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  • vor 2 Tagen

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🎈
Spaß
Transkript
00:00Musik
00:41Papa, wie geht's dir denn?
00:43Was ist denn passiert? Ich habe am Telefon kein einziges Wort verstanden.
00:46Charlotte ist von der Leider gefallen.
00:48Sie wollte die Koffer für Minnesota runterholen, aber du kennst ja deine Mutter, sie konnte wieder nicht warten.
00:52Und wie geht's dir?
00:53Das Rechtebein ist gebrochen und die Schulter ist verletzt.
00:56Der Arzt ist bei ihr.
01:00Ihrer Frau geht's gut. Sie ist eine echte Kämpferin.
01:03Und Sie sind?
01:05Entschuldigung, ich bin so deine Märzensee-Tochter.
01:08Ilaidemia, freut mich.
01:09Also normalerweise operiere ich ja sehr, sehr gerne, aber hier gibt's nichts zu tun.
01:13Glatter Bruch.
01:14Sie wird allerdings trotzdem noch ein bisschen brauchen, ist ja nicht mehr die Jüngste.
01:17Gute Krankengymnastik ist der Goldstandard.
01:19Können wir zu ihr?
01:21Theoretisch ja, aber lieber nicht. Sie schläft jetzt.
01:23Ich habe ihr was zur Beruhigung gegeben.
01:25Und Sie sollten sich auch ein bisschen ausruhen.
01:27Sie werden Ihre Kraft noch brauchen.
01:28Okay.
01:29Morgen ist ein neuer Tag.
01:31Schönen Abend noch.
01:34Okay, dann bringe ich dich jetzt nach Hause, oder?
01:39Ich glaube, Sie ist hier in guten Händen.
01:43Susanne, lass mich nach Hause laufen.
01:45Ich lasse dich jetzt nicht allein.
01:46Ich brauche einfach ein bisschen frische Luft.
01:48Papa, ey, lass dich nicht allein.
01:49Vielleicht bin ich auch unterwegs in der Kneipe und betrink mich.
01:52Ja, genau.
01:53War ein Scherz.
01:54Ich komme klar, wirklich.
01:56Wir sehen uns morgen früh.
01:57Mach's gut.
02:19Zimbala, du musst was fressen.
02:21Ich weiß, dass es heute warm ist und es kann auch noch wärmer werden.
02:29Luisa, wie schön.
02:32Wie gefällt dir Thailand?
02:33Ja, ich vermisse dich auch.
02:35Wir hier alle.
02:37Warte mal, ich versuch's.
02:39Ah, da bist du ja.
02:41Wunder der Technik.
02:43Dreh mal dein Handy, damit ich sehe, wo du grad bist.
02:46Zimbala, altes Mädchen.
02:47Die leider nichts fressen will.
02:49Hast du schon mit den gefrorenen Leckerbissen probiert?
02:52Natürlich, bringt gar nichts.
02:54Dann ist die Diagnose klar.
02:56Sie vermisst mich.
02:57Ja, das heißt, du musst wiederkommen.
02:59Du könntest ja bei uns noch ein Praktikum machen.
03:01Nee, Conny, die Zeit der Praktika ist vorbei.
03:03Wie sehen denn deine Zukunftspläne aus?
03:06Erfährst du noch früh genug, sobald ich zurück in Leipzig bin.
03:09Und wann ist das?
03:10Ich muss wieder.
03:11Ciao, Conny.
03:13Ciao, Luisa.
03:23Ja?
03:25Herr Winter?
03:26Kommen Sie rein, Herr Berger.
03:29Schön, dass es so schnell geklappt hat.
03:31Danke.
03:32Bitte nehmen Sie Platz.
03:33Geh nach.
03:34Ja, Ihr Arbeitsvertrag ist schon fertig.
03:36Wir müssen nur noch unterschreiben.
03:38Es waren ja sehr kurze Gehaltsverhandlungen, wenn ich das mal so sagen darf.
03:41Das klingt gleich komisch, aber es ging mir nicht ums Geld.
03:44Ich will einfach wieder näher an den Tieren sein.
03:46Dann sind Sie hier bei uns richtig.
03:52Danke.
03:53Bitte sehr.
03:58Eine Frage habe ich da noch.
04:00Ja.
04:01Nach Ihrer langen, erfolgreichen Zeit in Afrika.
04:04Warum sind Sie da so plötzlich weg?
04:06Ähm.
04:08Wissen Sie, die Arbeit in der Wildnis ist sehr herausfordernd.
04:12Spannend, ohne Frage.
04:13Und hat mich auch immer voll ausgefüllt.
04:15Aber ich hatte einfach Heimweh nach Europa.
04:22Ja.
04:22Ja, das verstehe ich.
04:26Ich habe mit Ihren ehemaligen Kollegen von Moganda Wildlife Center gesprochen.
04:30Ach.
04:35Sie waren volles Lobes für Sie.
04:39Ich freue mich wirklich, Sie bei uns im Team begrüßen zu dürfen.
04:41Und ich bin mir sicher, Sie werden hervorragend mit Dr. Mertens zusammenarbeiten.
04:44Das glaube ich auch.
04:48Danke.
04:57Wie geht es dir denn jetzt?
04:58Wenn ich mir nicht ständig anhören müsste, wie blöd es war, auf diese Leiter zu klettern.
05:06Ein gebrochenes Bein, eine geprellte Schulter und die Enttäuschung meiner Fans in Minnesota.
05:13Ein bisschen Mitgefühl wäre angebracht.
05:19Meine Lieblingspatientin, was kann ich für Sie tun?
05:22Hi.
05:22Wie, Tochter.
05:23Hi.
05:24So viel Besuch, da geht es einem doch gleich besser, oder?
05:26Naja, besser geht es mit einem warmen Tee.
05:29Das wäre schön.
05:31Kommt sofort.
05:31Aber ich muss Ihnen natürlich vorwarnen, also wir haben hier nur Beutetee.
05:34Keine frischen Kräuter wie in Ihrem Vlog.
05:36Chris ist großer Fan meines Videoblogs.
05:38Ja, das stimmt.
05:39Also ein Patient hat mich draufgebracht und ich war sofort überzeugt.
05:41Und jetzt lasse ich Charlotte hier ohne Autogramm nicht mehr raus.
05:44Ach so, habe ich Ihnen eigentlich schon gesagt, dass ich Ihre Samenkugel nachgebaut habe?
