- vor 24 Minuten
Hauptkommissar Siska - Peter Kremer /
Drehbuch - Albert Sandner /
Regie _ Hans-Jürgen Tögel
Drehbuch - Albert Sandner /
Regie _ Hans-Jürgen Tögel
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TVTranskript
00:03Musik
00:37Musik
01:14Entschuldigung, ich suche die Nummer 31.
01:17Gibt's hier nicht.
01:19Ja, die muss es doch hier geben, ich bin doch verabredet.
01:22Tut mir leid.
01:2731?
01:29Ja.
01:31Das Bushäuschen hier.
01:48Ich fahr nicht mit, danke.
01:50Das ist aber heute die letzte Fahrt, wissen Sie das?
01:52Ja, ja, ist kein Problem.
01:53Das ist ihm.
01:57Das ist ihm.
01:58Das ist ihm.
02:12Das ist ihm.
02:13Das ist ihm.
02:43Nein, nein.
02:43brachte ihren Blick zum Erstarren.
02:46Ich ließ ihr keine Zeit zum Schrei.
02:48Ein schneller Schnitt.
02:51Und meine Zunge presste sich auf ihre Ader.
02:55Ich saugte,
02:57bis ihr armes, kleines, bedeutungsloses Herz
03:02den Dienst versagte.
03:07Sie hatte mir einen Moment der tiefsten Befriedigung verschafft.
03:31Und falls irgendjemand immer noch nicht genug hat,
03:34es gibt noch mehr davon.
03:35Und wenn es denn sein muss, dann signiere ich auch.
03:44Wie viele haben wir gekauft?
03:4614. Ist doch gut, oder?
03:48Könnte besser sein.
03:52Naja, wenigstens bist du nicht drauf angefließen.
03:56Christine, du musst doch lernen,
03:57zur richtigen Zeit die richtige Bemerkung zu machen.
04:01Ich fühle mich auch nicht aufgeregt.
04:03Ich fühle mich richtig gut jetzt.
04:05Willst du mir wieder was zu trinken?
04:06Ja, zusammen auf eine Karte, bitte.
04:08Oh, Dankeschön, das finde ich toll.
04:10Also, jetzt wollte ich es mal.
04:26Guten Abend, Herr Gaussmann.
04:29Schon länger hier?
04:31Ja.
04:32Die Lesung mitgekriegt?
04:36Sie interessieren sich für Literatur?
04:38Das finde ich einzückend.
04:40Ich habe Dreck gehört.
04:43Richtigen Dreck.
04:44Oh.
04:45Immer wieder schön, wenn man jemanden trifft,
04:47der sich auskennt.
04:49Ich denke, Christine will jetzt gehen.
04:51Und ich denke, Christine weiß selber, was sie will.
04:53Das weiß sie anscheinend nicht, sonst wäre sie nicht hier.
04:56Glauben Sie, dass es ewig so weitergeht?
04:59Christine wird jeden Tag ein bisschen älter.
05:01Denken Sie im Ernst, Sie können das aufhalten?
05:04Sie nerven.
05:06Wir gehen.
05:07Dein Vater ist so lieb und bringt dich heim.
05:10Kommst du.
05:26Morgen.
05:28Stranguliert mit einer Drahtschlinge.
05:30Ausgeraubt?
05:31Kein Geld, keine Papiere.
05:33Das hier haben wir in einer der Seitentaschen gefunden,
05:35seine Visitenkarte.
05:36Erich Gaussmann, Versicherungskaufmann Optima Securans.
05:40Werden wir denn gefunden?
05:41Straßenarbeiter für ungefähr eine Stunde.
05:43Na, lässt sich schon was zur Tatzeit sagen?
05:45Ja, ist wohl sechs bis acht Stunden her.
05:47Für Mitternacht, würde ich sagen.
05:51Moment.
05:52Und, schon eine Meinung?
05:54Ja, fragen Sie mich mal in fünf Minuten.
05:57Ich denke, der Fall ist zwar bedauerlich,
05:59aber nicht gerade rätselhaft.
06:00Der junge Mann wird auf ein schnelles Abenteuer ausgewiesen sein
06:03und ist dabei Opfer von einem Raubmord geworden.
06:05Wieso denn schnelles Abenteuer?
06:07Ist das die Gegend hier für schnelle Abenteuer?
06:08Ja.
06:10Ein Stück weiter da unten.
06:11Das ist ein Straßenstrich.
06:12Ach.
06:12Keine von den besseren Gegenden.
06:14Ich hab mich vorhin schon mal ein bisschen umgehört,
06:16aber es hat natürlich keiner was gesehen.
06:18Und nix zu sehen, gehört hier mit zum Geschäft.
06:21Am Rosenholz.
06:23Das ist die reinste Idylle hier, ne?
06:26Das Opfer ist mit einer Drahtschlinge umgebracht worden.
06:28Das passt auch zum Milieu.
06:29Ist richtig.
06:30Und dann der Wagen.
06:33Gehobene Mittelklasse.
06:34Mit sowas fährt man einfach nicht hierher.
06:35Das ist der grobe Leichtsinn.
06:36Das ist auch richtig.
06:38Ist das einer von den Fällen,
06:40wo Sie mal wieder schon alles wissen?
06:41Ach Quatsch.
06:42Wie, Jan?
06:42Ich weiß genauso wenig wie Sie.
06:44Trotzdem.
06:45Eins fühle ich da schon sehr merkwürdig.
06:48Was wäre das?
06:49Der Wagen.
06:51Ich meine, der ist doch garantiert wertvoller
06:52als alles, was das Opfer bei sich gehabt hat.
06:55Und wenn es, wie Sie sagen, ein Raubmord war,
06:57dann frage ich mich, warum steht der Wagen noch da?
07:00Ja gut.
07:01So, wieder richtig.
07:02Eben.
07:02Ich habe gerade den Halter ermittelt.
07:04Der Wagen ist tatsächlich auf den Namen Gaussmann zugelassen.
07:07Aber nicht auf Erich, sondern auf Karl.
07:09Papas Wagen.
07:10Jede Wette.
07:11Und dem wird es jetzt jemand sagen müssen.
07:17Hane, optimal Sekuranz.
07:22Wiegand, Sie kommen mit mir.
07:34Polizei?
07:34Ja, Herr Grausmann?
07:36Es wurde höchste Zeit.
07:37Wieso?
07:37Habe ich mich nicht deutlich genug ausgesucht am Telefon?
07:40Mein Sohn ist weg.
07:41Mein Auto ist aufweg und ich muss dringend zur Arbeit.
07:44Wir sind eine andere Abteilung.
07:45Die Mordkommission.
