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  • vor 2 Tagen
Transkript
00:02Was braucht man eigentlich alles für eine gute Reise?
00:04Schönes Boot, tolle Hefen, nette Gäste an Bord.
00:08Ja und was braucht man noch? Einen guten Freund!
00:13Ihre kulinarische Reise führt die Freunde und Köche Frank Buchholz und Björn Freitag in diesem Sommer an die Mosel.
00:20Man kennt die Mosel ja wirklich eigentlich nur vom Wein.
00:22Das ist das bekannteste Image.
00:24Ja, aber es ist spannend mal hier die Menschen kennenzulernen, die auch gute Sachen produzieren.
00:28Also ich freue mich auf die Mosel.
00:33Zusammen mit Skipperin Mia Licht steuern die beiden in den nächsten Wochen Hefen zwischen Trier und Koblenz an.
00:40Am Land besuchen sie Menschen, die für gute Lebensmittel alles geben.
00:45Mit den Zutaten aus der Region wird dann an Bord einfach und lecker gekocht.
00:51Dann stoßen wir nochmal auf den schönen Auftakt.
00:53Genau, auf die Mosel auch.
01:05Es geht wieder los.
01:07Und das ist die siebte Reise.
01:09Ja, ja.
01:13Ach, herrlich.
01:15Ja und ich war noch nie an der Mosel.
01:17Du bestimmt schon mal?
01:18Ich bin mal dran vorbeigefahren, wie die meisten über die Autobahn.
01:21Habe ich mal runtergeguckt, aber ich war auch noch nicht an der Mosel.
01:24Das ist krass, ne?
01:24Ja.
01:25So nah, so schön.
01:26In Deutschland so wenig einfach.
01:28Ja.
01:30Ach, das wird bestimmt schön.
01:31Komm, wir stoßen erstmal an.
01:32Ja, auf die Mosel.
01:33Erstmal aufs neue Boot.
01:34Und eine neue Skipperin.
01:35Ja, Wahnsinn.
01:40Ach, die Mosel.
01:46Ihre Reiseroute führt die Köche in diesem Jahr von Trier, der ältesten Stadt Deutschlands,
01:51in acht Etappen quer durch Rheinland-Pfalz bis nach Koblenz.
01:55Dort, wo die Mosel in den Rhein mündet.
01:59Skipperin Mia ist in der Mosel-Region aufgewachsen.
02:02Es ist auf jeden Fall auch eine Ehre, die beiden zu begleiten.
02:05Ich habe auch richtig Lust, viel gemeinsame Zeit miteinander zu verbringen.
02:10Ich habe in den letzten fünf Jahren die Liebe zur Mosel tatsächlich entdeckt.
02:14Durch meinen Mann, der kommt von der Mosel.
02:17Und der hat mir so ein bisschen die Mosel gezeigt.
02:19Aber auch natürlich von Papa kenne ich die Mosel.
02:22Wir haben eine superschöne Gegend, wir haben supertolle Radwege.
02:25Also nicht nur auf dem Wasser ist es sehr schön, sondern auch auf dem Land.
02:36Also ich freue mich schon riesig, Björn.
02:38Ja, Mosel wird bestimmt ein Knaller.
02:40So ist klar, ich hole Wein heute.
02:44Am besten noch riesig, mal gucken.
02:46Zu Dr. Frey, Biobetrieb.
02:49Nachhaltigkeit ist bei mir auch ein Thema.
02:52Ich gehe heute auf den Biohof mit Rindern.
02:55Und noch mit einer solidarischen Landwirtschaft zusammen werde ich ernten.
02:59Ja, und vor allen Dingen kriegen wir ja auch noch Gäste.
03:02Das heißt, die Erzeuger dürfen mitessen.
03:03Ja, das ist ja auch neu. Genau, die Erzeuger dürfen mitessen.
03:06Das heißt, wir müssen natürlich lecker kochen und auch genug haben.
03:21Ja, das ist aber auch ein besonders schöner Platz hier vorne.
03:25Ja, ein Ehrenplatz.
03:26Oh, hat eine Aussicht, ne?
03:29Wunderbar, oder?
03:30Ja.
03:30Wenn jetzt noch das Wetter stimmen würde.
03:32Ach, ich finde das ganz in Ordnung.
03:33Das Wetter regnet nicht, das ist ganz in Ordnung.
03:35Das stimmt.
03:36Du musst mir jetzt schon sagen, was ich beim Anlegen beachten muss, ne?
03:40Wir fahren jetzt gleich da vorne in die Einfahrt rein.
03:42Ja.
03:43Ich fahre dann spitz auf den Steg zu.
03:46Und versuche dann hinten so ein bisschen mit dem Bug rumzukommen.
03:49Und dann ist deine Aufgabe, unser Boot festzumachen.
03:53Sehr gut.
03:53Ja, das schaffe ich, glaube ich.
03:55Das schaffst du.
03:55Ich denke auch.
03:56Du hast es ja schon ein paar Mal gemacht.
03:57Genau.
03:58Auf den Björn musst du ein bisschen achten.
04:00Manchmal nur eine Schleife hinten dran.
04:02Hauptsache es ist fest.
04:13Oh, das heißt anlegen.
04:15Gehst du wieder nach vorne?
04:16Ich gehe nach vorne.
04:17Ja, okay.
04:17Probier es tatsächlich.
04:18Okay.
04:19Okay.
04:33Björn, ich komme zu dir.
04:35Du kommst zu mir?
04:36Ja, ich helfe dir.
04:37Die Mir hat gesagt, ich soll dir helfen.
04:39Quatsch.
04:39Ich brauche keine Hilfe.
04:40Nein, doch.
04:41Ich soll dir helfen.
04:48Jetzt musst du den Knoten machen hier.
04:50Ja, ich komme nicht dran.
04:52Ja, zieh doch mal ein bisschen nach.
04:54Ja, gewiss der Geifste.
04:55Vier Tonnen.
04:56Zieh mal ein bisschen vier Tonnen.
05:01Ich muss hier festhalten.
05:03Ja.
05:05Machen wir mal eine Schleife.
05:06Machen wir mal eine Schleife.
05:10Mia, super gefahren.
05:12Vielen, vielen Dank.
05:12Tolles Anleger, mein Lieber.
05:14Dankeschön.
05:15Und ihr macht euch jetzt auf.
05:16Genau.
05:17Was ist sie denn besonders gerne?
05:18Ich esse sehr gerne Fleisch.
05:19Ah, das ist schon mal gut.
05:20Und was trinkst du gerne?
05:21Einen leckeren Riesling.
05:23Oh, okay.
05:23Fassend zum Essen.
05:24Okay.
05:25Dann sehen wir uns gleich wieder.
05:26Sehr schön.
05:26Viel Spaß euch.
05:27Tschüss.
05:28Ciao.
05:35Rund um Trier besorgen die Köche die Zutaten für das gemeinsame Abendessen an Bord.
