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KurzfilmeTranskript
00:00Einen Glückwunsch.
00:03Danke.
00:04Wenn Sie wollen, dürfen Sie Ihre Frau jetzt küssen.
00:18Danke.
00:20Alles Gute, euch beiden.
00:21Oh, das ist eine gute Leute.
00:25Ja, Nora von Weiden?
00:27Guten Tag, Frau von Weiden. Hier ist Sophie Nubak.
00:29Kann ich Ihre Schwester sprechen?
00:30Ja, Moment. Für dich, Frau Nubak.
00:35Ja?
00:35Hallo, Frau Marwald.
00:36Ich wollte Ihnen nur mitteilen, dass Kommissar Delbrück
00:39der Fallbecker entzogen wurde.
00:41Was?
00:43Danke, dass Sie mir Bescheid gesagt haben, Frau Nubak.
00:51Delbrück wurde Simons Fall entzogen.
00:54Oh Gott, das heißt...
00:57Es gibt niemanden mehr, der Simon aus dem Gefängnis holen kann.
01:00Das ist ein bisschen wie ein Mensch.
01:08Hey, whatcha looking for?
01:13No one has the answer.
01:17They just want more.
01:21Hey, who's gonna make it right?
01:29This could be the first day of my life
01:43Oh Gott, ich bring Sie mal raus.
01:45Ja.
01:51Wenn Delbrock wirklich der Fall entzogen wurde, kann er nichts mehr für Simon tun.
01:54Ja, dann hat Delbrock aber auch nichts mehr, womit er sich erpressen kann.
01:57Das bedeutet, dass Simon noch viel länger in Untersuchungshaft bleiben muss.
02:00Du hast mich völlig umsonst geheiratet. Und was willst du jetzt tun?
02:03Delbrock muss Simon aus dem Gefängnis holen. Ich werde sofort mit ihm reden.
02:07Jetzt. Luisa, sei vorsichtig.
02:08Schon gut. Ich passe auf.
02:10Du solltest dringend mit Frau Nova reden. Ihr habt doch so einen guten Tag zueinander.
02:14Du solltest einfach von der Erpressung erzählen.
02:17Die wird mir nicht glauben. Kommissar Delbrock ist ein guter Freund von ihr.
02:21Wenn du willst, rede ich mit ihr.
02:22Bitte nicht.
02:25Das werde schon ich tun.
02:26Erst muss ich mir wissen, was Delbrock vorhat und wie es mit Simon weitergeht.
02:44Bitte, Marianne.
02:45Du darfst da nicht einreden, dass wir an Haralds Unfall schuld sind.
02:48Er war so aufgewühlt, als ich ihm von unserem Kuss erzählt habe.
02:51Und dann ist er vor das Auto gelaufen.
02:53Harald wusste, wie sehr du ihn liebst. Und dass es mit uns nichts zu tun hatte.
02:56Ich hätte ihm sagen müssen, was er mir bedeutet.
02:59Aber das hast du.
03:00Nein, ich habe ihm nur von unserem Kuss erzählt.
03:02Marianne.
03:03Verstehst du denn nicht?
03:05Aber natürlich verstehe ich.
03:06Er ist tot und ich...
03:08Es war ein Unfall.
03:09Du darfst ja deshalb kein...
03:10Ich kann ihm nicht mehr sagen, wie viel er mir bedeutet hat.
03:13Er hat es tot.
03:14Hol bitte einen Arzt, Eva.
03:36Ah, Henning.
03:37Du sagst am besten gar nichts.
03:40Ich nehme mal an, dass du jetzt nicht in die Manufaktur gehst.
03:42Nein, später.
03:44Sag mal, wo wollte Luisa denn hin?
03:45Zu Delböck.
03:47Ah, verstehe.
03:48Oh, bitte.
03:49Nur mal.
03:52Ja, sag mal, du bist allein?
03:54Ja.
03:55Luisa musste weg.
03:56Sie hat einen wichtigen Termin.
03:58Heißt das etwa?
03:59Nein, nein.
04:00Alles in Ordnung.
04:01Wir sind verheiratet.
04:03Ich gratuliere.
04:05Na, das war ja eine kurzentschlossene Heirat.
04:07Aber ich bin sicher, dass ihr das Richtige getan habt.
04:10Das glaube ich auch.
04:12Ist doch ein schönes Gefühl, verheiratet zu sein, oder?
04:15Ich habe es jedenfalls nie bereut.
04:19Ja, gut.
04:20Ist auf eine Ausnahme.
04:22Annabelle.
04:23Ja, ja.
04:24Aber das mit Helena, das war genau das, was ich wollte.
04:29Deshalb habt ihr euch damals auch scheiden lassen.
04:32Also ja, gut.
04:33Ein Fehler macht jeder einmal.
04:34Und außerdem, diesen könnte ich ja durchaus korrigieren.
04:41Heißt das, ihr beide wollt noch einmal heiraten?
04:45Warum denn nicht?
04:47Ich meine, wir sind schon wieder eine ganze Weile zusammen und haben beide dazugelernt.
04:54Weiß denn Helena schon von ihm Glück?
04:56Äh, naja, also gefragt habe ich sie noch nicht, aber woher wartest du denn noch?
05:02Meinst du?
05:05Ich glaube, du hast recht.
05:07Ich werde mal schauen, wo sie ist.
05:09Und euch beiden wünsche ich eine lange und glückliche Ehe.
05:13Ohne zweiten Anlauf.
05:15Danke.
05:33Frau Maywald, hallo.
05:35Oder ich darf schon sagen, Frau Reichenbach, ne?
05:37Schickes Hochzeitkleid übrigens.
05:39Sie konnten es wohl kaum erwarten, mich zu sehen.
05:42Sie wissen genau, warum.
05:43Genau, wir haben was zum Feiern.
05:45Zwei Gläser Champagner, bitte.
05:46Für mich nicht.
