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00:00Seit jeher haben die Menschen zu den Sternen geschaut.
00:07Seit jeher hat uns das Universum fasziniert und Fragen aufgeworfen.
00:14Was ist noch da draußen? Wie ist das alles entstanden? Wo kommen wir her?
00:21Die Menschheit ist fasziniert von diesen Fragen und der Suche nach den Antworten.
00:30Und sie ist fasziniert von der Idee, zu unserem Nachbarplaneten zu reisen.
00:35Zum Mars.
00:37Der rote Planet übt eine fast magische Anziehungskraft auf uns Menschen aus.
00:43Gab es dort Leben?
00:45Können wir dort leben?
00:48Herzlich willkommen bei Space Time mit Ulrich Walter, Astronaut und Wissenschaftler.
00:54Er weiß, im Weltraum wartet Unglaubliches auf uns.
01:052. August 2048.
01:09Ein Raumschiff von der Erde hat den Mars erreicht.
01:12Die Besatzung landet auf dem roten Planeten.
01:14Ein großer Schritt für die Menschheit.
01:2279 Jahre nach der ersten Mondlandung betritt ein Mensch erstmals einen fremden Planeten.
01:28Ein fiktives Szenario.
01:31Doch der Mensch auf dem Mars wird Wirklichkeit werden.
01:35Den 2. August 2048, den sollte man sich ganz dick im Kalender anstreichen.
01:42Warum?
01:43Nun, das wird voraussichtlich der Tag sein, an dem der erste Mensch seinen Fuß auf den Mars setzen wird.
01:49Warum so spät, wird man sich fragen?
01:52Nun, da gibt es noch viele Hürden zu überwinden.
01:55Doch diese Hürden können überwunden werden.
01:58Und dann werden Menschen zu unserem Nachbarplaneten fliegen.
02:01Der Mars hat die Menschheit schon seit eh und je fasziniert.
02:13Das begann letztes Jahrhundert, als ein gewisser Schiaparelli mit einem Fernrohr auf dem Mars schaute
02:18und glaubte, dass es da oben Marskanäle gibt, von Menschen erbaut.
02:21Nein, kleinen grünen Marsmännchen, so glaubte man.
02:24Und dann gab es einen neuen Roman von H.G. Wells, Krieg der Welten, wo diese Marsianer auf die Erde kamen.
02:30Also sehen, die Fantasie blühte Anfang des letzten Jahrhunderts.
02:37Seit seiner Entdeckung hat der Mars die Fantasie der Menschheit angeregt.
02:41Die Eroberung des roten Planeten durch die Erdenbürger.
02:45Im unausweichlichen Kampf gegen die Marsmenschen.
02:48Auch die Ankunft der Marsbewohner auf der Erde, niemals friedlich und meistens grün,
02:59erlebten Millionen Kinozuschauer über die Jahrzehnte hinweg.
03:02Menschen auf dem Mars als Eroberer oder wie beim Hollywood-Blockbuster der Marsianer
03:16als friedliche Forscher im Kampf gegen die Lebensfeindlichkeit des Nachbarplaneten.
03:22In Romanen und im Film ein immer wiederkehrendes Thema.
03:24Wie es auf dem Mars aussieht, wissen wir seit den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts.
03:34Sonden besuchten den roten Planeten dutzendweise.
03:38Sie sendeten Fotos und Daten zurück zur Erde.
03:41Berichteten von Stürmen und von öden Wüstenlandschaften.
03:45Am Ende blieben mehr Fragen als Antworten.
03:48Vor allem, gab es Leben auf unserem Nachbarplaneten?
03:54Die Rätsel endgültig lösen wird erst eine bemannte Mission zum Mars.
04:05Wissenschaftler und Ingenieure, die vor Ort den roten Planeten erforschen.
04:10Ich bin mir sicher, dass es bemannte Missionen zum Mars geben wird.
04:15Ich weiß nur nicht wann.
04:16Das müssen wir Menschen entscheiden.
04:18Wir haben bald die nötige Technologie.
04:21Dann müssen wir entscheiden, ob es für uns wichtig ist.
04:23Ich glaube, dass es viele Gründe für solch eine Mission gibt.
04:27Entscheiden müssen wir aber gemeinsam.
04:30Und wenn die Entscheidung für eine Reise gefallen ist, dann sind wir praktisch schon unterwegs.
04:37Bereits Ende der 60er Jahre dachte die NASA über bemannte Flüge zum Mars nach.
04:42Bis heute werden unbemannte Missionen zum Nachbarplaneten gestartet.
04:45Die erste Landung einer Sonde gelang 1971 den Russen.
04:551975 zogen die Amerikaner nach und setzten Viking 1 erfolgreich auf die Marsoberfläche.
05:02Die 1-Million-Dollar-Frage ist, hatte der Mars früher sogar alle Umweltbedingungen, die die Entstehung von Leben ermöglicht haben?
05:13Hat es dort eine zweite Genesis gegeben?
05:15Die Suche nach Leben auf dem Mars bedeutet vor allem eins.
05:19Die Suche nach Wasser.
05:20Die ersten Bilder von Viking und Mariner waren ehrlich gesagt ziemlich enttäuschend.
05:25Das sah aus wie auf dem Mond, alles öd und leer.
05:28Aber wir wissen, früher gab es auf dem Mars Riesen-Ozeane.
05:32Also irgendwo muss das Wasser doch sein.
05:35Es kann nur unter der Marsoberfläche sein.
05:37Und damit begann der Run auf dem Mars.
05:39Im Juli 1997 landete Pathfinder auf dem Mars.
05:45Mitgebracht hatte die US-Sonde den Roboter Sojourner.
05:49Es war der erste Rover, der die Marsoberfläche erkundete.
05:55Mit dem Aufsetzen immer neuer Roboter wird nicht nur der Planet selbst erforscht.
06:01Eine Landung auf dem Mars ist eine gewaltige Herausforderung.
06:04Die Atmosphäre ist so dünn, dass einfache Fallschirme versagen würden.
06:09Die Ingenieure entwickeln mit den Roboter-Missionen also auch Techniken für eine zukünftige Landung von Menschen.
06:19Die Frage bleibt, warum?
06:23Warum wollen eigentlich alle zum Mars?
06:26Nun, die Sache ist ganz einfach.
06:27Schauen wir uns doch mal die Planeten an, die wir bei uns im Sonnensystem haben.
06:31Da gibt es zum Beispiel diese Riesengiganten, die sogenannten Gasgiganten.
06:35Sie haben noch nicht mal ne feste Oberfläche, weil sie nur aus Gas bestehen.
06:40Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun, alles Gas.
06:45Interessiert uns das?
06:47Dann gibt es noch die paar anderen, die vier anderen, die sogenannten terrestrischen Planeten,
06:52weil sie so ähnlich sind wie die Erde, nämlich eine feste Oberfläche haben.
06:55Aber, da ist der Merkur, ganz innen gelegen, bis zu 430 Grad Celsius.
07:04Venus, ein bisschen weiter weg, hat aber eine sehr dichte CO2-Atmosphäre und hat daher bis zu 500 Grad Celsius.
07:12Interessiert uns das?
07:14Nicht wirklich.
07:15Erde, sehr schön, kennen wir aber.
07:19Und jetzt kommt es.
07:20Dieser Planet, der am dichtesten zur Erde steht und daher auch sehr schön erreichbar ist,
07:25liegt noch innerhalb der sogenannten habitablen Zone.
