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  • vor 21 Stunden

Kategorie

🎈
Spaß
Transkript
00:00Musik
00:43Zumindest sind Sie jetzt stabil.
00:45Ja.
00:48Danke, dass du so schnell gekommen bist.
00:49Das ist doch selbstverständlich.
00:51Aber wir wissen nicht wirklich, was Sie haben.
00:54Die Entzündungsparameter sind nicht sehr hoch.
00:56Also warten wir es ab.
00:57Die beiden sind bei meinen Kollegen in guten Händen.
01:01Ich muss jetzt in die Praxis.
01:04Ja, natürlich.
01:07Danke nochmal.
01:09Ja.
01:10Ja.
01:48Also schlaflos in Leipzig.
01:52In der letzten Nacht hat sich kein einziger der Elefanten auch nur eine Minute zum Schlafen hingelegt.
01:57Ich habe mir die Videobände angeschaut.
01:59Dann war ich also nicht die Einzige.
02:01Sie sehen müde aus.
02:02Ja, ich habe nicht sehr viel geschlafen.
02:05Ist Ihnen irgendwas Besonderes an den Elefanten aufgefallen?
02:08Ja, sie bewegen sich wie immer und beschäftigen sich normal.
02:12In der freien Wildbahn schlafen Elefanten ja auch nicht so viel und sind Tag und Nacht unterwegs auf der Suche
02:16nach Futter.
02:18Vielleicht hat der Kater seinen Job nicht richtig gemacht.
02:21Na, der Kater, der für die Ratten und Mäuse im Gehege zuständig ist.
02:25Ja, Ratten können Elefanten tatsächlich ziemlich beunruhigen und wachhalten.
02:30Dann hätten sie zumindest trompetet.
02:32Ich habe nichts auf den Videobändern gesehen.
02:33Aber was haben sie dann?
02:36Moment.
02:38Da fehlt doch eine.
02:42Wo ist denn Rani?
02:53Was ist denn mit dir?
02:56Rani ist die Älteste von der Herde.
02:58Die Queen Mom sozusagen.
03:00Na, reagiert sie auf Ansprache?
03:03Nein.
03:04Können wir trotzdem versuchen, dass sie sich ablegt?
03:06Ja.
03:08Rani, leg dich mal hin.
03:10Rani.
03:12Na komm, Rani, sei nicht so stur.
03:14Ich vermute, dass sie Schmerzen hat.
03:20Vermessen Sie mal bitte die Temperatur?
03:22Ähm, wie komme ich denn da ran?
03:25Am besten von außen.
03:29Ihre Schmerzen könnten die Erklärung dafür sein, warum der Rest der Herde letzte Nacht nicht schlafen wollte.
03:34Weil Rani nicht schlafen konnte.
03:36So was hatten wir schon mal.
03:38Da hat die Herde eine ganze Woche lang nicht geschlafen.
03:40Aus Solidarität.
03:41Wahnsinn.
03:42Wir können so viel lernen von der Tierwelt.
03:44Manchmal sind die Tiere die besseren Menschen.
03:50Ich kann äußerlich gar nichts erkennen.
03:51Wie sieht es denn mit der Temperatur aus?
03:54Die Körpertemperatur beträgt 39 Grad.
03:56Das ist leichtes Fieber.
03:59Wir werden ihr ein bisschen Kühlung verschaffen.
04:02Würden Sie sie bitte einmal abduschen?
04:04Ja.
04:05Na, komm her.
04:06Das kriegen wir schon hin.
04:07Wo kommt denn das Fieber her?
04:09Das werden wir rausfinden.
04:12Ja, Rani.
04:14Ich brauche jetzt einen Traubensaft.
04:15Traubensaft?
04:16Am besten zehn Liter.
04:25Die Presse wird vollzählig versammelt sein.
04:28Sehr gut.
04:29Der erste Spatenstich für die Südamerikanlage
04:32und damit ein endgültiger Triumph über den Oberbürgermeister.
04:35Chapeau.
04:36Entscheidend ist, dass es endlich losgeht.
04:39Und wenn die Südamerikanlage endlich steht
04:41und du dein Studium beendet hast,
04:43kommt the next big thing.
04:45San Francisco's Animal Park.
04:46Danke.
04:47Du und ich.
04:57So, Rani.
04:58Bittere Pille.
05:00In süßer Verpackung.
05:05Sehr gut.
05:06Schmeckt dir das?
05:07Super Idee mit dem Traubensaft.
05:10Ja.
05:11Sonst würde sie das Schmerzmittel nicht nehmen.
05:13Was ist mit der Diagnose?
05:15Also, ich meine, das Schmerzmittel könnte doch wichtige Symptome verdecken.
05:19Ja, ich muss zuerst die Schmerzen ausschalten,
05:21bevor ich sie untersuchen kann.
05:24Sagen Sie mal, Caroline, fällt Ihnen an Ihrer Haltung irgendetwas auf?
05:27Sie steht irgendwie schief.
05:29Die linke Körperseite.
05:32Es scheint, als würde sie versuchen,
05:34die schmerzende Stelle zu entlasten.
05:36Also eine Arthrose?
05:37Ja, Rani ist nicht mehr die Jüngste.
05:40Eine Arthrose wäre möglich,
05:41aber im schlimmsten Fall hat sie einen Tumor.
05:44Ja.
05:45Wenn wir sie nicht sedieren oder narkotisieren,
05:47wie bekommen wir dann raus, was sie genau hat?
05:50Na, wir könnten es mit einer Infrarot-Thermographie versuchen.
05:54Ach, ich wusste gar nicht, dass wir sowas haben.
