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Reisen
Transkript
00:00Musik
00:00Der westliche Chiemgau ist um eine Attraktion reicher.
00:22Es gibt sie wieder, die Lokalbahn zwischen Endorf und Obing, kurz Leo.
00:26An den Sommerwochenenden steht der Leo mächtig unter Dampf.
00:30Sehr zur Freude der Eisenbahnfreunde, die diese stillgelegte Strecke zu neuem Leben erweckten.
00:45Zwischen Halfing und Amaran macht das Schnauferl dann mächtig Tempo.
00:56Da kommt auch schon der Amaranger Kirchturm in Sicht.
01:01Musik
01:02Neben der Kirche beherrscht das Renaissance-Schloss das Gesicht des Bilderbuchdorfs.
01:16Das Schloss ist so, wie man sich die Bayern halt vorstellt.
01:19Nach außen etwas verschlossen, innen aber freundlich und barock gemütlich.
01:23Musik
01:25Übers Essen kommt man mit uns am besten ins Gespräch.
01:32So hat dieser Herr beim Beudel in Amarang einen bayerischen Kochkurs gebucht.
01:37Im Kräutergarten kennt er sich schon aus und sein Kollege auch.
01:43Wer sagt denn, dass es immer Bier sein muss?
01:46Ehe die Klasse den Kochlöffel schwingt, gibt es erst einmal ein Gläschen Sekt mit Erdbeeren und der frisch gepflügten Minze.
01:52Musik
01:52Prost, auf das nichts anbrennt oder überschäumt.
02:01Musik
02:01Frisches Gemüse haben Christine und Annemarie auf dem Bauernmarkt besorgt.
02:08Und schon kann's losgehen.
02:10Musik
02:10Für das Amaranger Wurzelfleisch brauchen wir eine sauber geschnittene Julienne.
02:19Noch etwas feiner die Streifen, wenn's geht.
02:22Und den Kohlrabi bitte schon etwas dicker schälen.
02:24Musik
02:25Und was ganz wichtig ist, dass man die relativ dünn macht.
02:34Sieht doch gut aus, unser Wurzelwerk, das da in der Pfanne bissfest angedünstet wird.
02:54Musik
02:55Eine würdige Begleitung für das feine Kalbsfilet.
03:00Musik
03:01Mit dieser Farce aus Knödelteig und Kalbssack werden die ausgehöhlten Kohlrabis gefüllt.
03:07Musik
03:08Ein Blatt als Deckel darauf und dann sauber verschnürt.
03:14So wandern unsere appetitlichen Pakete in den Ofen.
03:17Musik
03:18Zeit zum Verschnaufen.
03:24Die Bäuerinnen bieten auch hausgemachte Marmeladen an.
03:27Und nun der Endspurt.
03:28Musik
03:29Der gefüllte Kohlrabi soll auch was hermachen.
03:48Also aufschneiden und die beiden Hälften auf dem Teller anmutig präsentieren.
03:56Dazu gibt es eine feine Soße aus Kalbsfond mit ein bisschen Holundersaft.
04:00Musik
04:01Rosig schimmert das Filet, das eine Viertelstunde mit der Julienne im warmen Sud zugebracht hat.
04:18Musik
04:19Salzkartoffeln passen dazu und natürlich unsere Julienne, die ein französischer Leibkoch mit diesem Namen erfunden hat.
04:27Musik
04:28Die Spannung steigt.
04:34Ob's auch wirklich so gut schmeckt, wie's aussieht?
04:38Der kritischen Miene folgt ein seliges Lächeln.
04:41Das hätten der Schubeck oder der Witzigmann auch nicht besser hingekriegt.
04:45Musik
04:45Blühende Bäume und Wiesen, wohin man blickt.
04:53Bad Feilenbach wird gern das Bayerische Meran genannt.
04:5730.000 Apfelbäume gedeihen auf den Streuobstwiesen am Fuß des Wendelsteins.
05:02Musik
05:03Ein besonderes Kleinod ist der Hof auf dem Gundelsberg im Süden des Kuorts.
05:10Schon um das Jahr 1000 wird er erstmals in einer Chronik des Tegernseer Klosters erwähnt.
05:16Musik
05:17Baumeister der Hauskapelle war vermutlich einer der berühmten Brüder Dienzenhofer.
