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Kurzfilme
Transkript
00:12Untertitelung. BR 2018
00:59Untertitelung. BR 2018
01:13Untertitelung. BR 2018
01:41Untertitelung. BR 2018
01:56Untertitelung. BR 2018
02:10Untertitelung. BR 2018
02:38Untertitelung. BR 2018
03:06Untertitelung. BR 2018
03:32Untertitelung. BR 2018
03:45Untertitelung. BR 2018
03:47Untertitelung. BR 2018
03:48Ich bin gleich soweit.
03:49Okay. War sie adelig?
03:52Ja. War ja nicht von Geburt an. Sie hat eingeheiratet. Marie Gräfin von Tannenhof. Vorher hieß sie Dombrovski. Sie ist
03:5932.
04:01Komisch. Die muss doch irgendwie gesehen haben, wenn die Kinder auf sie zukamen. Warum hat sie keine Abwehrverletzung? Wahrscheinlich war
04:08sie völlig überrascht. Der Todeszeitpunkt liegt zwischen 22 Uhr und Mitternacht. Fingerabdrücke?
04:14Nicht auf der Tatwaffe. Nicht auf der Tatwaffe. Der Griff des Dorchs wurde abgewischt.
04:18Was ist mit dem Graf?
04:20Ja, das ist er. Eduard von Tannenhof. Wir haben ihn noch nicht erreicht.
04:25Das Türschloss ist nicht beschädigt. Der Täter müsste auch einen Schlüssel haben.
04:30Dann wäre ja auch möglich, dass sie ihn erwartet hat und ihm die Tür geöffnet hat. Wer hat sie denn
04:34gefunden?
04:34Der Koch.
04:35Was? Wir haben einen Koch?
04:37Das ist wohl üblich in solchen Kreisen. Willst du mit ihm sprechen?
04:40Nee, fang du schon mal an. Ich seh mich hier noch ein bisschen um.
04:44Die Klunker. Meinst du die nicht echt?
04:46Dass sie sie auch bei ihrer Hochzeit getragen hat, nehme ich mal an, dass es kein Modeschmuck ist.
04:50Nee. Raubmord können wir hier definitiv ausschließen.
04:53Warum hat sie dieses Brautkleid angezogen?
05:36Bitte. Danke.
05:38Seit wann arbeiten Sie für die von Tannenhoffs?
05:41Im guten Jahr.
05:43Also hauptsächlich bin ich für Frau von Tannenhof tätig.
05:46Ich koche für Sie.
05:48Ich habe für Sie mittags und abends gekocht.
05:51Und Sie haben einen Schlüssel für die Wohnung?
05:54Sie wollte heute Morgen eigentlich nur die Einkäufe vorbeibringen.
05:58Und dann lag sie da.
06:04Das sind tolle Sachen. Sieht lecker aus. Frisch.
06:08Ja, das ist Topware. Ich bin immer der erste auf dem Großmarkt.
06:16Das ist das war's.
06:20Ich number two.
06:36Untertitelung. BR 2018
06:58Sie sagten, Sie waren hauptsächlich verantwortlich für Frau von Tannenhof. Was war denn mit dem Mann?
07:03Der verbringt die meiste Zeit auf seinem Landsitz draußen am Wannsee. Da habe ich ihn vorhin auch erreicht.
07:08Ach, Sie haben ihn angerufen?
07:09Ja, natürlich. Also gleich, nachdem ich ihm Bescheid gesagt habe. Wieso war das falsch? Ich meine, seine Frau ist ja
07:14tot.
07:14Na, ist schon okay. Schumann, sagen Sie, hat mein Kollege Sie eigentlich gefragt, wo Sie gestern Abend waren?
07:22Wo waren Sie denn?
07:26Sie haben noch den Schlüssel zum Penthouse.
07:30Verstehe. Ich veranstalte auch noch Teamkochen. Miete dafür verschiedene Restaurantlocations. Also Mitarbeiter und Chefs kochen gemeinsam unter Anleitung.
07:40Das ist schön. Schöne Idee.
07:42Du, vielleicht sollten wir sowas auch mal machen bei uns.
07:45Nee, das, was ich koche, das möchtest du nicht essen. Wirklich nicht.
07:50Gestern war es eine Werbeagentur. Ging bestimmt bis eins.
07:54Sagen Sie, das ist die beiden hier. Können Sie uns sagen, wer das ist?
08:00Das ist Clarissa, die Tochter.
08:04Wie, von Marie von Tannenhof? Da war sie aber eine junge Mutter.
08:08Nee, nee, die stammt aus einer früheren Ehe von Herrn von Tannenhof. Aber so genau weiß ich das auch nicht.
08:13Und der junge Mann hier, der Sie so nett im Arm hält?
08:20Herr Lavender?
08:24Entschuldigung, das ist Clarissas Verlobter.
08:29Ich muss nur gerade dran denken, die zwei wollen in einem Monat heiraten.
08:33Ich muss das Hochzeitsessen machen.
08:37Was wird denn jetzt draus?
09:02Herr von Tannenhof?
09:07Sie sind von der Polizei.
09:09Ja, mein Name ist Schumann.
09:10Entschuldigung, die Tür war offen.
09:13Entschuldigung, ich trinke noch, weil es ist so früh nicht.
09:17Sie kommen von Marie.
09:22Mein Beileid.
09:25Ich muss Ihnen trotzdem ein paar Fragen stellen. Geht das?
09:29Ja, natürlich.
09:31Bitte.
09:44Herr von Tannenhof,
09:46wie lange waren Sie beide verheiratet?
09:49Im August wären es fünf Jahre geworden.
09:53Wie war Ihre Ehe?
09:56Gut.
09:58Sehr gut.
10:00Marie und ich, wir waren sowas wie
10:05Seelenverwandte.
10:07Und dass Sie getrennte Schlafzimmer hatten
10:10und Sie offenbar Ihre Zeit meistens hier draußen verbracht haben,
10:14das hat keine weitere Bedeutung.
10:15Papa?
10:16Nein, wir haben uns unseren gegenseitigen Freiraum eingeräumt.