07:46Siska.
07:47Mein Kollege Wiegand.
07:55Das ist eine Verwechslung.
07:57Haben Sie ein Foto von Ihrem Sohn?
07:59Natürlich.
08:00Natürlich habe ich Fotos von meinem Sohn.
08:03Hier.
08:04Danke.
08:11Und?
08:13Ja, er ist es.
08:23Wo?
08:23Ich meine,
08:26wo hat man ihn gefunden?
08:27Auf einem Feldweg am Rosenholz.
08:31Rosenholz?
08:32Ja.
08:34Wahrscheinlich hat er...
08:35Ja, er sparen Sie sich Ihre Worte.
08:36Ich weiß, was das für eine Gegend ist.
08:39Rosenholz.
08:41Hat er Ihnen gesagt, wofür er das Auto braucht?
08:43Er müsste noch zu einem Kunden.
08:45Mitten in der Nacht?
08:47Es sei jemand mit Schichtarbeit, hat er gesagt.
08:49Da ging es nicht anders.
08:53Warum sollte er lügen?
08:56Er hat nie gelogen.
08:58Und außerdem, die Leute da in der Gegend,
09:01die brauchen auch eine Versicherung, oder?
09:04Oder?
09:05Ja.
09:07Ist schon gut möglich.
09:09Gibt es weitere Angehörige?
09:12Christine.
09:18Das ist meine Tochter.
09:20Sie schläft noch.
09:22Ausnahmsweise, sonst schläft sie nie so lange.
09:26Christine, die Polizei ist da.
09:30Ich kann alles erklären.
09:35Christine.
09:38Erich.
09:40Er ist tot.
09:41Er ist tot.
10:19Musik
10:46Morgen kann ich Ihnen helfen. Darf ich fragen, wer Sie sind?
10:49Mein Name ist Hane, Mordkommission.
10:54Und Sie wollen zu Herrn Gausmann?
10:56Nein, ich möchte zu seinen Kollegen.
10:58Was heißt das?
10:59Herr Gausmann ist tot.
11:03Mein Name ist Wels.
11:05Doktor Wels.
11:07Ich bin hier der Teilungsleiter.
11:09Herr Gausmann, komm doch bitte mit in mein Büro.
11:15Nach links.
11:22Er war mein bester Mitarbeiter.
11:25Mein bester.
11:29Darf ich fragen, wie das passiert ist?
11:32Er wurde im Auto ermordet, am Rosenholz.
11:37Am Rosenholz.
11:38Was sagt dir denn was?
11:41Oh Gott.
11:42Wem sagt das nichts? Man hört ja genug davon.
11:45Nehmen Sie Platz, bitte.
11:48Meine glüte, ich hätte auch nicht wollen sagen sollen.
11:50Was sagen?
11:52Sein Umgang ist nicht gerade ungefährlich.
11:55Heißt das, Sie haben gewusst, dass er diesen Umgang hatte?
12:01Ja, ja.
12:03Das wusste ich, ja.
12:05Und woher?
12:07Von ihm selber.
12:09Das könnten Sie offiziell so zu Protokoll geben.
12:15Das kann ich offiziell so zu Protokoll geben, ja.
12:19Er war allerdings betrunken, als er mir das gesagt hat.
12:22Sehr betrunken sogar.
12:24Das war bei der letzten Betriebsfeier.
12:27Aber vielleicht war das genau der Grund, warum er es mir gesagt hat.
12:30Und was genau, sagte er?
12:33Dass er es manchmal hart braucht.
12:36Und das bekäme er nur bei Frauen, die er dafür bezahlt.
12:41Nein, die würde das was am Privatleben.
12:45Und ich dachte, er braucht das als Ausgleich.
12:48Ausgleich?
12:48Wofür?
12:51Als Ausgleich für seine Tätigkeit hier.
12:55Er war Sachbearbeiter für Invalidenrente.
12:58Das hat nichts Aufregendes.
13:02Er hat noch einen Kollegen in derselben Abteilung, Herrn Stöger.
13:05Wenn Sie den auch sehen wollen.
13:07Oh ja, bitte.
13:09Bitte sehr.
13:23Herr Stöger, Besuch für Sie.
13:25Polizei.
13:27Moment.
13:30Wie gesagt, Gaussmann war mein bester Mann.
13:35Hallo, Herr Stöger.
13:36Herr Stöger.
13:37Ihr Kollege Erich Gaussmann wurde letzte Nacht ermordet in seinem Auto am Rosenholz aufgefunden.
13:45Nein.
13:46Doch.
13:47Im Auto?
13:48Am Rosenholz?
13:50Ja.
13:51Ist ja nicht zu fassen.
13:53Da denkt man immer, es gibt sie nicht mehr und plötzlich ist sie da.
13:57Wovon reden Sie?
13:59Gerechtigkeit.
14:00Es gibt noch Gerechtigkeit.
14:03Der gute, liebe Erich.
14:07Doktors Liebling.
14:09Die Heuchler sind die Schlimmsten, wissen Sie.
14:11Aber irgendwann erwischt es Sie alle.
14:14Er war sowieso immer ein bisschen zu brav.
14:18Haben Sie denn mal was mitbekommen davon, dass er, wie Sie es nennen, nicht ganz so brav war?
14:24Zweimal.
14:25Ich bin in sein Büro gekommen, da hat er gerade noch schnell was verschwinden lassen.
14:29Und was?
14:31Sehen Sie doch mal nach.
14:32Und das der Schublade.
14:34Ich weiß nicht, wann er hier losgefahren ist.
14:38Wir waren nicht zu Hause.
14:40Aber wie schon gesagt, er ist seinen Kunden gefahren.
14:45Hatte Ihr Sohn eine Freundin?
14:48Nichts Festes.
14:49Wollte erst einmal beruflich vorankommen.
14:52Nichts Festes.
14:54Mein Gott, primitiver kann man wirklich nicht denken.
14:56Nichts Festes, also fährt er ins Rosenholz.
14:59Ich sollte jetzt wirklich zur Straße machen.
15:01Du willst heute wirklich zur Arbeit?
15:03Ich muss, wir sind total unterbesetzt.
15:05Dann soll sie den Laden schließen.
15:07Hier rumhängen ist auch nicht besser.
15:09Das macht mich echt krank.
15:10Entschuldige.
15:14Tja, ich denke, wir sollten jetzt auch mal langsam.
15:16Hören Sie, und ich, ich kann sonst nichts tun.
15:20Nein, im Augenblick nicht, danke.
15:27Ach, Frau Gaussmann, ich hätte noch eine Frage an Sie.
15:32Sie haben vorhin gesagt, dass Sie alles erklären könnten.