05:47Nein.
05:48Also ich habe ja wirklich überhaupt keinen grünen Daumen, aber die Bastelei hat erstmal großen Spaß gemacht.
05:53Und ich sage mal so, jetzt sitzen wir auf unserer Dachterrasse, genießen frischen Kräuter-Tee auf unserer wilden Blumenwiese.
05:59Typisch deine Mutter.
06:00Fan von der Leiter, bricht sich das Bein, aber Hauptsache sie macht vor den Fenster des Videoblogs Bella Figura.
06:06Dafür liebst du sie, Prof.
06:07Das bleibt mir anders übrig.
06:10Wenn ich ihr weiter Vorwürfe mache, dann wirft sie mich am Ende noch aus.
06:14Kranke haben ebenso ihre Eigenheiten.
06:17Ist was, Susanne?
06:20Ich will nicht drüber sprechen.
06:23Mike hat eine Krebsdiagnose.
06:27Ach, das tut mir leid.
06:28Was sagt der Arzt?
06:31Zu viel weiß ich selbst noch nicht.
06:33Nur, dass er da alleine durch will.
06:34Ohne mich.
06:35Ich verstehe es einfach nicht.
06:37Tja, ihr seid noch nicht lange zusammen.
06:40Vielleicht fühlt er sich nicht sicher genug, das zusammen durchzustehen.
06:44Ja.
06:45So ähnlich hat er es auch gesagt.
06:48Gib ihm Zeit.
06:49Vielleicht ändert er seine Meinung.
06:51Vielleicht.
06:53Papa, unsere Leopardin macht Probleme.
06:54Ich muss jetzt los.
06:55Kommst du alleine klar?
06:56Ja, klar.
06:57Okay.
06:58Und du rufst mich an, wenn ihr was braucht.
07:00Versprochen?
07:01Versprochen.
07:04Für dich.
07:25Auf die Distanz kann ich das nicht mit Sicherheit sagen.
07:28Aber unter dem Fell sieht die Bauchdecke gewölbt und angespannt aus.
07:31Also, wenn Cembala nicht frisst und nervös ist, deutet das auf Schmerzen im Verdauungstreit hin.
07:37Hat sie sich auch übergeben?
07:39Nein, hat sie nicht.
07:40Hallo, herzlich willkommen.
07:42Da kann ich die Herren ja gleicheinander vorstellen.
07:44Das ist mein neuer Kollege, Herr Dr. Matteo Berger.
07:47Das ist unser Cheftierpfleger, Conny Weidner.
07:49Der wichtigste Mann vor Ort also.
07:50Freut mich sehr.
07:51Mich auch.
07:57Gastroenteritis, Pankreatitis oder vielleicht sogar eine abdominale Neoplasie?
08:01Ein Tumor.
08:03Gehen Sie immer gleich vom Schlimmsten aus.
08:05Naja, ich spiele alle Möglichkeiten durch und lasse mich dann von der besten aller Varianten überraschen.
08:10Okay, interessante Strategie.
08:12Das wäre dann in unserem Fall eine einfache Verstopfung.
08:15Schön wär's.
08:16Trotzdem müssen wir uns das Tier anschauen.
08:19Ja, dafür müssen wir es narkotisieren.
08:21Kommen Sie mit?
08:21Oder müssen Sie noch zum Direktor?
08:23Ich bleibe ab jetzt an Ihrer Seite.
08:25Egal, was passiert.
08:27Ein großes Versprechen.
08:29Nein, mein Einschatzgespräch bei Herrn Winter hatte ich nämlich schon.
08:35Und hier draußen auf der Grünwiese servieren wir Cremant oder einen leckeren Spritz am Stehtisch
08:40und Kaffee und Kuchen an der Tafel unter den Bäumen.
08:43Je nach Wetterlage bieten wir unser Buffet dann hier draußen oder in unserem Festsaal an.
08:48Und je nach Stimmungslage liefern wir auch den passenden DJ.
08:51Rock'n'Roll, Swing, Hip-Hop, alles ist dabei.
08:53Oh, und wenn Sie in Ihren Reihen eine Polizeiband haben, dann findet die natürlich auch Ihren Platz bei uns.
08:59Ist das dein Ernst?
09:00Dafür habe ich mir extra freigenommen, ja?
09:01Wir sind doch gleich fertig.
09:03Deswegen lassen Sie sich mit Ihrer Entscheidung lieber nicht zu viel Zeit.
09:06Unsere Location ist sehr beliebt bei Hochzeitspaaren, gerade im Sommer.
09:10Und wenn Sie sich irgendwelche Extras wünschen, Sprung aus der Torte, Entführung der Braut,
09:13nichts ist unmöglich, rufen Sie einfach an.
09:15Wir sind 24-7 für Sie da.
09:17Sie sind wirklich ein hübsches Paar.
09:19Ich freue mich jetzt schon auf die Feier.
09:20Vielen Dank.
09:21Wir melden uns.
09:22Ciao.
09:27Ich fahre aus meiner Abkühlung.
09:45Jetzt warten doch mal.
09:51Gina!
10:07Wir sind 24-7 für Sie da.
10:10Und wenn das nicht ausreicht, dann machen wir 25-8 raus.
10:13Nichts ist unmöglich.
10:14Nichts ist unmöglich.
10:16Kein Rutsch, Lustig zu machen.
10:17Krass.
10:18Was?
10:19Denkst du wirklich, ich heiratze in so einen Schuppen?
10:21Mit einem weißen Tischchen und rosa Deko und dieser Hochzeitsplanerin?
10:25Die Frau hat doch einfach nur ihren Job gemacht.
10:26Ja, ist klar.
10:28Und wenn die Mann Freundin und Helfer braucht, dann weiß sie ja wenigstens, wo sie hin muss.
10:31Ja, witzig.
11:00Es gibt nur noch sehr wenig Amour, Leoparden.
11:02Das ist ein prachtvolles Tier, oder?
11:05Ja, wir haben nur zehn Minuten.
11:08Ähm, Sie machen Herz und Lunge und ich nehme das Blut ab.
11:11So wird's gemacht, Schöpfe.
11:12Hm.
11:16Okay.
11:20Sieht ja ziemlich gekonnt aus.
11:23Ich hab in Afrika mal einen Schamanen getroffen.
11:26Der war davon überzeugt, dass die physische Berührung auch die Seele des Tieres berührt und entspannt.
