- vor 7 Stunden
Hauptkommissar Siska - Peter Kremer /
Drehbuch - Detlef Müller /
Regie _ Hans-Jürgen Tögel
Drehbuch - Detlef Müller /
Regie _ Hans-Jürgen Tögel
Kategorie
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TVTranskript
00:08Musik
00:43Musik
00:44Die Neuerungen auf dem Sektor ökologisch abbaubare Energien verdienen besonders hervorgehoben zu werden.
00:52Auf diesem Gebiet hat sich eine Firma aus München besonders verdient gemacht,
00:55Denn sie hat Erdgas-Tankstellen im Kleinstformat für die Industrieentwicklung,
01:00zum Atemwagenpreisen, so dass man auch hierbei den Privatkunden gewinnen kann.
01:05Die Automobilindustrie hat sich mit den Entwicklungen von dem Geistformat angeboten.
01:11Und ist bei den Stoffen zum Atemwagenersatzenergien nicht beschädigt.
01:16Die Besonderheiten dieser Ausstellung stelle ich Ihnen nun im Einzelnen vor
01:20und gebe Ihnen die Bezugsquellen bekannt.
01:24Hey, mach das nicht nochmal, ja?
01:26Ich wollte doch bloß das aufwachen.
01:29Hey, bist du wach? Sag mal was.
01:32Dass jeder die Möglichkeit hat, sich bei Interesse sofort bei den Herstellern zu informieren.
01:38Als Erster kommt Dr. Ralf Peicher zu Wort.
01:41...richtungsarbeit vom atmosphärischen Druck auf etwa vier Warten.
01:45Dies sorgt mit der eigens von mir neu programmierten Betriebssoftware
01:49für einen optimalen...
01:50Nein!
01:53Andreas!
01:59Andreas!
02:05Haben Sie Andreas gesehen?
02:07Er ist gerade da entlang gelaufen.
02:09Danke.
02:09Ich bin jetzt.
02:17Ich bin jetzt schon in der Steine.
02:19Ich bin jetzt auch im Ehem.
02:22Ich bin jetzt auch am八endet.
02:54Hey, was ist denn passiert?
02:59Komm, sieh mich an.
03:10Hat dir jemand was getan?
03:12Er hat was im Fernsehen gesehen.
03:16Da hat er Angst gekriegt.
03:20Was hast du gesehen?
03:23Mir kannst du es doch sagen.
03:29Was hat dir Angst gemacht?
03:42Oh ja, tatsächlich.
03:46Ja, Hane?
03:48Ja?
03:49Ja, natürlich kennen wir den Andreas.
03:51Wir bearbeiten ja den Fall Kliemann.
03:54Ja?
03:55Sie wissen wahrscheinlich nicht, was er durchgemacht hat.
03:58Mich wundert das gar nicht.
03:59Ja.
04:00Ach so, Sie sind's.
04:03Entschuldigen Sie, das konnte ich nicht ahnen.
04:05Ja, was?
04:06Natürlich, das interessiert uns.
04:08Ja?
04:09Äh, dann war das...
04:16Ja, das hat er gesagt.
04:18Im Garten seines Elternhauses wurde sein Vater ermordet und er hat es mit angesehen.
04:23Ja?
04:24Hören Sie, wir sind so bald wie möglich bei Ihnen.
04:27Danke.
04:29Der Mordfall Dr. Kliemann, der Sohn des Opfers Andreas, ist nach dem Schock immer noch in Behandlung.
04:35Und er hat, wenn ich das richtig verstanden habe, etwas im Fernsehen gesehen, in einer Sendung.
04:40Ein Mann, der was mit dem Mord zu tun haben soll.
04:43Die zuständige Stationsschwester heißt Schwester Walpurga.
04:47Na gut, dann schauen wir doch Walpurga mal ganz tief in die Augen.
04:51Schwester Walpurga ist eine Nonne.
04:54Das ist doch in unserer Situation genau das Richtige, oder?
04:57Mhm.
05:04Morgen warst du wieder mit Blumen.
05:06Jetzt seid endlich einmal still!
05:08Bitte!
05:10Bitte.
05:12Nachts schreit er mal rum.
05:14Man kann gar nicht schlafen.
05:16Spricht er mal nicht mal darüber, was er erlebt hat?
05:19Er spricht mit keinen.
05:20Er lässt niemanden an sich ran, er steht immer noch unter Schock.
05:24Was ist denn da im Fernsehen gelaufen?
05:28Du hast doch auch geguckt, oder?
05:31In der Halle war da.
05:33Mit Maschinen.
05:35Dann kam einer rein, der hat was erklärt.
05:39Und dann hat er die Schachtel geworfen.
05:41Der Andreas.
05:43Ja.
05:45Und wo ist er jetzt?
05:47In seinem Zimmer.
05:48Seine Mutter ist bei ihm.
05:50Wir haben sie gleich benachrichtigt.
05:52Danke.
06:01Ja?
06:03Die Herren kommen von der Polizei.
06:06Wir kennen uns.
06:07Danke.
06:07Bitte strengen Sie den Jungen nicht zu sehr an.
06:10Er würde uns schon sagen, wenn er genug von uns hätte.
06:12Danke.
06:12Guten Tag, Frau Klinger.
06:14Guten Tag.
06:14Guten Tag.
06:16Hallo, Andreas.
06:17Hallo.
06:20Ich dachte, du wärst schon längst zu Hause und würdest für deine Meisterschaft trainieren.
06:26Kann ich mich setzen?
06:27Ja, sicher, natürlich.
06:32Du lernst ja richtig für die Schule.
06:34Er hat schon viel zu viel versäumt.
06:35Kann ich Ihnen vielleicht ein Glas Wasser anbieten?
06:37Nee, danke.
06:38Danke.
06:43Hast du deiner Mutter schon erzählt, warum du dich so erschreckt hast?
06:47Ich möchte noch was für ein Apfel.
06:55Dieser Mann im Fernsehen.
06:59Hast du den vorher schon mal gesehen?
07:04Andreas, sag's ihm.
07:09Ja.
07:12Bei euch im Garten, als das mit deinem Vater passiert ist?
07:16Mein Schiefvater.
07:16Ja.
07:19Ja.
07:20Ja, natürlich.
07:20Entschuldigung.
07:22Als wir dich das allererste Mal vernommen haben, da hast du uns erzählt, du hättest
07:27einen Mann gesehen, der sich über deinen verletzten Stiefvater gebeugt hat.
07:33Und den glaubst du jetzt wiedererkannt zu haben?
