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  • vor 5 Wochen
Hauptkommissar Siska - Peter Kremer /
Drehbuch - Siegfried Schneider /
Regie _ Hans-Jürgen Tögel

Kategorie

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Transkript
00:00Musik
00:32Musik
01:12Passagier Paul Nielsen aus Toronto wird gebeten, sich bei der Information am Ausgang B zu melden.
01:17Passagier Paul Nielsen, just arrived from Toronto.
01:21Please proceed to the exit to B.
01:24Ja, Herr Nielsen, ein Telefonat für Sie. Ich stelle dort.
01:26Danke sehr.
01:32Danke sehr.
01:37Nielsen?
01:38Stani, sind Sie überrascht?
01:41Ja.
01:42Hör Sie, ich bin noch in London. Wir müssen unseren Termin um einen Tag verschieben.
01:46Kein Ordnung.
01:48Welche Mathe sind Sie?
01:49Im Hirten.
01:51Weiß sonst noch jemand, dass Sie in München sind?
01:54Nein.
01:55Gut so.
01:56Sagen Sie es auch niemandem.
01:58Unternehmen sind nichts, bevor wir miteinander gesprochen haben.
02:02Ja.
02:04Und seien Sie ein bisschen vorsichtig. Die Sache ist nicht ganz ungefährlich.
02:08Beschwart.
02:11Was machen Sie denn da?
02:13Moment.
02:14Was Sie da machen?
02:15Entschuldigen Sie, ich verlasse bitte das Gelände.
02:17Soll ich das Gelände verlassen?
02:18Das macht Sie doch nur freundlich, was Sie da machen.
02:20Ganz freundlich.
02:20Bitte verlassen.
02:21Das ist besser.
02:38Wie war denn das?
02:39Wir wollten wissen, was wir hier machen.
02:42Und was machen wir hier?
02:43Moment! Sekunde!
02:47Wiegand, stellen Sie doch mal fest,
02:48wird der Wagenhör mit dem Kennzeichen NN 203.
02:52Ja, ich hab's gefunden.
02:54Ein heller BMW. Danke.
02:57Sicher ist sicher.
02:58Wer weiß, wer sich alles für Ihre nächtliche Ausgrabung interessiert.
03:02Wiegand sagt, dass der Fall 25 Jahre zurückliegt.
03:06Peter Harmig war Geschäftsführer einer Asphaltfirma
03:09und ist vor 25 Jahren in seinem Büro erschossen worden.
03:13Alle Spuren deuteten damals darauf hin.
03:16Aber?
03:16Wir haben seine Leiche nie gefunden.
03:19Und jetzt denken Sie, dass sie unter dem Asphalt liegt?
03:22Danke, aus! Aus!
03:24Heute Nachmittag kam ein anonymer Anruf.
03:27Haben Sie ihn mitgeschnitten?
03:29Gegen wen haben Sie damals ermittelt?
03:32Hauptverdächtiger war Gerhard Lechner,
03:33der ältere Sohn des Firmeninhabers.
03:35Er soll eine Auseinandersetzung mit Harbig gehabt haben,
03:39bei der es um dessen Tochter ging.
03:40Am nächsten Tag wurde Lechners Wagen
03:43in einem Parkhaus am Flughafen gefunden.
03:46Wir hatten Interpol eingeschaltet, aber ohne Erfolg.
03:49Der Mann ist nie wieder aufgetaucht.
03:56Sieht so aus, als hätten Sie mit der Leiche mehr Glück.
04:00Hast du ihn?
04:26– Entschuldigung, du bist doch Gerhard! – Na, ich schau.
04:29– Gerhard Lechner! – No!
04:30Mein Name ist Nielsen.
04:32Ich bin Klaus Mathis.
04:34Sehr interessant.
04:35Ich bin mit deinem Bruder in die Schule gegangen.
04:37Sehr interessant.
04:38Have a nice evening. Bye-bye.
05:03Du bist so unruhig, Robert.
05:06Ja.
05:09Hast du mit Dr. Stein gesprochen?
05:12Nein, hab ich nicht. Er ist nicht in München.
05:16Aber auch wenn er da wäre, würde er mir nichts sagen.
05:19Darf er ja gar nicht.
05:21Menschen wie er, die sind sehr korrekt.
05:25Und sehr nachtragend.
05:27Es wird schon gut gehen.
05:29In fünf Tagen wissen wir mehr.
05:31Das Dessert.
05:35Das ist Thomas.
05:36Wo war er denn?
05:38Woher soll ich das wissen?
05:42Guten Abend zusammen.
05:43Wir haben gerade über dich gesprochen.
05:47Na ja.
05:49Wenn es nichts Wichtigeres gibt.
05:53Hast du gewusst, dass sie die Straße zur Kapelle aufreißen?
05:57Nein.
05:58Keine Ahnung.
06:00Bin da gerade vorbeigekommen.
06:02Die Polizei hat alles abgesperrt.
06:06Wo genau?
06:07Bei der großen Eiche.
06:10Sieht so aus, als ob die irgendwas suchen.
06:15Ja, ich war damals ganz neu in diesem Kommissariat.
06:18Eine meiner ersten Fälle.
06:19Kein guter Start, was?
06:20Kann man sagen.
06:21Ach, trösten Sie.
06:22Ich hab auch mit dem Flop angefangen.
06:23Und später kam noch der eine oder andere hinzu.
06:25Gerhard Lechner war mit Xenia Harbig verlobt.
06:28Aber er hat sich von ihr getränkt.
06:31Harbig wollte ihn deshalb zur Rede stellen.
06:34Das hat jedenfalls seine Tochter damals ausgesagt.
06:37Aber sein Büro war verrüstet.
06:39Und Harbig hatte angeblich ein Loch in der Stirn.
06:42Drei Jahre nach dem Verschwinden von Gerhard Lechner
06:44haben wir die Ermittlungen noch einmal aufgenommen.
06:46Weil ihn jemand in einem Café in Schwabing gesehen haben wollte.
06:51Aber leider stellte sich das als ein Irrtum heraus.
06:53Allerdings gab es eine Überraschung.
06:56Xenia Harbig hatte kurz nach dem Tod ihres Vaters Robert Lechner
06:59den jüngeren Bruder geheiratet.
07:02Die beiden haben auch einen gemeinsamen Sohn, Thomas.
07:05Dem gehört übrigens der Wagen, nachdem sie gefragt haben.
07:08Kann ich den anonymen Anruf mal hören?
07:11Moment.
07:13Ist da die Polizei?
07:15Ja, was kann ich für Sie tun?
07:18Es ist Zeit für die Wahrheit.
07:21Suchen Sie auf dem Weg zur Maria Herz-Kapelle.
07:25In der Kurve.
07:26An der großen Eiche.
07:28Günter Harbig liegt da seit 25 Jahren begraben.
07:32Wer sind Sie?
07:33Ach, das spielt doch keine Rolle.
07:36Ist Ihnen da nichts aufgefallen?
07:38Der Anruf kam nicht über die Zentrale.
07:40Ja, stimmt. Der kannte da nicht durchwarten.
