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  • vor 13 Minuten

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Kurzfilme
Transkript
00:00Frau Sander, Ihr Vater steht bald vor Gericht.
00:03Wie fühlen Sie sich heute, einen Tag nach der geplatzten Hochzeit ausgerechnet mit Ihrem ehemaligen Verlobten aufzutreten und ein so
00:09gefühlvolles Lied zu präsentieren?
00:11Kein Kommentar.
00:12So wie es aussieht, werde ich nicht mit einer Bewährungsstrafe davon kommen.
00:15Ich werde euch wahrscheinlich nicht mehr unterstützen können.
00:18Severin!
00:19Was für eine Überraschung! Ich hätte dich kaum wiedererkannt.
00:23Beeindruckendes Kulturdenkmal, Schloss Ahrensberg.
00:25Entschuldigung, das ist eine Berufskrankheit. Ich habe mit Immobilien zu tun.
00:29Das ist übrigens mein Sohn Raphael. Ich war so frei, ihn mitzubringen.
00:33Natürlich.
00:34Mein Sohn ist ein fähiger Mann. Aber, ja, in seiner Situation braucht er einen Partner.
00:40Du hast Lukas kuschelt hier dabei. Da wird er sich aber freuen.
00:44Wo ist er?
00:45Keine Ahnung. Vielleicht im Park mit Herrn von Ahrensberg.
00:49Ich kenne einen Platz hinterm Güterbahnhof. Und als ich so alt war wie du, haben wir uns auf die Gleise
00:55gelegt und darauf gewartet, dass ein Zug kommt.
00:58Und der, der als Letzter aufgestanden ist, der hatte gewonnen.
01:02Raphael!
01:03Wo ist Luca?
01:05Wo ist mein Sohn?
01:06Sagen Sie es mir!
01:13Wo ist Luca?
01:44Wo ist Luca?
01:48Luca und ich, wir waren zuerst in der Stadt und dann draußen am alten Güterbahnhof.
01:56Luca hatte viel Spaß dort.
02:02Und dann bekamen wir Hunger und sind mit dem Taxi zu einem Imbiss gefahren, den Luca kannte.
02:10Die machen köstliche Sachen dort.
02:14Einfach, aber köstlich. Das hätte ich niemals für möglich gehalten.
02:19Ja, und nach einer Ewigkeit haben wir dann wieder ein Taxi bekommen.
02:24Und als wir dann schließlich hier am Schloss angekommen sind, haben Luca und ich eine Wette gemacht,
02:29dass ich es alleine, ohne Lukas Hilfe schaffe, über die Einfahrt, die Treppen hoch, hier in die Halle zu euch
02:36zu kommen.
02:39Luca!
02:41Nicht sauer sein, ich weiß, ich bin zu spät.
02:45Gewonnen, ich hab die Wette gewonnen.
02:46Ja, Luca, du kriegst einen Euro von mir. Ich hab's tatsächlich alleine geschafft.
02:50Luca, das darfst du nie wieder machen.
02:52Wir haben uns solche Sorgen gemacht.
02:54Ist es denn schon so spät?
02:56Allerdings. Sie haben seit Stunden auf euch gewartet.
03:06Ich kriege irgendwie immer noch nichts runter.
03:09Morgen beginnt Papas Prozess.
03:11Ich weiß.
03:13Mir geht's genau wie dir.
03:15Aber wir sollten wenigstens versuchen, was zu essen.
03:18Das Einfachste auf der Welt kommt einem auf einmal so schwierig vor.
03:25Du bist so tapfer, Mama.
03:27Ich bewundere das.
03:30Ich geb die Hoffnung nicht auf.
03:33Papa war nicht so optimistisch.
03:36Er hat sich gestellt. Das spricht doch für ihn.
03:39Und David tritt jetzt noch als Nebenkläger auf.
03:42Das verletzt dich bestimmt.
03:44Nein, ich verstehe das. Er muss das machen. Für seine Mutter.
03:52Ja, es verletzt mich.
04:05Ich weiß.
04:08Umso wichtiger ist es, dass du ganz feste daran glaubst, dass alles wieder gut werden kann.
04:14Ach, Mama.
04:15Doch.
04:16Du musst einfach daran glauben.
04:20Und weißt du, wer in Sachen Tapferkeit mein ganz großes Vorbild ist?
04:27Du, meine süße, kleine, große.
04:30Du bist die tapferste von allen.
04:41Wir haben wirklich hervorragende Pommes gegessen.
04:44Die waren sogar noch schmackhafter als die belgischen.
04:46Nicht wahr, Luca?
04:47Mhm.
04:49Und wir haben die Züge besichtigt.
04:50Ich finde es rührend, Raphael, wie du dich um Luca kümmerst.
04:54Aber du hast uns einen Riesenschrecken angehört.
04:57Das war nicht meine Absicht, Mutter.
04:59Der Güterbahnhof ist nicht ungefährlich.
05:01Er ist längst gesperrt. Da kann nichts passieren.
05:04Oh, die arme Minne. Ich muss dringend mit ihr raus.
05:08Ich komm mit.
05:09Warum hast du nicht wenigstens angerufen?
05:12Erst wollten wir ja, aber dann haben wir es leider vergessen.
05:15Das stimmt wirklich.
