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KurzfilmeTranskript
00:00Musik
00:55Guck mal, da schläft die Mama schon.
00:57Und er legt uns schön dazu.
01:03Musik
01:22Ja, was, jetzt mach doch endlich mal was.
01:28Musik
01:30Guck mal, da schläft die Mama.
01:40Musik
01:50Sag mal, bist du wahnsinnig?
01:52Willst du das ganze Haus abfackeln, oder was?
01:55Deine Rache, weil du wichsam jetzt Fernsehkabel gekappt hast.
01:57Fernsehen ist Teil der Miete, die du aber schon seit Monaten nicht bezahlst.
02:01Also bleibt der Fernseher jetzt aus.
02:02Die Miete habe ich aber auch Rechte.
02:04Und weil du Arschloch schon wieder in meiner Bude warst, habe ich Anzeige wegen Haus Friedensbruch gestellt.
02:08Was?
02:09Was?
02:10Ausgerechnet du berufst dich auf deine Rechte, der sich an überhaupt keine Regeln hält?
02:14Mann, wir haben eine Räumungsklage.
02:16Also zieh endlich aus, bevor ich...
02:19Bevor was?
02:21Du weichhörst du gar nicht die Eier in der Hose?
02:23Nee, was zu tun.
02:31Jule, Jule, Jule.
02:35Jule, Herr Mensch, wo willst du denn jetzt mitten in der Nacht hin?
02:37Ich bin zum Hotel zu meiner Mutter und ist es mir egal.
02:39Ich halte das einfach nicht mehr aus, Christian.
02:41Wir leben seit einem Jahr auf einer bescheuerten Baustelle.
02:43Die Räumungsklage ist doch durch.
02:45Ich kann nicht mehr.
02:46Ständig dieser Terror.
02:47Ich...
02:47Ich muss auch mal schlafen.
02:50Jule, sobald wir die 3.000 Euro Vorschuss an den Gerichtsvollzieher bezahlt haben,
02:53sind wir Ronny los.
02:55Träum weiter.
02:56Der bescheuerte Gerichtsvollzieher, der ist im Urlaub.
02:59Und den nächsten freien Termin, den gibt's in zwei Monaten.
03:03Was ist das?
03:04Das ist doch...
03:05Das ist die Realität.
03:06Aber das kommt davon, wenn man sich von dem Penner alles gefallen lässt.
03:22Aber das kommt davon, wenn man sich von dem Penner alles gefallen lässt.
03:34Wichse.
03:54Wie oft soll ich denn noch bei Ihnen anrufen, bis Sie sich mal hierher bewegen?
03:58Es ist wirklich wichtig, dass Sie vorbeikommen.
04:02Ach, Mensch.
04:04Gut.
04:05Wenn Sie mir nicht helfen, dann...
04:07Dann muss ich mir eben selber helfen.
04:20...
04:22...
04:22...
04:25...
04:26...
04:26...
04:26Schau mal laut!
04:30Sag mal, geht's noch, du Wichser?
04:33Du hast kein Recht in meine Bude zu kommen.
04:36Und als ich nicht hier war, warst du auch wieder drin.
04:38Ich weiß genau, dass ich abgeschlossen habe.
04:46Hier stinkts.
04:48Hier stinkts!
04:49Was geht's dich an?
04:51Verpiss dich!
05:02Zieh mal!
05:40Untertitelung des ZDF für funk, 2017
05:58Gegen Christian Hinz, geboren am 23.07.1977, deutscher Staatsangehöriger, wird wegen dringenden Tatverdachts des versuchten Totschlags nach § 212
06:10StGB Haftbefehl erlassen.
06:13Inwieweit § 211 StGB zum Tragen kommt, wird die staatsanwaltschaftliche Ermittlung zeigen.
06:19Dem Beschuldigten wird zudem vorsätzliche Sachbeschädigung, billigende Inkaufnahme weiterer Personenschäden sowie schwere Brandstiftung vorgeworfen.
06:43Du sollst mich in Ruhe lassen!
06:46Was ist denn los?
06:48Nichts! Sau einfach ab!
06:52Was hast du ihr wieder erzählt?
06:54Die Wahrheit, dass du uns verhungern lassen willst.
06:57Was? Was redest du denn von der Scheiße?
06:59Du weigerst dich doch, mir Unterhalt zu zahlen.
07:01Ich? Ich bin derjenige, der keine Kohle hat, nicht du!
07:07Renners? Wer?
07:10Ach, Herr Hinz. Ist was in der Schule mit mir?
07:14Moment, ich reiche sie weiter. Kannst du deinen Mandanten bitte sagen, dass du hier nicht mehr wohnst?
07:23Hornberg?
07:25Ja?
07:30Leo hier. Sorry, nur die Mailbox. Ihr könnt aber eine Nachricht hinterlassen.
07:34Leo, wo bist du? Ich hab ein Riesenproblem mit Gabi. Melde dich bei mir.
07:41Lina ist eigentlich eine Einser-Schülerin, aber momentan kriegt sie überhaupt nichts auf die Reihe.
07:47Meine Frau und ich, wir lassen uns scheiden.
07:50Ich war das nicht mit Ronny. Ich hab damit nichts zu tun.
07:55Noch wenn ich mir vielleicht in letzter Zeit den Tod von ihm gewünscht hab, aber...
07:58Den letzten Satz möchte ich nie wieder von Ihnen hören.
08:08Sind Sie frei?
08:10Ja, aber sicher.
08:12Ist Ihnen warm?
08:13Erland hat mein Gepäck verloren.
08:15Wo kommen Sie näher?
08:16St. Karibik.
08:17Und wo wolle Sie hin?
08:18Zu Untermauern, Kai.
08:23Jule war im fünften Monat und die alte Wohnung war natürlich viel zu klein.
08:28Die 130 Quadratmeter kam dann natürlich genau richtig.
08:31Und als er an die Bank noch mitspielte, das war Schicksal, ja?
08:35Der Haken.
08:36Er kam dann später.
08:38Der Haken war Ihr Untermieter.
08:40Allerdings.
08:41Durch die Abtrennung eines Zimmers zu einer Einzimmerwohnung waren zuerst nur 90 Quadratmeter verfügbar.
08:46Und die restlichen 40 an diesen Ronny vermietet.
08:48Und den haben Sie dann nachher nicht aus der Wohnung rausgekriegt.
08:51Ich hab nicht geahnt, dass dieser Typ so ein Junkie ist.
08:53Mann, ich hätte doch so eine Wohnung nie gekauft.
08:55Ein Junkie?
08:56Ja, Drogen, Alkoholtabletten, was weiß ich, was der genommen hat.
09:00Wir haben zu Hause so eine Mülltüte von dem.
09:02Die hat meine Frau aus diesem Container gefischt.
09:05Sehr aufschlussreich, was da alles drin ist.
09:10Haben Sie mitbekommen, gab es mal Ärger mit einem Dealer?
09:13Irgendwas?
09:14Keine Ahnung.
09:17Schade.
09:18Ein schönes Motiv gewesen.
09:23Ich hab mich zuletzt gar nicht mehr in meine eigenen vier Wände getraut.
09:26Ich hab mir alles versucht, ja.
09:28Ich hab Geld, Hilfe bei der neuen Wohnung.
09:32Und wissen Sie, was stattdessen passiert ist?
09:34Keine Miete mehr und nächtlicher Dauerterror nebenan.