07:42Nein, das meine ich nicht.
07:43Der Mann kommt doch eindeutig aus Hamburg.
07:46Hamburg, Moment da.
07:50Brinkmann Hans, geboren 27.03.1930 in Hamburg.
07:54Genau, Brinkmann.
07:56Soweit ich mich erinnere, war das der Fahrer vom alten Lechner.
08:00Zeugenaussage Brinkmann Hans, 39 Jahre, Wohnhaft, Kirchenstraße 25.
08:04Er hat ausgesagt, an diesem Tag mit Robert Lechner in Karlsruhe gewesen zu sein, auf einer Geschäftsreise.
08:11Ja, ich erinnere mich. Der jüngere Bruder.
08:14Das war eine Spur, die uns nicht weiterbrachte.
08:18Dieser, dieser Brinkmann, fährt der noch?
08:20Stimmt nicht.
08:23Versuch, wer es wert.
08:25Kommen Sie.
08:27Kirchenstraße 25.
08:33Xenia, ist Thomas schon auf seinem Zimmer?
08:36Ja.
08:39Wer hat angerufen?
08:41Mathis, ein Makler.
08:44Ich bin mit ihm zusammen zur Schule gegangen.
08:47Und? Will er dir etwas verkaufen?
08:50Nein.
09:02Du hast doch was.
09:04Was ist los?
09:05Nichts, gar nichts.
09:08Was wollte der Mann?
09:14Er hat gesagt, er habe Gerhard gesehen.
09:20Nein.
09:26Deinen Bruder?
09:30Er glaubt jedenfalls, dass es Gerhard war.
09:33Wo hat er ihn gesehen?
09:34Im Hilton.
09:36Er hat ihn angesprochen.
09:38Aber der Mann hat gesagt, er heiße Nielsen.
09:40Ein gewisser Herr Nielsen aus Toronto hat die Rezeption gesagt.
09:44Aber Mathis ist ziemlich sicher, dass es Gerhard war.
09:48Du musst jetzt sofort die Polizei anrufen.
09:50Nein, gar keinen Fall.
09:52Hast du vergessen, dass er meinen Vater umgebracht hat?
09:54Die Polizei sucht ihn seit 25 Jahren.
09:57Und dass er dich jetzt sitzen lassen?
10:01Ich fahre da mal hin.
10:02Ich schaue mir diesen Herrn Nielsen aus Toronto mal an.
10:06Kann ja durchaus sein, dass Mathis Gespenster gesehen hat.
10:21Ja?
10:24Nein, Nielsen.
10:28Ja?
10:31Na, Nielsen.
10:41Gut.
10:42In einer halben Stunde.
10:50In Sittwitz weiß Rösler Tjie...
10:53Tjie...
10:54Tjie...
10:54Herr K.
10:55Ah.
10:57Sie sind aber nicht da.
10:59Darf ich vielleicht...
10:59Bitte schön.
11:02Ah, Entschuldigung.
11:03Wir suchen Hans Brinkmann.
11:05Da sind Sie ein paar Jahre zu spät, Frau.
11:08Ist der tot?
11:10Ich hoffe es nicht.
11:11Er ist vor drei Jahren hier ausgezogen.
11:16Wissen Sie wohin?
11:17Nein, weiß ich nicht.
11:18Ja, gut. Dankeschön.
11:21Hallo, sind Sie von der Polizei?
11:24Ja.
11:26Und Sie sind...
11:28Max Rösler.
11:29Ah ja.
11:30Dann einen schönen Abend noch, Herr...
11:31Rösler.
11:32Rösler. Wiederschauen.
11:33Wiederschauen.
11:53Ja, Author.
11:53Der Mann ist verblutet.
11:55helfen sie mir mal die kugel steckt was bedeuten könnte dass der schuss
12:02möglicherweise aus einer größeren entfernung abgegeben wurde
12:06vorsichtiger kann man sich wohl nicht festlegen
12:10hier hat ein kampf stattgefunden diese knopfe neben der leiche gefunden er fehlt an seinem
12:16jackett außerdem wurde sein brusttasch eingerissen
12:18danke
12:24guten tag danke dass sie gewartet haben ihnen gehört das wirtshaus ja das gestern
12:30da drüben und sie haben gestern abend etwas gehört ja es hat zweimal geknallt kurz
12:36hintereinander und sie sind nicht hingegangen oder haben die polizei
12:40angerufen nein es hat sich angehört wie von einem auto wie eine fehlzündung
12:45außerdem hatten wir in dem moment dann stromausfall
12:47wann war denn das genau 22 35 gut danke
13:13verlässt man so eine frau mit der man eine nacht verbracht hatte ich muss ins büro
13:19schade mein vater hat mir gar nicht gesagt dass er junge hengste züchtet
13:26ich kann sie schon lernen ja sag mal
13:34hast du irgendwas gut gehabt wie kommst du darauf
13:40du hast dich so angefühlt so
13:48Mona
13:53sag mal hast du auch einen nachnamen
13:59das ist ein scherz ja ich muss los kommst du wieder ja sicher
14:21der mann hat zwei schüsse gehört definitiv
14:25vielleicht ist ja einer davon daneben gegangen
14:28also wenn ihr noch eine zweite kugel steckt dann finden wir die auch
14:30dann ist ja gut
14:34moin moin
14:36moin
14:36was ist der denn
14:37ihm fehlt eine kugel
14:38ah
14:39wer ist der tote
14:43elektroingenieur aus toronto paul nielsen 58 jahre alt
14:46aus toronto
14:47ja ich frage mich auch was macht ein kanadischer tourist nachts um halb elf
14:50in einem münchner nahe erholungsgebiet
14:53darum ist ein gasthof vielleicht war er ja da
14:55die hat einen ruhetag
14:56da hinten ist der chef der kann ihnen vielleicht noch mehr erzählen
14:58kennen sie das hilton
14:59klar kenne ich das hilton hat er da gewohnt
15:01das nehme ich stark an das war in seiner brieftasche wo ist der hane
15:05im altersheim
15:06was schon
15:07der bringt man nachdem wir gestern abend gesucht haben
15:09der lebt seit drei jahren in dem haus für betreutes wohnen
15:12die nehmen da übrigens auch jüngere
15:23herr bringt man ist seit gestern verreist
15:25er hat gesagt er fährt zu seiner tochter nach bremen
15:29haben sie einen namen telefonnummer oder adresse
15:31ja habe ich im büro warten sie einen moment ich bringe sie ihnen
15:35danke
15:40hane kripo münchen ja ich hatte vorhin schon mal angerufen
15:44man hat mir gesagt die maria herz kapelle gehört zu ihrer pferei
15:49haben sie irgendwelche unterlagen
15:52ich wollte wissen wann die straße zur kapelle geteert wurde
15:56ja das datum ist ganz wichtig
16:01wunderbar
16:02kann ich mir das abholen lassen
16:05so ja gut faxen sie es mir danke
16:08sehr gut
16:09hier ist die adresse und die telefonnummer
16:11seine tochter ist bibliothekarin in bremen
16:14und er hat nichts gesagt wenn er zurück kommt
16:17nein
16:19danke
16:20gerne
16:21was gibt's
16:22ach ich weiß nicht mehr zu helfen
16:24die dame macht eben gucken
16:54du warst heute nacht nicht zu hause
16:56ja du hast es nicht gemerkt aber sie hat den ganzen tag mit mir geflirtet
17:00auch hat sie das ja
17:02ja
17:03hast du mit ihr geschlafen
17:05ja
17:08das nennt man dann ja wohl wachablösung
17:13tut mir gefallen sagt deiner mutter nichts
17:15ich meine dass ich sie kenne
17:18natürlich nicht
17:20wirst du heute mittag noch nach hause
17:22ja hab ich vor
17:23dann sieh mal nach deiner mutter
17:24es geht ihr nicht besonders
17:26sie hat die ganze nacht nicht geschlafen
17:28ist gut
17:29wenn es nicht besser wird dann rufst du den arzt
17:31mach ich
17:33wirst du sie wiedersehen
17:35ich glaube nicht das war nur ein notfall
17:38diese frau ist alles andere als ein notfall
17:45ich habe gleich nachdem sie angerufen haben mit dem kollegen gesprochen der gestern abend
17:49und er hat gesagt der nielsen hätte gegen 21.30 Uhr einen Anruf gehabt
17:54und sei dann kurz drauf mit einem taxi weggefahren
17:57so darf ich dir bitte
17:58danke
18:01Herr Nielsen hat ja bis zum nächsten Mittwoch gebucht
18:04wurde hier heute morgen schon zu Hause gemacht?
