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  • vor 1 Tag

Kategorie

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Kurzfilme
Transkript
00:07Musik
00:33Ich bin zu müde, um schlafen zu gehen
00:39Ich möchte noch ein wenig reden
00:43Sie müssen mich zuhören und auch nichts verstehen
00:49Ich muss nur mit jemandem reden
00:56Ich bin zu müde, müde, müde, müde, müde, müde, müde, müde, müde, müde
01:09Komm gleich
01:09Müt, müde
01:12Ahem, ahem, ahem.
01:46Ahem, ahem, ahem.
02:12Sie müssen nicht zuhören und auch nichts verstehen.
02:19Ich muss nur mit jemandem reden.
02:24Ich bin zu müde, um schlafen zu gehen.
02:30Für wen soll ich mich auch erholen?
02:35Ich weiß, es ist vier.
02:38Sie wollen jetzt gehen.
02:40Und gehen seit langem verstohlen.
02:46So sitz ich seit Jahren, hasse die Stille,
02:54liebe den Lärm, die schlaflose Nacht.
02:59Erwarte den Tag mit ertrunkenen Gedanken.
03:05Begegne der Frühschicht der Stadt.
03:10Der Stadt, die erwacht.
03:28Ob der Mann ertrunken oder an den Folgen der Schläge gestorben ist, das kann ich erst nach der Obduktion sagen.
03:34Vielleicht hat er Ärger mit einem unzufriedenen Kunden.
03:37Also der Transitstrich ist gleich hier um die Ecke.
03:40Ja, es kann auch einfach Hauptmord gewesen sein.
03:43Auf jeden Fall hat er schöne Hände.
03:47Da vorne im Park wurden Blutspuren gefunden und eine Bluse ebenfalls mit Blutspuren.
03:52Außerdem gab es Schleifspuren, die hier über die Straße gehen und darauf hindeuten, dass der Mann in den Kanal geworfen
03:57worden ist.
04:01Ist was mit dem Armband?
04:04Na, das ist so ein Lucky Charms Armband.
04:07Kann man mit verschiedenen Anhängern ergänzen.
04:09Hab auch mal so eins bekommen von meinen Schwestern.
04:12Ist immer noch sehr in Mode.
04:14Sieht eher aus wie eins für Kinder.
04:33Na, betreibe ich den hier öfter worden?
04:41Oder irgendwie, dass man da auch mal sehen kann.
04:43Ich meine, das war ja ein Stück in der Frau.
04:44Ich meine, das war ja ein Stück in der Frau, ich weiß, das hast du schon noch gut.
04:46Das war ja auch gut.
04:47Und die hier vom Trassenstrich hier, das ist hier.
04:49Das ist hier.
05:10Das ist hier.
05:18Das ist hier.
05:28Kommst du?
05:34Los geht's.
05:37Der Tote heißt Volker Wacht, 48, geboren in Hannover.
05:40Banklehre, Bundeswehr, dann Sparkasse.
05:43Verheiratet, eine Tochter.
05:45Fortbildung bei der IHK zum Investmentfonds Kaufmann.
05:48Und die letzten sechs Jahre war er bei der Firma Steiger Invest tätig.
05:51Ist ja irgendwann mal polizeilich auffällig geworden.
05:53Autodiebstahl mit 15, aber es war wohl eher eine Mutprobe, um seinen Kumpels zu imponieren.
05:58Was seine Familie wohl darüber denkt.
06:00Worüber?
06:02Ein Typ, der in Frauenfonds mir rumrennt.
06:05Ich glaube nicht, dass Sie es wissen.
06:08Zeugen?
06:09Die Befragungen haben nichts ergeben.
06:11Was war mit dem Armband und der Kleidung?
06:14Das Armband ist Massenproduktion.
06:16Und bei der KTU ist nichts herausgekommen, nichts Auffälliges.
06:22Du musst ziemlich gefreut haben.
06:24So dünn angezogen, mitten in der Nacht.
06:28Wo hat denn der Mann gewohnt?
06:29Sehr exklusiv, in der neuen Mitte.
06:40Oh nee, oh nee, oder?
06:46Schöne Scheiße.
06:50Was?
06:51Frau Wacht?
06:53Ja, wo sind Sie?
06:54Was wollen Sie?
06:56Mein Name ist Schumann.
06:57LKA.
07:01Das sehe ich.
07:03Dürfte ich kurz reinkommen?
07:06Hören Sie, ich habe Ihren Kollegen schon alles gesagt.
07:11Es tut mir leid, aber ich habe noch ein paar Fragen.
07:20Folgen war keine verdammte Trank.
07:23Das habe ich so auch nicht gesagt.
07:26Ich habe gefragt, ob Sie wussten, dass Ihr Mann Frauenkleider trug.
07:29Nein, verdammt, nochmal.
07:35Ist Ihnen zuletzt was aufgefallen an Ihnen?
07:38Selbstzweifel, Wut.
07:45Suchen Sie den hier?
07:54Haben Sie Ihrer Tochter schon Bescheid gesagt?
08:00Das ist schwer, ich weiß.
08:03Winden Sie und Ihr Mann ein gemeinsames Schlafzimmer?
08:06Ja.
08:09Darf ich mich mal umschauen?
08:25War Ihr mein Läufer?
08:29Ja.
08:31Der Job, der Stress.
08:36Das ist ein Schlafzimmer.
08:45Das ist ein Schlafzimmer.
08:49Das ist ein Schlafzimmer.
08:52Das ist ein Schlafzimmer.
08:53Das ist ein Schlafzimmer.
08:53Das ist ein Schlafzimmer.
08:53Das ist ein Schlafzimmer.
08:53Das ist ein Schlafzimmer.
08:53Das ist ein Schlafzimmer.