05:48Ganz vergessen, Sie trinken ja keine Alkohol.
05:50Ich habe gehört, Ihnen wurde Simons Fall entzogen?
05:53Ich sehe, unsere liebe Freundin Sophie hat Sie schon informiert.
05:56Also ich habe meinen Teil unserer Abmachung erfüllt.
05:58Wie wollen Sie Ihren erfüllen?
06:00Mir wurde zwar der Fall entzogen, aber ich bin immer noch Hauptkommissar bei der Krippe und Falkenthal.
06:04Wann kommt Simon frei?
06:06Immer mit der Ruhe, Frau Reichenbach.
06:08Mit der Ruhe.
06:09Ja?
06:10Sie wollen doch, dass Simon ganz offiziell entlassen wird, oder?
06:13Ich gebe Ihnen genau 24 Stunden Zeit.
06:14Wenn Simon bis dahin nicht frei ist, dann...
06:16Was dann?
06:18Dann werde ich meine Ehe mit Henning Reichenbach wieder lösen.
06:21Muss ich Sie eigentlich immer noch daran erinnern, dass Herr Becker der schweren Körperverletzung an Frau van Weiden beschuldigt wird?
06:27Er ist aber unschuldig.
06:29Die Frage ist, ob das Gericht das auch so sieht.
06:32Ach, ich verstehe.
06:34Sie wollen mich weiterhin erpressen.
06:36Womit eigentlich?
06:38Wie wollen Sie Simon frei bekommen, wo Sie jetzt nicht mal mehr für den Fall zuständig sind?
06:42Das lassen Sie mal bitte meine Sorge sein.
06:44Ich bin im Moment der Einzige, der was für ihn tun kann.
06:47Zumindest so lange, bis Frau van Weiden wieder vernehmungsfähig ist.
06:56Und Sie wollen doch, dass Frau van Weiden zu seinen Gunsten aussagt.
07:00Sie wollen doch, dass er ganz offiziell freigesprochen wird, ja?
07:04Dann bleiben Sie aber bitte auch mit Herrn Reichenbach verheiratet.
07:07In diesem Sinne, Frau Reichenbach, auf eine lange und vor allen Dingen glückliche Ehe.
07:37Frau Nowak, hier spricht Luisa Maywald.
07:40Ich muss ganz dringend mit Ihnen sprechen.
07:44Vielen Dank, Herr Doktor.
07:45Alles Gute.
07:54Was hat der Arzt gesagt?
07:56Sie hatte einen Nervenzusammenbruch.
07:58Der Arzt hat ihr eine Beruhigungsspritze gegeben und auch noch ein Rezept für ein Beruhigungsmittel ausgestellt.
08:04Ich gehe jetzt zur Apotheke, es abholen.
08:06Sie ist in meinen Armen zusammengebrochen.
08:09Sie gibt sich von uns immer noch die Schuld an Haralds Tod.
08:13Hört das denn nicht auf?
08:15Ich meine, wir haben einen Fehler gemacht, das weiß ich.
08:18Das ist Harald Tod.
08:19Aber ihr habt keine Schuld, Tobias, das weißt du ganz genau.
08:22Ja, das weiß ich, aber Marianne will das nicht wahrhaben.
08:26Marianne braucht jetzt vor allem Ruhe und viel Schlaf.
08:29Und dann muss sie sich über alles klar werden.
08:32Ich werde mich um alles kümmern.
08:34Um die Beerdigung, der Bestatter muss gleich kommen.
08:37Kann ich dich allein lassen? Ich müsste jetzt zur Apotheke gehen.
08:41Ja.
08:41Okay.
08:53Was kann Delbrook noch tun, wenn ihm der Fall entzogen wurde?
08:56Er will mich doch nur einschüchtern, damit ich weiter an meiner Ehe mit Henning festhalte.
09:00Dabei ist er doch nur eine Marionette von Annabelle.
09:03Die liegt aber im Krankenhaus und ist noch nicht ansprechbar.
09:08Aber selbst wenn Delbrook keine Macht mehr hat, kann ich jetzt wirklich darauf ankommen lassen?
09:13Er hat dafür gesorgt, dass Simon zusammengeschlagen wurde.
09:16Was, wenn er es wieder tut?
09:18Simon muss so schnell wie möglich aus dem Gefängnis.
09:20Hallo Frau Maywald.
09:23Schön, dass Sie so schnell kommen konnten.
09:24Natürlich.
09:26Schönes Kleid.
09:28Also Ihr Bekannter, Kommissar Delbrook, wurde von Simons Fall abgezogen?
09:32Ja.
09:33Durch die Flucht kam heraus, dass Delbrook ihm eigenmächtig gestattet hat, seinen Vater im Krankenhaus zu besuchen.
09:40Das ist schon der zweite Fluchtversuch, der Simon unterstellt werden kann.
09:43Aber er wollte doch nur mit mir sprechen.
09:45Und das erste Mal wollte mir jemand einen Fluchtversuch anhängen.
09:48Ja, das weiß ich ja.
09:51Möglicherweise hilft uns dieser zweite Fluchtversuch sogar.
09:55Das heißt, Simon wird dafür nicht bestraft?
09:57Nein.
09:58Die Flucht hat gezeigt, dass Delbrook Fehler macht.
10:01Vielleicht kann ich den Haftrichter davon überzeugen, dass er die Ermittlungsergebnisse insgesamt kritischer betrachtet.
10:07Und das heißt?
10:08Naja, es ist noch immer nicht erwiesen, dass Simon selbst diese Flugreservierung getätigt hat.
10:13Aber die Polizei wollte doch herausfinden, von welchem Computer aus sie getätigt wurde.
10:18Ja, bisher ergebnislos.
10:20Wir müssen nachweisen, dass hier ein Ermittlungsfehler vorliegt.
10:25Dann müsste der Haftbefehl für die Untersuchungshaft aufgehoben werden.