05:16Aber wenn ihr so eine Sehnsucht nach uns hattet, warum habt ihr euch denn nicht gemeldet?
05:22Das hab ich doch gemacht zigmal.
05:24Wir haben immer nur deine Mailbox erreicht.
05:26Dann hab ich wahrscheinlich wieder aus Versehen mein Handy ausgeschaltet.
05:30Seit ich nicht mehr sehen kann, diese flachen kleinen Knöpfe, ich verwähle mich andauernd.
05:36Herr von Ahrensberg, es wäre wirklich wichtig gewesen, Lukas Mutter Bescheid zu geben.
05:42Das sehe ich nicht, Schwester Linda.
05:44Und beim nächsten Mal tue ich das auch.
05:47Ich rufe bei der Polizei an und sage, dass Luca wieder aufgetaucht ist.
05:52Ich höre die ganze Zeit nur, dass ihr Luca vermisst habt.
05:55Um mich hat sich hier wohl niemand Sorgen gemacht.
05:58Vater, ich glaube, du bist alt genug, um allein den Weg nach Hause zu finden, oder?
06:23Merkwürdig.
06:23Selbst unter der Kategorie Liebesfilm gibt es noch keine Kritik im Internet.
06:27Die müssen ja auch erst mal geschrieben werden.
06:30Äh, die Premiere war heute Nachmittag.
06:32Die hatten doch genug Zeit zu schreiben, dass mein Film gut ist.
06:35Die Premiere war ein bombastischer Erfolg.
06:38Reicht dir das nicht für heute an Lob?
06:40Bei Kritikern, da weißt du nie, woran du bist.
06:43Das ist wirklich so wichtig, was diese Typen schreiben.
06:46Klar, ich meine, überleg mal.
06:48Je besser die Kritiken sind, desto mehr Leute gehen ins Kino.
06:52Umso mehr Geld kommt in die Kasse.
06:55Sonst habe ich keine Chance, an meinem nächsten Projekt weiterzuarbeiten.
06:58Die Kritiken werden super sein.
07:01Wenn sie meinen Film verreißen können, dann bin ich erledigt.
07:04Dann kann ich einpacken.
07:21Natürlich, ich werde es den Kollegen ausrichten, dass sie nicht weiter nach Luca suchen müssen.
07:25Schön.
07:26Gerne, danke. Tschüss.
07:30Frank.
07:31Hallo, Kabi.
07:34Wollte mich bei dir nur melden.
07:35Nicht, dass es auch noch heißt, ich würde die Auflagen nicht erfüllen.
07:38Wie kommst du drauf?
07:41Nachdem ich mich selbst angezeigt habe, trauen mir meine Kollegen, meine Ex-Kollegen alles zu.
07:46Ja.
07:53Dein Fall werft nicht gerade ein gutes Licht auf die Polizei.
07:56Ich weiß.
07:59Ich übernehme ja die volle Verantwortung für das, was ich getan habe.
08:02Das bin ich Julia von Ahrensberg und ihren Angehörigen ja schuldig.
08:11Kommst du morgen auch?
08:13Nein, ich habe Dienst.
08:16Kann ich verstehen.
08:18Kein Problem.
08:20Frank.
08:23Der Weg, den du jetzt gehst, wird sehr schwer für dich sein.
08:27Ja.
08:30Ja.
08:32Diese Nacht verfolgt mich seit zwei Jahren.
08:37Ja.
08:39Du bist schuld, dass Julia von Ahrensberg gestorben ist.
08:43Natürlich quäle ich das Gewissen.
08:46Bis an mein Lebensende.
08:56Frank, ich wünsche dir, dass du einen fairen Prozess bekommst und nicht zu lange wegbleibst.
09:06Benjamin braucht auch seinen Vater.
09:24Luca muss noch Hausaufgaben machen.
09:26Kommst du und hilfst du uns ein bisschen?
09:28Ja, gleich.
09:29Ich muss gerade noch was klären.
09:32Luca ist wieder da.
09:32Ich habe keinen Grund, mich aufzurücken.
09:35Okay?
09:38Gehen Sie ruhig schon mal vor, Schwester Linda.
09:42Kommen Sie wirklich allein zurecht?
09:43Natürlich.
09:44Außerdem muss ich es lernen.
09:49Das haben Sie absichtlich gemacht.
09:52Um mir Angst einzujagen.
09:54Warum sollte ich das tun?
09:56Weil Sie glauben, dass ich Ihnen die 50.000 schulde.
09:58Sagen wir es mal so.
09:59Ich habe den Verlust unter unvorhersehbare Ausgaben abgeschrieben.
10:05Sie wollen das Geld nicht mehr?
10:06Bei Ihnen ist doch sowieso nichts zu holen.
10:09Was soll ich mich also noch lange damit aufhalten?
10:13Dann ist ja gut.
10:15Im Gegenzug erwarte ich von Ihnen etwas mehr Benehmen,
10:18wenn ich mich das nächste Mal mit Ihrem Sohn abgebe.
10:21Ich habe mir Sorgen um ihn gemacht.
10:23Das müssen Sie nicht.
10:24Er ist hier auf dem Schloss in den besten Händen.
10:26Hier hat er so etwas wie eine Familie.