11:32Wir nehmen alles, was hilft.
11:35Hm?
11:36Solange sie nicht aufwacht.
11:37Und das wollen wir nicht hoffen.
11:44Du hast Susanne weggeschickt.
11:48Sie sagt, sie will für dich da sein und du schickst sie weg.
11:51Ich denke, du liebst die Frau.
11:53Und weil ich sie liebe, will ich sie nicht um mich haben.
11:56Ach, ja, nee.
11:57Das ist logisch.
11:59Eben.
12:00Das war ironisch gemeint.
12:01Susanne hat ihren Mann verloren.
12:03Das ist noch nicht lange her.
12:05Ich will ihr das hier nicht antun.
12:07Weil du weißt, wie das hier ausgeht.
12:09Ich hab Prostatakrebs.
12:10Ich hab überhaupt keine Ahnung, wie hier irgendwas ausgeht, klar?
12:13Ich weiß nur, dass jedes Mal, wenn ich sie küsse, wenn ich sie umarme, wenn ich mit ihr schlafen will,
12:17dass jedes Mal, denke ich an diesen Scheißkrebs.
12:20Ja, okay, ist Scheiße komplett.
12:22Und vielleicht geht grad wirklich vieles nicht, aber...
12:28Das liegt vielleicht auch ein bisschen an der Schranke in deinem Kopf.
12:31Deshalb schmeißt man doch aber das, was euch verbindet, nicht einfach weg.
12:36Das ist feige, Mike.
12:38Und das weißt du.
12:50Natürlich müssen wir nicht in einem Riesenpark heiraten mit Tischchen und Deko.
12:54Aber es ist ein gutes Angebot.
12:56Und wir müssen uns um nichts kümmern.
12:58Nur um uns.
13:01Perfekte Start ins neue Leben.
13:03Das liegt an uns, was wir draus machen.
13:12Irgendwann auch so dastehen, wenn alle zusammen Spaß haben.
13:20Wer macht das echt Angst?
13:23Was?
13:24Dass du dir alles immer so rosarot ausmalst.
13:27Lass uns doch erst mal gucken, was kommt.
13:34Komm, wir gehen nochmal ins Wasser.
13:37Ich sitze noch einen Moment.
13:53Ja, dann kommt die Hyänen natürlich nicht ins Gehege, sondern in Quarantäne.
13:58Aber ich verstehe nicht, warum jetzt erst auffällt, dass was nicht stimmt.
14:02Wer hat denn vor der Abreise den Gesundheitsschick gemacht und die Papiere unterzeichnet?
14:05Äh, Sie wissen es nicht.
14:08Ich weiß es auch nicht.
14:10Hilft uns das weiter?
14:11Nein.
14:12Ich sehe mir das jetzt an und hole unsere Chef-Tierztin dazu.
14:18Das Fell ist ganz stumpf.
14:21Hautläsionen sind mit bloßem Auge erkennbar und die rötlichen Bollen...
14:26Was denken Sie?
14:29Multifokale Abszesse, verursacht durch Hautparasiten oder Bakterien.
14:33Um ganz sicher zu gehen, müsste ich eines der Tiere narkotisieren.
14:36Da fliege ich extra nach Afrika, um mir die Hyänen anzusehen.
14:40Warum geben die kranke Tiere frei?
14:43Tja, so oder so, Sie sind hier.
14:46Also müssen wir Sie behandeln.
14:48Frau Dr. Mertens, sehen Sie, was ich in einer der Transportkisten gefunden habe?
14:53Eine Made?
14:55Das ist nicht irgendeine Made, das ist die Made der afrikanischen Tumbo-Fliege.
14:59Das klingt großartig.
15:01Die Tiere bleiben in Quarantäne, wir untersuchen sie auf Larven und behandeln die Hautläsionen.
15:06Aber zuallererst müssen wir dafür sorgen, dass kein Insekt von der Anlage entkommt.
15:10Die Tumbo-Fliege ist zwar für den Menschen nicht lebensgefährlich, aber durchaus problematisch.
15:33Jawohl.
15:34Schön, dass wir den Ketschen haben.
15:36Komm.
16:00Wir haben eine tolle Quarantänestation gebaut, aber jetzt ist erst mal Feierabend.
16:05Dankeschön.
16:08Bitte sorgen Sie dafür, dass mein zweiter Arbeitstag nicht weniger aufregend wird als der erste, ja?
16:12Keine Sorge, wir reiten jeden Tag den Tiger.
16:15Oh, das gefällt mir.
16:16Das dachte ich mir.
16:26Frau Schmidt-Huber, danke für Ihren Rückruf.
16:30Ich freue mich.
16:31Und Sie werden sich freuen über das Angebot, das ich Ihnen machen möchte.
16:35Ich zahle 200 Euro mehr Miete.
16:37Jeden Monat.
16:38Freiwillig.
16:39Dafür zieht Ihre Tochter nicht in meine Wohnung, also in Ihre Wohnung, sondern woanders hin.
16:46Das Viertel ist doch nichts für junge Leute.
16:48Keine Bars, keine Clubs, kein Leben.
16:51Na, müde habe ich nicht gesagt.
16:53Ich wohne gern da.
16:54Darum mein Angebot.
16:59Lassen wir doch mal die Anwälte außen vor und besprechen das Ganze in Ruhe bei einem Glas Wein.
17:04Nur wir zwei.
17:05Wie klingt das?
17:07Frau Schmidt-Huber?
17:09Hallo?
17:14Du musst dich doch nicht zerreißen, Papa.
17:16Ich kann doch Mama aus dem Krankenhaus abholen.
17:20War nur ein Angebot.
17:23Okay, dann komme ich morgen bei euch vorbei und schaue, wie es euch geht.
17:28Gut, gib Mama einen Busse von mir, ja?
18:10Ja, dann mach du mal.
18:11Gut, gib Mama einen Busse von mir.
18:35Hallo.
18:36Hallo.
18:37Ich weiß, du möchtest mich nicht sehen.
18:39Aber ich habe hier jemanden, der unbedingt zu dir möchte.
18:43Darf ich reinkommen?
18:44Ja, klar.
18:50Er hat lange genug auf mich aufgepasst.
18:53Ich glaube, du kannst ihn im Moment besser brauchen.
18:58Danke.
19:02Mike, ich kann das nicht.
19:03Ich will das nicht.
19:04Ich kann dich nicht alleine lassen.