15:35Was haben Sie denn damit gemeint?
15:37Das habe ich gesagt?
15:38Ja.
15:39Ich kann mich nicht erinnern, ich war noch nicht ganz wach.
15:41Ich muss jetzt wirklich...
15:42Frau Gaussmann, einen Moment bitte.
15:44Wo arbeiten Sie eigentlich?
15:46In der Apotheke am Schreierpark.
15:48Ja, da können wir Sie doch mitnehmen.
15:50Keine Umstände, ich nehme die Straßenbahn.
15:55Ja, hier.
15:57Ich gehe zu Fuß.
15:59Ich muss das alles mal in Ruhe durcharbeiten.
16:01Und ich fahre eher hinterher, oder?
16:03Was sonst, Wiegand, was sonst?
16:05Ach so, aber eine Sache könnte man ja vorab schon mal klären.
16:07Bin schon dabei.
16:13Bin schon dabei.
16:18Bin schon dabei.
16:33Bin schon dabei.
16:34Bin schon dabei.
16:45Ja?
16:48Ja, das mache ich gleich
16:56Eine Frage noch
16:58Ja?
16:59Kann es sein, dass Erich Gauss mal letzte Nacht beruflich unterwegs war?
17:02Bei einem Kunden vielleicht?
17:03Nein, das ist eigentlich unheimlich
17:05Erich Gauss mal bei ihrem Innendienst
17:08Und hatte nie Kontakt zu Kunden
17:11Nein
17:12Danke
17:49Das ist die Frage?
17:58UNTERTITELUNG
18:34TITELUNG
19:16UNTERTITELUNG
19:22UNTERTITELUNG
19:23UNTERTITELUNG
19:27UNTERTITELUNG
19:32UNTERTITELUNG
19:33Ich bin die Hölle. Klingt ja ganz schön ehrgeizig. Und, schon gelesen?
19:38Mh, die halbe Nacht lang. Ist aber nicht mein Fall.
19:42Worum geht es?
19:43Ach, es geht um eine Reihe von Morden, erzählt aus der Sicht des Täters.
19:47Er beschreibt, wie er seine Opfer in diverse Fallen lockt und dann abschlachtet.
19:50Und das Ganze mit sehr viel Liebe zum Detail.
19:53Und die Christine Gausmann verkehrt mit diesem Mann?
19:56Und wie es aussieht, sogar intim.
19:59So wie die sich begrüßt und miteinander gesprochen haben.
20:02Außerdem dürfen wir nicht vergessen, dass sie mich belogen hat, als sie gesagt hat, dass sie zur Arbeit fährt.
20:08Hallo, guten Morgen.
20:09Morgen.
20:10Guten Morgen, Arne. Und, was Neues hat gestern?
20:12Tja, immer keine Zeugen am Rosenholz.
20:15Keiner will Gausmann da je gesehen haben.
20:18Aber er hatte diesen Stadtplan im Schreibtisch und der Bezirk ist extra dick angestrichen.
20:25Da war aber noch etwas anderes, was mich beschäftigt hat.
20:29Dieser Kollege war nicht sehr erschüttert.
20:31Ich habe nachgehakt.
20:33Erich Gausmann hat ihn in der Firma immer wieder bloßgestellt,
20:36einfach durch die simple Tatsache, dass er sehr viel tüchtiger war als er.
20:41Dann hat er also einen Grund gehabt, ihn nicht zu mögen.
20:43Und?
20:44Alibie überprüft?
20:45Sicher, sicher.
20:47Tja, und? Hat er eins?
20:49Ein ausgezeichnetes. Er war den ganzen Abend auf einer Party.
20:53Was ist daran so ausgezeichnet?
20:55Er war sowas wie der Partylöwe.
20:57Ein Witz nach dem anderen, eine Flasche nach der anderen.
20:59Zur Tatzeit hätte er mindestens eine halbe Stunde lang weg sein müssen.
21:03Und das ist ausgeschlossen.
21:07Ja, Herr Hane.
21:09Ja, da sind Sie richtig.
21:11Aha. Wo sind Sie jetzt?
21:14Im Dienst.
21:15Ja.
21:16Und wie können wir Sie erreichen?
21:20Ja.
21:21Danke. Sehr gut.
21:24Ein Busfahrer der städtischen Verkehrsbetriebe.
21:26Das Foto von Erich Gausmann ist in der Zeitung.
21:28Er denkt, er hat ihn gesehen.
21:31Ungefähr zur Tatzeit.
21:33Wie gern, reden Sie mal mit diesem Mann.
21:36Hane, Sie sind doch hier für die Kultur zuständig.
21:38Und? Das soll heißen?
21:40Das soll heißen, wir besuchen jetzt einen Schriftsteller.
22:02Na, schlecht geht's dem Mann jedenfalls nicht.
22:05Und, was ist der erste Eindruck?
22:07Wer sowas kauft, ist selber schuld.
22:10Das hört der Wiegern sicher gern.
22:20Was ist das denn?
22:23Der hat das Buch gelesen.
22:28Schlechte Arbeit.
22:30Eigentlich müsste er die Zunge raushängen.
22:32Aber so bin ich wenigstens die Tauben los.
22:35Presse?
22:36Bedauere, Kriminalpolizei.
22:38Ah, nicht schlecht.
22:40Bitte.
22:45Eine Leiche im eigenen Bekanntenkreis, das finde ich hinreißend.
22:48Hinreißend!
22:49Man kann das auch anders nennen.
22:51Sie haben sich ja schon gründlich informiert.
22:53Na ja, ein bisschen was fürs Poesiealbum.
22:56Vor zwei Wochen noch Mitarbeiter des Jahres.
22:59Und heute ein Fall für die Mordkommission.
23:01Das liebe ich so am Leben.
23:03Man weiß nie, woran man ist.
23:08Wie gut kannten Sie Erich Gaussmann?
23:10Ich habe ihn nicht wirklich geachtet.
23:12Er ist so völlig ohne Belang.
23:15Im Gegensatz zu seiner Schwester?
23:17Christine, oh ja.
23:19Aus der lässt sich was machen.
23:21Wenn man sie richtig führt.
23:23Und Sie führen gerne?
23:25Wer kann, der kann.
23:25Was wollte Sie denn gestern früh bei Ihnen?
23:28Sie aussprechen.
23:29Sonst nichts?
23:30Sonst nichts.
23:32Sie wohnen allein hier?
23:34Seit dem Tod meiner Eltern, ja.
23:37Ein tragischer Autounfall.
23:40Bis heute umgekehrt.
23:43Und seitdem widme ich mich in aller Ruhe
23:47der Erweiterung meines Bewusstseins.