05:42In diesem Sommer laden sie dazu auch die Menschen ein, die sie tagsüber bei ihren Beutezügen kennenlernen.
06:04Also die Mosel-Region, das ist ja so eine Herzenssache von mir, weil ich lebe ja aktuell in Mainz und
06:12das ist die Hauptstadt des deutschen Beines.
06:14Und ich habe es bis jetzt noch nicht geschafft, an die Mosel zu kommen und die ist natürlich der Hammer.
06:20Da kriege ich Tränen in den Augen. Ich will jetzt nicht wieder mit meiner Gänsehaut anfangen.
06:25Einfach wunderschön.
06:26Und näher kann man an der Natur nicht sein.
06:35Ich freue mich jetzt, dass ich das Weingut Dr. Freikennen lerne.
06:39Und was mich auch unheimlich interessiert, ist, wie gehen die mit den ganzen Steillagen um?
06:44Das ist natürlich sehr viel Handwerk und Handarbeit.
06:47Und vor allen Dingen, wie gehen die mit den klimatischen Verhältnissen um?
06:52Das Weingut der Familie Freitriseler liegt in Kanzem an der Saar.
06:56Dem längsten Zufluss der Mosel.
07:02So, einer müsste mal festhalten hier, bitte.
07:09Reinhard, kannst du hier festhalten?
07:13Warte.
07:14Da hat er sich hier so die Lippe aufgerissen.
07:17Und da kriegt er jetzt ein bisschen Desinfektion drauf und ein kleines Antibiotikum.
07:23Na komm, halt still.
07:24Ja, ja, halt still.
07:26So, wunderbar.
07:27Das war's schon.
07:28Guck mal, Emma, jetzt kannst du ihm was geben.
07:30Ja, was?
07:32Wir sind hier in einem ehemaligen Weinberg, der im Moment brach liegt.
07:36Und der wird kurz gehalten von unseren Ziegen und unserem Schaf Hugo.
07:41Das hat zum einen die Bedeutung, dass das nochmal ein Weinberg werden soll.
07:46Sie halten jetzt die Fläche offen, dass dann viele Kräuter auch wachsen, kein Wald entsteht.
07:51Und das ist eine ganz wertvolle Pflegemaßnahme für unsere Steillagen, wenn sie eben nicht mit Wein bewirtschaftet sind.
08:01Jeden Tag versorgt die Winzerfamilie ihre Ziegen mit Zusatzfutter und Wasser.
08:08Das ist Beppo.
08:10Ja, das ist meine Lieblingsziege.
08:11Wir haben ihn und Fiene, die ist da hinten, haben wir neu gekauft.
08:18Und deshalb sind die noch manchmal ein bisschen scheu, aber eigentlich nicht so viel.
08:26So, Jungs, Eimer, Kanister.
08:30Bringst du den noch mit?
08:33Bis morgen.
08:42Das kleine Bio-Weingut von Katharina und Kort liegt nur ein paar Kilometer entfernt.
08:51Ich habe in Bonn studiert, Agrarwissenschaften, und habe dort meinen Mann kennengelernt.
08:56Wir sind dann zusammen nach unserem Studium hierhin und haben meinen elterlichen Weinbaubetrieb weitergeführt.
09:02Wir hätten sicherlich auch als Agraringenieure andere Arbeit gut finden können.
09:08Aber ja, das war eben unsere Lebensentscheidung, dieses Projekt hier anzugehen.
09:13Wir haben mehrere Lagen und insgesamt Betriebsfläche sind es knapp vier Hektar.
09:18Das ist überschaubar groß, aber als Familienbetrieb reicht das.
09:21Wir wollen das Ganze sehr, ja, heute sagt man, zu so vielen Sachen nachhaltig betreiben.
09:27Aber das steckt bei uns wirklich tief drin.
09:29Das Ganze passiert auf ökologischer Basis.
09:32Mit den Mitteln und Wegen, die uns zur Verfügung stehen.
09:35Wir zeigen, dass man sich auch anpassen kann an sich veränderndes Klima.
09:39Auch mit Rebsorten, die man wählen kann.
09:42Das ist was, wo man stolz drauf sein kann, dass man das geschafft hat.
09:46Auf chemische und synthetische Pflanzenschutzmittel verzichtet die Winzerfamilie schon seit 29 Jahren.
10:08Hallo Katharina.
10:10Hi.
10:11Hallo.
10:12Moment.
10:13So, jetzt richtig.
10:16Und was machst du jetzt gerade hier im Weinberg?
10:18Die Rebe als Rangpflanze und Liane, die hat das Bestreben überall und ganz viel zu wachsen.
10:23Und da müssen wir sagen, okay, die Triebe brauchen wir, die brauchen wir nicht.
10:27Und da bin ich jetzt gerade dabei zu sortieren.
10:29Aber das kann keine Maschine, das kann man nur mit der Hand machen.
10:31Nee, tatsächlich kann ich diese Arbeit nur mit der Hand machen.
10:33Da hast du schon mal zwei dazugekriegt.
10:36Herzlichen Glückwunsch, genau.
10:37Beim sogenannten Ausgeizen werden überflüssige Triebe der Weinrebe entfernt, damit die Trauben später luftig hängen und nicht faulen.
10:46Diese ganze Handarbeit, die ihr macht, wie lange dauert das bei knapp vier Hektar?
10:52Ja, also diese Arbeit, die wir jetzt machen, ich sag mal, da sind wir bei unserer Betriebsfläche dann mit den
10:57Leuten, die da sind, die noch dazukommen, vielleicht in vier Wochen durch.
11:01In vier Wochen.
11:01Genau.
11:02Und dann geht es aber mit anderen Arbeiten weiter.
11:03Vier Wochen immer am Hang, immer in der Hocke oder mal sitzen.
11:08Ja, es ist ja so, die Rebe wächst ja weiter.
11:11Ich darf jetzt den nächsten, die nächste Arbeit ist dann schon mit stehen.
11:13Also das heißt, dann sind wir nämlich hier in dem Bereich und dann ist es ein bisschen angenehmer.
11:18Was ist denn euer größter Feind hier?
11:20Das ist halt, was schwierig geworden ist, ist das Klima, der Klimawandel.
11:24Und das merken wir halt auch, dass es einfach zu trocken ist.
11:27Also das ist jetzt eigentlich die Hauptherausforderung, Wasser aus dem Winter, wo es da ist, in den Sommer reinzuretten.
11:33Und dann gibt es Überlegungen, also man speichert selber, wir haben eine Zisterne.
11:36Also ihr gießt auch in den Hängen jetzt?
11:38Ja, aber nur Jungpflanzen.
11:45Das ist mein Mann, der macht gerade ein bisschen, bringt die Weinberge in Ordnung mit seinem Mulchgerät.
11:53Ein Mulchgerät?
11:54Genau.
11:54Was heißt denn Mulchgerät?
