- vor 11 Minuten
Hauptkommissar Siska - Peter Kremer /
Drehbuch - Siegfried Schneider /
Regie _ Hans-Jürgen Tögel
Drehbuch - Siegfried Schneider /
Regie _ Hans-Jürgen Tögel
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TVTranskript
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01:23Nur ein Schuss?
01:25Ja.
01:26Und alles?
01:28Genau zwei Stunden, normal fünf.
01:30Wieso sind Sie um diese Zeit schon auf?
01:33Ich war nicht auf, ich wurde geweckt vom Telefon.
01:36Was war keiner dran?
01:37Kommen Sie, übersetzen wir uns.
01:47Geht's ein bisschen näher?
01:51So, jetzt erzählen Sie doch bitte nochmal den genauen Tathergang.
01:55Ja, was soll ich groß erzählen?
01:56Also, das Telefon hat geklingelt, es war halb fünf ungefähr, da bin ich die Treppe hoch,
02:01bin rangegangen, hab gefragt, wer da ist und dann fiel auch schon der Schuss, das ist alles.
02:44So, jetzt bin ich.
02:477, 6, 5, 4, 3, 2, 1 und ja!
03:38Hallo, Axel.
03:39Hi, Henry. Du hast doch am Schluss.
03:41Ja, ich muss den vergessen haben.
04:03Gibt es was zu feiern?
04:05Ja, kann man so sagen.
04:09Eine neue Geburtsstunde.
04:12Ein zweites Leben.
04:14Was ist passiert?
04:16Jetzt setz dich erst mal.
04:19Erzähl doch.
04:21Also,
04:24gestern Nacht hat jemand versucht, mich zu erschießen.
04:28Hey, bitte?
04:29Ja, ich weiß, es klingt völlig absurd, aber
04:31offenbar passt irgendjemand in meine Nase nicht.
04:34Und wo?
04:35Na, hier in der Wohnung.
04:38Der Typ muss da drüben auf dem Dach gestanden haben.
04:40Durchs Fenster.
04:42Die Kugel ging durchs Glas.
04:44Und dann hier, schau, direkt in die Wand.
04:48Gott, das ist mein Herz.
04:50Übrigens.
04:52Ich hab zehn Mark gesetzt auf unsere Liebe.
04:56Zehn Mark.
04:57Fand ihr siehst?
04:58Ich hab gewonnen.
05:00Die erst.
05:02Komm.
05:03Zieh dich aus.
05:04Nein!
05:08Hör zu.
05:09Ich bin aus einem bestimmten Grund hier.
05:12Wir werden damit aufhören.
05:16Ja, red weiter.
05:16Ich hör dir zu.
05:18Also, du willst Schluss machen, ja?
05:21Das hab ich verstanden. Und?
05:22Ja.
05:24Es war falsch, dass ich mich mit dir eingelassen habe.
05:27Ich hätte das nicht tun dürfen.
05:30Mhm.
05:32Und du meinst, du bekommst Ärger, falls jetzt jemand erfährt?
05:41Du wirst lachen, aber ich hab sowas geahnt.
05:45Ja, ja.
05:45Ich hab das immer gewusst, dass du eines Tages kommst.
05:49So wie jetzt.
05:51Und du mir sagst, hör zu.
05:53Es ist vorbei.
05:54Schluss.
05:55Finito l'amore.
05:56Es war wunderschön mit dir, aber jetzt müssen wir auch wieder vernünftig werden.
05:59Das hab ich gewusst.
06:01Es war auch sehr schön.
06:02Ach ja?
06:04Bloß, wann's zu Ende ist, entscheidet Madame, ja?
06:08Und siehst du,
06:11genau für diesen Fall hab ich vorgesorgt.
06:18Und ich finde wirklich,
06:22du solltest dir das nochmal sehr reiflich und genau überlegen.
06:45Du bist wie ein Schwein.
06:51Ja, du hast recht.
06:54Aber du bekommst Ärger.
06:56Oh ja, und zwar großen Ärger.
06:58Mit deinem Mann.
07:00In der Uni.
07:02Und mal sehen, wie sich sonst noch alles für eine nackte C4-Professorin interessiert,
07:06die ein Verhältnis mit einem ihrer Studenten hat.
07:08Was willst du?
07:11Eigentlich bloß eine kleine Gefälligkeit.
07:14Die Doktorarbeit.
07:16Hm.
07:17Gar nicht mal so schlecht.
07:18Sie ist nicht von dir.
07:19Doch, sie ist von mir.
07:20Es ist meine Arbeit.
07:23Und du wirst sie lesen und du wirst sie auch akzeptieren.
07:26Und in spätestens einer Woche sagst du mir, wenn die mündlichen Prüfungen sind.
07:30Unmöglich.
07:31Du weißt, dass ich das nicht allein entscheide.
07:32Du, es interessiert mich überhaupt nicht.
07:35Null.
07:36Mich interessiert viel eher, dass du dafür sorgst, dass ich in fünf Wochen damit durch bin.
07:41Und dein Freund?
07:43Soweit ich mich erinnere, war das sein Thema.
07:46Kümmer dich nicht um den.
07:47Erpresst du ihn auch?
07:49Das geht dich eigentlich überhaupt nichts an.
07:54Obwohl das heißt, in gewisser Weise doch.
07:59Vielleicht fragst du mal deinen Mann.
08:01Hm?
08:21Roman, was hat er denn?
08:23Ruf doch mal unseren Tierarzt.
08:27Jetzt soll er sich mal die linke Hinterhand anschauen.
08:30Zeig mal.
08:32Ja.
08:39Hast du gut gemacht, meine Lieber.
08:41Von dem Schumann lassen wir uns noch nicht abhängen, was?
08:47Ich hab gehört, was du gesagt hast.
08:50Willst du einen Umweg geritten?
08:51Ich geb dir gern Revanche.
08:53Er ist nicht in Ordnung.
08:55Ich werde ihn untersuchen lassen müssen.
08:58Geh mir was essen nachher?
08:59Ja, bei mir.
09:00Ich hab was eingekauft.
09:14Nein.
09:17Nein.
09:19Meine Frau…
09:24Fühlst du schon mal vor?
09:25Kriegst du jetzt Erden?
09:27Nein.
09:28Was weißt du da?
09:42Du warst lange nicht mehr hier draußen.
09:45Ich denn?
09:48Nein.
09:50Ich muss mit dir reden.
09:53Was Ernstes?
09:56Ja.
09:59Ist gut.
10:00Ich zieh mich schnell um.