23:49Oh ja, ich weiß.
23:50Ich habe Ihr Buch gelesen.
23:52Und?
23:54Noch fehlen mir die Worte.
23:58Und so leben Sie also sorgenfrei und ungebunden.
24:02Wie sich das gehört?
24:04Und zum Zeitvertreib stöbern Sie in den seelischen Abgründen.
24:07Seiner Berufung kann man sich eben nicht entziehen.
24:10So.
24:11Was ist?
24:12Bin ich jetzt verdächtig?
24:15Wir erkunden nur das Umfeld.
24:18Es sollten Sie nicht lieber dort anfangen zu stöbern,
24:21wo man ihn gefunden hat?
24:23Sein Vater glaubt ja, dass er beruflich dort war
24:25und nicht wegen den Damen.
24:27Glaubt er das?
24:28Ja.
24:29Der Mann ist Prokurist.
24:30Er hat sein Leben lang nur mit Zahlen zu tun gehabt.
24:31Das schlägt sich irgendwann mal aus dem Verstand.
24:34Aber ich sage Ihnen was, mein Lieber.
24:36Denken Sie von jedem Menschen immer nur das Schlechteste.
24:40Sie werden sich wundern,
24:42wie oft man damit richtig liegt.
24:47Gilt das auch für Sie?
24:48Na, das will ich doch hoffen.
24:54Und das ist der Mann, den Sie gesehen haben?
24:56Ja.
24:58Und da sind Sie sich ganz sicher?
24:59Natürlich bin ich sicher.
25:00Es war nämlich kurz vor Feierabend.
25:02Er stand an der Haltestelle Staudenweg.
25:04Was hat er da gemacht?
25:06Na ja, was macht man an einer Haltestelle?
25:08Er hat gewartet.
25:10Rundgestand ist er.
25:11Aber er ist nicht in den Bus eingestiegen?
25:13Nein.
25:14Ich hätte nichts gegen Gesellschaft gehabt.
25:16Der Bus war leer.
25:18Also gab es auch keine anderen Zeugen?
25:21Glauben Sie mir, ich habe ihn genau gesehen.
25:24Sie haben da in der Zeitung bestimmt gelesen, wo er gefunden wurde.
25:27Ja, ich weiß.
25:27Nicht ganz die gleiche Gegend.
25:29Nicht ganz ist gut.
25:31Der Staudenweg ist am anderen Ende der Stadt.
25:34Schauen Sie sich nochmal genau an.
25:35Es gibt sicherlich noch mehrere Leute, die so aussehen wie er.
25:40Da war noch jemand.
25:41Wer?
25:42Eine Frau führte gerade ihren Hund aus.
25:45Die muss ihn auch gesehen haben.
25:47Können Sie die Frau beschreiben?
25:48Die Frau nicht so.
25:50Aber der Hund.
25:51Das war so eine halbhohe weiße Promenadenmischung.
25:55Na gut.
25:56Danke.
25:57Tschüss.
26:03Und fehlen Ihnen immer noch die Worte?
26:05Ein hemmungsloser Egozentriker.
26:07Dem ist einiges zuzutragen.
26:08Ja, auf dem Papier vielleicht.
26:10Aber wir sind in der Wirklichkeit, Hane.
26:11Vergessen Sie das nicht?
26:12Ich habe das nicht vergessen.
26:14Aber ich frage mich, ob es er vielleicht vergessen hat.
26:18Ja?
26:19Ja, der Wiegand.
26:20Ich habe gerade mit dem Busfahrer gesprochen.
26:22Ich glaube, die Sache können wir vergessen.
26:24Warum?
26:24Ja, er hat zwar Gaussmann gesehen.
26:26Aber kurz vor der Tatzeit und am anderen Ende der Stadt.
26:29Ich glaube, der Mann, der irrt sich.
26:30Na gut, nur mal langsam.
26:31Aber gibt es ja vielleicht noch andere Fahrgäste,
26:33die das bestätigen können?
26:35Nee, der Bus war leer.
26:37Angeblich war da nur noch eine Passantin.
26:39Ja gut, die wird sich ja ausfindig machen lassen.
26:41Ich habe mir schon die Beine abgelaufen.
26:43Heute Morgen bin ich als Storch los
26:44und als Ente komme ich nach Hause.
26:47Wiederhört.
26:48Und, wohin jetzt?
26:49Zur Apotheke am Schreierpark.
26:51Christine Gaussmann.
26:52Genau.
26:53Wir werden dir die gleichen Fragen stellen.
26:54Mal sehen, ob wir die gleichen Antworten.
26:55Okay.
27:07Sie waren bei Bernd?
27:09Ja, und er war sehr entgegenkommend.
27:11Entgegenkommend?
27:13Sie haben sich gestern früh mit ihm getroffen, nicht wahr?
27:16Was hat er Ihnen gesagt?
27:18Unter anderem.
27:20Sie hatten ja einiges zu besprechen.
27:23Ich wollte mich nur mit ihm aussprechen.
27:25Worüber wollten Sie sich denn mit ihm aussprechen?
27:28Na, über die Sache mit Erich natürlich.
27:32Sonst nichts?
27:33Sonst nichts.
27:36Tja, gut.
27:38In der Wortwahl sind Sie sich zumindest einig.
27:41Lieben Sie Herrn Feilstedde?
27:46Bernd ist etwas Besonderes, ja.
27:50Haben Sie sein Buch gelesen?
27:52Ja.
27:54Und ich finde es gut.
27:55Ach, tatsächlich.
27:57Ich meine,
27:59ich finde es gut,
28:00dass er zum Ausdruck bringt,
28:01womit er sich beschäftigt.
28:03Richtig gefährlich sind doch nur Leute,
28:04die sowas in sich reinfressen, oder?
28:09Er ist ein bisschen verrückt, ich weiß.
28:11Aber ich brauche das bei mir zu Hause.
28:14Da ist nie jemand verrückt, wissen Sie?
28:15Und das ist auf Dauer zum Verrücktwerden.
28:22Ja, Arne.
28:23So ist es.
28:24Danke.
28:52Ach, Entschuldigung.
28:55Ich hätte eine Frage.
28:57Hier in der Gegend soll eine Dame wohnen
28:59mit einem mittelgroßen weißen Hund.
29:01Kennen Sie die vielleicht?
29:02Ja, das ist die Frau Macke.
29:04Die wohnt gleich dort vorne.
29:05Ah ja, danke.
29:06Bitte.
29:07Bitte.
29:22Frau Macke?
29:25Ja?
29:27Mein Name ist Wiegand, Kripo München.
29:32Ich habe ein paar Fragen an Sie.
