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  • vor 2 Tagen

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Kurzfilme
Transkript
00:07Musik
00:30Musik
01:05Musik
01:44Ob der Schlag mit dem Stein wirklich die Todesursache ist, das kann ich jetzt noch nicht genau sagen.
01:55Die Wunde ist nicht besonders tief.
02:09Musik
02:22Wer hat sie gefunden?
02:24Die Frau da drüben mit dem Hund. Ich kümmere mich um sie.
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09:04Wie ist der Spielmann?
09:06Mein Name ist Schumann, LKA. Mein Beileid.
09:10Hanna Spielmann, ich bin die Mutter.
09:13Wissen Sie denn schon mehr?
09:14Noch nicht. Kann ich Sie kurz sprechen?
09:19Haben Sie Ihren Freund ab und an beim Laufen begleitet?
09:21Draußen in Sarko?
09:24Können Sie das meiner Tochter nicht ersparen?
09:26Sie sehen doch, dass sie sehr mitgenommen ist.
09:28Jetzt hoffe ich, die liebevolle Mutti zu spielen.
09:30Das hat dich doch sonst auch nicht interessiert, wie es mir geht.
09:34Entschuldigung, ich wollte mich...
09:35Jetzt ist er doch vorhin mal weg. Musst du dir keines Augen mehr machen.
09:38Lisa, bitte. Ich wollte...
09:40Wollen Sie mich bitte mit Ihrer Tochter allein lassen?
09:42Natürlich.
09:50Entschuldigen Sie bitte. Ist sonst nicht unsere Art.
09:55Bis später.
10:25Gucken Sie ruhig.
10:31Spannende Musik
11:03Kaum vorzustellen, dass sich jemand sowas mal ausgedacht hat, hat sich viel verändert
11:09seithin.
11:10Ja, finden Sie?
11:13Ich glaube nicht.
11:20Kommen Sie mit, ich muss mich bewegen, ich drehe sonst durch.
11:27Über 35.000 Menschen sind seit 2000 ertrunken und 65 Millionen sind weltweit auf der Flucht.
11:33Niemand will sie aufnehmen, wir auch nicht.
11:36Ich habe einfach das Gefühl, dass es kein Mitleid mehr gibt in diesem Land.
11:41Solange es Kriege gibt, wird es auch immer Flucht und Vertreibung geben.
11:45Und Menschen, die Angst haben, wenn sie plötzlich in ihrer heilen Welt damit konfrontiert werden.
11:50Für die Leute, für die es einfach nur eine richtig geile Fotoopportunity ist.
11:54Deshalb die Ausstellung, um Menschen wachzurütteln?
11:59Ich studiere Kunst und ich finde, Kunst muss sich einmischen und Stellung beziehen.
12:05Ihr Vater hat Ihnen das Praktikum in der Unterkunft besorgt für Ihre Recherche?
12:10Ja, die Leute auf den Fotos im Atelier sind teilweise von dort.
12:16War das Walters Idee, die Flüchtlinge aus der Kirche in die Ausstellung zu integrieren?
12:22Ja, war seine Idee.
12:24Also eigentlich die ganze Ausstellung, aber vor allem auch der Titel Grenzgang.
12:32Entschuldigung, wir wollten nach seiner Zeit hier in den Sudan gehen und dort arbeiten.
12:41Es muss sehr hart für Sie sein.
12:43Alter ist tot.
12:45Es tut mir sehr leid.
13:02Der Schlag mit dem Stein war nicht die Todesursache, der hat ihn nur betäubt.
13:07Matsch und Wasser haben sich in seinen Atemwegen festgesetzt und er ist erstickt bzw. ertrunken.
13:13Was ist denn mit der Schussverletzung?
13:15Wir sind Durchschuss, mittelgroßes Kaliber.
13:18Blutwärter?
13:19Alles normal, bis auf die Reste des Antidepressivums, das du gefunden hast.
13:23Ansonsten war Walter Schmid fit wie ein 30-Jähriger.
13:28Der hat sich mit jemandem getroffen, den er kannte.
13:31Sonst hätte er ja irgendwelche Abwehrverletzungen oder es gibt Kampfspuren auf dem Boden.
13:36Nee, nee.
13:37Der stand da mit jemandem, dem er vertraut hat.
13:40Der war völlig arglos den Rückenzug gedreht hat.
13:45Die Schussverletzung.
13:46Was glaubst du denn von Mandiers?