19:06Tut mir leid.
19:08Ich will, dass wir das, was kommt, dass wir das gemeinsam auf uns zukommen lassen.
19:13Kannst du dir das vorstellen?
19:16Darf ich an deiner Seite bleiben?
19:17Bitte?
19:20Okay.
19:22Okay?
19:24Als Freundin.
19:25Als gute Freundin.
19:27Mehr geht gerade nicht.
19:30Ich meine, guckst du dir an.
19:32Sind alles super Zuhörer.
19:34Aber ehrlich gesagt, ihr redet mir ein bisschen wenig.
19:38Also, den Part kann ich gerne übernehmen.
19:42Dachte ich mir.
19:43Komm mal her.
19:44Gute Freundin.
20:01Room Service, guten Morgen.
20:04Einmal das kleine Frühstück, ein Cappuccino, Croissant und frischen Orangensaft.
20:13Bleibt der Mann vom Room Service denn auch zum Frühstück?
20:16Oh, das ist leider nicht mit einem Preis anbegriffen.
20:18Aber unter den gegebenen Umständen könnte da vielleicht eine Ausnahme gemacht werden.
20:26Das war dooflich, so zu überfahren mit der Hochzeit im Park.
20:29Ich habe heute gedacht, das ist das, was man macht, wenn man heiratet.
20:32Buffet im Park, Hochzeitstorte, DJ.
20:35Ich habe doch auch keine Ahnung.
20:36Ist ja auch dein erstes Mal.
20:38Und hoffentlich das letzte.
20:40Okay, was hältst du davon?
20:42Ich schlag eine Location vor und du eine.
20:43Und das machen wir so lange, bis wir was gefunden haben, dass wir beide mögen.
20:47Okay.
20:48Okay.
20:50Das ist krass.
20:51Die afrikanische Tumbofliege im Leipziger Zoo.
20:54Wahrscheinlich sind die Larven gerade in diesem Moment auf der Suche nach neuen Wirken,
20:58wo sie sich zu Maden entwickeln können.
21:00Ja.
21:01Um das zu verhindern, haben wir die Anlage gesichert.
21:04Und ich hoffe, damit auch den Vermehrungskreislauf unterbrochen.
21:08Das ist gut.
21:08Für Menschen ist der Befall durch die Tumbofliege zwar nicht lebensgefährlich, aber Fieber und Kopfschmerzen will ja auch niemand haben.
21:14Ja, und das ist genau das, was uns an der Uni fehlt. Der konkrete Praxisbezug.
21:18Weshalb wir auch so gerne Ihre Vorlesung besuchen, Frau Dr. Mertens.
21:21Ja, Streber.
21:22Hä, wieso? Sagst du doch auch immer.
21:23Ja, aber nicht vor ihr.
21:27Ich freue mich trotzdem über das Lob. Danke.
21:29An der Uni bin ich ja selbst Anfängerin.
21:31Ja, aber Sie sind Cheftierärztin im Leipziger Zoo. Das ist mein absoluter Traumjob.
21:36Wer weiß, vielleicht führen eure Wege eines Tages auch in den Leipziger Zoo.
21:40Oder irgendeinen anderen.
21:41Mit eurem Studium habt ihr viele spannende Möglichkeiten.
21:44Bis nächste Woche.
21:46Tschüss.
21:48Sie sind Cheftierärztin im Leipziger Zoo. Mein absoluter Traumjob.
21:51Wer ist jetzt hier der Streber?
21:53Wenn schon Streberin.
22:09Und, wie sieht's aus?
22:11Zwei Larven hab ich noch gefunden.
22:12Sind uns beim ersten Durchgang gestern scheinbar durchgerutscht.
22:15Ich iniziere jetzt noch ein Schmerzmittel,
22:17nehme ein Hautgeschabsel und dann ist gut.
22:20Ja, eine bakteriologische Untersuchung ist eine gute Idee.
22:22Und ich mach den Rest fertig fürs Labor.
22:25Und dann hätte ich Zeit für ein Mittagessen.
22:27Das Essen in der Quivara-Lodge ist richtig gut.
22:30Ist das eine Einladung?
22:32Haben Sie sich gestern so verausgabt?
22:36Also, finanziell meine ich.
22:40Mit Ihrer Freundin, also mit Ihrer Freundin da.
22:43Mit dem Selfie.
22:44Also, es passiert mir eigentlich nicht, dass ich mich verausgabe.
22:47Finanziell meine ich.
22:49Vielleicht lasse ich mich einfach nur gerne einladen.
22:52Ja.
22:53Vielleicht.
22:58Frische Mango, Mungobohnen, Edamame, Quinoa.
23:02Super.
23:03Das Essen ist wirklich gut hier.
23:04Aber es fehlt ein bisschen...
23:06Salz.
23:08Bitte.
23:13Wir haben schon mal denselben Geschmack.
23:15Das ist doch ein super Anfang, oder?
23:17Suchen Sie Gemeinsamkeiten.
23:19Warum nicht?
23:21Wir arbeiten zusammen.
23:22Wir teilen die Leidenschaft für Tiermedizin.
23:24Ist doch schon viel.
23:26Also, keine Privatgespräche bei der Arbeit?
23:29Ich habe immer ein Ohr für meine Mitarbeiter, also.
23:32Wenn Sie etwas auf dem Herzen haben?
23:35Ja, habe ich tatsächlich.
23:37Ich würde gerne mit Ihnen über meine Freundin sprechen.
23:40Also, die mit dem Selfie.
23:45Erwischt.
23:48Wobei, wenn Sie es ernst meinten, ich könnte nicht viel dazu beitragen.
23:52Sie stehen auf junge Frauen und ich liebe Herausforderungen und Augenhöhe.
23:56Also, für mich ist Augenhöhe keine Frage des Alters.
24:00Okay.
24:02Das sagen, bevorzugt Männer, die junge Freundinnen haben.
24:06Oder Menschen, für die Alter nur eine Zahl ist.
24:08Und zu denen gehöre ich.
24:12Entschuldigung.
24:13Natürlich.
24:15Und das ist Ihr letztes Wort.
24:17Ich muss raus aus meiner Wohnung und Ihre Tochter zieht ein.
24:22Ich weiß, dass es Zeit genug war.
24:23Ich dachte nur, dass wir uns noch irgendwie...
24:26Ja.
24:28Ja, ja.
