Zum Player springenZum Hauptinhalt springen
  • vor 16 Minuten
Oberinspektor Derrick - Horst Tappert /
Drehbuch - Herbert Reinecker /
Regie - Theodor Grädler

Kategorie

📺
TV
Transkript
00:05Musik
00:50Ja? Nein! Ich habe gesagt nein und ich bleibe dabei! Nein, habt ihr gehört? Nein!
01:01Ich, ich will das nicht, das mache ich nicht mit. Mit Mord will ich nichts zu tun haben.
01:07Habt ihr gehört? Nichts mit Mord. Bei mir ist Schluss, absolut Schluss.
01:17Das könnt ihr nicht, weil ich ein Geständnis aufsetze. Ich bin gerade dabei.
01:45Liebe Beate, ich werde dir dieses Wand schicken, das ich gerade bespreche. Moment.
02:06Ich werde dir jetzt Dinge sagen, die du nicht kennst und die dich erschrecken werden.
02:14Vor einem halben Jahr bin ich an der Versicherung.
02:22Kusschel
02:23Kusschel
02:25Kusschel
02:35Kusschel
02:47Kusschel
02:56Grüß Gott, Stift 80er, 560er und 520er.
03:013,90 m, bitte.
03:088,90 m.
03:418,90 m.
03:577, crappyación스크 Schalz, 2,500, 560 m, bitte.
04:008,90 m.
04:19SISTER
04:40Du? Ist was passiert?
04:44Ja, ich, äh, ich...
04:47Du bist ja ganz aus Erden.
04:49Werder, ich werde dir alles erklären, aber jetzt, ich muss mal telefonieren, darf ich?
04:56Natürlich darfst du telefonieren.
05:02Willst du was trinken?
05:03Nein, ich will nichts trinken.
05:06Du kannst ja kaum sprechen.
05:08Weil ich die ganze Strecke gelaufen bin.
05:11Wo hast du denn dein Auto?
05:12Das steht bei den Posten.
05:15Hallo?
05:17Ja, ich hätte gerne meinen Sohn gesprochen.
05:21Ähm, äh, ja, äh, mein Sohn Manfred Richter.
05:26Äh, ja, ich, ich hab ja verstanden, dass Sie der Vater sind.
05:32Aber Sie müssen doch wissen, dass ich einen Lehrer nicht zum Telefon rufen kann, wenn er Unterricht hat.
05:39Äh, äh, äh, wie?
05:41Äh, äh, was meinen Sie?
05:44Es...
05:45Worum geht es? Um...
05:47Um Tod und Leben?
05:51Ja...
05:51Ja, ja, gut, gut, äh...
05:53Ich, ich hol ihn.
05:55Ja, bitte warten Sie.
06:00Tja, die Lisbeth hat den besten Aufsatz geschrieben.
06:03Das Thema hieß, wie verbrachte ich den letzten Sonntag?
06:07Sag mal, Lisbeth, hast du das alles selbst erlebt?
06:11Nee.
06:13Was?
06:14Alles Fantasie?
06:15Habe ich mir alles ausgedacht.
06:18Ja, dann kriegst du in Fantasie eine Eins.
06:21Aber Lisbeth in Rechtschreibung...
06:25Na, was meinst du?
06:27Eine Fünf.
06:28Richtig.
06:30Aber die Eins macht die Fünf natürlich ein bisschen besser.
06:34Hm?
06:37Manchmal geht Fantasie vor Rechtschreibung.
06:44Herr Richter, Telefon.
06:46Was ist denn?
06:47Ja, Ihr Vater möchte Sie sprechen.
06:49Jetzt?
06:57Der Vater sagte, es geht um Tod und Leben.
07:00Wissen Sie, was er damit meint?
07:03Nein.
07:15Hallo?
07:17Ja, ich bin's.
07:19Was ist denn los?
07:21Manfred, du musst mir helfen.
07:22Ich bin in ganz großen Schwierigkeiten.
07:24Wo bist du denn?
07:26Und sag, was los ist.
07:28In einem Oberschleißheim, einem Lokal.
07:31Ich sage dir, wie es heißt und wie du dahin kommst.
07:34Ja, ich habe verstanden.
07:36Aber ich kann jetzt noch nicht weg.
07:38Ich habe noch Stunde.
07:39Ja, du musst sofort kommen.
07:41Sofort.
07:42Bitte, Manfred, verliere keine Sekunde.
07:44Willst du mir nicht sagen, was los ist?
07:46Ja, das kann ich nicht.
07:48Aber es ist möglich, dass ich mich umringe.
07:52Bitte.
07:52Komm.
07:53Bitte komm sofort.
07:56Ich muss dringend weg.
07:57Bitte, Frau Deme, sorgen Sie dafür, dass meine Klasse, dass sie ruhig bleibt.
08:02Ja, aber selbstverständlich.
08:03Schicken Sie die Kinder in den Hof.
08:05Sie sollen keinen Lärm machen.
08:06Ja, ja.
08:07Und sagen Sie dem Direktor, ich hätte ganz unerwartet eine dringende Familie dann gelegen.
08:22Du hast deinen Sohn.
08:25Ja, ich...
08:26Du hast ihm gesagt, du bist in Lebensgefahr.
08:30Ja, entschuldige, ich müsste dir jetzt eigentlich etwas erklären, aber...
08:45Kann ich hoffen, deine Wohnung.
08:57Willst du mir nicht sagen, was los ist?
08:59Wer immer...
08:59Vor wem versteckst du dich denn?
09:00Wer immer nach mir fragt, du hast mich nicht gesehen, du weißt nicht, wo ich bin.
09:04Wer da?
09:05Die wollen mich umbringen.
09:06Wer denn?
09:12Willst du mir denn nicht endlich sagen, wer mich umbringen will?
09:14Geh runter, dass du da bist, dass sie nicht misstrauisch werden.
09:17Wer denn?
