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  • vor 2 Tagen

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Kurzfilme
Transkript
00:00Musik
00:38Musik
01:08Musik
01:39Guck mal
01:40Morgen
01:44Morgen
01:47Wahrscheinlich ist es da vorne an der Schranke passiert. Die Leiche liegt da hinten. Hier ist so eine Schleifspur.
01:54Der Täter hat sich aus dem Dreck da eine Mülltüte gegriffen und hat sie ihr über den Kopf gezogen.
01:59Oh, Entschuldigung. Ja? Aha.
02:07Morgen. Morgen. Morgen, Esther.
02:15Tja, Bruno. Ich habe alles wieder so hergerichtet, wie man sie gefunden hat.
02:23Sie ist mit der Tüte erstickt worden. Wahrscheinlich.
02:27Oder der Täter konnte den Anblick nicht ertragen.
02:31Wird sich bei der Obduktion zeigen. Aber guck mal.
02:36Keine Würgemahle am Hals. Nur der Abdruck der zugezogenen Plastiktüte.
02:40Sieht so aus, als ob sie sich den Kopf da vorne an der Schranke angeschlagen hat und dann ohnmächtig geworden
02:44ist.
02:45In der Wunde waren Rostpartikel.
02:47Tatzeitpunkt vor ca. 10 bis 12 Stunden.
02:50Sie heißt Lisa Ritter.
02:54120 Euro im Gelbbeutel.
02:57Kreditkarten, Busfahrkarte abgestempelt.
02:59Um 17.10 Uhr ab Bahnhof Zoos.
03:00Alles da, aber kein Handy.
03:0312. Februar.
03:05Nächste Woche hätte sie Geburtstag gehabt.
03:08Entschuldigung.
03:09Nee, Esther.
03:13Geht jedem von uns mal so?
03:16Ja.
03:2120 wäre sie geworden.
03:30Zart sieht sie aus.
03:32Ja, und sie ist so hübsch.
03:34Genau.
03:52Das ist ein ganz aktueller Fall.
03:55Sarah Hoffmanns Entführer noch nicht gefasst.
03:57Dem achtjährigen Mädchen, das aus dem Havelkern befreit werden konnte, geht es den Umständen entsprechend gut.
04:04Das ist genau drei Tage her.
04:06Unsere Tote, Lisa Ritter, zu der gibt es eine Akte.
04:10Die wurde als Kind entführt.
04:13Da war sie zehn Jahre alt, in der Nähe von Köln.
04:16Sie wurde drei Monate gefangen gehalten.
04:18Auf seinem Rheindampfer.
04:20Der Entführer wurde nie gefasst.
04:22Das war in ihrer Jacke.
04:26Das gibt's doch nicht.
04:27Wir brauchen unbedingt die Unterlagen von den Kollegen, die diesen Fall Sarah hier machen.
04:32Mit zehn entführt, mit 20 ermordet.
04:37Ihr Leben lang Opfer.
04:51Das ist doch ein ganzes Ausbilder.
04:54Das ist doch nicht.
04:57Das ist doch nicht.
05:00Das ist doch nicht.
05:04Ja.
05:21Hallo?
05:32Hallo?
05:55Ah, guten Tag.
05:56Tag, kriege ich einen heißen Kaffee bei Ihnen? Ist kalt draußen.
06:00Ja.
06:03Wir haben auch echten italienischen Espresso neuerdings.
06:07Ah.
06:08Gerne doppelt.
06:10Darf es auch ein Stückchen Kuchen sein?
06:12Apfelkuchen, selbst gebacken.
06:14Danke.
06:15Mein Name ist Schuban, ich bin vom LKA.
06:19Landeskriminalamt.
06:20Und Sie sind?
06:22Äh, Ulla Körber.
06:25Ach so, ja. Sie sind da wegen der jungen Frau.
06:29Deswegen sind Sie gekommen.
06:32Und jetzt wollen Sie wissen, ob Sie hier waren.
06:34Genau.
06:35Ja.
06:36Vor zwei Tagen.
06:40Ich war oben, als die Polizei kam.
06:45Also bei den Pferden war ich.
06:48Und da habe ich den Mantel gesehen von der Frau.
06:52Den habe ich wiedererkannt.
06:54Den hat sie vor zwei Tagen auch getragen.
06:56Vor zwei Tagen?
06:58Ja, da war sie schon mal hier.
07:00Und gestern?
07:01Nee, gestern nicht.
07:06Ja, sie wollte sich ein Pferd kaufen und hat gefragt, ob noch eine Box frei ist.
07:12Da hatte sie freie Wahl.
07:14Das war mal früher ein Reiterhof hier, aber im Moment ist hier nichts los.
07:17Wir haben geschlossen.
07:19Wir renovieren gerade ein bisschen.
07:24Danke.
07:26Ja, ist ja ein traumhafter Blick hier.
07:29Gehört das Haus Ihnen?
07:30Nee, leider nicht.
07:31Nur gepachtet.
07:32Seit einem halben Jahr.
07:36Ausgezeichnet.
07:36Ja?
07:41Davon hat sie auch eine mitgenommen.
07:43Ja, da stehen hinten Adresse und Telefonnummer drauf und sie wollte sich wieder melden.
07:48Hat sie aber nicht.
07:49Was schulde ich Ihnen?
07:5022.
07:52Drei.
07:53Danke.
07:55Ah, das ist mein Mann.
07:58Wir sind gerade dabei, hier den Betrieb wieder in Gang zu bringen.
08:02Und das ist natürlich eine Menge Arbeit.
08:06Hallo?
08:07Tag.
08:09Der Herr ist vom Landeskriminalamt, wegen der Toten.
