- vor 18 Stunden
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SpaßTranskript
00:07Musik
00:48Mahlzeit, wo sind denn bitte schön die Herren Hauptkommissare?
00:53Äh, Krippe-Rosenheim-Apparatstoffe, grüß Gott.
00:58Ja, ja, das kennen wir.
01:00Ja, ja, ich werde es ausrichten.
01:02Wiederhören.
01:04Die sind beim Ermitteln.
01:06Beim Ermitteln?
01:07Und in welchem Fall, wenn ich fragen darf?
01:10Naumann. Oliver Naumann.
01:12Naumann?
01:15Dass ich nicht lache.
01:18Warte jetzt mal.
01:27Frau Stoppel, was gibt's?
01:29Herr Hansen, der Herr Achtziger sucht Sie und wir haben einen Leich.
01:32Ah ja? Und Herr Hofer?
01:34Der Herr Hofer?
01:35Der lebt noch. Ich rufe ihn gleich an. Sie müssten bitte in den Dennis-Foss-Weg Nummer 13 kommen.
01:40Und wenn Herr Hofer unterwegs ist, melden Sie sich nochmal bei mir, dann setze ich mich sofort in Bewegung.
01:44Ja, bitte hören.
01:47Glaubst du das?
01:48Manchmal kannst du den einen mit dem anderen da schlagen.
01:51Ich bin schon weg.
01:54Joe?
01:56Noch einen Kaffee, bitte.
01:58Müllst du nicht los langsam?
02:00Das brauche ich nicht. So viel ich Hofer kenne, habe ich alle Zeit der Welt.
02:03Wenn's du meinst.
02:07Also da war ich mir jetzt an deiner Stelle nicht ganz so sicher.
02:12Du hör mal, du hast mich nicht gesehen. Du kennst mich nicht mal.
02:23Grüß Gott, Herr Kasper.
02:25Ah, der Herr Achtziger.
02:27Grüß Sie mal, ja.
02:29Könnte sein, dass ich den Herrn Hansen hier gesehen habe.
02:33Den Herrn Hansen?
02:34Ja.
02:36Nein, nein, nein, nein.
02:37Den Herrn Hansen, also ich, habe ihn jetzt so direkt nicht gesehen.
02:41Ja, ist schon recht.
02:43Ich habe schon verstanden.
02:45Dann sei es doch so gut und gib es mir auch eine Tasse Kaffee.
02:49Gerne.
02:49Ich habe es mir auch eine Tasse Kaffee.
03:28Auch schon da, Herr Kollege.
03:29Wie Sie sehen, ich versuche immer einen Tick nach Ihnen zu kommen. Ist gar nicht so einfach.
03:33Nichts ist einfach. Aber wenn es Ihnen Spaß macht.
03:35Gut.
03:36Grüß Sie.
03:37Grüß Sie.
03:37Moin, Moin, Herr Mohr.
03:38Hallo, Herr Hansen.
03:40Was wissen wir denn schon?
03:41Wir wissen eine ganz viel Menge.
03:43Wir wissen, dass der tote Oliver Naumann heißt.
03:46Wir wissen, dass er 53 Jahre alt war.
03:48Wir wissen, dass er einen Import-Export-Handel betrieben hat.
03:51Und wir wissen, dass er verheiratet gewesen ist.
03:53Und jetzt ist er tot. Das wissen wir auch.
03:56Und wissen wir, wo seine Frau ist?
03:58Das wissen wir noch nicht.
03:59Aber das lässt sich herausbekommen, oder?
04:01Ja, das lässt sich herausbekommen.
04:03Und wissen wir, wo die Frau Dr. Kern ist?
04:06Du, die Frau Dr. Kern, die habe ich gar nicht angerufen.
04:08Weil, dass er tot ist, das sehen wir selber.
04:10Wir wissen, wann er gestorben ist, 12,35.
04:13Und für den Rest muss der Frau Dr. Kern eh neuscheln bei ihm.
04:15Das stimmt allerdings.
04:17Wo er recht hat, hat er recht.
04:18Ja, dann nehmen wir die Leichenbeschau jetzt selber vor.
04:21Ja, danke Ihnen.
04:23Frau Artmann, haben Sie Herrn Hansen oder Herrn Hofer gesehen?
04:27Nein, wieso?
04:29Ich habe das Gefühl, die Tanzen muss kräftig auf der Nasen herum.
04:33Und das ist Ihnen neu?
04:34Nein, nicht unbedingt.
04:36Ich habe den Verdacht, die haben ein neues Spiel kreiert.
04:40Wer zuerst kommt, hat verloren.
04:42Dann wünsche ich Ihnen viel Spaß mit den beiden.
04:49So, fertig.
04:50Gut, Reinti.
04:51Also, dann könnt ihr ihn einpacken.
04:53Ah, könnt ihr jetzt dann auch gehen, weil wegen der Frau von einem Toten...
04:56Natürlich.
04:57Ja, gut, danke.
04:59Gottes Willen.
05:00Jetzt hätte ich fast was vergessen.
05:01Schaut es einmal her.
05:03Der Herr, der da draußen steht, das ist der Herr Wagner.
05:06Und der Herr Wagner, der hat die Tat beobachtet.
05:08Wir unterhalten uns doch mal mit dem Herrn Wagner.
05:10Brauchen Sie nicht mehr, Herr Hansen, das habe ich schon gemacht.
05:12Dann lass uns nicht drum sterben, Michi.
05:14Gut, passt auf.
05:15Also, folgendes.
05:17Der Herr Wagner, der war da draußen gestanden und hat das Trottoar zusammengekehrt.
05:21Bitte, etwas?
05:22Den Gehweg gefegt.
05:24Ja.
05:25Also, der Wagner war da vorne und hat das Trottoar zusammen, also den Gehweg, gefegt.