07:37Ich weiß nicht.
07:40Aber er ist einem doch zumindest sehr ähnlich, sonst wärst du doch nicht weggelaufen.
07:45Hast du Angst, dass ja dieser Mann etwas tun könnte?
07:51Hör zu, Andreas.
07:53Wir werden dir einen Kollegen vor die Tür stellen, der wird auf dich aufpassen.
07:57Ja?
07:58Dann lassen wir uns die Kopie von dieser Sendung kommen und dann werden wir ganz schnell rauskriegen,
08:03wer dieser Mann war.
08:04Und dann werden wir ihn auch finden, das verspreche ich dir.
08:07Hm?
08:08Geben Sie mir dann Bescheid?
08:10Machen wir.
08:13Danke, dass Sie gekommen sind.
08:15Das ist unser Job.
08:17Tschüss.
08:17Tschüss.
08:27Der Junge ist ein einziges Bündel Angst.
08:29Hm.
08:31Er hat den Mörder seiner Stiefvaters wiedergesehen.
08:33Wenn es der Mörder war.
08:35Vielleicht macht er ja auch allen was vor.
08:37Und sich selber auch.
08:39Ich denke, seine Angst ist echt.
08:41Rufen Sie den Hanna an, der soll schnellstens diese Kopie von der Sendung besorgen.
08:46Ein Ausstellungsstand der Firma Bauer Kompressoren GmbH.
08:51Weltmarktführend bei Atemluftkompressoren führende Hersteller bei Erdgas-Tankstellen in Deutschland.
08:58Auf allen großen Messeplätzen präsent.
09:01Und ist bei allen großen Messeplätzen präsent.
09:02Für uns ist es.
09:03Forsten Ried im Süden von München.
09:05Dieser Mann heißt Ralf Teichert, Diplom-Menschwer, Mitte 50.
09:09Studium und beruflicher Anfang in München.
09:12Eigene Firma nach anderthalb Jahren Pleite mit einer Million Schulden.
09:17Übersiedelung nach Kanada, Kontrolleur auf einer Ölplattform.
09:21Und Rückkehr vor einem halben Jahr nach Deutschland.
09:24Seitdem fest angestellt bei der Firma Bauer GmbH.
09:27... Arbeit von atmosphärischem Druck auf etwa vier Bar.
09:31Dies sorgt mit der eigens von mir neu programmierten Betriebssoftware...
09:35Brauchen Sie noch mehr?
09:36Nee, reicht erst mal.
09:40Übrigens, keine Vorstrafen, nichts Auffälliges.
09:43Ein unbeschriebenes Blatt.
09:48Halt ein unbeschriebenes Blatt gegen das Licht.
09:51Und das Wasserzeichen. Bitte Geschichten erzählen.
09:55Also, komm, in diesem Sinne, Wiegand, an die Arbeit.
10:21Danke. Entschuldigung, stören wir?
10:23Überhaupt nicht. Ich packe gerade ein paar Sachen für Andreas zusammen.
10:26Möchten Sie einkommen?
10:26Ja, gern. Danke.
10:29Und, gibt's was Neues im Krankenhaus?
10:33Gut verändert.
10:37Nehmen Sie Platz.
10:38Dankeschön.
10:40Dieses Bild kenne ich ja noch gar nicht.
10:43Das ist mein Mann mit unserer kleinen Tochter.
10:45Darf ich?
10:46Sie ist nur zwei Jahre alt geworden.
10:52Das tut mir leid.
10:54Wir haben Ihnen was mitgebracht.
10:56Das sind Fotos von dem Mann, den Ihr Sohn vermutlich im Fernsehen gesehen hat.
11:02Ja.
11:11Sie kennen den Mann?
11:14Das ist Andreas' Vater.
11:19Er war sein leiblicher Vater?
11:22Das ist mein erster Mann.
11:23Wir waren sechs Jahre verheiratet.
11:29Ihr erster Mann war lange im Ausland.
11:31Seit einem halben Jahr ist er wieder in München.
11:33Haben Sie das gewusst?
11:36Von meiner Mutter.
11:37Er hat sie mal besucht.
11:38Aber Sie und Ihr Sohn hatten keinen Kontakt zu ihm.
11:41Bei uns hat er sich nie gemeldet.
11:44Das heißt, Andreas hat seinen Vater zum letzten Mal wann gesehen?
11:46Vor zehn Jahren, als wir uns getrennt haben.
11:49Gut, er war fünf.
11:51Da ist die Erinnerung an ihn natürlich ziemlich verblasst.
11:56Wir wollten auch nicht mehr über ihn sprechen.
11:58Wir wollten, dass Andreas unbelastet in die neue Familie hineinwächst.
12:01Ja.
12:04Und trotzdem stand Ihr erster Mann nach so vielen Jahren plötzlich in Ihrem Garten
12:09und Ihr zweiter lag mit eingeschlagenem Schädel vor ihm.
12:13Wenn wir glauben, was der Junge erzählt hat.
12:16Ich glaube ihm.
12:18Sie doch sicher auch.
12:20Er kann sich das nicht ausgedacht haben.
12:22Eben.
12:24Haben Sie eine Ahnung, ob die beiden Männer Kontakt zueinander hatten?
12:28Privat oder geschäftlich?
12:35Ich kann mir das nicht vorstellen.
12:37Ja, aber warum war er dann auf einmal auf ihrem Grundstück?
12:40Einfach so, um ihren Mann umzubringen?
12:45Also ich denke, dass dieser Mord eine Vorgeschichte hat.
12:48Die Frage ist nur, was war zwischen diesen beiden Männern?
12:52Ich weiß es nicht.
12:54Ich kann es nicht sagen.
12:59Und wer ist er?
13:00Das ist mein Bruder.
13:01Entschuldigen Sie mich.
13:08Was gibt es?
13:09Ich bin soweit fertig.
13:10Ich könnte höchstens durch die Hecke schneiden.
13:12Das ist Holger, das hat Zeit.
13:13Gut, dann fahre ich jetzt.
13:15Wer sind die zwei?
13:16Die Herren sind von der Kripo.
13:18Herrgott, hört das denn nicht auf?
13:19Also bis morgen.
13:20Ich danke dir.
13:21Mach ich doch gern für dich.
13:23Er hilft mir ein bisschen im Haus und im Garten.
13:26Hat er das immer schon gemacht?
13:28Er ist seit dem Tod meines Mannes.
13:29Er ist Maler und hat sehr zu kämpfen.
13:32Grüßen Sie Andreas, wenn Sie ihn sehen, ja?