05:56Haben wir auch nicht.
05:58Aber kriegen wir.
05:59Wenn ich sofort anrufe,
06:00könnte das Gerät heute Nachmittag da sein.
06:11Wie geht es den Schlafwandlern?
06:14Ja, das älteste Tier kann nicht schlafen,
06:15weil es Schmerzen hat.
06:16Und die anderen halten Wache für sie.
06:18Ist beeindruckend, oder?
06:20Was sollte das bringen bei nicht an der Betrachtung?
06:22Ja, es gibt so viele Beispiele
06:24für Mitgefühl und Fürsorge in der Tierwelt.
06:26Ich finde die Elefanten da einfach besonders.
06:28Sie trauern sogar um ihre Toten.
06:30Sie können auch dicke Tränen vergießen.
06:33Herz erwärmt.
06:34Ja, schon.
06:35Ich finde es falsch,
06:36menschliche Emotionen auf Tiere zu übertragen.
06:39Ich bin für alle Erklärungsmodelle offen.
06:42Die Wiener werden Sie dafür lieben.
06:44Apropos gut, dass Sie das ansprechen.
06:46Wollen wir das in meinem Büro klären?
06:48Nein.
06:49Nein, nein, das ist nicht notwendig.
06:50Ich habe mich entschieden.
06:51Ich werde in Leipzig bleiben.
06:58Entschuldigung, ist mit mir durchgegangen.
07:02Gehen wir ein paar Schritte?
07:06Gott sei Dank.
07:07Ich wusste es.
07:09Wir werden es wohl noch eine Weile miteinander aushalten müssen.
07:12Sie werden mich einfach nicht los.
07:14Vielleicht finde ich das gar nicht so schlimm, wie Sie glauben.
07:17Nein?
07:19Vergessen Sie nicht,
07:20dass ich gegen das Wiener Angebot gewonnen habe.
07:24Kompliment.
07:24Sie wissen, wie man einen Sieg verbucht.
07:27Ich freue mich jedenfalls
07:29auf das nächste Treffen mit Professor Oberstaller.
07:33Sie sind schon faszinierend.
07:35Landen Sie immer so sicher?
07:36Ich falle erst gar nicht.
07:40Aber wenn Sie bleiben,
07:42erwarte ich mehr Kooperationen von Ihnen.
07:45Wie wäre es,
07:46wenn wir das bei einem Abendessen gemeinsam besprechen?
07:51Diesmal zahle ich.
07:53Ich müsste nur jetzt los.
07:54Ich habe noch einen Außentermin.
07:55Bitte nicht schon wieder.
07:57Nein, es ist kein Wolf.
07:58Keine Sorge.
08:00Welches Tier dann?
08:02Ein weiches.
08:13Wie geht's mit unserer treuesten Besucherin?
08:16Ach, Conny.
08:17Mir geht's gut, wie immer.
08:19Begrüßen Sie auch unseren anderen Besucher?
08:28Der Vogel der Weisheit.
08:30Ein Uhu.
08:31Wo kommt der denn her?
08:32Ich beobachte die Eule seit drei Tagen.
08:35Sie ist immer hier.
08:36Am selben Ort.
08:38Ist das nicht seltsam?
08:41Allerdings.
08:47Charlotte, du machst mich wahnsinnig.
08:49Du trainierst seit Wochen wie eine Irre.
08:51Du hast die komplette Hüttenkäseproduktion der Schweiz gegessen.
08:55Du trinkst nicht mal mehr abends mit mir ein Glas Wein.
08:58Allein vom Zugum würde ich mir ja selbst schon wie Ju sein, Bolt.
09:02Was also bitteschön soll schiefgehen mit deinem Sportabzeichen?
09:05Ja, was ist denn, wenn ich stolpere kurz vor dem Ziel?
09:08Dann bin ich doch die Lachnummer der ganzen Truppe.
09:10Wie oft bist du gestolpert?
09:11Noch nie.
09:15Und ich mache mir solche Sorgen um unsere Urenkel.
09:18Ich fahre ins Krankenhaus und rufe dich sofort an, wenn sich da was tut.
09:22Das habe ich dir schon dreimal gesagt.
09:24Und du lenkst dich bitte ab und machst dein Sportabzeichen.
09:36Na, das sieht alles wieder gut aus.
09:40Sehr gut.
09:42Hallo.
09:43Robert, was machst du denn hier?
09:45Na ja, ich dachte, also, bitte.
09:50Für dich.
09:52Für Josefine.
09:54Ja, damit du weißt, dass es von mir ist.
09:56Habe ich Geburtstag?
09:58Weil du mich nicht verraten hast.
10:01Na dann halt mal.
10:03Okay.
10:05Hast du ihn?
10:06Ja.
10:14Echt jetzt?
10:16Die gleichen habe ich meiner Oma geschenkt.
10:19Na ja, ich wusste nicht, was ich dir sonst kaufen sollte.
10:21Ich meine, wir kennen uns kaum.
10:25Danke.
10:27Carolina!
10:29Kannst du mal kommen?
10:30Ja, ich komme.
10:31Bringst du ihn bitte zurück in sein Käfig?
10:33Ja.
10:34Mhm.
10:44Frau Deder sagt, der U wogt sich schon seit drei Tagen.
10:47Immer an derselben Stelle.
10:49Vielleicht kann er nicht mehr fliegen.
10:51Jedenfalls müssen wir ihn da runterholen.
10:53Wenn er drei Tage nichts gefressen hat, dürfte das ja nicht so schwer sein.
10:58Na komm.
11:01Alles gut.
11:13Und wie geht's Ihnen?
