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🎈
Spaß
Transkript
00:00Du sprichst von Vertrauen? Du hast es gerade nötig. Dein Vertrauen zu mir ist doch gleich null.
00:04Stimmt. Du weißt ja so gut wie gar nichts von mir.
00:08Warum hast du mir denn dann verschwiegen, dass Judith darüber nachgedacht hat, abzutreiben?
00:11Es gibt eben manche Dinge, über die man schweigen muss. Ich jedenfalls.
00:14Ah ja. Aber mein Gefängnisaufenthalt, der gehört wohl nicht dazu, oder?
00:20Oder warum erzählst du überall rum, dass ich im Gefängnis war?
00:23Interessant fand ich übrigens auch zu hören, dass wir nur eine kurze Affäre miteinander hatten.
00:26Oder, dass du mich nur zurückgeholt hast, weil du Mitleid mit mir hast.
00:30Das meinst du doch nicht alles, was du da sagst.
00:32Oh doch, das mein ich und zwar genauso.
00:34Bianca, ich kann das nicht glauben.
00:36Ich habe manchmal das Gefühl, es geht ja immer nur um dich selbst.
00:46Ich bin ein wahrer Vertrauen.
01:17Geht's dir jetzt besser?
01:19Ja, viel besser. Ich hoffe, dir auch.
01:35Das ist eine Überraschung.
01:37Dein alter Vater lässt dich nicht verhungern.
01:40Ach, da war wohl jemand schon schneller als ich.
01:43Sven, Sophia und Denise haben mich schon mit dem Nötigsten versorgt.
01:53Neben so einem Müllberg kann man ja nicht gesund werden.
01:58Nicht von den drei endlich zu versorgen,
02:00aber die Essensreste, die hätten Sie wenigstens wieder mitnehmen können.
02:04Ja, ja, Papa, und das Silber hätten Sie auch polieren können.
02:07Ich hoffe, du hast das Bier nicht angerührt,
02:09denn das ist bei einer Gehirnerschütterung garantiert das Falsche.
02:20Eddie, ich habe dich gebeten,
02:23niemandem meine privaten Fotos zu zeigen.
02:26Warum kannst du meinen Wunsch nicht respektieren?
02:29Was ist los?
02:30Ich hoffe, es hat dir wenigstens Spaß gemacht, mich vor allem bloßzustellen.
02:33Es ist doch kein Bloßstellen, wenn man seinen Freunden Fotos von der Familie zeigt.
02:37Du hättest andere Fotos zeigen können.
02:40Schulfotos oder die Weihnachtsfotos von früher.
02:42Ich begreife es nicht.
02:43Was ist denn so furchtbar schlimm an Lederhosen?
02:46Ich muss meine Autorität wahren.
02:48Aber diese Fotos sind Teil meines Lebens und deines.
02:51Damals hast du übrigens noch gelebt.
02:53Eddie, jetzt red bitte keinen Unsinn, ja?
02:54Die Fotos haben dich nicht bloßgestellt,
02:56sie haben meinen Vater gezeigt,
02:58einen Menschen aus Fleisch und Blut,
02:59den alle sehr, sehr gern haben, vor allem ich.
03:17Vielleicht war es ja doch nicht so schlimm.
03:22Ich werde da mal wieder gehen.
03:29Das Essen da ist doch für mich, oder?
03:32Ja, natürlich.
03:34Dann mal her damit.
03:36Du hast doch schon gegessen.
03:38Aha, und jetzt bin ich wieder hungrig.
03:43Hey, so eilig, alles in Ordnung?
03:49Was soll denn nicht in Ordnung sein?
03:51Ich bin doch nicht blind.
03:52Was ist denn?
03:53Ach, guck mich jetzt nicht so mitleidig an.
03:55Es kann übrigens sein,
03:56dass ich morgen ein bisschen später komme,
03:57falls ich mit meiner Großmutter noch zum Arzt muss.
03:59Jacka, ich habe ein Buch über Stipendien.
04:01So habe ich sie auch noch nie gesehen.
04:02Irgendwas muss passiert sein.
04:09Na ja.
04:13Ihre Großmutter ist doch krank.
04:15Und sie wohnt erst seit ein paar Monaten in der Gegend.
04:17Vielleicht braucht sie Hilfe.
04:20Ich weiß, wie es ist,
04:20neu in einer fremden Umgebung zu sein.
04:22Man kommt sich so verloren vor.
04:24Ja, ich dachte,
04:24Ihre Cousine Cathy unterstützt sie.
04:27Aber Frau Neubauer hat offensichtlich was Besseres zu tun.
04:31Sie können das hier liegen lassen.
04:33Ich gebe sie morgen.
04:36Danke.
04:37Gern.
04:50Denkt man nur an sich, wenn man liebt?
04:52Wenn man alles teilen will mit dem Menschen, den man liebt?
04:55Denke ich nur an mich, wenn ich mich von ihm so verletzt fühle?
04:58Und versuche, mich dagegen zu wehren?
05:17Alexander?
05:19Schenkst du mir einen kurzen Augenblick deiner kostbaren Zeit?
05:22Für weitere haltlose Vorwürfe von dir sicher nicht.
05:27Ich hätte dir und Cathy glauben sollen
05:30und nicht deiner eifersüchtigen Assistentin.
05:33Deshalb möchte ich mich für mein Verhalten bei dir entschuldigen
05:36und hoffe, dass du meine Entschuldigung annimmst.