13:36Soll ich ihm sagen, dass der Mann, den er im Garten gesehen hat, sein Vater ist?
13:40Nein, warten Sie noch damit.
13:42Wiederschauen.
13:43Wiedersehen.
14:08Können Sie sich vorstellen, hier zu rohen?
14:10Kommt auf die Miete an und damit erübrigt sich die Frage.
14:12Ja, das ist richtig.
14:14Vielleicht mache ich ja mal einen anderen Job.
14:16Dann will ich aber bald mal damit anfangen an Ihrer Stelle.
14:19Ach, danke.
14:20Dankeschön.
14:33Guten Tag.
14:34Guten Tag.
14:36Wir möchten mit Herrn Teichert sprechen.
14:39Ist er da?
14:40Darf ich fragen, in welcher Angelegenheit?
14:43Ja, natürlich dürfen Sie das.
14:44Siska, Kripo München, mein Kollege Wiegand.
14:47Bitte warten Sie.
14:48Ich sage Ihnen Bescheid.
14:50Sagen Sie ihm doch bitte, es geht um den Mordfall Kleemann.
14:53Kommen Sie doch rein.
14:54Was verschafft mir die Ehre?
14:56Oder das Vergnügen?
14:58Wir müssen Sie bitten, uns zu einer Gegenüberstellung zu beklagen.
15:01Vorher hielten wir da noch ein paar Fragen an Sie.
15:03Ja, die muss ich sicher nicht hier beantworten.
15:05Hier, in der Diele.
15:07Kommen Sie.
15:10Setzen Sie sich.
15:13Darf ich Ihnen etwas zu trinken anbieten?
15:15Nein, danke.
15:15Für mich nicht, danke.
15:16Möchtest du hierbleiben?
15:17Du wirst mir nachher alles erzählen.
15:22Worum geht es?
15:23Sie haben von der Mordsache Kleemann gehört?
15:26Ja, ich habe davon gehört.
15:29Dr. Kleemann hat meine Ex-Frau geheiratet und ist vor vier oder fünf Wochen umgewacht worden.
15:34Es ging durch die Presse, ja.
15:36Ich persönlich habe mit meiner früheren Familie nichts mehr zu tun.
15:43Sie hatten dann also nach der Rückkehr aus dem Ausland keine Begegnung mehr,
15:47weder mit Ihrer Ex-Frau noch mit Ihrem Sohn und auch nicht mit dem späteren Mordopfer.
15:53Wollen Sie nicht doch etwas tun?
15:55Nein, wir sollten jetzt fahren.
15:57Oder wollen Sie vorher noch mal mit Ihrem Anwalt telefonieren?
16:00Anwalt?
16:01Ich sehe keine Veränderung.
16:07Guten Tag.
16:08Hallo, Andreas.
16:10Adel, Arne, erinnerst du dich noch?
16:11Na klar, wir haben uns noch zusammen die Kartei im Computer angesehen.
16:15Ist alles bereit?
16:16Ja, wir können anfangen.
16:17Siehst du den Vorhang da?
16:19Dahinter ist ein Fenster.
16:20Die Leute auf der anderen Seite, die können wir sehen, sie aber nicht uns.
16:23Die sehen in einen Spiegel.
16:24Das gehe ich schon aus dem Kino.
16:26Na wunderbar.
16:28Ja, das kann losgehen.
16:40So, komm mal, Andreas.
16:47Jetzt sag mir bitte, ob der Mann dabei ist, der sich bei euch im Garten über deinen Stiefvater gebeugt hat.
16:54Hast du dir Zeit?
17:07Ganz ruhig.
17:12Und ist der Mann dabei?
17:22Mit welcher Nummer?
17:28Der Drei.
17:41Danke.
17:42Die Nummer Drei wieder in mein Büro.
17:47Sie nehmen den Rest der Akten.
17:48Und was machen wir jetzt mit dem Mann?
17:50Wir werden ihn fragen, wie er auf euer Grundstück gekommen ist und was er von deinem Stiefvater gebeugt hat.
17:55Und was ist, wenn er nichts sagt?
17:57Oder lügt?
17:58Dann werden wir das rausfinden.
18:00Komm, Andreas.
18:03Spendet.
18:09Hier.
18:11Das kann Ihnen vielleicht helfen.
18:16So oft waren Sie ja wohl noch nicht auf dem Grundstück.
18:18Das Haus, die Terrasse, der Garten.
18:21Und hier an dieser Stelle lag mit eingeschlagenem Schädel der Besitzer des Anwesens, Dr. Klemann.
18:29Und Sie standen nach glaubhafter Zeugenaussage daneben und haben sich über den Sterbenden gebeugt.
18:34Was wollten Sie feststellen?
18:35Ob er noch atmet?
18:39Als ich mich über ihn gebeugt habe, war er tot.
18:44Was wollten Sie von Klemann?
18:48Nichts.
18:53Warum waren Sie dann auf diesem Grundstück?
19:00Und wer hat Sie da reingelassen?
19:02Ich bin über die Mauer geklettert.
19:05Am Ende des Grundstücks.
19:10Etwa da.
19:12Hinter dem Grundstück gibt es einen öffentlichen Weg.
19:16Und auf diesem Weg standen Sie oder gingen Sie spazieren und als Sie den Dr. Klemann im Garten sahen, kam
19:21Ihnen die Idee, über die Mauer zu steigen?
19:23Nein, nein.
19:24Erst als ich sah, wie er schreiend und blutend mit dem Rasen taumelte.
19:30Und hinfiel.
19:31Da bin ich rüber gestiegen.
19:32Um zu sehen, was mit ihm passiert ist.
19:36Um zu sehen, ob ich irgendwie helfen kann.
19:40Hier.
19:41So hat er da gelegen.
19:43Sie erinnern sich?
19:44Ein Halbdutzend Schläge mit einem festen Gegenstand.
19:49Daran ist er gestorben.
19:53Plötzlich kam der Junge aus dem Haus.
19:57Er starrte mich an wie eine Erscheinung.
20:00Aber er hat mich nicht erkannt und ist dann gleich wieder ins Haus gelaufen.
20:03Und Sie?
20:05Ich habe das Grundstück wieder verlassen.
20:08Auf dem gleichen Weg?
20:10Ja.
20:12Und Sie kamen nicht auf die Idee, die Polizei zu informieren?
20:15Ich war mir sicher, dass der Junge das tun würde.
20:18Was der ja dann auch getan hat.
20:20Der Anruf kam 17.30 Uhr.