10:02Bestellst du mir schon was zu trinken?
10:06Kommen Sie mal mit auf ein Bierchen?
10:08Nee.
10:09Ich bin heute als Sklave eingeteilt.
10:11Die Aussagen von Westphal?
10:13Die muss man alles selber machen.
10:15Arbeite nur.
10:16Die Freude kommt von selbst.
10:17Das hat der Goethe mal gesagt.
10:18Mir nicht.
10:19Ja, mir auch nicht.
10:20Also bis morgen.
10:22Aha, sagen Sie dem Hane.
10:23Segen Sie mir es gleich selber.
10:26Ah, sehr gut, Hane.
10:27Die neue Staatsanwältin lässt fragen, ob der Westphal eventuell einer politischen Gruppierung angehört.
10:32So weit sind wir noch nicht.
10:34Ich habe hier den Bericht der Spurensicherung.
10:36Die haben auf dem Dach nichts gefunden.
10:38Ja gut, dann müssen wir dann noch mal hin.
10:39Wenn jemand aus der Entfernung nicht trifft, dann hat er da bestimmt auch Spuren hinterlassen.
10:43Das kann Jakob machen.
10:44Der ist als einziger von uns schwindelfrei.
10:46Genau.
10:46Tiefsee tauchen und Himalaya-Tracking.
10:48Das sind meine Hobbys.
10:50Ach, Chef?
10:52Ja?
10:53Hört sich das mal an.
10:56Nein, ich weiß es nicht.
11:00Ich habe keine Feinde.
11:02Ich glaube auch kaum, dass Sie das irgendwas angeht.
11:06Ja, ich warte.
11:07Worauf?
11:08Na ja, auf Ihre Antwort. Das haben Sie sich doch nicht gefallen lassen.
11:11Nee. Ich habe ihm die Zunge rausgesteckt.
11:14Brav.
11:16Die Kollegen von der Streife sollen die Gegend mal ein bisschen im Auge behalten, ne?
11:19Schon veranlassen.
11:22Magst du auch einen?
11:25Danke, Maxi.
11:28Was ist los? Hast du Ärger?
11:34Ach, Rolf, ich habe eine Riesendummheit gemacht.
11:37Und ich weiß auch nicht, wie ich da wieder rauskomme.
11:42Ein Mann.
11:45Ja.
11:47Ich habe mich mit einem meiner Studenten eingelassen.
11:52Ich vermute, das ist der harmlose Teil der Geschichte.
11:58Es gibt Bilder.
12:01Was für Bilder?
12:03Er hat
12:05irgendwo in seinem Schlafzimmer
12:08eine Kamera versteckt
12:10und heimlich fotografiert.
12:17Fotos, auf denen du zu erkennen bist?
12:19Ja.
12:23Was will er?
12:26Geld?
12:27Nein, er will, dass ich seine Doktorarbeit akzeptiere.
12:30Unrecht mäßigerweise.
12:33Wer ist denn?
12:35Westphal.
12:36Axel Westphal.
12:38Kennst du ihn?
12:39Nein.
12:41Warum?
12:44Er hat so eine komische Andeutung gemacht.
12:47Er hat gesagt,
12:48vielleicht fragst du mal deinen Mann.
12:50Als ob du irgendetwas damit zu tun hättest.
12:54Ich kenne den Mann nicht.
12:56Willst du, dass ich mit ihm rede?
13:00Ich glaube nicht, dass Reden was nützt.
13:02Ich verstehe.
13:06Ich helfe dir.
13:08Mir wird schon was einfacher.
13:12Danke.
13:16Kommst du heute Abend nach Hause?
13:19Ich weiß noch nicht.
13:21Besser, du wartest nicht auf mich.
13:23Du bist gut.
13:25Wann habe ich das zuletzt gemacht?
13:53Hallo?
13:54– Hallo? – Maxi, ich möchte zahlen.
13:57– Hallo?
14:24– Dass wir aber im Endeffekt zu den Zahlungen kommen werden, zu dem Gesamtbetrag,
14:29den wir mit 5 Milliarden zugelagt haben.
14:32Die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft griffen die Bundesregierung dagegen scharf an.
14:36Ehemals staatliche Unternehmen durften nicht den Fonds einzahlen.
14:40– Hallo? – Das war verärgert.
14:42– Ach, du bist's. – Mhm, worüber?
14:46– Herr Alter zu Recht historisch genannt hat. – Äh, das ist schön, aber nicht so lange.
14:51Ich muss morgen früh raus. – Okay, bis gleich.
14:56Eine Bemerkung gab Chef und dahinter Otto Waffel am Topf allen mit auf den Weg.
15:00Heute sei ein finanzieller Schlussstrich gezogen worden.
15:03Normalisch könne es den nie geben.
15:15Ist er nicht da?
15:17– Ich weiß nicht, es macht keiner auf. – Vielleicht ist er schon weg?
15:20– Ja, weil ich höre jemanden. – Hm?
15:22– Halten Sie mal. – Ich wollte ihm sowieso gerade die Hemden bringen.
15:27Waren Sie mit ihm verabredet? – Nicht direkt.
15:31Bitte.
15:33Bitte schön.
15:34Bitte schön.
15:35Bitte schön.
15:41Die Kreuzplitter heißt die neue Folge der Piratensager von den blonden Hühnen.
15:46Auch in diesem Jahr eine Show mit immer aufwendigeren Kulissen und Kosten von rund 7 Millionen.
15:50– Ziehen Sie sich das an. Er ist vor dem Fernseher eingeschlafen.
16:00– Axel?
16:08– Der schläft nicht. Er ist tot. – Was sagen Sie doch?
16:15– Machen Sie das lieber.
16:22– Hallo? Ist dort die Polizei? Hier ist Wilke. Ich muss einen Toten melden.
16:28– Das Opfer eines fatalen Hartums. Gestern hat er noch gesagt, er hätte keinen Feind.
16:36Wie ist er umgekommen?
16:38– Keine Spuren von Gewalteinwirkungen, keine Würgemahle, keine Einstiche, keine Stoß- oder Schlagverletzungen.
16:45– Gift?
16:46– Möglich. Ich würde aber einen natürlichen Tod auch nicht ausschließen.
16:50– Das war aber ein Zufall. Gestern ist auf dem Mann auch geschossen worden.
16:55Da drüben vom Dach. Die Kugel hat ihn nur ganz knapp verfehlt.
17:00– Ja, das ist die Spur von gestern. Hier habe ich eine neue.
17:05– Eine interessante Frau.