24:30Besser ein Ende mit Schrecken,
24:32als noch mehr Geld bei den Anwälten versenken.
24:34Und da bin ich bei Ihnen.
24:37Ihnen auch.
24:46Was dagegen, wenn ich mich setze?
24:48Oder stört ein wohnungsloser, hungriger Zoodirektor Ihr Fachgespräch?
24:52Bitte setzen Sie sich.
24:54Aber wieso wohnungslos?
24:56Die Tochter meiner Vermieterin findet Leipzig richtig toll.
25:00Und zieht aus Kopenhagen her.
25:02In meine Wohnung.
25:04Wenn Sie also mal was hören,
25:05Zweizimmerküche, Bad.
25:07Sie wissen ja, wo Sie mich finden.
25:10Was gibt's noch Leckeres?
25:14Sehen Sie auch, was ich sehe?
25:17Was ist?
25:18Ich fürchte, das Mittagessen wird eine Weile auf Sie warten müssen.
25:21Kommen Sie mal mit.
25:22Wir gehen in die Praxis.
25:24Kommen Sie mal.
25:29Jetzt sieht ja das an, Georg.
25:31Keine zwei Tage bin ich weg.
25:32Und der Garten ist so gut wie vertrocknet.
25:35Die schönen Blumen.
25:36Und die Kräuter, die brauchen bei der Wärme jeden Tag was.
25:40Aua.
25:41Hast du denn gar nicht gegossen?
25:43Es ist durchaus möglich, dass ich in den letzten 48 Stunden andere Prioritäten gesetzt habe.
25:48Du bist von der Leiter gefallen.
25:50Wir erinnern uns.
25:51Ja.
25:52Übrigens kommen heute Abend Susanne, Jonas und Gina.
25:54Sie wollen feiern, dass der Entschlutz so glimpflich verlaufen ist.
25:57Ein Familienessen, wie schön.
25:59Hatten wir schon lange nicht.
26:02Was gibt's denn zu essen?
26:05Lass dich überraschen.
26:06Ach, das ist nicht fair.
26:08Wohnungslos aber wird der Tumbo fliegen.
26:10Sie müssen ruhig halten.
26:12Ich verstehe nicht, wie das passieren konnte.
26:13Das Gehege ist doch abgedichtet.
26:16Sie haben sich nicht hier infiziert.
26:18Die Entwicklungsstufe der Larven ist schon viel zu weit fortgeschritten.
26:21Das muss schon ein paar Wochen her sein.
26:23Da war ich in Afrika, um mir die Hyänen anzusehen und den Transport zu besprechen.
26:26Ja, ich weiß.
26:28Aber ich bin doch gar nicht ran an die Tiere.
26:31Ist doch gar nicht nötig.
26:33Die Tumbo-Fliege legt ihre Eier in warmem Sand ab.
26:36Oder in Stoff.
26:37Haben Sie vielleicht Ihre Kleidung zum Lüften vor die Tür gehängt?
26:40Höchstens abends nach einem langen Tag in der Hitze.
26:42Mein Hemd zum Auslüften.
26:45Das ist die perfekte Brutstätte.
26:48Beim nächsten Mal nehmen Sie Ihre Klamotten nach dem Lüften wieder rein und bügeln sie kräftig.
26:53Die Hitze macht dann alles platt.
26:55So.
26:56Jetzt.
26:58Haben Sie es überstanden.
27:01So.
27:01Jetzt sollten Sie zum Arzt gehen und sich nochmal gründlich untersuchen lassen.
27:05Der gibt Ihnen ein Antibiotikum.
27:07Ich will von dem Thema am liebsten nichts mehr sehen und hören.
27:09Bringen Sie es lieber hinter sich.
27:11Es wird Ihnen gleich besser gehen.
27:15Danke für Ihr Mitgefühl.
27:25Georg.
27:28Wie weit bist du denn mit dem Essen?
27:30Kann ich vielleicht helfen?
27:32Halt den Fuß hoch und ruhe dich aus, wie der Arzt gesagt hat.
27:35Ich bringe dir gleich einen Tee.
27:36Ich bringe dir gleich einen Tee.
27:39Ich bringe dir gleich einen Tee.
28:05Ich will mir deine eigene Musik mitbringen.
28:07Ich weiß jetzt wenigstens, dass du mehr auf Fabrikhalle als auf großen grünen Park stehst.
28:11Aber vor allem stehe ich auf Party.
28:12Nicht auf Leute, die um 22 Uhr dicht machen.
28:16Das hätten wir auf ihre Webseite schreiben sollen, bevor die uns hierher locken.
28:19Das heißt?
28:21Die Location geht gar nicht.
28:23Ja, natürlich nicht.
28:27Hallo, Opa.
28:31Oh.
28:33Ja, klar, können wir machen.
28:35Sushi?
28:37Alles klar, machen wir.
28:38Bis später.
28:41Tja, auch nach 50 eh, Jan, ist nicht alles perfekt.
28:44Dann haben wir ja eine Menge Zeit zu üben.
28:49Ja, so ist es.
28:51Genau.
28:52Die Laborwerte unserer Leopardin sind da.
28:55Die Nierenwerte sind in Ordnung, aber die weißen Blutzellen sind erhöht und die Leberenzyme sind auch an der oberen Grenze.
29:02Im Röntgenbild sind keine Auffälligkeiten zu sehen.
29:05Die Schleimhäute und die Sklären waren auch nicht gelblich verfärbt.
29:08Es ist zumindest mal keine Leberzirrhose.
29:13Die hohen Leukozytenwerte lassen auf einen Infekt schließen.
29:16Na, den wir genauer lokalisieren müssen.
29:19Noch eine Narkose?
29:21Ja, bei den wagen Werten würde ich das ungern machen.
29:24Wir geben ihr erst mal Schmerzmittel und ich sage keine Bescheid, dass sie sie genauer im Auge behalten soll.
29:29Frau Dr. Mertens, das müssen Sie sich mal anschauen.
29:32Shambhala liegt so komisch, so wie ohnmächtig im Gehege.
29:35Okay.
29:38So viel zum Thema. Wir wollen ihm eine weitere Narkose ersparen.
29:41Da kommen wir jetzt nicht mehr drum rum.
29:43Das machen wir am besten gleich morgen früh.
29:45Und am besten bereiten wir auch gleich alles für die OP vor.
29:48Und bis dahin muss sich Conny um Shambhala kümmern.