11:56Das ist wie ein Rasenmäher, das macht das Gras klein.
11:58Das machen Männer gerne, Rasenmähen, ne?
12:00Genau, genau. Kannst ja mal fragen.
12:02Hallo?
12:03Äh, hallo.
12:04Ich bin der Frank, hi.
12:05Hi, grüß dich.
12:07Ist das schwer zu fahren?
12:09Im Grunde nicht.
12:11Also wenn ich ganz ehrlich bin, das würde ich ja auch gerne mal machen.
12:13Ja, wirklich.
12:14Ja, darf ich?
12:15Brauchst du dich?
12:16Ja, ja.
12:18Ja, dann probieren wir das doch mal aus.
12:20Ja, dann haut rein.
12:22Ich glaube sogar, dass wenn man hier drin ist, einem noch steiler vorkommt.
12:26Ja, sehe ich schon.
12:30Okay.
12:31Okay.
12:31Das hört sich schon mal geil an.
12:32Da läuft das.
12:33Das Kippen von Manniger mache ich für dich, okay?
12:42Das Mulchgerät ist durch ein Stahlseil gesichert, damit es nicht den Steilhang hinunter stürzt.
12:54So, ich gucke mal, wie es mit dem Rauffahren klappt.
13:05Ich wollte nichts kaputt machen und deswegen war mir das auch lieber, dass da Kurt zurückfährt und nicht ich.
13:14Aber es ist schon rückwärts ein bisschen knapper.
13:17Und jetzt sieht man auch erst mal, wie steil das alles ist hier.
13:20Vor allem, wie ich außer Atem bin.
13:23Aber nicht schlimm, das war ein tolles Ergebnis und Erlebnis.
13:31So, da sehe ich ja Thymian, ne?
13:33Ja, ja, hast du richtig erkannt, genau.
13:36Was macht der? Hat der Sinn und einen Zweck, außer dass ich ihn jetzt vielleicht mitnehmen würde gerne?
13:40Ja, kannst du gerne was machen, Strösschen mitnehmen, genau.
13:42Und was hat das trotzdem für einen Sinn?
13:44Ja, das war oder ist immer noch ein wissenschaftlicher Versuch.
13:48Den haben wir zusammen mit der Uni Trier gemacht.
13:50Und zwar, um einfach eine Möglichkeit zu finden, den Boden unter der Rebe auch zu bedecken.
13:56Denn die Bodenbedeckung ist immer relativ wichtig, damit wir keine Erosion haben.
14:00Erosion ist ja der Abtrag von Boden durch Wasser oder Luft.
14:03Und wenn das alles bedeckt ist, dann passiert das nicht so leicht.
14:07Wie schön der auch riecht, du Wahnsinn.
14:09Genau.
14:10Da wird sich mein Freund aber freuen, wenn ich dem jetzt so ein Streuschen Thymian mitbringe.
14:14Gott sei Dank ist das nicht Lavendel gewesen.
14:16Ja, richtig. Das wird schwieriger.
14:19So, dann würde ich sagen, laden wir mal das Fahrrad auf, ne?
14:22Oh ja, genau.
14:23Und dann fahren wir mal zur Weinprobe.
14:30Dann können wir los, Katharina.
14:33Von der Steillage am Jesuitenberg geht es jetzt zum Weingut.
14:44Zurück an der Mosel bei Trier.
14:47Björn ist auf dem Radweg entlang der Uferpromenade unterwegs.
14:51Die Mosel ist jetzt kein reißender Strom wieder rein, sondern ist eher entspannt.
14:57Also das merkt man auch so auf dem Fahrrad.
14:59Das ist echt schön und das ist sehr abwechslungsreich auch.
15:07Heute geht es auf den Knospenhof.
15:09Und da besuche ich einen Ehepaar, die machen Biolandwirtschaft und züchten hier Rinder.
15:14Und vielleicht bekomme ich sogar ein schönes Stück Fleisch hier heute.
15:19Südlich der Mosel im Hunsrück liegt der Hof der Familie Founier.
15:23Auf den Weiden rund um den Hof grasen 40 Rinder mit ihren Kälbern.
15:29Caroline und ihr Mann Sebastian haben den Hof vor drei Jahren übernommen.
15:33Da, komm.
15:34Ja, da, komm.
15:37Ja, du hast die Liebste bei dir, gell?
15:44Ja, Püppi.
15:46Ich habe in jungen Jahren immer auf einem Bauernhof hier geholfen.
15:49Und als die dann 2008, 2009 aufgehört haben, habe ich mir überlegt, was machst du jetzt?
15:57Und es hat mal so einen Spaß gemacht.
15:59Da habe ich dann 2009 mit der Landwirtschaft selbst angefangen.
16:03Allerdings sind wir keine gelernten Landwirte, wir sind Quereinsteiger.
16:07Also ich würde uns als Bauern bezeichnen.
16:10Wir haben uns mit dem Knospenhof unseren gemeinsamen Lebenstraum erfüllt,
16:14einen Bauernhof zu führen mit Rindern.
16:17Wir haben die Tiere von April bis Dezember, Anfang Dezember auf den Weiden
16:24und dann später im offenen Laufstall stehen.
16:29Also im Umgang mit den Tieren ist es wichtig, dass sie möglichst lange draußen auf den Wiesen laufen können,
16:34dass sie Schatten haben, dass sie Platz haben, dass sie, ja,
16:39solange sie leben, halt ein gutes Leben haben.
16:43Bramosin und Herforder – diese Rinderrassen gelten als besonders robust und genügsam.
16:53Auf dem Hof hält die Familie eine kleine Bullenherde und Schweine.
17:03Marleen, kommst du auch?
17:07Ja, wir sind hier in unserem Schweinestall.
17:09Das ist, ja, auch ein Offenstall mit Auslauffläche,
17:13so wie die Schweine das gerne haben und haben hier Wühlmaterial und genug Platz,
17:19denn im Moment haben wir ja auch nur vier Schweine,
17:20da wir das mit den Schweinen zurzeit nur für den Eigenbedarf machen.
17:38Hallo.
17:39Hallo.
17:41Mensch, ist das idyllisch hier.
17:43Ja.
17:43Ein Traum.
17:44Die stehen ja hier in Reihe und Glied.
17:46Ja, die warten auf dich.
17:47Hallo, grüß dich, ich bin der Björn.
17:49Hallo.
17:50Hallo, schönes Sebastian.
17:51Hi.
17:52Und so eine Farbenpracht hier, ganz toll.
17:56Ja, hier sind wir bei unserer Pramosin-Herford-Herde.
17:59Ja.
17:59Unser Pramosin-Stier Alfred mit seinen Mädels.
18:02Ja.
18:03Und im ersten Nachwuchs für dieses Jahr sind schon ein paar da.
18:07Ja.
18:07Und drei kommen noch.
18:10Vier?
18:10Der Alfred sieht ein bisschen bedröppelt aus.
