- vor 5 Stunden
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SpaßTranskript
00:00Weißt du, warum die hat man meinen Antrag abgelehnt hat, hä?
00:03Nein.
00:05Wegen Unleselichkeit.
00:07Weißt du da, Sauglaue?
00:09Aber, eine Leseliche.
00:13Kripo Rosenheim, Apparat Stockel, grüß Gott.
00:16Einen wunderschönen guten Morgen, liebe Frau Stockel.
00:18Sagen Sie mal, da sind Sie schon da.
00:20Nein.
00:21Gut, also falls was reinkommen sollte.
00:22Profi O.
00:23Super, Frau Stockel, auf Sie ist halt Verlass.
00:25Also, Servus.
00:26Servus.
00:27Können wir jetzt endlich?
00:28Immer mit der Ruhe.
00:31Rippenheim mit dem 80er im Rosenbräu.
00:33So, im Rosenbräu.
00:36Was will er denn?
00:37Ein paar Reden, denke ich.
00:40Okay.
00:41Also, auf geht's.
00:42Energie.
00:49Kripo Rosenheim, Apparat Stockel, grüß Gott.
00:51Tag Frau Stockel, haben Sie mal Apparat.
00:53Sagen Sie mal, ist der Herr Hofer schon da?
00:55Na.
00:56Gut.
00:57Falls was...
00:58Reinkommt, rauf ich an.
00:59Genau.
01:00Vielen Dank, Frau Stockel.
01:01Servus.
01:03Scheint ein neues Spiel zu sein.
01:06Wer kommt später zur Arbeit?
01:08Und wer ist früher am Tatort?
01:17Benno!
01:22Benno!
01:24Benno!
01:26Benno!
01:28Benno!
01:34Benno!
01:39Benno!
01:50Benno!
01:52Benno!
01:52Guten Morgen, Frau Ottmann.
01:54Wie schau Sie aus.
01:55Bin ich auch.
01:57Sonst wäre es schlecht aus dem Bett gekommen, gell.
02:00Ja, Herr Hofer, so schnell kann es gehen.
02:02Es gaben einen Leich.
02:03Der Name ist Bauer Watzmannstraße Nr. 27.
02:26Ja, ja, ist schon recht im Streben.
03:01Ja, ja, ja, ja.
03:06Ja, ja, ja.
03:12Ja, ja.
03:23Ja, ja.
03:26gründlich. Mein Gott. Hoferreich. Frau Doktor? Hallo, Herr Hansen. Grüß Gott, Frau Doktor Kern.
03:48Hallo. Und, können Sie schon was sagen? Herr Hofer, ich bin kein ICE. Okay, Entschuldigung.
03:55Frau Bauer? Mein Beileid. Hansen, Kripo Rosenheim. Wann haben Sie Ihren Mann gefunden?
04:03Um 8 Uhr, nachdem ich aufgestanden bin.
04:07Und Sie haben nichts mitbekommen?
04:09Ich schlafe oben. Mit Ohrenstöpsel. Wenn mein Mann kocht, hat er laut Musik.
04:15Warum hat er in der Nacht gekocht?
04:18Das entspannte ihn vom Stress des Tages.
04:22Und Sie essen dann zusammen?
04:25Nein, nachts esse ich nicht. Und ich bin Vegetarierin, mein Mann kocht traditionell.
04:35Sie haben ihn so vorgefunden?
04:37Ja.
04:39Nichts verändert?
04:41Doch, die Musik habe ich ausgemacht.
04:43Mhm. Und der Herd?
04:46Der schaltet sich automatisch ab.
04:56Das ist das Fenster, wo ich reingekommen bin.
05:04Wer wird's?
05:05Und das...
05:11Und das war da gestanden.
05:14Also entweder hat der Täter etwas gesucht, oder sogar das Opfer selber.
05:18Sie sollten sich die Spuren sich herum anschauen.
05:21Was ist das?
05:30Was soll ich denn jetzt machen?
05:35Tatrekonstruktion, Herr Kollege.
05:36Herr Bauer hat bei dieser Lautstärke gekocht.
05:39Der Täter brauchte also nicht leise zu sein.
05:41Frau Bauer hat die Musik ausgemacht, als sie ihren Mann gefunden hat.
05:45Mhm.
05:45Und Herr Doktor, wie schaut's jetzt aus?
05:47Der Täter hat zweimal zugestochen.
05:50Tatzeit?
05:50Zwischen eins und zwei.
05:53Aber eigentlich hätte die Leiche...
05:58...da liegen müssen.
05:59Wieso?
06:01Na, weil er mit dem Oberkörper dort aufgekommen ist.
06:03Er hat Verbrennung auf der rechten Gesichtshälfte, an der rechten Hand.
06:07Und der Täter hat von hinten zugestochen und dann ist er nach vorn gefallen.
06:12Ungefähr das so.
06:16Ja.
06:17Muss die Leiche da nicht runtergerutscht sein?
06:20Ah, ah.
06:22Sind Sie entspannt, Herr Hörmann?
06:24Völlig.
06:25Und stützen Sie sich mit den Beinen ab?
06:28Unwesendlich.
06:30Sehen Sie, so hätte die Leiche da liegen müssen.
06:33Danke, Frau Doktor.
06:35Also nachdem er nicht von selber heruntergerutscht sein kann,
06:38muss er den Täter auf den Boden gelegt und davor gezehrt haben.
06:41Muss wohl irgendwas gesucht haben.
06:44Herbert, was war in seinen Taschen?
06:47Schlüsselbund und Feuerzeug.
06:50Herr Doktor, darf ich wieder aufstehen?
06:55Na gut.
06:57Tschüss.
06:57Bitteschön.
07:15Ich messer dir mal meinen Antrag.
07:20Frau Artmann, mein Antrag.
07:23In Blockschrift.
07:24Jetzt muss jetzt jeder lesen können, gell?
07:26Ja, das wär's ja schon.
07:28Oh Gott, Entschuldigung.
07:30Ich weiß auch nicht, was mit mir los ist.
07:31Ich glaube, ich werde krank.
07:32Dann ging es doch rein.
07:34Ja.
07:37Ja, äh, Frau Artmann, Sie wissen ja, dass letztes Jahr in der Musikakademie die Position der Verwaltungsdirektorin
07:44verkannt wurde.