11:14Es gibt noch nichts Neues, Mama.
11:16Es macht mich wahnsinnig.
11:18Ich kann überhaupt nichts tun.
11:19Es wird alles gut, Schatz.
11:20Du bist da, bist bei den Kindern, kümmerst dich um Marie.
11:23Und heute Abend komme ich wieder vorbei.
11:25Ja, okay?
11:25Ja, vielleicht geht's Ihnen dann ja schon besser.
11:27Ganz bestimmt.
11:28Bis später, ja?
11:29Ja.
11:32Frau Dr. Mertens, schön, dass Sie da sind.
11:35Ich bin Frank Hoffmann.
11:36Freut mich.
11:37Vielen Dank, dass Sie es einrichten konnten.
11:39Ach bitte, das ist doch selbstverständlich, wenn ein Kollege krank ist.
11:44Möchten Sie einen Tee?
11:46Am Offen gestanden, ich würde gerne die Impfungen geben und dann so bald wie möglich wieder.
11:52Im Stress.
11:54Merkt man das?
11:55Durchaus.
11:56Kommen Sie.
11:58Ah, danke.
12:18Gut, dass Sie mich angerufen haben.
12:20Na ja, so eine Schutzimpfung muss ja nun mal sein.
12:23Spätestens zwei Wochen vor dem Geburtstermin der Fohlen sollte die ganze Herde geimpft sein.
12:29Das Mädchen da drüben wirkt genauso entspannt wie Sie, Herr Hoffmann.
12:33Ist das Ihre Tochter?
12:35Nein.
12:35Nein, das ist nicht meine Tochter.
12:37Das Mädchen ist aus therapeutischen Gründen hier.
12:39Wir haben öfter solche Patienten hier.
12:42Lamas sind perfekt für die Arbeit mit Menschen, die an Depressionen leiden.
12:45Oder an Stress.
12:47Sie müssen wissen, Lamas und Alpakas sind Geheimnisträger.
12:52Mhm.
12:53Wenn man ihnen richtig zuhört, kann man den großen Geist spüren.
12:58Aha.
12:59Also, ich meine damit das, was die Natur, die Tiere und uns Menschen miteinander verbindet.
13:04Und wie macht man das?
13:06Wie hört man einem Lama richtig zu?
13:09Die Sprache des Lebens braucht keine Worte.
13:12Ach.
13:15Das ist Pedro.
13:17Ah, hallo Pedro.
13:18Na.
13:19Komm mal her zu mir.
13:22Was ist denn los? Tut dir was weh?
13:26Äh.
13:27Hat er Probleme mit dem linken Vorderbein?
13:30Was meinen Sie? Stimmt das nicht?
13:31Ja.
13:34Ich habe die Vermutung, das Gelenk ist entzündet.
13:37Also, wenn Sie wollen, können Sie ihn gerne morgen zu mir in die Praxis bringen.
13:41Dann sehe ich ihn mir genauer an.
13:42Sicher.
13:43Pedro ist ein ganz besonderes Exemplar.
13:46Ja.
13:47Sie meinen von wegen großer Geist.
13:50Ja.
13:51Genau das meine ich.
13:55Freut mich, dich kennenzulernen, großer Geist.
14:05Frau Doktor.
14:06Gibt's Neuigkeiten?
14:07Das Infrarotgerät ist da.
14:09Ah, das ist super.
14:17Das ist aber kein Tumor.
14:20Gott sei Dank nicht.
14:22Aber eine massive Entzündung im linken Vorderbein.
14:25Und die Ursache für die Fehlhaltung.
14:27Ich fürchte, unsere alte Dame hat Rheuma.
14:30Um Rheumafaktoren nachzuweisen, müssten wir punktieren, oder?
14:33Diese schmerzhafte Prozedur würde ich hier lieber ersparen.
14:36Also schmerzstillende und entzündungshemmende Medikamente.
14:40Ja.
14:41Intramuskulär als Injektion.
14:44Es wäre effektiver, oral ein Antibiotikum zu geben.
14:47Ja, aber wie kriegen wir sie dazu, diese zu schlucken?
14:49Komm her.
14:50Noch mehr Traubensaft?
14:53Nein, dieser Trick würde nicht funktionieren.
14:55Wir müssten ihr die Antibiotika über mehrere Tage geben.
14:58Und irgendwann würde es ihr schmecken.
14:59Schade.
15:02Wir müssen die Schulter mit Percutinsalbe einreiben.
15:05Das übernehme ich gern.
15:08Ist ja gut.
15:09Aber die Therapie wird nicht so schnell anschlagen.
15:11Also ich würde sagen, für den Elefanten steht eine weitere schlaflose Nacht bevor.
15:16Ja gut, du bist ja unersättlich, sag mal.
15:18Wo habe ich denn noch was für dich hier?
15:20So.
15:22Komm.
15:23Ja, ist gut.
15:24Kriegst schon noch was.
15:26Was, du brav.
15:28Sie werden ihre Kraft brauchen.
15:30Ich sage Conny, dass er noch mehr Bananen und Äpfel füttern soll.
15:33Sehr gut.
15:35Und wenn die Schmerzmittel nicht anschlagen?
15:38Dann müssten wir Rani einschläfern.
15:41Na, das wollen wir mal nicht hoffen.
15:45Ach, da war noch was.
15:46Wir haben noch eine kranke Eule in der Praxis.
15:55Kein Wunder, dass er kaum noch fliegen kann.
15:58Der linke Flügel ist angebrochen.
16:00Keine Angst, das kriegen wir wieder hin.
16:02Symbol der Weisheit.