09:37Ihr Untermieter hat Anzeige gegen Sie erstattet wegen Hausfriedensbuch.
09:42Ich war ein paar Mal in seiner Wohnung heimlich, aber nicht in dieser Nacht.
09:47Wir waren heimlich öfter in seiner Wohnung.
09:49Wissen Sie, wie es da aussah?
09:50Wissen Sie, wie es da drin gestunken hat?
09:52Der Typ, der ist ein Messi.
09:58Ich besorge mir jetzt als erstes mal die Ermittlungsakte und dann sehen wir weiter, ja?
10:10Vielen Dank, dass Sie uns helfen.
10:12Sehr gerne.
10:14Sagen Sie, wie geht's denn meinem Mann?
10:17Er wirkt irgendwie erleichtert.
10:21Also das Gefühl kann ich nicht teilen.
10:23Ich hab immer noch Angst vor dem Typen.
10:25Auch wenn er jetzt im Krankenhaus ist, der ist doch psychisch krank.
10:28Wann genau sind Sie denn gestern ins Hotel gezogen?
10:33So gegen vier, nachdem der Typ mal ein Sturm geklingelt hat und versucht hat, den Briefkasten anzuzahlen.
10:38Also das heißt, es war dann kurz vor der Explosion?
10:40Ja.
10:42Ich bin aber nicht vor der Explosion geflüchtet, sondern weil ich diesen Terror nicht mal ausgehalten habe.
10:46Ich habe ständig das Sturmklingeln, dann Ballerspiele, Elias, der schreit.
10:50Ich hab einfach keine Augen mehr hinzugekriegt.
10:52Entschuldigung.
10:55Sag mal, wo warst du denn?
10:56Der Winter hier in Frankfurt ist mir einfach zu kalt.
10:58Mal ein bisschen Sondertanken.
11:00Hättest du Ihnen nicht nur mal Bescheid geben können?
11:02Sag mal, das gibt's doch wohl nicht.
11:09Ey, mein Boot ist weg.
11:21Warum hat denn Ronny Kunze den Briefkasten hier unten angezündet?
11:25Warum wohl?
11:26Um uns Angst zu machen.
11:29Nein, danke.
11:29Das geht schon.
11:32Glauben Sie denn, Ihr Mann ist schuldig?
11:36Dafür ist Christian viel zu weich.
11:39Und Sie sind die Starke?
11:43Ich verstehe ja, dass Sie mich verdächtigen.
11:46Aber die Wohnung, das ist unser Zuhause.
11:50Bede ich noch mein Mann würden riskieren, das mit einer Gasexplosion zu zerstellen.
11:56Ich wollte es auch mal ausschließen.
11:59Ronny hat den Briefkasten gesprengt.
12:01Ronny hat die Haus selber in die Luft gejagt.
12:03So zugedröhnt, wie der ständig ist.
12:05Der Mann hatte was von der Mülltüte gesagt.
12:07Haben Sie die noch?
12:13Was soll denn das heißen?
12:14Als Falschpacker wird man auch abgeschleppt.
12:15Sie Klugscheißer.
12:16Das ist mein Zuhause.
12:17Das können Sie nicht einfach in Hafen schle...
12:20Ey, der hat jetzt einfach aufgelegt.
12:23Das gibt's doch nicht.
12:24Diese scheiß Schifffahrtsbehörde.
12:25Was wollen die denn von mir?
12:29Also mir haben Sie gesagt, die Zulassung ist nur für ein Schiffsrestaurant und nicht für ein Hausboot.
12:33Also, wenn du da wieder hinziehen willst, dann...
12:36Da muss ich ein Restaurant aufmachen, ja?
12:37Ja? Warum nicht?
12:38Ja, weil ich das nicht will?
12:41Warum nicht?
12:42Weißt du, Detektivspielen ist ja schön und gut, aber das ist doch keine Grundlage für ein normales Leben, oder?
12:46Eine Familie.
12:47Aber Escort-Lady ist, ja?
12:50Das ist doch was völlig anderes.
12:52Was ist denn da der Unterschied?
12:53Ich bring mich nicht in Gefahr, zum Beispiel.
12:57Als regt die nie auf, am Rhein.
12:59Nee.
13:00Ich muss noch arbeiten.
13:06Nele.
13:07Hat deine Freundin vielleicht ein paar Männerklamotten rumliegen, die ich mir ausladen kann?
13:11Ich hab vorhin für jemanden zwei Anzüge aus der Reinigung geholt.
13:14Könnte dir passen.
13:16Für jemanden?
13:18Leo, zieh den Anzug an oder lass es, ja?
13:22Ich zieh den Anzug an.
13:26Nele!
13:30Ich kann jetzt nicht, Benni.
13:32Leo, ich brauch dich jetzt.
13:34Mein Mandant wird verdächtigt sein, Mietnomaden aus der Wohnung gebombt zu haben.
13:38Und was brauchst du?
13:39Gutachten.
13:40Medizinische Unterlagen, die seine Depressionen beweisen.
13:42Vielleicht deutet irgendwas auf den Suizid hin.
13:45Er ist anscheinend schwer tablettenabhängig.
13:47Alles klar.
13:48Neil hat jetzt eh keine Zeit für mich.
13:50Schick mir die Infos rüber.
13:51Ich beeil mich.
13:59Wie kamen Sie eigentlich auf die Idee, die aus dem Müll rauszuholen?
14:04Können Sie sich eigentlich vorstellen, wie oft wir die Polizei gerufen haben?
14:07Und als die dann bei Ronny vor der Tür standen, da hat er sich Mucksmäuschen still verhalten.
14:11Ich hab mir schon gedacht, wir spinnen, ne?
14:13Aber die Tüte beweist das Gegenteil.
14:20Guten Tag, ich bin Claudia Strauß, die Staatsanwältin.
14:23Ja, Frau Strauß, hallo.
14:25Was machen Sie denn hier?
14:26Mir ein Bild vom Tatort machen und Sie, Herr Hornberg.
14:28Ist ja denn schon freigegeben, der Tatort?
14:30Die Spurensicherung ist abgeschlossen.
14:33Sagen Sie, was wollen Sie denn?
14:35Wann kann ich denn mit einer Kopie der Ermittlungsakte rechnen?
14:37Wenn ich wieder im Büro bin.
14:40Und wer ist dieser kleine Mann hier?
14:42Ein Kind, dessen Vater Sie eingesperrt haben, wegen diesem Arschloch da.
14:47Ich möchte jetzt spazieren gehen.
14:50Ich gehe jetzt.
14:51Ja, ich...
14:55Das ist ja wie...
14:56Wie von wegen Ronny ist das Opfer, ja?
14:59Ihr Rechtssystem stinkt genauso wie diese Pisse in dem Wagen!
15:08Frau Staatsanwältin, bitte beantragen Sie für meinen Mandanten einen Hafttiefungstermin.
15:12Schauen Sie, er hat doch Frau und Kind, da besteht definitiv keine Fluchtgefahr.
15:16Und abgesehen davon fallen mir bei einem drogensüchtigen Junkie wirklich ganz andere Verdächtige an.
15:21Ja, das mag sein, aber das Problem ist, dass Ihr Mandant als einziger mehrmals unrechtmäßig in der Wohnung des Opfers
15:26war.
15:27Ja, das stimmt, das war saudumm von ihm.
15:29Aber er hatte so Angst, dass die Wohnung verdrägt, dass sie unbewohnbar ist.
