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KurzfilmeTranskript
00:13Untertitelung. BR 2018
00:58Untertitelung. BR 2018
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03:39Untertitelung. BR 2018
04:28Untertitelung. BR 2018
04:39Alles okay bei dir?
05:23Vier tote Menschen.
05:27Ich fahre zum Bestattungsinstitut.
05:31Ich komme mit.
06:02Der Wagen, Verena.
06:04Der Wagen, Verena.
06:07Der Wagen.
06:10Gut. Gut.
06:12Gut. Gut.
06:15Beerdigungsinstitut Raczynski.
06:16Die machen das hier seit 120 Jahren.
06:18Fünf Generationen Bestattung, aber auch Hochzeiten.
06:21Frei nach dem Motto Glück und Leid.
06:23Früher haben sie Kutschen und Personal
06:24für historische Feste oder Filmaufnahmen vermietet.
06:27Aber das ist jetzt vorbei.
06:28Die fünfte Generation ist verschuldet.
06:35Herr Raczynski?
06:38Schumann, ja?
06:39LKA.
06:40Wir haben Ihre Tochter Jenny tot aufgefunden.
07:02Ich habe Jenny immer gesagt, dass man sowas nicht tut.
07:06Ich habe ihr gesagt, dass das Böse enden wird.
07:08Hör doch auf, Verena.
07:10Dann tut es einfach nicht.
07:11Was tut man nicht, Frau Raczynski?
07:13Nichts. Gar nichts.
07:16Verena. Schatz.
07:19Verena.
07:21Bleiben Sie, bitte.
07:22Sie verstehen das nicht. Meine Frau ist krank.
07:25Sie tut sich was an.
07:27Meine Kollegin ist bei mir.
07:29Was meinte Ihre Frau damit?
07:31Das tut man nicht.
07:37Hier werden die Verstaubenden gewaschen.
07:48Jenny wollte den Verstorbenen einen Moment des Zusammenseins schenken.
07:53Hat gemeinsam mit den Hinterbliebenen den Verstaubenden gewaschen, angekleidet, hergerichtet.
07:59Meine Tochter hat Zeit geschenkt.
08:02Zeit für die Andacht.
08:05Sie wollte Ihnen den Abschied erleichtern.
08:07Manche haben mit den Toten gesprochen.
08:09Manche haben was vorgelesen.
08:10Manche haben einfach nur da gesessen.
08:13Jenny war der Überzeugung, dass das hilft.
08:15Und? Hat es geholfen?
08:17Ja, es hat geholfen.
08:31Vor ungefähr einem Jahr hat sie damit angefangen.
08:40Es war eine Begabung.
08:43Jenny konnte die Toten auferstehen lassen.
08:46Sind diese Menschen...
08:54Sie hat es geschafft, dass es normal aussieht.
09:04Aber warum hast du das gemacht?
09:06Früher, als man sich nicht ständig fotografieren lassen hat, hat man solche Aufnahmen von Toten gemacht.
09:10Zur Erinnerung.
09:12Jenny hat sich sehr viel Mühe gegeben.
09:14Mit den Lebenden und mit den Toten.
09:18Unter dem ZDF-3-2-4-4-5-7-4-5-6-6-8-8-7-8-8-8-7
09:19-8-8-8-8-8-8-8-8-8-8-8-8-8-8-8-9-8-8-8-8
09:28-4-8-8-8-8-8-8-8-8-8-9-8-8-8!
09:34Amen.
10:04Amen.
10:35Amen.
11:04Amen.
11:34Amen.
11:44Herr Ratschinski, in dem Lieferwagen, da waren drei weitere Leichen. Haben Sie die nicht vermisst?
11:52Nein.
11:55Toni, also Herr Winkler, also Anton Winkler, unser Angestellter, sollte Sie ins Krematorium fahren.
12:00Das Krematorium liegt fünf Minuten von hier.
12:05Wir verbrennen nicht in Berlin.
12:08Wir verbrennen Slowwitz, so das ist kurz hinter der polnischen Grenze.
12:11Das ist kostengünstiger.
12:15Wie war Jennys Verhältnis zu Herrn Winkler?
12:19Ja gut, er kennt sie ja, seit sie auf der Welt ist.
12:23Wo ist denn Herr Winkler jetzt?
12:26Keine Ahnung.