16:04Na ja, aber selbst behandeln kann er sich noch nicht.
16:07War das jetzt ein Ja oder ein Nein?
16:09Darf ich mal zu dir?
16:10Hey.
16:12Das wird deine Schmerzen lindern, hörst du?
16:14So, alles gut.
16:17Sehr schön.
16:19Das wird deine Situation entspannen.
16:25Und jetzt müssen wir deinen Flügel stabilisieren.
16:27Darf ich mir den nochmal ansehen?
16:29Wie mache ich den Verband, damit das Blut zirkulieren kann?
16:33Den gepolsterten Klebeverband.
16:35Mehrere Lagen, ich denke so.
16:37Drei bis vier vielleicht.
16:39Conny, wir brauchen einen Käfig.
16:42Ich kümmere mich drum.
16:43Du hast es überstanden.
16:44Wir bekommen dich schon wieder zum Fliegen.
16:48Charlotte?
16:50Charlotte?
17:00Hätte ich statt das Sekt doch den Champagner nehmen sollen.
17:05Glückwunsch, mein Schätzchen.
17:35Die sehen aber lecker aus.
17:37Stopp!
17:40Sorry.
17:41Die Füllung wäre nichts für Sie.
17:43Alkohol?
17:45Antibiotikum.
17:47Für Rani?
17:49Also können wir Sie doch überlisten.
17:50Wer nascht nicht gern mal?
17:52Und mit dem Antibiotikum wird sie doch sicher bessere Chancen haben, oder?
17:55Viel bessere.
17:57Super Idee, Caroline.
17:58Das probieren wir morgen gleich mal aus.
18:00Oder heute Nacht?
18:04Kann das sein, dass ich da ein besonders abenteuerlustiges Glitzeln in den Augen sehe?
18:09Ich würde mir das nächtliche Schauspiel gern anschauen, wenn ich darf.
18:13Ja, klar.
18:14Es kann ja nicht schaden, wenn mit der Elefantenfamilie auch eine Tierarztin wach bleibt.
18:19Danke.
18:21Noch irgendwas?
18:25Ich wollte Ihnen noch mal sagen, wie froh ich bin, dass Sie bei uns bleiben.
18:31Kommen Sie mal hin.
18:33Ich bin auch froh.
18:35Danke.
18:37Danke.
18:39Entschuldigung.
18:41Meine Mutter.
18:42Ja?
18:43Mama?
18:45Na, wie ist es gelaufen?
18:47Ich habe das Sportabzeichen in Gold.
18:49In Gold?
18:50Ja, deine Mutter hat es noch mal allen gezeigt.
18:54Na, herzliche Gratulation.
18:56Und was kommt jetzt als nächstes?
18:58Ich dachte an ein Hundeschlittenrennen in Finnland.
19:02Wow.
19:03Zusammen mit deinem Vater.
19:05Der einzige Hund, der für mich in Frage kommt, ist ein Wackeldackel.
19:10Ah, ich habe gerade eine Nachricht gekriegt.
19:16Mama, ich glaube, dem Babys geht es schlecht.
19:18Ich fahre sofort ins Krankenhaus.
19:19Ruf bitte sofort an, wenn du was Neues weißt, ja?
19:22Ja, das mache ich.
19:23Tschüss.
19:24Tschüss.
19:33Hallo, Mama.
19:34Was ist mit den Kleidern?
19:36Die Ärzte haben gesagt, dass der Kreislauf zusammengebrochen ist.
19:38Auf einmal.
19:39Keiner weiß warum.
19:42Ihr geht jetzt nach Hause und droht euch aus.
19:44Ich bleib hier.
19:45Jonas, Marie klappt fast zusammen.
19:49Aber?
19:50Ihr kommt morgen früh wieder und ich bleibe hier.
19:52Und wenn was passiert?
19:53Dann rufe ich euch sofort an.
19:54Christoph spricht gerade mit dem behandelnden Arzt.
19:57Christoph ist hier.
19:58Das ist gut.
20:00Ach so.
20:01Geht schon.
20:04Komm.
20:05Danke.
20:10Stefan, du liegst falsch.
20:12Das glaube ich nicht, Christoph.
20:13Für mich sieht das ganz klar nach einem Virusinfektor aus.
20:15Es ist eine Sepsisier.
20:16Ihr müsst Antibiotika geben.
20:20Schwester, Volumentherapie.
20:23Wir müssen das Nervenwasser der beiden untersuchen.
20:25Ich würde die Kleinen selbst punktieren.
20:27Du meinst, sie könnten eine Hirnhautentzündung haben?
20:29Ich weiß es nicht.
20:30Das wäre ja furchtbar.
20:31Das würde nicht ohne Folgeschäden bleiben.
20:33Lass uns die Ergebnisse abwarten, ja?
20:56Lass uns die Ergebnisse abwarten, ja?
21:04Okay.
21:12Auf ein neues.
21:14Ja, super schlau.
21:23Danke, Christoph, dass du geblieben bist.
21:27Wir waren so lange in der Familie.
21:30Es verschwindet ja nicht einfach so.
21:37Vielleicht können wir ja wieder Freunde werden.
21:40Dann, wenn du nach Wien gehst.
21:41Da haben wir aber schlechte Karten.
21:44Wieso?
21:47Ich bleibe hier.
21:51Aber du hast dir doch so viel von Wien erhofft.
21:55Ich glaube, ich habe mich nur nach der Zeit in Wien zurückgesehnt.
22:00Dieses Gefühl der Freiheit.
22:02Aber damals lag das gesamte Leben noch vor mir.
22:05Diese Zeit kann man ja nicht zurückholen.