18:12Will der vielleicht mal so ein Brötchen haben von mir?
18:14Ja, kann sie gerne mal eins anbieten.
18:15Wie alt ist denn der Alfred?
18:17Der ist bis viereinhalb Jahre circa.
18:18Das ist gleich.
18:19Ja, komm, dann erst du.
18:21Die Mädels, die wollen immer erst mal eins haben.
18:25Okay.
18:25So, jetzt Alfred, komm mal her.
18:29Habt ihr noch mehr Tiere jetzt auf dem Ruf?
18:31Ja, ja, wir haben noch mehr Tiere.
18:32Ja.
18:32Wir haben noch Bullen im Stehen und noch Schweine.
18:35Dann lass doch da mal hingehen jetzt.
18:37Okay.
18:37Ja?
18:37Ja, komm.
18:48Das ist ein Junge Bullen, oder?
18:50Ja, genau.
18:51Also er ist zumindest noch sehr jung.
18:52Genau, die haben verschiedene Altersgruppen.
18:55Ja.
18:57Und sag mal, darf man die überhaupt streicheln, oder?
19:01Ja, ja, also die sind da sehr empfänglich für.
19:05Und gerade auch er jetzt.
19:07Ja, ich finde das ja irre, diese verschiedenen Farben, auch er hier, wie der so gestromt ist.
19:13Da ist noch viel Highland-Einschlag drin.
19:15Mit denen hatten wir ja ursprünglich gewonnen.
19:18Und der ist halt...
19:19Oh, der ist ein bisschen zickig.
19:20Ja, vorne, über den Kopf.
19:21Ach so, mögen die gar nicht.
19:23Nein.
19:23Immer nur hinten.
19:24Wenn man die Chance hat, bis hinters Ohr zu kommen, dann hat man im Prinzip gewonnen.
19:28Ach so.
19:28Ja, aber du musst hinter das Ohr kommen.
19:29Na, vorne ist im Prinzip...
19:31Genau.
19:31Hallo.
19:32Ja.
19:33Ah, naja, er kennt mich einfach nicht.
19:36Er stuft mich so als Koch einfach ein.
19:39Findet der nicht so witzig, glaube ich.
19:40Also den Metzger mögen die auch nicht so witzig, oder?
19:43Oh, sag mal, ihr macht das wirklich ganz alleine hier, ne?
19:46Das sind schon einige Stunden so, ne?
19:48Die Stunden darfst du nicht zählen.
19:50Das sind mehr als einige Stunden, klar.
19:52Verfluchst du deinen Job auch manchmal, oder?
19:56Äh, also, natürlich, es gibt Sachen, auf die man verzichten muss.
20:02Das ist für mich akzeptabel.
20:03Manchmal tut es mir halt für die Kinder ein bisschen leid, dass man nicht so in Urlaub fahren kann.
20:07Aber es hält sich mehr als die Waage.
20:09Okay.
20:10Wir sind trotzdem glücklich damit.
20:14So, ich halte die Schweine zurück und du bringst die Schubkarre rein.
20:19So, dann machen wir jetzt hier eine richtig schöne Sauerei bitte einmal rein.
20:22Also das da rein.
20:24Genau.
20:25Ich glaube, heute ist die noch zu kalt, da rein sie.
20:27Ja, aber sobald es jetzt trocken und warm wird, ist das auf jeden Fall ganz wichtig gegen die Parasiten, ne?
20:33Und auch Mücken und das ist quasi Körperpflege für die Schweine.
20:38Oh, das wird ein Spaß, Bart.
20:42Jawohl.
20:46Ja, die sind schon wie wild auf den Matsch.
20:48Ja.
20:49Ey.
20:51Warte mal.
20:52Oh, warte, genau das.
20:55Das ist ja lustig, auch wenn man mal genau hinhört, wie die Schweine schwatzen, ne?
21:00Ja.
21:05Also ich finde das ganz toll, dass die beiden das so machen, ihren Traum erfüllt haben vom eigenen Hof.
21:10Die lieben ihre Tiere und den Tieren tut es natürlich auch gut, wenn die nicht in diesen Riesenanlagen groß werden.
21:16So, nimmst du die Schubkarre wieder mit raus?
21:18Ja.
21:18Prima.
21:20Ja, schön war's.
21:21Jetzt bin ich ja mal auf euer Fleisch gespannt.
21:24So, da kommt der Sebastian mit den Bäckchen.
21:26Ach, schön, da freue ich mich drauf.
21:28Ja.
21:30Herrlich, danke schön.
21:31Ja, wir sehen uns an Bord. Das war ganz toll bei euch hier mit den Tieren. Vielen Dank nochmal.
21:38Ja, danke für deine Hilfe.
21:39Also, tschüss.
21:40Tschüss.
21:41Ja, das war super nett bei den beiden und ich habe jetzt auch ein ordentliches Stück Fleisch gekauft, nämlich die
21:49Backe oder mehrere Backen.
21:51Und das ist natürlich ein tolles Schmorfleisch und weil wir hier in der Weingegend sind, geht da auch viel Wein
21:56mit in den Schmortopf.
22:07Katharina und ich sind jetzt auf dem Weg zum Weingut.
22:10Und jetzt kenne ich ja die Weinberge und da freue ich mich ganz besonders auf den Weinkeller und dass ich
22:15die Weine probieren darf.
22:21In seinem Weinkeller tüftelt Kort ständig an neuen Cuvées.
22:25Er kombiniert verschiedene Rebsorten und Lagen zu einem neuen Wein.
22:32Also das Cuvétieren ist wirklich ganz gezieltes Handwerk.
22:35Die Franzosen haben das bis zu einer Kunstform ausgearbeitet mit ihren Weinen.
22:39In Deutschland ist es halt nicht die große Tradition.
22:42Aber ich finde es sehr spannend zu schauen, wie bekomme ich oder bekomme ich eine schöne Harmonie hin zwischen den
22:49einzelnen Weinen.
22:52Wir verbinden neue Rebsorten, die einfach robuster im Anbau sind und den traditionellen Riesling in einem Wein.
22:59Das ist jetzt schon mal eine erste Idee, welche Mischungsverhältnisse brauchen wir in dem Cuvée, was funktioniert da.
23:06Und jetzt arbeiten wir uns so langsam ran, dass wir das dann für dieses Jahr schön kombinieren.
23:25So bequem war das.
23:27So, ja dann, willkommen auf unserem Weingut, Dr. Frey.
23:30Vielen Dank.
23:31Ja, also hier ist Kälterhaus, Keller ist alles hier unten drunter.
23:37Da findet dann alles mit dem Wein statt.
23:39Schön.
23:40Dann gehen wir mal gucken.
23:41Ja, ich folge dir einfach mal hinterher.
23:44Kurt, findest du unten?
23:45Einfach runtergehen.
23:46Genau, einfach runtergehen, Tür aufmachen, dann siehst du den Turm.
23:48Okay, bis später.