15:32Ja, aber es ist dennoch Hausfriedensbruch.
15:33Ja, aber Hausfriedensbruch ist kein Tötungsdelikt, Frau Staatsanwältin.
15:36Ja, das stimmt.
15:37Aber nicht nur Ihr Mandant, sondern auch Ronny hat wiederholt bei der Polizei angerufen.
15:41Und demnach hat Ihr Mandant dem Mieter illegal den Strom abgestellt, das Kabelfernsehen abgeklemmt und den Gasabsperrhahn zugedreht.
15:47Zu all dem haben wir Fingerabdrücke.
15:49Und dann soll er als einziges nicht den Gasherd aufgedreht haben?
15:52Schwer zu glauben und schwer zu beweisen, Herr Kollege.
15:54Ja, Frau Staatsanwältin, ich muss hier gar nichts beweisen, ja?
15:57Am Gasherd gab es keine Fingerabdrücke von ihm, ergo keine Beweise, so schaut es nämlich aus.
16:15Hier, bitte.
16:16Ganz schön dick für einen unbescholtenen Bürger.
16:19Darin sind auch die Räumungsklage, die Anrufprotokolle der Polizei sowie die Anzeige wegen Hausfriedensbruch.
16:24So unbescholten ist jemand dann nicht.
16:26Da wundert es mich gar nicht, dass es später zu einer solchen Eskalation kam.
16:29Mein Mandant war verzweifelt, weil der Typ trotz Kündigung und Räumungsklage einfach nicht ausgezogen ist.
16:34Ich weiß selber, wie lange sich eine Räumungsklage hinziehen kann.
16:37Es gibt aber niemandem das Recht, Selbstjustiz zu üben.
16:50Leo hier.
16:51Laut Talkscreen in der Krankenakte war unser Ronny auf einem wunderschönen Trip von Alkohol, THC und Benzodiazepam.
16:57Genug, um sich umzubringen?
16:59Offensichtlich nicht.
17:00Aber mit dem, was er im Blut hat, hätten wir zur dritten Party feilen können.
17:06Scheiße, jetzt ne bitte Ja.
17:07Was? Nein!
17:08Dann wäre das Mord.
17:09Hol den Arzt, schnell!
17:12Wer sind Sie denn?
17:13Dr. Oswald.
17:14Prof. Hornberg aus der Psychiatrie schickt mich.
17:16Zu ausschließenderster Patient suizidal ist.
17:19Psychiatrie, ist das ein Witz?
17:20Wie Sie sehen, kämpft dieser Junge ums Überleben.
17:23Aus psychologischer Sicht ist mental Unterstützung wichtig.
17:25Waren die Eltern schon da?
17:26Nein, der Vater ruft nicht zurück und die Mutter lebt wohl auf der Straße.
17:29Ein sehr tragischer Fall.
17:31Wie sagten Sie, war nochmal Ihr Name?
17:50Okay, und wie lange wird das ungefähr dauern, bis mein Gepäck hier ist?
17:54Na, Sie sollen das zur Kanzlei Hornberg bringen, genau.
17:57Das habe ich Ihnen doch schon erklärt.
17:59Mein Zuhause ist abgeschleppt worden.
18:02Weil das ein Hausboot ist, kein Wohnwagen.
18:04Hey!
18:05Hey!
18:05Hey!
18:05Ich brauche die Sachen, ich warte da drauf, ja?
18:08Was ist du denn drauf?
18:10Warum?
18:12Hey, Missbrauch von Titeln, ist übrigens strafbar, Paragraf 132 A ist die Gewinne.
18:17Weil ich in der Klinik ein bisschen Psychodoktor gespielt habe, oder was?
18:19Ich musste improvisieren.
18:21Aber bitte nicht Doktorauswald, mach doch Pflegerauswald.
18:24Reg dich doch nicht auf, ich habe dir was mitgebracht.
18:26Ui, was hast du mir mitgebracht?
18:32Sonne, Karibik, herrlich, dein Leben möchte ich haben, ja?
18:35Er hatte in den paar Stunden, die ich da war, überhaupt kein Besonderes.
18:37War die ganze Zeit bewölkt.
18:39Na, übrigens, deinetwegen da.
18:40Was? Wieso denn meinetwegen?
18:42Ich bin da an der Türke.
18:43Schönen Abend noch, danke.
18:44Tschüss.
18:45Und weil ich deinetwegen da war, gibt es auch eine Spesenabrechnung.
18:48Was ist denn eine Spesenrechnung?
18:53Transnational Incorporated.
18:54Der Vermieter von Renners Kanzlei.
18:56Das ist eine Briefkastenfirma in Trinidad.
18:59Du warst in Trinidad?
19:01Für seinen besten Freund Flickmann um die ganze Welt.
19:03Müssen wir dringend mal zusammenwähren, das ist wirklich schön da.
19:06Das ist ja verrückt.
19:08Weißt du, was wirklich verrückt ist?
19:09Dass der Anwalt, der hinter Transnational Inc. steht,
19:12der gleiche Anwalt ist, der deine Ex-Frau im Unterhaltsstreit vertritt.
19:18Feinleber.
19:19Richtig.
19:19Und damit du nicht mit leeren Händen denen gegenüber trittst,
19:21habe ich dir noch was Schönes mitgebracht.
19:24Guck mal.
19:26Ohne Briefkasten, keine Briefkastenfirma.
19:30Ich darf mir mal nicht klar sein.
19:32Da ist auch noch Post drin von Feinleber.
19:36Hey, hey, du rufst sie jetzt nicht an.
19:38Leg auf.
19:39Schläfst erst mal drüber.
19:40Leg auf.
19:40Leg auf.
19:44Apropos schlafen.
19:45Kann ich ja pennen, bis mein Boot zurück ist?
19:49Heißt du nicht nur, dass dir das Haus erbt,
19:52sondern wahrscheinlich auch Millionen
19:54und rechnet sich künstlich arm über dieses Konstrukt hier?
19:58Hast du was anderes erwartet?
20:02Was denn jetzt?
20:03Kann ich hier schlafen?
20:08Was?
20:09Warum machst du...
20:11Du hast nichts mehr an.
20:13Natürlich kannst du hier pennen.
20:16Also nur, wenn du mir bei meinem Fall hilfst, ja?
20:19Und nur, wenn wir das Pen hier verrechnen
20:21mit dieser Spesenrechnung, die du mir schickst.
20:25Boah, denn ich brauchst den Schuss-Anzug raus zu sein.
20:27Das habe ich total eingezwingt.
20:29Sag mal, hast du den teuer aus dem Duty-Free gekauft, oder was?
20:33Aber nicht, dass der nachher auf der Spesenrechnung landet.
20:36Frag mich bloß nicht, wo ich den herhabe.
20:44Deine Mutter?
20:48Ja.
20:50Willst du sie besuchen?
20:55Lassen Sie bei Ronny unterhalten, okay?
20:58Was ist, wenn das ein Unfall war?
21:00Was, wenn er sich was kochen wollte?
21:02Wenn ich was geraucht habe, habe ich ständig Hunger.
21:05Also stelle dir vor, der steht an seinem Herd mit einem Joint im Mund,
21:07dreht den Gas herauf und BAM!
21:09Fliegt das ganze Teil in die Luft.
21:11Schöne Theorie, aber leider nicht zu beweisen.
21:13Aber sag mal, anderer Versuch, was ist denn mit dem Arzt im Krankenhaus?