10:28Einen schönen Tag noch.
10:44Hier habe ich ein bisschen was Süßes für dich.
10:47Super.
10:47Das ist genau das Richtige jetzt.
10:50Nervennahrung für den großen Tag morgen.
10:53Und?
10:54Kannst du denn jetzt den Stoff für die Klausur?
10:56Ich glaube schon.
10:57Es fühlt sich auf jeden Fall schon viel sicherer an als heute Morgen.
10:59So Sinuskurven-mäßig.
11:02Danke, dass du dich um Emma kümmerst.
11:03Echt klasse.
11:05Dabei ist sie ganz lieb und schläft.
11:06Ihr hattet mich eigentlich gar nicht gebraucht.
11:08Doch.
11:08Sie ist ja nur so lieb und schläft, weil du da bist.
11:11Ich weiß nicht, was Jasmin und ich ohne dich machen würden.
11:14Du bist echt eine Riesenhilfe für uns.
11:16Das freut mich.
11:22Weißt du, als Lena und du, als ihr klein wart,
11:25da hätte ich mir manchmal so eine Hilfe gewünscht.
11:28Die gab es nicht?
11:29Nee, nicht wirklich.
11:31Ich meine, Linda hat ab und zu mal ein paar Stunden auf euch aufgepasst.
11:35Und du musstest aufhören zu arbeiten, als wir da waren.
11:40Ich frage mich, ob es nicht ein Fehler war, dass ich mein eigenes Leben so hinten angestellt habe.
11:45Aber es war doch nicht ganz umsonst.
11:48So schlecht haben sich Lena und ich doch nicht entwickelt, oder?
11:50Das will ich doch wohl hoffen.
11:54Nein.
11:56Wenn ich ein bisschen mehr an mich selbst gedacht hätte.
12:00Vielleicht wäre ich dann heute noch mit deinem Vater zusammen.
12:03Glaubst du das wirklich?
12:05Ich weiß es nicht.
12:07Jetzt gib dir bloß nicht die Schuld daran.
12:09Dazu gehören sowieso immer zwei.
12:13Ja, da hast du recht.
12:17Hoffentlich wird die Verhandlung morgen nicht ganz so schlimm.
12:20Wir sind doch alle da.
12:28Was war das vorhin, Toni?
12:31Du warst so wütend.
12:33Oder nicht?
12:35Ich habe mir Sorgen gemacht.
12:38Ahrensberg ist blind.
12:40Den lässt man nämlich alleine mit Luca in die Stadt.
12:42Übertreibst du da nicht ein bisschen?
12:44Du hast doch gesehen, was passiert ist.
12:46Drei Stunden Verspätung hatten die.
12:55Das war doch nicht der Grund.
12:58Also, wenn du mir nicht sagst, was du hast, dann kann ich dir auch nicht helfen.
13:04In der Sache kann man mir nicht helfen.
13:08Bei was?
13:10Machst du wieder krumme Geschäfte?
13:12Nein.
13:20Ich habe Schulden.
13:22Und ich weiß nicht, wie lange ich die Werkstatt noch halten kann.
13:25Das macht mich halt fertig.
13:27Deswegen habe ich gleich rot gesehen, als Luca nicht da war.
13:34Und warum erzählst du mir das erst jetzt?
13:37Ich will dich damit nicht belasten.
13:40Du kannst mir dabei sowieso nicht helfen.
13:44Ich weiß nicht, wie ich es in den Griff kriegen soll.
13:48Vielleicht überfalle ich eine Bank oder so.
13:50Toni.
13:51Das war nur ein Witz.
13:53Toller Witz.
13:57Ich kann ja Herrn von Ahrensberg fragen.
14:03Raphael?
14:04Nein.
14:05David.
14:08Lieber nicht.
14:09Der hasst mich.
14:10Der hältst mir nur die Polizei auf den Hals.
14:11Das glaube ich nicht.
14:13Nee, du.
14:14Wenn die Polizei anfängt, bei mir rumzuschnüffeln, dann...
14:16Dann was?
14:20Nachher finden die noch was.
14:22Ich war ja früher nicht gerade ein Engel.
14:25Naja, das bist du heute auch nicht.
14:30Und woher willst du das Geld jetzt herzaubern?
14:36Ich hab gedacht, bei der Bank, für irgendwas müssen die ja gut sein.
14:42Ich wollte es mal auf ganz legale Weise probieren.
14:44Vielleicht kriege ich ja einen Sofortkredit oder sowas.
14:50Wir kriegen das schon wieder hin.
14:53Vielleicht fällt mir auch was anderes ein.
15:11Herr von Krieger, schön von Ihnen zu hören.
15:13Herr von Ahrensberg, wie geht's Ihnen?
15:15Herr Frohang, danke der Nachfrage.
15:17Ich stehe kurz vor dem Erwerb eines Grundstücks.
15:20Köln-Rodenkirchen ist eine ausgezeichnete Lage.
15:23Sobald es erschlossen ist, möchte ich es gerne an einen meiner russischen Kunden veräußern.
15:27Wie sieht's denn bei Ihnen aus?
15:29Ich habe inzwischen in Büroräume investiert, die unsere Firma angemessen in Köln repräsentieren.
15:34Dann sind Sie also mit von der Partie?