13:50Naja, vielleicht 20, 30 Jahre alt. Ist dir das schwer zu sagen.
13:54Versuch es rauszukriegen.
13:57Welche Waffe, welches Kaliber?
13:59Versuch's!
14:06Walter Schmid wurde 1965 in Rostock geboren und 1985 bei einem Fluchtversuch in den Westen angeschossen.
14:13Danach war er bis zur Wende im Gefängnis.
14:16Ingell, wir brauchen seine Stasi-Akte.
14:19Läuft schon.
14:19Warte mal.
14:21Also in der Unterkunft sagen alle, er war ein anständiger Typ.
14:24Engagiert und hilfsbereit.
14:26Er konnte aber auch kompromisslos sein, wenn es um die Einhaltung von Regeln ging.
14:30Und dazu ist mir eine Notiz auf seinem Rechner aufgefallen.
14:34Eine Notiz vom Montag 17.13.
14:37Handgreiflichkeiten von Rashid Hashim abwarten, wie sich die Situation mit Layla entwickelt.
14:43Rashid Hashim war gestern nicht da.
14:45Er hatte einen Termin beim BAM.
14:47Hat er zumindest gesagt.
14:50Kommen Sie bitte.
14:56Assalamu alaikum Rashid.
14:58Hier ist ein Kommissar von der Polizei, der ein paar Fragen an dich hat.
15:08Was?
15:12Kommen Sie.
15:17Guten Tag.
15:28Jetzt ich sage.
15:30Walter Schmidt ist kein guter Mann!
15:34Er hat sich in meine Beziehung einmischen!
15:36Er hat sich in meine Beziehung einmischen.
15:36Und warum?
15:39Er hat gesagt, das mit meiner Frau ist nicht richtig.
15:42Aber er hat nicht das Recht dazu.
15:44Leila ist erst 15.
15:45Walter wollte sie beschützen.
15:47Ich beschütze sie.
15:48Ich hab ihrem Vater versprochen.
15:50Es gibt ihr aber nicht das Recht dazu,
15:51über sie zu verfügen,
15:52als wär sie deine Frau.
15:53Ach, du hast keine Ahnung.
15:54Du lügst, du machst mich nicht mehr schlecht.
15:56Du bist Glockloch.
15:56Geil, bleib!
15:59So, jetzt werden wir auf dem Präsidium weiter besprechen.
16:01Hey!
16:20Hier gibt's überhaupt nichts zu sehen.
16:22Bitte gehen Sie.
16:23Bitte gehen Sie.
16:32Entschuldigung.
16:34Er ist weggelaufen.
16:35Aber die Fauna muss raus.
16:37Hey, was macht ihr denn hier?
16:39Sag mal, was macht ihr denn hier?
16:41Wollen wir ein bisschen Düsenflieger spielen?
16:43Zeig doch mal, was ihr da spielt.
16:45Hä?
16:47Ich hab ja so einen Hunger.
16:49Sag mal, kann ich die Bohnen hier essen?
16:50Nein.
16:51Doch, die esse ich ja einfach hier.
16:53Nein, jetzt essen!
16:55Spielen!
16:57Hat Rashid Herrn Schmidt getötet?
17:11Ich bitte zu Allah, dass Rashid mit seinem Tod nichts zu tun hat.
17:16Ich brauche ihn doch.
17:21Was sind eigentlich mit ihren Eltern?
17:23Lailas Mutter ist schon lange tot.
17:25Der Vater ist während der Flucht gestorben.
17:27Kurz zuvor haben die beiden Rashid kennengelernt.
17:30Und Rashid hat versprochen, Laila zu beschützen und sicher nach Europa zu bringen.
17:35Sind die beiden verheiratet?
17:37Dazu gibt es keinen offiziellen Nachweis.
17:39Aber Rashid behandelt sie trotzdem wie seine Ehefrau.
17:44Deswegen war Herr Schmidt wahrscheinlich gegen diese Beziehung.
17:51Haben Sie verstanden, warum Herr Schmidt sich in ihre Beziehung zu Rashid eingemischt hat?
18:05Ich weiß es nicht.
18:07Ich weiß es nicht.
18:10Rashid ist gut zu mir.
18:15Er hat mich immer geschützt und nie schlecht behandelt.
18:19Herr Schmidt war sehr wütend.
18:26Er hat gesagt, es ist trotzdem falsch.
18:34Aber ich brauche ihn doch.
18:38Aber ich brauche ihn doch.