09:18Geh jetzt runter, ich sag dir's später.
09:30Geh jetzt runter, ich sag dir...
09:46Zahlen, bitte.
09:56Ach, mal gestimmt schon, danke.
10:07Wiedersehen.
10:08Wiedersehen.
10:09Wiedersehen.
10:10Wiedersehen.
10:19Hallo, schönen guten Tag.
10:21Guten Tag.
10:24Haben Sie auch Nebenräume?
10:27Warum fragen Sie?
10:28Wir sind eine Gruppe von Leuten, die ab und zu Feste feiern.
10:33Wir suchen dafür ein Lokal, das nicht zu klein und nicht zu groß ist.
10:38Das konnte das Richtige sein.
10:40Daher die Frage nach den Nebenräumen.
10:42Ja, wir haben einen Nebenraum.
10:44Kann ich den mal sehen?
10:45Bitte.
10:48Bitte.
11:11Sehr gut.
11:13Sehr gut.
11:14Kann man mal die Toiletten sehen?
11:17Das ist, das ist, also ein Kohlrenzen.
11:37Ich bin kein Kohlrenzen.
11:41Aber jetzt ist es nicht zuitious.
11:42Ich bin kein Kohlrenzen.
11:43Ich bin kein Kohlrenzen.
11:45Ich bin kein Kohlrenzen.
11:45Ich bin kein Kohlrenzen.
11:58Unsere Leute sind ein wenig verwöhnt
12:01Verstehen Sie mich richtig
12:02Das Vokal, das wir suchen, muss nicht elegant sein
12:07Aber sauber
12:12Sauberkeit ist unser höchstes Gebot
12:16Darf ich jetzt die Küche sehen?
12:24Darf ich jetzt die Küche sehen, um den guten Eindruck zu vervollständigen?
12:29Bitte
12:45Zufrieden?
12:46Ja
12:47Wir werden uns zur gegebenen Zeit melden
12:54Wem gehört das Lokal?
12:56Einer Brauerei
12:57Ich hab's gepachtet
12:58Sie?
12:58Ja, ich
12:59Aber Sie führen das Lokal doch nicht alleine
13:01Ich hab noch zwei Kellner
13:03Aber die kommen erst später
13:04Vor sechs Uhr ist ja hier nicht viel los
13:06Vielleicht, ich schau heute Abend noch einmal allein
13:12Auf Wiedersehen
13:16Sie haben ja eine ganz kalte Hand
13:19Wieso?
13:21Ich leide drunter
13:21Unter kalten Händen
13:23Und kalten Füßen
13:25Sie haben sicher auch einen kühlen Kopf
13:28Wie?
13:55Da hat einer das ganze Lokal durchsucht
13:56Kennst du den Mann?
13:58Ja, wie sah er aus?
13:59Fast elegant
14:00Er trug einen gelben Schlips
14:01Gelben Schlips?
14:02Ja, da waren noch zwei andere Männer
14:04Die kehrten den Rücken zu
14:05Was wollten die?
14:06Sind sie weg?
14:07Ja
14:08Aber der Wagen ist noch nicht abgefahren
14:18Bertha
14:18Ich geh über den Hof raus
14:20Wenn mein Sohn kommt, sag ihm
14:22Ich bin im Schloss
14:23Im Park
14:26Ich werde ihn schon sehen
14:29Willst du mir denn nicht endlich sagen
14:30Was die Leute von dir wollen?
14:31Ich habe es dir doch gesagt
14:42Ich danke dir, Bert
14:44Ich danke dir
15:12Ich danke dir
15:36Herr Richter?
15:36Ja, ich suche meinen Vater
15:37Er hat mich angerufen
15:40Kommen Sie bitte
15:48Ihr Vater lässt ihm ausrichten
15:50Sie sollen rüber gehen zum Schloss
15:52Zum Park
15:53Er wartet dort auf Sie
15:54Was macht er denn dort?
15:55Was weiß ich?
15:56Mir hat er es nicht gesagt
15:59Ich weiß nur eins
16:00Er glaubt, dass er in Lebensgefahr ist
16:01Aber warum denn?
16:03Ist doch absurd
16:05Vielleicht hat er recht
16:06Ich habe es nicht gesagt
16:21Ich mache es nicht gesagt
17:02Manfred!
17:03Manfred!
17:07Vater!
17:10Was ist denn los?
17:11Warte, Junge. Ich komme. Bleib, wo du bist.
17:15Wo hast du deinen Wagen?
17:17Am Parkplatz vor dem Schloss.
17:19Fahr mich sofort nach Hause.
17:21Bleib doch stehen, dass ich dich finde.
17:24Ich komme über die Brücke.
17:49Ich komme um mich runter.
17:51Ja, ich komme.
17:51Ich komme.
17:55Junge.
18:00Ich komme.
18:03Ich bin an Libertrag.
18:03Jetzt können Sie eine Zwischenbring machen.
18:17Vater!
18:20Vater!
18:21Vater!
18:22Was ist?
18:23Vater!
18:24Oh Gott!
18:25Warum denn?
18:27Vater!
18:28Ist dir was passiert?
18:30Ich hab Schüsse gehört.
18:31Ja, er ist verletzlich, getroffen worden.
18:35Er atmet nicht mehr.
18:36Platz!
18:38Darf ich mal?
18:45Wer ist denn der Mann?
18:48Mein Vater.
18:53Ich glaube, Ihr Vater ist tot.
18:57Haben Sie ihn erschossen?
19:00Sind Sie wahnsinnig!
19:02Aber ich habe doch Schüsse gehört.
19:04Und das sind Schussverletzungen.
19:07Ich weiß nicht, wer geschossen hat.
19:09Ich hab keine Ahnung.
19:12Ich muss einen Arzt holen.
19:14Ja.
19:15Ja, tun Sie das.
19:16Einen Arzt und Polizei!
