehe, Wölfe, Wildschweine, alle ab ins Gefängnis.
44:55Luisa, es reicht.
44:56Deine ewigen Provokationen.
44:59Kannst du dich nicht mal einen Abend zurückhalten?
45:02Ich werd doch wohl noch meine Meinung sagen dürfen.
45:04Oder ist das jetzt auch verboten?
45:05So, jetzt wird erstmal gegessen.
45:09Nein, danke.
45:10Ich hab keinen Hunger mehr.
45:17Das ist ja auch gerade alles ein bisschen viel.
45:20Ja, Jonas verliert gerade seine Kinder, auch wenn er das noch nicht begriffen hat.
45:24Wir unsere Enkelkinder.
45:26Luisa findet ständig neue Gründe gegen mich zu rebellieren.
45:29Sie ist 17.
45:31Hört in dieser Pubertät nie auf.
45:33Na klar.
45:34Eines Tages lachen wir alle drüber.
45:36Und Luisa wahrscheinlich...
45:37Dann bin ich auch noch schwanger.
45:41Wie bitte?
45:42Was hast du gerade gesagt?
45:45Ich bin schwanger, Christoph.
45:48In der zehnten Woche.
45:51Aber das ist doch...
45:54Unmöglich.
45:55Ich weiß, es ist...
45:56Hab ich auch gedacht.
45:59Aber das ist doch wunderbar.
46:02Wie ist es das?
46:04Ich weiß es nicht.
46:05Ich fühle im Moment gar nichts.
46:10Es ist schön, aber es ist doch...
46:15Gerade dachte ich noch, ich komme in die Menopause und jetzt bin ich schwanger.
46:21Was machen wir denn jetzt?
46:23Nichts.
46:25Wir machen gar nichts.
46:29Wir freuen uns einfach nur über das Wunder.
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