08:54Das ist ein Schlafzimmer.
08:54Das ist ein Schlafzimmer.
08:55Das ist ein Schlafzimmer.
08:58Das ist ein Schlafzimmer.
09:27Untertitelung. BR 2018
09:38Drei Wochen. Drei Wochen haben Jessica und ich daran genäht. Alle Kostüme für die Aufführung haben wir selbst gemacht.
09:48Und ihr Mann kam da auch immer zu den Schüleraufführungen?
09:51Volker musste arbeiten. Es war das erste Mal, dass er zu einer von Jessicas Aufführungen kam. Ohne Vorwarnung.
09:58Wann war das? Vor zwei Wochen. Und wieso ist er ausgerechnet zu dieser Aufführung gekommen? Keine Ahnung. Ist doch aber
10:08nicht verboten, oder?
10:16Dieses Armband, ist das von Ihrer Tochter?
10:23Nein. So etwas Billiges trägt Jessica nicht.
10:30Darf ich mir das ausleihen?
10:34Der Todeszeitpunkt lag heute Morgen zwischen sechs und acht Uhr.
10:38Todesursache?
10:39Er ist ertrunken.
10:41Die aktuellen Schläge und Tritte waren zwar heftig und haben zu einem Milzanriss und Nierenquetschung geführt, aber das hätte er
10:47noch überlebt.
10:49Aktuelle Schläge?
10:51Ja. Er wurde vor ungefähr einer Woche schon mal zusammengeschlagen. Das zeigt der Zustand der Blutgerennung in einigen Blutergüssen.
10:59Gibt's noch andere verwettbare Spuren?
11:02Der Körper lag mehrere Stunden im Wasser. Aber das Opfer hatte kurz vor seinem Tod noch Sexualverkehr. Kleine Reste von
11:09Sperma im Enddarm zeigen das. Die sind aber schon bei der DNA-Analyse.
11:14Wurde vergewaltigt?
11:17Davon gehe ich aus, ja.
11:29Ich bin zu müde, um schlafen zu gehen.
11:36Ich möchte noch ein wenig reden.
11:41Sie müssen nicht zuhören und auch nicht verstehen.
11:48Hey, Süße, ne? Soll ich dir den Schwanz latschen? Für 20 mach ich's dir.
11:54Du kannst auf meinen Arsch wicken, wenn du möchtest. Ohne alles, ne?
11:58Hallo, du nicht liebervollen Ficken mit russischen Nutzen. Ich kann nicht fuhlen alle deine Sexträume.
12:07Hi, babe.
12:09Willst du irgendwie helfen?
12:11Ist was auf dem Blowjob.
12:13Can I help you?
12:15No.
12:21Hallo, schöner Mann.
12:23Na, Süßer.
12:27Schade.
12:30Schätzchen.
12:32In Bonifo. Wärst du allerdings wesentlich heißer, oder nicht?
12:36Die einen sagen so, die anderen so.
12:39Aber ihr könnt mir weiterhelfen.
12:42Vielleicht.
12:45Nein, hab ich noch nie gesehen.
12:51Sorry, Süßer.
12:53Ihr habt ihn sicher noch nie gesehen?
12:55Ja.
12:56Die ist keine von uns. Das sieht man doch.
12:58Wieso?
13:00In dem Fummel würde mich selbst meine Oma nicht nehmen.
13:07Wo zieht ihr euch eigentlich um?
13:10Zu Hause natürlich.
13:12Wieso?
13:13Willst du dich vielleicht jetzt doch noch in Uniform schmeißen?
13:21Tschüss.
13:23Auf dem Transenstrich war er jedenfalls nicht.
13:25Aber dass er innerhalb so kurzer Zeit gleich zweimal brutal zusammengeschlagen wurde, hat nichts mit dem Milieu zu tun?
13:31Homophobie.
13:32Ja.
13:33Vor zwei Wochen taucht er plötzlich völlig unerwartet bei einer Schulaufführung seiner Tochter auf.
13:40Etwa in der Zeit fängt er an, Frauenkleider zu tragen und Sex mit anderen Männern zu haben.
13:47Warum?
13:48Weil es ist mit ihm passiert.
13:54Es ist mit ihm passiert.
14:19Es ist mit ihm passiert.
14:45Papa?
14:46Papa?
14:58Wollen Sie die Zukunft kennenlernen?
15:00Bitte?
15:02Hochfrequenzhandel.
15:04Ich dachte, das soll verboten werden.
15:07Reguliert vielleicht. Das ist viel zu lukrativ.
15:10Ein Trade pro Millisekunde.
15:12Unglaublich viele Anfragen und Angebote gleichzeitig.
15:14Sie müssen nur noch daneben sitzen und zusehen, wie der Rechner das Geld verdient.
15:16Uns hier fehlt nur noch die Glasfaserverbindung direkt zur Börse.
15:20Na, schwärmt man Junior wieder davon, was er alles ändern wird, wenn der alte Sack endlich weg ist?
15:25Guten Tag, Schumann LKA.
15:27Dachte ich mir schon, Steier Senior.
15:30Geht vermutlich um Volker.
15:33Seine Frau hat mir schon berichtet, dass er tot ist.
15:37Hm, die Buschtrommeln funktionieren fabelhaft.
15:41Wer braucht denn schon noch eine Glasfaserverbindung?
15:45Siehst du Junior?
15:46So eröffnet man ein Gespräch.
15:53Die denken, wenn man ein paar neue Programme aufspielt, dann läuft der Laden.
15:56Ist aber nicht so. Da braucht man eine andere Kompetenz.
16:00Das lernt er auch noch.
16:02Der Tod von Herrn Wacht scheint Sie nicht besonders zu treffen.
