- vor 18 Stunden
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SpaßTranskript
00:15Was ist denn hier?
00:52Also wirklich, manchmal könnte man meinen, du bist der Einzelkind.
00:56Wer meint, siehst du das? Was ist denn los?
00:58Nix.
01:02Es gibt doch nichts Schöneres als ein bisschen Ruhe, bevor der Tag beginnt.
01:08Und jetzt ist schon wieder vorbei mit der Ruhe.
01:11Wer ist denn der Sternfried?
01:22Geischel!
01:23Was wollt denn dir an die Zeit?
01:25Hinsing kann ich noch nicht.
01:26Einen wunderschönen Tag, die Herrschaften.
01:28Herr Reischel, Sie hier und so früh.
01:30Grüß Gott, Herr Reischel, fahren Sie ein neues Auto?
01:32Nein, nein, das ist die Limousine von meiner Frau Mama.
01:35Aber das Beste an dem Auto, das ist die Soundanlage.
01:38Eine sensationelle Dynamik.
01:39Na, ich glaube, das hört man bis zum Chiemse rüber, oder?
01:42Ja, also normalerweise macht es meine Frau Mama nicht, wenn ihre Limousine ohne Scherfuhr bewegt wird.
01:47Sie ist halt gerade im Urlaub und sie wird mich bestimmt nicht verraten.
01:51Na ja, schauen wir mal.
01:52Was treibt Sie zu uns?
01:54Morgenstunde hat Gold im Mund und ich war gerade in der Nähe, da habe ich mir gedacht, es wird Zeit
01:58für einen kleinen Sommergruß.
02:00Mei, das ist aber reizend, danke.
02:02Ciao.
02:03Ja, schön.
02:05Weil ich schon mal hier bin, ich hätte da eine kleine Sache mit Ihnen zu besprechen, Frau Hofer.
02:11Jederzeit, gern, außer jetzt, weil ich habe gleich einen Termin im Rathaus.
02:15Hätte ich mir denken können.
02:17Wie wäre es denn mit einem Abend in die Times Square?
02:22Ja, also dann müsstest du heute Abend bitte, bitte den Stall machen.
02:27Na ja, bis dann schon.
02:29Herr Hofer, geben Sie doch mit dem Herzen einen Ruck, wenn Ihre Schwester ein Rendezvous hat.
02:34Moment.
02:37Hofer?
02:37Herr Hofer, es gab ja der Laich.
02:39A Laich? Gut, wo?
02:42Sagt Ihnen die Regina-Straße was?
02:44Und zwar ums Eck, Ebersberg, Weg 15.
02:46Das kenne ich, bin gleich da.
02:47Der Herr Hansen ist schon unterwegs.
02:50Ja.
02:51Ich würde gerne ein bisschen weiterklautern, aber die Pflicht ruft.
02:54Und was ist mit heute Abend?
02:55Hm, da schaut schlecht aus, das wird nix.
02:58Machen Sie sich einmal keine Sorgen, Herr Reischl.
03:00Da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen.
03:02Hm, ich verstehe.
03:12Auch einmal schön.
03:14Beide kommen gleichzeitig.
03:22Moin, Moin, Herr Moin.
03:23Moin.
03:24Guten Morgen, Herr Kollege.
03:26Moin.
03:29Was haben Sie denn da gemacht?
03:30Sind Sie da reingefahren?
03:31Ich?
03:32Nee.
03:33Gestern Mittag war er noch in Ordnung, als ich abends wieder aus dem Präsidium rausgekommen bin.
03:39Also welcher Idiot das gewesen ist, würde ich selber gern wissen.
03:42Fahrerflucht vor dem Polizeipräsidium.
03:44Na, sauber sage ich.
03:45Ja.
03:45Frau Stockl untersucht schon die Überwachungsbänder.
03:48Hoffentlich war das kein Kollege.
03:50Herr Hansen, mit dem Auto dürfen Sie aber nimmer am öffentlichen Verkehr teilnehmen.
03:55Geh, dann sagen Sie doch bitte dafür, dass der Wagen aufs Präsidium kommt.
03:59Sag mal, Michi, das ist nicht die Villa vom Dom?
04:01Wahrscheinlich um den geht's ja.
04:03Ja, wäre nicht Opfer eines Raubmordes geworden.
04:05Der Dom?
04:06Da würde ja ein Aufstreicht nach Bayerns Fernsehzimmer gehen.
04:09Der Dom war Schauspieler?
04:11Nein, der Dom war ein Koch, aber nicht irgendeiner.
04:13Einer hat Superstar unter Bayerns Köchen.
04:15Mit einer eigenen Fernsehsendung.
04:17Ah, dann weiß ich.
04:18Gehört dem nicht auch der Goldene Dom?
04:19Wahrscheinlich.
04:20Das teuerste Restaurant am Platz.
04:22Dafür haben Sie auch eine hervorragende Küche.
04:23Na, ein bisschen überbewertet.
04:25Große Teller, kleine Portionen.
04:26Ich finde bei Schwesterkoch besser.
04:27Ja, man isst, was man isst, ne?
04:29Genau.
04:34Hört einmal her.
04:35Da ist er nicht.
04:36Gehen wir?
04:44Ja, ja, klar, da war einer gewütet.
04:46Allerdings.
04:49Aha, das ist er, oder?
04:56Gibt's schon eine Liste mit den gestohlenen Gegenständen?
04:58Nein, gibt's noch nicht, aber da kümmere ich mich umherz.
05:01Und wo ist sie?
05:05Was?
05:07Wer?
05:07Die Leiche.
05:09Ah, die Leiche.
05:10Leiche ist ja der Küche.
05:11Komm.
05:13Grüß Gott, Frau Dr. Kern.
05:14Guten Morgen, Herr.
05:16Oh, ziemlich unappetitliche Angelegenheit.
05:19Das kann man wohl sagen.
05:21Liebe Frau Dr., können Sie uns sonst irgendwas sagen?
05:24Na ja, wir haben eine Fraktur an der Schädeldecke.
05:27Er wurde von hinten erschlagen.
05:29Alles weitere nach der Obduktion.
05:31Und die Tatzeit?
05:33Gestern.
05:34So etwa gegen 23 Uhr.
05:37Okay.
05:41Und die Fußspuren hier?
05:43Sind die von ihm?
05:44Nein, kann nicht sein.