07:28Das ist der Bereich, in dem die Temperaturen genau richtig sind.
07:32Er hat heute allerdings so ungefähr minus 50 Grad Celsius.
07:36Ist also ein bisschen zu kalt.
07:37Aber wir wissen, dass vor vielen Millionen und Milliarden Jahren er fast so aussah wie die Erde.
07:43Er also Ozeane hatte.
07:45Die Frage lautet also, hatte er damals vielleicht auch primitives Leben?
07:50Das ist der Grund, warum wir da hinwollen.
07:53Die Bedingungen auf dem Planeten sind mittlerweile so gut erforscht, dass eine bemannte Mission planbar ist.
08:01Die Sonden und Roboter sind die Kundschafter zukünftiger Entdecker.
08:07Man hat ja durch die verschiedenen robotischen Missionen schon ein sehr gutes Bild vom Mars in den verschiedenen Regionen.
08:13Die Kartografien sind weit vorangeschritten.
08:17Wir wissen, wie häufig mehr oder weniger Sandstürme auftreten.
08:21Wir wissen die Dichtigkeit, wir wissen die Temperaturen.
08:24All das spielt natürlich fürs Überleben eine ganz entscheidende Rolle, dass wir erstmal diese Daten haben.
08:29Dass es auf dem Mars Wasser gegeben hat, gilt mittlerweile als sicher.
08:33Auch das Gas Methan wurde nachgewiesen.
08:35Ein Hinweis auf Leben?
08:38Wir wissen, dass es Wasser auf dem Mars gibt, in gefrorener Form.
08:42Wir wissen noch nichts darüber zum Beispiel, was sich unter der Oberfläche des Mars befindet.
08:47Das sind Fragen, die uns jetzt tatsächlich stärker noch interessieren.
08:50Und wir wissen noch nicht, wie die Zusammensetzung der Atmosphäre im Detail ist.
08:54Ob es dort noch Spuren gibt von Leben oder von dem, was Leben in der Atmosphäre bewirkt.
08:59Eis wurde bereits gefunden.
09:04Weitere Antworten soll ExoMars liefern.
09:06Ein russisch-europäisches Gemeinschaftsprojekt.
09:10Im März 2016 startete die Mission.
09:13Ihr Ziel?
09:14Die Suche nach Leben auf dem Mars.
09:16Ich denke, was wir im nächsten Jahrzehnt erleben werden, sind erstens mal weitere Missionen, robotische Missionen zum Mars.
09:25Die ESA hat ja eine Mission auf den Weg gebracht.
09:28Die wird an unserem Nachbarplaneten ankommen.
09:31Dann wird sich ein Landemodul abtrennen, wird in die Marsatmosphäre eintreten.
09:37Dabei wichtige Daten über die Marsatmosphäre sammeln.
09:41Und der Orbiter wird dann in den nächsten Jahren um den Mars kreisen, wird die Marsatmosphäre sehr genau nach Spurengasen untersuchen.
09:51Zweieinhalb Milliarden Euro kostet dieser Ausflug zum Nachbarplaneten, der auf mehrere Missionen verteilt ist.
09:57Die Hauptzielsetzung ist zu verstehen, wie fliegen wir eigentlich durch die Marsatmosphäre durch.
10:03Da sind Temperatursensoren auf dem Satelliten.
10:06Wir haben einen Beschleunigungssensor, der die Abbremsung misst.
10:09Und wir haben eine kleine Kamera, die ein paar Bilder macht.
10:12Im zweiten Missionsabschnitt von ExoMars soll dann ein Roboter auf der Oberfläche landen und vor allem nach biologischem Material Ausschau halten.
10:23Mit der zweiten Mission, die dann 2020 folgt, wollen wir in die Oberfläche hineinbohren,
10:28um zu sehen, ob unter der Oberfläche irgendetwas, so etwas wie Leben existiert oder existierte.
10:35Wie hat sich der Mars in den letzten Millionen Jahren verändert?
10:39Warum wurde aus einem Planeten voller Ozeane eine lebensfeindliche Wüste?
10:45Fragen, die die Wissenschaft noch immer beschäftigen.
10:48Und was haben wir von diesen zahllosen robotischen Mars-Missionen bis heute?
10:53Nun, wir kennen jeden Quadratzentimeter des Mars genau.
10:57Wir haben ganz genau kartografiert.
11:00Wir kennen ganz genau die chemische Zusammensetzung, nicht nur seiner Oberfläche,
11:03sondern auch der Atmosphäre.
11:05Es ist meistens nur CO2.
11:07Aber eins wissen wir nicht.
11:09Und zwar die wichtigste Antwort auf die Frage, gab und gibt es Leben auf dem Mars?
11:15Und zwar in primitivster Form.
11:17Das kann kein Roboter.
11:19Wir brauchen einen erfahrenen Biologen, der durch ein Mikroskop schaut und sagt,
11:24das ist es.
11:25Das habe ich noch nie gesehen.
11:26Das ist außerirdisches Leben.
11:28Und deswegen müssen wir bemannt zum Mars.
11:32Die Frage lautet nicht mehr, ob und warum der Mensch zum Mars fliegt.
11:36Die Frage lautet, wann?
11:39Immer war es die Neugierde, die den Menschen getrieben hat.
11:42Und deshalb wird der Mensch auch zum Mars und darüber hinaus gehen.
11:45Ganz klar.
11:45Eine bemannte Mission zum Mars.
11:49Das größte Abenteuer der Menschheit seit der Mondlandung.
11:53Wenn es machbar ist, sollte man es tun.
11:55Dann muss nicht unbedingt der Grund dahinter sein, wir finden da etwas und bringen da was ganz Tolles zurück.
12:01Und das zahlt sich aus in einem Gewinn.
12:03Der Gewinn wird sein, wir können das.
12:06Die Entdecker des 21. Jahrhunderts reisen durch das Sonnensystem und setzen ihren Fuß auf einen fremden Planeten.
12:18Der wissenschaftliche Nutzen einer solchen Mission wäre riesig,
12:21denn man kann da natürlich immer alle möglichen Roboter auf den Mars schicken und dann da alles untersuchen lassen.
12:27Das ist alles möglich.
12:29Fakt ist aber, der Mensch ist noch tausendmal besser als jeder Roboter.
12:32Ich würde nicht mehr sagen, ob wir Roboter oder Menschen zum Mars schicken möchten,
12:40sondern wir sollten Roboter und Menschen zum Mars schicken.
12:43Denn eines ist klar, Roboter können sehr gut, sehr repetitive Aufgaben,
12:47also immer wiederkehrende, langweilige oder gefährliche Aufgaben machen.
12:51Aber wenn es wirklich um das Thema Exploration geht,
12:53diese Kreativität eines Forscherverstandes zu emulieren,
12:57dann sind Menschen deutlich überlegen.
12:59Doch bevor der Mensch sich auf dem Mars häuslich einrichtet, müssen noch einige Probleme gelöst werden.
13:06Natürlich kennen wir all die technischen Grundlagen, die uns zum Mars bringen, uns dort überleben lassen.
13:13Aber es gibt so viele technische Details, die wir noch lösen müssen.
13:17Zum Beispiel, wir wollen auf dem Mars landen.
13:19Natürlich machen wir das mit Raketen.
13:21Aber die Frage lautet, wie konkret sieht die Landestufe aus?
13:25Haben wir noch nie gebaut.
