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  • vor 5 Stunden

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Kurzfilme
Transkript
00:00Musik
00:38Musik
01:07Musik
01:39Musik
02:21Ich finde, wir sollten annehmen.
02:22Musik
02:28Das ist nicht dein Ernst.
02:30Peter, das kann nicht dein Ernst sein.
02:33Das ist für uns alle keine leichtfertige Entscheidung.
02:37Aber es ist das Beste.
02:41Verzeihung. Ein paar kalte Getränke.
02:44So. Wasser?
02:48Danke, Jasmin.
02:51Danke.
03:04Ich kann das einfach nicht glauben.
03:07Peter, ist dir klar, was du hier machst?
03:11Du fällst mir den Rücken.
03:12Junge?
03:25Junge?
03:29Junge?
03:58Untertitelung. BR 2018
04:28Untertitelung. BR 2018
04:59Untertitelung. BR 2018
05:28Untertitelung. BR 2018
05:33Papa!
05:36Bianca, mein Schatz.
05:37Die BWL-Prüfung ist super gelaufen.
05:44Das freut mich.
05:46Was hast du denn?
05:48Hm?
05:50Du bist irgendwie so komisch drauf.
05:52Nichts, nichts.
05:53Immer wenn du auf das Bild von Opa schaust, ist irgendwas.
06:02Alles gut.
06:06Ja, bitte?
06:08Herr Toni Brunner?
06:10Ja, bitte?
06:11Sie sind vorläufig festgenommen.
06:13Was?
06:14Wegen des dringenden Verdachts, Peter Solbach getötet zu haben.
06:17Moment, ich verstehe nicht.
06:18Bitte.
06:18Kommen Sie.
06:20Ich?
06:21Papa, was soll das?
06:22Mach dir keine Sorgen, mein Schatz.
06:23Das muss alles ein Irrtum sein.
06:25Lassen Sie meinen Vater los.
06:27Mach dir keine Sorgen.
06:28Das wird sich alles aufklären.
06:30Kümmer du dich so lange ums Hotel.
06:32Frag Bruno, wie du ihm helfen kannst, ja?
06:35Papa!
06:45Gegen den Hotelinhaber Anton Brunner wird gemäß § 112 Absatz 2 und 3 der Strafprozessordnung
06:51untersuchungshaft beantragt, wegen des dringenden Tatverdachts der Tötung von Peter Solbach.
06:56Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, das Opfer am Abend des 24. Mai 2017 mit einem Golfschläger
07:02niedergeschlagen und dabei tödlich verletzt zu haben.
07:08Sag mal, was ist eigentlich mit Nina?
07:10Was soll mit ihr sein?
07:11Die ist in der Schule.
07:12Habt die lange nicht mehr gesehen.
07:14Wahrscheinlich, weil sie die ganze Zeit unterwegs ist.
07:17Babysitten.
07:18Ach, gibst du ihr nicht genug Taschengeld?
07:20Kann ein Teenager je genug Taschengeld kriegen, ja?
07:36Herr Hornbeck?
07:38Genau, der.
07:39Guten Tag, Bianca Brunner.
07:41Sie müssen mir helfen.
07:43Kommen Sie doch bitte rein.
07:44Um was geht's denn?
07:46Mein Vater wurde heute festgenommen.
07:48Mordverdacht.
07:51Bitte.
07:54Mein Mitarbeiter, Leo Oswald.
07:56Hallo.
07:58Ja, dein Mitarbeiter macht sich dann mal vom Acker.
08:01Also an die Arbeit.
08:03Ciao.
08:04Ciao.
08:05Möchten Sie was trinken?
08:06Nein, danke.
08:07Nehmen Sie bitte Platz.
08:10Das ist ein riesiger Irrtum.
08:12Mein Vater könnte niemals einen Mord begehen.
08:15Wie heißt denn Ihr Vater?
08:17Toni Brunner.
08:18Ihm gehört das Hotel Brunner im Zentrum.
08:20Und wen soll er umgebracht haben?
08:21Seinen Partner, Peter Solbach.
08:23Gestern Abend.
08:24Aber das ist total absurd.
08:26Mein Vater kann auch nur in dieses Hotel nicht leben.
08:29Er kann nicht im Gefängnis bleiben.
08:30Verstehen Sie, das hält er nicht aus.
08:32Ich werde sehen, was ich tun kann.
08:34Sie müssen ihn da rausholen.
08:45Kann ich meine Tochter sehen?
08:46Meine Frau.
08:48Ich werde Besuchsscheine beantragen.
08:50Das sollte kein Problem sein.
08:52Wer kümmert sich jetzt um das Hotel?
08:53Jetzt erzählen Sie doch erstmal, was passiert ist.
08:57Überhaupt nichts ist passiert.
09:00Wir hatten gestern Abend eine Besprechung.
09:02Also die Hotelgesellschaft da.
09:04Peter Solbach, Moritz Sturm und ich.
09:07Ihnen drei gehört das Hotel?
09:09Ja.
09:10Mein Großvater hat es gegründet.
09:11Und später hat es mein Vater übernommen.
09:13Der Vater von Peter Solbach war früher der Leiter unseres Restaurants.
09:182003 ist er als Gesellschafter eingestiegen.
09:20Und dann hat sein Sohn Peter übernommen.
09:23Peter Solbach, das Mordopfer.
09:25Und wer war der dritte Gesellschafter?
09:29Moritz Sturm, der ist erst vor vier Jahren dazugekommen.
09:33Der ist nur stiller Teilhaber.
09:34Was ist gestern Abend passiert?
09:36Wir hatten eine Auseinandersetzung.
09:39Es ging um die zukünftige Ausrichtung des Hotels.
09:42Um was ging es konkret?
09:44Um das Angebot von SA.
09:47Es ist eine Schweizer Hotelkette.
09:48Die betreiben Business Hotels.
09:49Sie wollen sich beteiligen.
09:51Und Sie sind dagegen?
09:52Natürlich.
09:53Ja, Moritz Sturm ist dafür, klar.
09:55Denen geht es nur um die schnelle Rendite.
09:57Mein Gott, dann soll er seine Anteile verkaufen.
09:59Ist mir egal.
10:00Der Typ war mir von Anfang an unsympathisch.
10:03Und Peter Solbach ist Ihnen nicht egal?
10:05Peter kenne ich seit meiner Kindheit.
10:08Wir haben zusammen im Hotel gespielt.
10:10Da waren wir ja drei Jahre alt.
10:13Wenn er auch verkauft, dann haben die Schweizer die Mehrheit.
10:15Und dann machen die mein Hotel kaputt.
10:17Wollte Solbach den verkaufen?
10:19Ja.
10:20Er hat sich plötzlich umentschieden.
10:22Ich war entsetzt.
10:24Aber deswegen bringt man doch niemanden um.
10:26Schon gar nicht einen Freund.
10:28Was war nach der Besprechung?
10:30Ich habe noch gearbeitet bis vielleicht Mitternacht.
10:33Und dann bin ich auch nach Hause gefahren.
