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Kurzfilme
Transkript
00:12Untertitelung. BR 2018
00:45Untertitelung. BR 2018
01:29Untertitelung. BR 2018
01:59Untertitelung. BR 2018
02:17Untertitelung. BR 2018
02:19Untertitelung. BR 2018
02:35Untertitelung. BR 2018
02:41Untertitelung. BR 2018
02:49Untertitelung. BR 2018
02:53Untertitelung. BR 2018
02:53Untertitelung. BR 2018
03:07Untertitelung. BR 2018
03:53Untertitelung. BR 2018
04:01Untertitelung. BR 2018
04:05Ich muss los.
04:22Ich würde dich gerne heute Abend
04:23wiedersehen.
04:25Wir beide zusammen, zwei Tage hintereinander.
04:30Warum nicht?
04:34Ich rufe dich an.
04:49Untertitelung. BR 2018
04:50Untertitelung. BR 2018
04:52Schicht begonnen.
04:54Hallo?
05:02Plastik
05:02Also in einem Fünf-Sterne-Hotel sollte eigentlich eine echte drin sein
05:05Vielleicht mögen die Menschen heute lieber künstlich als echt
05:08Keine Uhr, keine Brieftasche, kein Handy, nichts
05:14Der Schlag hat ihn von hinten getroffen
05:16Dann ist er wahrscheinlich seitlich weggekippt und mit dem Genick hier auf die Kante geschlagen
05:21Aus
05:27Das ist Jörg Benz, 27
05:29Ich habe seine Adresse in Kreuzberg
05:33KTU tippt auf Estrich
05:41Der hat viel mit den Händen gearbeitet
05:44Da sind so Punkte unter der Haut
05:46Splitter
05:47Der hat was mit Holz gemacht
05:52Was soll das denn sein?
05:53War der gestern Tanzen?
05:54Ich glaube das ist ein Firmenlogo
05:56Kommst denn darauf?
05:57Ich habe das gerade draußen gesehen
06:24Das war's mit dem Händen gearbeitet
06:36Vielen, vielen Dank!
06:42Hallo!
06:46Danke, danke, danke!
06:50Dann sag ich euch gleich, wer der Sieger ist.
06:52Aber erst einmal, um was es geht.
06:55Lutz, bring mir mal das Baby.
07:04Ja.
07:06Ah, was für ein schönes Baby.
07:09Also, the winner is Luca Klausel!
07:17Luca, komm rauf auf die Bühne!
07:20Luca Klausel, mein Damen und Herren!
07:22Ah, ähm, kleine Frage an dich, Luca.
07:25Wie alt bist du eigentlich?
07:27Ich bin 25.
07:3125?
07:32Der Bursche hier?
07:34Ist ja noch ein Teenie, hä?
07:36Ein Milchreis-Bubi!
07:37Aber, dieser kleine Milchreis-Bubi hat im letzten Quartal 60 Mille generiert.
07:47Meine Herren, 60.000 Euro in einem Quartal!
07:5160.000 Euro in einem Quartal!
07:53Wahnsinn, das ist Wahnsinn!
07:57Wahnsinn!
08:01Ich sag euch jetzt mal was.
08:02Ich bin wahnsinnig stolz auf euch.
08:05Auf euch alle.
08:09Jeder, jeder von euch ist hier drin.
08:12In meinem Herzen.
08:15Ihr seid Champions.
08:16Ihr alle.
08:18Denn ihr
08:20seid Argold.
08:28Tod hier im Hotel?
08:31Ist ja schrecklich.
08:33Ich meine, der hat doch noch Familie, glaube ich.
08:35Eine kleine Tochter.
08:41Aber was macht der hier im Hotel?
08:43Wahrscheinlich wegen ihrer Siegerehrung, oder wie Sie das nennen.
08:47Er ist doch ihr Mitarbeiter.
08:49Nee, das ist ein Irrtum.
08:51Jörg hat schon seit circa zwei Monaten nicht mehr vor uns gearbeitet.
08:55Ich musste ihn feuern.
08:57Er war leider kein richtiger Teamplayer mehr.
09:01Was heißt das jetzt?
09:02Also,
09:04hat der Kollegen schlecht behandelt?
09:06War er zu faul?
09:09Herr Schumann, wir verkaufen Lebensversicherung, Rentensparfonds.
09:13Das ist in der heutigen Zeit ein ganz hartes Geschäft.
09:15Die schwarzen Schafe in der Branche haben uns allen geschadet.
09:18Verstehen Sie, Sie müssen den Kunden mit ihrer ganzen Leidenschaft für sich gewinnen.
09:22Für das Produkt.
09:23Und das konnte Herr Benz nicht?
09:26Er ist irgendwie destruktiv geworden.
09:29Zum Beispiel Termine, die ich ihm gegeben habe, nicht eingehalten.
09:33Das geht nicht.
09:37Das Tattoo da, ist das bei Ihnen obligatorisch?
09:40Nein, natürlich nicht.
09:43Er war mal auf so einem Firmaausflug in Hamburg.
09:45Und irgendwann sind die Jungs morgens auf dem Kiez in so einem Tattoo-Shop gelandet.
09:49Und dann haben Sie sich auch eins machen lassen?
09:51Mhm.
09:52Das ist ein Zeichen.
09:53Wie bei einer Familie.
09:55Ja, dann kann mir vielleicht jemand aus Ihrer Familie sagen,
09:58warum Herr Benz hier in dem Hotel abgestiegen ist.
10:01Wir haben doch bestimmt Ihre volle Kooperation.
10:09Es tut mir sehr leid, alles.
10:16Jörg, ein guter, hat viel gearbeitet.
10:20Ich glaube, er und seine Frau wollten ein Haus bauen.
10:22Aber so viel Kontakt hatten wir auch nicht.
10:25Wie lange sind Sie denn hier schon bei Argold, Herr Bremer?
10:28Guten Jahr.
10:30Und? Wie läuft's?
10:34Sehen Sie das nicht?