15:36Ich stehe zu meinem Ort.
15:38Oder haben Sie etwas anderes von mir erwartet?
15:40Nein, natürlich nicht.
15:42Sie denken auch an Ihren Anteil der Einlagensicherung?
15:45Ja, da kann ich Sie beruhigen.
15:47Meine Anwälte überprüfen den GmbH-Vertrag auf Herz und Nieren.
15:50Sie wissen ja, wie Anwälte sind.
15:52Ich denke, morgen Mittag sind die 50.000 auf Ihrem Konto.
15:54Na, wunderbar.
15:55Dann wünsche ich Ihnen noch einen schönen Abend.
15:57Ihnen auch.
15:58Auf Wiederhören.
16:01Dafür brauchst du also das Geld?
16:03Das ist nur ein bisschen Spielgeld.
16:04Was für ein Glück, wenn man eine wohlhabende Mutter hat, die einem so generös unter die Arme greift.
16:08Meine Mutter weiß eben, wo es sich lohnt zu investieren.
16:11Was für eine kluge Frau.
16:15Ich frage mich gerade, was hier nicht stimmt.
16:19Ah ja, das ist es.
16:21Warum bremt denn hier Licht, wenn du angeblich nichts sehen kannst?
16:24Weil hier auch noch andere Menschen wohnen, die mich vielleicht finden möchten.
16:28Du zum Beispiel.
16:30Stell dir nur vor, du würdest im Dunklen stürzen.
16:33In deinem Zustand.
16:36Das ist sehr aufmerksam von dir, Raphael.
16:55Nicht mehr lange und du wirst angekrochen kommen.
17:20Du bist nicht bei der Sache.
17:22Das war mein Fuß.
17:23Oh, entschuldige.
17:25Ich war gerade in Gedanken bei Luca.
17:28Ja, und Raphael.
17:29Haben uns ganz schön in Atem gehalten.
17:33Ist ja nochmal alles gut gegangen.
17:36Sein Kind bringt einfach Leben in unser Haus.
17:42Mit dem Leben, der hier nicht mehr wohnt, ist es stiller geworden im Schloss.
17:49Ja.
17:51David lacht nicht mehr so viel.
17:54Und morgen sitzen sich die beiden im Gerichtssaal gegenüber.
18:02Es ist fast so traurig wie bei Romeo und Julia.
18:07Also bevor sich unsere beiden Familien derart verfeindend ergreifen, wer alt?
18:13Und wie, wenn ich fragen darf?
18:16Also wir warten das Ende des Prozesses ab und...
18:20Naja, ich kann auch nicht so schnell eine Lösung aus dem Ärmel zaubern.
18:26Zauber?
18:27Ja.
18:28Ich glaube, das ist die Lösung des Problems.
18:33Ich setze auf den Zauber der Musik.
18:36Wie willst du das anstehen?
18:39Die beiden machen beide Musik.
18:42Und das ist das Band, das sie verbindet.
18:44Auch in Zeiten, wo sie zweifeln aneinander.
18:49Die Musik, die wird sie wieder zusammenbringen.
18:54Ich bin dabei.
18:55Auf dem Dachboden steht ein Klavier.
18:57Das braucht man nur noch stimmen.
19:01Gleich morgen früh kümmere ich mich darum.
19:05Darf ich bitten?
19:22Hallo, Pia.
19:23Linda, wo kommst du denn her?
19:26Ach, ich...
19:27Ich war noch bei einem Patienten.
19:31Du bist noch mal zu Raphael aufs Schloss gefahren.
19:35Und du?
19:36Hast du einen schönen Tag gehabt?
19:38Wie war Lenas Premiere?
19:42Muss wohl ganz gut gewesen sein.
19:45Bis auf irgendwelche Leute von der Presse.
19:46Die haben Lena und David ganz schön bedrängt.
19:48Aber so genau weiß ich das nicht.
19:50Du warst nicht mit dabei?
19:53Nein.
19:54Ich habe hier auf Emma aufgepasst.
19:56Jasmin ist überraschend zu einem Seminar nach München gefahren.
19:59Und dafür lässt du den Auftritt deiner Tochter sausen?
20:03Ja, ich wäre ja gern hingegangen, aber es ging halt nicht.
20:06Und du erzählst mir immer, dass ich mich von Raphael ausnutzen lasse.
20:10Und was machst du?
20:11Ja, was mache ich denn?
20:12Du lässt dich von deiner Familie ausnutzen.
20:15Erst von Frank und jetzt von deinen Kindern.
20:18Ich habe eine Familie.
20:19Immer noch.
20:20Auch wenn meine Ehe kaputt ist.
20:22Und ich finde, es ist ein sehr großer Unterschied, ob ich was für meine Kinder tue oder mich von meinem
20:26Mann ausnutzen lasse.
20:27Ich lasse mich nicht ausnutzen.
20:30Ich helfe ihm.
20:32Na bitte.
20:36Linda.
20:38Wir beide wissen doch ganz genau, wie oft du dir vor lauter Liebeskummer die Augen ausgerollt hast.
20:43Falls ich merken sollte, dass Raphael nur mit mir spielt, dann kann er was erleben.
20:47Ich bin da sehr konsequent.
20:48Du bist konsequent verknallt und sonst nix.