10:37Mal sehen, was die Staatsanwaltschaft gegen Sie in der Hand zu haben glaubt.
10:42Und um die Besuchscheine kümmere ich mich, ja?
10:45Bitte, holen Sie mich hier raus.
10:47Ich muss mich um das Hotel kümmern.
10:48Ich tue, was ich kann.
10:50Versprochen.
10:51Vielen Dank.
11:00Herr Hornberg, welch Freude.
11:02Bisschen überstürzt die Festnahme meines Mandanten keine zehn Stunden nach der Tat.
11:06Ah, Sie vertreten Herrn Bronner.
11:08Dann wissen Sie sicher auch, dass es gestern Abend einen Streit zwischen Ihrem Mandanten und dem Mordopfer gab.
11:12So wie gelegentlich zwischen uns beiden?
11:16Auf dem Smartphone des Opfers haben wir eine SMS sichergestellt, in der Herr Solbach Herrn Bronner zu einer Aussprache auffordert.
11:23Zur Tatzeit am Tatort.
11:25Espresso?
11:26Gerne.
11:27Wer sagt, dass mein Mandant auf die SMS eingegangen ist?
11:30Dass er zum Tatort gefahren ist?
11:32Dass er sie überhaupt gelesen hat?
11:34Am Tatort fanden sich unzählige Fingerabdrücke Ihres Mandanten.
11:37Was überhaupt nichts beweist.
11:39Die beiden waren seit Jahrzehnten miteinander befreundet.
11:42Und wir haben eine Zeugenaussage, nach der Herr Bronner Herrn Solbach nach der Auseinandersetzung auf dem Flo im Hotel angegriffen
11:47und bedroht hat.
11:49Angegriffen?
11:52Und bedroht.
11:54Kurze Zeit später war er tot.
11:59Guten Tag.
12:00Mein Name ist Hornberg.
12:01Ich bin der Rechtsanwalt von Herrn Bronner.
12:02Ich würde gerne mit Ihrer Hausdame Jasmin Rieger sprechen.
12:05Einen Moment bitte.
12:06Punkt neun hier.
12:08Vielen Dank, Herr Solbach.
12:10Hallo, Herr Hornberg.
12:12Hallo, Frau Bronner.
12:13Kann ich Ihnen ein Café anbieten?
12:14Vielen Dank.
12:16Vierte Tag, bitte.
12:17Vielen Dank.
12:18Bitteschön.
12:20Haben Sie meinen Vater gesehen?
12:21Ja.
12:22Wie geht es ihm?
12:23Den Umständen entsprechend gut.
12:26Kann ich, kann ich ihn besuchen?
12:27Ich arbeite daran.
12:29Frau Bronner.
12:31Was ist?
12:32Ihr Vater hat Solbach angegriffen.
12:35Und bedroht.
12:36Es gibt eine Zeugin.
12:37Sicher war er wütend, weil Solbach ihn im Stich lassen wollte.
12:41Im Stich lassen?
12:42Mein Vater lebt für das Hotel und seine vielen Stammgäste.
12:45Wenn es verkauft wird, dann verliert es seinen Charakter.
12:48Es ist dann nicht mehr das Hotel Bronner.
12:50Ihnen liegt das Hotel offenbar genauso am Herzen wie Ihrem Vater.
12:53Ja.
12:54Ich möchte es eines Tages übernehmen.
12:57Aber so wie es ist.
12:59Und nicht als steriles Business Hotel.
13:01Haben Sie mal versucht, mit Solbach zu sprechen?
13:04Nein.
13:05Er hat mich nie ernst genommen.
13:08Für ihn war ich immer nur Tonis kleine Tochter.
13:11Sie haben ausgesagt, dass Bronner das Mordopfer Peter Solbach bedroht hat.
13:15Ich bin erst kurz hier im Hotel.
13:16Ich möchte keinen Ärger kriegen.
13:17Ja.
13:18Verstehe ich.
13:19Aber machen Sie sich keine Sorgen.
13:20Erzählen Sie doch bitte.
13:21Es war nach der Besprechung.
13:23Ich hatte Getränke gebracht.
13:24Anscheinend hatten die Herren Streit.
13:25Die Stimmung war ganz schlimm.
13:28Wer hatte Streit?
13:29Solbach mit Bronner?
13:30Kann ich nicht sagen.
13:31Ich bin nur kurz rein und gleich wieder raus.
13:33Die Stimmung war eisig.
13:34Das kann Bruno bestätigen.
13:35Also Bruno Stein, der Grand Siersch.
13:37Was?
13:38Der war dabei?
13:40Nee, er war im Treppenhaus.
13:41Und hat den Streit belauscht?
13:43Ja.
13:44Was ist mit Bronners Drohung?
13:48Das war etwas später.
13:50Ich habe in derselben Etage die Minibars aufgefüllt und plötzlich hörte ich laute Stimmen beim Flur.
14:06Verrät mich hier.
14:07Und du, du bist jetzt immer hier in den Rücken felsen.
14:09Verstehst du?
14:10Bitte Toni, lass mich Schluss.
14:11Du weißt einfach alles weg, ja?
14:13Mein ganzes Leben einfach so.
14:14Aber das lasse ich nicht zu.
14:15Verlass dich da drauf.
14:16Das lasse ich nicht zu.
14:31Das hat er gesagt.
14:32Ja.
14:33Und er hat ihn am Kragen gepackt.
14:36Ja.
14:38Heftig.
14:40Danke.
14:49Was gibt's?
14:51Glückwunsch.
14:52Du hast zwei Nächte im Hotel Bronner gewonnen.
14:55Gratis.
14:56Brauche ich nicht.
14:57Ich fühle mich ganz wohl hier auf meinem Schiff.
15:00Nein, ich möchte, dass du dich hier mal unauffällig umschaust und möglichst was Entlastendes findest.
15:04Mit Vollpension.
15:05Wenn es sein muss.
15:07Und all inclusive.
15:07Nix da.
15:08Maximal zwei Artikel pro Tag aus dem Minibar.
15:10Sagen wir drei.
15:12Aber benimm dich.
15:13Klar, so wie immer.
15:14Nein, so eben nicht.
15:15Wäre schön, wenn du dich auch mal am Tatort umschauen könntest.
15:18Okay, wenn du mir sagst, wo das ist.
15:20Schick dir die Adresse gleich.
15:22Mach das.
15:22Bis später.
15:23Bis später.
15:24Ciao, Leo.
15:24Ciao, Leo.
15:57Ciao, Leo.
16:32Ciao, Leo.
17:04Ciao, Leo.
17:09Ciao, Leo.
17:27Kommen Sie doch rein.
17:29Danke.
17:38Setzen Sie sich noch bitte.
17:40Wollen Sie was trinken?
17:41Vielen Dank.
17:46Wie geht's meinem Mann?
17:47Den Umständen?
17:49Den Umständen entsprechend.
17:49Ich habe Besuchsscheine besorgt für Sie und Ihre Tochter.
17:53Ich kann das alles immer noch nicht fassen.
17:55Das kann ich nachvollziehen.
17:57Peter Solbach tot und mein Mann soll daran schuld sein.