12:31Nein, der Leichenwagen steht ja schon bereit, der muss nur noch hingefahren werden.
12:35Ich kann's nicht ändern, okay? Also bitte.
12:40Wir brauchen die Leute von der Spurensicherung. Die Werkstatt ist der Tatort.
12:43Okay.
12:52Wir brauchen die Kollegen von der KTU zum Beerdigungsinstitut.
13:07Hallo, kann ich Ihnen helfen?
13:08Ist der Chef nicht da?
13:10LKA Berlin. Darf ich fragen, was Sie hier tun?
13:17Herr Winkler?
13:19Sind Sie Herr Winkler?
13:24Ja?
13:29Was ist denn eigentlich mit der Kamera von Jenny Raczynski? Habt ihr die gefunden?
13:32Ich hab die ganze Wohnung auf den Kopf gestellt. Nichts.
13:35Wo bleibt denn jetzt Max?
13:36Max!
13:40Winkler sollte die Leichen zum Krematorium nach Slubitsche fahren.
13:44Vielleicht wollte er Jenny gleich mit verbrennen und mal hätte sie nie gefunden.
13:49Also, der Wagen wurde hier an der A12 gefunden. Genau zwischen Berlin und Slubitsche.
13:55Aber warum fährt er dann von der Autobahn runter und stellt den Wagen einfach da ab?
14:00Panik?
14:01Frau Raczynski ist seit Jahren in Behandlung. Sie hat zwei Selbstmordversuche hinter sich.
14:06Ich hab mit den Angehörigen der Toten gesprochen. Offiziell sind die Menschen längst verbrannt worden und die Asche wurde übergeben.
14:12Kleine Junge ist angeblich vorgestern verbrannt worden, die junge Frau vor einer Woche.
14:17Die Angehörigen haben eine Urne bekommen mit irgendeiner Asche drin und dann wurde abkassiert.
14:22Krass. Bruno, diese Schuhe, die Winkler anhatte, die sind sauber. Keine Blutspuren.
14:28Okay, danke.
14:33Kommst du?
14:35Wie, die haben die Leichen gesammelt, damit sich die Fahrt nach Polen lohnt?
14:41Und die haben den Angehörigen echt irgendwelche Asche ausgehändigt?
14:49Stell dir mal vor, du kriegst statt deiner Mutter die Reste vom Le...
15:06Ja, okay, ich hab die Sachen von dem Cowboy eingesteckt. Ja, und?
15:11Jennys Leiche wurde in dem Wagen gefunden, den sie heute Morgen nach Polen fahren sollten.
15:17Ja, ich bin den Wagen gestern Abend beladen, dann bin ich nach Hause gegangen und als ich heute Morgen wiederkam,
15:20da war der Wagen weg.
15:25Die Leichen waren die ganze Nacht über im Wagen?
15:30Ich wollte nicht so früh aufstehen. Es ist nicht ganz nach Vorschrift, okay. Aber besser als früh aufstehen, oder?
15:38Wusste Jenny Ratschinski, dass sie sich die Dinge genommen haben?
15:41Meinen Sie, ich hab sie deshalb umgebracht?
15:52Ja, sie wusste, sie wusste ja alles, was die Leichen angeht.
15:56Sie... Sie fand's jetzt nicht besonders toll, aber dafür hab ich ihr ja mal geholfen.
16:01Guck mal.
16:02Die Leichen anziehen, die Leichen durch die Gegend schleppen, abstützen...
16:06Wusste Jenny auch, dass man den Hinterbliebenen die falsche Asche aushändigt?
16:10Jenny wusste alles, was die Leichen angeht.
16:12Und sie konnte damit leben, solange die Angehörigen nichts davon wussten, solange die glücklich und zufrieden waren.
16:17Für die hat sie alles gemacht. Sie haben doch die Fotos gesehen, oder?
16:20Das ist doch krank!
16:28Wenn sie fanden, dass das krank ist, warum haben sie Jenny dann dabei geholfen?
16:36Weil's den Menschen gut getan hat. Die hatten grad alles verloren und Jenny hat denen was gegeben.
16:51Die Todesursache ist der Schlag auf den Kopf. Er wurde mit einem Handteller großen, schweren Gegenstand ausgeführt.
16:58Ich tippe auf Hammer.
16:59Der Schlag kam von vorne links, also ist der Täter Linkshänder.
