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Kurzfilme
Transkript
00:12Untertitelung. BR 2018
00:54Untertitelung. BR 2018
01:28Untertitelung. BR 2018
01:59Untertitelung. BR 2018
02:11Untertitelung. BR 2018
02:11Hey.
02:42Schädelfraktur. Todeszeitpunkt vor ca. 10-12 Stunden.
02:46Also, ein Unfall war das ganz bestimmt nicht. Sie hat Hämatome an den Unterarm.
02:50Vielleicht hat jemand sie gegen einen der Träger gestoßen und dann ist sie einfach runtergestürzt.
02:57Einer der Sanitäter hat sie wiedererkannt. Der Rothaarige. Er hat sie vor sechs Monaten mal ins Krankenhaus gefahren.
03:04Da war sie bewusstlos, völlig besoffen. Ihr Magen musste leer gepumpt werden.
03:12Ich riech nichts.
03:14Bea Weigand, 19 Jahre. Ist bei ihren Eltern gemeldet.
03:39Ich pack den Wagen.
03:42Ich pack den Wagen.
03:53Guten Tag.
03:54Guten Tag.
03:55Schumann, Herr Regal.
03:57Ja, bitte.
03:59Herr Weigand?
04:01Ja.
04:02Kommen Sie rein.
04:14Polizei.
04:16Ist was passiert?
04:18Ist Ihre Frau auch da, Herr Weigand?
04:21Ja.
04:24Katharina?
04:46Frau Weigand, Herr Weigand.
04:51Es tut mir sehr leid. Ich muss Ihnen eine traurige Mitteilung machen. Ihre Tochter Bea...
04:58Nein.
04:59Man hat ihre Tochter Bea heute Morgen tot aufgewunden. Es tut mir sehr leid.
05:07Frau Weigand.
05:13Katharina!
05:14Was findest du?
05:21Das ist mir nur oben.
05:24Nein!
05:26Nein!
05:29Nein!
05:30Nii, Nii, Nii!
05:31Nein!
05:31Nii!
05:31Nii, Nii, Nii!
05:35Nii!
05:35Nii, Nii!
05:37Nii, Nii, Nii, Nii!
05:40Nii, Nii!
05:43Nii, Nii!
06:12Untertitelung des ZDF, 2020
06:14Ist es möglich, dass ich mir mal Beers Zimmer anschaue?
06:19Bea wohnt nicht mehr bei uns.
06:21Sie ist nach dem Abit zu Anita gezogen.
06:25Ist Anita Ihre Schwester?
06:28Die beiden sind unzertretendlich.
06:30Was ist passiert?
06:36Kennen Sie den ehemaligen Vergnügungspark im Planterwald?
06:39Bea wurde dort gegen den Stallträger von der Achterbahn gestoßen.
06:46Allein ist sie runtergestürzt.
06:49Mein Gott.
06:51Hundertmal habe ich ihr gesagt, sie soll nachts nicht auf diesen verrotteten Rummelplatz gehen.
06:56Aber sie war ja erwachsen.
06:59Das ist mein Open-Air-Wohnzimmer, hat sie immer gesagt.
07:05Hatte Ihre Tuchte Probleme?
07:09Ärger mit dem Freund?
07:11Dem Ex-Freund?
07:12Seit die Mädchen zusammen wohnen, haben wir das nicht mehr so mitbekommen.
07:21An der Mauer von der Achterbahn, da war dieses Bild angebracht.
07:30Das ist Dolly, eine Figur aus ihrem Comic.
07:34Er hat schon sehr früh angefangen zu zeichnen.
07:39Und dieses große Familienbild, ist auch von ihr?
07:46Nur zu jedem Geburtstag ein Bild geschenkt.
07:52Alles schwarz-weiß.
07:54Hat sie mir was dazu gesagt?
07:58Andere Mädchen haben ihre rosa Phase.
08:01Bea hat ihr Zimmer schwarz gestrichen.
08:04Mit zwölf.
08:05Ihre erste Kunstaktion.
08:08Kurz danach fing sie mit den Comics an.
08:13Anita sagt immer,
08:15Bias schwarz schillert bunter als ein ganzer Regenbogen.
08:19Gott, Anita.
08:21Ich ruf sie an.
08:29Ich weiß gar nicht,
08:32wie sie damit fertig werden soll.
08:35Ich würde alles dafür geben,
08:37mit Bea zu tauschen.
08:41Alles.
09:03Wenn sowas ist,
09:04bin ich immer froh,
09:04dass ich keine Kinder habe.
09:13Bitte.
09:14Kommen Sie doch rein.
09:20Entschuldigung.
09:21Wohnen Sie auch hier?
09:23Sorry, ja, ich bin Phyllis.
09:27Anita ist völlig durch den Wind.
09:30Ich sage ihr Bescheid.
09:42Das sind die Herren von der Polizei.
09:46Tahanita.
09:47Hallo.
09:53Es tut mir wirklich sehr leid,
09:54was passiert ist.
09:58Ich würde gerne mit Ihnen sprechen,
09:59über Ihre Schwester.
10:01Aber,
10:02vielleicht schaue ich mir vorher erst mal
10:03Beas Zimmer an,
10:04wenn es okay ist.
10:12Bitte.
10:14Bitte.
10:18Bitte.
10:42Ich bin es,
10:45Beas Zimmer.
10:46Bitte.
11:16Untertitelung des ZDF, 2020
11:33ZDF, 2020
12:00War ja auch nicht das erste Mal, dass sie die ganze Nacht unterwegs war
12:04Ich hab immer gesagt, nimm ein fucking Pfefferspray mit, aber sie dachte, ihr passiert schon nichts
12:08War ja auch ihr Open-Air-Wohnzimmer, der alte Umweltplatz
12:13Naja, Scheiße
12:15Hatte Bea einen Freund?