18:38Ich weiß es nicht.
18:42Außerdem ist es doch sein Kind.
18:47Das heißt, sie ist schwanger?
18:49Ja.
18:50Von Rashid?
18:53Was wissen Sie über Rashid?
18:55Er ist vor vier Jahren aus seiner Heimat Sinjar im Nordirak geflohen.
18:59Und hing dann eine Weile im Flüchtlingscamp in Sahu fest.
19:03Da hat er Laila und ihren Vater kennengelernt.
19:05Die kamen aus der Haupt.
19:06Dann sind sie zusammen über Silopi in Anatolien durch die Türkei nach Griechenland.
19:11Und dann über Bayern hierher nach Berlin gekommen.
19:14Ja?
19:15Kommst du mal hin?
19:16Entschuldigung.
19:22Und die sind jetzt alle voll, oder was?
19:25Ja.
19:27Und deshalb habe ich jetzt verloren.
19:32Und du gewonnen.
19:37Herzlichen Glückwunsch.
19:43Bruno!
19:45Die Akteneinsicht.
19:47Walter Schmid ist genehmigt.
19:48Super.
19:49Vielen Dank.
20:17Notieren Sie alles, was Sie als Kopie brauchen, die lasse ich dann anfertigen.
20:21Und wenn Sie Fragen haben, ich bin für Sie da.
20:23Danke.
20:23Sehr nett.
20:30poke an das.
20:37Dr.
20:39Dussef Wunsch.
20:47Malerys montiert.
20:48Näher Ci!
20:52Wo
21:05UNTERTITELUNG
21:45Im öffentlichen Leseraum gibt es das natürlich nicht.
21:49Aber hier könnte ich Ihnen einen Kaffee bringen lassen, wenn Sie möchten.
22:22Untertitelung des ZDF, 2020
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29:04Weil das bei meiner Frau auch nicht ständig Thema ist.
29:07Sie sagt immer, die Vergangenheit ist vergangen.
29:12Wie, Ihre Frau ist auch aus der DDR geflohen?
29:16Ja.
29:21Und Herr Schmid und Ihre Frau, haben die darüber geredet?
29:26Ich wüsste nicht, wann.
29:28Wir haben uns nur einmal alle zusammen zum Essen getroffen,
29:30als Lisa uns Walter als ihren Freund offiziell vorgestellt hat.
29:36Ich weiß auch gar nicht, ob Hanna das mit Walters Fluchtversuch überhaupt gewusst hat.
29:42Wofür nicht in Ihre Frau?
29:45Im Laden unten in dem Haus, in dem wir wohnen.
29:48Vielen Dank.
30:01Was kann ich für Sie tun, Herr Schumann?
30:04Wussten Sie, dass Walter Schmid versucht hat, aus der DDR zu fliegen?
30:07Wieso fragen Sie das?
30:10Sie sind aus der DDR geflohen? Er auch.
30:13Das ist ein ziemlich einschneidendes Erlebnis.
30:16Ich wundere mich einfach nur, dass Sie nie darüber gesprochen haben.
30:19Ich weiß nicht, was Herr Schmid dachte oder was er für Probleme hatte.
30:23Interessiert mich auch nicht.
30:25Das wäre immerhin ein Anknüpfungspunkt gewesen.
30:27Wozu?
30:31Um den Mann kennenzulernen, den Ihre Tochter geliebt hat?
30:36Sie wussten doch, dass Lisa eine Beziehung mit einem deutlich älteren Mann hatte.
30:40Waren Sie da gar nicht neugierig?
30:42Sie hat ihn mir lange Zeit über nicht vorgestellt.
30:46Der Altersunterschied war mir egal, falls Sie das meinen.
30:49Lisa ist alt genug, so etwas selber zu beurteilen.
30:51Und ich habe inzwischen mit meinem Geschäft genug zu tun,
30:54dass ich mir aus eigener Kraft aufgebaut habe.
30:57Die ersten 15 Jahre in Stuttgart und seitdem hier in Berlin.
31:04Es tut mir leid für Herrn Schmid und dass er es schwer hatte.
31:07Aber mir hat auch niemand was geschenkt.
31:10Waren Sie deswegen gegen die Beziehung?
31:12Weil Walter sich für Geld und Karriere überhaupt nicht interessierte?
31:16Meine Torte hat eine Menge Talent, Herr Schumann.
31:19Ich wollte einfach nicht, dass Sie es aufgibt für jemanden, bei dem man das Scheitern förmlich riechen konnte.
