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  • vor 4 Monaten
Völlig verzweifelt taucht Svetlana Benzicz, eine Rentnerin aus Kaltenthal, im Nonnenstift bei Schwester Lotte auf. Die Bank verweigert die Auszahlung ihrer Rente, da sie aus Versehen amtlich für tot erklärt wurde. Baulöwe Huber ist über das scheinbare Ableben von Frau Benzicz begeistert. Wenn ihre Wohnung frei wird, kann er endlich die letzte Phase der Altstadt-Sanierung durchführen.
Der Kampf um das Kongress-Zentrum geht in eine neue Runde: Bürgermeister Wöller zeigt sich von Lottes Gegen-Gutachten, das der Landeskonservator höchstpersönlich ausgestellt hat, wenig beeindruckt. Er liest in dem Gutachten, dass der Zustand der Wasserleitungen und der Kanalisation des Klosters nicht den gesundheitlichen Anforderungen entspricht und nimmt das sofort als neuen Angriffspunkt. Währenddessen spielt sich vor dem Rathaus eine Tragödie ab: Wöllers Katze Mausi läuft vor Polizist Meiers Streifenwagen und bezahlt dafür mit ihrem Leben. Aus Angst vor Wöller, der dem Tier hoffnungslos verfallen war, bringt Meier die tote Mausi erst einmal ins Kloster. Dort findet sie im Garten ihre letzte Ruhestätte. Wöller, der noch nichts von dem Unfall seines kleinen Lieblings weiß, startet unterdessen eine groß angelegte Suchaktion. (Text: ARD)

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Transkript
00:09Nein, das ist mir sehr recht, weil ich wollte die Mutter Oberin sowieso sprechen.
00:12Letztes Mal sind wir ja nicht dazu gekommen.
00:15Julia? Davon weiß ich nichts.
00:18Wie? Nein, nein. Unserem Baby geht's blendend.
00:22Einen Namen hat es noch nicht.
00:24Ah ja, richtig aus.
00:28Also dann bis später. Gelobt sei Jesus Christus.
00:33Einen schönen Gruß von Schwester Hildegard, die Mutter Oberin, würde sich sehr freuen, wenn du das Baby Elisabeth nennen würdest.
00:38Ich mach das schon.
00:39Ich weiß nicht, aber bis zur Tauchung morgen würde mir schon was einfallen.
00:43Mir würde Magdalena auch gut gefallen, oder Lena?
00:45Also Elisabeth finde ich auch schön.
00:48Lotte, da ist Besuch für dich, deine Frau Bencic. Sie will nicht unbedingt sprechen.
00:52Ich mach das.
00:52Ich muss ins Rathaus, das Gutachten von Professor Henfling abgeben.
00:55Die Frau macht einen ganz aufgelösten Ausdruck. Sie ist ganz zuständig.
01:00Sag ihr, sie soll ins Refektorium gehen. Ich bin gleich da.
01:09Jetzt geht's wieder rund.
01:11Meinst du, sie ist warm genug angezogen?
01:13Ist doch ziemlich kühl.
01:14Ich hab doch die Decke drüber.
01:16Ja, aber diese Socken da, die Felicitas gestrickt hat, die sind viel zu groß und rutschen.
01:19Das wird immer schlimmer mit dir. Höchste Zeit, dass ich eine Wohnung finde.
01:23Du hast doch von Babys keine Ahnung.
01:25Aber du, ja.
01:27Oh Gott, ich bin halt so verschossen in sie.
01:30Hast du wenigstens einen Namen gefunden?
01:32Nein.
01:33Wenn es ein Junge geworden wäre, dann hätte ich natürlich einen.
01:36Martin.
01:37Ja, Martin.
01:39Jetzt sag schön Tschüss zu Tante Sophie.
01:43Tschüss, mein Schatz.
01:44Und wenn dir die Mama auf die Nerven geht, dann kommst du einfach zu mir, gell?
01:49Wo wollt ihr überhaupt hin?
01:51Ah, in die Stadt.
01:54Wir haben einen Termin beim Arzt.
01:55Na, dann komm ich doch mit.
01:57Ich muss sowieso ins Pfarrhaus.
02:01Grüß Gott, ich bin Schwester Lotte.
02:03Ich weiß, ich habe sie damals auch gewählt bei der Bürgermeisterwahl.
02:08Damals war ich ja noch im Leben.
02:11Wie?
02:12Ich bin tot.
02:14Na, offiziell.
02:16Aha.
02:17Ja, das müssen Sie mir erklären.
02:24Letzte Woche war ich bei der Krankenkasse.
02:27Ich habe es am Herzen.
02:30Und ich brauche eine Bescheinigung für die Apotheke, weil ich kriege die Medikamente immer umsonst.
02:35Und wie ich der Dame meine Krankenkassenkarte gebe und sie sie in ihren Computer schiebt,
02:41da guckt sie mich so komisch an und sagt, der Computer meint, Sie sind tot.
02:46Nein.
02:47Ich habe auch gelacht, so wie Sie.
02:49Aber das ist mir schnell vergangen.
02:51Meine Karte hat sie nämlich behalten.
02:54Ja, das war letzten Freitag.
02:56Und wie ich dann am Montag auf die Bank gehe, um Geld von meiner Rente aus dem Automaten zu lassen,
03:01da will der meine Geheimnummer gar nicht wissen.
03:03Und die Karte behält er auch.
03:06Ja, aber das gibt es doch gar nicht.
03:08Das muss doch eine Verwechslung sein.
03:10Mit meinem Namen.
03:13Ich kenne niemanden, der auch so heißt.
03:16Aber auf der Bank muss man sie doch kennen.
03:18Ach was, mit diesen Automaten, da ist man doch nur noch eine Nummer.
03:22Das Mädel auf der Bank hat auch in ihren Computer geschaut und hat mich auch für tot erklärt.
03:27Jetzt ist mein Konto gesperrt und ich kann meine Miete nicht zahlen.
03:31Und darauf haben die doch nur gewartet, damit sie mich aus der Wohnung werfen können.
03:37Sie wollen das Haus schon lange abreißen und was Neues hinbauen.
03:40Unbezahlbar natürlich.
03:45Jedenfalls, ich weiß nicht mehr, was ich machen soll.
03:48Und meine Medikamente brauche ich doch immer.
03:52Sonst falle ich wirklich noch tot um.
03:56Jetzt beruhigen Sie sich erst mal.
03:58Ich werde mich darum kümmern.
04:00Sie haben doch sicherlich einen Personalausweis oder einen Brief von Ihrer Krankenkasse.
04:08Gut, dann werde ich das kopieren.
04:11Und Sie gehen erst mal nach Hause und wohnen sich aus.
04:13Sie sind ja ganz grün um die Nase.
04:15Ist das ein Wunder, wenn man sich wie lebendig begraben fühlt.
04:19Sie werden wieder auferstehen, Frau Benchitsch. Dafür sorge ich.