21:16Der hat gesagt, dass die Mutter obdachlos ist.
21:20Kann die Mutter vielleicht aussagen, dass Ronny suizidal ist?
21:27Ich kann versuch, um das rauszuhalten.
21:31Sag mal, kennst du jemanden bei der Schifffahrtsbehörde?
21:33Jemandem helfen kann, man in die Geplatz zurückzugehen.
21:36Schifffahrtsbehörde ist ein Amt.
21:38Das ist so langsam, wie der Name schon klingt, ja.
21:41Aber ich versuch's klar, gleich morgen früh.
21:43Vielen Dank.
21:44Bis nachher.
21:46Bis nachher.
21:47Was?
21:47Wie nimmst du deine Hose?
22:09Sehr geehrter Herr Kunze, wir haben mehrfach versucht, persönlich Kontakt mit Ihnen aufzunehmen.
22:14Wie Sie aus unserem letzten Brief bereits wissen, sind wir die neuen Eigentümer der von Ihnen gewohnten Wohnung.
22:19Wir wollen den Rechtsweg vermeiden, deshalb unser faires Angebot.
22:23Wir zahlen 1000 Euro als Entschädigung und helfen Ihnen bei der Wohnungssuche, wenn Sie in den nächsten drei Monaten ausziehen.
22:35Da Sie keinen Einspruch eingelegt haben, ist die Kündigung wirksam.
22:39Seit dem 1. März halten Sie sich also gesetzeswidrig in der Wohnung auf.
22:43Ich fordere Sie nun letztmalig auf, die Wohnung zu räumen, sonst drohe ich mit der Erhebung einer Räumungsklage.
22:49Dies ist nicht nur mit weiteren Kosten für Sie verbunden.
22:52Es führt auch zu einem negativen Schufa-Eintrag.
23:09Wer akzeptiert denn sowas?
23:15Danke, dass Sie sich für Becker-Immobilien entschieden haben.
23:17Ich bin gerade nicht erreichbar.
23:19Bitte hinterlassen Sie Ihre Nummer.
23:20Ich rufe zurück.
23:30Hornberg?
23:33Danke, dass Sie so spontan Zeit für mich haben.
23:35Im Immobiliengeschäft ist es wie an der Börse.
23:38Da zählt jede Sekunde.
23:45Ja, sobald die alle saniert sind, verkaufe ich sie.
23:48Sie sagten am Telefon, es wäre dringend.
23:50Worum geht's denn?
23:52Scheidung.
23:54Wie kommen Sie darauf?
23:55In die Uhrzeit sitzen glückliche Ehemänner eher zu Hause, vor dem Fernseher.
23:59Und Ihr Trenchcoat hat lange kein Bügeleisen gesehen.
24:02Ertappt?
24:04Das Problem haben Sie wahrscheinlich nicht und säßen Sie nicht um diese Uhrzeit hier noch im Büro?
24:11Man muss sich entscheiden im Leben.
24:13Karriere oder Familie.
24:15Sag ich immer, aber die meisten erkennen das zu spät.
24:18Herr Becker, warum ich eigentlich da bin?
24:20Es geht um Ihren Mieter, Ronny Kunze.
24:23Ex.
24:24Mieter.
24:26Die Wohnung ist verkauft.
24:28An Herrn Hinz, ich weiß.
24:29Ich bin sein Anwalt.
24:31Ah, die Räumungsklage.
24:34Mordversuch.
24:38Wie bitte?
24:40Kunze liegt im Krankenhaus.
24:42Wussten Sie das?
24:43Was ist passiert?
24:45Das wüsste ich auch gerne.
24:48Warum haben Sie ja nicht damals von Herrn Kunze keine Mietkaution verlangt?
24:53Ganz einfach.
24:53Ich wollte ihm eine Chance geben.
24:55Ihm helfen.
24:57Warum?
24:59Wissen Sie, sein Vater hat ihm eine Bürgschaft verwehrt.
25:01Er wäre in der Gosse gelandet, genauso wie seine Mutter.
25:03Und ich wollte ihm dabei nicht zusehen.
25:05Sie kennen die Familie näher?
25:07Nein, aber ich wusste, dass sein Vater gutes Geld verdient.
25:09Er arbeitet bei der Immovest.
25:12Aber für seinen Sohn hat er nichts übrig.
25:20Ich habe mit Ronnys Mutter gesprochen.
25:22Wir haben zusammen eine Flasche rumgeleert und sie immer einiges erzählt.
25:25Verstehe.
25:25Und was sagt sie?
25:27War der Junge suizidal?
25:28Heike Kunze sagt, dass ihr Sohn schon als Verlierer auf die Welt gekommen ist.
25:32Dass sie ihn am liebsten hätte abtreiben sollen.
25:35Die ganze Schuld schiebt sie dem Vater in die Schuhe.
25:37Der hat sie angeblich verprügelt, sie und Ronny.
25:39Verprügelt?
25:40Bist du sicher oder interpretierst du da irgendwas rein?
25:43Ich interpretiere da nichts rein, Benni.
25:45Das war für mich wie ein Déjà-vu.
25:48Ich war gerade bei Alexander Becker.
25:50Ronny Kunzes Vermieter, ja?
25:52Der hat über Ronnys Vater auch keine lobenden Worte gefunden.
25:55Ich sag's dir, Benni.
25:57Der Vater war's.
25:58Mit was für einem Motiv denn bitte?
26:00Ja, keine Ahnung.
26:01Vielleicht wollte er seinem Sohn zuvorkommen.
26:03Oder was weiß ich.
26:05Keine Ahnung.
26:06Ich werde es auf jeden Fall rausfinden.
26:07Leo, ich muss.
26:08Bis dann.
26:09Tschüss.
26:12Tschüss.
26:22Das ist der Briefkasten der Firma, die deiner Kanzlei so horrende Mietrechnungen stellt,
26:27dass du dich künstlich arm rechnest.
26:29Meiner Kanzlei?
26:31Davon weiß ich nichts.
26:32Das ist der Beweis.
26:35Das beweist höchstens, dass du einen Briefkasten geklaut hast.
26:38Willst du das alles abstreiten?
26:40Willst du abstreiten, dass du hinter diesem Firmenkonstrukt steckst?
26:44Kommst du dir nicht manchmal selber albern vor?
26:47Statt Unterhalt zu bezahlen wie ein richtiger Mann, denkst du dir diesen Unfug aus?
26:51Ich.
26:52Du führst doch hier diesen Unterhaltskrieg.
26:54Wir haben eine Tochter zusammen, Mensch.
26:57Du hast mich verlassen.
26:58Jetzt trag gefälligst die Konsequenzen.
27:00Eine davon heißt Versorgungsausgleich für mich und Unterhalt für Nina.
27:04Ich hab dich nicht verlassen.
27:06Du hast mich verlassen.
27:07Und den Unterhalt von Nina, den bestreite ich doch auch gar nicht.
27:09Aber es geht hier um deine Lügen.
27:11Nina erfährt nur die Wahrheit.
27:13Deine Wahrheit.
27:15Herr Hoffmann, ich mach dich fertig.
27:19Soll das eine Drohung sein?
27:23Möchtest du, dass ich anfange zu graben und zu suchen?
27:26Ich werde irgendwas wie eine hinterzogene Erbschaftssteuer,
27:28nicht bezahlte Sozialabgaben, irgendwas werde ich finden.
27:31Verlass dich drauf.