19:18Ich bleibe so lange hier!
19:21Ich bleibe so lange hier!
19:47Ich bleibe so lange hier!
20:13Ja, ja, ich verstehe.
20:14Er hat Sie angerufen und ...
20:17Ja, in der Schule, in der ich unterteile war.
20:18Ich habe noch nie.
20:19Ich habe noch einen Berichte.
20:19Er war sehr aufgeregt.
20:21Er sagte, hilf mir, hilf mir bitte.
20:24Komm nach Oberschleißheim.
20:27Er sagte mir ein Lokal, wo er auf mich warten wollte.
20:31Er sagte, ich bin in großen Schwierigkeiten.
20:33Sie wollen mich umbringen.
20:34Wer?
20:35Wer wollte ihn umbringen?
20:36Ich weiß es nicht.
20:36Er hat es nicht gesagt.
20:37Ja, und weiter.
20:39Ich fuhr gleich los und fand auch das Lokal, aber da war er nicht mehr.
20:43Eine Frau, die Bedienung, sagte, ihr Vater ist im Schloss.
20:47Er wartet dort auf sie.
20:54Wir standen uns gegenüber.
20:56Nur das Wasser war zwischen uns.
20:58Er rief mir zu.
21:00Wo steht dein Wagen?
21:02Und bleib, wo du bist.
21:04Bring dich sofort nach Hause.
21:06Und dann rannte er los.
21:10Und dann hörte ich die Schüsse.
21:19Stefan?
21:19Ja?
21:20Wie weit bist du?
21:21Ich bin gleich fertig hier.
21:22Ja, ich glaube, ich werde noch hierbleiben müssen.
21:24Vielleicht finden wir irgendwelche Geschosshülsen.
21:26Wie viele Schüsse haben Sie gehört, Herr Richter?
21:30Drei, vier, fünf hintereinander.
21:34Wo ist er getroffen worden, Herr Richter?
21:35In den Rücken.
21:36Im Laufen erschossen worden.
21:47Wollen Sie ihren Vater gefunden?
21:56Ja.
21:57Er ist tot.
22:00Tod?
22:02Man hat ihn erschossen.
22:13Kannten Sie Herrn Richter?
22:18Ja, ich habe ihn gekämmt.
22:20Gut gekämmt.
22:23Er war fast jeden Tag hier.
22:25Er hat ja hier zu Mittag gegessen.
22:28Er hat bei Ihnen zu Mittag gegessen?
22:31Aber warum denn?
22:33Was macht er überhaupt in Oberschleißheim?
22:37Aber er wohnt doch hier.
22:38Er wohnt hier.
22:40Mein Vater wohnt in Sendling mit seiner Familie.
22:42Ich auch.
22:44Ich wohne noch bei meinen Eltern.
22:46Familie?
22:48Was heißt Familie?
22:51Familie heißt Frau und Kinder.
22:55Ich habe leider keine.
22:56Frau und Kinder?
22:59Davon hat er mir niemals erzählt.
23:00Er sagt immer, er lebe allein.
23:03Ein Oberschleißer.
23:03Ich weiß, dass er hier wohnt.
23:05Ich weiß auch, wo er wohnt.
23:06Ich habe ihn ja da besucht.
23:08Ich verstehe das alles nicht.
23:12Vielleicht reden wir nicht vom selben Menschen.
23:14Nein, das sieht ja fast so aus.
23:18Was ist heute hier vorgefallen?
23:22Martin kam gegen Mittag rein.
23:25Martin?
23:27Ja.
23:28Ihr Vater.
23:29Ja, und weiter?
23:31Er kam rein.
23:33Er war sehr aufgeregt und sagte, er müsse telefonieren.
23:35Dringend.
23:37Ich war dabei, als er mit Ihnen sprach.
23:39Ich fragte ihn natürlich, was ist denn los?
23:41Dich will man umbringen?
23:43Da fuhr ein schwarzer Wagen vor, aus dem zunächst niemand ausstieg.
23:47Martin versteckt sich in meiner Wohnung im ersten Stock.
23:50Er sagte, geh wieder hinunter.
23:52Wenn dich jemand fragt, du hast mich nicht gesehen.
23:55Du weißt nicht, wo ich bin.
23:57Er gab gar keine Erklärung dafür.
23:59Nein.
24:00Ja, zum Beispiel der schwarze Wagen, wer da drin saß.
24:02Er sagte es nicht.
24:04Mhm.
24:05Sie gingen also wieder hinunter?
24:07Ja.
24:09Es kam ein Mann herein, der sehr elegant gekleidet war.
24:14Er fragte, ob er sich umsehen könne.
24:15Ein Vorwand?
24:16Ja, um das Lokal durchsuchen zu können.
24:18Was hat er getan?
24:19Ja, er ließ sich auch die Küche zeigen und die Toilette.
24:22Ja, aber den Namen Richter hat er nicht erwähnt.
24:26Nein.
24:28Aber für mich gibt es gar keinen Zweifel, dass Sie ihn gesucht haben.
24:30Das heißt, Sie?
24:31Waren da mehrere?
24:32Ja, es waren noch zwei andere Männer reingekommen.
24:34Die standen dort drüben an den Spielautomaten,
24:36spielten aber nicht, sondern kehrten mir den Rücken zu.
24:38Und wen von diesen Männern können Sie beschreiben?
24:41Nur den Mann, der mit mir sprach.
24:44Wie gesagt, er war sehr elegant und trug einen gelben Schlips
24:47und sprach mit einem südländischen Erzint.
24:49Einen gelben Schlips?
24:52Ich habe Ihnen doch erzählt von einem Mann,
24:55einem Spaziergänger mit einem Hund.
24:58Der Mann trug einen gelben Schlips.
25:00Können Sie den Mann bescheiden?
25:03Nein.
25:05Ich war viel zu aufgeregt.
25:08Was war das für ein Hund?
25:12Ein Schäferhund.