17:08– Von der hat er uns gestern Abend nichts erzählt. Kommt, ich zeige Ihnen was.
17:15– Da hinten. Genau auf dieser Höhe ist das Objektiv.
17:23– Verstehe.
17:24– Denken Sie, was ich denke?
17:27– Selten, aber manchmal lässt es sich ja wohl nicht vermeiden.
17:30– Das ist eine Erpressung.
17:31– Sehe ich auch so.
17:38– Und, wisst ihr was? Kann ich noch nichts sagen?
17:41– Ja.
18:00– Das ist eine Doktorarbeit. Vor zwei Wochen in Druck, ja.
18:07– Was wird denn das?
18:09– Weiß ich auch noch nicht. Hahn ist der Experte.
18:12– Vielleicht kann er ja was damit anfangen.
18:14– Ja, machen wir ihm doch die Freude, hm?
18:15– Jo.
18:19– Frau Wilke, wann war das? – Um halb neun.
18:23– Und, ähm, was wollten Sie in der Wohnung? – Ich habe ihm seine Wäsche gebracht.
18:28Und da stand dieser Freund und konnte nicht rein, weil keiner aufgemacht hat.
18:32– Und Sie hatten einen Schlüssel? – Den habe ich immer noch.
18:36– Wissen Sie, wie dieser Freund heißt?
18:38– Der Mann heißt Volker Herbst. Er war häufiger hier. Die beiden haben zusammen studiert.
18:44– Und was? – Ich glaube, Jura.
18:46– Wo wohnt dieser Freund? – Das weiß ich nicht. Er ist dann auch gleich gegangen.
18:50Er hat gesagt, rufen Sie an. Ich muss zurück in die Uni. Ich kann nicht warten, bis die Polizei kommt.
18:56– So, das hat er gesagt? – Ja.
19:00– Kennen Sie diese Frau? – Ja.
19:03– Sie hat ihn in letzter Zeit häufiger besucht. Aber ich glaube, sie wollte nicht, dass man sie sieht.
19:09Sie hat ihren Wagen immer ein paar Straßen weiter abgestellt.
19:12– Wissen Sie, wie sie heißt? – Nein.
19:15– War sie gestern auch hier? – Ja. Aber gestern hat sie ihren Wagen direkt vom Haus geparkt.
19:21Drüben, auf der anderen Straßenseite.
19:24– Und wann war das genau? – Am frohen Abend.
19:28– Danke, Frau Wilke. – Bitte.
19:30– Hier. – Wiedersehen.
19:31– Wiedersehen.
19:32– Was kann nicht schaden, wenn du eine höhere deutsche Bildungsanstalt mal von innen siehst?
19:35– Hm. Was ich zum Leben brauche, das habe ich von dir gelernt.
19:38– Nur eins. Ich nehme das wie einen Blumenstrauß.
19:40– Ach, hier. Hätte ich fast vergessen. Schauen Sie doch da mal rein. Der Wiegern glaubt, dass sich der Mörder
19:44darin versteckt hält.
19:46– So, danke. Ihr könnt jetzt fahren.
19:58– So, und jetzt nochmal von vorn. – Axel Westfahr ist tot. Ich habe ihn vor einer Stunde gefunden in
20:04seiner Wohnung.
20:05– Ich weine ihm keine Tränen nach.
20:09– Was hast du jetzt vor? – Ich fahre ein paar Tage weg.
20:13– Willst du das für klug? – Ich weiß es nicht. Ich bin zu nah dran an der Geschichte. Ich
20:16brauche ein bisschen Abstand.
20:17– In der Uni kann ich jetzt sowieso nichts machen. Schau mal, das spricht doch alles gegen mich.
20:23– Ich habe ihn gekannt. Ich habe ihn gehasst. Ich habe ein Motiv. Und ich habe ihn gefunden. Die werden
20:27mich doch sofort verdächtigen.
20:29– Das wären sie erst recht, wenn du wegläufst. – Das ist mir egal. Ich kann jetzt mit niemandem sprechen.
20:35– Du weißt ja, wo du mich erreichen kannst.
20:42– Volker? – Ja?
20:47– Bist du erleichtert, dass er tot ist? – Nö. Ich hätte mich lieber vernünftig und sachlich mit ihm auseinandergesetzt.
20:53– Hast du immer noch nicht begriffen, dass das mit ihm nicht möglich war?
21:08– Hier drin hat sogar die Luft mehr IQ als draußen. Riechen Sie das?
21:11– Gut. – Atmen Sie mal kräftig durch. Vielleicht bleibt ja was hängen.
21:14– Danke.
21:16– Herr Siska, ich habe jemanden gefunden, der ihn kennt. Herr Brandl, das sind die Herren von der Krepo.
21:22– Tag. – Tag.
21:23– Sie suchen Volker Herbst? – Ja.
21:24– Wir waren eigentlich um 9 verabredet, aber bis jetzt ist es noch nicht gekommen.
21:29– Passiert das öfter, dass er seine Verabredung nicht einhält?
21:31– Nee, normalerweise nicht. Ich weiß auch nicht. Ich glaube, im Moment hat er eh die Schnauze ziemlich voll von
21:36der Uni.
21:37– Haben Sie seine Adresse? – Warburgstraße 4, glaube ich.
21:42– Gut. Vielen Dank. Auf Wiederschauen.
21:46– Warburgstraße. Haben wir einen Stadtplan?
21:48– Oh Mann, ich weiß, wo das ist.
22:01– Guten Tag. – Hallo.
22:05– Mein Name ist Siska, Kripo München. Und Sie sind?
22:09– Leonie Schumann. – Kann ich Sie einen Moment sprechen?
22:11– Ja, aber wirklich nur einen Moment. Ich habe in 10 Minuten eine Vorlesung. Worum geht's?
22:16– Kennen Sie Axel Westphal? – Ja. Er ist ein Student von mir. Was ist mit ihm?
22:22– Er ist tot. Er wurde heute Morgen in seiner Wohnung gefunden.
22:32– Das ist ja furchtbar. – Haben Sie ihn gut gekannt?
22:38– Äh, ja. Könnten wir trotzdem später darüber sprechen? Und wenn's geht, nicht in der Uni?
22:45– Können wir. – Ich bin gegen eins zu Hause. Ich wohne in der Jahnstraße 26.
22:52– Wiedersehen. – Wiedersehen. – Wiedersehen.
23:28– Oh, Kommission, Hane. Frau Wilke. Frau Wilke. Ja, natürlich erinnere ich mich.