10:29Weil keine Fluchtgefahr besteht, nie bestanden hat.
10:33Ja, aber bitte freuen Sie sich nicht zu früh. Das ist wirklich nur ein ganz kleiner Hoffnungsschimmer.
10:37Frau Nowak, bitte.
10:38Wir müssen wenigstens versuchen, Simon aus der Untersuchungshaft herauszubekommen.
10:42Sein Vater ist gerade gestorben und seine Familie braucht ihn jetzt. Wirklich.
10:46Frau Marwalt, Sie wissen, dass ich tue, was ich kann.
10:57Es sind so viele Urnen.
10:59Guten Tag.
11:00Guten Tag.
11:01Hier.
11:02Na, vielleicht sollten wir Marianne doch lieber die Auswahl überlassen.
11:07Nein, ich will nicht, dass sie sich damit befassen muss. Nicht in ihrem Zustand.
11:10Ich möchte Sie ja nicht drängen, aber Sie sollten sich möglichst rasch entscheiden. Wir haben sonst Terminprobleme.
11:16Ja, natürlich.
11:18Wenn ich Ihnen vielleicht hilflich sein darf?
11:22Gerne, ja.
11:23Also, in letzter Zeit wird besonders gerne dieses Modell genommen.
11:29Sicherlich auch wegen seiner klassischen Schlichtheit.
11:34Marianne, sag mal, was machst du denn hier?
11:36Du musst ins Bett, du brauchst Ruhe.
11:39Herzliches Beileid, Knägefrau.
11:43Danke.
11:44Meine, das ist der Bestatter.
11:46Sollen wir vielleicht zusammen eine Urne aussuchen?
11:50Eine Urne?
12:11Sebastian, musst du nicht auch mal nach Hause?
12:13Was soll ich denn da?
12:15Bruder ist im Knast und meine Mutter braucht mich nicht.
12:17Aber das ist doch jetzt Unsinn.
12:22Herr Becker.
12:24Ja, ja, schon gut.
12:26Sehen Sie lieber zu, dass Sie meinen Bruder aus dem Gefängnis holen.
12:28Ich glaube, wir sollten ihn in Ruhe lassen.
12:31Möchtest du einen Kaffee?
12:33Ja, sehr gerne.
12:36Ach, guck mal an.
12:37Die Familie? Bist du gegen mir hier?
12:40Ja, ja.
12:42Ich war gerade in der Nähe und dachte, ich besuche dich mal.
12:45Ja, so ein Zufall, wo Sophie auch gerade da ist. Möchtest du einen Kaffee?
12:48Ja, gern.
12:50Entschuldige, darf ich?
12:51Ja, natürlich.
12:54Der Bäckerfall?
12:56Ja.
12:58Wie läuft's?
13:02Kommissar Dellbrück ist von Simons Fall abgezogen.
13:05Ich habe übrigens gerade gesehen, dass er doch herausgefunden hat, von wo dieser Flugreservierung aus getätigt wurde.
13:11Und?
13:14Leider nur ein Internetcafé.
13:16Hast du das überprüft?
13:18Nein, das hat Dellbrück doch sicherlich getan.
13:21Wer weiß. Was steht denn in der Akte?
13:23Nichts. Das ist das Komische daran.
13:27Soll ich da mal vorbeischauen?
13:29Zu das denn?
13:30Einfach nur so, vorbeigehen, ein paar Fragen stellen.
13:35Hagen, ich...
13:36Ich weiß wirklich nicht, ob das so eine...
13:37Sophie, ich werde mich nicht in deinen Fall einmischen, okay?
13:40Ich will dir einfach mal helfen, ich habe Zeit.
13:42Reichlich.
13:48Herr Dellbrück, er passt dich also auch weiterhin?
13:50Er tut so, als würde es keine Rolle spielen, dass ihm der Fall entzogen wurde.
13:54Und warum ist Simon da noch in Untersuchungshaft?
13:57Er behauptet, er braucht Zeit, die Freilassung zu arrangieren.
14:01Frau Nowak sieht aber vielleicht einen anderen Weg, Simon frei zu bekommen.
14:05Dann bräuchtest du Dellbrücks Hilfe doch gar nicht.
14:07Nein, ich darf kein Risiko eingehen.
14:09Schon gar nicht, solange Simon in Untersuchungshaft sitzt.
14:12Vermutlich ist Dellbrück auch jetzt noch in der Lage, dafür zu sorgen, dass Simon verpügelt wird.
14:16Oder dass man ihm Glasscherben ins Essen mischt.
14:20Nein, wenn ich will, dass Annabelle später zu Simons Gunsten aussagt,
14:25dann müssen wir mindestens bis dahin verheiratet bleiben, sagt Dellbrück.
14:31Ich verstehe.
14:33Annabelle muss sich vom Resultat ihrer Erpressung persönlich überzeugen können.
14:40Aber das kann sie nur, sobald sie wieder gesund ist.
14:44Und niemand kann sagen, ob und wann das passieren wird.
14:48Aber das ist unsere einzige Hoffnung.
14:50Annabelle muss gesund werden und vor Gericht die Wahrheit sagen.
14:53Simon ist unschuldig, er hat sie nicht niedergeschlagen.
14:56Das Gericht muss ihn freisprechen.
14:58Natürlich, das werden sie auch, keine Sorge.
15:02Und wir werden der Welt auch weiterhin das glückliche Ehepaar vorspielen.
15:06Ich weiß, wie schwer das alles für dich ist.
15:09Das kriegen wir schon hin, Luisa.
15:12Ich bin sehr froh, dass du mir hilfst.
15:16Ist doch klar.
15:21Ich muss in die Manufaktur.
15:23Noah erwartet mich.
15:25Sie ist ja jetzt sowas wie meine neue Chefin.
15:37Ach, und Hagen hilft dir jetzt also?