17:02Bist du dir da sicher? Er hätte doch auch von hinten rechts kommen können.
17:06Na, na, nee. Guck mal, wenn...
17:08Wenn du hier stehst und ich komm von hinten und schlag zu mit rechts,
17:13dann schlag ich doch hier hin.
17:14Nicht so! Ich mein, hier hab ich doch gar keine Kraft.
17:18Der Täter hat noch mindestens dreimal zugeschlagen.
17:21Er war ein Rache.
17:24Sie hatte kurz vor ihrem Tod Sex mit Kondomen.
17:40Ich hole jetzt die Angehörigen, um die drei Toten aus dem Wagen zu identifizieren.
17:44Bleibst du?
17:47Herr Steger, es tut mir leid, dass wir Ihnen das zumuten müssen.
17:50Das ist Hauptkommissar Schumann.
17:53Ein Beileid.
18:09Ja, das ist meine Frau.
18:16Aber was war denn dann in der Urne?
18:19Was ist denn da bestattet worden?
18:22Frau Schmidt-Höffner, meine aufrichtige Anteilnahme.
18:25Und vielen Dank für Ihre Mithilfe.
18:47Ja, das ist meine Schwester.
18:54Hat Jenny Ratschinski Ihre Schwester so zurecht gemacht?
18:58Jenny war ein Engel.
19:01Meine Schwester war jede Woche beim Friseur.
19:05Ihre größte Sorge war, im Alter nachlässig zu werden.
19:11Tschüss.
19:25Frau Flügel ist mir das an.
19:27Können Sie sich vorstellen, was meine Frau und ich gerade durchmachen?
19:30Nein.
19:46Sehr schön.
19:56Ach du mal?
20:03Herr Gabe?
20:16Tut mir leid, mein Name ist Schumann, der K.A.
20:19Wir untersuchen den Mord von General Chinsky.
20:22Das weiß ich. Das weiß ich alles.
20:28Sie hat auch ein Foto von Ihrem Jungen gemacht.
20:41Er hat meine Frau überredet.
20:45Er hat mich locker gelassen.
20:52Er hat ihr versprochen, Timi lebendig zu machen, wenigstens für diese eine Erinnerung.
20:56Und es hat tatsächlich funktioniert. Meine Frau liebt das Bild.
21:03Alles, was ich jeden Tag sehe, ist mein totes Kind.
21:21Herr Watschinski?
21:24Herr Schumann.
21:25Hatte Jenny eigentlich einen Freund?
21:27Freund? Ist vielleicht zu viel gesagt.
21:29Sie hatte da jemanden, das ist auch schon ein paar Wochen her.
21:37Eugen. Mehr weiß ich nicht.
21:41Eugen.
21:43Keine Adresse? Keinen Nachnamen?
21:46Nein.
21:48Wo ist sie meine Frau?
22:13Frau Ratschinski?
22:16Wissen Sie was über den Freund Ihrer Tochter?
22:18Frau Ratschinski?
22:18Frau Ratschinski?
22:22Lassen Sie sie, sie will nicht.
22:26Jenny wurde getötet.
22:28Wollen Sie mir nicht helfen, den Mörder Ihrer Tochter zu finden?
22:31Sie war 18 Jahre alt.
22:34In dem Alter wollen die meisten Mädchen ihr Leben einfach nur genießen.
22:38Und sie wohnte über einem Kühlraum voller Leichen.
22:45Sie hatte schon ihren Spaß. Machen Sie sich mal keine Sorgen.
22:55Jenny hat nichts anbrennen lassen.
22:58Und das wissen alle.
23:00Alle wissen das.
23:01Die wollen es nur nicht sagen, weil Jenny ja so ein gutes Mädchen war.
23:20Ja, Esther?
23:21Bruno, in Jennys Handy war wirklich ein Eugen eingespeichert. Eugen folgt.
23:26Du wegen dem Wagen.
23:27Der Wagen muss an der Ausfahrt 57 von der A12 abgefahren sein.
23:32Kurz davor ist eine Raststätte.
23:34Winkler oder wer auch immer muss da getankt haben. Der Tank war randvoll.
23:37Wieso tankt der und fährt danach von der Autobahn ab und hält an?
23:40Wer? Er tankt?
23:41Geht zur Kasse um zu bezahlen und in der Zwischenzeit klaut jemand den Wagen.
