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Transkript
00:20Love Is Enough
00:51Seit wann haben Sie die Schmerzen schon?
00:53Seit ein paar Tagen.
00:55Machen Sie bitte mal den Bauch frei.
00:58Haben Sie heute schon was gegessen?
01:00Nein, nur getrunken.
01:01Schwarz Kaffee.
01:02Und Sie sind hier der Klinikleiter?
01:04Ja, tut es weh?
01:06Und Sie sind auch Arzt?
01:08Herr RĂŒther arbeitet hier als Pfleger.
01:11Ach, das fĂŒhlt sich unangenehmer.
01:15Tastbare Resistenz.
01:16McBurney positiv.
01:18Sie haben Ihren Blinddarm noch?
01:19Blinddarm, Annel, ZÀhne, bei mir ist doch alles vollstÀndig.
01:22Ja, das kann sein, dass sich das jetzt Àndert.
01:25Blinddarm?
01:25Das deutet einiges darauf hin.
01:27Wir nehmen Sie stationÀr auf und dann machen wir ein ultraschalliges Bauches.
01:32Herr RĂŒther, Sie nehmen gleich Blut ab.
01:34Kleines Blutbild, EntzĂŒndungsparameter und Gerinnung bitte.
01:38Was, du hast nicht normalerweise eine Schwester?
01:40Herr RĂŒther ist gewissermaßen das mĂ€nnliche Pendant einer Krankenschwester.
01:44Krankenbruder.
01:45Ich versichere Ihnen, dass der Beruf des examinierten Krankenpflegers durchaus ein anstÀndiger ist.
01:55Da stehen Sie aber nicht so gĂŒnstig.
01:57Das ist ein Notfall.
02:02Hey, wir sind da.
02:04Morgen, Arzt.
02:05Schnell.
02:08Du schaffst das.
02:09Bleib bei mir, okay?
02:17Hilfe, wir brauchen einen Arzt.
02:22Hallo, ich bin Dr. Heilmann. Was ist passiert?
02:25Ich glaube, meine Freundin hatte einen Herz entfacht.
02:27Können Sie mich verstehen?
02:28Haben Sie Schmerzen?
02:30Sie hat sich an die Brust gefasst und dann keine Luft mehr bekommen.
02:32Wir bringen Sie in den Schockraum.
02:34Sono-Notfall-Labor-Herz-Enzyme.
02:36Verraten Sie mir Ihren Namen?
02:37Katja, Katja Rabe.
02:39Frau Rabe, wie lange ist das her?
02:41Seit dem Beginn der Schmerzattacke?
02:43Viertelstunde, 20 Minuten vielleicht.
02:44Am besten finde ich schon mal das Anbendeformular fĂŒr Ihre Freundin aus.
02:47Alles klar.
02:58Das Washington Journal of Medicine will einen Artikel von dir drucken?
03:02Noch ist es nicht raus. Wirklich nicht.
03:05Wie hast du das denn gemacht?
03:07Neben Klinik, Alltag, dem Kind noch so eine Arbeit zu schreiben?
03:10Das ist eher so nebenbei passiert.
03:12Klar.
03:14So ganz nebenbei.
03:15Im Rahmen meiner Subspezialisierung in der Vizeralchirurgie musste ich mich doch einlesen.
03:20Und dann war ich irgendwann total fasziniert.
03:22So sehr fasziniert, dass es mich gepackt hat und dann ist dieser Artikel entstanden.
03:26GlĂŒckwunsch.
03:27Das ist noch viel zu frĂŒh.
03:28Du hÀttest es verdient.
03:31Du meinst nach allem, was in letzter Zeit bei mir nicht so gut gelaufen ist?
03:34Nee, das habe ich nicht gemeint.
03:36Was meinst du dann?
03:38Roland?
03:41Ja gut, ich bin gleich bei dir.
03:43Ich bin ganz schön stolz auf dich.
03:46Danke.
03:47Das sieht soweit gut aus.
03:49Kein Anzeichen fĂŒr einen Herzinfarkt.
03:53Das ist mein Kollege Dr. Stein.
03:55Danke, dass du ĂŒbernehmen kannst.
03:56Hallo.
03:57AMI, sonographisch und biochemisch ausgeschlossen, aber sie zeigt starke HerzgerÀusche und Leistungsminderung.
04:03Dr. Stein wird sie ab sofort betreuen und die weiteren Untersuchungen veranlassen.
04:07Ich hoffe, das ist fĂŒr Sie in Ordnung.
04:09Ja, klar.
04:10Bis spÀter.
04:11Danke.
04:15Wie geht es Ihnen denn jetzt?
04:17Ach, ging schon mal besser.
04:20Wie ich sehe, sind Sie aktuell in einer Hormontherapie?
04:24Ja, mein Mann und ich versuchen seit lÀngerer Zeit, ein Kind zu bekommen.
04:28Meinen Sie, das liegt an den Hormonen?
04:30Unwahrscheinlich.
04:31Da mĂŒssten wir noch andere Symptome sehen.
04:33Hatten Sie solche Beschwerden in letzter Zeit hÀufiger?
04:36Nein, noch nie.
04:37Also sowas noch nicht.
04:39Das macht mir gerade richtig Angst.
04:41Ja, Mann auch.
04:42Der Schreck ist im Fall nicht anzusehen.
04:44Mein Mann ist hier.