10:36Früher war ich im Callcenter, Handytarife vertickt.
10:40Da habe ich im Monat so viel verdient wie hier, manchmal in zwei Tagen.
10:44Und der Herr Benz, hat der auch so viel vertickt?
10:49Wohl kaum.
10:50Sonst hätte ihn ja Herr Schrader wohl nicht rausgeschmissen.
10:56Eigentlich bin ich gelernter Fotolaborant.
10:59Aber diesen Job gibt's heutzutage kaum noch.
11:02Ja, und die vom Amt meinten, ich krieg nichts mehr.
11:04Bis ich Herrn Schrader getroffen habe.
11:11Und wie das?
11:14Durch eine Annonce an der Pinnwand beim Arbeitsamt.
11:17Ich habe mich eher aus Langeweile gemeldet.
11:19Ich dachte, wäre eine Abzocke.
11:20Aber jetzt?
11:22Schauen Sie mich an.
11:24Und das hat keiner von den Jungs erreicht,
11:26mit dem ich früher zwei Jahre lang im Labor gestanden bin.
11:29Naja, da haben Sie richtig Glück gehabt, ne?
11:31Tja, also jeden Tag danke ich dem lieben Gott,
11:33dass ich Herrn Schrader getroffen habe.
11:35Ja, das kann ich verstehen.
11:37Und zwischen Herrn Benz und Herrn Schrader
11:39ist es dagegen ja nicht so optimal gelaufen, oder?
11:44Also da weiß ich nichts von.
11:47Das ist eine sehr, sehr schöne Uhr.
11:57Was hatten Sie mit Benz zu tun?
12:00Herr Benz hat mich angelernt.
12:03Wie man mit Kunden spricht,
12:06welche Policen am besten funktionieren.
12:09Er war immer,
12:12immer sehr nett.
12:13Wissen Sie, warum Benz aufgehört hat?
12:19Er wollte es wohl einfach nicht mehr.
12:21Denken Sie, da war eine bestimmte Arbeit?
12:24Weil Sie gerade eben gesagt haben,
12:25er wollte es ganz einfach nicht mehr.
12:28Das klingt so,
12:28als hätten Sie da an was ganz Konkretes gedacht.
12:31Da haben Sie mich voll verstanden.
12:32Aber so eng war ich jetzt auch nicht mit ihm.
12:36Angeblich weiß keiner,
12:37warum er bei Argold aufgehört hat.
12:38Schaut mal,
12:39was er über Schrader und das Opfer rausfinden könnte, okay?
12:42Da lecke ich immer meine Tränen ab.
12:46Ja, weil die so salzig sind, ne?
12:50Wir müssen das nochmal aufsetzen,
12:51wie eine Krone.
12:54Hier kommt eigentlich mal wieder, mein Schatz, ja?
12:57Ich kann mich handeln,
12:59ich habe ein Kopfdessen,
13:00aber ein dicker wird auch bequemer.
13:09Frau Benz?
13:12Ich habe doch gestern Abend noch mit dem telefoniert, ne?
13:21Wann genau war das?
13:23So um zehn.
13:25Die Kleine ist kurz aufgewacht,
13:27die schläft nämlich gar nicht gut,
13:28wenn Jörg nicht da ist.
13:30Es will sich die Zähne nicht putzen,
13:31dann muss ich ihr drei Gute-Nacht-Geschichten vorlesen,
13:33dann will sie immer bei mir im Bett schlafen.
13:35Wo war ihr Mann da?
13:37Auf seinem Zimmer.
13:38Hier.
13:40Nein, im Hotel.
13:41Seine Firma, die macht doch ständig diese Essen
13:43mit Übernachtung und so,
13:44als Belohnung für die guten Ergebnisse.
13:46Frau Benz,
13:52Ihr Mann hat nicht mehr bei Argold gearbeitet.
14:05So, Jörg ist jeden Tag zur Arbeit gegangen.
14:08Schauen Sie sich das doch mal an.
14:09Hier.
14:10Wie hätte er das denn hier sonst finanzieren sollen?
14:15Man hat sich wohl zwei Monate von Ihrem Mann getrennt.
14:17Jörg ist jeden Morgen hier um acht aus der Wohnung gegangen.
14:20Ich bin doch nicht bescheuert.
14:22Hier.
14:30Sie bauen?
14:31Ja, ja, wir bauen, wir bauen.
14:33Wir dachten,
14:34jetzt in eine Immobilie zu investieren,
14:35das ist ja nicht gerade das Schlechteste.
14:36Auch jetzt wegen der Kleinen raus,
14:38irgendwie anstatt dran ein bisschen
14:39im Grünen was bauen.
14:42Darf ich fragen,
14:43wie Sie das finanziert haben?
14:44Na ja,
14:47Jörg arbeitet.
14:49Ich arbeite halbtags
14:51im Spätkauf.
15:02Er kann gar nicht,
15:04ob es los gewesen sei.
15:07Das hätte er mir doch gesagt.
15:11Es tut mir sehr leid.
15:16Ihr Mann
15:17hat seit zwei Monaten
15:19nicht mehr für Agold gearbeitet.
15:21Und das Auto,
15:22wie hat er das bezahlt, bitte?
15:24Und hier,
15:25den Ring,
15:26den hat er mir doch gerade noch geschenkt.
15:48Realschule, Bund,
15:50Ausbildung bei einer Drogeriekette,
15:51die insolvent gegangen ist
15:53und dann arbeitslos,
15:54bis er zu Agold gekommen ist.
15:55Was haben wir über die Agold
15:56und über diesen Schrader?
15:58Abitur,
15:59hat ein BWL-Studium gemacht
16:01und abgebrochen,
16:02mehrere Firmenpleiten erlebt,
16:04dann hat er als Versicherungsvertreter gearbeitet
16:06und vor drei Jahren
16:07gründete er dann
16:08seine Firma Agold.
16:10Und mit der dreht er jetzt krumme Dinge?
16:11Nie.
16:12Nie.