18:06nein
18:06aber vorsichtshalb erkunde ich mich lieber nochmal
18:09danke
18:11und wonach suchen wir hier jetzt?
18:14zum Beispiel nach Hinweisen ob der Mann als Tourist hier war oder geschäftlich
18:19an seinen Klamotten kann man das jedenfalls nicht erkennen
18:21ach der Nielsen aus Kanada hat in Deutsch gelesen
18:26das bringt mir gar nichts nix
18:27ich kümmere mich nochmal um den Taxifahrer
18:30ja den Taxifahrer
18:31ach ja und dann checken sie doch bitte nochmal ob
18:32und wenn ja wann gestern Abend im Bereich Talkirchen ein Stromausfall war
18:37dann haben wir auch gleich die Tatzeit
18:39ok
18:42tschüss
18:45tschüss
18:46hey
18:46es ist dein Mittagessen
18:49hast du für mich auch einen?
18:51hier
18:51die sind für dich
18:56was ist das für ein Mom?
18:57da ist ein Mann erschossen worden am Hinterbrüller See
19:00ein Kanadier
19:01vermutlich ein Tourist
19:03das einzige was wir über ihn wissen ist
19:05dass er im Hilton abgestiegen ist
19:07ich mach uns mal frischen Kaffee
19:09ja aber nicht wieder so dünn
19:15ja
19:17Wiegand, Tripo München
19:18sagen sie sie hatten doch gestern einen Stromausfall
19:21hm
19:21wann war denn das genau?
19:25ja
19:25und wo?
19:29naja
19:29danke
19:31nee nee
19:32das ist alles
19:32mehr brauche ich nicht
19:33danke
19:33wiederhören
19:35was ist denn mit dem Apfel?
19:36was soll denn damit sein?
19:38den nebe ich mir fürs Abendessen auf
19:39oder willst du ihn wiederhören?
19:42die liebe Dorothee
19:45die Ziffern kann man aber schwer lesen
19:4724.12.1945
19:50den haben die Kollegen bei der vergrabenen Leiche gefunden
19:53außerdem
19:54hier diese Brille
19:56und als weitere Grabbeigabe
19:59diesen Smith & Wesson Revolver
20:00Kaliber 38
20:01die Tatwaffe?
20:02die Tatwaffe?
20:03ja
20:03der gehörte dem alten Lechner
20:05er hat den Stunden vor der Tat
20:06als gestohlen gemeldet
20:08lesen wir eigentlich schon mal so über die Tatwaffe mit der der Kanada der Nielsen erschossen wurde?
20:13die liegt vermutlich still im See
20:14die Spurensicherung hat zwei Taucher eingesetzt
20:17oh weia das kann dauern
20:18in der Reisetasche bei dieser Terminkalender hier
20:20der Nielsen hätte morgen früh einen Termin bei einem gewissen Dr. Stein gehabt
20:24bei einem Arzt?
20:26bei einem Anwalt
20:27hat er schon angerufen
20:28der ist im Augenblick in London
20:29kommt morgen zurück
20:31hier
20:33von dieser Nummer wurde der Nielsen gestern Abend angerufen
20:36das Handy ist leicht rauszukriegen
20:39ist schon passiert
20:40Leute schon gestaunt?
20:42nein noch nicht
20:43das Handy gehört einem gewissen Robert Lechner
20:47Robert Lechner?
20:50ist eine von Ihren alten Spuren
20:52und jetzt glauben Sie
20:53dass zwischen den beiden Worten eine Verbindung ist?
20:57ist doch möglich
21:00na das kann Zufall sein
21:03kann ja
21:04aber wer an solche Zufälle glaubt
21:06ist meines Erachtens zu bequem
21:07um über gewisse Zusammenhänge nachzudenken
21:09das kriegen Sie zurück
21:12ich hab übrigens den Stromausfall
21:14das wundert mich nicht
21:17zwischen 22.35 und 22.45
21:21war es im gesamten Stadtteil Finster
21:23was hat der Taxifahrer gesagt?
21:25den haben wir noch nicht gefunden
21:28ach wie Gant
21:30kommen Sie wir fragen mal den Lechner
21:31was er gestern Abend von dem Milizen wollte
21:33ach Hane
21:34haben Sie die Tochter von Habich schon verständigt?
21:37Moment
21:37ich stehe noch nicht definitiv fest
21:39dass der Tote im Asphalt Habich ist
21:41außerdem die Genanalyse dauert drei Tage
21:44und ob wir seinen Zahnarzt finden
21:46wahrscheinlich ist der verglichen
21:47ach ähm
21:48wenn ihr zu Lechners geht
21:49vergesst den Ring nicht
21:50na ja den Ring
21:51was denn für ein Ring?
21:52das erzähl ich Ihnen unterwegs
21:53was ist denn mit dem anonymen Anrufer?
21:56da sind wir auf der richtigen Spur
21:57Brinkmann ist plötzlich verschwunden
22:00dranbleiben
22:01ein Hobby
22:03kommen Sie wieder heran
22:05danke
22:06möchten Sie etwas trinken?
22:08ja Sie ist gern
22:08nein danke
22:09Ihren Mann eben bekämpft den Spur
22:11er ist nicht hier
22:12er ist in seiner Firma
22:14und Ihr Sohn?
22:15oh
22:17Sie machen mich neujährig
22:18gibt es einen besonderen Grund für einen Besuch?
22:27kennen Sie diesen Ring?
22:57Sie kennen diesen Ring?
23:01ja
23:07Sie haben meinen Vater gefunden?