04:47Er hat Sie hergebracht.
04:50Ach so, nein.
04:52Sie meinen Timo, das ist mein Arbeitskollege.
04:59Dann war es also doch kein Herzinfarkt.
05:01Nein, wir versuchen jetzt herauszufinden, was die Beschwerden bei Ihrer Freundin ausgelöst hat.
05:05Okay.
05:06Aber Katja ist jetzt nicht in Lebensgefahr oder so.
05:09Ihr Zustand ist soweit stabil, aber solange die Untersuchungen laufen, kann ich Ihnen dazu noch nichts Konkretes sagen.
05:15Aber wir tun natĂŒrlich unser Möglichstes.
05:16Danke.
05:16Dr. Stein wird Sie verstÀndigen, sobald die Untersuchungen abgeschlossen sind.
05:23Sind Sie zurzeit grĂ¶ĂŸeren Stress ausgesetzt?
05:26Stress?
05:27Ich leite eine Werbeagentur.
05:30Klingt nach einer Menge Verantwortung.
05:31Wobei es lÀuft eigentlich gerade ziemlich gut.
05:34Es gab schon schwierigere Zeiten.
05:38Katrin, hast du Dr. Hoffmann gesehen?
05:40Im OP.
05:41Er steht doch gar nicht im OP-Plan.
05:43Ein Notfall.
05:45Stimmt was nicht?
05:46Quartalssitzung mit Sarah.
05:47Ich wollte mich vorher noch mit ihm absprechen.
05:49Da wirst du wohl allein durch mĂŒssen.
05:51Sag mal, hast du einen Thomas Brunke aufgenommen?
05:53Ja, heute Morgen Verdacht auf Appendizitis.
05:56Das Labor ist gerade reingekommen.
06:01Sieht so aus, als hÀttest du recht.
06:04Kannst du ihn ĂŒbernehmen?
06:06Danke.
06:33Ja, sagen Sie bitte Frau Dr. Weber Bescheid, dass ich Sie dringend sprechen möchte.
06:39Dann suchen Sie sie.
06:41Danke.
07:01Es ist bestimmt nichts.
07:04Jedenfalls nichts Ernstes.
07:11Vielleicht war es in letzter Zeit doch einfach etwas zu viel.
07:15Ja, vielleicht.
07:18AusgeprÀgte Kalsifikationen um das gesamte Herz herum.
07:21Pericarditis konstruktiv war ziemlich eindeutig.
07:23Sie kam heute Morgen mit dem Verdacht auf Herzinfarkt in die Klinik.
07:26Ja, aber der Befund ist schon so weit fortgeschritten, dass sie damit erst jetzt kommt.
07:30Sie muss doch schon lange Beschwerden gehabt haben.
07:32Sie und ihr Mann wollen ein Kind.
07:33Sie dachten, die Beschwerden kÀmen von der Hormonbehandlung.
07:37Die Patientin ist erst Anfang 30?
07:40Anspruchsvoller Job.
07:41Nie Zeit, Infekte wirklich auszukurieren.
07:44Wie wollen Sie vorgehen?
07:46Pericardektomie.
07:47Ich wÀre gern dabei.
07:48Gerne.
07:49Gut, dann rede ich jetzt mal mit der Patientin.
08:00Was hĂ€ltst du davon, wenn wir einfach mal ein paar Tage wegfĂŒhren?
08:03Ans Meer.
08:05Und wir beide.
08:07Und was sage ich, Paul?
08:08GeschÀftsreise.
08:09Messe.
08:11Kundenpflege.
08:11Was auch immer.
08:12Es wird von irgendwas einfallen.
08:13Du weißt, dass es nicht geht?
08:15Nee, weiß ich nicht.
08:16BelĂŒgen tust du ihm doch ohnehin.
08:19Timo, bitte nicht schon wieder.
08:20Wir hatten das schon.
08:22Und?
08:24Was ist das fĂŒr Sie?
08:25Ja, das ist in Ordnung.
08:32Frau Rabe, Sie leiden an einer Pericarditis constrictiva.
08:35Auch Panzerherz genannt.
08:38Panzerherz?
08:39Was ist das?
08:40Das Herz ist umgeben von einem Herzbeutel.
08:43Den Pericard.
08:44Der ist normalerweise elastisch und schĂŒtzt das Herz.
08:47In Ihrem Fall ist es zu einer Verkalkung des Herzbeutels gekommen.
08:50Das heißt, Ihr Herz kann nicht mehr richtig schlagen.
08:54Gut.
08:54Also das klingt jetzt nicht so gut, oder?
08:57Hauptursache dafĂŒr sind chronische EntzĂŒndungen des Herzbeutels.
09:01Infekte, die nicht auskuriert wurden.
09:04Stichwort Sport trotz Fieber.
09:06Ich nehme an, Sie treiben Sport.
09:08Ja, klar.
09:09Ich jogge.
09:09Ich gehe ins Studio.
09:10Ich hatte in letzter Zeit etwas zugenommen.
09:12Wegen der Hormone.
09:13Diese Entwicklung muss schon sehr viel frĂŒher begonnen haben.
09:16Ähm, und was kann man jetzt tun?
09:20Eine Pericard-Ektomie.
09:22Dabei entfernen wir einen Großteil des verkalkten Herzbeutels.
09:26Und das empfehle ich Ihnen sehr dringend.
09:28Das ist eine OP.