12:21Sie war Solo
12:24Bea wollte sich voll auf ihre Comics konzentrieren
12:26Sie hatte einen Flow, es ging ihr super
12:29Super stell ich mir anders vor
12:32Vor sechs Monaten hätte sie sich fast zu Tode gesoffen
12:34Ja
12:35Aber danach hat sie nichts mehr angerührt
12:38Sie hat den Schalter umgeswitcht und zeichentechnisch richtig Gas gegeben
12:41Und ihre Welt war nicht mehr nur schwarz-weiß
12:43Sie hat auf einmal bunte, freudige Farben benutzt
12:46Stimmt, die beste Idee, die sie je hatte
12:50Hat sie damit Geld verdient?
12:52Immer mehr
12:53Ich hab ihre Comics im Eigenverlag rausgebracht
12:55Ich hab einen kleinen Laden in Kreuzberg
12:57Zuerst hab ich zwei, drei Dolly und Kate Hefte pro Woche verkauft
13:00Aber ihre neue Reihe ist eingeschlagen wie eine Bombe
13:03Sie hat hier sogar einen Major die mit Troja-Comics eingebracht
13:06Bea ist auf dem Weg einer der ganz Großen zu werden
13:11War auf dem Weg
13:12Fuck
13:14Sie hatte einen Flow
13:16Sie hatte Erfolg
13:17Warum hat sie dann die Druckvorlagen zerrissen und weggeworfen?
13:22Sie hatte einen ihrer Bea van Gogh-Anfälle
13:25Hatte sie öfters
13:27Plötzlich fand sie die Figuren grottig
13:32Die Story ist mega langweilig
13:35Dolly und Kate gegen den Rest der Welt
13:38Ist ein bisschen wie bei Ihnen, oder?
13:41Sie haben doch auch alles zusammen gemacht
13:43Hatten denselben Geschmack, haben zusammen gewohnt
13:49Ich muss zur Uni
13:52Ich steck mitten in der Zwischenprüfung
13:56Die beiden sind wie
13:58Siamesische Zwillinge
14:00Ohne Bea würde Anita nicht mehr leben
14:08Anita hat eine Kindleukämie
14:10Ist fast dran krepiert
14:11Ohne die Knochenmarkspende von Bea hätte sie es nicht gepackt
14:21Schauen wir uns nochmal den zeitlichen Ablauf an
14:24Phyllis sagt, die Mädchen waren zwölf
14:26Da erfahren sie von den Eltern von der Knochenmarkspende
14:28Was sie zusammengeschweißt hat
14:30Ja, aber zumindest Bea belastet das auch
14:33Sie streicht ihr Zimmer schwarz
14:35Also mein erster Freund, der hatte sein Zimmer auch schwarz gestrichen
14:38Und der...
14:38Ach, du warst mal mit einem Grufti zusammen?
14:41Der konnte super küssen
14:44Danach beginnt sie mit dem Comiczeichnen
14:47Sie benutzt keine Farbe
14:48Alles nur schwarz-weiß
14:51Mit 18 ist sie mit der Schule fertig
14:52Sie zieht zu ihrer Schwester
14:54Beginnt mit den Dolly und Kate Comics
14:56Die Welt ist düster, aber die beiden Schwestern halten zusammen
14:58Also meine Schwester und ich, wir haben uns nur gestritten
15:01Da war gar nichts mehr zusammenhalten
15:02Ja, aber du hattest auch keine Leukämie
15:04Und deine Schwester hat dir nicht das Leben gerettet
15:06Nee, die hat mir das Leben zur Hölle gemacht
15:08Weil die ganzen Grufti-Jungs noch mit dir gedutschen wollen
15:10Max
15:13Danach das Ende
15:14Der Absturz
15:15Samt Kummer saufen
15:16Und danach wird alles anders
15:19Die Rückkehr
15:21Kate verschwindet
15:23Dolly bleibt
15:24Jetzt in Farbe
15:25Bea geht's gut
15:27Sie ist erfolgreich
15:30Wir haben erste Erkenntnisse von der KTU
15:32An Beas Leiche wurden DNA-Spuren der Rettungssanitäter und von Beas Mitbewohnerin gefunden
15:38Die Blutuntersuchung hat ergeben, dass Bea vor ihrem Tod offenbar Tabletten geschleppt hat
15:44Die Dinger sind noch gar nicht auf dem Markt, die werden noch klinisch erprobt
15:46Ein starkes Berührungsmittel von Zendes Pharma
15:51Zendes Pharma?
15:52Das ist doch die Firma, für die ihre Mutter arbeitet
15:56Ahoi Bea hier
15:57Wenn ihr eine wichtige Message habt, dann raus damit
16:03Und?
16:05Katharina?
16:07Ahoi Bea hier
16:08Wenn ihr eine wichtige Message habt, dann raus damit
16:12Ahoi Bea hier
16:29Verstehe ich nicht
16:31Bea muss hier gewesen sein, ohne dass wir es mitbekommen haben
16:34Aber das macht überhaupt keinen Sinn
16:37Ich arbeite gerade an einer Studie, aber davon weiß Bea gar nichts
16:42Nebenwirkungen bei der Einnahme von Zendes Kodol
16:45Schwindelgefühl, Verminderung der Koordinationsfähigkeit
16:47Was, wenn Bea sich nicht wehren konnte, weil sie die Tabletten genommen hat?
16:51Katharina?
16:54Warum war ich denn nicht hier gestern Abend?
16:56Warum bin ich zu diesem blödsinnigen Vortrag gegangen?
16:59Hör auf!
17:01Es ist nicht deine Schuld
17:05Es ist eigentlich richtig, dass sie als Kind ihrer Schwester Knochenmark gespendet hat?