25:17Stefan, eine Hülle haben wir gefunden.
25:20NATO-Kaliber sieht so aus, als ist er mit einem Stummgewehrschutz.
25:23Gut, Herr Wichter, danke.
25:27Na, was jetzt? Kommen Sie mit?
25:29Wohin?
25:29Sie haben doch gesagt, der Wichter habe hier eine Wohnung gehabt.
25:33Ja, einen Augenblick.
25:35Wolfgang!
25:44Ach, Sie haben einen Schlüssel zu der Wohnung?
25:46Ja, er hat ihn mir gegeben.
25:47Gut, naja, einfacher geht es ja gar nicht.
25:50So, bitte.
26:18So, bitte.
26:27Ich verstehe das alles nicht.
26:29Das muss eine Verwechslung sein.
26:38Nein, nein.
26:40Das ist nicht der Geschmack meines Vaters.
26:41Ganz bestimmt nicht.
26:44Wo ist seine Handschrift?
26:46Ich kenne doch seine Schrift.
26:54Das ist ein Bademantel.
26:56Meine Mutter hat ihn danach gefragt.
26:57Er sagt, er habe ihn in einem Hotel hängen lassen.
27:00Was war Ihr Vater eigentlich vom Beruf?
27:02Er arbeitet für eine Versicherung im Außendienst.
27:05Wie sah es aus mit seiner Arbeitszeit?
27:08Montag und Dienstag war er im Büro.
27:12Mittwoch bis Wochenende meistens unterwegs.
27:14Sonntags war er immer zu Hause.
27:16Stimmt.
27:18Sonntags habe ich ihn nie gesehen.
27:19Aber an den anderen Tagen?
27:21Immer?
27:23Auch am Montag und am Dienstag.
27:31Mein Vater auf einem Segelboot.
27:34Aber er ist doch kein Segler.
27:35Nie gewesen.
27:36Das ist doch sein Boot.
27:38Dieses Boot?
27:39Sein Boot?
27:40Ja, das liegt am Steinberger See.
27:42Er hat mich dorthin mal mitgenommen.
27:43Sein Boot?
27:44Er sagte, dass es seins ist.
27:46Aber er konnte doch gar nicht mit deinem Boot umgehen.
27:49Doch, das konnte er sehr gut.
27:51Und woher soll er das Geld haben für so ein Boot?
27:54Er hat immer Geld gehabt.
27:56Viel Geld.
27:57Ich bin's verstanden.
28:41Ja?
28:45Ja gut, wir leiten die Fahndung ein.
28:48Ja, die Nummer des Wagens?
28:51Ja, welche Marke?
28:53Ungefähr das Baujahr.
28:56Das ist reichlich wenig.
28:58Auf dich geschossen worden?
29:02Na Gott, sehr Dank. Also wir kommen sofort.
29:05Wahnsinn.
29:08Einfach Wahnsinn.
29:09Ich verstehe das alles nicht.
29:11Kommen Sie, Herr Richter, wir fahren.
29:20Kommt rein.
29:22Na, alles heil?
29:23Ja, ja, alles heil.
29:24Wir müssen die Wohnung durchsuchen.
29:26Wir brauchen alles, was an Schriftlichem da ist.
29:28Namen, Adressen, Telefone und so weiter.
29:30Na, du weißt schon, ja, komm.
29:35Guten Tag.
29:44Was für eine Beziehung haben Sie eigentlich zu meinem Vater?
29:47Was wollen Sie wissen?
29:49Ob ich mit ihm geschlafen habe?
29:51Ja, habe ich.
29:54Ich mochte Ihren Vater.
29:57Er war nicht der Mann, von dem ich träumte, aber er hatte etwas an sich, was mir gefiel.
30:04Jetzt überlege ich natürlich, was das wohl war.
30:07Kommen Sie, Herr Richter, wir fahren jetzt zu Ihrer Mutter und bleiben Sie bitte im Lokal, ne?
30:11Warten Sie auf mich, ich melde mich heute noch, ne?
30:14Kommen Sie.
30:22Du kommst jetzt erst nach Hause.
30:24Die Schule ist doch längst aus.
30:26Mama, ich komme nicht aus der Schule.
30:28Das ist Herr Derrick.
30:29Grüß Gott, Frau Richter.
30:33Es geht um Vater.
30:34Wegen der Papiere, die sind gerade abgeholt worden für eine Minute.
30:37Von was für Papieren sprechen Sie?
30:39Von Geschäftspapieren, die Vater dringend benötigte.
30:42Der Mann, den er geschickt hatte, kannte sich genau aus.
30:44Mama.
30:47Vater ist tot.
31:03Ja, bitte?
31:05Martin?
31:06Ja, der ist im Moment nicht zu sprechen. Kann ich was ausrichten?
31:09Ausrichten?
31:10Wir haben uns verabredet.
31:12Ich warte seit einer halben Stunde auf ihn.
31:15Wie ist denn Ihr Name und von wo rufen Sie an?
31:18Die ist Kuhn.
31:19Ich bin im Yachtclub.
31:21In welchem Yachtclub? Wo ist der?
31:23Wer sind Sie denn?
31:25Wer spricht denn da eigentlich?
31:28Inspektor Klein von der Kriminalpolizei.
31:30Sagen Sie mir, wo? Ich komme sofort.
31:33Frau Richter, ich habe ein paar Fragen.
31:35Der Mann kam also herein.
31:38Was sagt er?
31:40Dass mein Mann ihn geschickt hat.
31:43Er braucht dringend ein paar Unterlagen.
31:46Sie befinden sich im Schreibtisch.
31:48Du hast ihn hereingelassen?
31:50Ja, ich hatte keine Bedenken.
31:51Er war sehr höflich, sehr liebenswürdig.
31:53Und er ging dann an Vaters Schreibtisch?
31:57In meinem Beisein.
31:59Er bestand darauf.