16:13Es gibt keine Anzeigen oder Verfahren,
16:15also weder gegen ihn
16:15noch gegen die Firma.
16:17Die Produkte,
16:17die er verkauft,
16:18sind prinzipiell in Ordnung.
16:20Versicherungen und Finanzanlagen in Fonds.
16:23Was ist mit seinen Verkäufern?
16:26Beutet er die aus?
16:27Die Sache läuft so,
16:28je mehr Abschlüsse die Vertreter ihm bringen,
16:31desto mehr verdienen sie auch.
16:32Ja, aber ein Teil der Provision
16:33fließt direkt in Agold rein,
16:35womit sie quasi am Unternehmen beteiligt sind.
16:39Wovon hat die Familie gelebt?
16:41Seit dem Rausschmiss bei Agold.
16:43Wovon hat er seinen Wagen bezahlt,
16:45den Diamantring?
16:46Benz hat in den letzten Monaten
16:48viermal Bareinzahlungen
16:50bei seiner Bank getätigt.
16:53Insgesamt 12.000 Euro.
16:55Die letzten zwei Monate
16:58hat er seiner Frau
16:59morgens immer erzählt,
17:00er geht zur Arbeit,
17:01er geht zur Agold.
17:04Aber was hat er gemacht,
17:05wenn er morgens die Wohnung verlassen hat?
17:07Wo hat er seinen Tag verbracht?
17:08Wie?
17:24Man hat er seinen Tag verbracht,
17:27er geht zur Agold.
17:28Er geht zur Agold.
17:28Bis dann!
17:48Jangan lupa!
17:57Musik
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20:50Ja?
20:51Wir haben Bens Auto.
20:53Okay, komm sofort.
21:00Der Wagen hat eine GPS-Diebstahlsicherung. Die konnten wir orten.
21:04Warum hat er nicht vom Hotel geparkt?
21:07Wahrscheinlich wollte er nicht gesehen werden, als er angekommen ist.
21:11Musik
21:12Guck dir das mal an.
21:17Musik
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21:20Musik
21:23Musik
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21:33Musik
21:34Musik
21:49Es ist keine Patrone im Magazin und die registrieren nunmals weggeätzt, aber es ist ein Fingerabdruck von Benz drauf.
21:56Einbruchequipment, eine Waffe? Kann sein, dass Benz in den letzten Monaten so seine Familie finanziert hat.
22:01Ja, aber wie sollen wir bei 8000 Einbrüchen herausfinden, welcher Einbruch von ihm war?
22:05Einen haben wir schon. Einbruch in Erdgeschosswohnung. Täter hat sich über Fenster mit Glasschneider Zugang verschafft, wurde von Bewohnerin überrascht
22:13und ist geflohen.
22:15Personenbeschreibung männlich, 1,80 Meter, grüne Bomberjacke, grüne Sturmmorbe.
22:2111.15 Uhr wurde der Einbruch gemeldet. Keine zwölf Stunden später war Benz tot. Klingt nach einem Treffer.
22:27Sophie Horne, Bibelallee 18.
22:32Ich habe das alles schon Ihren Kollegen erzählt. Ich kam von einer Geschäftsreise wieder. Als ich die Tür aufschließe, höre
22:40ich im Inneren Geräusche.
22:42Ich lebe alleine, deswegen habe ich vorsichtig nachgeschaut.
22:47Der Mann, er stand da drüben.
22:52Sein Gesicht haben Sie nicht gesehen.
22:54Er trug ja diese Maske. Ich bin dann so leise wie möglich raus und habe die Polizei gerufen.
22:59Und als die Kollegen eingetroffen sind, war der Mann schon weg.
23:03Ihre Kollegen vermuten, dass er sie wohl gehört haben muss.
23:05Das muss schlimm für Sie sein, dass ein Fremder hier drin war, bei Ihren Bildern, in Ihren privaten Räumen.
23:12Ja, das stimmt. Ja, Entschuldigung, ich habe Ihren Namen vergessen.
23:15Ich habe mich noch gar nicht vorgestellt. Mein Name ist Max. Max Winter.
23:20Freut mich.
23:23Was machen Sie beruflich, wenn ich fragen darf?
23:26Sie malen.
23:27Sie unterrichten.
23:32Sie bewerten Bilder.
23:34Ich arbeite als Sachverständige für zeitgenössische Kunst.
23:38Dann sind die Sachen ja bestimmt was wert.
23:41Trotzdem, der Einbrecher hat nichts entwendet.
23:43Ja, solche Arbeiten sind nicht so einfach wie der zu verkaufen.
23:47Die Goldmünzen und Schmuck von meinen Großeltern wohl schon.
23:51Ein Schaden von insgesamt fast 30.000 Euro.
23:54Ja, es war zwar alles versichert, aber der ideelle Wert, der ist hoch.
23:59Erbstücke?
24:00Ja.
24:00Apropos Versicherung. Sagt Ihnen der Name Jörg Benz was?
24:04Natürlich, bei dem habe ich die Versicherung abgeschlossen.
24:10Moment.
24:11Sagen wir mal, Jörg Benz ist Ihr Versicherungsberater?
24:14Ja.
24:15Wann war das?
24:17Unterschrieben haben wir vor circa zwei Monaten.
24:20Und die Sachen, die gestohlen wurden, wurden die in der Polizei aufgelistet?
24:25Ja, es wurde alles fotografiert. Aber warum fragen Sie nach Herrn Benz?
24:32Jörg Benz ist letzte Nacht ums Leben gekommen.
24:39Vielen Dank für Ihre Zeit.
24:40Natürlich.
24:47Ist das nicht schlecht?
24:51Gefällt sie Ihnen?
24:53Ja, so zärtlich.
24:57Sensibel.
24:59Ja, genau das habe ich darüber geschrieben.
25:06Ach, Mist.
25:08Frau Horn?
25:12Entschuldigung.
25:14Grüne Jacke.
25:15Aber ich war es nicht.
25:17Wiedersehen.
25:18Wiedersehen.