05:39Es freut mich, dass du wieder zur Vernunft gekommen bist.
05:41Setz dich doch.
05:49Es tut mir wirklich leid.
05:51Du hast nicht nur mich sehr verletzt, sondern auch Frau Neubauer.
05:54Und das war nicht nur unfair von dir, sondern auch unklug.
05:57Denn sie hat dich immer unterstützt.
06:00Ich habe schon versucht, mich bei ihr zu entschuldigen,
06:02aber sie geht mir aus dem Weg.
06:06Was kann ich denn machen, um sie zurückzugewinnen?
06:09Das kann ich dir nicht sagen.
06:10Ich kenne sie ja kaum.
06:13Vielleicht sollte ich ihr einen Brief schreiben.
06:16Vielleicht solltest du es mit einer Gehaltserhöhung probieren.
06:19Ich will ihr nicht das Gefühl geben, dass ich sie kaufen will.
06:22Du musst dir natürlich deutlich machen,
06:24dass du diese Gehaltserhöhung als Anerkennung ihrer Arbeit siehst.
06:28Etwa so, erst als sie weg war, hast du erkennen müssen,
06:30wie wertvoll ihre Arbeit für dich ist.
06:33Das versuche ich.
06:44Ich danke dir für deine Geduld mit mir.
06:48Hast du vielleicht Lust,
06:50ganz spontan
06:51mit deinem Mann essen zu gehen?
07:01So harmonisch haben wir schon lange nicht mehr zusammengesessen.
07:04Das Schöne an kleinen Auseinandersetzungen ist doch,
07:06dass man sich danach immer wieder versöhnt, oder?
07:09Du glaubst euch jetzt hoffentlich nicht,
07:11dass ich dich nur verdächtigt habe,
07:13um mich nachher wieder mit dir vertragen zu können.
07:15Doch, der Gedanke ist mir schon durch den Kopf gegangen.
07:20Hast du dir übrigens überlegt,
07:21wann du mit Kathi reden willst?
07:25Ehrlich gesagt traue ich mich nicht recht.
07:29Sie war bei unserer letzten Begegnung sehr abweisend.
07:32Du hast sie auch sehr verletzt.
07:34Gerade deswegen darfst du nicht aufgeben.
07:37Du musst auf sie zugehen.
07:40So wie auf dich?
07:43Was kann ich tun,
07:44um meinen Fehler bei dir wieder gut zu machen?
07:46Im Moment brauche ich keine Gehaltserhöhung.
07:50Irgendetwas braucht jeder.
07:52Ich bin in Geberlaune.
07:53Solltest du ausnutzen.
07:54Dann hätte ich vielleicht doch einen Herzenswunsch.
08:00Erinnerst du dich an den Empfang von der Zentralbank?
08:02Da habe ich dir die Daiders vorgestellt.
08:05Daider?
08:06Er verwaltet Rentenfonds.
08:08Das weißt du noch.
08:10Alle Achtung.
08:11Ihr seid Geschäftspartner, oder?
08:12Richtig.
08:13Aber er ist nicht nur einer unserer Geschäftspartner,
08:15sondern auch einer unserer besten Kunden.
08:18Und wie komme ich da ins Spiel?
08:23Du könntest vielleicht
08:25ein wundervolles Essen
08:27für Daider organisieren?
08:29Und
08:30an meiner Seite die glückliche Ehefrau
08:33und Hausherren spielen?
08:34Spielen?
08:37Das brauche ich nicht zu spielen.
08:42Gibt es einen besonderen Anlass?
08:45Daider will die Bank wechseln.
08:47Und Pascal
08:48hatte den Gedanken,
08:50dass Daider mehr Aufmerksamkeit braucht.
08:53Wenn Daider mehr Aufmerksamkeit braucht,
08:56dann soll er sie bekommen.
08:57Ganz genau.
08:59Auf uns.
09:00Auf uns.
09:01Auf uns.
09:01Auf uns.
09:01Auf uns.
09:03Auf uns.
09:04Auf uns.
09:07Omi, du bist ja noch wach.
09:11Wieder wach.
09:14Ich fürchte, ich kann nicht mehr einschlafen.
09:19Also.
09:21Nun erzähl mal
09:22deiner Großmutter,
09:25was dich bedrückt.
09:27Nein, ich will dich damit nicht belasten.
09:29Du belastest mich nicht.
09:31Also.
09:33Was ist passiert?
09:43Ich weiß nicht, wie es weitergehen soll.
09:47Ich habe Oliver eine Ohrfeige gegeben.
09:49Kannst du dir das vorstellen?
09:52Er hat es sicher verdient.
09:55Ich bin seinetwegen zurückgekommen,
09:57aber er behandelt mich immer mehr wie eine Fremde.
10:00Er hat seinen Freunden erzählt,
10:01dass ich im Gefängnis war.
10:03Dass ich deswegen schwer Arbeit finde.
10:06Aber er hat mir nicht erzählt,
10:07dass Judith darüber nachgedacht hat,
10:08das Kind abzutreiben.
10:11Das ist hart.
10:14Warum hat er mir das nicht gesagt?
10:18Vielleicht aus Angst?
10:20Angst wovor?
10:21Er kann doch nicht ernsthaft glauben,
10:22dass ich dafür gewesen wäre.
10:27Und was ist nach der Ohrfeige passiert?
10:31Ich bin aus dem Zimmer gerannt.