23:45Die Diebel fahren von der Autobahn ab, inspizieren die Beute.
23:48Und finden vier Leichen.
23:49Und kriegen Panik und hauen ab.
23:51Das wird auch das zweite Paar Reifenspuren erklären, das wir gefunden haben.
23:57Ist Max da?
23:58Ja.
24:00Ich hab keine Ahnung, wo der ist.
24:07Ja, ich bin da.
24:23Wie lange wart ihr zusammen?
24:26Vier Wochen.
24:30Wo habt ihr euch kennengelernt?
24:34Schule.
24:37Und dann?
24:41Die Leichen.
24:43Da ist direkt unter uns immer diese Leichenlagen.
24:47Das hat mich einfach total gefreakt.
24:52Sie hat gemerkt, dass ich...
24:56Also hat sie es beendet?
24:57Sie hat es einfach gewusst.
25:01Sie hatte immer ein ganz besonderes Gefühl dafür, was in einem vorging.
25:05Sie war einfach anders.
25:08Wann hast du sie das letzte Mal gesehen?
25:10Gestern.
25:13Hattest du da Sex mit ihr?
25:15Nein, Mann.
25:17Das war einmal.
25:18Ich war doch nur ganz kurz.
25:20Dann kam ihre Mutter, hat mich rausgeschmissen.
25:21Hat einen Wahnsinnsaufstand gemacht.
25:23Worum ging's bei dem Streit?
25:25Kein Plan.
25:26Die Alte ist einfach verrückt.
25:27Nein.
25:49Beratczynski?
26:01Erlatschwinski?
26:12Erlatschwinski?
26:17Ihre Frau hatte gestern einen größeren Streit mit Jenny. Worum ging's dann?
26:22Davon hab ich nichts mitbekommen.
26:26Vielleicht um Jennys neuen Freund?
26:28Ich weiß nur von diesem Eugen, aber das hab ich Ihnen ja schon gesagt.
26:34Entschuldigung. Können Sie denn?
26:36Kann ich die Jacke?
26:38Sein Hochzeitsanzug. Jenny hat's ihm versprochen.
26:4472 ist er geworden. Können Sie hier?
26:50Ich will ihm nicht deine Arme auskugeln.
26:52Ach, glauben Sie mir, das stört ihn nicht mehr.
26:54Ich glaub, die Jacke ist ein bisschen eng. Warten Sie mich für.
27:04Sie halten?
27:05Ja. Ja, gut so.
27:27Könnte es sein, dass Sie hier jemanden kennengelernt hat?
27:30Vielleicht einen Kunden?
27:32Das kann ich mir nicht vorstellen.
27:38Sie war den Angehörigen sehr nah.
27:40Sie hat sie begleitet in ihrer Trauer.
27:42War immer für sie da.
27:43Ja.
27:45Und das ist ein Fehler, das hab ich ihr auch immer wieder gesagt.
27:48Wir helfen den Menschen, indem wir so tun, als wären wir das nette Fräulein im Flughafen.
27:53Kennen Sie doch, kurz vor der Sicherheitsschleuse.
27:56Die sagen hier, müssen Sie sich leider verabschieden.
27:59Ohne Bordkarte kommen Sie hier nicht durch.
28:02Sie sind routiniert.
28:04Jeder weiß, dass Sie nur Ihren Job machen.
28:06Und jeder ist Ihnen dankbar, dass Sie die Entscheidung treffen, wann der Abschied endlich vorbei ist.
28:12Sie sind die Linie.
28:15Genau wie wir.
28:20Mal ehrlich, wären Sie dem Fräulein dankbar?
28:23Wenn sie Ihnen hinterherrennen würde und würde sagen, wie fühlen Sie sich? Sind Sie traurig? Möchten Sie nochmal zurück?
28:27Wollen Sie sich nochmal verabschieden?
28:29Stimmt nicht.
28:32Ich glaub, so hat Jenny Ihren Beruf gar nicht verstanden.
28:36Sie wollte den Menschen helfen, den Tod als Teil des Lebens zu akzeptieren.
28:39Wir vergraben und verbrennen tote Menschen. Das ist unser Job.
28:44Wir versuchen es natürlich so hübsch wie möglich aussehen zu lassen.
28:48Aber am Ende des Tages ist es genau das, was wir tun.