18:00Völlig unmöglich.
18:02Völlig unmöglich.
18:02Tony kannte Peter doch seit seiner Kindheit.
18:05Frau Bronner, Ihr Mann hat eine schwere Zeit vor sich.
18:09Er wird Ihre Unterstützung brauchen.
18:13Ich hoffe, ich hoffe, ich hoffe, ich hoffe, ich hoffe, das ist bald vorbei und er kann wieder nach Hause.
18:17Kennen Sie eigentlich jemanden, der von Solbachs Tod profitiert?
18:21Nein, es tut mir leid.
18:22Nein, es tut mir leid.
18:22Mit dem Geschäftlichen habe ich nichts zu tun.
18:24Verstehe.
18:25Und privat?
18:27Nein, kann ich auch nicht sagen.
18:30Ich hatte kaum Kontakt zu Peter.
18:34Ist Ihr Mann sehr impulsiv, aufbrausend? Wird er schnell wütend?
18:39Nein, überhaupt nicht.
18:42Tony ist ein leidenschaftlicher Mensch, aber nicht so wie Sie sagen, aufbrausend oder sowas.
18:47Das ist nicht, oder?
18:48Okay.
18:50Ich bin eigentlich auch nur gekommen, um Sie zu bitten, ein paar Sachen einzupacken.
18:54Zahnbürste, T-Shirt und so weiter.
18:56Gern.
18:57Wollen Sie die Sachen gleich mitnehmen?
19:00Was?
19:00Die Sachen für Tony. Zahnbürste und so.
19:04Wollen Sie ihn denn nicht besuchen?
19:07Geht das denn?
19:08Naja, wie gesagt, ich habe Besuchsscheine besorgt. Für Sie und Ihre Tochter.
19:14Ach so? Gut. Vielen Dank.
19:18Ja, dann packe ich jetzt mal die Sachen zusammen.
19:23Okay.
19:34Guten Tag.
19:36Oswald.
19:37Liebe Oswald.
19:38Guten Tag.
19:38Meine Sekretärin hat dazu mal, will mich also werden.
19:40Einen Moment bitte.
19:41Vielen Dank.
19:49Ich habe mir mal den Gesellschaftervertrag der Hotel Brunner GmbH angeschaut.
19:54Amatriciana?
19:55Nee, Arabiat.
19:56Hm, fleischfrei.
19:57Und schön scharf.
19:59Wo war ich jetzt?
20:01Hotel GmbH.
20:03Ah ja, genau.
20:07Gesellschaftervertrag.
20:07Das war's.
20:11Das war's.
20:12Und damit kann er nun die Übernahme durch die Schweizer verhindern.
20:15Und im Falle, dass Solbach eine Familie gegründet hätte, wäre Bronner im Todesfall von Solbach ein Vorkaufsrecht zuteil geworden.
20:23Wo ist nur mein Appetit geblieben?
20:25So oder so, Bronner profitiert von Solbachs Tod.
20:29Was eigentlich mit dem dritten Gesellschafter, Moritz Sturm?
20:33Er ist erst viel später dazugekommen und hat als stiller Teilhaber gar keinen Einfluss auf die Geschäftsführung und auch kein
20:38Kaufrecht auf die Anteile.
20:40Der hat also gar nichts von Solbachs Tod.
20:42Kann man diesen ominösen Herrn Sturm eigentlich mal treffen?
20:45Er ist zur Zeit aber auf Geschäftsreise in Hamburg.
20:47Er hat mir aber telefonisch zugesagt, dass er sich sofort bei mir meldet, wenn er wieder da ist.
20:51Aha.
20:52Und? Wie ist Ihr Wiener Schnitzel?
20:55Cotoletta Milanese.
20:57Bitte wie?
20:58Das hat der österreichische Feldmarschall Radetzky Mitte des 19. Jahrhunderts von Mailand nach Wien gebracht.
21:05Aha.
21:06Das Wiener Schnitzel ist also ein Plagiat und in Wahrheit ein Mailänder Schnitzel.
21:10Cotoletta Milanese.
21:12Und? Wie ist es jetzt Ihr Mailänder Schnitzel?
21:15Langweilig, zäh und trocken.
21:17Oh, tut mir leid.
21:18Ja, mir auch.
21:24Und, gute Nachrichten.
21:28Warum haben Sie mir verschwiegen, dass Sie Solbach auf dem Hotelfuhr bedroht haben?
21:34Das war doch nicht ernst gemeint.
21:36Ich war nur wütend.
21:38Kurz darauf hat er Ihnen eine SMS geschickt mit der Bitte um Aussprache bei sich zu Hause.
21:43Ja, habe ich bekommen, aber ich habe das ignoriert.
21:47Ich wollte an dem Abend nicht weiter diskutieren.
21:50Außerdem hatte ich den Schreibtisch voller Arbeit und später habe ich es einfach vergessen.
21:54Wie kam eigentlich dieser Moritz Sturm in Ihr Unternehmen?
22:01Vor vier Jahren, da stand das Hotel am Abgrund.
22:05Die Banken haben uns einen Kredit für dringende Sanierung verweigert.
22:09Eine Katastrophe.
22:11Wir haben private Investoren angesprochen, vergebens.
22:14Wir standen vor der Pleite.
22:19Das war die schlimmste Zeit meines Lebens.
22:21Und dann kam Moritz Sturm?
22:23Im letzten Moment.
22:24Er hat uns gerettet.
22:26Er hat wirklich überhaupt keine Ahnung vom Hotelgeschäft,
22:28aber in so einer Situation entnehmen Sie, was Sie kriegen können.
22:31Mischt er sich ein?
22:33In letzter Zeit schon.
22:36Er will mehr Rendite sehen, da ist der Eis kalt.
22:38Zu viel Personal für zu wenig Gäste, hat er gesagt.
22:41Und Solbach?
22:42Er hat immer mehr auf seine Seite gezogen.
22:45Gehirnwäsche war das.
22:46Am Schluss wollte Solbach sogar unseren Concierge Bruno rausschmeißen.
22:50Heutzutage machen die Leute doch alles selber, hat er gesagt.
22:52Per App.
22:53Wahnsinn.
22:54Moment.
22:55So stellen die sich die Zukunft vor.
22:56Ein ahnungsloser, aber billiger Studentengörer am Empfang
22:59und alles andere machen die Leute per Smartphone.
23:01Solbach wollte den Concierge rausschmeißen?
23:03Ja.
23:04Bruno Stein.
23:05Seit Jahrzehnten die Seele des Hotels.
23:07Bruno liest den Gästen die Wünsche von den Augen ab.
23:09Egal, wie exzentrisch oder verrückt diese Wünsche sind.
23:12Wenn Solbach ihn rausschmeißen wollte, dann hat der doch ein Motiv.
23:16Blödsinn.
23:17Bruno ist wirklich kein Mörder.
23:19Wie alt ist der Mann?
23:2011,50.
23:22Er findet ja doch keinen Job mehr.
23:24Heutzutage, wo man alles per App macht.
23:27Das glaube ich nicht.
23:29Ein Mord.