13:26Und wenn wir dort jahrelang leben, wie sieht eigentlich ein Lebensunterhaltungssystem aus,
13:33das uns wirklich über Jahre am Leben erhält?
13:36Wissen wir nicht.
13:37Und wie kriegen wir den Treibstoff, der uns wieder zur Erde zurückbringen soll?
13:41Wissen wir auch noch nicht.
13:43Müssen wir alles noch bauen.
13:44Und da gibt es auch ein paar Leute, die sagen, das interessiert uns alles nicht.
13:49Egal wie und was, wir fliegen jetzt einfach mal hin.
13:52Egal was rauskommt.
13:53Es war ein Start-up-Unternehmen aus Holland, das 2012 die internationale Raumfahrtgemeinde in Aufruhr gebracht hatte.
14:01Das Projekt heißt Mars One.
14:04Und nichts anderes als die Kolonialisierung des Mars wird versprochen.
14:08Der moderne Pionier von der Erde besiedelt seine Nachbarplaneten.
14:11Rückkehr unmöglich.
14:14Unser Plan ist eine permanente Ansiedlung von Menschen auf dem Mars.
14:19Anstatt zu versuchen, sie wieder zurückzubringen, was praktisch unmöglich ist,
14:22schicken wir alle zwei Jahre eine zusätzliche Besatzung dorthin.
14:27Ein One-Way-Ticket in die Zukunft.
14:30Leben und Sterben auf dem Mars.
14:32Wenn die NASA Menschen zum Mars schickt, dann kann sie sie dort nicht zurücklassen.
14:42Denn ein Staat muss die Bürger, die er dorthin geschickt hat, auch wieder nach Hause holen.
14:47Deswegen könnte die NASA nie so planen wie wir.
14:54Weltweit haben sich Hunderttausende für das Mars One-Projekt beworben.
14:58Im vollen Bewusstsein, nie wieder zurückzukehren.
15:00Auch der Student Robert Schröder aus Darmstadt.
15:06Ich möchte halt da oben was erreichen in einem Team.
15:09Also ich möchte die Menschen voranbringen, Technologien voranbringen und einfach auch den Mars erforschen.
15:17Und zu schauen, gibt es Leben auf dem Mars oder nicht.
15:21Jung, gesund, ungebunden und ein Studium als Informatiker.
15:24Beste Voraussetzungen für einen zukünftigen Mars-Siedler.
15:29Robert Schröder gehört zu den letzten 100 Bewerbern, die noch im Rennen sind.
15:34Ich denke, der Moment wird schon kommen, wenn ich wirklich in die Rakete steigen würde.
15:39Dass ich dann sehr viel vermissen werde.
15:42Aber das ist schon den Weg, den ich gerne gehen möchte.
15:44Leben auf dem Mars, das heißt, eingeschlossen in einem Container.
15:50Ohne Raumanzug kann man nicht vor die Tür gehen.
15:52Man stirbt, sofort.
15:54Kein Wald, kein See, kein neues Buch.
15:58Es wäre ein Leben um des Überlebens willen.
16:00Wir sind uns darüber völlig im Klaren, dass es hier um eine permanente Besiedelung geht.
16:06Um eine Reise ohne Wiederkehr.
16:09Und so müssen unsere Crews diese Entscheidung für sich treffen.
16:12Ist das etwas, was ich wirklich will oder lieber nicht?
16:15Wenn sie nicht restlos überzeugt sind, sollten sie nicht gehen.
16:18Und sie können jederzeit aussteigen.
16:21Bis kurz vor dem Start haben sie dazu die Möglichkeit.
16:23Ich wäre nicht überrascht, wenn das erste Team die Rakete hochsteigt
16:27und einer von ihnen sagt, sorry, das ist doch nichts für mich.
16:32Und noch ist völlig unklar, wie sich die neuen Marsbewohner ernähren sollen.
16:37Mars One denkt an Gewächshäuser in den Wohncontainern.
16:40Es laufen Versuche, ob und wie Pflanzen auf dem Mars gedeihen könnten.
16:44Von ihnen würde das Leben der Siedler abhängen.
16:47Ein veganes Leben.
16:49Und sollte die Ernte ausfallen, die Pflanzen eingehen,
16:53wäre es das Ende.
16:55Die Siedler würden verhungern.
16:58An der niederländischen Wageningen Universität
17:01erforscht ein Biologe die Möglichkeiten zum Anbau von Pflanzen auf dem Mars.
17:10Marsatmosphäre ist ganz anders.
17:12Es gibt ja fast keine Atmosphäre auf dem Mars.
17:14Und es ist sehr kalt dort drüben.
17:18Normalerweise 60, 80 Grad unter Null.
17:21Also da kann man draußen nicht züchten.
17:24Das ist unmöglich.
17:26Was wir machen werden, ist, dass wir unter den Boden gehen
17:31und da werden wir ein Haus machen
17:33und da drinnen werden wir die Gemüse züchten.
17:37Aber was wir nützen, ist die Grund und das Wasser.
17:40Es gibt ja Wasser, Eis.
17:43Das werden wir nützen, um Pflanzen zu wachsen.
17:46Krässe, Radieschen, Roggen.
17:50Die ersten Versuche sind vielversprechend.
17:53Sogar Tomaten wachsen auf dem simulierten Marsboden.
17:57Hier haben wir die Karotten.
17:59Und es ist unglaublich, wie das wächst.
18:01Das hatten wir nie gedacht.
18:03Es sieht ja sehr gut aus.
18:05Und wir erwarten auch viel Ernte hiervon.
18:09Hier haben wir die auf dem Marsboden.
18:10Also die kann man ja schon essen.
18:14Nur der Spinat will noch nicht so richtig.
18:16Die Zusammensetzung des künstlichen Marsbodens
18:19hat die NASA zur Verfügung gestellt.
18:22Es gibt auch Schwermetalle im Boden.
18:25Und da müssen wir sicher sein,
18:26dass das nicht in die Kartoffeln oder in die Gräste kommt.
18:29Dass wir sicher sind, dass wir nicht krank werden davon.
18:32Die Mars-Mahlzeit bestünde aus Gemüse und Getreide.
18:36Kräuter könnten angebaut werden.
18:38Und vielleicht auch Obst.
18:41Obst haben wir jetzt noch nicht.
18:43Wir werden Erdbeeren nächstes Jahr versuchen.
18:46Weil Erdbeeren sind auch sehr gut zum Essen.
18:52Weil es gibt da auch viel Strahlung auf dem Mars.
18:56Und man schützt sich davor.
18:58Aber wenn man Erdbeeren esst, das hilft.
19:01Und darum werden wir nächstes Jahr auch Erdbeeren haben.
19:06Das Finanzierungskonzept von Mars One ist zeitgemäß.
19:10Das Geld sollen Reality-TV-Shows einspielen.
19:14Leben im Big Brother-Container auf dem Mars.
19:17Ich finde, es ist ethisch nicht verantwortbar,
19:19Leute zu einem Mars oder auch wohin auch immer zu schicken,
19:24ohne dass klar ist,
19:25wie die tatsächlich im Notfall zurückkommen sollten.
19:272026 will Mars One die ersten Siedler zum Mars fliegen.
19:34Ich halte das für nicht akzeptabel in unserer heutigen Gesellschaft.
19:38Weil der große Unterschied ist,
19:40die Menschen, die Pioniere, die nach Amerika oder woanders hingegangen sind,
19:44die haben gehofft, dass sie dort ein besseres Leben finden.