20:23Jetzt müssen Sie uns nur verraten, was Sie auf dem Weg hinter dem Grundstück gesucht haben.
20:28Wissen Sie, ich war oft da und habe durch die Hecke geschaut.
20:33Ich habe immer gehofft, Andreas zu sehen.
20:38Hatten Sie keine andere Möglichkeit, mit dem Jungen zusammenzukommen?
20:41Ich habe es versucht.
20:42Ich habe telefoniert, ich habe geschrieben.
20:45Einmal war ich sogar am Sportplatz, aber man hat mich weggejagt.
20:49Dr. Kleemann hat wirklich alles versucht, um meine Begegnung zu verhindern.
20:53Schließlich habe ich einen Anwalt eingeschaltet.
21:00Eine letzte Frage hätte ich jetzt noch.
21:02Sie sagten, Sie standen an der Mauer, als Dr. Kleemann verletzt durch den Garten lief.
21:08Wer ihm die Verletzung beigebracht hat, haben Sie nicht gesehen.
21:10Nein, das habe ich nicht.
21:12Sie werden sich aber weiter um den Jungen bemühen.
21:15Ich hoffe, dass ich meines Tages wieder ein Vater sein kann.
21:20Ja.
21:24Danke.
21:32Dichtung und Wahrheit, ne?
21:35Und was schätzen Sie, wie viel Prozent Wahrheit?
21:37Ja, sagen wir mal die Hälfte.
21:40Was soll denn der für ein Motiv haben?
21:41Der ist seit zehn Jahren von der Familie getrennt, war im Ausland, hat eine neue Beziehung.
21:46Vielleicht hat er ja noch eine alte Rechnung offen.
21:48Was ist das für eine Rechnung?
21:49Ja, mit verletzten Gefühlen, das ist manchmal so wie mit getrockneten Pflaumen.
21:53Schmeißen sie ins Wasser und sie quälen auf.
21:56Was wollen Sie denn mit der Tasse?
21:58Die kommt ins Labor.
21:59Das ist die Tasse, aus der Teichert getrunken hat.
22:01Wir brauchen seine Fingerabdrücke.
22:03Ja, dann machen Sie sich mal wieder auf die Suche.
22:05Wohna?
22:06Nach der Tatwaffe.
22:08Was soll man denn da finden?
22:10In der Gegend hat die Spurensicherung schon jeden Blumentopf dreimal umgedreht.
22:13Ja, dann drehen Sie noch mal um und fordern Sie zwei Züge an.
22:16Oh, das wird die Direktion aber nicht sehr glücklich machen.
22:18Wir sind auch nicht dazu da, die Direktion glücklich zu machen, oder?
22:46Sehr gut.
22:49Nicht schlecht.
22:51Sag mal, Andreas, der Mann, den du im Garten gesehen hast, hat deine Mutter dir eigentlich gesagt, wer das ist?
22:57Ja, mein Vater.
22:59Mein Richtiger.
23:02Du hast keine Erinnerung mehr an ihn?
23:04Nein.
23:11Ich hab mich mal in deinem Zimmer ein wenig umgesehen.
23:16Die Bücher, die Sportsachen, der Computer und die tollen Klamotten, nicht schlecht.
23:23Die hat mir meine Mutter geschenkt.
23:29Hat dein Stiefvater mal mit dir über deinen richtigen Vater gesprochen?
23:32Er hat nicht viel mit mir gesprochen.
23:35Mit deiner Mutter denn?
23:37Weiß ich nicht.
23:43Dein richtiger Vater, der wollte dich mal vom Sportplatz abholen.
23:46Das hat irgendwie nicht geklappt.
23:47Hast du da was von mitbekommen?
23:51Kliemann hat mich manchmal mit dem Wagen abgeholt.
23:54Meine Mutter wollte nicht, dass ich im Dunkeln allein nach Hause gehe.
23:58So ein Quatsch.
24:00Jedenfalls, einmal stand einer neben dem Wagen.
24:03Ich hab nicht gewusst, wer es ist.
24:06Aber er hat Kliemann beschimpft.
24:08Und der hat den Trainer geholt.
24:10Der hat ihn weggejagt.
24:13Auf dem Weg nach Hause meinte er, was der Streuß sich einbildet.
24:22Hat er noch was gesagt?
24:25Nein.
24:26Ich glaube nicht, dass mein Vater ihn umgebracht hat.
24:31Du warst in deinem Zimmer am Computer.
24:34Und hast deinen Stiefvater schreien hören.
24:38Dann bist du runtergerannt.
24:41Und hast den Mann im Garten gesehen.
24:44So jedenfalls hast du es uns erzählt.
24:46Du hast auch gesagt, dass du ganz allein im Haus warst.
24:49Außer dir war niemand weiter da.
24:53War das so?
24:56Warst du ganz allein?
25:01Andreas, warum sagst du nichts?
25:02Ich war allein.
25:04Ich war allein.
25:07Ich war allein.
25:37Das war's für heute.
26:10Damit kannst du Suppe umrühren, aber keinen Schädel einschlagen, die kriegt der Kantinenkoch
26:14zu Weihnachten.
26:41Wie war das Verhältnis zwischen Andreas und seinem Stiefvater?
26:44Sie haben sich gut verstanden.
26:46Mein Mann hat alles versucht, um Andreas den Vater zu ersetzen und der Junge hat ihn gemocht.
26:54Aber?
26:59Dann kam unsere kleine Tochter und Andreas hat sich sehr mit uns gefreut.
27:07In einem Sommer sind wir nach Salzburg gefahren, um Freunde zu besuchen.
27:11Die Kinder haben am Swimmingpool gespielt.
27:14Wir hatten Andreas gesagt, dass er auf seine Schwester aufpassen soll, aber er ist weggegangen.
27:19Und die Kleine stürzte ins Wasser und ertrank.
27:26Und wie hat der Vater reagiert?
27:30Er hat nicht mehr mit Andreas gesprochen.
27:34Er wollte, dass er in ein Internat kommt.
27:36Das habe ich verhindern können, aber
27:38mein Mann hat Andreas behandelt,
27:40als ob er nicht vorhanden wäre.
27:44Es hat Jahre gedauert, bis sie wieder zueinander fanden.
27:47Aber die alte Vertraute, die hat sich nie wieder eingestellt.
27:51Und Andreas hat auch nicht mehr über seine Schwester gesprochen.
27:56Wie lange muss er noch in der Klinik bleiben?
27:59Wenn alles gut geht, eine Woche.
28:01Und dann würde ich gerne mit ihm verreisen.