17:11Ja
17:13Das ist ungewöhnlich, kommt sehr selten vor
17:17Als wir erfahren haben, dass Anita krank war, war ich in der vierten Woche schwanger mit Bea
17:24Sie war ein hundertprozentiger Match, ein...
17:29ein Wunder
17:31Sie war ein Geschenk des Himmels
17:35Erst hatten wir Angst, als wir ihnen später erzählten, wie sie reagieren würden
17:41Aber sie wurden dadurch noch enger
17:43War das damals, dass sie ihr Zimmer schwarz gestrichen hat?
17:47Das war toll
17:49Wie sie aus all dem kreative Energie geschöpft hat
17:52Papa!
17:53Anita!
17:55Anita!
17:56Anita!
17:57Anita!
18:01Anita!
18:01Anita!
18:01Anita!
18:01Anita!
18:03Anita!
18:05Ich verstehe das nicht, Tabletten waren überhaupt nicht ihr Ding
18:08Getrunken hat sie doch auch nicht mehr, oder?
18:10Seit wann?
18:11Vor sechs Monaten wurde sie ja deswegen noch eingewiesen
18:15Viele junge Leute können ihren Alkoholkonsum nicht richtig einschätzen
18:19War ja nun auch nicht so, als hätte Bea ständig getrunken
18:22Wolltest du es auch nicht sehen, Mama?
18:25Du hast mir Bea oft alle Augen zugedrückt
18:28Ja, vielleicht habe ich sie manchmal etwas betüddelt
18:31Manchmal?
18:33Also, in letzter Zeit ging es Bea besser
18:36Sie hat mit dem Alkohol aufgehört, aber nicht nur damit
18:39Sie hat ja auch aufgehört, Dolly und Kate Comics zu zeichnen
18:42Für sie muss es ja eigenartig gewesen sein
18:46Überhaupt nicht
18:48Es war ja meine Idee, Kate in die Tonne zu kloppen
18:52Aber Kate, es waren doch sie
18:54Fanden sie es nicht traurig oder schade?
18:58Dass sie
18:59Dass es sie jetzt sozusagen gar nicht mehr gab?
19:04Wollt ihr helfen?
19:07Mit Dolly und Kate kam Bea einfach nicht weiter
19:09Ich dachte
19:11Vielleicht deshalb das Koma saufen
19:14Habe ich gesagt
19:17Sie soll einfach mal ganz neu denken
19:21Und
19:23Wenn Kate stört, dann
19:26Dann muss sie halt weg
19:29Das war doch nur eine erfundene Figur
19:32Sie muss doch zwischen uns nichts ändern
19:46Die Mutter will einfach nicht wahrhaben, dass Bea Probleme hatte
19:49Und der Vater?
19:50Schon eher, aber der will seine Frau nicht beunruhieren
19:53Mädchen reden lieber mit Papa, ist doch immer so
19:55Und die Jungs?
19:57Weinen sich bei Mami aus?
19:59Max
20:00Denkst du bitte noch mal Dolly 2.0 ein?
20:04Als Bea ihre kreative Krise hatte
20:06Samt Koma saufen
20:08Da hat Anita ihr geraten
20:09Kate einfach wegzuhauen
20:10Sich ja auch was Neues einzulassen
20:13So wie es aussieht
20:15Hat sie ja auf ihre Schwester gehört
20:19Tabula rasa, alles auf Anfang
20:21Mach mal weiter
20:26Stopp
20:26Dolly hatte einen schweren Unfall
20:27Sie war ganz unten
20:28Aber sie wurde gerettet
20:29Und zwar von einem attraktiven Rettungssanitäter
20:31Weiter
20:33Da
20:34Neue Liebe, neues Leben
20:37Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben
20:43Äh, gibst du mir mal die Nummer von der Rettungsstelle in Kreuzberg?
20:46Ich hab was viel besseres für dich
20:47Die Verbindungsdaten von Beas Handy
20:49Mit der Nummer der Rettungsstelle
20:51Und der Durchwahl, die dich interessiert
20:54Na, na, na, na, na, na
21:00Hey, Mike
21:01Dein Wipfvertreter, ein Herr Schummer vom LKA
21:04Und, ähm
21:06Tralla
21:07Hallo
21:08Hallo, Herr Peters
21:09Sie haben heute Morgen ausgesagt
21:11Dass Sie Bär weigern
21:12Bei einem Einsatz vor sechs Monaten begegnet sind?
21:17Ja
21:19Genau, die hatte eine komplette Flasche Wodka getrunken
21:22Das ist volle Programm halt
21:23Also, Magen auspumpen
21:25Na, ist ja erstaunlich
21:26Dass Sie sie dann heute Morgen wiedererkannt haben
21:29Ich bin gut mit Gesichtern, also
21:31Aber seit diesem Einsatz damals
21:33Haben Sie sie nie wieder gesehen
21:35Richtig, ja
21:36Aber Sie haben fast jede Woche mit dir telefoniert
21:38Von Ihrem Diensthandy aus
21:40Schauen Sie mal, ich hab da eine Liste
21:42Mit Einzelverbindungsnachweisen
21:46Wir haben ab und zu telefoniert, ja
21:48Weil das dann nichts verboten ist, oder?
21:50Nö, nö, nö
21:54Kommt es eigentlich öfter vor
21:55Dass Sie bei Ihren Einsätzen solche
21:58Telefonbekanntschaften machen?
22:04Herr Peters
22:07Ja, okay, wir hatten Sex
22:09Hin und wieder
22:11Warum haben Sie es nicht heute früh gesagt?
22:13So nach dem Motto
22:14Die Tote und ich
22:15Wir hatten hin und wieder Sex
22:16Wäre doch ein Wort wert gewesen, oder?