27:32Oder wollen wir uns hier endlich wie zwei Eltern verhalten?
27:34Wie zwei erwachsene Menschen?
27:36Wenn ich geahnt hätte, dass wir uns scheiden lassen.
27:39Ich hätte das Kind nie gekriegt.
27:44Komm, Papa, wir gehen.
27:45Dann kann sie sehen, wie es ohne Kind ist.
27:47Du bleibst gefälligst hier.
27:48Scheiß werd ich.
27:49Ich zieh zu Papa.
27:51Und wage mich nochmal anzulügen.
27:52Ich hab alles gehört.
27:57Wo ist dein Auto?
27:58Ich hab doch ein Fahrrad, Mensch.
28:00Komm, steig auf.
28:22So, komm rein.
28:24Auch wenn ich sagen muss, ich bin nicht wirklich auf so hohen Besuch vorbereitet, ja?
28:29Sehe ich.
28:32Das gehört alles Leo.
28:33Die Unordnung übrigens auch, ja?
28:35Wie?
28:36Leo wohnt auch hier?
28:37Ja, vorübergehend.
28:38Nina.
28:39Hallo, Leo.
28:40Ziehst du zu uns?
28:41Ja.
28:41Hi.
28:43Schön dich zu sehen.
28:44Geht's dir?
28:45Ist dir Liebeskummer?
28:47Nein, wieso?
28:48Das ist nicht wirklich Thema.
28:49Thema ist hier deine Unordnung, ja?
28:51Nina, bedien dich einfach.
28:52Ihn Kühlschrank ist voll.
28:53Nimm, was du willst.
28:55Benni, Nina ist 14.
28:57Da ist Liebe immer Thema.
28:59Wenn sie jetzt hier mit uns wohnt,
29:00da können wir uns schon mal mit den Gedanken anfreunden,
29:02dass einer ihrer Lover eines Tages bei uns auf dem Klo sitzt.
29:06Ja.
29:07Schön, dass du mir jetzt erzählst, wie das Leben mit meiner Tochter ist, ja?
29:11Aber ich würde jetzt ehrlich gesagt lieber anfangen zu arbeiten.
29:14Gut, lass uns einen Plan für morgen machen.
29:16Wir knüpfen uns Ronnys Vater vor.
29:19Leo, ehrlich gesagt, ich bin dir total dankbar für deine Hilfe.
29:22Aber ich habe das Gefühl, dass du diese Vaterthematik viel zu persönlich nimmst, ja?
29:27Auch wenn der verdächtig ist.
29:28Was wir brauchen, ist ein Motiv.
29:31Jürgen Kunz ist im Immobilienhall.
29:33Der hat richtig viel Kohle.
29:34Vielleicht wollte Ronny sich dafür rächen, dass sein Vater nicht viel da war und hat den
29:37abpresst.
29:38Er presst womit?
29:39Dass er ihn wegen der Schläge anzeigt.
29:42Oder dass er das in der Bank rum erzählt.
29:44Oder Ronnys Vater hatte eine neue Familie und Ronny war eine Gefahr für einen Familienfrieden.
29:49Ja, Leo.
29:50Aber was ich brauche, sind keine Vermutungen, sondern einen handfesten Beweis.
29:54Christian Hinz?
29:55Du vertrittst meinen Physiklehrer?
29:57Hör mal zu.
29:58Wenn das jemand an deiner Schule erfährt, dann kann ich meine Zulassung als Anwalt verlieren.
30:03Der ist doch gar nicht mehr da.
30:06Wie, der ist nicht mehr da?
30:07Na, die haben ihn rausgeschmissen, weil er einen Schüler geschlagen hat.
30:09Was, wann?
30:10Keine Ahnung.
30:12Vor drei Monaten?
30:27Hier, bitte.
30:28Danke.
30:31So, hier steht, dass mein Mandant den Schüler mehrfach ermahnt hat, wegen des Rauchens.
30:36Dieser hat ihn dann ausgelacht, Rauch ins Gesicht geblasen und ihn weich eingenannt.
30:41Und das hat ihn halt an Ronny Kunz erinnert.
30:43Ja, und er hat dem Schüler eine gelangt.
30:46Gewalt einem Schutzbefohlenen gegenüber ist ein absolutes No-Go und unentschuldbar.
30:50Da müssen wir überhaupt nicht drüber reden.
30:51Aber daraus zu schließen, dass mein Mandant zur Gewalttätigkeit neigt, ist total überzogen.
30:56Sie wollen jetzt nicht ernsthaft mit mir über Schuldfähigkeit diskutieren.
31:00Sagen Sie lieber Ihrem Mandanten, dass er gestehen soll.
31:02Dann sorge ich dafür, dass es sich strafmildernd auswirkt.
31:05Und mit ein bisschen Glück und guter Führung ist er dann in wenigen Jahren wieder bei seiner Familie.
31:10Apropos Familie, Frau Staatsanwältin, wären Sie so freundlich und würden den Besuchshantrag für seine Frau unterschreiben?
31:22Ja, da fehlt ja noch die Unterschrift von Frau Hinz.
31:25Ja, die reiche ich nach.
31:27Ich bin noch nicht dazu gekommen.
31:28Entschuldigung.
31:53Suchen Sie jemanden?
31:55Was?
31:58Nein, vielen Dank.
32:12Sie hätten mir es erzählen sollen.
32:14Ich wollte nicht, dass Jubel davon erfährt.
32:17Schließlich ist mein Lehrerjob, die Sicherheit für die Bank unserer Wohnung zu finanzieren.
32:21Wollen Sie auch noch Ihre Frau verlieren?
32:22Nein, natürlich nicht.
32:31Mir fehlt meine Familie.
32:33Warum kommen Sie mich nicht besuchen?
32:35Ich arbeite dran.
32:38Herr Hinz, wir haben einen schweren Stand.
32:41Warum?
32:42Ihr Disziplinarverfahren sagt aus, dass Sie zur Gewalt neigen.
32:45Vor der Tat haben Sie mit Ronny gestritten und dann die Anzeige wegen Hausfriedensbruch.
32:48Mann, ich hab mir doch diesen Schlüssel nur nachgemacht, weil der Typ noch nicht mal den Heizungsableser die Tür aufgemacht
32:53hat.
32:54Die Idee, Strom, Gasen, das Fernsehen zu kappen, das kam mir doch erst später.
33:00War aber nicht die beste Idee, weil Ihre Fingerabdrücke sind nun überall in der Wohnung.
33:05Ja, aber doch nicht auf dem Gasherd.
33:09Nee, das stimmt.
33:12Können Sie mir noch ein bisschen was zu Ronny erzählen?
33:15War streitlustig, hat er mit vielen Menschen gestritten.
33:19Ja, vor ein paar Tagen war der Vater nochmal da.
33:22Die beiden haben ziemlich heftig diskutiert.
33:24Es ging irgendwie darum, dass Ronny endlich lernen soll, auf eigenen Beinen zu stehen.
33:28Vor allen Dingen hat der Vater im Versuch einzubläuen, dass er endlich aufhören soll, uns zu terrorisieren.
33:37Wie geht's dem Baby?
33:38Ach, das Klebeband zwickt.
33:40Du hast von Familie gesprochen, als sie in der Wanne lag.
33:43Jetzt können wir das doch mal ein bisschen ausprobieren.
33:46Liebling.
33:48Die Zinsen sind ja im Moment günstig wie nie.