22:07Susanne, du bist noch keine 50.
22:11Ja, du hast den Neuanfang geschafft.
22:16Mit der eigenen Praxis.
22:18Das war unglaublich mutig.
22:21Vor allem überfällig.
22:23Es gibt nicht so viele Leute, die den Mut haben, ihr Leben dermaßen zu verändern.
22:28Ich finde das bewundernswert.
22:30Du bist sozusagen deinem Herzen gefolgt.
22:34Ja.
22:35Du kannst es auch.
22:37Tja, das ist leicht gesagt.
22:39Tja, das ist leicht gesagt.
23:19Tja, das ist leicht gesagt.
23:20Guten Morgen.
23:21Ist irgendwas passiert?
23:22Wo sind Mia und Jakob?
23:24Wir haben sie auf die Station verlegt.
23:28Also, ist alles in Ordnung?
23:30Alles gut.
23:31Keine Hörner hat ins Rau.
23:33Keine Hörner.
23:42Es geht Ihnen besser?
23:44Viel besser.
23:45Gott sei Dank.
23:46Ich denke, in ein paar Tagen können Sie mich nach Hause nehmen.
23:49Aber jetzt brauchen die erstmal absolute Ruhe.
23:51Dann hole ich jetzt Marie.
23:53Die war total kaputt.
23:54Ich habe sie erstmal schlafen lassen.
23:56Das hast du gut gemacht.
23:58Dann bleibe ich so lange hier.
24:01Danke nochmal.
24:03Das war bestimmt eine harte Nacht für euch.
24:21Das war schon irgendwie magisch.
24:23Die Tiere haben sich immer gegenseitig mit dem Rüssel berührt.
24:25So, als ob sie sich streicheln würden.
24:27Wie eine Familie, die sich kümmert.
24:29Da bleibt niemand allein zurück.
24:31Naja, das brauchen wir wohl alle.
24:33Eine Familie, die sich kümmert.
24:35Und einen möglichst starken Kaffee.
24:39Entschuldigung.
24:40Da bin ich dabei.
24:42Ja, guten Morgen.
24:44Hat das mit dem Klebeverband nicht geklappt?
24:47Er hat ihn gestern Nacht durchgebissen und ist aus dem Käfig abgehauen.
24:51Und Sie haben ihn wieder eingefangen?
24:53Selbst ist die Frau.
24:56Konni soll etwas Stabileres bauen.
25:00Ah, Herr Hoffmann.
25:02Hallo.
25:02Guten Morgen.
25:03Darf ich Ihnen meine Assistenzärztin vorstellen, Caroline Schneider?
25:06Das freut mich.
25:07Das ist Frank Hoffmann.
25:09Er kommt mit einem ganz besonderen Patienten.
25:12Ja.
25:19Lassen Sie mich raten.
25:20Das ist also Ihr weicher Außentermin.
25:24Darf ich vorstellen?
25:25Das ist Pedro.
25:40Besser ist der Wolf, oder?
25:44Wir sehen uns beim Spatenstich.
25:48Ja.
25:52Meine Mom war wie versprochen die ganze Nacht bei Ihnen.
25:55Keine zehn Elefanten hätten Sie von Ihren kranken Enkeln weggekriegt.
25:59Hast du was besorgt?
26:01Was, kleines Dankeschön oder so?
26:03Was denn?
26:04Keine Ahnung, sei halt mal kreativ.
26:07Sag mal, bist du sauer wegen irgendwas?
26:08Nee.
26:11Weißt du, ich verstehe halt einfach nicht, warum du mich nicht geweckt hast heute Morgen.
26:14Und warum jetzt Luisa am Bett von meinen Kindern sitzt und nicht du?
26:17Was soll das denn jetzt?
26:19Ich habe dich schlafen lassen, weil du einfach krass durch den Wind warst.
26:22Aber wir haben doch ausgemacht, dass du mir Bescheid sagst, wenn irgendwas ist.
26:24Ja, aber es war doch nichts.
26:26Ich war einfach nur früher wach und Luisa auch.
26:28Ach, sehr gut jetzt.
26:30Nein, ist das nicht gut.
26:32Willst du mir jetzt unterstellen, dass ich keine Verantwortung übernehme oder was?
26:35Nein.
26:37Ich weiß auch nicht, tut mir leid.
26:41Ich habe einfach das Gefühl, ich muss alleine die Kontrolle halten.
26:45Weil was mache ich denn jetzt, wenn du auf einmal einen Job als Gebirgsjäger oder Astronaut oder sonst was bekommst?
26:53Am besten, ich ziehe einfach wieder zu meinen Eltern.
26:57Das kommt nicht in Frage.
26:59Das wirst du nicht überleben und deine Eltern auch nicht.
27:02Ich fände das echt nicht gut für die Kinder.
27:06Ich bin doch da.
27:07Ob wir jetzt ein Paar sind oder nicht, das haben wir doch alles besprochen.
27:11Ja, aber wir wissen auch beide, dass die Babys jetzt vor allem viel ihre Mutter brauchen.
27:17Sie brauchen uns.
27:19Ich nehme mir eine Bude ganz in der Nähe von euch.
27:22Dann ziehen wir das zusammen durch, okay?
27:26Vertrau mir, Mari.
27:28Komm mal her.
27:43Ich frage mich gerade, wer hier wen beruhigt.
27:48Was ist das denn?
27:52Alles in Ordnung?
27:56Ich glaube, es summt.
27:57Ja, manchmal tun sie das.
27:58Das ist die Melodie der Harmonie.