05:29Und dann auf einmal zieht ein Motorrad an ihm vorbei und biegt hier in das Grundstück herein.
05:37Und was hat der Herr Wagner gemacht?
05:38Der hat das Trottoar zusammengekehrt.
05:41Und dann plötzlich hat es gekracht.
05:44Peng, peng, peng.
05:45Und der Herr Wagner war so erschrocken, dass ihm fast das Herz stehen geblieben ist.
05:49Und als ein Herz wieder zu schlagen, wie er nicht hat?
05:51Ja, und dann ist er da reingekommen, also zu dem Grundstück hergekommen und hat geschaut, was los ist.
05:55Und da ist dieses Motorrad an ihm vorbeig gefahren, aber in einem Affenzahn.
06:00Wenn der Herr Wagner nicht auf die Seite gesprungen wäre, der hätte ihn glatt überlaufen gefahren.
06:03Aber die Tat selbst konnte er nicht beobachten.
06:06Das siehst du nicht, von da drüben da her, Vierte.
06:09Hat er den Motorradfahrer beschreiben können?
06:11Weitere ich.
06:13Einen Helm hat er aufgehabt und der war angezogen ganz in schwarz.
06:17Wie viel ist das nicht?
06:19Aber das Beste kennt das noch.
06:21Er hat sich die Nummer von dem Motorradl gemerkt.
06:23Was hat der?
06:24Der hat sich die Nummer von dem Motorradl gemerkt.
06:27Rosenheim, Michi, 69.
06:29Ja, super.
06:30Das wäre natürlich die absolute Sensation, wenn der Täter mit seinem eigenen Motorrad die Tat...
06:34Wäre schon so blöd.
06:35Niemand.
06:37Wir brauchen auf jeden Fall eine Halterabfrage.
06:39Wer macht das?
06:40Ja, ich muss jetzt eng...
06:41Danke, Herr Moor, das ist nett von Ihnen.
06:43Danke, Michi.
06:44Bitte.
06:47Fischkopf.
06:51Nein.
06:53Zwei Stocken sind zu lieben.
06:55Schaut, was Sie alles zusammentragen können über den grüßen Herrn Naumann, Oliver Naumann.
06:59Ja.
07:00Unser Mordopfer.
07:00Richtig.
07:01Das wäre total nett für Sie.
07:02Mach ich gern.
07:03Was macht die Halterabfrage?
07:05Ich kann jetzt nicht.
07:06Ich kümmere mich schon drum.
07:09Ja, nein, nein, nein.
07:10Aha, ja.
07:11Ja, gut.
07:12Ende.
07:13Danke, Sam.
07:13Ende.
07:15Um Gottes Willen.
07:17Wie man etwas so kompliziert erklären kann.
07:21Also auf jeden Fall wissen wir jetzt, wo die Frau von der...
07:23Na ja, eigentlich hat die Witwe von der...
07:26Ja, wo die Frau Naumann jetzt ist.
07:28In München, beim Shop.
07:29Aha.
07:30Und wir sitzen hier in Rosenheim beim Arbeiten.
07:32Manche haben ein Leben.
07:34Tja, die Welt ist manchmal so ungerecht, Frau Stuttgart.
07:38Wann kommt die Dame zurück, was wir wünschen?
07:39Das wissen wir nicht.
07:41Das sollten aber wissen.
07:42Ich habe jetzt den Halter des Motorrads, ein gewisser Carsten Wiesheu.
07:47Ihm gehört auch ein kleiner Buchladen ums Eck am Max-Josephs-Platz.
07:56Grüß Gott.
07:58Spreche ich mit dem Herrn Wiesheu?
08:00Ja, was kann ich für Sie tun?
08:02Hofer, Kripper, Rosenheim.
08:03Das ist mein Kollege Hansen.
08:05Guten Tag.
08:05Tag.
08:06Polizei, ist was passiert?
08:08Sehen Sie der Besitzer eines Motorrads mit dem Kennzeichen Rosenheim M69?
08:13Jein.
08:15Wie meinen Sie das?
08:17Ich hatte mal ein Motorrad mit diesem Kennzeichen, aber...
08:20gefahren hat es hauptsächlich meine Freundin.
08:23Auf mich ist es bloß zugelassen gewesen, weil ich in einer günstigeren Versicherungsklasse war.
08:27Und jetzt hat Ihre Freundin das Motorrad?
08:29Oder haben Sie es verkauft?
08:30Nein, weder noch.
08:32Angelika ist vor anderthalb Jahren bei einem Autounfall ums Leben gekommen.
08:36Oh, das tut mir leid.
08:37Nein, da leid.
08:39Können wir das Motorrad trotzdem mal sehen?
08:44Bitte.
08:59Nein, ich meinte real, sozusagen.
09:01Ich fürchte, da kann ich Ihnen nicht helfen.
09:03Eigentlich müssen Sie das doch wissen.
09:05Das Motorrad ist mir vor sechs Wochen vom Hinterhof gestohlen worden.
09:09Sie haben das gemeldet?
09:12Ach, selbstverständlich.
09:13Ich zeige Ihnen gerne die Unterlagen.
09:15Um was geht es denn eigentlich?
09:17Ein Motorrad mit diesem Kennzeichen wurde bei einem Verbrechen benutzt.
09:21Genauer gesagt bei einer Maut.
09:25Sagt Ihnen der Name Naumann etwas?
09:27Oliver Naumann?
09:29Sagt mir spontan jetzt nichts.
09:31Wo waren Sie heute im Halb eins?
09:33Halb eins?
09:36Zwischen zwölf und zwei schließe ich immer.
09:38War hier oben in meiner Wohnung, hat mich hingelegt.
09:42Mittagsschlaf.
09:43Mittagsschlaf?