23:08ja
23:11endlich
23:18wo haben Sie ihn gefunden?
23:21ich würde Ihnen das gerne ersparen
23:23sagen Sie es mir
23:27in der Nähe von der kleinen Kapelle
23:29weil er erhält?
23:31ja
23:35auf dem Weg dorthin
23:37wie?
23:40unter dem Asphalt
23:49Sie
23:51hatten wir ein gutes Verhältnis
23:52zum Vater?
23:56ja
23:57wir haben sehr
23:58einander gehangen
24:02vielleicht war das auch
24:03der Grund für seinen Tod
24:07wie darf ich das verstehen?
24:10er hat es nicht ertragen
24:12dass mich jemand schlecht behandelt
24:14Gerhard Lechner
24:19wir wollten heiraten
24:23aber dann hat er mich von einem Tag
24:24auf den anderen verlassen
24:27ich weiß bis heute nicht warum
24:31mein Vater hat es ja getroffen
24:33er war außer sich
24:35er hat ihn zur Rede gestellt
24:37in seinem Büro
24:40wir haben gestritten
24:45und im Verlauf dieser Auseinandersetzung
24:47hat Gerhard Lechner
24:48meinen Vater erschossen
24:51nehmen Sie an
24:53die Polizei hat es damals rekonstruiert
24:58und dann haben Sie
24:59sechs Wochen danach
25:00seinen Bruder geheiratet?
25:06ja
25:07da
25:11war plötzlich eine solche Leere
25:14die beiden Menschen
25:15die ich am meisten geliebt habe
25:17waren nicht mehr da
25:19ich hatte niemanden mehr
25:23Verstehen Sie das?
25:26ja
25:29ich glaube nicht
25:34ich bin trotzdem froh
25:35dass ich das mal aussprechen konnte
25:36wissen Sie
25:38die Emotionen schlagen nicht hoch
25:40in diesem Haus
25:43bei meinem Vater war das anders
25:48und bei Gerhard Lechner
25:50auch?
25:52er war meine erste Liebe
25:58und dann ist er zum Mörder Ihres Vaters geworden?
26:02ja
26:08und Sie haben ihn nie wieder gesehen?
26:11nein
26:14Mama?
26:16guten Tag
26:18mein Gott ich habe schon das Schlimmste befucht
26:20die übliche Schwarzmalerei deines Vaters
26:23kennst du ihn doch
26:24das ist Herr Siska von der Kriminalpolizei
26:30darf ich fragen warum Sie hier sind?
26:33wir haben deinen Großvater gefunden
26:35nach 25 Jahren
26:44auf der Straße zu der kleinen Kapelle
26:46auf der Straße zu der kleinen Kapelle
26:48unter dem Asphalt
26:52ich habe sie da gesehen
26:55ja ja das ist mein nach Hause Weg
27:00kann ich mich jetzt verabschieden?
27:01ich bin nur kurz vorbeigekommen um zu sehen wie es dir geht
27:03es ist lieb
27:05es ist lieb
27:07eine Frage hätte ich noch
27:10kennen Sie einen Mann namens Paul Nielsen?
27:13nein
27:16nein
27:18wo waren Sie gestern Abend?
27:21zu Hause
27:21bei meiner Familie
27:26Sie haben mich doch gesehen
27:27haben Sie gesagt?
27:28ja schon
27:28also danach
27:30nach 22 Uhr
27:32ich war erst zu Hause
27:33und bin später nochmal weggefahren
27:35wohin?
27:38in Semiramis
27:40das hört sich nach einem Nachtclub an
27:44ja ist auch einer
27:47zu einer bestimmten Dame?
27:52hat die auch einen Namen?
27:54sie heißt Mona
27:57ich glaube ihr gehört der Laden
28:00was ist mit diesem Paul Nielsen?
28:03er wurde erschossen
28:05ich verstehe nicht
28:07was haben wir damit zu tun?
28:10eine Stunde vor seinem Tod
28:12wurde er von dieser Nummer aus angerufen
28:18Darf ich mal sehen?
28:22das war unsere Handynummer
28:26eben
28:27sprechen Sie mit den örtlichen Behörden
28:30solange wir von denen kein grünes Licht bekommen
28:32können Sie alle Planungen vergessen
28:36da ist ein Herr von der Polizei
28:38Herr Sisker
28:39wir sind fertig
28:41schicken Sie ihn rein
28:46guten Tag
28:46kommen Sie rein
28:47guten Tag
28:48meine Frau hat Sie schon avisiert
28:49ich dachte Sie sind zu zweit
28:52wollen Sie sich nicht setzen?
28:55mein Kollege aber prüft gerade das Alibi Ihres Sohnes
28:58was für eine Geschichte ist denn das?
29:01für die mein Sohn ein Alibi braucht
29:02nicht nur Ihr Sohn
29:04Sie auch
29:06Ihre Frau hat Ihnen doch sicher gesagt worum es geht
29:08ja
29:09aber ich kenne überhaupt keinen
29:11wie heißt der Mann?
29:13Paul Nielsen
29:15noch habe ich mit ihm telefoniert
29:20ist das Ihre Handynummer?
29:22ja das ist meine Handynummer
29:24jemand hat Paul Nielsen gestern Abend von dieser Nummer aus angerufen
29:27haben Sie dafür irgendeine Erklärung?
29:29nein
29:30wir benutzen die als Zweitnummer
29:32mein Sohn hat seinen eigenen Anschluss
29:34jeder im Haus könnte damit telefonieren
29:37gut
29:38danke
29:38wir werden das aufklären
29:39vielleicht ein Computerfehler
29:42das glaube ich nicht
29:44Sie haben gehört
29:45dass wir Günther Havich
29:46Ihren Schwiegervater gefunden haben?
29:49ja
29:50das ist tragisch
29:52und sehr sehr traurig
29:53besonders für meine Frau
29:56wie lange heben Sie Ihre Geschäftsunterlagen auf?
29:58oh
29:59zehn
29:59zwölf
30:00fünfzehn Jahre
30:00ist ganz unterschiedlich
30:02warum?
30:03weil wir annehmen
30:03dass Ihre Firma damals den Asphalt geliefert hat
30:05in dem wir Günther Havich jetzt gefunden haben
30:08möglich
30:12Sie wissen nicht mehr wann das war?
30:15nein
30:16nein
30:16das tut mir leid
30:19ich habe in den Akten gelesen
30:20dass Sie an dem Tag
30:21an dem Ihr Schwiegervater im Büro erschossen wurde
30:23nicht in München waren
30:26ja
30:26es mag sein
30:27das ist
30:28das ist alles so lange her
30:31Ihr Chauffeur war mit Ihnen unterwegs
30:33hat das auch damals bestätigt?
30:36ja
30:37ja
30:38jetzt erinnere ich mich
30:39ich glaube wir sind erst am Tag danach
30:41von einer Geschäftsreise zurückgekommen
30:43er hieß Hans Brinkmann
30:46wissen Sie was aus ihm geworden ist?
30:48nein
30:51danke
31:14warum gehen Sie nicht ein?