10:33Abel hat mich in der Küche so mitleidig angeguckt,
10:35dass ich ihr am liebsten ins Gesicht gesprungen wäre.
10:39Als wäre das nicht genug,
10:40ist dann auch noch Judith reingekommen.
10:41Die habe ich dann einfach stehen lassen.
10:42Oh, ich bin unmöglich.
10:47Du bist nicht unmöglich.
10:52Das muss einfach alles aufhören.
10:58Bianca, mein Schatz.
11:01Die Gefühle,
11:02die hören nie auf.
11:05Aber
11:07sie ändern sich ständig.
11:11Daran musst du denken,
11:12wenn es dir schlecht geht.
11:16Was sprichst du mir das?
11:21Das ist die Einzige,
11:22die mich trösten kann.
11:28Du entschuldigst mich einen Augenblick.
11:52Hallo, hier ist Kathi Neubauer.
11:55Hallo, Kathi Neubauer.
11:56Hallo, Kathi.
11:57Wer ist denn da?
11:59Hast du gerade Zeit?
12:02Hör mal zu, du Penner.
12:03Such dir eine andere Durve,
12:04bei der du dich abhächeln kannst
12:06und jetzt raus aus der Leitung.
12:07Verstanden?
12:08Kathi, hier spricht Alexander.
12:11Ach, du bist...
12:13Ich dachte schon,
12:15du kannst dir nicht vorstellen,
12:17was ich manchmal für gemeine Anrufe kriege.
12:19Kathi, Kathi, du Wildkatze.
12:23Ich habe gute Neuigkeiten für uns.
12:24Bist du bereit?
12:26Ja.
12:27Ich konnte Ariane davon überzeugen,
12:30dass Marens Anschuldigungen
12:31völlig haltlos sind.
12:32Hm?
12:33Da bin ich aber erleichtert.
12:36Außerdem findet Ariane,
12:38ich übrigens auch,
12:39dass du eine ansehnliche
12:40Gehaltserhöhung verdient hast.
12:42Das ist ja ein Geschenk des Himmels.
12:44Das können wir gerade
12:45wirklich gut gebrauchen.
12:47Omis Medikamente sind wahnsinnig teuer.
12:50Alexander?
12:51Ja?
12:52Weshalb bekomme ich die Gehaltserhöhung?
12:54Weil du die beste Assistentin der Welt bist.
12:58Das kann ich nicht annehmen.
13:00Du musst das annehmen.
13:02Wie soll ich dir jemals danken?
13:04Da wird mir sicher noch was einfallen.
13:07Da bin ich aber gespannt.
13:09Ich rufe dich wieder an.
13:35Guten Morgen, Bianca.
13:37Judith, was machst du denn hier?
13:39Hoffentlich nicht stören.
13:42Darf ich reinkommen?
13:44Oh, natürlich.
13:46Ich war gerade in der Gegend
13:48und dachte, ich stelle deiner Großmutter
13:50einen Krankenbesuch ab.
13:51Guten Morgen, Frau Berger.
13:52Guten Morgen.
13:54Sie trinken doch bestimmt
13:55einen Tee mit uns.
13:57Gern.
14:02Ich mach das schon.
14:04Oh.
14:06Besuch schon so früh am Morgen.
14:07Guten Morgen, Frau Neubauer.
14:09Suchen Sie vielleicht jemanden bestimmt?
14:13Immer nur Tee.
14:14Könnt ihr nicht mal morgens Kaffee kochen?
14:16Frau Simon ist hier,
14:17um mir gute Besserung zu wünschen.
14:19Und ich habe auch eine ganze Menge
14:20Genesungstipps mitgebracht.
14:23Der Wichtigste ist,
14:25dass Sie sich einmal gründlich
14:26von einem guten Arzt untersuchen lassen.
14:28Ich kenne da einige gute Ärzte in der Gegend.
14:30Das ist genau das, was wir brauchen.
14:32Oh nein.
14:33Nicht schon wieder.
14:34Ich weiß, wie schwer es ist,
14:35einen guten Arzt zu finden,
14:36wenn man neu in der Gegend ist.
14:38Umi, wenn Judith einen guten Arzt kennt,
14:39dann sollten wir das ausnutzen.
14:41Liebe Frau Simon,
14:42ich bedanke mich sehr herzlich,
14:44dass Sie sich die Mühe gemacht haben
14:45und hierher gekommen sind.
14:46Aber ich brauche keinen Arzt.
14:48Mir geht es schon viel besser.
14:49Ach, Umi.
14:50Ich könnte Ihnen anbieten,
14:51dass Eddie Sie zum Arzt fährt.
14:52Ach, Schluss mit der Diskussion.
14:56Ich finde,
14:57wir sollten Omis Wunsch respektieren.
14:59Wenn sie keinen Arzt will,
15:00darf man ihr auch keinen aufdrängen.
15:02Sag mal.
15:03Ich finde übrigens auch,
15:04dass du schon viel besser aussiehst.
15:05Man kann sich mit einer kurzen Untersuchung
15:07auch seine Gesundheit bestätigen lassen.
15:09Genau.
15:09Eine gründliche Untersuchung
15:11würde auch Bianca und Kathi beruhigen.
15:14Nochmals vielen Dank.
15:15Aber mir geht es wirklich gut.
15:17So, ich muss los.
15:18Es ist spät.
15:19Soll ich dich im Auto mitnehmen?
15:21Nein, danke.
15:21Ich brauche fische Luft.
15:22Okay.