09:30Ich weiß nicht wann.
09:32In den nÀchsten beiden Tagen.
09:33Ich wĂŒrde Sie jetzt erstmal stationĂ€r aufnehmen wollen
09:35und noch einige Untersuchungen durchfĂŒhren.
09:37Ähm, das geht nicht.
09:40Das wird gut.
09:42Ich kĂŒmmere mich.
09:44Ich muss telefonieren.
09:46NatĂŒrlich.
09:47Ich sehe Sie dann spÀter nochmal.
09:51Das ist...
09:52Ja.
09:56Hey, wenn du willst.
09:59Ich kann bei dir bleiben.
10:01Ich muss Paul anrufen.
10:03Könntest du in der Firma Bescheid geben?
10:05Klar.
10:06Sicher.
10:06Jetzt.
10:17Herr Brunke, hallo?
10:23Herr Brunke, guten Tag.
10:26Ich bin Dr. Globisch.
10:27Wo ist dieser Dr. Heilmann?
10:29Dr. Heilmann ist beschÀftigt.
10:31Und deshalb bin ich hier.
10:32Ja, dann warte ich eben, bis Dr. Heilmann nicht mehr beschÀftigt ist.
10:36Er hat mich gebeten, dass ich mich jetzt um Sie kĂŒmmere, Herr Brunke.
10:39Er hat doch wohl schon gesagt, dass ich einen entzĂŒndeten Blinddarm habe.
10:42Ja, und Ihre Blutwerte bestÀtigen auch diesen Verdacht.
10:46Ich bin gekommen, um Sie mit zum Ultraschall zu nehmen.
10:48Dann geben Sie doch bitte Dr. Heilmann Bescheid.
10:50Ich sagte Ihnen doch bereits, Dr. Heilmann ist beschÀftigt.
10:54Er ist unser Klinikleiter und deshalb...
10:56Ja, dann schicken Sie mir eben einen Kollegen.
10:59Entschuldigung?
10:59Ich sagte, schicken Sie meinen Kollegen.
11:01WĂŒrden Sie mir bitte verraten, warum Sie nicht möchten, dass ich Sie jetzt untersuche?
11:04Nein, das möchte ich nicht.
11:06Liegt das vielleicht daran, dass ich eine Frau bitte?
11:08Denken Sie, was Sie wollen. Ich möchte mit Dr. Heilmann sprechen.
11:18So, das sind wir.
11:20Sie können sich das Hemd hier schon mal anziehen.
11:24Danke.
11:25Haben Sie sonst noch irgendwelche Fragen?
11:30Ach, Chris, könnten Sie vielleicht nachher, wenn mein Mann kommt, vergessen Sie es.
11:42Ich habe an der Firma Bescheid gegeben.
11:46Ich soll dir liebe GrĂŒĂŸe ausrichten und gute Besserungen wĂŒnschen.
11:50Was hast du erzÀhlt?
11:51Ich hoffe, dass du mich angerufen hast, du im Krankenhaus bist und dich wohl operieren lassen musst.
11:56Gut.
11:57Keine Details.
11:59Sehr gut.
12:02Danke.
12:07Sexy.
12:08Blöd, Mann.
12:11Hey.
12:15Danke fĂŒr alles.
12:16Ja.
12:18Ist doch klar.
12:19Nein.
12:21Wirklich fĂŒr alles.
12:29Du solltest jetzt besser gehen.
12:31Bist du sicher?
12:32Ich meine, ich könnte mit dir hier noch weiter...
12:34Paul ist bestimmt schon auf dem Weg.
12:37Ja.
12:38Ja.
12:48Du meldest dich.
12:51Hm.
13:02Ronald.
13:03Keine Sorge, ich habe unseren Termin heute Abend nicht vergessen.
13:06Welchen Termin?
13:07Martin und ich kommen zum Malern.
13:09Stimmt.
13:10Den hatte ich ganz vergessen.
13:12Nein, es geht um deinen Patienten, Brunke.
13:14Ich hatte dich zurĂŒckgebeten, ihn zu ĂŒbernehmen.
13:16Ich weiß.
13:16Aber er weigert sich, sich von mir untersuchen zu lassen.
13:18Hat er gesagt, warum?
13:20Nein.
13:20Aber er hat mich aufgefordert, ihm einen Kollegen zu schicken.
13:24Ich nehme an, es hat was damit zu tun, dass ich eine Frau bin?
13:26Wahrscheinlich hat er ein etwas antiquiertes Rollenbild.
13:29Ach so.
13:31Soll ich mit ihm reden?
13:32Nein, du hast genug zu tun.
13:33Ich schaffe das schon.
13:34Gut.
13:36Und wenn er sich weiter verweigert, schick Martin zu ihm.
13:41Was?
13:41Ich schaffe das schon.
14:24Wir sehen uns morgen frĂŒh.
14:26Ja.
14:29Hallo.
14:29Hallo.
14:30Das ist mein Mann.
14:31Ja, dir ist soweit alles besprochen.
14:33Kommen Sie rein.
14:34Danke.
14:36Hey, mein Herz.
14:38Wie geht's dir?
14:42Was machst du denn fĂŒr Sachen?
14:44Ich bin so froh, dass du da bist.
14:48Weißt du schon, wann du operiert wirst?
14:49Morgen.
14:51Okay.
14:52Ich hab deine Sachen mitgebracht.