16:05Wissen Sie, vor rund zwei Wochen ist Volker einfach nicht mehr zur Arbeit erschienen.
16:09Keine Info, nichts, nada.
16:11Wie vom Erdboden verschluckt.
16:12Da war er bereits gestorben für mich.
16:15Ist das öfter passiert, dass er nicht zur Arbeit erschienen ist?
16:18Nein, eigentlich war er ein zuverlässiger Mann.
16:21Und warum war er dann gleich für Sie gestorben?
16:25Wissen Sie, wann er verschwunden ist?
16:27In dem Moment, als Venezueler massiv von den Ratingern in Ton runtergestuft wurde.
16:31Können Sie sich vorstellen, was da am Ölmarkt los war?
16:34Da war die Frage, was machen die?
16:35Erhöhen die Benzinpreis?
16:37Gibt's eine Revolte?
16:37Putscht das Militär?
16:38Wie reagieren die USA?
16:40Was macht Japan?
16:41Wenn in dem Moment der Mann für die Fundamentalanalyse wegbricht, dann kackt dir der Laden ab.
16:46Jetzt stehst du nackt da.
16:49Haben Sie sich eigentlich gar keine Sorgen gemacht, als er so plötzlich verschwunden war?
16:52Natürlich.
16:53Ich hab versucht, ihn zu erreichen.
16:54Wohnt er im gleichen Haus.
16:56Und?
17:01Nix und?
17:02Seine Frau wusste auch nicht, wo er war.
17:05Hat sie zumindest behauptet.
17:08Haben Sie da nichts unternommen?
17:10Doch.
17:11Ich hab jemanden neuen eingestellt.
17:13Bin ja schließlich nicht die Kinderfrau meiner Mitarbeiter.
17:18Wie gut war Herr Wacht eigentlich in seinem Job?
17:21Zumindest so gut, dass ich ihm das Apartment in meinem Wohnkomplex besorgt habe.
17:24Oh, das war großzügig.
17:26Da muss ich die guten Mitarbeiter warm halten.
17:31Bevor Herr Wacht verschwunden ist,
17:33haben Sie da irgendeine Veränderung an ihm feststellen können?
17:38Wussten Sie, dass er Frauenkleider trug?
17:42Was meine Mitarbeiter in ihrem Privatleben tun, interessiert mich nicht.
17:46Hauptsache, die Performance hier stimmt.
17:49Ich bin der Mann.
18:17Entschuldigung, sind Sie öfter hier?
18:21Ich kann drauf an, was Sie mit öfters meinen.
18:24Aber ich bin hier täglich.
18:27Haben Sie den Mann schon mal gesehen?
18:30Polizei, was?
18:32Nee, nie gesehen. So einer wird mir da auffallen.
18:36Schicke Tasche.
18:39Ne? Gefunden.
18:41Ah ja. Hier im Park?
18:43Ja. Darf ich mal sehen?
18:46Die wollte ich aber gerade zum Fundbüro geben. Können Sie mir glauben?
18:49Ja, glauben ich Ihnen ja.
19:20Die Tasche muss ich mitnehmen.
19:22Ja?
19:24Aber Sie haben mir sehr geholfen.
19:26Oh, hab ich ja auch nicht gesehen.
19:28Ich tue mein Kind.
19:28Alle Tüte, immer zu Dienstag.
19:33Nee, nee, nee.
19:34August, August!
19:37August!
19:37August!
19:38August!
20:00Das ist ein Wurst.
20:19Der Schmetterling war ihr Lieblingsanhänger.
20:22Deine Tochter?
20:24Süß sieht sie aus.
20:27Danke.
20:29Gibt's was Neues?
20:32Ähm, ja.
21:01Irgendwelche Hinweise auf die Täter?
21:03Alle Spuren führten ins Heleri.
21:06Also, die Täter haben Kondome benutzt und die haben das Mädchen gründlich gewaschen,
21:11bevor sie es vom Krankenhaus abgeladen haben.
21:14Das Mädchen war ca. 15 Jahre alt.
21:16Sie starb vor zwei Wochen im Krankenhaus an einer Überdosis Kokain in Verbindung mit
21:20Alkohol.
21:21Wissen wir, wer sie ist?
21:23Ihre Identität konnte nie ermittelt werden.
21:25Eine Streunerin oder Illegale aus dem Ostblock, eventuell Zwangsprostitution.
21:30Alle Ermittlungen führten nicht mehr weiter.
21:33Gab's Hinweise auf Prostitution?
21:34Die Obduktion hat ergeben, dass sie vor ihrem Tod geschlagen worden ist und dass sie Sex
21:39hatte.
21:39Auf jeden Fall müssen es zwei Insassen gewesen sein.
21:42Einer, der gefahren ist und der andere, der sie aus dem Fond gestoßen hat.
22:01Schumann, LKA.
22:03Haben Sie diesen Mann schon mal gesehen?
22:06Jo, die habe ich schon mal gesehen.
22:08Der wollte was über eine Patientin wissen.
22:10Also lernen Sie ein junger Ding.
22:12Mitten in der Nacht haben sie die hier abgeworfen.
22:15Ist noch in der Nacht verstorben.
22:17Hat der Mann gesagt, warum er sich für die Patientin interessiert?
22:19Nein.
22:21Das ist nur schlussend.
22:22Aber ziemlich aufgelöst.
22:24Das ist dann einfach weggerannt.
22:28Hey, möchtest du ein bisschen Spaß?
22:30Komm schon, du möchtest das doch auch.
22:42Hey, Nasisa.
22:45Sei nicht so schüchtern.
22:47Hey.
22:49Hallo, Herr Schermann.
22:51Willst du Spaß?
22:54Hast du sie schon mal gesehen?
23:00Ich nicht kenne.