28:01Wenn wir mit uns im Einflang sind,
28:04dann ist auch das Lama zufrieden und entspannt.
28:08So wie eine zufriedene Katze schnurrt.
28:10Genau so.
28:11Offensichtlich sind sie mit sich im Reinen, Frau Schneider.
28:13Bei mir hat es leider nicht gesungen.
28:15Weiß nicht, wie es das kann noch werden, Frau Dr. Mertens.
28:18Sie meinen, es besteht noch Hoffnung.
28:21Oh, ja.
28:22Caroline, ich brauche eine Lokalanästhesie.
28:24Wegen der Gelenkpunktion.
28:28Na?
28:29Ja, sehr gut, das kriegen wir schon hin.
28:32Ja?
28:32Das Röntgenbild ist eindeutig.
28:35Das Gelenk ist entzündet.
28:36Und den Erreger haben wir im Blut nachgewiesen.
28:39Chlamydien.
28:40Dann hatten wir so recht.
28:42So leid es mir tut, ja.
28:46Aber so schlimm ist es auch wieder nicht.
28:49Wir bringen ihn gleich in den Stall.
29:03Oh, sorry.
29:05Nichts passiert.
29:06Die Direktion ist am Eingang.
29:08Ja, und?
29:08Na, der Korb ist doch bestimmt für unsere Direktorin.
29:11Wir starten heute unsere Südamerika-Anlage.
29:13Große Sache.
29:14Nee, ich wollte eigentlich zu meiner Mutter.
29:16Äh.
29:17Ich bin Jonas Mertens.
29:19Ach so.
29:19Oh, sorry.
29:21Caroline Schneider.
29:25Hey.
29:27Deine Mutter ist gerade bei einem Patienten.
29:29Du bist aber ein aufmerksamer Sohn.
29:32Das war eigentlich Marys Idee.
29:33Als kleines Dankeschön.
29:34Meine Mutter war die ganze Nacht im Krankenhaus.
29:38Meine Kinder waren ziemlich krank.
29:41Das tut mir leid.
29:42Ist alles wieder gut?
29:44Ja.
29:47Wir sind über den Berg.
29:50Und das war echt heftig.
29:56Sorry.
30:01Danke.
30:06Besser?
30:08Besser.
30:09War halt die ganze Packung.
30:10Für alle Fälle.
30:11Und wie geht's jetzt weiter?
30:14Die Probe der Gelenkflüssigkeit kommt jetzt ins Labor und die erstellen dann ein Antibiogramm.
30:19Um das richtige Antibiotikum zu finden.
30:21Ja, genau.
30:21Und das geben sie ihm dann in den nächsten sechs Wochen.
30:24Das krieg ich hin.
30:26Und morgen Nachmittag ist der große Geist an Reise fertig.
30:29Wir können sie wieder gemeinsam summen.
30:30Sie halten mich für einen Spinner.
30:33Ach.
30:35Ich verrate Ihnen ein Geheimnis.
30:38In einem anderen Leben war ich Börsenmakler.
30:42Mit Maßanzügen, Sportautos, Luxusappartement, Champagnerfrühstück und das Ganze neun, zehn Jahre lang.
30:49Und dann ist ein Kollege von mir gestorben.
30:51Ganz plötzlich an einem Herzinfarkt.
30:54Der war gerade mal 30.
30:56Ich hab von einem Tag auf den anderen alles aufgegeben.
30:59Und ich hab mich gefragt,
31:02wer bist du eigentlich?
31:05Ist eine seltsame Frage für jemanden, der 45 ist und das eigentlich wissen müsste.
31:10Dann bin ich nach Südamerika gereist und dort drei Monate durch die Anden gewandert.
31:17Und?
31:19Wussten Sie dann, wer Sie sind?
31:21Dann bin ich zurückgekommen,
31:23hab die Lama Ranch gegründet
31:24und seitdem
31:27bin ich mit mir im Reinen.
31:30Frau Dr. Mertens?
31:33Wir wollten noch mal gemeinsam nach Rani sehen.
31:37Entschuldigung.
31:38Ich muss mal sehen, ob eine Schokoladenkur gewirkt hat.
31:41Tschüss.
31:42Tschüss.
31:49Rani hinlegen.
31:51Rani, leg dich mal hin.
31:52Rani, leg dich hin.
31:54Rani, hinlegen.
31:55Wir haben es jetzt schon so oft versucht.
31:57Das Antibiotikum hätte doch schon längst anschlagen müssen.
32:00Rani, leg dich mal hin.
32:01Nein, Rani, leg dich mal hin.
32:03Und wenn es nicht wirkt, dann gibt es für Sie keine Hoffnung mehr, oder?
32:06In Ihrem Alter?
32:07Mit diesen Schmerzen kann sie jedenfalls nicht weiterleben.
32:10Das wäre zu grausam.
32:12Danke.
32:14Ihr Sohn war übrigens vorhin da.
32:16Ist was passiert?
32:18Nee, nee.
32:18Er hat für Sie einen riesigen Picknickkorb vorbeigebracht.
32:20Ach, wirklich?
32:21Ja.
32:21Na, schau an.
32:22Ist er noch da?
32:23Nee, er wollte schnell zurück ins Krankenhaus.
32:34Sie haben Ihr Ziel erreicht?
32:36Glückwunsch, Frau Dr. Bickele.
32:39Danke.
32:40Ich freue mich, dass ich meinen Beitrag für Ihre Stadt leisten darf, Herr Oberbürgermeister.
32:45Genauso wie unser gemeinsamer, großzügiger Freund, Mr. Fu.
32:52Mr. Fu, sind Sie bereit?
32:54Ich meine so.