08:13Oben ist ja richtig was los.
08:16Weiß man schon, wer sie ist und wie das passiert ist?
08:20Hallo?
08:21Sie hieß Lisa Ritter.
08:23Sagt Ihnen der Name was?
08:25Nee.
08:27Sie war vorgestern hier, bei Ihrer Frau.
08:29Haben Sie sie auch gesehen?
08:32Nee.
08:33Ich geh vormittags meistens angeln und vorgestern, vorgestern Nachmittag, da hab ich oben das Bad gekarkelt.
08:40Ist Ihnen irgendwas aufgefallen?
08:43Irgendwas Ungewöhnliches?
08:44Stand ein fremder Wagen hier zum Beispiel?
08:46Oder hat jemand merkwürdige Fragen gestellt?
08:49Abgesehen von mir natürlich.
08:51Nee, aber in den letzten Tagen war ja das Wetter auch so schlecht.
08:54Also, ich hab schon ein paar Leute gesehen, aber Wanderer vereinzelt.
09:01Haben Sie davon gehört?
09:05Ja.
09:06War ja im Fernsehen.
09:08Waren auch schon Kollegen von Ihnen hier.
09:10Und haben Sie gefragt, ob uns was aufgefallen ist oder so, aber nee.
09:15Schrecklich.
09:16Boah, schrecklich.
09:16Drei Wochen gefangen, die arme Kleine.
09:21Darf ich das mitnehmen?
09:22Na klar.
09:23Ja.
09:24Vielen Dank und danke für den wunderbaren Espresso.
09:30Und viel Glück damit.
09:38Ester?
09:42Ist okay.
09:44Ich wollte nur kurz allein sein.
09:48Allein?
09:50Ja.
09:54Nee, ich...
09:56Ja, hast ja recht.
09:58Ich war bei ihr.
10:03Komm, wir gehen.
10:06Ich fass mal zusammen.
10:08Heute früh findet man auf einem Gelände in unmittelbarer Nähe der Havel die Leiche von Lisa Ritter.
10:13Die kleine Sarah Hoffmann wird vor drei Wochen in Moabit entführt.
10:17Vor vier Tagen befreien die Kollegen sie.
10:19Hier.
10:19Aus einem Lastkahn auf der Havel.
10:21Der Kahn liegt keine fünf Kilometer entfernt von dem Ort, an dem Lisa Ritter gefunden wurde.
10:25Hier.
10:27Vor zehn Jahren wurde Lisa Ritter bereits selbst entführt und auch auf einem Schiff gefangen gehalten.
10:33Und heute Morgen hatte sie in ihrer Manteltasche diesen Zeitungsartikel über Saras Entführung.
10:37Das kann kein Zufall sein.
10:38Reist sie am Entführer hinterher? Gibt's so was?
10:40Klar.
10:41Der merkt das und bringt sie um.
10:43Erstickt.
10:45Er hat sie qualvoll erstickt.
10:47Höchstwahrscheinlich.
10:48Der Mann, der damals Lisa Ritter entführt hat, der ist namentlich bekannt.
10:53Uwe Helm.
10:54Den müsste man verhaften.
10:56Dann wären die beiden in der Kindesentführung geklärt.
10:58Und der Mord?
10:59Das ist gut.
11:01Esther, du meinst, Uwe Helm und Lisa Ritter hatten Kontakt miteinander.
11:05Der Entführer und das Opfer.
11:06Ja.
11:07Guck mal.
11:09Zieht man sich so an, wenn man auf dem Land einen Stall für sein Pferd sucht?
11:13Also für mich sieht das so aus, wie du heute Morgen gesagt hast, als ob sie verabredet war.
11:17Ja.
11:17Ja.
11:17Und Helm ist nicht gekommen.
11:19Jedenfalls nicht vor zwei Tagen, als Lisa schon mal an der Havel war.
11:23Aber gestern, da ist er gekommen und da hat er sie umgebracht.
11:25Ja, ja.
11:26Aber ich glaube, Esther meint was anderes.
11:28Was für eine Beziehung gab es damals bei der Entführung und welche könnten die beiden
11:32heute noch haben?
11:33Genau.
11:34Ja.
11:34Die Presse hat ja groß berichtet damals.
11:37Nach ihrer Entführung war Lisa zwei Jahre lang magersüchtig.
11:42Haben die Kollegen die kleine Sarah Hoffmann schon befragt?
11:45Die steht noch runter.
11:46Schau, die hat kein einziges Wort gesprochen bislang.
11:48Und der Laskhan?
11:49Wem gehört der?
11:50Der Besitzer ist seit vier Monaten in Bristol.
11:53Er hat jetzt erst erfahren, was da auf seinem Schiff passiert ist.
11:57Übrigens, Sarah konnte nur befreit werden aufgrund eines anonymen Anrufs.
12:01Hier hat eine Frau mit verstellter Stimme einen Tipp gegeben.
12:03Die Kollegen sind daran, die versuchen die Originalstimme wieder herzustellen.
12:06Ähm, ihr müsst los.
12:07Um elf Uhr ist doch Lisas Vater in der Rechtsmedizin.
12:33Was ist sie?
12:34Hat man sie?
12:36Es hat keinen Missbrauch gegeben.
12:42router?
13:07was
13:33Wir sind alle in Gottes Hand.
13:35Hat dein Gott uns nicht schon genug Leid auferlegt?
13:38Wie viel Leid kann ein Mensch ertragen?
13:40Er hat so viel zu ertragen, wie er Schuld auf sich geladen hat.
13:46Wo war das?
13:48Wo ist das passiert, wo der Herr uns geliefert?
13:52An der Havel.
13:54Hat Ihre Tochter noch bei Ihnen zu Hause gelebt?