33:50Und ich meine, der Wert von Immobilien, der steigt stetig.
33:53Also haben wir gedacht, jetzt investieren wir auch mal.
33:56Jetzt, wo das Kind unterwegs ist.
33:58Glückwunsch.
33:59Wissen Sie schon, was es wird?
34:00Ein Junge.
34:00Ein Mädchen.
34:03Also, wir lassen uns überraschen.
34:06Haben Sie denn Kinder?
34:07Ja, meine Verlobte und ich, wir erwarten in Kürze unsere Tochter.
34:11Schön.
34:15Wir wollen ja mindestens zwei Kinder.
34:17Zwei Jungs.
34:18Und dann vielleicht noch ein Mädchen?
34:20Also, ich finde, ein Kind reicht erst mal.
34:22Ich meine, Kinder können ja auch eine Belastung sein.
34:24Schau dir Lisa an.
34:25Kurze Haare, aufgedunsen, Joggingklamotten und der Mann ist weg.
34:28Die Immobilie, um die es Ihnen geht.
34:30Davor hast du Angst, dass du irgendwann aufgedunsen bist und nicht abhau?
34:33Ja, viele Männer machen das so.
34:35Null Verantwortung für ihr Kind.
34:38Wo wir direkt bei Ihnen wären, Herr Kunze.
34:40Was?
34:41Ihr Sohn Ronny.
34:43Der wurde ja immer wieder als Kind eingeliefert mit Hematomen, mit Brüchen.
34:45Und immer wieder hieß es...
34:47Ach nee, das war ein Unfall.
34:49Was, was reden Sie da?
34:50Ich rede davon.
34:51Hier, die Krankenakte.
34:53Schauen Sie sich die Fotos an.
34:54Schauen Sie sich an, was Sie Ihrem Sohn angetan haben.
34:56Wir sind hier, um den Typen festzunageln, der Ronny in seiner Wohnung in die Luft gesprengt hat.
35:00Waren Sie das, um das zu verschleiern?
35:03Das war seine Mutter.
35:05Seine Mutter, die hängt als Obdachlose an der Flasche.
35:07Die weiß nicht mal, welcher Tag heute ist.
35:09Sie wollen ihr das in die Schuhe schieben, den Mordversuch?
35:11Nein, ich meine die Schläge.
35:16Ich habe ihr damals gesagt, dass Alkoholismus keine Basis für eine Familiengründung ist.
35:21Aber sie hat Ronny trotzdem bekommen.
35:24Hat mir nachher die Schuld gegeben, dass sie mit dem Jungen überfordert war.
35:30Aber Ronny ist Ihr Sohn.
35:32Ich weiß.
35:33Zu dem hatte ich aber nie ein richtiges Verhältnis.
35:36Ich habe mich doch scheiden lassen, bevor das Kind auf der Welt war.
35:45Jetzt nicht.
35:49Gut, ich bin unterwegs.
35:54Ronny ist wieder ansprechbar.
35:56Nee, es kann auch alles raus.
36:09Hallo, Frau Hinz.
36:11Herr Ronny, was gibt's?
36:15Was machen Sie hier?
36:16Na, das, was wir schon seit einem Jahr machen wollten.
36:18Ich lege jetzt beide Wohnungen zusammen.
36:19Ist mein Mann frei?
36:22Das dürfen Sie nicht.
36:23Bevor ich noch mehr Geld versenke in irgendwelche Rechtsstreitigkeiten und einen Gerichtsvorzehrer,
36:27der im Urlaub ist, dann investiere ich lieber in Elias Kinderzimmer.
36:30Was haben Sie mit den Möbeln vor?
36:34Sperrmüll.
36:36Vorhin, das können Sie nicht machen.
36:37Sie müssen die Möbel einlagern.
36:39Ronny Kunze kann Sie sonst auf Schadensersatz verklagen.
36:41Er soll erst mal seine ausstehende Miete bezahlen.
36:43Außerdem sollte ich doch Geld dafür nehmen, dass ich seinen Dreck entsorge.
36:46Vorhin sind wir das zugeschissene Klose.
36:48Danke.
36:50Entschuldigung.
36:53Was gibt's denn?
36:58Ihr Mann sitzt in der Untersuchungshaft und Sie besuchen ihn nicht.
37:02Warum?
37:06Er braucht Sie jetzt, Sie und Elias.
37:11Wissen Sie, ich hätte ihn gebraucht.
37:13Als Mann.
37:14Laut Anklage haben Sie jetzt den Mann, den Sie sich immer gewünscht haben.
37:18Haben Sie darüber schon mal nachgedacht?
37:26Pass auf, wenn du hier rauskommst.
37:27Dann helde ich dir.
37:31Also, zuerst mal mit einer Wohnung.
37:32Okay?
37:37Es tut mir leid.
37:42Ist er denn vernehmungsfähig?
37:45Durch die lange Intubation sind seine Halsschleime heute derart gereizt, dass er lieber nicht sprechen
37:49sollte.
37:49Ich möchte nicht taktlos erscheinen, ja, aber gibt's die Möglichkeit, dass er einige
37:53Fragen schriftlich beantwortet?
37:56Nein.
37:56Aufgrund der starken Verbrennungen an seinen Händen wird es noch lange dauern, bis er wieder
37:59einen Stift hält.
38:01Ronny, haben Sie den Gasherd aufgedreht?
38:04Ob extra oder ausversichtlich, spielt überhaupt keine Rolle.
38:06Ich merke, ja, das geht jetzt wirklich zu weit.
38:09Verstand sein Bild?
38:12Mein Mann dann sitzt im Gefängnis für eine Tat, die er nicht begangen hat.
38:16Ein kleines Zeichen wäre hier durchaus hilfreich.
38:19Ein kleines Zeichen ersetzt keine Aussage.
38:21Es geht hier um ein bestimmtes Verhaltensmuster, das ihr Mann dann verdächtigt macht.
38:27Äh, Nina, mein Schatz, ich bin gerade in einem wichtigen...
38:30Ja, wichtigen Termin, sagst du ja immer.
38:32Ich wollte nur wissen, ob es in deiner Bude auch was Essbares gibt.
38:35Weißt du, dann geht auch was einkaufen und dann kochen wir heute Abend zusammen, ja?
38:39Ich? Wie denn ohne Geld?
38:40Ruf Nele an, bitte Sie, dass ihr zusammen einkaufen geht und dann kochen wir heute Abend zusammen, ja?
38:47Ich muss auflegen, mein Schatz. Bis später. Tschüss.
38:51Tschüss.
38:55Ja, Sie haben ja wohl auch Erziehungsprobleme, oder?
38:57Ich an Ihrer Stelle wäre ganz ruhig, wenn das mein Sohn gewesen wäre.
39:00Dann hätte ich ihn an beiden Ohren aus der Wohnung rausgezogen, bevor es zu so einer Eskalation gekommen wäre.
39:04Ja, natürlich, wenn ich das alles gewusst hätte.
39:07Mein Mann dann hat mir erzählt, dass die am Abend vor der Explosion in der Wohnung waren und übrigens lautstark
39:12gestritten haben.
39:13Einen Tag zuvor stand er bei uns vor der Tür, sternhagelvoll und hat Sturm geklingelt.
39:18Man musste aber nach hochschwangeren Verlobten erst mal erzählen, was für ein Drecksvater ich bin.
39:23Falls es interessiert, zur Tatzeit war ich zu Hause.