15:24Ich trinke mit deiner Großmutter
15:25und Kathi noch meinen Tee zu Ende.
15:27Gut.
15:27Tschüss, ihr Lieben.
15:29Ich muss noch mal kurz ins Bad
15:30und dann bringe ich uns
15:32einen richtig starken Kaffee.
15:33Ohne Kaffee komme ich morgens
15:34nämlich nicht in die Gänge.
15:39Wen wollen Sie denn hier etwas vorspielen?
15:42Ich finde nicht, dass Sie gut aussehen.
15:43Tun Sie mir den Gefallen
15:44und gehen Sie zum Arzt.
15:46Mir geht es bestens.
15:48Oh, Berger.
15:49In meinem Alter ist es doch kein Wunder,
15:51dass man nicht immer frisch und munter aussieht.
15:54Ich kann mit meinen Zipperlein sehr gut leben.
15:56Und ich hoffe,
15:57dass mich meine Mitmenschen
15:58so akzeptieren, wie ich bin.
16:03Seien Sie mir nicht böse.
16:04Ich wollte Ihnen nicht zu nahe treten.
16:07Tun Sie nicht.
16:09Wie lange wohnen Sie schon hier?
16:12Schon ein paar Wochen.
16:15Fühlen Sie sich hier einsam?
16:18Manchmal.
16:20Sie nicht?
16:22Ich wette mal wieder.
16:24Danke für den Tee.
16:26Ich wünsche Ihnen gute Besserung.
16:28Danke.
16:35Du hättest mir ruhig sagen können,
16:36dass sie gleich wieder weg will.
16:38Ich lege mich noch mal kurz hin.
16:50Was macht ihr zwei Grazien denn hier?
16:52Wir kochen Frühstück für Georg.
16:54Aha.
16:55Und wie hat er sich diese Ehre erworben?
16:57Er hat Glück,
16:58dass mir das Kochen im Moment so viel Spaß macht.
17:00Aha.
17:01Und du machst da mit, Denise?
17:03Ich mache da nur mit,
17:04um dich zu entlasten.
17:05Oh, das ist schön zu hören.
17:08Sag mal,
17:09deine Begeisterung fürs Kochen
17:11hat nicht zufällig was damit zu tun,
17:13dass du jetzt eigentlich
17:14in die Schule müsstest, oder?
17:15Natürlich nicht.
17:17Ich muss heute nur zur vierten.
17:19Sport.
17:21Ach, herrlich.
17:23Bis zur vierten Stunde frei.
17:25Wie soll denn was aus dir werden,
17:27wenn du nichts lernst?
17:28Aber Bärbel,
17:29alles, was eine junge Frau wissen muss,
17:31kann man doch hier bei dir lernen.
17:34Wenn ich mir das so recht überlege,
17:37da habt ihr auch wieder recht.
17:42Sie sollten nicht mehr zögern.
17:44Die finnische Deskoeut wird die Mehrheitsbeteiligung in Kürze.
17:49Davon gehe ich aus.
17:52Das freut mich.
17:54Ich richte es an Wellinghoff aus.
17:56Ja, wiederhören.
17:57Sie sind ja hart am Puls des Geschehens.
18:01Ich vermute,
18:02der nächste Schritt von Deskoeut
18:03wird Trainmaster sein.
18:05Sehr guter Vorschlag,
18:06auf das Boot aufzuspringen.
18:08Wenn Sie eine Beratung bei der Bank wünschen.
18:11Die Wellinghoff Bank ist ein kompetenter Partner.
18:13Davon bin ich überzeugt.
18:15Wieso kennen Sie sich auf dem finnischen Markt so gut aus?
18:17Reiner Zufall.
18:18Wahrscheinlich kennen Sie sich
18:19bei den meisten Börsennotierungen gut aus.
18:21Stimmt's?
18:22Fragen Sie mich was?
18:24Oder wollen Sie mir ein paar Fragen stellen?
18:28Sie sind intelligent,
18:30gut aussehend,
18:32schlagfertig.
18:33Ich bin beeindruckt.
18:35Jetzt ärgere ich mich noch mehr,
18:36dass Sie gestern beim Essen nicht dabei waren.
18:38Sie haben doch gerade erst Ihren Vater wiedergefunden.
18:41Da haben Außenseiter nichts zu suchen.
18:43Hatten Sie es denn nett?
18:45Nett, ja.
18:46Ja, es war durchaus vertraut.
18:50Trotzdem hätten Sie die Runde veredelt.
18:52Das hört man gern.
18:53Was kann ich für Sie tun?
18:55Ihr Vater ist gerade in einer Besprechung.
18:57Er wird in ca. zwei Stunden zurück sein.
19:00Dann werde ich in der Zwischenzeit
19:01die Hypothekenfinanzierung genauer unter die Lupe nehmen.
19:05Ganz allein?
19:06Ja, wieso denn nicht?
19:08Oder sollen Sie mich hier babysitten?
19:09Die Hypothekenfinanzierung
19:11befindet sich im dritten Stock.
19:13Die freuen sich sicher über ein bisschen
19:16Ablenkung.
19:20Schönen Tag noch, Frau Halmer.
19:28Hier, das soll ich dir von Judith geben.
19:30Aber ich gebe sie nur widerwillig.
19:31Das sage ich dir gleich.
19:32Wieso das denn?
19:33Naja, wenn du das Stipendium bekommst,
19:36dann kündigst du und das will ich nicht.