10:19Das ist alles.
10:20Clarissa?
10:36Das ist Herr Schumann von der Polizei.
10:41Er kümmert sich um den Gewalt.
10:53Marie und ich waren uns so nahe.
10:57Und Ihre leibliche Mutter?
11:00Meine erste Frau ist vor sechs Jahren im Krebs gestorben.
11:09Ihre Stiefmutter hat ihr eigenes Hochzeitskleid getragen,
11:12als sie umgebracht wurde.
11:14Das wollte sie mir überlassen für meine Hochzeit.
11:17Sollte mir und Maximilian Glück bringen.
11:20Maximilian,
11:21er weiß davon überhaupt nichts.
11:22Ich muss ihn noch anrufen.
11:24Maximilian ist Ihr Verlobter?
11:25Maximilian zu Oettingen.
11:27Er ist noch in New York.
11:29Macht gerade seinen Abschluss in internationalem Recht.
11:33Sie haben also keine Erklärung,
11:34weshalb Ihre Stiefmutter das Kleid getragen hat?
11:38Was ist mit Neidern?
11:40Feinden?
11:40Gab es jemanden, mit dem Ihre Frau Streit gehabt hat?
11:42Eine Frau war ein guter, hilfsbereiter Mensch.
11:45Wissen Sie, dass sie sich in verschiedenen Hilfsprojekten engagiert hat?
11:48Sie ist ja ausgezeichnet worden für Ihre Mitmenschlichkeit.
11:51Ja, ich habe die Urkunden gesehen.
11:53Und eine Mappe mit Bildern und Zeichnungen.
11:57Hier, schauen Sie mal.
12:02Da hat Marie die gezeichnet.
12:05Was glauben Sie?
12:07Passt das zu ihr?
12:09Sagt Ihnen das was?
12:11Das habe ich noch nie gesehen.
12:14Aber Marie hat sich doch für erotische Kunst interessiert.
12:16Sie hatte doch eine ganze Sammlung von Bildbänden, Fotobänden.
12:19Ja, sie war sehr vielseitig interessiert.
12:21Aber dazu kann ich Ihnen wirklich nichts sagen.
12:24Ich dachte immer, Seelenverwandtschaft, das heißt, dass man, ja,
12:30die Seele des anderen genauso gut kennt wie die eigene, oder?
12:34Gibt es eigentlich jemanden, der bezeugen kann, dass Sie gestern Nacht hier waren?
12:38Ich war allein.
12:42Und Sie?
12:43Ich auch.
12:45Zu Hause.
12:47Alleine.
12:49Wir haben aber noch telefoniert, Marie und ich.
12:52Gestern Abend.
12:53Wann war das?
12:55So gegen 21 Uhr.
12:59Wegen der Blumendekoration für die Hochzeit.
13:06Meine Frau hatte die Feier seit Monaten generalstabsmäßig geplant.
13:11Nicht?
13:13Sollte alles so perfekt sein.
13:18Damit sind Sie ja dann wohl die Letzte gewesen, die mit ihr gesprochen hat.
13:24Also außer dem Mörder natürlich.
13:33Ich wünsche Ihnen viel Kraft.
13:36Wie das denn?
13:41Jens Nickel, 41.
13:42Mit dem war Marie von Tannenhoff verheiratet.
13:44Vor ihrer Ehe.
13:45Mit dem Grafen.
13:47Die beiden haben sich vor fünf Jahren scheiden lassen.
13:49Er war damals Geschäftsführer der Crazy Moon Spielhallen GmbH.
13:52Sind das diese Zockerbuden, die es überall gibt?
13:54Wo arme Schweine ihre letzten Euros verdatteln?
13:57Naja, so wie ich das sehe, ist das ein Riesengeschäft.
13:59Maries Pater hat die Kette aufgebaut.
14:01Aber kurz vor der Scheidung ist er gestorben.
14:03Und seitdem gehört sie Marie.
14:04Die Gesamtvermögen wird auf 20 Millionen Euro geschätzt.
14:08Okay, also kaum hat sie geerbt, hat sie ihren Mann gefeuert.
14:12Geschäftlich und privat.
14:13Und dann ist sie auch noch Gräfin geworden.
14:15Wie hat denn dieser Nicolais weggesteckt?
14:16Einen ziemlichen Absturz hingelegt.
14:20Uff.
14:21Immer wieder Ladendiebstahl, immer wieder war die Beute Alkohol.
14:23Er arbeitet jetzt aushilfsweise als Spielhallenaufsicht.
14:27Für eine andere Firma.
14:28Hat der ja nicht eine Abfindung bekommen oder sowas?
14:30Es gab wohl einen hammerharten Ehevertrag.
14:33Verstehe.
14:35Dann war es seitdem wahrscheinlich nicht so sonderlich gut,
14:37auf seine Ex-Frau zu sprechen.
14:39Nee, sie hat ihn mehrfach angezeigt wegen Nötigung.
14:41Er hat sie ständig verfolgt und ihr körperliche Schmerzen angedroht.
14:44Ja, das ging sogar so weit, dass sie eine gerichtliche Verfügung erwirkt hat.
14:47Er darf sich ihr nur bis auf 100 Meter nähern.
14:50Da hat er sich aber nicht dran gehalten.
14:52Die in der Tiefgarage des Penthauses befindliche Überwachungskamera
14:56hat Folgendes aufgezeichnet.
15:02Jens Nickel, gestern Abend.
15:24Vom Millionärsketten hierher, kein einfacher Weg.
15:28Unten ist eine Werkstatt, er wohnt direkt oben drüber.
15:50Ausgeflogen.
15:53Ausgeflogen.
16:03Bruno?
16:05Ja?
16:07Da kommt er.
16:09Das ist er doch, oder?
16:11Ja.
16:19Herr Nickel?
16:22Tag.
16:24Hey!
16:26Steven!
16:38Das war's dann, Freundin.
16:42Steven, das ist die Scheiße!
16:51Was soll das?
16:55Was soll's gehen von mir?
16:58Keine Angst.
16:59Wir sind die Guten.
17:13Moment, davon wüsste ich nichts.