15:39Er wollte unbedingt dieses Internetcafé überprüfen und nachfragen,
15:43ob Simon tatsächlich dort war.
15:44Aber es ist doch schön, wenn er das für dich tun will.
15:46Ich weiß nur nicht, ob es irgendetwas bringt.
15:49Was, dass er jetzt das Internetcafé überprüfen will
15:51oder dass er was für dich tut?
15:52Elsa, ich verstehe es einfach nicht.
15:54Was will er denn noch?
15:55Wir haben uns getrennt und ich bin ausgezogen, ja?
15:57Aber was ist denn da nicht zu verstehen?
15:58Also verstehst du es nicht oder willst du es nicht verstehen?
16:00Ich weiß, worauf du hinaus willst.
16:02Aber Elsa, wenn er mich wirklich liebt, ja?
16:04Warum kann er es mir nicht sagen?
16:05Warum kann er es mir nicht zeigen?
16:07Zeigst du es ihm denn?
16:10Das habe ich oft genug getan.
16:12Also ihr beide, ihr könnt euch wirklich das Leben schwer machen.
16:16Elsa!
16:18Oh Gott, warte mal.
16:25Sebastian, jetzt reicht's.
16:27Das bestimme immer noch ich, ja?
16:28Das bestimme ich, solange es in meinem Café passiert.
16:32Dann gehe ich halt woanders hin saufen.
16:35Du, was spinnst du?
16:36Ja, ich konfisziere deinen Motorradschlüssel.
16:38Du kannst jetzt nicht mehr...
16:38Ich gebe meinen Schlüssel zurück.
16:39Du bist nicht meine Mutter.
16:40Herr Becker, ich glaube, es ist wirklich besser so.
16:42Ach, die Frau Anwältin, hm?
16:44Begehe ich gerade eine Straftat, oder was?
16:46Nein, noch nicht.
16:47Und damit es so bleibt, sollten Sie in diesem Zustand nicht fahren.
16:51Komm, ich ruf dir ein Taxi.
16:52Ich kann auch zu Fuß in die nächste Wahl laufen.
16:54Ist mir doch egal.
16:56Sebastian!
16:57Sebastian!
17:16Ach, hier bist du.
17:18Ja?
17:19Ja?
17:20Ich habe gerade mit Henning gesprochen.
17:22Das war ja eine überstürzte Heirat, hm?
17:24Ach ja, das war sie.
17:27Aber ich, ich, ich finde es trotzdem richtig.
17:29Was meinst du?
17:31Ja klar, wenn die beiden sich lieben.
17:33Ja, ich meine, er hat ihr einen Antrag gemacht und sie hat Ja gesagt.
17:36Hm, und dann haben die beiden nicht lange gefackelt und...
17:39Ja, warum auch?
17:40Sie waren ja früher schon ein Paar.
17:44Genau wie wir.
17:45Ja, Nora hat das neulich erwähnt.
17:49Warum sollte man sich nicht eine zweite Chance geben, hm?
17:51Natürlich.
17:52Wir beide sind doch auch wieder zusammengekommen.
17:57Eben.
17:58Und deshalb wollte ich dich fragen.
18:05Helena?
18:06Ah, ja.
18:08Also, und deshalb wollte ich dich fragen.
18:10Iiii!
18:10Was ist los?
18:11Was machst du denn eigentlich die ganze Zeit?
18:12Wofür siehst du denn das nicht?
18:14Nein, was ist denn da?
18:15Ja, Borkenkäfer.
18:16Borkenkäfer.
18:17Ja, der, der Baum ist befallen.
18:19Sag mal, du denkst die ganze Zeit an Borken...
18:23...an Borkenkäfer?
18:24Weißt du, was das bedeutet?
18:25Dieser Baum muss wahrscheinlich gefällt werden.
18:28Meinst du?
18:29Ja, das wäre doch aber furchtbar schade.
18:30Denk doch mal, was für schöne Stunden wir unter diesem Baum verbracht haben.
18:33Ja, das stimmt.
18:35Aber ich meine, gegen Borkenkäfer kann man doch etwas tun.
18:38Vielleicht sollte ich mal mit dem Sohn von Frau Landmann reden.
18:39Der ist doch Förster, oder?
18:40Na, das ist doch eine gute Idee.
18:42Aber so schnell wie möglich, denke ich.
18:43Ja, ja.
18:47Sag mal, was wolltest du mich eigentlich gerade fragen?
18:50Ach, ich wollte dich fragen, ob du dir morgen Nachmittag Zeit nehmen kannst.
18:54Ich wollte mit dir über etwas Wichtiges reden.
18:58Vielleicht bei einem schönen Essen?
19:01Ja, natürlich, gerne.
19:06Borkenkäfer.
19:10Danke dir.
19:13Da ist ja mein investigativer Ermittler, James Bond.
19:18Mach dich nur bei mich lustig.
19:20Ich nehme genau das, was die Dame auch hat.
19:23Kaffee.
19:25So gut gelaunt?
19:26Ja.
19:27Ich war gerade im Internet-Kaffee.
19:29Ja, und?
19:30Haben Sie sich an Simon Becker erinnert?
19:32Nein.
19:33Ich fürchte, das wird nicht ausreichen.
19:37Hagen, das ist ein Internet-Kaffee.
19:38Da gehen tagtäglich hunderte von Menschen raus und rein.
19:41Ja, das stimmt.
19:41Und wer weiß, welcher Student an diesem Abend gerade Schicht hatte, als die Flugreservierung
19:45für Simon durchgeführt wurde.
19:46Das spielt in diesem Fall keine Rolle.
19:48Natürlich spielt es eine Rolle.
19:50Denn nur derjenige, der Schicht gehabt hat, hätte Simon sehen können.
19:53Ja, theoretisch hast du da recht.
19:55Na ja, was soll's.
19:55Wäre auch zu schön gewesen, um wahr zu sein.