22:17Ich hab einfach
22:21Entschuldigung
22:24Evelin, ich ruf Sie zurück
22:25Ja, ich hab grad einen Einsatz
22:30Neue Telefonbekanntschaft?
22:31Nein, meine Frau
22:33Entschuldigung
22:34Herr Weigert war bestimmt nicht begeistert, dass Sie verheiratet sind
22:37Es war ihr egal
22:41Ich
22:42Ich wollte was sagen
22:43Heute Morgen
22:44Ich hab
22:45Einfach nur
22:46Angst, dass meine Frau das erfährt
22:48Ich liebe meine Frau
22:48Und ich möchte nicht, dass das
22:50Rauskommt, so
22:52Das hindert Sie aber nicht daran
22:53Frauen aufzureißen, die eigentlich Ihre Hilfe brauchen?
22:56Ja, brauchte meine Hilfe nicht
22:58Ich hab kein Alkohol mehr getrunken
22:59Das war alles okay
23:02Wann haben Sie Sie das letzte Mal gesehen?
23:05Vor zwei Wochen
23:07Ärger im Paradies?
23:09Ne, sie hatte keine Zeit mehr
23:10Sie war mit dem Comic beschäftigt
23:12Wo haben Sie sich immer getroffen?
23:13Bei ihr?
23:14Bei mir
23:16Meine Frau arbeitet halbtags
23:17Warum nicht in BSWG?
23:19Wäre das nicht weniger riskant gewesen?
23:21Ja, aber sie wollte nicht, dass sie ihre Mitbrüner was mitbekommen
23:23Wieso?
23:27Sie hatte vor einiger Zeit mal was mit dieser Lesbe
23:29Und hatte Angst, dass sie eifersüchtig ist
24:02Meine
24:33Untertitelung des ZDF, 2020
24:33ZDF, 2020
25:21ZDF, 2020
25:29ZDF, 2020
26:05ZDF, 2020
26:25ZDF, 2020
27:06ZDF, 2020
27:25ZDF, 2020
27:40ZDF, 2020
27:40ZDF, 2020
27:41ZDF, 2020
27:51ZDF, 2020
28:02ZDF, 2020
28:02ZDF, 2020
28:03ZDF, 2020
28:03ZDF, 2020
28:05ZDF, 2020
28:05ZDF, 2020
28:06ZDF, 2020
28:08ZDF, 2020
28:08ZDF, 2020
28:11ZDF, 2020
28:21ZDF, 2020
28:25Können Sie lieber Musik machen, anstatt Jura zu studieren?
28:31Meiner Mutter ist es wichtig, dass ich es zu was bringe im Leben.
28:37Und Ihr Vater?
28:39Dem natürlich auch.
28:42Aber...
28:44der ist ein Schatz.
28:46Ihre Mutter nennt Bea ein Geschenk des Himmels, weil sie sie gerettet hat.
28:52Deswegen hat sie bei Bea auch alle Augen zugedrückt.
28:54Aber von Ihnen erwartet sie, dass Sie im Leben was erreichen.
28:59Ist schon okay.
29:03Bea und ich, wir kamen damit klar.
29:06Sie meint es ja nicht böse.
29:09Aber es hat Konsequenzen.
29:13So wie das Regal hier aussieht, würde ich sagen, Sie studieren gar nicht, Jura. Sie tun nur so.
29:20Sie waren gestern Abend nicht in der Uni, oder?
29:24So ein Reflex.
29:26Und schon so drauf konditioniert, das zu sagen.
29:30Was haben Sie denn wirklich gemacht?
29:31Als Ihre Schwester gestern aus der Wohnung gestürmt ist.
29:36War hier.
29:38Hab gespielt.
30:01Meine Schwester und ich standen mal auf denselben Typen. Luca.
30:04Auch ein guter Küsser.
30:05Ja, unter anderem.
30:07Ich vermute mal, da wurde nicht schwesterlich geteilt.
30:10Nee, der Kampf um Mittelerde war ein Kindergeburtstag dagegen.
30:13Bei Anita, Phyllis und Bea liefst du angeblich ganz locker.
30:16Bis der Sanitäter ins Spiel gekommen ist.
30:18Vielleicht war er der Grund dafür, dass alles anders wird.
30:21Dass hier auf einmal ein Neubeginn startet.
30:23Immerhin hat er ihr das Leben gerettet.
30:25Ich habe mir Bea Weigerns postdurch gesehen.
30:27Da war eine Menge dabei von einem buddhistischen Zentrum in Berlin.
30:31Die Leiterin heißt Evelyn Peters.
30:33Peters?
30:34Und ihr Mann ist Mike Peters.
30:37Der Sanitäter mit dem Bea geschlafen hat?
30:56Einen Moment, bitte.
30:58Bitte.
31:08Ich habe Besuch da.
31:12Bea ist tot?
31:14Kannten Sie sie gut?
31:16Nicht wirklich.
31:18Sie war letzte Woche zum ersten Mal hier.
31:21Frau Peters, ihr Mann Mike war als Rettungssanitäter vor Ort.
31:24Aber er konnte nichts mehr tun.
31:27Merkwürdiger Zufall.
31:31Bea Weigern und Meditation, das passt nicht so wirklich, oder?
31:35Das hätte sich geändert.
31:38Sie hatte Probleme mit ihrem Freund, sie hat gehofft, der Kurs hilft ihr, endlich Clara zu sehen.
31:45Sie hat ihn von ihrem Freund erzählt?
31:49Er war verheiratet.
31:51Bea hatte sich nur auf ihn eingelassen, weil seine Ehe angeblich so gut wie am Ende war.
31:56Aber sie hatte das Gefühl, dass er lügt.