23:05Ich kann doch den ganzen Abend hier stehen bleiben und dir das Geschäft versauen.
23:10Mach mit mir wie verhandelt.
23:13Nichts uns ärger.
23:17Also, hast du sie schon mal gesehen?
23:22Ich habe gesehen sie.
23:25Wir sind nicht lange hier.
23:28Vielleicht drei, vier Wochen.
23:30Warum?
23:31Warum?
23:31Was ist passiert?
23:33Nichts.
23:35Scheiße Platz.
23:44Ich habe gesehen ihn.
23:46Da war ein Mädchen schon weg.
23:49Er ist nicht lange hier.
23:52Einmal hat er sich bei Otto geschmeißt, weil ein Mann ihn nicht nehmen wollte.
23:59Wann war denn das letzte Mal hier?
24:02Ich nicht sein Kalender.
24:05Okay.
24:06Danke für die Hilfe.
24:09Tschüss.
24:24Jänner Steele Day.
24:29Bitte Hey.
24:35Willi.
24:37Wir haben ihn nicht schon als paired!Box.
24:37Das war's für mich.
24:38Das war's für mich.
24:39Das war's für mich.
25:05Nicole, ich möchte, dass Jessica da nicht weiter mit reingezogen wird.
25:09Es ist so schon schwer genug.
25:11Ich weiß.
25:17Boah, wacht, Sie haben mir nicht erzählt, dass Ihr Mann seit zwei Wochen nicht mehr zur Arbeit gegangen ist.
25:22Laufen Sie in der Gegend rum und erzählen Ihnen so was?
25:25Ihr Mann wurde ermordet und es ist kein Privatgespräch hier. Also, wo war er?
25:30Ich weiß es nicht.
25:32Wir hatten am Abend nach der Aufführung Streit. Ich hab ihm vorgeworfen, dass er sich um nichts kümmert.
25:36Und da sitzt und dann plötzlich bei der Aufführung auftaucht und da anfängt zu heuen.
25:42Er hat da gesessen, sich alles angehört und wieder nichts gesagt.
25:46Da bin ich ausgerastet.
25:50Und nachdem Herr Steiger Ihnen erzählt hat, dass Ihr Mann nicht mehr zur Arbeit gekommen ist,
25:56da haben Sie nichts unternommen?
25:58Ich war nachgefragt, ob es ein Problem gab.
26:02Wie denn? Ich konnte ihn doch nicht erreichen.
26:05Und Herrn Steiger wollte ich auch nichts Falsches sagen oder machen.
26:10Ich dachte, es regt sich alles irgendwie wieder ein.
26:17Mein Papa hat mir auch so eins geschenkt.
26:22Aber ein viel besseres. Direkt vor der Aufführung als Glücksbringer.
26:33Ich würd gern mit Ihrer Tochter allein reden.
26:40War das das erste Mal, dass Dein Vater zu einer Aufführung kam?
26:44Ja.
26:49Und was glaubst Du, warum er gerade zu dieser Vorstellung gekommen ist?
26:53Weiß ich nicht.
26:55Aber er hat mich gedrückt und gesagt, wie leid ihm alles tut.
26:58Und dass er mich lieb hat.
27:00Und dann hat er auch noch angefangen zu weinen.
27:03Das war echt seltsam.
27:07Schatz, ist alles okay?
27:10Du weißt, Du musst los.
27:12Mama, bitte. Privatsphäre.
27:15Sie macht sich so.
27:17Helikopter.
27:19Ist Dir bei Deinem Vater irgendwas aufgefallen in letzter Zeit?
27:25Verhalten, Kleidung.
27:28Merkwürdige Besucher.
27:33Naja, er und Mama haben sich wohl ziemlich gezofft.
27:37Wie meinst Du das?
27:39Naja, zwischen den beiden lief nie wirklich was rund.
27:42Aber in den letzten zwei Wochen war er fast nie zu Hause.
27:45Und wenn dann immer nur, wenn Mama gerade nicht da war.
27:56Ich würde das zurückbringen, das hätte ich mir ausgeliehen.
27:59Danke.
28:08Ja, Inge, was gibt's?
28:10Das Ergebnis der DNA-Probe, die wir bei dem Toten gefunden haben, ist eingetroffen.
28:14Sie gehört zu einem Juri Schischki, mehrfach wegen Körperverletzung.
28:18Drogenbesitzen noch ein paar andere Sachen festgenommen.
28:20Ich schicke Dir gerade ein Foto.
28:29Schischki arbeitet für Alexei Komarenko.
28:32Der hat ja das Sagen, was die Drogen und die Prostitution betrifft.
28:35Der findet das auf jeden Fall ziemlich scheiße, wenn in seinem Revier irgendwas ohne seine Kontrolle läuft.
28:40Der ist nämlich ziemlich oldschool.
28:41Du kennst ihn?
28:43Er liebt die chinesische Küche.
28:45Job zu, hier ist ein Faible.
28:46Und Du meinst Komarenko, dass ich ihn mir aufkomme, den Sample zu statuieren?
28:49Naja, also fremde Mädchen im Revier und transen sich ohne seine Erlaubnis herumtreiben.
28:54Ich glaub schon, dass ihnen das ziemlich auf den Sack geht.
29:03Geschlossene Gesellschaft.
29:09Einladung.
29:16Michalski.
29:17Immer noch ein Grübchen unterwegs.
29:20Herr Michalski.
29:22Warten Sie bitte draußen.
29:24Sie auch, Frau Kleinefeld.
29:52Ich mag's, wenn man seine Leute im Griff hat.
29:55Damit scheinen Sie ja auch.
29:55keine allzu großen Probleme zu haben.
29:57Die Bezahlung ist gut.
30:00Lass halt die Leute bei der Stange.
30:02Wollen Sie sich nicht hinsetzen?