04:22Ich bin sowieso im Mutterhaus heute.
04:24Und ich dachte, da komme ich kurz mal in der Bank vorbei.
04:26Mein Vater ist hoffentlich da.
04:28Sehr gut. Bis später.
04:30Ich rufe Sie an und halte Sie auf dem Laufenden.
04:32Danke, Schwester.
04:33Das ist doch selbstverständlich.
04:36Julia, einen Moment bitte.
04:37Ich brauche deine Hilfe. Kommst du mal bitte kurz mit ins Büro?
04:40Ich muss gleich nach München.
04:42Ich habe einen Semin gekriegt bei der Mutter Oberin. Endlich.
04:44Und ich will nicht zu spät kommen. Sie hat nur 15 Minuten.
04:47Na gut.
04:49Und wer hilft mir, die Bettenleute beziehen?
04:52Wir haben doch wieder Seminarmorgen.
04:54Es geht nur um einen Anruf bei der Krankenkasse.
04:57Und die Flaschen müssen auch gewaschen und neu abgefüllt werden.
05:01Das Lager ist doch fast leer.
05:11Also jetzt reicht's mir.
05:15Also jetzt reicht's mir.
05:34Wenn was ist, ich bin im Rathaus.
05:36Und hören Sie auf, ständig an den Wagen holzupassen.
05:39Da geht der ganze Lager ab.
05:40Und wenn Ihnen wirklich nichts Besseres einfällt,
05:42dann rufen Sie die Kundenkarte halt durch
05:44und bringen Sie sich in Erinnerung.
05:45Verkaufen, meine Herren.
05:47Verkaufen.
05:47Autos polieren bringt keinen Umsatz.
05:50Ach du haliger Stoßack.
05:51Da kommt der Huber.
05:52Wenn der nach mir fragt.
05:53Ich bin nicht da.
05:55Ja, und wo sind Sie?
05:57Was weiß ich.
05:57Seien Sie kreativ.
06:01Ja.
06:06Einen wunderschönen Tag, Herr Huber.
06:08Ja, Sie mich auch.
06:09Äh, der Chef ist nicht da.
06:10Ach, und wo ist er?
06:12Der ist zur Nachuntersuchung
06:14in die Uniklinik nach München gefahren.
06:16Und wie ist er da hingekommen?
06:17Zu Fuß?
06:18Sein Wagen steht auf der Tür.
06:20Der Werkstattmeister hat ihn da hingefahren.
06:23Von wem ist diese bescheuerte Geschichte?
06:25Von Ihnen oder von ihm?
06:26Ich hab ihn noch gesehen.
06:38Ah, Herr Mann.
06:40Äh, kannst du mir helfen suchen?
06:42Mir ist gerade mein Kuli hier unter den Schreibtisch gerollt.
06:46Der Goldene, den ich von dir zu Peinach angekriegt habe.
06:50Ich denke, du bist todkrank auf dem Weg in die Uniklinik.
06:52Ich?
06:53Also, wer erzählt denn so einen Blödsinn?
06:56Zeig's, aber haben Sie Halluzinationen?
06:57Steht's hier nicht rum?
06:58Putzen Sie meine Autos?
07:00Kaffeechen?
07:01Jetzt hört nicht mit deiner Schleimscheißerei auf.
07:04Sonst gehst du wirklich in die Uniklinik.
07:05Und zwar mit Notarzt.
07:06Also, Herr Mann, wirklich.
07:08Du hast mir hoch und heilig versprochen,
07:10dass die Nonnen bis zum 15. das Kloster geräumt haben
07:12und wir endlich Nägel mit Köpfen machen können.
07:14Ja, ja, ich gebe zu, das ist etwas unglücklich gelaufen.
07:17Aber ich habe mein Pulver noch lange nicht verschossen.
07:22Es gibt auch eine gute Nachricht.
07:25Ja, was rede ich?
07:26Eine fantastische Nachricht.
07:28Die Rentnerin, die den Altbau in der Walpurgisgasse blockiert hat,
07:31jahrelang, hat justament das Zeitliche gesegnet.
07:35Gestern kam die traurige Nachricht vom Standesamt.
07:39Ja, und was heißt das?
07:39Ja, das heißt, dass der letzten Phase der Altstaatsanierung nichts mehr im Wege steht.
07:43Vielleicht ein paar finanzielle Probleme, aber die werde ich dann lösen.
07:46Ja, was sagst du dazu?
07:47So ein Dussel.
07:49Kratzt die Benjic ab, ja?
07:50Just im richtigen Augenblick.
07:52Du hast sie umgelegt.
07:53Also ehrlich, Herr Mann.
07:55Ja, komm, dir traue ich da alles zu.
07:56Und sowas will mein Freund sein.
07:57Also zur Strafe kriegst du jetzt auch kein Kognon.
07:59So, was ist jetzt sowieso los?
08:02Ich habe endlich jemanden gefunden, der meine Katze nimmt.
08:07Und das musst du verstehen, dass mich sowas emotional ziemlich mitnimmt.
08:12Meine Mausel weggeben müssen.
08:13Aber ich habe einfach zu wenig Zeit für das Tier.
08:17Du und deine verdammte Katze.
08:18Okay.
08:48So, was ich habe mich?
08:50Okay.
08:54Okay.
08:55So, was ich habe ihn?
08:56Okay.
09:05Musik
09:24Herr Mayer, übe Sie einparken.
09:28Haben Sie meinen Chef erreicht? Endlich!
09:33Herr Mayer,
09:35Herr Mayer, wenn ich mich für Ihre Karriere einsetzen soll,
09:39dann müssen auch Sie mir Einsatzfreude zeigen.
09:41Einsatz?
09:42Ja, die Nonnenhausen immer noch frisch und munter in ihrer Bruchbude.
09:46Obwohl das Denkmalamt jede Nutzung des Gebäudes untersagt hat
09:49und eine sofortige Räumung angeordnet hat.
09:51Ich war jeden Tag dort, ehrlich.
09:53Aber die warten immer noch auf das Gegengutachten vom Landeskurator.
09:57Das ist ja Ihr Fehler, Herr Mayer.
09:59Sie haben immer noch nicht begriffen, mit wem Sie sich gutstellen müssen,
10:03wenn Sie Dienststellenleiter dieses Kaffs werden wollen.
10:06Mit mir, Herr Mayer.
10:07Mit mir und ausschließlich mit mir.
10:15Ja, Echtdienst, Frau Lauern.
10:17Hat die Mutter oberen sich inzwischen gemeldet?
10:19Nein, aber Schwester Lotte.
10:21Offenbar ist das Gutachten eingetroffen.
10:23Eigentlich wollte sie schon längst hier sein.
10:25Bitte, Herr Michels, gehen Sie.
10:26Ich will nicht, dass Herr Wöller Sie wieder hier oben sieht.
10:28Aber es bleibt dabei.