23:49Ich gucke mal nach den Weinen.
23:51Kurt?
23:52Ja, hier hinten.
23:53Ach, da ganz dahinter, du.
23:55Das ist unter Tage, das kennt ihr ja im Ruhepotor, oder?
23:57Ja, unter Tage, ja.
23:59Glück auf, der Steiger kommt so.
24:02Pass auf.
24:04Willst du was probieren?
24:06Ja, unbedingt.
24:06Ja, ich habe hier gerade was zusammen.
24:08Guck mal, hier ist noch ein Glas.
24:09Aber sag mal, wie kommt man eigentlich so zum Weinbau?
24:12Also jetzt, wie wird man Winzer?
24:15Ja, da trifft man eine Winzerin und dann klappt das ganz gut.
24:22Ja, dann riechen wir da mal rein.
24:26Ich rieche ja sowas immer gerne, das ist immer so.
24:28Ich bin so ein Kellerkind.
24:30Ja.
24:31Vielleicht, weil mein Opa immer unter Tage war.
24:36Aber nicht im Weinkeller, oder?
24:39Der war in Kohlenkeller.
24:42Ja, das gefällt mir schon ganz gut.
24:45Und jetzt haben wir hier...
24:47Hat auch so ein bisschen noch was von so einem Federweißen, ne?
24:50Weil eben noch ein bisschen Hefe drin ist.
24:52Ja, ne?
24:53Ja, ja.
24:54Und das schwingt noch mit, das wird dann später im Wein nicht mehr sein.
25:00Ich bin mal gespannt, was du jetzt sagst.
25:01Also ich habe jetzt schon meine Meinung, welches ich besser finde.
25:04Was würdest du jetzt so tendenziell als...
25:08Ja, der erste ist doch spannender, oder?
25:10Weiß ich nicht.
25:11Meinst du?
25:11Ich finde, der zweite hat mehr Säure.
25:13Ich springe immer so gerne auf Säure auf.
25:15Also kommt die Säure eigentlich nicht...
25:17Also wir haben jetzt falschrum probiert, ne?
25:19Also wir haben jetzt erst die Nummer zwei probiert und dann die Nummer eins.
25:22Die Nummer eins dann.
25:24Bist du auch da?
25:25Ja.
25:25Ja, ich auch.
25:26Also was machst du jetzt mit dem Wein noch, wenn wir uns jetzt für die Eins entschieden haben?
25:29Was passiert mit dem jetzt noch?
25:30Genau, der wird filtriert und in dem Zuge kann ich dann schon die entsprechenden Mengen zusammenstellen,
25:35dass es dann fertig ist für die Abfüllung.
25:39Toll.
25:39Ich will jetzt auch nicht auf die Tube drücken, aber der Björn wartet nicht gerne.
25:43Ja, dann können wir doch oben mal ein bisschen in was Fertiges reinschmecken.
25:47Ja, machen wir.
25:48Alles klar.
25:51Der Keller ist immer das, was vorher geerntet wurde und wo viel Liebe reingelegt wurde, viel Arbeit.
25:58Und das ist ja auch schon was Intimes, wenn man in den Weinkeller der Winzer darf.
26:03Tja, das war schon mal sehr schön, du.
26:05Ja.
26:06Guck mal.
26:07Ah.
26:07Du wolltest ja auch noch was mitnehmen.
26:08Ich habe dir ein bisschen was rausgesucht.
26:11Dann kannst du mal gucken, ob dir das gefällt.
26:14Das ist der Berg, wo du gewesen bist.
26:16War man ja so, Idenberg.
26:17Das ist eine Spätlese von 2020.
26:25Also ich würde die Spätlese mitnehmen.
26:28Und da kommt noch jemand.
26:29Ach.
26:29Mit noch einem Geschenk.
26:30Ach, die sehen aber auch Hammer Eier.
26:32Solche Eier, solche schöne Eier habe ich noch nie gesehen.
26:35Also wirklich nicht so.
26:37Guck dir das mal an.
26:39Genau.
26:40Alles haben, die wir haben.
26:41Ja, machen wir.
26:42Bist du der Eierspezialist hier im Haus?
26:44Genau.
26:45So, vielen, vielen Dank.
26:47Ja, dann gute Fahrt zurück.
26:49Dankeschön.
26:51Alles Gute, gute Fahrt.
26:53Wir sehen uns bis später.
26:57Großartige Menschen habe ich kennengelernt.
27:00Katharina und Kort.
27:02Einfach, da merkt man, die machen das mit Leib und Seele und viel, viel Herz.
27:10Ich habe wunderbare Dinge mitgenommen aus dem Weinberg.
27:13Einen schönen Thymian und der auf dem Schieferboden groß geworden ist, der sehr aromatisch ist.
27:21Eine tolle Spätlese in einem Hang, in dem ich auch war.
27:25Und das ist ja auch was ganz Besonderes.
27:27Und natürlich diese bunten Eier.
27:29Großartige Dinge.
27:30Da freue ich mich, das dem Björn mal zu präsentieren.
27:40Ich bin Eva-Maria Altena und ich habe hier 2017 mit einer Gruppe von interessierten Menschen das Solabi-Projekt gestartet
27:48und betreue das seitdem als Gärtnerin.
27:51Wir bauen zusammen Gemüse an.
27:53Das Ganze ist solidarisch organisiert, sowohl vom Preis her als auch von der Mitarbeit her.
27:57Also alle Menschen sollen sich so einbringen, wie es für sie passt und wie sie können.
28:02Und dadurch ist halt eine sehr bunte Mischung entstanden, sowohl im Beet als auch in der Gemeinschaft.
28:06Beim Solabi-Gemeinschaftsgarten Trier machen rund 200 Hobbygärtnerinnen und Hobbygärtner mit.
28:14Eva hat Landschaftsarchitektur studiert und ist eine von zwei Profis der Gruppe.
28:19Bei unseren Gärtnern ist es uns auch wichtig, dass wir die Pflanze möglichst vom Samen bis zur Ernte hier selbst
28:25vor Ort haben.
28:26Und das ist jetzt Mangold vom letzten Jahr.
28:29Der war verblüht.
28:30Dann haben wir den rausgenommen, im Folientunnel trocken gelagert und der kann jetzt hier ausgesät werden.
28:35Und in dieses Beet soll später Mais gepflanzt werden.
28:38Und damit der Boden unter dem Mais begrünt ist, sehen wir jetzt erstmal Mangold.
28:42Wenn der dann zu viel wird, können wir den auch wieder entweder aufessen oder als Mulch ausrupfen und hinlegen.
28:50Ja, die Idee hinter unserem Gärtnern ist, dass der Boden dauerhaft bedeckt ist, damit der Boden nie offen ist, nicht
28:56austrocknen kann, keine Winderosion stattfindet.
28:59Und natürlich auch ist es schöner, wenn wir halt Mangold als Beikraut haben, als irgendwas, was man nicht essen kann.