20:51Das sagt die Richtige.
20:53Ja, was soll das denn jetzt heißen?
20:54Du hast doch immer zu allem Ja und Armen gesagt, anstatt mal auf den Putz zu hauen.
20:58Und?
20:59Was hat es dir gebracht?
21:02Immerhin hatte ich eine Ehe.
21:04Und nicht nur Liebeskatastrophen.
21:09Entschuldigung.
21:10Du hast ja recht.
21:12Ich rede Blödsinn.
21:17Ich gebe es ja zu.
21:18Ich habe viel zu lange die Augen vor der Wahrheit verschlossen und ich trage auch meinen Anteil am Scheitern meiner
21:25Ehe.
21:38Guten Morgen, Schwester, jetzt.
21:40Du bist schon wach?
21:42Frühstück gibt es aber erst in einer halben Stunde.
21:44Ich habe aber jetzt schon Hunger.
21:45Außerdem habe ich keine Lust, mit Raphael an einem Tisch zu sitzen.
21:48Verstehe.
21:49Obstsalat?
21:50Ja.
21:53Sag mal, kommt heute nicht das Ergebnis vom Vaterschaftstest?
21:57Ja, endlich.
22:00David wartet sicherlich auch schon sehnsüchtig drauf.
22:03Er will schließlich auch beweisen, dass er nicht der Vater meines Kindes ist.
22:06Aber das wird ihm nicht gelingen.
22:08Denn die Haarprobe, die hier in Wien liegt, ist von Toni.
22:11Dem tatsächlichen Vater.
22:12Ei, ei, ei, wenn die Männer wüssten.
22:14Tja, wenn die wüssten.
22:21Hallo, Papa.
22:30Heute ist dein Prozess?
22:33Ich habe noch einen kleinen Spaziergang durchs Viertel gemacht.
22:37Sollen wir zusammen Kaffee trinken gehen?
22:39Das ist lieb von dir.
22:41Aber ich möchte lieber etwas allein sein.
22:43Vor der Verhandlung, um mich vorzubereiten und so.
22:47Kommst du später auch ins Gericht?
22:48Ja, natürlich.
22:50Ich lasse dich doch nicht alleine.
22:52Danke.
22:54Du hast geweint.
22:56Unsinn.
23:02Es ist soweit.
23:04Ich muss mich dafür verantworten, was ich getan habe.
23:07Ich habe Julia von Ahrensberg angefahren und bin davon gerast, obwohl ich es gemerkt habe.
23:12Das ist nur die halbe Wahrheit.
23:13Aber sie reicht aus.
23:14Sie reicht aus, damit du verurteilt wirst.
23:17Ich muss verurteilt werden.
23:20Nicht nur für die Angehörigen von Julia von Ahrensberg.
23:23Auch für dich.
23:25Wieso?
23:27Nur so kannst du dich wieder mit David versöhnen.
23:30So einfach ist es nicht.
23:31Ja, ich weiß.
23:33Es braucht Zeit.
23:35Es braucht Zeit.
23:35Ein paar Wochen.
23:37Ein paar Monate.
23:39Wie soll ich mich mit David versöhnen, wenn ich ihm nicht die ganze Wahrheit sagen kann?
23:44Tony hat damals den Wagen seiner Mutter gestohlen.
23:47Er ist betrunken gefahren.
23:50Du hast dich nur in das Steuer gesetzt, um den Wagen zurückzubringen.
23:56Das werde ich nicht sagen vor Gericht und du weißt warum.
24:00Diese Typen, die Tony drohen.
24:02Wenn die Wahrheit herauskommt, dann seid ihr alle in Gefahr.
24:05Willst du das?
24:06Nein, natürlich nicht.
24:07Also, sieh's endlich ein.
24:23Und jetzt geh schon.
24:25Viel Glück.
24:26Ich werde da sein.
24:44Gut, auf Wiederhören.
24:47Was ist passiert?
24:49So ein trotteliger Laborant hat versehentlich die Haarprobe verloren.
24:52Autsch.
24:53Und jetzt?
24:53Ja, was schon?
24:54Ich muss denen eine neue zukommen lassen.
24:57Von Tony.
24:58Ja, von wem denn sonst?
25:00Ich muss jetzt ganz schnell zu ihm fahren.
25:03Hoffentlich wird er nicht misstrauisch.
25:15Gut siehst du aus, Mannzug.
25:18Sag mal, willst du dich nicht endlich fertig machen?
25:20Du wirst schließlich als Zeuge befragt.
25:22Bei mir geht es schnell, du.
25:24Sag mal.
25:27Kannst du mir was leihen?
25:32Wie viel denn?
25:35Ein Hunderter.
25:37Ich bin gerade total blank.
25:40Aber ich krieg da noch Geld von ein paar Kunden.
25:42Hier.
25:43Mehr hab ich im Moment nicht.
25:46Ist besser als gar nichts.
25:48Danke.
25:50Ich hab Lena gerade gesehen.
25:53Und?
25:54Sie wird nicht sagen, wie du das meinst.
25:56Obwohl es ihr schwerfällt.
25:58Wir dürfen auf keinen Fall die Wahrheit sagen.
26:01Die Typen machen sonst was mit Lena und Luca.