05:45Er hat Schuhgröße 45 und die Fußspuren sind so 42.
05:51Ein Kündigungsschreiben.
05:53Auf gestern datiert.
05:55Wem hat er denn gekündigt?
05:57Den Geschäftsführer vom Goldenen Dom, einen gewissen Johann Rambold.
06:03Und er hat den eigentlich gefunden?
06:04Seine Frau, Marianne, Dom.
06:07Seien Sie ein bisschen vorsichtig, wenn Sie mit ihr reden.
06:09Sie ist schwanger.
06:16Frau Dom, Hofer, Kild bei Rosenheim.
06:20Das ist mein Kollege Hansen.
06:21Guten Tag.
06:22Ich würde mir ein paar Fragen an Sie.
06:24Wäre es möglich, dass wir die hier jetzt stellen?
06:26Ja, natürlich.
06:28Okay.
06:31Frau Dom, könnten Sie uns bitte sagen, wann Sie Ihren Mann zum letzten Erleben gesehen haben?
06:40Gestern Abend, so gegen acht.
06:42Kurz bevor ich spazieren gegangen bin.
06:44Und wann waren Sie wieder hier?
06:47Ich weiß nicht, so ein Elf.
06:51Das war dann doch ein ziemlich langer Spaziergang.
06:55Das war ein schöner Abend.
06:57Und als Sie wieder nach Hause gekommen sind, haben Sie da irgendetwas Ungewöhnliches bemerkt?
07:04Ich bin gleich hoch und zu wett.
07:06Am Siegspferd kenne ich Stimmen, Geräusche.
07:08Ich bin sofort eingeschlafen.
07:11Ihr Mann wollte den Geschäftsführer vom Goldenen Dom kündigen.
07:14Haben Sie vielleicht eine Idee, warum?
07:18Mit den geschäftlichen Angelegenheiten meines Mannes hatte ich nichts zu tun.
07:52Guten Tag.
07:53Grüß Gott.
07:56Guten Tag, die Herren.
07:57Wir haben leider noch geschlossen.
07:58Bei uns machen es gewiss eine Ausnahme.
07:59Hofer mit Porosenhemden, das ist mein Kollege.
08:02Hansen.
08:03Die Polizei.
08:05Womit kann ich Ihnen helfen?
08:07Es geht um Ihren Chef.
08:08Herr Arthur Durm wurde letzte Nacht ermordet.
08:15Oh mein Gott.
08:19Herr Rosenheim, Apparat Stockel, grüß Gott.
08:21Frau Stockel, wenn wieder jemand an und wegen dem Herrn Durm.
08:24Es ist das Rosenheimer Tageblatt.
08:25Ich bin nicht da.
08:27Hören Sie, der Herr Achtziger ist leider nicht da.
08:29Probieren Sie es bitte später noch mal.
08:30Ja, danke.
08:31Vielen Dank.
08:32Also wie gesagt, wenn wieder Anrufe reinkommen wegen dem Herrn Durm, wimmeln Sie die Herrschaft
08:36und pitchen auch bei dem dauernden Gebimmel, kann ja kein Mensch arbeiten.
08:40Was machen Sie denn da überhaupt?
08:41Na ja, am Hansen ist einer ins Auto reingefahren und ich schaue, ob die Überwachungskamera was
08:45aufgenommen hat.
08:46Wie, und der Fahrer ist flüchtig?
08:47Ja, und das Dumme ist, dass der Hansen nicht im Beutel ist.
08:51Ja, das will ich aber unbedingt geklärt haben.
08:53Wenn Sie das rumspricht, dass wir nicht einmal im Präsidium für Ordnung sorgen können,
08:56wie schaut denn das aus?
08:57Blöd.
08:58Also bleiben Sie dran.
08:59Ja, und dass man ja keine rechtlichen Schritte unternimmt, von denen ich nichts weiß,
09:02da will ich vorher informiert werden.
09:06Das ist ja der Herr Hofer.
09:07Jetzt schauen Sie mal, wann der zur Arbeit kommt.
09:09Also richten Sie den Herrschaften doch bitte schön aus.
09:11Sie sollen sofort zu mir ins Büro kommen, wenn Sie da sein.
09:14Mach ich.
09:16Was ist das?
09:17Herr Stopp!
09:25Also ich kann mir gar nicht glauben, dass der Arthur tot sein soll.
09:28Und gerade jetzt?
09:30So was kommt meist ungelegen.
09:32Letzte Woche haben wir unseren dritten Stern erhalten und man hat Arthur dieses Jahr wieder
09:35zum besten Koch bei uns gekürt.
09:41Grüß Gott, wer sind Sie bitte?
09:42Das ist Martin Nowak, einer unserer Köche.
09:46Hört mal bitte alle her!
09:54Arthur Dohm ist ermordet worden.
09:56Diese Herren sind von der Kriminalpolizei.
09:58Sie haben ein paar Fragen an euch.
10:02Hat denn jemand von Ihnen mitbekommen, dass Herr Dohm Ärger mit jemandem hatte?
10:05Ein besonderer Konflikt, ein Streit?
10:08Irgendetwas?
10:09Haben Sie was mitbekommen?
10:15Ich, ähm...
10:17Entschuldigen Sie mich bitte.
10:25Grüß Gott.
10:27Das ist unser hauseigenes Dessert.
10:31Der Domschatz.
10:32Der liegt verlockend.
10:34Ist aber noch nicht fertig.
10:35Da fehlt noch die Füllung.
10:36Und Sie müssen über Nacht tiefkühlen.
10:39Wenn Sie es probieren wollen, müssen Sie morgen wieder kommen.
10:42Ihr habt den Eindruck gehabt, dass Sie mir draußen was sagen wollten?
10:48Der Chef hat vor zwei Tagen einen lauten Streit gehabt hier vom Restaurant.
10:54Zufällig mit einem Herrn Rambold.
10:57Na?
11:00Und am Gast.
11:03Am ganz speziellen Gast.
11:05Kündigen?
11:06Mir?
11:07Daran habe ich nichts gewusst.
11:10Hat die Chefin Ihnen nichts gesagt?
11:12Nein.
11:14Und Sie können sich ja nicht vorstellen, warum er ihn kündigen wollte?
11:17Irgendetwas wird ihm wohl nicht gepasst haben.