31:59Ja.
32:02Das war das Schlimmste für sie.
32:05Die Lügen.
32:07Davon hat er sie die Nase gestrichen voll.
32:09Lügen müssen eine wichtige Rolle in ihrem Leben gespielt haben.
32:15Dafür, dass sie sie nicht kannten, hat sie ihnen aber ziemlich viel über sich erzählt.
32:21Ich mache das schon eine Weile.
32:24Menschen finden schnell Vertrauen zu mir.
32:28Ich habe ihr geraten, auf ihr Gefühl zu hören.
32:31Eine Beziehung ohne Vertrauen funktioniert nicht.
32:35Und Sie haben mir von ihrem Mann erzählt.
32:39Ich habe ihr gesagt, dass er meine größte Stütze ist, ja.
32:44Woher wissen Sie das?
32:47Ihr Mann kannte Bea Weigern.
32:50Er hat...
32:51Vor einem halben Jahr hat er sie nach einem Alkoholabsturz gerettet.
32:59Vielen Dank für Ihre Hilfe.
33:14Es war Bea überhaupt nicht egal, dass Sie verheiratet waren, Herr Peter.
33:16Sie haben mich angelogen.
33:17Ich bin sicher, Sie hatten deswegen Streit mit ihr.
33:20Nein.
33:20Doch, Bea war eine Kämpferin.
33:22Ja.
33:26Sie hat ab und zu Druck gemacht.
33:28Wollte haargenau wissen, was zwischen mir und meiner Frau läuft.
33:30Bea war bei Ihrer Frau.
33:32Sie hat mit ihr geredet.
33:33Und Sie wussten davon.
33:34Sie haben Bea nach Strich und Faden belogen.
33:36Deswegen kam es gestern Nacht auf dem Rummelplatz zu einer Auseinandersetzung zwischen Ihnen.
33:39Er hat ihr das Brustbein und eine Rippe gebrochen.
33:42Bea.
33:42Na, er.
33:43Heute Nacht hat jemand versucht, Bea wiederzubeleben.
33:46Ich muss das sofort Bruno sagen.
33:47Nein, nein, nein.
33:48Du kannst da nicht rein.
33:49Und im Verlauf dieser Auseinandersetzung haben Sie Bea von der Achterbahn runtergestoßen.
33:53Ich muss, Max.
33:54Er ist gerade dabei, Peters zu überführen.
33:57Na, umso besser.
34:01Genau hier.
34:02Das Brustbein und eine Rippe.
34:03Der Gerichtsmediziner sagt, dass sich ein Laie bei einem Wiederbelebungsversuch meistens nicht traut,
34:07mit genügend Druck vorzugehen.
34:09Da bricht fast nie eine Rippe.
34:10Aber ein Sanitäter weiß, dass das Leben wichtiger ist als Knochenbrüche.
34:18Ja, ich war noch auf dem Rummelplatz gestern.
34:20Aber Bea lag schon da.
34:23Sie lag schon da.
34:25Ja.
34:27Sie hat nicht mehr geatmet, aber war noch warm.
34:29Dann habe ich versucht, sie zu reanimieren, aber...
34:33war halt zu spät.
34:36Auf die Idee, Hilfe zu wollen, sind Sie nicht gekommen.
34:40Also, wenn es keine Rettung mehr gibt...
34:43Was ist mit Polizei?
34:44Einen Anruf.
34:47Sie sind einfach verschwunden und haben Sie da so liegen gelassen.
34:50Und wie hätte das dann ausgesehen?
34:53Man hat sie mir geglaubt, einfach Panik bekommen.
34:58Und am nächsten Morgen, da haben Sie den Rettungseinsatz übernommen, um Ihre Spuren zu verwischen.
35:06Aber einen Brustbeinbruch und eine gebrochene Rippe lassen Sie sich nicht einfach so vertuschen.
35:14Sie haben sich wie ein Täter verhalten.
35:18Ich weiß, dass das nicht gut aussieht.
35:20Nein, das tut es nicht.
35:22Das zwischen Bea und Ihnen, das war nicht einfach nur eine Bettgeschichte.
35:26Für mich schon.
35:27Aber nicht für Bea.
35:29Für Bea war es ein Neueinfang.
35:33Sie war dabei, ihr Leben zu verändern.
35:36Sie ist aufgeblüht.
35:40Wahrscheinlich haben Sie Angst bekommen, dass Bea Ihrer Frau die ganze Wahrheit sagt.
35:49Okay, ja.
35:50Wir haben uns zuletzt nur noch gestritten.
35:54Sie war stinksauer auf mich, weil ich ihr was vorgemacht habe.
35:59Ich wollte Schluss machen mit mir.
36:06Und trotzdem sind Sie gestern Nacht zu ihr zum Rummelplatz gefahren?
36:10Obwohl Bea nichts von Ihnen wissen wollte?
36:12Wieso?
36:13Wie er mich angerufen hat.
36:16Vom Rummelplatz aus.
36:19Ich war total durch den Wind und wollte unbedingt mit irgendjemandem sprechen.
36:23Und diese jemand waren ausgerechnet Sie?
36:26Total voll mit irgendeinem Zeug.
36:29Und dann sind Sie sofort zu ihr gefahren?
36:32Nein.
36:35Gewartet, bis meine Frau schläft.
36:38Dann bin ich los.
36:42Als ich ankam...
36:43Aber als ich ankam...
36:57... war sie schon tot.
37:03Müssen wir das glauben.
37:04Ich hab...
37:12Ich hab ein Haftbefehl für den Rettungssanitäter der Herzen beantragt.
37:16Ach komm, er hat Bea belogen, damit er sie ins Bett kriegt.
37:19Sie hat alles herausgefunden.