25:22Wir haben bei der Versicherung nachgefragt.
25:25In den letzten zwei Monaten gab es noch drei weitere Einbrüche mit ähnlichem Tatablauf.
25:29Die entsprechenden Policen wurden alle über Argold abgeschlossen.
25:32Und zwei davon im letzten Monat.
25:34Aber da war Benz ja nicht mehr aktiv für die Argold.
25:37Nein.
25:38Wer hat denn die Policen verkauft?
25:39Ein gewisser Herr Fockroth.
25:41Abgebrochene Maurerlehre, diverse Verkaufsjobs, unter anderem Gebrauchtwagenhändler, zwei Anklagen wegen Drogengesitz.
25:47Kokain.
25:48Aber wenn Fockroth für die Argold arbeitet, warum war der nicht im Hotel, bei der Veranstaltung?
25:52Er war im Hotel.
25:55Aber am Morgen nach dem Mord hatte er schon ausgecheckt, bevor wir da ankamen.
25:59Und wir haben die Verbindungsdaten von Bens verschwundenem Handy.
26:03In den letzten zwei Monaten gab es über 20 Gespräche zwischen ihm und Fockroth.
26:23Du hast also tatsächlich gesagt, dass du heute Abend kommst?
26:28Ja, klar.
26:32Und was ich sage, das meine ich auch.
26:34Also, meistens zumindest.
26:36Tut mir das leid.
26:36Ich treffe mich jetzt mit einem Freund, also mit einem Arbeitskollegen von mir.
26:44Du weißt, wie das ist?
26:50Aber es ist nicht, was du denkst.
27:02Aber es ist nicht, was du denkst.
27:09Herr Schumann?
27:12Herr Fockroth, guten Tag.
27:14Darf ich?
27:14Ja, klar.
27:16Es ist ja toll, dass das so schnell geklappt hat.
27:19Und wir bei Argolds sind immer für unsere Kunden da.
27:22Rund um die Uhr.
27:24Also, Sie interessieren sich für eine Lebensversicherung?
27:26Ja.
27:27Ja.
27:28Ja, es sind ja auch ziemlich unsichere Zeiten.
27:31Wem sahen Sie das, Herr Schumann?
27:33Wem sahen Sie das?
27:36Nein, das stammt ja nicht von mir.
27:38Das hat ein Kollege von Ihnen gesagt.
27:40Der Jörg Benz.
27:41Jörg, Herr Benz, Sie kennen ihn?
27:44Das Geschlecht und männlich.
27:47Ja, ja.
27:48Also, ich habe ja ihn zuerst kontaktet.
27:52Nicht?
27:54Wer hat sich dann gar nicht mehr gemeldet?
27:57Ach ja, der ist aus dem Unternehmen ausgeschrieben.
28:00Aber glauben Sie mir, bei mir sind Sie in guten Händen.
28:02Bei Argold fühlen wir uns immer uns unseren Kunden verbunden.
28:06Also, das hier ist ein hochinteressanter Anlagesparplan.
28:11Größe.
28:13Aber, also, den Mitarbeitern gegenüber fühlt sich Argold nicht so verbunden, oder?
28:18Warum ist denn der Herr Benz nicht mehr dabei?
28:20Ach, na ja, der wird sich mal beruflich verändern.
28:23Also, folgendes.
28:24Wegen dem Sparplan darf ich fragen, was Sie beruflich machen.
28:28Beamter.
28:30Beamter. Sehr gut.
28:34So, wie ich das verstanden habe, wurde der Herr Benz herausgeschmissen.
28:39Von Ihrem Chef, Dirk Schrader, persönlich.
28:42Davon weiß ich nichts.
28:44Ähm, Geburtsdatum?
28:4726.10.63.
28:4926.10.2013 und mit Herrn Benz hatte ich auch nicht so viel zu tun.
28:54Dafür haben Sie ja ganz schön viel miteinander telefoniert.
29:02Ich.
29:04Ja.
29:15Ja, das...
29:17Schauen Sie mal hier, das sind...
29:20...alles Gespräche seit seiner Kündigung.
29:23Teilweise über 20 Minuten.
29:33Wer sind Sie?
29:34Wie gesagt, Beamter.
29:40Sind Sie an Herrn Benz herangetreten, wegen der Einbrüche?
29:43Oder hat er das initiiert?
29:56Ich möchte mit Ihnen nicht mehr reden.
29:58Das werden Sie aber bald müssen.
30:00Was ist denn da genau passiert vor drei Tagen bei dem letzten Einbruch?
30:04War ja eine ordentliche Beute.
30:07Über 30.000 Euro.
30:15Ja, ich sehe ihn.
30:24Ich bin hinter euch.
30:26Ich glaube, der hat angebissen.
30:27Er wird auch wissen, wo Benz das Geld versteckt hat.
30:32Er fährt statt auswärts.
30:33Ich glaube, er will auf die Autobahn.
30:35Ach nee, doch nicht.
30:36Es geht weiter geradeaus.
30:39Ach, scheiße, der fährt ab.
30:40Bruno!
30:40Er ist doch abgewogen.
30:42Wir haben ihn verloren.
30:44Vielleicht haben wir noch eine Chance.
30:45Welche Autobahn hat er genommen?
30:46Scheiße!
30:46Die 13, Richtung Spreewald.
30:48Okay, dann weiß ich, wo er hin will.
31:27Was ist denn da?
31:32Ah, scheiße, Mann!
31:34Oh, Entschuldigung.
31:36Habt ihr nicht gesehen.
31:40Haben Sie so immer die Übergabe gemacht?
31:42Benz versteckt hier für Sie die Beute.
31:44Sie verkaufen alles weiter und machen eine halbe, halbe.
32:01Sie haben sich aus Ihren Policen die lohnenden Ziele rausgepickt.
32:06Ihm gezeigt, wie er reinkommt, ihm das Werkzeug gegeben und die hier.
32:16Die war doch bloß zum Angstmann.
32:18Jörg hat sogar die Patronen rausgenommen.