09:45War jemand bei Ihnen?
09:50Ich war allein.
09:52Und? Was halten Sie von ihm?
09:55Macht eigentlich einen ganz ordentlichen Eindruck.
09:57Also mir ist ein Ticken zu glatt.
09:59Wer weiß, ob der nicht selber sein Motorrad geklaut hat.
10:01Möglich wäre es, aber wozu?
10:03Ist doch eher unwahrscheinlich, oder?
10:10Michi, was gibt es?
10:11Grüß dich, ich komme Ihnen.
10:12Der Weber Peter vom zweiten Stock von der KTU,
10:15weißt du schon, der ganz, ganz hinten,
10:16der hat mich vor zwölf Minuten angerufen
10:18und hat mir gesagt, dass die Kollegen von heute in der Früh
10:20alle noch einmal rausgekommen sind da dort.
10:23Michi, was willst du mir sagen?
10:24Die Frau Naumann, die war jetzt zu Hause.
10:39Die Frau Naumann, die war jetzt zu Hause.
11:02Guten Tag, Frau Naumann.
11:03Hören Sie, in Kripo Rosenheim ist mein Kollege, Herr Hofer.
11:06Grüß Gott, Frau Naumann.
11:07Es tut uns sehr leid, was mit Ihrem Mann passiert ist.
11:09Kommen Sie doch rein.
11:19Wir müssten Ihnen ein paar Fragen stellen.
11:22Fühlen Sie sich dazu imstande?
11:24Natürlich, fragen Sie.
11:26Was halten Sie von dem?
11:28Kann man das auf eine Beerdigung anziehen?
11:30Na ja, will man das so anschauen.
11:34War nicht schlecht, schick.
11:36Warum nicht?
11:37Nee, ich glaube, es sollte schon ganz schwarz sein.
11:42Haben Sie vielleicht einen Verdacht,
11:43wie Ihren Mann ermordet haben könnte?
11:45Keine Ahnung.
11:47Hat der Feinde?
11:48Wir sind in letzter Zeit bedroht worden?
11:50Nein, nicht, dass ich wüsste.
11:53Aber vielleicht sollten Sie wissen,
11:54dass mein Mann ein ziemlich himzärmeliger Typ war.
11:58Himzärmelig?
11:58Was meinen Sie damit?
12:00Na ja, wenn es um seinen eigenen Vorteil ging,
12:02war er nie besonders zimperlich.
12:03Sie meinen, er hat die Leute über den Tisch gezogen?
12:06Ja, so kann man es auch sagen.
12:08Und das hat Sie nie gestört?
12:12Ich habe mich nie darum gekümmert.
12:14Er hat mich in Ruhe gelassen
12:16und ich habe ihn in Ruhe gelassen.
12:18Das wird sicher nach einer sehr harmonischen Ehe.
12:20War es auch.
12:22Daher auch Ihre tiefe Trauer.
12:26Wissen Sie,
12:28das, was mich und meinen Mann zusammengehalten hat,
12:30ist mir ja schließlich noch erhalten geblieben.
12:33Sein Vermögen?
12:34Ja.
12:35Sie erben also.
12:37Davon gehe ich mal aus.
12:38Sie werden verstehen,
12:39dass wir Sie nach Ihrem Alibi fragen müssen.
12:42Ich war zum Schrauben in München,
12:44in der Maximilianstraße.
12:45Das können Sie gerne überprüfen.
12:46Ja, dann danke erst mal.
12:48Oder haben Sie noch Fragen?
12:49Und wo hat Ihr Mann seine Geschäftsunterlagen aufbewahrt?
12:52Teil hier unten und den Rest oben im Büro.
12:55Macht es Ihnen was aus, wenn wir die mitnehmen?
12:58Nein, bitte.
12:58Bedienen Sie sich.
13:00Ich lasse mal abholen.
13:01Vielen Dank, Herr Zwein.
13:02Auf Wiedersehen.
13:03Ciao.
13:05Wiedersehen.
13:06Wiedersehen.
13:12Und Frau Stockl, haben Sie schon was rausgefunden mit den Namen?
13:14Ja, aber das sage ich Ihnen erst morgen, weil ich habe jetzt Feierabend.
13:17Okay, Frau Stockl, so schnell wie Sie hier reden schaffen,
13:18es ist leicht noch in der regulären Dienstzeit.
13:20Also.
13:22Das war ein ziemlich unangenehmer Zeitgenosse.
13:24Das wissen wir inzwischen auch schon.
13:26Dass er vorbestraft ist, wissen Sie das auch?
13:28Nein, das wussten wir noch nicht.
13:31Unterschlagung, Betrug, Steuerhinterziehung, das ganze Programm,
13:33er hat so ziemlich jeden Schissen, mit dem er zu tun gehabt hat.
13:36Das passt ja ganz gut ins Bild.
13:37Darf ich jetzt gehen?
13:38Wenn das alles war?
13:39Ja, das war alles.
13:41Dann dürfen Sie jetzt gehen.
13:43Feierabend.
13:45Michi, sei so gut, dann schau gleich morgen in der Früh,
13:47ob wir was über den Kast und wie soll haben.
13:49Jawohl.
13:49Und überprüfen Sie doch bitte auch seine Anzeige
13:51wegen des Diebstahls seines Motorrads von vor sechs Wochen.
13:54Jawohl.
13:54Und dann überprüfen Sie München das Alibi von der Frau Naumann,
13:56das soll angeblich in irgendwelchen Geschäften
13:58in der Maximilienstraße gewesen sein.
13:59Ich soll nach München? Ich habe morgen frei.
14:01Das kannst du verein.
14:02Ja, aber...
14:02Nix. Aber, Michi, das ist wirklich wichtig.
14:04Also.