19:47Wenn wir zum Mars fliegen,
19:49dann wissen wir, dass wir dort in Büchsen leben müssen.
19:51Und dass wir keine Hilfe leisten können.
19:54Also ich halte das für nicht vertretbar.
19:56Aber Mars One hat das öffentliche Interesse an Mars-Missionen geweckt.
20:01Ich denke, jede große Reise unserer Generation,
20:03jedes großartige Projekt unserer Gesellschaft
20:05fängt mit genau diesem Gedankenspiel an, was wäre, wenn.
20:09Also Mars One mag vielleicht nicht erfolgreich sein.
20:12Und trotzdem wird es helfen, Menschen auf den Mars zu bringen.
20:14Wie im Film würden die Siedler vor ungeahnten Problemen stehen.
20:20Mit ihrer Minimalausrüstung wohl nicht zu bewältigen.
20:23Allerdings hätten sie nicht die Chance, zurückzukehren.
20:29Mal abgesehen von ethischem Problem.
20:32Kann Mars One funktionieren?
20:34Das hängt ein bisschen davon ab, was man unter funktionieren versteht.
20:38Ich persönlich meine, das Missionsrisiko,
20:41also die Wahrscheinlichkeit, dass ich dabei umkomme,
20:44darf nicht größer als 10% sein.
20:47So, unter diesem Aspekt schauen wir uns doch mal Mars One an.
20:50Die kommen also mit einer Rakete dahin und müssen landen.
20:53Aber die Technologie ist noch nicht ausgereift.
20:55Ich schätze mal, die Wahrscheinlichkeit,
20:57dass sie da wirklich landen und sauber runterkommen,
21:00besteht vielleicht zu 20%.
21:02Das ist nicht viel.
21:04Aber da gibt es ja noch ein zweites Problem.
21:05Schauen Sie, alle zwei Jahre soll ein Flug zum Mars stattfinden.
21:09Und mit jedem Flug kommt dann so ein Modul, ein Wohnmodul hin
21:12und wird an die Kolonie angedockt.
21:15Aber je größer jetzt von Jahr zu Jahr diese Kolonie wird,
21:19umso wahrscheinlicher wird es, dass da was kaputt geht.
21:21Aber die haben nicht mehr Reparaturwerkzeuge,
21:24sie haben nicht mehr Ersatzteile.
21:26Mit anderen Worten,
21:26irgendwann wird dieses Schneeballsystem zusammenbrechen.
21:30Meiner Meinung nach so nach 3, 4, 5, 6 Jahren.
21:33Dann ist es vorbei.
21:34Und dann wird auch Mars One spätestens vorbei sein.
21:38Ein Zurück ist im Konzept nicht vorgesehen.
21:41Solange es die Firma auf der Erde gibt,
21:43könnten noch Lieferungen nachkommen.
21:45Material, Nahrung, Medikamente.
21:48Bei einer Pleite, vielleicht durch schlechte Einschaltquoten,
21:51wäre das Projekt tot.
21:53Und kurz darauf wohl auch die Siedler.
21:56Mars One ist ein äußerst ambitioniertes Programm.
21:59Ich denke, ein sogar zu ambitioniertes Programm.
22:01Denn ich fürchte, die Kollegen, die das Projekt machen,
22:03haben noch nicht ganz die Größenordnung erfasst,
22:06die solche Mammutprojekte überhaupt erfordern.
22:08Ich wünsche denen alles Gute.
22:10Das ist eine mutige Sache.
22:11Aber ich fürchte, dass wir in absehbarer Zeit nichts sehen,
22:14wenn man es auch noch entfernt an das Szenario von Mars One erinnern würde,
22:17ganz abgesehen von logistischen und moralischen Fragen zum Beispiel.
22:21Dort hinzukommen und erst mal gar nichts zu haben.
22:25Und dann zu sagen, okay, dann beende ich dort halt mein Leben.
22:29Also das halte ich, ehrlich gesagt, für unethisch.
22:32Das kann auch nicht das Interesse von der Erkundung des Weltraums sein,
22:37dass man Leute da ihrem Schicksal dann überlässt.
22:40Wie wir also gesehen haben,
22:42hängt der Erfolg einer Mission an der Reife einer Technologie.
22:47Und das beschreiben die Ingenieure als Technology Redness Level,
22:51oder kurz abgekürzt TRL.
22:53Und da hat man eine Skala zwischen 1 und 9.
22:57Lassen Sie mich ein Beispiel geben.
22:59Wenn ich nur die Idee einer Technologie habe,
23:02dann beginnt man bei TRL 1.
23:04Wenn das Ding dann so langsam entwickelt wird
23:07und ich habe ein Labormuster,
23:09das mir zeigt, es kann funktionieren,
23:11dann bin ich bei TRL 6, bei der 6.
23:14Wenn ich dann wirklich ein Flugmodell gebaut habe
23:18und das ist im Weltraum
23:19und zeigt, dass es tatsächlich funktioniert,
23:22dann bin ich bei 8.
23:23Und die höchste Stufe ist 9.
23:25Da hat sich die Technologie über Jahre im Weltraum bewährt.
23:29Nehmen wir mal ein konkretes Beispiel.
23:31Ein selbstfahrendes Auto,
23:33so wie sie heute existieren.
23:34Nun, die fahren zwar schon auf den Straßen,
23:36aber haben sich noch nicht jahrelang bewährt.
23:38Da sind wir bei TRL 8.
23:41Wie sieht es zum Beispiel mit Lebenserhaltungssystemen
23:44bei einer Mars-Mission aus?
23:45Nun, es gibt dann noch nicht mal ein Labormuster.
23:48Da gibt es zunächst erstmal nur eine ausgereifte Idee.
23:51Da sind wir bei TRL 6.
23:53Also Sie sehen, das Leben der Astronauten
23:56hängt von diesem Reifegrad ab.
23:59Und da wir allein beim Lebenserhaltungssystem
24:01erst bei der 4 sind, heißt das,
24:03so eine Mission mit so einem Lebenserhaltungssystem
24:05könnte heute gar nicht funktionieren.
24:07Doch die Technologie für eine bemannte Reise zum Mars
24:10wird es in naher Zukunft geben.
24:13Eine Herausforderung wäre die Reise
24:15auch für die Expeditionsteilnehmer.
24:17Sie wären mindestens 2 Jahre unterwegs.
24:20Eingepfercht auf engstem Raum,
24:22bei dem wohl gefährlichsten Ausflug der Menschheitsgeschichte.
24:25Es müssen natürlich auch Leute sein,
24:28die schon einen sehr starken Willen haben.
24:30Denn es werden da einige Entbehrungen auf sie zukommen.
24:35Und man muss eben in der Lage sein,
24:38auch in solchen kritischen Phasen,
24:41bis man dort angekommen ist,
24:42mindestens 7 Monate.
24:44In diesen 7 Monaten wird man über lange Zeit
24:47nichts als die tiefe Schwärze des Weltraums sehen,
24:52dass man solche Phasen gut übersteht
24:55und in dieser Zeit auch nach wie vor gut als Crew funktioniert.
25:01Wenn man dann dort angekommen ist,
25:04wird man sicherlich mit Situationen umgehen müssen,
25:07die man sich vorher nicht hat vorstellen können.
25:11Vor allem die Schwerelosigkeit wird den Mars-Reisenden zu schaffen machen.