31:16die Dame hat schon Besuch
31:17von Thomas Lechner?
31:19von seiner Mutter
31:20die ist schon seit 20 Minuten da drin
31:22das ist ja interessant
31:23da ist sie
31:37das ist nicht schon
31:38sehr schlimm
31:53von seiner Fröhem
31:56Eine saubere Buchführung ist das Feigenblatt der Sünde.
31:59Nix mit Sünde.
32:00Jedenfalls nicht vor 22 Uhr.
32:03Will man trotzdem schon mal Platz nehmen?
32:04Siska, Kripo, München, mein Kollege Wiegand, Mordkommission.
32:08Tag.
32:09Na, wie beruhigend.
32:10Ich dachte schon, Sie sind von einer Sitte.
32:12Was kann ich für Sie tun?
32:15Die Dame, die gerade bei Ihnen war, was wollte sie?
32:24Ist mit Ihrer Buchhaltung wirklich alles in Ordnung?
32:28Also gut, ich habe verstanden.
32:30Sie hat gesagt, sie wollte, dass ich die Hände von Ihrem Sohn lasse.
32:36Wenn die wüsste.
32:37Was wüsste?
32:40Dass Ihr Mann bei uns Stammkunde ist.
32:43Robotlich, ne?
32:45Geht hier um seinen Sohn.
32:47Waren Sie letzte Nacht mit ihm zusammen?
32:49Ja, er war bei mir.
32:52Von wann bis wann?
32:56Kurz nach 22 Uhr kam er.
32:57Ich hatte gerade den Laden aufgesperrt,
32:59habe dann noch mit dem Barkeeper gesprochen.
33:02Wir sind ja in meine Wohnung gegangen.
33:04Ich habe uns was gekocht.
33:05Haben Sie ihn vorher schon gekannt?
33:07Nein.
33:08Das war lieber auf den ersten Blick.
33:11Oder sowas ähnliches.
33:13Und dann haben Sie die ganze Nacht gegessen?
33:15Das tue ich grundsätzlich nicht.
33:17Was?
33:18Im Bett essen.
33:21Wann ist er gegangen?
33:23Gegen Morgen.
33:24Er sagte, er wollte ins Büro.
33:26Es scheint mir nur doch immer noch mehr anzutan als Sex.
33:37Es könnte sein, dass Sie Ihre Aussage unter Eid wiederholen müssen.
33:44Ich meine, Ihre zeitlichen Angaben.
33:47Kein Problem.
33:56Ist der Bericht der Spurensicherung schon da?
33:58Die haben am Tatort eine zweite Kugel gefunden.
34:00Die er hat in der Erde gesteckt.
34:02Ja, ja, eben.
34:02Der Wetter hat ja auch gesagt, dass er zwei Schüsse gehört hat.
34:04Aus zwei Waffen.
34:07Was?
34:08Die Kugel, mit der Nielsen erschossen wurde,
34:10hat er ein anderes Kaliber als die, die im Boden steckt.
34:13Der Bericht kommt morgen früh.
34:16Sehr gut.
34:18Dann mache ich mich mal vom Acker.
34:21Bevor Sie sich jetzt auch verlustieren,
34:23lesen Sie das hier mal bitte.
34:27Eine Kirchenzeitung.
34:29Juli 74.
34:30Haben Sie die denn aufgetrieben?
34:31Aus der Pfarrei, zu der die Maria Herzkapelle gehört.
34:35Sehen Sie mal.
34:36Parallel zu den Restaurierungsarbeiten an der Kapelle
34:38begannen am 19. Mai dieses Jahres
34:40die Asphaltierungsarbeiten an der Zufahrtsstraße.
34:43Am 19. Mai.
34:44Wann war der Mord an Habich?
34:46Am 16.
34:47Und einen Tag später war Gerhard Lechner bereits über alle Berge.
34:50Was bedeutet das,
34:51dass er gar nicht der Mörder von Habich sein kann?
34:52Da fehlen ja auch zwei Tage.
34:54Und warum ist er dann abgehauen?
34:56Ja, das würde ich diesen Brinkmann gern fragen.
34:58Was ist mit ihm?
35:00Spurlos verschwunden.
35:01In dem Altersein, mit dem er jetzt wohnt,
35:03hat er hinterlassen, dass er bei seiner Tochter in Bremen ist.
35:06Aber die weiß von nichts.
35:07Ich habe mit ihr telefoniert.
35:09Sie hat gesagt, dass er sie auch vorher da nie besucht hat.
35:17Hat Thomas dir gesagt, wo er die Nacht verbracht hat?
35:20Ja.
35:21Und?
35:23Was sagst du dazu?
35:25Ja, nichts.
35:26Warum auch?
35:28Er ist alt genug.
35:30Und in diesem Fall wäre ich sogar froh,
35:31wenn ich auch so ein Alibi hätte.
35:33Du hast mir nicht gesagt,
35:34was du gestern Abend gemacht hast.
35:37Nein.
35:38Du auch nicht.
35:40Jetzt schau mich nichts an.
35:42Ich habe ihn nicht umgebracht.
35:49Wo ist die Pistole, die immer hier war?
35:53Sie war in der Schublade daneben.
35:59Hier ist sie auch nicht.
36:00Sie ist in meinem Büro.
36:02Ich habe sie heute Morgen mitgenommen.
36:04Ich denke, es ist besser,
36:05wenn die Polizei sie hier nicht findet.
36:10Besser für dich oder für mich?
36:15Besser für uns beide.
36:22Hat Hannes sie erreicht?
36:24Nee.
36:26Oh, ich habe mein Handy vergessen.
36:28Warum?
36:29Hannes hat was Tolles rausgefunden.
36:33Dass der Gerhard Lechner und der Nielsen
36:35ein und dieselbe Person sind?
36:37Wie kommen sie denn da rauf?
36:38Schuss ins Blaue.
36:40Stimmt.
36:41Ist nicht wahr.
36:42Hannes hat die Fingerabdrücke von Nielsen
36:44mit denen von Lechner verglichen,
36:46die damals in dessen Wagen
36:47und in Habes Büro gefunden wurden.
36:49Ich habe es geahnt.
36:51Ja, aber nicht gesagt.
36:52Insofern gebührt Hannes die Ehre.
36:54Na gut.
36:55Damit können wir leben.
36:56Und Robert Lechner hat es gerust.
36:58Damit erklärt sich auch der Anruf in seinem Händen.
37:00Er hat gesagt, er hat nicht angerufen.
37:02Ja, gut, hat er gesagt.
37:04Solange es für uns da keine Verbindung
37:06zwischen ihm und diesem Mann aus Kanada gab,
37:08konnten wir ihn darauf auch nicht festnageln.
37:09Aber jetzt gibt es eine Verbindung.
37:10Und was für eine.
37:11Und das ist noch nicht alles.
37:12Dieser Rechtsanwalt Dr. Stein
37:14bei dem Nielsen einen Termin hatte,
37:15der war früher mal der Hausanwalt vom alten Lechner,
37:17hat Hannes in den Akten gefunden.
37:20Gut, dann haben wir jetzt einen Termin bei diesem Mann.