29:33Ja, bitte?
29:35Vorgestern Nacht, als Sie mit Ihrem Hund draußen waren,
29:37haben Sie da jemand gesehen?
29:39Einen jungen Mann?
29:40Nein.
29:41Und an der Bushaltestelle war da vielleicht jemand?
29:44Nein.
29:45Und auf der Straße ist Ihnen auch niemand entgegengekommen?
29:48Nein.
29:49Also haben Sie niemand gesehen?
29:51Nichts und niemand.
29:52Sie können es mir glauben.
29:54Nachts ist hier draußen keiner, nicht mal die Füchse.
29:58Ja, gut.
29:59Dankeschön.
30:00Wiederschauen.
30:02Wiederschauen.
30:15Diese Christine Gaussmann hat was im Blick.
30:18Also das gefällt mir nicht.
30:19Vor allem, wenn sie von ihrem Bernd spricht.
30:21Naja, so viele ist sicher.
30:22Steht da voll unter seinem Einfluss.
30:24Die beiden haben irgendetwas.
30:26Ein Geheimnis.
30:28Ich gehe jede Wette ein.
30:29Ja, vielleicht aber auch nur ein ganz harmloses.
30:32Harmlos kaum.
30:34Der Mann ist harmlos wie eine Klapperschlange mit Dachschaden.
30:37Habe, wenn Sie mal jemanden nicht mögen, dann aber richtig.
30:40Ich stelle fest, Sie arbeiten nicht.
30:43Doch, wir arbeiten.
30:44Glauben Sie mal.
30:46Ich habe mein Auto zurückgeholt.
30:48Es sind sieben Kilometer.
30:49Von meiner Haustür bis zu der Stelle, wo mein Sohn gefunden worden ist.
30:53Exakt sieben Kilometer.
30:55Ich habe den Zähler gestellt.
30:57Entschuldigung.
30:58Ich stelle immer den Zähler.
31:00Jo.
31:01War der Zähler auch gestellt, als Ihr Sohn den Wagen hatte.
31:04Bei ihm waren es keine sieben Kilometer.
31:06Wissen Sie, wie viel mein Sohn vorgestern Nacht gefahren ist?
31:1032 Kilometer.
31:1332 Kilometer.
31:15Ich glaube überhaupt nichts von dem, wie das angeblich alles gelaufen sein soll.
31:20Ich sage Ihnen, das war alles ganz anders.
31:27Ich halte das nicht für ausgeschlossen, Herr Gaussmann.
31:30Haben Sie irgendeinen Verdacht?
31:33Ich habe nur meine Gefühle.
31:41Ja?
31:42Der Migant hier.
31:43Ich hatte mal wieder recht.
31:44Womit?
31:46Der Hinweis von dem Busfahrer hat sich als Seifenblase herausgestellt.
31:50Ich habe mit der Passantin gesprochen, von der er erzählt hat.
31:53Die hat nichts gesehen.
31:55Sind Sie noch in der Bushaltestelle?
31:57Ja.
31:58Gut, dann habe ich jetzt einen kleinen Auftrag für Sie.
32:00Einen kleinen Auftrag?
32:01Ja, da bin ich ja gespannt.
32:02Ja, Sie machen jetzt eine kleine Spazierfahrt.
32:19Siska, das ist ja schön, dass Sie so viel denken, aber noch schöner wäre es, wenn Sie mir sagen würden,
32:24was.
32:24Hane, ich denke nach überfallen.
32:27Wie, richtige Fallen?
32:29Richtige Fallen, die man Menschen stellen kann.
32:31Das sind beides Feld.
32:4032.
32:43Kilometer?
32:44Ja.
32:45Ich bin genau die Strecke gefahren, die Sie gesagt haben.
32:48Vom Haus Gaussmann zur Haltestelle am Staudenweg und dann weiter zum Rosenholz.
32:53Tja, und das sind 32 Kilometer.
32:56Na, bingo.
32:58So, da die Kilometerzahl jetzt übereinstimmt, ist es durchaus denkbar, dass der Gaussmann an der Haltestelle Staubenweg stand und der
33:06Busfahrer sich nicht getäuscht hat.
33:08Aber das sind völlig entgegengesetzte Richtungen.
33:11Da muss der doch in der Nacht einen riesigen Umweg gefahren sein.
33:13Warum?
33:14Sag mal, was gibt es denn da im Umfeld von der Haltestelle?
33:17Nichts, nichts Besonderes.
33:18Brachland, paar schlichte Wohnhäuser.
33:20Ich kann mir nicht vorstellen, was er da gewollt hat.
33:30Wenn du die Treppe nehmen würdest, bitte, dass sie dir den Trennkurs sparen.
33:33Blödsinn.
33:35Immer meins.
33:36Andere würden sich freuen, wenn sie so gefragt wären wie Sie, Herr Hanne.
33:42Ja, Herr Hanne?
33:44Moment.
33:46Dr. Welt steht unten und möchte Sie sprechen.
33:48Ist der Abteilungsleiter von dem Gaussmann.
33:51Der soll raufkommen.
33:52Da kann er raufkommen.
33:54So, nochmal von vorn.
33:56Der Busfahrer hat also gesagt, er hat außerdem noch eine Passantin gesehen.
33:59Ja.
34:00Die Passantin hat gesagt, sie hat nichts gesehen.
34:02Ja.
34:05Ja, Folgerung?
34:06Ja, einer von beiden ist blind oder lügt.
34:09Das dürfte wohl kaum der Busfahrer sein.
34:15Nächster Schritt.
34:17Ach, nee.
34:18Doch, natürlich.
34:20Sie müssen die Frau nochmal befragen und zwar gründlich.
34:22Heute noch.
34:23Heute noch.
34:30Dankeschön.
34:31Guten Abend.
34:32Sie sind noch im Dienst.
34:33Das ist ja wunderbar.
34:34Das ist Ansichtssache.
34:35Mein Kollege Hauptkommissar Siska.
34:38Guten Abend.
34:39Guten Abend.
34:39Ich grüße Sie.
34:40Bezeihen Sie, ich habe gar nicht viel Zeit.
34:41Ich bin eigentlich auf dem Weg in die Oper.
34:44Aber das Präsidium liegt ja auf dem Weg und ich dachte, ich denke, ich sollte noch was sagen.
34:48Ja, ist doch schön.
34:49Nur zu, nehmen Sie Platz.
34:51Dankeschön.
34:55Ich hatte letzte Woche eine kleine Unterredung mit Erich Gaussmann.
34:59Worüber?
35:01Oh ja, er schien mir in der letzten Zeit sehr bedrückt, sehr niedergeschlagen.