28:03Ich denke, das wird uns beiden gut tun.
28:06Sicher.
28:14Ja, und vielen Dank für den Kaffee.
28:15Dankeschön.
28:16Auf Wiederschauen.
28:18Ah, Flieder.
28:22Eine Weigelie.
28:23Aha.
28:24So ähnlich, oder?
28:25Überhaupt nicht.
28:30Sie schmeißen hier den Laden, ne?
28:32Wenn ich helfen kann, helfe ich.
28:34Ja.
28:37Haben Sie Andreas schon im Krankenhaus besucht?
28:42Wieso?
28:43Sie sind sein Onkel und es geht ihm nicht sehr gut.
28:46Es geht ihm schon lange nicht gut.
28:49Haben Sie seinen Vater gekannt?
28:51Seinen richtigen Vater?
28:53Muss ich ja wohl.
28:54Er hat mal zur Familie gehört.
28:57Dieser Dr. Klehmann, der wollte verhindern,
28:59dass Andreas Vater seinen Jungen trifft.
29:01Haben Sie dafür eine Erklärung?
29:03Ja, eine sehr einfache.
29:05Er mochte ihn nicht.
29:07Weil er mit seiner Frau verheiratet war.
29:10Das war ihm sicher egal.
29:12Aber nicht egal war ihm, dass er sie mit einer Million Mark Schulden hat sitzen lassen.
29:16Das Geld hatte er für seine Firma aufgenommen.
29:18Aber auf ihren Namen.
29:20Dr. Klehmann hat die Million sofort zurückgezahlt.
29:23Damit sie die Sache vom Hals hat.
29:25Ist aber sehr anständig.
29:29Dafür hat er sich die Pleitefirma unter den Nagel gerissen und weiterverkauft.
29:33Für zwei Millionen.
29:38Das ist aber jetzt ein Flieder.
29:42Das ist eine Fusizie.
29:47Ich sah nichts mehr.
29:48Gute Idee.
29:51Siska?
29:52Dreimal dürfen Sie raten, was wir gefunden haben.
29:54Die schöne Unbekannte, der Sie auf der Sendlinge hinterher gestiefelt sind.
29:58Leider nicht.
29:59Na dann, die Tatwaffe.
30:01Genau.
30:01Mit fetten Finger abdrücken.
30:03Ja, das ist doch auch nicht schlecht.
30:04Wir retten uns im Büro, ja?
30:06In Ordnung.
30:11Verteichert.
30:11Ja.
30:12Was soll das?
30:13Nehmen Sie doch bitte Platz.
30:23Haben Sie dieses Ding schon mal gesehen?
30:26So was sieht man in jedem Baumarkt.
30:28Stimmt.
30:29Aber das so hübscher Pakt ist, wird seinen Grund haben.
30:32Damit es keiner mit Fettfingern anfassen kann.
30:34Außerdem stinkt es.
30:36Es hat nämlich mehrere Wochen in dem Kanal gelegen.
30:38Da allerseits.
30:40So schnell sieht man sich wieder, hm?
30:43Und?
30:44Hane, wie sieht's aus?
30:45Eine erste Einschätzung.
30:51Da müssen Sie sich ja jetzt eine ganz neue Geschichte ausdenken, Herr Teichert.
30:55Das glaub ich nicht.
30:56Dann fangen wir mal an.
30:58Eine Gartenhacke möglicherweise vom Grundstück Lehmann.
31:02Stiel und Eisen sind gesäubert worden.
31:05Nur an der Spitze befand sich ein Fingerabdruck, der wahrscheinlich beim Wegwerfen hinterlassen wurde.
31:11Ihr Fingerabdruck, Herr Teichert.
31:16Fällt Ihnen was dazu ein?
31:20Ich hab die Hacke in der Hand gehabt.
31:23Und ich hab sie weggeworfen.
31:25Nachdem Sie Herrn Kleemann damit erschlagen haben?
31:27Die Breite des Eisens entspricht der Breite der Kopfwunden.
31:31Zwei Tage nach dem Mord hab ich sie gefunden.
31:34Ich bin noch einmal den Weg entlang gegangen, hinter dem Grundstück.
31:37Und am Ende des Weges lag sie im Gebüsch.
31:41Aber an der Spitze der Hacke klebten Blut und Haare.
31:44Vor allem Gras und Blätter.
31:45Ich habe sie nicht weiter untersucht.
31:46Sie haben sie nur mitgenommen.
31:49Ich dachte, ich könnte sie gebrauchen.
31:50Ich hab eine große Dachterrasse.
31:52Ach, wirklich?
31:53Als ich dann zum Kanal kam, hab ich sie weggeworfen.
31:57Nachdem Sie Eisen und Stiel gesäubert haben?
31:59Mit einem Stück Papier, ja.
32:00Ich wollte nicht, dass der Dreck ins Wasser kommt.
32:02Wie umweltbewusst.
32:04Wirklich vorbildlich.
32:05Also gut, an einem Tag führte sie ihr Weg an einen Ort, an dem ein Mann erschlagen wurde.
32:09Und zwei Tage später an den Ort, an dem die Tatwaffe im Gebüsch lag.
32:13Ist das jetzt eine wunderbare Fügung oder eine dreiste Lüge?
32:18Ich denke, dass es eine dreiste Lüge ist.
32:20Sie sind vorläufig festgenommen, Herr Teichert.
32:22Kommen Sie.
32:25Ich möchte meine Freundin anrufen.
32:26Das können Sie sehr gut in der Haftanstalt erledigen.
32:29Sie sind in zehn Minuten da.
32:35Zum Untersuchungsrichter.
33:09Wie gefällt es dir?
33:33Wie lange sind Sie denn schon mit Herrn Teichert zusammen?
33:35Seit zwei Jahren.
33:37Wir haben uns in Kanada kennengelernt.
33:39Haben Sie da gearbeitet?
33:41In einer Werbeagentur.
33:43Bitte.
33:43Dankeschön.
33:45Und als er dann zurückging, sind Sie mitgegangen?
33:47Wir wollen zusammenbleiben.
33:50Hört sich gut an.
33:52Glas Wasser?
33:53Danke, nein.
33:55Sie haben uns am Telefon gesagt, dass Sie uns etwas erzählen wollen.
33:58Und Sie haben uns darum gebeten, dass Ihr Lebensgefährte davon nichts erfährt.
34:03Er wäre wahrscheinlich nicht einverstanden damit.
34:08Erzählen Sie mal.