19:57Wer auch immer diese Flugreservierung für Simon durchgeführt hat, der hat sich auf jeden Fall vorgesehen.
20:03Das denke ich auch.
20:05Na ja.
20:06Trotzdem, danke für deine Mühe.
20:09Kein Problem, hat ja was gebracht.
20:11Es hat was gebracht?
20:13Wenn du jetzt glaubst, dass ich maßlos von dir beeindruckt bin, weil du mir helfen wolltest.
20:19Nein, weil es sich gezeigt hat, dass Simon Becker an dem fraglichen Tag überhaupt nicht in diesem Internet-Kaffee sein
20:24konnte.
20:24Und es gab auch keinen Studenten, der irgendeinen Dienst hatte.
20:27Und warum nicht?
20:28Weil das Internet-Kaffee an besagtem Tag geschlossen war wegen Wartungsarbeiten.
20:33Bist du sicher?
20:35Absolut.
20:35Aber wir kriegen's auch schriftlich.
20:37Das heißt, der Beweis ist ungültig.
20:39Die ermittelte Computeradresse kann überhaupt nicht stimmen.
20:42Ja.
20:42Ein Ermittlungsfehler?
20:43Und der Verdacht auf Fluchtgefahr hat sich damit auch erledigt.
20:46Das müsste reichen, um...
20:47... um Simon aus der Untersuchungshaft freizukriegen.
20:50Nein, schau.
20:51Das ist ja...
20:58Das fühlt sich jetzt aber eher so an, als wärst du...
21:00... doch maßlos beeindruckt.
21:04Ausnahmsweise.
21:06So.
21:07Ich...
21:08Ich muss sofort den Staatsanwalt anrufen.
21:17Vielen Dank für Ihre Geduld.
21:19Das ist doch selbstverständlich.
21:20Bis morgen bei der Beerdigung.
21:29Meinst du, die Marianne schläft wieder?
21:31Ja.
21:33Ich hab ihr doch eine Beruhigungstablette gegeben.
21:37Morgen ist schon die Beerdigung.
21:38Ich weiß gar nicht, wie sie das verkraften soll.
21:41Es ist doch nur in einem kleinen Kreis und ohne Zeremonie.
21:47Ist es so schade, dass Constanze nicht kommen kann?
21:50Ja.
21:51Das ist bestimmt für Constanze auch nicht leicht,
21:53dass sie nicht zu der Beerdigung ihres Vaters kommen kann.
21:57Sie hat eine schlimme Ohrenentzündung
21:59und die Ärzte haben ihr streng verboten, zu fliegen.
22:01Deshalb kann sie nicht kommen.
22:05Wo ist meine Mutter?
22:06Sie schläft.
22:08Es geht ihr nicht so gut.
22:09Sie braucht jetzt ihre Ruhe.
22:11Ja, klar.
22:12Und du weißt natürlich am besten, was sie braucht.
22:14Sebastian, bitte.
22:14Lass mich doch in Ruhe.
22:21Er wird mir nie verzeihen können,
22:22dass ich und seine Mutter...
22:25Doch, das wird er.
22:26Er muss bloß jetzt damit klarkommen,
22:28dass sein Vater gestorben ist.
22:59Ah, da sind sie ja.
23:02Ach, Frau von Weiden.
23:04Wir waren zum Feierabend verabredet.
23:07Müssen mich ja nicht gleich tausend Leute sehen hier.
23:13Scheint Ihnen zu gefallen, die neue Chefposition.
23:16Was mir nicht gefällt, ist, dass Sie Ihre Position losgeworden sind.
23:20Zu hoch gepokert, Delbrück?
23:23Machen Sie sich um mich mal keine Sorgen.
23:25Ich bin immer noch Hauptkommissar bei der Kripo in Falkenthal.
23:27Ich mache mir keine Sorgen um Sie,
23:28sondern darum, wie es jetzt weitergehen soll.
23:32Na, wie soll es denn weitergehen?
23:33Ihre Schwester ist mit dem Reichenbach verheiratet.
23:35Ja?
23:36Und was nützt mir das, wenn Simon Becker im Gefängnis sitzt?
23:40Der kommt schon frei.
23:42Ach ja?
23:43Wie wollen Sie das hinbekommen?
23:46Ermittlungsfehler.
23:47Bitte?
23:50Ermittlungsfehler.
23:51Wegen Ermittlungsfehlern muss eine angeklagte
23:53oder unter Verdacht stehende Person
23:55freigesprochen oder freigelassen werden.
23:58Mhm. Und wie soll das gehen?
24:00Nun, indem die Beweise, die ich gegen Herrn Becker ermittelt habe,
24:04sagen wir mal, ein bisschen schlampig recherchiert sind.
24:08Aha. Und das wird Simon den Freispruch bringen?
24:11Na, es holt ihn zumindest erst mal aus der Untersuchungshaft.
24:14Und für die Vorbereitung des Prozesses
24:17brauche ich dann auch noch ein paar Tage.
24:18Ja, aber was wollen Sie denn tun?
24:20Jetzt, wo Ihnen der Fall entzogen wurde?
24:23Solange ich nicht vom Dienst suspendiert bin,
24:26bleiben mir einfach noch genügend Möglichkeiten,
24:27den Fall Becker zu manipulieren.
24:32Nur mal eine andere Frage.
24:34Haben Sie sich schon was einfallen lassen,
24:35damit ich an mein Geld komme?
24:38Das dürfte kein Problem sein.
24:40Schließlich bin ich jetzt Chef in der Porzellanmanufaktur.
24:44Naja, wenn das kein Problem ist, dann...
24:46Oh, ich glaube, ich muss jetzt los.
24:47Sonst schaffe ich es nicht mehr rechtzeitig zur Besuchszeit.
24:50Der Herr Becker wartet.
24:53Na dann.
24:55Viel Spaß beim Toasten.
25:18Ich dachte, ich bringe mal ein paar Sachen vorbei,
25:20um den Anschein zu wahren, dass wir hier zusammen wohnen.
