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  • vor 6 Wochen
Hauptkommissar Siska - Peter Kremer /
Drehbuch - Detlef Müller /
Regie _ Hans-Jürgen Tögel

Kategorie

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Transkript
00:07Musik
00:38Musik
01:00Ich hab alle versenkt.
01:02Und noch mal einen.
01:06Ich geh jetzt.
01:07Wann kommst du wieder?
01:09Weiß ich noch nicht.
01:12Ich ruf euch ein.
01:13Okay.
01:15Mach ich.
01:17Und noch mal einen.
01:32Musik
01:56Alles gut.
02:06Musik
02:07Musik
02:18Musik
02:41Musik
02:41Also, drei Pilze, ja, nur auf, zwei Tristen und andere Broten
02:49Lütter, magst du noch ein Bier?
02:50Ein Bier bitte
02:51So, kann ich noch vier Pilze haben, eine Flasche von den Broten und zwei Weißbier
03:00Ich hab dich ja hier noch nie gesehen
03:02Ja, ich bin auch zum ersten Mal hier
03:04War ja der Geburtstag
03:05Nein, etwas Besseres, eine Förderung
03:09Ich heiße Elisabeth
03:10Aha, ein schöner Name
03:13Und du?
03:15Siska
03:16Vorne oder hinten?
03:18Hinten
03:19Und vorne?
03:21Vorne Peter
03:22Auch ein schöner Name, Himmel
03:25Danke, hat der rote Pilner
03:30Danke
03:32So
03:39Achtung
03:40In den Landkreisen Starnberg und Weilheim
03:43sowie auf der A93 zwischen Kufstein und Rosenheim
03:46vereiste Fahrbahnen
03:48Es wird um erhöhte Vorsicht gebeten
03:50Und dann geht's Jungs
04:05Bye
04:05Das war's.
04:52Was soll das?
05:09Weißt du, was ich jetzt möchte?
05:11Ja, sag's.
05:12Ich will dir einen Tango-Kurs machen.
05:15Mit mir?
05:16Ich glaube nicht, dass ich dafür den richtigen bin.
05:18Ich schon.
05:20Kennst du das nicht?
05:20Man trifft einen Menschen und weiß, das ist er.
05:23So was gibt's?
05:24Ja, mir ist das heute Abend passiert.
05:28Peter, Telefon.
05:29Entschuldigung, aber ich glaube, das ist für mich.
05:35Danke.
05:37Ja?
05:39Ja, und wo?
05:41Gut, ich komme sofort.
05:43Tut mir leid, die Pflicht ruft.
05:46Hier, Kollege Günther wird sich um mich kümmern.
05:48Aber ich will doch, dass du dich um mich kümmerst.
05:50Ich muss mich um einen Mann kümmern.
05:51Was, bist du schwul?
05:53Nein, nein, nein, ich muss es aber wirklich.
05:55Günther, das ist Elisabeth.
05:56Viel Spaß noch heute Abend.
06:12Hier, ein ganz kleiner Einstich.
06:15Ziemlich große Wirkung.
06:17Wer hat ihn gefunden?
06:18Ein paar Bundeswehrsoldaten, die machen hier in der Nähe eine Übung.
06:21Das ist er im Wagen.
06:26Stuttgarter Nummer?
06:27Ja, es ist ein Mietwagen hier in München angemietet.
06:31Aller Wahrscheinlichkeit nach waren die Schranken geschlossen.
06:34Drängt sich die Frage auf, warum er ausgestiegen ist.
06:39Hat der Papiere dabei?
06:41Eine ganze Brieftasche voll.
06:42Da drin im Polizeibus.
06:55Sie können hier nicht durchfahren.
06:57Dann bitte fahren Sie zurück.
06:58Ich muss da lang.
06:59Bitte fahren Sie zurück.
07:03Okay.
07:17Personalausweis, Kreditkarten, Führerschein, alles auf den Namen Max Holler, Wohnsitz in Eichstätt.
07:23Schöne Städtchen.
07:25Hier, Schlüssel, Medikamente und ein Parkschein von einer Münchner Tiefgarage, Hoflingerstraße.
07:33Das war's.
07:34So, und jetzt sind Sie dran.
07:35Ich meine, da können Sie ja nicht Tango tanzen.
07:38Tango, ich?
07:40Hat das was mit dem Mord zu tun?
07:43Nein.
07:43Na, gute Nacht.
07:48Die Tatortfotos sind gerade reingekommen.
07:55Und hier ist auch der Befund von den Gerichtsmedizinern.
07:59Ein von rechts geführter, kräftiger Stoß mit einem scharfkantigen Gegenstand.
08:03Durchmesser zwischen 6 und 8 Millimeter, Schraubenzieher, Pfeile oder ähnliches.
08:07Der Tod traut durch Ersticken ein, innere Blutung.
08:11Die Halsschlagader war durchstoßen.
08:15Ja, Moment, Moment.
08:16Das Wichtigste kommt noch.
08:17Wir haben doch bei dem Toten einen Parkschein gefunden, von einer Tiefgarage in der Hoflingerstraße.
08:22Die Garage gehört zu einer Bank.
08:24Dort hat unser Mann, drei Stunden vor seinem Tod, Aktien und Papiere im Wert von 1,6 Millionen Mark eingelöst.
08:30Und das Geld hat er bar mitgenommen.
08:33Und als er in der Warnschranke ankam, war der SWO noch bei sich.
08:36Ja, aber als die Schranke hochging, war es weg.
08:39Wie das Leben so spielt.
08:43Kennen Sie den Herrn?
08:45Ja, flüchtig. Der hatte nebenan ein Büro.
08:50Ist mir doch gar nicht aufgefallen.
08:54Den Toten vom Bahndarm, haben Sie sich den mal genau angesehen?
08:59Ja, das ist er doch. Wieso?
09:01Dieser Max Holler aus Eichstätt hat ein bemerkenswertes Schicksal.
09:04Er ist gestern Abend nicht zum ersten Mal gestorben,
09:08sondern er kam bereits vor drei Jahren ums Leben bei einem Unfall.
09:12Die Eichstädter Kollegen haben uns die Unterlagen geschickt.
09:15Sterbeurkunde, der Unfallbericht, Traueranzeige.
09:20Hier, Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unseren einzigen Sohn, den Gartenbaumeister Max Holler, zu sich zu rufen.
09:26Geboren am 9.3.1957 in Eichstätt, Seelenmesse und so weiter.
