- vor 2 Tagen
Tante Dete steigt schnell den Berg wieder hinunter und lässt Heidi alleine beim Großvater. Der Großvater stellt eine Frage nach der anderen. Heidi ist ganz unbeeindruckt und beantwortet alle Fragen ganz natürlich und richtig. Der Großvater merkt, dass sie ein kluges Kind ist und bringt seine Enkelin in die Hütte. Sie ist von allem begeistert, freut sich über den Stuhl, der als Tisch dient und quietscht vor Vergnügen über das Bett aus Heu unter dem Dach. Es ist, als ob in das Leben des einsamen Großvaters ein Lichtstrahl gekommen sei. Schließlich ist es für beide das erste Mal, dass sie so etwas wie eine Familie haben und für Großvater ist es durchaus nicht unangenehm.
Trotz des reichlich unfreundlichen Empfangs handelt er bald als Vormund für Heidi und manchmal als ihr Großvater. Außer Großvater und Heidi ist in der Almhütte auch noch ein großer Hund. Er ist langsam und kümmert sich nicht um die Dinge um ihn herum. Dann sind da noch Schwänli und Bärli, die Geißen. Heidi weiß, dass sie ihr und Großvater gehören und sie sind Heidis größte Freude, sie hat bisher noch nichts besessen und überschüttet sie mit aller Liebe. Das Leben ist friedlich auf der Almhütte, wird es so weitergehen? (Text: Kinderkanal ARD/ZDF)
Trotz des reichlich unfreundlichen Empfangs handelt er bald als Vormund für Heidi und manchmal als ihr Großvater. Außer Großvater und Heidi ist in der Almhütte auch noch ein großer Hund. Er ist langsam und kümmert sich nicht um die Dinge um ihn herum. Dann sind da noch Schwänli und Bärli, die Geißen. Heidi weiß, dass sie ihr und Großvater gehören und sie sind Heidis größte Freude, sie hat bisher noch nichts besessen und überschüttet sie mit aller Liebe. Das Leben ist friedlich auf der Almhütte, wird es so weitergehen? (Text: Kinderkanal ARD/ZDF)
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TVTranskript
00:00Als Heidi ein Jahr alt war, starben ihre Eltern und Heidi wuchs seitdem bei Tante Dete auf.
00:06Vier Jahre lebte sie mit ihrer Tante zusammen und die ganze Zeit glaubte sie, dass Tante Dete ihre einzige Verwandte
00:12sei.
00:12Aber auf einmal redeten alle von einem geheimnisvollen Großvater, von dem alten Almöhi.
00:18Und zu diesem Großvater wurde Heidi nun gebracht.
00:27Heidi muss bei dir bleiben. Ich habe eine Arbeit in Frankfurt gefunden.
00:31Aus! Los! Geh mir aus den Augen und lass dich nie wieder hier oben bei mir sehen.
00:38Und wage es nie mehr im Leben, meinen Frieden auf der Alm zu stören.
00:48Auf Wiedersehen, Heidi. Es wird gut werden.
00:55Leb wohl, Tante Dete.
01:12Dete! Dete!
01:16Du hast sie also dagelassen, Dete. Wie konntest du nur so ein kleines Kind wie Heidi bei dem alten Grießkram
01:21da oben lassen?
01:22Das war nicht richtig von dir.
01:24Was sollte ich denn tun?
01:26Irgendetwas, aber nicht das.
01:30Wo sollte ich denn hin mit ihr? Ich habe Heidi von ganzem Herzen liebgewonnen. Glaubst du, es fällt mir leicht?
01:38Ich weiß, dass es schlimm ist. Ich bin jung, Babel. Ich bin erst 26 Jahre alt.
01:43Seit meine Schwester gestorben ist, habe ich mich wie eine Mutter um Heidi gekümmert.
01:47Wir hatten kaum Geld zum Leben, Babel.
01:49Zum ersten Mal habe ich jetzt eine richtige Stellung gefunden.
01:52In Frankfurt, Babel, hörst du nicht hier.
01:55Nehmen Sie doch mit.
01:57Was soll ich denn wohl in Frankfurt mit Heidi anfangen, wenn ich arbeite?
02:01Doch, ihr habt ja alle keine Ahnung.
02:03Ich bin nicht hier.
02:43Die Fürchte, irgendetwas müssen wir mit dir unternehmen.
02:51Wenn dir nichts Besseres einfällt,
02:52könntest du mir dein Haus ja mal von innen zeigen.
02:56Vielleicht ist das im Moment die beste Idee.
03:00Sammle deine Kleidereinung und komm mit.
03:03Wozu brauche ich denn meine Kleider?
03:10Was bist du denn bloß für ein komisches Kind?