29:50Was halten Sie davon, wenn wir für unsere erste OP eine Kamera direkt über den OP-Tisch hängen würden?
29:56Das wäre doch exzellentes Anschauungsmaterial für die Studierenden.
29:59Action pur, direkt aus dem OP-Saal und dann noch mit den Lieblingsdozenten.
30:05Das ist eine interessante Idee.
30:09Ja, finden Sie gut? Cool.
30:13Wenn Sie das bei unserer Premiere nicht aus dem Konzept bringt?
30:16Da müssen Sie sich keine Sorgen machen.
30:18Ich bin ja passionierter Videogamer.
30:21Was?
30:22Kennen Sie die Studie gar nicht?
30:24Also ein italienisches Forschungsteam hat eine Gruppe von Chirurgen getestet,
30:27die in ihrer Freizeit regelmäßig Videospiele zocken.
30:30und eine Gruppe, die es wiederum nicht tut.
30:33Die Ergebnisse waren ziemlich eindeutig.
30:35Die Videospieler waren in ihrer Arbeit um einiges effizienter und schneller am OP-Tisch.
30:39Okay.
30:41Naja, dann sind Sie ja perfekt vorbereitet.
30:44Immer.
30:45Das heißt, ich kann mich um die Kamera kümmern?
30:48Ja, bitte.
30:49Und ich sage jetzt mal herzlichen Dank.
30:53Und das ist der Schlüssel für die Praxis.
30:55Das für eine Ehre. Danke.
30:58Schönen Abend noch.
30:59Tschüss.
31:18Also das ist ja ein ausgesprochen leckeres Sushi.
31:20Pass gut auf ein Hochzeitsbuffet.
31:22Wie weit seid ihr denn in eurer Planung?
31:25Wir sind noch auf der Suche nach der richtigen Location.
31:27Nicht so einfach, was zu finden, was beiden gefällt.
31:31Christoph und ich, wir haben so spontan geheiratet,
31:33dass wir uns die Eheringe von der Standesbeamtin leihen mussten.
31:37Das war so chaotisch.
31:39Aber trotzdem, oder vielleicht gerade deswegen,
31:41haben wir immer gern daran zurückgedacht.
31:43Ja, spontan wäre ja auch eher meins.
31:45Aber doch nicht ohne die Familie.
31:47Ach, Charlotte, das lassen die beiden entscheiden.
31:49Das haben wir doch schon längst.
31:51Wir wollen, dass du dabei seid.
31:54Dann kommt eigentlich Luisa wieder.
31:56Bis zu eurer Hochzeit ist sie bestimmt zurück.
31:59Wobei, weiß man's?
32:01Luisa genießt ihre Freiheit, also...
32:03Zu viel Stress, zu wenig Freiheit.
32:05Das war doch schon immer ihr Zimmer.
32:07Wo wir doch gerade bei der Familie sind.
32:10Gibt es irgendetwas, womit wir euch unterstützen können?
32:13Ich hab doch selber genug um die Ohren.
32:16Wir schaffen das schon, Charlotte und ich.
32:19Ja, bis dahin bin ich sowieso wieder auf den Beinen.
32:22Unter vier Wochen läuft da gar nichts.
32:24Hat der Arzt gesagt.
32:25Als Ärztes zu sagen,
32:27könntest du uns bitte noch eine Flasche Wasser bringen?
32:30Ich geh schon.
32:32Dann räume ich die Teller ab.
32:34Das mach ich.
32:35Machen wir gemeinsam.
32:38Ja, du kennst dich nicht so gut aus in der Küche wie ich mittlerweile.
32:52Na, also, geht doch.
33:03Es läuft super.
33:11Hey, Luisa.
33:12Ich komm grad vom Familienessen.
33:14Oma geht schon wieder viel besser.
33:17Aber du hast gefehlt.
33:19Wir alle freuen uns schon so, wenn du wieder da bist.
33:22Ich ganz besonders.
33:24Also, mein Schatz.
33:26Mach's gut.
33:30Wieso schaust du denn so, Christoph?
33:32Ich hab nur gesagt, ich freu mich, wenn sie wieder da ist.
33:35Druck hab ich nicht ausgeübt.
33:41Na, hi, Mike.
33:44Na, wie war dein Tag?
33:45Ich hab meine gute Freundin vermisst.
33:48Soll ich noch vorbeikommen?
33:49Mach ich gerne, wenn du das willst.
33:51Nee, ist schon spät.
33:53Morgen ist ein neuer Tag.
33:55Okay.
33:57Dann hab eine gute Nacht.
33:59Ja.
34:00Gute Nacht.
34:01Mm-hmm.
34:04Letzt.
34:06Okay.
34:18Okay.
34:29Well, let's go.
34:32Guten Morgen, Conny.
34:33Welche ich dann noch mal?
34:34Guten Morgen.
34:35Wie geht's unserer Cembala?
34:36Sie liegt apathisch in ihrem Gehege.
34:39War Dr. Berger schon da?
34:40Ich hab ihn heute noch nicht gesehen.
34:46Sorgen Sie bitte dafür, dass sie sofort für die OP in die Praxis kommt.
34:48Mach ich.
34:49Bis gleich.
34:58Na, Sammy?
34:59Guten Morgen.
35:01Guten Morgen.
35:04Guten Morgen.
35:06Sie haben hier übernachtet?
35:07Ja, ich hab gestern Nacht noch ein bisschen geübt.
35:10Wird sicher gehen, dass ich von seinem ersten gemeinsamen Eingriff die Technik quasi im Schlaf beherrsche.
35:16Dann hoffen wir mal, dass es kein böses Erwachen gibt.
35:19Oh nein, ich fühle es. Es wird sehr, sehr gut.
35:22Ich installiere jetzt noch die Kamera schnell und dann mach ich mich frisch.
35:26Und dann kann es auch sofort losgehen.
35:28Ja, Conny wird gleich mit der Leopardin hier sein.
35:30Ich bin noch bei den Hyänen.
35:32Bis später.
35:50Bis später.
35:51Und dann hat der Leopardin hier noch reagiert.
35:53Vielleicht hat Dr. Berger nicht alle Larven erwischt?
35:55Nein, Herr Dr. Berger hat gründlich gearbeitet.
35:58Aber es wäre möglich, dass das Antibiotikum nicht gegen den Bakterienstamm arbeitet, der für die Hautinfektionen verantwortlich ist.