32:19Warum hat Benz bei seinem letzten Einbruch sein eigenes Ding gemacht?
32:23Naja, er war vielleicht ein bisschen sauer, weil ich ein bisschen mehr als 50 Prozent eingesteckt habe.
32:27Haben Sie ihn in der Nacht in seinem Hotelzimmer aufgesucht?
32:29Nein, ich muss doch gar nicht, dass er im Hotel ist.
32:31Und wieso sind Sie dann am nächsten Morgen so überstürzt, abgereist nach seinem Tod?
32:36Ich war krank.
32:39Aber vorher haben Sie noch fröhlich mitgefeiert.
32:42Wir haben den Barkeeper befragt.
32:44Mann, ich hab Jörg nicht umgebracht. Ich war doch nachts gar nicht im Hotel.
32:47Wo waren Sie dann?
32:48Ich war was besorgen.
32:49So wie Schrader mich auf der Party behandelt hat.
32:51Ich brauchte dringend was.
32:53Wie hat er Sie denn behandelt?
32:55Naja, der hat mich rausgeschmissen.
32:58Warum?
32:59Ich krieg ein bisschen weniger Abschlüsse momentan.
33:03Und die letzten waren halt geträgt.
33:05Aber ich brauch das Geld, verstehen Sie?
33:08Für Koks.
33:08Ein bisschen.
33:10Aber vor allem will ich halt, will ich, will ich, will ich bei Argold raus.
33:15Ich will nämlich einen kleinen Laden aufmachen.
33:17Import, Export, Fockrot.
33:20Was ist los bei Argold?
33:22Der Schrader, der Schrader, der macht Druck ohne Ende.
33:26Mehr Policen, mehr, mehr, mehr, mehr.
33:28Wer die Quote nicht bringt, der wird angeschissen.
33:30Und vor der ganzen Mannschaft zum Deppen gemacht.
33:33Aber ich, ich bin da bald raus, verstehen Sie?
33:37Hat Benz das auch gemacht?
33:39Abschlüsse gefälscht?
33:40Hat Schrader ihn deshalb rausgeschmissen?
33:42Nee, Jörg hat ganz gut performt.
33:45Da ging es wohl um was anderes.
33:47Um was denn?
33:48Ich weiß nur, dass Schrader vor ein paar Monaten ein neues Verkaufskonzept gestartet hat.
33:53Wie man Kunden zur Unterschrift bringt.
33:55Und?
33:55Keine Ahnung, weiß ich nicht.
33:58Da waren nur so Leute wie, wie Klausen und das Arschloch Bremer involviert.
34:02Und Jörg, ja?
34:04Aber der, der, der hat da wohl nicht mitgemacht.
34:07Und daraufhin hat der Schrader an ihm ein Exempel statuiert.
34:10Schrader?
34:11Ja.
34:14Und das hat er sich einfach gefallen lassen, ohne Gegenwehr.
34:17Manchmal, manchmal hat der, manchmal war der sehr, sehr, wie soll ich sagen, so richtig beschämt war der nach dem
34:24Rauswurf.
34:25Ja, beschämt.
34:25Das ist das richtige Wort.
34:27Und dann hat er mich vorgestern Nachmittag angerufen und hat gesagt, erstens, er ist fertig mit den Einbrüchen und zweitens,
34:34jetzt geht er zu Schrader und holt sich Schmerzensgeld.
34:39Wie wollte er das denn anstellen?
34:40Keine Ahnung.
34:42Aber war wohl nicht so eine gute Idee.
34:44Am nächsten Tag war er dann ja wohl tot.
34:46Ja?
34:53Sie können gehen.
34:55Und tschüss.
35:07Drei neue. Schau mal hier.
35:10Einmal, zweimal.
35:11Das ist die nächste.
35:16Und ich finde, er sieht gut aus, ne?
35:17Ja, ja.
35:19Mein Lieber, du weißt, auf was das jetzt ankommt?
35:22Abschuss.
35:24Sie heizen ihren Leuten ja ganz schön ein.
35:26Logo?
35:27Lukas hieß ich mein Champ.
35:32Aber erst seitdem Jörg Benz nicht mehr ihr Champ sein wollte, oder?
35:40Lässt uns mal kurz allein, bitte.
35:42Luca?
35:46Was läuft denn da mit den Kunden, Herr Klausen?
35:51Wie sollen Sie die abschießen?
35:55Herr Schumann?
35:58Herr Schumann, was wollen Sie?
36:00Ich glaube, dass Sie Ihre Männer dazu zwingen, illegale Methoden anzuwenden, um an Vertragsunterschriften zu kommen.
36:13Jörg Benz hat Bescheid gewusst.
36:16Und dafür wollte er sich Schmerzensgeld holen von Ihnen.
36:20Am Tag seines Todes.
36:22Jeder Mitarbeiter meiner Firma kann Ihnen versichern, Herr Schumann.
36:25Es gibt hier keine kriminellen Machenschaften.
36:28Daran zweifle ich gar nicht.
36:30Die haben Sie ja gut im Griff.
36:32Nicht?
36:35Aber die andere Seite?
36:37Vielleicht nicht so sehr.
36:43Danke, Janett.
36:52Hallo, Frau Benz.
36:55Die Bank hat er noch gebaut.
36:58Die hat er auch weitergemacht.
37:02Wie ist er die letzten zwei Monate gewesen, oder?
37:07Ich würde Ihnen gerne was zeigen.
37:10Das gibt's doch nicht.
37:13Das gibt's doch nicht.
37:16Der hat ihn gestohlen.
37:18Bei diesen Einbrüchen.
37:19Gott, Janett, was macht der denn?
37:22Stehlen, um uns über Wasser zu halten?
37:24Wieso denn?
37:28Warum redet der denn nicht mit mir?
37:30Wir haben immer über alles geredet.
37:33Da stimmt irgendwas nicht.
37:35Der Jobverlust.
37:36Ihr Traum vom Haus.
37:38Sie sagen es selbst.