09:31Die Papiere sind echte, die habe ich prüfen lassen.
09:34Das würde ja bedeuten, dass der Toter am Bahnübergang...
09:37War nicht Max Holler, sondern jemand, der seine Papiere benutzt hat.
09:40Ein Doppelgänger?
09:42Jedenfalls jemand, der ihm ähnlich sah.
09:44Aber wer?
09:45Das ist die Frage, die ansteht.
09:47Der echte Max Holler, der vor drei Jahren Verstorbene in Eichstätt, hat noch Angehörige, seinen Vater.
09:56Hier ist seine Adresse.
09:59Danke.
10:04Ich hatte eine Entschädigung beantragt.
10:07Ich habe überall hingeschrieben.
10:09Aber keiner hat zahlen wollen.
10:12Sie sagten, zahlen muss, wer den Unfall verursacht hat.
10:15Aber den haben Sie ja nie gefasst.
10:19Ist das Ihr Sohn?
10:23Das ist er.
10:27Aber woher haben Sie seinen Ausweis?
10:30Die Papiere Ihres Sonnes waren nach dem Unfall verschwunden.
10:33Aber jetzt sind sie wieder aufgetaucht.
10:36Der Wagen war den Hang runter.
10:39Dabei wurde der Junge rausgeschleudert und ist in den Mühlbach.
10:42Da ist er ertrunken.
10:48Er hat viele Kränze bekommen.
10:50Er war ja in allen Vereinen.
10:52Haben Sie Ihren verstorbenen Sohn noch mal gesehen?
10:56Sie hatten ihm eine Mütze aufgesetzt, weil der Kopf kaputt war.
11:00Meine Frau ist ein halbes Jahr später.
11:04Vor Kummer.
11:07Sie wissen auch nicht, wer seinen Wagen von der Straße gedrängt hat.
11:10Wir wissen nur, dass ein Mann seine Papiere benutzt und unter seinem Namen weitergelebt hat.
11:15Ein Mann, der Ihrem Sohn sehr ähnlich sieht.
11:18Darf ich den Mann mal sehen?
11:20Das sollen Sie sich ersparen.
11:23Er ist tot.
11:24Wir können auch nicht ausschließen, dass der Unfall Ihres Sohnes ein Anschlag, ein Mordanschlag war, um in den Besitz seiner
11:30Papiere zu kommen.
11:33Was für eine Welt.
12:02Nicht zu fassen.
12:04Aber schauen Sie mich denn jetzt dabei an.
12:05Ich trage die Jacke jetzt schon seit fünf Jahren.
12:07Wenn Sie das gut finden.
12:08Also ich tippe, dass er sich das Gesicht hat korrigieren lassen, um dem Mann auf diesem Ausweisfoto mal ähnlicher zu
12:14werden.
12:15Ah, nee.
12:15Hm?
12:16Aber ernsthaft jetzt.
12:17Ich könnte mir vorstellen, dass er sich da Muttermal hat wegoperieren lassen.
12:20Was?
12:21Ja, zum Beispiel.
12:23Ja?
12:24Das könnte sein.
12:27Ja?
12:28Ich will Siska.
12:30Für Sie.
12:32Sehr streng.
12:35Ja, Siska?
12:36Rat mal, wer dran ist.
12:38Oh, bitte nicht.
12:39Mit dem Raten habe ich es noch nie gehabt.
12:40Elisabeth.
12:42Du bist doch gar nicht schwul.
12:44Aber wo hast du denn meine Nummer?
12:46Von deinem Kollegen Günther.
12:48Der wird für deine Frau alles machen.
12:49Du, Hör mal, ich bin noch im Sprung nach Berlin.
12:51Der Bundeskanzler wartet nicht gern.
12:52Ich gebe dich mal an meinen lieben Kollegen Hane weiter, ja?
12:54Bis denn, ne?
12:56Sagen Sie was Nettes.
12:57No, no, no, no.
12:57Herr Hane, Sie sind mir mal schuldig.
13:01Alles gespät.
13:05Ja, Hane?
13:08Jetzt passen Sie mir auf, ja.
13:10Sagen Sie Ihrem Siska.
13:11Ich will nicht irgendwelche Ersatzfiguren.
13:13Ich will ihn, ist das klar?
13:15Ja, es ist leichter gesagt als getan, schöne Frau.
13:18Woher wissen Sie denn das?
13:20Was?
13:21Das mit der schönen Frau.
13:23Das verrägt mir Ihre liebliche Stimme.
13:31Hund.
13:36Auto.
13:40Pferd.
13:43Und Affe.
14:02Und Onkel Max.
14:05Wer?
14:07Er kommt neben Batman.
14:14Schau mal, Onkel Max.
14:21Woher hast du das Bild?
14:22Aus der Zeitung.
14:24Steht da noch was geschrieben?
14:26Weiß nicht.
14:28Am Abend des 12. Dezember ist dieser Mann an der Bahnschranke nahe der Ortschaft.
14:35Unkel Max kommt nicht mehr.
14:42Hast du das verstanden?
14:44Ja, kommt nicht mehr.
15:04Danke.
15:06Danke.
15:26Und sie kamen nie unter dem Namen Max von Hart.
15:31Ja.
15:34Hat er Ihnen mal erzählt, woher er den Arten umgesetzt hat?
15:40Er ist als Junge in eine Scheibe gelaufen.
15:46Und Sie haben mit ihm zusammen gelebt?
15:48Ja.
15:50In aller Wohne?
15:52Zwei Jahre.
15:54Wann haben Sie ihn zum letzten Mal gesehen?
15:59Am Freitag, bevor ich zur Arbeit gegangen bin.
16:04Er sagte, er müsste ein paar Tage weg.
16:07Geschäftlich.
16:08Das musste er öfter.
16:11Aber er hat immer angerufen.
16:14Wie ist es passiert?
16:19Jemand hat einen spitzen Gegengestand in seinen Hals gestoßen.
16:27Ich würde mir gerne Ihre Wohnung anziehen.
16:31Kommen Sie.
16:32Ich bringe Sie nach Hause.
16:38Wir brauchen einen Aufzug für meinen Jungen.
16:42Wir werden mal ein Auto öffnen.
16:44Ich bin froh.
16:45Sein Vater ist dabei ins Leben.
16:47Wie heißt er gerade?
16:49Sven.
16:50Er ist gerade beim Sport.