30:05Da, Herr Fratschko.
30:08Da, Herr Fratschko.
30:15Wissen Sie, Herr...
30:17Schumann.
30:17Herr Schumann.
30:18Ich freut mich, Sie kennenzulernen.
30:20Ich mag die deutsche Polizei.
30:26Man hält sich an die Regeln.
30:28Alles hat seine Ordnung. Ihre Gesundheit.
30:38Das ist nicht ernst.
30:41Wir trinken hier zusammen, reden miteinander.
30:43Was soll ich damit?
30:45Der Mann hieß Volker Wacht.
30:48Ist das die Schwuchtel aus dem Kanal?
30:53Und Sie glauben, ich hätte damit etwas zu tun?
30:56Er scheint Ihnen ja nicht unbekannt zu sein.
30:57Herr Schumann.
30:58Ich weiß einfach gerne, was in meiner Nachbarschaft passiert.
31:03Vielleicht hat er ja Ihre Ordnung gestört, genau wie dieses Mädchen, wegen dem er hier war.
31:11Keine Ahnung.
31:14Sicher?
31:19Wissen Sie, wie viele Mädchen jeden Tag in dieser Stadt kommen und mich um Hilfe bitten?
31:27Dann werden Sie ja bestimmt nichts dagegen haben, wenn wir Ihren Mitarbeitern ein bisschen näher befragen.
31:38Ich bin ein bisschen näher befragen.
31:42Ich bin ein bisschen näher befragen.
31:45Ich bin ein bisschen näher befragen.
31:59Danke.
32:07Ich kenne dieses Schwuchtel nicht.
32:11Was?
32:13Gut?
32:16Ja.
32:20Wenn Sie jetzt gehen, wissen Sie, was ich dann machen werde?
32:24Ich werde mich bei Ihrem Chef bedanken.
32:26Und dann werde ich ihm die DNA-Analyse geben,
32:30was da hervorgeht, dass das Sperma,
32:33das wir im Analbereich des Toten gefunden haben,
32:37von Ihnen stammt.
32:40Und dann bin ich mal gespannt, wie er reagiert
32:42und wie Ihre ganzen Freunde reagieren.
32:50Bitte, setzen Sie sich doch.
33:04Ich hab nichts mit dem Dorf von diesem Mann zu tun.
33:11Ich nehme an, Sie kannten auch Sie.
33:13Ja.
33:18Sie kam, hat nach Arbeit gefragt.
33:24Hat Kumarenko Sie rüberbringen lassen?
33:27Wie bitte?
33:30Ich hab Sie nicht verstanden, Entschuldigung.
33:34Ob Kumarenko Sie hat rüberbringen lassen?
33:37Nein, nein.
33:39Sie hat mir leid getan, sie war fertig.
33:41Ich hab Sie arbeiten lassen gegen bisschen Geld.
33:44Irgendwann kam sie nicht mehr.
33:48Wissen Sie, wer sie war?
33:50Und sie hat erzählt, sie heißt Anna, kommt aus Albanien.
33:52Ich weiß es nicht mehr, was hat das mit mir zu tun.
33:54Wie oft hatten Sie Sex mit Herrn Wacht?
34:07Sie müssen sich nicht schämen, das ist völlig legitim hier,
34:10Sex mit Männern zu haben.
34:11Für Sie ist es normal.
34:12Für Sie nicht.
34:17Nein, für mich ist es nicht normal.
34:20Wann haben Sie Herrn Wacht das erste Mal auf der Straße gesehen?
34:24Vor zwei Wochen.
34:33Nun?
34:36Nun, der ist gekommen, ich hab gesagt, verpiss dich.
34:39Der ist immer wieder gekommen, gekommen, gekommen.
34:41Ich hab gesagt, verpiss dich, du Schwuchtel.
34:43Und hab einmal Abreibung gegeben, hab gedacht, fertig.
34:46Was wollen Sie?
34:49Und was war an dem Abend vor seinem Tod?
34:53Was war?
34:57Sie hatten Sex mit ihm.
35:01Ich hab aus dem Auto rausgeworfen, hab Geld hinterher geworfen,
35:04hab gesagt, verpiss dich, fertig.
35:05Weil Sie sich geschämt haben?
35:07Was geschämt? Ich hab mich nicht geschämt.
35:11Weil Sie es nicht ausgehalten haben.
35:13Hatten Sie Angst, er könnte Sie verraten?
35:17Sie sind dann hinter ihm her, haben ihn fertig gemacht und in den Kanal geworfen.
35:21Nein.
35:21Ich bin zu meiner Mutter gefahren.
35:24Okay?
35:25Bitte, ich hab Volker nicht umgebracht.
35:28Glauben Sie mir bitte, okay?
35:32Können Sie sich erinnern, wann Sie Herrn Wacht verlassen haben?
35:38Zwei morgens.
35:40Bitte, das bleibt unter uns, okay?
35:42Ja.
35:50Warum haben Sie ihn nach Ihrer ersten sexuellen Begegnung zusammengeschlagen?
35:54Ich weiß es nicht.
35:55Hören Sie auf, mir diese Fragen zu stellen.
35:57Ich kann es Ihnen nicht beantworten.
35:59Gut?
35:59Es reicht.
36:00Ich hab einen Schritt auf Sie gemacht, Sie haben auf mich fertig.
36:03Sie haben ihn gemocht, oder?
36:03Es reicht.
36:04Ich hab gerade gesagt, bitte, es reicht.
36:06Sie hätten sich sogar in ihn verlieben können.
36:07Verstehen Sie Deutsch?
36:09Ist gut.
36:11Danke.
36:14Also, bei seiner Mutter will er gewesen sein.
36:18Ich überprüfe mal seine Alibi.