29:08Ich komme von einem Dorf, von einem relativ kleinen, auch mit sehr viel Grün und wohne jetzt hier in der
29:13Stadt.
29:13Und da ist es halt morgens immer super, hier hinzukommen und wieder im Grünen zu sein.
29:17Dann gehe ich erstmal schauen, was alle Jungpflänzchen machen und was schon gewachsen ist und welche Insekten neu dazugekommen sind,
29:23die ich noch nicht kannte.
29:25Und ja, das ist schon ein super Job.
29:29Björn freut sich schon auf Evas Gemüsegarten.
29:32Für das Dinner an Bord kann er noch ein paar frische Zutaten gebrauchen.
29:43Hallo.
29:44Hallo.
29:44Hi.
29:46Oh, das ist aber schön hier.
29:49Ja, herzlich willkommen.
29:51Hallo, ich bin der Björn.
29:52Hi, ich bin Eva.
29:53Eva.
29:54Man erwartet das gar nicht, hier die Hauptstraße direkt und dann so im Industriegebiet und dann hier sowas.
30:00Ja, hier war früher alles mehr Gemüse, bevor das Industriegebiet da war.
30:03Und das war hier zum Glück noch eine nicht bebaute Stelle, die wir da nutzen konnten.
30:06Ach, krass.
30:07Sollen wir mal reinkommen?
30:07Ja, komm gerne rein.
30:09Das ist ja toll.
30:10Was ist das mit der Watte hier alles?
30:11Das ist Schafwolle.
30:13Ach, Schafwolle.
30:13Das ist ein ganz guter Mulch und ein ganz guter Dinner.
30:16Was mich ein bisschen irritiert, warum steht da ein Bett?
30:19Ja, wir haben uns gedacht, man kann manchmal so Betten mieten, zum Beispiel auf einer Lama-Wiese.
30:23Und hier ist es auch schön, wenn die Tomaten hochgewachsen sind und dann können unsere Mitglieder hier mal eine Nacht
30:28verbringen.
30:28Gerade für die Kinder ein Highlight.
30:30Ja, im Gewächshaus.
30:34Ja, das gehört auch alles noch dazu.
30:36Das ist so spannend hier.
30:38Und hier ist es noch ruhiger als vorne.
30:39Da brauchen wir ja Tage, um hier alles zu erkunden.
30:42Man kann sich auch gut verlaufen.
30:43Ja.
30:44Boah.
30:47Ja, und hier habe ich die Badewanne für uns vorbereitet.
30:50Okay.
30:50Das sind die kleinen Brunnenkressen und da habe ich gedacht, die pflanzen wir jetzt hier zusammen ein.
30:55Okay.
30:55Das ist schon ein bisschen vorbereitet.
30:57Ja.
30:57Hier auch schon mal ein jetzt.
30:59Ja.
30:59Und später füllen wir dann alles noch mit Wasser auf, dass die auch schön im Wasser steht.
31:03Also die brauchen wirklich dauerhaft Wasser.
31:04Ja, die sind so Sumpfpflanzen und die brauchen vor allem auch bewegtes Wasser.
31:08Die wachsen eigentlich in Bächen und Flüssen.
31:10Okay.
31:10Und deswegen haben wir so einen kleinen Solarsprudelstein und dass hier das Wasser dann in Bewegung bleibt.
31:15Aber ich bin ja eigentlich mehr zum Ernten hier.
31:18Ja.
31:18Okay, aber erst kommt die Arbeit.
31:20Ja, aber erst die Arbeit, dann das Vergnügen.
31:23Die andere vielleicht noch in die andere Wanne.
31:34Ich finde ja diese Brunnenkresse total lecker.
31:37Ja, die hat auch ein paar Bitterstoffe.
31:39Also es ist auch ein gutes Einsteiger-Wildkraut, denke ich.
31:41Und das, was ich total feiere, ist immer Pesto von der Brunnenkresse.
31:44Ah, das habe ich noch nicht probiert.
31:46Sehr lecker.
31:46Darfst du aber nicht mit Olivenöl, sondern würde ich mit Rapsöl machen, weil jetzt ist das Olivenöl zu dominant.
31:51Okay.
31:52Sehr lecker.
31:52Ja.
31:53So, sollen wir ausmachen?
31:55Ja.
31:55Ja, perfekt.
31:57So, dann müssen wir jetzt noch den Springbrunnen anmachen.
31:59Genau, den stöpseln wir jetzt an.
32:01Der ist solarbetrieben, okay.
32:05Perfekt.
32:06Haben wir doch gut gemacht jetzt, ne?
32:07Ja, jetzt habe ich mir doch eine kleine Ernte verdient, oder?
32:10Ja, ich glaube auch, das kriegen wir hin.
32:12Dann komm mal mit.
32:14Was ist das?
32:15Das ist zum Beispiel schon Knoblauch.
32:17Ja, schön locker die Erde.
32:21Es ist viel milder als getrockneter Knoblauch und eher wie Lauch eigentlich schon zu verwenden.
32:28Dann kann man ruhig eine ganze Menge von zum Beispiel in eine Suppe schmeißen.
32:33Sehr lecker, boah.
32:34Aber ich habe, glaube ich, gleich eine gute Fahne.
32:37Soll nicht so schlimm sein von dem Grün wie von dem getrockneten.
32:40Ja, wenn du einen Mangold möchtest, hier ist noch alles voll.
32:44Und eigentlich haben wir hier diese Winterschalotten gesteckt.
32:47Und der Mangold ist einfach von selbst gekommen.
32:49Und wenn man Gemüse sich selber aussehen lässt, dann hat man halt direkt essbares Beikraut.
32:54Okay.
32:57Der Ravaba ist auch noch zu klein.
32:59Ja, da haben wir aber noch größeren.
33:01Den können wir gerne noch ernten.
33:02Wie nehmen wir nichts?
33:04Auch ähnlich wie beim Mangold.
33:05Genau, einfach rausrupfen.
33:07Und dann ist halt auch der ganze Stil dabei und man hat keinen Verlust durchs Abschnitt.
33:14Und den Rest hole ich gleich im Penny dann.
33:16Ja, genau.
33:20Ja, dann sehen wir uns heute Abend an Bord.
33:23Ja, schön, dass du da warst.
33:25Ich freue mich.
33:26Müssen wir ein bisschen Gas geben jetzt, das alles zu putzen.
33:29Ja.
33:32Also kulinarisch gesehen wird es heute sehr mediterran.
33:35Ich werde Mangold machen.
33:37Schön mit ganz viel Knoblauch dran.
33:40Also so leicht geschmort auch.
33:42Da freut mich schon drauf.
34:03Das geht schneller als man denkt.
34:07Ja, so ein schöner Tag.
34:08Warte mal, ich muss mal immer hier meine Kutsche machen.
34:10Ist ein bisschen schwieriger auf dem Steg.
34:12Ja.