05:21Ihr Vater wohnte hier.
05:24Musik
05:25Der Geruch nach Butterschmalz und Hefe lockt uns hinauf in die Bauernstube.
05:31Die Nudeln von Elfriede Gasteiger dürfen wir uns nicht entgehen lassen.
05:37Das Dampferl, den Vorteil aus zerbröselter Hefe, lauwarmer Milch, Zucker und Mehl, hat sie schon gemacht.
05:47Jetzt werden die übrigen Zutaten untergemischt. Milch, zerlassene Butter, dann die Rosinen.
05:52Musik
05:53Heftig wird der Teig geschlagen, bis er Blasen wirft.
06:06Dafür hat er anschließend eine Stunde Ruhe.
06:10Musik
06:10Knödelgroße Stücke werden abgestochen und zu Kugeln gerollt.
06:23Musik
06:23Ihnen zieht die Bäuerin die Ohren lang und taucht sie ins siebende Schmalz.
06:44Musik
06:45Ein Deckel hält die Wärme, bis es Zeit ist zum Umdrehen.
07:01Musik
07:01Dann fischt Elfriede die Nudeln heraus und lässt das Fett auf einem Sieb abtropfen.
07:17Musik
07:18Schuxen nennt man in Bayern längliche Nudeln, im Gegensatz zu den runden Ausgezogenen.
07:36Noch warm werden sie mit Puderzucker bestreut und schnell auf den Tisch gebracht.
07:40Musik
07:40In Litzeldorf bei Feilenbach gibt es noch naturbelassene Wolle, so wie sie früher einmal war.
07:59In der Spinnerei Höfer werden die Fliese gewaschen und nach Farben sortiert.
08:04Diese Kadiermaschine glättet mit Walzen und Hätchen die Fasern und kämmt sie in eine Richtung.
08:15Heraus kommt am Ende ein flauschiger Flor.
08:17Musik
08:18Der wird zu Bahnen gefaltet.
08:22Musik
08:23Und schließlich auf Spindeln zu Garnen versponnen.
08:34Musik
08:34Aber auch Handspinnerinnen arbeiten noch in Litzeldorf.
08:42Ihre etwas unregelmäßigen Fäden sind wieder in Mode gekommen.
08:46Ebenso wie Naturwolle, die noch ihr Eigenfett besitzt.
08:49Musik
08:50Die Spinnerei Höfer fertigt aus diesen groben Garnen auch wunderschöne Teppiche.
09:01Einfarbig, mit modernem Design oder bunten Streifen, die gut in Bauernstuben passen.
09:07Musik
09:08Die Handwebstühle funktionieren nach dem Prinzip, das man schon im Mittelalter kannte.
09:16Mit wechselndem Heben und Senken der Kettfäden wird ein Fach geschaffen,
09:22durch das die Weberin auf dem Schiffchen das dicke Wollgarn führt.
09:25Mit dem Blatt wird es an das fertige Gewebe angeschlagen.
09:31Wer keine strickende Oma besitzt, kann sich in Litzeldorf ein paar handgefertigte Socken aussuchen.
09:36Musik
09:37Kunstvolle Wadelsstrümpfe zur Lederhose, auch das ist kein Problem.
09:50Musik
09:50So findet hier jeder das Seine.
09:57Und in jedem Fall ein Original.
09:59Musik
09:59Ende des 19. Jahrhunderts gab es Ärger in Litzeldorf.
10:11Ein Konsortium kaufte die Steinmühle und wollte dort eine Zementfabrik bauen.
10:16Der Protest der Bauern gegen die Dreckschleuder half wenig, die Regierung genehmigte den Plan.
10:21Da brach auf ungeklärte Weise in der neuen Fabrik ein Brand aus.
10:27Seither stehen ein hoher Schlot und ein paar Ruinen im Bergwald.
10:34Musik
10:34An Wasser zum Löschen hat es damals nicht gefehlt, wohl aber am Eifer.
10:44Wie der Jenbach entspringen viele Wildbäche im Wendelsteingebiet und streben der Mangfall und dem Inn zu.
10:49Musik
10:51Dazwischen liegen saftige Wiesen, auf denen diese glücklichen Ochsen beiden.