13:59Sie ist vor einem halben Jahr zu Ihrem Freund gezogen.
14:04Dabei hat er sie so schön bei uns.
14:05Er ist ein gottloser Mensch.
14:09Für ihn zählt nur das Äußere.
14:11Sie hat das letzte halbe Jahr als Model gearbeitet.
14:16Meine Frau meint, dass Lukas sie dazu überredet hat.
14:20Sie wollte nicht, dass wir ihn kennenlernen.
14:22Wir haben das akzeptiert.
14:24Die Wahrheit ist, unsere Tochter wollte nichts mehr mit uns zu tun.
14:29Nein, nein, nein, nein, das stimmt nicht.
14:31Sie wollte nur ihr eigenes Leben leben.
14:34So wie alle anderen Mädchen in dem Alter auch.
14:39Entschuldigung.
14:51Herr Brüning, habe ich das eben richtig verstanden?
15:07Lisas Vater war heute Morgen persönlich hier, um Ihnen zu sagen, dass er eine Tochter umgebracht wurde.
15:14Ja.
15:16Sie war ja schließlich meine Freundin.
15:18Sie ist gestern Nacht nicht nach Hause gekommen.
15:21Haben Sie sich gar keine Sorgen gemacht?
15:22Nein.
15:24Wir hatten eine offene Beziehung, da gibt man sich seine Freiräume, da ist man völlig entspannt miteinander.
15:31Das heißt?
15:33Das heißt, dass, ja, Elisa war Einzelgängerin.
15:38Es war völlig normal, dass sie mehrere Tage lang nicht nach Hause kam.
15:41Also, ich glaube auch ehrlich gesagt nicht, dass sie wirklich Liebe bei mir gesucht hat,
15:46sondern eher so eine Art Unterschlupf, wenn sie zu Hause nicht klarkam.
15:51Sie meinen mit den Eltern?
15:54Was war denn mit denen?
15:56Ja, sie konnte nicht mit denen, sie konnte aber auch nicht ohne sie.
16:00Die Mutter hat dann ihre Hagen wie eine Klette.
16:02Sie stand hier unten.
16:04Stundenlang stand sie hier unten vor der Tür und hat für Lisa gebetet.
16:09Vor der Tür hat sie gebetet.
16:12Haben Sie die Mutter mal kennengelernt?
16:15Den Vater habe ich auch erst heute Morgen kennengelernt.
16:18Und ich habe mich übrigens auch gewundert, dass sie heute Morgen nicht da war.
16:22Weil sie hatte nämlich einen Termin bei ihrem Agenten um 8 Uhr für ein Modelshooting und normalerweise ist sie topprofessionell.
16:28Herr Bruning, wo waren Sie gestern ab etwa 17 Uhr?
16:31Ich war im Roosevelt, das ist mein Club, das habe ich mit zwei Freunden zusammen.
16:35Und da hatten wir eine geschlossene Gesellschaft, die ging von nachmittags um 4 bis heute Morgen um 5.
16:40Bis um 5?
16:41Ja, ja.
16:41Heute Morgen?
16:43Ist das Lisas Ecke hier, der Computer, die Bücher?
16:46Ja.
16:48Sie wollte Psychologie studieren.
16:53Das Modeln war nur so zum Geldverdienen.
16:56Victimologie, Einführung in neue Konzepte zur Opfer-Täter-Beziehung.
17:00Das war ihr Lieblingsthema.
17:03Sie hat mich mal gefragt, wie ich mir so ein typisches Opfer vorstellen würde.
17:11Und? Wie sieht denn so ein typisches Opfer aus?
17:14Ja, das weiß ich nicht. Das müssen Sie doch da besser wissen als ich. Das weiß.
17:21Ich weiß, dass Lisa entführt wurde als Kind.
17:24Hat sie Ihnen nichts davon erzählt?
17:26Nee.
17:28Hat sie Ihnen gegenüber mal den Namen Helm erwähnt? Uwe Helm?
17:31Nee.
17:32Vor drei Wochen wurde hier in Berlin ein Kind entführt.
17:35Sarah Hoffmann, populärer Fall, war ja überall in den Medien.
17:38Nee. Hat sie darüber mit ihm gesprochen?
17:42Und das hier, dieses Lokal, Hafer-Ufer, kennen Sie das?
17:46Nee.
17:49Herr Brüning, haben Sie eigentlich jemals mit Lisa über die Dinge gesprochen,
17:54die Lisa ganz offensichtlich tief bewegt haben?
17:59Haben Sie mit ihr über ihre Magersucht gesprochen?
18:02Stress.
18:03Alle Models müssen ja irgendwie auf ihr Gewicht achten.
18:07Also, natürlich haben wir darüber gesprochen.
18:09Das ist ja wohl selbstverständlich, ist ja klar.
18:10Und?
18:11Was und?
18:14Nichts.
18:23Da hinten geht's nur noch ins Schlafzimmer und ins Bad.
18:27Danke.
18:38Schön, nicht?
18:40Es hat so was, äh, Geheimnisvolles.
18:45Privat mochte sie nicht fotografiert werden.
18:47Sie mochte ihren Körper eigentlich gar nicht.
18:49Von sich selbst hat sie aber trotzdem ganz viele Fotos gemacht, ne?
18:53Die hänge oben.
18:54Wo ist oben?
18:55Zeig ich Ihnen.
19:03Hier.
19:23Ich bin draußen, wenn Sie mich brauchen.
19:25Danke.
19:34Nur Porträts.
19:36Aber alle ein bisschen unterschiedlich.
19:39Mhm.
19:41Minimale Nuancen manchmal nur.
19:44Eine andere Kopfhaltung.