17:15Warum sind sie dann abgehauen?
17:17Und haben meine Kollegen angegriffen?
17:19Ich hab gedacht, sie sind von einem Inkasso-Unternehmen.
17:22Sehen wir wie Geldeintreiber aus?
17:25Na ja, sie ist nicht vielleicht gerade, aber ihr Kollege ist schon ein ziemlicher Brecher.
17:31Zumindest von Weitem.
17:38Was geht's denn da zu lachen?
17:40Anne-Marie, das hätte ich ihr nicht antun können.
17:46Und sie hat gedacht, ihr Traum geht in Erfüllung.
17:50Sie haben ja durch ihre Scheidung eine ganze Menge verloren.
17:55Ihren Job als Geschäftsführer, das sechsstellige Jahreseinkommen, Dienstwagen, Penthouse, alles futsch.
18:00Nicht mal eine Abfindung haben sie bekommen.
18:02Schnee von gestern.
18:03Na ja, wirklich?
18:05Letzte Woche wurde ja gerade ihre Klage auf Beteiligung der von ihnen erwirtschafteten Gewinne für die Crazy Moon-Kette letztinstanzlich
18:14abgewiesen.
18:16Sie hatten auf zwei Millionen Euro geklagt und haben keinen einzigen Cent bekommen.
18:23Als ich in den Betrieb kam, gab es überhaupt nur zwei Crazy Moon-Hallen.
18:28Der alte Dombrowski hat immer zu mir gesagt, ich bin der Sohn, den er nie hatte.
18:32Und wieso sind Sie dann in Ungnade gefallen?
18:35Als wir geheiratet hatten, kam der alte auf einmal auf die Idee, Marie durch sämtliche Elite-Unis und Business-Schools
18:41von halb Europa zu erzten.
18:42Und da hat sie dann ihren Knacks gekriegt.
18:45Was für einen Knacks?
18:47Da lief sonst nur der Nachwuchs aus feinsten Häusern rum.
18:50Politik, Wirtschaft und vor allem Adel.
18:53Und Marie wollte unbedingt dazugehören, zu dem Von und Zus.
18:56Ich habe nie verstanden, was sie gewollt hat von diesen aufgeblasenen Arschlöchern wollte.
19:00Blaues Blut, ja, von wegen.
19:02Deren Scheiße stinkt doch genauso wie unsere, oder?
19:06Also wenn ich mit so einem verheiratet wäre, würde ich mich auch noch ein bisschen mehr kultiviert hat sehen.
19:12Wenn ich 20 Millionen zur Verfügung hätte, ich würde mir einen schönen Weinberg kaufen.
19:15Mit überhaupt niemandem mehr reden.
19:18Also manchmal bist du schon ein komischer Kaut.
19:23Ihre Ex-Frau hat sehr viel Geld gespendet, Wohltätigkeitsgeheims veranstaltet, um sich in diesen höheren gesellschaftlichen Kreisen zu bewegen.
19:31Ja, dieser ganze Charity-Kack nur, um da zuzubehören.
19:36Als Maries Vater gestorben ist, hat sie die Firma übernommen und dann Eduard Graf von Tannenhof kennengelernt.
19:42Und auf einmal waren sie überflüssig.
19:44Ja.
19:46Ihre Prinzessinnen-Träume wurden auf einmal warm.
19:49Ihre Ex-Frau hat vor Gericht ausgesagt, dass sie fremdgegangen sind.
19:53Ich hätte lieber mit Marie geschlafen, das kann sie mir glauben.
19:57Aber sie nicht mehr mit mir.
20:00Mit der Zeit ist sie...
20:03...fregise geworden oder so.
20:05Na ja, Graf hat ja auch schon eine andere draußen auf seinem Landsitz.
20:09Woher wissen Sie denn das?
20:10Haben Sie im Nachspielen nicht?
20:22Sie haben sich gestern Abend um 23.45 Uhr durch die Garage ins Wohnhaus Ihrer Ex-Frau geschlichen.
20:29Warum?
20:31Ich wollte ihr klarmachen, was der Graf hinter Ihrem Rücken treibt.
20:34Aber sie war nicht da oder hat nicht aufgemacht oder was weiß ich.
20:36Dann bin ich wieder vorne raus.
20:40Mögliche andere Version.
20:43Ihre Ex-Frau hat Ihren Verleumdungen nicht geglaubt.
20:46Da hat sie vielleicht sogar ausgelacht.
20:48Und haben Sie die Nerven verloren.
20:50Ich habe doch gar nicht mit ihr gesprochen.
20:52Und es gab auch keine Verleumdung.
20:54B. S. M. 1-3-0-6.
20:57Der 08.
20:59Was?
21:00Er hat das Autokennzeichen der Frau, mit der der Graf rummacht.
21:04Marie war durch den Kontakt mit der Adelswelt während ihrer Ausbildung schwer beeindruckt.
21:09Sie war die Tochter eines Spielhallenkönigs.
21:11Eduard von Tannenhof war für sie der Märchenprinz.
21:14Und die Heirat mit ihm der absolute Quartensprung.
21:16Guck doch mal, wie glücklich sie da strahlt auf den Bildern.
21:20Zielstrebig in blaublütige Kreise aufgestiegen.
21:24Nickel sagt, sie war frigide.
21:25Glaube ich nicht.
21:27Maries Aktfotobände, die Zeichnung.
21:29Also eine Frau, die sich so intensiv mit Erotik auseinandersetzt, die hat mit Sicherheit auch eine Sexualität gehabt.
21:34Bloß weil sie vielleicht nicht auf Blümchen-Sex stand.
21:36Das heißt ja noch lange nicht, dass sie frigide war.
21:38Ist ja auch gerne mal eine Ausrede von gekränkten Männern, die abgewiesen wurden.
21:42Außerdem hat Nickel ja auch sicherlich einige Verletzungen von Marie davongetragen.
21:46Und Nickel hat kein Alibi.
21:48Die Tatsache, dass sie so glücklich war in ihrer neuen Ehe, ich würde sagen, er ist unser absoluter Hauptverdächtiger.