28:53Vergraben und verbrennen.
28:55Mit dem Tod haben wir nichts zu tun.
28:58Mit dem müssen die Menschen umgehen, die zurückbleiben.
29:02Der eine lacht, der andere weint.
29:04Der Nächste will nicht drüber nachdenken oder klappt zusammen.
29:08Haben Sie überlegt, wie Sie mit dem Tod Ihrer Tochter umgehen?
29:30Sie hat gesagt, wir sollen machen, was uns hilft.
29:34Was uns hilft.
29:42Frau Ratschinski, Sie hatten gestern Streit mit Ihrer Tochter.
29:46Ich würd gern wissen, worum es dabei ging.
29:50Ich weiß nicht, wovon Sie reden.
29:52Gut, dann kommen Sie jetzt bitte mit.
29:53Dann soll er weggehen.
29:55Verena.
29:56Er soll weggehen. Dann sag ich Ihnen.
29:59Herr Ratschinski, bitte.
30:02Er soll die Tür zu machen!
30:03Gehen Sie lang!
30:05Und?
30:31Wir haben's gemacht, wie die Königke.
30:38Wer? Jenny?
30:43Natürlich Jenny.
30:45Wer war der Mann?
30:46Rüdiger.
30:48Meinen Sie Ihren Mann?
30:49Rüdiger und Jenny, die haben das andauernd getan.
30:56Deshalb ist Rüdiger doch auch immer so lange weg gewesen.
30:59Deshalb ist Jenny über die Werkstatt gezogen.
31:03Sie ehren sich, Frau Ratschinski.
31:04Die haben es gemacht, wie die Karnickel, immer wieder.
31:08Ihr Mann und Jenny.
31:09Natürlich tun sie es, ich habe es doch gesehen.
31:11Wann?
31:12Heute, gestern, als Jenny noch lebte, jeden Tag.
32:01Ich habe es doch gesagt, wie die Karnickel, immer wieder.
32:33Ich habe es doch gesagt, wie die Karnickel, immer wieder.
32:44wo der Mann ist, also die Karnickel.
32:52Gemeinsam Karnickel und Karnickel.
32:54Die Karnickel muss auch immer wieder davon plan acc Contra心.
32:57Ich bin einig, ich bin einig, ich bin einig, ich bin einig.
33:33Ich bin einig, ich bin einig.
34:04Ich bin einig, ich bin einig.
34:26Was würdest du machen, wenn ich morgen tot bin?
34:30Würdest du mich verbrennen oder vergraben lassen?
34:33Was wäre dir denn lieber?
34:35Ich frag dich.
34:37Ich lieg morgen früh tot in meinem Bett.
34:39Was meinst du?
34:41Verbrennen.
34:42Na ja, wirklich?
34:43Warum?
34:47Du bist tot, weg, endgültig.
34:49Und dann?
34:52Dann suche ich mir Ersatz.
35:01Was?
35:03Weißt du doch.
35:08Ich finde, du könntest es ruhig öfters sagen.
35:25Ja, Esther?
35:44Überdosis.
35:46Frau Radzinski musste reanimiert werden und liegt im Koma.
35:48Ihr Mann ist hinten in der Werkstatt, der will dir irgendwas zeigen.
35:52Und er hat sie gefunden, hat aber ziemlich viel gebechert.
35:56Okay, danke.
36:02Guten Abend, Herr Steger.
36:03Ich hab die Frau liegen sehen nachher durchs Fenster durch.
36:07Da lach sie nervös wirklich nicht.
36:11Was machen Sie denn hier?
36:16Ich will mein Geld zurück.
36:18Ich hab dafür bezahlt, dass sie meine Frau verbrennen.
36:21Und was haben die gemacht?
36:25Wir wollten ein Sofa umstellen.
36:28Im Wohnzimmer.
36:32Eins, zwei, drei, hau ruck.
36:35Und sie fiel tot um.
36:38Das Leben wich aus ihr heraus.
36:43Wie sind Sie denn auf die Radzinski's gekommen?
36:47Freunde.
36:48Wir haben total geschwärmt, dass die sich kümmern.
36:51Vor allem diese hier.
36:53Sag schon.
36:53Und hat die Jenny sich gekümmert?
36:55Sie wollte ja nicht mehr aufhören.
36:58Sie hat mich jeden verdammten Tag angerufen, mich gefragt, ob ich meine Frau noch mal sehen möchte.