31:24Der sich in seinen Vergangenheitsschmerz holte.
31:27Ich dachte, Sie beide haben über die Vergangenheit gar nicht geredet.
31:33Ja, nein, mein Gott, ich spüre sowas halt sofort.
31:36Ich habe auch gleich gemerkt, dass Walter und Lisa schon länger zusammen waren.
31:45Ja, und an diesem Abend nach dem Essen, da habe ich Walter beiseite genommen
31:49und ihm gesagt, dass er die Finger von meiner Tochter lassen soll.
31:52Eindringlich gebeten habe ich ihn.
31:55Soll Sie Ihre Zeit im Sudan verschwenden
31:58und dabei womöglich Ihr Leben riskieren?
32:02Ich will, dass Sie jemanden hat, mit dem Sie nach vorne blicken kann.
32:06Ihrem vorne.
32:07So wie Sie es in Ihrem Leben getan haben?
32:09Ja.
32:11Die Zukunft ist das Einzige, was zählt.
32:15Wie und wann sind Sie eigentlich aus der DDR geflohen?
32:201985.
32:21Ich hatte meinen Jahresurlaub genommen und bin über Tschechien nach Bayern.
32:26Hatte dort mit meinen Eltern als Kind über die Ferien verbracht.
32:291985?
32:30Mhm.
32:31Wussten Sie, dass Walter auch in diesem Jahr geflohen ist?
32:38Nein, das wusste ich nicht und mich auch ehrlich gesagt nicht interessiert.
32:44Hanna Spielmann?
32:45Ach, hallo.
32:47Meine Liebe.
32:48Ist aber schön, dass du anrufst.
32:50Wie war der Urlaub?
32:52Aha.
32:54Hinge, ruf doch mal bei den Kollegen in Bayern
32:56und der alten Bundesaufnahmestelle in Gießen an.
32:58Ob die in irgendeinem Keller noch Unterlagen von der Flucht von Hanna Spielmann haben.
33:02Nach mehr als 30 Jahren.
33:04Ja, ich weiß.
33:06Vielleicht haben wir ja Glück.
33:08Komisch, die Frau Spielmann, die müsste doch aufgrund ihrer Geschichte
33:11eigentlich Verständnis für Flüchtlinge haben.
33:13Also mein Uropa Michalski, der ist aus Polen ins Ruhrgebiet ausgewandert
33:16und da gab es Stahl und Kohle.
33:18Und die Michalskis und Schimanskis haben nicht schlecht für Deutschland malocht.
33:23Schau auf diese Hände.
33:27Ja, aber der Schmied, der war doch Bauingenieur.
33:30Wieso leitet er diese Unterkunft?
33:32Wieso nimmt er einen Verwaltungsjob an?
33:35So viel ich weiß, war er hier, weil er bei seinem letzten Auslandseinsatz
33:39ein paar Hilfsarbeiter entlassen hat,
33:41weil sie nicht nach seinen Vorstellungen gearbeitet haben.
33:44Danke.
33:46Und?
33:49Sie würden mir wirklich helfen, wenn Sie mir sagen, was genau passiert ist.
33:54Walter hatte nicht die Befugnis dazu.
33:56Und als der Leiter vor Ort ihn zurechtgewiesen hat,
33:59da hat Walter ihn...
34:01Na ja, bei der Auseinandersetzung sind wohl die Fäuste geflogen.
34:05Deshalb hat die Organisation ihn hierhin versetzt.
34:07Das war's.
34:17Sieht!
34:56Schuss.
34:58Bringen Sie die Leute rüber ins Gemeindehaus und lassen Sie niemanden mehr rein.
35:00Okay.
35:07Jan, ich brauche Euch und es ist E.K. hier.
35:10Rashid ist zurück und hat sich mit seiner Frau eingeschlossen.
35:14Okay.
35:23Herr Rashim, es gibt keinen Grund wegzulaufen.
35:28Sie sollten sich und Leila auch nicht einschließen.
35:32So werden die Probleme nur schlimmer.
35:35Wir müssen reden.
35:37Lassen Sie mich rein.
35:41Herr Rashim?
36:21Gibt mir einen Moment. Ich versuche mit ihm zu reden.
36:23Hören Sie mich!
36:28Ja, ich höre Sie.
36:30Ich habe den Mann nicht getötet.
36:33Dann erklären Sie mir, warum Sie gestern weggelaufen sind.
36:38Ich hatte Angst.