14:54Ich wusste nicht, welchen grauen Cardigan du meintest.
14:56Du hast drei.
14:57Ich hab dir alle drei mitgebracht.
14:59Ich nehm alle drei.
15:00Sonst hab ich, glaub ich, alles gefunden.
15:02Shrugs, Legions, Kosmetik.
15:05Kannst du mich bitte in den Arm nehmen?
15:14Das wird alles gut.
15:15Das wird alles gut.
15:22Was ist los?
15:24Sehen Sie das nicht?
15:26Wie ist deine Temperatur?
15:2838,5.
15:29Ihr Zustand verschlechtert sich.
15:31Was Sie nicht sagen.
15:32Ich muss jetzt dringend einen Ultraschall bei Ihnen machen.
15:34Dann kann das nicht jemand anders machen.
15:36Jetzt reicht's mir aber.
15:38Herr Brunke, es kann ja sein, dass Sie ein Problem mit mir haben.
15:40Aber das wird mich nicht davon abhalten, Ihnen jetzt zu helfen.
15:43Und dazu bin ich durchaus in der Lage, als Ärztin und als Frau.
15:45Ja, daran zweifle ich ja auch ĂŒberhaupt nicht.
15:48Schön, das von Ihnen zu hören.
15:49Kommen Sie jetzt bitte mit zur Untersuchung.
15:56Ach, Dr. Stein.
15:59Sagen Sie, Katja erwÀhnte da vorhin Hormone, die sie nimmt.
16:02Worum geht es dann?
16:05Hat Frau Rabe schon mal mit Ihnen darĂŒber gesprochen?
16:07Nein.
16:08Dann darf ich Ihnen dazu leider nichts sagen.
16:12Er ist jetzt bei ihr, oder?
16:17Ich bin seit etwas ĂŒber einem Jahr in Ihrer Firma.
16:19Sie hat sie ganz alleine hochgezogen.
16:21Immer neue Kunden akquiriert.
16:23Jeden Strukturwandel ĂŒberstanden.
16:24Diese Frau ist der Hammer.
16:26Haben Sie einen Mann gesehen?
16:28Poet.
16:30Schreibt GedichtbÀnde.
16:34Verstehe ich nicht.
16:40Ja, der Appendix zeigt deutliche EntzĂŒndungszeichen.
16:44Also, raus damit.
16:47Wir sollten nicht lÀnger damit warten.
16:51Ich schlage vor, dass wir endoskopisch operieren.
16:55Das bedeutet, wir gehen ĂŒber drei kleine Schnitte in den Bauchraum.
16:58Ja, ich weiß, wie sowas lĂ€uft.
16:59Prima.
17:01Aber trotzdem bin ich dazu verpflichtet, Sie ĂŒber die Operation zu informieren.
17:06Werden Sie mich operieren?
17:09Damit haben Sie ein Problem, Herr Brunke, habe ich recht.
17:15Es liegt nicht an Ihnen.
17:17Sondern?
17:18Also schon an Ihnen.
17:19Sie erinnern mich an jemanden.
17:21An wen?
17:23Meine Frau.
17:27Ist sie...
17:28Nein.
17:30Wir haben uns getrennt.
17:32Also, ich habe mich von ihr getrennt.
17:34In 14 Tagen ist die Scheidung durch.
17:36So wie Sie auf mich reagiert haben, scheint es keine angenehme Trennung gewesen zu sein.
17:40Nach 20 Jahren Ehe wohl kaum.
17:44Was ist passiert?
17:46Kinder waren aus dem Haus.
17:49Er hat sich gelangweilt.
17:50Dann hat sie jemanden kennengelernt.
17:52Das tut mir leid.
17:54Aber ich bin nicht Ihre Frau, ich bin Ihre Ärztin.
17:56Und Sie haben einen entzĂŒndeten Blinddarm, der schleunigst raus muss.
18:00Bereiten Sie Herrn Brunke auf die Appendektomie vor?
18:03Ja.
18:04Ich rufe im OP an und rufe ihn an.
18:06Seine Sprache geht nicht auf Distanz.
18:09Sie steht mittendrin.
18:11Er greift Partei.
18:13Weist die RealitÀt in Ihre Schranken.
18:14Wow.
18:15Zwingt Sie vor, ihr zurĂŒckzuweichen.
18:17Klingt gut.
18:19Echt jetzt?
18:19Mhm.
18:21Ehrlich, diese Rezension hat mehr Pathos als eine Wagner-Opa.
18:23Du bist doch nur neidisch.
18:25Ach, bin ich das?
18:27Mhm.
18:28Ja, ja, bin ich.
18:29Warum schreibt niemand so etwas ĂŒber mich?
18:31Ich könnte so etwas ĂŒber dich schreiben.
18:35Dann gibt ja jemand keine Ruhe.
18:38Wahrscheinlich das BĂŒro.
18:40Können die nicht einmal ohne dich auskommen?
18:42Dieser ganze Stress ist daran schuld, dass du jetzt hier liegst.
18:45Bestimmt wollen sie mir nur gute Besserung wĂŒnschen.
18:47Dann gleich noch ein paar Terminanfragen, Bildabgaben, Casting-VorschlÀge.
18:51Ja, ich mach aus.
18:53Ich dachte schon, ich hÀtte heute einen von den Typen hier vom Krankenhaus gesehen.
18:57Boah.