21:53Ich habe das Kennzeichen überprüft.
21:56Da könnt ihr mal sehen, wen sich der Herr Graf so auf seinen Landsitz eingeladen hat.
22:02Der Wagen gehört Frau Sandra Schiller.
22:05Sie arbeitet im horizontalen Gewerbe, im sehr teuren Gesedment.
22:08Na, Luther.
22:09Bei 1000 Euro pro Nacht heißt das Escort-Service, mein Lieber.
22:14Wo finde ich sie?
22:15Nun, damit wollte die Agentur natürlich nicht gleich rausrücken, aber nach ein wenig Zureden hat man sich besonnen.
22:20Sandra hat nachher einen Kundentermin im Hotel Royale.
22:24Was darf ich mir unter Zureden vorstellen?
22:26Oh, nee, das ist ja...
22:46Stimmt so.
22:56Derازende Musik
22:57Musik
22:57Musik
23:07Musik
23:38Sie haben ja schon mal Leute
23:46Bitte
24:16Ja? Moment bitte
24:19Herr Schmidt
24:24Schmidt
24:27Ich komme, die Frotte hoch
24:32Was denn? Schenk mal rein!
24:36Hände über den Kopf, Polizei!
24:39Runter auf den Boden, los!
24:40Habe ich jemand gefragt? Runter auf den Boden!
24:45Hände über den Kopf!
24:46Ihre Aussage können Sie später machen
24:48Meine Kollegen sind gleich da
24:50Kümmern Sie sich um die beiden
24:55Geht's?
24:56Danke
25:00Wie geht's ihr?
25:01Sie hat ein paar blaue Flecke
25:02Aber sie will keine Berührungsspritze von der Ärztin
25:05Was ist mit den beiden Typen?
25:06Sie will die nicht anzeigen
25:08Sie sagt, die Vergewaltigung war nur gespielt
25:09Das gehört mir zum Programm
25:10Wir müssen die gehen lassen
25:12Okay, aber erst rede ich mit ihr
25:13Ich habe ihr eins von deinen Hemden gegeben
25:15Ist okay?
25:16Ja klar
25:21Wollen Sie die beiden wirklich davon kommen lassen?
25:25Berufsrisiko
25:26Wenn ich sie anzeige, kriege ich keine Aufträge mehr
25:29Danke trotzdem
25:34Sie können sich revanchieren
25:37Wenn Sie mir was über diesen Mann hier erzählen
25:43Das mache ich nicht
25:45Ich bin hier von der Sitte
25:47Es geht hier um Mord
25:52Er ist Stammkunde
25:55Einmal im Monat werde ich gebucht
25:56Seit etwa zwei Jahren schon
25:58Er zahlt immer das Doppelte des normalen Satzes für seine Soirees
26:02So nennt er die Abende
26:04Was sind denn das für Soirees?
26:06Ganz unterschiedliche
26:08Manchmal ist er alleine
26:09Dann bucht er mich alleine
26:10Oder mich zusammen mit einer Kollegin
26:12Manchmal hat er aber auch Freunde da
26:15Da sind wir bis zu acht Frauen
26:17Hm
26:19Und was sind das für Freunde?
26:20Haben Sie denn mal einen Namen gehört?
26:23Die reden nur, wenn sie uns sagen, was wir zu tun haben
26:25Und außerdem tragen die immer alle Masken
26:29Masken?
26:30Ja, ganz verschiedene
26:32Venetianische Masken, Tiermasken, Federmasken
26:50So wie die?
26:56Ja, genau
27:04Und die große Maske, die trägt immer der Graf
27:06Wer hat das gezeichnet?
27:11Diese Frau
27:13Haben Sie die auch schon mal auf einer dieser Soirees gesehen?
27:18Aber sie hätte dabei sein können
27:20Ich meine
27:21Werden alle Masken tragen?
27:23Da waren nur Frauen, die dafür bezahlt wurden
27:26Vor zwei Tagen
27:28Da war auch so ne Party auf dem Landsitz
27:33Wissen Sie also doch Bescheid?
27:37War nur geraten
27:40Dreiρεί
27:45Schlauern
27:48Untertitel Drei
27:51Drei Tonsten
27:54Drei Drei
27:55Drei
27:55Drei
27:56Drei
28:09Wow!
28:11Was machst denn du hier?
28:12Ich dachte, wir treffen uns bei dir.
28:14Wollten wir auch. Vor einer Stunde.
28:17Oh, shit. Entschuldige.
28:18Ich bin hier hängen geblieben.
28:20Das sehe ich.
28:21Was soll denn das hier sein?
28:24Erotische Fadelfelten?
28:26Nein, das sind keine Färbeln. Das ist in echt passiert.
28:29In echt?
28:30Eine Orgel mit Masken.
28:33Toller Fall.
28:38Ach, guck mal hier.
28:39Die würde ich nehmen.
28:40Die finde ich gut.
28:41Also du mit deinem steifen Bein.
28:44Oh, Entschuldigung.
28:45Ist okay.
28:46Und ich mit einer Schmetterlingsmaske.
28:52In der Comedia dell'arte
28:53sagt man solchen Frauen nach,
28:55dass sie verführerisch sind
29:00und experimentierfreudig.
29:01Halt, halt, halt, halt, halt!
29:03Du darfst mich doch nicht sehen!
29:07Ah, okay, verstehe.
29:09Ja.
29:10Nicht bewegen,
29:11nicht sehen,
29:13nur
29:14hier.
29:15Aber nicht hier.
29:17Halt!
29:20Einmal im Präsidium.
29:25Okay, zwar noch.
29:48Drei?
29:50Drei?
29:52Drei Tage noch.
29:55Genau. Weg damit.
30:00Okay, also, was haben wir jetzt?
30:04Eduard von Tannenhof steht auf sexuelle Ausschweifungen und seine Frau weiß über diese Partys.
30:09Sie stellt ihn zur Rede, die beiden streiten sich und er ersticht sie.
30:12Ja, was bei seiner finanziellen Lage Sinn machen würde. Er ist nämlich total pleite.