14:05Und jetzt einen schönen Feierabend.
14:06Komm.
14:11Das sage ich dir.
14:12Wenn ich morgen Vormittag nicht zu dieser Feuerwehrübung gehen kann,
14:15dann scheppert es.
14:16Und zwar anständig.
14:18Freiwillige Feuerwehrübung und scheppern.
14:20Ja.
14:21Soll ich nach München?
14:23Dann gehe ich halt hin.
14:25Was willst du denn bei einer Feuerwehrübung tun?
14:27Doch nicht zur Feuerwehrübung.
14:29In die Maximilienstraße nach München.
14:31Äh, nein.
14:33Das darfst du für mich machen.
14:34Ich wollte schon lange mal wieder zum Schatten nach München fahren.
14:37Aber du, das darfst du eigentlich gar nicht so ermitteln.
14:40Und so, wenn du da jetzt aufkippen.
14:42Was man nicht weiß.
14:55Grüß dich, Corinna.
14:57Morgen, Michi.
14:58Witzel, ja.
14:59Wo ist denn die Stockl?
15:01Die Stockl?
15:02Äh, du, die Stockl, die mich gerade angerufen hat,
15:04der ist so schlecht.
15:06Das ist ja ganz was Neues.
15:07Was machst du noch da?
15:09Du musst ja nicht schlecht in München sein.
15:10Du, ich bin ja gleich in München.
15:11Ich wollte euch nur geschwind was sagen.
15:13Äh, wo ist der Hansen?
15:15Der ist hier.
15:16Pünktlich wie die Feuerwehr.
15:18Ah, ja.
15:19Und freut sich auf seinen Kaffee.
15:20Wo ist denn?
15:23Was ist denn die Frau Stockl?
15:25Äh.
15:25Der ist schlecht.
15:26Der hat Angriff mit dem Ehe gesagt.
15:29Nein, ich wollte euch ja nur zwei Sachen sagen.
15:31Erstens einmal, das Motorradl vom Wiesheil.
15:34Das ist noch immer zum Verhandeln ausgeschrieben.
15:37Und dann habe ich noch etwas herausgefunden über den Wiesheil selber.
15:40Und was?
15:41Vorbestraft ist er, der Wiesheil.
15:42Weswegen?
15:44Körperverletzung.
15:45Und zwar hat er jemanden mit einem Baseballschläger eins überbraten.
15:48Und jetzt rat's einmal, wen?
15:49Wem, Michi?
15:51Am Naumann.
15:53Naumann.
15:55Ja, und jetzt muss ich aber gehen, weshalb ich bin jetzt zu spät, oder nach München.
15:59Gute Reise.
16:00Danke.
16:26Danke.
16:31Kostin.
16:31Kostin.
16:38Danke.
16:46Kostin.
16:57Grüß Gott.
16:58Grüß Gott.
16:59Was kann ich für Sie tun?
17:01Kripo Rosenheim. Mein Name ist Stockl.
17:06Sagen Sie, kennen Sie eine Frau Naumann aus Rosenheim?
17:09Frau Naumann?
17:13Natürlich, Frau Naumann ist eine sehr gute Kundin.
17:16War die Frau Naumann gestern bei Ihnen im Laden? So gegen eins?
17:21Ja. Wieso wollen Sie das wissen?
17:24Reine Routine, danke.
17:30Darf ich mir noch ein bisschen umschauen?
17:32Bitte.
17:33Danke.
17:44Guten Morgen.
17:45Guten Morgen.
17:48Darf ich fragen, warum Sie mich hierher bestellt haben?
17:50Ja. Wir haben uns mal mit Ihrer Vergangenheit beschäftigt.
17:54Meiner Vergangenheit? Das war sicher nicht so spannend, oder?
17:57Oh, ich finde das Körperverletzung schon spannend.
18:00Klingt.
18:03Gehen Sie öfter mal auf Leute los, die Sie nicht kennen?
18:08Ach, das waren Sie ja.
18:11Jetzt kommt bestimmt gleich.
18:13Ich habe es bloß verschwiegen, weil ich nichts mit dem Mord zu tun haben wollte.
18:16Nein, ich war einfach so überrascht, als Sie auftauchten.
18:18Da ist mir gar nichts mehr eingefallen.
18:20Sie hätten wissen müssen, dass wir es herausbekommen.
18:22Als Sie weg waren, wurde mir das auch klar.
18:25Mit dem Mord haben Sie natürlich nichts zu tun.
18:27Natürlich nicht.
18:29Dann erzählen Sie mal.
18:36Meine Freundin.
18:45Angidika ist vor anderthalb Jahren von einem Auto überfahren worden.
18:49Wenn der Pfarrer angehalten und einen Notarzt verständigt hätte, dann wäre sie noch am Leben.
18:57Aber das Arschloch ist einfach abgehauen und hat sie liegen lassen.
19:04Es war das Auto von Naumann.
19:07Aber der hat jetzt kurz nach dem Unfall als gestohlen gemeldet.
19:11Und einer seiner sauberen Freunde hat ihm für die Unfallzeit ein Alibi organisiert.
19:17Freispruch.
19:19In dubio pro reo.
19:24Und da haben Sie ihn sich vorgenommen.
19:27Der, der aus dem Gerichtssaal als freier Mann rausmarschiert ist, der bin ich ausgerastet.
19:32Klar weiß ich, dass das ein Fehler war.
19:35Sie sind sich aber schon bewusst, dass Sie damit ein erstklassiges Mordmotiv haben.
19:39Natürlich, aber ich war es nicht, ehrlich.
19:42Wie erklären Sie sich dann, dass alles so wunderschön auf Sie hinweist?
19:45Da will mal einer was unterschieben. Eine andere Erklärung habe ich nicht.
19:50Schon dreist.