37:03Ob sie sich anziehen soll, waschen soll.
37:06Wie wollte, dass ich Abschied nehmen?
37:09Wie kann man denn Abschied nehmen von jemandem, der schon tot ist?
37:29Meine Frau wird durchkommen?
37:33Wollen Sie, dass Ihre Frau überlebt?
37:41Ich hab Jennys Kamera gefunden.
37:47Ich hab Jennys Kamera gefunden.
38:03Mir ist da was aufgefallen.
38:05Mir ist da was aufgefallen.
38:29Ja.
38:36Ich hatte irgendwie das Gefühl, da war was.
38:39Ja.
38:50Danke.
38:52Wenn Sie, ich sollte zu ihr gehen.
38:54Zu Verena?
38:57Ja.
39:00Ja.
39:30Hey, Max.
39:42Alles okay bei dir?
39:44Tut mir leid.
39:44Was ist denn los?
39:46Du musst nach Hause.
39:47Leg dich hin und schlaf dich aus.
39:48Schaffst du das?
39:59Schaffst du das?
40:20Schaffst du das?
40:24Schaffst du das?
40:25Dad?
40:53Ja, da haben Sie mich ja endlich gefunden.
41:23Das war der Moment, der uns auseinandergerissen hat.
41:27Meine Frau will nicht verstehen es.
41:31Ich muss loslassen, weitermachen.
41:34Sonst werde ich wahnsinnig, verstehen Sie das?
41:37Ich war so lange hilflos, muss endlich raus aus dieser Fessel, dieser Hölle.
41:43Simone spricht nur noch von Timmy.
41:46Will nicht hören, dass er nicht mehr lebt.
41:48Sie sagt, dass ich ihn schon vergessen habe, dass ich ihn nie geliebt habe.
41:56Und Jenny?
41:58Sie hat uns beiden gegeben, was wir brauchten.
42:01Simone, das Bild von Timmy und mir, das Gefühl, lebendig zu sein.
42:17Haben Sie mit ihr geschlafen?
42:21Jenny wollte es.
42:28Sie war so jung, so warm.
42:32Vor allem wollte sie sehen, dass es mir besser geht.
42:36Ich glaube, sie hat es geliebt, dass ich mit jedem Mal so ein bisschen freier wurde.
42:39So glücklicher.
42:51Wann haben Sie Jennys letztes Mal gesehen?
42:56Vorgestern.
42:57Morgens.
42:59Ich habe sie angerufen und sie kam hierher.
43:12Wo waren Sie vorgestern Nacht zwischen 22 und 24 Uhr?
43:16Ich war hier.
43:19Habe auf Jenny gewartet.
43:30Wann Sie weg?
43:33Ich ziehe aus.
43:35Meine Frau und ich, wir trennen uns.
43:48Wahnsinn, oder?
43:49Man erkennt praktisch nicht mehr, wer von denen der Tote ist.
43:56Es gibt kein Foto von dieser Annegret Steger.
43:59Nur von dem Kleid, das sie anhatte.
44:01Das könnte Jenny gekauft haben.
44:03Vielleicht sogar zusammen mit Steger.
44:04So eine Art Abschiedsritual.
44:08Ich finde das alles ziemlich krank.
44:10Ich meine, sie geht damit viel zu weit.
44:11Sie hat mit diesem Gabe geschlafen, bloß um ihn zu trösten?
44:14Sex als Therapie.
44:15Was sie auch mit den Fotos gemacht hat.
44:17Jenny war 18.
44:18Und er, 46?
44:22Jenny wollte helfen.
44:24Eigentlich wollte sie nur helfen.
44:26Sie wollte den Menschen helfen, ihren Frieden zu finden.
44:31Indem sie sie dazu gebracht hat, sich mit dem Tod zu beschäftigen.
44:35Und so hat sie dem Tod auch seinen Schrecken genommen.
44:39So was können Leute gerne machen, die das möchten.
44:42Ich verstehe jeden, der das ablehnt.
44:43Ich finde das, ja, ich finde das anmaßend.
44:46Naja.
44:4818-Jährige sind so.
44:50Die sind anmaßend.
44:51Die scheren sich in Dreck um Regeln und Grenzen.
44:55Auch wenn sie so endgültig sind wie der Tod.