23:33Die Einzigen, die ein Motiv haben, den Verkauf der Anteile von Solbach zu verhindern,
23:38sind ein paar Mitarbeiter, die ihren Job verlieren könnten und Sie, Herr Brunner.
24:10Die Einzigen, die ein Motiv haben, den Verkauf der Anteile von Solbach zu verhindern,
24:25ausgestattet.
24:36Sie sind in der Zwischenzeit.
24:37Ich bin in der Zwischenzeit.
24:38Die Einzigen.
24:39Und die Einzigen.
24:40Ich bin in der Zwischenzeit.
25:09Untertitelung des ZDF, 2020
25:11Das ist so, dass du dich in der Nähe anstiegst.
25:17Oh! Oh! Ja!
25:23Oh! Oh!
25:34An die junge Frau erinnere ich mich.
25:37Die war mit einem älteren Herrn unterwegs.
25:43Die haben sich tierisch geschnitten.
25:45Auf einmal ist sie aufgestanden, ist wutentbrannt, hier rausgerannt.
25:49Also da war was los. Das war gestern.
25:51Das war gestern. Sehr gerne.
25:56Schön, dass du auch mal ans Telefon gehst.
25:58Wo bist du denn die ganze Zeit, Nina?
26:00Warst schon wieder babysitten? Du warst doch erst gestern.
26:03Hast du keine Hausaufgaben auf? Hi!
26:06Gut, bis nachher.
26:10Schön, dass du auch mal wieder da bist.
26:12Ich hab nicht wirklich gute Nachrichten.
26:14Für die nichts, was Bonner belastet?
26:16Nein, seine Tochter, Bianca, wird am Tag vor dem Mord auf Solbachs Anruf beantwortet, eine Nachricht hinterlassen und um ein
26:22Gespräch gebeten.
26:24Ist schon wieder kein Kaffee da.
26:26Wie hat sie gesagt? Sie haben nicht miteinander gesprochen.
26:29Dann lügt sie. Die Bedienung hat die beiden auf dem Foto wiedererkannt.
26:32Und am Ende hat Bianca wohl einen ziemlich wütenden Abgang hingelegt.
26:34Warum lügt sie mich an?
26:36Als zukünftige Hotelerbin hat sie ein Motiv.
26:39Ist bei dir was Neues?
26:42Laut Akte fehlt ein Golfschläger am Tatort.
26:44Wie können Sie das mit Sicherheit sagen?
26:46Weil das immer ein Set ist. Eisen 4 bis Eisen 9 beispielsweise.
26:49Und Eisen 7 fehlt eben.
26:51Das heißt, die Tatwaffe ist ein Golfschläger.
26:53Und der Täter hat das Ding mitgenommen.
26:57Diese Nachricht hat Solbach am Tatabend an Bronner geschickt.
27:01Lass uns treffen, bin zu Hause.
27:03Um 22.19 Uhr.
27:04Das ist interessant.
27:06Ich war am Tatort.
27:07Solbach stand auch in diesem Golfsimulator
27:10und hat Bälle gegen diese Leinwand geschlagen.
27:12Und?
27:12Und das Teil speichert alle möglichen Informationen.
27:15Die Schwungrichtung, die Geschwindigkeit der Bälle
27:17und wann welcher Schlag ausgeführt wurde.
27:20Und Solbach hat ungefähr ein Dutzend Schläge gemacht
27:22in einem Abstand von immer 15 Sekunden.
27:24Und um 22.16 Uhr war plötzlich Schluss.
27:29Du meinst, da hat er den Schlaganzern bekommen?
27:31Und drei Minuten später kriegt Bronner diese Nachricht.
27:34Lass uns treffen.
27:35Sieht so aus, als wenn ihn jemand an den Tatort lotsen wollte.
27:39Als Solbach schon tot war.
27:41Genau.
27:43Ich hau wieder ab.
27:44In mein gemütliches Hotelchen.
27:46Viel Spaß.
27:48Ciao.
27:49Ciao.
27:56Hallo.
27:57Herr Hornberg.
27:58Kommen Sie rein.
28:01Möchten Sie was trinken?
28:02Ich hab Wasser oder Wasser?
28:05Nein, danke.
28:06Bitte.
28:06Gibt es schon irgendetwas Neues?
28:08Nichts, was uns weiterbringt, fürchte ich.
28:12Die Staatsanwältin macht ihren Job leider auch sehr gründlich.
28:15Was soll das heißen?
28:17Kennen Sie eigentlich den Gesellschaftervertrag der Hotel GmbH?
28:21Nein.
28:22Warum?
28:22Ihr Vater erbt sämtliche Anteile von Solbach.
28:26Und er hätte selbst dann ein Erstkaufsrecht, wenn jetzt, sagen wir mal, eine unbekannte
28:29Schwester oder Ehefrau auftauchen würde und die Erbschaft anfechtet.
28:34Mein Vater wollte eben den Fortbestand des Hotels absichern.
28:36Und das verschafft ihm ein sattes Motiv.
28:42Warum haben Sie mich angelogen, Frau Bronner?
28:45Am Tag vor Solbachs Tod haben Sie ihn angerufen, eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter hinterlassen
28:50und ihn dann in einem Bistro getroffen.
28:53Ich wollte versuchen, ihm vom Verkauf seine Anteile abzubringen.
28:58Waren Sie aber nicht sonderlich erfolgreich.
29:00Warum haben Sie das mir gegenüber verschwiegen?
29:04Ich weiß nicht.
29:05Es tut mir leid.
29:08Wie steht eigentlich Ihre Mutter zum Hotel?
29:11Ist ihr völlig egal.
29:14Eigentlich interessiert sie sich für gar nichts, außer für teure Klamotten und Friseure.
29:18Und wie ist Ihr Verhältnis zu Ihrer Mutter?
29:20Sie hat Papa nur geheiratet, weil sie schwanger war.
29:22Da war sie 19.
29:25Das hat sie mir später auch immer wieder vorgeworfen, wenn sie mal wieder zu viel Wein getrunken hat.
29:30Oh.
29:30Stellen Sie sich vor, Sie sind sieben und Ihre Mutter sagt Ihnen, Sie hätten ihr die Jugend versaut.
29:35Ist nicht schön.
29:37Das ist es nicht.
29:39Aber mein Vater liebt sie trotzdem, auch wenn sie so undankbar und oberflächlich ist.
29:45Auch wenn sie ihr ganzes Leben lang rumjammert, dass sie keinen Porsche und keine Villa mit Pool gekriegt hat.
29:52Wussten Sie, dass Solbach die Entlassung einiger Mitarbeiter durchsetzen wollte?
29:57Was tut das zur Sache?
29:58Das hat der Brunner und Sturm vorgeschlagen.
30:00Dabei ging es zum Beispiel um den langjährigen Hotelconcierge Bruno Stein.
30:05Und jetzt raten Sie mal, wer dieses Gespräch am Tatabend belauscht hat.
30:09Vielleicht der besagte Concierge?
30:11Bingo.
30:12Sagt wer?
30:13Sagt Ihre Zeugin.