32:01Er sagte, gnädige Frau, bleiben Sie dabei.
32:03Ich brauche nur eine Liste, eine Zusammenstellung von Unterlagen,
32:06die Ihr Mann dringend benötigt.
32:09Hat er die Liste, die Unterlagen gefunden?
32:11Ja, ziemlich schnell.
32:13Wie sah der Mann aus?
32:15Er war nicht mehr ganz jung.
32:19Aber ist an der Sache irgendwas nicht in Ordnung?
32:23Ja, Frau Richter, so wie es aussieht,
32:27hat der Mann ein Doppelleben geführt.
32:30Ein Doppelleben?
32:35Er besitzt eine Wohnung in Oberschleißheim.
32:38Eine Segeljacht am Starnberger See.
32:40Haben Sie davon gewusst?
32:45Nein.
32:59Was sagen Sie da?
33:01Martin Richter ist tot?
33:04Im Schlosspark erschossen?
33:07Was ist denn das für eine wilde Geschichte?
33:10Sagen Sie, gibt es hier ein Clubhaus oder so was?
33:12Na ja, natürlich.
33:24Ich bin ganz erschüttert.
33:29Wer hat denn ein Interesse daran, diesen Mann zu erschießen?
33:32Auf offener Straße.
33:36Sind wir denn im wilden Westen?
33:42Gibt es Zeugen?
33:43Ja.
33:44Sein Sohn hat alles miterlebt.
33:46Was sagen Sie da?
33:47Sein Sohn?
33:50Er hat doch keinen Sohn.
33:52Er hat doch sicher eine Familie, wussten Sie es nicht?
33:55Familie?
33:57Irren Sie sich dann nicht?
33:59Von einer Familie hat er nie was erzählt.
34:02Eine Freundin hat er, die in Oberschleißheim eine Kneipe besitzt.
34:06Was hat Ihnen denn der Richter erzählt, was er so macht und wer er ist?
34:10Was er macht?
34:13Nichts macht er.
34:14Er hat, äh, irgendein Geschäft hat er gehabt, das er aufgegeben hat, verkauft hat.
34:23Sein Geld hat er angelegt und, äh, hat gesagt, äh, ich verlebe es langsam.
34:30Hat er nicht erzählt, dass er für eine Versicherung arbeitet?
34:32Versicherung?
34:34Nein.
34:35Nein, nein, ich, ich habe Ihnen doch gesagt, er hat überhaupt nicht gearbeitet.
34:42Waren Sie eigentlich mit Herrn Richter befreundet?
34:44Befreundet?
34:48Ja, man kann es fast so nennen.
34:50Da kommt meine Tochter.
34:55Hallo, Charlotte.
34:56Hallo, Charlotte.
34:57Hallo.
34:58Okay, dann geht's vor.
34:59Tschüss.
35:01Hallo.
35:03Wie war's draußen?
35:05Etwas zu wenig Wind.
35:07Guten Tag.
35:08Guten Tag.
35:09Der Herr ist von der Kriminalpolizei.
35:12Ah.
35:13Stell dir vor, Richter ist tot.
35:19Was?
35:22Was?
35:23Ja, er wurde erschossen.
35:26Heute Mittag im Schlosspark in Oberschleißheim.
35:31Was ist er denn von Beruf, dieser, dieser Harkun?
35:34Er hat Möbel importiert aus Italien.
35:36Macht er das nicht mehr?
35:37Nein, er hat sich vom Geschäft zurückgezogen, er hat Richter kennengelernt im Jachthafen,
35:41ihre Boote lagen gegeneinander.
35:42Und das Doppelleben von Richter?
35:43Ja, davon hat er keine Ahnung gehabt, sagt er.
35:46War völlig überrascht.
35:48Grüß Gott.
35:49Grüß Gott.
35:49Wir möchten gerne zu Herrn Direktor Borgmann.
35:51Wir sind angemeldet.
35:53Rechts das letzte Zimmer, bitte.
35:54Danke sehr.
36:02Es geht um unseren Herrn Richter?
36:04Ja, er ist ja bei Ihnen im Außendienst tätig.
36:06Ja, Sie meinen, er war.
36:07Er ist nicht mehr bei uns.
36:09Er ist vor einem halben Jahr entlassen worden.
36:12Ja, und der Grund?
36:14Ja, wissen Sie, bei uns wird jeder Mitarbeiter bewertet.
36:18Es geht da nach Punkten.
36:21Herr Richter brachte plötzlich die gewohnte Punktzahl nicht mehr.
36:24Könnten wir seine Personalakte mal sehen?
36:27Selbstverständlich.
36:29Frau Borgmann, bringen Sie doch bitte mal die Personalakte Richter her.
36:34Danke.
36:37Jetzt bin ich aber gespannt, was an unseren Herrn Richter so interessant ist.
36:42Interessant zum Beispiel ist, dass Ihr Herr Richter ein Doppelleben führt.
36:45Ein Doppelleben? Unser Herr Richter?
36:47Ja, von seiner Familie weiß niemand, dass er seine Stellung hier verloren hat.
36:50Für seine Angehörigen ist er nach wie vor hier beschäftigt.
36:54Ja, wissen Sie, unser Herr Richter war ein etwas sehr zurückhaltender Mitarbeiter.
36:59Fast ein bisschen ängstig, möchte ich sagen.
37:01Wenn er zu Hause verschwiegen hat, dass ihm hier gekündigt worden ist.
37:04Und dann vielleicht aus diesen Gründen.
37:06Er besitzt eine Luxuswohnung in Oberschleißheim, von der seine Familie nichts weiß.
37:10Er besitzt ein teures Auto.
37:12Er besitzt eine Segeljacht.
37:14Ah.
37:15Unser Herr Richter?
37:16Grüß Gott.
37:17Grüß Gott.
37:18Danke, Frau Born.
37:20Ja, da muss ich.