39:26Unser Kind kann nämlich jederzeit kommen.
39:30Was war das gerade?
39:38Pfleger im Sonnenweil, Wiesbaden. Guten Abend.
39:41Ich würde gerne mit Elise Auswald sprechen.
39:43Mit wem spreche ich denn?
39:55Ja, was sagt er?
39:56Nix, hat er gesagt. Aber er hat auffällig auf Becker reagiert.
40:00Auf den Immobilienfuzi?
40:02Jetzt besucht er seinen Ex mit deinem Krankenhaus.
40:04Ich habe keine Ahnung, aber tu mir einen Gefallen. Der kommt gleich raus.
40:07Bitte bleib an ihm dran und ruf mich an, sobald du was hast, ja?
40:09Alles klar ist, Marie.
40:11Alles klar ist, Marie.
40:57Ja, Gabi, du musst dir überhaupt gar keine Sorgen machen.
41:01Es läuft alles wie am Schilchen.
41:02Du, äh, äh, Nina und ich, wir kochen heute Abend sogar zusammen, ja?
41:06Und wie immer leidest du offenbar an Realitätsverlust.
41:09Denn ich habe Nina gerade in der Stadt getroffen.
41:11Im Dessous-Laden.
41:12Wer kommt mir da in Stratzen aus der Umkleidekabine entgegen?
41:15Unsere Tochter.
41:16Mama, das war nur Spaß.
41:19Auch anders wirklich, die Dessous sind doch für mich.
41:21Halten Sie sich da raus.
41:22Was machen Sie überhaupt noch hier?
41:24Entschuldige bitte, ich musste arbeiten.
41:26Und da habe ich Nina gesagt, sie soll sich mit Nele zusammentun,
41:30die sollen einkaufen gehen.
41:30Da war doch nicht von Dessous die Rede.
41:32Genau das ist das Problem, Benni.
41:34Nicht nur, dass du Verantwortung abgibst,
41:36du bist immer ahnungslos.
41:39Für dich läuft das Leben einfach so weiter.
41:41Die Scherben müssen andere aufsammeln.
41:43Das ist jetzt etwas unfair.
41:45Nein, nur ehrlich.
41:46Nina bleibt bei mir und hat fürs erste Hausarrest.
41:50Das kannst du doch nicht machen.
41:51Du wolltest zu deinem Vater.
41:53Jetzt trag auch die Konsequenzen.
41:54Gaby.
41:55Hallo?
41:58Hallo?
41:59Scheiße.
42:07Wo ist Elias?
42:10Bei meiner Mutter.
42:13Was? Warum?
42:15Ich wollte ihn doch so...
42:17Christian, ich...
42:19Ich will ihn nicht mit herbringen, okay?
42:27Aber ich wollte ihn doch so gerne sehen.
42:29Er fehlt mir.
42:32Du fehlst mir, Jule.
42:42Du glaubst mir noch.
42:44Oder?
42:47Ich war das nicht.
42:49Das weißt du.
42:52Wenn du früher was gegen Ronny unternommen hättest,
42:54dann wäre es nicht so weit gekommen.
42:58Ich glaube, es ist besser, wenn du dir eine eigene Wohnung suchst,
43:00sobald du hier raus bist.
43:02Du willst mich verlassen?
43:04Jetzt?
43:07Ich kann nicht mehr.
43:14Ich muss hier raus.
43:16Ich krieg keine Luft mehr.
43:21Lass mich verpassen.
43:34Den Schlüssel kannst du gleich rausgeben.
43:37Der andere Schlüssel.
43:40Was willst du?
43:42Ich bitte dich,
43:44dass wir unseren Streit
43:45nicht auf dem Rücken unserer Tochter austragen.
43:47Ich habe gerade einen Fall,
43:49bei dem das so ist und nicht so wie Scheiße ausläuft.
43:52Daran hättest du vor der Trennung denken sollen.
43:54Was denn?
43:56Ich habe mich nicht getrennt.
43:58Du hast...
44:04Papa?
44:06Ich habe keinen Bock auf dich.
44:08Hey.
44:09Hey, das ist immer noch deine Mutter, oder?
44:11Ja.
44:12In vier Jahren bin ich 18
44:13und kann endlich machen, was ich will.
44:15Also stimmt.
44:16Wenn du dann dein eigenes Geld verdienst,
44:17kannst du wirklich machen, was du willst.
44:21Bei eurer ganzen Streiterei weiß ich einfach nicht, wohin.
44:26Das tut mir leid.
44:28Ich verspreche dir, Mama und ich, wir regeln das.
44:34Und jetzt,
44:36geh rein und sag ihr,
44:38wenn sie sich beruhigt hat,
44:39soll sie sich bei mir melden.
44:41Mach ich nicht.
44:41Sonst regt sie sich gleich wieder auf.
44:44Ja, das stimmt.
44:44Da hast du recht.
44:45Komm her.
44:48Tschüss, Kleines.
44:49Tschüss, Papa.
45:12Na,
45:13ist dir wieder dein Lieblingsviertel
45:15als Treffpunkt ausgesucht, ja?
45:16Ja, witzig.
45:18Alexander Becker hat hier vorhin
45:19die Striche da aufgegabelt.
45:20Ich hab mich mal ein bisschen mit dem unterhalten.
45:22Stellt sich raus,
45:23Becker hat regelmäßig Verkehr mit Strichern.
45:25Und?
45:26Jetzt pass auf,
45:26dass er einen von denen mal von der Straße geholt hat.
45:29Okay.
45:30So, 30-woman-mäßig.
45:31Und dieser eine,
45:32ist auch nicht Künstler.
45:34Würde er das auch sagen, vor Gericht?
45:36Für den Fuffi?
45:37Warum stehen?
45:48Diplomatie oder Härte?
45:51Diplomatie.
45:54Sie haben Ronny Kunze in die Luft gesprengt.
45:56Was fällt Ihnen ein?
45:58Wer ist das?
45:59Leo Oswald, mein Partner.
46:02Ich sage mal, wie das war.
46:03Er wollte nicht aus der Wohnung raus
46:04und als er erfahren hat,
46:06dass sie die Wohnung bereits verkauft haben,
46:07gab es Streit.
46:08Dann ist die Sache eskaliert
46:09und dann der Mordversuch.
46:12Mordversuch?
46:14Sind Sie wahnsinnig?
46:22Ich liebe Ronny.
46:24Da werde ich ihn doch nicht umbringen.
46:28Er hat Sie verlassen.
46:30Er versucht, das ist ein starkes Motiv.
46:33Nein.
46:35Ronny ist nicht schwul.
46:37Er hat mich gemocht.
46:38Okay, er war dankbar.
46:39Ja, aber eine Beziehung, nein.
46:41Sie kennen seine Biografie?
46:43Er ist heimatlos.
46:44Wissen Sie und ich, wie ich war?
46:47Ich war für ihn die Wohlfahrt.
46:50Wissen Sie, das tut weh.
46:52Das Schmerz wurde Wut.
46:54Dann haben Sie sich gedacht,
46:55wenn ich ihn nicht haben kann,
46:56dann soll ihn niemand kriegen.
46:59Ich habe mir überhaupt nichts vorzuwerfen.
47:01Okay, ich hätte besser auf ihn aufpassen müssen.
47:07Haben Sie einen Schlüssel zur Ronnys Wohnung?
47:15Was wollen Sie damit beweisen?