26:03Lena weiß das natürlich.
26:05Du musst im Zeugenstand die Nerven behalten.
26:07Wir bleiben bei unserer Version.
26:09Du warst nicht am Tatort.
26:11Ich übernehme dir alleinige Verantwortung.
26:15Ich vergesse dir das nie.
26:18Ich mach das nur für die Sicherheit unserer Familien.
26:20So, und jetzt brauch ich erstmal frische Luft.
26:28Der Regisseur nimmt sich viel Zeit und glaubt an die suggestive Stärke seiner Bilder.
26:33Die jedoch bleiben karg und erzählen weniger von Kunst als von Fantasiearmut und Langeweile.
26:39Hey, Conny?
26:41Sag mal, hast du die Zeitung?
26:42Nee, ist noch nicht da.
26:44Ich guck nochmal.
26:46Das kann doch nicht sein.
26:48Hat der Nachbar wohl wieder geklaut?
26:50Ausgerechnet heute.
26:51Na, der kann was erleben.
26:52Ey, wenn er die Zeitung nicht hat, machst du dich zum Affen.
26:54Ich möchte aber wissen, wie mein Film ankommt.
26:56Das kannst du später immer noch.
26:57Lass uns doch erstmal frühstücken.
26:59Dann guck ich einfach nochmal im letzten...
27:00Nein.
27:01Ich muss unbedingt meine E-Mails checken.
27:03Das kannst du auch später noch.
27:11Nee, das gibt's doch nicht.
27:13Jetzt ist auf einmal die Verbindung weg.
27:14Vielleicht ist der Server überlastet.
27:16Du kannst es ja später nochmal versuchen.
27:18Papperlapapp-Server.
27:22Strom.
27:24So.
27:26Ja.
27:27Ja.
27:28Kultur.
27:29Kino.
27:31Tipps.
27:33Oh nee, na.
27:37Tom Lorenz?
27:41Was?
27:43Ja, das ist...
27:45Ja, danke, Philipp.
27:48Ciao.
27:48Ja.
27:50Unglaublich.
27:51Was?
27:54Das war Philipp Schneider.
27:55Der Filmsong von David und Lena, der ist über Nacht in die Top 100 der Download-Charts gelandet.
28:00Wow.
28:01Das muss ich direkt dem David sagen.
28:03Sag's ihm doch persönlich.
28:05Hm.
28:06Vielleicht hast du recht.
28:11Bis später.
28:12Tom?
28:13Hm?
28:13Du hast was vergessen.
28:21Hallo.
28:22Hey, Jasmin, bist ja schon wieder da.
28:24Ja.
28:25Und ich muss euch was ganz Tolles erzählen.
28:27Da sind wir aber mal gespannt.
28:30Also, das Seminar war wirklich super.
28:33Es ging um natürliche Haferbimmel-Methoden und Bioprodukten.
28:36Meine Chefin fand meine Arbeit ganz gut.
28:38Dann war es ja richtig gut, dass du mitgefahren bist.
28:40Klasse.
28:41Jedenfalls in München auf dieser Schule, wo meine Chefin unterrichtet.
28:44Da kann man zwei Sachen auf einmal machen.
28:46Die Ausbildung und den Realschulabschluss.
28:48Boah, das klingt aber stressig.
28:50Ja, nee.
28:51Also, ich hab mit den Schülern gesprochen.
28:52Die sagen, es hört sich schlimmer an, als es ist.
28:55Ich könnte ins laufende Semester einsteigen.
28:57In München?
28:59Jasmin, wie stellst du dir das denn vor?
29:00Du hast doch mich hier und Emma.
29:18David, euer Song, der hat's in die Top 100 der Download-Sharts geschafft.
29:23Das heißt, das Ding läuft bald im Radio.
29:25Schön.
29:27Kannst du jetzt vielleicht mal mit dem Gib Klimper aufhören und dich mal richtig freuen?
29:32Tom, heute beginnt der Prozess gegen Lenas Vater.
29:35Und ich werde als Nebenkläger gegen den Mann auftreten, der meine Mutter auf dem Gewissen hat.
29:40Ich weiß, er wird verurteilt und dann...
29:41Und dann werde ich immer noch von Lena getrennt sein.
29:43Wieso denn? Ihr liebt euch doch.
29:45Lena kann doch nichts dafür.
29:46Ich weiß.
29:48Und das Absurdeste daran ist ja, und das weißt du,
29:50dass ich mittlerweile überhaupt nicht mehr daran glaube,
29:52dass Frank derjenige ist, der hinter dem Steuer saß.
29:54Du meinst...
29:55Toni.
30:01Misha!
30:02Lass mich in Ruhe.
30:04Jetzt warte doch mal.
30:06Was willst du denn von mir?
30:07Ist doch alles klar.
30:08Jasmin will nach München.
30:09Ende aus.
30:11Also bitte, da ist das letzte Wort doch noch gar nicht gesprochen.
30:14Oh doch, du hast sie doch gehört.
30:15Für sie ist das alles schon geregelt.
30:17Ich darf sogar nachkommen.
30:19Misha!
30:20Was ist eigentlich, wenn ich damit nicht einverstanden bin?
30:22Gibt's dafür auch schon eine Lösung?
30:24Ich will nach der Schule eine Ausbildung bei Toni anfangen.