37:39Er hat sich geschämt.
37:41So ein Schwachsinn.
37:42Wofür denn geschämt?
37:46Wir waren uns so nah.
37:48Der war doch mein bester Freund.
37:51Da stimmt irgendwas nicht.
37:53Da muss irgendwas anderes passieren.
37:58Da muss irgendwas anderes passiert sein.
38:03Da stimmt was nicht.
38:13Wir haben bisher mit sieben Argold-Kunden gesprochen.
38:15Keiner von denen fühlte sich bedroht oder irgendwie unter Druck gesetzt.
38:18Okay, bleib dran.
38:19Ich rede nochmal mit Benz letzter Kunde in Frau Horn.
38:21Oder willst du das lieber machen?
38:23Er hatte doch so einen guten Draht.
38:25Na, schön wär's.
38:27Nee, ach, ich hab schon zweimal mit ihr gesprochen.
38:29Ich glaub, die will mich nicht treffen.
38:30Oh, da hatte ich aber einen ganz anderen Eindruck.
38:34Danke, Herr Schumann.
38:35Ich hab nicht damit gerechnet.
38:38Der Ring meiner Oma.
38:41Der Name Dirk Schrader.
38:44Sagt Ihnen das was?
38:47Nein.
38:48Hat Herr Benz Ihnen bei den Beratungsgesprächen nie erwähnt?
38:51Wer ist das?
38:52Der Inhaber von Argold.
38:53Wo Sie Ihre Versicherung abgeschlossen haben.
38:56Und sonst ist Ihnen irgendwas Ungewöhnliches aufgefallen bei den Terminen mit Herrn Benz.
39:00Hat er Sie bedroht?
39:02Hat er Sie gezwungen, die Versicherung zu unterschreiben?
39:05Nein, mit Sicherheit nicht.
39:06Wir können Ihnen helfen, Frau Horn.
39:09Wir können Sie schützen.
39:10Das klingt hochdramatisch.
39:13Nein, Herr Benz war immer sehr freundlich zu mir.
39:17Herr Benz ist der Mann gewesen, der hier eingebrochen ist.
39:20Er hat die Sachen gestohlen.
39:23Wer tut denn sowas?
39:33Immerhin kann ich jetzt sicher sein, dass er nicht wiederkommt.
39:35Nicht wahr?
39:40Danke.
39:41Und sagen Sie auch Herrn Winter Danke von mir.
39:44Sagen Sie es ihm ruhig.
39:46Der freut sich.
39:52Vor zwei Monaten.
39:55Jörg Benz ist glücklich.
39:57Er hat Erfolg als Versicherungsberater.
39:59Der Traum vom Eigenheim wächst langsam.
40:03Und dann gerät alles aus den Fugen.
40:05Die Scham über die Arbeitslosigkeit.
40:08Sein tägliches sich verstecken müssen da auf der Baustelle.
40:12Die Einbrüche, um an Geld zu kommen.
40:14Und das hat alles da angefangen.
40:16Durch Schraders abrupten Rauswurf.
40:19Da hat er beschlossen, der Schrader, der muss zahlen.
40:23So eine Art Schmerzensgeld.
40:25Das heißt, wir gehen davon aus, dass Benz ins Hotel gekommen ist, um mit Schrader zu sprechen.
40:29Aber wofür sollte Schrader bezahlen?
40:31Was hat Benz in der Hand gehabt?
40:32Das muss irgendwas mit Schraders neuen Geschäftspraktiken zu tun haben.
40:37Wir müssen an die Leute ran, von denen Fockhout gesagt hat, dass sie auch schon eingeweiht waren.
40:42Du hast doch selber gesagt, die stehen alle unter Schraders Kontrolle.
40:45Die verehren den doch total.
40:48Die Fingerabdrücke auf der Klinke der Hotelzimmertür von Jörg Benz stammen von Dirk Schrader.
40:53Was ist denn den Vergleichsabdruck her?
40:55Der Herr Schrader hat ja vor kurzem einen Reisepass beantragt.
40:58Und wie bist du da rangekommen?
40:59Das wollen wir lieber nicht so genau wissen.
41:01Mist. Der Abdruck ist nur außen an der Tür.
41:04Das heißt, er wird sagen, er ist den Flur lang gelaufen, hat zufällig die Klinke angefasst.
41:09Wir müssen Schraders Männer unter Druck setzen.
41:12Männer unter Druck setzen.
41:14Männer unter Druck setzen.
41:18Da könnte das hier hilfreich sein.
41:27Das ist richtig gut, Inge.
41:58Meine Herren.
42:00Wenn ich mal ganz kurz um Ihre Aufmerksamkeit bitten darf.
42:04Das hier ist ein Auszug von dem Konto, auf das Herr Schrader angeblich Ihre Abschlussanteile einzahlt.
42:13Was soll das?
42:14Schauen Sie es sich genau an.
42:16Es gibt kein Geld.
42:24Es gibt nur Schulden und natürlich die persönlichen Ausgaben von Herrn Schrader.
42:31Blättern Sie mal auf Seite 2.
42:33Miete Penthouse, Leasingrate für drei Wagen, Londoner Schneider.
42:39Alles von Argold bezahlt.
42:41Alles von Ihrem Geld.
42:43Und dann gibt es noch ein weiteres Konto auf den Cayman Islands.
42:46Dahin fließt regelmäßig die andere Hälfte.
42:48Sozusagen seine persönliche Rücklage, wenn der Schwindel auffliegt.
42:52Aber die Quelle versiegt langsam.
42:56Die Rechnung vom Event im Hotel steht immer noch offen.
42:59Genauso die Leasingrate für Ihre Firmenwagen.
43:02Die letzten drei Monatsmieten von dem Büro hier.
43:04Deswegen macht er auch so einen Druck, um auch noch den letzten Euro aus Ihnen raus zu quetschen, bevor er
43:09sich absetzt.
43:11Tja.
43:13Teure Anzüge, Autos, der Traum vom großen Geld.