34:10An dem Tag, an dem Dr. Klemann ermordet wurde, war ich mit Ralf und mit Herrn Teichert am Starnberger See.
34:18Auf dem Rückweg haben wir am Kanal gehalten.
34:21Ralf wollte versuchen, seinen Jungen zu sehen.
34:23Wenigstens durch den Zaun hinter dem Grundstück.
34:27Nach einer Viertelstunde kam er völlig aufgelöst zurück.
34:32Unter der Jacke holte er eine Hacke hervor, die mit Blut und Dreck beschmiert war.
34:37Ja, und weiter?
34:40Er sah, wie Klemann blutend über den Rasen lief und zusammenbrach.
34:45Und er sah, wie Klemanns Frau, seine Ex, ins Haus zurücklief.
34:51Er sprach von seiner Ex-Frau?
34:53Ja.
34:55Und er hat gesagt, dass er auf dem Grundstück war?
34:58Neben der Terrasse lag die Hacke. Er hat sie aufgehoben.
35:01Dann kam der Junge.
35:03Also gut, wenn dem so war, warum hat er uns nichts davon erzählt?
35:06Ich meine, warum hat er sich so einfach ohne Widerrede festnehmen lassen?
35:09Er wollte den Jungen schonen.
35:11Er sagte mal, Andreas hat so viel durchmachen müssen, er darf nicht noch seine Mutter verlieren.
35:18Ich verstehe.
35:20Sie meinen, er ging davon aus, dass Andreas Mutter den Mord begangen hat und wollte nicht, dass sie dafür ins
35:24Gefängnis geht.
35:26Deswegen hat er die Tatwaffe von den Spuren gereinigt.
35:29Und in den Kanal geworfen.
35:34Werden Sie ihn freilassen?
35:39Das kann nur der Untersuchungsrichter entscheiden.
35:44Ja, verdammt nochmal. Wer lügt denn da?
35:47Im Zweifelsfall alle.
35:49Bis auf den Jungen wahrscheinlich.
35:52Denn der muss den Mord ausbaden.
35:54Egal, wer es war.
35:56Laut damaligem Vernehmungsprotokoll hat Katja Kleemann um 15 Uhr am Tattag das Haus verlassen.
36:02Sie fuhr mit dem Bus in die Stadt, um Geschenke einzukaufen und kehrte um 19 Uhr zurück.
36:07Aber da hatte bereits die Spurensicherung mir Arbeit aufgenommen.
36:10Und dann brach sie über dem Leichnam ihres Ehemannes zusammen.
36:13Ein sehr eindrucksvoller Handblick.
36:15Ihr Ex-Gemal aber sagt aus, dass sie kurz nach der Tat ins Haus verschwand.
36:20Ja, und sollte das wahr sein, dann hat der Junge auch gelogen.
36:25Tja, bei der Familie, wen wohnt nachts? Nacht allerseits.
36:31Nacht.
36:32Nacht.
36:57Oh, sie bringen Verstärkungen mit.
36:59Ja, vielleicht will ich mich ja schützen.
37:02Vor mir?
37:03Vor ihrer Liebenswürdigkeit und ihrem Scham.
37:06So etwas kann die Aufmerksamkeit mindern.
37:08Habe ich das etwa getan?
37:10Möglicherweise.
37:12Bitte.
37:13Danke.
37:21Was kann ich für Sie tun?
37:23Am Nachmittag des Tattages sind Sie in die Innenstadt gefahren, um ein Geschenk für Ihre Mutter zu kaufen.
37:29Aber Sie sind ohne ein Geschenk zurückgekommen.
37:31Weil ich nicht das Richtige gefunden hatte.
37:33Das hatte ich Ihnen doch gesagt.
37:34Nehmen Sie Platz.
37:35Danke.
37:35Und wir haben Ihnen die Aussage abgenommen, weil Ihr Sohn Ihre Abwesenheit bestätigt hat.
37:40Und jetzt sind Ihnen plötzlich Zweifel gekommen?
37:42Aber das braucht Sie nicht zu beunruhen.
37:44Es ist ein Zeuge aufgetaucht, der Sie gesehen haben will, als Ihr Mann blutend durch den Garten gelaufen ist.
37:52Und so eine Zeugenaussage genügt, um mich in einen bösen Verdacht zu bringen?
37:56Sie wären ja wohl sonst nicht hier?
37:59So eine Zeugenaussage genügt, um darüber nachzudenken, ob Sie nicht vielleicht doch ein Motiv gehabt haben könnten, Ihren Mann umzubringen.
38:06Verzeihen Sie die direkte Antwort.
38:08Vielleicht hatte ich ein Motiv.
38:10Vielleicht sogar mehr als eins.
38:11Wie wahrscheinlich alle Menschen mal ein Motiv haben, die mit einem anderen dicht zusammenleben.
38:16Aber ich habe ihn nicht umgebracht.
38:17Ich war nicht zu Hause.
38:19Dann können Sie uns doch sicher die Geschäfte nennen, in denen Sie am Tatenachmittag gewesen sind.
38:24Wir werden Sie morgen früh anrufen, dann werden Sie uns einige davon nennen, ja?
38:29Und Sie erkundigen sich dann, ob man sich an mich erinnert?
38:31So ist es.
38:34Und wenn man das nicht tut?
38:36Dann werden wir weitersehen.
38:39Danke.
38:44Jeder hat mal ein Motiv, den anderen umzubringen, wenn er so dicht mit ihm zusammenlebt.
38:49Ein sehr interessanter Satz.
38:51Denken Sie dabei jetzt mehr an mich oder an meinen Kollegen?
38:54Das würde ich lieber offen lassen.
38:59Ja, Vegan?
39:01Du, wir sind auf alles vorbereitet, auch auf das Schlimmste.
39:05Hm?
39:07Hm.
39:09Na gut, trotzdem schönen Dank.
39:12Der Untersuchungsrichter hat die Freilassung von Ralf Teichert angeordnet.
39:16War zu erwarten.
39:17War zu erwarten.
39:19War zu erwarten.
39:34War zu erwarten.
40:03Du kannst ruhig sitzen da.
40:06Was waren sie?
40:08Warum sagst du sie zu mir?
40:11Du weißt, wer ich bin, oder?
40:12Die Schwester kommt gleich.
40:14Das macht nichts.
40:17Du brauchst nicht zu klingeln.
40:19Wenn du willst, dass ich gehe, dann gehe ich.
40:25Ich bleib bei der Tür.
40:28Ich nehme nur einen Stuhl.
40:33Einverstanden?