11:19Ich meine, Arthur hat schon mal einen Riesenaufstand gemacht, wenn er Wein mal um ein paar Grad falsch temperiert war.
11:26Das ist alles?
11:28Nee, kann ich Ihnen dazu nicht sagen.
11:30Verraten Sie mir doch noch, wo Sie gestern Abend gegen 23 Uhr waren.
11:35Gegen elf, da war ich auf dem Heimweg von einem Freund.
11:42Wir hatten gestern Ruhetag.
11:44Das war ein Zufall.
11:48Also diese Geschichte mit der Kündigung kaufe ich dem Rambold nicht ab.
11:51Der lügt doch, ohne rot zu werden.
11:53Wird mir schwer sein, Ihnen das nachzuweisen.
11:57Hat dieser Koch noch was erzählt?
12:00Naja.
12:01Der Dom hat vor zwei Tagen tatsächlich Ärger mit jemandem gehabt.
12:05Und zwar mit einem gewissen Peter Platten.
12:07Der Restaurantkritiker?
12:09Genau der.
12:10Sie kennen den.
12:11Der bespricht doch die ganzen großen Restaurants in Deutschland.
12:15Wenn Sie was auf feine Küche geben, kommen Sie an dem nicht vorbei.
12:18Mhm.
12:19Laut Nowak hat es zwischen den beiden heftig gekracht.
12:22Und weswegen?
12:23Das hat er nicht genau verstanden.
12:24Aber als der Plattener gegangen ist, hat er wohl gesagt, das wird dir noch leid tun.
12:35Das wird jetzt zum Achtziger.
12:38Lass es uns zuerst einmal ankommen.
12:40Ja, aber kommen Sie nicht zu lang an, weil wir warten nämlich.
12:43Na ja, klitz die kleinen Kaffee wieder benutzen Sie.
12:46Wegen meines Wagens, Frau Strockel.
12:48Haben Sie sich die Überwachungsbänder schon mal angesehen?
12:50Ja, das habe ich.
12:52Da ist nun leider nichts zu sehen, weil Ihr Wagen nicht drauf ist.
12:55Das kann doch nicht wahr sein.
12:57Der Achtziger möchte auch, dass das so bald wie möglich geklärt wird.
13:00Herr hat nämlich Angst, dass das ein schlechtes Licht aufs Präsidium wirft.
13:03Aha.
13:03Dann soll die Spusi sich den Wagen mal ansehen.
13:05Vielleicht finden wir einen Hinweis auf den Unfallverursacher.
13:12Also, das ist einmal die Liste mit den gestohlenen Gegenständen.
13:17Das sind ein paar Fotos.
13:19Und mit der Nachbarn habe ich auch geredet, aber da hat keiner was gesehen.
13:23Herr Achtziger, ja.
13:25Ja, die sind da.
13:26Ich habe sie Ihnen auch ausgerichtet.
13:28Ja, mache ich.
13:30Wiederhören.
13:31Klasse, das.
13:36Ah, da sind Sie ja, die Herren.
13:39Hat immer die Frau Stockel nichts gesagt.
13:41Doch, doch, aber wir hatten sehr viel zu tun.
13:43Sie wissen ja, wie es ist.
13:44Nein, das weiß ich nicht, Herr Hofer.
13:46Aber jetzt sind Sie ja da.
13:48Herr Hansen, wir schocken es aus mit Ihrem Wagen.
13:50Gibt es was Neues?
13:51Leider nein.
13:52Auf den Überwachungskameras war nicht viel zu sehen.
13:54Ja, wie man es nimmt.
13:56Ich habe die Spuse hier aber gebeten, sich den Wagen mal vorzunehmen.
14:00Gut, Sie halten mich auf dem Lauf.
14:03Warst du es?
14:04Nein, ich hätte noch eine Sache.
14:06Herr Hansen, wenn Sie uns bitte einen Moment.
14:09Ich bin dann schon mal bei der Frau Doktor.
14:11Wie kommen Sie denn noch?
14:13Tja, Herr Hofer, auf den Überwachungsbändern war ja doch was Interessantes zu sehen.
14:18Dreimal können Sie raten, was?
14:23So, dann schauen Sie mal.
14:25Hier hat der Täter zugeschlagen.
14:28Und hier drüben hätte ich noch ein Röntgenbild von der ganzen Sache, Herr Hansen.
14:31Die Tatwaffe hat einen sichelförmigen Abdruck in der Schädeldecke hinterlassen.
14:35Sie war rund und etwa so groß.
14:39Entschuldigung, Frau Doktor.
14:40Hallo, Herr Hofer.
14:41Der 80er hat mir aufgetreten.
14:42Leider habe ich keine Rückstände in der Wunde gefunden, aber das hier in seinem Mund.
14:48Ah ja.
14:48Das ist sehr schön.
14:50Das heißt wohl, er war gerade beim Essen, als er erschlagen wurde.
14:53Ist schon vergessen, er hat doch mit dem Gesicht neben dem Teller gelegen.
14:56Aber warum erzählen Sie uns das dann?
14:57Weil er offensichtlich keine Zeit hatte zum Runterschlucken.
15:01Verstehe.
15:02Also so wie er da saß, muss er den Täter durch die Küchentür haben kommen sehen.
15:06Ja, und der Täter muss um den Tisch herumgelaufen sein, um ihn von hinten zu erwischen.
15:10Genügend Zeit also, um zumindest herunterzuschlucken.
15:13Der Dom muss den Täter gesehen haben, hat ihn aber offenbar nicht als Bedrohung empfunden.
15:17Also hat er den Täter gekannt.
15:19Dann hat der Täter den Diebstahl also nur inszeniert, um die Spuren zu erwischen.
15:23Schaut ganz aus.
15:24Ah, das heißt ja.
15:26Das ist die Telefonliste vom Dom und der Herr Plattner wartet schon an Sie im Büro.
15:30Sehr gut.
15:31Was mir aufgefallen ist, ist, dass er öfter mit dem Doktor Freilich telefoniert hat.
15:36Mit dem Doktor Freilich?
15:38Hat die Frau Thomas gesagt, dass ihr Mann krank gewesen wäre?
15:41Nein, seine Frau hat nichts gesagt.
15:42Okay.
15:43Dann könnten Sie den Herrn Plattner alleine verhören.
15:45Dann würde ich zum Doktor Freilich schauen und der hat seine Praxis gleich hier ums Ecken.