16:51Bitte.
16:52Da hier.
16:54Haben Sie irgendwann mal Verwandte oder Freunde Ihres Lebensgefährten kennengelernt?
16:58Er hat 20 Jahre in Frankfurt gearbeitet.
17:02Die meisten seiner Freunde leben dort.
17:03Da ist es natürlich ein bisschen schwierig.
17:07Ist das so ein Schreibtisch hier?
17:09Ja.
17:11Was hat er denn beruflich gemacht?
17:14Hausverwaltungen.
17:16Mit einem eigenen Büro?
17:18Ja.
17:19Haben Sie das Büro mal gesehen?
17:21Ja.
17:21Er sagt, es wäre ein Büro wie jedes andere.
17:24Hat er sich an den allgemeinen Ausgaben zum Beispiel hier im Haus beteiligt?
17:28Oh ja, er hat jede Menge bezahlt.
17:30Ich muss ihm jetzt etwas sagen.
17:33Der Mann, den Sie als Max Holler gekannt haben, der hieß in Wirklichkeit ganz anders.
17:40Er hat sich diesen Namen angeeignet von einem Verstorbenen, dem er sehr ähnlich sah.
17:48Und er selbst?
17:51Ich meine, er muss doch auch irgendeinen Namen...
17:56Vielleicht kennt ihn ja der, der ihn umgebracht hat.
18:00Das ist Sven.
18:07Heute war ich ganz schlecht.
18:09Nur 160 Punkte.
18:11Beim nächsten Mal bist du besser.
18:13Ich will nicht mehr.
18:15Was sagst du immer?
18:18Das ist Sven.
18:20Tag.
18:21Tag.
18:23Herr Siska ist hier wegen Max.
18:26Onkel Max?
18:27Ja.
18:28Was treibst du denn für Sport?
18:30Bogenschießen.
18:31Aber ich bin ganz schlecht.
18:33Nur Achter.
18:34Das geht mir nicht anders.
18:36Mal ist jeder Schuss ein Treffer und dann gibt es Tage, da läuft überhaupt nichts.
18:40Deine Mama hat gesagt, dass der Onkel Max sich noch von dir verabschiedet hat.
18:44Ja, er hat gesagt, er ruft mich an und als er beim Auto stand, hat er gewinkt.
18:51Sven guckt immer aus dem Fenster, wenn einer von uns, wenn jemand wegfährt.
18:58Und als er wegfuhr, ist dir da irgendwas aufgefallen?
19:00Hast du dir was gesehen oder gehört?
19:03Ähm, nein.
19:06Ich hab Pulle.
19:10Ja, ich, ich muss jetzt was zu essen machen.
19:13Ja.
19:13Natürlich.
19:14Danke, Sie haben uns sehr geholfen.
19:17Max, Max war sehr lieb mit Sven.
19:21Dann erzählen Sie ihm vielleicht besser noch nichts.
19:28Ein Auto war da.
19:32Als der Onkel Max wegfuhr?
19:34Ja.
19:35Scheibenwaffe an.
19:36Los und hinterher.
19:38Was war das für ein Wagen?
19:40Groß.
19:41Kampi schienen auf dem Dach.
19:45Zu Dachträgern?
19:46Ja.
19:47Renault?
19:49Nein.
19:50VW, BMW, Volvo, Mercedes?
19:52Ja.
19:53Was, Volvo?
19:54Nein.
19:54Mercedes?
19:55Ja.
19:56Alter oder neuer?
19:58Alt.
20:00Und was für eine Farbe?
20:03Schwarz.
20:04Sehr gut.
20:05Du beim nächsten Mal schießt nur 200 Punkte, da bin ich ganz sicher.
20:08250.
20:10Kommst du wieder?
20:11Sicher.
20:12Tschüss Sven.
20:13Ciao.
20:14Wiedersehen.
20:15Wiedersehen.
20:34Das ist es.
20:35Ja.
20:42Oh, das sieht ja richtig nach Schwerstarbeiter aus.
20:51Casa Blanca.
20:52Wollen wir uns den mal ansehen?
20:54Ach, ne.
20:55Du ne, hab ich schon bloß ein Mal gesehen.
21:04Hat der Roller hier Besuch empfangen?
21:06Weiß ich nicht.
21:07Gesehen hab ich niemanden.
21:08Aber mittags hat er immer ne Pizza kommen lassen.
21:12Tja.
21:12Offensichtlich hat er seine Zeit mit Fernsehen und mit Heftchen lesend verbracht.
21:17Ja.
21:18Ja, und wenn er mal Geld brauchte, dann ist er zur Bank gegangen.
21:20Da lag ja genug.
21:23Eine Scheinfirma.
21:24Die Telefonrechnungen lagen zwischen 50 und 60 Mark im Monat.
21:28Einmal knapp über 70.
21:31Aber was anderes dürfte Sie interessieren.
21:33Waren Sie auch ein Käftchen für mich mitgemacht?
21:35Extra zart dosiert.
21:36Ein halber Löffel pro Tasse.
21:38Aha.
21:39Der Wagen, den der Junge gesehen hat.
21:42Dieser schwarze Mercedes Kombi mit Dachträger.
21:45Genauso ein Wagen hielt am Freitagabend am Tatort.
21:50Der Beamte, der ihn weggeschickt hat,
21:51erinnert sich noch an die Anfangsbuchstaben des Kennzeichens FS für Freising.
21:56Bringt uns das weiter?
21:57Die Zahl der schwarzen Mercedes Kombi mit Dachträgern im Raum Freising
22:01dürfte sich wohl in überschaubaren Grenzen halten.
22:04Hm.
22:05Ja, so mag ich ihn.
22:07Ja, dann sind Sie ja jetzt in der richtigen Stimmung.
22:09Aufgepasst.
22:10Ich brauche alle Einbrüche, Erpressungen etc.,
22:13die erstens zwischen zwei und vier Jahre zurückliegen
22:15und bei denen zweitens eine Beute von mehr als eine Million gemacht wurde.
22:21Ich glaube, ich mache ihn doch etwas stärker, den Kaffee.
22:23Ohne, na, für mich nicht.
22:25Ich muss weg.
22:26Schade.
22:26Ja, sehr schade.
22:42Ich glaube, ich mache ihn doch nicht.
22:54Das sind die Schwestern.
22:58Alex.
22:59Das ist gut.
23:30Der Kommissar!
23:31Guten Tag, hallo Sven.