44:59Ja.
45:27Ich werde schon mal her ver Dropshot.
45:27Und da muss ich das Wort tun.
45:50Wo ist Max?
45:53Hat er dir gesagt, was mit ihm los ist?
45:57Ich werde m'aider ihm.
46:25Wittler ist auf dem Überwachungsvideo der Tankstelle.
46:27Er wollte die Leichen nach Slubice bringen, aber das ist noch nicht alles.
46:42Musik
46:53Musik
47:04Musik
47:26Erklären Sie mir mal, wie Jenny Ratschinskis Blut da rankommt.
47:32Musik
47:32Ich habe sie gefunden, ja.
47:34Ich bin am Abend nochmal in die Werkstatt, um mir die Uhr und den Schmuck von dem Cowboy zu holen.
47:38Was will der auch damit?
47:40Es macht überhaupt keinen Sinn, 10.000 Euro zu verbuddeln.
47:48Also ich bin nochmal in die Werkstatt und da liegt sie.
47:53Sie liegt am Boden und dann...
47:54Sie sind dann nochmal zurück in den Kühlraum, um die weißen Cowboystiefel zu holen, weil ihre Schuhe waren ja voller
48:01Blut.
48:02Und dann sind sie Richtung Polen gefahren, mussten aber nochmal tanken.
48:06Ich habe getankt, ich habe die Tüte mit dem Kram weggeschmissen und dann...
48:11...wurde ich mir einen Kaffee holen und dann hat sie zurückkommen.
48:17Herr Winkler, Sie haben Schmuck im Wert von 15.000 Euro gestohlen.
48:25Und dabei hat Jenny sie erwischt.
48:29Und dann haben Sie sie hiermit erschlagen.
48:31Nein, Sie haben doch Jenny nicht umgebracht.
48:34Das müssen Sie mir glauben.
48:35Da habe ich Panik gekriegt. Ich dachte, Verena war es.
48:38Dann hätten wir dich machen können. Ich hätte meinen Job verloren.
48:40Ich meine, wer bringt denn eine Leiche zu einem Bestatter, wo er weiß, dass die Mutter gerade ihre Tochter ermordet
48:43hat?
48:44Es ist mir zum Glück das Krematorium eingefallen und ich musste ja sowieso am nächsten Morgen nach Polen hin.
48:50Also habe ich alle Leichen eingeladen und...
48:58Und Jenny.
49:00Die drei Leichen aus dem Kühlraum?
49:02Ja, zwei. Also die alte und den jungen.
49:04Die junge Frau, die lag noch auf einer Wanne in der Werkstatt.
49:13Hat Jenny irgendwas an der Leiche gearbeitet?
49:16Sie hat ja ständig an den Leichen rumgemacht. Was weiß ich. Das ist doch egal.
49:19Auf jeden Fall lag da noch das Kleid von der Stega, hieß sie.
49:23Das lag noch auf dem Boden.
49:26Das habe ich aufgehoben, mich hier schnell angezogen und dann die Leichen eingepackt.
49:35Das geht natürlich nicht.
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51:28Und immer gibt es einen neuen Fall, immer irgendein Idiot bringt einen anderen Idioten rum und dann wird nur gestorben
51:34und dann hängen die bei mir rum.
51:36Dann hängen die bei mir rum. Ich habe keinen Bock mehr. Ich will meine Ruhe. Ich will meine Ruhe haben.
51:41Ich habe es nicht gemerkt.
51:45Tut mir leid.
51:47Ich bin so müde.
51:50Ich will nicht mehr.
51:52Ich höre auf.
51:57Sollen wir jemanden suchen? Psychologen oder?
52:00Das bringt nichts.
52:01Ja, aber Max, du brauchst Hilfe.
52:02Ich will nicht mehr.
52:03Du brauchst eine Pause.
52:04Ich will nicht mehr.
52:05Ich bin müde. Ich will nicht mehr.
52:34So ein Idiot.
52:37Ich finde es auch traurig.
52:47Das ist alles klar.
53:08Herr Steger, fühlten Sie sich eigentlich schuldig am Tod Ihrer Frau?
53:16Schuldig? Das verstehe ich jetzt nicht.
53:20Herr, Sie haben ausgesagt, dass Jenny Raczynski Ihnen mehrere Angebote gemacht hat, sich von Ihrer Frau zu verabschieden.