11:05Musik
11:05Johann Höss kennt jeden Einzelnen von ihnen beim Namen.
11:13Aber folgen tun sie, naja, wie eben Rindficher und Sturschädel so sind.
11:18Musik
11:18Landwirtschaft nennt der Wirt doppelsinnig seinen Gasthof.
11:28Musik
11:28In Wirklichkeit ist er ein komfortables Hotel, in dessen Stube nicht nur die Witzeldofer Trachtler gern einkehren.
11:39Musik
11:40Der Chef kocht selbst und weiß, wo sein Fleisch herkommt, die Ochsenhaxe und der Tafelspitz.
11:51Musik
11:52Im großen Topf garen die beiden zwei Stunden, zusammen mit Wurzelgemüse, Lorbeer, Pfeffer und Wacholderbeeren.
12:01Musik
12:02Dazu gibt es eine gepökelte Rinderschulter, auch ein feines Stück Fleisch.
12:14Musik
12:14Zwischendurch übermannen den Wirt die Tränen.
12:24Das hat man nun vom Ehrgeiz, dass nichts aus dem Glas oder der Dose kommt.
12:29Doch ein geriebener Apfel stimmt dem Meerrettich mit.
12:32Musik
12:33Jetzt zeigt sich, welch mächtiger Knochen in einer Ochsenhaxe steckt.
12:46Höss gabelt auch den Tafelspitz heraus.
12:48Musik
12:48Zum Anbeißen ist das Pökelfleisch, das der Wirt aus dem Wasser holt.
13:05Musik
13:07Aber es gibt nur eine dünne Scheibe davon.
13:13Musik
13:15Schließlich soll ja Platz bleiben für die anderen schmackhaften Seiten eines Ochsen.
13:22Musik
13:23Ein Schöpflöffel Suppengemüse noch dazu.
13:39Auf dem Salatblatt dufte der frisch gerietene Apfelcreme
13:42und mit ein paar Schnittlauchröllchen verlässt dieser Ochsenteller die Küche des Landwirts.
13:47Musik
13:48Viel Holz wurde früher beim Bau oberbayerischer Häuser verwendet.
13:56Gemauert war meist nur das Parterre.
13:59Wer dieses behagliche Flair der guten alten Zeit sucht,
14:03ist beim Impler Martin in Au bei Aibling am rechten Fleck.
14:06Musik
14:06Nicht nur hölzene Dachrinnen und Säulen drechselt der Schweiner,
14:14auch für Mühlräder ist der Spezialist.
14:16Die drehen sich heute wieder häufiger vor einst stillgelegten Mühlen.
14:20Sie sind nicht nur eine Zier,
14:22sondern leisten auch einen umweltfreundlichen Beitrag zur Energiegewinnung.
14:25Musik
14:26Aus Lärchenholz fertigt Impler seine Räder.
14:40In das Bogensegment werden die Schaufelbretter eingesetzt.
14:43Musik
14:43Das passt auf den Millimeter genau,
14:51wenn die Feder in die Nut springt und verdübelt wird.
14:53Musik
14:54Jetzt wächst auch der innere Ring des Mühlrads.
15:04Musik
15:04Ein zweiter Bogen wird aufgelegt.
15:10Musik
15:11Stück für Stück vollendet Impler sein Meisterwerk.
15:21Musik
15:22So ein Tüftler kann natürlich auch in seiner Freizeit nicht Däumchen drehen.
15:32Man kann da mal schnell reinschauen.
15:35Das ist der Spielkamm.
15:37Da unten sind die Glocken.
15:39Da sind die Register.
15:42Und die Platten.
15:44Da hinten die Noppen bewegt, die sich in der Spielkamm.
15:51Nehmen wir mal ihn hin.
15:54Und so.
16:01Um durchgestanzten Blechnoppen, die haben auch ausgerichtet werden müssen, dass das wieder geht.
16:08Und jetzt probieren wir es einmal.
16:14Aufziehen, zuerst einmal.
16:16Musik
16:16Wo der Wildbach rauscht und das Mühldrahm ist, sind die Glocken.
16:24Musik
16:25Wo der Wildbach rauscht und das Mühldraht sich dreht, da gibt es auch noch Pferdestärken ohne Schadstoffausstoß.
16:55Der Krichbaumer Michi zockelt mit seinen Rössern dem Aumannwirt zu.