15:49Gut, das mache ich. Bis gleich.
15:50Bis gleich.
15:52Servus.
15:54Danke, Herr Mohr.
15:55Gut gemacht, Michi.
15:56Das mit dem Doktor Freilich war eine feine Idee.
16:08Guten Tag.
16:11Entschuldigen Sie, dass Sie warten mussten.
16:13Hauptkommissar Hansen.
16:15Blattner.
16:16Bitte.
16:18Schicken Anzug tragen Sie da.
16:20Ist der maßgeschneidert?
16:22So etwas sehen Sie.
16:25Respekt.
16:27Mit der Kleidung ist es wie mit dem Essen.
16:29Das Beste ist gerade gut genug.
16:31Nicht wahr?
16:32Wasser?
16:34Nein.
16:35Danke.
16:36Wie Sie vielleicht schon gehört haben, ist Herr Dom heute Morgen tot in seiner Küche gefunden worden.
16:42Haben Sie eine Ahnung, wer das getan haben könnte?
16:44Gottes Willen.
16:46Ich habe keine Ahnung.
16:48Der Arthur war zwar ein rechter Querkopf, aber umbringen?
16:52Ich weiß nicht.
16:54Wir haben gehört, dass Sie sich vor ein paar Tagen mit ihm vor seinem Restaurant bestritten haben.
16:59Ach, wer hat Ihnen denn das erzählt?
17:02Das war doch nichts.
17:04Das war, wie soll ich sagen, das war eine Auseinandersetzung zwischen einem Kritiker und einem Koch.
17:09Wissen Sie, wir kennen uns schon etwas länger.
17:12Da fliegen mal die Fetzen, dann redet man zwei Wochen nicht miteinander.
17:16Das ist ganz normal.
17:17Aber das ist doch kein Grund, jemanden umzubringen.
17:20Und worum ging es bei diesem Streit?
17:22Ich bin ein ehrlicher Mensch.
17:25Ich sage, was ich denke.
17:26Und ich denke, was ich meine.
17:29Und da haben Sie ihm was gesagt?
17:31Ich habe ihm gesagt, dass sein zweiter Koch besser kocht als er selber.
17:38Und da ist er sauer geworden.
17:39Na klar, ist er sauer geworden.
17:42Wissen Sie, dem Dom ist der Ruhm ein wenig zu Kopf gestiegen.
17:45Fernsehschuhe ist hier, Auftritte da und am Ende hat er selber gar nichts mehr gemacht.
17:50Aha.
17:51Und was haben Sie gestern Abend gegen 23 Uhr gemacht?
17:54Ich war daheim.
17:55Ich habe an meiner Internetkolumne gearbeitet.
17:58Gibt es dafür Zeugen?
17:59Ja, mein PC.
18:01Okay.
18:05Aber ganz ehrlich, wenn einer einen Grund hatte, jemanden umzubringen, dann doch der Arthur mich und nicht umgekehrt.
18:12Gut.
18:14Dann können Sie vorerst gehen.
18:16Aber halten Sie sich bitte zu unserer Verfügung.
18:19Hansen?
18:20Selbstverständlich.
18:20Hallo, Herr Hansen.
18:21Auf Wiedersehen.
18:22Wiedersehen.
18:22Ich grüße Sie.
18:24Ich habe mit dem Arzt gesprochen.
18:26Der Herr Dom, der hat ein Spermiogramm machen lassen und eine Hodenbiopsie.
18:30Impotentia generandi, sagt er.
18:32Ach was?
18:33Der Dom war zeugungsunfähig.
18:35Die Diagnose ist eindeutig.
18:38Das heißt, wenn Frau Dom trotzdem schwanger ist?
18:41Ist das Kind nicht von ihm.
18:43Und er wusste das?
18:45Der Arzt hat gesagt, dass der Herr Dom einen Verdacht gehabt hat und sich deswegen untersuchen hat lassen.
18:49Bleibt die Frage, wer der echte Vater ist.
18:52Ja.
18:53Und wenn der Dom als Erbe eingesetzt hätte, wenn er noch die Möglichkeit gehabt hätte, sein Testament zu ändern?
18:57Ich rufe mal ein paar Notar an.
18:59Vielleicht weiß ja jemand was.
19:00Ja, machen Sie das.
19:02Ich kleb für die Frau Dom vor.
19:04Wir sehen uns dann gleich im Büro, gell?
19:05Bis gleich.
19:14Grüß Gott, Frau Dom.
19:15Herr Kommissar.
19:17Gibt es denn schon Neuigkeiten?
19:18Das kann man wohl sagen.
19:20Ich würde Sie bitten, mitzukommen.
19:22Ich komme aus.
19:23Ich würde sie bitten, mitzukommen.
19:26Ich bin zu.
19:36Ich würde sieockt.
19:41Ich würde sie bitten, mitzukommen.
19:47Ich würde sie wissen.
19:50Ich würde sie bitten, mitzukommen.
19:51Frau Dom, ihr Mann war zeugungsunfähig.
19:55Er hat gewusst, dass er nicht der Vater des Kindes sein kann.
19:59Ja.
20:00Wie hat er darauf reagiert?
20:04Schreien lassen wollte er sich.
20:08Und wer ist der wirkliche Vater ihres Kindes?
20:16Frau Dom, wir wissen, dass Sie bislang als Alleinerbin eingesetzt wurden.
20:21Und wir haben herausgefunden, dass Ihr Mann bereits einen Termin mit dem Notar hatte, um sein Testament zu ändern.
20:27Davon wusste ich nichts.
20:30Aber Sie wissen, was das heißt.
20:33Sie haben ein Motiv und sind dadurch mehr als tatverdächtig.
20:36Also sollten Sie lieber mit offenen Karten spielen.
20:39Also Frau Dom, wer ist der Vater ihres Kindes?
20:51Na schön.
20:52Dann müssen wir Sie bitten, hier zu bleiben.
20:53Kommt, bitte.
21:02Glauben Sie, dass hier es war?
21:05Na ja, ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass sie einen eigenen Mann erschlagen hat.
21:09Aber ich könnte mir vorstellen, dass sie weiß, wer es war.
21:12Der echte Vater?
21:13Zum Beispiel.
21:14Sie will ihn schützen und will uns deshalb seinen Namen nicht sagen.
21:17Was ist eigentlich beim Blatt noch rausgekommen?