19:51Und mit der Ausrede hat er versucht durchzukommen.
19:53Also, sein angeblich vor sechs Wochen gestohlenes Motorrad ist das Tatfahrzeug.
19:58Er hat kein Alibi, aber ein handfestes Motiv.
20:01Aber ob der so blöd ist, dass er mit dem eigenen Motorrad zum Naumann fährt und in der Schießt?
20:06Es war auch nicht besonders intelligent von ihm, als er Naumann nach der Gerichtsverhandlung niedergeschlagen hat.
20:10Gut, aber das war damals im Affekt.
20:12Jetzt hat er doch genügend Zeit gehabt zum Nachdenken und Planen.
20:16Warum hat sich der nichts einfallen lassen, damit er nicht so offensichtlich verdächtig ist?
20:20Also, auf jeden Fall sollten wir bei Wiesheuer eine Hausdurchsuche machen.
20:23Immerhin haben wir die Lederkombi noch nicht.
20:24Und die Tatwaffe auch noch nicht.
20:26Ja, logisch, wir haben eine Hausdurchsuche.
20:27Ob das was bringt, werden wir sehen.
20:29Wird sich wahrscheinlich lohnen.
20:31Aber was ist denn das?
20:32Sieht jemand um?
20:33Nein, das sind die Unterlagen aus der Villa Naumann.
20:36Na, super.
20:37Ist ja nicht viel.
20:38Bis dann.
20:39Das wird schief.
20:39Das wird schief.
20:40Das wird schief.
20:51Musik
21:20Musik
21:52Das ist nicht uninteressant.
21:54Was denn?
21:55Ein gewisser Peter Lausen schuldet dem Namen 30.000 Euro.
22:03Aha.
22:12Musik
22:21Alles gut. Herr Lausen?
22:23Ja.
22:24Hofer, Kripp, Rosenheim. Das ist mein Kollege Hansen. Wir würden Sie gern sprechen.
22:28Worum geht's?
22:29Wenn wir das vielleicht drin besprechen könnten.
22:33Bitte?
22:35Musik
22:35Musik
22:36Musik
22:37Musik
22:50Es geht um den Mord an Herrn Naumann.
22:56Dachte ich mir schon. Ich habe es in der Zeitung gelesen.
22:59In welcher Beziehung standen Sie zu Herrn Naumann?
23:01Ich habe für ihn gearbeitet. Auf freiberuflicher Basis.
23:06Haben Sie sich schon Gedanken darüber gemacht, wer Ihren Chef ermordet haben könnte?
23:12Nein. Das interessiert mich nicht.
23:16Aber Sie waren doch sowas wie seine rechte Hand?
23:21Seine rechte Hand?
23:22Ja. Und?
23:27Kennen Sie den?
23:35Klar.
23:38Besonders interessant ist das Fälligkeitsdatum. Sie hätten genau gestern dem Herrn Naumann die gesamten 30.000 Euro zurückzahlen müssen.
23:46Hätte ich nicht.
23:47Ah ja?
23:49Er hat mir vier Wochen länger Zeit gegeben.
23:52Haben Sie das schriftlich?
23:54Wir haben das einfach so abgesprochen.
23:57Wenn ich gewusst hätte, dass er umgebracht wird, hätte ich mir das natürlich schriftlich geben lassen.
24:02Das ist jetzt schlecht für Sie.
24:04Da könnte man gleich auf die Idee kommen, dass Sie Ihren Chef erschossen haben, weil Sie das Geld nicht zurückzahlen
24:09konnten.
24:09Das ist Quatsch.
24:11Wofür haben Sie die Summe denn gebraucht?
24:13Ich habe mir ein Auto gekauft.
24:16Spinn.
24:17Jetzt müssen wir nur noch wissen, wo Sie gestern Mittags gegen 12.30 Uhr waren.
24:22Hier.
24:23Aber Sie haben leider niemanden, der das bezeugen kann.
24:25Irrtum.
24:28Meine Freundin kann das bezeugen.
24:31Lisa, kommst du mal?
24:40Grüß Gott.
24:41Was gibt's denn?
24:42Die Herren möchten gern wissen, wo ich gestern Mittag war.
24:46Ist es wegen Naumann?
24:48Genau.
24:50Peter war hier.
24:52Ich habe uns Spaghetti gekocht.
24:58Und Sie sind sich sicher, dass Sie das nicht nur sagen, um Ihrem Freund ein Gefallen zu tun?
25:03Nein.
25:05Ich sage es, weil es die Wahrheit ist.
25:10Dann lassen wir das mal so stehen.
25:13Gut.
25:15Kann ich den wiederholen?
25:17Wieso?
25:18Weil in die Frau Naumann bestimmt gerne ich zurückkriegen.
25:21Ich würde schaue.
25:23Wiedersehen.
25:33Hansen?
25:34Ja?
25:37Sicher?
25:39Na gut.
25:40Danke.
25:42Die Hausdurchsuchen bei Wiesheu hat nichts gebracht.
25:45Ich glaube ja nicht, dass ich es nicht.
25:46Woher war es aber nur mit Bauchgefühl?
25:47Jetzt wissen wir es definitiv.
25:49Willst du den Aufwand rechtfertigt?
25:51Ja, ich denke schon.
26:07Ach, wen haben wir denn da?
26:09Die Frau Stockl.
26:10Grüß euch.
26:11Grüß Gott, Frau Stockl.
26:12Wie geht's Ihnen denn?
26:13Bestens, danke.
26:15Hatten Sie Herrn Mohn nicht erzählt, die Ihnen wäre nicht wohlzumuten?
26:19Ja.
26:20Ah.
26:22Ach, meine Herren.
26:24Auf an Bord.
26:25Ja.
26:26Bis gleich.
26:27Bis gleich.