23:32Ich bin mein Kollege Wiegand.
23:35Woher wussten Sie, dass wir hier auf dem Friedhof sind?
23:37Sven hat es mir verraten. Hast du deiner Mama nicht erzählt, dass ich angerufen habe?
23:40Oh, vergessen!
23:43Svens Vater hat heute Geburtstag.
23:45Darf ich Sie noch auf einen Kaffee einladen?
23:48Gerne.
23:48Gut.
24:03Hey, du machst das ja super.
24:06Ich bin wie ein richtiger Profi.
24:09Und du hast das noch nie gespielt? Das glaube ich nicht.
24:12Nee.
24:18Ihr ehemaliger Lebensgefährte hat noch an seinem Todestag Papiere im Wert von 1,6 Millionen verkauft.
24:27Haben Sie gewusst, dass er so viel besaß?
24:31Ich wusste nicht, wie viel es war.
24:33Aber Sie haben gewusst, dass es ihm gut ging, finanziell?
24:35Ja.
24:39Hat er mal erwähnt, wie er an sein Geld gekommen ist?
24:41Ja, Wahnsinn, du hast schon wieder ein Freispiel.
24:47Na?
24:49Als wir uns kennenlernten, war er schon sehr vermögend.
24:52Aber er versucht noch mehr daraus zu machen, durch An- und Verkäufe von Aktien.
24:55Und er hatte Erfolg damit.
24:58Hat er sich bedroht gefühlt oder vor irgendetwas Angst gehabt?
25:03Ich glaube, er hatte ständig Angst.
25:06Es war immer sowas...
25:09Sowas Unsicheres an ihm.
25:10Spielst du mal gegen mich?
25:12Nein, das weiß ich nicht.
25:15Ich muss jetzt mal gucken, ob ich noch so viel Kleingeld habe.
25:36Ich hoffe, ich störe.
25:39Schokopudding ist nichts für mich.
25:41Ich hatte eine gute und eine schlechte Nachricht.
25:43Ja, die schlechte zuerst.
25:45Es hat in dem fraglichen Zeitraum bundesweit zehn Überfälle, Einbrüche und Erpressungen gegeben mit einer Beute von über einer Million.
25:54Davon sind zwei Drittel der Fälle aufgeklärt.
25:57Aber eine direkte oder indirekte Verbindung zum Millionenkonto unseres Mordopfers ist in keinem der Fälle nachzuweisen.
26:05Und jetzt die Gute.
26:08Im Landgeist Freising sind drei schwarze Mercedes Kombi mit festen Dachträger zugelassen.
26:16Der eine gehört zu einem Golfplatz, der andere zum Kloster der barmherzigen Schwestern.
26:22Und der dritte, einem gewissen Bernd Lechtaler, Inhaber eines Detektivbüros.
26:26Da sie mich gleich danach fragen werden, habe ich die Adresse hier mitgebracht.
26:32So, der macht sich, oder?
26:34Hm, das finde ich auch.
26:36Gell?
26:51Ja?
26:54Das ist gar Kripo München, Herr Lechtaler.
26:57Das bin ich.
26:59Ich bin angezeigt worden.
27:00Ja, weswegen? Sagen Sie selbst.
27:03Ein Scherz.
27:05Kommen Sie rein.
27:07Meine Sekretärin ist gerade im Urlaub.
27:10Deswegen kann ich Ihnen leider nichts anbieten.
27:13Herr Lechtaler.
27:15Sie haben am vergangenen Freitag gegen 21 Uhr mit Ihrem Wagen an der Polizeisperre gehalten.
27:20Sie müssen mir helfen.
27:22Ich weiß jetzt wirklich nicht.
27:24Setzen Sie uns doch.
27:26An der W57 von der Eisenbahnschranke, ein Polizist hat Sie aufgefordert weiterzufahren.
27:32Ah ja, jetzt erinnere ich mich.
27:35Es war irgendwas passiert.
27:37Mhm.
27:38Ein Mann ist leider gemordet worden.
27:41Nachdem er eine halbe Stunde vorher seine Wohnung verlassen hatte.
27:43Seine Wohnung in der Mächtinger Straße 12.
27:46Ja.
27:47Und wie es der Zufall will, standen Sie zur selben Zeit mit Ihrem Wagen auf der anderen Straßenseite.
27:52Und als er losfuhr, sind Sie ihm gefolgt.
27:55Ich habe versucht, ihn einzuholen.
27:56Wir waren verabredet auf dem Bierchen.
27:59Das muss er vergessen haben.
28:01Sie haben Herrn Holler gekannt?
28:03Eine Saunabekanntschaft.
28:06Er ging immer donnerstags, wie ich.
28:08Moment mal.
28:10Und Sie sind ihm bis zur W57 gefolgt, um an Ihr Bierchen ranzukommen?
28:15Ja, ich hatte unterwegs einen Unfall.
28:17So blöd.
28:18Ich bin von der Straße gerutscht.
28:20Es war alles so vereist.
28:22Aha.
28:25Herr Holler war ziemlich wohlhabend.
28:27Er hatte so anderthalb Millionen auf der Bank.
28:30Haben Sie das gewusst?
28:32Ich wusste, dass es ihm gut geht.
28:34Er war großzügig.
28:35Er hat einiges für diesen Jungen getan.
28:38Herr Richthalter, wir glauben, dass Herr Holler auf nicht ganz legale Weise an seine Millionen gekommen ist.
28:45Vielleicht war es ein Raub oder ein Überfall.
28:48Möglicherweise gab es auch einen Komplizen.
28:49Oder zwei.
28:51Und als es dann ans Teilen ging, hat er seine Mitstreiter vergessen und sich abgesetzt.
28:55Nachdem er sich eine neue Identität besorgt hatte.
28:58Aber eines schönen Tages hat Ihnen einer der Komplizen ausfindig gemacht.
29:04Und wie die Geschichte zu Ende ging, konnten wir an der Warnschranke besichtigen.
29:08Das hört sich ja so an, als glaubten Sie, dass ich...
29:12Ja, oder ein anderer. Aber zugegeben, Sie stehen da ganz oben auf der Liste.
29:18Sie haben da sicher nichts dagegen, wenn wir uns Ihren Wagen mal ansehen.
29:20Nein, überhaupt nicht.
29:21Ich bin, wie gesagt, fünf Kilometer vor dem Tatort von der Straße abgekommen.