30:26Ja, ich verstehe dich ja.
30:29Und du hast auch recht.
30:30Aber bitte jetzt komm wieder mit nach oben,
30:32damit wir uns in Ruhe was überlegen können.
30:49Hey.
30:51Hi.
30:55Was gibt's?
30:57Ich wollte sehen, wie's dir geht.
30:59Dann fass dich kurz da.
31:00Ich muss mich noch fürs Gericht fertig machen.
31:02Also, was gibt's?
31:04Ich wollte mich bei dir entschuldigen.
31:06Gestern, als du bei mir warst,
31:07wegen Luca und Hilfe gebraucht hast,
31:08da war ich wohl etwas schroff.
31:10Es tut mir leid.
31:11Aha.
31:12Heißt das, dass du mir das Geld doch leiden kannst?
31:15Nein, aber ich wollte dir sagen,
31:16dass ich dich verstehen kann.
31:17Schließlich bin ich selbst bald Mutter.
31:21Oh, sag mal, Toni,
31:23achst du vielleicht eine Schmerztablette
31:24oder Magnesium für mich?
31:27Ich schau mal nach.
31:40Hast du Glück gehabt?
31:46Hier.
31:48Das ist meine letzte.
31:49Danke, Wistenchat.
31:53Ja gut, du.
31:54Musst ja dann auch gleich los.
31:56Viel Glück bei Gericht.
31:57Für euch alle.
31:58Danke.
32:05Hab ich denn den Pulli?
32:08Naja.
32:26Auf dieser Schule hätte ich nach zwei Jahren
32:27den Realschulabschluss
32:28und den Gesellenbrief als Friseurin.
32:31Aber Jasmin,
32:33eines solltest du nicht vergessen,
32:34du bist nicht allein.
32:35Du hast Micha hier und Emma.
32:37Es wäre nicht gut,
32:38die Familie auseinanderzureißen.
32:39Das will ich doch gar nicht.
32:41In drei Monaten hat Micha die Schule fertig.
32:43Dann kann er nachkommen.
32:43Und warum kannst du
32:44dieses Schule plus Ausbildungsdings
32:46nicht in Köln machen?
32:46Weil das hier nicht angeboten wird.
32:49Micha,
32:49bis du nachkommst,
32:50sehen wir uns auf jeden Fall
32:51an den Wochenenden.
32:54Geht ja nicht anders.
33:00Danke.
33:08Danke.
33:11Ist alles in Ordnung?
33:12Ja.
33:14Kann ich Sie was fragen?
33:16Natürlich.
33:18Können Sie mir helfen?
33:20Das kommt doch auf Anmo mit.
33:22Ich brauche dringend Geld.
33:25Es ist nicht für mich.
33:27Es handelt sich um eine größere Summe.
33:29Ich würde sie natürlich zurückzahlen.
33:31Nicht gleich, nicht auf einmal,
33:33aber in Raten.
33:35Was bedeutet das denn,
33:37eine größere Summe?
33:40Das kann ich nicht genau sagen.
33:42Na ja, Janke,
33:43das kann ich jetzt aber auch nicht
33:44zwischen Türen Angel entscheiden.
33:45Das werden Sie sicher verstehen, oder?
33:47Ja, natürlich.
33:48Lassen Sie uns später noch mal
33:49darüber sprechen.
33:50In Ruhe.
33:52Wie Sie wollen.
33:55Vater.
33:56Alles in Ordnung?
33:57Ja, danke.
33:58Ist das Taxi schon da?
33:59Es wartet schon.
34:01Fährst du jetzt schon ins Gericht?
34:02Nein, nein.
34:03Ich habe noch einen Termin
34:04bei meinen Anwälten
34:05wegen der GmbH.
34:06Dann hole ich Schwester Linda ab.
34:08Sie begleitet mich zum Prozess.
34:10Und ihr beide kommt jetzt doch mit?
34:12Nein.
34:14Entschuldige bitte,
34:15aber die Situation
34:17ist zu traurig für uns.
34:20Statt gemeinsam Hochzeit zu feiern,
34:23sitzen sich die Familie Sander
34:24und unsere Familie
34:25als Feinde im Gerichtssaal gegenüber.
34:28Ja, das habe ich mir
34:30auch anders vorgestellt.
34:31Wer nicht?
34:33Wir beide machen
34:34noch einen kleinen Spaziergang.
34:35Ja, ich hoffe,
34:36ihr habt dafür Verständnis.
34:38Selbstverständnis.
34:38Natürlich.
34:40Noch eins, David.
34:42Ja?
34:44Egal, wie der Prozess ausgeht,
34:47Lena kann nichts dafür.
34:50Ich weiß.
34:52Bist du sicher,
34:54dass du das weißt?
34:55Was glaubst du,
34:56warum ich in letzter Zeit
34:57kaum schlafen kann?
34:59Ich wünsche mir nichts mehr,
35:00als dass wir wieder zusammenkommen.
35:04Wie wir beide.
35:06Wiedersehen.
35:08Bis später.
35:11Wirst du gleich mitfahren,
35:12wenn die Stadt da will?
35:14Ja.
35:15Ja, das ist eine gute Idee.
35:17Ich habe aber noch was zu erledigen.