10:29Heute noch Feierabend.
10:30Ja.
10:30Nur eine Tasse Kaffee oder auf ein Bierchen.
10:32Ja.
10:32Nein, aber in 15 Minuten haben Sie einen Termin mit Frau Merz.
10:36Und vergessen Sie nicht, Mausi mitzubringen.
10:38Ja, wieso bist du bei Ihnen?
10:40Sie haben es doch gestern extra mit heimgenommen.
10:43Reden Sie doch keinen Unsinn.
10:44Ihr Verlierer hat es sicher unten im Archiv.
10:46Also gehen Sie runter und holen Sie sich.
10:48Haben Sie mich verstanden?
10:49Ja.
10:51Na also, geht doch.
10:56Ach, das gehört Frau Labern.
11:00Sie sehen ja heute wieder mal schick aus.
11:03Ist der Herr Wöller zu sprechen?
11:04Ja, aber er bekommt gleich Besuch.
11:06Er will die Frau Merzer pressen, Mausi zu nehmen.
11:09Ach, er gibt Mausi ab?
11:11Wöller und die Frauen.
11:13Was soll ich sagen?
11:15Die Flitterwochen sind wohl vorbei.
11:20Herr Wöller?
11:21Grüß Gott.
11:23Gott zum Gruße, Schwester.
11:26Ihrer guten Laune darf ich entnehmen,
11:28dass dieser Schrieb in Ihrer Hand
11:29das sogenannte Gegengutachten
11:31vom Herrn Landeskurator ist.
11:33Und Ihrer guten Laune entnehme ich,
11:35dass Sie denken,
11:36dass es in Ihrem Sinne ausgefallen ist.
11:38Meine gute Laune hat ganz andere Gründe.
11:40Wir kommen endlich mit der Altstadt-Sanierung zu Potte.
11:43Aber das steht auf einem anderen Blatt.
11:45Also, gehen Sie schon mal her.
11:46Den ganzen bautechnischen Kram können Sie vergessen.
11:48Es geht eigentlich nur um den letzten Satz.
11:52Zusammenfassend ist festzustellen,
11:54dass sich die Gebäude in überraschend gutem Zustand befinden,
11:58der eine Nutzung durchaus gestattet.
12:01Damit ist der Fall erledigt, denke ich.
12:03Moment, nicht zu schnell.
12:06Nehmen Sie wieder Platz, Schwester.
12:07Hier oben steht nämlich,
12:09bedenklich allerdings erscheint der Zustand
12:11der Wasserleitung und der Kanalisation,
12:14die nicht mehr den gesundheitlichen
12:16und hygienischen Anforderungen unserer Zeit entsprechen.
12:19Das ist Sache der Stadt.
12:20Vor allem die Bleirohre der Wasserleitung,
12:22die das Trinkwasser kontaminieren
12:24und zu gesundheitlichen Schäden der Bewohner führen können.
12:27Wir benutzen sowieso nur Quellwasser zum Kochen und Trinken.
12:30Wir haben eine eigene Quelle.
12:31Tja, ich befürchte,
12:33der Schuss ist nach hinten losgegangen, Schwester.
12:35Ich werde das vom Gesundheitsamt nachprüfen lassen müssen.
12:39Das werden Sie sicher verstehen.
12:41Herr Wöller.
12:42Entschuldigung, ich kann die Katze nirgendwo finden.
12:44Also, Frau Laban,
12:45jetzt treiben Sie mich nicht in den Wahnsinn.
12:47Mau, sie muss im Haus sein.
12:48Ja, vielleicht hat sie was geahnt.
12:50Sie ist ja so sensibel.
12:52Was sonst noch was, Schwester?
12:54Was soll das mit dem Gesundheitsamt?
12:55Ja, Vorschriften gelten für alle, Schwester.
12:57Das ist doch das Schöne an Vorschriften.
12:59So, und jetzt, wenn ich bitten darf,
13:02ich bin ein vielbeschäftigter Mann.
13:04Ach, nur noch eines, Herr Wöller.
13:07Ich brauche von Ihnen eine Bescheinigung,
13:08sozusagen eine Lebensbescheinigung.
13:11Nach Aussage der Krankenkasse
13:13ist dafür das Bürgermeisteramt zuständig.
13:16Lebensbescheinigung?
13:17Habe ich noch nie gehört.
13:18Sie, Frau Laban?
13:19Nein.
13:20Es ist ja auch nur eine Bagatelle.
13:22Hiermit wird bescheinigt,
13:23dass Frau Svetlana Bencic in Kaltental,
13:25Waldpurgis, Gasse 17,
13:26mit Hauptwohnsitz gemeldet ist und lebt.
13:29Unterschrift und Stempel des Bürgermeisters.
13:34Herr Wöller?
13:36Ist was?
13:38Kennen Sie die Frau?
13:39Was?
13:41Nein, wie kommen Sie denn darauf?
13:43Nein.
13:45Ja, ich sage ja, sie ist putzmunter,
13:46von einer Herzschwäche abgesehen.
13:48Sie war heute bei mir
13:49und kann ihre Miete nicht bezahlen,
13:51wenn sie diese Bescheinigung nicht hat
13:53und von den Toten aufersteht,
13:55also wenn sie so freundlich wären.
13:58Ich bin doch nicht Jesus,
14:00der Tote zum Leben erwecken kann.
14:02Vielleicht steckt auch ein Betrug dahinter.
14:04Es gibt Fälle,
14:06da behaupten die Verwandten zum Beispiel,
14:08dass der Opa noch lebt,
14:09um die Rente zu kassieren.
14:10Das ist doch etwas völlig anderes.
14:12Nein, nein, ich meine,
14:13ohne eingehende polizeiliche Ermittlungen
14:15und ein gesundheitliches Gutachten
14:18geht da gar nichts.
14:19Aber sie lebt.
14:20Sie können sich gerne davon überzeugen und sie...
14:22Also Schwester, bitte jetzt rauben Sie mir bitte
14:24nicht meinen letzten Nerv, ja?
14:25Ich bin nicht in der Verfassung,
14:27mich mit ihnen anzulegen, ja?
14:28Ich muss meine Katze wiederfinden.
14:31Die sind führt worden
14:32oder vielleicht vergiftet.
14:34Als Politiker ist man nur von missgünstigen Neidern
14:37und Miesmachern zu tun.
14:39Und jeder weiß,
14:40jeder weiß, wie sehr ich an diesem Gärchen...
14:43Frau Labern, rufen Sie den Mai an.
14:44Er soll mit ein paar Kameraden hier antatzen,
14:46ja, und das ganze Gebäude durchsuchen.
14:48Dann rufen Sie sämtliche Abteilungen an
14:50und geben Sie eine Beschreibung durch.
14:52War das Ihr letztes Wort wegen Frau Benchitsch?
14:54Mein allerletztes.
15:02Wie Sie wollen.