25:17Welche Auswirkungen sie bei Langzeitmissionen auf den Körper hat,
25:20wird auf der Internationalen Raumstation bereits erforscht.
25:25Lagerkoller ist ein weiteres Problem.
25:27Nach so 3, 4 Monaten kommt dann mal vor,
25:32dass jeder auch mal so einen Durchhänger hat.
25:37Macht sich meistens dadurch bemerkbar,
25:40dass dann einer so beim Frühstück das Essen in sich reinlöffelt
25:44und relativ wortkarg ist.
25:48Wenn man das gemerkt hat,
25:49dann hat man den eben ein bisschen angespornt,
25:54mal einen Scherz gemacht und mal auf die Schulter geklopft.
25:58Mit ihrem Programm Journey to Mars, Reise zum Mars,
26:03entwickelt die NASA nicht nur das Raumschiff
26:05und die dazugehörige Rakete.
26:07Sie muss auch eine Mars-Unterkunft komplett neu erschaffen.
26:11Die NASA testet hierzu verschiedene Prototypen
26:14und simuliert das Zusammenleben von Astronauten auf engstem Raum.
26:19Man hat da z.B. gemerkt,
26:23dass die interkulturelle und die Kommunikation in der Gruppe
26:27sehr, sehr stark abgenommen hat im Laufe der 30 Tage,
26:31die da einen Raumflug simuliert haben.
26:35Wenn man sich dann vorstellt,
26:36die sind ein ganzes Jahr unterwegs,
26:37dann würde das wahrscheinlich heißen,
26:39dass keiner mit jemandem spricht.
26:40Das ist keine gute Idee für so eine Langzeitmission.
26:44Erfolgreicher ist dagegen das aktuellste Langzeitprojekt
26:46zum Thema Reise zum Mars.
26:48Eine Lavalandschaft auf Hawaii bildete den Hintergrund
26:52für ein besonderes Experiment.
26:55Ein Jahr lang lebten drei Männer und drei Frauen
26:57in einer simulierten Marsstation zusammen.
27:00Unter Leitung der NASA und in Zusammenarbeit mit der Universität Hawaii
27:04erlebten die sechs Probanden ein Jahr lang Mars.
27:08Das Zusammenleben funktionierte.
27:10Der größte Feind war die Langeweile.
27:12Bei einer tatsächlichen Bedrohung durch echte Mars-Verhältnisse
27:16wird die aber vielleicht gar nicht auftreten.
27:24Auch zwischenmenschliche Kapitel sind natürlich eine Herausforderung.
27:27Wenn ich gemischte Gruß schicke,
27:29dann wird es sicher auch Ecken geben im Raumschiff,
27:31wo keine Kamera hinzeigen wird.
27:32Ich denke, das ist das Normale.
27:34Man sollte das auch nicht verhindern.
27:36Man sollte aber mit den Konsequenzen planen halt.
27:40Und ich möchte nicht eine Mission leiten möchten,
27:43wo dann sechs Leute zum Mars hinfliegen und sieben zurück wollen.
27:46Und so dient die Raumstation auch als Versuchslabor für Sozialkompetenz.
27:49Die NASA beobachtet sehr genau die Auswirkungen des WG-Lebens
27:53ohne Rückzugsmöglichkeit.
27:56Was man im Prinzip sucht, ist jemand, der sehr ausgeglichen den Dingen überschätzt,
28:02der interessanterweise in der Regel auch eine gute Portion Humor hat.
28:09Sicherlich aber auch die Fähigkeit, dass man im Team zusammenarbeitet
28:12und dass man nun extrem physisch vorher belastbar ist,
28:18das ist eigentlich so ein bisschen in den Hintergrund getreten.
28:26Keine Rakete kann Ausrüstung und Passagiere gleichzeitig zum Mars bringen.
28:31So wird eine Mission in mehreren Phasen ablaufen.
28:35Am Transporter arbeitet die NASA bereits, Orion heißt das Gefährt
28:38und soll erst Material und später Passagiere zum Mars bringen.
28:42Auch das US-Unternehmen SpaceX arbeitet an einem Raumschiff.
28:48Die Dragon hat Platz für sieben Passagiere
28:50und kann allein mithilfe ihrer Triebwerke landen.
28:54Eine spätere Version soll dann auch zum Mars fliegen können.
28:58Die Entwicklung des Raumschiffs und der Raketen läuft auf Hochtouren.
29:05Brauchen wir eigentlich den riesigen Aufwand, den die NASA und SpaceX da macht?
29:09Ja, wir brauchen ihn und sogar noch viel mehr.
29:13Denn jede dieser Raketen bringen nur 100 Tonnen in den erdnahen Umlauf.
29:18Wir brauchen aber 300 Tonnen.
29:21Wie schafft man das?
29:22Nun, wir müssen drei Schüsse mit solchen Raketen machen.
29:25Die Dinger müssen dann im Weltraum zusammengebaut werden.
29:28Das haben wir noch nie gemacht.
29:30Das ist eine neue Technologie.
29:31Und erst wenn das Ding zusammengebaut ist, dann kommt ein Checkout
29:35und dann der berühmte Trans-Mars-Injection-Burn.
29:38Also der Schuss zum Mars.
29:40Und erst dann kommen wir dorthin.
29:43So eine Reise zum Mars dauert ziemlich genau 200 Tage.
29:46Jetzt könnte man sagen, mein Gott, ist das langweilig.
29:49Nein, nein, da gibt es schon einige Probleme.
29:51Da ist zum Beispiel die räumliche Enge.
29:54Sechs Personen auf einer ganz kleinen Kapsel.
29:56Da schaut man sich seinen Kollegen schon mal ein bisschen genauer an.
29:59Und da kochen manchmal die Emotionen hoch.
30:01Das weiß die NASA.
30:03Um die zu glätten, nimmt die NASA gerne Frauen.
30:06Von denen weiß man, dann läuft alles fast wie geschmiert.
30:09Also ich möchte wetten, ein bis zwei Frauen werden mit dabei sein.
30:13Und da gibt es noch ein dickes Problem.
30:14Das ist die sogenannte kosmische Strahlung.
30:16Also aus allen Ecken prasseln harte Teilchen auf die Astronauten ein.
30:21Und zusätzlich gibt es diese Sonnenprotuberanzen.
30:24Das sind Flares, also Teilchen, die auf die Astronauten einstrahlen
30:27und die DNA zerschlagen.
30:30Davor müssen sich die Astronauten schützen.
30:32Man muss also Shelters bauen,
30:34also Räume, in denen die Astronauten davor geschützt werden.
30:38Das hat man aber bisher noch nie gebaut.
30:41Die Logistik einer Mars-Mission wäre enorm.
30:44Gerade durch die Dauer der Expedition.
30:46Man schickt nur die Menschen mit dem Nötigsten erstmal los.
30:53Die sind ja ziemlich lange unterwegs,
30:54mindestens sechs Monate sind sie unterwegs.
30:57Und alles, was sie auf dem Mars brauchen,
30:59das hat man schon vorher dahin geschickt.
31:02Für eine langfristige Versorgung der Mars-Entdecker
31:04wird an Projekten zur Nahrungserzeugung geforscht.
31:08So testen die Raumfahrtagenturen verschiedene Methoden
31:11zum Anbau von Pflanzen in der Schwerelosigkeit.
31:13Im August 2015 traf sich die Besatzung der ISS
31:19dann zu einem außergewöhnlichen Dinner.