37:23Gerhard Lechner war nicht der Mörder von Habig.
37:25Ja, das haben wir inzwischen auch gemittelt.
37:28Geweisbar.
37:29Ich denke schon.
37:30Entweder.
37:31Nein.
37:33Sein Vater hat nie daran geglaubt,
37:35dass Gerhard Lechner Habig ermordet hat.
37:38Und der Sohn hat 25 Jahre lang nicht gewusst,
37:41dass Habig nicht an einer Schlag- oder Stoßverletzung gestorben war.
37:44Sondern erschossen wurde.
37:47Konrad Lechner hat wie gesagt nie daran geglaubt,
37:50dass sein Sohn ein Mörder ist.
37:51Er hat mich beauftragt, nach ihm zu forschen.
37:53Jahrelang vergeblich.
37:55Vor zehn Jahren ist mein Mandant gestorben.
37:57Und jetzt sind Sie nicht mehr der Hausanwalt?
38:00Nein.
38:02Robert Lechner war der Ansicht,
38:03er müsse die juristische Beratung der Firma in jüngere Hände legen.
38:08Vor drei Wochen ist es uns gelungen,
38:10Gerhard Lechner mit Hilfe eines kanadischen Kollegen
38:13in Toronto ausfindig zu machen.
38:16Ihr ist seine Visitenkarte,
38:17falls Sie ihn bei Ihren Ermittlungen brauchen.
38:19Danke.
38:21Gerhard Lechner hat sich zunächst geweigert, herzukommen.
38:24Aber wie das Leben so spielt,
38:26vor einer Woche hat sich ein Zeuge gemeldet,
38:27anonym und gesagt,
38:29finden Sie Gerhard Lechner, er ist unschuldig.
38:31Ich werde aussagen, wie es damals wirklich war.
38:34Und hat der Zeuge sich noch mal gemeldet?
38:36Nein.
38:38Nein.
38:39Aber daraufhin konnte ich Gerhard Lechner überreden,
38:41nach München zu kommen.
38:43Aber das war nicht der einzige Grund,
38:45warum ich ihn dazu gedrängt habe.
38:47Der Vater Konrad Lechner hat in seinem Testament verfügt,
38:51wenn sein Sohn Gerhard nicht bis zum 15. September dieses Jahres
38:55der beglaubigte Unterschrift nachweisen kann,
38:57dass er noch lebt,
38:59fällt die Firma und das gesamte Familienvermögen an
39:02Robert Lechner, beziehungsweise dessen Sohn Thomas.
39:06Das ist zum 15. September.
39:08Das wären drei Tragen.
39:10Aber es kam nicht mehr zu dieser Unterschrift.
39:12Nein.
39:14Wir hatten heute Vormittag einen Tattermin gehabt,
39:17aber lassen Sie mich die Sache auf den Punkt bringen.
39:23Damit ist die Bedrohung für Robert Lechner,
39:25die Firma und vieles mehr zu verlieren,
39:27gegenstandslos geworden.
39:29Hm.
39:30Wenn das kein Motiv ist.
39:33Tja, meine Herren.
39:34Was wäre denn gewesen, wenn Gerhard Lechner unterschrieben wird?
39:37Die beiden Brüder mochten sich nicht besonders.
39:41Robert Lechner wäre, wenn überhaupt Herr Angestellter
39:43seiner jüngeren Bruders geworden.
39:45Und das im ätherlichen Haus hätte er auch ausziehen müssen.
39:48Die Auszahlung meines geringen Pflichtanteils
39:50wäre geblieben.
39:52Mehr nicht.
39:53Danke.
39:55Wiedersehen, meine Damen und Herren.
39:55Wiederschauen.
39:56Wiederschauen.
39:56Wiedersehen.
39:59Können Sie mir den Namen nochmal sagen?
40:02Und danke, dass Sie mich angerufen haben.
40:12Arne, was gibt's?
40:13Wo sind Sie?
40:14Auf dem Weg zum Lechner.
40:15Dann ändern Sie mal den Kurs.
40:17Ich hab mit seiner Sekretärin telefoniert.
40:20Lechner ist nicht in seinem Büro.
40:21Sondern?
40:22Auf einer Baustelle in Gilching.
40:25Und nachher ist er zu Hause.
40:27Was ist mit dem Haftbefehl?
40:29In Arbeit.
40:30Ist Lorenz bei Ihnen?
40:31Er trefft sich mit dem Taxifahrer,
40:32der den Mielsen alias Gerhard Lechner
40:34vorgestern Abend gefahren hat.
40:36Übrigens, es gibt vermutlich eine Spur zu Brinkmann.
40:38Erinnern Sie sich an Rösler?
40:40Das ist doch der Nachbar, oder?
40:41Bei dem waren wir doch schon.
40:42Die Leiterin aus dem Altersheim hat angerufen.
40:45Rösler hat Brinkmann regelmäßig besucht.
40:47Er muss wissen, wo Brinkmann ist.
40:50Gut, dann fragen Sie den jetzt mal.
40:52Können Sie noch eine gute Nachricht vertragen?
40:54Aber immer her damit, Arne.
40:56Robert Lechner hat bis vor zwei Monaten
40:59die Pflegekosten für Brinkmann bezahlt.
41:01Hi.
41:02Damit ist er bis zum Hals in beide Fälle versträngt.
41:05Das würde ich auch sagen.
41:16Guten Tag, Herr Sisker.
41:17Sie wollen zu meinem Mann?
41:19Ja.
41:19Er ist leider noch nicht da.
41:21Allerdings, ich fürchte, er hat nicht viel Zeit.
41:23Er muss um sechs Uhr in Zürich sein.
41:24Aber bitte, kommen Sie doch an.
41:26Danke.
41:29Ah, ich glaube, da ist er schon.
41:48Herr Lechner, Sie müssen diese Reise verschieben.
41:52Ich muss Sie bitten, mitzukommen.
41:53Na, Sie haben Nerven.
41:55Ich habe um sechs Uhr in Zürich ein Symposium.
41:57Ich muss deine Rede halten.
41:58Sagen Sie es ab.
42:00Reden können Sie auch bei uns.
42:02Wir legen sogar gesteigerten Wert darauf.
42:05Und umziehen brauchen Sie sich dafür auch nicht.
42:09Kommen Sie.
42:23Am Jackett des Toten
42:25sind dunkelgrüne Wolfsfasern gefunden worden.
42:27Wahrscheinlich von einem Lodenmantel.
42:29Was sagt der Taxifahrer?
42:30Er hat gegen 21.30 Uhr
42:32einen Mann vom Hilton nach Hinterbrühl gefahren.
42:34Was Klamottengröße, Alter anbelangt,
42:36könnte die Beschreibung hinkommen.
42:38Na, sonst nichts?
42:39Doch.
42:40An der kleinen Brücke,
42:41wo er seinen Fahrgast rausgelassen hat,
42:42ist ihm eine große, dunkle Limousine aufgefallen,
42:44mit abgeblendetem Licht.
42:46Hat er jemanden gesehen?