36:21Zumindest wissen wir jetzt, wo Herr Wachts alte Verletzungen stammen.
36:24Findest du das irgendwie krass?
36:25Dass Wacht zurück auf den Strich und zu Schischkin ist, nach dem, was der ihm angetan hat?
36:34Ja.
36:37Ja.
36:37Ich versteh's, Alter.
36:39Ja.
36:40Elvira, bitte, bitte entspann dich.
36:42Ja.
36:42Okay.
36:43Das mit dem Apartment ist kein Problem.
36:46Bis nachher hoch.
36:48Okay, bis dann.
36:51Lust auf eine Runde?
36:53Was ist Frau Wacht?
36:55Elvira ist eine wunderschöne Frau.
36:56Was soll ich machen?
36:58Wo ist der Herr Wacht davon?
37:00Weiß nicht.
37:01Ich glaub nicht.
37:03Elvira ist mir förmlich auf den Schoß gesprungen, um an die Wohnung ranzukommen.
37:06Und jetzt möchte sie sie behalten.
37:09Kann man ja auch verstehen, oder?
37:11Hatte da Herr Wacht eine ähnliche, liberale Haltung wie Sie?
37:14Wenn Sie damit meinen, ob er Beziehungen zu anderen Frauen hatte, dann ja.
37:18Ja.
37:25Nie gesehen.
37:30Und die Schläge, die Wacht vor gut einer Woche bekommen hat, haben Sie auch nie gesehen.
37:34Der ist nicht mehr zur Arbeit erschienen. Schon vergessen?
37:37Die Leute machen verrückte Sachen in diesem Job zum Ausgleich, zur Entspannung, okay?
37:41Und wenn Wacht sich hat schlagen lassen, oder kleine Nutten gefickt, oder Frauenkleider angezogen hat, dann ist das sein Ding.
37:47Sind Sie auch mal mit ihm um die Häuser gezogen?
37:50Sehe ich so aus wie jemand, der sich vorprügeln lässt?
37:53Ja.
37:54Kommen Sie mit, ein bisschen Bewegung schadet Ihnen nicht.
37:57Hey! Ich dachte, wir laufen zusammen.
38:00Ich kann nicht ewig auf dich warten. Mach mal ruhig weiter da mit deinen Kabeln.
38:04Ja, ich guck nochmal nach der VPN-Verbindung und dann hol ich dich in den Park ein.
38:10Sind Sie sicher, dass Sie dieses Mädchen nie gesehen haben?
38:13Ich weiß nicht.
38:15In der Nacht sind alle Katzen grau.
38:17Aber ich denke eher nicht.
38:20Letzte Chance mitzulaufen?
38:21Eher nicht.
38:27Haben Sie das alles aufgebaut?
38:30Ja.
38:32Und hier schlafen Sie?
38:34Powernapping.
38:36Habe ich von meinem Vater.
38:38Mach's erfolgreich, sagt er immer.
38:40Es fördert die Konzentration. Man macht weniger Fehler.
38:46Ihr Vater muss sehr stolz auf Sie sein.
38:48Naja.
38:50Sie haben ihn ja erlebt.
38:52Aber er hat mich von Anfang an als seinen Nachfolger aufgebaut.
38:55Dafür bin ich ihm sehr dankbar.
39:02Wieso?
39:04Was?
39:04Wieso sind Sie ihm dankbar?
39:06Hat er Sie mal gefragt, ob Sie das überhaupt wollten?
39:10Warum sollte ich das nicht wollen?
39:11Ich kann hier sehr gutes Geld verdienen.
39:13Ein Vermögen, wenn erstmal alles fertig ist.
39:15Hat Ihr Vater Sie eigentlich mal mitgenommen, wenn er nach der Arbeit mit Herrn Wacht feiern ging?
39:19Nein.
39:23Und selbst wenn, geht Sie das irgendetwas an?
39:26Nein.
39:39Nein.
39:41Nein.
39:43Nein.
39:43Nein.
39:47Nein.
39:56Nein.
39:59Nein.
40:00Nein.
40:02Nein.
40:04Nein.
40:04Nein.
40:04Nein.
40:05Nein.
40:18Ich bin zu müde, um schlafen zu gehen.
40:25Ich möchte noch ein wenig reden.
40:29Sie müssen nicht zuhören und auch nichts verstehen.
40:36Ich muss nur mit jemandem reden.
40:42Ich bin zu müde, um schlafen zu gehen.
40:48Für wen soll ich mich auch erholen?
40:52Ich weiß, es ist vier.
40:56Sie wollen jetzt gehen und gehen seit langem verstohlen.
41:05So sitze ich seit Jahren, hasse die Stille, liebe den Lärm, die schlaflose Nacht.
41:16Erwarte den Tag mit ertrunkenen Gedanken, begegne der Frühschicht der Stadt.
41:26Der Stadt, die erwacht, wir kennen uns nicht und erkennen uns doch.
41:35Sind Schatten der Schatten gewesen.
41:49Ich bin zu müde, um schlafen zu gehen.
41:54Ich bin zu müde, um schlafen zu gehen.
42:06Ich bin zu müde, um schlafen zu gehen.
42:36Versinke im Licht des mutlosen Tags, erwarte die Sonne der Nacht, meiner schlaflosen Nacht.
42:54Ich bin auf der Suche nach diesem Mann.
43:01Er wurde ermordet.
43:05Er war so hier.
43:09Kevin, haben wir den Sack noch?
43:13Kannst du ihn mal schnell bringen?
43:21Das sind seine Sachen.
43:23Er hat einfach alles liegen lassen und ist nur in einer Bluse raus.
43:29Es war bitterkalt in der Nacht.
43:33Und dann, dann hat er noch den Spiegel in der Garderobe zerschlagen.