23:34Das ist ja Gedankenübertragung. Würden Sie die Frau wiedererkennen?
23:40Gut, dann komme ich jetzt mit einem Foto. Ja. Nein, ist kein Problem. Ich habe sowieso in der Gegend zu
23:46tun.
23:55– Guten Tag. Entschuldigen Sie, Volker Herbst, der wohnt doch nebenan. – Ja. Aber der ist nicht da. Kann ich
24:01was für Sie tun? Ich bin seine Schwester.
24:03– Siska, Kripo Münchens, mein Kollege Wiegand. Wissen Sie, wo er ist?
24:07– Er ist für ein paar Tage aufs Land gefahren. – Ah, das ist schlecht. Wir bräuchten ihn als Sorgen
24:12in einem Mordfall. Könnten Sie ihn erreichen?
24:15– Ich denke schon. – Gut. Dann richten Sie ihn doch bitte aus. Er möchte sich umgehen mit uns in
24:21Verbindung setzen, ja? Vielen Dank.
24:25– Geht's um Axel Westphal? – Ja. Woher wissen Sie denn das?
24:32– Von meinem Bruder. Er hat's mir erzählt, bevor er weggefahren ist. Er hat ihn heute Morgen in seiner Wohnung
24:38aufgefunden.
24:39– Ja. Deshalb sind wir hier. Finden Sie es nicht auch eigenartig, dass er in so einer Situation einfach verschwindet?
24:46– Er ist im Moment nicht gut drauf. Er hat eine große Enttäuschung hinter sich.
24:50– Privat oder beruflich? – In der Uni. Er will ein bisschen Abstand gewinnen.
24:57– Ist er Assistent an der Uni? – Nein, er studiert noch. Er war Lehrer, bevor er wieder zur Uni
25:03gegangen ist.
25:05– Kannten Sie Axel Westphal? – Ja. Er war ein Freund meines Bruders. Die beiden waren viel zusammen.
25:16– Können Sie mir die einpacken? – Ja. Die kommt aus Südafrika.
25:21– Du, die ist aber als Dienstwaffe nicht zugelassen, oder? – Ich weiß. Und wieder habe ich auch mal keinen
25:25Dienst.
25:27Hier sind die 20 Mann. – Danke.
25:30– Auf dem Foto, da ist das Ihr Bruder. – Mhm.
25:45– Und Sie meinen, das geht ohne Auflagen? – Ja, ich kann Ihnen das draus suchen.
25:48– Bitte. – Schauen Sie nach und zeichnen Sie die Änderung ein. – Ja.
25:56– Das heißt, zeigen Sie mal. – Störe ich?
26:06– Hallo. – Hallo, das ist gar kein Ausdruck.
26:09– Du verzögerst den Baubeginn eines sechsstöckigen Hauses in der Innenstadt rum.
26:13– Mindestens 15 Minuten. – Mehr Zeit habe ich leider nicht.
26:19– Axel Westphal ist tot. – Bitte.
26:25– Ich habe dich gebeten, was zu unternehmen, aber ich habe nicht gesagt, dass du ihn umbringen sollst.
26:37– Das habe ich auch nicht. Wie kommst du darauf? – Das ist eine Bemerkung.
26:43– Vielleicht fragst du mal deinen Mann.
26:46– Und wie schnell du bereit warst, mir zu helfen?
26:51– Sieh mich nicht so an.
26:54– Als hättest du ein eigenes Interesse gehabt.
26:58– Also, du spinnst. Ich kenne den Mann doch gar nicht.
27:04– Die Polizei war bei mir. Ich frag mich, wie die auf mich kommen.
27:09– Vielleicht haben Sie die Fotos gefunden, die diese Westphal gemacht hat.
27:16– Sie kommen um eins ins Haus, um mich zu vernehmen.
27:22– Warte erst mal ab, was Sie wollen. Das kann ja auch alles ganz harmlos sein.
27:29– Oder weißt du, wie er umgekommen ist?
27:33– Nein, nein.
27:36– Du warst deine Professorin.
27:38Sie werden sich an die Leute halten, die ihn kannten, um etwas über ihn zu erfahren.
27:41Das ist so üblich bei polizeilichen Ermittlungen.
27:49– Schaffst du es alleine?
27:54– Nein.
27:58– Ist gut. Ich komme nachher vorbei.
28:05– Der Mann ist vergiftet worden.
28:07– Womit?
28:08– Tja, das war eben das Problem.
28:09Teile der Substanz werden durch Humanmedizin nicht verwendet.
28:13Tierärzte verwenden es als Narkosemittel.
28:18– Bitte, nehmen Sie Platz.
28:20– Vielen Dank. Wird nicht lange dauern, denke ich.
28:22– Möchten Sie etwas zu trinken?
28:24– Für mich nicht, danke.
28:25– Danke, nein.
28:27– Ja. Dann stellen Sie Ihre Fragen.
28:30Ich muss sagen, Sie haben mich heute Morgen ziemlich überrascht.
28:33Und ich frage mich die ganze Zeit, wie Sie auf mich gekommen sind.
28:38– Das war nicht schwierig.
28:43Wir haben diverse Fotos von Ihnen gefunden.
28:50– Ich hatte gedacht, dass man die nicht findet.
28:55– Warum kann sich so ein Dreck nicht einfach in Luft auflösen?
29:00– Hat er sich selber umgebracht?
29:03– Das halten wir für unwahrscheinlich.
29:08– Das würde auch nicht zu ihm passen.
29:12– Wie war Ihr letztes Rendezvous mit Axel Westphal?
29:17– Rendezvous ist das falsche Wort.
29:19Ich bin hingegangen, um Ihnen zu sagen, dass es zu Ende ist, dass ich nicht mehr kommen
29:22würde.
29:23– Wann war das?
29:24– Gestern.
29:26– Am frühen Abend.
29:28– Daraufhin hat er mir diese Fotos gezeigt, die er heimlich gemacht hat.
29:35– Um Sie zu erpressen.
29:40– Er muss das von langer Hand geplant haben.
29:45Im Nachhinein denke ich, dass das von Anfang an der eigentliche Zweck dieser Affäre für ihn war.
29:54– Und was hat er verlangt?
29:56– Dass ich seine Doktorarbeit akzeptiere und ihm möglichst rasch eine Zusage für die mündlichen Prüfungen
30:03gebe.
30:04– Wo ist das Problem?
30:08– Die Arbeit stammte nicht von ihm.
30:10– Ah.
30:11– Sondern von einem Kommilitonen.
30:14Aber das hätte ich ihm nicht beweisen können.