03:13Brauchen Kinder etwa keine Kleider?
03:15Doch, aber mich stören die Kleider einfach beim Springen. Pass auf!
03:23Das habe ich von den Ziegen gelernt.
03:25Bring deine Kleider trotzdem lieber mit ins Haus.
03:49Passen Sie dann noch mit rein?
03:50Wenn du dir Mühe gibst, schon.
03:57Was für ein riesiger Topf!
04:01Käse! Ich glaube, es riecht nach Käse.
04:04Stimmt's?
04:05Ja, stimmt.
04:06Da du allein lebst, kochst du auch wahrscheinlich selbst, oder?
04:09Mhm.
04:10Ab heute koche ich für dich, Großvater.
04:14Ui, hart!
04:15Das ist bestimmt dein Bett, aber wo soll ich schlafen?
04:18Wo du willst.
04:22Ich kann doch schlecht im Käsetopf schlafen, oder?
04:27Warum suchst du dir nicht einen Platz, der dir gefällt?
04:30Meinst du?
04:32Na gut, wenn du meinst, dann schau ich mich mal um.
04:41Ah, hier riecht's aber gut.
04:48Hier will ich schlafen.
04:50Ja.
04:52Oh ja.
04:55Oh, hier oben ist es aber schön.
05:01Großvater, schau dir an, wie unheimlich schön es hier oben ist.
05:06Weit schon.
05:09Na du, was ist passiert?
05:14Wenn du wüsstest, wie das Heu duftet.
05:19So ein Bild hat niemand auf der Welt. Nur ich, die Heidi.
05:22Ich habe geglaubt. Wo ist die Leiter runtergefallen?
05:25Was soll das geschehen?
05:26Es gefällt mir. Es riecht so gut. Es ist das schönste Bett der Welt.
05:30Hier will ich jetzt immer schlafen.
05:33Hier und sonst nirgendwo.
05:36Hier oben mache ich mir mein Bett.
05:38Und was für ein Bett.
05:41Hau.
05:44Hoffentlich hast du noch ein Bettlaken für mich.
05:46Ohne Bettlaken geht es leider nicht.
05:48Oder hast du schon mal ein Bett ohne Bettlaken gesehen?
05:52Ist gut. Ich gehe schon und hole eins.
05:57Ich habe es von Anfang an gesehen. Es ist ein komisches Kind.
06:01Beeil dich, Großvater.
06:03Ui.
06:07Na endlich.
06:09Also da musst du dich gewöhnen. Hier oben haben wir Zeit.
06:11Das kann gut stimmen, aber heute müssen wir zuallererst mal ein Bett machen. Hurra.
06:15Und das hat keine Hup.
06:18Ohne Hilfe geht es anscheinend doch nicht.
06:25Was machst du denn jetzt?
06:30Ah, ich verstehe.
06:34Etwas besser, oder?
06:35Ja.
06:36Weich.
06:37Wunderbar weich.
06:39Also das kannst du.
06:42Achtung.
06:44Hau.
06:45Ruck.
06:49Du, wolltest du es doch haben, ne?
06:52Ja, zum Teil. Aber es fehlt noch etwas.
06:55Die meisten Betten haben außer Bettlaken aber auch noch Bettdecken.
06:59Das wird schwierig. Ich bin auf Gäste nicht eingerichtet.
07:03Das macht doch nichts. Dann nehmen wir dafür einfach noch mehr Stroh.
07:06Es reicht doch.
07:07Warte, ich habe eine Idee.
07:13Meinst du, man kann da drin genauso gut schlafen wie in einem Schlafsack?
07:16Oh, wir werden es sehen.
07:23Jetzt weiß ich, was du meinst, Großvater.
07:26Schön.
07:28Glaubst du es mitgehen?
07:29Aber ja, warum denn nicht?
07:31Es ist viel schöner, als ich es mir vorgestellt habe.
07:34Wenn es doch nur erst schon Nacht wäre, Großvater, damit ich ins Bett gehen kann.
07:38Meinst du, man sieht die Sterne?
07:41Ja, wenn du durch die Luke schaust.
07:44Wenn keine Wolken am Himmel sind, dann siehst du tausend und abertausend Sterne.
07:49Meinst du?
07:51Meinst du, Großvater, ich kann die Vögel morgens in den Bäumen singen hören?
07:54Du wirst die Vögel hören und auch den Wind, wenn er an deinem Fenster rüttelt.
07:59Meinst du wirklich?
08:00Ich kenne das alles sehr gut.
08:04Er rüttelt an deinem Fenster, der Wind.
08:06Manchmal ganz leise, manchmal etwas laut.