15:04Aber wundern Sie sich nicht,
15:06wenn Sie morgen früh die Zeitung aufschlagen.
15:08Wunderbar.
15:10Dankeschön, Herr Stadler.
15:12Gern.
15:13Ach, sehr am Glück.
15:14Da kommt er ja.
15:22Herr Mayer,
15:23was ist denn los?
15:24Ein schlimmer Unfall?
15:27Kann man sagen, ja.
15:29Ach,
15:31der ist ja unser kleiner Liebling.
15:32Ja.
15:34Und wir wollten uns noch mal ganz herzlich bedanken
15:36für Ihre großartige Hilfe bei der Geburt
15:37und Sie einladen zur Taufe
15:39morgen früh um neun bei uns in der Kapelle.
15:41Das ist wie Ip.
15:45Wie heißt die Kleine denn?
15:47Ich weiß nicht.
15:49Wie wär's denn mit Anne-Marie?
15:50So hieß meine erste Flamme im Kindergarten.
15:52Sie hatte blonde Schillerlocken.
15:54Danke, Herr Mayer,
15:55aber Anne-Marie hieß meine Mathematiklehrerin
15:56und die hatte Haare auf den Zähnen.
15:58Mayer, kommst du mal?
16:00Ja.
16:01Einen Moment, Herr Mayer,
16:02ich hätte noch eine Frage.
16:03Wissen Sie vielleicht,
16:04wer der Mann war,
16:05der andere, der dabei war
16:06und Ihnen geholfen hat?
16:08Das war der...
16:09Nee.
16:10Doch.
16:12Architekt Bachmann Max,
16:13glaube ich.
16:14Bachmann.
16:15Danke.
16:17Gerne.
16:18Wöller hat angerufen.
16:19Wir sollen alle sofort ins Rathaus
16:20eine gottverdammte Katze suchen.
16:22Also ich hab gesagt,
16:23das fällt nicht in mein Ressort.
16:24Aber er meinte,
16:25ich soll erst dich fragen.
16:32Wie meinen Sie zweiter Roman?
16:34Ich bin ja froh,
16:35dass ich den ersten hingekriegt habe.
16:37Und das war noch relativ einfach,
16:39weil ich praktisch nur aufschreiben musste,
16:41was hier so alles passiert.
16:43Das freut mich für Sie.
16:44Aber trotzdem,
16:46ich bin Nonne und keine Schriftstellerin.
16:48Und jetzt muss ich auflegen.
16:49Auf Wiederhören.
16:52Das ist für die Mutteroberin persönlich.
16:54Da ist ein Tippfehler.
16:56Gleich im ersten Satz.
16:57Apokalyptisch schreibt man nicht mit zwei P.
17:00Erfolgreiche Autorin
17:00und so ein Job hier,
17:01der alles von einem abverlangt,
17:02das ist bestimmt schwer,
17:03unter einen Hut zu kriegen.
17:07Bisher bin ich durchaus in der Lage,
17:09meinen Pflichten und Aufgaben nachzukommen.
17:12Warten Sie hier.
17:21Schwester Julia Seewald wäre jetzt da.
17:24Ach ja, richtig.
17:26Führen Sie sie herein.
17:27Aber nach 15 Minuten kommen Sie wieder.
17:30Und versuchen Sie,
17:31Bischof Rossbauer zu erreichen.
17:32Sagen Sie, es sei dringend.
17:37Die Mutteroberin hätte jetzt Zeit für Sie.
17:46Frau Seewald.
17:50Wie geht es Ihrem Vater?
17:52Gut.
17:53Danke.
17:55Zumindest arbeitet er wieder.
17:57Das freut mich zu hören.
18:02Bitte.
18:09Tja, wo soll ich anfangen?
18:1115 Minuten sind nicht viel Zeit
18:13und ich habe tausend Fragen.
18:15Ich bin kein Lexikon.
18:16So meine ich das nicht.
18:19Nur Mut.
18:21Ich stehe demnächst
18:22vor der wichtigsten Entscheidung meines Lebens.
18:24Die Weihen.
18:25Ja.
18:27Ich gehe jetzt einmal davon aus,
18:28dass bei dem derzeitigen Mangel an Ordensfrauen
18:30meine Aufnahme in den Orden
18:31nichts im Weg steht.
18:34Zumal ich, was den Ausbildungsstand angeht,
18:36eher über- als unterqualifiziert bin.
18:39Jedenfalls
18:42verstehen Sie, worauf ich hinaus will?
18:44Ehrlich gesagt, nein.
18:47Ich habe Ihre Doktorarbeit gelesen
18:49und Ihren Werdegang im Anhang.
18:52Ich möchte den gleichen Weg gehen.
18:53Ich weiß, das klingt vielleicht vermessen,
18:55ich bin ja erst 28
18:56und bringe natürlich nicht die Erfahrung mit,
18:57so wie Sie.
18:58Dafür bin ich jung und lernfähig.
19:02Ich möchte Sie bitten,
19:03dass Sie mich in Erwägung ziehen,
19:04wenn Sie demnächst
19:04eine neue Assistentin brauchen.
19:11Schwester Hildegard hat doch jetzt
19:12eine Karriere als Autorin
19:14und ich hatte das Gefühl,
19:16dass Sie nicht ganz zufrieden sind
19:17mit Ihrer Leistung
19:18und Ihrem Auftreten.
19:21Ach, Pater Gottfried.
19:22Danke für den schnellen Rückruf.
19:24Nur die Mutteroberin
19:25ist noch nicht so weit.
19:27Aber ich soll Ihnen
19:28den Besuch bald rauswerfen.
19:31Das heißt,
19:32der Besuch geht gerade.
19:33Schwester?
19:55Komme!
19:56Ich gehe vor!
20:02Hallo!
20:03Ist dein Vater zu Hause?
20:06Papa!
20:06Besuch!
20:07Komme!
20:09Ach, das ist ja eine Überraschung.
20:11Kommen Sie rein.
20:12Hallo!
20:12Es sieht noch ein bisschen wüst aus.
20:14Ich bin noch nicht zum Aufräumen gekommen.
20:15Jakob!
20:16Kannst du bei jedem Flur
20:16deine Sachen aufräumen?
20:18Ja!
20:18Und der Flur ist kein Rollerparkplatz.
20:21Ja!
20:22Ähm, kann ich Ihnen irgendwas anbieten?
20:25Nein, danke.
20:26Ich will Sie auch nicht
20:27bei der Arbeit stören.
20:28Ich wollte nur...
20:28Ach was?
20:28Ich freue mich
20:29über jede Unterbrechung.
20:31Was arbeiten Sie denn
20:32so Schreckliches?
20:35Auftragsarbeiten.
20:36Ein paar Kästen
20:37auf der grünen Wiese.
20:38Nichts Besonderes.
20:41Aber macht ja auch nichts.
20:43Das ist eine langweilige Sache.
21:00Na du?