26:30Meine Herren, Sie werden mir sicherlich recht geben.
26:33Wenn ich sage, die Polizei sollte der allgemeinen Bevölkerung stets ein Vorbild sein.
26:39Vor allem in Sachen Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit.
26:42Herrlich.
26:43Nun ist mir aber leider zu Ohren gekommen, dass Sie für sich so eine Art Wettbewerb kreiert haben.
26:49Wer zuerst kommt, hat verloren.
26:51Was?
26:52So was würden wir doch nie machen.
26:54Natürlich nicht, Herr Hansen.
26:56Natürlich nicht.
26:57Das würde ja auch ein schlechtes Licht auf unser Präsidium werfen.
27:01Sollte es aber dennoch irgendetwas in dieser Art gegeben haben, rein hypothetisch, versteht sich,
27:07können wir davon ausgehen, dass das jetzt beendet ist.
27:10Selbstverständlich.
27:11Gut.
27:11Meine Herren.
27:14Mach das.
27:14Danke.
27:15Wiederschön.
27:26Herr Michi, bist du schon wieder da?
27:28Weil ich schickst ja.
27:31Und?
27:32Was und?
27:33Der hat für den Namen jetzt Alibi, da hat es keins.
27:35Ach so, die Frau Naumann.
27:37Äh.
27:38Ja, also, die Frau Naumann.
27:41Also, das Alibi.
27:43München betreffend.
27:45Ja.
27:46Sie hat ein Alibi.
27:49Sie war in München und sie war beim Shoppen genauso, wie sie es gesagt hat.
27:55Genau.
27:56Sagst du mir jetzt mal, was läuft denn da?
28:00Ja, die Stockli war in München, weil ihr bei dir in der Früh meine Feuerwehrung kamt.
28:05Und warum sagst du dir nichts?
28:06Warum mauschst du jetzt mal aneinander, statt dass du offen mit mir sprichst?
28:09Du hast mich nicht ausreden lassen.
28:11Ich war schuld?
28:12Ja.
28:13Okay.
28:15Michi, da ist das Adressbuch vom Herrn Naumann.
28:18Man prüft alle auf möglichen Motiv, Alibi und so weiter, wie man es.
28:23Ja, du, das sind aber schon sehr viele Adressen, gell.
28:26Nein.
28:27Da kommst du wenigstens nicht auf dumme Gedanken.
28:30Nein.
28:43Na, was machst du denn?
28:45Ich denk nach.
28:47Aha.
28:48Deswegen kenn ich den Gesichtsausdruck noch nicht.
28:51Blöde Hinner.
28:56Kommst du denn im Mordfall Naumann nicht weiter?
28:58Na ja, wir haben zwei Verdächtige.
29:01Bei dem einen spricht alles dafür, dass er es war.
29:04Aber ich kann einfach nicht glauben, dass das der Täter sein soll.
29:08Und der andere kann es euch nicht gewesen sein, aber ich möchte wetten, dass er es war.
29:12Was ist eigentlich mit der Frau vom Naumann?
29:15Die hat ein Alibi.
29:16Wieso kennst du die?
29:18Na ja, ist ganz schön heftig unterwegs in Rosenheim.
29:21Es gibt praktisch keine Veranstaltung, wo die nicht auftaucht.
29:24Schön.
29:25Was hat das mit dem Mord zu tun?
29:28Sie kommen dort meistens allein und gehen dort in Begleitung.
29:32Jetzt verstehst du, was ich meine.
29:33Na, du meinst, dass sich da jemand einen kleinen Gefallen getan hat?
29:39Mei, Geld genug hat sie ja.
29:41Und auch sonst hat sie sich ja einiges zu bieten.
29:44Hast du jemanden bestimmt im Auge?
29:46Na, war bloß so eine Idee.
29:48Na, vielleicht nicht einmal eine schlechte.
29:51Ich mag es auch wieder.
29:53Ich hab's dick.
30:06Oh, ein Stückchen.
30:08Hier ist die Michi.
30:12Und?
30:13Was sagst du?
30:14Was soll ich sagen?
30:16Ja, äh, heute nix auf.
30:21Hier, eine neue Bluse.
30:24Ach so, ja.
30:27Wau, spitze.
30:30Guten Morgen.
30:31Guten Morgen, Frau Ortmann.
30:32Frau Ortmann.
30:34Frau Stöckel, schöne Bluse haben Sie da.
30:37Danke, Frau Ortmann.
30:39Eine echte Yves-Karriere, hm?
30:40Schau mich hier.
30:41Und das ist eine Frau von Welt.
30:44Reduziert von 429 auf 279 Euro.
30:48Die Bluse kostet 279 Euro.
30:51Ja, mei, ich war halt da in dem Geschäft drin
30:53und hab mir die Verkäuferin so mitleidig angeschaut,
30:56als hätte ich mir die Bluse nicht leisten können.
30:58Und dann hab ich's mir gekauft.
31:00279 Euro.
31:02Äh, Frau Ortmann, woher wissen Sie das eigentlich?
31:05Ab 150 Euro brauchen wir eine Rechnung
31:07mit ausgewiesener Adresse und ausgewiesener Mehrwertsteuer.
31:10Die Kollegen von der Buchhaltung
31:12haben diesen Beleg hier in Herrn Mors Spesenabrechnung gefunden.
31:16Das heißt ja wohl dann, dass Sie in München waren
31:18und nicht der Herr Mohr.
31:19Frau Ortmann, die Frau Stöckel hat nur ver...
31:21...gegen mehrere Dienstvorschriften verstoßen.
31:23Und Sie übrigens auch, Herr Mohr.
31:26Dann kriegen Sie mir heute die Rechnung wieder.
31:30Ich könnte mir vorstellen,
31:31dass Herr Achtziger sich auch sehr
31:32für Ihren kleinen Ausflug interessiert.