36:03Wir müssen auf das Labor warten.
36:05Da hatte ich mehr Glück.
36:06Mein Antibiotikum hat direkt angeschlagen.
36:08Schauen Sie mal.
36:10Keine weiteren Hautreaktionen, kein Fieber, kein Kopfschmerz.
36:14Mustergültig.
36:15Ich muss mich beeilen.
36:16Der nächste Patient wartet, Herr Winter.
36:22Das Leberparenchym ist körnig und wenig echoreich.
36:26Und sehen Sie hier?
36:26Die Wand der Gallenblase ist leicht verdickt.
36:29Vermutlich eine Entzündung.
36:31Der Ductus cysticus ist auch erweitert.
36:34Die Schallschatten sind eindeutig.
36:37Gallenstein.
36:38Das konnte man auf dem Röntgenbild nicht erkennen.
36:43Eine Gallenblasenentzündung wäre nicht so schlimm.
36:46Aber die Obstruktion des Ductus zwingt uns dazu, eine laparoskopische Entfernung der Steine vorzunehmen.
36:52Oder wir führen direkt eine Colecystektomie durch.
36:54Das würde die Überlebenschance stark erhöhen.
36:56Bei einem Tier im fortgeschrittenen Alter würde ich ungern die Gallenblase entfernen.
37:01Das Risiko ist mir viel zu hoch.
37:02Gut. Dann muss es uns gelingen, die Gallenwand zu öffnen und den Stein im Ductus colidocus zu entfernen.
37:07Sonst ist die Überlebenschance noch geringer.
37:09Tja, liebe Studierende, herzlich willkommen in der Realität, die schnelle Entscheidung und mutige Improvisation erfordert.
37:18Wir haben eine schmale Inzision gemacht und die Verestnadel eingeführt.
37:21Mit deren Hilfe haben wir ein Kapnoperitoneum erzeugt.
37:23Das heißt, wir haben das Abdomen aufgeblasen.
37:27Ja, und dann haben wir zwei weitere Schnitte gemacht für den Arbeitskanal und die Kamera.
37:31und die Gallenblase eröffnet.
37:34Und jetzt holen wir die Steine raus.
37:44Ja, da ist er.
37:46Okay.
37:47Ich hab ihn, ich hab ihn.
37:49Gut.
37:52Der Erste ist draußen.
38:00Nein, der Stein bewegt sich nicht.
38:03Sauerstoffsättigung sinkt.
38:05Nein, er bewegt sich nicht.
38:07Es sinkt weiter.
38:09Wir müssen den Gallengang eröffnen.
38:11Nein, das Risiko ist viel zu hoch.
38:13Es sinkt weiter.
38:15Wir haben keine Wahl, wir müssen es riskieren.
38:16Nein.
38:17Wir sind bei 72.
38:18Einen Versuch noch, bitte, ja?
38:20Bitte.
38:21Ja.
38:24Ich hab ihn, ich hab ihn.
38:25Okay.
38:26Ja.
38:27Und der Stein ist in der Gallenblase.
38:29Und raus.
38:31Okay.
38:32Steigt wieder.
38:35Okay, dann werden wir die Gallenblase jetzt schließen mit einem Clip.
38:39Und entfernen die Instrumente.
38:41Was übrigens ganz wichtig ist.
38:42Ja, und die kleinen Inzisionen verschließen wir mit Einzelheften.
38:50Sie haben ziemlich starke Nerven, Dr. Berger.
38:53Ja, fürs Erste Mal waren wir gar nicht schlecht, oder?
38:56Mhm.
38:58Was halten Sie denn davon, wenn wir anlässlich unseres Erfolges heute mal so was richtig Verrücktes machen?
39:03Wir räumen das Chaos hier morgen auf und nehmen uns heute den Rest des Tages frei.
39:09Was halten Sie davon?
39:10Nun, Sie räumen schon mal alleine auf.
39:15Und ich mach erstmal eine kleine Pause.
39:17Das ist meine Tochter.
39:18Dann würde ich gern rangehen.
39:20Hallo, mein Schatz.
39:22Oder so.
39:29Ja, natürlich bin ich im Zubo solid in sonst sein.
39:31Kennst du mich doch.
39:33Und du, wo treibst du dich rum?
39:34Schalt nur doch Video.
39:38Luisa.
39:39Hallo?
39:52Wir haben eine schmale Inzision gemacht.
39:54Und die wir Restnaht ein.
39:55Wir haben Hilfe an der Einkappen und Peritoneum erzeugt.
39:58Und das heißt, wir haben das Abdomen aufgeblasen.
40:01Ja, dann.
40:06Schauen Sie mal.
40:08Das ist genau das, was den jungen Menschen an der Uni fehlt.
40:11Der konkrete Praxisbezug.
40:15Ja, aber Videos alleine, die reichen nicht.
40:17Das kann niemals das eigene Leben ersetzen.
40:19Und deshalb wollen Sie jetzt die Uni an den Zoo holen.
40:22Ich will die Kivara Lodge in den Hörsaal verwandeln.
40:27Zwei, drei ausgewählte Studenten, die parallel zu ihrem Studium bei uns arbeiten, in den Alltag integriert werden, den Umgang mit
40:34den Tieren lernen.
40:35Und was hat der Zoo davon?
40:36Na, ich muss Ihnen doch nichts von einem Fachkräftemangel erzählen.
40:39Jemanden zu finden, der zu uns will, aber auch wirklich zu uns passt.
40:42Wir hätten die einmalige Chance, unseren eigenen Nachwuchs heranzuziehen.
40:46Theoretisch betörend, aber praktisch nicht umsetzbar.
40:49Allein die Kosten.
40:50Glauben Sie mir, mich langweilt das Argument selbst.
40:52Aber die Versicherungen, das Honorar, das wir den Studierenden zahlen müssten, der Mehraufwand für die TierpflegerInnen und MedizinerInnen, das sind
40:59ja alles Anfänger.
41:00Die können Sie nicht unbeaufsichtigt im Zoo rumrennen lassen.
41:02Aber wir investieren in die Zukunft.
41:04Das ist doch jeden einzelnen Cent wert.
41:06Zukunft ist ein unwiderstehliches Zauberwort, da gebe ich Ihnen recht.
41:10Aber wir leben in der Gegenwart und da sind meine Taschen leer.
41:13Ich sehe leider keinen Weg.