36:41Dieser Mann, Schmid, er war schlecht.
36:45Er wollte meine Frau und meine Kinder wegnehmen.
36:47Ich bin.
36:49Gut, das habe ich verstanden.
36:50Und genau darüber möchte ich mit Ihnen reden.
36:52Aber nicht hier durch die Tür.
36:54Herr Rashim?
36:58Noch ist nichts Schlimmes passiert.
37:00Niemand ist zu Schaden gekommen.
37:02Machen Sie jetzt bitte die Tür auf und lassen Sie mich rein,
37:04damit wir in Ruhe darüber sprechen können.
37:06Nein! Sie wollen mich nur zurückschicken!
37:11Rashid?
37:13Sie haben Lailas Vater versprochen, sie zu beschützen,
37:17sie sicher nach Europa zu bringen.
37:19Und das haben Sie geschafft.
37:21Darauf können Sie stolz sein.
37:25Laila ist schwanger.
37:29Sie müssen jetzt Ihr Versprechen weiterhalten.
37:32Wir beide müssen die Situation hier zu einem guten Ende bringen.
37:36Sonst brechen Sie Ihr Versprechen.
37:39Und dann war alles umsonst.
37:42Die Flucht.
37:43Ihre ganze Mühe. Alles umsonst.
38:01Sie alleine.
38:18Die Flucht.
38:21Walter Schmidt hat mich gedroht.
38:24Nicht wütend, aber nicht töten!
38:27Okay.
38:30Niemand wird Sie angreifen.
38:32Legen Sie jetzt bitte diese Schere weg.
38:41Danke.
38:43Und jetzt sagen Sie mir, wo Sie an dem Morgen waren,
38:45als Walter Schmidt getötet wurde.
38:49Bahnhof, Punkstraße.
38:51Ich arbeite.
38:52Ich warte jeden Morgen, Walter Schmidt weg,
38:55dann ich laufe los.
38:57Ich weiß, verboten.
38:59Aber ich muss Familie sorgen.
39:03Jetzt macht's passiert.
39:06Schicken Sie uns zurück.
39:07Wir müssen jetzt erst mal diese Situation hier beenden.
39:11Dann werden meine Kollegen Ihr Alibi überprüfen.
39:13Danach sehen wir weiter. Einverstanden?
39:14Mhm.
39:18Herr Hashim.
39:20Danke, dass Sie so besonnen reagiert haben.
39:23Leila bleibt jetzt hier.
39:24Und Sie werden vorübergehend in Polizeigewahrsam genommen.
39:28Sie können einen Anwalt zur Rate ziehen.
39:30Wenn Sie niemanden kennen, können wir Ihnen jemanden besorgen.
39:33Okay?
39:35Okay.
39:37Ich hol jetzt meine Kollegen.
39:38Ja.
39:46Kommen Sie hin.
39:55Leila, Ihre Ehe mit Rashid war lediglich eine Vereinbarung zwischen Ihrem Vater und Rashid.
40:01Sie sind ein freier Mensch.
40:08Wenn Sie möchten, können Sie sich von ihm trennen.
40:11Sie müssen ihn auch nicht wiedersehen.
40:16Und trotzdem werden Sie nicht allein sein.
40:19Wir haben erfahrene Helfer, die sich um Sie kümmern werden.
40:22Wir werden die Menschen nicht alleine gucken.
40:25Sie müssen uns übernehmen.
40:29Nein, wir werden die Menschen durchgehen.
40:34Und dann können Sie sich um siehren.
40:35Und dann können Sie sich um Sie veröffentlichen.
40:38Sie sind ein freier, oder?
40:45Sie werden zu einem Menschen verbunden.
40:50Sie sind nicht an denn?
40:52Haben die Bayern was über Hannah Spielmanns Flucht?
40:54Die haben keine Unterlagen mehr aus der Zeit.
40:56Und in der Zentralstelle in Gießen war auch nichts.
41:02Dann sind die Stasi-Akten unsere letzte Chance.
41:04Inge, wir müssen da ran.
41:05Ja, die Frage ist bloß wie, ohne konkrete Verdachtsmomente.
41:08Ist das so gut wie aussichtslos?
41:10Ich weiß, versuch's bitte trotzdem.
41:41Klen ist nicht da.
41:43Und soviel ich weiss, hat er der Ausstellung sowieso abgesagt.
41:47Ich kann ja mit denen immer noch nix anfangen.