35:06Und da habe ich ihn gefragt, ob ich ihm helfen könnte.
35:08Und, konnten Sie ihm helfen?
35:10Nein, er ist etwas Privates gewesen, hat er gesagt.
35:13Das heißt, nein, familiär.
35:16Familiär war das Wort, das er benutzte.
35:18Ist ja etwas familiäres gewesen.
35:20Wurde er auch konkreter?
35:21Nein, er hat sich sehr, sehr ungenau ausgedrückt.
35:26Ungenau.
35:26Ja, was meinen Sie mit ungenau?
35:28Er sagte, bei uns zu Hause sinkt alles in die Finsternis.
35:33Worteilich.
35:35Sehen Sie, das ist genau der Grund, warum ich es bisher nicht erwähnt habe.
35:38Aber es schien mir sehr, sehr überzogen.
35:40Bei uns zu Hause sinkt alles in die Finsternis.
35:43Aber als er bei der Ton in die Messe sagte,
35:46er sagte das auf eine ganz eigenartige Art und Weise.
35:53Ach, Schneewittchen, was guckst du denn so?
35:56Warte nur, bald gibt es nur vom Feinsten.
36:00Komm.
36:14Du frisst jetzt schön weiter.
36:26Ja bitte?
36:28Wer sind Sie?
36:29Was wollen Sie?
36:37Achtung!
37:15Achtung!
37:37Achtung!
37:40Achtung!
37:43Achtung!
37:52Vom Arke!
38:27Untertitelung des ZDF, 2020
38:31So, Herr Dr. Werks, hier ist das Protokoll. Wenn Sie bitte unterschreiben.
38:35Dankeschön.
38:36Haben Sie eigentlich je etwas mitbekommen von Familien neben Gaussmanns?
38:41Nein, soweit ich das beurteilen kann, liegt da alles bestens.
38:45Schauen Sie, ich habe keine Ahnung, ob es richtig war, hierher zu kommen.
38:48Und es geht mich auch in tiefer Wahrheit überhaupt gar nichts an.
38:51Und der Tod von Erich Gaussmann steht vermutlich auch in einem völlig anderen Zusammenhang.
38:55Hm.
38:55Nicht wahr?
38:58Ja, möglich ist alles.
39:04Siska?
39:08Wir kommen sofort.
39:11Ist was Wichtiges?
39:13Bitte?
39:15Sie können gehen, vielen Dank.
39:19Ich danke Ihnen.
39:22Guten Abend, Kollegen.
39:24Guten Abend.
39:26Das kann nur eine halbe Stunde her sein.
39:28So schnell war ich noch nie an der Antatort. Echt klasse.
39:31Klasse? Klasse wäre es, wenn die Frau noch leben würde.
39:34Oh, Doc, geben Sie dem Hund irgendwas zur Beruhigung. Was stark ist.
39:38Wiegand, was vom Belang?
39:39Zeitungen.
39:40Jede Menge Zeitungen. Und alle von heute.
39:44Aha.
39:45Sie wollte sich anscheinend gründlich über diesen Fall informieren.
39:48Dafür kann es eigentlich nur einen Grund geben.
39:50Sie meinen, dass sie tatsächlich etwas gesehen hatte?
39:53Etwas oder jemand.
39:54Und für diesen jemand ist sie jetzt gefährlich geworden.
39:57Und warum hat sie mir dann nicht gesagt, dass sie jemanden gesehen hat?
40:01Vielleicht wollte sie ihr Wissen ja für eigene Zwecke nutzen.
40:05Erpressung.
40:06Wäre doch naheliegend.
40:08Man kann aber nur jemanden erpressen, den man auch kennt.
40:11Das würde ja heißen, dass der Täter hier aus der Nachbarschaft stammt.
40:14Man kann Leute auch anderswo herkennen.
40:17Aus der Zeitung zum Beispiel.
40:19Höllen Autor auf dem Weg zur Partyhölle.
40:22Zum Beispiel.
40:34Du hast gewartet?
40:42Und zwar schon ganz schön lang.
40:44Ich war bei meinem Verleger. Hat geredet und geredet und geredet.
40:48Christian, ich finde es nicht gut, dass du hier bist.
40:52Was soll ich denn sonst machen?
40:54Zu Hause bleiben und warten.
40:57Auf was?
40:58Darauf, dass sich alles wieder beruhigt.
40:59Christine, lebe einfach dein Leben weiter. Ich lebe meines.
41:05Ich dachte, mein Leben wäre deins.
41:07Das wird es doch noch früh genug.
41:12Ich halte es einfach für verkehrt, wenn man uns jetzt zusammen sieht.
41:16Gerade jetzt, wo die Polizei rumläuft und Fragen stellt.
41:21Bernd, vorgestern nach der Lesung, da bist du auch gleich heimgefahren, oder?
41:25Nein, ich habe vorher noch deinen Bruder umgebracht.
41:29Christine, das war ein Witz.
41:31Ein Witz?
41:34Was sonst?
41:43Christine, ich melde mich bei dir.
42:04Ich melde mich bei dir.
42:05probable, zwölf stoked.
42:18Ich helde mich bei dir.
42:19Oh,日ge!
42:23Oh, nein!
42:28Oh!
42:29Well, oh!
42:30Oh!
42:30Oh!
42:31Oh!
42:33Oh!
42:33Oh!
42:38Was soll denn das?
42:46Morgen.
42:47Morgen.
42:48Bernd Pfeilstetter ist spurlos verschwunden.
42:51Spurlos?
42:52Ja.
42:53Er hatte bis zum frühen Abend ein Gespräch bei seinem Verleger
42:56und wollte danach nach Hause.
42:58Sein Wagen steht in der Garage,
43:00aber er ist wahrscheinlich nie im Haus angekommen.
43:02Na gut, dann müssen wir sofort eine Fahndung einleiten,
43:04damit ihm nichts passiert.
43:06Mach ich.
43:07Ja, nein, das war nicht das, was ich hören wollte,
43:10aber trotzdem, herzlichen Dank.
43:13Ich habe gerade noch mal mit Gausmanns Abteilungsleiter gesprochen.
43:18Also auch in der Nähe vom Staudenweg
43:20gibt es keine Versicherungskunden.
43:22Womit das Rätsel nur noch größer wird.
43:24Genau, am Rosenholz konnte man sich nur vorstellen,
43:26was er da wollte,
43:27aber was will jemand nachts am Staudenweg?
43:29So, komm, lassen wir das ein, zwei.
43:30Nein, die Suche nach dem Pfeilstädter hat jetzt Vorrang.
43:33Wird Zeit für ein paar klare Worte mit seiner Freundin.