25:23Hängen Sie mal in den Schrank.
25:26Noah hat offenbar keine großen Probleme,
25:28sich in die Rolle als Chefin der Manufaktur einzuleben.
25:30Na, das kann ich mir vorstellen.
25:33Sie hat zwar kaum Ahnung von geschäftlichen Dingen,
25:35aber sie scheint sehr interessiert zu sein.
25:37Vor allem am Kontostand der Manufaktur.
25:39Wie meinst du das?
25:41Du glaubst, Nora könnte Geld abzweigen?
25:44Sagen wir es mal so.
25:45Ich hoffe nicht, dass sie ihre neue Position dafür missbraucht.
25:49Aber das kann ich mir nicht vorstellen.
25:50Nora hat doch keine Geldprobleme.
25:52Ich glaube nicht, dass sie darauf kommen würde,
25:54die Manufaktur zu bestehlen.
25:56Hoffen wir, dass du recht hast.
25:59Außerdem wäre es gar nicht so einfach,
26:00eben mal Geld abzuzweigen.
26:03Viert, Lico.
26:05Maiwald?
26:07Frau Nowak?
26:10Was?
26:12Ja, das ist ja großartig.
26:13Und wann?
26:15Gut, verstehe, ja.
26:18Ja, danke, Ihnen auch.
26:21Simon kommt wahrscheinlich frei.
26:23Frau Nowak hat einen Antrag gestellt.
26:25Es wurde wohl ein Ermittlungsfehler begangen.
26:28Das freut mich, Luisa.
26:30Soll ich trotzdem bei dir einziehen?
26:32Ja, wir müssen den Schein wahren,
26:34bis ich sicher sein kann,
26:35dass Delbrück Simon nichts mehr antut.
26:47Komm schon, Nora, sag's mir einfach.
26:51Du willst es wirklich hören?
26:56Luisa wirkt sehr glücklich auf mich.
26:58Ihr scheint die Ehe mit Henning gut zu tun.
27:02Das begreife ich nicht.
27:04Wie kannst du so etwas tun?
27:06Ich meine, wir waren verlobt,
27:07wir waren glücklich.
27:09Ich verstehe das auch nicht.
27:11Es tut mir so leid.
27:13Ich weiß nur, dass sie gesagt hat,
27:15dass...
27:16Was?
27:19Dass sie nie aufgehört hat,
27:20Henning zu lieben.
27:25Das kann ich mir einfach nicht vorstellen.
27:27Das glaube ich erst,
27:27wenn sie es mir ins Gesicht sagt.
27:29Weißt du eigentlich,
27:30wie es meiner Mutter und meinem Bruder geht?
27:31Nein.
27:32Morgen ist die Beerdigung meines Vaters
27:34und ich komme hier einfach nicht...
27:35Vielleicht gibt es doch einen Weg,
27:36wie du hier rauskommst.
27:39Wie meinst du das?
27:40Ja, pass auf,
27:40ich habe noch mal mit Kommissar Delbrück geredet.
27:42Er ist zwar nicht mehr mit dem Fall betraut,
27:44aber er sagt ja,
27:45dass eventuell Ermittlungsfehler aufgetreten sind.
27:48Das heißt,
27:48dass du vielleicht doch
27:49aus der Untersuchungshaft rauskommst.
27:53Ein Ermittlungsfehler?
27:54Das wäre zu schön,
27:55um wahr zu sein.
27:55Und ich kümmere mich um deine Familie.
27:57Die Kosten der Beerdigung und so,
27:59das mache ich alles.
28:00Aber das brauchst du nicht.
28:01Du kümmerst dich von so viel.
28:02Das ist doch selbstverständlich.
28:05So,
28:06ich gehe jetzt.
28:07Du versuchst mal ein bisschen zu schlafen.
28:21Ich wage kaum,
28:22es mir vorzustellen,
28:23dass Simon wieder freikommt.
28:24Dass ich ihm alles erklären kann.
28:26Und dass ich ihm sagen kann,
28:28dass ich ihn liebe.
28:30Delbrück wird bald sehen,
28:31dass er nichts mehr ausrichten kann.
28:34Dann werde ich die Ehe mit Henning lösen.
28:37Armer Henning,
28:39es fällt ihm schwer,
28:40diese ganze Farce mitzumachen.
28:41Aber es gab keine andere Möglichkeit,
28:43Simon zu schützen.
28:45Zum Glück hat dieser Albtraum bald ein Ende.
28:48Wenn Simon frei ist,
28:49werde ich ihm alles erzählen.
28:51Und wir werden uns endlich wieder
28:52in den Armen halten.
28:54McConnell zu schützen.
28:55Und das ist,
29:22wenn er nicht mehr aussehen wird,
29:24Vielleicht könnten Sie Eva etwas ausrichten?
29:26Natürlich.
29:27Wir würden uns gern mal mit Ihrem Sohn unterhalten.
29:30Herr Landmann ist doch Förster, nicht wahr?
29:32Ja, Konrad ist Forstmann.
29:34Der Baum hinter dem Haus ist wahrscheinlich vom Borkenkäfer befallen und...
29:38Ja, also es wäre ganz gut, wenn Herr Landmann uns recht bald mal einen Besuch abstatten könnte.
29:43Ich werde es gern ausrichten lassen.
29:44Danke.
29:47Sagen Sie mal, Herr Adam, wissen Sie etwas von einem Essen heute Nachmittag?
29:52Ich habe entsprechende Anweisungen von Herrn van Weyden bekommen.
29:57Und was ist der Anlass?
30:00Das kann ich nicht sagen.
30:08Richard.
30:09Guten Morgen.
30:18Guten Morgen, Herr Adam.
30:19Guten Morgen, Herr van Weyden. Das Frühstück ist gleich fertig.
30:21Ja, lassen Sie sich ruhig Zeit.