40:43Ich war zwei Tage in Haft.
40:46Die Polizei dachte, ich hätte deinen Stiefvater umgebracht.
40:51Er spricht auch eine Menge dafür.
40:54Warum sind Sie da raus?
40:57Irgendjemand hat eine Aussage zu meinen Gunsten gemacht.
41:01Ich bin nur teilweise froh darüber.
41:09Ich habe was für dich.
41:15Ich weiß doch, dass du Marzipanen magst.
41:23Wird die Pulszeige jetzt in Ruhe lassen?
41:26Das glaube ich nicht.
41:29Aber ich möchte gern mit dir über etwas anderes sprechen.
41:46Als ich in Kanada war, habe ich eine Frau kennengelernt.
41:49Und diese Frau würde sich gern mal mit dir treffen.
41:53Warum sind Sie im Fernsehen aufgetreten?
41:55Das ergab sich so.
41:56Ein Reporter-Thema hat Aufnahmen gemacht.
41:58Wenn ich gewusst hätte, dass du das siehst.
42:02Es tut mir leid, dass ich Ihnen so viel Ärger bereite.
42:06Sag doch bitte du.
42:08Na?
42:16Also.
42:17Bis morgen, ne?
42:19Ja.
42:20Ah, Moment.
42:22Da war gerade ein Anruf aus dem Krankenhaus der barmherzigen Schwestern.
42:25Andreas hatte Besuch von seinem Vater.
42:28Der blieb fast eine Stunde lang.
42:31Zeit genug, um dem Jungen was einzureden.
42:34Gut.
42:35Beantragen Sie eine Runde um die Uhr Bewachung für den Vater.
42:40Äh, mit welcher Begründung?
42:42Liefern wir nach.
42:44Schönen Feierabend.
42:45Ja, gleichfalls.
42:46Ja, gleichfalls.
43:12Ja, gleichfalls.
43:26Hier Alfa 3, Standort Egelfinger Straße, Gasthaus Hubertus.
43:32Zielperson soeben hier eingetroffen.
43:34Ende.
43:42Die Musik.
43:48Sehr, süßlich.
44:07Wie geht's?
44:11Ich hab ein Gefühl, als ob ich erdrückt werde.
44:14Ich krieg keine Luft, ich ersticke.
44:21Wieso ist deine Freundin zur Polizei gegangen?
44:25Sie wollte mir helfen.
44:27Was will ich denn jetzt machen? Soll ich aufgeben? Soll ich mich vor den Zug werfen?
44:32Was darf ich denn kommen?
44:34Was trinkst du?
44:35Überholung.
44:36Ein Glas bitte.
44:37Servus.
44:44Es gibt Verdachtsmomente.
44:47Gegen dich.
44:49Gegen mich.
44:52Aber es gibt keine Beweise, auf die sich eine Anklage aufbauen ließ.
44:58Wir hatten mal einen Traum, weißt du nicht?
45:02Wir wollten eine glückliche Familie sein. Wir wollten, dass unser Kind unbeschwert aufwächst.
45:08Ist alles kaputt gegangen. Ich hab nichts mehr.
45:17Du hast den Jungen.
45:20Wie lange noch?
45:24Gegen 23 Uhr sind die beiden aus dem Gasthaus raus und Teichert hat seine Ex nach Hause gefahren.
45:29Und an der Gartentür haben sie sich umarmt.
45:34Die gemeinsame Sorge um den Jungen verbindet sie.
45:38Möglicherweise verbindet die aber auch noch etwas anderes.
45:41Die Telefonzentrale der Firma Bauer GmbH registriert alle Gespräche, die Mitarbeiter vom Arbeitsplatz ausführen.
45:48Und demnach hat Ralf Teichert am 20. Juli, also zehn Wochen vor dem Tod Dr. Klemans, diese Nummer hier angerufen.
45:56Die er dann in der Folgezeit in regelmäßigen Abständen angewählt hat.
46:00Zum Beispiel 48 Stunden vor dem Mord und am Morgen danach.
46:05Und das ist die Handynummer seiner geschiedenen Frau.
46:10Das kann er dir auf ganz böse Gedanken bringen.
46:13Hm.
46:15Vielleicht haben die beiden ja zusammen eine Leiche im Keller.
46:18Na, du denkst doch nicht an die Leiche Dr. Klemann.
46:21Womöglich haben sie den Mord zusammen geplant.
46:23Hm.
46:24Warum denn nicht?
46:24Also wenn sie ihn wirklich gemeinsam geplant haben, warum haben sie ihn dann auf so dilettantische Weise im Garten des
46:29Opfers ausgeführt?
46:30Genau, das ist die Frage.
46:32Ja, und nicht die einzige.
46:39So.
46:42Ein Schritt nach dem anderen.
46:45Ganz ruhig.
46:48Sieh mich an.
46:51Sehr schön.
46:55Gleich hast du es geschafft.
46:57Ein Schritt.
47:00Klasse.
47:01Gut gemacht.
47:02Sehr gut.
47:03Schön.
47:03Ist ja nicht ganz einfaches Gleichgewicht zu halten.
47:05Wir würden gern mit Andreas sprechen.
47:07Ist das möglich?
47:08Wir sind hier fertig.
47:09Gut.
47:09Komm, lass es rüber gehen.
47:11Wir sehen uns dann beim Essen.
47:12Ja.
47:16Wie fühlst du dich?
47:17Na ja.
47:19Morgen geht's nach Hause.
47:20Bist du froh?
47:22Ich weiß noch nicht.
47:24Aber mit deiner Mutter verstehst du dich doch.
47:27Vielleicht kommt ja auch dein Vater ab und zu vorbei.
47:29Ja.
47:37Deine Mutter war zu Hause, als das mit deinem Stiefvater passierte, hm?
47:41Das ist nicht wahr.
47:43Ich war allein.
47:47Was regst du dich denn so auf?
47:49War ja nur ein Gedanke.
47:52Kann ich mal ein Handtuch holen?
47:55Ja.
47:56Gut's dir.
48:02Das Ganze kommt mir vor wie ein Spiel mit verteilten Rollen.
48:05Du warst da, du warst da, du warst da.
48:11Sehen Sie mal, nach vorne bleibt.
48:20Der ist weg.
48:29Der ist weg.
48:42Der ist weg.
48:45Hey!
49:15Sonst rennt der Frau das erste beste Auto.
49:17Informieren Sie mal seine Mutter.
49:19Ja.
49:27Klemann?
49:28Kripo München Wiegand, Frau Klemann.