07:45Und jetzt soll ich in meiner Funktion als Vorsitzender jemanden vorschlagen.
07:50Ich hab dabei an Frau Hofer gedacht.
07:53Was halten Sie davon?
07:56Ja, gute Idee.
07:57Aber macht sie's?
07:58Ja, also, wenn Sie sich bereit erklären, Sie ein wenig zu unterstützen, also zumindest
08:04am Anfang, denke ich schon.
08:10Entschuldigen Sie, Frau Bauer.
08:12Sie haben gesagt, Ihr Mann führt mit einem Partner...
08:15Thilo Melzer.
08:16Thilo Melzer, genau.
08:18Die Finanzdienstleistungsfirma Solidato.
08:21Was kann ich mir darunter vorstellen?
08:23Außer, dass es dabei um Geldgeschäfte geht.
08:26Keine Ahnung.
08:28Ich hab mich nie für die Geschäfte meines Meines interessiert.
08:31Da müssen Sie schon Herrn Melzer fragen.
08:32Was machen Sie beruflich?
08:35Ich bin Antiquitätenhändlerin.
08:38Ich hab einen kleinen Laden am Marktplatz.
08:41Übrigens, das sollten Sie wissen.
08:43Vor zwei Wochen gab es einen Brandanschlag.
08:45Wo?
08:46Hier.
08:47Hier drüben an der Wand.
08:49Jemand versuchte, unser Haus anzuzünden.
08:52Es war Nacht, mein Mann hat geschlafen.
08:54Ich kam spät nach Hause und entdeckte den Brand.
08:57Ich konnte aber noch rechtzeitig die Feuerwehr alarmieren.
08:59Man sieht gar keine Spuren mehr.
09:01Ja.
09:02Benno hat die Brandflecken vor ein paar Tagen entfernen lassen.
09:05Er hasste das Hässliche.
09:07Und haben die Kollegen rausgefunden, wer hinter dem Anschlag gesteckt hat?
09:09Nein.
09:12Frau Bauer, mir fällt auf, Sie machen einen sehr gefassten Eindruck.
09:18Mein Mann und ich teilten nicht nur das Essen nicht mehr, sondern auch andere Dinge.
09:23Wir hatten uns auseinandergelebt.
09:25Hat er ja eine...
09:27Eine Geliebte?
09:28Ja.
09:28Seit einem Jahr.
09:30Sie heißt Marina Roth und sie arbeitet in seiner Firma.
09:32Der Klassiker.
09:34Haben Sie auch eine andere Beziehung?
09:35Auf dieser Ebene befinde ich mich nicht mehr.
09:41Was?
09:42Ja.
09:42Die Ordnung schlafen.
09:44Ja, volle Kanne.
09:45Apropos Kanne, krieg ich noch was.
09:48Ja.
09:50Guten Tag.
09:51Grüß Gott.
09:52Mein Name ist Thilo Melzer.
09:54Ein Herr Hofer hatte mich angerufen und hergebeten.
09:56Der Kriminalhauptkommissar Hofer ist leider noch nicht da.
09:59Bitte warten Sie draußen.
10:06Servus beinahm.
10:07Grüß dich.
10:10Den kenne ich euch.
10:13Sag mal, was verhörst du denn?
10:15Du den Melzer?
10:16Das ist der Company von unserer neuen Leichenleich.
10:18Doch nicht etwa der Benno Bauer?
10:19Doch, der Benno Bauer.
10:21Danke, Michi.
10:22Gerne.
10:23Sag mal, weißt du dir irgendwas?
10:24Gerade nur.
10:25Dann kommen wir mal mit.
10:29Später.
10:31Michi, musst du was erzählen?
10:36Solidato.
10:37Das ist die Firma von den beiden.
10:39Von Melzer und von deiner neuen Leiche, dem Bauer.
10:42Das ist schon eine recht zwielichtige Anlegerfirma.
10:46Du weißt, wo die Leute erst große Renditeversprechungen gemacht werden,
10:49wo sie am Schluss dann in die Röhre schauen.
10:51Und in der Rosenheimer Presse hat es ein paar, sag mal, kritische Artikel gegeben.
10:55Und daraufhin sind ein paar von diesen Anlegern unruhig geworden.
10:57Und vor zwei Wochen hat es beim Bauer auf sein Haus einen Brandanschlag gegeben.
11:01Ein Racheakt von so einem geprellten Anleger vielleicht?
11:05Meine ich ja.
11:06Jedenfalls habe ich mich gleich mit den Brandermittlern kurzgeschlossen.
11:09Und weil der Band recht professionell gelegt worden ist, habe ich denen empfohlen,
11:12dass sie sich bei der Täterermittlung aufs Umfeld von der Feuerwehr konzentrieren sollen.
11:16Also, der Frage nachgehen, wer von den Feuerwehrleuten hat sein Geld bei Solidator investiert.
11:20Sag mal, Herr Hattel, so hast du ja doch was drauf.
11:23Jep.
11:24Jedenfalls einer von diesen Feuerwehrleuten, Lautner Basti hat der geworfen,
11:28hat kein Alibi gehabt und 40.000 bei Solidator in Sand gesetzt.
11:33Ja.
11:34Vielleicht hat der nach dem missglückten Brandanschlag gleich nochmal zugeschlagen.
11:38Den hole ich mir.
11:39Brauchst du nicht, den habe ich für heute einbestellt.
11:42Thilo?
11:44Hey, hallo, Patricia.
11:45Hey, willst du zu mir?
11:47Nee, du, ich bin vorgeladen. Mein Geschäftspartner wurde ermordet.
11:50Hat er lieber gehört?
11:51Ja. Wurde letzte Nacht in seiner Wohnung erstochen, ist alles ganz grauer.
11:57Du?
11:59Warten habe ich für heute erwischt.
12:01Echt? Bei was?
12:01Beim Schlaffer im Büro.
12:03Ecke.
12:04Doch, wenn ich es dir sage, der 80er war dabei.
12:07Ein Herr Hofer betreut den Fall? Wie ist er so?
12:10Gut, erfahren. Der Linke, das ist er.
12:14Das ist der Thilo Melzer.
12:16Ach, der Partner von meinem Toten.
12:17Genau der.
12:18Herr Melzer!
12:19Ja?