30:23Ich komme noch mal wegen des Essens heute Nachmittag.
30:26Also, ich habe mir da etwas ganz Besonderes vorgestellt.
30:29Sie kennen ja die Vorlieben meiner Frau, also von Frau Bernstein.
30:32Ich habe davon gehört.
30:34Ja.
30:34Ich werde entsprechend mein Bestes geben.
30:37Ja.
30:39Ja, gut.
30:41Ach, äh, noch was.
30:42Ähm, ich weiß, Frau Landmann hat heute frei.
30:46Aber, falls Sie sie trotzdem sehen sollten, würden Sie ja bitte ausrichten, sie möchte doch Ihren Sohn benachrichten.
30:52Wegen des Baumes, Frau Bernstein hat mich bereits informiert.
30:55Ja, ja, sie macht sich wirklich große Sorgen um den Baum.
30:59Äh, wir würden uns Herrn Landmann gegenüber natürlich erkenntlich zeigen und ihn zum Essen einladen.
31:03Herr Landmann wird zum Essen eingeladen.
31:05Ja, gern. Äh, wenn er es einrichten kann.
31:08Ich werde es ausrichten.
31:09Mhm, gut.
31:12Ja, dann freue ich mich auf heute Nachmittag und auf Ihr Essen.
31:17Und, äh, vergessen Sie Herrn Landmann nicht.
31:19Auf keinen Fall.
31:35Hier bist du.
31:36Sebastian, wir haben dich überall gesucht.
31:39Du hast dein Handy ausgeschaltet.
31:41Ja, ja, und?
31:42Heute ist die Beerdigung deines Vaters und du sitzt hier?
31:45Ich gehe da nicht hin.
31:46Warum das denn nicht?
31:48Weil ich keine Lust habe zu sehen, wie Mama und Tobias Händchen halten.
31:51Das werden Sie ganz bestimmt nicht tun.
31:55Deine Familie braucht dich.
31:57Meine Familie?
31:59Mein Bruder sitzt im Knast und Mama und Tobias haben endlich freie Bahn.
32:02Das ist doch alles so verlogen.
32:03Sebastian, das ist doch nicht wahr.
32:05Deine Mutter ist am Boden zerstört.
32:07Alle trauern um ihn.
32:11Ich gehe zu der Beerdigung, Sebastian.
32:14Es ist dein Vater.
32:16Du musst dich verabschieden.
32:19Es geht ja um dich, Sebastian.
32:22Ich weiß, wie das ist, wenn man seinen Vater verliert.
32:26Du würdest dir das nie verzeihen, wenn du dich nicht verabschiedet hättest.
32:31Wenn du willst, kommen wir auch mit.
32:42Ach, Herr Adam.
32:45Ich möchte Sie nicht lange stören.
32:47Ich weiß, was heute für ein Tag für Sie ist.
32:49Ihnen und der ganzen Familie Becker, mein herzliches Beiland.
32:53Danke.
32:53Ich soll Ihnen etwas ausrichten.
32:56Ihr Sohn ist heute Nachmittag bei den Herrschaften zum Essen eingeladen.
33:00Mein Sohn ist heute Nachmittag im Gutshaus zum Essen eingeladen?
33:04Warum?
33:05Es handelt sich meines Wissens um einen Baum, der von einem Borkenkäfer überfallen, befallen wurde.
33:14Ja, gut.
33:15Also, ich werde es ihm ausrichten.
33:18Heute Nachmittag im Gutshaus.
33:19So ist es.
33:21Herr van Weiden legt Wert darauf, dass etwas Besonderes auf den Tisch kommt.
33:27Und dazu hat er meinen Sohn eingeladen?
33:29Ja, er hat es mehrfach betont.
33:31Gut.
33:32Ich rufe Konrad nachher gleich an.
33:34Und meinen Sie, Sie kommen in der Küche zurecht, so allein, ohne mich?
33:38Natürlich.
33:40Herr van Weiden schätzt meine Kochkünste.
33:42Na dann, ist ja mal gut.
33:44Danke, dass Sie auf mich verzichten können.
33:47Natürlich.
33:48Ich wünsche Ihnen allen alles Gute für diesen schweren Tag.
34:04Ich habe heute Morgen mit Frau Nowak telefoniert.
34:06Der Beweis, der mich ins Gefängnis gebracht hat.
34:08Also diese ominöse Flugreservierung.
34:10Was ist damit?
34:11Na, der Beweis ist praktisch kein Beweis.
34:13Man hat mir nicht nachweisen können, dass ich den Flug gebucht habe.
34:16Ja, kein Wunder.
34:17Du warst es ja auch nicht.
34:18Man konnte allerdings auch nicht beweisen, dass es jemand anders war.
34:21Das heißt, es gibt tatsächlich einen Ermittlungsfehler.
34:24Ja, genau.
34:25Sie müssen mich freilassen.
34:26Das hat Frau Nowak gesagt.
34:27Sie klang zumindest sehr optimistisch.
34:29Sie hat sofort einen Antrag auf Entlassung beim Haftrichter gestellt.
34:32Er müsste heute bewilligt werden und dann bin ich frei.
34:35Ach.
34:35Vielleicht schaffe ich es sogar zur Beerdigung meines Vaters.
34:40Und?
34:41Ist der Antrag bewilligt worden?
34:45Nein.
34:46Sagen Sie jetzt nicht, dass...
34:47Doch, es tut mir leid.
34:49Was ist denn passiert?
34:51Der Haftrichter hat den Antrag abgelehnt.
34:53Er akzeptiert, dass ein Ermittlungsfehler vorliegt,
34:56aber Ihr Fluchtversuch nach dem Besuch im Krankenhaus bei Ihrem Vater wiegt sehr schwer.
35:00Kommissar Delbrück ist deswegen heute Morgen suspendiert worden.
35:04Delbrück ist nicht mehr im Dienst?