43:21Mit seinen Versprechungen hat er sie alle manipuliert.
43:26Wie ein Rattenfänger.
43:29Luca, Luca!
43:34Ein talentierter Betrüger.
43:37Wenn Sie wollen, dass er bestraft wird, helfen Sie mir.
43:42Nicht nur wegen des Betrugs.
43:44Sondern auch für Ihren Kollegen.
43:46Jörg Benz.
43:49Das darf ja wohl alles nicht wahr sein.
43:53Wollt ihr mich alle verarschen?
43:56Ich frage euch, wollt ihr mich alle verarschen?
44:00Zwölf Abschlüsse in nur zwei Tagen.
44:04Ich baue für euch die Firma hier auf.
44:06Ich reiße mir den Arsch auf, damit ihr reich werdet.
44:10Ich spendiere auf meine Kosten, ich betone auf meine Kosten.
44:14Ein Kurzurlaub in einem Luxushotel.
44:15Und was ist der Dank?
44:17Was ist euer Dank?
44:19Zwölf verfickte, beschissene Abschlüsse.
44:33Herr Schubon.
44:35Ich weiß jetzt nicht, was der Auftritt hier soll, aber ich glaube, sowas nennt man Hausfriedensbruch.
44:39Also bitte verlassen Sie umgehend unser Büro.
44:42Stimmt das hier?
45:12Was ist jetzt hier los?
45:15Was hat Schrader von Ihnen verlangt?
45:17Wie sollten Sie die Kunden dazu bringen, einen Vertrag zu unterschreiben?
45:21Die Abschussliste.
45:24Einsame Kundinnen, die Kohle haben und reif sind.
45:32Fertig zum Abschuss.
45:35Sie müssen verführt werden, damit Sie endlich diesen scheiß Vertrag unterschreiben.
45:40Schrader hat Sie gezwungen, mit Kunden zu schlafen.
45:43Sex gegen Vertragsabschluss.
45:45Natürlich bloß bei den richtig dicken Paketen.
45:49Mit Finanzplanen und allem drum und dran.
45:53Und deswegen wurde Benz rausgeschmissen?
45:56Weil er das nicht machen wollte?
45:58Ja.
46:00Schrader hat so gesagt.
46:03Diese ganzen Tussen, die ich für ihn ficken musste.
46:12Als ich ins Bett wollte, ich hab das falsche Stock weggedrückt.
46:15Die drei.
46:16Da kam Schrader gerade aus dem Zimmer.
46:20Er ist auf mich zu.
46:23Hat mir gedroht.
46:28Wenn ich auch nur einen Ton sage,
46:31bin ich sofort draußen.
46:37Sie haben wirklich fleißig Daten über Ihre Kundinnen gesammelt.
46:41Einkommensquellen, Hobbys, wie lange schon allein.
46:44Damit konnte man die Damen wahrscheinlich richtig gut bezirzen.
46:50Verführen bis zur Vertragsunterschrift.
46:54Ja, war eigentlich eine gute Idee.
46:58Benz hatte Ihre Abschlussliste.
47:01Womit hat er Ihnen gedroht?
47:02Ja, womit wohl? Dass er die Liste rausgibt.
47:04An die Frauen?
47:04Quatsch, die hätten aus Scham eh nichts gesagt.
47:08An die Konzerne?
47:10Deren Polizen Sie vertreiben?
47:12Na klar.
47:14Die hätten Ihnen bei solchen Geschäftspraktiken
47:15natürlich sofort sämtliche Aufträge entzogen.
47:17Ja, ich hätte Argold schließen und die Jungs.
47:19Die Jungs hätte ich entlassen müssen.
47:21Sie haben Benz unterschätzt.
47:23Wie viel hat er denn gewollt?
47:25150.000.
47:26Er meinte, das wären seine Anteile an Argold-Wert.
47:29Da haben Sie ihn ins Hotel bestellt.
47:32Ja, ich habe ihm gesagt, dass ich ihm nachher das Geld bringe.
47:37Ja, doch.
47:38Er hatte 10 Mille dabei.
47:40Wollte ihn damit so...
47:44Als er in das Zimmer kam, lag er schon da.
47:46Sie wollen allen Ernstes behaupten, dass Benz schon tot war?
47:48Ja, war er.
47:54Wenn er wirklich lügt, dann macht er das richtig gut.
47:58Natürlich lügt er.
48:08Herr Schrader, wenn er schon tot war,
48:11wie sind Sie ihn dann ins Zimmer gekommen?
48:14Die Tür war auf.
48:16Also nur angelehnt.
48:17Und warum haben Sie keine Hilfe gerufen,
48:19als Sie ihn entdeckt haben?
48:22Ja, wegen dem Handy.
48:25Da war die Abschlussliste drauf.
48:27Das haben Sie mitgenommen.
48:31Und seine Uhr, Brieftasche.
48:34Vorgetäuschter Robb.
48:36Was haben Sie mit den Sachen gemacht?
48:40Hab ich ihn in die Spree geworfen.
48:43Genau vom Hotel.
48:44Wenn Sie da suchen, dann finden Sie die Sachen.
48:47Beweist doch meine Unschuld, oder?
48:51Alles, was das beweist,
48:53ist, dass Sie methodisch vorgegangen sind.
48:55Nach Plan.
48:56Also keine Affekttat, sondern Mord.
49:03Vom Ablauf passt alles.
49:05Benz wollte Schrader das Handy nicht geben.
49:08Der wird sauer und greift zur Vase.
49:13Aber hätte er ihn dann nicht direkt getötet?
49:16Ich frage mich, war es wirklich Mord oder vielleicht nur Totschlag?
49:21Dass Benz sich beim Aufprall auf die Tischkante das Genick bricht,
49:24das konnte er ja nicht planen.
49:25Oder er wollte an das Handy ran und das war ein unglücklicher Zufall.
49:30Unfall.
49:33Was ist denn los? Musst du weg?
49:34Hast du einen Termin?
49:36Ja, so eine Art Termin.
49:38Wie, hast du ein Date oder was?