12:20Du, äh, wir nehmen uns heute?
12:21In Times Square vielleicht?
12:22Ich rufe dich an.
12:24Herr Melzer, wenn es einfach durchgeht und Platz nehmen.
12:27Hofer.
12:29Könnten Sie den übernehmen?
12:30Ich hätte noch andere Vernehmung.
12:34Ah, Herr Hofer.
12:35Die Frau Dr. Kern hat auch gerade vor uns ja gesagt, sie hat was entdeckt, was sie sehr interessieren kann.
12:39Super, Frau Stockl, danke.
12:41Bitte.
12:42Der Sitzzuschnitt ist mit Herrn Hansen ins Bild wegen der Kümlinge und Geschäftsmodell Firma Solidarto.
12:47Wir sehen uns dann in Vernehmungsraum.
12:48Geht's erklären.
12:50Hat er eine Spur?
12:52Eine brandheiße.
12:53Moment gleich, gell.
12:54Erzähl mir mal.
12:58Schauen Sie mal hier am Hals.
13:03Ich seh nix.
13:05Macht nix.
13:06Aber da sind feine Druckstellen am Hals.
13:09Von was?
13:10Vielleicht von einer Halskette, die der Täter abgerissen hat.
13:13Eine Halskette? Wo genau sind die Druckstellen?
13:17Nur da.
13:20Na ja, das wird doch passen.
13:22Der Tote lag zuerst auf dem Kochfeld.
13:25Der Täter will von hinten die Kette abreißen.
13:27Das schafft er nicht.
13:28Was macht er?
13:31Er nimmt den Toten, legt ihn auf den Boden, um die Kette über den Kopf zu ziehen.
13:39Nicht um sie über den Kopf zu ziehen, sondern um sie abzuzwecken.
13:43Woher wollen Sie das so genau wissen?
13:44Im Abstellraum war ein offener Werkzeugkasten.
13:46Ich möchte wetten, dass der Täter da eine Beißzange rausgenommen hat.
13:53Ja, es gab da so ein paar hysterische Artikel in diversen Zeitungen, aber das war alles total schlampig recherchiert.
13:58Hören Sie, unsere Geschäfte sind sauber.
14:02Die Anteile von Ihrem Partner, wer bekommt die jetzt?
14:04Na ja, seine Ehefrau.
14:06Also Sie sehen, ich habe gar kein Motiv.
14:10Herr Bauer hat eine Geliebte gehabt?
14:13Ja, Marina Roth.
14:15Die arbeitet in unserer Firma.
14:17Zurzeit ist sie in Südafrika, geschäftlich.
14:20Ähm, Benno wollte,
14:22Herr Bauer hatte vor,
14:24sein Vermögen und die Geschäftsanteile
14:25auf Frau Roth zu übertragen.
14:27Wie das?
14:28Ja, durch Schenkung.
14:30Ah, verstehe.
14:31Um das Geld vor den Gläubigern in Sicherheit zu bringen,
14:34hat es doch noch zu Ermittlungen von Seiten der Staatsanwaltschaft gekommen, Herr.
14:38Das haben Sie gesagt.
14:40Und Sie wissen schon, wen Sie jetzt damit belasten.
14:42Seine Ehefrau, ich weiß.
14:43Aber ich vermute mal, früher oder später hätten Sie es ohnehin rausbekommen.
14:47Gut.
14:48Hallo.
14:49Danke, Herr Mohr.
14:52Herr Bauer wurde zwischen 1 Uhr und 2 Uhr nachts ermordet.
14:57Wo waren Sie um diese Zeit?
15:01Ich war zu Hause.
15:03Allein?
15:04Nein.
15:05Ich war mit einer Frau zusammen.
15:07Name?
15:08Patricia.
15:10Weiter.
15:12Ortmann.
15:23Na, keine Ahnung, was mit mir los ist.
15:25Seit gestern fühle ich mich total müde und schlapp.
15:28Wahrscheinlich habe ich mir irgendwas eingefangen.
15:31Na, nach dem Screening wissen wir mehr.
15:33Ich war letzte Nacht mit jemandem zusammen.
15:36Und gerade habe ich ihn auf dem Garn getroffen.
15:38Er wird verhört.
15:40Sein Geschäftspartner ist letzte Nacht ermordet worden.
15:42Hansen befragt ihn gerade.
15:43Ausgerechnet der.
15:45Er wird ihn nach seinem Alibi befragen.
15:47Und ich werde es ihm bestätigen müssen.
15:49Dann macht das hier die Runde wie deine Schlafattacken.
15:53Ja, halb so wild, aber Hansen, dass der dich in die Mangel nehmen darf.
15:58Ich sehe schon sein überhebliches Grinsen vor mir.
16:05Herr Mohr, das bleibt unter uns, ne?
16:07Ja, aber...
16:08Kein Wort zu niemandem.
16:09Ja, aber der Kabinian muss doch doch wissen...
16:11Ach, ach, auch nicht zu Herrn Hofer.
16:12Wie bitte?
16:13Das wäre mir schon richtig verstanden.
16:15Also, das geht doch nicht.
16:16Wir können den Kabinian noch nicht von den Ermittlungen ausschließen.
16:18Tun wir auch nicht.
16:19Wir sagen ihm nur nicht das mit der Ortmann.
16:21Das meinen Sie, wie da die Gerüchteküche brodelt.
16:23Das gibt ein einziges Spießrutenlaufen für die Ortmann.
16:25Herr Hansen, spätestens wenn da das Protokoll hieß...
16:27Da wird nichts drüber drinstehen.
16:29Das kannst du doch nicht machen.
16:30Doch, kann ich.
16:31Sie wissen von nichts.
16:32Sie sind erst am Ende der Vernehmung dazu gestoßen.
16:34Ich kann doch nicht lügen.
16:35Herr Mohr, sind Sie ein Mann oder eine Maus?
16:37Das weiß ich gerade nicht.
16:39Sie müssen ja nicht lügen.
16:41Sie müssen nur nichts wissen.
16:42Das können Sie doch.
16:43Ich weiß nicht.
16:44Ich nehme es auf meine Kappe.
16:45Habe ich Ihr Wort?
16:47Heißt das Ja?
16:55Ich hätte einen schönen Kaffee für Dich.