19:47Ein Gesichtsausdruck.
19:49Als hätte sie jede kleinste Regung von sich ganz genau festhalten wollen.
19:54Ist wie so ein Selbstversuch.
19:58Als wollte sie sich selber erkennen.
20:01Wie sie in den tiefsten Winkel ihrer Seele.
20:06Wie ist das denn?
20:26Ester?
20:27Komm schnell her.
20:29Das sagst du, da zu?
20:31Ja.
20:36Alles über Mädchen, die mal entführt wurden.
20:38Genau wie Sie.
20:39Herr Brüning?
20:44Ja?
20:59Ich sehe das zum ersten Mal.
21:11Lisa war auf der Suche nach sich selbst.
21:14Sie hat sich systematisch erforscht.
21:16Und genauso systematisch hat sie sich mit allen Fällen von Kindesentführung auseinandergesetzt,
21:20die sie in den Zeitungen gefunden hat.
21:22Wie eine Sucht, fast schon wie eine Krankheit.
21:25Naja, keine Krankheit.
21:27Lisa hat ein Ziel.
21:29Und welches?
21:30Ihr Leiden zu wenden.
21:32Ihr Entführungstrauma.
21:34Genau.
21:36Habt ihr die Pächter von dem Gasthaus inzwischen überprüft?
21:40Uwe und Ulla Körber.
21:42Da liegt nichts vor.
21:43Zwei völlig unbescholtene Personen, offenbar.
21:46Ich habe Saras Unterlagen durchgearbeitet.
21:47Da ist leider nichts Interessantes für uns drin.
21:51Dieses alte Akten habe ich angefordert.
21:53Beide mal ein Schiff.
21:56Ein Rhein-Dampfer bei Lisa.
21:59Und bei der kleinen Sarah ein Frachtkahn.
22:13Und bei der kleinen workouts, die in der kleinen Aussage, die in der Nitschweade, in der Nitschweade, in der Nitschwege
22:22zu ver yaptet.
22:24Was wäre da?
22:31Was für ein Glück die kleine Sarah gehabt hat, dass man sie hier so schnell gefunden hat.
22:37Das war bei ihrer Tochter anders, richtig?
22:45Darüber würde ich gern mehr erfahren. Von Ihnen und Ihrer Frau.
22:52Kommen Sie.
23:18So, hier geht's rein.
23:22Und wo geht's da hin?
23:23Das ist nichts aus meinem Büro. Ich restauriere, mache Sanierungen. Momentan mache ich Stuckdecken gerade. Aber bitte, da geht's ins
23:31Wohnzimmer.
23:32Ich würde trotzdem mir erst mal gern Ihr Büro einsehen.
23:34Ja?
23:35Ja.
23:42Ja, das ist eben der Stuck und meine Arbeit.
23:54Haben Sie die Fotos gemacht?
23:56Ja.
23:59Und wieso sind die zerrissen und wieder zusammengeklebt worden?
24:06Meine Frau kann den Schmerz nicht mehr ertragen und hat sie zerrissen. Ich hab sie wieder zusammengeklebt.
24:13Wollte Lisa nach ihrer Entführung nicht mehr fotografiert werden?
24:20Ich mein, hier wehrt sie sich ja regelrecht dagegen. Warum haben Sie es trotzdem getan?
24:26Was spielt denn das jetzt noch für eine Rolle, nachdem Lisa trut ist?
24:29Es spielt eine Rolle, weil ich Lisas Mörder suche, Herr Ritter.
24:32Deswegen spielt auch Lisas Entführung vor zehn Jahren eine Rolle.
24:36Es ist Ihnen immer noch schwer, über die Entführung von damals zu sprechen.
24:48Vor fünf Jahren sind wir aus einem kleinen Dorf in der Nähe von Köln hierher nach Berlin umgezogen.
24:57Ich dachte, jetzt ist alles vorbei. Aber war es nicht.
25:05In einer Talkshow über Kindesentführung haben Sie plötzlich behauptet,
25:11dass Lisa vielleicht schon vorher die Chance gehabt hätte, zum Entkommen.
25:20Und dass sie möglicherweise freiwillig bei dem Entführer geblieben ist.
25:25Sie hat immer gefragt, warum? Warum? Warum hat der Mann das gemacht?
25:31Warum, Papa? Warum warst du nicht da?
25:40Was hätte ich denn sagen sollen?
25:43Immer diese Fragen.
25:45Sie hat sich dann immer mehr von uns entfernt, hat sich abgekapselt.
25:49Wir sind ihr fremd geworden.
25:52Hier sind nur diese Kinderbilder und die hier.
25:55Ich wollte mein Kind einfach nochmal ganz natürlich, unschuldig, wie früher fotografieren.
26:02Aber sie hat es immer bemerkt und wurde gleich wütend.
26:07Sie haben heute früh persönlich Lisas Freund informiert. Warum?
26:13Den kannten Sie doch gar nicht.
26:15Es war doch der einzige Mensch, den Lisa noch hatte.
26:18Uns hat sie ja irgendwie aufgegeben.
26:23Sucht Ihre Frau deshalb Trost in der Religion?
26:27Ich kann sie nicht mehr trösten.
26:38Der Herr hat mir Lisa genommen.
26:40Er wollte mich bestrafen.
26:42Ich hätte mich um mein Kind kümmern müssen.
26:44Nicht nach Grund sehen und singen.
26:47Ich weiß nicht, was du sagst.
26:48Du weißt nicht, was du redest.
26:50Hier, das ist Schuld.
26:52Dieser Klauen, dein Klauen, der verdammte Klauen ist schuld.
26:55Der Klauen an mir.
26:55Ich will das hier nicht mehr sehen.