30:17An der Uni gilt, wer zuerst kommt, malt zuerst.
30:21Westphal hat die Dissertation vor 14 Tagen eingereicht.
30:24Damit war das Thema für den anderen blockiert.
30:28– Und wie heißt der andere Student?
30:30– Ähm, Victor.
30:31– Nein, ähm, Volker.
30:32Volker Herbst.
30:34– Dann hatte Volker Herbst auch ein Motiv, ihn umzubringen.
30:38– Oh ja.
30:41– Wieso auch?
30:43– Ja, da hat mein Kollege schon recht. Sie wurden erpresst und der andere wurde bestohlen.
30:47– Wie lange braucht man denn für so eine Doktorarbeit?
30:51– Zwei, drei oder vier Jahre.
30:53– Wenn das kein Motiv ist?
30:55– Ja.
30:56– Und Iris?
30:58– Diese Fotos sind ein Grund, wütend zu sein.
31:01Sehr wütend.
31:01Besonders auf sich selber.
31:04Aber nicht Grund genug, jemanden umzubringen.
31:08– Ja, das sagen Sie so einfach.
31:12– Auf Westfall ist geschossen worden. Wussten Sie das?
31:16– Ja, das hat er mir erzählt.
31:19Das wird mein Mann sein.
31:21– Ja, wenn Sie möchten, können wir unser Gespräch gerne im Brasilium fortsetzen.
31:24– Machen Sie sich keine Mühe. Wir sehen das nicht so eng.
31:27Mein Mann weiß von meiner Affäre.
31:30– Auch, dass Sie erpresst wurden?
31:32– Auch das.
31:35– Und wie hat er reagiert?
31:37– Er hat gesagt, mir wird schon was einfallen.
31:42– Verflixt, was ist das denn?
31:45– Ach, Scheißtechnik.
31:48– Ziska, Hane hier. Es gibt Neuigkeiten.
31:55– Ja. Und die genaue Todeszeit?
31:58– Alles klar. Guten Rest später.
32:03– Guten Tag.
32:04– Guten Tag.
32:05– Es war Hane, hat Sehnsucht.
32:08– Oder?
32:08– Hat den Obduktionsbericht vor sich liegen.
32:12Der Westfall ist gestern Abend zwischen 22.30 Uhr und 23 Uhr vergiftet worden.
32:18– Sie sind Architekt?
32:20– Ja. Gefällt Ihnen mein Haus?
32:22– Ja.
32:24– Kannten Sie Axel Westfall?
32:26– Nein.
32:27– Wo waren Sie gestern Abend zwischen 22 und 23 Uhr?
32:32– Du kannst es Ihnen ruhig sagen. Die Herren wissen, dass wir eine offene Ehe führen.
32:39– Bei einer Freundin.
32:42– Und in der Nacht davor?
32:44– Auch.
32:48– Sagen Sie uns auch den Namen?
32:51– Gabi Stöger.
32:53– Gabi Stöger.
32:53– Und wo finden wir diese Damen?
32:56– Jetzt im Büro Ihres Vaters in der Stadt und nachmittags bei Ihrem Pferd in Strasslag.
33:03– Und Ihr Alibi?
33:06– Ich?
33:08– Ja.
33:10– Also, ich habe keins.
33:13– Also, ich war mal kurz weg.
33:17– Ja, vielleicht 20 Minuten.
33:18– Ich habe einer Freundin etwas gegen ihre Migräne gebracht.
33:21– Aber sonst war ich zu Hause.
33:23– Ich habe ein paar Mal telefoniert.
33:26– Vielleicht könnte man das nachprüfen, oder?
33:30– Wenn Sie mir die Nummern aufschreiben könnten?
33:32– Ja, ja, gerne.
33:35– Haben Sie eine Waffe?
33:37– Ich habe ein paar Gewehre, alte Gewehre, von meinem Vater geerbt.
33:53Die sind seit Jahren nicht mehr benutzt worden.
34:05– Ist kein 764er dabei.
34:08– Sind Sie das hier?
34:11– Ja, das ist lange her.
34:13– Hier sind die Telefonnummern, die Sie wollten.
34:16– Danke.
34:28– Briefmarken sind meines Out, Jakob.
34:30– Aber Rabattmarken sind wieder im Kommen.
34:31– So tief sind wir schon gesunken, dass wir die Spur mit der Lupe suchen müssen.
34:34– Je schwieriger der Fall, umso größer die Herausforderung.
34:38– Hier um die Ecke ist ein Augenharz.
34:40– Da war ich schon, aber der weiß auch nicht, wer der Mörder ist.
34:47– Ja, Wiegand, ich hätte gerne ein Gesprächsnachweis für folgende Rufnummer.
34:51– München 647141.
34:54– Ja, erzählen Sie mal!
34:56– Mit was hat sich denn dieser Westpfahl aus dem Leben verabschiedet?
35:00– Eine Mixtur aus zwei Substanzen.
35:02– Die eine wird von dem Tierärzt für die Narkose verwendet.
35:06– Ja, danke.
35:06– Was sagt die Spurensicherung?
35:08– Hier ist der Bericht ganz mager.
35:11– Nirgendwo sind Fingerabdrücke.
35:12– Weder auf der Flasche noch auf dem Tisch.
35:14– Und in der ganzen Wohnung kein benutztes Glas.
35:17– Ja, dann schaltet Selbstmord wohl aus.
35:19– Ja.
35:21– Was ist eigentlich mit dem Studienfreund, der ihn gefunden hat?
35:23– Herr Focke Herbst, der macht einen großen Bogen um uns.
35:25Haben nur seine Schwester angetroffen.
35:27– Und die war bis vor kurzem die Verlobte von Axel Westpfahl.
35:30– Ja.
35:32– Wie kommen Sie denn darauf?
35:34– Hier.
35:37– Diese Fotos waren auf einer der Disketten.
35:40Ich war noch mal bei der Hausmeisterin und die hat die junge Frau auf dem Bild
35:43eindeutig als Verlobte von Axel Westpfahl identifiziert.
35:47– Ihr habt doch gewusst, dass er noch einen Ass im Ärmel hat.
35:50– Passend zu dem Bild dieser Ring, den die Spurensicherung in Westpfahls Wohnung gefunden hat.
35:57– In Liebe, Axel, 14.2.1999.
36:02– Fahrlanddienstag. Das ist dieser Ring.
36:05– Westpfahl hat angeblich vor fünf Wochen die Verlobung gelöst.