16:57Herr Lautner, wo waren Sie letzte Nacht zwischen 1 Uhr und 2 Uhr?
17:01Was soll das jetzt?
17:03Ich habe jetzt schon wieder so ein blöds Alibi, oder was?
17:05Wo waren Sie, Herr Lautner?
17:07Daheim.
17:09Allein.
17:10Nicht so viel, wie ich beim Herrn Bauer.
17:12Ich war nicht beim Bauer.
17:14Vor zwei Wochen nicht.
17:15Und gestern auch nicht.
17:17Warum eigentlich?
17:19Hat es schon wieder brennt, oder was?
17:20Der Herr Bauer ist letzte Nacht ermordet worden.
17:23Und Sie stehen unter Verdacht.
17:26Ich?
17:26Mhm.
17:27Bloß, weil ich kein Alibi habe.
17:30Fragen Sie doch die ganzen anderen Betrogenen, ob die ein Alibi haben.
17:34Und überhaupt.
17:35Wo war eigentlich die Polizei, als sie uns diese Gauner beschissen haben?
17:39Herr Lautner, laut Zeugen aussagen, haben Sie auf eine öffentliche Sitzung am Bauer gedroht,
17:43und zwar mit den Worten, die wäre schon einhorzen, Börscherl.
17:46Und einheizen, Herr Lautner, klingt schwer nach Brandanschlag.
17:49Aber doch nicht nach Mord.
17:51Und das klingt wenig glaubhaft.
17:53Herr Lautner, Sie bleiben erst einmal hier.
17:55Sind Sie jetzt verhaftet, oder was?
17:57Vorläufig festgenommen.
17:58Wegen des dringenden Tatvertrags Benno Bauer ermordet zu haben.
18:04Ja, ist doch am Tisch frei.
18:07Grüß Gott.
18:09Ja, die Mietzi.
18:11Ja, das ist eine Überraschung.
18:14Ja, sag mal, was machst denn du da?
18:16Du, die Rosi, wollte niemand.
18:17Und die hat mich schon lange für eine Pacht beworben, und dann haben sie es mir gegeben.
18:20Das gibt's ja nicht.
18:21Doch.
18:21Also, ich freu mich sackrisch.
18:23Ja, und der Kobinian bestimmt auch.
18:25Mei.
18:26Entschuldigung, das ist unser Polizeidirektor, Gerd Achtziger, Maria Reitmann.
18:30Grüß Gott.
18:31Freut mich.
18:32Bin die Mietzi.
18:33Ah ja.
18:33Nehmt's doch glatt.
18:34Danke.
18:36Äh, die Mietzi und der Kobinian kennen Sie schon von der Schule her, und wann einmal...
18:39Nein, Sie wissen schon.
18:41So.
18:43Bitte schön.
18:43Dankeschön.
18:45Frau Ortmann?
18:55Jetzt haben wir's.
18:56Stockler, Bord schon.
18:57Das kriegen Sie schon hin.
18:59Hören Sie, die Ortmann ist nicht da.
19:00Ich fahr jetzt ins Times Square, richten Sie aus, Sie soll sofort dahin kommen.
19:03Ja, weh, Sie brauchen viel rum.
19:04Dann wissen Sie von nichts.
19:05Ich mein, Sie wissen doch von nichts, oder?
19:07Aber Raumschweig, Gerd.
19:09Wie ist der Hansen im Büro?
19:11Nein.
19:12Ja, wo ist er dann?
19:13Äh, gleich.
19:16Herr Ortmann, Sie sollen ganz geschwind des Times Square kommen, der Herr Hansen wartet auf Sie dringend.
19:20Warum da?
19:21Sagen Sie mal, äh, haben Sie es jetzt gepackt, mein Geschreibsel?
19:25Liesmaßig.
19:25Was?
19:26Liesmaßig.
19:27Mein Antrag war dir liesbar.
19:30Bin ich noch nicht zugekommen, sagen Sie, wurde der Herr Melzer schon vernommen?
19:34Jawohl.
19:36Dringend.
19:39Hallo Sie, Michi.
19:40Ja, der Hansen ist im Times Square.
19:42Was, der macht schon Feierabend?
19:43Nein.
19:44Wir fahren jetzt zur Frau Bauer.
19:46Ja.
19:47Na, Herr Achtziger, nein, nein, nein, nein.
19:49Die schminken sich einmal ganz schnell wieder ab.
19:52Verwaltungsdirektorin.
19:53Das kann ich nicht.
19:55Und das will ich auch nicht.
19:56Und wie Sie das können, da bin ich Zeuge.
20:00Sie können Reden schreiben und Sie können Reden halten.
20:04Ich denke allein nur an Ihre Eröffnungsrede bei der Landwirtschafts-Schau.
20:06Großart.
20:07Voller Witz und Elan.
20:09Geh, die sagen es doch bloß so.
20:10Frau Hofer, ich sag nie was.
20:13Einfach so.
20:14Und dann Ihre Verwaltungsarbeit als Stadträtin.
20:17Stadträtin.
20:19Markenlos.
20:19Woher wollen Sie das wissen?
20:21Vom Bürgermeister?
20:22Den sollten Sie mal hören, wie der Sie über einen schönen König lobt.
20:25Ja, und was soll mein Bruder dazu sagen?
20:28Ich meine, die ganze Hocharbeit bleibt doch dann an ihm hängen.
20:31Nein, nein, das kriege ich geregelt.
20:32Frau Hofer, ich verspreche Ihnen.
20:35Braucht Sie noch was?
20:36Na, bitte schon, jetzt nicht.
20:38Was sind denn Sie so grantig?
20:40Ja, Entschuldigung, aber wir brauchen jetzt wirklich nichts.
20:42Äh, doch, ich hätte gern noch ein helles.
20:44Wie sehen Sie es?
20:46Ja, dann bring es mal bitteschön an, wenn du ein Alkoholfreis.
20:49Ah, jetzt auf einmal.
20:50Ach, und dann, Espresso.
20:52Für Sie vielleicht auch?
20:54Ja, von mir aus.
20:56Na, von mir aus bestimmt nicht.
21:14Soll ich einmal, warum bist du eigentlich so schweigsam?
21:17Ich hab jetzt nichts zu sagen.
21:19Ist was?
21:20Na, was soll ich denn sein?