29:26Die Spuren am Wagen sind bestimmt noch da.
29:29Der Bahnverkehr zwischen dem Rhein-Main-Flughafen und dem Hauptbahnhof Frankfurt ist kurzfristig unterbrochen.
29:35Ankommende Fahrgäste werden gebeten, die Busse der Linie 14 und 15 zu benutzen.
30:01Guten Tag, Herr Doktor. Haben Sie einen guten Flug?
30:04Einen sehr angenehmen, danke.
30:16Frau Heller hat Ihnen eine Zeitung mitgeschickt. Seite 6 könnte Sie interessieren.
30:33Kommen Sie bitte schneller.
30:36Als ich Hollers sagt, als ich seine Sachen aufgeräumt habe, habe ich etwas gefunden.
30:40Wir sind sehr viel gewandert und er hatte immer diesen Rucksack dabei.
30:45In dieser Hülle ist unsere Adresse.
30:48Wenn man das Papier herauszieht, kommen zwei Buchstaben zum Vorschein, E und G.
30:53Das sind wahrscheinlich die Anfangsbuchstaben seines richtigen Namens.
30:59Sein ganzes altes Leben hat er entsorgt.
31:03Aus diesem Rucksack konnte er sich nicht trennen.
31:08Was ist das nur für ein Mensch gewesen?
31:16Warum hat er nicht mit mir geredet?
31:19Wir haben alles zusammen gemacht.
31:23Es war nicht die große Liebe.
31:29Ich habe ihm vertraut.
31:36Dann schmerzt es natürlich umso mehr.
31:46Die große Liebe.
31:51Sicherlich läuft sie ihn eines Tages über den Weg.
31:56Der Kleine wird schon reichen.
32:06Warte mal, ich will doch mal jeden Text lesen.
32:14Wo ist er?
32:16Wer?
32:17Dann sind Sie Elisabeth.
32:21Ja.
32:27Ich will ihn zum Tango-Tanzen abholen.
32:30So, so.
32:38Seien Sie von der Sitte?
32:40Na, das lese ich privat.
32:45Aha.
32:46Ja.
32:47Also, was Siska anbelangt,
32:51so ist er in geheimer Mission unterwegs und absolut nicht erreichbar.
32:56Schon wieder.
32:59Darf ich Sie nach unten begleiten oder finden Sie den Weg alleine?
33:05Ist das ein Rauschmiss?
33:07Auf Wiedersehen.
33:09Wiedersehen.
33:12Was ist denn los hier?
33:14Sag, wieso kann ich nicht von da drüben reinkommen?
33:15Habt ihr allen nichts zu tun, oder was?
33:16Ja, weil ich Sie gerade durch diese Tür rausgeschickt habe.
33:19Was wen?
33:21Elisabeth.
33:22Und was haben Sie zu ihr gesagt?
33:25Das mit dem Tango-Kurs geht in Ordnung.
33:28Ich habe für Sie zugesagt.
33:29Oh, prima, danke.
33:32Machen wir eine Fortbildung.
33:33Die Hefte lagen bei Lechthal am Kombi.
33:36Und da war noch was.
33:37Hier, schauen Sie mal.
33:38Ein Stadtplan, ne?
33:39Ja.
33:40Das ist München.
33:41Ja, das sehe ich.
33:42Ja.
33:43Und hier, hier und hier?
33:45Und Kreuze.
33:46Ja.
33:49Voll aus Wohnung.
33:50Voll aus Büro.
33:52Arbeitsstelle der Frau.
33:54Und die Sporthalle des Jungen.
33:56Oh.
33:57Jetzt muss er sich ja ganz schön was einfallen lassen.
33:59Um da noch mal den Kopf aus der Schlinge zu ziehen, hm?
34:02Ja.
34:03Ja.
34:04Ja.
34:06Ja.
34:10Ja, ja.
34:11Wir wissen, dass Sie Roller beschattet haben.
34:13Also, los, packen Sie aus.
34:20Ja, es war ein ganz normaler Auftrag.
34:23Nichts Besonderes.
34:24Ich sollte ihn suchen.
34:26Raum München, Oberbayern.
34:28Weil er damals zu Hause war.
34:29Wie lange ist das her?
34:31Oh.
34:32Drei Jahre.
34:33Zweieinhalb.
34:35Ich habe Unterlagen zur Person gekriegt.
34:37Und Fotos.
34:38Und, ja, seine Hobbys, seine Gewohnheiten.
34:41Und dass er Zucker hatte.
34:43Haben Sie die Unterlagen hier?
34:44Ja, der am Schreibtisch in der Schublade.
34:47Haben Sie auch seinen richtigen Namen erfahren?
34:49Sie sagten, den hätte er mit Sicherheit gewechselt.
34:51Sie?
34:52Wer sind Sie?
34:52Die Auftraggeber?
34:53Ich habe Sie nie gesehen.
34:56Sie haben monatlich Geld geschickt.
34:59Und alle 14 Tage rief einer an und fragte, wie es aussieht.
35:03Ja, nach anderthalb Jahren ist die Sache eingeschlafen.
35:06Keine Anrufe.
35:08Kein Geld mehr.
35:10Aber Sie haben trotzdem weiter nach ihm gesucht?
35:13Nee.
35:15Ich hatte die Nase voll.
35:17Aber dann ist sie mir über den Weg gelaufen.
35:19Ganz zufällig.
35:20Vor drei Wochen.
35:22Und stach es.
35:25Ja, weiter.
35:26Ja, ich dachte, da wäre vielleicht was zu holen.
35:29Einer, den man so lange suchen lässt.
35:33Aber er muss irgendwas gemerkt haben.
35:37Letzten Freitag ging er in die Bank und kam in der Tasche zurück.
35:41Und abends ist er dann losgefahren.
35:43Und Sie hinterher.
35:47Ja, dann haben Sie ihn an der Bahnschranke eingeholt.
35:49Weiter!
35:50Ja, als ich zur Schranke kam, war er tot.
35:53Wo ist die Tasche mit dem Geld?
35:54Ja, woher soll ich denn das wissen?
35:55Ja, bitte sagen Sie mir, wer sollte es sonst wissen außer Ihnen?
36:00Warum nehmen Sie mich da nicht fest?
36:01Ach Gottchen, er kann es gar nicht erwarten.
36:05Es kommt schon noch.
36:16Ein Lump hat einen anderen umgebracht.