08:09Aber dann hab keine Angst vor ihm.
08:10Das ist so seine Art, guten Tag zu sagen.
08:13Der Wind kann viel erzählen.
08:15Er kommt vom Wald her.
08:16Also hör ihm gut zu, Heidi.
08:18Du glaubst gar nicht, wie viele Geschichten er kennt.
08:21Meinst du das doch wirklich ehrlich?
08:30Also hast du es doch nicht ehrlich gemeint.
08:34Natürlich hab ich es ehrlich gemeint.
08:39Dann bin ich beruhigt.
08:42Schön.
08:44Aber warum hast du eben so lachen müssen?
08:47Weil ich alter Esel eben gemerkt habe, dass ich jemanden gern habe.
08:51Dann gibst du mir bestimmt noch was zu essen.
08:53Du hast recht, dass du mich ans Essen erinnerst.
08:56Es wird Zeit, dass wir uns was kochen.
09:01Das war nun der gefürchtete Almöhi.
09:04Heidi konnte, nachdem sie ihren Großvater kennenlernte,
09:07überhaupt nicht mehr verstehen, warum unten im Dorf alle vor ihm Angst hatten.
09:11Vielleicht nur, weil er anders war als die anderen?
09:35Der Käse wird ja ganz weich.
09:36Es sieht zwar merkwürdig aus, aber es riecht gut.
10:04Das sieht sehr gemütlich aus.
10:07Es sieht nur noch eine einzige Kleinigkeit auf dem Tisch.
10:11Hierfür hast du was vergessen.
10:12Ja?
10:20Meinst du das da?
10:22Ja, das ist gut.
10:24So ein großes.
10:26Aber mein Hunger ist ja auch groß.
10:29Essen Kinder immer im Stehen?
10:31Nein.
10:40Na ja, dann hätten wir ja wohl besser auf dem Fußboden gedeckt.
10:47Besser als gar nichts.
10:48Mein erster eigener Tisch.
10:50Bitte viel.
10:57Wetten, ich schaff's ohne Absetzen.
11:06Na, was hab ich gesagt?
11:09Alles auf einmal, ohne Absetzen.
11:11Die Milch ist von unseren eigenen Ziegen.
11:13Frischer kriegst du nirgends.
11:15Glaubst du, du schaffst noch mehr?
11:16Natürlich.
11:19Wer ist das?
11:22Den hatte ich ja ganz vergessen.
11:24Na, komm, komm, komm.
11:36Wie heißt der denn?
11:37Das ist Josef.
11:39Ist der nicht ein bisschen zu groß geraten?
11:42Ich meine, dass man für einen solchen Hund gut fünf Kleiner haben kann.
11:46Ja, in den Bergen brauchen wir solche Hunde, aber das musst du noch lernen.
11:50Hallo, Josef.
12:14Ist der aber groß.
12:17Diese Hunde nennt man Bernadina.
12:21Mhm.
12:33Hallo.
12:35Hallo.
12:37Hallo.
12:37Hallo.
12:39Hallo.
12:41Hallo.
12:57Tante Dete hatte auch mal einen Hund.
12:59So einen ganz dicken mit kurzen Beinen.
13:01Der ginge mal mit mir spazieren.
13:03Wach doch auf.
13:12Platsch.
13:18Entschuldige, bitte.
13:23Bleib doch da.
13:24Ich will dich doch nur einmal ansehen.
13:26Ich will wissen, welche Farben du hast.
13:27Bleib doch, Schmetterling.
13:29Bleib doch hier.
13:30Nun setz dich doch mal irgendwo hin.
13:37Oh, wie schade.
13:43Hm, da ist er ja.
13:46So, jetzt aber.
13:48Wieder nichts.
13:50Na warte, ich fange dich doch.
13:52Wenn ich doch nur fliegen könnte.
13:55Also willst du jetzt endlich warten.
13:58Haha.
13:59Ja.
14:02Komm rein und zieh dir etwas Warmes an.
14:04Abends wird es kalt.
14:07So, dann.
14:11Großvater, was soll denn das werden, was du da machst?
14:15Dreimal darfst du raten, mein Kind.
14:16Was wohl?
14:22Das wird ja ein Schemel.
14:25Großvater, du baust für mich einen Stuhl, damit ich am Tisch sitzen kann, wenn wir zusammen
14:29essen wollen.
14:30Das ist mein Schemel.
14:34Hoffentlich gefällt er dir.
14:37Oh, vielen Dank.
14:39Warum sollte er mir denn nicht gefallen?
14:42Josef, Josef.
14:45Ich habe einen Schemel, ich habe einen Schemel, einen Schemel, einen eigenen Schemel, ganz für
14:51mich allein.