21:02Wie heißt sie denn?
21:03Ich habe noch keinen Namen gefunden.
21:06Kann ich Sie nicht doch noch zu was einladen?
21:11Ich dachte immer, es wird ein Junge.
21:12Dann hätte ich ihn Martin genannt.
21:15Na ja, morgen ist die Taufe.
21:16Dann werde ich mich wohl entscheiden müssen.
21:18Sie sind übrigens auch herzlich eingeladen.
21:20Und Ihre Frau natürlich auch.
21:22Ähm, meine Frau ist gestorben vor vier Jahren.
21:25Ähm, look at me.
21:27Das tut mir leid.
21:28Ähm, wir haben es überstanden.
21:31Dadurch, dass wir nicht alleine waren, die Kinder und ich, äh...
21:33Das hat es uns leichter gemacht.
21:35Jetzt, na ja, ich hab...
21:36Die Älteste hilft mir im Haushalt und mit Jakob und ich hab mir ein Büro nach Hause verlegt
21:41und mittlerweile läuft es ganz gut.
21:46Äh, bitte nehmen Sie den Platz.
21:48Danke.
21:49Mein Verlobter, der Vater von der Kleinen, ist auch wiedergekommen.
21:54Bei einem Autounfall.
21:55Er war Arzt hier.
21:56Wir wollten uns gemeinsam eine eigene Praxis anschauen.
21:59Und jetzt...
22:00Papa?
22:01Hier.
22:04Ähm, das ist Rebecca.
22:06Und da ist die Frau Silenius.
22:07Ich hab dir noch erzählt, der euch geholfen habe, das Baby auf die Welt zu bringen.
22:10Guten Tag.
22:11Willst du die Kleine mal sehen?
22:12Hab ich schon.
22:13Die sieht aus wie alle Babys.
22:15Warst du einkaufen oder muss ich wieder?
22:17Tut mir leid.
22:18Ich war den ganzen Vormittag am Telefon.
22:20Aber wir haben doch noch die Pfannkuchen von gestern im Kühlschrank.
22:22Kannst du auch eine Pfannkuchensuppe machen?
22:25Ach, äh, ich muss dann auch wieder los.
22:28Äh, schade.
22:29Kommen Sie morgen?
22:31Ja, klar.
22:31Wann ist die Taufe?
22:33Um neun Uhr.
22:34Ich kann mich auf Sie verlassen.
22:36Das muss morgen in der Zeitung stehen.
22:39Ich bedanke mich bei Ihnen.
22:40Und vor allen Dingen, weil Sie das umsonst machen.
22:44Ja, da haben Sie allerdings recht.
22:46Danke und auf Wiedersehen.
22:52Ja, bis morgen.
22:55Und, äh, schön, dass Sie vorbeigeschaut haben.
22:58Ich hätte mich selber nicht getraut, weil ich dachte,
23:01naja, vielleicht ist Ihnen die ganze Geschichte irgendwie peinlich.
23:03Aber im Gegenteil.
23:05Ohne Sie wäre es bestimmt schiefgegangen.
23:07Und die Ruhe, die Sie ausgestrahlt haben.
23:11Mir war auch ziemlich mulmig, muss ich gestehen.
23:13Aber ist ja alles gut gegangen, ne?
23:16Du wirst bestimmt mal genauso hübsch wie deine Mama.
23:20Danke.
23:21Dann bis morgen.
23:23Bis morgen.
23:25Naja, in der Apotheke haben Sie im Computer Ihr Rezept gehabt
23:29und da habe ich einen ziemlichen Terror veranstaltet.
23:31So, jetzt haben Sie genug Medizin, bis alles wieder im Lot ist.
23:35Bleiben Sie lieben.
23:36Ich mache das schon.
23:43Was machen Sie denn hier?
23:45Das ist ja sehr aufschlussreich.
23:47Jetzt sagen Sie bloß nur, Sie sind rein zufällig hier.
23:49Das ist mein Haus.
23:50Ich wollte nur mal sehen, ob das alte Gerümpel hier aus der Wohnung ist.
23:54Ich dachte, Sie sind ein Baulöwe und kein Aasgeier.
23:57Frau Bentitsch lebt nämlich noch.
23:59Und Sie und Herr Wöller, das verdanke ich noch alles Ihnen, Sie Mörder!
24:05Raus aus meiner Wohnung!
24:06Nicht, Frau Bentitsch, und ständen Sie an Ihr Herz.
24:09Die wollen nur meine Wohnung!
24:11Aber Sie sind doch tot, ich bin nicht mal amtlich gesehen.
24:13Da kann ich doch nichts für!
24:14Na, da müssen Sie sich schon noch ein paar Jährchen gedulden.
24:17Ich werde hundert, wie meine Mutter auch!
24:20Und meine Großmutter!
24:22Aber nicht, wenn Sie sich so aufregen.
24:23Also gehen Sie besser wieder in Ihr Bett.
24:27Aasgeier!
24:41Agnes!
24:52Kloster Kaltenthal, Schwester Lotte am Apparat!
24:55Agnes, wo bist du denn?
24:57Ich bin im Ochsen.
24:59Der Herr Pfaff hat mich gebeten zu kochen für ihn, bis seine Köchin wieder aus der Klinik entlassen ist.
25:04Ja, aber Agnes, das geht doch nicht!
25:06Das habe ich auch gedacht und ihm erst abgesagt, aber dann...
25:10Die brauchen mich hier wirklich.
25:12Ja, wir brauchen dich auch!
25:13Wir sind doch völlig aufgeschmissen ohne dich am Wochenende im Seminar!
25:17Julia und Sophie sind doch auch noch da und du kannst doch auch noch kochen!
25:21Ihr schafft das schon!
25:22Und jetzt muss ich wieder in die Küche, Entschuldigung!
25:25Gelobt sei Jesus Christus!
25:36Das werde ich Ihnen nicht vergessen, Schwester!
25:41Ja, schon gut!
25:59Herr Wöller, Herr Huber hat schon zweimal angerufen.
26:02Sie sollen ihn sofort zurückrufen.
26:04Es geht um das Sanierungsprojekt.
26:06Das interessiert mich jetzt einen Dreck.
26:08Rufen Sie im Lokalsender an, Abteilung Radio.
26:10Ich will eine Suchmeldung aufgeben.
26:121000 Euro Belohnung, ja?
26:14Und lassen Sie sich ja nicht abfinden.
26:16Wenn irgendwas ist, ein Problem, dann verbinden Sie mich mit dem zuständigen Herrn.
26:21Ich denke, wir können die Suche ablasen.
26:23Wir haben vom Speicher bis zum Keller alles abgesucht.
26:25Keine Spur.
26:27Ja.
26:30Das...
26:31Das bedeutet ja...
26:33nur eines.
26:35Mausi hat Selbstmord begangen.
26:38Frau Laba!