42:47Leider nicht, aber
42:49er konnte sich zumindest teilweise
42:50ans Kennzeichen erinnern.
42:52München RL.
42:55Lächeln, dass Sie hergebracht haben.
42:57Nicht mit Sicherheit, aber könnte sein.
42:59Die Buchstaben stimmen überein.
43:02Mal hören, was er dazu sagt.
43:07So, setzen wir uns.
43:10Äh, nach
43:13Paul Nietzina,
43:14habe ich Sie schon gefragt?
43:15Ja.
43:15Ja.
43:15Ich habe Ihnen schon gesagt,
43:16dass ich den Mann nicht kenne.
43:17Genau.
43:18Aber wir,
43:20wir kennen inzwischen
43:21seinen richtigen Namen.
43:25Wussten Sie,
43:26dass Ihr Bruder in München ist?
43:31Ach ja,
43:32das mit dem Anruf von Ihrem Handy,
43:33das haben wir noch nicht geklärt.
43:35Wenn Sie wussten,
43:36dass Paul Nietzina Ihr Bruder ist,
43:37dann ist die Wahrscheinlichkeit,
43:38dass Sie mit ihm telefoniert haben,
43:39doch sehr, sehr hoch.
43:42Das sehen Sie doch ein, oder?
43:46Ich nehme an,
43:46Sie möchten Ihren Anwalt dabei haben.
43:47Haben Sie ihn schon verständigt?
43:50Ja.
43:51Gut.
43:52Dann warten wir,
43:53bis er da ist.
43:54Ich bitte darum.
43:56Ich habe meinen Bruder
43:57nicht umgebracht.
43:57Wann begreifen Sie das endlich?
44:01Sobald wir geklärt haben,
44:03warum am Mordabend
44:03von Ihrem Handy aus
44:05mit einem Mann telefoniert wurde,
44:06den keiner in Ihrer Familie kennt.
44:09Kommen Sie.
44:12Und warum Ihr Wagen
44:14am Tatort gesehen wurde.
44:16Was?
44:18Ja,
44:19das wurde er.
44:21Und?
44:22Warum Sie Ihrem ehemaligen Fahrer,
44:24von dem Sie angeblich nicht wissen,
44:26ob er noch lebt,
44:27fünf Jahre lang
44:28den Aufenthalt in einem
44:29nicht gerade billigen Altersheim
44:31bezahlt haben.
44:35Ich hoffe,
44:35Sie haben einen guten Anwalt.
44:38Zum Erkenntnisdienst.
44:40Ja,
44:41das ist ja,
44:41das ist ja,
44:42das ist ja,
44:43das ist ja,
44:53Musik
45:13So, das sind meine Kollegen, Oberkommissar Wiegand, Hauptkommissar Siska.
45:17Guten Abend.
45:18Guten Abend.
45:20Guten Abend. Das ist Herr Brinkmann.
45:23Er war bei Herrn Rösler.
45:25Ah ja, Sie haben uns ja ganz schön lange auf die Folter gespannt. Bitte nehmen Sie Platz.
45:28Danke.
45:29Hier bitte.
45:30Mein Kollege wird Ihre Aussage auf Band aufnehmen.
45:33Das muss er ja wohl. Man kann schließlich nicht alles im Kopf behalten.
45:37Aber Sie wissen doch genau, was damals passiert ist.
45:40Ja.
45:44Es ist Zeit für die Wahrheit, haben Sie am Telefon gesagt.
45:48Dann erzählen Sie uns mal die Wahrheit.
45:54Gerhard Lechner war unschuldig.
45:57Er hat Habich, den Vater von Xenia, nicht getötet.
46:02Und? Weiter?
46:07Ja, also...
46:10Robert Lechner und ich sind damals, früher als geplant, von einer Dienstreise zurückgekommen.
46:21Herr Lechner wollte unbedingt noch in der Firma vorbeifahren.
46:23Ich weiß nicht, warum.
46:25Denn es war schon nach Feierabend und es war natürlich niemand mehr im Haus.
46:30Dachten wir.
46:33Dachte ich.
46:35Aber da kam uns Gerhard Lechner aus Habichs Büro entgegengelaufen.
46:42Er war sehr aufgeregt, weil er Habich niedergeschlagen hatte und glaubte, er hätte ihn umgebracht.
46:50Herr Lechner und ich, wir liefen natürlich sofort in Habichs Büro und da lag er am Boden.
46:58Aber er war nicht tot.
46:59Er wollte aufstehen.
47:02Robert Lechner hat sich zu ihm runtergebeugt und ich hab geglaubt, er wollte ihm aufhelfen.
47:09Aber plötzlich hat er einen Revolver in der Hand und hat abgedrückt.
47:21Wissen Sie warum?
47:24Ja.
47:26Herr Habich, der ja in der Firma arbeitete, der war dahinter,
47:30dass Robert Lechner in unsaubere Geschäfte verwickelt war und die Firma um Millionen betrogen hatte.
47:38Naja, und das wollte er dem Chef sagen.
47:43Und Habichs Tochter war ahnungslos.
47:46Ja.
47:47Sonst hätte sie Robert Lechner doch wahrscheinlich nicht geheiratet.
47:50Ich glaub, sie weiß bis heute nicht, was damals passiert ist.
47:54Und alle haben Gerhard Lechner für den Mörder gehalten.
47:58Ja, Gerhard Lechner selber auch.
48:01Ich denke, wir sollten dem Lechner jetzt sagen, dass sein Anwalt verhindert ist.
48:05Wir sagen es ihm hier.
48:08Ja, ja, schon gestanden.
48:11Ich möchte ihm nicht begegnen.
48:13Das wird Sie aber nicht vermeiden lassen.
48:16Sie haben dem Anwalt, einem Dr. Stein, gesagt, dass Sie das auch vor Gericht aussagen würden.
48:21Bleiben Sie dabei?
48:22Ja.
48:24Dann verraten Sie mir jetzt bitte mal, warum Sie 25 Jahre lang geschwiegen haben.
48:29Robert Lechner hat mir einen größeren Betrag gegeben.
48:33Wie viel?
48:3730.000.
48:39Und die Ausbildung meiner Tochter hat er auch bezahlt.
48:41Erst die Privatschule und dann das Studium.
48:44Das war eine sehr teure Angelegenheit.
48:46Was ist mit dem Altersheim?
48:497.000 im Monat.
48:57Die hat er auch bezahlt.
48:59Bis vor zwei Monaten, da hat er die Zahlung plötzlich eingestellt.
49:03Und dann kamen Sie auf die Idee, die Polizei anzurufen.
49:06Nein, nein.
49:09Das sehe ich in keinem Zusammenhang.
49:11Aber ich?
49:12Ich wollte es einfach loswerden.
49:15Glauben Sie ja nicht, dass es ein leichtes Gepäck war all den Jahren?
49:19Ja, bestimmt nicht.
49:21Ja, was passiert jetzt mit mir?
49:22Sie fahren jetzt nach Hause und halten sich da zu unserer Verfügung.
49:25Aber warte noch ein paar Minuten.
49:27Nehmen Sie wieder Platz, bitte.