31:22Erstmals konnte auf der Raumstation Salat geerntet werden.
31:25Man wird zumindest als Ergänzung zur klassischen Nahrung
31:32auch noch Dinge anbauen.
31:34Also ich denke zum Beispiel an der Kresse,
31:35ich denke zum Beispiel an Kartoffeln.
31:37Ich glaube nicht, dass das die vollständige Diät ausmachen wird,
31:40weil das Risiko zu hoch ist.
31:41Es braucht nur irgendein Pilzbefall sein,
31:43und Leute verhungern oben.
31:43Auch Blumen sind auf der Raumstation bereits gezüchtet worden.
31:48Sie erblühten ganz ohne natürliches Sonnenlicht.
31:51Für eine Mars-Mission aber höchstens als Mitbringsel geeignet,
31:55falls man doch noch Marsmenschen antrifft.
32:01Praktischer sind da 3D-Drucker.
32:03Auch sie werden auf der Raumstation getestet.
32:05Mit dem Verfahren könnten notwendige Ersatzteile hergestellt werden.
32:09Das Druckmaterial würde der Planet selbst liefern.
32:15Und so gilt der 3D-Druck als Schlüsseltechnologie
32:18für eine Mission zum Roten Planeten.
32:26Und die NASA hat noch mehr vor.
32:29Als Vorbereitung für eine zukünftige Mars-Mission
32:31möchte die US-Raumfahrtagentur eine unbemannte Sonde
32:35auf einem Asteroiden landen
32:36und dort einen Gesteinsbrocken einsammeln.
32:39Durchmesser etwa 6 Meter,
32:41Gewicht ca. 500 Tonnen.
32:44Der Stein soll dann von der Sonde
32:45in einen Mondorbit gebracht und dort geparkt werden.
32:53In einer zweiten Mission
32:55besuchen dann Astronauten den um den Mond kreisenden Brocken,
32:58um ihn vor Ort zu untersuchen.
33:00Ein Ziel ist auszuprobieren,
33:08ob sich im Weltraum Rohstoffe abbauen lassen.
33:11Diese könnte man für interplanetare Missionen nutzen.
33:16Vor allem aber erhofft sich die NASA einen Technologieschub,
33:21der eine Mars-Mission erst ermöglicht.
33:22Ein kleiner Asteroiden in die Nähe des Mondes zu bringen,
33:32um darauf zu landen und seine Ressourcen zu nutzen,
33:35das macht doch nicht viel Sinn, wenn wir den Mond selber haben.
33:38Besser wäre es doch, auf dem Mond zu landen,
33:40wie später auf dem Mars,
33:42und dann den Regolith zu benutzen,
33:44um zum Beispiel daraus Sauerstoff zu produzieren.
33:46Sauerstoff, den wir als Astronauten brauchen, um zu atmen.
33:49Genauso wie wir es später machen würden auf dem Mars.
33:52Also eine Fabrik auf dem Mond bauen,
33:54dort den Regolith benutzen, um daraus Sauerstoff herzustellen.
33:58Sauerstoff, den die Astronauten zum Atmen brauchen.
34:01Der Mond wäre der perfekte Ort, um für den Mars zu üben.
34:06Und genau das plant die russische Raumfahrtagentur Roskosmos
34:09in Zusammenarbeit mit der Europäischen Weltraumorganisation ESA.
34:13Gemeinsam will man auf dem Mond nach Wasser suchen.
34:16Der Mond ist hochgradig interessant,
34:20weil er als ein Sprungbrett ins Weltall dienen kann.
34:24Also wenn man sich überlegt,
34:26was in den nächsten paar Jahren dort möglich ist,
34:27man könnte dort zum Beispiel eine Mondbasis realisieren
34:29und dann auf dieser Mondbasis zum Beispiel Raketen betanken,
34:33die dann weiterfliegen zum Mars.
34:36Man muss auch einfach irgendwie sagen,
34:37dass der Mond so ein bisschen das Babyplanschbecken der Raumfahrt ist.
34:41Man kommt da relativ einfach hin.
34:42Und wenn irgendwas schiefläuft, kann man einfach eine Rakete wieder zurücknehmen
34:45und ist dann sofort wieder auf der Erde.
34:49Nach der Außerbetriebnahme der Internationalen Raumstation im Jahr 2024
34:54könnte der Mond als neuer wissenschaftlicher Außenposten der Menschheit im All dienen.
35:00Basis wären aufblasbare Druckkörper.
35:03Roboter würden diese dann mit Schichten aus Rigolit, Mondgestein, bedecken.
35:09Autonome 3D-Drucker stellen die notwendige Stützstruktur her.
35:13Die Deckschicht dient als Schutz vor Strahlung und dem Einschlag kleinster Meteoriten.
35:20Vom Mond könnte man in ein paar Tagen im Notfall jemanden zurückbekommen.
35:25Man könnte lernen, wie bestimmte Systeme zum Beispiel zum Bioregenerieren,
35:31zum Training etc. optimiert werden können.
35:34Und dann der Entspunkt zum Mars in den Wicke, das ist eine andere Kategorie.
35:37Eine komplette Mondbasis möchten die Wissenschaftler und Ingenieure erschaffen.
35:44Eine internationale Forschungsstation zur Entwicklung neuer Technologien
35:49und gleichzeitig ein Sprungbrett für die Reise zum Mars.
35:54Ein Gemeinschaftsprojekt zur weiteren Eroberung des Weltraums.
35:58Ich denke, es ist eher eine Frage, wollen die Nationen, will die Menschheit,
36:03es sind natürlich mehrere Nationen, die daran beteiligt sind, die Kosten aufnehmen, die so eine Mission kostet.
36:09Technisch würde ich sagen, das ist tatsächlich, das ist in naher Zukunft erreichbar.
36:18Die Raumfahrtindustrie erhofft sich von Projekten wie der Mondbasis und der Reise zum Mars einen gewaltigen Aufschwung.
36:25Die Realisierung würde neue Technologien hervorbringen.
36:29Doch Vorhaben dieser Größenordnungen kann keine Nation allein bewältigen.
36:33Diese großen Aktivitäten, die bieten sich auch einfach an, international durchgeführt zu werden.
36:41Also die internationale Raumstation oder andere Missionen.
36:44Auch ExoMars ist nicht eine nationale Mission, ist eine europäische Mission, plus Russland, plus USA.
36:51Und so glaube ich auch, dass astronautische Missionen in der Zukunft immer stark auch diesen internationalen Charakter haben.
36:57Wir sind halt raus, zum Glück raus aus der Frage Prestige und Wettlauf im All.
37:02Ich halte gerade für die Zusammenarbeit im internationalen Bereich auch die Raumfahrt für ein wichtiges Instrument, um geopolitisch etwas zu bewirken.
37:11Die Kosten einer Reise zum Mars werden auf über 400 Milliarden Euro geschätzt.
37:16Kein Staat der Erde könnte oder möchte solch eine Mission allein finanzieren.
37:22Um interplanetare Entdeckungsreisen zu ermöglichen, bleibt nur ein Weg.
37:27Eine weltumspannende Zusammenarbeit.
37:29Nehmen wir mal an, wir hätten alle Probleme einer Mars-Mission gelöst, einschließlich der technologischen.
37:35Könnten wir dann jeden Tag losfliegen?
37:38Nein, das ginge überhaupt nicht.