19:38Ich dachte, nachdem ich gestern
19:39so kratzbürstig zu dir war,
19:41bist du mich lieber heute als morgen los.
19:42Ach, jeder hat mal einen schlechten Tag.
19:44Wie geht es deiner Großmutter?
19:46Niemand kann sie überreden,
19:47zum Arzt zu gehen.
19:48Ich verstehe das nicht.
19:49Die ist normalerweise nicht so starrsinnig.
19:51Sie ist alt genug.
19:53Sie wird wissen, was das Beste für sie ist.
19:55Du machst dir bestimmt Sorgen, oder?
19:57Bisschen schon.
19:58Ach, Thymian.
20:01Typisch.
20:01Denise hat vergessen,
20:02den Thymian mitzubringen.
20:04Ich hole welchen.
20:10Na, und was willst du noch machen?
20:12Ja, das sieht doch nicht so leicht aus.
20:18Judith, wir wollten doch erst gegen Mittag losziehen, oder?
20:23Ich brauche jetzt eine Apfelsaftschorle.
20:26Gewürzgurken dazu?
20:30Ist alles in Ordnung?
20:32Das ist wegen Bianca.
20:34Was ist denn mit Bianca?
20:36Sie ist wie vom Pech verfolgt.
20:38Ihr Stipendium klappt nicht,
20:39ihre Großmutter ist krank.
20:41Sie wirkt so einsam und verloren.
20:43Bianca ist stark,
20:45da musst du dir keine Sorgen machen.
20:46Du solltest dich jetzt lieber mal um dich kümmern.
20:49Du wirst bald Mutter.
20:51Heute Nachmittag sollten wir als erstes
20:52Strampel anzeigern schauen.
20:55Ich möchte dir so gern helfen.
20:57Ich fühle mich fast schuldig,
20:59weil es mir so unverschämt gut geht.
21:00Ich habe einen wundervollen Mann,
21:02eine liebevolle Familie und Freunde.
21:04Davon möchte ich was abgeben.
21:05Du willst dir was abgeben?
21:07Was denn?
21:08Ja, wenn ich wüsste, was ihr fehlt,
21:09um glücklich zu sein.
21:12Ihr trauriger Blick.
21:15Der verfolgt mich manchmal richtig.
21:16Ja, ich verstehe das.
21:18Trotzdem, ich glaube,
21:18du siehst ihre Situation viel schlimmer, als sie ist.
21:21Ihre Großmutter wird bestimmt bald wieder gesund.
21:24Ich war heute dort.
21:27Wo?
21:28Ich war bei ihrer Großmutter
21:29und ich glaube, dass sie sehr krank ist.
21:31Ich bin sicher, sie hat starke Schmerzen.
21:33Oh, die arme Frau.
21:36Ich würde ihr so gern eine Freude machen.
21:40Ich rufe Bianca mal an.
21:46Ich weiß auch nicht.
21:48Mann.
21:49Was?
21:58Sophia Wellinghoff?
21:59Hallo, Sophia.
22:00Ist Bianca da?
22:02Oh, nee, du.
22:03Die holt gerade was für Bärbel.
22:04Was machst du eigentlich?
22:06Ach, ich war bei Biancas Großmutter.
22:08Ach, wie geht es ihr?
22:09Ich fürchte nicht so gut.
22:12Kann man denn nichts für sie tun?
22:14Schwer.
22:15Sie ist so...
22:17stolz.
22:20Aber vielleicht können wir sie ein bisschen ablenken.
22:22Wie denn?
22:23Was hältst du davon?
22:24Wenn wir beide
22:25und jeder, der sonst noch Lust hat,
22:28Frau Berger heute besuchen
22:29und jeder was mitbringt?
22:30Meinst du?
22:32Sie ist ja kein Spielverderber
22:33und frag die anderen.
22:35Okay.
22:36Toll.
22:37Aber erzähl Bianca nichts davon.
22:39Mach ich.
22:41Bis später.
22:44Judith hat eine total verrückte Idee.
22:47Welche denn?
22:49Wir sollen Biancas Großmutter besuchen.
22:52Och.
22:53Aber erzähl Bianca nichts davon.
22:54Ich übernehme...
22:56Ja?
22:56...die Planung.
22:57Was für eine Planung.
23:00Ach.
23:01Lass dich überraschen.
23:23Da, was ich bin.
23:51Dann hol ich jetzt Georg für die Weinbestimmung.
23:53Später.
23:55Geht es Ihrer Großmutter wieder besser?
23:58Leider nicht.
23:59Das ist sicherlich eine ziemliche Belastung für die ganze Familie.
24:04Meine Großmutter ist hart im Nehmen, aber wir machen uns natürlich schon Sorgen.
24:08Und wie geht Kathi damit um?
24:11Die lässt sich nichts anmerken.
24:14Ja, Kathi wollte sich ja beruflich etwas verändern und hat deswegen unsere Zusammenarbeit beendet.
24:22Sie hat mit Ihnen sicherlich darüber gesprochen.
24:25Sie hat sowas angedeutet.
24:28Aber wir sind in letzter Zeit gar nicht mehr richtig zum Reden gekommen.
24:31Das war ein ganz dummer Vorfall, den ich sehr bedauere.
24:35Ich befürchte, dass ich Kathi sehr verletzt habe.
24:38Kathi ist nicht nachtragend.
24:40Sprechen Sie doch nochmal mit ihr.
24:42Ich habe wirklich etwas gut zu machen bei ihr.