37:21Ja, bitte.
37:22Danke.
37:24Sein Verdienst war durchschnittlich.
37:27Für seine Versicherungsabschlüsse bekam er Provisionen.
37:30Naja, davon konnte er ja nicht reich werden, oder?
37:32Mhm.
37:32Na, ganz bestimmt nicht.
37:33Hier sind die ganzen Versicherungsabschlüsse mit vermerkt.
37:36Mhm.
37:36Dankeschön.
37:39Also, da ist der Abschluss Lose.
37:41Der hat in Münzsammlung versichern lassen.
37:43Dann D mal antikes Tafelsilber, Rossner, Asiatika.
37:47Darf ich mal, darf ich mal sehen?
37:49Ja.
37:53Regener Antikorun.
37:56Seibold Gemälde, aber da ist ja...
37:59Irgendwas nicht in Ordnung?
38:01Da ist ja jedes Mal der Versicherungsfall eingetreten.
38:05Die Leute sind beraubt worden.
38:10Ja, sieht aus, als kommen wir der Sachen näher.
38:13Weiter.
38:14Herr Vogler.
38:15Ich habe drei Fälle bearbeitet.
38:17Hausmann, Selte und Scherk.
38:19Die Schadenssumme belief sich in jedem der drei Fälle auf über eine halbe Million Mark.
38:23Wer hat die Versicherung abgeschlossen?
38:25Unser Herr Richter.
38:26Herr Daube?
38:27Ich habe Schönhalsgruner Schneider bearbeitet.
38:30Der Schaden betrug 1,2 Millionen.
38:33Die Verträge brachte Herr Richter.
38:35Alles Einbrüche im letzten halben Jahr.
38:37Glauben Sie denn wirklich, dass es da einen Zusammenhang gibt?
38:40Das fragen Sie mich.
38:42Elf Schadensfälle im letzten halben Jahr.
38:45Alle Abschlüsse hat der Richter gemacht.
38:47Und bei der Bearbeitung dieser Schadensfälle, da stößt der Name Richter nicht auf?
38:53Harry, du, da war noch ein Einbruch gestern Nacht.
38:55Der Hausherr hat den Einbrücher überrascht und ist erschossen worden.
38:58Das waren die Kollegen vom Katzburg.
39:00Der Mann, der da erschossen wurde. Erinnerst dich an den Namen.
39:03Kulowski.
39:03Kulowski?
39:05Ja, der Versicherungsfall ist heute Morgen bei uns gemeldet worden.
39:08Der Verlust von Diamantkreuzen aus griechischem Kirchenbesitz.
39:12Und wer hat den Abschluss gemacht?
39:15Herr Richter.
39:16Und damit laufen soeben zwei Mordfälle ineinander.
39:23Ich danke Ihnen.
39:33Auf Wiederschauen.
39:35Auf Wiederschauen.
39:37Es ist kein Zweifel, Harry Richter hat seine Informationen verkauft.
39:41Der hat mitgemacht.
39:43Und dann ist da irgendetwas schiefgegangen gestern Nacht bei der Mord an Kulowski.
39:49Das ist ein Ereger.
39:51Ich denke, Sie sind in der Wiederschauen.
40:03Den Wiederschauen.
40:06Ich bin in der Wiederschauen.
40:10Und dann ist das eine Wiederschauen.
40:25Haben Sie mal einen Augenblick Zeit?
40:27Ich mach dir mal weiter her.
40:32Bitte.
40:35Sie haben nicht gewusst, dass Martin Richter Versicherungsvertreter war?
40:39Doch, doch, das hat er mir gesagt.
40:41In einem frühen Leben, wie er sich ausdrückte.
40:44Frühen Leben ist gut, das war er bis vor allem, ja.
40:47Wir glauben, dass Herr Richter Informationen aus seiner Tätigkeit bei einer Versicherungsgesellschaft
40:52an eine Bande von Einbrechern weitergegeben hat.
40:55Sagen Sie mal, sind Sie verrückt geworden?
40:58Man kann alles Mögliche über ihn sagen, aber er ist doch kein...
41:01Was haben Sie gesagt? Einbrecher?
41:05Naja, es gibt gar keinen Zweifel, dass Herr Richter Versicherungsinterne Informationen zu Geld gemacht hat.
41:11Herr Kuhn.
41:13Guten Abend.
41:14Herr Kuhn.
41:16Polizei ist bei Ihnen.
41:20Wir haben uns ja schon gesprochen.
41:22Ich kann es immer noch nicht fassen.
41:26Kuhn ist mein Name.
41:28Derrick.
41:30Darf ich mich setzen?
41:31Ja, natürlich, setzen Sie sich doch.
41:33Danke.
41:33Danke.
41:37Danke.
41:42Gibt es schon irgendwelche Erkenntnisse?
41:46Wann hält es für möglich, dass Martin Mitglied einer Einbrecherbande war?
41:51So, ohne Scherz.
41:53Entschuldigen Sie, wenn ich jetzt lache.
41:54Ich will damit niemanden kränken, aber das passt nun gar nicht zusammen.
41:59Dieser Mann, dieser absolut harmlose Mann, Mitglied einer Einbrecherbande.
42:05Ausgeschlossen.
42:07Worauf gründet sich denn eine solche Annahme?
42:11Herr Richter war lange Jahre Angestellter einer Versicherungsgesellschaft.
42:14Als Versicherungsvertreter hat er große Abschlüsse gemacht.
42:17Münzsammlungen versichert, Kunstschätze jeder Art versichert.
42:20Verstehen Sie, was ich meine?
42:21Er wusste also, wo die sich befanden.
42:24Er wusste, wie sie gesichert waren.
42:26Er kannte sich aus in allen Details.
42:27Und wir nehmen nun an, dass er alle diese Informationen gegen Beteiligung verkauft hat.
42:35Das weiß ich wirklich nicht, was ich dazu sagen soll.