26:56Erzähl, die geht in unserem Haus.
26:58Ich will das weghaben aus unserem...
27:00Es tut mir leid.
27:01Es war meine Schuld.
27:03Und ich hätte sie abholen sollen.
27:04Ich habe ihr das versprochen.
27:06Ich habe mich verspätet.
27:08Zehn Minuten haben dem Schwein gereicht, sie ins Auto zu zerren.
27:12Herr Ritter, wussten Sie, dass Ihre Tochter alle möglichen Zeitungsartikel über Kindesentführungen gesammelt hat?
27:19Auch über den neuesten Fall hier in Berlin?
27:22Sarah Hoffmann?
27:24Der Entführer war ganz offenbar derselbe.
27:27Wie damals bei Lisa.
27:29Uwe Helm.
27:30Haben Sie mit Ihrer Tochter über Ihre Beziehung zu Helm gesprochen?
27:33Hat sie Ihnen irgendwas darüber erzählt?
27:35Es gab keine Beziehung.
27:37Sie war körperlich unverzerrt.
27:39Das hat die Ärztin gesagt.
27:40Körperlich unverzerrt.
27:41Es gab keine Beziehung.
27:43Sie hat mir so darüber nicht gesprochen und auch nicht mit den Ärzten.
27:46Auch nicht mit der Therapeutin.
27:48Und auch nicht mit mir.
27:50Lisa kannte den Fall Sarah ganz genau.
27:52Sie hatte mit Sicherheit den Verdacht, dass das Helm war.
27:55Die Parallelen sind ja nicht zu übersehen.
27:57Und ich kann mir gut vorstellen, dass Lisa nach Helm gesucht und ihn auch gefunden hat.
28:02Und sich vielleicht sogar mit ihm getroffen hat.
28:06Ich habe dir gleich gesagt, diese Sarah sieht aus wie unsere Lisa an dem Alter.
28:10Du hättest zur Polizei gehen sollen, aber du wolltest ja nicht.
28:12Helm hier in Berlin, das ist doch verrückt.
28:16Es wäre erschrecklich, wenn man diesen Menschen überhaupt nicht mehr loswerden würde.
28:20Es gab einen anonymen Anruf.
28:23Die Anruferin wusste, wo Sarah versteckt wurde.
28:26Aber sie hat nicht gesagt, wer der Entführer war.
28:30Vielleicht war es die Frau selbst.
28:32Oder glauben Sie, dass Lisa der anonyme Anrufer war?
28:37Was erzählen Sie ja für Geschichten?
28:39Sie behaupten, dass Lisa sich mit dem Verbrecher getroffen hat, ihn beschützt hat und seinem Namen nicht preisgeben will.
28:46Das ist krank, was Sie hier erzählen.
28:47Krank ist das.
28:48Was wollten Sie vorhin bei dem alten Kahn?
28:50Bei Sarahs Gefängnis?
28:53Ich habe darauf gespuckt.
28:55Voller Verachtung.
28:56Wenn Sie es genau wissen wollen, mehrmals.
28:57Immer wieder.
28:59Und ich habe mich gefreut für die Eltern von dem kleinen Mädchen.
29:03Dass sie nicht das Gleiche, dass ihr kleines Mädchen nicht das Gleiche durchmachen musste, was unsere Sarah, was unsere Lisa
29:11durchmachen musste.
29:16Ich würde gerne Lisa das Zimmer sehen.
29:18Geht das?
29:20Ja, bitte.
29:22Bitte.
29:53Wann hat sie denn das gemalt?
29:56Mit fünf oder sechs, vielleicht auch sieben, ich weiß es nicht.
30:00Und der Text?
30:02Wann kam der dazu?
30:05Ungefähr.
30:06Später.
30:11Hat Lisa Ihnen gesagt, was sie damit gemeint hat?
30:14Ach, Papa?
30:17Wenn Dagmar mit ihrer Band unterwegs war und gespielt hat, dann hat Lisa immer für uns gekocht.
30:25Und es gab immer Spaghetti.
30:27Dann haben wir ferngeguckt und gespielt.
30:36Dank, lieber Gott.
30:39Schenk mir den Mann die Gnade, dass er die Last, die du uns auferlegt hast, ertragen kann.
30:47Dass er zu dir findet.
30:53Das ist Lisa Ritter als Kind.
30:57Und hier ihr Versteck auf dem Rheindampfer.
31:00Eine Puppe.
31:02Ein Pferdchen.
31:04Sarah Hoffmanns Versteck.
31:06Wieder so eine Art Märchenbett.
31:08Eine Puppe.
31:10Und ein Pferdchen.
31:12Die beiden Verstecke sind so gut wie identisch.
31:16Der Rheindampfer damals hieß Prinzessin.
31:19Das Schiff auf der Havel hieß ursprünglich Berlin II.
31:22Wurde dann aber umgepinselt und heißt jetzt Prinzessin.
31:26Zeig mal bitte das nächste Bild.
31:29Sie muss das gehasst haben, so fotografiert zu werden.
31:32Als hätte ihr das körperlich wehgetan.
31:35Lisas Seele war verletzt.
31:37Ihr Freund hat gesagt, sie mochte ihren Körper nicht.
31:40Aber gemeint hat sie ihren inneren Zustand.
31:44Ja, aber wenn sie ihren Körper nicht gemocht hat, warum hat sie dann gemodelt?
31:47Sie hat um ihr ich gekämpft.
31:49Sie hat gesagt, hier bin ich.
31:50Seht her, es gibt mich noch.
31:52Ich bin am Leben.
31:54Ich meine, da zeigt sie sich.
31:59Wacht sich noch nicht ganz aus der Deckung.