41:22Ich verstehe es einfach nicht.
41:24Das wäre so eine tolle Chance für uns, für den Zoo, dass man das nicht sehen kann.
41:29Das ist mir ein Rätsel.
41:31Warum versuchen wir nicht einfach, die Uni von unserem Plan zu überzeugen?
41:34Dann würden die sich wieder an den Direktor wenden und flankiert von beiden Seiten, beißt er an.
41:39Gute Idee.
41:41Ich weiß.
41:43Wie geht es denn unserer Patientin?
41:45Cemvala hat sich ganz gut von der Narkose umgut.
41:48Die Geilensteine sind auf dem Weg ins Labor und die haben sich übrigens auch gerade mit etwas anderem gemeldet.
41:52Das Ergebnis der bakteriologischen Untersuchung bei den Hyänen.
41:55Der im häufigsten nachgewiesene Erreger ist ein Staphylococcus aureus.
42:00Ausgerechnet.
42:01Der ist resistent gegen die meisten Antibiotika.
42:05Wunderbar.
42:06Wir hatten in Uganda mal einen Wildhund, der war auch von der Tumbofliege befallen.
42:09Da haben wir ganz viel ausprobiert, nichts wollte wirklich greifen.
42:12Aber dann haben wir irgendwann die perfekte Kombination an Antibiotika gefunden.
42:15Auf der Basis von Glykopeptiden und Rifampicin.
42:18Das klingt interessant.
42:19Nachhalb von zwei Tagen war die Hautinfektion verschwunden.
42:22Tatsächlich.
42:23Wäre es ein Versuch wert?
42:25Ja, unbedingt.
42:27Dann habe ich schon mal ein bisschen vorgearbeitet.
42:30Wenn Sie Ja sagen.
42:33Dann lassen Sie uns keine Zeit verlieren.
42:46Luisa?
42:49Du bist es wirklich.
42:51Hallo, Conny.
42:53Warum hat deine Mutter nichts gesagt, dass du zurück bist?
42:56Weil sie es noch nicht weiß.
42:57Soll eine Überraschung sein.
42:58Die ist dir wirklich gelungen.
42:59Und ich habe noch eine, die würde dich freuen.
43:01Und welche?
43:01Sag ich dir später.
43:03Ich muss erst meine Mama finden.
43:05Es ist schön, wieder hier zu sein.
43:09Wir reden später, Conny.
43:15Wenn alles so läuft wie bei meinem afrikanischen Wildhund,
43:17dann sollten sich unsere Hyänen bald erholt haben.
43:20Ihr Afrika-Aufenthalt ist wirklich Gold wert.
43:25Luisa?
43:27Entschuldigung, das ist meine Tochter.
43:30Was machst du denn hier so nice?
43:34Deshalb hast du angerufen, weil du wissen wolltest,
43:36dass ich hier im Zoo bin.
43:38Wo wir uns in Zukunft jeden Tag sehen.
43:40Außer an den Tagen, an denen ich Berufsschule habe.
43:42Wie?
43:43Ich weiß, das verstehe ich nicht.
43:45Ich spreche von meiner Ausbildung.
43:47Ich war gerade bei Direktor Winter.
43:49Ich war Tierpflegerin hier im Zoo.
43:53Ja, und was ist mit deinem Studium?
43:56Habe ich geschmissen.
43:58War nichts für mich.
43:59Das ist mir in Thailand total klar geworden.
44:01Und außerdem habe ich das hier alles vermisst.
44:04Meine Güte, bin ich froh, dass du zurück bist.
44:08Du, Mama, ich bin noch mit ein paar Leuten verabredet.
44:11Aber wartet doch einen Moment.
44:12Wir reden später zu Hause, okay?
44:14Ciao.
44:40Frau Dr. Mertens, da sind Sie ja.
44:43Hatten wir einen Termin?
44:44Nein, nein, ich bin nur gekommen, um Ihnen persönlich zu sagen, was ich zu sagen habe.
44:47Obwohl Ihre Tochter mit ihrer jugendlichen Begeisterung nicht ganz unschuldig ist an meiner Entscheidung.
44:52Seit wann wissen Sie denn eigentlich von den Plänen meiner Tochter?
44:54Oh, sie hat mich angerufen, aus Thailand, um sich nach den Möglichkeiten einer Ausbildung zu erkundigen.
44:59Ich sollte aber dicht halten.
45:01Das ist Ihnen gelungen.
45:02Sie hatten völlig recht.
45:04Wir müssen den Nachwuchs fördern und in die Zukunft investieren.
45:07In die nächste Generation, weil wir an sie glauben.
45:09Das heißt, Sie unterstützen mein Projekt?
45:11Unser Projekt. Ja, wir machen das.
45:15Vorausgesetzt, Sie finden einen Sponsor.
45:18Und ich stelle mich als Schirmherr zur Verfügung.
45:22Oh, das nenne ich mal Teamarbeit.
45:24Unsere Zukunft beginnt jetzt.
45:26In diesem Augenblick.
45:29Oder besser, sobald Sie einen Sponsor gefunden haben.
45:32Ich muss.
45:33Schönen Feierabend.
45:34Alles klar.
45:40Das nenne ich mal Neuigkeiten.
45:51Hallo, gute Freundin.
45:54Hallo, guter Freund.
45:56Oh, du strahlst ja so.
45:58Weil ich gerade an dich gedacht habe.
46:01An uns.
46:02An die Zukunft, die vor uns liegt.
46:05Ja.
46:06Ich finde, wir sollten nicht länger warten.
46:08Ja, einfach mutig auf Sie zugehen.
46:13Ich möchte dir vorschlagen, mit dir gemeinsam zum Arzt zu gehen.
46:16Um den Termin zu verabreden.
46:18Für die OP.
46:19Welche OP?
46:22Wir haben den Arztbrief doch zusammengelesen.
46:25Die Operation ist dringend angeraten.
46:28Es wird keine OP geben.
46:31Mike, das kannst du nicht machen.
46:34Das ist verantwortungslos.
46:36Susanne.
46:38Ich bin dir wirklich dankbar dafür, dass du da bist.
46:40Aber es gibt Dinge, über die möchte ich nicht mehr diskutieren.
46:43Und die Entscheidung gegen die OP, die gehört dazu.
47:00Das ist verantwortungslos.
47:29Das ist verantwortungslos.
47:29Alles.
47:29Bis zum nächsten Mal.
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