21:19Der tut das Ganze ab.
21:21Aber ich traue ihm nicht.
21:23Der verschweigt auch was.
21:25Und das ist ein Bericht von der KTU.
21:29Wegen dem Vorspulen?
21:30Nein, wegen dem Wagen vom Herrn Hans.
21:32Aha.
21:33Den Lackspulen noch zu urteilen, war das ein schwarzer Wagen.
21:39Smaragd-Schwarz.
21:40Hören Sie, ich sage Ihnen was.
21:42Ich frage mir bei den Lackierereien nach, ob die uns etwas sagen können.
21:45So viele Lackierereien haben wir nicht in Rosnein.
21:47Das wäre ja nicht, Herr Mohr.
21:48So, ich habe ein bisschen im Internet recherchiert wegen dem Blattner.
21:51Und schaut, was ich bei Hause gefunden habe.
21:55Das ist ja der Reischl.
21:56Der alte auch dabei.
21:58Nur da schon hier, der Blattner öffnet ein Restaurant.
22:01Wechselt also quasi das Lager.
22:03Ja, bei seinem Job.
22:05Vermutlich glaubt er zu wissen, wie man es besser macht.
22:08Da wird uns, schätze ich mal, der Reischl weiterhelfen können.
22:11Der ist übrigens heute Abend im Times Square.
22:13Aha, weil wissen Sie das?
22:14Mhm.
22:17Da fahren wir doch glatt mal hin und fragen ihn.
22:19Das werden Sie leider alleine machen müssen.
22:21Der Reischl, der trifft sich mit meiner Schwester in Times Square.
22:24Und da muss ich den Hof übernehmen.
22:27Ja.
22:30Wie machen Sie das eigentlich?
22:32Was?
22:33Sie haben immer eine andere Ausrede.
22:34Von wegen Ausrede? Ich bin ein Opfer der Umstände.
22:37Ach so.
22:42Wie ist später der Abend?
22:44Aha.
22:44Wen haben wir denn da?
22:46Guten Abend, Joe.
22:48Ich hätte gern ein Glas Wasser.
22:50Ein Wasser.
22:51Okay.
22:52Bist du im Dienst?
22:53Mehr oder weniger.
22:54Du sag mal, der Reischl war noch nicht da.
22:57Nein, aber der hat einen Tisch reserviert.
23:00Wieso?
23:01Hat er was ausgefressen?
23:04Ich habe noch ein paar Fragen wegen des Herrn Blattner.
23:07Ach so.
23:08Dann geht es bestimmt um die Windzusonne, oder?
23:11Das ist momentan das Tagesgespräch unter Rosenheims Gastronomen.
23:16Haben die alle Angst wegen der Konkurrenz?
23:17Aber hallo.
23:18Aber wenn du mich fragst, völlig unbegründet.
23:22Warum?
23:23Also, wenn das stimmt, was man so erzählt, dann wird das der absolute Oberwahnsinn-Nobelschuppen.
23:31Alles vom Feinsten.
23:33Das kostet auch noch eine Flasche Wasser, 15 Euro.
23:39Und das interessiert meine Gäste überhaupt nicht.
23:43Aber die vom Goldenen Dom dürfte es interessieren.
23:46Da könnte es Probleme geben.
23:48Ja, da wird dann die Kochkunst entscheiden, wer das Rennen macht.
23:52Ja, Mann, weißt du, wen die für die Windzusonne haben?
23:54Also, als Chefkoch, meine ich?
23:55Nein.
23:56Aber glaub mir's, die werden sich dem Besten so gut...
23:59Ach, der Herr Hansen, nur so ein Zufall.
24:03Grüß Sie.
24:04Nicht wirklich ein Zufall.
24:06Herr Hansen.
24:07Ihr Bruder hat mir erzählt, dass er sich hier mit Herrn Reischel trifft.
24:09Ich hatte nämlich ein paar Fragen.
24:11Was an mich?
24:12Na gut, wenn es sich da zu lange dauert.
24:15So, wollen sich die Herrschaften nicht erst einmal setzen?
24:17Da war ich schon mal hergerichtet.
24:18Ach, wunderbar.
24:20Wunderbar, genau.
24:27Was darfst du denn sein, vielleicht für die Damen und Herren, eine Flasche von Champagner?
24:30Ja, gerne und drei Gläser.
24:33Ja, machen.
24:35Um was geht's denn?
24:37Es geht um den Herrn Plattner.
24:39Also genauer gesagt, um sein Restaurant.
24:43Die Winzersonne, eine Riesensache.
24:47Das wird die Gastronomie in Rosenheim revolutionieren.
24:51Also da hätte ich auch noch ein paar Fragen an Sie, also gewissermaßen.
24:56Ja, aber was soll ich da schon machen?
24:58Mit Gastronomie habe ich überhaupt nichts zu tun.
25:00Wissen Sie, bei so einem Restaurant, da sind das A und O, die Öffnungszeiten.
25:05Also da ist eine Konzession bis drei Uhr praktisch zwingend.
25:09Sie können doch bestimmt den einen oder anderen hier für die Konzessionsvergabe zu tun.
25:12Da wird der Goldene Dom ja kräftig Konkurrenz kriegen.
25:15Ach was, die stecken doch alle unter einer Decke.
25:18Der Plattner und der Dom?
25:19Ja, ich meine, der Plattner hat doch praktisch den Dom aufgebaut mit seinen Kritiken.
25:24Was ist denn ein Ding?
25:26Aber kein Wunder, ich meine, die kennen sich seit der Grundschule.
25:29Ja, das prang es jetzt aber nicht breitheten, gell.
25:33Wunderbar, ja.
25:34Ich meine, sonst glauben die Leute noch, der Plattner hat nur so gut geschrieben,
25:39nicht aufgrund der Kochkunste vom Dom, sondern weil die beiden sich schon so lange kennen.
25:43Was Sie nicht so alles wissen, Herr Reischl?
25:45Man kennt sich halt.
25:48Ich war in der C und die waren in der D-Klasse.
25:51Ja, aber warum fragen Sie das alles?
25:54Weil er tot ist.
25:58Was, der Dom?
26:01Ja.
26:04Das ist aber gar nicht gut für das Restaurant.
26:07Wenn es alles so kommt, ich meine, das ist tragisch.
26:12Furchtbar.
26:14Pragisch.
26:22Ich trau meine Augen nicht.