43:39Traurige Sache, das.
43:42Kann ich mir das mal ansehen?
44:06Ab nicht gehen!
44:06Mann?
44:26Da ist es für mich.
44:36Musik
45:05Ja, auf jeden Fall müssen es zwei Entsassen gewesen sein.
45:08Einer, der gefahren ist und der andere, der sie aus dem Fonds gestoßen hat.
45:13Ihr Mann fühlte sich schuldig, weil ein 15-jähriges Mädchen ermordet worden ist.
45:17Ein Mädchen so alt wie ihre Tochter.
45:18Hören Sie auf.
45:19Er fühlte sich so schuldig, dass er ihren Platz auf dem Strich eingenommen hat.
45:23Dass er sich Frauenkleider angezogen hat.
45:24Dass er seinen Job geschmissen hat, weil ihn das alles aufgefressen hat.
45:27Und Sie wollen mir erzählen, dass Sie von seinen Hilfenrufen überhaupt nichts mitbekommen haben?
45:31Er hat sich verantwortlich gefühlt für das Mädchen.
45:34Für ihren Tod.
45:35Er hat es nicht ausgehalten. Er hat unter einer Brücke geschlafen.
45:38Ich habe klare Hinweise, dass er in diesem Abend nicht allein mit dem Mädchen war.
45:44Sie meinen Robert.
45:47Volker stand plötzlich vorletzte Woche hier, vor der Tür.
45:51In diesen Klamotten, grün und blau geschlagen.
45:53Er hat mir gesagt, dass er die Verantwortung trägt.
45:57Er hat mich angeflägt, dass ich ihm helfe.
45:59Er.
46:01Verstehen Sie? Nur er.
46:04Was haben Sie dann gemacht?
46:06Was sollte ich denn machen?
46:07Die Polizei rufen.
46:09Unser Leben zerstören?
46:12Ich habe ihm gesagt, dass ich mich scheiden lasse.
46:14Dass er Jessica nie wieder zu Gesicht bekommt, wenn er sich nicht wieder in den Griff kriegt.
46:18Und dann?
46:19Dann war er tot.
46:27Und Sie sind jetzt mit Herrn Steiger zusammen?
46:31Zum Glück.
46:41Ich wüsste nicht, wie ich das hier sonst alles schaffen könnte.
46:50Volker hat uns einfach so sitzen lassen.
47:11Ich wüsste nicht, wie ich das hier sonst alles mache.
47:16Oh mein Gott.
47:25Ist grad schwer, hm?
47:28Ja.
47:30Der Fall
47:32holste einiges hoch von damals.
47:39Weißt du noch?
47:40Emma ist sogar von hier aus die Polizei angerufen.
47:43Oh Mann, du warst zu besoffen.
47:47Ich hatte überhaupt kein Verständnis.
47:50Ich hatte gerade meine Tochter verloren. Das konntest du ja nicht wissen.
47:54Aber du warst da.
47:59Danke.
48:02Passt schon.
48:07Ein Anruf.
48:17Ja, Verena, sorgst du dafür, dass morgen früh der Steiger Senior im Präsidium ist?
48:23Ja. Okay, danke. Bis dann.
48:32Schluss. Das war's.
48:39Morgen, Bruno.
48:40Morgen.
48:42Ich hab dir die Daten der Bewachungskamera von Haus Steiger auf den Rechner gezogen.
48:45Danke.
49:36Bist du durch mit dem Video?
49:38Hm.
49:38Steiger ist da, Vernehmungsraum.
49:42Shishkins Adibi hat sich als richtig erwiesen. Er war zur Tatzeit bei seiner Mutter.
49:47Hat er inzwischen den Namen des Mädchens?
49:49Nein, leider keine Anna, die zu der Toten passt.
49:51Steiger kommt aus der ehemaligen DDR, hat dort wegen versuchter Republikflucht zwei Jahre eingesessen und ist nach der Wende nach
49:57Frankfurt am Main und hat sich an der Börse versucht.
50:01Dann hat er einen Motorradumfall, dabei ist seine Frau ums Leben gekommen und dann ist er mit seinem Sohn nach
50:05Berlin und hat dort sein Unternehmen gegründet.
50:09Wie alt war der Sohn, als seine Mutter gestorben ist?
50:13Dreizehn.
50:14Gut.
50:17Wenn er geht, hängen wir uns an ihn rein.
50:27Wissen Sie, was ich glaube?
50:29Nö.
50:30Ich glaub, dass Sie in der Nacht, in der das Mädchen starb, mit Herrn Wacht zusammen waren.
50:36Wacht hat das Mädchen nicht allein zum Kockenhaus gefahren.
50:38Ihr Sohn hat mir im Übrigen indirekt bestätigt, dass Sie mit Wacht zusammen feiern waren.
50:43Mein Sohn? Indirekt?
50:46Was ist mit dem Mädchen passiert?
50:48Was soll das hier werden, Schumann?
50:52Bin ich jetzt angeklagt, weil ich angeblich einen Freund hab hängen lassen?
51:01Wie hat Ihr Sohn eigentlich damals auf den Tod Ihrer Frau reagiert?
51:13Was hat das mit irgendwas zu tun?
51:15Schlecht natürlich, wie ich übrigens auch. Deshalb sind wir ja von Frankfurt weg, um hier neu anzufangen.
51:20Trotzdem konnten Sie Wachts Reaktion auf den Tod des Mädchens überhaupt nicht nachvollziehen.
51:25Er hatte eine Tochter in demselben Alter wie die junge Prostituierte.
51:29Hören Sie, das war eine kleine Nutte. Niemals von Bedeutung.
51:39Ich frag mich die ganze Zeit, wo Sie in der Nacht mit Wacht und dem Mädchen zusammen abgestiegen sein könnten.