35:19Vielleicht könntet ihr mich
35:19vorher rauslassen.
35:20Natürlich.
35:35jetzt weiß ich,
35:36auf wen ich mich nicht verlassen kann,
35:37wenn ich mal richtig in der Klemme stecke.
35:39Danke, Charlie.
35:39Bist ein richtiger Kumpel.
35:45Und, können wir?
35:47Du, ich muss vorher noch zur Bank.
35:51Ich brauche unbedingt einen Kredit,
35:52sonst kann ich den Laden dicht machen.
35:55Aber wir treffen uns nachher beim Gericht, okay?
35:58Ja, und wie besprochen,
36:00Nerven gehalten.
36:01Vor Gericht und bei der Bank auch.
36:02Okay.
36:03Danke.
36:04Bis nachher.
36:25Wo kommst du denn her?
36:28Toni hat mich reingelassen.
36:34Schönes Kostüm.
36:37Erinnerst du dich?
36:42Unsere Silberhochzeit.
36:49Was machst du hier?
36:52Ich dachte, wir fahren gemeinsam zum Gericht.
36:54Aber da werden viele Journalisten sein
36:55und du bist der Ex-Frau des Angeklagten.
36:57Ja.
37:00Und?
37:04Können wir gehen?
37:06Ja.
37:13Hast du es schon gehört?
37:15Unser Song hat eingeschlagen wie eine Bombe.
37:20Conny hat mir das schon gesagt.
37:22Lena, das ist unser gemeinsames Baby.
37:24Das ist deine Melodie.
37:26Aber deine Stimme hat den Song erst zu dem gemacht,
37:28was er ist.
37:28Du findest bestimmt eine andere Sängerin.
37:31Ich will aber gar keine andere Sängerin.
37:33David, wir können nicht mehr zusammenarbeiten.
37:38Aber irgendwann vielleicht wieder?
37:42Mach es uns doch nicht so schwer.
37:48Bitte geh jetzt.
37:52Eins musst du mir versprechen.
37:56Was?
37:57Du hast eine wundervolle Stimme.
38:00Gib nicht auf.
38:02Ich werde nicht aufgeben.
38:04Ich bitte dich darum.
38:07David, und du darfst eines nicht vergessen.
38:09Das, was mein Vater getan hat,
38:11das tut mir unendlich leid.
38:14Und wenn ich könnte,
38:15dann würde ich das rückgängig machen.
38:42Das, was mein Vater getan hat.
39:06Ich weiß, was mir macht.
39:34Mini, du Schlingel, das gehört sich aber nicht.
39:46Janka, würden Sie mir bitte einen Früchte-Tee machen?
39:49Sehr gerne.
40:31Das ist der Beweis für deine Vaterschaft, mein lieber David.
40:41Frank Sander, geboren in Köln, wohnhaft in Köln, Sie sind Polizeihauptkommissar und geschieden.
40:47Stimmen diese Angaben?
40:48Das stimmen, ja.
40:50Dann hat der Herr Staatsanwalt das Wort.
40:55Dem Angeklagten wird folgendes zur Last gelegt.
40:58In der Nacht vom 14. auf den 15. September 2008 hat der Angeklagte in angetrunkenem Zustand
41:05auf dem Parkplatz Teuteburger Straße den PKW von Julia Gräfin von Ahrensberg gestohlen.
41:13Als Julia Gräfin von Ahrensberg den Angeklagten am Wegfahren hindern wollte und sich ihm in den Weg stellte,
41:19fuhr er sie an.
41:20Als der Angeklagte Julia Gräfin von Ahrensberg am Boden liegen sah,
41:24stieg er nicht aus dem PKW, um Erste Hilfe zu leisten, sondern ergriff die Flucht
41:29und überließ das Opfer sich selbst.
41:32Dabei nahm er billigend in Kauf, dass das Opfer sterben könnte.
41:36Los rein mit dir.
41:37Was hast du denn vor?
41:38Den Wagen zurückbringen, bevor der Diebstahl bemerkt wird.
41:41Frank, los rein mit dir, ich fahre!
41:44Angeklagte haben Sie dazu etwas zu sagen?
41:46Nein.
41:47Daraufhin erlag Julia Gräfin von Ahrensberg noch am Unfallort ihren Verletzungen.
41:52Nein!
41:53Das kann nicht sein!
41:56Nein!
41:56Das kann nicht sein!
42:03Was schuldest du dem Gerichtsverzehr noch?
42:054.000 Einladung.
42:07Und das war es dann?
42:07Das ist eine Fassung am Boden.
42:09Ich war bei vier Banken ohne Erfolg.
42:11Und jetzt willst du deinen Pickup verkaufen?
42:14Muss ich mir Sorgen um dich machen?
42:15Dann Peters Polizist?
42:17Was würde er wohl dazu sagen?
42:18Musst du dich in alles einmischen?
42:20Ich rufe die Tochter des Angeklagten, Frau Lena Sander, in den Zeugenstand.
42:24Was haben Sie mit dem Tod von Julia von Ahrensberg zu tun?
42:28Das war es dann!
42:28Ich rufe die Tochter des Angeklagten.
42:28Das war es dann!
42:29Ja!
42:29Ich rufe die Tochter des Angeklagten!
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