32:01Sonnenbrille, Schminke, Klamotten.
32:03Das war alles wie eine zweite Haut.
32:05Wie ein Schutzschild für Lisa.
32:07Ja?
32:10Das Fahndungsfoto von Helm ist gekommen.
32:12Danke.
32:19Haare kürzer.
32:22Wenn jetzt eine andere Farbe hätten, der Bart weg.
32:28Vielleicht hat Lisa ihn wiedererkannt.
32:31Wen?
32:36Wo ist ihr Mann?
32:38Äh, keine Ahnung.
32:39Pass auf, dass sie nicht telefoniert.
32:41Der ist nicht da.
32:42Ich weiß auch nicht, wo er hin ist.
32:51Eine andere Farbe hätte.
32:52Ich weiß nicht, was er nicht da ist.
32:56Ich weiß nicht, was erMM nicht da ist.
32:57Ich weiß nicht.
32:59Ich weiß nicht, was er möchte.
33:09Ich weiß nicht, was erinnert.
33:12Der ist nicht so schwer.
33:22Pfannung rausgeben?
33:26Ja.
33:43Ja.
34:28Warum sind Sie denn noch hier?
34:30Herr Körber, Sie sind doch im Meister im Untertauchen und Versteckspielen.
34:38Oder soll ich lieber sagen, Uwe Helm?
34:42Ich will das nicht mehr.
34:44Ich war zehn Jahre lang auf der Flucht.
34:47Ja, auch vor sich selbst, vor ihrer Veranwärmung.
34:55Und dann auf einmal war Sarah da.
35:00Die hat sie an ihre kleine Prinzessin erinnert, an Lisa.
35:05Wo ist Sarahs Versteck?
35:20Ich will das nicht mehr.
36:03Untertitelung des ZDF, 2020
36:34Untertitelung des ZDF, 2020
36:38Sie sind vorläufig festgenommen, wegen des dringenden Tatverdachts,
36:44Lisa Ritter umgebracht zu haben.
36:47Und wegen Freiheitsberaubung in den Fällen Sarah Hoffmann
36:51und Lisa Ritter vor zehn Jahren.
37:18Prinzessin.
37:23Ein Mann und ein kleines Mädchen.
37:27Sie und Lisa, vor zehn Jahren.
37:37Warum haben Sie Ihre kleine Prinzessin von damals so zugerichtet?
37:42Das habe ich nicht gemacht.
37:45Was wollte Lisa gestern Abend bei Ihnen?
37:48Ich habe damit nichts zu tun.
37:53Ich habe auch den Kindern nie wehgetan.
37:58Ich habe immer gut für sie gesorgt.
38:01Uns hat was verbunden, was...
38:04...was ganz Zartes hat uns verbunden.
38:09Ich habe sie geliebt.
38:10Der Typ glaubt, was er sagt.
38:12Aber das macht die Sache doch nicht besser.
38:13Nee.
38:21Lisa hat nach Ihnen gesucht und hat sie gefunden.
38:25Was wollte sie?
38:25Wollte sie bei Ihnen Kaffee trinken?
38:27Eine Kohle?
38:28Hat sie diese Figuren bei Ihnen im Fenster entdeckt?
38:31Haben Sie auch mal für Lisa als Kind so eine Figur gebastelt?
38:35Ja, manchmal.
38:37Oder hat sie zuerst den Kahn entdeckt, die Prinzessin?
38:39Hat sie den observiert, bis sie aufgetaucht sind?
38:42Dann hat sie die Polizei angerufen, anonym.
38:44Und die Kollegen sind gekommen, haben die kleine Sarah befreit.
38:47Aber Sie, Herr Helm...
38:48...sie hat sie nicht verraten.
38:50Weil Lisa noch was wollte von Ihnen.
38:53Sagen Sie mir was?
38:58Wollte Lisa Ihnen zeigen, dass Sie sie nicht zerstört haben?
39:01Wollte sie Ihnen zeigen,
39:02dass sie nicht mehr das kleine, gedemütigte Kind von damals war?
39:07Dass sie nicht mehr ihr Opfer war, sondern eine junge, selbstbewusste Frau?
39:12Hat sie Ihnen Ihre Modofotos gezeigt?
39:15Das ist im Handy.
39:18Und? Wie haben die Ihnen gefallen?
39:22Sie haben mich gefragt, warum...
39:24Warum was?
39:26Warum Sie, warum ausgerechnet Sie...
39:30Warum Sie ausgerechnet Sie damals zu Ihrer Prinzessin gemacht haben?
39:35Sie wollte wissen, was das Besondere an ihr war, richtig?
39:42Und was haben Sie ihr gesagt?
39:45Ich habe es ihr erklärt.
39:46Wie?
39:50Es gibt so viele...
39:54...so viele kleine Prinzessinnen.
39:57So viele kleine, hübsche Mädchen überall?
40:01Das haben Sie gesagt.
40:06Das hat Lisa...
40:08Das hat Lisa enttäuscht.
40:11Sie hatte gehofft, dass sie was Besonderes...
40:15...was Kostbares, was Außergewöhnliches für sie war.
40:22Ja.
40:25Und dann hat sie Ihnen ins Gesicht gesagt, dass sie jetzt zur Polizei gehen wird und Sie anzeigen.
40:29Nein.
40:29Doch, doch, natürlich.
40:30So ist es gewesen.
40:31Deswegen haben Sie sie getötet.
40:33Weil Lisa sie durchschaut hat.
40:35Sie hat nämlich sofort begriffen, dass sie damals für Sie...
40:39...als Lisa...
40:40...bei der Entführung völlig bedeutungslos war.
40:43Austauschbar.
40:44Ja.