30:14Die Hausdame Jasmin Reger.
30:16Sie ist ein bisschen einseitig befragt worden.
30:18Vielleicht schicken Sie Ihre Ermittler mal zu einer Fortbildung.
30:23Witzig, Herr Hornberg.
30:24Ich hab noch was Witziges für Sie.
30:25Die SMS, die angeblich Solbach an Bronner geschickt hat.
30:29Wir müssen reden.
30:30Sie erinnern sich?
30:31Was ist mit der?
30:32Die wurde um 22.19 Uhr geschickt.
30:34Hier.
30:35Dieser Golf-Simulator hat die genaue Uhrzeit von Solbachs letzten Schlag aufgezeichnet.
30:41Es war um 22.16 Uhr.
30:44Solbach hat im regelmäßigen Abstand von ca. 15 Sekunden viele Bälle abgeschlagen.
30:49Und um Punkt 22.16 Uhr war dann Schluss.
30:54Es ist davon auszugehen, dass das die Tatzeit war.
30:58Und drei Minuten später soll er dann eine SMS verschickt haben?
31:03Da hatte doch jemand anders die Finger im Spiel.
31:06Zum Beispiel der wahre Täter.
31:09Vielleicht hat Solbach eine Pinkelpause gemacht.
31:11Ach, kommen Sie.
31:13Herr Rhein, Frau Strauß, der Herr Sturm möchte mit Ihnen sprechen.
31:16Hallo.
31:17Herr Sturm, schön, dass wir uns endlich kennenlernen.
31:20Es tut mir leid, ich war auf Geschäftsreise in Hamburg.
31:22Setzen Sie sich bitte.
31:23Danke.
31:24Darf ich vorstellen?
31:25Herr Hornberg, das ist der Anwalt von Herrn Bronner.
31:28Freut mich.
31:29Hallo.
31:30Ich habe von der schrecklichen Sache mit Solbach erfahren und dass Sie Herrn Bronner festgenommen haben.
31:36Das muss ein Irrtum sein.
31:38Wieso?
31:38Ich habe Herrn Bronner am fraglichen Abend im Hotel gesehen und zwar mehrmals.
31:42Er hat das Hotel definitiv nicht verlassen.
31:52Vielen Dank.
31:53Wiedersehen.
31:54Lieber ich.
31:56Hallo, Herr Bronner.
31:58Hallo.
31:58Schön, Sie zu sehen.
32:00Schön, Sie zu sehen.
32:00Es kam ja überraschend.
32:02Können Sie mir sagen, warum ich so ein komisches Gefühl habe?
32:05Ich weiß nicht, wovon Sie reden.
32:07Mein Taxi.
32:09Naja.
32:10Plötzlich taucht jemand auf, der Sie am Tatabend mehrmals im Hotel gesehen hat.
32:17Können wir irgendwo reden?
32:20Sturm hat gelogen, aber ich habe ihn nicht darum gebeten.
32:23Wenn rauskommt, dass das Alibi erfunden ist, dann stehen doch Sie als Lügner da.
32:31Haben Sie nach dem Streit mit Solbach die Nacht im Hotel verbracht oder nicht?
32:37Nein.
32:38Sagen Sie bloß, Sie haben die SMS bekommen und sind zu Solbach gefahren.
32:47Oh, sag Gott, um wie viel Uhr war das?
32:50Weiß ich nicht.
32:51Das ist aber wichtig.
32:52Ich weiß es nicht.
32:54Peter hat gar nicht aufgemacht.
32:55Ich war auch ganz froh drüber.
32:57Ich hatte gar keine Kraft mehr, weiter zu streiten.
32:59Dazu bin ich wieder gefahren.
33:01Keine zehn Meter von Ihnen entfernt stand Solbach an seinem Golf-Simulator.
33:05Vielleicht war er auch schon tot.
33:06Sie waren damit quasi am Tatort.
33:08Ich habe keine Ahnung, wie ich Sie da raushauen soll, wenn Sturm sein Alibi zurückzieht.
33:13Warum sollte er das tun?
33:15Na, denken Sie mal scharf drüber nach.
33:18Zum Beispiel, wenn Sie beim Verkauf an die Schweizer nicht mitziehen.
33:21Niemals verkaufe ich an die Schweizer.
33:23Der hat sie doch jetzt total in der Hand.
33:27Ich habe Peter nicht umgebracht.
33:30Na, dann ist ja alles in Butter.
33:36Trauen Sie es Ihrer Tochter zu?
33:39Wie bitte?
33:41Sie hat mich auch angelogen und die hat genau das gleiche Motiv wie Sie.
33:44Ihre Tochter möchte irgendwann das Hotel ohne die Schweizer an Bord leiten.
33:55Ich muss los.
33:57Das Hotel braucht mich.
33:58Herr Bronner.
33:59Herr Bronner.
34:01Herr Bronner.
34:17Ist mein Vater bei Ihnen?
34:18Nee.
34:19Der ist gestern Abend gegen 10
34:20gegangen.
34:21Er ist verschwunden.
34:22Was?
34:23Er ist gestern Abend nochmal weggegangen und die ganze Nacht nicht wiedergekommen.
34:25Haben Sie es schon im Hotel versucht?
34:27Ja, natürlich.
34:27Keiner hat ihn gesehen.
34:28Er geht nicht an sein Handy.
34:29Also, Sie wissen nichts.
34:30Tut mir leid, nein.
34:31Dann versuche ich es nochmal im Hotel.
34:34Geben Sie mir doch bitte Bescheid, so weit Sie es gefunden haben.
34:37Ja.
34:37Okay.
34:46Frau Strauß.
34:47Guten Morgen. Ich hoffe, Sie haben schon gefrühstückt.
34:50Ich hole Sie in 10 Minuten ab.
34:51Da freue ich mich. Wo wollen wir denn hin?
34:55Was?
35:30Nicht zu fassen.
35:32Frau Strauß?
35:40Herr Hornbeck?
35:47Das gibt es doch gar nicht mehr.
35:50Wer sagt es deiner Familie?
35:52Können Sie das bitte übernehmen?
35:54Sein muss.
35:57Ja, bitte?
36:00Verstehe. Gut.
36:02Schicken Sie bitte eine Kopie in mein Büro. Danke.
36:04Wiederhören.
36:06Im Bronners Büro wurde ein Abschiedsbrief gefunden.
36:11Unmöglich.
36:13Es war nie und nimmer Selbstmord.
36:26Wenn er an seine Frau und seine Tochter gerichtet ist, wieso hinterlässt er ihn dann im Hotel?
36:33Zu Hause hätten Sie den Brief gleich gefunden und ihn vom Selbstmord abgehalten.
36:38Ich habe einen schweren Fehler gemacht, für den ich jetzt die Verantwortung übernehmen muss.
36:42Dafür bitte ich euch vielmals um Verzeihung.
36:44Das kann nicht sein.
36:45Ich habe euch immer geliebt, ein letzter Blick auf das Foto von euch beiden, ein letztes Mal den Kindern beim
36:50Spielen zu sehen, ein letztes Lebewohl.