26:39So wie Sie sie in letzter Zeit behandelt haben,
26:41nur weil sie ihr Katzenstreu nicht mochte?
26:43Das meinen Sie doch nicht im Ernst, oder?
26:45Nein.
26:47Naja, vielleicht ist sie auch auf der Straße von einem Auto erwischt worden.
26:51Was?
26:52Sowas kommt vor.
26:54Also in dem Falle erwarte ich von Ihnen,
26:57dass Sie den Täter ermitteln
26:58und ihn zur Verantwortung ziehen.
27:00Jetzt nehmen Sie es sich nicht so zu Herzen.
27:03Sie taucht bestimmt wieder auf.
27:05Also, Frau Laba, machen Sie mir ein...
27:08für Cognac.
27:09Vom Besucher Cognac.
27:11Ich will nicht mehr gestört werden.
27:14Nein, das heißt...
27:18Ich fahre ins Autohaus.
27:19Vielleicht hat sie sich dort versteckt.
27:25Da bist du hier endlich.
27:26Wo warst du denn so lange?
27:27Erst beim Arzt und dann...
27:29Warum?
27:30Schwester Agnes fällt aus.
27:31Wir müssen uns alle zusammenhalten,
27:33damit hier nicht das Chaos ausbricht.
27:35Julia soll die Gästezimmer machen.
27:37Und du könntest das Abendessen vorbereiten.
27:39Wenn Sophie und Felicitas kommen,
27:41sollen sie dir helfen.
27:42Die neuen Flaschen müssen abgefüllt und gewaschen werden.
27:44Die haben schon wieder angerufen und sich beschwert.
27:46Ich fahre nach München.
27:49Aber was ist mit Agnes?
27:50Agnes kocht.
27:52Im Ochsen. Vorübergehend.
27:55Aber ich glaube,
27:56das hat weniger mit ihrer Liebe zur Gastronomie zu tun,
27:59als mit ihrem verletzten Stolz.
28:01Mausi!
28:02Wo bist du denn?
28:04Das ist wirklich das Allerletzte.
28:06Mausi ist verschwunden.
28:08Die ist nicht mehr zu helfen, Wolfie.
28:10Aber das verstehst du nicht, Herrmann.
28:12Mausi ist nicht irgendeine Katze,
28:15aber dafür bist du zu unsensibel.
28:20Mausi!
28:21Mausi!
28:22Jedenfalls bin ich kein Versager und Lügner wie du.
28:24Was?
28:24Mausi!
28:25Sag mal, wie blöd hältst du mich eigentlich?
28:28Mausi!
28:28Na ja, wenn du mich so fragst...
28:30Ja, die Benchitsch lebt.
28:31Die ist putzmunter.
28:32Aber nur theoretisch.
28:33Ach, als ich in ihre Wohnung kam,
28:34hätte sie mich fast mit ihrem Regenschirm massakriert.
28:36Und die Obernonne, die war auch da.
28:38Na und?
28:40Offiziell ist sie tot und nur darauf kommt es an.
28:42Und statt dich von einem Regenschirm in die Flucht schlagen zu lassen,
28:46hättest du lieber die Wohnung räumen lassen sollen.
28:49Noch nicht hin oder her.
28:50Ja, ich hab die Sache im Griff.
28:51Und die Nonnen haben sich mit ihrem Gutachten selber ans Messer geliefert.
28:56So sieht's aus.
28:57Jetzt lass mich in Ruhe.
28:59Die Schnauze voll für heute.
29:01Mausi!
29:04Entschuldigen Sie aber dieser Verkehr.
29:06Bitte keine Störungen die nächste halbe Stunde.
29:13Sie sehen abgespannt aus.
29:16Ich bin sehr froh, dass Sie mich sehen wollten.
29:19Ich hab alle Hand auf dem Herzen.
29:20Dann würde ich sagen, Sie zuerst.
29:22Gut.
29:26Ich habe mir überlegt,
29:27dass ich gerne wieder in die Mission zurückgehen möchte.
29:29Da gehöre ich doch auch eigentlich hin.
29:32In Kaltental habe ich überhaupt nichts erreicht.
29:35Erstens haben Sie sehr viel erreicht im Kaltental.
29:38Und zweitens kann ich Sie nicht gehen lassen.
29:40Zumindest nicht nach Afrika.
29:42Aber nach München.
29:44Nehmen Sie Platz.
29:47Nein, nein, nein, nein.
29:49Nicht da.
29:49Auf meinem Platz.
29:51Na los!
29:52Wie?
29:54Bitte!
29:55Bitte!
29:56Bitte!
30:04Was ich Ihnen jetzt sage, ist absolut vertraulich.
30:09Ich habe ein Angebot erhalten von Kardinal Perlkofer im Vatikan,
30:14als General Manager für die diversen Unternehmungen des Heiligen Stuhls zu arbeiten.
30:19Und ich möchte Sie als meine Nachfolgerin vorschlagen.
30:23Nein, das kann ich nicht.
30:25Christa Lotte!
30:25Ich kann auch gar nicht glauben, dass Sie das ernsthaft in Erwägung gezogen haben.
30:29Ich, ich, äh...
30:31Warum ich?
30:32Warum ausgerechnet ich?
30:33Sie kennen mich doch.
30:34Sie haben mich doch schon oft genug zurückgepfiffen.
30:36Auf diesem Platz kann man keine angepassten Menschen brauchen.
30:39Wir müssen neue Wege gehen, neue Visionen entwickeln.
30:42Näher an den Menschen, an der Zeit, an Gott.
30:45Ach!
30:52Bitte!
30:55Lassen Sie sich doch Zeit.
30:58Überlegen Sie, beten Sie.
30:59Und sagen wir, in einer Woche geben Sie mir Bescheid, ja?
31:03Gut.
31:04Und jetzt noch etwas Unangenehmes.
31:07Julia Seewald war heute früh bei mir.
31:09Wenn ich ihr statt Ihnen meinen Stuhl angeboten hätte,
31:12hätte sie wahrscheinlich Ja gesagt, ohne mit der Wimper zu zucken.
31:16Die Details will ich Ihnen ersparen.
31:19Jedenfalls habe ich ihr nahegelegt, sich in Demut und Bescheidenheit zu üben.
31:22Leider nicht so besonnen formuliert wie jetzt.
31:26Und ich möchte Sie bitten, ihr meine Entschuldigung zu überbringen.
31:30Für Tonfall und Wortwahl.
31:32Nicht jedoch für den Inhalt.
31:34Möchten Sie das nicht lieber selber sagen?
31:36Nein, nein, nein.
31:36Das können Sie besser.
31:39Einer der Gründe, warum ich Sie als meine Nachfolgerin sehen kann.
31:43Sie können sehr gut mit Menschen.
31:47Barbaras Baby wird morgen um neun Uhr getauft und wir würden Sie sehr gerne einladen.
31:51Ich werde versuchen, es möglich zu machen, aber versprechen kann ich nichts.