34:13Das war aber ein sehr schöner Tag.
34:14Der erste Tag an der Mosel war sehr, sehr schön.
34:16Bist du zufrieden mit deiner Ausbeute?
34:18Ja, ich zeig dir das nachher.
34:19Ja, sehr schön.
34:20Dann würde ich sagen, mach dir jetzt das, was du am besten kannst, ne?
34:22Ja.
34:23Und das putzen.
34:30Hi, Björn.
34:31Wank, alles gut?
34:32Hast du viel Spaß gehabt?
34:33Ja, du hast wahrscheinlich auf Weingut mehr Spaß gehabt, ne?
34:36Nee, das glaube ich nicht.
34:37Ja, bei mir war auch Arbeit dabei.
34:39Ein bisschen habe ich auch gearbeitet.
34:41Okay.
34:43Aber das sieht ja schon ganz gut aus, deine Ausbeute da.
34:46Hammer, ne?
34:47Ja.
34:47Das ist auch richtig schwer.
34:48Ja.
34:48Ja, bist du aufgeregt?
34:51Erste Kochen auf der Mosel jetzt?
34:53Nee, bin ich überhaupt nicht.
34:54Aber guck mal, was für ein Traubwetter ist, wenn wir anfangen zu kochen.
34:56Ja, Hammer, ne?
34:58Ja.
34:58Und so schön warm jetzt.
34:59Ja.
35:00Also ich habe Rhabarber, ich habe Mangold und guck mal, was ich dir Schönes mitgebracht habe hier.
35:19Uiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiuiui
35:21Was hast du denn erwartet?
35:22Nein, ein Wein habe ich jetzt erwartet.
35:24Guck mal, sogar bunte.
35:25Verschiedenfarbig.
35:26Ja, das sind auch grüne Eier. Hast du schon mal grüne Eier gegessen?
35:29Nee.
35:29Ja, kannst mal sehen, was alles an der Mosel passiert.
35:32Dann, also das ist eine Weltneuheit.
35:36Thymian.
35:36Thymian, und zwar Schieferthymian.
35:39Oh, das riecht immer gut.
35:41Und jetzt das, was ich am Anfang gesagt habe, das ist das Wichtigste, finde ich.
35:46Der Riesling.
35:47Der Mosel-Riesling, zeig mal.
35:50Spätlese sogar.
35:50Sehr schön.
35:52Hast du denn schon irgendeine Idee, was wir heute machen?
35:54Wenn ich jetzt so diese Rinderwangen sehe, dann würde ich da am liebsten einen schönen Gulasch rauskochen.
36:00Ja, super.
36:01So.
36:03Das riecht auch schon sehr, sehr gut.
36:06Ja.
36:06Und ich dachte, ich mache so einen Rhabarberspritz zum Aperitif.
36:10Toll.
36:10Da wollte ich so einen Rhabarbersud kochen, dann ein bisschen Mineralwasser und Sekt rein.
36:15Ja, und fürs Dessert kann man das ja auch noch nehmen.
36:17Zum Beispiel so Mascarpone mit einem Löffelbiskuit.
36:20Ja, perfekt.
36:21Tiramisu vom Rhabarber.
36:23Ja, mega.
36:28Weißt du, was ich auch schön finde?
36:30Das ist ja immer so, ich sehe erst immer, wenn der Film läuft, lecker an Bord, dann sehe ich, wo
36:36du warst.
36:37Ja.
36:37Und was für mich noch viel wichtiger ist, wie die Menschen sind, die diese tollen Produkte, also ich kenne meine
36:43Produzenten, aber deine kenne ich ja gar nicht.
36:45Ja, weil das ist endlich so schön, dass wir die jetzt kennenlernen an Bord.
36:48Ja, schön.
36:49Mit dem gemeinsamen Abendessen auf dem Hausboot bedanken sich Frank und Björn für die Produkte aus der Region.
36:57So, ich karamellisiere jetzt so ein bisschen Zucker hier.
37:00Die Vanilleschote mache ich noch mit dran.
37:03So, jetzt machen wir den Rhabarber rein hier.
37:08Bisschen Zitrone kommt gleich noch drauf.
37:11Und dann wollte ich den nur so einmal aufkochen, dass der noch so ein bisschen Biss hat dann.
37:16So, jetzt den Sohn.
37:17Boah, was das schön riecht, ne?
37:20So, jetzt einmal schnell aufkochen.
37:22Für das Rindergulasch grob geschnittene Zwiebeln.
37:26So, ein bisschen Knoblauch.
37:27Ja, warte mal, willst du noch Knoblauch? Ich habe doch hier so viel.
37:30Soll ich dir da was von schneiden?
37:32Ja.
37:35Danke, Herr Freitag.
37:38So, und beim Fleisch, das kann auch ruhig ein paar Minuten vorher schon draußen stehen.
37:44Dass das ein bisschen temperiert ist, das Fleisch.
37:47So, Zucker auch ein bisschen dran.
37:50Der Zucker macht das Fleisch immer ein bisschen offener.
37:53Also vom Geschmack.
37:57Oh, das riecht schon so lecker bei dir, ne?
37:59Das Fleisch ist am Boden.
38:01Gutes Fleisch, riecht immer lecker.
38:04Weißt du, wo ich mich so drauf freue?
38:06Nee.
38:07Auf das Tiramisu.
38:08Weil wir kennen uns ja jetzt schon, boah, warte mal, wie lange?
38:1125 Jahre oder so?
38:1226 Jahre.
38:14Ja.
38:14Und damals sagte der Frank Rosin immer, dass du das beste Tiramisu der Welt machst.
38:19Nee, das ist das von meinem Vater gewesen.
38:22Ja, nee, er hat immer gesagt, du würdest das beste Tiramisu der Welt machen.
38:24Ja, das ist das Rezept von meinem Vater.
38:25Ah.
38:26Also ich habe es eigentlich nur nachgemacht, das Bier zu trinken.
38:28Ja.
38:33So, Kartoffeln rein.
38:36Jetzt habe ich hier klein geschnitten die Knoblauch, Jungen und Salbei.
38:42Und das haue ich jetzt eben in die Kartoffeln rein.
38:48Ja, das riecht schon herrlich.
38:50So, jetzt kommt bei mir noch ein bisschen Sellerie dazu.
38:52Ach, guck mal, wir haben Besuch.
38:54Hallo.
38:55Ich gucke auch, ob ihr alles richtig macht.
38:56Ja, bestimmt.
38:57Der Frank ist noch ein bisschen schüchtern.
38:59Ja, ja, ich merke es.
39:00Aber der taut irgendwann auf.
39:01Aber irgendwann taut der auf.
39:03Ja, es riecht auf jeden Fall sehr, sehr lecker.
39:05Ja.
39:05Der Frank war ja nicht untätig.
39:08Der hat mich Weinen besorgt.
39:10Ja.
39:12Dann, auf die Mosel.
39:13Ja, vielen Dank, dass du uns fährst.