24:45Meinen Sie, Sie könnten zwischen uns vermitteln?
24:47Wie denn?
24:48Ja, indem Sie Kathi in meinem Namen vielleicht anrufen würden und ihr sagen, dass ich Sie so in anderthalb Stunden
24:56im Fisch vor Pfand treffen würde?
24:59Ich wäre Ihnen wirklich unendlich dankbar.
25:01Das mache ich gern.
25:03Wunderbar.
25:20Kathi Neubauer?
25:22Kathi, ich bin's.
25:23Ach, Bianca.
25:25Deine Kontrollanrufe wären langsam nervig.
25:28Also.
25:29Um mir geht es einigermaßen.
25:30Sie will immer noch nicht zum Arzt.
25:32Sie hat zwei trockene Toastbrote.
25:33Stopp.
25:34Ich soll dir von Frau Wellinghoff ausrichten, dass sie dich in anderthalb Stunden im Fisch vor Pfand erwartet.
25:39Die Schnäpfe.
25:40Das hättest du wohl gern.
25:42Ich hatte den Eindruck, dass ihr euer Streit wirklich leidtut.
25:45Das fällt ihr aber reichlich spät ein.
25:48Komm, Kathi.
25:49Gib ihr eine Chance.
25:52Ich überleg's mir.
25:54Kathi.
25:55Was denn noch?
25:57Was macht Umi denn gerade?
25:59Die hat sich gerade hingelegt.
26:01Die legt sich um diese Zeit schon wieder hin.
26:02Das ist aber kein gutes Zeichen.
26:04Jetzt dramatisiere nicht so.
26:05Okay.
26:07Vielleicht übertreibe ich auch.
26:08Tschüss.
26:09Okay.
26:19Sven, du musst mir unbedingt einen Gefallen tun.
26:23Zum Beispiel?
26:25Biancas Großmutter ist krank und außerdem total einsam und wir wollten sie später besuchen.
26:30Kannst du hier nicht vielleicht einen Blumenstrauß zusammenstellen mit vielen bunten Blumen?
26:34Ja, warum nicht?
26:36Und es wäre schön, wenn du ihn ihr gleich persönlich überreichen würdest.
26:40Ich meine, es sind ja deine Blumen.
26:41Aber ich kenne sie doch kaum.
26:44Doch, wir fahren alle zusammen hin.
26:46Ach, Sophia, dazu habe ich keine Zeit.
26:59Das stimmt doch gar nicht.
27:00Wie meinst du denn das?
27:02Na ja, wenn du willst, hast du immer Zeit.
27:05Wer ist eigentlich alle?
27:07Also, Judith kommt auf jeden Fall mit und dann natürlich ich und noch ganz viele andere.
27:14Wer?
27:14Denise?
27:15Ich bin auch gerade dabei, alle zu fragen.
27:18Mit dir wollte ich anfangen.
27:19Aber ich weiß nicht.
27:22Mensch, denk doch mal daran, wie Bianca sich freuen würde.
27:26Du magst Bianca doch auch.
27:28Ist ja gut.
27:29Ich überlege es mir.
27:31Klasse.
27:32Du kommst mit.
27:42Du kommst mit.
27:44Hörst du mir zu?
27:45Ja.
27:46Wenn du mir was zu sagen hast.
27:48Aber ich habe den Eindruck, du sprichst in letzter Zeit immer seltener mit mir.
27:51Es gibt Sachen, mit denen ich dich nicht auch noch belasten will.
27:54Ich bin ziemlich belastbar.
27:56Das solltest du inzwischen wissen.
27:58Ich wollte es dir erzählen, unbedingt.
28:00Aber wie gesagt, ich wollte dich eben nicht belasten.
28:02Manche Dinge sind nicht so einfach.
28:04Ist echt zwecklos.
28:05Lass uns damit aufhören.
28:06Warum willst du nicht verstehen, dass ich dich liebe?
28:09Warum sagst du, dass du mich liebst, wenn es dir um was ganz anderes geht?
28:13Wie meinst du das?
28:14Du hast vielleicht mal was für mich empfunden.
28:16Aber das hat sich doch alles verändert.
28:18Nichts hat sich verändert.
28:19Du hast doch nur noch Schuldgefühle.
28:23Du hast Angst, dass ich es ohne dich nicht schaffe.
28:25Und ohne meine Arbeit hier.
28:26Und weil du dich verpflichtet fühlst.
28:27Was?
28:28Wer redet dir sowas ein?
28:30Tina.
28:31Sie hat mir ganz genau erklärt, warum du mich hier arbeiten lässt.
28:35Weil ich im Gefängnis war und weil ich sonst keinen Job finde.
28:38Was genau gehen Tina Details aus meinem Privatleben an?
28:42Ich habe es ihr nicht erzählt.
28:43Dann hast du es ihr Matthias erzählt.
28:46Ich bin gespannt, wer es sonst noch so weiß.
28:49Entschuldige.
28:49Das ist nicht fair.
28:51Es tut mir leid.
28:54Aber warum willst du jetzt alles kaputt machen?
28:56Vielleicht, weil es mir damit besser geht.
28:58Ich habe einfach aufgehört, die Augen vor der Realität zu verschließen.
29:01Ach, du solltest dich mal reden hören, Bianca.
29:03Ich höre mich reden. Und zwar so deutlich wie schon lange nicht mehr.
29:17Was machst du denn da?