49:33Tut mir leid, wegen Ihrem Anwalt.
49:35Ich habe es ihm schon gesagt.
49:37Ob mit oder ohne Anwalt, das ändert nichts an der Tatsache,
49:40dass ich nichts mit dem Tod meines Bruders zu tun habe.
49:45Das ist keine Tatsache, das ist eine Schutzbehauptung.
49:49In Wahrheit hat das Auftauchen Ihres Bruders bei Ihnen gleich einen doppelten Alarm ausgelöst.
49:53Zum einen war da dieser Termin und die Angst davor, dass er Ihnen mit seiner bloßen Unterschrift die ganze Firma
49:57wegnehmen würde.
50:01Und zum anderen war Ihnen klar, dass mit seinem Unschuldsnachweis im Mordfall habe ich die Frage nach dem wirklichen Täter
50:07wieder aufgeworfen wird.
50:11Und was Letzteres betrifft, Sie haben den Mann nebenan gesehen.
50:17Ja, aber habe ich nicht umgebracht?
50:19Ja, gut, ich glaube, das können wir ja abkürzen, zumindest was den Mord vor 25 Jahren betrifft.
50:24Brinkmann hat ausgesagt, dass Sie Habich erschossen haben.
50:29Mit dem Revolver, den Ihr Vater als gestohlen gemeldet hat und den wir jetzt neben der Leiche von Günther Habich
50:33gefunden haben.
50:42Es ist lange her, aber das Delikt hat sich nicht geändert.
50:49Herr Lechner, ich nehme Sie vorläufig fest, wegen des dringenden Verdachts Günther Habich vor 25 Jahren ermordet zu haben.
51:15Damit hat er wohl nicht gerechnet.
51:25Na, besonders happy sehen Sie aber gar nicht aus.
51:29Sie haben gerade...
51:30Wir haben gerade.
51:31...einen 25 Jahre alten Fall gelöst.
51:34Naja, eben.
51:36Beim jetzigen stehen wir wieder auf dem Schlauch.
51:37Hoffentlich brauchen wir für den ja auch wieder 25 Jahre.
51:43Frau Lechner möchte Sie sprechen.
51:46Ja, bitte.
51:49Ich bitte Sie, lassen Sie meinen Mann frei.
51:54Er hat mit dem Mord an seinem Bruder nichts zu tun.
52:00Bitte sprechen Sie weiter.
52:03Mein Mann hat zwar gewusst, dass er in München war.
52:07Aber er hat ihn nicht getötet.
52:10Woher wissen Sie das so genau?
52:12Weil ich es war.
52:15Ich habe Gerhard Lechner erschossen.
52:19Ich habe ihn angerufen im Hotel an dem Abend.
52:22Von dem Handy?
52:24Ja.
52:24Wir haben uns verabredet.
52:27Dort, wo man ihn gefunden hat.
52:29Warum hatten Sie eine Pistole dabei?
52:35Weil ich...
52:38Ich wollte ihn zur Rede stellen.
52:40Ich wollte ihm erklären,
52:42dass nach 25 Jahren die Wunden nicht vernarrt sind.
52:47Und was ist dann passiert?
52:51Ich wollte ihn nicht erschießen.
52:54Ich wollte ihm Angst einjagen, ihn einschüchtern,
52:57aber er hat versucht, mir die Pistole zu entreißen
53:01und dabei ging der Schuss los.
53:06Wo ist die Pistole jetzt?
53:08Hier.
53:12Sie gehört meinem Mann.
53:15Er hat gemerkt, dass sie benutzt worden war
53:17und hat sie ins Büro mitgenommen,
53:19damit die Polizei sie nicht bei uns findet.
53:27Es ist richtig.
53:28Aus dieser Pistole ist ein Schuss abgegeben worden.
53:33Aber Gerhard Lechner wurde damit nicht erschossen.
53:41Sie entschuldigen mich einen Moment.
53:51Ich hatte gerade die Mona aus dem Nachtclub am Telefon.
53:53Sie hat gesagt, dass sie sich ein Main-Eid nicht leisten kann
53:55und gefragt, ob sie straffrei ausgeht,
53:58wenn sie 50.000 Mark für einen guten Zweck spendet.
54:00Was denn für 50.000?
54:01Mit diesem Geld ist sie von Xenia Lechner bestochen worden.
54:04Für eine falsche Zeitangabe.
54:06Thomas Lechner ist nicht 22 Uhr bei Mona Seitz aufgekreuzt,
54:09sondern erst um Mitternacht.
54:11Hade, wir haben noch einen Einsatz.
54:13Wir fahren mit zwei Wagen.
54:17Frau Lechner, Sie haben Gerhard Lechner nicht erschossen.
54:22Aber Sie haben den Täter gesehen.
54:25Und jetzt wollen Sie ihn schützen.
54:28Frau Lechner, wo ist Ihr Sohn?
54:34Lass es hin.
54:35Wo ist er?
54:37Zu Hause. Er hat sich eingeschlossen.
54:38Kommen Sie schnell.
54:39Kommen Sie schnell.
55:05Kommen Sie schnell.
55:12Herr Lechner!
55:14Thomas!
55:15Herr Lechner!
55:29Er ist nie dort.
55:31Er ist nie dort.
55:33Der Notarzt ist unterwegs.
55:38Er ist nie dort.
55:43Das könnte die Waffe sein, mit der Gerhard Lechner nachschossen wurde.
55:46Ich bin sicher, das ist sie.
55:51Da ist ein Brief drin an seine Mutter.
55:55Liebe Mama, du hast mich gesehen.
55:57Warum sagst du es nicht der Polizei?
55:59Ich bin dir nachgefahren.
56:00Ich habe gesehen, wie der Mann mit der Pistole vor dir stand.
56:02Er hat es nicht tun wollen.
56:08Ich bin schuld.
56:10Ich bin schuld an allem.
56:13Ich hätte es dir sagen müssen.
56:17Thomas.
56:18Ich hätte dir sagen müssen,
56:20dass Gerhard dein Vater ist.
56:38Hallo?
56:42Hallo?
56:44Ich bin jetzt nicht vorhanden, runter vom Stuhl.
56:52Bitte sagen Sie nichts, meine Mann.
56:57Er liebt Thomas.
57:02Es ist sein Sohn.
57:04Trotz allem.
57:09Bitte sagen Sie ihm,
57:10dass er ins Krankenhaus kommen soll.
57:38Sie hält ihren Mann für unschuldig.
57:40Spätestens morgen wird sie uns fragen,
57:41warum er immer noch in Haft ist.
57:45Wie sagt man einer Frau,
57:47dass sie 25 Jahre lang
57:48mit dem Mörder ihres Vaters verheiratet war?
57:51Und wer sagt dem Sohn,
57:52dass er seinen eigenen Vater umgebracht hat?
57:54Hoffentlich niemand.
58:16Das war's nicht.
58:25Wenn Ihnen die Mörder verheiratet war?
58:28Das war er.
58:31Das war er.
59:03Untertitelung des ZDF, 2020
59:09Untertitelung des ZDF, 2020
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