37:21Sie wollte es der esoterischen Ehefrau sagen.
37:22Und bumm.
37:24Fall gelöst.
37:25Seit Bea kleines ist ihre Welt schwarz-weiß.
37:27Und dann kommt die Schwester und sagt, du, mach dir meinen Kopf frei.
37:30Und schwupps verliebt sie sich.
37:31Und spaziert durch das bunte Regenbogenland.
37:34Ja, wäre eine schöne Werbung für die Liebe.
37:37Wenn es funktioniert hätte.
37:44Entschuldigung.
37:48Vielleicht ist dieser Mike Peters gar nicht der Grund für den Wandel, sondern nur ein Symptom.
37:52Es läuft immer auf den gleichen Punkt hinaus.
37:55Bea verändert ihr komplettes Leben.
37:57Sie erträgt keine Lügen mehr.
37:58Erzählt sie Evelyn Peters.
37:59Und erzählt sie Mike Peters?
38:03Ich muss mir noch mal ihr ganzes Leben anschauen.
38:05Also seit Bea krank wurde.
38:10Das ist die Krebsdiagnose von Anita.
38:15Und wir haben sie bekommen, bevor sie mit Bea schwanger waren.
38:22Das haben sie mir anders erzählt, Frau Weigert.
38:25Sie haben Bea zur Welt gebracht, weil sie einen Stammzellenspender brauchten für Anita.
38:31Und der Bea war kein Zufall.
38:38Wir wussten damals nicht weiter.
38:43Anita wurde immer schwächer.
38:47Wir haben Gott und die Welt angerufen.
38:49Überall nach geeigneten Spendern gesucht.
38:51Aber die Wahrscheinlichkeit ist so gering.
38:52Die Ärzte haben uns wenig Hoffnung gemacht.
38:56Aber auch...
38:58Geschwisterkind sind es nur 25 Prozent.
39:00Das ist nicht viel, um seine ganze Hoffnung darauf zu setzen.
39:05Es sei denn, man hilft ein bisschen nach.
39:08Sie sind Wissenschaftlerin.
39:09Sie wussten, was medizinisch möglich war.
39:21Ich habe meinen Mann damals überredet.
39:25Wir sind nach Polen für die künstliche Befruchtung.
39:27Weil man da die passende Eizelle aussuchen kann, die mit Anita kompatibel war.
39:33Was in Deutschland verboten ist.
39:37Ich konnte aber nicht zuschauen, wie mein Kind stirbt, wenn die Medizin eine Lösung für uns hatte.
39:44Das ist schwer.
39:49Man trifft eine Entscheidung und lebt dann damit.
39:54Anita lebt.
39:56Und dafür haben wir alles getan, was wir tun mussten.
39:58Wir wussten, dass die Mädchen nie davon erfahren dürfen.
40:04Dann haben Sie Bea doch die ganze Wahrheit gesagt.
40:08Nein.
40:10Als sie wegen der Alkoholvergiftung in die Klinik eingeliefert wurde?
40:15Nein, haben wir nicht.
40:15Die Medizin ist vielleicht soweit, die Menschen sind es nicht.
40:25Haben Sie das anders gesehen?
40:27Haben Sie mit ihr geredet?
40:33Mit ihr und Anita.
40:36Es ging so nicht weiter.
40:37Ich hatte Angst, dass wir sie verlieren.
40:39Aber wir waren uns doch einig.
40:41Ja, aber Bea hat gespürt, dass wir sie anders behandeln.
40:44Sie hat geahnt, dass da was ist.
40:45Warum hast du mir nichts davon gesagt?
40:48Die Mädchen brauchten Zeit, um selbst erst mal mit der Wahrheit klarzukommen.
40:51Wie muss Bea sich gefühlt haben?
40:55Wie ein Ersatzteillager für ihre große Schwester.
40:57Aber es ging ihr doch gut danach.
40:59Sie hat sich aus diesem Abwärtsstudio befreit.
41:02Und vorgestern hat sie Tabletten geschluckt, die sie von meinem Schreibtisch geklaut hat.
41:07Es ging ihr nicht gut.
41:08Es kann überhaupt nicht gut gegangen sein, weil du ihr gesagt hast, dass sie nur geboren wurde, um ihre große
41:13Schwester zu retten.
41:14Ich wollte doch nur, dass endlich die Wahrheit war.
41:29Meine Frau wollte einfach nicht wahrhaben, dass Kinder sowas spüren.
41:35Sie glaubt, mit Liebe kann man alles zudecken.
41:43Als mir Anita von Beas Alkoholkonsum erzählt hat, da musste ich doch was tun.
41:47Entschuldigen Sie mich bitte.
42:07Das war's für heute.
42:30Untertitelung im Auftrag des ZDF, 2020
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44:01Untertitelung im Auftrag des ZDF, 2020
44:15Ja, klar. Ich war der Grund. Ich hatte Schuld, dass Bea eine Züchtung aus dem Reagenzglas war.
44:24Und aus diesem Schuldgefühl heraus haben Sie Bea gesagt, sie soll sie, also Kate, aus den Comics streichen?
44:30Ja. Ich dachte, sie könnten ein bisschen Abstand gebrauchen. Von Bea auch. Ich habe sie unterstützt.
44:46Vielleicht wäre das alles nicht passiert, wenn ich...
44:51Wenn es keine Geheimnisse bei so wichtigen Dingen gäbe? In der engsten Familie?
44:58Keine Ahnung. Ich weiß nicht.
45:22So heftig. Ich kann verstehen, dass in Deutschland es verboten ist, ins Erbgut einzugreifen.
45:26Was? Ich nicht. Ich meine, du kannst in Deutschland bis kurz vor der Geburt abtreiben.