36:09– Ja gut, aber das ist noch lange kein Motiv, jemanden zu erschießen oder zu vergiften.
36:13– Na ja, auf jeden Fall müssen wir jetzt noch mal zu dieser jungen Dame fahren
36:15und sie fragen, warum sie uns ihre intime Beziehung zu Axel Westpfahl verschwiegen hat.
36:19– Kann ich meinen Ring haben?
36:21– Gegen Quittung.
36:22– Wird nachgereicht.
36:23– Das kenne ich.
36:24– Was mit dem Alibi von Schumann?
36:26– Das erledigen wir später.
36:28– Moment noch.
36:32Eine Kandidatin können wir von der Liste der Giften schon streichen.
36:35Leonie Schumann hat zur Tatzeit von zu Hause pausenlos telefoniert.
36:45– Warum halten wir jetzt hier?
36:47– Ich muss erst mal was essen.
36:48– Soll ich was mitbringen?
36:50– Eine Düte Salzstange.
36:52– Echt?
36:52– Ja.
37:02– Schauen Sie mal, wer da ist.
37:04– Das ist ja Schumann.
37:06– Woher kennen die sich?
37:08– Keine Ahnung.
37:10Das interessiert mich aber auch erst, wenn ich was gegessen habe.
37:13– Das ist mir vielleicht eine Berufsauffassung.
37:15– Also für Sie eine Tüte Salzstange.
37:17– Richtig.
37:17– Ich geh schon mal vor.
37:37– Guten Tag.
37:39– Tag.
37:40– Sie kommen wegen meines Bruders?
37:42– Auch.
37:43– Ich hab ihn erreicht.
37:43Er hat versprochen, dass er sich heute noch bei Ihnen meldet.
37:46– Das hoffe ich in seinem Interesse.
37:48– Sie können sich auch setzen.
37:50– Ich steh lieber.
37:52– So, hier ist die gewünschte Liefung.
37:54– Ja, wunderbar.
37:55– Danke.
37:56– Kann das aber gut sein, Sie sind eingeladen.
37:58– Nobel.
37:59– Nobel nicht.
38:00– Darf ich mich noch mal ein bisschen umschauen?
38:01– Warum?
38:03– Tun Sie das.
38:11– Kennen Sie diesen Ring?
38:16– Warum haben Sie uns verschwiegen, dass Sie mit Axel Westphal verlobt waren?
38:21– Weil ich's nicht für so wichtig hielt.
38:24– Und weil ich mich nicht gerne daran erinnere.
38:27– Wer hat die Verlobung gelöst?
38:29– Ich.
38:30– Ich hab ihn den Ring zurückgegeben und gesagt, er soll sich zum Teufel scheren.
38:33– Weil er Ihrem Bruder das Thema seiner Doktorarbeit weggenommen hat?
38:39– Woher wissen Sie das?
38:41– Oder sind da noch andere Dinge vorgefallen?
38:44– Ich weiß nicht, wovon Sie reden.
38:47– Wo waren Sie denn gestern Abend?
38:51– Sagen Sie, verdächtigen Sie mich jetzt?
38:53– Nein, das kommt Ihnen nur so vor.
38:56Sehen Sie, wir ermitteln hier einen Mordfall.
38:58– Und solange wir den Täter nicht haben, tragen wir alle notwendigen Informationen zusammen,
39:01die zur Klärung des Falles beitragen können.
39:03– Also, wo waren Sie gestern Abend zwischen 22.30 Uhr und 23 Uhr?
39:07– Ich war essen.
39:08– Und zwar in einem thailändischen Restaurant in der Stadt.
39:10– Name?
39:11– Taragum.
39:12– Alleine?
39:13– Nein, mit meinem Bruder.
39:17– Wer war denn der Mann gerade hier im Laden kurz bevor wir gekommen sind?
39:21– Ich weiß nicht.
39:23– Ja, schön.
39:24Dann schlage ich vor, setzen wir unser Gespräch morgen im Präsidium fort.
39:28Vielleicht setzt ja bis dahin das Erinnerungsvermögen wieder ein.
39:30Ich wünsche Ihnen noch einen guten Tag.
39:41– Sie wollten nicht sprechen? – Ja.
39:44– Herr Schumann hat mich angerufen.
39:46– Ach, um Ihnen zu sagen, dass Sie sein Alibi bestätigen sollen?
39:49– Dafür brauche ich keinen Souffleur.
39:51Es war so, wie ich es Ihnen jetzt sage.
39:53Wir waren den ganzen Abend zu Hause.
39:55Wir hatten sogar zwischendurch mal kurzzeitig einen Besuch, der das bezeugen kann.
39:58– Ach, das ist ja interessant. Na, Kleiner?
40:00– Warum ist das interessant?
40:01– Naja, davon hat der Schumann gar nichts erwähnt von dem Besuch.
40:04– Vielleicht hat er es vergessen.
40:06– Glauben Sie?
40:07Na, das kann ich mir nicht vorstellen.
40:08Immerhin geht es ja um ein glaubwürdiges Alibi in einem Mordfall.
40:11– Ich sag Ihnen mal was.
40:13– Ja.
40:13– Wer unbelastet ist, achtet nicht so genau da drauf.
40:16– Ja, und wer war der Besucher und wann war er da?
40:19– Haben Sie was zu schreiben?
40:20– Mhm.
40:21– Dr. Braun, unser Tierarzt.
40:27Telefon 7184395.
40:29Er kam einmal so gegen 20 Uhr und einmal um kurz vor 23 Uhr zu uns.
40:34– Gut. Vielen Dank.
40:37– Sicher sieht man sich mal wieder.
40:39Vielleicht brauche ich ja auch mal ein Alibi.
40:41– Ja, das kann man nie wissen, ne?
40:43Wiedersehen.
40:44– Wiedersehen.
40:49– So, jetzt rufen Sie mal diesen Tierarzt an und fragen Sie ihn bitte wann und wie
40:52oft er gestern im Hause Stöger war, ja?
40:54– Mhm.
40:54– So, wir haben einmal den da.
40:57– Hane.
40:58– Ja, Hane, was gibt's?
41:00– Sofort.
41:01– Sie haben die Tatwaffe gefunden.
41:03– Und den Mann, auf dem sie registriert ist.
41:05– Oh.
41:10– Vielen Dank.
41:11– Sie sind Volker Herbst?
41:13– Ja.
41:14– Siska, bitte nehmen Sie Platz.
41:17– Sie wissen, dass Sie längst überfällig sind?
41:19– Ja.