39:15Ja, gerne.
39:16Danke, dass ihr für mich kocht.
39:20Lecker.
39:21Sehr gut.
39:22Machst du auch so etwas wie Tischdecken und so?
39:24Ja, ich habe nebenbei mal in einem Hotel gearbeitet.
39:27Deswegen, ich weiß, wie ein Tisch eingedeckt wird.
39:29Hammer.
39:30Und wir sind zu sechst.
39:32Sehr schön.
39:32Ja.
39:33Ich erledige das.
39:34Super.
39:35Okay, ich schneide jetzt weiter meinen Mangrohr.
39:39Bis gleich.
39:40Ciao.
39:42Ja, ich habe diese wunderschönen Eier.
39:44Da kommt ein bisschen Vanillezucker dazu.
39:46Und dann werden die einfach schön schaumig geschlagen.
39:48Haben wir Sprüche zufällig?
39:50Ah, da geht's schon.
39:53Ich sag mal, die Biscuiti weiche mal einfach jetzt mit Rhabarbersaft ein.
39:57Ja.
40:00Ein bisschen Kakao, oder?
40:02Boah, du alter Italiener.
40:06Mascarpone vorsichtig unter die Eimasse heben und verrühren.
40:11Du willst das so schichtweise machen jetzt?
40:14Ja, nicht komplett, dass das so richtig gut aussieht, aber so ein schöner Verlauf.
40:19Den gedünsteten Rhabarber drüber.
40:22Fertig.
40:23Das ist ja wie ein Kunstwerk.
40:24Nee.
40:25Das ist Tiramisu.
40:26Bau und Spaß.
40:27Danke.
40:31Top-Timing.
40:32Das Gulasch ist fertig und schon kommen die Gäste.
40:36Hallo, ihr Lieben.
40:38Hi.
40:38Kommt an Bord.
40:39Wir freuen uns schon auf euch.
40:41Hallo.
40:41Hallo.
40:42Hallo.
40:43Hallo.
40:44Hallo.
40:44Hi.
40:45Schön, dass ihr da seid.
40:46Ja, schön, dass wir hier sein können.
40:48Ich bin die Mia, bin die Skipperin vom Boot.
40:50Klasse.
40:51Ich setze euch gerne.
40:52Hallo.
40:53Hi.
40:54Oh, willkommen was Leckeres.
40:56Hallo, grüß dich, ich bin der Björn.
40:57Hallo.
40:58Ich bin der Frank, hallo.
40:59Der liebt manchmal Liebe Frank.
41:01Ja, aber wirklich nur manchmal.
41:04So, hier habe ich jetzt erstmal einen kleinen Drink für euch.
41:06Eva, das ist dein Rhabarber.
41:08Ach, schön.
41:08Den gießen wir auf mit ein bisschen Sekt und Mineralwasser.
41:12Dann machen wir so einen Rhabarberspritz.
41:14Dann, döschen.
41:15Zum Wohl.
41:15Salute, alles Gute.
41:19Aber das schmeckt auch sehr gut.
41:21Ja, ne?
41:21Sehr schön.
41:22Das war was anderes, ne?
41:24Das ist einfach, wir haben ein Dessert gemacht.
41:26Mehr verrate ich noch nicht mit Rhabarber.
41:28Und das war der Sud, der übergeblieben ist.
41:30Ach, super.
41:31Alles verwertet.
41:34Ja.
41:35Boah.
41:38So, da haben wir den Gulasch einmal.
41:41Oh.
41:42Fantastisch.
41:42Eva, dein Mangold.
41:44Sogar mit den Blütenstängeln.
41:45Ah, das ist hervorragend.
41:47Wisst ihr, was ich toll finde?
41:48Ja.
41:49Dass mein Wunsch von gutem Fleisch erfüllt wurde.
41:51Und dass jemand für dich kocht, ne?
41:53Ja.
41:53Oder?
41:54Ja, sowieso.
41:54Traumhaft.
41:55Traumhaft.
41:55Das wird jetzt acht Wochen so gehen.
41:58Ich freue mich.
41:59Ich freue mich.
42:01Ich freue mich.
42:01Ich freue mich.
42:09Guten Appetit.
42:10Guten Appetit.
42:11Vielen Dank fürs Kochen.
42:16Boah, mega.
42:21Und das Fleisch ist richtig schön zart geworden.
42:24Oh ja.
42:25Göttlich.
42:26Super.
42:27Schmeckt man das eigentlich anders, wenn jemand anders die Produkte zubereitet, die ihr gezogen habt quasi?
42:35Auf jeden Fall.
42:38Das ist, an die Arbeitsteilung könnte ich mich gewöhnen.
42:41Ja, ich finde das immer wichtig, wenn ihr so viel Arbeit und Herzschmerz da reinbringt.
42:45Dann muss das ja auch ordentlich zubereitet werden.
42:50Ich bin immer froh, wenn dem Fleisch quasi die größtmögliche Wertschätzung entgegengebracht wird.
42:55Und das hat man hier auf jeden Fall rausgeschmeckt.
42:57Und natürlich in so freundlicher Gesellschaft schmeckt es nochmal so gut.
43:01Und man ist ja mit dem eigenen Produkt immer recht kritisch, aber ich fand es jetzt auch super passend und
43:05konnte das alles wunderbar genießen.
43:07Passte ganz toll.
43:09Tolle Produzentinnen, wirklich sehr sympathisch.
43:13Jeder brennt so für seine Geschichte.
43:15Und ja, das ist dann immer noch schöner.
43:17So.
43:19Jetzt kommt der Abschluss, was Süßes.
43:21Am besten von unten nach oben löffeln.
43:24Einfach mal so richtig umdrehen.
43:26Okay.
43:27Dass das so richtig schön schlotzig ist.
43:28Aber das sieht viel zu schön aus.
43:29Nein, nein, nein, nein.
43:30Ich weiß nicht, ob ich das so das herzbringe.
43:41Wunderbar.
43:41Super lecker.
43:42Sehr, sehr lecker.
43:43Ganz besonders toll finde ich, dass der Rhabarber sowohl im Aperitif als auch im Nachtisch voll.
43:50Ich war ja zu Beginn sehr nervös, weil ich die beiden ja vorher überhaupt nicht kannte, aber hat auch mega
43:55viel Spaß gemacht mit den beiden und ich freue mich auf die nächsten Wochen.
43:58Dann stoßen wir noch mal auf den schönen Auftakt.
44:00Genau, auf die Mosel auch.
44:03Viele weitere schöne Herzen.
44:04Für mich war das ein großartiger Tag.
44:07Es waren tolle Menschen, die ich kennenlernen durfte.
44:10So stelle ich mir Sommer vor.
44:13Das hat das war mit mir.
44:14Und dann bin ich noch mal auf den flute.
44:18Aber das weiß nicht.
44:18Ja.
44:18Untertitelung des ZDF, 2020

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