31:55Gelobt sei Jesus Christus.
31:57In Ewigkeit, Amen.
32:06Du sagtest, dass man das Kreuz, das einem auferlegt wird, geduldig ertragen muss.
32:13Was aber ist, wenn einem das Kreuz zu schwer geworden ist?
32:19Oberin.
32:22Dabei möchte ich doch so gerne wieder zurück nach Nigeria.
32:26Zu meinen Kindern.
32:29Dem Meer der Sonne.
32:33Oberin.
32:35Da komme ich doch mit meinen naiven Methoden überhaupt nicht durch.
32:38Das ist doch schlimmer wie Politik.
32:40Warum schickst du überhaupt die Mutter Oberin in den Vatikan?
32:43Entschuldige, es liegt mir zwar fern, deinem weisen Ratschluss zu kritisieren,
32:47aber ich halte das für keine besonders gute Idee.
32:49Wir brauchen die Mutter Oberin doch.
32:51Und was macht er beruflich?
32:53Er ist Architekt und arbeitet zu Hause, damit er sich um die Kinder kümmern kann.
32:58Toller Mann.
33:00Hat was.
33:02Ach.
33:03Was hat er denn?
33:07Nein, nicht das, was du meinst.
33:09Er ist nicht mein Typ.
33:12Aber er strahlt so eine Sicherheit und Ruhe aus.
33:15Du hättest ihn mal erleben sollen, wie er mir bei der Geburt geholfen hat.
33:20Und ich glaube sogar, dass er mich mag.
33:37Nein, nein, nein, bitte nicht, Herr Meier.
33:41Nein, wirklich nicht, Herr Meier.
33:43Nur, wenn es ein Notfall ist.
33:44Ich bin am Ende, Schwester.
33:48Meine Karriere im Eimer, mein Leben eine einzige Hölle.
33:53Herr Meier.
33:58Ich habe aus Versehen die Katze von Böller überfahren.
34:03Ausgerechnet ich.
34:06Weiß er das?
34:07Um Gottes Willen, nein.
34:08Und er darf es auch nie erfahren, sonst kann ich mich aufhängen.
34:10So wie er sich aufführt schon den ganzen Tag.
34:13In drei Mann habe ich das Rathaus durchsuchen müssen.
34:15Im Radio läuft eine Suchmeldung.
34:17Tausend Euro Finderlohn.
34:20Und die ganze Zeit liegt das Tier hinten bei mir im Kofferraum.
34:31Oh.
34:34Bitte, Schwester.
34:36Sie müssen ihm schon beibringen, dass seine Mausi unter die Räder gekommen ist.
34:40Aber nicht, dass ich es war.
34:42Ich würde es ja selber machen, aber dann wäre er vielleicht misstrauisch.
34:47Bitte, Schwester.
34:48Ich lehe Sie an.
34:49Noch so einen Tag stehe ich nicht durch.
34:50Na gut.
34:52Gleich morgen nach der Taufe.
34:54Morgen erst?
34:56Schwester, der Mann hat in der ganzen Stadt Suchplakate an Schaufenster und Bäume geklebt.
35:01Jetzt sitzt er im Ochsen und säuft sich wahrscheinlich die Hooker voll.
35:04Meinen Sie nicht, wir sollten Mausi zuerst einmal beerdigen?
35:08Was immer Sie wollen.
35:09Gut.
35:10Dann gehen Sie jetzt in die Remise und suchen einen Spaten.
35:12Ich hole eine Schachtel.
35:13Spaten.
35:14Schachtel.
35:15Schachtel.
35:18Schachtel.
35:24Wo sind wir?
35:26In Ihrem Zimmer denke ich, ihr ist nicht gut, hat sie gesagt.
35:32Also ich denke ja, sie ist sich nicht gut genug für sowas profan aus der Küchenarbeit.
35:36Ich muss noch was erledigen.
35:40Und du sollst nicht immer über sie lästern.
35:41Vor allen Dingen nicht hinter ihrem Rücken.
35:59Ich glaube, das reicht jetzt.
36:24Wollen Sie nicht ein paar passende Worte sagen?
36:26Ich?
36:27Ja.
36:28Was?
36:31Dass es Ihnen leid tut zumindest.
36:34Ach so.
36:35Na gut.
36:42Also, obwohl es eigentlich nicht nur meine Schuld war, dass du mir unter die Räder gelaufen bist,
36:50tut es mir natürlich trotzdem leid.
36:58Und du bekommst jetzt ein viel netteres Herrchen.
37:01Unseren Schöpfer.
37:03Gute Reise, Mausi.
37:05Gute Reise, Mausi.
37:08Ja.
37:10Dann buddeln Sie mal das Grab zu und pflücken da hinten im Garten einen Blumenstrauß.
37:14Ich kümmere mich um Wöller.
37:15Danke, Schwester.
37:18Wir sehen uns dann morgen bei der Taufe.
37:20Ja.
37:32Tausend Euro Belohnung.
37:34Hier.
37:35Da ist sie noch ganz jung.
37:37Äh.
37:38Ist sie nicht süß?
37:40Ja.
37:40Herr Wöller?
37:41Ja?
37:43Mausi ist verschwunden.
37:45Könnte ich Sie mal kurz sprechen?
37:47Unter vier Augen.
37:48Ja, haben Sie nicht gehört?
37:49Mausi ist verschwunden.
37:51Es handelt sich um Mausi.
37:52Haben Sie sie gefunden?
37:54Herr Wöller, ich fahre Sie jetzt nach Hause.
37:57Was?
37:58In dem Zustand können Sie doch nicht mehr Auto fahren.
38:00Sie können inzwischen Ihre Zeche bezahlen.
38:02Ich muss nur noch mal schnell in die Küche.
38:03Ich habe ganz wenig getrunken.
38:06Bitte.
38:08Dann abgeben.
38:14Ich wollte nur mal nach dir schauen.
38:15Wie läuft's?
38:16Gut.
38:18Nicht.
38:18Es muss erst noch kurz flaschiert werden.
38:20Und bleibt das Kulasch mit den Knödeln für die Schwier.
38:22Ist gleich soweit.
38:23Ich warte noch auf die Knödeln.
38:24Die kochen schon.
38:27Wann macht denn die Küche zu heute Abend?
38:3022 Uhr.
38:31Und zur Taufe kann ich auch nicht kommen morgen.
38:33Ich muss zur Markthalle.
38:37So.
38:38Du kannst die Knödeln jetzt rausnehmen.
38:40Sie schwimmen oben.
38:41Ich fahre noch schnell den Wöller nach Hause.
38:43Der hat ein bisschen viel getrunken.
38:44Und dann komme ich und helfe dir.
38:45Nicht nötig.
38:47Ich habe alles unter Kontrolle.
38:54Sie ist tot, oder?
38:55Ja.
38:59Vergiftet.
39:01Von der Opposition.