31:34Tschüss.
31:49Moin, moin, Herr Hofer.
31:50Moin, Herr Hansen.
31:52Ich hab nur ein bisschen was über die Frau Naumann erfahren.
31:55Der Eindruck hat sich bestätigt,
31:57die führt ein ziemlich lockerer Lebenswandel.
31:59Gar nicht so schlecht, wenn man eine Schwester hat,
32:00die sich in der Rosenheimer High Society auskennt.
32:03Stimmt.
32:04Was aber meine Schwester leider nicht gewusst hat,
32:07ist, ob es da einen aktuellen festen Liebhaber gibt.
32:10Sie meinen, auch wenn sie ein Alibi hat,
32:13können sie immer noch jemanden angestiftet haben.
32:16Wäre doch möglich.
32:17Zum Beispiel den Herrn Lausen.
32:26Tag, Frau Görlitz.
32:28Peter ist nicht hier.
32:30Wir würden uns gerne mit Ihnen unterhalten.
32:32Sie gestatten?
32:33Danke, nett von Ihnen.
32:35Wie lange kennen Sie denn vielleicht eigentlich schon?
32:39Ein halbes Jahr.
32:41Da sind Sie schon bei ihm eingezogen.
32:42Ich hab noch eine eigene Wohnung.
32:45Und trotzdem sind Sie untertags hier.
32:47Manchmal, ja.
32:49Wie zum Beispiel vorgestern.
32:51Ja.
32:53Sie wissen aber schon, was eine Falschaussage ist.
32:56In diesem Fall geht es nicht um das Überfahren in einer roten Ampel.
32:58Wir sprechen hier von Mord.
33:00Ist Ihnen das klar?
33:02Also, wo war der Herr Lausen vorgestern Mittag?
33:05Hier.
33:06Frau Görlitz.
33:10Wenn Sie herausstellt,
33:12dass Ihr Freund den Mord wirklich begangen hat,
33:14dann hat das schlimme Folgen für Sie.
33:17Ist Ihnen das klar?
33:19Er war hier mit mir.
33:21Spaghetti kochen.
33:22Wieso glaube ich Ihnen das nicht?
33:23Noch ist es nicht zu spät, Frau Görlitz.
33:26Überleben Sie es sich noch mal.
33:29Wir können Sie auch mit aufs Präsidium nehmen.
33:31Vielleicht fällt Ihnen das Denken in einer Zelle ja leichter.
33:34Also zum letzten Mal jetzt.
33:35Wo war Ihr Freund, als Herr Norman...
33:36Ich war hier!
33:37Ja, und jetzt lassen Sie meine Freundin in Ruhe.
33:39Ist doch gar nicht zulässig, was Sie hier veranstalten.
33:43Wenn Sie nicht sofort verschwinden, hole ich meinen Anwalt.
33:47Das schreckt uns zwar nicht wirklich,
33:49aber für einen Augenblick wollen wir es gut sein lassen.
33:51Bitteschön.
34:05Wenn Lausen drei Minuten später gekommen wäre,
34:07dann hätten wir sie gehabt.
34:09Ah, die kriegen wir schon noch.
34:12Bauchgefühl?
34:13Welcher Bauch?
34:17Den haben Sie ja echt gut gespielt, den bösen Bullen.
34:21Die waren aber auch nicht schlecht.
34:23Seid Sie gut, der Bulle.
34:24Tja, den muss ich nicht extra spielen.
34:32Jetzt sagen Sie mir doch bitte schön beide, was haben Sie sich dabei gedacht?
34:36Ja, was hätte ich gar nichts dabei gedacht?
34:38Ja, sehen Sie, genau das ist eben das Problem, dass Sie nichts gedacht haben.
34:42Ja, das hätte Ihnen doch auffallen müssen,
34:44dass die Frau Stockel überhaupt nicht nach München fahren kann,
34:47um dort Ermittlungen anzustellen.
34:49Ja, aber ich wollte doch bloß überprüfen,
34:50ob diese Frau Naumann wirklich in der Boutique beim Shoppen war.
34:53Aber das dürfen Sie nicht, Frau Stockel.
34:55Sie sind Sekretärin und keine Polizistin.
34:58Das müssen Sie doch verstehen.
35:00Also gut.
35:02Sie werden ein, Sie müssen, dass ich diese Angelegenheit
35:04nicht auf sich beruhen lassen kann.
35:06Das muss man in Ihre Personalakte eintragen.
35:09So, das war's auch schon.
35:13Wiederschauen.
35:15Ja, so.
35:17Noch etwas.
35:20Falls in der nächsten Zeit nichts Neues anfällt,
35:24kann man diesen Eintrag auch wieder löschen.
35:26Danke, Herr Achtziger.
35:28Danke.
35:46Herr Wiesheul, was machen Sie denn hier?
35:48Ich weiß nur was eingefallen.
35:50Ich weiß nicht, ob das wichtig ist.
35:52Schießen Sie einfach los.
35:52Ich sage Ihnen dann, ob es wichtig ist.
35:55Als ich damals den Naumann aufgemischt habe,
35:56da ist ihm doch dieser Lausen zur Hilfe gekommen.
36:00Der hat versucht, mich festzuhalten.
36:01Und da habe ich gesehen,
36:02dass er eine Pistole im Gürtel stecken hatte.
36:05Eine Pistole?
36:06Welchen Typs?
36:09Das weiß ich nicht.
36:09Da kenne ich mich nicht aus.
36:10Mhm.
36:12Hat er die Waffe gezogen?
36:13Sie damit bedroht?
36:14Nein, das ging damals alles sehr schnell.
36:16Er hat sie bloß im Gürtel stecken.
36:17Das ist auch schon alles.