40:47Ja, ja, genau so war es.
40:50Ist jetzt Schluss?
40:53Wie?
40:53Wie haben Sie sie getötet?
40:55Ich habe auf sie eingeschlagen.
40:57Weiter, was dann?
40:58Ich habe immer wieder zugeschlagen.
40:59Womit?
41:00Mit einem Stein.
41:03Warum lassen Sie mich da nicht in Ruhe?
41:11Ich brauche mich nicht mehr.
41:14So, auf geht's.
41:19Ich will ein Geständnis machen.
41:22Ah.
41:24Aha, ja.
41:25Danke, Inge.
41:28Einen Moment.
41:31Esther, kommst du mal kurz?
41:35Nimmst du mein Protokoll auf?
41:39Protokoll.
41:40Okay.
41:47So, Frau Körber, bitte.
41:49Ich war das mit dem Anruf.
41:51Ich habe der Polizei gesagt, wo Sarah versteckt ist.
41:56Frau Körber, wie lange sind Ihr Mann und Sie schon zusammen?
42:01Seit zwei Jahren.
42:06In Spanien auf einem Campingplatz haben wir uns kennengelernt.
42:10Und zwei Monate später haben Sie dann geheiratet, geht hier aus den Unterlagen vom Standesamt hervor.
42:15Und Ihr Mann, Uwe, der hat Ihren Mädchennamen angenommen.
42:21Aus Liebe, ja.
42:24Die wollte er damit, na ja, eben auch öffentlich bekannt geben.
42:30Und vor der Heirat hieß Uwe noch Wichmann.
42:34Ja, Uwe Wichmann.
42:37Entschuldigung, wollen Sie abmachen?
42:38Sie haben ja...
42:39Also, das mit dem Mädchen, die kleine Sarah, das ist wirklich ganz furchtbar, was Uwe da gemacht hat.
42:46Aber er bringt niemanden um.
42:48Er hat doch niemanden umgebracht.
42:51Bestimmt.
42:53Nein.
42:56Uwe ist...
42:57Ja, er ist ein ganz empfindsamer, lieber, ein ganz lieber Mensch.
43:04Er ist das Beste, was mir je passiert ist.
43:11Frau Körber, Ihr Mann hat Sie unter falschen Namen geheiratet und mit gefälschten Papieren.
43:16Sein richtiger Name ist Uwe Helm.
43:19Und vor zehn Jahren hat er schon mal jemanden entführt.
43:22Ein Kind.
43:24Die Frau, die heute Morgen tot aufgefunden wurde.
43:26Lisa Ritter.
43:27Nein!
43:28Damit hat er nichts zu tun.
43:31Seit wann wussten Sie, dass Ihr Mann Sarah in seiner Gewalt hat?
43:35Seit 14 Tagen.
43:37Wie? Woher?
43:38Uwe ging immer öfter angeln.
43:40Zu oft.
43:42Und dann fehlten auch Lebensmittel.
43:43Und ich bin ihm gefolgt.
43:46Er hat das Mädchen gut behandelt.
43:48Moment, Moment.
43:51Sie haben zwei Wochen nichts unternommen?
43:54Sie haben Ihren Mann einfach machen lassen?
43:56Sie haben überhaupt nicht darüber nachgedacht, was für eine furchtbare Angst das Kind gehabt haben muss?
44:01Sie haben nicht über die Eltern nachgedacht, wie sehr die darunter gelitten haben?
44:04So eine Frau sind Sie, Frau Körber.
44:05Ja, das wollen Sie mir erzählen?
44:06Aber gut, machen wir doch einfach mal einen Stimmvergleich, dann werden wir ja sehen.
44:09Ich habe meine Stimme verstellt.
44:10Ach so, ja, richtig. Die verstellte Stimme, das stand ja auch in jeder Zeitung.
44:13Frau Körber, Sie können gehen. Danke. Wir rufen Sie an.
44:16Und Uwe?
44:17Nee, nee. Wer unter Mordverdacht steht, der bleibt hier.
44:23Kommen Sie, Frau Körber.
44:36Sie lügt.
44:37Ja, natürlich.
44:38Aber warum?
44:39Weil sie ihren Mann schützen will.
44:41Weil sie nicht will, dass wir ihn nochmal mit Lisa in Verbindung bringen.
44:43Die würde alles tun, um ihn zu retten.
44:45Die würde ihn sogar vom Geigen schneiden, so wie sie ihm verfallen ist.
44:48Ich kann ja nicht wissen, dass Uwe Helm gerade gestanden hat.
44:49Ja, was aber auch gelogen war.
44:53Du hättest wenigstens so prümen können, als würdest du mitschreiben.
44:57Ja, das habe ich vergessen.
45:07Vater und Tochter.
45:09Vater und Opfer.
45:12Ach, Papa.
45:15Sie hätten immer seine Schuld an ihrer Entführung vorgehalten.
45:21Der Vater.
45:23Es muss einen anderen Grund geben, warum er heute Morgen...
45:43Ich weiß, was Sie rauskriegen wollen.
45:45Und ich kann Ihnen noch die Antwort geben.
45:46Die Antwort ist nein.
45:48Bitte, nehmen Sie Platz.
45:50Wollen Sie was trinken?
45:51Nein, danke.
45:54Als Luca mir gesagt hat, dass Lisa in dem Gasthof war, hat sich alles, alles bei mir gedreht.
46:12Tag.
46:13Guten Tag.
46:14Und dann ist sie ja nochmal hin.
46:22Ich bin ihr dann vorgestern nachgefahren, also dem Bus.
46:25Und als sie dann tatsächlich ausgestiegen ist und den Weg runter zum Havelufer gegangen ist,
46:32ja, war ich wie gelähmt.