37:40Man kann nur alle zwei Jahre fliegen.
37:42Woran liegt das?
37:43Nun, das nennt man Orbit-Dynamik oder Orbit-Mechanik.
37:46Ich zeichne Ihnen das mal auf.
37:48Nehmen wir an, hier an dieser Stelle steht die Sonne.
37:51Das ist ja der Zentralkörper, um den sich alle anderen Planeten bewegen.
37:56Hier zum Beispiel in einer Kreisbahn die Erde und etwas weiter draußen in einer leicht elliptischen Bahn der Mars.
38:08Und nehmen wir mal an, zu einem beliebigen Zeitpunkt steht die Erde hier.
38:11In dem Augenblick würde das Raumschiff losfliegen.
38:16Es würde dann auf einer elliptischen Bahn fliegen, bis zum Mars.
38:22Aber ich könnte nicht zu jedem beliebigen Zeitpunkt losfliegen, denn ich müsste den Mars ja hier draußen treffen.
38:28Wann muss der Mars dann wo stehen?
38:31Nun, er müsste etwa hier stehen, an diesem Punkt.
38:33Wenn ich nämlich jetzt hier losfliege, bewegen sich beide und treffen sich an dem Punkt.
38:39Das heißt, ich brauche eine besondere Konstellation zwischen Erde und Mars.
38:44Wie oft tritt diese Konstellation ein?
38:47Nun, die Antwort lautet eben alle zwei Jahre.
38:51Jetzt kommt aber noch was dazu.
38:52Wenn ich bemannt zum Mars fliegen will, dann möchte ich besonders viel Treibstoff sparen.
38:57Und da hilft mir die Ellipse des Mars.
39:00Sie sehen, dass sich hier der Mars weiter von der Erde entfernt steht, als an dieser Stelle.
39:06Das heißt, wenn ich von dieser Seite von der Erde starte, ist die Ellipse kürzer.
39:11Ich brauche nicht so weit fliegen und spare Treibstoff.
39:15Wie oft tritt jetzt diese Konstellation ein?
39:18Nun, die Antwort lautet etwa alle 15 Jahre.
39:21Ich kann also tatsächlich nur alle 15 Jahre zum Mars fliegen.
39:24Die nächste Möglichkeit wird im Jahre 2018 sein.
39:27Naja, bis dahin schafft was auf keinen Fall. Bis dahin sind wir gar nicht so weit.
39:32Danach, die nächste Möglichkeit wird im Jahre 2033 sein.
39:36Da sagen die Amerikaner, das wird so gut wie unmöglich sein.
39:40Tatsächlich glaube ich das auch nicht.
39:42Und dann ist eben die nächste Möglichkeit im Frühjahr des Jahres 2048.
39:47Dann würden wir losfliegen und am 2. August des Jahres 2048 auf dem Mars landen.
39:54Der Countdown zur Landung von Menschen auf dem Mars startet allerdings mindestens zwei Jahre vorher.
40:04Mehrere unbemannte Raumschiffe machen sich auf den Weg zum Roten Planeten.
40:08Sie bringen tonnenweise Material hinunter auf die Marsoberfläche.
40:12Die vorausfliegenden Transporter führen auch das Landemodul für die späteren Besucher mit sich.
40:21Ebenso den Treibstoff für die Rückkehr zur Erde.
40:26Auf der Marsoberfläche bereiten Roboter die Ankunft der Menschen vor.
40:30Um zum Mars zu fliegen, ist meine Theorie, brauchen sie wirklich vielleicht 10 Missionen vorher, um da Gerätschaften, Treibstoff, Versorgung wirklich abzuliefern.
40:44Und um es auch vielleicht klar und deutlich zu sagen, das Ziel muss natürlich sein, Menschen zum Mars zu bringen und wieder zurück.
40:50Alles andere ist, glaube ich, nicht seriöse Weltraumfahrt.
40:53Launch Complex 39A am Kennedy Space Center in Cape Canaveral.
40:59Auf der Startrampe des US-Weltraumbahnhofs steht eine amerikanische Schwerlastrakete.
41:05Auf ihrer Spitze sitzt das Marsraumschiff Orion, besetzt mit einer internationalen Crew.
41:10Es ist der Start in ein neues Zeitalter.
41:23Der Start der ersten Menschen in Richtung Mars.
41:27Ein halbes Jahr wird ihre Reise zum Nachbarplaneten dauern.
41:32Die Landung findet statt aus dem sogenannten Service Orbit.
41:35Ein Orbit, in dem ein Service Modul um den Mars herumfliegt.
41:39Das Service Modul bleibt im Mars Orbit, denn wir wollen ja später, wenn wir wieder hochsteigen, wieder an dieses Service Modul andocken.
41:46Also wir fliegen in dieser Richtung um den Mars, dann wird das Landegerät abgedockt.
41:51Und das Erste, was es macht, es macht einen Fallschirm auf, um den Widerstand der Atmosphäre des Mars zu nutzen.
41:57Die ist zwar relativ gering, aber reicht schon mal, um die Geschwindigkeit abzubremsen.
42:02In etwa 50 Kilometer Höhe, vielleicht auch 20 Kilometer Höhe, wird der Fallschirm abgesprengt.
42:07Und dann beginnen Retro-Rockets, die Geschwindigkeit des Länders weiter abzubremsen.
42:12Und zwar fast auf Null, um dann wirklich sanft auf der Oberfläche aufzusetzen.
42:18So, und wenn das geschafft ist, dann sind wir endlich da.
42:22Auf dem Mars beginnt die Erforschung des Planeten.
42:26Und der Kampf ums Überleben.
42:28Für das akute Überleben ist natürlich wichtig, dass wir sicherlich über die Grundvoraussetzungen, also Sauerstoff, Wasser, Energiezufuhr, dass das erstmal mitgebracht wird.
42:42Denn so schnell können wir da drüben nichts anbauen.
42:45Ein Problem der Eroberung des Mars ist die lange Verweildauer auf ihm.
42:50Die Raumfahrer können nicht einfach wieder zurückfliegen.
42:52Eine vernünftige Bahn zum Mars und auch eine vernünftige Bahn weg, sieht immer vor, dass der Mensch ungefähr ein halbes Jahr bis ein Jahr sich auf der Marsoberfläche aufhalten muss.
43:05Und nur dann gibt es Bahnen, die geeignet sind, weil dann die Erde und der Mars sich in einem Abstand befinden, wo es lohnt, über eine Reise überhaupt nachzudenken.
43:11Der Tag der Rückreise ist exakt festgelegt.
43:18Die Astronauten verlassen die Mars-Oberfläche mit ihrem Landemodul und docken im Orbit an ihr Service-Modul an.
43:25Sie reaktivieren das Schiff und beginnen den mehrmonatigen Rückflug zur Erde.
43:30Der letzte Teil der Reise beginnt.
43:32Der mit Abstand kritischste Teil der ganzen Mars-Mission ist die Landung auf der Erde.
43:42Man kann leider nicht direkt landen, denn ich komme mit 50.000 Kilometer pro Stunde vom Mars.
43:48Das ist eine Heidengeschwindigkeit.
43:50Dazu muss ich die Atmosphäre, die auf dieser Skala nur etwa 2-3 Zentimeter dick ist, auf ein paar Millimeter genau treffen.
43:57Das heißt, ich darf nur die Oberfläche der Atmosphäre berühren.
44:01Dabei werde ich abgebremst und fliege weiter wieder zurück hinaus bis zum Mond.