21:22Kein Kind, ich dachte, du hast doch irgendwas.
21:24Ich sag dir, darf ich nicht einmal in aller Ruhe vor mir hinschweigen.
21:27Ich möchte heute mal Ruhe haben, das ist ja nicht verboten.
21:35Wie schauen wir den Abstellraum an?
21:37In aller Ruhe wahrscheinlich.
21:45Hey, hast du schon Feierabend?
21:48Nein.
21:50Die Ortmann kommt gleich.
21:51Wir haben da ein dienstliches Gespräch.
21:53Also halte ich ein bisschen im Hintergrund.
21:55Ah.
22:18Ja, mein Mann trug eine Kette.
22:20Warum haben Sie uns das nicht gleich gesagt?
22:22Weil ich nicht bemerkt habe, dass sie fehlt.
22:26Hat mir diese Kette einfach so über den Kopf abziehen können?
22:29Keine Ahnung.
22:31War das irgendwie eine besondere Kette?
22:33Besonders?
22:35Weiß nicht.
22:37Haben Sie ein Fotoalbum?
22:40Ja.
22:41Wieso?
22:42Weil ich dir gerne noch einschauen würde.
22:46Ja.
22:48Mal, Herr, haben Sie eine Lupe auch?
22:51Eine Lupe?
22:52Eine Lupe.
22:52Ja.
22:54Fein, dann bringst du sie auch mit.
23:06Also, was gibt's?
23:08So, ein Jummi-Jummi für den Vordergrund.
23:11Servus, Frau Ortmann.
23:12Servus.
23:13Was darf's sein?
23:14Auch sowas.
23:16Ja, einen Jummi-Jummi oder einen Los Bumbas?
23:20Los Bumbas.
23:21Gern.
23:25Also, ich hab da einen Fall auf dem Tisch.
23:28Der Inhaber einer Anlagefirma, Solidato, ist gestern Nacht ermordet worden.
23:33Und sein Partner, Thilo Melzer, hab ich befragt.
23:37Und er sagt, er hat ein Alibi, weil er die ganze Nacht mit Ihnen zusammen war.
23:41Stimmt.
23:42Aha.
23:43War's das?
23:44Nein.
23:46Wie haben Sie diesen Herrn Melzer kennengelernt?
23:49Tut das zur Sachen?
23:50Ja.
23:50Und wie?
23:53Übers Internet.
23:55Wie darf ich mir das vorstellen?
23:57Man schaltet den Computer an, öffnet einen Browser und schon ist man drin.
24:00Ach so, einfach ist das?
24:02In einem Chatbuch.
24:03Wir haben miteinander gechattet.
24:06Das haben Sie nötig?
24:07Eine Frau wie Sie?
24:10Eine Frau wie ich kann sich in jeder Bar, jeder Kneipe oder gleich auf der Straße von jedem
24:14erstbesten anquatschen lassen.
24:15Meinen Sie das?
24:17Sie haben also miteinander gechattet und sich dann verabredet, ja?
24:20Wir haben ihn miteinander gechattet, haben uns kennengelernt und uns dann verabredet
24:24und beim zweiten Mal bin ich mit zu ihm gekommen.
24:25Gestern, ne?
24:26Die ganze Nacht?
24:27Ja.
24:29Von wann bis wann genau?
24:31Um 20 Uhr war ich bei ihm und um 7 Uhr morgens bin ich wieder gegangen.
24:36Und einen Plus Bumpas.
24:43Ja, und ich verziehe mich da mal wieder in den Hintergrund.
24:49Jo hält sich heute aber auffällig im Hintergrund.
24:52Haben Sie ihm erzählt, warum wir hier sind?
24:53Kein Wort.
24:54Besprochen.
25:14Was ist das so?
25:15Na, die Kette hätte ich niemals einfach so über den Kopf gekriegt.
25:20Was ist das für ein Schlüssel?
25:22Oh, das weiß ich nicht.
25:24Sie wissen ein bisschen wenig über Ihren Mann, hm?
25:27Ich habe mich immer weniger für ihn interessiert.
25:29Das ist ein Unterschied.
25:31Da haben Sie wieder recht.
25:34Ziemlich stabile Kette.
25:37Schaut aus wie ein Zahlenschloss.
25:40Muss ein wichtiger Schlüssel sein.
25:42Herr Haupttum, ist der Roter.
25:44Sieh mir mal her.
25:45Gleich.
25:47Augenblick mal.
25:49Diese Zange fehlt.
25:50Alles andere ist da.
25:51Und das ist kein Zufall.
25:53Mhm.
25:55Da die Kette ohne Zangenkombination nicht aufzukriegen ist
25:58und über den Kopf geht es auch nicht runter,
26:00hat der Täter sie durchzwicken müssen.
26:02Und dazu hat er diese Zange benutzt.
26:04Und da hinkt es nur ein Dressort.
26:11Na, da schau her.
26:12Haben Sie da einen Schlüssel dazu?
26:14Nein, den hatte nur mein Mann.
26:16Der Schlüssel an der Kette.
26:18Das weiß ich nicht.
26:20Michi, die Kriminaltechnik soll den Tesor öffnen.
26:23Am besten halten.
26:24Das geht halt nicht mehr.
26:25Wieso?
26:26Die sind auf der Fraueninsel.
26:28Betriebshausflug.
26:30War doch gleich mal in der Früh.
26:31Und, ähm, war das jetzt nur ein One-Night-Stand
26:35oder sind Sie nicht verliebt?
26:37Das geht Sie überhaupt nichts.
26:39Gebrecht ihr von mir?
26:40Tilo, schön, dass du kommen konntest.
26:42Ich muss dir doch deinen süßen Rücken stärken.
26:44Nicht nötig, aber trotzdem schön.
26:47Was der für Sie, Say?
26:49Äh, nichts, danke.
26:50Wir bleiben nicht lange.
26:52Ein paar Fragen hätte ich dann aber schon noch, hm?
26:54Ich warte draußen.
26:57Ja, dann machen Sie mal hin.
26:58Ich werde erwartet.
26:59Ja.
27:01Ich muss wissen, wie Ihr Verhältnis ist,
27:03damit ich einschätzen kann, wie Befangen Sie sind.
27:06Mir scheint, der Befangenen sind Sie.
27:08Ich will die Sache vorerst lieber unter der Decke halten.