30:15Und bei einer Scheidung hätte er laut ihr Vertrag gar nichts bekommen.
30:19Aber wenn sie stirbt, ist er Haupterbe. Der ist jetzt ein schwerreicher Mann.
30:22Was ist mit der Stieftochter, Clarissa?
30:25Die ist nicht bedacht, aber gut versorgt.
30:28Ihr Verlobter, Maximilian zu Oettingen, kommt aus einer Familie, die ungefähr zehnmal so viel Geld hat wie Marie.
30:35Also ich frage mich wirklich, woher haben diese Adelzippen so viel Geld?
30:38Du, äh, jahrhundertealtes Raubrittertum.
30:42Aber Eduard hat kein Geld mehr. Der ist richtig pleite.
30:44Ich glaube nicht, dass er ihm erst vorgestern auf die Schliche gekommen ist.
30:47Das ist zwar immer derselbe Raum, aber guck mal, hier auf manchen Bildern verjustiert sich Eduard alleine.
30:54Auf anderen sind seine Freunde mit dabei.
30:57Dann sind die Zeichnungen auf unterschiedlichem Papier gemacht, unterschiedliche Techniken und so weiter.
31:02Also diese ganzen Arbeiten hier sind über einen längeren Zeitraum bei diesen Partys entstanden.
31:07Na ja, dann hat Marie schon länger Bescheid gewusst, dass ihr Mann sie hintergeht und in der Mordnacht ist es
31:12ihr zu viel geworden.
31:13Alex, wenn ich jemandem beweisen will, dass er mich betrügt, dann fotografiere ich ihn.
31:17Vielleicht filme ich ihn auch.
31:19Aber ich zeichne ihn nicht dabei.
31:21Und dann, guck mal hier, die Qualität der Bilder.
31:25So stellt man nichts dar, was man verabscheut.
31:27Sie hat das gemocht, was sie gemalt hat.
31:32Herr Schuban.
31:33Herr von Tandorf, Sie haben gelogen.
31:36Sie wissen genau, was Ihre Frau gezeichnet hat.
31:38Die Sexpartys, die Sie hier veranstaltet haben.
31:41Ich weiß nie, wovon Sie reden.
31:44Wir haben die Zeugenaussage von Sandra Schiller.
31:46Die war ja wohl Stammdame hier.
31:49Würden Sie uns bitte in Ihren Salon führen?
31:52Ich wüsste nicht, warum ich das tun sollte.
31:55Weil wir einen Gerichtsbeschluss haben.
32:32Fällt dir was auf?
32:34Nein, dieser Kerzenleuchter, der steht immer woanders.
32:38Ja, richtig, aber ich meine was anderes.
32:40Guck mal, der Kamin und da die Wand.
32:45Auf allen Zeichnungen ist der gleiche Ausschnitt des Raums im Hintergrund.
32:50Das heißt, Marie muss hier gesessen haben.
32:54Hm?
33:11Oh.
33:14Oh.
33:23Oh.
33:25Oh.
33:32Oh.
33:37Oh.
33:38Oh.
34:07Untertitelung des ZDF, 2020
34:22ZDF, 2020
34:42ZDF, 2020
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35:36Und die Zeichnungen hier, die haben doch überhaupt nichts Abstoßendes.
35:39Ganz im Gegenteil, die sind eher erotisch, künstlerisch.
35:44Es hat ihr gefallen, ihnen zuzusehen.
35:47Eine massive sexuelle Neigung zum Voyeurismus.
35:51Sie beide haben diese Partys gemeinsam veranstaltet.
35:57Marie hat mich verstanden wie keine Frau zuvor.
36:00Und ich sie.
36:03Wie darf ich mir das vorstellen?
36:06Gleich bei unserem ersten Treffen haben wir uns.
36:09Es war ein Spendendiner in unserem ehemaligen Internat.
36:13Ich war im Stiftungsrat und Marie war eine sehr großzügige Spenderin.
36:19Ich war mit einer Dame in deren Büro, als Marie reinkam.
36:27Und anstatt sich peinlich berührt zurückzuziehen, blieb sie stehen.
36:31Schaut uns zu.
36:34Die Dame hat davon nichts mitgekriegt.
36:37Aber ich, ich habe sie dann angesprochen.
36:42Eigentlich ein ideales Paar, oder?
36:47Nach außen die gelungene Symbiose von Geld und Adel.
36:51Jeder bekommt, was er will.
36:52Sie, das Geld.
36:53Marie, den Titel.
36:55Und nach innen, privat.
36:58Komplettes Verständnis für die sexuellen Bedürfnisse des Anderen.
37:01Totale Toleranz für das, was jeder von Ihnen bisher immer verstecken musste.
37:05Ja.
37:07Wir haben uns wirklich geliebt.
37:09Das glaube ich Ihnen.
37:11Aber auch liebende Morden.
37:15Herr Schumann, ich habe meine Frau nicht umgebracht.
37:18Wer dann?
37:20Was ist denn passiert in der Nacht Ihrer letzten Party?
37:24Ich habe keine Ahnung.
37:26Eigentlich war alles wie immer.
37:29Nur, dass Marie zum Ende nicht mehr da war.
37:33Normalerweise nehmen wir mal einen Drink zusammen, wenn alle gegangen sind.
37:37Ich wollte sie in ihrem Raum abholen, aber sie war weg.
37:42Vielleicht war sie gar nicht gekommen.
37:45Doch, doch, mit Sicherheit.
37:47Sie hat mich noch angerufen.
37:49Da war sie schon in ihrem Raum.
37:51Wann war das?
37:54Eine Stunde vor Beginn der Soirée.
37:58Marie kam gerne etwas früher, um ihre Malutensilien vorzubereiten
38:03und sich auf das Kommende zu freuen.
38:07Wie bei einer Theaterpremiere, hat sie es mal genannt.
38:13Gut.
38:15Ich brauche eigentlich nur noch die Namen der Herren,
38:19die an ihren Soirés teilnehmen.
38:20Das geht nicht.
38:21Diese Personen verlassen sich auf meine Diskretion.
38:23Ich kann ihr Vertrauen nicht enttäuschen.