41:50Wenn da was ist, ich bin unten.
41:53Und nix kaputt machen.
42:34Wenn du all das verlässt, was zu dir gehört,
42:38verlässt du fast dich selbst.
42:47Ja, ich bin unten.
43:35Untertitelung des ZDF, 2020
44:05Untertitelung des ZDF, 2020
44:09Untertitelung des ZDF, 2020
44:09Der Hausmeister hat mich angerufen. Sie wollten mich sprechen?
44:14Wussten Sie von Anfang an, dass Ihre Mutter dieses Foto von Walter gemacht hat?
44:19Äh, nein, ich habe es nur einmal vorher in seinem Album gesehen.
44:24Aber er wollte nicht, dass ich es hier für die Ausstellung verwende.
44:27Weil da für ihn zu viele Erinnerungen dranhängen.
44:31Wie sind Sie dann trotzdem herangekommen? Haben Sie es nicht einfach gelassen?
44:35Nein, er hat es mir geschenkt als Entschuldigung.
44:40Wofür musste er sich denn entschuldigen?
44:43Wir haben gestritten.
44:48Nach dem Essen bei meinen Eltern bei ihm.
44:50Meine Mutter war schon die ganze Zeit so ätzend zu ihm.
44:53Und dann war er auch so zu mir.
44:56Und ich, keine Ahnung, ich hatte einfach Angst, dass er Schluss macht.
45:00Aber erst als Sie sich auch die anderen Bilder Ihrer Mutter angeschaut haben,
45:03da ist Ihnen klar geworden, dass Walter und Ihre Mutter sich schon von früher kannten.
45:08Das muss ein ziemlicher Schock für Sie gewesen sein.
45:14An Ihrer Stelle wäre ich fassungslos gewesen.
45:18Ja, war ich auch, aber Walter hat mir das dann erklärt,
45:24dass Sie sich nur einmal gesehen haben da bei der Heilandskirche
45:26und dass Sie dann dazu vielleicht das Foto von ihm gemacht hatten.
45:29Was meinte Ihre Mutter dazu?
45:32Ich habe nicht mit ihr drohe geredet.
45:38Ich glaube nicht, dass Walter Ihnen dieses Foto einfach so geschenkt hat.
45:42Ich glaube, er wollte, dass Sie rausfinden,
45:46dass er und Ihre Mutter sich schon von früher kannten.
45:56Warum hat er mir das denn nicht einfach gesagt?
46:05Sie haben gelogen.
46:07Was meinen Sie?
46:09Sie kannten Walter Schmid von früher.
46:10Sie haben ihn an der Zonengrenze fotografiert.
46:13Ah ja, das kann sein, keine Ahnung.
46:16Da waren so viele Grenzer.
46:18Wie sind Sie denn damals überhaupt dahin gekommen?
46:20Das war doch Sperrgebiet.
46:21Ich habe die Renovierung der Heilandskirche dokumentiert.
46:24Für die Stasi?
46:25Nein, für die Geschichte.
46:28Die Stadt hatte mir den Auftrag gegeben.
46:30Jetzt weiß ich, was die mit den Bildern gemacht haben.
46:33Und wie ist Walter Schmid dann an dieses Foto gekommen?
46:38Die Fotoboxen standen jahrelang im Keller, im Osten, bei Nachbarn.
46:42Was weiß ich?
46:44Mir gegenüber hat er jedenfalls kein einziges Wort davon gesagt,
46:46dass wir uns von früher kennen.
46:50Er wollte es Lisa wissen lassen,
46:51deswegen hat er ihr dieses Bild geschenkt.
46:54Haben Sie dafür eine Erklärung?
46:56Nein?
46:58Kann ich sonst noch was für Sie tun?
47:00Ich habe zu arbeiten.
47:01Tja.
47:03Ich auch.
47:22Walter Schmid und Hanna Spielmann haben sich schon in der DDR gekannt.
47:26Sie hat ihn als Grenzsoldat fotografiert.
47:28Und irgendwie ist er in den Besitz dieses Bildes gekommen.
47:32Hat sie es ihm geschenkt?
47:33Nicht unbedingt.
47:35Vielleicht lief ja mehr zwischen den beiden.
47:38Das müssen wir jetzt dringend rausfinden.
47:42In den letzten Tagen vor seinem Tod stand unser Opfer zwischen zwei Frauen.
47:46Mutter und Tochter.
47:48Und beide haben mir bis heute nichts davon erzählt.