27:11Verstehen Sie?
27:12Wieso?
27:13Damit Ihr kleines Abenteuer nicht gleich die Runde macht.
27:15Stockel und Konsorten.
27:16Habe ich Sie darum gebeten?
27:18Nein.
27:18Dann spielen Sie sich auch nicht als mein Beschützer auf.
27:21Dann kann man wohl gar nichts recht machen, hm?
27:24Machen Sie einfach Ihren Job.
27:25Damit wäre uns beiden viel gedient.
27:27War es das?
27:28Ja.
27:28Gut, dann zahlen Sie jetzt meinen Los Bumbas.
27:31Das werden Sie ja wohl noch hinkriegen.
27:32Joe?
27:33Er zahlt.
27:37Aha.
27:40Dienstliches Gespräch also.
27:42Ach.
27:45Hansen am Apparat.
27:46Wo sind Sie?
27:46Vor dem Haus Bauer.
27:48Ich habe die Frau verhört, aber die sagt leider rein gar nichts.
27:50Aha.
27:52Benno Bauer hat eine Geliebte gehabt.
27:54Er wollte hier sein Vermögen und die Anteile der Firma überschreiben.
27:57Seine Ehefrau wäre leer ausgegangen.
27:59Das heißt, sie hat ein Motiv.
28:01Schön, dass ich das auch erfahre.
28:03Wo haben Sie die Geliebte vernommen?
28:04Im Times Square, oder was?
28:06Ne, habe ich nicht.
28:06Sie ist geschäftlich in Südafrika.
28:08Mhm.
28:09Also wir haben im Abschnitt einen Tresor gefunden.
28:12Der Benno Bauer hat eine Kette um den Hals getragen und der Schlüssel, der so dran war.
28:16Die Kette war sehr stabil.
28:18Also der Täter musste mit einer Zange durchgezwickt haben.
28:20Aha.
28:21Was ist in dem Tresor drin?
28:22Das wissen wir noch nicht.
28:23Die Frau Bauer spielt die absolut Ahnungslose.
28:26Dann sollten wir Sie beschatten.
28:27Allerdings, das werde ich mich gleich veranlassen, da Sie ja bereits Feierabend haben.
28:32Bitteschön.
28:33Wiederhören.
28:35Miggi, wir brauchen eine Beschattung.
28:38Für wen?
29:03Schönen guten Abend, Schwester.
29:05Servus.
29:05Und, wie war dein Tag?
29:08Den Benno Bauer haben Sie gestochen.
29:09Dem hat die Firma Solidar zugehört.
29:11Hast du den gekannt?
29:11Mhm.
29:12Der hat mit der Firma Anleger ausgeräuzt gekriegt.
29:15Das ist ja her.
29:16Was gibt es denn zum Abendessen?
29:18War schon Essen.
29:18Im 80er.
29:19Ja, und ich?
29:21Tja.
29:23Danke für dieses nette Gespräch.
29:25Dann gehe ich halt einmal wieder zum Rosenbräu.
29:29Zum Rosenbräu?
29:30Da wirst du schon.
29:58Was gibt es Dringendes?
30:00Können wir das nicht am Telefon regeln?
30:02Komm erst mal rein.
30:11Also.
30:12Die Polizei war schon wieder da.
30:14Tja, die haben einen Mordfall zu klären.
30:16Die wollen Benno's Tresor aufmachen.
30:17Ja, und?
30:19Meinst du, ich bin blöd?
30:20Dann kommt doch alles raus.
30:22Eure Schwarzgeldkonten, die Steuerhinterziehung.
30:25Und dann ist alles weg.
30:26Du musst mir jetzt helfen.
30:28Was interessieren dich Benno's Geschäfte?
30:30Lass die Finger davon.
30:31Du stehst doch auf eigenen Füßen.
30:33Du weißt ganz genau, dass ich von dem Antiquitätenladen nicht leben kann.
30:36Benno's Geld ist auch meine Zukunft.
30:38Dein Pech?
30:39Wenn das illegal versteckt hat.
30:41Ihr habt gemeinsame Sache gemacht.
30:43Ich weiß es.
30:43Er hat es mir erzählt.
30:45Da ehrst du dich.
30:47Ich habe mit seinen privaten Geschäften nichts zu tun.
30:49Ich habe ihn gewarnt.
30:51Aber das hat ihn nie interessiert.
30:52Ach so.
30:54Du meinst jetzt, da er tot ist?
30:55Ich meine gar nichts.
30:59Ich weiß nur nicht, wie ich dir helfen kann.
31:21Plötzlich schauen die den Mäzer völlig erschrocken an.
31:25Und danach, als der Mäzer weg war, waren die völlig aufgeschwächt.
31:29Aha.
31:30Und danach ist mir der Michi ständig aus dem Weg gegangen.
31:33Ähm, der Lautner möchte reden.
31:35Ich will niemanden sagen, ich komme gleich.
31:37Hast recht, Gott.
31:39Hast du was anderes erwartet?
31:43Sie wissen nichts?
31:44Vom Hansen vielleicht?
31:46Nein, ich weiß nichts.
31:48Bloß dem ich aber ein bisschen ein bisschen seltsam.
31:51Guten Morgen.
31:52Was soll ich sagen?
31:54Also, der Mälzer war am Abend bei der Bauer, sagen die Kollegen.
31:57Das ist die Frau von seinem Partner.
31:59Was hat denn der Mäzer gestern gesagt?
32:01Wo?
32:02Na, bei der Vernehmung mit dem Hansen.
32:04Da war ich gar nicht dabei.
32:06Das stimmt doch gar nicht.
32:10Freilich warst du dabei.
32:11Ja, aber erst am Ende.
32:13Und was hat er gesagt am Ende?
32:15Wer?
32:15Der Mälzer.
32:17Nichts.
32:17Er hat ein Alibi für die Tatsache.
32:20Schön.
32:20Und was für uns?
32:22Äh, er war mit wem zusammen.
32:23Mich ist es am Alibis so an sich.
32:25Mit wem war der Mälzer beieinander?
32:26Mit mir.
32:35Fragen Sie den Herrn Hansen.
32:38Herr Mohr hat auf meine Anweisung gehandelt.
32:40Das ist mir an meiner Lebtag noch nicht passiert, dass mir ein Kollege Faktenfrau enthält.