43:37Ach, äh, noch etwas.
43:38Sie erinnern sich, dass Pfeilstädter diese Bemerkung gemacht hat
43:41von dem ungeklärten Autounfall,
43:42bei dem seine Eltern ums Leben kamen.
43:44Ja, Sie haben nachgeforscht?
43:45Ja, und wissen Sie, was an dem Unfall seltsam ist?
43:48Vermutlich nichts.
43:49Richtig, es war ein Auffahrunfall,
43:51tragisch zwar, aber in jeder Hinsicht geklärt.
43:54Na, das passt doch.
43:56Das passt?
43:57Ja, zu seiner Persönlichkeit.
43:59Dieser Pfeilstädter,
44:00der will doch mal alles in der Welt
44:01geheimnisvoll und gefährlich wirken.
44:03Ist er aber nicht, nicht wirklich.
44:04Die Hölle.
44:06Die Hölle, die ist anderswo.
44:17Die Hölle, die ist anderswo.
44:37Die Hölle, die äh.
44:57Alle ihres adoles
44:58Die Hölle, die sind anderswo.
45:02Die Hölle, die ist anderswo.
45:05Sie��, die sind anderswo.
45:36Untertitelung des ZDF, 2020
46:06Untertitelung des ZDF, 2020
46:19Untertitelung des ZDF, 2020
46:36Ich weiß nicht, was Sie meinen
46:38Doch, das wissen Sie
46:41Und ich glaube, Sie denken es mittlerweile selbst
46:43Obwohl Sie es nicht denken wollen
46:49Sie haben ihm etwas gegeben, was Sie ihm nicht hätten geben dürfen, habe ich recht?
46:53Nein
46:55Mein Kollege wird die Bestände hier überprüfen
47:02Er wollte doch bloß sein Bewusstsein erweitern
47:05Sie haben ihm Opiate verschafft
47:07Er sagte, er ist Künstler
47:10Er hat ein moralisches Recht darauf
47:14Ich fand, das klang richtig gut
47:19Hat er sonst noch jemand mitgekriegt?
47:22Mitgekriegt?
47:22Naja, bei Ihnen zu Hause, in der Familie zum Beispiel
47:25Haben die davon gewusst?
47:27Nein, bestimmt nicht
47:29Ich hätte zu Hause auch nie drüber sprechen können
47:31Mein Vater und Erich, die
47:34Konnten Bären von Anfang an nicht ausstehen
47:37Ach
47:39Das ist doch meine Information
47:42Hane
47:43Sie kümmern sich hier um die Details
47:44Wiegand
47:45Sie können sich ja denken, wohin wir jetzt fahren müssen
47:47Dankeschön
47:56Die Angelegenheit ist aber ziemlich eikel
47:58Sind Sie sich da Ihrer Sache sicher?
47:59Ja, da bin ich mit meiner Sache sicher
48:02Und wie wollen wir vorgehen?
48:03Wir werden Ihnen das gar nicht zum Nachdenken kommen lassen
48:05Und dann zeigen wir Ihnen das Video von der letzten Nacht
48:07Aus Pfahlstedters Überwachungskamera
48:09Wie? Es gibt ein Überwachungsvideo? Davon weiß ich doch gar nichts
48:11Wie? Davon wissen Sie noch gar nicht?
48:13Schauen Sie mal, was ich da habe
48:15Da ist aber der letzte Geburtstag von meiner Oma drauf
48:17Nicht für die nächsten fünf Minuten
48:25Wo ist Bären Pfahlstedter?
48:28Wie bitte?
48:29Sie haben mich schon richtig verstanden
48:30Wo ist Bernd Pfahlstedter?
48:33Sind Sie verrückt?
48:34Herr Gausmann
48:35Pfahlstedters Grundstück ist Videoüberwacht
48:37Hier ist alles drauf
48:39Wollen Sie es sehen?
48:42Was blieb mir denn übrig?
48:44Ich hatte jedenfalls das Gefühl, dass Sie nichts tun
48:46Wo ist er?
48:53Unser altes Betriebsgelände
48:54Als Verwalter bin ich im Moment der Einzige, der einen Schlüssel dazu hat
49:09Hören Sie, Pfahlstedter muss etwas mit Erichs Tod zu tun haben
49:12Pfahlstedter hat Erich gehasst
49:14Von Anfang an
49:16Erich war alles, was Pfahlstedter nicht war
49:18Er war ordentlich, er war fleißig, er war anständig
49:22Eigentlich hat sich Erich immer über Pfahlstedter lustig gemacht
49:25Aber ich bitte Sie, wo leben wir denn?
49:26Gefühle sind doch keine Beweise
49:28Vielleicht hat er inzwischen gestanden
49:30Wie meinen Sie das?
49:32Ich habe ihm Schreibzeug eingelegt
49:34Sonst nichts
49:58Was wollen Sie denn doch von mir?
50:03Ich sehe, Ihr Bewusstsein hat sich gewaltig erweitert
50:05Riska
50:12Wie können Sie darüber Witze machen?
50:15Sonst habe ich von Ihnen gelernt
50:19Kommen Sie
50:26Hier ist die Liste der Opiate, die Christine Gaussmann entwendet hat
50:30Über kurz oder lang wäre das sowieso aufgefallen
50:36Kein Wunder, dass Sie so nervös war
50:37Deswegen und nicht wegen dem Mord an Ihrem Bruder
50:42Dann hat Pfahlstedter wohl doch nichts mit dem Mord zu tun
50:44Nein, wahrscheinlich nicht
50:47Der war ja vorhin völlig am Ende mit seinen Nerven
50:49Wenn er uns was zu gestehen gehabt hätte, hätte er es uns gestanden
50:53Das heißt für uns jetzt zurück auf los, oder?
50:57Ich meine, wir können es auch drehen und wenden, wie wir wollen
50:59Erich Gaussmann ist am Rosenholz gefunden worden
51:01Also wird sein Mörder wohl, ja, von dort kommen
51:04Aus dem Milieu
51:04Aber diese Aussage von seinem Abteilungsleiter
51:07Das ihm Gaussmann erzählt hat
51:09Von dieser Finsternis über seine Familie
51:12Die hätte ja dann gar keinen Belang
51:13Nein, nein, Moment, die hat Belang
51:17Und ich kann mir jetzt auch denken, welchen
51:20Haben Sie die Aussage da?
51:22Die ist in der Akte
51:23Aber ich glaube nicht, dass Sie da noch Feinheiten entdecken können
51:25Ich will ja auch nur die Unterschrift sehen
51:29Oh, die ist ziemlich schnörkelig, das wird nicht leicht
51:33Was?
51:35Was wird nicht leicht?