47:51Das durfte als Indiz ja wohl reichen,
47:53um Akteeinsicht bei der Stasi zu bekommen.
48:10Die Stasiung.
48:28Verstehen wir den Tag.
48:37Danke, dass Sie gekommen sind.
48:39Hallo.
48:45Die Vergangenheit holt einen immer wieder ein, Frau Spielmann.
48:52Sie sind am selben Tag wie Walter geflohen.
48:55Ja, und?
48:59Von da drüben.
49:02Zusammen mit Walter.
49:04Sie kamen durch, er nicht.
49:07Haben Sie Walter damals wirklich geliebt?
49:10Oder haben Sie ihm nur was vorgemacht?
49:12Weil er Grenzsoldat war, weil er die Gegend gut kannte,
49:15weil er ganz genau wusste, wie und wann die Kontrollgänge durchgeführt wurden.
49:21Sie haben ihn nicht geliebt.
49:23Sie haben ihn benutzt.
49:25Die Fotografin und ihr Modell, die Fotografin und ihr Fluchthelfer.
49:30Aber das steht natürlich so in keiner Stasi-Akte, Frau Spielmann.
49:34Das ist einfach nur meine Sicht der Dinge.
49:37Bisher.
49:39Aber ich bin noch nicht fertig, wie Sie merken.
49:43Der Staatsanwalt wird es sicherlich zu würdigen wissen, wenn Sie mir jetzt weiterhelfen.
49:48Sie verstehen gar nichts.
49:50Sie mussten nicht im Osten leben, Mitte der 80er.
49:54Keiner hat mehr an den Staat geglaubt.
49:55Alle wollten weg.
49:57Nur deshalb habe ich mich zum Dienst an der Mauer gemeldet.
50:00Walter wollte nicht weg.
50:02Der hatte seine Eltern, seine Freunde.
50:05Der war fest verwurzelt.
50:07Der ist nur ihretwegen geflüchtet.
50:10Das heißt, er hat es versucht und musste bitter dafür büßen.
50:15Und dann steht er nach all den Jahren plötzlich vor Ihnen.
50:20Als der Freund Ihrer Tochter.
50:22Der Mann, der Ihnen zur Flucht verholfen hatte.
50:26Hat er Ihnen Vorwürfe gemacht?
50:28Ja?
50:30Hat er das?
50:33Ich habe nie gesagt, dass ich ihn liebe.
50:35Er hat vorgeschlagen, dass wir zusammen fliehen.
50:38Das ist schrecklich.
50:41Die Schüsse.
50:43Die Nacht, das Wasser.
50:46Ich hatte Angst um mein Leben.
50:48Was hätte ich denn machen sollen?
50:50Sie haben nach Ihrem Motto nach vorne gedacht.
50:53Und so schnell wie möglich mit Ihrem jetzigen Mann eine Familie gegründet.
50:56Ich dachte, Walter wäre tot.
50:59Und selbst wenn nicht, dann war mir klar, dass er die nächsten 30 Jahre im Gefängnis sitzen würde.
51:03Mit der Wende konnten Sie nicht rechnen.
51:05Nein.
51:06Mit der Wende nicht und auch nicht mit Walters Rückkehr.
51:11Ich dachte, ich würde ihn nie wiedersehen.
51:14Ich wollte einfach raus.
51:16Frei atmen.
51:18Ich wollte leben.
51:23Wenn es stimmt, dass Sie ihm nichts vorgemacht haben.
51:27Warum hat Walter dann riskiert, mit Ihnen zu fliehen?
51:33Ich denke, er hat gehofft, dass sich meine Gefühle für ihn noch entwickeln.
51:38Wusste er, dass Sie schwanger von ihm sind?
51:42Wusste er, dass Lisa seine Tochter ist?
51:45Dass er sich in seine Tochter verliebt hatte?
51:49Nein.
51:51Woher auch?
51:54Ich hab's ihm ja erst nach diesem Abendessen gesagt.
51:59Damit er sofort die Beziehung zu Lisa beendet.
52:04Und Lisa?
52:06Haben Sie es auch ihr gesagt?
52:09Nein.
52:11Nur Walter.
52:14Er wollte zu mir zurück.
52:17Er hat gesagt, dass er all die Jahre davon geträumt hat.
52:22Aber das konnte ich nicht.
52:26Er wollte Lisa alles erzählen.
52:28Den ganzen Wahnsinn.
52:30Das kann man doch keinem Menschen erklären.