32:44Und noch dazu ein Untergebenen dazu anstiftet.
32:46Ich finde, die besondere Situation hat die Ausnahme gerechtfertigt.
32:49Ah, jetzt sind Sie doch nicht so selbstgerecht.
32:52Ich wollte nur den Ruf von Frau Ortmann schützen.
32:54Na, ich hätte nur Ihnen gehört, oder was?
32:55Was glauben Sie eigentlich, Sie Leichtpatrose?
32:58Herr Hofer, bitte.
32:59Na, ist doch wahr.
33:01Entschuldigung.
33:02Kann ich jetzt auch einmal was sagen dürfen?
33:04Ja.
33:05Danke.
33:06Seien wir doch ehrlich.
33:07Wir wissen alle, wie das bei uns da läuft.
33:10Wenn einmal eine Mitteilung draußen ist, dann beginnt eine gnadenlose Treibjagd in allen
33:14Ausschmückungen durch sämtliche Büros.
33:16Und die Frau Ortmann, die an jeden von uns schon mal einen saubern Einlauf verpasst hat,
33:20das wäre ein gefundenes Fressen gewesen.
33:22Und dieses Risiko, das wollte Herr Hansen vermeiden.
33:25Sonst wollte er nichts.
33:26Ja, was mir super gelungen ist.
33:28Meine Herren, es geht nicht, dass ermittelnde Beamte sich gegenseitig Informationen vorenthalten.
33:34Genau.
33:35Aus welchen Gründen auch immer.
33:37Also mir ging es nur darum...
33:38Und mir geht es hier um Teamarbeit.
33:41Das wäre ja wohl noch verlangen können.
33:42So.
33:43Und ich habe jetzt zu tun.
33:45Und Sie sicherlich auch.
33:48Ich schon.
33:55Leicht mal eine Tose, hm?
33:56Ich nehme Sie mal als Kompliment.
33:58Wie Sie möchten.
34:01Na, Leidl.
34:02Die Nacht, die hat umlaut eine Gurt getan.
34:06Die Bahnstiftung hat ja schon gestanden.
34:07Den Mord, den tut er noch leugnen, gell?
34:09Aber was anderes gibt es was Neues in der Affäre Ortmann?
34:12Na.
34:14Obwohl, doch, muss doch für dich behalten.
34:18Die soll was mit einem vom Betrugsdezernat haben.
34:21Na.
34:22Doch, gell?
34:23Ja, ja.
34:23Und zwar in Ihrem Büro.
34:25Na.
34:26Unter den fadenscheinigsten Vorwänden hat es ihn kommen lassen.
34:30Na, seine Anträge sollen unleserlich sein.
34:33Ja, und er soll sich in Blogschrift nachreichen.
34:35Lauter solcher Sachen.
34:36Und was dann da abgegangen ist, das möchte ich lieber nicht wissen.
34:40Na, also, jugendfrei war das mit Sicherheit nicht.
34:43Ah.
34:53Und was wollte der Melzer von der Bauer?
34:55Das wusste ich nicht.
34:57Die Kollegen haben nichts herrenkenne.
35:00Ich glaube nicht, dass die Bauer es war.
35:02Wieso nicht?
35:03Überlegen Sie doch mal.
35:04Warum hat sie dann den Brandanschlag auf ihren Mann vereitelt?
35:08Ich glaube, dass hier Lautner unser Mann ist.
35:10Das finde ich ja nett, dass Sie meinen Verdächtigen bevorzugen.
35:13Nur laut Hartl hat er bisher bloß den Brandanschlag gestanden.
35:17Vielleicht hat die Bauer nach der Rettung von ihrem Mann gecheckt, dass sie einen Fehler gemacht hat.
35:21Und zwei Wochen später hat sie den Fehler dann ausgebügelt.
35:24Na, wir sollten noch mal mit der Frau Bauer reden.
35:26Sei so gut, dann hol die her.
35:27Ja.
35:28Tada.
35:31Angelen will die mit uns sprechen.
35:35Eigentlich Frau Bauer wäre da.
35:36Na, hereinspaziert.
35:38Bitte.
35:38Dankeschön.
35:39Grüß Gott.
35:40Grüß Gott.
35:40Tag.
35:41Ich möchte eine Aussage machen.
35:43Natürlich.
35:46Und?
35:47Was gibt's jetzt Neues?
35:48Nein.
35:49Der Hofer und der Hans.
35:51Bitte.
35:59Ich glaube, Herr Melzer steckt hinter der Tat.
36:01Kommen Sie doch auf.
36:02Er hat ein Motiv.
36:04Als Ihre Leute heute Morgen den Safe öffneten, da war er doch leer.
36:08Richtig.
36:10Ich weiß, was sich darin befunden hat.
36:13Sensible Bankdaten.
36:15Mein Mann und Herr Melzer haben ein gemeinsames Bankkonto auf den Antillen.
36:19Sie können aber nur gemeinsam an das Konto, denn jeder hat einen Code.
36:23Und nur beide Codes zusammen ermöglichen den Zugriff auf das Geld.
36:26Ja.
36:27Und Benno's Code lag in dem Tresor.
36:30Sie haben gestern gesagt, Sie wüssten nicht, was sich in dem Safe befindet.
36:34Woher der Sinneswandel?
36:36Weil ich sicher gehen wollte, ob der Safe wirklich leer ist.
36:39Ich kann doch Herrn Melzer nicht vorverurteilen.
36:41Sowas mache ich nicht.
36:42Also.
36:42Ach, sowas machen Sie nicht.
36:45Edel von Ihnen.
36:46Nur, wir denken, dass Sie aus einem weniger edlen Grund zugehandelt haben.
36:51Herr Melzer war gestern bei Ihnen.
36:53Und Sie wollten den Anteil vom Kuchen.
36:55Aber er wollte nicht teilen.
36:57Also verpfeifen Sie ihn jetzt.
36:58Nur kann das leider nicht gewesen sein.
37:01Wieso?
37:02Weil er zur Tatzeit mit einer Frau zusammen war.
37:04Das glauben Sie?
37:05Das wissen wir.
37:07Sie haben Ihren Mann umgebracht.
37:10Um Ihren Erbteil zu sichern.
37:13Aber Sie wollten noch mehr.