26:25Sie hier, in dieser Zeit.
26:28So ungewöhnlich ist das auch wieder nicht.
26:31Außerdem, seit Ihrem Unfall hat sich ja einiges geändert.
26:34Seit neuestem werden wir hier überwacht.
26:38Was haben wir denn da?
26:40Das Dieb ist gut aus dem Dom.
26:41Sie haben zwei Kinder hier abgegeben.
26:43Das ist ja ein Ding.
26:45Wo ist das denn aufgetaucht?
26:46Im Hambach.
26:47Die Kinder haben das am Ufer beim Spielen gefunden.
26:50Guten Morgen, die Herren.
26:52Guten Morgen, Frau Altmann.
26:53Hallo.
26:54Herr Hansen, hätten Sie einen Moment Zeit?
26:55Für Sie immer.
26:58Ist es wahr, dass Sie die Kollegen bitten, in Privatangelegenheiten polizeilich zu ermitteln?
27:03Ach, Sie meinen wegen meines Wagens?
27:04Ja, da ist mir einer reingefahren.
27:06Haben Sie den Vorfall angezeigt?
27:08Nein, habe ich nicht.
27:10Herr Hansen, so geht das nicht.
27:11Wenn Sie wollen, dass die Polizei für Sie tätig wird, dann müssen Sie zuerst Anzeige erstatten.
27:15Aber ich weiß doch nicht mal, wer es war.
27:17Dann stellen Sie gegen Unbekannt.
27:18Und wenn es einer der Kollegen gewesen ist?
27:21Wenn Sie hier schon die Polizei für Privatgeschichten einsetzen, dann doch bitte auf dem korrekten Weg, ja?
27:26Also mir hat die Spusi mal über die Stoßstange gepinselt.
27:29Und da kann man doch nicht sagen, dass ich die Polizei einsetze, hm?
27:32Alles gut, Bernd.
27:33Ihr habt keine Ahnung, wie viele Lackierereien es in Rosenheim gibt.
27:37Den ganzen Nachmittag bin ich gesessen und habe telefoniert.
27:39Wegen Ihrem Autokollege hat man sogar gekolzen.
27:41Aber rausgefunden haben wir leider nicht gegeben.
27:44Ja, Frau Altmann, grüß Sie da.
27:46Grüß Gott.
27:47Ich erwarte, dass Sie das in Ordnung bringen, Herr Hansen.
27:49Ja, ja.
27:54Danke, Herr Moor.
27:55Danke.
27:57Habe ich was Falsches gesagt?
27:59Nein, nein, mich ist alles in Ordnung.
28:01Aber du nimmst jetzt Spurensicherung und durchkämpfst das gesamte Ufer vom Hambach.
28:05Wenn das für Sie okay ist und Sie nicht die Kollegen für was anderes benötigen.
28:09Entschuldigt bitte.
28:11Da steht einer draußen, der behauptet, er hätte den Dom umgebracht.
28:18Habe ich das richtig verstanden?
28:20Weil der Herr Dom Sie entlassen wollte, haben Sie ihn umgebracht.
28:25Ja, ich wollte ihn ja nicht umbringen, aber wir haben uns furchtbar gestritten und...
28:31Dann kam es zu einer Prügelei und da habe ich ihm eins rübergezogen.
28:35Eine Prügelei.
28:38Und um den Mann zu vertuschen, haben Sie einen Raubüberfall inszeniert und dazu das Kellerfenster aufgebrochen?
28:47Ja.
28:48Sie haben also den Herrn Dom im Gang, also im Flur seines Hauses, erschlagen?
28:55Ja, genau so war es.
29:04Der Dom lag aber im Schlafzimmer.
29:11Na ja, also, Flur und das Schlafzimmer, das geht ja so ineinander über.
29:15Der ist dann eben ins Schlafzimmer gefallen.
29:18Ich weiß es auch nicht mehr so genau.
29:21Was wollen Sie denn noch wissen?
29:22Zu einiges, Herr Rambolt.
29:25Mich interessiert, warum Sie den Mord gestehen, den Sie gar nicht begangen haben.
29:33Was wollen Sie damit sagen?
29:35Ich...
29:36Ich war es.
29:39Das Kellerfenster war unbeschädigt.
29:41Außerdem lag Herr Dom weder im Flur noch im Schlafzimmer.
29:44Wir saßen in der Küche am Küchentisch.
29:47Sie müssen mir glauben, das ist...
29:49Wir müssen gar nichts, Herr Rambolt.
29:53Es geht um die Frau Dom, oder?
29:56Das Kind ist von Ihnen.
30:02Marianne kann mit dem Mord nichts zu tun gehabt haben.
30:04Sie ist...
30:06Sie war es nicht.
30:08Glauben Sie mir, sie...
30:09Sie wäre doch gar nicht fähig zu sowas.
30:12Wenn Sie sich dessen so sicher sind,
30:14warum versuchen Sie dann, Sie zu schützen?
30:19Nein.
30:20Er will nicht, dass Sie ein Kind im Gefängnis aufwächst.
30:23Und deswegen wollte er lieber selber ins Gefängnis.
30:25Edel, aber trotzdem strafbar.
30:27Grüß Gott, die Herren.
30:29Herr Hansen, ich habe gerade mit Frau Ortmann gesprochen,
30:32wegen der Sache mit ihrem Wagen.
30:33Ja, ich weiß das.
30:34Ich habe noch keine Zeit gefunden,
30:35aber sobald es geht, werde ich eine Anzeige stellen.
30:37Nein, nein, nein, nein, das werden Sie eben nicht tun.
30:39Nicht?
30:39Nein, Sie werden warten, bis wir wissen, wer es war.
30:41Ganz meine Rede, es war nur, weil die Frau Ortmann...
30:43Ja, ich weiß, ich weiß, Herr Hansen.
30:46Aber um Frau Ortmann kümmere ich mich.
30:49Oh, oh, da war aber eine ganz schöne Fahrt, ha?
30:51Das kann man wohl sagen.
30:52Ja, Ufer, ich habe Ihnen die Kontoast,
30:54die vom Plattner auf den Schreibtisch gelegt.
30:56Das ist es nicht.
30:56Danke, Frau Stoffel.
30:57Bitte.
31:05Da schauen Sie mal.
31:08Da, schau her.