49:40Also ein Papierkram kann ich auch übernehmen.
49:44Tschüss.
49:52Und warum haben Sie keine Hilfe gerufen,
49:54als Sie ihn entdeckt haben?
49:55Wegen dem Handy.
49:56Da war die Abschussliste drauf.
49:59Die Abschussliste.
50:05Der hat da wohl nicht mitgemacht.
50:07Und daraufhin hat der Schrader an ihm ein Exempel statuiert.
50:10Da muss irgendwas anderes passiert sein.
50:13Da ging es wohl um was anderes.
50:15Wir haben immer über alles geredet.
50:17Ja, wir haben immer über alles geredet.
50:21Da muss irgendwas anderes passiert sein.
50:23Er war mein bester Freund.
50:27Wird was anderes ist passiert.
50:30Wird was anderes ist passiert.
50:35Er hat sich geschämt.
50:37So ein Schwachsinn.
50:38Wofür denn geschämt?
50:39So richtig beschämt war der Nacht im Raushof.
50:40Ja, beschämt.
50:41Das ist das richtige Wort.
50:46Einsame Kundinnen fertig zum Abschuss.
50:55Diese ganzen Tussen, die ich für ihn ficken musste.
51:00Herr Benz war immer sehr freundlich zu mir.
51:08Herr Benz war immer sehr freundlich zu mir.
51:20Schraders Transport nach Moabit ist da.
51:25Bruno?
51:27Herr Schrader, kommen Sie mal.
51:34Mit Frauen zu schlafen, um sie zur Unterschrift zu bringen.
51:37Wie sind Sie darauf gekommen?
51:41Ich bin's.
51:42Ja, der hatte so eine wohlhabende Tuste an der Angel.
51:44Hat ihn aber wohl irgendwie so hingehalten.
51:47Und er hatte das Gefühl, die ist einsam.
51:50Und dass sie ihn genau deswegen immer antanzen lässt.
51:52Und da haben Sie gesagt, er soll sie verführen.
51:55Ja?
51:58Mein Gott, der war Verkäufer.
52:00Dann gibst du halt der Kundin, was sie will.
52:04Ich finde es wuchtig.
52:07Wuchtig?
52:09Stark?
52:10Ja, aber gefällt sie dir?
52:12Naja, das hier, das finde ich viel sinnlicher.
52:16Ich meine, ich bin natürlich auch ein extrem sensibler Typ.
52:22Damit.
52:23Damit.
52:28Bruno, was machst du denn hier?
52:30Brauchst du mich?
52:31Wir sind fertig.
52:34Was heißt, Schrader hat gestanden?
52:38Nein, Schrader war es nicht.
52:42Wirklich nicht?
52:45Benz hat sich zwar geweigert, mit Kundinnen zu schlafen, um so Verträge abzuschließen.
52:49Aber erst nachdem er selbst die Methode mal bei einer Kundin angewandt hatte.
52:52Erfolgreich.
52:54Munzen.
52:54Sex gegen Unterschrift.
52:57Sex war nicht der ausschlaggebende Grund.
53:00Sie hat geglaubt, dass Benz sie liebt.
53:04Nach der Vertragsunterschrift war Benz wie vom Erdboden verschnuckt.
53:14Sie müssen ihn gesucht haben.
53:18Sie waren verzweifelt.
53:21Bei Argold hat man ihnen gesagt, Benz ist auf eigenen Wunsch aus dem Unternehmen ausgeschieden.
53:26Sein Handy war abgeschaltet.
53:28Das muss furchtbar gewesen sein.
53:34Den Mann als Einbrecher zu erwischen.
53:39Den Mann, den Sie geliebt haben.
53:49Möchten Sie auch was trinken, Herr Schumann?
53:52Ha!
54:19Er hat gesprochen, Peter anzurufen, alles zu erklären.
54:27Er hat es doch versprochen.
54:38Ich sah es da stundenlang und habe gewartet.
54:46Irgendwann hat er angerufen.
54:48Ich bin sofort ins Hotel, ich konnte es nicht fassen.
54:50Ich war mir so sicher.
54:54Ich habe wirklich gedacht, da ist was zwischen uns.
54:58Und plötzlich sagte er, dass er das alles nur wegen der Provision gemacht hat.
55:06Wegen der Familie.
55:08Wegen Geld.
55:19Ich konnte es nicht fassen.
55:25Und dann sagte er auch noch zu mir, ich muss gehen, er hatte noch einen Termin.
55:33Ich habe erst begriffen, was passiert ist, als er auf dem Boden lag.
55:38Und das ganze Blut aus seinem Kopf kam.
55:56Ich sagte er, ich habe noch nicht so vieles, als ich mich immer noch an dir hatte.
55:56Ich habe schon Justice, ich habe nochん.
55:59Ich habe schon vieles neu.
56:00Ich habe nicht so, ich habe schon mal die Provision gemacht.
56:01Ich habe zu machen, ich habe schon mal.
56:02Ich hatte dich drauf, ich habe noch lusen.
56:08Ich habe schon mal davon, ich habe, ich habe hier noch den Teil des Rufs.
56:17ich habe einen eine kinderzeichnung gefunden das war als ihre tochter hatte da ein haus
56:26gemalt und in dem haus waren fotos von ihnen dreien und sein gesicht hatte er mit einem
56:37nagel oder sowas einfach zerstört ich glaube er hat sich wahnsinnig geschämt
56:53heute morgen hat jemand angerufen jörg hat noch eine lebensversicherung abgeschlossen
56:58vor ein paar monaten hat auch die prämien immer gezahlt können sie das haus damit fertig bauen
57:06so
57:21so
57:22so
57:29so
57:31so
57:45Glaubst du, die hat sich nur mit mir verabredet, weil sie raushören wollte, wie weit wir in dem Fall sind?
57:59Du, das habe ich mich auch gefragt.
58:01Ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja.
58:04Ja, ja, ja, ja, ja, ja.
58:32Ja, ja, ja, ja.
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