42:39Wissen Sie es?
42:40Ich halte das für absoluten Unsinn.
42:43In der Meinung möchte ich mich anschließen.
42:46Wenn aber unsere Überlegung stimmt,
42:49dann sind die Bekanntschaften Rechters für uns von größtem Interesse.
42:52Sie fragen nach Leuten, die verdächtigt werden könnten.
42:57Ich verstehe das doch richtig.
42:58Das verstehen Sie richtig.
43:00Können wir ihm da helfen?
43:03Ich kann es nicht.
43:05Ja, ich fürchte dich auch nicht.
43:08Gute Nacht.
43:09Ja.
43:11Und hoffentlich bringen Sie da bald Licht in die Sache.
43:15Unsere feste Absicht.
43:25Da sind wir nicht ein bisschen schnell vorgegangen.
43:27Glaube ich nicht.
43:28Einen guten, bekannten Richter, das haben wir ja.
43:30Ihn selber.
43:31Moment.
43:37Was der Wagen von Kuhn ist?
43:48Das lässt sich ja feststellen.
44:01Ich glaube kein Wort von dem, was man Martin vorwirft.
44:05Ich auch nicht.
44:09Ich gehe jetzt.
44:11Gute Nacht.
44:12Gute Nacht.
44:15Was ist denn ein Wagen?
44:18Da kommt er.
44:28Fahren wir ihn mal nach.
44:42Er fährt in die Stadt.
44:55Fahr mal langsam vorbei.
44:57Was macht er?
45:01Studiert den Stadtplan.
45:04Er fährt wieder los, lass ihn vorbei.
45:06Drei.
45:18Drei.
45:21Drei.
45:42Ja, da wohnt Frau Richter.
45:53Er fragt sich nur, was er da macht.
45:56Entschuldigen Sie vielmals, dass ich Sie überfalle und zu so später Stunde, ich bitte um Nachsicht.
46:04Mein Name ist Kuhn, ich bin ein Freund Ihres Vaters.
46:11Kuhn?
46:13Er hat meinen Namen nie erwähnt?
46:16Nein.
46:17Nun, ich habe auch heute erst erfahren, dass Ihr Vater Familie hat.
46:26Bitte kommen Sie rein.
46:36Bitte sehr.
46:42Mutter, das ist Herr Kuhn.
46:43Guten Abend, gnädige Frau.
46:48Wie ich schon sagte, ich, ich bin ein Freund Ihres Mannes.
46:56Ich habe gehört, was heute passiert ist.
46:58Ich wollte Ihnen mein Mitgefühl ausdrücken, Ihnen sagen, wie entsetzt ich bin.
47:07Ein Freund meines Mannes, sagen Sie?
47:11Ja, ich nehme an, auch Sie werden meinen Namen nicht kennen.
47:14Nein, ich kenne ihn nicht.
47:17Ich habe von der Kriminalpolizei gehört, dass Ihr Mann, aus welchen Gründen auch immer,
47:24einen Teil seines Lebens vor seiner Familie verschwiegen hat.
47:28Ja, das ist richtig.
47:31Ich bin ein Freund Ihres Mannes, aus dem Teil seines Lebens, den Sie nicht kennen.
47:40Ich habe Ihren Mann, Ihren Vater fast jeden Tag gesehen.
47:45Wir sind zusammen gesegelt, unsere Boote...
47:48Ich nehme an, Sie wissen, dass Ihr Mann ein Segelboot besaß.
47:52Man hat es mir gesagt.
47:55Nun, unsere Boote lagen nebeneinander am Steg.
47:58Was wollen Sie von uns?
48:00Sie wollen doch nicht kondolieren.
48:03Wenn Sie mit der Polizei gesprochen haben, dann wissen Sie auch, in welchem Verdacht mein
48:06Vater steht.
48:07Ja, das weiß ich.
48:08Und deswegen bin ich hier.
48:09Es geht mir um...
48:13Um das Andenken Ihres Mannes.
48:18So, jetzt gehen wir aber rein.
48:30Guten Abend, Herr Kuhn.
48:33Guten Abend.
48:39Sie haben Familie Richter besucht, nicht?
48:41Ja.
48:43Ja, ich habe Sie aufgesucht.
48:45Nachdem ich erfahren hatte, dass Richter, mit dem ich ja gut befreundet bin, dass er Familie
48:51hat.
48:52Da hielt ich es für meine Pflicht, diese Familie aufzusuchen.
48:55Verstehe.
48:56Um zu kondolieren, Trost zu spenden.
48:58Halten Sie das für so unmöglich?
49:02Wollen Sie noch was von mir?
49:04Sie haben einen Hund im Wagen.
49:06Wem gehört der Hund?
49:07Der gehört meiner Tochter.
49:10Wieso fragen Sie danach?
49:12Gute Nacht, Herr Kuhn.
49:20Hallo, wie?
49:22Ja, hier ist der Rick.
49:23Würden Sie uns bitte hereinlassen?
49:25Moment.
49:34Tut mir leid, die späte Störung.
49:36Macht nichts.
49:37Macht nichts.
49:38Was wollte Herr Kuhn von Ihnen?
49:42Was wollte er, Frau Richter?
49:48Wollen Sie bitte genau wiederholen, was er Ihnen gesagt hat?
49:51Warum soll ich das?
49:53Ich muss Sie bitten, uns jetzt allein zu lassen.
49:56Ich bin am Ende meiner Kraft.
50:01Herr Richter, Kuhn hat Ihnen irgendetwas gesagt, das Sie und auch Ihre Mutter zumindest sehr verunsichert hat.
50:08Ich muss wissen, was er Ihnen gesagt hat.
50:12Nichts, nichts Besonderes.
50:13Hören Sie so, ich bin wirklich zu lange in meinem Beruf, um nicht zu sehen, dass Sie nicht die Wahrheit
50:16sagen.