36:52Der Brief muss eine Fälschung sein.
36:55Bronner hätte mit Sicherheit das Hotel erwähnt.
36:59Wegen der Übernahme.
37:01Durch die Schweizer.
37:02Er hätte es erwähnt und seiner Tochter geschrieben, wie sie sich verhalten soll.
37:05In so einer verzweifelten Lage vielleicht nicht.
37:08Doch.
37:09Bronner schon.
37:10In Untersuchungshaft hat er ständig über das Hotel gesprochen.
37:15Der Brief ist eine Fälschung.
37:17Frau Strauß, wir brauchen ein Gutachten von einem vereidigten Schriftsachverständigen.
37:25Also gut.
37:26Sie bekommen Ihr Gutachten.
37:27Aber wenn der Sachverständige eine Fälschung ausschließt, ist die Ermittlung abgeschlossen.
37:33Ja.
37:39Ich habe im Hotel übrigens den Dienstplan von diesem Concierge gecheckt.
37:44Bruno Stein.
37:45Ja.
37:46Und die Mittel zum Service habe ich beim Smalltalk belauscht.
37:50Der Mann hat ein Alibi.
37:52Der war den ganzen Abend im Hotel.
37:54Doch, eh egal. Die werden den Fall sowieso abschließen.
37:58Nimmt dich ganz schön mit, die Sache.
38:03Ich hatte noch nie einen Mandanten, der plötzlich ermordet in seinem Auto sitzt.
38:08Und das ist doch selbstmortal.
38:10Darf nicht sein.
38:12Warum?
38:14Weil ich dann der Schuldige bin.
38:16Was?
38:17Als Bonner gestern aus dem Gefängnis entlassen wurde, hat er zugegeben, dass das Alibi gefälscht war.
38:22Er hat zugegeben, in der Mordnacht vor Solbachs Haustüre gestanden zu sein.
38:27Da bin ich sauer geworden.
38:28Und dann habe ich ihn gefragt, ob er seiner Tochter Bianca den Mord an Solbach zutraut.
38:33Und da war er plötzlich wie versteinert, anders, schockiert und ist abgehauen.
38:38Du meinst, er hielt das für möglich.
38:41Er hätte sich nie umgebracht, solange die Sache mit dem Hotel nicht geklärt ist.
38:46Wenn er sich umgebracht hat, dann nur um seine Tochter Bianca zu beschützen.
38:50Um den Mord an Solbach auf sich zu nehmen.
38:52Deswegen darf es kein Selbstmord sein.
38:55Verstehst du?
39:06Guten Morgen.
39:08Guten Morgen.
39:09Nehmen Sie Platz.
39:16Also, das Schriftgutachten ist eindeutig.
39:18Der Sachverständige hat den Abschiedsbrief mit anderen Schriftstücken verglichen,
39:22die uns Bronners Tochter Bianca zur Verfügung gestellt hat.
39:24Er hat eine 99-Gruppe in der Beschreibung.
39:25Sie hat eine 3,8-prozentige Wahrscheinlichkeit festgestellt, dass der Brief echt ist.
39:34Benni, ich kann ja verstehen, dass es belastend ist, wenn ein Mandant sich...
39:40Aber warum nehmen Sie gerade diesen Fall so persönlich?
39:44Ich habe nur schlecht geschlafen.
39:49Dann war es das wohl, oder?
39:51Ich denke schon.
39:53Okay.
39:56Danke.
40:11Kannst du mir sagen, was wir hier eigentlich machen?
40:14Benni, die Bullen haben ihr alles mitgenommen.
40:17Die Sache ist gegessen.
40:19Hallo?
40:20Mann, ich habe es gleich.
40:25Hallo.
40:38Frau...
40:39Frau Nah.
40:40Mein Name ist Leo Oswald.
40:42Ich weiß.
40:44Der Mitarbeiter.
40:45Ja.
40:46Mein herzliches Beileid.
40:48Danke.
40:52Ich weiß nicht, was ich sagen soll.
40:54Ich bin unendlich erschüttert.
40:58Die Staatsanwältin hat gesagt, der Brief ist echt.
41:01Mein Vater ist also Mörder und Selbstmörder.
41:04Ich glaube das nicht.
41:07Es tut mir so leid.
41:09Können Sie noch irgendetwas tun?
41:11Ich weiß es nicht.
41:12Wir suchen nach Hinweisen.
41:15Frau Warner, vielleicht bin ich verantwortlich für den Tod Ihres Vaters.
41:21Was reden Sie da?
41:22Es könnte sein, dass er sich umgebracht hat, um den Mord auf sich zu nehmen.
41:26Was?
41:28Ich habe ihn vorgestern Abend gefragt, ob er Ihnen den Mord zutrauen würde.
41:34Daraufhin ist er verschwunden. Am nächsten Tag war er tot.
41:39So ein Blödsinn.
41:41Er wusste ganz genau, dass ich niemals einen Menschen umbringen könnte.
41:44Auch nicht um das Hotel zu retten oder wegen § 12 des Gesellschaftervertrags.
41:50Das können Sie vergessen.
41:52Mein Vater hat sich nicht umgebrannt.
42:01§ 12 hat sie gesagt.
42:03Was?
42:04Ich habe sie gefragt, ob sie den Gesellschaftervertrag des Hotels kennt,
42:08weil ihr Vater alle Anteile von Solbach herbt.
42:11Und?
42:11Sie hat Nein gesagt.
42:13Also hast du dich angelogen.
42:15Zum zweiten Mal.
42:18Darfst du sie was doch?
42:21Keine Ahnung.
42:22Das werden wir jetzt wohl nie rausfinden.
42:24Oh, Benni, es reicht.
42:26Hör jetzt auf damit.
42:27Oder willst du den Rest deines Lebens trübsal blasen?
42:30Was heißt wollen?
42:31Jetzt reiß dich zusammen.
42:32Wir gehen da jetzt hoch und finden raus, was wirklich passiert ist, okay?
42:36Komm.
42:37Was willst du denn da finden?
42:40Die verdammte Erlösung.
42:54Hat er nicht irgendwas von dem Foto gesagt?
42:58Was?
42:59In dem Abschiedsbrief.
43:00Hat er nicht irgendwas von dem Foto gesagt?
43:06Der schreibt, ein letzter Blick auf das Foto von euch beiden, ein letztes Mal den Kindern beim Spielen zusehen, ein
43:13letztes Lebewohl.
43:15Wahrscheinlich meint er das hier.
43:18Bronner hat den Abschiedsbrief geschrieben.
43:21Aber was hat das mit den Kindern auf sich?
43:24Ein letztes Mal den Kindern beim Spielen zusehen.
43:30Leider mit dem Spielen zusehen.
43:45Leider mit dem Pferd.
43:46Keine Kinder.
43:50Warte mal kurz.
43:51Leider tu ich hier, ich bin ja wieder da.
44:32Ja.
44:46Na?
44:47Ein Kindergarten?
44:48Ja, ein letztes Mal den Kindern beim Spielen zu sehen.
44:51Hinter dem Gebäude da?