38:27Herr von Teilhof, ich versuche gerade herauszufinden,
38:29wer Ihre Frau umgebracht hat.
38:31Und Sie haben ein 20-Millionen-Motiv, aber kein Alibi.
38:35Ich werde nichts mehr sagen.
38:50Warum nehmen wir den Graf nicht mit?
38:52Der wird sich auch unter Druck an seinen Ehrenkodex halten und schweigen.
38:56Außerdem haben wir jetzt noch ein anderes Motiv für den Mord.
38:58Ich glaube ihm, dass er und Marie sich geliebt haben,
39:01aber solche Partys sind nicht ungefährlich.
39:03Du meinst Erpressung?
39:05Sorgt dafür, dass die KTU ungehindert arbeiten kann.
39:07Ich fahre zur Tochter.
39:08Vielleicht weiß ihr was von diesen Partys.
39:13Bald habe ich dich für immer.
39:14Ich freue mich drauf.
39:16Ich liebe dich.
39:19Hallo?
39:21Herr Schumann.
39:23Sie haben mich erschreckt.
39:24Oh, das tut mir leid.
39:26Ihre Kollegen haben gesagt, es ist in Ordnung,
39:28wenn ich wieder hier reingehe.
39:29Ja, ja, deswegen wusste ich ja, dass Sie hier sind.
39:31Die hatte ich noch.
39:32Sagen Sie, suchen Sie was Bestimmtes?
39:36Die Hochzeit.
39:38Es gibt ja noch ein paar Sachen.
39:40Marie hat ja schon die Sitzordnung perfektioniert
39:42und die muss auch noch irgendwo eine Gästengestörung geben.
39:47Sie planen weiterhin die Feier.
39:50Ja, Maximilian und ich glauben,
39:53dass Marie sich das so gewünscht hätte.
39:55War ihr das eben am Telefon?
39:56Ja, er fliegt morgen ein für die Beerdigung.
40:03Warum sind Sie hier?
40:04Haben Sie noch Fragen?
40:06Ja, ja, ja, ja.
40:08Ich wollte fragen,
40:09ob Sie was von den Sexpartys gewusst haben,
40:11die Ihr Vater und Ihre Stiefmutter
40:13auf dem Landsitz veranstaltet haben.
40:15Was?
40:17Ihr Vater hat sich dort mit Edelprostituierten
40:20regelmäßig getroffen
40:21und Marie hat ihm und seinen Gästen dabei zugeschaut.
40:24Das wusste ich nicht.
40:29Wussten Sie auch nicht,
40:30oder ich meine,
40:31ist Ihnen nicht irgendwie aufgefallen,
40:34dass es zwischen Ihrem Vater und Marie
40:35ein bisschen anders war?
40:37Also ich meine, anders als bei anderen Paaren?
40:41Nein.
40:43Die zwei haben sich richtig, richtig gut verstanden.
40:45Sie haben nichts geahnt.
40:46Auch nicht, dass Marie Voyeurin ist.
40:48Nein.
40:50Ich dachte immer, Sie und Marie waren sehr eng.
40:53Das waren wir auch.
40:56Halten Sie es für denkbar,
40:57dass Ihre Stiefmutter erpresst wurde?
40:59Erpresst?
41:00Nein.
41:01Wer hat Marie nicht gemocht?
41:03Das weiß ich nicht.
41:06Sie wissen ziemlich wenig von Ihrer Stiefmutter.
41:09Und trotzdem waren Sie bereit,
41:11Ihr Kleid und Ihren Schmuck zu tragen.
41:14Am wichtigsten Tag Ihres Lebens.
41:16Ja, weil sie sich das so sehr gewünscht hat.
41:19Aber ich habe trotzdem mein eigenes Leben.
41:22Das von Marie finanziert wurde.
41:25Ich habe Sie nie drum gebeten.
41:28Ob Sie es glauben oder nicht, Herr Schulmann,
41:30aber Geld ist für mich nicht alles.
41:32Das ist eine schöne Haltung.
41:35Aber selten.
41:41Hör doch.
41:42Ja?
41:43Du, ich habe mit Marie von Tannenhofs Bank gesprochen.
41:45Die hat am Morgen vor dem Mord 50.000 Euro abgehoben.
41:48In bar?
41:49Ja, aber das ist noch nicht alles.
41:51Ihr Mann Eduard war heute Morgen da.
41:52Der hat Konten vollmacht und hat 200.000 mitgenommen.
41:55Wo ist denn Max jetzt?
41:57Der ist vor 10 Minuten vom Landsitz aufgebrochen
41:59auf dem Weg hierher.
42:00Okay, er soll umkehren und Tannenhof festhalten.
42:02Ich treffe ihn dort.
42:03Okay.
42:07Eswig!
42:08Was?
42:09Der Kollege sagt, er hat einen Anruf bekommen.
42:10Kurz nachdem ich weggefahren bin, ist er auch weggefahren.
42:12Verdammt.
42:13Dann ist er auf dem Weg zur Geldübergabe.
42:14Was?
42:15Max, es gibt einen Erpresser.
42:17Der weiß von den Partys.
42:18Der hat Marie bereits so einen 50.000 erleichtert.
42:20Und jetzt will er sich den großen Batzen von Eduard holen.
42:22Ich hätte bei ihm bleiben müssen.
42:23Nein, das war mein Fehler.
42:25Gib sein Kennzeichen raus.
42:26Hab ich schon.
42:26Aber warum hat er uns denn nichts von der Erpressung gesagt?
42:28Wir wissen doch alles über seine Orgien.
42:29Da gibt es doch nichts mehr zu verheimlichen.
42:32Es sei denn, der will das Geld gar nicht übergeben.
42:41Alex, Bruno hier.
42:42Pass auf, fahr mit Inge zu Maries Exmann, diesem Jens Nickel, und schaut mal, ob der da ist.
42:46Meint ihr, dass er der Erpresser ist?
42:48Vielleicht weiß er zumindest mehr, als er uns erzählt hat.
42:51Ja, Winter?
42:54Danke.
42:55Eine Streife hat Tannenhoffs Wagen gesehen.