18:59Ich hab Hunger.
19:00Du nicht?
19:01Ich werde morgen operiert.
19:02Ich muss nĂŒchtern bleiben.
19:03Klar.
19:04Aber warum gehst du nicht runter in die Cafeteria und holst dir was?
19:07Mach ich.
19:09Soll ich dir was mitbringen?
19:11Witzig.
19:12Ich weiß.
19:14Bis gleich.
19:15Bis gleich.
19:29Also lag es nur daran, dass du ihn an seine Ex-Frau erinnerst?
19:33Der er offenbar die Schuld an der Trennung gibt.
19:37Was?
19:38Na, du hast gesagt, sie hat jemanden kennengelernt.
19:40Ja, und?
19:42Das ist doch wieder mal typisch.
19:44Dass ihr MĂ€nner denkt, die Frau sei fĂŒr das Scheitern der Ehe verantwortlich.
19:47Bloß weil sie sich mit einem anderen Mann eingelassen hat.
19:49Ja, das ist doch so.
19:51Du, es gehören immer noch zwei zum Scheitern einer Ehe, ja?
19:57Außerdem gibt es auch Beziehungen, die so eine Krise ĂŒberstehen.
20:01Pia hat dich damals auch nicht verlassen, als sie erfahren hat, dass du sie betrogen hast.
20:06Und dass du auch nur ein Kind mit einer anderen Frau hast.
20:10Ja, das ist ja nur was ganz anderes.
20:13Vom Kartoffelsalat kann es gerne noch einen Schlag mehr sein.
20:15Gut, dann mache ich die SchĂŒssel leer.
20:18Ah, und ist da noch eine BrĂŒhwurst drin?
20:21Mit Senf?
20:22Ist das eine Frage?
20:28Hat dich doch recht.
20:30Bin gleich wieder da.
20:34Sie arbeiten doch fĂŒr meine Frau, oder?
20:36Ja, stimmt.
20:38Bergt, Timo Berg.
20:39Wir haben uns auf der Weihnachtsfeier...
20:40Haben Sie hier gerade die Nachrichten geschickt?
20:42Was?
20:42Können Sie hier nicht mal einen Tag Ruhe gönnen?
20:44Meine Frau ist krank.
20:46Schwer krank.
20:47Sie wird morgen operiert.
20:48Ich weiß.
20:48Na also, stecken Sie jetzt bitte Ihr Handy ein.
20:51Haben Sie etwas Respekt?
20:53Sie werden jetzt alle mal ein paar Tage ohne meine Frau klarkommen mĂŒssen.
20:55Ich hab Sie heute Morgen hergebracht.
20:57Ach so, das wusste ich nicht.
20:59Woher auch?
21:00Moment.
21:01Sie war doch heute Morgen gar nicht in der Firma.
21:03Sie war mit einer Freundin zum Wellness verabredet.
21:05Nein, war sie nicht.
21:08Sie war bei mir.
21:15Ein bisschen weiter nach links.
21:18Kommt Martin heute Abend auch?
21:21Zumindest hatte er das vor.
21:23Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob wir uns nicht auf den FĂŒĂŸen rumstehen werden.
21:26Es sind nur noch zwei WĂ€nde zu streichen.
21:29Hier ist der Appendix.
21:30Ich bin auch sehr gut darin, aus der Ferne Anweisungen zu geben.
21:38Ich fĂŒrchte, wir werden die Renovierung verschieben mĂŒssen.
21:41Ein Tumor am Zykum.
21:43Der war im Ultraschall nicht zu erkennen.
21:45Das ist mir zu heikel.
21:47Instrumente raus, Licht an.
21:48Wir machen auf.
21:52Na, wie war das Essen?
21:54Wehe, es war gut.
22:03Paul, was ist passiert?
22:06Warum?
22:14Es hat nichts zu bedeuten.
22:16Wir kommen im Land der abgedroschenen Floskeln.
22:20Vermutlich hat das auch nichts mit mir zu tun.
22:21Ja, so bescheuert es auch klingt, aber es hat nichts mit dir zu tun.
22:24Jetzt schon.
22:30Liebst du den?
22:32Nein.
22:33Was dann?
22:33Ist es nur Sex?
22:36Ist ja toll, hm?
22:38So eine richtige Granate.
22:39Bitte, Paul.
22:40Was?
22:42Zu spĂ€t fĂŒr Heimlichkeiten.
22:44Und ich habe nichts mitbekommen.
22:47Ich dachte wirklich, es ist alles in Ordnung.
22:49Ist es auch?
22:50Ja, echt?
22:52Du hast eine AffĂ€re, wĂ€hrend wir versuchen, eine Familie zu grĂŒnden.
22:55Was bitte ist darin in Ordnung?
22:58Wie lange geht denn das schon?
22:59Ein paar Wochen, zwei, vielleicht drei Monate.
23:03Wenn das jetzt hier nicht passiert, dann hÀttest du weitergemacht.
23:05Deine...
23:06Oder soll das noch weitergehen?
23:07Deine ist vorbei.
23:08Das ist aber bei Ihnen noch nicht angekommen.
23:11So, hol es heute.
23:17Ganz ruhig.
23:20Ganz ruhig, komm gleich.
23:21Ganz ruhig, ruhig atmen.
23:23Ruhig atmen.
23:24Geh mich!
23:25Geh mich weg!