29:18Der sieht ja gar nicht so schlecht aus.
29:21Ach, der erste Kuchen meines Lebens.
29:22Also langsam finde ich deine Hausfrauenbegeisterung etwas penetrant.
29:28Kommst du mit?
29:29Wohin?
29:30Wir besuchen Biancas Großmutter.
29:32Jeder bringt was mit. Der Kuchen ist für sie.
29:35Aha.
29:36Und warum erfahre ich davon erst jetzt?
29:39Naja, willst du mitmachen oder nicht?
29:41Ja, klar. Ich bring meinen Staubmädel mit, oder was?
29:45Warum nicht?
29:46Nee, danke.
29:47Ich habe keine Lust auf so einen Kram.
29:49Und warum beschwerst du dich dann erst?
29:51Also, dass ich gefragt werde, ist ja wohl das Mindeste.
30:05Du wolltest mich sprechen?
30:07Es freut mich sehr, dass du willkommen bist.
30:09Bianca zu Liebe.
30:11Bitte setz dich doch.
30:16Sie hat gesagt, dass du ihr kündigst, wenn ich nicht komme?
30:21Bianca, kündigen.
30:24Dann hat sie wohl geflunkert.
30:29Also, was willst du besprechen?
30:34Weißt du, ich war mein Leben lang von Schlangen umgeben.
30:40Von irgendwelchen Frauen, die mir schaden wollten.
30:43Ich bin sehr oft verletzt worden.
30:47Sind wir das nicht alle?
30:50Irgendwann habe ich angefangen, alles, was Alexander mir sagte,
30:54zu hinterfragen.
30:56Ich habe ihn aus den Augenwinkeln beobachtet.
31:00Ich bin immer unsicherer geworden.
31:05Und jetzt habe ich mir sogar von Frau Heilmann einreden lassen,
31:08dass du mich hintergehst.
31:12Dabei hätte ich es besser wissen müssen.
31:14Allerdings.
31:23Hey, Eddie.
31:24Sag mal, hast du schon von Judiths Schnapsidee gehört?
31:27Nein, kaum fällt man mal kurzfristig aus, kriegt man auch nichts mehr mit.
31:31Sie plant eine große Charity-Aktion.
31:34Ach ja?
31:35Ja.
31:36Und im Zentrum dieser Aktion steht Biancas Großmutter.
31:40Alle fahren heute zu ihr und wollen sie mit diversen Mitbringseln bombardieren.
31:45Mhm.
31:45Und Sophia spielt die große Organisatorin und wirbelt herum, als ob es um ihr Leben ginge.
31:53Wow.
31:54Ich bin beeindruckt.
31:56Was?
31:57Du bist wohl doch gröber auf deinen Kopf gefallen.
32:00Meinem Kopf geht es wieder blendend.
32:02Wieso meckerst du hier so rum?
32:04Weil ich Biancas Großmutter nicht kenne.
32:07Und dann dieser ganze Heckmeck.
32:08Ich habe ihre Großmutter kennengelernt.
32:10Die ist super.
32:12Ja, schön für sie.
32:15Und, ähm, Sophia schaukelt jetzt das Ganze?
32:19Ja.
32:20Die ist ja süß.
32:27Zuckersüß.
32:28Und dabei nimmt sie sich sehr wichtig.
32:32Egal.
32:33Ich bin dabei.
32:36Na, bravo.
32:37Wieso bist du eigentlich so dagegen?
32:39Oder willst du nur schlechte Laune machen?
32:41Ich habe nichts dagegen, Biancas Großmutter, eine gute Besserung zu wünschen.
32:45Aber sowas kann man auch am Telefon machen.
32:49Was grinst du eigentlich die ganze Zeit so blöd?
32:52Wenn du so gegen Krankenbesuche bist, warum hast du mich denn dann besucht, als ich krank war?
33:00Ich hatte Langeweile.
33:01Ach, so nennt man das.
33:09Die Liste mit dem Weinbestand liegt jetzt unter eigene Dateien, Inventur, Getränke.
33:14Na dann, wollen wir mal.
33:19Ich seh mir kurz nochmal die Daten aus der Weinliste an, ne?
33:26Eigene Dateien, Inventur.
33:33Oh nein.
33:36Was ich hier mache, ist doch albern.
33:38Ich bin viel zu alt, um das nochmal zu lernen.
33:40Wenn das meine Großmutter hören würde, die würde ganz schön schimpfen.
33:43Sie sagt immer, zum Lernen ist man nie zu alt.
33:46Die Krankheit ihrer Großmutter setzt Ihnen ganz schön zu.
33:49Sie ist eben meine Großmutter.
33:53Es geht dir bald wieder besser.
33:55Bestimmt.
33:56Wollen Sie heute früher nach Hause gehen?
33:58Oh, das wäre fantastisch.
34:01Dafür übertrage ich Ihnen sogar die Liste mit dem Weininventar.
34:09Aber sehen Sie sich vor, der Maschine kann man nicht tragen.
34:19Die Arbeit mit dir hat mein Leben verändert.
34:23Du bist wie mein Motor.
34:25Ich kann nicht mehr ohne dich arbeiten und ich will es auch nicht mehr.
34:32Ich möchte mich noch einmal in aller Form bei dir entschuldigen.
34:37Ich möchte nicht, dass du mein Angebot als Beleidigung verstehst.
34:43Es spiegelt nur den besonderen Wert wieder, den deine Arbeit für mich hat.