45:31Aber Eizellen mit Erbschäden aussortieren, das ist dann verboten.
45:35Hätten Bea's Eltern Anita sterben lassen sollen, obwohl es eine Möglichkeit gab, sie zu retten?
45:40Stammzellenspenden für die Schwester finde ich ja in Ordnung.
45:42Aber wenn du weißt, dass du nur dafür gezeugt wurdest...
45:45Bea hat eine Antwort auf die Frage bekommen, die all die Jahre ihr Leben überschattet hat.
45:49Vielleicht war es keine schöne Antwort, aber es war eine.
45:52Leute, ihr habt Tabletten genommen. Ich glaube nicht, dass sie so glücklich war.
45:58Sie wollte neu anfangen. Vielleicht war ihr der Bruch mit dem alten Leben einfach nicht radikal genug.
46:02Du meinst, weil sie immer noch bei ihrer Schwester gemut hat, immer noch Comics gezeichnet hat.
46:06Vielleicht war das kein Ausrutscher, als sie ihre Druckvorlagen zerrissen hat.
46:10Vielleicht wolltest du wirklich das Ganze hinschmeißen.
46:24Du hast recht. Bea hat bei Troja-Comics angerufen. Sie wollte über einen Vertrag reden.
46:28Es ging um irgendwelche Details und im Laufe des Gesprächs meinte sie dann irgendwann, dass sie ihren Vertrag platzen lassen
46:33will.
46:33Das wäre ja für Phyllis eine Katastrophe gewesen. Ohne Dolly 2.0 kein Geld.
46:37Ja, noch schlimmer. Phyllis hat von Troja-Comics bereits 150.000 Euro Vorschuss auf die nächsten drei Hälfte bekommen.
46:44Max!
46:57Der Laden müsste längst offen sein. Komm.
47:10Phyllis?
47:12Ist Ihre Freundin nicht da?
47:14Wo ist Ihr Zimmer?
47:34Hast Sie irgendwas gesagt, wo Sie hinwollte?
47:36Haben Sie eine Ahnung, wo Sie sein könnte?
47:38Nein!
47:38Kam das öfter vor, dass Phyllis für eine Zeit verschwunden ist, ohne zu sagen, wohin?
47:41Dass sie ihren Laden einfach dicht gemacht hat?
47:43Nein!
47:48Ingele, Bruno hier. Schickt eine Fahndung raus nach Phyllis Michaelis.
47:52Bruno!
47:53Ja?
47:53Sie hat einen Flug gebucht. Berlin, Tokio. Abflug in anderthalb Stunden.
47:57Dann kriegen die Kollegen am Flughafen sie noch.
48:02Sollen wir sie zu Ihren Eltern fahren?
48:04Danke. Es geht schon.
48:07Ich kann doch weg! Ich kann doch alleine laufen!
48:10Hast du mich ge...
48:11Wieso kann ich keine Freundin von mir besuchen?
48:13Ich habe das Geld fürs Ticket, das will ich zurück.
48:15Ja, ganz klar.
48:15Da habe ich wochenlang drauf gespart.
48:17Okay.
48:17Wieso schleppe ich die hier an? Was soll die Scheiße?
48:19Darf ich einmal ganz kurz den Rucksack?
48:20Hinger weg, Bulle!
48:22Sie dürfen hier nicht mit Gepäck rein. Bitte geben Sie es mir.
48:30Bea ist tot. Anita braucht ihre Hilfe. Nicht der klassische Moment, um zu verreisen.
48:36Ich bin eben nicht der klassische Typ. In Tokio ist eine Comicmesse und eine Ex-Freundin von mir lebt da.
48:45Bea wollte den Vertrag platzen lassen. Das muss hart für Sie gewesen sein.
48:51Wovon reden Sie? Welchen Vertrag?
48:55Na, den Vertrag mit Troja-Comics. Sie wollte da raus.
48:59Bullshit! Das hätte sie niemals getan. Sie war total happy. So ein Drei-Comic-Deal, das ist wie ein Sechser
49:07im Lotto.
49:08Aber Bea war in keinem Sechser im Lotto interessiert. Und das, obwohl Sie gerade mit dem Vorschuss ihren Laden gekauft
49:16hatten.
49:17Müsste ich machen. Sonst wäre da irgendwann so ein Tore-Nippes-Shop reingekommen.
49:23Sie glauben, ich habe Bea umgebracht, weil sie Troja-Comics vielleicht mal den bösen Mittelfinger gezeigt hat.
49:28Du weißt schon, dass es mein Kaffee ist?
49:30Entschuldigung.
49:31Zum einen...
49:31Das schmeckt viel besser als meiner.
49:33Zum anderen, weil Bea sich in letzter Zeit für Männer interessierte.
49:39Mit wem Bea rumgemacht hat, war mir echt egal.
49:41Ach ja, und warum haben Sie Anita nicht erzählt, dass Bea was mit einem Mann hatte?
49:45Wenn Bea das ihrer Schwester nicht sagen wollte, warum sollte ich das tun? Das war ihr Ding.
49:49Andere Frage. 150.000 Euro für eine Erstveröffentlichung. Ist so viel Geld üblich im Comic-Geschäft?
49:59Üblich nicht. Aber Bea war nicht üblich. Bea war...
50:08Sensationell.
50:10Und das hat der Verlag sofort erkannt?
50:14Die haben Profis im Hintergrund.
50:16Der Verlag ist vor kurzem von London Publishing House übernommen worden.
50:20In London sitzt jetzt die Muttergesellschaft von Troja-Comics. Das sind Top-Leute.
50:24Machen hauptsächlich Fachbücher, wissenschaftliche Sachen und sowas, aber eben auch Kunst.
50:29Wie?