42:57In drei Linden.
42:57Der ist er ins Gelände gefahren.
43:21Anis, was ist?
43:22Bruno, wir sind bei Nickel, der ist hier.
43:25Ziemlich gut rauf, leicht angetrunken.
43:28Repariert hier seine Spielautomaten.
43:30Das macht dann natürlich Spaß.
43:32Was soll man mit ihm machen?
43:34Festnehmen wegen Steuerhinterziehung?
43:37Unbedingt.
43:40Alles klar.
43:43So, Herr Nickel, das hat sich erledigt.
43:45Wir gehen wieder, ja?
43:47Na, Mädels, komm, komm, komm.
43:48Mädels, komm, seid doch mal weil hier.
43:49Komm, wir können uns hier eine Runde.
43:51Das machen wir nächstes Mal.
43:52Schönen Tag noch.
43:52Okay.
43:53Okay.
44:21So, jetzt geht's.
44:25Komm, wir fahren rüber zum alten Rastplatz.
45:21Wer, wie in der Scheiße ist das?
45:51Nehmen Sie die Waffe runter.
45:53Nehmen Sie die Waffe runter.
45:55Ich verstehe Ihre Wut.
45:57Aber das hier ist keine Lösung.
45:59Sie verstehen gar nichts.
46:01Sie war meine Frau, nicht Ihre.
46:03Das bringt Ihnen Marie nicht zurück.
46:05Das ganze Gebiet ist hier umstellt.
46:07Keiner kommt weg.
46:09Nehmen Sie das Gewehr runter.
46:16Halt!
46:16Halt!
46:16Halt!
46:16Stehen, Halt!
46:17Keine Bewegung!
46:18Und jetzt nehmen Sie ganz langsam die Maske runter.
46:31Herr Lavender, Sie waren zuständig für die Bewirtung auf dem Landsitz.
46:38Und dabei von den Sympathis erfahren.
46:41Ja, das stimmt.
46:43Ich musste alles maximal eine Stunde vorher im Salon aufbauen.
46:48Einmal hatte ich eine Reifenpanne.
46:49Bin ich durch den Hintereingang rein und kamen dann schon diese Frauen an.
46:52Also, das waren ganz sicher keine Adeligen.
46:56Ja, und dann habe ich beim nächsten Mal alles von draußen gefilmt.
47:05Das ist der Graf.
47:09Warum sind Sie denn mit zu Marie von Tarnhof gegangen und nicht zu Eduard?
47:13Die hat das Vermögen.
47:14Bei dem ganzen aristokratischen Gehabe und den Charity-Spektakeln habe ich gedacht,
47:18dass die wahrscheinlich die größte Angst vor einem Skandal hat.
47:21Der Ruf ging über alles.
47:23Hat ja alles gleich bezahlt.
47:25Das Geld im Wald hinterlegt.
47:27Ja, aber bloß 50.000.
47:28Das wäre doch niemals alles, was Sie verlangt haben.
47:31Ich wollte 250.000.
47:34Aber sie hat gesagt, sie muss erst sukzessive Wertpapiere verkaufen.
47:38Und da haben Sie Ratenzahlung vereinbart?
47:41Ja.
47:42Dass sie gelogen hat, das habe ich erst gemerkt,
47:44als ich jetzt an Ihren Mann herangetreten bin.
47:46Der wollte alles gleich auf einen Schlag bezahlen.
47:56Waren Sie in der Mordnacht auch in diesem großen Salon?
47:58Ja.
48:01Dann hat Marie von Tannhoff beobachtet, wie Sie das Buffet aufgebaut haben.
48:05Wieso hat die mich gesehen?
48:07Sie wissen zwar von den Partys, aber nicht, dass Marie als Voyeurin
48:11hinter diesem großen Spiegel in dem Salon gesessen hat.
48:14Wie bitte?
48:14Wo?
48:15In einem Raum, neben dem Salon.
48:18Und während Sie das Buffet aufgebaut haben, hat sie ihre Mahlutensilien vorbereitet und
48:23Sie durch den Einwegspiegel sehen können.
48:25Da muss irgendwas passiert sein.
48:27Irgendwas Außergewöhnliches, das Sie irritiert hat oder aufgeregt.
48:32Auf jeden Fall etwas, was dafür gesorgt hat, dass Sie sofort den Landsitz verlässt und nach Hause fährt.
48:41Keine Ahnung.
48:45Herr Lavender, helfen Sie mir, wenn Sie können.
48:48Dass Sie mit diesem Mord nichts zu tun haben, das weiß ich doch.
48:51Fünf Leute haben bestätigt, dass Sie zur Tatzeit auf dieser Kochveranstaltung waren.
48:55Wenn Sie jetzt kooperieren, dann kann sich das Positive auf das Strafmaß auswirken,
48:58das Sie wegen Ihrer Erpressung zu erwarten haben.
49:03Ich will mit einem Anwalt sprechen.
49:07Ich verstehe Sie nicht.
49:14Gut.
49:16Sie sind vorläufig festgenommen.
49:24Warum redet der nicht?
49:26Meinst du, der will was verheimlichen?
49:28Weiß nicht.
49:29Irgendwas stimmt da nicht.
49:31Irgendwas.
49:32Du willst jetzt aber nicht wieder ganz von vorne anfangen.
49:36Nicht ganz.
49:42Marie von Tannhofer, eine Stunde vor Beginn des Abends hier.
49:49Hier, in ihrem Raum.
49:50Sie war aufgeregt.
49:52Hat sich auf die Soiree gefreut.
49:58Ja, genau wie ihr Mann gesagt hat.
50:00Sie bereitet ihre Zeichensachen vor.
50:04Wir haben ihre Fingerabdrücke auch auf dem Glas gefunden.
50:12Sie nimmt da einen Drink.
50:18Herr Bender kommt und sie betrachtet hier hinter dem Spiegel, wie er den Champagner bringt, wie er das Buffet aufbaut.
50:29Ja, und das ist nichts Neues.
50:30Das macht er jedes Mal.
50:32Ja.
50:33Ja.
50:34Ja.