23:41Kann ich jetzt zu ihr?
23:42Ja, aber sie ist leicht sediert.
23:44Und ganz wichtig, sie darf sich nicht aufregen.
23:47Ihr Herz ist wie in einer kleinen Schachtel gefangen
23:49und hat kaum Platz zum Schlagen.
23:50Also bring sie es bitte nicht zum Rasen.
23:52Danke.
23:53Ja.
23:54Ja.
24:00Bitte.
24:23Ich wollte dir nicht wehtun.
24:28Lass uns jetzt nicht drĂŒber reden, ja?
24:32Das ist jetzt nicht wichtig.
24:40Krebs.
24:40Das wissen wir noch nicht.
24:41Die gute Nachricht ist, dass der Tumor lokal auf das Zykum begrenzt war.
24:45Das ist der eigentliche Blinddarm.
24:47Wir haben den Tumor entfernt und ihn ins Labor geschickt.
24:50Jetzt warten wir auf den Befund.
24:51Dr. Globisch wird Sie ĂŒber das weitere Vorgehen aufklĂ€ren.
25:00Ja, das ist eine schwierige Situation.
25:03Gibt es jemanden, den Sie informieren möchten, den wir anrufen sollen?
25:07Ihre Kinder vielleicht?
25:09Oder Ihre Frau?
25:10Nein.
25:11Ich will erst wissen, wie es weitergeht.
25:15Das erklÀre ich Ihnen jetzt.
25:17Wenn Sie irgendwelche Fragen dazu haben, unterbrechen Sie mich ruhig.
25:21Also, als nÀchstes machen wir ein CT, um etwaiger Absiedlung des Tumors, sogenannte Metastasen, zu ermöglichen.
25:30Gut, Ihre Werte sind soweit statt mir.
25:32Sie kommen jetzt in die OP-Vorbereitung, Schwester.
25:34Wie lange wird die OP dauern?
25:36Circa vier bis fĂŒnf Stunden.
25:38Wir sehen uns dann spÀter, ja?
25:52Warst du die ganze Nacht hier?
25:54Ja.
25:55Ich habe ein paar Stunden im Bereitschaftsraum geschlafen.
25:58Hanna hat meiner Freundin ĂŒbernachtet, weil bei uns zu Hause noch Renovierungskaos herrscht.
26:02Guten Morgen.
26:03Morgen.
26:04Und, bereit?
26:05Wo ist denn Dr. Weber?
26:07Sie kann ich.
26:07Ich spring fĂŒr Sie ein.
26:09Ich bereite mal unsere Patientin vor.
26:23Die Verkalkung ist weitaus fortgeschritten, als auf den Bildern zu sehen war.
26:28Schale.
26:32Ihre Vitalwerte sind stabil.
26:34Gut.
26:35Wie sieht es bei euch aus?
26:37Wir haben ungefÀhr die HÀlfte.
26:39Aber siehst du das?
26:41Was ist los?
26:43Der Herzmuskel ist schon geschÀdigt.
26:46Damit war eigentlich zu rechnen.
26:47Wie schlimm ist es?
27:00Wird sie noch immer operiert?
27:02Was wollen Sie hier?
27:04Nein.
27:05Ich will nur wissen, wie es Katja geht.
27:07Verschwinden Sie.
27:09Nein.
27:11Hauen Sie endlich ab.
27:13Und wagen Sie sich nie wieder in die NĂ€he meiner Frau.
27:15Katja ist nicht ihr Eigentum.
27:17Es ist Katjas Entscheidung, mit wem sie zusammen sein will.
27:20Hast du ĂŒberhaupt keine Ahnung?
27:22Ich habe genauso ein Recht, hier zu sein wie Sie.
27:24Katja und ich sind seit ĂŒber 15 Jahren ein Paar.
27:29Seit zwölf Jahren sind wir verheiratet.
27:31Hast du auch nur ansatzweise eine Vorstellung davon, was das bedeutet?
27:34Weißt du, was man da zusammen durchmacht?
27:37So eine Beziehung, das ist Arbeit. Tag fĂŒr Tag.
27:40Man streitet sich.
27:42Man rauft sich zusammen.
27:45Man trauert, lacht gemeinsam.
27:47Man unterstĂŒtzt sich.
27:48Man lernt sich kennen.
27:49Jeden Tag mehr.
27:50Jeden Tag wird der andere mehr ein Teil von dir und du ein Teil von ihm.
27:54Und jetzt kommst du daher und meinst,
27:56nur weil du meiner Frau zwei, drei Monate vögeln durftest,
27:59hast du ein Recht darauf, an unserem Leben teilzunehmen?
28:07Ich will nur wissen, wie es ihr geht.
28:17Ich will nur wissen, wie es ihr geht.
28:18Du hast dich wirklich in sie verliebt, hm?
28:23Klar hast du das.
28:24Er hÀtte das nicht.
28:30Die Ärzte sagen, die OP könnte fĂŒnf Stunden dauern.
28:33Sie sitzt seit ĂŒber vier Stunden da drin.
28:39Danke.
28:47Nee.
28:48Nee.
28:49Du setzt dich schön da hinten hin.
29:06Also eine beginnende Atrophie.
29:09Niehergrad eins bis zwei.
29:11Damit ist Ihre Prognose nicht so schlecht.
29:13Allerdings bedeutet es regelmĂ€ĂŸige Medikamenteneinnahme
29:16und engmarschige Kontrollen.
