00:00hat.
00:01Henrik Amoder ist zu uns ins Studio gekommen.
00:03Schön, dass Sie da sind. Hallo. Guten Abend.
00:05Hallo. Ja, und wir
00:07bleiben gewissermaßen
00:09im weitesten Sinne bei diesem Thema, denn gestern
00:11wurden neue Zahlen bekannt zu Gruppenvergewaltigungen.
00:14Im vergangenen Jahr kam es
00:15zu mehr als 750
00:17Fällen von registrierten
00:20Gruppenvergewaltigungen. Das heißt,
00:21die Dunkelziffer noch mal deutlich höher.
00:2353 Prozent der Tatverdächtigen
00:25hatte dabei nicht die
00:27deutsche Staatsbürgerschaft. Trotzdem,
00:29es wurde kaum diskutiert über diese Meldung.
00:31Warum? Wenn ich das nur wüsste,
00:33ich finde es ein Skandal, dass
00:35diese Zahl 751 Gruppenvergewaltigungen
00:38auftaucht,
00:39berichtet wird, aber eigentlich
00:41nicht wahrgenommen wird.
00:42Weil, wenn Sie darüber reden, so wie wir es
00:45jetzt machen, sind Sie schon ganz
00:46nah an Fremdenfeindlichkeit dran.
00:49Vor allem, wenn Sie auch noch den Mut haben
00:51oder die Chuzpe zu sagen,
00:5253 Prozent der mutmaßlichen Täter
00:55hatten keine deutsche Staatsangehörigkeit.
00:58Das heißt, sie waren
00:59hoch überrepräsentiert.
01:01Es gibt eine sehr
01:03detaillierte Statistik.
01:04Wir wissen zum Beispiel,
01:05110 der Tatverdächtigen
01:07kamen aus Syrien,
01:0964 oder 65 aus Afghanistan.
01:11Und an dieser Stelle
01:12setzen die Ausreden ein,
01:14was ich absolut makaber finde.
01:15Zugunsten der Täter,
01:17der Tatverdächtigen genau gesagt,
01:19wird immer angeführt,
01:20sie kommen doch aus ganz anderen
01:21Kulturen,
01:23wo ganz andere Regeln gelten.
01:24Und das ist natürlich der nackte Unsinn.
01:26In Syrien und Afghanistan
01:28dürfen Sie auch nicht vergewaltigen.
01:30Und wenn Sie es tun,
01:31kann das Ihre Lebenserwartung
01:33radikal kürzen.
01:34Der Unterschied ist,
01:35bei uns tritt die ordentliche
01:37Gerichtsbarkeit in Aktion,
01:38manchmal auch nicht,
01:39wenn Sie es versorgen,
01:40ein Haftbefehl auszustellen.
01:41Und in Syrien und Afghanistan
01:43erlegen das die Familien
01:45untereinander.
01:47Was Sie gerade
01:47andedeutet haben,
01:49ich meine,
01:50entschuldigen Sie,
01:50das ist vielleicht etwas
01:51frivol zu sagen,
01:52eine einfache Vergewaltigung
01:54ist schon etwas Furchtbares,
01:55etwas Grauenhaftes.
01:56Eine Gruppenvergewaltigung,
01:58das ist eine Art von Mord.
02:01Als Mann kann man darüber
02:02eigentlich gar nicht reden,
02:03gar nicht urteilen.
02:04Aber ich denke,
02:05das Leben einer Frau,
02:06die so etwas erlebt hat,
02:08ist weitgehend zerstört.
02:09Ich weiß nicht,
02:10wie sie jemals noch
02:11ein normales Leben
02:13mit Familie, Mann
02:14und auch einer eigenen Sexualität
02:16überhaupt noch haben kann.
02:18Das ist ganz erstaunlich,
02:19weil Sie gerade gesagt haben,
02:21dass es keine Reaktionen gibt.
02:22Man müsste eigentlich
02:22damit rechnen,
02:23dass es Demos gibt,
02:25dass in der ARD
02:25und im ZDF
02:26Specials laufen,
02:28dass die Feministinnen
02:30auf den Plan treten.