49:30Ihr Sohn ist aus der Klinik weggelaufen.
49:32Wir wissen nicht, was er vorhat.
49:34Sie müssen ihn finden.
49:39Kann... Kann ich an Siska sprechen, bitte?
49:41Ja, sicher.
49:42Ja, Siska?
49:45Ich hab Ihnen was zu sagen.
49:47Wo kann ich Sie treffen?
49:48Warten Sie bitte auf uns. Wir kommen sofort zu Ihnen. Danke.
49:52Der Hade soll eine Beschreibung des Jungen durchgeben an alle Streifenwagen.
49:55Ja.
50:18Andreas war immer der Leidtragende.
50:22Er hat miterlebt, wie meine erste Ehe kaputt gegangen ist.
50:25Er war fünf.
50:26Er hat mit angesehen, wie seine Schwester tot aus dem Swimmingpool gezogen wurde.
50:31Er wurde von seinem Stiefvater geschimpft und gedemütigt.
50:35Und ich konnte ihm viel zu wenig helfen.
50:41Er hat sich in seine eigene Welt zurückgezogen, aber...
50:45Natürlich hat er mitbekommen, wie das Leben in diesem Hause immer kälter wurde.
50:49Bis niemand mehr mit dem anderen sprechen konnte.
50:55Ein trostloses Nebeneinander.
50:57Über Jahre.
50:58Und dann kam Ralf Teichert aus Kanada zurück.
51:03Er wollte den Jungen sehen.
51:06Aber Klemann machte ihm Schwierigkeiten nicht.
51:09Ich hab dann versucht zu vermitteln.
51:12Ich hab Ralf getroffen.
51:17Er hatte sich verändert. Er war reifer geworden.
51:21Wir haben uns öfter gesehen.
51:24Es hat mir gut getan.
51:28Aber Klemann hat es mitbekommen.
51:32Und er rastete völlig aus.
51:35Er hat mich geschlagen.
51:36Ich nur einmal.
51:41Und dann haben sie einmal zurückgeschlagen.
51:47Ein Teicher, der zufällig Zeuge wurde,
51:51hat dann die Tatwaffe beseitigt.
51:53Er hat gesagt, ich helfe dir.
51:57Und dabei hat Andreas ihn im Garten gesehen.
52:04Andreas weiß, wer seinen Stiefvater getötet hat?
52:12Haben Sie ihm gesagt, dass Sie es waren?
52:15Ja.
52:22So gut.
52:25Also wenn Ihr Sohn es gewusst hat, dann frage ich mich.
52:29Warum hat er Angst bekommen,
52:31als er diesen Mann im Fernsehen wiedergesehen hat?
52:37Warum ist er weggelaufen und hat sich in dieser Abstellkammer versteckt?
52:43Und warum ist er jetzt schon wieder weggelaufen?
52:46Ich weiß es nicht.
52:48Ich weiß es nicht.
53:00Ich weiß es nicht.
53:02Werden Sie gleich festnehmen sollen.
53:04Sie hat uns noch nicht alles erzählt.
53:05Na ja, was fehlt denn noch Ihrer Meinung nach?
53:07Das Wichtigste.
53:10Wer Kleemann wirklich umgebracht hat.
53:34Weißt du, am Anfang ist alles so einfach.
53:39Die Eltern lieben die Kinder, die sie in die Welt gesetzt haben.
53:41Und die Kinder lieben die Kinder, die sie in die Welt gesetzt haben.
53:41Die Kinder lieben die Eltern, die sie satt gemacht haben.
53:43Das ist ganz einfach.
53:44Das ist auch auf Dauer angelegt, auf Glück.
53:47Aber irgendwann nisten sich in den Herzen Zweifel ein.
53:51So kranke Gedanken.
53:52Du bist falsch behandelt worden, dir ist ein anderer vorgezogen worden.
53:56Und vor allem, du hast so wenig gekriegt, das vor allem.
53:59Dann kommst du Hass, Neid, dann ist es aus mit der Liebe.
54:02Und dann geht's los.
54:05Zwischen Geschwistern, zwischen Mann und Frau.
54:09Orest töttet seine Mutter.
54:11Keiner schlägt seinen Bruder.
54:13Aber warum hat er das getan?
54:17Vielleicht fühlte er sich nicht geliebt.
54:20Oder auch nur zu wenig beachtet, wer weiß das schon.
54:27Ein Grund zum Morden findet sich immer.
54:36Wir müssen.
54:38Wir müssen.
54:52Komm.
55:05Dann wünsche ich Ihnen auch, Herr Kollege. Danke.
55:07Guten Tag.
55:09Grüß Sie.
55:12Ja, hallo Andreas.
55:16Guten Tag.
55:19Na, was macht der Flieder?
55:21Na, ich bin schon ruhig.
55:27Andreas will uns etwas mithalten.
55:30Ja, gut.
55:36Möchtest du warten, bis deine Mutter kommt?
55:38Nein.
55:40Sie weiß alles.
55:49Weißt du, was wir glauben, Andreas?
55:53Wir glauben, dass dein leiblicher Vater damals im Garten
55:55alles genau beobachtet hat, was passiert ist.
55:58Und dass du deswegen Angst hattest, als du ihn im Fernsehen wiedergesehen hast.
56:04Deine Mutter hat uns erzählt, dass Kleemann sie beschimpft und geschlagen hat.
56:09Sie wollte ihn verlassen.
56:12Sie hat's probiert immer wieder.
56:15Aber sie hat's nicht geschafft.
56:17Und als Kleemann sie dann eines Tages wiedergeschlagen hat,
56:22da hat sie halt zurückgeschlagen.
56:24Hm?
56:26Mit einer Gartenhacke.
56:30Sag's.
56:35Ich hab sie weinen gehört.
56:37Da bin ich runtergerannt.
56:39Ich hab die Hacke genommen
56:41und zugeschlagen.
56:43Zugeschlagen hab ich.
56:45Einfach nur noch zugeschlagen.
56:50Und dann war da plötzlich dieser Mann im Garten.
56:54Und der hat die Hacke eingesteckt und ist wieder verschwunden.
56:59Und deine Mutter versprach dir niemandem zu verraten, wer es war.
57:04Hm?
57:07War es so?
57:09Ja.
57:16Ich wurde nicht aus.
57:17Ich bin.
57:21Ich bin.
57:24Ich bin.
57:26Ich bin.
57:30Ich bin.
57:30Ich bin.
57:35Ich bin.
58:04Untertitelung des ZDF, 2020
58:30Untertitelung des ZDF, 2020
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