44:08Wenn ich beim Mond bin, komme ich an der Ellipsenbahn wieder zurück und muss wieder in die Atmosphäre eintreten.
44:14Wieder auf Millimeter genau muss ich die Oberfläche der Atmosphäre treffen, fliege wieder weit hinaus, nicht mehr bis zum Mond, sondern etwa bis zur Hälfte des Mondes, komme dann allerdings wieder zurück.
44:25Und so geht das drei, vier, fünf, sechs Mal über insgesamt etwa zehn Tage.
44:30Und ganz zum Schluss, dann tauche ich erst in die Atmosphäre ein und lande irgendwo auf einem Ozean.
44:37Im letzten Abschnitt der Rückreise übernimmt Mutter Erde die Steuerung.
44:42Ihre Schwerkraft holt die Mars-Reisenden zurück auf den Heimatplaneten.
44:47Ein Hitzeschild hat die Astronauten beim Wiedereintritt durch die Atmosphäre geschützt.
44:51Fallschirme bremsen die Kapsel weiter ab, bis sie schließlich im Pazifik landet.
44:57Das Ende einer lang ersehnten Mission.
45:00Und gleichzeitig der Eintritt in ein neues Zeitalter.
45:03Also ein permanenter, bemannter Außenposten auf dem Mars zum Beispiel wäre ein wirklich toller Stützpunkt für die Wissenschaft.
45:12Denn wir werden nicht sicher nicht hinfliegen und dann noch zwei Gesteinsproben sagen, ja, es hat Leben gegeben oder auch nicht halt.
45:17Sondern wir werden erst anfangen, eine neue Welt zu erkunden.
45:20Und hier einen Fuß in der Angel zu haben, wo ich mit wenig Aufwand schnell wieder mal rausgehen kann, neue Entdeckungen machen kann.
45:26Dazu brauche ich eine permanente Außenstation halt.
45:29Und nicht, dass ich jedes Mal wahrscheinlich Jahrzehnte warten muss, bevor der nächste Flug wieder einmal finanziert werden kann.
45:35Eine internationale Forschungsstation auf dem Mars ist der Wunschtraum vieler Wissenschaftler.
45:42Mit einer permanenten Belegung durch wechselnde Teams von Forschern und Ingenieuren.
45:46So eine Station wäre der erste Schritt zu einer dauerhaften Besiedlung des Nachbarplaneten.
45:59Ich persönlich finde die Idee, einen anderen Himmelskörper zu kolonisieren, einfach extrem spannend,
46:07weil man damit halt auch eine neue Epoche der Menschheit einläuten kann.
46:12Denn die Frage zum Beispiel ist ja auch, wem gehört die Kolonie?
46:17Gehört sie dann einem Land? Ist die autark?
46:19Und da gibt es nicht Möglichkeiten, sich als Menschheit wirklich weiterzuentwickeln.
46:23Dass man sagt, okay, also dieses Ganze mit den Ländern gedöhnt, das werden wir jetzt aber nicht auf den Mars ausdehnen,
46:28sondern wir machen mir was Neues, was besser ist.
46:31Wir machen eine direkte Demokratie, wir machen völlig neue Rechtssysteme, die wesentlich besser funktionieren
46:38und schmeißen diesen ganzen alten Klumpatsch, den man auf der Erde angesammelt hat,
46:41den lassen wir hinter uns und fangen als neue Menschheit neu an.
46:46An der für eine Maßreise notwendigen Technologie wird gearbeitet.
46:50Sie wird in naher Zukunft einsatzfähig sein.
46:53Wir verfügen über Landetechnik, wir verfügen über Regenerationssysteme,
46:58die im Augenblick auf der ISS erprobt werden.
47:01Ich denke, es ist eher eine Frage, wollen die Nationen, will die Menschheit,
47:08es sind natürlich mehrere Nationen, die daran beteiligt sind, die Kosten aufnehmen, die so eine Mission kostet.
47:16Der Mars liegt näher als je zuvor, fast zum Greifen nah.
47:21Bis tatsächlich mal Menschen auf dem Mars landen, also meine Einschätzung heute,
47:28wäre das, dass das frühestens zu Anfang der 30er Jahre stattfinden wird.
47:34Wir können natürlich alle nicht vorhersagen, manchmal macht ja Technologieentwicklung auch Sprünge,
47:40aber nach dem heutigen Stand wird das meine Einschätzung.
47:43So Anfang der 30er Jahre könnte ich mir vorstellen, dass wir die Landung von Menschen auf dem Mars sehen.
47:51Interplanetares Reisen, der Besuch benachbarter Planeten,
47:55einen Spaziergang auf dem Mars, Siedler, die den Heimatplaneten Erde verlassen.
48:00All das ist keine Science-Fiction mehr, es wird Wirklichkeit werden.
48:052048 halte ich für realistisch. Ich glaube sogar, dass es früher sein wird.
48:09Aber zunächst einmal wichtig ist, dass wir alle der Auffassung sind,
48:12dass der Mensch es sich nicht nehmen lässt, auch seinen Fuß auf diesen roten Planeten zu setzen.
48:17Schon immer war der Mensch ein Entdecker und Eroberer.
48:19Früher waren es fremde Kontinente, die erkundet wurden.
48:23Und vielleicht sind es bald fremde Planeten, die erschlossen werden.
48:28Der Mars könnte ein Anfang sein.
48:31Es gibt keinen auf der Welt, der sagt, wir müssen jetzt unbedingt zum Mars,
48:35das ist die Top-Frage Nummer eins und wir ordnen dem jetzt alles andere unter.
48:40Es gibt keinen Wettbewerb in dieser Frage.
48:41Und ich glaube deswegen, dass es noch länger brauchen wird, als wir so denken.
48:46Fest steht aber, ein Mensch wird seinen Fuß auf den Mars setzen.
48:52Vielleicht noch in dieser Generation.
48:56Sind also bemannte Missionen zum Mars machbar?
48:59Keine Frage. Wir haben die Technologien, wir kennen sie alle.
49:03Aber sie sind nicht reif dafür.
49:05Wir brauchen noch ein paar Jahrzehnte, bis sie richtig gut funktionieren.
49:09Und das wichtigste Kriterium ist, das Risiko darf nicht größer als 10 Prozent sein.
49:15Also wir müssen zum Mars hinkommen und wieder zurück.
49:19Und die Wahrscheinlichkeit, dass ich dabei umkomme, darf höchstens 10 Prozent sein.
49:23Vorher würde ich mich da nicht reinsetzen.
49:26Schauen wir uns die Missionen an.
49:27Mars One, nee, das wäre eine reine Katastrophe.
49:30Da würde ich mich nicht reinsetzen.
49:31Aber Journey to Mars, ja, das sieht nicht schlecht aus.
49:34Da steht die NASA dahinter, die kennt die Probleme.
49:37Und ich bin mir sicher, die werden es machen.
49:40Zwar nicht alleine, sondern im internationalen Rahmen.
49:42Aber es wird sicherlich kein Deutscher sein, der den ersten Fuß auf den Mars setzt.
49:47Ja, und dann wird es irgendwann soweit sein.
49:50Eben am 2. August 2048.
49:54Die Reise zum Mars.
49:57Eine Reise, die den Zeitpunkt markiert,
50:00an dem die Menschheit wahrhaftig beginnt, das Weltall zu erobern.
50:04cái Neue Figur.
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