14:52Er wird nur wach, wenn er was zu fressen kriegt.
14:55Gib dir keine Mühe.
14:58Achtung.
15:08Für Heidi war einfach alles wundervoll.
15:11Sie freute sich über ihr eigenes Bett, hoch oben in der Kammer, über die Schmetterlinge,
15:15die Wiesen und die Berge.
15:17Heidi war glücklich.
15:19Zum ersten Mal in ihrem Leben begriff sie, was es heißt, irgendwo zu Hause zu sein.
15:26Um Himmels Willen schlafe weiter.
15:28Ich wollte das nicht.
15:29Es tut mir leid.
15:37Hab ich dir wehgetan?
15:43Ich heiße Heidi.
15:45Ich wohne ab heute bei euch.
15:47Wenn wir Freunde werden, kannst du dir das Knurren sparen.
15:50Das ist viel bequemer.
15:57Josef.
15:58Ich habe mit dir geredet.
15:59Ich habe mit dir geredet.
16:00Nun mach mal die Augen auf.
16:04Wuff.
16:07Wuff.
16:08Wuff.
16:10Wuff.
16:15Wuff.
16:16Nein, lass das.
16:19Wuff.
16:22Wuff.
16:24Wuff.
16:25Wuff.
16:26Wuff.
16:27Wuff.
16:27Wuff.
16:31Wuff.
16:32Wuff.
16:33Wuff.
16:34Wuff.
16:34Wuff.
16:34Wuff.
16:35Wuff.
16:36Wuff.
16:39Wuff.
16:42Wuff.
16:44Wuff.
16:46Wuff.
16:49Wuff.
16:56Wuff.
16:57auch da. Ich habe mir schon die Augen nach euch ausgeschaut. Wo warst du so lange? Großvater,
17:09sind es unsere Ziegen? Haben die beiden auch einen Namen? Die weiße heißt Schwendi und
17:15die braune heißt Berli. Aha. Warum lecken die? Ja, Salz auf den Händen. Das mögen Ziegen
17:22unheimlich gern. Gib mir auch etwas. Eine ganze Handvoll Salz für dich, Schwendi. Das
17:32kitzelt ja. Ich könnte das nicht aushalten. Was ist, General? Willst du mit deinen Ziegen
17:37nicht endlich weiterziehen? Ja, wie sie meinen. Ich komme morgen wieder, Heidi. Vielleicht
17:44kann ich morgen mitkommen, Peter. Ich gehe morgen ganz früh los, dann haben wir den ganzen Tag
17:49für uns. Auf Wiedersehen. Auf geht's. Also das habe ich jetzt wirklich noch nie gesehen.
18:02Großvater, machst du denn da nicht einen Fehler? Sag bloß, du weißt nicht, dass auch Ziegen
18:07will ich geben. Hier, schau mal. Was? Das soll ich trinken? Das hast du sogar schon getrunken,
18:12heute bei Tisch. Da hat es mir eigentlich ganz gut geschmeckt.
18:26Die Kirchenglocken.
18:46Was ist denn jetzt los? Wo kommt denn der Wind her? Halt!
18:55Die Kirchenglocken.
18:55Die Kirchenglocken.
19:02Die Kirchenglocken.
19:05Die Kirchenglocken.
19:11Die Kirchenglocken.
19:12Die Kirchenglocken.
19:14Die Kirchenglocken.
19:15Die Kirchenglocken.
19:18Die Kirchenglocken.
19:18Die Kirchenglocken.
19:19Die Kirchenglocken.
19:21Die Kirchenglocken.
19:21Die Kirchenglocken.
19:22Die Kirchenglocken.
19:25Tante Ursula, Dete bringt mich in die Berge.
19:28Äh, was hast du gesagt?
19:31Ich werde in die Berge geschickt, für immer.
19:33Wenn du spielen willst, dann bleib im Haus, aber sei leise.
19:36Nicht, dass dir draußen etwas passiert.
19:39Nachher nehmen sie mir noch das Pflegerecht für dich weg.
19:41Hast du mich verstanden?
19:43Äh?
19:43Ich darf zu meinem Großvater auf die Almen.
19:48So.
20:04Was macht sie nur da oben?
20:06Ob sie Angst hat?
20:09Was macht sie nur da oben?
20:38So.
20:49Oh.
20:50Oh.
20:52Oh.
20:57Oh.
21:10Angst hatte Heidi ganz bestimmt nicht.
21:13Sie war erst einen einzigen Tag auf der Alm und es war ihr, als hätte sie hier ihr ganzes Leben
21:17verbracht.
21:18Die Hütte, der Wind, der Mond über den Bergen, von all dem hatte Heidi immer geträumt.