46:35Ich habe das Auto gewendet und bin nach Hause gefahren.
46:40Den ganzen Weg geheult.
46:47Und dann haben Sie in Ihrem Büro diese Bilder zerrissen.
46:53Ja.
46:54Und dann wieder zusammengeklebt.
46:56Es tut mir leid, Dagmar.
47:01Ich habe sie geliebt.
47:04Und ich bin dann an so viel Schuld und jetzt wieder.
47:11Ich hätte sie nicht alleine darunter lassen dürfen.
47:15Ich hätte sie nicht zu diesem Menschen lassen dürfen.
47:23Besetzen Sie eine Waffe, Herr Ritter?
47:31Ja, ich drüber im Büro.
47:37Als wir ihn gestern von Lisas Tod erfahren haben,
47:41da waren sie überzeugt, dass Helm sie umgebracht hat.
47:45Und dann beschlossen ist, der Polizei nichts zu sagen.
47:48Sie wollten schneller sein als die Polizei.
47:51Sie wollten Helm selber richten.
47:54Deshalb musste Luca schweigen.
47:58Das ist nicht wahr.
48:00Arno, das ist doch nicht wahr, oder?
48:03Doch.
48:04Doch.
48:06Ich hätte es so gern getan.
48:09Aber es war überall Polizei und keine Spur von Helm.
48:17War er das?
48:20Hat Helm Lisa...
48:22...hier das angetan?
48:26No, das hätte er nicht gefasst.
48:31Ich wünsche Ihnen beiden viel Kraft.
48:38Ja, Max, ich brauche einen Wagen.
48:41Personentransport.
48:42Die genaue Adresse hast du?
48:45Nein, Max.
48:47Nicht zur Ritter.
49:15Ah, tack.
49:17Ab morgen ist das Havel-Ufer wieder geöffnet, habe ich beschlossen.
49:22Wetterbericht hat schönes Wetter angesagt.
49:29Ich habe einen Anwalt für meinen Mann.
49:32Wir kommen da durch.
49:33Wenn wir zusammenhalten.
49:36Warum sind...
49:37Ah!
49:37Ich verstehe.
49:39Wegen...
49:40Ich soll wegen...
49:42...dem Anruf...
49:44...den Stimmvergleich...
49:45...da muss ich aber jetzt noch meinen Mantel holen.
49:48Nein, Frau Körber.
49:52Ich bin hier, weil Sie Lisa Ritter getötet haben.
49:57Ihr Mann ist ein Kindeseinführer, aber kein Mörder.
50:00Das haben Sie für ihn getan.
50:03Lisa hat überhaupt nichts von einem Pferd gesagt.
50:05Das haben Sie erfunden.
50:07Hat sie versucht, sie auszufragen?
50:09Über Sie?
50:10Über Ihren Mann?
50:12Sie hat gefragt, wer diese Drahtfiguren gemacht hat.
50:16Und haben Sie gesagt, mein Mann?
50:18Und sie hat gelächelt und gefragt Uwe.
50:22Und ich habe Ja gesagt.
50:23Ich war total überrascht.
50:26Sie hat dann auch noch ewig weiter gefragt.
50:29Aber dann ist sie plötzlich weg, ohne ein Wort.
50:32Aber sie ist wiedergekommen.
50:34Vorgestern.
50:35Da war Ihr Mann zu Hause.
50:37Er hat inzwischen Geständnis abgelegt.
50:40Was?
50:42Was sagen Sie denn da?
50:43Ich dachte, ich...
50:46Das verstehe ich nicht.
50:48Hat er sich aufgegeben?
50:50Haben Sie ihn klein gekriegt?
50:53Dann will ich jetzt zu ihm.
50:54Nein, Ihr Mann braucht Sie nicht.
50:58Was er gestanden hat, das ist nicht wahr.
51:01Es sind kleine Mädchen, die er liebt.
51:03Nach denen er sich sehnt.
51:05Sie waren für ihn nur eine Frau, die ihm jahrelang die perfekte Tarnung gegeben hat.
51:12Und im Ausgleich dafür will er jetzt den Mord auf sich nehmen, den Sie begangen haben.
51:20Geständnis?
51:21Geständnis?
51:21Ja, aber dann liebt er mich doch.
51:33Warum musste die wiederkommen?
51:39Warum musste die wiederkommen?
52:01Als sie weggegangen ist, da saß sie da oben und hat nur noch geweint.
52:07Und ich habe zu ihm gesagt, tu was!
52:10Die macht unser Leben kaputt!
52:14Aber der...
52:18Und ich...
52:22Ich bin...
52:25Ich bin ihn dann mit dem Auto hinterhergefahren und ich habe sie angefläht, nicht zur Polizei zu gehen!
52:40Wahrscheinlich habe ich sie dann gestoßen und sie ist dann mit dem Kopf auf die Schranke gefallen und war...
52:55Was sollte ich denn tun?
52:59Und dann lagen da so Plastiktüten?
53:05Dann haben sie eine genommen, haben sie Lisa über den Kopf gestülpt und zugehalten.
53:13Bis zum Schluss.
53:18Aber die hätte ja alles verraten, die...
53:49Ich musste nochmal hierher kommen.
53:52Ich war oben, wo Lisa...
53:55Ja, also am Tatort war ich. Ich wollte irgendwie einen Abschluss finden.
54:00Kann ich verstehen.
54:04Sie hat eine Antwort auf die Frage gesucht, warum sie als Kind zum Opfer geworden ist.
54:09Und diese Suche hat sie das Leben gekostet.
54:15Klingt schon ziemlich nach Victimologie.
54:21Amen.
54:50Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!
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