50:16Sie können mich nicht zwingen.
50:17Nein, natürlich nicht zwingen kann ich Sie nicht, will ich auch gar nicht.
50:21Hier, haben Sie meine Telefonnummer, rufen Sie mich an.
50:24Und bitte rufen Sie mich heute Nacht noch an.
50:27Ich warte darauf, dass Sie mich anrufen.
50:29Aber ich sage Ihnen doch...
50:30Gute Nacht, Herr Richter.
50:57Tja, ich glaube, da wird nichts mehr draus.
50:59Ich würde sagen, wir gehen, oder?
51:01Ja, ich habe ihm gesagt, dass ich auf seinen Anruf warte.
51:05Das mache ich.
51:16...
51:20...
51:46Erich?
51:51Ich weiß nicht, was ich tun soll.
51:54Sagen Sie die Wahrheit. Was hat Kuhn zu Ihnen und zu Ihrer Mutter gesagt?
51:59Er sagte, dass mein Vater vor seinem Tod ein Tonband per Einschreiben aufgegeben hat, adressiert an meine Mutter, dass wir
52:10diese Sendung morgen früh erhalten würden.
52:12Nein, mein Vater würde uns darauf Mitteilungen machen, die es ermöglichen, seinen Mörder zu finden, aber zugleich...
52:22Zugleich?
52:23Zugleich würde er darin sich selber beschuldigen, zu einer Bande von Einbrechern gehört zu haben, mit schuldig zu sein an
52:32der Ermordung eines Menschen. Er nannte auch den Namen.
52:36Grulowski?
52:37Ja, woher wissen Sie?
52:41Weiter. Was verlangte Kuhn von Ihnen?
52:44Er wollte, dass wir schweigen über das, was wir erfahren. Mein Vater würde sonst seinen Ruf verlieren. Er würde...
52:57Hallo, Herr Richter?
53:00Ich bringe Ihnen morgen die Kassette.
53:06Harry, lass auf der Post die Kassette sicherstellen.
53:13Guten Tag! Gehört der Hund Ihnen?
53:17Ja, das ist mein Hund.
53:19Sie sind die Tochter von Herrn Kuhn, nicht wahr?
53:22Wir kennen uns ja schon. Guten Tag.
53:29Wer sind Sie?
53:30Mein Name ist direkt Mordkommission.
53:32Sie heißen Bussoni, nicht? Sie sind doch verheiratet mit Bruno Bussoni.
53:36Ja.
53:37Grüß Gott, äh...
53:38Herr Kuhn!
53:39Guten Tag!
53:42Sie haben zusammen mit Ihrem Mann den Möbelhandel Ihres Vaters fortgesetzt, nicht wahr? Möbel aus Italien, aber das Geschäft wartet
53:48nicht so viel ab. Ist das richtig?
53:50Nicht so viel, wie Ihr Mann erwartete. Er war anderer Einnahmen gewöhnt. Ich mach's kurz. Wir haben mit Interpol telefoniert.
53:58Ihr Mann war in Italien kein unbeschriebenes Blatt.
54:01Doch reden Sie, was Sie wollen.
54:02Ich rede jetzt gar nicht mehr. Ich spiele Ihnen einen Tonband vor.
54:07Ich werde Dir jetzt Dinge sagen, die Du nicht kennst und die Dich erschrecken werden.
54:15Vor einem halben Jahr bin ich von der Versicherung entlassen worden.
54:22Ich habe Euch nichts gesagt.
54:26Mein Leben hatte sich geändert.
54:29Stamberger See nannte ich eine junge Frau kennen.
54:32Er kam ins Gespräch und ich erzählte ihr von meinem Beruf, für den sie sich sehr interessierte, besonders ihr Mann,
54:42ein Italiener, die sich erklären, wie mein Geschäft läuft, was versichert wird, bei wem, wie hoch, welche Gegenstände, wo sie
54:50aufbewahrt und wie sie gesichert war.
54:54Dieser Italiener besaß ein paar Freunde, die durchaus wussten, was damit anzufangen war.
55:00Einbruch, Diebstahl.
55:02Geht das noch weiter?
55:04Zuerst wusste ich nichts davon.
55:06Dann gaben sie mir Geld.
55:10Ich machte mit.
55:13Ich dachte schließlich, warum nicht?
55:16Warum nicht?
55:18Ich konnte plötzlich ein Leben führen, das ich mir nie erträumt hatte.
55:24Aber gestern
55:26brachten sie bei einem Einbruch jemanden um.
55:29Ein Mann, den ich kannte.
55:31Der mal mein Kunde war.
55:34Da wusste ich,
55:36was für einen schrecklichen Fehler ich gemacht habe.
55:42Das können Sie nie beweisen.
55:44Doch, Charlotte.
55:46Bist du wahnsinnig?
55:48Nein, nein.
55:49Du hast nur eins vergessen.
55:50Er war mein Freund.
55:52Und das war kaltblütiger Mord.
55:55Der wirklich Schuldige
55:56ist dieser Mann,
55:58Bruno Busconi.
56:02Bruno!
56:04Bruno!
56:06Polizei!
56:09Zurück!
56:10Zurück!
56:15Edelweiß 747-1 kommen.
56:18Edelweiß 747-1 kommen.
56:21Das Boot, das jetzt hinausfährt.
56:23An Bord drei Männer.
56:25Verstanden.
56:29Hier spricht die Polizei.
56:32Haltet die sofort ab.
56:42An Bord drei Männer.
56:42Hier spricht die Polizei.
56:45Willkommen Sie von Postenabeln.
56:49Olden.
56:51Olden.
56:52Olden.
56:53Olden.
56:56Olden.
57:00Olden.
57:02Olden.
57:03Olden.
57:14UNTERTITELUNG
58:01UNTERTITELUNG
58:32UNTERTITELUNG
58:43Untertitelung des ZDF, 2020
Kommentare

Empfohlen