31:10Der Dom hat den Plattner pro Monat 2.000 bis 3.000 Euro überwiesen,
31:13nur im letzten Monat nicht.
31:15Vielleicht ist man sich da ein bisschen entgegengekommen.
31:18Der eine schreibt gute Kritiken und dafür fließt ein bisschen Geld.
31:21Na, und dann hört der eine auf zum Zahlen,
31:24weil er glaubt, dass er den anderen nicht mehr braucht.
31:25Weil er mithilfe der Kritiken mittlerweile zum Star geworden ist.
31:29Genau.
31:30Frage ist nur, bringt mir deswegen jemand um?
31:33Vielleicht hat er damit gedroht, in die Öffentlichkeit zu gehen.
31:36Motiv ist das schon, aber ob das reicht, ihn zu überführen?
31:39So, das ist Gott.
31:41Herr Hofer, das ist der Bericht von der Spurensicherung
31:43wegen den Schuhabdrücken am Tatort.
31:45Ach so.
31:46Ich habe schon gedacht, wegen der Lackspuren.
31:48Sehr witzig, Herr Kollege.
31:50Also die Beamten von der Spur,
31:52sie konnten den Schuh nicht markenspezifisch zuordnen.
31:55Das war.
31:55Ja.
31:56Ich habe ja noch nicht gesehen.
31:58Ich schon.
31:59Das ist das Zeichen der Firma Noblesse aus England.
32:02Da, schau her.
32:03Diese Schuhe sind Massanfertigung.
32:06Sie sind teuer.
32:07Diese Qualität hat ihren Preis.
32:10Noblesse ist bekannt dafür,
32:11ordentliche Schuhe für einen akzeptablen Preis zu machen.
32:14Und was muss ich für so einen Markenschuh hinblättern?
32:17Na, so um die 1500 Euro schon.
32:21Ja, also billiger geht es bei dieser Qualität nicht.
32:24Ja, wie geht die Schuhe aus?
32:26Herr Blattner,
32:27kennen Sie das Label Noblesse?
32:30Nicht, dass ich wüsste.
32:34Bin ich jetzt als Modeexperte hier, oder?
32:36Das hier ist der Fußabdruck eines Schuhs der Marke Noblesse.
32:39Sie tragen solche Schuhe, nicht wahr?
32:43Und wenn schon?
32:44Jetzt hören Sie aber auf.
32:46Herr Blattner,
32:47wir haben hier die Fußabdruck im Tatort festgestellt.
32:50Erzählen Sie uns einmal,
32:51was Sie gestern Abend in der Villa Dom zu suchen gehabt haben.
32:57Wir können Sie ja festnehmen,
32:59wie das Mordes am Arthur Dom.
33:04Nein, das war ganz anders.
33:06Also.
33:07Ich war zwar da,
33:09aber Arthur war schon tot,
33:11als ich kam.
33:12Warum hätte ich ihn denn umbringen sollen?
33:14Er hat Ihnen eine ganze Stange Geld gezahlt,
33:16damit Sie ihm gute Kritiken schreiben.
33:18Hören Sie,
33:18wir kennen uns seit dem Kindergarten.
33:20Wir haben uns immer gegenseitig geholfen.
33:21Ah, so nennen Sie das.
33:26Für Ihr neues Restaurant
33:27haben Sie eine Menge Geld gebraucht.
33:29Da ist es Ihnen doch reichlich ungelegen gekommen,
33:31dass der Herr Dom ausgrenzt jetzt eine Zahlung hergestellt hat.
33:34Ich habe einen Investor.
33:37Da brauche ich doch das Geld vom Arthur nicht mehr.
33:40Warum haben Sie sich dann mit ihm gestritten?
33:43Dass ich ein eigenes Restaurant aufmachen will,
33:45hat ihm natürlich nicht gepasst.
33:46Warum sind Sie zu ihm gefahren?
33:48Das hat Ihnen doch egal sein können,
33:50wenn ihm das nicht passt.
33:51Da ging es um Nowak.
33:53Den wollte er nicht gehen lassen.
33:54Den Hilfskorfer vom Goldenen Dom?
33:56Hilfskor.
33:56Das ist doch kein Hilfskor.
33:58Was meinen Sie,
33:59wer die ganze Arbeit im Goldenen Dom gemacht hat,
34:01wenn Arthur wieder bei seinen Shows unterwegs war?
34:03Dann ist also der Martin Nowak das eigentliche Poch-Genie.
34:06Ja, er hat viel dazu genommen, das kann man sagen.
34:09Und er hat Talent.
34:14Womit wir wieder am Anfang werden.
34:16Guten Tag, meine Herren.
34:17Ist gut.
34:18Gut, dass ich Sie treffe.
34:20Ist der Herr 80er nicht da?
34:21Nein, was gibt es denn?
34:22Was haben Sie denn?
34:23Wissen Sie, was mir passiert ist?
34:25Mir ist doch so ein Sauküppel in mein Auto reingefahren.
34:27Also wenn ich den erwische...
34:29Aha.
34:30Na gut, wenn es mein Auto gewesen wäre,
34:31aber es war das Fahrzeug von der Frau Mama
34:33und die kommt morgen aus dem Urlaub zurück.
34:36Wenn die erfährt, dass ich ohne Schafe unterwegs war,
34:39dann...
34:39Gute Nacht, Marie.
34:41Wir erreichen, was ist denn das passiert?
34:43Unvorstellbar!
34:44Auf dem Parkplatz der Polizei.
34:46Können Sie sich das vorstellen?
34:47Der Wagen Ihrer Frau Mama ist ja zufällig smaragtschwarz.
34:51Ja, das kann schon sein, oder was tut das zur Sache?
34:53Ja, weil mir auch einer reingefahren ist.
34:55Was Ihnen auch?
34:56Ja, gleich hier.
34:58So was charakterlos ist.
35:00Also wenn wir den erwischen,
35:02hat man denn schon einen Verdacht,
35:04wer es im Winter gewesen sein könnte?
35:06Ein schwarzer Wagen.
35:08Ein schwarzer...
35:13Moment mal.
35:17Das ist doch völlig absurd.
35:21Nahezu lächerlich.
35:24Das ist von der Verkehrsüberwachung.
35:26Die haben nämlich gegenüber auch eine Überwachungskamera.
35:28Und die haben gesagt, wir sollen uns das mal anschauen.
35:30Und zwar bei Timecode 1037.