29:18Es hÀtte schlimmer sein können.
29:22So, das war's.
29:23Ich mach zu.
29:33Und?
29:34Die OP ist soweit gut verlaufen.
29:36Wir verlegen Ihre Frau wieder auf die Intensivstation.
29:38Wir werden sie aber noch ein paar Tage zur Überwachung hier behalten.
29:42Ihr Herz muss sich an die neue Situation gewöhnen.
29:44Ja, sicher.
29:45Aber sie wird wieder ganz gesund.
29:47Wir haben wÀhrend des Eingriffs festgestellt,
29:49dass auch Ihr Herzmuskel angegriffen ist.
29:52Was heißt das?
29:54Das Herz ist nur noch eingeschrÀnkt leistungsfÀhig.
29:56Sie muss sich schonen und ist nicht mehr voll belastbar.
29:58Wir werden Sie aber medikamentös unterstĂŒtzen.
30:00Ihre Frau sagte, Sie versuchen ein Kind zu bekommen.
30:04Davon wÀre in nÀchster Zeit abzuraten.
30:06Ich denke, das hat sich ohnehin erledigt.
30:09Wollen Sie zu ihr?
30:10Ja, klar.
30:12Schwester, nennen Sie ihn bitte auf die IT-Bist.
30:15Danke.
30:19Danke, dass Sie ihr geholfen haben.
30:22Danke.
30:34Danke.
31:00Danke.
31:30Danke.
32:00Danke.
32:24Wie geht es Ihnen, Herr Brunke?
32:28Keine Schmerzen, wenn Sie das meinen.
32:30Gut.
32:31Wir haben jetzt alle Befunde.
32:34Der Tumor war bösartig.
32:36Aber noch in einem sehr frĂŒhen Stadium.
32:39Die ResektionsrÀnder waren tumorfrei.
32:41Das heißt, wir konnten ihn vollstĂ€ndig entfernen.
32:44Und auch im CT gab es keine Anzeichen
32:46von befallenen Lymphknoten oder Metastasen.
32:50Also habe ich keinen Krebs mehr.
32:52So sieht es zumindest aus.
32:55Danke, Dr. Globisch.
32:58Ich bin froh, dass Sie mich behandeln.
33:03Ich hĂ€tte Sie nicht verlassen dĂŒrfen.
33:10Es war so eine kurze AffÀre.
33:14Ich war einfach zu stolz.
33:17Es tat ihr so leid.
33:19Sie hat mich angefleht.
33:21Und ich konnte nicht.
33:22Ich konnte es einfach nicht, die Vorstellung.
33:26Ich habe hingeschmissen.
33:2720 Jahre. Einfach so.
33:33Sie lieben Sie noch.
33:36Und Ihre Frau?
33:38Ich weiß nicht.
33:41Finden Sie es heraus?
33:44Fragen Sie sie.
33:47Geben Sie sich und ihr noch eine Chance.
33:58Wie geht es dir?
34:03Keine Ahnung.
34:05Leer, verwirrt.
34:07Das tut mir leid.
34:11Habe ich was ĂŒbersehen?
34:15Ich dachte, ich kenne dich.
34:19Vor allem sehe ich dich in einem völlig anderen Licht.
34:23Und alles, was bisher war, muss in diesem Licht neu betrachtet werden.
34:27Und darum habe ich dir nichts gesagt.
34:28FĂŒr mich hat sich nichts geĂ€ndert.
34:30Ich bin immer noch ich, Paul.
34:35Ich habe uns nie, auch nicht einen Moment lang in Frage gestellt.
34:40Was ist es dann?
34:43Warum?
34:46Warum er?
34:48Worum geht es?
34:50Verliebt sein.
34:52Kribbeln im Bauch.
34:53Was Neues, was Anderes.
34:55Das hat mein Herz schneller schlagen lassen.
34:59Es war aufregend.
35:01Vielleicht war das auch nur meine Krankheit.
35:08Ich bereue nicht, dass ich diese AffÀre gehabt habe.
35:10Ich bereue, dass ich dich damit verletzt habe und dass du uns jetzt in Frage stellst.
35:15Ja, das tue ich.
35:17Ich weiß.
35:18Du kannst es anscheinend sÀuberlich trennen.
35:22Dein Leben und unser Leben.
35:25Ich kann das nicht.
35:28Und ich will das auch nicht.
35:31Ich will das auch nicht.
36:06Sie ist aufgewertet.
36:09Du kannst jetzt zu ihr, wenn du willst.
36:12Bist du sicher?
36:14Sie hat sich immer Kinder gewĂŒnscht.
36:17Vielleicht habt ihr beide ja mehr GlĂŒck als vier.
36:19Was soll das heißen?
36:21Willst du dich von ihr trennen?
36:23Ja.
36:26Du kannst jetzt mit ihr...
36:30Spinnst du?
36:32Hey!
36:33Hey!
36:36Du hast es vorhin selbst gesagt.
36:38Ich werde mit ihr nie das haben, was ihr beide habt.
36:41Ich werde fĂŒr sie nie das sein, was du fĂŒr sie bist.
36:45Was bin ich fĂŒr sie?
36:48Der nette Kerl, der den Haushalt fĂŒhrt und abends Gedichte vorliest?
36:51Nein!
36:52Du bist der Mann, mit dem sie ihr Leben teilt.