47:17Dass Sie neben einem Motiv auch die Gelegenheit hatten.
47:23Das wird vor allem die Staatsanwaltschaft interessieren.
47:30Was ist das?
47:32Ronny Kunzes Zweitschlüssel.
47:33Der hing an Alexander Beckers Schlüsselbund.
47:36Laut Aktenlage hat Ronny Kunze kein Hartz IV mehr bekommen,
47:39weil er nicht mehr auf dem Amt erschien.
47:40Dass er sich trotzdem Drogen, Alkohol und Tabletten
47:42und sogar eine Wohnung ohne Sicherheit leisten konnte,
47:45hatte er Alexander Becker zu verdanken,
47:47der ihn finanziell unterstützte.
47:48Er hat ihn übrigens gestern sogar im Krankenhaus besucht.
47:52Fertig?
47:53Ja.
47:54Ich weiß, dass Sie momentan viel Ärger zu Hause haben,
47:56aber bitte verlieren Sie den Fokus in diesem Fall nicht, ja?
47:58Ich bin äußerst fokussiert.
48:00Ja, offensichtlich ja nicht.
48:02Denn sonst hätten Sie mitbekommen,
48:03dass Ihr Mandant vorhin ein schriftliches Geständnis abgelegt hat.
48:07Bitte.
48:13Warum?
48:14Wir wollten endlich Ruhe haben.
48:17Nein.
48:18Warum Sie gestanden haben.
48:21Ich dachte, ich kann Ihnen und mir etwas vormachen,
48:23aber die Wahrheit kommt ja so oder so raus.
48:27Ich kriege doch jetzt bestimmt mildernde Umstände.
48:29Ich meine, es war ja sowas wie Notwehr.
48:32Sie können das doch bestimmt vor Gericht
48:34so plausibel argumentieren, dass die Strafe gemildert wird.
48:38Drei bis 15 Jahre liegen da drin.
48:41Vier bis fünf Jahre.
48:42Vier bis fünf Jahre, dann bin ich zur Einschulung wieder raus.
48:44Das ist doch kein Wunschkonzert.
48:45Und selbst wenn, gehen wir doch mal von Ihren vier Jahren aus.
48:48Wissen Sie, was Sie alles verpassen?
48:50Laufen lernen.
48:50Die erste Pommes, Radfahren.
48:53Jule wird mich regelmäßig besuchen.
48:54Sie wird mir das alles erzählen.
48:56Jule, hat sie Sie schon besucht?
48:59Steckt Sie dahinter?
49:00Nein.
49:01Müssen Sie so sehr Ihre Männlichkeit Jule gegenüber beweisen,
49:04dass Sie die Schuld auf sich nehmen?
49:09Gehen Sie heim, Herr Hohenberg.
49:12Kümmern Sie sich um Ihre Familie.
49:15Kümmern Sie sich um Ihre Tochter.
49:17Bevor sie das Schuljahr wiederholen muss.
49:33Bevor wir schon mal hier sind, könnten wir doch mal Beckers Schlüssel zur Rennies Wohnung probieren.
49:37Du meinst, wir finden da eine Antwort auf die Frage,
49:39warum unser Mann dann einen Mord gestillt, den er gar nicht begangen hat?
49:42Dann mach schon, sonst ritt ich die Tür ein.
49:48Die Tür ist gar nicht abgeschlossen.
49:50Vielleicht hatte Jule es eilig.
49:52Vielleicht.
50:06Amtsgericht Frankfurt.
50:09Drück mal.
50:10Hier ist die zweite Hälfte.
50:17Ronny Kunzes Vater hat vor Ablauf der zweimonatigen Frist die Mietschulden bezahlt.
50:22Dann ist die Zwangsräumung hinfällig.
50:25Das heißt, Ronny kann nach dem Krankenhausaufenthalt in seine Wohnung zurück.
50:28Nein, nur, dass es nicht mehr seine Wohnung ist.
50:30Sondern...
50:30Julis.
50:43Scheiße, fuck, fuck, fuck, das kann doch wohl nicht wahr sein.
50:45Wir machen alle Fehler, wenn es persönlich wird.
50:47Du bei Gabi, ich bei Ronnys Vater.
50:51Dr Timmer.
50:59Ja.
51:07Mal.
51:13Mal.
51:13Mal.
51:13Mal.
51:14Mal.
51:15Mal.
51:16Mal.
51:17Mal.
51:46Untertitelung. BR 2018
52:01Untertitelung. BR 2018
52:26Untertitelung. BR 2018
52:27Er ist gut.
52:49Untertitelung. BR 2018
52:56Freund, was ist passiert?
53:08Verdammt, jetzt mach doch mal was.
53:27Bist du wahnsinnig?
53:30Was ist das ganze Haus am Sacken?
53:32Kleiner Lachen, weil du wichsam hier das Fernsehkabel gekappt hast.
53:35Fernsehen ist Teil der Miete, die du aber schon seit Monaten nicht bezahlst.
53:39Also bleibt der Fernseher jetzt aus.
53:40Das Miete habe ich aber auch Rechte.
53:42Und weil du Arschloch schon wieder in meiner Bude warst, habe ich Anzeige wegen Haus Friedensburg gestellt.
54:04Was ist das wert?
54:06Was?
54:07Weißt du, was du angerichtet hast?
54:09Mit deinem ganzen Tu endlich was.
54:11Sei ein Mann.
54:12Schau dich doch mal rum, wo wir gelandet sind.
54:15Aber wir können uns doch von diesem Arschloch nicht alles bieten lassen.
54:19Was?
54:22Wie wär's denn weitergegangen, hä?
54:24Hättest du mich hier im Knast verrotten lassen?
54:26Ich...
54:31Ich weiß nicht.
54:44Unser Kind wächst ohne Mutter auf.
54:53In drei Monaten wäre diese ganze Hölle vorbei gewesen.
54:59Nein.
55:02Eben nicht.
55:05Was?
55:07Warum?
55:09Die Kündigung ist unwirksam.
55:12Ronny kommt zurück.
55:15Nein.
55:20Es wird Zeit.
55:31Du gehst es mit Papa mit.
55:35Hast du ihn?
55:40Nein.
55:42Nein.
55:44Nein.
55:46Nein.
55:46Nein.
55:47Nein.
55:48Nein.
55:49Nein.
55:49Nein.
55:49Nein.
55:50Wir schaffen das, Julia.
55:51Wir schaffen das.
55:55Du bist gut, Alvin, Alvin.
56:21Wie, das ist alles?
56:23Ich muss nur mein Schwimmfähigkeitszertifikat erneuern?
56:26Und mit dem Restaurant?
56:29Totaler Blütsinn.
56:30Ah ja, vielen Dank.
56:32Nee, nee, Sie haben mir geholfen.
56:33Bitte.
56:35Jede hat sich das nur ausgedacht mit dem Restaurant.
56:38Warum macht sie das?
56:39Kannst du das verstehen?
56:41Weil ich will sie, dass du sesshaft wirst.
56:50Kannst du mir einen Gefallen tun?
56:53Kannst du mir einen Gefallen tun?
57:10Kannst du mir einen Gefallen tun?
57:17Mama.
57:24Hans?
57:26Nein, Mama, ich bin's, Leo.
57:28Nicht Vater.
57:30Leo.
57:32Richtig.
57:34Der Hans lebt ja gar nicht mehr.
57:38Weil der Leo...
57:42...in geturtet hat.
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