35:36Da bin ich jetzt aber gespannt.
35:39Da bin ich.
35:41Ich meine, mein Geländewagen.
35:44So, da ist es.
35:49Ja, und da komme jetzt ich.
35:50Ja, und jetzt packen Sie hinter Herrn Hansen ein.
35:54Gehe in die Fahrtrichtung.
35:56Ja, packen Sie nur mit so einer Limousine ein, dass ich meine, sauber, oder?
36:01Jetzt bin ich drin.
36:04Und was machen Sie jetzt?
36:05Ja, nur ein bisschen korrigieren, wissen Sie, weil das Fahrzeug doch...
36:14Ah, wei.
36:16Da haben Sie anscheinend mit Ihrer Vermutung recht gehabt, Herr Hansen.
36:19Sieht fast so aus.
36:20Warum haben Sie das denn nicht gehört?
36:22Ihre Musik war vielleicht ein bisschen laut.
36:25Rockmusik, den muss man einfach laut hören.
36:28Wahrscheinlich hat es mich abgelenkt.
36:30Servus.
36:31Da, Luz.
36:32Frag ich mich nicht.
36:33Folgendes.
36:34Gefunden haben wir beim Handbuch nichts.
36:36Aber ich habe die Fondsachen verglichen mit der Liste der gestohlenen Gegenstände.
36:40Und was soll ich eigentlich sagen?
36:41Eine Trophäe fehlt.
36:44Otto, Herr Hansen.
36:45Karwinian.
36:46Der Dom hat die Auszeichnung Besterkoch von Bayern zweimal bekommen.
36:50Einmal vor zwei Jahren und dann noch einmal heuer.
36:53Und gefunden haben wir aber nur die Trophäe von vor zwei Jahren.
36:56Was ist das denn?
36:57Also, meine Herren, setzen wir nicht böse, aber wer stellt denn so eine geschmacklose Kristalltrophäe?
37:02Die kann man da nicht einmal verkaufen.
37:03Da kriegst du keine wilden Mark mehr dafür.
37:06Ja, also bitte, Herr Reischel, ich würde sagen, wir lassen jetzt die Herren ungestört ermitteln
37:11und wir gehen in mein Büro.
37:12Und dann überlegen wir uns, wie wir hier einen Unfallbericht gestalten.
37:21Ja.
37:23Von der Form her wird es ja passen auf die Tatwaffe.
37:27Aber warum behält der Täter eine Trophäe, die nichts wert ist?
37:30Vielleicht, weil sie einen symbolischen Wert für ihn hat.
37:34Zum Beispiel für den Martin Nowak.
37:37Also, wenn er das wahre Kochgenie hinter dem Goldenen Dom ist und die Trophäe eigentlich
37:40ihm zusteht, dann ist er unser Täter.
37:43Ja, aber wieso wir ihm den Tätig halt nachweisen?
37:47Ich habe das schon eine Idee.
38:14Grüß Gott.
38:16Grüß Gott.
38:18Herr Mordkripper Rosenheim, sind Sie der Herr Nowak?
38:20Ja.
38:23Folgendes, ich schicke den Herr Hufer zu Ihnen mit der Bitte, dass Sie sich einen speziellen
38:28Pokal anschauen und mir dann sagen, ob das der Pokal von Herrn Dohm gewesen ist.
38:33Muss das gerade jetzt sein?
38:34Ich bitte ganz geschwind.
38:36Ganz her, schau es ihn nur an und dann saust es.
38:39Ja, oder nein?
38:44Ich glaube, das war der von Herrn Dohm.
38:47Das ist ja schon gewesen.
38:49Endeschön.
38:50Tag noch.
38:51Herzlichen Dank für ein frohes Schaffen.
38:54Jawohl.
38:54Babys?
38:58Das war's.
39:36Herr Nowak, ist Ihr Domschatz jetzt viel genug?
39:44Was machen Sie denn hier?
39:45Sie haben doch gesagt, ich könnte heute Ihr Dessert probieren.
39:49Darf ich?
39:53Den besten Koch Bayerns 2008.
39:58Aber der Pokal eben.
39:59Der war von 2006.
40:03Der Pokal von 2008 gehört Ihnen.
40:06Sie waren der beste Koch 2008.
40:09Und nicht der Dom.
40:11Ich hab alles gemacht.
40:13Alles.
40:15Kocht.
40:16Die Menüs zusammengestellt.
40:19Sogar der Domschatz war meine Kreation.
40:22Ja, und der Dom hat sich auf Ihre Kosten feiern lassen.
40:28Er hat immer gesagt, meine Zeit wird kommen.
40:33Aber passiert ist nix.
40:35Gar nix.
40:36Warum haben Sie nicht gekündigt?
40:38Der Plattner wollte Sie doch für seine Winzersonne haben.
40:41Deswegen bin ich ja zum Dom hin.
40:43Ich wollte ihm ja sagen, dass ich gehen will.
40:45Und wie hat er reagiert?
40:48Gedroht hat er mir.
40:50Dass er mich anzeigt, wenn ich gehe.
40:53Anzeigen?
40:53Wegen was?
40:58Nein.
41:00Das ist jetzt ein gutes Jahr her.
41:03Da hab ich ihn in die Kasse gegriffen.
41:05Weil ich Schulden hatte.
41:06Verstehe.
41:08Der Dom hat das mitbekommen und sie erpresst.
41:13Ihr wollt ihn nicht umbringen.
41:17Aber wie er so da saß, so selbstgefällig und mir angrinzte,
41:23da ist bei mir eine Sicherung durchgebrannt.
41:28Plötzlich hatte ich den Pokal in der Hand und...
41:32dann ist es passiert.
41:34Und um von sich abzulenken, haben Sie den Einbruch vorgetäuscht?
41:38Ja.
41:40Herr Nowberg, Sie sind vorläufig festgenommen,
41:42wegen des dringenden Tatvertachts Arthur Dom im Morde zu haben.
41:45Herr Mohr?
41:46Ja.
41:48Apfel.
41:49Ja, äh, Herr Nowberg, komm rein.
41:55Herr Hofer,
41:57wollten Sie nicht den Domschatz probieren?
42:00Hm.
42:02Es gibt Ihnen nichts Besseres als den Apfelstrudel mit der Schwester.
42:07Meine Nase.
42:09Das hab ich verkehrt.
42:10Wohin.
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