35:05Nein, suspendiert mit sofortiger Wirkung.
35:07Ich bin nicht geflüchtet.
35:08Ich wollte mit Luisa sprechen.
35:10Mit meiner Verlobten, bevor sie einen anderen heiratet.
35:12Und jetzt lassen Sie mich noch nicht mal zur Beerdigung meines Vaters.
35:14Es tut mir leid.
35:14Ich dachte wirklich, wir hätten eine Chance.
35:25Und, wo ist Marianne?
35:26Ich habe fest damit gerechnet, dass sie schon auf dem Friedhof ist.
35:29Zu Hause war sie jedenfalls nicht mehr.
35:31Ich werde mal versuchen, sie, um Handy zu erreichen.
35:36Ausgeschaltet.
35:37Und was machen wir jetzt?
35:39Ein bisschen Zeit haben wir noch.
35:40Der Bestatt ist ja auch noch nicht da.
35:42Der hat auch keine Urne.
35:45Wo ist die Urne?
35:47Die hat Frau Becker bereits heute früh bei mir abgeholt.
35:50Frau Becker hat was?
35:51Sie hat mich gebieten, ihr die Urne auszuhändigen,
35:53damit sie sich in aller Stille und alleine von ihrem Mann verabschieden kann.
35:58Dieses Bedürfnis ist nicht ungewöhnlich.
36:00Es kommt häufiger vor, dass Angehörige mich darum bitten.
36:02Wo ist sie denn?
36:04Oh mein Gott.
36:05Soll das etwa heißen?
36:07Es sieht so aus, als würde sich meine Schwägerin etwas verspäten.
36:11Dann haben wir in der Tat ein Problem.
36:14Wieso?
36:15Es gibt Vorschriften.
36:17Ich darf die Urne eigentlich überhaupt gar nicht aus der Hand geben.
36:20Wenn Frau Becker nicht rechtzeitig wieder auftaucht,
36:24dann muss ich die Polizei informieren.
36:27Geben Sie uns etwas Zeit.
36:28Wir werden Frau Becker ganz bestimmt finden.
36:29Und die Urne auch.
36:52Und die Urne auch.
37:05Mutter?
37:06Hey.
37:23Hagen Ritter?
37:24Hallo Herr Ritter, hier ist Nora von beiden.
37:26Frau von beiden?
37:27Was kann ich für Sie tun?
37:28Ich brauche Ihren Rat als Anwalt.
37:31Schließen Sie los.
37:33Was passiert, wenn man der Polizei etwas verschwiegen hat?
37:36Wenn man eine Falschaussage gemacht hat,
37:39die man gerne korrigieren will?
37:41Mit welcher Strafe muss man denn rechnen?
37:45Sie müssen sich schon etwas präziser ausdrücken.
37:51Mama?
37:52Frau Jana?
37:53Bist du hier?
37:57Kann sie nur sein.
37:58Mach dir keine Sorgen, Sebastian.
38:01Ja, wo misst sie auch nicht?
38:02Warum weißt du nicht, wo sie ist?
38:04Ihr seid doch sonst unzertrennlich.
38:05Sebastian, hör auf.
38:07Das denkst du die ganze Zeit.
38:08Aber es ist nicht wahr.
38:10Kommt, lasst uns doch einfach draußen weitersuchen.
38:12Gute Idee.
38:13Wir teilen uns auf.
38:14Wir suchen draußen.
38:16Ja, das ist gut.
38:17Wir bleiben hier und warten.
38:23Ihr meint es nicht so.
38:25Aber er ist besorgt.
38:27Ja, das bin ich auch.
38:29Können Sie nur sein.
38:29Ja, das bin ich auch.
39:01Ja, das bin ich auch.
39:29Ja, das bin ich auch.
39:49Ja, das bin ich auch.
39:56Luisa Maywald?
39:58Frau Nowak, gibt es was Neues von Simon?
40:04Was?
40:05Aber sie dachten doch, da gibt es keine Chance.
40:13Na gut, ich verstehe.
40:29Hey.
40:31Was ist mit dir?
40:35Ich habe gerade mit Frau Nowak gesprochen.
40:39Simon muss weiter in einem Gefängnis bleiben.
40:41Der Hüftrecht hat den Antrag abgelehnt.
40:44Ich weiß.
40:47Woher weißt du das?
40:48Ich weiß über alles Bescheid.
40:50Ich habe mit Simon gesprochen.
40:51Und auch mit Frau Nowak.
40:53Gut, der Antrag wurde abgelehnt, aber...
40:56Simon müsste trotzdem...
40:57...in diesem Moment entlassen werden.
41:06Becker, packen Sie Ihre Sachen, Sie können gehen.
41:10Ich bin frei.
41:17Ich habe doch gerade mit Frau Nowak gesprochen.
41:19Sie hat genau das Gegenteil gesagt.
41:20Dann weiß ich es noch nicht.
41:21Was redest du da?
41:22Nora, wenn das jetzt ein Scherz ist, dann...
41:24Das ist es ganz sicher nicht.
41:25Woher willst ausgerechnet du wissen, dass Simon gerade entlassen wird?
41:27Weil ich dafür gesorgt habe.
41:30Wie wird...
41:31Du hast dafür gesorgt, dass jemand aus dem Gefängnis kommt.
41:37Ich habe mich der Polizei gestellt.
41:46Und woher soll ausgerechnet Mama wissen, was Papa sich gewünscht hätte, he?
41:49So kannst du nicht mit deiner Mutter spielen.
41:50Du halt dich da raus, ja?
41:51Du hast überhaupt nichts zu melden.
41:52Du bist nicht mein Vater.
41:59Eins verspreche ich Ihnen.
42:01Wenn Sie ihm gegenüber auch nur ein Sterbenswörtchen über unseren Deal erwähnen,
42:06dann wird er sich wünschen, niemals seine kleine graue Zelle verlassen zu haben.
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