50:34Doch, da, da muss was passiert sein.
50:37Ich schau mal wahrscheinlich, bevor die Gäste überhaupt gekommen sind.
50:40Ja, hier.
50:40Guck mal, sie hat überhaupt nichts gezeichnet.
50:43Sie hat nicht mal angefangen.
50:46Marie hat sich wahrscheinlich vor Beginn des Abends so aufgeregt, dass sie sofort nach Hause fährt.
50:50Und dort trifft sie auf ihren Mörder.
50:55Aber warum trägt sie ausgerechnet ihr altes Hochzeitskleid?
50:59Das ist doch bestimmt kein Zufall.
51:01Das ist doch wie...
51:08Was wollte sie damit zum Ausdruck bringen? Irgendwas wollte sie veranschaulichen? Irgendeine Haltung?
51:14Ihre Haltung zu...
51:22Bald hab ich dich wie immer. Ich freu mich drauf. Ich liebe dich.
51:29Hallo?
51:30Ja, schon mal. Sie haben mich erschreckt.
51:33Ach, das tut mir leid.
51:35Ja, und der junge Mann hier, der sie so nett im Arm hält?
51:39Die zwei wollen in einem Monat heiraten. Ich muss das Hochzeitsessen machen.
51:45Was wird denn jetzt draus?
52:10Guten Tag, Frau Vertanenbohr.
52:12Herr Schuhmann?
52:13Lassen Sie uns bitte allein.
52:20Ich hab was herausfinden lassen.
52:23Ihre Handyverbindung.
52:25Wissen Sie was?
52:27Das Gespräch, das ich gestern zufällig mitgehört hab.
52:31Ihre Gefühle.
52:33Ihre Liebe.
52:36Nichts davon war falsch, aber am anderen Ende war nicht Ihr Verlobter, sondern Oliver Lavender.
52:42Inzwischen sitzt der in U-Haft.
52:44Er hat die Erpressung gestanden.
52:49Ein gewöhnlicher Koch.
52:53Ihre Stiefmutter hätte diese Verbindung nie zugelassen.
52:56Sie hat doch immer nach gesellschaftlich Höherem gestrebt.
52:58Den Weg hatte sie auch für Sie bestimmt.
53:01Hat sie Ihre Verlobung eingefädelt?
53:07Zuerst.
53:08Zuerst hatte ich auch nichts dagegen.
53:10Aber dann haben Sie Oliver getroffen.
53:13War ja auch erst nur ein Flirt, aber...
53:17Dann hab ich mich verliebt.
53:20Ich hab gewusst, er ist es.
53:22Und wir wollten...
53:23Wir wollten zusammen weg, irgendwo hin.
53:26Das Problem war nur, Sie hatten beide kein Geld.
53:29Und Oliver hatte das Gefühl, Ihnen was bieten zu müssen.
53:33Sie haben gar nichts gewusst von den Orgien und der Erpressung, oder?
53:38Als er mich an dem Tag angerufen hat und meinte, er hätte bald Geld.
53:43Genug Geld für uns beide.
53:46Ich hab sofort gewusst, da stimmt was nicht.
53:49Ich bin dann hierher gefahren, weil ich wissen wollte,
53:53woher auf einmal so viel Geld kommen sollte.
53:59Und dann geküsst hat er mich.
54:01Ich weiß nicht.
54:02Dabei hat Ihre Stiefmutter sie beobachtet.
54:07Wovon Sie nämlich beide nichts wussten,
54:10war Maries geheimer Voyeurraum.
54:15Später in der Nacht hat sie sie dann telefonisch ins Penthouse zitiert.
54:19Beim Warten hat sie getrunken und ihr Hochzeitskleid angezogen,
54:22um Ihnen klarzumachen, was Sie durch die Verbindung und Ihre Liebe
54:25zu einem ordinären Koch alles aufs Spiel setzen.
54:30Sie hat gesagt, ich würde meinen Traum zerstören.
54:35Das war ihr Traum, nicht meiner.
54:37Du bist eine Gräfin.
54:39Das ist ein Traum und eine Verpflichtung.
54:41Ich hab ihr gesagt, dass ich mir nichts mehr empfehlen lasse.
54:43Ich lasse mir von dir nichts mehr sagen.
54:45Dann hat sie mir gedroht.
54:46Wenn du die Hochzeit mit Maximilian absagst,
54:48entziehe ich dir sämtliche Mittel.
54:50Ich hab ihr gesagt, dass ich ihr
54:52Scheißgeld nicht brauche.
54:53Ich brauche dein Scheißgeld nicht.
54:54Oh, du brauchst mein Scheißgeld.
54:55Nein, Oliver hat genug.
54:57Dann hat sie bloß laut gelacht.
54:59Was kann der schon haben?
55:01Da haben sie die Summe genannt.
55:02Ja, wie viel?
55:03Der hat genug.
55:04Er hat 250.000 Euro.
55:07250.000 Euro.
55:09250.000.
55:11Marie hat natürlich sofort gewusst,
55:12dass Oliver es ist, der sie erpresst.
55:14Und hat's mir an den Kopf geworfen.
55:17Ich hab sofort begriffen, dass sie die Wahrheit sagt.
55:21Reiß mich.
55:22Marie, nein.
55:24Der Typ gehört in den Knack.
55:25Bitte, mach mir das nicht kaputt.
55:27Und ich hab sie angeflehen.
55:28Ich hab gebettet.
55:31Hör auf zu jammern.
55:32Mach mir das nicht kaputt.
55:33Nein.
55:34Lass mich.
55:35Nein, nicht die Polizei.
55:37Aber da wussten sie schon,
55:39dass Oliver Maria erpresst hat.
55:47Sie hat gesagt,
55:51dass Oliver ins Gefängnis kommt.
55:57Dann, dann hab ich den Dolch geredet.
56:12Ich wär,
56:13ich wär mit Oliver überall hingegangen.
56:17Auch ohne einen Cent.
56:22Papa.
56:25Papa.
56:26Papa.
56:58Papa.
57:26Papa.
57:56Mama.
57:56Papa.
57:56Papa.
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