39:03Nein.
39:05Es war sozusagen ein Autounfall.
39:08Aber sie sah ganz friedlich aus.
39:09Ich denke, sie hat nicht sehr gelitten.
39:14Oh, Herr Wöller.
39:16Soll ich Ihnen eine neue besorgen?
39:19Mausi.
39:20So was gibt's nur einmal.
39:24Ich bin schuld.
39:25Ich meine, die hat gespürt, dass ich sie weggeben wollte.
39:29Ja, ja.
39:31Sie ist ja...
39:33Sie ist so sensibel.
39:35Ach, jetzt beruhigen Sie sich.
39:37Beruhigen Sie auf gar keinen Fall.
39:39Wer war die Schwester?
39:40Wer hat Sie auf dem Gewissen?
39:41Herr Wöller!
39:42Ja, jetzt sagen Sie schon.
39:43Ja, mein Gott, der Mann konnte doch nichts dafür.
39:45Aha.
39:48Ein Mann also.
39:51Jetzt kommen Sie.
39:51Morgen früh zeige ich Ihnen das Grab.
39:53Wir haben Sie unter einem wunderbaren Baum beerdigt.
39:56Lassen Sie mich los.
39:58Ich gehe jetzt aufs Polizeirevier
39:59und werde Anzeigerstand gegen Unbekannt.
40:02Jetzt machen Sie sich doch nicht lächerlich.
40:04Da draußen.
40:05Läuft ein Mörder frei rum.
40:08Dann tun Sie, was Sie nicht lassen können.
40:10Aber fahren Sie wenigstens nicht mit dem Auto.
40:14Ach.
40:30Wachtmeister Meier.
40:36Ich habe Feierabend.
40:37Sie haben dann Feierabend, wann ich es sage.
40:40Wir haben nämlich den Mörder von Mause gefunden.
40:42Was? Wie?
40:42Ja, ich möchte Anzeige erstatten gegen Unbekannt.
40:45Wegen fahrlässiger Tötung,
40:47unterlassener Hilfeleistung und Fahrerflucht.
40:50Mal schauen Sie so.
40:50Kennen Sie den Täter?
40:52Nein.
40:53Ja, dann fahren Sie raus ins Kloster
40:54und nehmen Schwester Lotte ins Kreuzfeuer.
40:56Die kennt nämlich den Täter.
40:58Notfalls wenden Sie unmittelbaren Zwang an.
41:00Dritten Grades.
41:01Ich wende gar nicht an.
41:02Ich habe Feierabend.
41:03Was machen Sie?
41:04Sagen Sie, Sie haben sie doch nicht mehr alle.
41:06Dass wir Konsequenzen haben.
41:07Hören Sie?
41:09Konsequenzen.
41:10Konsequenzen.
41:24Na, endlich.
41:28Du hast sicherlich schon gegessen.
41:31Ja.
41:33Und ihr?
41:34Ich hatte keine Zeit zum Kochen.
41:39Felicitas hat aus der Klinik Huhn mit Reis mitgebracht.
41:42Ziemlich fad.
41:44Aber morgen kochst du ja wieder.
41:46Nein.
41:47Wie kommst du drauf?
41:49Ich muss den Ochsen jetzt erst mal auf Naturkost umstellen.
41:52Agnes, das kannst du uns doch nicht antun.
41:54Ach, auf einmal.
41:57Agnes, wir haben es begriffen.
41:59Du musst diese Nummer nicht bis zum bitteren Ende durchziehen.
42:02Ja?
42:03Es tut mir leid, Lotte, aber ich kann wirklich nicht.
42:06Der Willi braucht mich.
42:08Ohne mich ist er aufgeschmissen.
42:09Ehrlich.
42:17Lotte?
42:18Ja?
42:22Schau mal.
42:26Das habe ich Barbara genäht.
42:29Ich kann doch nicht zur Taufe kommen.
42:33Vielleicht kannst du es ihr geben.
42:36Gefällt es dir?
42:39Ach, Agnes.
42:45Gute Nacht.
43:00Noch wach?
43:03Ja, ich denke nach.
43:08Die Mutteroberin lässt dir ausrichten, dass es ihr leid tut, wenn es dir wehgetan hat.
43:15Sie meint es oft nicht so hart, wie es rauskommt.
43:18Aber sie meint es durchaus ernst.
43:22Demut.
43:24Was ist das überhaupt?
43:26Ein Lächeln.
43:29Ein liebgemeinter Satz.
43:33Das sind die Dinge, die die Welt zu einer besseren Welt machen.
43:37Hm?
43:41Ein Lächeln.
44:12Musik
44:30Ich kaufe dich Elisabeth im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
44:44Der allmächtige Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, hat dich von der Schuld Adams befreit und dir aus dem
44:52Wasser und dem Heiligen Geist neues Leben geschenkt.
44:56Du wirst nun mit dem heiligen Krisan gesalbt, denn du bist Glied des Volkes Gottes und gehörst für immer Christus
45:04an,
45:04der gesalbt ist zum Priester, König und Propheten in Ewigkeit. Amen.
45:20Musik
45:41Sie leben ja?
45:43Musik
45:44Kein Wort mehr. Oder morgen steht Ihre Todesanzeige in der Zeitung.
45:48Tut mir leid. Aber solange Sie sich weigern, Frau Bencic wieder zum Leben zu erwecken, so lange wird diese Anzeige
45:56geschaltet.
45:57So was Geschmackloses. Na gut. Schicken Sie sie zu mir ins Rathaus heute.
46:05Wo ist das Grab von Mausi? Wo ist es?
46:10Kommen Sie.
46:16Haben wir nicht ein friedliches Plätzchen für Sie gefunden?
46:24Der Baum ist gut. Geklettert ist sie immer gern.
46:38Ach, Herr Völler.
46:40Wenn Sie zu Ihrem Mitmenschen genauso nett und verständnisvoll wären, dann wären Sie direkt ein liebenswerter Mensch.
46:48Ja, ich meine, das mag vielleicht hinter Ihren Klostermauern funktionieren, aber da draußen, wo ich lebe, da geht es um
46:56Fressen oder Gefressen werden.
46:59Aber das werden Sie nie begreifen.
47:03Aber eines Tages, da werden auch Sie gefressen.
47:08Mit Stumpf und Stil.
47:09Und da sind sie zu viel.
47:11Ja, es wird die Abschнесen.
47:11Und dann wird das Schiff.
47:11Und da wird ja nur so gut.
47:12Und dann kommt die poles nach der Sahel.
47:12So, da werden wir sie wieder zusammenarbeiten, wo ich bin...
47:12Und dann kommt der Schiff!
47:13Und dann kommt die Schiff!
47:15Und dann kommt die Schlachter.
47:15Und dann kommt sie immer auf der um.
47:15Und dann kommt die Schiff.
47:15Und dann kommt komplett aus dem deutschen Klostermauern oder hier.

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