51:45Und ich bin ziemlich sicher, dass Ihre Firma der ideale Ort dafür war.
51:49Und Ihr Sohn, der übernachtet doch da regelmäßig.
51:59Hören Sie, wir hatten ein paar Drinks, da war der Kleider und...
52:04Wir wollten Sie halt beide.
52:09Dann wurde es etwas wild.
52:13Das wollen Sie doch auch nicht durch die Gegend posaunen.
52:15Das Mädchen war minderjährig.
52:17Und Sie erzählen mir hier gerade, dass Sie mit Wacht zusammen Sex mit ihr hatten?
52:22Das ist strafbar, Herr Steiger.
52:23Sie hat gesagt, sie ist volljährig.
52:25Ich hätte ihm etwa einen Ausweis zeigen lassen.
52:27Ja, das hätten Sie.
52:28Ich glaube, dass Sie das Mädchen mit Alkohol abgefüllt haben und geschlagen haben.
52:33Und ich glaube, Wacht hat mitgemacht, weil er endlich mal so ein toller Hecht sein wollte wie Sie.
52:37Wir hatten keinen Blümchensex, aber das war alles im Preis inbegriffen.
52:42Die Kleine sahen zur Toilette.
52:44Wir dachten erst, sie zickt rum, will mehr Geld oder so.
52:49Dann lag sie da.
52:52Das ganze Koks auf der Spüle, viel zu viel, was Sie irgendwie mitgebracht haben.
52:59Wir haben da nichts mit zu tun gehabt. Ich habe versucht, Sie wach zu kriegen im Meimerwasser.
53:02Und weil Sie so besorgt waren, haben Sie gar nicht erst einen Krankenwagen gerufen,
53:05sondern das Mädchen am anderen Ende der Stadt vor einem Krankenhaus abgeladen
53:11und sich aus dem Staub gemacht.
53:15Was ist dann passiert?
53:16Volker ist durchgedreht. Er ist, er hat mir aus dem Weg gegangen.
53:20Dann rief er alle zwei Minuten an, hat mich auf der Arbeit abgepasst,
53:23stand vor meiner Tür, wollte zur Polizei gehen, rausfinden, wer die Eltern des Märchens sind.
53:28All sowas halt.
53:30Und dann ist er verschwunden?
53:32Ja, nein, letzte Woche tauchte er wieder auf, statt bei Elvira vor der Tür.
53:37Verprügelt.
53:39In Frauenklamotten.
53:41Ich habe ihm gesagt, dass niemand geholfen ist, wenn er zur Polizei geht.
53:44Dass er nur alles verlieren wird.
53:46Und dass er im Knaster auch keine Erlösung finden wird.
53:49Ich habe ihm gesagt, er muss sich beruhigen.
53:50Sonst ist er untragbar für die Firma.
53:54Dann ist er einfach weggegangen.
53:58Und dann beim Joggen stand er plötzlich wieder vor Ihnen?
54:01Ja. Im Park, an der Brücke.
54:04Mich angeschrien, angefleht.
54:06Wir sollten zur Polizei gehen, rausfinden, wer die Eltern des Mädchens sind.
54:09Das ist total von Sinn.
54:13Er hat sie bedrängt.
54:17Er wollte, dass ich ihn ficke. Sofort im Park.
54:22Total verrückt.
54:23Dann hat er angefangen, sich die Kleider vom Leib zu reißen.
54:26Versucht, mir an die Eier zu langen.
54:30Und da haben sie ihm gezeigt, wo sein Platz ist.
54:33Wer der Mann ist.
54:34Sie haben ihn verprügelt und in den Kanal geworfen.
54:37Nein.
54:39Ich meine, ja, ich habe ihm die Scheiße aus dem Leib geprügelt.
54:41Aber nur, um ihn zu beruhigen.
54:45Ich habe ihn nicht umgebracht.
54:48Ich bin nun weiter.
54:50Dann hat er mir noch nachgebrüllt.
55:09Der einzige Mensch, der in Ihrem Leben eine Bedeutung hat, ist Ihr Sohn.
55:13Und der tut wirklich alles, um Ihre Anerkennung zu bekommen.
55:17Und Sie sind sicher,
55:20dass Ihr Sohn von all dem nichts mitbekommen hat?
55:52Sie können gehen.
55:57Sie können gehen, ich habe keine Fragen mehr.
56:14Los geht's.
56:17Los geht's.
56:31Los geht's.
56:37Papa, es funktioniert.
56:40Der Trading Server läuft endlich.
56:42Bist du am Dienstagmorgen hinter mir hergelaufen?
56:46Was? Welcher Dienstag?
56:51Warst du an dem Morgen als Volker starb im Park joggen?
56:53Nein, verdammt nochmal!
56:54Lüg mich nicht an!
56:55Du wolltest hinter mir herlaufen. Du hast gesagt, du holst mich ein.
56:58Haben Sie ja entwacht in den Kanal gestoßen.
57:04Ich wollte doch nur helfen, Mann.
57:06Er lag da auf dem Boden und du bist einfach weiter.
57:09Er hat geschrien. Er hat versucht aufzustehen.
57:11Er hat geschrien, wir sind schuld.
57:14Wir müssen uns unserer Strafe stellen.
57:18Was hat er dich gemeint?
57:20Ich habe das für uns getan.
57:25Glaubst du wirklich, ich habe das gewollt?
57:48Ich bin zu müde, um schlafen zu gehen.
57:56Ich möchte noch ein wenig reden.
58:01Sie müssen nicht zuhören und auch nichts verstehen.
58:08Ich muss nur mit jemandem reden.
58:13Ich bin zu müde, um schlafen zu gehen.
58:18Ich bin zu müde.
58:21Vielen Dank.
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