36:19Abrechnung unter Gangstern, eine Unterwärtssache.
36:21Es gibt keine andere Erklärung dafür.
36:24Ich halte Sie auf dem Laufenden.
36:27Keine Ursache.
36:30Sie können die Polizei anrufen.
36:32Ich führe mit.
36:38Polizeipräsidium München, K1 Stenzel.
36:40Finanz- und Wirtschaftsberatung Dr. Schubert.
36:43Sie haben um Mithilfe gebeten bei einer Mordsache, die heute in der Zeitung steht.
36:48Ist das noch aktuell?
36:49Natürlich.
36:50Der Mann, dessen Foto Sie veröffentlicht haben, hat Ähnlichkeit mit einem Mann, der für uns gearbeitet hat.
36:56Geben Sie uns bitte Ihre Rufnummer.
36:57Der zuständige Kommissar wird Sie so schnell wie möglich zurückrufen.
37:01Darum bitte ich.
37:0206 172 38 40 66.
37:07Danke. Auf Wiederhören.
37:09Auf Wiederhören.
37:15Guten Abend.
37:17Guten Abend.
37:17Ah, schon ein Stück vorangekommen.
37:19Was sagt denn der Computer?
37:21Auch ein Computer braucht seinen Schlaf.
37:23Drück mal am Tisch, liegt eine Telefonnummer.
37:25Ah, Elisabeth?
37:27Ausnahmsweise mal nicht.
37:29Eine Finanz- und Wirtschaftsberatung.
37:32Inhaber Dr. Rainer Schubert.
37:34Firmansitz in Bad Homburg.
37:36Es sieht so aus, als hätte der Unbekannte vom Bahndamm bei dieser Wirtschaftsfirma gearbeitet.
37:41Ich habe einen Termin vereinbart.
37:43Dr. Schubert wird Sie morgen früh empfangen.
37:45Und womit haben wir das verdient?
37:47Das haben Sie gar nicht verdient.
37:49Dieser Dr. Schubert ist einfach nett, jedenfalls am Telefon.
37:53Und die Kollegen aus Wiesbaden sind mit einer Befragung durch uns einverstanden.
37:58Auch sehr nett.
38:00Und Sie sind so nett und fragen Ihren Computer, wenn er morgen ausgeschlafen hat,
38:03ob er uns noch etwas über diese Finanz- und Beratungsfirma erzählen kann.
38:07Vorsichtshalber.
38:09Mein Computer ist der Allernetteste.
38:11Wenn er ausgeschlafen hat.
38:13Gute Nacht.
38:15Gute Nacht, Hania.
38:19Ja. Nacht.
38:24Nacht wie gern.
38:25Gute Nacht.
38:30Ja. Nacht ist es gern.
38:33Ja.
38:38Gute Nacht.
38:46Gute Nacht.
39:06Wir haben was wünschen?
39:07Ja.
39:08Bitte kommen Sie, Herr Dr. Schubert, erwarte Sie.
39:10Danke.
39:23Guten Tag. Ich habe die ganze Nacht kein Auge zugetan.
39:27Guten Tag, Siska.
39:28Danke.
39:29Danke.
39:29Wie gerne.
39:30Nehmen Sie doch Platz.
39:31Danke schön.
39:31Frau Heller bringt gleich ein paar Kleinigkeiten.
39:34Ja, Sie haben den Mann gekannt. Wie war sein Name?
39:38Elmar Roth.
39:40Jedenfalls nannte er sich so, als er bei mir gearbeitet hat.
39:43Und was war das für eine Arbeit?
39:45Er war mein Hausmeister. Er hat sich um den Garten gekümmert.
39:48Zuletzt hat er mich auch gefahren.
39:50Er war ein tüchtiger und umsichtiger Chauffeur.
39:52Bis er von einem zum anderen Tag wegblieb.
39:55Ohne Nachricht, ohne Entschuldigung.
39:57Er tauchte nie mehr auf.
39:59Weder bei mir, noch in seiner kleinen Wohnung in Kloppenheim.
40:02Er war wie vom Erdboden verschluckt.
40:04Haben Sie nach ihm suchen lassen?
40:07So nah stand er mir nicht.
40:13Bitte sehr.
40:15Danke.
40:24Wie lange hat er für Sie gearbeitet und wie kam es überhaupt zu dieser Zusammenarbeit?
40:29Der Anfang mit Groth war ebenso seltsam wie das Ende.
40:33Ich hatte einen Prozess wegen Unfallflucht damals.
40:35Ich war mir keiner Schuld bewusst. Ich hatte auch keinen.
40:38Aber der Unfallgegenwahl ließ einen Zeugen aufmarschieren.
40:40Einen windigen Burschen.
40:41Er legte einen ebenso überzeugenden wie verlogenen Auftritt hin und ich verlor den Prozess.
40:47Was soll's.
40:48Ich habe mir die Adresse des Zeugen geschafft und ihm angeboten, bei mir zu arbeiten.
40:53Elmar Groth.
40:56Leute seiner Art sind eifrig und ergeben.
41:00Er diente mir wie ein Hund, den man aus dem Wasser gerettet hat.
41:06Ich kann mir nicht helfen, aber das klingt irgendwie menschenverachtend, finden Sie nicht?
41:11Sagen wir mal, ich habe zu viel erlebt, um Sie noch lieben zu können.
41:16Der Fall ging wochenlang durch die Medien.
41:20Der Vorstand von Arm und Stahl unter Korruptionsverdeck.
41:23Das war vor zwei, drei Jahren.
41:25Natürlich ein gefundenes Fressen für Presse und Fernsehen.
41:28Und an der Freispruch völlig überraschend.
41:31Die Öffentlich-Rechtlichen brachten in ihren Nachrichten riesen Berichte.
41:36Ich habe das Wichtigste für uns überspielen lassen.
41:40Als nächstes verlässt Dr. Friedhelm Greinbach, Vorstandsvorsitzender der Arbonstahl, den Gerichtssaal.
41:47Ein Freispruch.
41:48Man sieht ihm die Erleichterung an.
41:50Aber ein Freispruch zweiter Klasse.
41:52Aus Mangel an Beweisen nämlich.
41:54Arbonstahl ist unter Ihrer Leitung zur Waffenschmiede Nummer 1 geworden.
41:58Das Wort Waffenschmiede lehne ich ab.
42:00Wir fertigen Waffenschmiede eine demokratisch legitimierte Armee.