32:58Konfuzius sagt, um an die Quelle zu kommen, muss man gegen den Strom schwimmen.
33:03Mr. Fu wünscht dem Projekt gutes Gelingen.
33:05Vielen Dank.
33:06Wollen wir?
33:09Sehr geehrte Damen und Herren von der Presse, das erste Fotomotiv steht jetzt bereit.
33:13Wenn ich Sie an die Bühne bitten dürfte.
33:29Sag mal, wo ist denn eigentlich Susanne?
33:32Gute Frage.
33:34Frau Schneider?
33:37Können Sie mir sagen, wo meine Tochter ist?
33:39Frau Dr. Mertens wollte noch mal nach dem Lama sehen.
33:41Trüb im Quarantänestall.
33:43Danke.
33:44Danke.
33:46Danke.
34:15Untertitelung des ZDF, 2020
34:19Das ist Balsam für die Seele
34:25Tut es denn da weh?
34:29Ein bisschen
34:31Und was ist Ihre Diagnose von Dr. Mertens?
34:36Herzschmerzen
34:37Akutes Stadium
34:40Wegen Christoph
34:42Es ist...
34:44Kompliziert
34:44Ja
34:48Aber mir ist hier und jetzt gerade etwas klar geworden
34:51Ich brauche eine Pause, Papa
34:54Ich nehme an, du meinst kein Wellnesswochenende mit deiner Mutter
34:58Nein, eine richtige Auszeit
35:00Und zwar von allem
35:03Weißt du denn, wohin du willst?
35:06Ja
35:07Jetzt weiß ich es ganz genau
35:11Ich habe immer an dieses Projekt geglaubt
35:15Und an unsere fantastische Zoodirektorin, Frau Dr. Amal Bekele
35:26Ich möchte Ihnen ausdrücklich für Ihr Engagement danken
35:29Ihre Vision hat mich von Anfang an überzeugt
35:34Gemeinsam haben wir dafür gekämpft, dass aus einer Vision Wirklichkeit wird
35:39Und gemeinsam haben wir einen Investor gefunden, der uns dabei finanziell unterstützt
35:44Mr. Fu aus Shanghai
35:51Und gemeinsam möchten wir nun den ersten Spatenstich tun
35:56Für die fantastische neue Südamerika-Anlage unseres Zoos in unserer Stadt
36:26Du warst einfach umwerfend souverän da draußen
36:29Danke
36:31Unglaublich, was der Herrenbrückler von sich gibt
36:33Unglaublich, wie der die Wahrheit verdreht
36:35Der Mann ist Politiker, er muss sein Gesicht wahren
36:38Und das spielst du mit?
36:41Natürlich
36:43Herrenbrück könnte in Zukunft ein wertvoller Verbündeter sein
36:46Weil es entwarnen, wenn er gewinnt
36:47Haben wir unseren Mann im Rathaus, bis wir nach San Francisco gehen
36:57Was ist?
36:59Nichts
37:00Du hast auch was auf dem Herzen
37:03Stress im Studium?
37:06Nein, das ist es nicht
37:09Angst vor Prüfungen?
37:12Mir kannst du es doch sagen
37:14Wir machen das zusammen
37:16Welche Prüfungen stehen an?
37:19Ich muss dir was beichten
37:24Ich habe das Studium abgebrochen
37:28Schon vor Wochen
37:32Es tut mir leid, aber ich
37:34Für den Job hier brauche ich doch kein Studium
37:37Es läuft auch gut, läuft auch rund
37:41Etwas musst du lernen, Robert
37:44Die Dinge, die du tust oder eben nicht tust
37:46Haben immer Konsequenzen
38:12Hallo, bekomme ich noch mehr Pralinen?
38:16Ich musste meine Anne Elefantendame verfüttern
38:20Ich wollte mich verabschieden
38:22Das wäre aber ein Frühjahrfeierabend
38:24Amal hat mich entlassen
38:28Ich habe ihr die Wahrheit erzählt
38:31Wegen dem Studium
38:32Was, deshalb schmeißt sie dich raus?
38:34Naja, für Amal ist es ein Vertrauensbruch
38:36Was es auch ist
38:38Ich mache mir Sorgen
38:40Du findest schon was Neues?
38:42Eh, klar
38:45Ich meinte, ich mache mir Sorgen immer mal
38:48Sie hat ja nur mich
38:57Vielleicht
38:58Also, wenn du Lust hast, dann
39:01Könnten wir uns ja mal sehen
39:04Karolina
39:11Rani hinlegen
39:14Rani hinlegen
39:17Mensch, Rani, mach es uns doch nicht so schwer
39:21Bitte
39:23Versuchen Sie es nochmal, bitte
39:25Rani hinlegen
39:26Wenn Sie sich nicht bewegt, können wir nichts mehr für Sie tun
39:28Das muss uns doch noch was einfallen
39:31Ich will die Hoffnung einfach nicht aufgeben
39:35Na komm
39:36Na komm
39:37Sie bewegt sich
39:40Das gibt es doch nicht
39:41Bravo
39:44Schokolade ist also doch gesund
39:45Hey, das machst du ganz toll
39:48Hey
39:50Hey
39:52Ganz toll, schau, da habe ich noch
39:55Das ist toll
39:57Sehr gut
39:58Ja
40:00Ja
40:01Sehr gut
40:02Ich will es doch wieder schlafen können
40:04Und die anderen auch
40:08Sie können stolz auf sich sein
40:09Das mit den Pralinen war eine super Idee
40:11Danke
40:13Was ist denn?