50:31Die Muttergesellschaft veröffentlicht in erster Linie wissenschaftliche Werke?
50:36Ja.
50:40Okay, ich check das mal. Wie heißt das? London?
50:42Publishing House.
50:43Okay.
50:44Lass mal, ich bin schon auf dem Weg.
50:46Was ist denn jetzt los?
50:47Ich hole dir jetzt mal einen richtigen Kaffee. Gut?
50:51Voll gut.
51:03Hallo, Herr Weigand. Ich muss mit Ihrer Frau sprechen.
51:06Meiner Frau geht's nicht gut.
51:07Tut mir leid, das ist sehr wichtig.
51:19Frau Weigand.
51:23Sie haben die Leute vom Verlag überredet, Bea's Comics zu verlegen.
51:29Sie müssen sehr überzeugend gewesen sein. Wie haben Sie das denn angestellt?
51:34Meine Frau hat die komplette Auflage bezahlt.
51:37Bea brauchte ein Erfolgserlebnis.
51:40Und haben Sie eins gekauft?
51:42Ja, und?
51:44Dummerweise hat Bea davon erfahren, rein zufällig, durch einen Anruf beim Verlag.
51:49Sie ist komplett ausgetickt.
51:51Sie hat ihren Vertrag mit Proja Comics platzen lassen und ihre Druckvorlagen für Dolly 2.0 zerrissen.
51:56Und dann ist sie hierher.
51:58Aber hier war sie nicht allein.
52:00Ihre Frau war bei einem Vortrag, aber Sie, Herr Weigand, Sie waren hier.
52:05Stimmt das?
52:07Du warst hier? Das hast du mir auch verschwiegen?
52:11Was ist denn los?
52:13Ich dachte, wir sind ein Team. Was sollen all die Lügen?
52:16Ich wollte dich da raushalten.
52:17Es geht hier um unsere Tochter.
52:19Bea war völlig aufgelöst. Sie hat mich angeschrien, dass sie uns hasst.
52:22Dass sie nichts mehr mit uns zu tun haben will.
52:25Ich wollte ihr doch nur helfen.
52:27Bea wollte es mit ihren Comics aber allein schaffen.
52:29Sie wollte keine Hilfe.
52:32Ich habe alles falsch gemacht.
52:35Katharina.
52:44Egal, was wir getan hätten.
52:46Es wäre immer falsch gewesen.
52:49Dann hat Bea die Tabletten eingesteckt und ist raus.
52:53Sind Sie ihr hinterher?
52:54Das hätte nichts gebracht.
52:57Ich wäre nicht zu ihr durchgedrungen.
52:59Da haben Sie den Menschen angerufen, der normalerweise immer zu Bea durchgedrungen ist.
53:03Anita.
53:08Und Anita hat geahnt, wo Bea sich verkrochen hat.
53:12Oh Gott.
53:15Ja.
53:19Das ist meine Schuld.
53:40Max.
53:41Wir treffen uns in der BG.
53:52Anita, machen Sie auf.
53:53Komm, lass mich mal.
53:54Lass mich mal.
53:58Kommt ruhig.
53:59Bist du raus?
54:04Anita?
54:05Hallo?
54:09Max.
54:10Komm her.
54:12Hier.
54:13Die kann nicht weit sein.
54:14Komm.
54:16Warte mal.
54:25Hier, guck mal.
54:26Die beiden Schwestern springen von der Brücke.
54:32Kate ist schwer verletzt.
54:34Dolly will ihre Schwester nicht allein lassen.
54:36Sie legt ihren Kopf auf die Gleise.
54:38Und da sind sie dann beide tot.
54:42Für immer vereint.
54:43Wo ist denn das?
54:45Warschauer Brücke.
54:47Nee, die hat nicht so eine Trägerkonstruktion.
54:49Aber da sind da auch so viele Gleise.
54:52Du, das ist Gesundbrunnen.
54:54Das ist die Brücke hinterm Bahnhof.
54:59Ja, Max.
55:02Nördlichen S-Bahn-Ring sperren?
55:03Alles gleich.
55:04Ruf da sofort an.
55:40Bruno, die von der Bahn sagten, sie können nicht alle Züge stoppen.
55:45Bleiben Sie stehen!
55:48Anita, ich weiß, was passiert ist.
55:51Ihr Vater hat sie angerufen.
55:52Ich wollte mit Bea reden.
55:54Aber sie hat mich nur angeschrien.
55:56Hat gesagt, dass sie nichts mehr mit unserer Familie zu tun haben will.
56:01Alle betrügen sie, hat sie gebrüllt.
56:04Das hat sie wütend gemacht.
56:06So egoistisch von ihr.
56:08Wie konnte sie mich einfach so alleine lassen?
56:17Sie wollte gehen.
56:19Ich habe sie festgehalten.
56:21Sie hat gesagt, ich soll mich verpissen.
56:24Verpiss dich jetzt.
56:25Sie hat gesagt, sie soll hierbleiben.
56:27Verdammte Scheiße.
56:28Ich wollte das nicht.
56:31Hat es mich doch nicht immer...
56:33Ich bin es runtergefallen.
56:36Gegen Pfeiler geknallt.
56:46Es tut mir so leid, ich brauche Bea.
56:52Ich weiß nie, wie ich ohne sie leben soll.
56:56Bea wollte nicht nur ohne Kate leben.
56:59Sie wollte überhaupt ihr eigenes Leben leben.
57:02Und sie wollte, dass auch sie ihr eigenes Leben leben.
57:08Tun Sie das.
57:14Komm, sie.
57:16Komm, Anita.
57:17Komm, sie.
57:28Komm, sie.
57:36Pfeiler.
58:07Untertitelung des ZDF, 2020
58:36Untertitelung des ZDF, 2020
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