51:36Sie zu fälschen
51:37Aber dafür haben wir ja Leute, oder?
51:40Und was soll das werden?
51:45Ich denke, der Erich Gaussmann ist in eine Falle gelaufen
51:48Und wir stellen jetzt seine Mörder ein
51:59Hallo, Herr Dr. Welts
52:01Oh, Herr Hahn, ja, guten Morgen, ich grüße Sie, geht's Ihnen gut?
52:04Gibt's was Neues?
52:05Tja, leider nicht, wir treten auf der Stelle
52:08Wir weiten jetzt die Befragungen aus
52:10Förtner
52:12Kantinenpersonal
52:13Ewige Kleinarbeit, wissen Sie, das ist frustrierend
52:16Verstehe ich, verstehe ich gut
52:17Sie entschuldigen mich, ich muss weiter
52:19Alles Gute
52:20Schönen Tag, Herr Hahn, ja?
52:22Ach, wie war's denn neulich in der Oper?
52:24Welche Oper?
52:25Ja, Sie waren doch neulich gerade unterwegs zur Oper
52:27Wie war's?
52:29Wunderschöne Inszenierung
52:30Sehr, sehr schön
52:31Ja?
52:31Was für ein Stück?
52:33Rigoletto
52:34Rigoletto
52:34Also eine meiner Lieblingsoper
52:36Ist das so?
52:37Allerdings nicht der vierte Akt
52:38Wissen Sie, also diese Sache mit der Leiche im Sack
52:41Und Rigoletto merkt nicht, dass es die falsche Leiche ist
52:44Also, vielleicht bin ich da zu sehr Kriminalist
52:47Aber da fehlt mir einfach die Logik
52:49Seht, das hab ich gar nicht bestellt
52:50Das war ganz, ganz bremst für mich
52:51Ich wünsche Ihnen ganz schönen Tag, ich muss sagen
52:53Alles Liebe
52:54Hören Sie, lass uns uns doch noch ein bisschen unterhalten
52:57Wer hat direkt die Zeit nicht an?
53:00Aber Zeit nicht
53:00Ja, sie
53:02Ja, warte auf, mache
53:03Ja, vielleicht ist es
53:04Nein, ich werde auf.
53:15Das war's.
53:55Herr Stöger?
53:56Was?
53:58Ich darf doch.
53:59Kommen Sie.
54:01Ganz ruhig.
54:14Unterlagen vernichten, sofort.
54:15Ja, steht da.
54:17Das ist aber nicht von mir.
54:18Nein?
54:19Nein, ich hab's nicht geschrieben.
54:22Die Unterschriften sind völlig identisch.
54:24Das ist aber nicht von mir.
54:25Was sind das denn nun eigentlich für Unterlagen?
54:27Das sind Versicherungsnehmer.
54:28Ich wollte die Unterlagen gerade zum Fotokopieren bringen.
54:33Eine Menge Kunden, an die Ihre Versicherungsgesellschaft eine ganze Menge Geld bezahlt hat.
54:38Zum Beispiel an diesen Herrn Jodorowsky, wohnhaft im Staudenweg 31.
54:43Und das ist, wie wir alle wissen, die Adresse von der Buswartestelle.
54:46Ja.
54:47Wissen Sie, was ich glaube?
54:49Ich glaube, Sie haben alle diese Kunden da frei erfunden.
54:51Und die Zahlungen dann selbst kassiert, gemeinschaftlich.
54:54Glauben Sie das?
54:55Ja, glaube ich.
54:57Nur leider kam der Erich Gaussmann dann irgendwann mal dahinter, dass er was faul war.
55:02Er wählte die Handynummer dieses vermeintlichen Versicherungsnehmers.
55:05Die steht ja hier, zwecks Rückfragen.
55:09Er wusste aber nicht, dass Sie das Handy eingerichtet hatten zu einem einzigen Zweck.
55:12Es sollte still bleiben.
55:14Denn sobald es läutete, wussten Sie ja, dass jemand Ihren Betrug auf der Spur war.
55:18Wenn auch nur annähernd.
55:24Ja, finde ich, Sie ist beeindruckend.
55:27Das hat meine Frau auch immer zu mir gesagt.
55:29Gut, dann rief er Sie an.
55:31Sie meldeten sich, wahrscheinlich mit verstellter Stimme.
55:34Verabredeten sich an der besagten Adresse.
55:37Gaben sich ihm zu erkennen.
55:39Überredeten ihn zu einer kleinen Spazierfahrt.
55:41Und zwar genau an den Ort, wo wir ihn dann auch gefunden haben.
55:44Tja, und unterwegs müssen Sie dann wohl herausgefunden haben,
55:46dass er mehr wusste, als ihn lieb war.
55:47Er musste sterben.
55:49Sie machen sich lächerlich.
55:50Das hat meine Frau nie zu mir gesagt.
55:53Na gut, die kannte mich ja auch besser.
55:55Naja, das ist ein anderes Thema.
55:57Dann tarnten Sie die Tat als einen Raubmord im Milieu,
55:59obwohl das Opfer in Wirklichkeit nie etwas damit zu tun gehabt hatte.
56:04Dann haben Sie beide uns ein völlig falsches Bild von seiner Persönlichkeit vorgelogen.
56:08Diese Magazine und den Stadtplan haben Sie erst im Nachhinein in seinen Schreibtisch gelegt.
56:12Dummerweise sind Sie im Staudenweg gesehen worden.
56:15Von einer Passantin.
56:17Diese Frau hat sie am nächsten Tag in der Zeitung wiedererkannt auf einem Foto von der Betriebsfeier.
56:21Und sie wollte sie erpressen.
56:22Und deshalb schickten Sie Ihren Komplizen los, um sie umzubringen.
56:26Während Sie gleichzeitig mit diesem Märchen von Gaussmanns familiäre Finsternis
56:31zu uns ins Präsidium kamen, um sich ein optimales Alibi zu sichern.
56:35Das hören Sie mal zu.
56:36Ich habe keinen Einblick in die Machenschaften meiner Mitarbeiter.
56:39Was?
56:40Aber wenn Sie anfangen, das mir in die Schule zu schieben,
56:42machen Sie sich nicht nur lächerlich.
56:44Das ist absurd.
56:45Wie ist die Nummer von diesem Herrn Jodorowsky?
56:510171 8525333
57:03Sagen Sie uns mal, was da klingelt in Ihrem Schreibtisch.
57:10Kommen Sie, Herr Dr. Welz.
57:35Kommen Sie, Herr Dr. Welz.
57:52Kommen Sie, Herr Dr. Welz.
58:23Kommen Sie, Herr Dr. Welz.
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