42:04Aber den Milliardenaufträgen für Arbon sollen Beschlechungshelder in Millionenhöhe an die Entscheidungsträger vorausgegangen sein.
42:11Verleumdungen, die von interessierter Seite in die Welt gesetzt wurden.
42:14Das Gericht hat diesem Spuk ein Ende gesetzt.
42:17Und wir sind froh darüber.
42:19Nun lassen Sie mich bitte gehen.
42:20Dr. Greinbach verlässt das Gericht nicht als Sieger.
42:23Aber die...
42:24Den Kommentar, der versucht, die Schleichwege der Bestechungsmillionen nachzuzeigen, können wir uns sparen.
42:30Das Wichtige ist der Schluss.
42:32Ihr werdet übrigens einen guten alten Bekannten wiedersehen.
42:36Vor dem Gerichtsgebäude wird Dr. Greinbach von dem engen Vertrauten empfangen.
42:40Dr. Rainer Schubert.
42:44Der Verdacht, dass Schuberts Finanz- und Wirtschaftsfirma Drehscheibe für die Weiterleitung der Schmiergelder ins steuergünstige Ausland war, ist mit
42:52dem heutigen Urteilsspruch nicht ausgeräumt.
42:56Ende des Berichts.
43:02Eine Drehscheibe für Bestechungsgelder.
43:04Zur Weiterleitung ins steuergünstige Ausland.
43:08So was läuft nicht per Schick oder Überweisung.
43:11So was läuft mit dem Geldboten.
43:13Elmar Groth war Schuberts Geldbote.
43:20Er hat seinem Herrchen eifrig und ergeben gedient und als ihm ein Geldkoffer zu schwer wurde, hat er ihn auf
43:27sein eigenes Konto entleert.
43:29Und wäre er nicht umgebracht worden, dann könnte er noch ziemlich lange sehr gut davon leben.
44:03Na, wo wollen wir denn hin? Zur Arbeit, glauben wir ich.
44:06Was wollen Sie denn noch?
44:08Steigen Sie aus.
44:19Sie kennen doch diesen Mann, Dr. Schubert, Finanz- und Wirtschaftsberater.
44:24Seinen Namen hat er nicht genannt.
44:26Aber getroffen haben Sie sich mit ihm?
44:28Ja, in Frankfurt am Flughafen. Ein einziges Mal, um alles zu besprechen.
44:32Danach hat er nur noch angerufen.
44:33Haben Sie sich mal überlegt, warum er sich für diesen Job ausgerechnet, als Sie, einen unbedeutenden Schnüffler, ausgesucht hat?
44:42Vielleicht gerade deswegen.
44:44Ich nehme an, er wollte die Sache klein halten.
44:47Einen Vertrag habe ich auch nicht bekommen.
44:50Hat er Ihnen gesagt, worum es geht?
44:53Der Typ soll ihn betrogen haben.
44:55Die näheren Umstände habe ich nicht erfahren.
44:56Die waren mir auch egal.
44:58Hauptsache, er hat gezahlt.
45:00Haben Sie von der Schmiergeldaffäre um die Firma Arbonstahl gehört?
45:03Und von geheimen Geldkoffertransporten?
45:07Tut mir leid.
45:09Es gibt so viele Dinge, von denen ich noch nichts gehört habe.
45:15Guten Abend.
45:25Alles mit dem unbedeutenden Schnüffler hätten Sie nicht sagen dürfen.
45:28Das hat ihn verletzt.
45:42Ja, Herr Dr. Schubel, kommen Sie bitte.
45:44Meine Kollegen?
45:45Nein.
45:46Da, hier neben die Vorladung Gerner-Schwarz.
45:48Sie müssen sich nicht entschuldigen.
45:51Ich komme gerne nach München.
45:53Die Stadt ist voller Kunst, Theater, Musik.
45:55Tja, in dem Lenus kommen wir leider nicht oft.
45:57Arbeit, Arbeit, Arbeit.
45:58Wollen Sie mich ablegen?
45:59Nein.
46:00Danke.
46:01Wünschen Sie Kaffee oder Pfee?
46:02Nichts von beiden.
46:05Mir war klar, dass Sie mich vorladen würden.
46:08Sie sind einfach zu gut.
46:15Sie sind einfach zu gut.
46:19Und es ging um Geld, das mir nicht gehörte.
46:22Es gehörte der Firma Arbon-Stamm und war für korrupte Entscheidungsträger bestimmt.
46:27Es gehörte Arbon und einigen anderen Firmen.
46:30Und bestimmt war es für wohltätige Zwecke.
46:34Und, ähm, dass solche Gelder in Koffern transportiert werden, ist ja ein offenes Geheimnis.
46:41Das war illegal, ich weiß.
46:42Aber leider notwendig.
46:44Denn das Gebiet war die Sahelzole, die Hungergebiete im Tschad.
46:48Und wie Ihnen bekannt sein dürfte, funktioniert dort der Scheck- und Überweisungsverkehr nicht so perfekt wie bei uns.
46:53Ich werde Ihnen Spendenbescheinigungen der Firmen schicken lassen.
46:58Danke, ich glaube, dass Sie die haben.
47:01Und jetzt darf ich mich verabschieden.
47:03Ich habe noch eine nette kleine Einladung.
47:05Ja, dann wünsche ich Ihnen aber viel Spaß.
47:10Ach, Herr Schubert, eine Frage noch.
47:13Wusste der Privatdetektiv, Herr Lechthaler, wie hoch die Summe ist, die Emma Groth unterschlagen hat?
47:19Von mir hat er gar nichts gewusst.
47:21Nichts von dem Geld und nichts von der Unterschlagen.
47:23Weil ich nicht riskieren wollte, dass er eventuell 50-50 mit ihm noch gemacht hat.
47:27Es war mir ein Vergnügen.
47:28Ganz auf unserer Seite.
47:31Ach, Herr Dr. Schubert?
47:41Also, wenn der Detektiv gar nicht wusste, um wie viel Geld es geht, dann hat er eigentlich keinen Grund, Emma
47:46Groth umzulegen.
47:49Oder übersehe ich da was?
48:06Ich habe keine Zeit.
48:21Wer ist denn da?
48:23Riska.
48:29Ja, Tag Sven.
48:30Hallo, Mama ist nicht da.
48:32Ach, schade. Kann ich trotzdem reinkommen?
48:35Ja.
48:36Bitte mach die Tür zu.