17:10Hinten in der Kutsche freuen sich Gitte und Hans Singer schon auf einen Schweinsbraten und eine halbe Bier.
17:18Jeder kennt und grüßt sich hier in der Gegend. Die Einkehr beim Wirt ist wieder Besuch bei Freunden.
17:25In der Küche gibt Annerl Millauer ihr Bestes für ihren sagenhaften Bierkutscherbraten.
17:37Ein ganzes Wammerl wird mit gewürfelter Schweineschulter, Hackfleisch und Kalbsbrät gefüllt, gut verschnürt und zweieinhalb Stunden knusprig gebraten.
17:46Eine ordentliche Scheibe davon legt uns die Wirtin auf den Teller.
18:03Dazu ein Prachtexemplar von Semmelknödel.
18:19Ein Löffel Soße wird übers Fleisch geschöpft. Als Garnitur gibt es selbst eingelegtes Sauergemüse.
18:31In der Stube stimmen die Jabbachtoy-Sänger schon einmal einen Freudengesang.
18:40Der Jager auf die Scheib bis auf die Röpfste schreit.
18:46Und wenn's knechte Uwitz sind, da sollst voll Wien der Heu.
18:52Dies ist nicht schön, na gern in jedem Ort doll.
18:59Und wenn's knechte Uwitz sind, da sollst voll Wien der Heu.
19:04Wie süß sind's scheen, na gern in jedem Ort doll.
19:1693 Jahre ist der Seiderer Richard. Und pumperzund schlägt er die Zitter.
19:22Zur Lederhose des bayerischen Trachtlers gehört ein feststehendes Messer.
19:30Nicht zur Selbstverteidigung, sondern als Werkzeug und Essbesteck.
19:34Einen Hirschhorn-Griff hat diese Manneszieher, eine Silberkappe und eine lederne Scheide.
19:40Wer etwas Besonderes sucht, geht zum Schmiedemeister Peter Perger in Dettendorf.
19:46Er beherrscht noch die alte Kunst der Damascener.
19:50Härterer und damit schnithaltiger Stahl wird in mehreren Lagen mit weicherem Eisen verschmiedet.
19:57Es gibt eine Klinge, die gleichzeitig scharf und flexibel ist.
20:04Nach dem Schmieden fräst Berger Rillen für die Griffschalen.
20:07So ein Messer wird vom Vater an den Sohn weitergegeben und überdauert mehrere Generationen.
20:14Nach dem Schleifen zeigt der Damascener Stahl seine bestechende Schönheit.
20:31Wie Wellen schimmern die verschiedenen Eisen der Klinge.
20:40Ein Zurgröster, der Kölner Maler Wilhelm Leibel, besaß auch so eine Lederhose samt Jagdbesteck.
20:56In diesem Bauernhaus im Fallenbacher Ortsteil Kutterling wohnte er.
21:00Im Heimatmuseum von Bad Aibling kann man noch die original erhaltene Stube besichtigen.
21:10Die Stafflei des Meisters, den Krug mit den Pinseln und die Terpentinflasche.
21:15In der Berblinger Dorfkirche entstand sein berühmtestes Bild.
21:31Drei Frauen, die verschiedene Lebensalter verkörpern.
21:35Feilenbach war Leibels letzte Lebensstation. Er starb 1900 mit 56 Jahren.
21:42Einen bayerischen Gasthof der etwas anderen Art führt Sebastian Schmidmeier in Schwabering nahe dem Simsee.
21:53Der Wirt liebt Italien und die Kunst. Und das zeigt er auch gern.
21:58Legendär ist sein Gemüsesaltimbocca. Dünne Scheiben von Karotten, Zucchini und Paprika brät der Meister in Olivenöl bissfest an.
22:09Dann wird das Gemüse mit einem Salbeiblatt in rohen Schinkenspeck gehüllt und wandert noch einmal in die Pfanne.
22:16Diese südländische Variation passt gut zum Lammhackserl, das der Patrone mit Rosmarin, Thymian, Knoblauch und Senf mariniert und dann im Ofen schmurt.
22:44Auf dem Designerteller bildet das Lamm einen verführerischen Gipfel, um den sich das farbenfrohe Gemüse mit angerösteten Kartoffeln schart.