41:21– Wir haben uns hier die ganze Zeit gefragt, warum versteckt sich der Mann, wenn er mit dem
41:30in Westphal zu tun?
41:32– Nein.
41:33– Sie wissen, dass das versuchter Mord war?
41:36– Ja, ich habe überhaupt kein Gewehr.
41:37Ich wüsste nicht mal, wo ich mir eins besorgen kann.
41:41– Wie kommen Sie denn darauf, dass es sich hierbei um ein Gewehr handelt?
41:44– Ich weiß es nicht.
41:45Ich habe das angenommen.
41:47– Angenommen?
42:02– So, und jetzt sagen Sie bitte nicht, dass Sie nur annehmen, Gerd Brandl zu kennen.
42:07– Ja, natürlich kenne ich Gerd Brandl.
42:09– Es tut mir leid, Volker.
42:12Du wolltest mir das Gewehr doch gestern schon zurückbringen.
42:15– Ich wollte ja nichts sagen, aber als ich hörte, was passiert ist, dann…
42:19– Komm, halt das Mauer, ja?
42:21– Das ist auch eine Art zu argumentieren.
42:23– Ich finde, wir sollten das Verfahren abkürzen.
42:26Hören Sie gut zu.
42:28Erstens, die Tatwaffe ist das Gewehr, das Sie von Brandl ausgeliehen haben.
42:32Zweitens, geschossen wurde zweifelsfrei vom Dach des gegenüberliegenden Hauses.
42:38Und drittens, ziehen Sie mal Ihre Schuhrämen aus.
42:42– Beide.
42:53– Ja.
42:56– Das habe ich auf dem Dach gefunden.
42:59– Du warst noch mal auf dem Dach?
43:00– Ja.
43:01– Hast noch.
43:08– Ist das Ihr Schnürsenkel oder ist das ein Zufall?
43:12– Ich denke, wir wissen jetzt, dass Sie oben auf dem Dach waren und auf Axel Westphal geschossen
43:16haben.
43:16– Ja, aber ich wollte ihn nicht erschießen.
43:18Das hätte ich ja gekonnt.
43:19Ich wollte ihm nur Angst machen.
43:22Axel Westphal, das war ein Schwein, ein eiskalter Karrierist, der die Menschen um sich herum
43:27ausgenutzt, erpresst und betrogen hat.
43:29Der hat mir drei Jahre meines Lebens gestohlen.
43:32– Ja, gut, das kann ja gut sein.
43:33Aber trotzdem, das mit dem Angstmachen nehme ich Ihnen nicht ganz ab.
43:37Sie wollten ihn umbringen.
43:40– Bring es ihm weg.
43:44– Für versuchten Mord reicht es einmal.
43:48– Mein Gott, Sie irren sich.
43:49– Ja.
43:50– Manchmal, manchmal auch nicht.
43:53– Kommen Sie bitte.
44:04– Wenn es mal immer so einfach wäre, hm?
44:07– Hm.
44:09– Ich glaube ja, dass Volker Herbst den Westphal auch vergiftet hat.
44:12– Glauben?
44:13Was heißt glauben?
44:14Das reicht nicht.
44:15Wie soll denn dieser Volker Herbst zum Beispiel an das Gift gekommen sein?
44:18– Und ob sein Alibi und das seiner Schwester stimmt, ist auch noch ganz schwer festzustellen.
44:28– Wieso?
44:29– Ich bitte Sie, ein thailändisches Laufrestaurant mitten in der Stadt.
44:32Wer schaut denn dahin?
44:33Geschweige denn, merkt sich ein Gesicht.
44:35– Inge?
44:36– Ja?
44:46– Jeder von denen hat ein eigenes Motiv.
44:50– Aber trotzdem hängen sie alle irgendwie miteinander zusammen.
44:56– Vielleicht gibt es ja eine Verbindung, die mit den Nacktfotos und diesem zerbrochenen
44:59Verlöbnis und dieser geklauten Doktorarbeit nichts zu tun hat.
45:03Hm?
45:15– Sie sind dran.
45:21– Was hat denn der Tierarzt gesagt?
45:24– Der hat das Alibi von Schumann bestätigt.
45:26– Aber ob das Gift von ihm stammt, das kann er erst sagen, wenn er seine Bestände überprüft hat.
45:33– Bleiben Sie da dran, ja?
45:35– War der Hane noch im Büro?
45:36– Mhm.
45:37– Warum?
45:37– Wir sollen uns mal einen Besuchensbeschluss für den Schumann besuchen.
45:40– Wieso denn für Schumann?
45:42– Was hat dieser Mann in dem Laden von der Susanne Herbst gesuchen?
45:45– Können Sie mir das mal sagen?
45:47– Danke, die Jünger.
45:48– Danke schön.
45:50– Und warum hat er bei seinem Alibi nicht den Tierarzt erwähnt?
45:53– Also irgendwie lande ich immer bei diesem Schumann.
45:55– Prost!
45:55– Außerdem hat er ein schönes Haus.
45:56– Ja.
46:21– Was ist los?
46:23– Bitte rufen Sie in Ihrem Büro an und sagen Sie, dass Sie etwas später kommen.
46:30– Können Sie fragen, was es wird?
46:32– Eine ganz normale Hausdurchsuchung.
46:40– Was hoffen Sie zu finden?
46:43– Ein Hinweis darauf, dass Sie etwas mit dem Tod von Axel Westphal zu tun haben.
46:46– Das ist lächerlich. Ich habe ein Alibi.
46:49– Das ist richtig. Das haben wir überprüft.
46:52Aber man kann ja trotzdem in der Sache mit drinstecken, ohne dass man das selber getan hat.
47:05– Versuchen Sie, die Susanne Herbstmann zu erreichen.
47:08– Ich habe heute Nacht noch mal über diese Bergsteigerfotos nachgedacht.
47:12– Ich glaube, dass das die Verbindung ist zwischen Schumann und Susanne und Volker Herbst.
47:18– Wie kommt sie denn darauf?
47:20– Gesetzt. Im Laden von Susanne Herbst, in diesem Pappkarton, waren auch solche Fotos.
47:27– Volker Herbst beim Bergsteigen. Der hier sagt, dass er vor einiger Zeit damit aufgehört hat.
47:32– Die anderen beiden haben die Fotos abgenommen.
47:35– Wenn das kein Zufall ist, dann bin ich Luis Drenka.
47:39– So weit wollen wir es ja nicht kommen lassen.
47:50– Vorhin war die ganze Zeit besetzt und jetzt geht sie nicht ran.
47:52– Sind Sie bald fertig?