48:38Alles klar, Chef.
48:47Wird das eine Collage?
48:49Ja, mit vielen Bildern.
48:53Der Onkel Max fehlt dir, weißt du?
48:55Du musst doch da.
48:56Ja, ich muss aber wieder gehen.
48:59Warum?
49:01Na, Mama, der Onkel Max war der Freund deiner Mama.
49:03Du kannst doch der Freund werden.
49:06Gut, ja.
49:07Aber ich weiß gar nicht, ob sie mich mag.
49:08Ich rede mit ihr.
49:10Gut, einverstanden.
49:15Kennst du Hasco den Bandeten?
49:17Nee, was ist das?
49:18Ein Computerspiel.
49:20Soll ich dir zeigen?
49:21Haben wir mal vielleicht.
49:22Okay.
49:22Woher hast du denn das?
49:24Reklame.
49:25Hast du einen Briefkasten?
49:26Ja.
49:28Kundenbrief einer Bank für Vermögensanleger.
49:32Adressiert an deine Mama.
49:34Kann ich das mal mitnehmen?
49:36Willst du auch eine Collage machen?
49:39Ja, so ähnlich.
49:41Ich trage auch Bilder zusammen, wie du.
49:44Sortiere sie, schiebe sie hin und her.
49:46In der Hoffnung, irgendwann eine Lösung zu finden.
49:49Und dann freust du dich.
49:53Nicht immer.
49:55Frau Störmann, würden Sie den Herrn von der Polizei bitte Auskunft geben?
49:59Sie haben doch mit der Frau Reinhold verhandelt.
50:01Ja, ich habe ihren Antrag entgegengenommen und ihr den Schlüssel ausgehändigt.
50:07Und dann bin ich mit ihr nach unten gegangen.
50:09Haben Sie gesehen, was sie in das Fach gelegt hat?
50:13Ich stand nicht daneben, aber sie hatte so einen Beute, aus dem sie eine Tasche genommen hat.
50:20Können Sie die Tasche beschreiben? Ich meine, wie sah die aus?
50:23Wie so eine College-Tasche. Und sie war ziemlich dick.
50:27Könnten Sie das Fach öffnen?
50:29Nur mit richterlichem Beschluss.
50:32War sie schon vorher bei Ihnen, Kundin?
50:35Sie war noch nie hier.
50:37Also, ich habe sie noch nie gesehen.
50:43Danke.
50:43Wiederschauen.
50:45Kann ich Ihnen etwas anbieten?
50:47Ja, bitte.
50:50Ihr Lebensgefährte ist vorletzten Freitag ermordet worden.
50:53Drei Tage später haben Sie ein Bankschließfach gemietet und eine Leinentasche deponiert.
50:57Wo ist der Schlüssel?
51:12Es war sein Wunsch.
51:14Er hat mir die Tasche gegeben, bevor er sich verabschiedet hat.
51:20Und hat er ihm gesagt, was sich in der Tasche befindet?
51:25Er sagte, unsere Zukunft.
51:27Deine, meine und die des Jungen.
51:30Und dann hat er mich noch gebeten, nicht weiter zu fragen.
51:33Ich glaube ihm nicht.
51:38Ich glaube nicht, dass er Ihnen die Tasche, von der ich annehme, dass sie mit Geld gefüllt waren, vertraut hat.
51:44Sondern, dass er sie mitgenommen hat und bis zur Bahnschranke bei sich hatte.
52:03Wo ist Sven?
52:05Bei seinem Sport.
52:11Dann gehen wir doch da jetzt mal hin.
52:17Dann gehen wir doch da jetzt mal hin.
52:47Dann gehen wir doch mal hin.
53:00Glaubst du heute schon besser?
53:02Ja.
53:12Kann ich mir deine Pfeile sehen?
53:14Na klar.
53:30Schon mal sowas in der Hand gehabt?
53:39Am vorletzten Freitag?
54:06So hat er da gelegen, der Tote.
54:09Den Pfeil hat der Täter aus der Wunde gezogen und mit diesem Pfeil ist er getötet worden.
54:22Als mein Mann ums Leben kam, wurde uns seine Lebensversicherung ausbezahlt.
54:28Hunderttausend Mark.
54:30Das Geld sollte für Sven sein.
54:34Und als ich dann Max Holler kennenlernte...
54:38Er ist immer gut.
54:46Als wir uns näher kannten, habe ich ihm das Geld gegeben.
54:49Er sollte mehr daraus machen, so wie er es mit seinem eigenen Geld auch machte.
54:57Am Freitag vor acht Tagen, dann sagte er, dass er für ein paar Tage weg müsste.
55:02Ich weiß auch nicht warum, aber ich hatte ein ungutes Gefühl.
55:07Also rief ich am Abend, bevor ich aus dem Büro ging, die Bank an.
55:15Man sagte mir, er hat alle Papiere verkauft.
55:18Alle.
55:19Seine und Svens.
55:22Das Geld hat er sich auszahlen lassen.
55:27Ich bin nach Hause gerast.
55:32An der Ecke Hofbronnstraße kam er mir dann entgegen.
55:35Ich bin ihm nachgefahren.
55:38Bis zur Bahnschränke.
55:42Ich hatte Svens Sachen im Auto.
55:46Seine Schwimmweste.
55:48Den Bogen.
55:49Und die Pfeile.
55:51Ich wollte ihn nicht umbringen.
55:53Ich wollte nur das Geld des Jungen.
55:56Aber er sagte, er müsste jetzt an sich selber denken.
55:58Er müsste ganz von vorne anfangen.
56:00Er hat so viel für uns getan.
56:01Viel zu viel eigentlich.
56:05Wir hätten ihn ausgenutzt.
56:10Wir waren ja nur ein Unterschlupf, sagte er.
56:14Und dass daraus mehr geworden ist, wäre eine Dummheit gewesen.
56:22Und dann sind sie ausgerastet.
56:27Und haben sich diesen Fall genommen.
56:33Und als er tot war, haben sie seinen Koffer in ihren Wagen gepackt.
56:43Was wird denn jetzt aus Sven?
57:01Was wird denn jetzt aus Sven?
57:11Ich kümmere mich darum.
57:17Das verspreche ich ihm.
57:19Das verspreche ich ihm.
57:51Das verspreche ich ihm.
58:18Das verspreche ich ihm.
58:48Untertitelung des ZDF, 2020
58:49Untertitelung des ZDF, 2020
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