36:18Ich weiß nicht,
36:18ob das für Sie von Bedeutung ist.
36:19Ach, das war tatsächlich wichtig,
36:21Herr Wiesheul.
36:23Danke Ihnen.
36:24Dann ich für.
36:25Wiedersehen.
36:25Wiedersehen.
36:45Grüß Gott.
36:46Oh.
36:47Das ist ein richterlicher Tastungsbeschwerd.
36:49Wozu das denn?
36:50Sie sind im Besitz einer Pistole.
36:51Wozu sollte ich eine Pistole haben?
36:53Zum Beispiel,
36:54um den Herrn Naumann zu töten.
36:57Ich habe den Naumann nicht erschossen.
36:58Ich war hier,
36:59das wissen Sie.
37:00War er wirklich hier?
37:01Klar war ich das.
37:02Sag es Ihnen.
37:06Hey, Lisa.
37:08Frau Görlitz.
37:13Ich habe gelogen,
37:15er war nicht hier.
37:16Warum sagst du das?
37:17Du weißt ganz genau,
37:18dass ich hier war.
37:19Sie haben jetzt erst einmal
37:20die Funkstelle,
37:21Frau Görlitz.
37:23Bitte springt es.
37:26Er hat den Naumann umgebracht.
37:28Wie spielst du?
37:30Hast du noch alle?
37:32Das kannst du doch nicht machen.
37:33Er ist gegen zwei Uhr
37:34heimgekommen und hat gesagt,
37:36ich soll behaupten,
37:37dass er das Haus nicht verlassen hat.
37:38Er hat eine Pistole dabei gehabt.
37:39Was?
37:41Wo ist der?
37:42Das stimmt nicht.
37:43Ist auf dem Floh,
37:44versteckt im Spülkasten.
37:45Ich verstehe das nicht.
37:46Michi.
37:47Warum sagst du das?
37:59Das darf doch alles
38:00nicht wahr sein.
38:02Die habe ich noch nie gesehen.
38:03Na, doch, schau her.
38:07Das war es dann wohl
38:08für Sie, Herr Lausen.
38:09Herr Mohr?
38:09Puschen?
38:10Was soll denn das?
38:11Was soll das?
38:11Das kann nicht sein.
38:12Ich will sofort
38:13meinen Anwalt sprechen.
38:14Auf dem Präsidium.
38:15Auf dem Präsidium.
38:19Auf dem Präsidium.
38:45Jemand, der gerade
38:46einen Mörder verhaftet hat,
38:47sieht aber anders aus.
38:48Mhm.
38:49Das ist ja das,
38:49was ich gerade frage.
38:50Ob wir wirklich
38:51den Mörder verhaftet haben.
38:52Aber seine Freundin
38:53hat ihn schwer belastet.
38:54Ja, das schon,
38:55aber ich weiß es nicht.
39:23Also,
39:24Wieso?
39:25Weil mir das Kleid denkt.
39:41Du bist so wahnsinnig.
39:48Sollst du nicht hierherkommen?
39:49Wieso? Es ist doch alles gelaufen.
39:51Wir dürfen uns auf keinen Fall hier zusammen sehen.
39:53Es tut mir leid, aber ich muss einfach mit jemandem reden.
39:59Ich habe mich jetzt ein halbes Jahr mit diesem Schwein abgegeben.
40:03Jeden Tag.
40:04Eben haben sie ihn abgeholt.
40:06Die beiden haben endlich ihre gerechte Strafe bekommen durch uns.
40:09Du hättest sein Gesicht sehen sollen.
40:14Oh, die Herren Kommissare?
40:16Hallo Herr Wieshoi. So sieht man sich wieder.
40:19Mit dem habe ich überhaupt nicht gerechnet.
40:21Ich dachte, der Fall Naumann ist geklärt.
40:23Ich würde mir sagen, wir sind gerade dabei, ihn aufzuklären.
40:26Ich möchte wetten, wenn wir bei Ihnen eine Hausdurchsuchung durchführen.
40:30Dann werden wir die Motorradkombi uns in ihm finden.
40:33Sie sind beide vorläufig festgenommen wegen des dringenden Tatverdachts,
40:36Oliver Naumann ermordet zu haben.
40:39Jetzt muss ich mich nicht hinterlassen.
40:40Der Plan war gut durchdacht.
40:43Ich verstehe bloß noch nicht, wie Sie Frau Görlitz dazu haben überreden können.
40:46Er hat mich nicht überredet.
40:48Und wieso haben Sie dann da mitgemacht?
40:50Angelika und ich, wir sind zusammen aufgewachsen.
40:54Sie war meine beste Freundin.
40:56Und wie der Naumann freigesprochen worden ist, haben Sie beide beschlossen, sich hin zu welchen.
41:02Es ging ja nicht um Rache.
41:05Wir wollten Gerechtigkeit.
41:06Wie meinen Sie das?
41:12Naumann hat Angelika überfahren und hat sie wie ein Tier am Straßenrad liegen lassen.
41:19Lausen wusste das alles und hat ihm trotzdem mit einem falschen Alibi geholfen.
41:22Die beiden haben lediglich ihre gerechte Strafe für Angelikas Tod bekommen.
41:28Und deshalb haben Sie den Herrn Naumann getötet und es so erscheinen lassen, als ob es der Lausen gewesen wäre.
41:33Und Sie haben sich bei Peter Lausen eingeschlichen, um im entscheidenden Moment sein Alibi platzen zu lassen.
41:38Das hätte ja auch beinahe geklappt.
41:42Ja, wenn da nicht Ihr Bauchgefühl gewesen wäre, Herr Kollege.
41:45Ja, diesmal war es nicht mein Bauchgefühl.
41:48Die Festnahme vom Lausen, Ihr Lächeln, das war's.
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