53:29Das stimmt, ja. Sie hat mich ja quasi täglich angerufen.
53:33Warum haben Sie keines dieser Angebote angenommen?
53:35Nein, ich wollte nicht. Ich habe das nicht für notwendig erachtet.
53:41Mir haben Sie gesagt, dass Sie sich nicht von einem Menschen verabschieden können, der schon tot ist.
53:45Das habe ich gesagt. Ja, das sehe ich so.
53:51Erzählen Sie mir doch mal von den Stunden nach dem Tod Ihrer Frau.
53:54Muss ich das? Ist das notwendig?
53:57Ich habe versucht, Sie zu reanimieren, aber mir war ja schnell klar, dass das zu spät war.
54:02Ein paar Stunden später habe ich dann beim Beerdigungsinstitut angerufen.
54:06Haben Sie Ihre Frau danach noch mal gesehen?
54:08Nein.
54:09Warum nicht?
54:10Wieso sind Sie so wichtig?
54:11Mit wem haben Sie gesprochen, als sich das Bestattungsinstitut meldete?
54:14Na, mit Jenny.
54:15War Sie bei Ihnen?
54:16Ja, klar.
54:17Sie war besonders, nicht?
54:20Jenny hatte eine außergewöhnliche Gabe.
54:22Sie spürte die Schmerzen der Menschen, die gerade einen Liebsten verloren hatte.
54:26Und auch bei Ihnen.
54:27Sie spürte einfach, dass Sie fest davon überzeugt waren, Ihre Frau getötet zu haben.
54:35Jenny hat sie dann andauernd angerufen.
54:37Sie hat Ihnen Angebote gemacht.
54:38Ihre Frau gemeinsam für die Kremierung vorzubereiten, sie zu waschen, sie anzuziehen.
54:48Sie hat sogar ein Kleid für Ihre Frau gekauft.
54:51Sie sollte schön sein.
54:52Für Sie.
54:53Damit Sie besser Abschied nehmen können.
54:57Keines dieser Angebote haben Sie angenommen.
55:00Das hat Jenny gar nicht gestört.
55:02Sie gab nicht auf.
55:03Sie gab nie auf.
55:05Sie wollte helfen.
55:07Und Sie war noch nie einem Mann begegnet, der Ihre Hilfe so dringend brauchte wie Sie.
55:12Jenny wollte helfen.
55:14Sie musste helfen.
55:16Sie wusste ja auch, dass Ihre Frau in Wirklichkeit noch gar nicht verbrannt worden war.
55:21Die Asche in der Urne war ja nicht die Asche Ihrer Frau.
55:24Sie wollte Ihre Frau aufbauen.
55:28Dann war eine letzte Begegnung.
55:33Das sollte schön werden, damit Sie Abschied nehmen können.
55:40Aber Sie sind zu früh gekommen.
55:44Jenny war mittendrin.
55:45Und da standen Sie auf einmal.
55:48Und Jenny
55:49hielt Ihre Frau im Arm.
55:54schminkte Ihre Lippen.
55:57Kennte Ihre Haare.
56:01Sprach mit ihr.
56:03Als sei sie lebendig, aber Ihre Frau war tot.
56:07Aber nicht durch Ihre Schuld.
56:10Der Tod Ihrer Frau war ein Unfall.
56:12Sie hatte ein Aneurysma, das hätte überall platzen können.
56:15Das ist aber Ihr Platz, weil ich unbedingt diese blöde Couch umstellen wollte.
56:18Annegret wollte nicht.
56:19Die fand die schön nach.
56:20Der Tod Ihrer Frau war ein Unfall.
56:21Ich wollte den nicht.
56:24Warum hat sie mir das angetan?
56:25Ich konnte Annegret nicht angucken.
56:27Ich wollte sie nicht angucken.
56:28Aber Jenny, die hat ja nicht aufgehört.
56:30Die hat einfach nicht aufgehört.
57:12Ich konnte Annegret nicht angucken.
57:15Ich konnte Annegret nicht angucken.
58:00Ich konnte Annegret nicht angucken.
58:15Ich konnte Annegret nicht angucken.
58:25Ich konnte Annegret nicht angucken.
58:30Ich konnte Annegret nicht angucken.
58:31Ich konnte Annegret nicht angucken.
58:32Ich konnte Annegret nicht angucken.
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