36:56Auch wenn ich mir zwischenzeitlich etwas anderes gewĂŒnscht hatte.
36:58Ja?
37:00Ich glaube, ich war fĂŒr sie nie mehr als...
37:04Unterhaltung.
37:05Wie ein Buch oder ein Film, den man sich ansieht.
37:09Eine Zeit lang spannend, aber dann ist es auch wieder gut.
37:13Und man ist froh, wenn das echte Leben weitergeht.
37:16Du hast eine tolle Frau an deiner Seite.
37:20Und sie braucht dich jetzt.
37:47Und sie braucht dich jetzt.
37:58Tabea?
38:06Tabea?
38:06Das hört sich schon mal sehr gut an.
38:09Und wie fĂŒhlen Sie sich jetzt?
38:12Kennen Sie den Froschkönig?
38:14Das MĂ€rchen?
38:15Mhm.
38:15Da gibt es diesen Diener des verwunschenen Prinzen.
38:18Der eiserne Heinrich.
38:20Heinrich, der Wagen bricht.
38:22Nein, Herr, der Wagen nicht.
38:23Es ist ein Band von meinem Herzen, das da lag in großen Schmerzen.
38:29Und so fĂŒhlt sich das irgendwie an.
38:31So seltsam befreit, aber auch schutzlos.
38:35Klingt fĂŒr mich nach einer sehr passenden Beschreibung Ihres Zustandes.
38:39Ja.
38:49Ich seh dann spÀter nochmal ein.
38:52Mhm.
38:52Danke.
39:01Hey.
39:01Hey.
39:02Hey.
39:06Ich hab versucht, wĂŒtend zu sein.
39:10Aber das fĂŒhlt sich lĂ€cherlich und selbstgefĂ€llig an.
39:15Jetzt bin ich vor allem verunsichert.
39:22Ich weiß nicht, was ich fĂŒhle.
39:28Aber ich weiß, dass ich dich liebe.
39:32Und dass ich mein Leben mit dir mag.
39:35Die Freiheiten, die du mir gibst.
39:37Der zu sein, der ich sein will.
39:40Weil ich dich liebe.
39:43Ich wĂŒrde dir diese Freiheiten auch gerne geben.
39:47Aber ich weiß nicht, ob ich das kann.
39:49Das musst du auch nicht.
39:49Du musst nicht mehr oder irgendetwas anders machen.
39:56Ich bin diejenige, die sich etwas verlaufen hat.
40:04Und jetzt möchte ich einfach nur noch nach Hause.
40:09Darf ich?
40:22Ja.
40:40Die Lofoten?
40:42Mhm.
40:44Jetzt, da du in die nĂ€chste Zeit kĂŒrzer treten musst.
40:46Willst du mit mir auf die Lofoten?
40:49Es ist der ideale Ort, um zu schreiben.
40:52Klippige Felsen in rauer See.
40:54Toller Titel.
40:56Das ist eine Ortsbeschreibung.
40:59Also, was sagst du?
41:02Ja, gut, dann die Lofoten.
41:03Aber du musst mir jeden Tag Gedichte vorlesen.
41:06Setz mich nicht unter Druck.
41:07Ich meinte ja auch nicht deine Gedichte.
41:18Von ihm.
41:23Er hat gekĂŒndigt.
41:24Ich erinnere dich.
41:30Ja, gut.
41:51Na, du musst.
42:00Rettung naht. Feierabend, Regale ist da.
42:04Na, hier ist ja einiges zu tun.
42:07Sehr witzig.
42:09Und was bei keiner Renovierung fehlen darf, GetrÀnke, Radio.
42:13Oh, Jungs, ich wollte heute noch fertig werden.
42:16Ja, dann lass uns anfangen, bevor er umgezogen ist, sonst steht er wieder nur im Weg.
42:19Du hast doch nicht mal Arbeitskleidung mitgenommen.
42:21Entschuldige, ja, das sind die Àltesten Klamotten bei mir im Schrank.
42:25Die eitlen Junggesellen wieder.
42:27Ja, was kann ich denn dafĂŒr, dass alles an mir gut aussieht?
42:30Hier, es gibt noch was zu feiern.
42:32Was denn?
42:33Das Washington Journal of Medicine wird meinen Artikel veröffentlichen.
42:37Über Pankreasresektion.
42:39Was siehst du? Gratuliere.
42:41Wir mĂŒssen aufpassen, sonst zieht Katrin noch an uns vorbei.
42:44WĂ€re das so schlimm?
42:45Na, fĂŒr unseren Stolz.
42:48Ja, und unsere Eitelkeit.
42:51Wenn ihr euch nicht so viel mit euch selber beschĂ€ftigen wĂŒrdet, wĂŒrdet ihr euch auch nicht so viel im Weg
42:54umstehen.
42:55Also, ich habe heute gelernt, dass wir MÀnner lernfÀhig sind.
42:59Durchaus.
43:02So, SchÀtzchen, jetzt gehen wir zur Seite und lassen uns MÀnner hier die Arbeit.
43:05Hey, bei dir hat es wohl.
43:08Hat er verdient, oder?
43:10Hat er.
43:11So, was mit ihm?
43:11Ich bin, ich bin, ich bin, ich bin, ich bin, missionÀr.
43:13Ah!
43:13Ich bin, ich bin, ich bin, ich bin.
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