47:54– Ihr Kollege geht mir ziemlich auf die Nerven.
47:56– Ja, wem sagen Sie das? Ich dachte mir jeden Tag rund um die Uhr.
48:00– Wo ist denn Ihre Frau?
48:02– Kinder Uni.
48:06– Was hätten Sie eigentlich gemacht, wenn der Axel Westmann mit den Fotos Ihrer Frau in die Öffentlichkeit gegangen wäre?
48:12– Dann hätte sie sich eine andere Universität suchen müssen.
48:16– Und Sie sich ein neues Klientel? In einem Ort, wo Sie keiner kennt?
48:22– Es wäre auf jeden Fall so unangenehm gewesen.
48:29– Oder Sie hätten bezahlt.
48:34– Ja.
48:37– Können Sie bitte mal den Safe aufmachen?
48:41– Das ist eine Haustestsuchung, Herr Schumann. Da machen wir auch vom Safe nicht halt.
48:57– Danke.
49:02– Na, jetzt wird's interessant.
49:04– Oder?
49:05– Ich find's ja schon die ganze Zeit ziemlich spannend.
49:08– Teilen wir Ihnen mit, dass der Staatsanwalt im Todesfall Jürgen Eichler
49:16die Ermittlungen gegen die deutschen Staatsbürger Rolf Schumann, Volker Herbst und Susanne Herbst eingestellt hat.
49:25Sie haben recht gehabt.
49:29Jürgen Eichler, wer ist denn das?
49:37Kommen Sie bitte mal her.
49:40Was ist denn hier passiert?
49:47– Ja, nun reden Sie. Ich hab wirklich nicht den ganzen Tag Zeit.
49:50– Ein Unfall. In den Bergen. Ein Mann ist abgestürzt.
49:55Das Seil, das ihn sichern sollte, ist an einer Felskante zerrissen.
49:58Das Ermittlungsverfahren wurde eingestellt.
50:00– Ja, das steht hier. Und Volker und Susanne Herbst waren dabei.
50:04– Ja.
50:06– Mir kann ich dazu nicht sagen.
50:13– Aber vielleicht dazu?
50:21– Ein Beleg über eine Bankauszahlung. Über 800.000. Können Sie uns das erklären?
50:29– Herr Schumann, Sie sind dran!
50:36– Geld in dieser Höhe braucht man, wenn man erpresst wird. Ist es so? Hat Westfall Sie erpresst?
50:43– Allerdings, 800.000 ist ein bisschen happig für die paar Fotos, hm?
50:56– Was hatte denn Axel Westfall noch gegen Sie in der Hand?
51:02– Ja.
51:05– Na schön, wie Sie wollen. Dann setzen wir unser Gespräch im Präsidium fort. Hm?
51:10– Vielleicht hilft es Ihnen ja weiter, wenn wir Susanne und Volker Herbst hinzubitten.
51:14– Gehen wir.
51:26– Versuchen Sie mal, die Susanne Herbst zu erreichen.
51:28– Was meinen Sie, was ich die ganze Zeit hier mache? Sie ist weder im Laden noch zu Hause.
51:32– Gut, dann lassen Sie ihn vor Gerbst drauf bringen. – Ja.
51:36– Was haben Sie mit meinem Bruder gemacht? Wo ist er?
51:39– Kommen Sie, setzen Sie sich.
51:50Wir haben Ihren Bruder festgenommen. Er hat zugegeben, dass er auf Axel Westfall geschossen hat.
51:57– Das glaube ich nicht. – Es ist aber so.
52:02– Soll ich rangehen? – Nein, nein, ich gehe schon. Entschuldigen Sie mich einmal mit.
52:05– Setzen Sie sich doch.
52:11– Ja?
52:17– Und wie?
52:20– Und wie?
52:37– Und wie?
53:02Frau Herbst,
53:04Ihr Bruder hat sich in der Zelle das Leben genommen.
53:11Mit großer Wahrscheinlichkeit mit demselben Gift, mit dem er,
53:15mit dem Axel Westfahl getötet wurde.
53:17Nein.
53:21Nein!
53:22Nein!
53:24Nein, ihr habt schon!
53:26Ihr habt schon ein bisschen leid!
53:29Frau Herbst.
53:30Nein!
53:30Frau Herbst, komm her.
53:31Nein, bitte leid!
53:33Oh, Herr Herbst.
53:35Bitte leid!
53:35Bitte leid!
53:37Bitte leid!
53:37Nein!
53:39Frau Herbst, kommen Sie, kommen Sie, kommen Sie.
53:45Seid Sie so, Sie kommen Sie.
53:47Nein!
53:48Nein!
53:54Nein!
53:56Nein!
54:00Nein!
54:03Nein!
54:05Nein!
54:06Vor Herbst, sagen Sie uns die Wahrheit.
54:12geht es um den bergunfall in den dolomiten
54:20ein mann ist abgestürzt weil das seil gerissen ist
54:27das ist nur die halbe wahrheit der sicherungshaken ist aus der wand
54:39gerissen beim fall der mann hing mit seinem ganzen gewicht an mir hat er noch
54:49geliebt geschrien laut geschrien und ich hätte nicht mehr länger halten
55:03hätte mich mitgeessen plötzlich hatte schumann am messe in der hand
55:14er hat das seil gekappt wir haben den aufbrechen gehört
55:29wir haben uns geschworen nie wieder darüber zu sprechen
55:35ich bin nicht damit fertig geworden
55:39nach unserer rücke habe ich es meinem verlobten erzählt
55:42axel westfall
55:46vor fünf wochen haben wir uns getrennt
55:49danach fing er an uns zu presen
55:53erst volker
55:56die doktor arbeit
55:58und dann schumann
56:02ich glaube er wollte viel geld
56:06wahrscheinlich hätte er immer mehr verlangt
56:12schumann hat das gift besorgt
56:15er hat gemeint es wäre am unauffälligsten wenn mein bruder das erledigt
56:21nachdem er auf ihn geschossen hat
56:23davon wusste ich nichts
56:28volker ist vorgestern abend zu westfall gefahren und hat ihm das
56:34mein bruder hat die nerven verloren und ist aus der wohnung geraten
56:40wir haben dann schumann angerufen
56:44er hat gewusst dass seine frau einen schlüssel von westfalls wohnung hat
56:50er ist dann in derselben nacht noch hingefahren und hat alle die spuren beseitigt
56:57auf
56:59Oh, oh, oh.
57:30Oh, oh, oh.
58:21Oh, oh, oh.
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