02:31Schauen Sie,
02:32wir haben doch gerade
02:33zwei Musterbildaffären gehabt,
02:35Skandale gehabt,
02:36einmal über Colin Fernandes
02:38und das zweite Mal
02:39über einen leichtfertigen,
02:41aber nicht besonders schlimmen Satz
02:43von Dieter Nuhr,
02:45den er in einer seiner Shows gesagt hat.
02:47Offenbar ist es so,
02:49dass es einen Promifaktor geben muss,
02:51so wie bei Frau Fernandes,
02:53oder es muss gegen einen Kabarettisten gehen,
02:56der sowieso bei vielen unbeliebt ist,
02:59damit vernünftige,
03:02unvernünftige Reaktionen
03:04ausgelöst werden,
03:06während bei einem Tatbestand
03:09bei 750 Gruppenvergewaltigungen
03:12sich eigentlich keine größere Empörung regt.
03:15Das wird so zur Kenntnis genommen
03:16und an Acta gelegt,
03:18wie die Statistik der Autounfälle.
03:20Darf man sich hierzulande auch noch aufregen,
03:22wenn es dann heißt,
03:23dass viele dieser Täter
03:24entweder gar nicht
03:25oder nur sehr leicht bestraft werden.
03:27Sie haben es ja eben angedeutet,
03:28in Ihrem eigenen Land
03:29kann Sie das das Leben kosten.
03:31Hierzulande kommen Sie nach Monaten
03:33manchmal wieder in den Polizeireport,
03:35weil Sie erneut vergewaltigt haben.
03:36Ja, das ist der Fall.
03:38Und ich meine,
03:38wir bewegen uns ganz nah am Rand
03:40der Fremdenfeindlichkeit.
03:42Aber genau das ist es.
03:44Zum einen dauern die Verfahren wahnsinnig lange.
03:46Den Zusammenhang zwischen Straftat,
03:49Verhandlung und Urteil,
03:51der ist übermäßig lang.
03:53Es gelingt auch Leuten,
03:55aus diesem Prozess herauszukommen.
03:57Die müssen sie einfach verschwinden.
03:58Und vielleicht in ihrer Heimat
04:00vorübergehend zurückkehren.
04:02Dann kommt noch etwas hinzu.
04:05Diese Urteile sind,
04:08wenn sie rechtskräftig werden,
04:10werden sie selten in voller Höhe
04:11auch verbüßt.
04:13Es gibt ja wegen guter Führung,
04:15das heißt,
04:16wegen Mangel an Vergewaltigungsaktionen,
04:18werden sie dann vorzeitig entlassen.
04:20Ich finde das einfach grauenhaft.
04:22Ich finde,
04:22das ist eine Bankrotterklärung
04:24für dieses Land.
04:25Wir haben jetzt gerade diesen Fall in Nürnberg,
04:28wo eine Gang Frauen unter Drogen gesetzt
04:31und dann missbraucht hat.
04:32Wir haben einen kleinen Skandal gehabt
04:34in Berliner Neukölln,
04:35einem Jugendzentrum,
04:36wo die Leitung des Jugendzentrums
04:38eine Vergewaltigung nicht gemeldet hat,
04:40weil der mutmaßliche Täter
04:42Migrationshintergrund hatte
04:43und man wollte nicht fremdenfeindlich erscheinen.
04:46Was vielleicht noch zur Erinnerung wichtig ist,
04:49es gab ja diese berühmte Rede
04:50von Frau Katrin Göring-Eckardt
04:53im Jahre 2015,
04:55wo sie uns versprach,
04:56Deutschland würde bunter, jünger...
04:58Und sie freut sich drüber.
04:59Ja, genau, bunter, jünger
05:02und auch religiöser werden.
05:04Das mit dem Religiösen lassen wir mal davon.
05:06Wir sind ja alle säkulare, normale Menschen.
05:08Aber Deutschland ist wirklich bunter
05:11und jünger geworden
05:12und beides nicht zu seinem Vorteil.
05:14Und ich habe noch den Satz im Ohr
05:16von Katrin Göring-Eckardt
05:18und ich sage nun was,
05:19ich freue mich drüber.
05:20Wir freuen uns nicht.
05:22Henrik Bruder, vielen Dank für den Besuch.
05:24Wir sehen uns nächste Woche wieder.
05:27Machen wir.