37:14Auch das Geld auf den Antillen.
37:16Doch dafür brauchten Sie Melzer.
37:18Aber aus irgendeinem Grund, den wir noch herausfinden müssen, zog er nicht mit.
37:22Und jetzt stellen Sie ihn als Mörder hin.
37:25Das ist ungeheuerlich.
37:27Ja.
37:28Ungeheuerlich perfide, würde ich mal sagen.
37:34Entschuldigung.
37:35Könnte ich Sie mal kurz sprechen?
37:36Natürlich.
37:37Augenblüht mal bitte.
37:45Ich habe mich doch gestern so müde und schlapp gefühlt.
37:50Ich habe gedacht, ich werde krank.
37:51Deswegen habe ich Ursula gebeten, meine Blutwerte zu überprüfen.
37:54Und stellen Sie sich vor, sie hat Spuren eines starken Schlafmittels ausgemacht.
37:58Ich bin in der Tasche.
38:02Wie ist denn dieser Abend mit Herrn Melzer verlaufen, wenn ich nur fragen darf?
38:06Wir haben Wein getrunken, uns unterhalten und dann bin ich eingeschlafen.
38:10Wie jetzt?
38:11Danach?
38:12Es gab keinen davor.
38:16Damit ich Sie jetzt richtig verstehe, es kam nicht zum Sex, weil Sie vorher eingeschlafen sind?
38:21Ja.
38:22Ja.
38:23Wann sind Sie wieder aufgemacht?
38:25Am Morgen so, kurz vor sieben.
38:27Wo?
38:28Im Bett von Herrn Melzer.
38:30Melzer lag daneben?
38:32Ja.
38:33Und zwischendurch sind Sie nicht mehr wieder aufgewacht?
38:35Nein.
38:37Ja.
38:46Leuchstuckl, du kannst mir gerade nicht weiterhelfen, aber einen Kabinian kannst du mir geben.
38:50Danke.
38:51Kabinian, folgendes.
38:52Die Kollegen sind gerade im Haus von Melzer, haben aber leider noch nichts gefunden.
38:56Und jetzt nehme ich mir einmal sein Auto vor.
38:59Nein, wir wissen nicht, wo er ist.
39:01Ja, logisch, festnehmend, was sonst.
39:04Ende.
39:05So.
39:12Können Sie mir sagen, was Sie da machen?
39:14Was fragst du denn so blöd?
39:15Ich suche was.
39:16Also, Herr Melzer.
39:17Was machen Sie in meinem Wagen?
39:19Das erkläre ich Ihnen gerne, aber nicht je.
39:21Hören Sie, Sie haben kein Recht, hier einfach aufzutauchen.
39:23Doch, doch, das haben wir.
39:25Hast du, nimmst du den Herrn Melzer bitte mit aufs Präsidium?
39:27Moment, das lasse ich mir nicht gefallen.
39:29Das wird ein Nachspiel für Sie haben, das garantiere ich Ihnen.
39:31Passt schon.
39:44Es wird ein Nachspiel haben, das garantiere ich Ihnen.
39:56Liebes Platz, Herr Melzer.
40:01Darf ich?
40:02Ja, natürlich.
40:07Herr Melzer, dann will ich mir mit der guten Nachricht anfangen.
40:10Wir haben nichts in Ihrem Haus gefunden.
40:12Schön.
40:13Bisher können wir nur beweisen, dass Sie die Frau Ortmann als angebebemes gehabt haben.
40:19Wir haben nämlich Reste eines starken Schlafmittels in Ihrem Blut gefunden, das Sie ihr in den Wein getan haben.
40:25So konnten Sie absolut sicher gehen, dass Sie nicht aufwacht, während Sie weg sind, um Benno Bauer zu ermorden.
40:30Okay, ja, ich habe ihr ein Schlafmittel gegeben, aber doch nicht deswegen.
40:35Da bin ich jetzt übergespannt, was Ihnen dazu als Ausrede einfällt.
40:38Und ich erst.
40:40Also, als Sie bei mir war, habe ich gemerkt, die Frau ist überhaupt nicht mein Typ.
40:44Jetzt war Sie aber schon so angeschärft, da habe ich mich nicht getraut, Nein zu sagen.
40:48Na ja, dann habe ich das Problem halt so gelöst.
40:50Also, Sie sind ja sogar nicht zu Benno Bauer's Haus gekommen.
40:53Nein.
40:54Haben ihn also nicht ermordet und seine Halskette mit seiner Zange durchgezwickt.
40:59Habe ich definitiv nicht.
41:00Ich lag friedlich in meinem Bett, neben einer schlafenden Frau.
41:04Natürlich.
41:05Also, nur mal angenommen, Sie hätten die Halskette seiner Zange durchgezwickt.
41:11Was meinen Sie, hätten Sie sie mitgenommen?
41:13Was soll die blöde Frage?
41:14Na ja, wenn Sie die Zange mitgenommen hätten, dann hätte es ja sein können, dass Sie sie ganz unbewusst in
41:21Ihre Jackentasche gesteckt haben.
41:23Habe ich aber nicht, weil ich gar nicht da war.
41:25Ja, nur mal angenommen.
41:27Und diese Jacke hätten Sie dann mitsamt Ihrer anderen Kleidung entsorgt, ne?
41:30Weil, wie gesagt, in Ihrem Haus haben wir ja nichts gefunden.
41:33Und als Sie ins Auto gestiegen sind, das heißt, wenn Sie ins Auto gestiegen wären, dann hätte es auch sein
41:38können, dass Ihnen die Zange unbemerkt aus der Tasche fällt.
41:42Ja, und wir hätten dann prompt unter Ihrem Autositz landen können.
41:45Aber Sie waren ja gar nicht im Benno Bauer's Haus, gell?
41:48Genau.
41:49Genau.
41:50Also kann das alles ja nicht passiert sein.
41:53Nicht bloß sinken.
41:59Warum haben wir denn das hier unter dem Sitz von Ihrem Wagen gefunden?
42:04Wir sind vorläufig festgenommen, dass Sie in dringendem Tatverdacht stehen, Benno Bauer ermordet zu haben.
42:09Herbert, abführen.
42:13So ein widerliches Arschloch.
42:18Entschuldigung.
42:19Wenn's wahr ist.
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