40:16Frau Dr. Bekela hat Robert gefeuert
40:19Sie feuert ihren einzigen Vertrauten?
40:22Das Vertrauen hat er wohl gebrochen
40:25Trotzdem ganz schön hart, oder?
40:27Frau Bekela ist eine konsequente Frau
40:29Sich selbst und anderen gegenüber
40:34Das Lama wird abgeholt
40:36Ach, schade
40:37Ich hätte so gern nochmal mit ihm gesummt
40:48Pedro hat hier alle Herzen erobert
40:49Wir wollen ihn schon gar nicht mehr hergeben
40:59Einen Moment bitte
41:08Frau Bekela
41:13Alles in Ordnung?
41:15Alles bestens
41:20Wollen Sie vielleicht reden?
41:23Wozu?
41:25Ich mache mir keine Illusionen über mich
41:27Dafür kenne ich mich schon zu lange
41:35Was ist das denn?
41:37Ein Dankeschön von Jonas und Marie
41:39Für deinen Einsatz
41:40Boah, das ist aber süß, danke
41:42Komm mit
41:43Frau Wohin denn?
41:45Lass dich überraschen
41:52Der Aufstieg hat sich doch gelohnt
41:54Das ist doch eine fantastische Aussicht, oder?
41:59Man fühlt sich wie eine Wolke über einem Tal
42:03Für eine Wolke habe ich definitiv zu viel gegessen
42:06Ja, ich auch
42:10Was ist?
42:11Habe ich was am Mund?
42:12Nein
42:13Aber ich weiß jetzt, warum du anders bist als früher
42:18Schwerer, ne?
42:18Nein
42:20Freier
42:21Ja, da hast du recht
42:24Früher hätte ich sofort laut Ja geschrien
42:27Wenn man mir die Klinikleitung angeboten hätte
42:30Vielleicht hast du deswegen auf ihn verzichtet
42:34Wie meinst du das?
42:35Na ja, als Teamchefin
42:36Hättest du doch auch viel mehr Papierkram auf dem Schreibtisch gehabt
42:39Und gar keine Zeit mehr für die Tiere
42:43Ich dachte immer, ich müsste perfekt sein
42:46Als Ärztin
42:48Ehefrau
42:49Mutter, Tochter
42:51Hat nicht geklappt, ne?
42:54Erstaunlicherweise nicht, nein
42:57Und jetzt?
42:59Weiß ich, dass es in Ordnung ist, wenn ich einfach ich selbst bin
43:05Weißt du
43:07Ich will auf den Jakobsweg gehen
43:10Davon hast du vor Monaten schon gesprochen
43:12Ja, aber jetzt habe ich genug geredet
43:13Jetzt mache ich das
43:18Und was glaubst du zu finden, wenn du ankommst?
43:21Ich habe absolut keine Ahnung
43:22Aber das ist ja das Tolle daran
43:26Morgens nicht zu wissen, wo man abends landet
43:28Ist doch ehrlich
43:30Ich lasse mich einfach nur fallen und plane nichts
43:33Frau Dr. Mertens plant nichts?
43:37Was sich wirklich verändert, Susanne?
43:40Irgendjemand hat mal gesagt
43:43Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass irgendetwas gut ausgeht
43:46Sondern
43:47Hoffnung
43:49Ist die Gewissheit, dass es Sinn macht
43:52Egal wie es ausgeht?
43:53Egal wie es ausgeht
43:59Komm mit
44:03Auf den Jakobsweg
44:07Du und ich
44:10Was sagst du dazu?
44:17In den nächsten sechs Wochen wird Herr Dr. Ginsberg
44:19Die Vertretung am Vormittag übernehmen und am Nachmittag
44:22Gehört dazu
44:23Dann ganz allein Ihnen
44:25Sie glauben wirklich, dass ich das schaffe?
44:27Das glaube ich nicht
44:29Das weiß ich nicht
44:30Sie sind soweit
44:32Aber das ist für uns beide neu, oder?
44:35Was?
44:36Sie geben Verantwortung ab und ich übernehme welche
44:41Und?
44:42Fühlt es sich gut an?
44:44Ja, glaub schon
44:47Sie können beruhigt losziehen
44:48Ich werde Sie nicht enttäuschen, Frau Dr. Mertens
44:51Da bin ich ganz sicher
44:54Conny
44:55Haben wir doch noch einen Patienten?
44:57Frau Dr. Mertens
44:57Können Sie sich noch einen Koala anschauen?
45:01Und zwar diesen
45:06Danke, Conny
45:07Ach, ist das süß
45:09Ein Geschenk von den Kollegen
45:10Damit Sie sich so einsam fühlen auf dem Jakobsweg
45:17Wollen wir unseren Gast noch taufen, bevor wir ihn in die Freiheit entlassen?
45:21Und auf welchen Namen?
45:22Für den Vogel der Weisheit kann es nur einen Namen geben
45:26Sokrates
45:26Okay
45:28Dein Name sei Sokrates
45:31Also Sokrates, auf in die Freiheit
45:56Dustmesi
45:56Was?
45:56Was?
45:59Wie ist
46:00das? Ja
46:14Wo bleibst du denn?
46:19Ich hab noch was gesucht.
46:23Und gefunden.
46:29Ich auch.
46:34Ich hab noch was gesucht.
46:44Etwa hat mich hinbekommen...
46:47Ich hab noch nie den Gelenken...
46:47Ich hab noch nicht den Gelenken.
46:48Ich hab noch nie genug gemacht.
46:52Ich hab noch nie den Gelenken.
46:54Ich bin glücklich.
46:55Ich bin glücklich.
46:56Untertitelung des ZDF, 2020
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