22:56Die reduzierte und mit Butter aufgeschlagene Soße überglänzt die Haxe.
23:13Ein paar Helmchen Bio-Heu gibt's noch als Dekoration.
23:17Dann darf dieses fantasievolle Gericht hinaus zu den Gästen in die geschmackvoll eingerichtete Stube.
23:31Schmiedmeier schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe.
23:35Er lockt auswärtige Kundschaft an und erhält damit den Schwaberingern die Dorfwirtschaft.
23:41Im Jahr 1884 wurde der Stecherhof der Familie Liebl in Eitzing gebaut.
23:47Seit dieser Zeit wird hier auf die herkömmliche Weise Brot gepacken.
23:51Den Teig hat Petra Liebl mit Natursauer angesetzt.
23:54Nach dem Rucken, dem Aufgehen, bestreut die Bäuerin die Leibe mit Kümmel und Fenchelsamen.
24:00Mit verquirltem Ei wird die Oberfläche eingestrichen.
24:03Zwei Ritze mit dem Messer sorgen dafür, dass die Brote schön aufgehen.
24:18In ein paar kleinere Weckerl drückt Petra Liebl Sonnenblumenkerne.
24:33Mit Reisig und langen Fichtenholzscheiten wurde dem Steinofen schon kräftig eingeheizt.
24:40Letzte Glutstückchen und die Asche kehrt die Bäuerin mit einem nassen Dachsengisch heraus.
24:47Eine Handvoll Mehl zeigt, ob die Hitze stimmt, färbt es sich dunkel, muss das Brot noch etwas warten.
25:00Passt schon.
25:01Während die heißen Ziegel ihr Werk verrichten, verkürzen uns die Liebeltöchter Magdalena, Anna und Teresa die Wartezeit mit einer zünftigen Musi.
25:17Seit vier Jahren spielen und singen die Dirndl vom Steckerhof zusammen.
25:24Rund um den Siemsee schätzt man das musikalische Dreimädelhaus.
25:28Rund um den Siemsee schätzt man das.
25:49Gut Scherenshaus.
25:51Petra Liebl packt ihre Brote in die Körbe und auf den Leiterwagen, um auf dem Bayerbacher Bauernmarkt zu verkaufen.
25:58Aber vorher schneidet sie uns ein frisches Scherzel ab.
26:02Morgens um halb sechs fährt Thomas Sandbichler von Bayerbach hinaus zu seinen Netzen.
26:12Er ist einer der sieben Fischer, die den idyllisch gelegenen Simsee im Nebenerwerb bewirtschaften.
26:17Wie auf vielen bayerischen Gewässern ist auch am Simsee die Ränke zum Brotfisch geworden.
26:32Doch manchmal geht Sandbichler auch etwas selteneres wie die prächtige Schleie ins Netz.
26:42Zuhause wird der Fang gesäubert.
26:45Mit frischer Ware beliefern die Simsee Fischer Stammkunden vor allem die heimische Gastronomie.
26:59Der Großteil wird wie diese Ränken gleich anschließend heiß geräuchert.
27:03Beim Bauernmarkt in Bayerbach finden sich wie für die Brote der Familie Liebl auch für Sandbichlers Ränken schnell begeisterte Käufer.
27:11So malerisch wie der Simsee sind die Strandbäder an seinen Ufern.
27:27Das nur 20 Meter tiefe Wasser erwärmt sich im Frühsommer schnell.
27:32Über die Schilffelder und die Seerosenteppiche sieht man zu den Rosenheimer Hausbergen, Kampenwand, Hochries und Heuberg.
27:39Am letzten Juliwochenende wird auf den Wiesen des Bayerbacher Freibads das große Seefest gefeiert.
27:45Hier gibt's keine Makrelen als Steckerlfische, sondern fangfrische Ränken zum süffigen Bier.
27:51Die Jungtrachtler zeigen, was sie können. Wie sie's gehört, gehen die Burschen vor den Madeln in die Knie.
28:01Das zauberhaft altmodische Simseefest versetzt uns zurück in die königlich bayerischen Zeiten.
28:16Damals lebte man nicht so hektisch und kannte keinen Event. Dafür feierte man umso fröhlicher.
28:23Untertitelung des ZDF für funk, 2017
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