44:53Früher konnte man da Kinder sehen, bevor das Haus gebaut wurde.
44:57Es ist Bronners Handschrift.
44:59Er hat diesen Brief geschrieben.
45:01Aber da stand das Haus dann nicht.
45:02Dann ist der Brief mindestens drei bis vier Jahre alt.
45:05Ja.
45:05Wahnsinn.
45:07Bronner hatte damals eine Krise und da hat er das hier geschrieben.
45:10Und jetzt hat jemand den Brief benutzt,
45:12um ihm den Mord an Solbach in die Schuhe zu schieben?
45:15Ja.
45:17Ich habe einen schweren Fehler gemacht, für den ich jetzt die Verantwortung übernehmen muss.
45:21Dafür bitte ich euch vielmals um Verzeihung.
45:23Kein Wort von Solbach.
45:26Also war es was anderes?
45:29Vor vier Jahren, da stand das Hotel am Abgrund.
45:33Die Banken haben uns einen Kredit für dringende Sanierung verweigert.
45:38Eine Katastrophe.
45:40Wir haben private Investoren angesprochen, vergebens.
45:44Wir standen vor der Pleite.
45:50Das war die schlimmste Zeit meines Lebens.
45:51Er konnte irgendwelche Sanierungen nicht bezahlen, hat auch keinen Kredit mehr bekommen.
45:56Das war der schwere Fehler.
45:57Nicht der Mord an Solbach.
45:59Und wann war das?
46:00Vor vier Jahren.
46:01Das war die schlimmste Zeit meines Lebens, hat er gesagt.
46:04Also, er wollte Schluss machen und hat diesen Abschiedsbrief geschrieben.
46:08Und plötzlich kommt Moritz Sturm mit frischer Kohle um die Ecke.
46:11Irgendjemand hat den Brief gefunden und aufgehoben. Aber wer?
46:14Sturm?
46:15Nee, der war noch nicht dabei. Und Solbach scheidet auch aus.
46:19Bianca Bronner kann es auch nicht gewesen sein.
46:21Die hatte den Brief sofort wiedererkannt.
46:23Hat eigentlich nur noch das Hotelpersonal.
46:25Oder seine Frau?
46:26Maria Bronner, die Sehnsucht nach Luxus.
46:29Die hasst das Leben im Reihenhaus. Die hat nur geheiratet, weil sie schwanger war.
46:33Das wirft sie sogar der siebenjährigen Bianca vor.
46:35Ist ja ekelhaft.
46:36Sie sehnt sich nach einem Leben mit Villa und Sportwagen.
46:40Und wer führt so ein Leben?
46:41Zum Beispiel der Mensch, der gerade mit frischem Geld ins Hotel eingestiegen ist.
46:46Der Investor Moritz Sturm.
46:48Das ist eine steile These.
46:50Und genau die werden wir heute Abend mal überprüfen.
47:11...
47:33Guten Abend, ich bin mit Herrn Hornberg verabredet.
47:36Frau Strauß?
47:37Ja.
47:38Ein Augenblick.
47:41Ich habe eine Notiz für Sie und Ihren Zimmer schlussend.
47:48Danke.
47:54Frau Bronner, schön, dass Sie da sind.
47:57Kommen Sie doch bitte rein.
47:59Nochmals mein herzliches Beileid.
48:00Vielen Dank.
48:02Sie fragen sich sicher, warum wir uns im Büro Ihres Mannes treffen?
48:06Ja, ehrlich gesagt schon.
48:07Nehmen Sie doch bitte Platz.
48:10Das kann ich Ihnen gleich erklären.
48:12Es kommt noch jemand.
48:14Staatsverwältin Strauß und später Herr Sturm.
48:18Ah.
48:19Sie kennen doch Herrn Sturm, oder?
48:22Ja, flüchtig.
48:23Ja.
48:25Er hat heute sein Smartphone bei mir liegen gelassen.
48:29Aber ich habe ihn schon informiert.
48:31Ja.
48:33Wo bleibt denn nur Frau Strauß?
48:36Ich gehe mal nachher schauen, ja?
48:38Einen Moment bitte.
48:58So, komm, ruf an.
49:00Auf deinem Handy?
49:02Wieso eigentlich auf deinem Handy?
49:03Damit sie dein Gesicht auf dem Display sieht und eifersüchtig wird.
49:07Okay.
49:10Okay.
49:14Was tut das?
49:21Sie hat mich weggedrückt.
49:25Aber es funktioniert.
49:26Boah, wie geladen die ist.
49:28Das ist krass.
49:29Komm, ruf nochmal an.
49:30Ja, okay.
49:31Okay.
49:45Moritz, Liebling, hallo?
49:48Mensch, warum hast du mich denn gerade weggedrückt?
49:50Ist alles okay?
49:52Geht's dir gut?
49:53Schatzi, hallo.
50:04Dann hole ich jetzt die Strauß dazu.
50:06Mach das.
50:06Oh, das ist so spannend.
50:08Das ist doch gut gemacht.
50:09Cool.
50:19Ben, was machen wir hier?
50:21Hallo, Frau Strauß.
50:22Kommen Sie bitte mit.
50:23Und wohin?
50:24Ins Büro von Toni Bronner.
50:26Es gibt Neuigkeiten.
50:27Der Fall ist abgeschlossen.
50:28Ich verspreche Ihnen.
50:29Es wird interessant und kurzweilig.
50:42So, Dana.
50:44Sie kennen sich?
50:45Frau Bronner, Staatsanwältin Strauß.
50:48Guten Abend, Frau Bronner.
50:50Mein herzliches Beileid.
50:51Vielen Dank.
50:52Kommen wir doch gleich zur Sache.
50:53Der Abschiedsbrief.
50:55Was wir wissen ist, er ist von Ihrem Mann verfasst worden.
50:58Schriftgutachten und so weiter.
51:00Was wir bis heute nicht wussten, ist, dass Ihr Mann ihn nicht kurz vor seinem Tod verfasst hat,
51:08sondern vor vier Jahren.
51:14Ein letztes Mal den Kindern beim Spielen zu sehen.
51:19Hier.
51:24Früher konnte man da einen Kindergarten sehen.
51:27Jetzt nicht mehr.
51:28Jetzt steht da ein Haus.
51:31Frau Bronner, ich habe den Verdacht, dass Moritz Sturm Ihre Gefühle für ihn schamlos ausgenutzt hat.
51:37Er hat sie benutzt für einen bösen Plan.
51:40Ich weiß nicht, was Sie meinen.
51:43Ich glaube, das wissen Sie ganz genau.
51:45Durch Ihre Affäre hat er überhaupt erst von der Sache mit dem Abschiedsbrief erfahren.
51:48Von welcher Sache?
51:50Toni Bronner wollte vor vier Jahren Selbstmord beginnen, als das Hotel kurz vor der Pleite stand.
51:55Er hatte bereits den Abschiedsbrief geschrieben, als im letzten Moment Moritz Sturm als Investor eingesprungen ist.
52:01Hier.
52:03Auf diesem Tisch lag der Brief.