52:35Und dann...
52:36Und dann...
52:39Dann hab ich hier auf ihn gewartet.
52:43Wo?
52:44Hier.
52:45Hier?
52:52Du glaubst dir nicht?
52:54Warum hat er zu ihr zurückkehren sollen?
52:55Er wusste längst, dass er ihn benutzt hat.
52:58Sonst hätte er nach seiner Freilassung nach ihr gesucht.
53:02Ich glaub, der hat überhaupt nicht damit gerechnet,
53:04dass er ihr hier in Berlin irgendwann gegenübersteht.
53:07Und warum ihr Geständnis?
53:09Wozu das Ganze?
53:14Um jemanden zu schützen?
53:17Sie haben die Geburtsurkunde umdatiert.
53:21Lisa wurde drei Monate vor Hannes Flucht gezeugt.
53:24Warum haben Sie mir nicht erzählt,
53:26dass Sie nicht Ihr leiblicher Vater sind?
53:29Für mich war sie das ja praktisch.
53:32Ich weiß auch nicht,
53:33was das für eine Rolle spielt bezüglich Walters Tod.
53:37Wissen Sie, wer der biologische Vater ist?
53:41Nein.
53:43Sie haben es ihm nicht gesagt.
53:45Herrgott noch mal!
53:46Sie weiß es doch auch nicht!
54:00Walter war Lisas.
54:06Und Lisa hat mit...
54:07So ist es nun mal passiert.
54:12Du musstest dir unbedingt dieses...
54:14dieses Praktikum verschaffen.
54:17Sie hat sich doch vorher für diese ganze Fluchtscheiße
54:20überhaupt nicht interessiert.
54:22Unser ganzes Leben lang hast du mich angelogen.
54:26Du kanntest Lisas Vater ganz genau
54:28und als der vor uns stand,
54:30da hast du nichts gesagt!
54:31Gott, er hatte mir versprochen,
54:32das Verhältnis mit Lisa sofort zu beenden.
54:36Und all das erfahre ich jetzt.
54:38Hier, bitte auf,
54:40mir Vorwürfe zu machen
54:41und dich zu bedauern!
54:42Du führst mich an!
54:44Was glaubst du eigentlich,
54:45was sich hier abspielt?
54:47Ich war's!
54:48Ich hab Walter erschlagen!
54:50Nein, Herr Spielmann.
54:54Ihre Frau hat mit dem Mord nichts zu tun.
55:06Aber ich hab...
55:09Ich hab doch gestanden.
55:12Warum reicht Ihnen das nicht?
55:15Dass Sie an dem Morgen nicht am See waren.
55:17Nein.
55:23Nein.
55:26Da stand jemand anders.
55:29Da stand jemand anders.
55:51Da stand jemand anders.
55:56Lisa!
56:09Wussten Sie schon,
56:10dass Walter Ihr Vater ist,
56:11als Sie am See auf ihn gewartet haben?
56:16Nein.
56:17Ich...
56:18Ich hab einfach nicht verstanden,
56:19warum er mich so abgewiesen hat.
56:21Und dann...
56:24Dann hab ich die ganze Nacht durchgeäult.
56:28Und am nächsten Morgen...
56:31...sitzt Sie zu seiner Laufstrecke.
56:35Ja.
56:37Ich...
56:38Ich hab beim Ufer auf ihn gewartet
56:40und wollte ihn eigentlich nur umarmen
56:43und streicheln und küssen
56:44und dann...
56:45hat er mich weggestoßen
56:47und hatte plötzlich Tränen in den Augen
56:49und dann...
56:51dann hat er es mir gesagt.
56:56Dann hat er mich so...
56:58gepackt und geschüttelt
56:59und mich angeschrien und gesagt,
57:01dass er mein Vater ist.
57:15Er war genauso verzweifelt wie Sie.
57:25Und dann hat er sich von mir weggedreht
57:30und hat aufs andere Ufer gestarrt
57:33und von der Flucht erzählt
57:35und gesagt,
57:36das rettende Ufer,
57:37das mein Untergang war.
57:40und dann hat er sich den Stein in Ernd
57:42und er lag im Schlamm.
57:49Wenn er es mir
57:50früher gesagt hätte,
57:52dann hätten wir das bestimmt irgendwie hinbekommen,
57:54dann hätte ich vielleicht wenigstens...
57:58einen Vater gehabt.
58:06Ich komme sehen.
58:45Untertitelung des ZDF, 2020
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