52:06Unsinn.
52:07Sie haben den Brief gefunden und an sich genommen.
52:10Und als Sie später eine Affäre mit Moritz Sturm begonnen hatten, haben Sie ihm von dem Brief erzählt.
52:14So sind Sie beide auf die Idee gekommen, wie Sie auf einen Schlag Sollbach und Ihren Mann loswerden können.
52:21Sie sind ja verrückt.
52:23Sie zittern ja.
52:24Wissen Sie, was ich mich die ganze Zeit gefragt habe?
52:27Wieso hat Moritz Sturm Ihrem Mann ein falsches Alibi gegeben?
52:31Seit heute weiß ich es.
52:33Er musste es tun.
52:34Er konnte ihn ja nicht in Untersuchungshaft erschießen und es anschließend wie Selbstmord aussehen lassen.
52:39Allerdings waren Sie beide erstaunt, wie schnell er verhaftet wurde.
52:42Nicht wahr?
52:44Die Jagdwaffe, die hat er allerdings nicht hier im Hotel aufbewahrt, sondern zu Hause.
52:50Die können nur Sie besorgt haben, Frau Bronner.
52:53Richtig?
52:56Wir werden den Brief einer chemischen Analyse unterziehen.
53:01Die Untersuchung der Tinte wird zweifelsfrei beweisen, dass der Brief nicht vor ein paar Tagen, sondern vor vier Jahren verfasst
53:08wurde.
53:10War es das wert, Frau Bronner?
53:12War Moritz Sturm es wirklich wert?
53:18Es war nicht meine Idee.
53:23Ja, jetzt haben wir sie.
53:25Genial.
53:26Jetzt haben wir beide am Arsch.
53:28Das macht richtig Spaß.
53:30Ich wüsste noch was, was richtig Spaß macht.
53:31Frau Bronner, Sie haben Moritz Sturm den Abschiedsbrief Ihres Mannes gegeben und auch die Jagdwaffe.
53:39Moritz hat es allein getan.
53:41Sie meinen die Morde?
53:43Es war seine Idee.
53:45Ich schwöre es.
53:46Ich dachte, er liebt mich.
53:48Wo bleibt er eigentlich?
53:51Wer?
53:52Na, Moritz Sturm.
53:54Sie haben ihn hierher bestellt?
53:55Selbstverständlich.
53:56Ich habe auch zwei Beamte der Kriminalpolizei hergebeten, wegen der Festnahme.
54:02Sie warten unten in der Lobby auf meinen Anruf.
54:06Kommen Sie rein, Herr Sturm.
54:08Wir sprachen gerade von Ihnen.
54:10Aber wenn es, Frau Bronner.
54:11Du, du verdammtes Schwein.
54:14Du hast mir alles nur vorgespielt.
54:16Du hast mich benutzt und belogen.
54:19Ich habe sie gesehen, auf deinem Handy, die kleine Schlampe.
54:22Was?
54:22Da, auf deinem Handy!
54:26Das ist mein Handy.
54:30Ups.
54:31Entschuldigung.
54:33Kleiner Trick.
54:35Herr Sturm.
54:37Frau Bronner hat in Anwesenheit von Staatsanwältin Strauß gerade ein Geständnis abgelegt.
54:42Sie beide haben den Toni Bronner.
54:45Herr Sturm.
54:45Herr Sturm.
54:45Setz Sie sich hin.
54:46Leo.
54:47Leo, Mann.
54:48Du schaust dir alle was zu, oder?
54:50Unten bei der Rezeption warten zwei Bullen.
54:52Rufe da an und sag, die sollen in Bronners Büro kommen.
54:54Und was machst du jetzt?
54:55Der wird versuchen, mit seinem Auto abzuhauen.
54:57Ich versuche, vor ihm da zu sein.
54:58Leo, ich will dich in den Helden.
54:59Oh, verdammt.
55:05Polizei!
55:06Runter mit den Waffen!
55:07Runter mit den Waffen!
55:08Es bringt die Frau um!
55:09Runter!
55:09Es bringt die Frau loslassen!
55:10Runter!
55:11Und die Wasser sagt!
55:13Wasser runter!
55:13Und rein!
55:14Rein mit ihnen!
55:15In den Durchgang!
55:16Herr Sturm, bitte!
55:17Es hat doch keinen Sinn!
55:24Zentrale?
55:25Ah, die Frau!
55:27Geh raus!
55:28Kommst du jetzt hier rüber!
55:33Wenn Sie durchstehen, passiert nichts.
55:35Das kann ich Ihnen versprechen.
55:36In Ordnung?
55:37Okay, ich rufe alles.
55:38Okay.
55:38Fahren Sie Auto?
55:39Können Sie Auto fahren?
55:39Ja.
55:40Alles klar, Sie fahren jetzt nicht.
55:42Ich fange jetzt auf der Stadt raus.
55:43Los!
55:44Kommst du!
55:45Okay.
55:46Rutsch sie durch.
55:47Okay.
55:50Und anmachen.
55:50Anmachen.
55:53Okay, gehen Sie das.
55:54Und los geht's.
55:55Auf geht's!
55:56Geht's!
56:01Ganz zentral auf, die sind uns abgehauen.
56:03Richtung Messe.
56:05Lele?
56:05Leo will Sie einen Sturmswagen abfangen!
56:08Ach, du Scheiße.
56:17Nehmen Sie bitte endlich dieses Ding weg.
56:19Es macht mich ganz nervös.
56:21Ich mache auch nichts.
56:22Ich verspreche es.
56:22Bitte.
56:25Okay.
56:26Bitte.
56:26Aber kein Spielchen verstanden?
56:28Nein, danke.
56:31Was?
56:33Geben Sie Gas!
56:35Was?
56:35Vollgas!
56:40Wenn ich jetzt sage, legen Sie eine Vollbremsung hin.
56:43Gas geben!
56:44Gas geben!
56:46Gas geben!
56:47Jetzt!
56:53Sind Sie okay?
56:54Sind Sie in Ordnung?
57:08Frau Strauss, alles in Ordnung?
57:11Da war ein Mann.
57:13Raus, das Fahrzeug!
57:14Raus!
57:14Wo?
57:15Raus, raus, raus!
57:15Da war noch ein Mann.
57:17Wie, mein Sturm?
57:18Nein, da war noch ein anderer Mann im Wagen.
57:19Wo ist er?
57:20Keine Ahnung.
57:21Geht es Ihnen wirklich gut?
57:22Kommen Sie mit?
57:22Ja.
57:25Kommen Sie mit?
57:28Wie sind Sie eigentlich auf die Sache mit dem Abschiedsgericht gekommen?
57:31Eine lange Geschichte.
57:33Die Polizei bringt Sie jetzt nach Hause.
57:36Danke.
57:37Ich melde mich morgen mal bei Ihnen, ja?
57:40Gute Nacht.
57:43Leo?
57:49Ja!
57:52Ja!
57:53Da ist er ja.
57:57Und?
57:58Was für Nummer?
57:59Was?
58:00Yes!
58:01Sehr geil!
58:02Und was steht morgen an?
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