34:51Könntest du dir vorstellen, wieder für mich zu arbeiten, wenn ich dein Gehalt, sagen wir mal, um 500 Euro erhöhe?
34:58Um 750 Euro.
35:03Du hast mich sehr verletzt.
35:06Aber ich bin auch berührt von deinem Mut und deiner Bereitschaft, Fehler einzugestehen.
35:13Heißt das, du bist wieder dabei?
35:161000 Euro mehr und wir sind wieder ein Team.
35:34Was macht der Kopf?
35:37Dann reif für die Disco.
35:39Vorsicht.
35:40Ja, die Krankmeldung habe ich dir jedenfalls erspart.
35:42Hast du heute schon was Besonderes vor?
35:44Wir fahren gleich zu Biancas Großmutter.
35:47Sophia, Sven und Judith haben sich schon einen Sitzplatz reserviert.
35:49Willst du auch mit?
35:51Das ist doch peinlich.
35:54Die alte Frau liegt im Nachthändenbett und dann kommt der Besuch.
35:57Ich kann mir nicht vorstellen, dass er sich darüber freut.
36:00Und wenn doch?
36:02Auf dieses Experiment würde ich mich nicht einlassen.
36:05Wie du willst.
36:06Gezwungen wird keiner.
36:13Nicht schlecht.
36:15Als wenn ich das deiner Mutter erzähle, wie du hier herumwirbelst.
36:19Dann spann sie dich sofort als Organisatorin für das Blindenprojekt ein.
36:21Wir haben einen Blumenstrauß, einen Gutschein und meinen Marmorkuchen.
36:25Wie konntest du das Wichtigste vergessen?
36:27Meine fantastische Hühner-Nudelsuppe.
36:30Oh, entschuldige Bärbel.
36:32So, der Gutschein ist fertig.
36:34Das ist ganz eine Idee nach meinem Geschmack.
36:37Man soll nicht nur den Menschen in der dritten Welt helfen,
36:39sondern auch denjenigen, die um einen sind.
36:41Ich habe die kleine Spitze verstanden.
36:43Also ich finde die ganze Idee ziemlich überdreht.
36:46Ja, dich fragt ja auch Gott sei Dank niemand.
36:49Also von meiner Seite aus ist es in Ordnung,
36:51wenn heute alle Biancas Großmutter besuchen.
36:53Wie nett von Ihnen.
36:55Kommen Sie nicht mit?
36:56Jemand muss ja hierbleiben.
36:57Denise bleibt doch hier.
36:59Wenn Bärbel noch mitfährt, ist sowieso kein Platz im Auto.
37:01Ich kann auch mit meinem Wagen fahren.
37:03Nein, nein, ich bleibe hier.
37:05Was für ein Theater.
37:26Du kannst für die Welt nur eine Person sein,
37:28aber für eine Person die ganze Welt bedeuten.
37:33Oliver ist diese Person für mich.
37:35Er darf nicht glauben,
37:36dass ich nur einen unserer gemeinsamen Momente bedauere.
37:40Ich würde jederzeit alles genauso wieder machen.
37:43Er ist meine Welt.
37:54Überraschung!
37:55Wir wollten deine Großmutter besuchen.
37:57Jetzt bin ich aber wach.
37:58Omi, du kriegst Besuch.
38:02Oh, das ist ja ein richtig schöner Herbststrauß.
38:07Danke.
38:07Was dann?
38:08Und ich habe Ihnen einen Kuchen gebacken.
38:10Bianca, den müssen wir gleich anschneiden.
38:12Na, na, na, na.
38:13Wollen doch mal sehen,
38:14ob Biancas Großmutter nicht erst mal meine Suppe kosten möchte.
38:18Oh nein, dann hat sie doch keinen Hunger mehr.
38:20Das war doch nur ein Spaß.
38:22Die Nudelsuppe gibt es natürlich heute Abend.
38:25Jetzt bin ich aber dran.
38:27Von mir einen extra spannenden Krimi.
38:29Mit Miss Marple.
38:31Oh, wie schön.
38:32Danke.
38:32Mit meinem bin ich schon fast durch.
38:35Und zum Abschluss einen Gutschein.
38:36Für einen Wohlfühltag auf Gut Wellinghoff.
38:38Für einen Wohlfühltag.
38:40Vielen Dank.
38:41Also, ich mache uns jetzt einen Tee
38:44und dann essen wir den Kuchen.
38:45Nichts da.
38:46Du bleibst sitzen und ihr macht es euch gemütlich.
38:49Haben wir dich beim Lernen gestillt?
38:50Das ist nichts Interessantes.
38:52Entschuldigung.
38:54Wer möchte Tee und wer möchte Kaffee?
38:57Ich koche beides.
38:58Und ich helfe dir.
38:59Woher wussten Sie denn,
39:00dass ich Hühnernudelsuppe so gern mag?
39:02Ach, jeder gescheiten Frau schmeckt eine Hühnernudelsuppe.
39:06Alles in Ordnung?
39:07Alles bestens.
39:09Mach dir keine Sorgen.
39:10Wir bleiben nicht lange.
39:11Deine Großmutter kann sich gleich wieder ausholen.
39:13Bist du verrückt?
39:14Guck mal, wie glücklich sie ist.
39:18Ich finde es ganz toll, dass ihr da seid.
39:20Danke.
39:21Du brauchst uns nicht zu danken.
39:22Wir sind nur hier,
39:23weil wir uns zu Hause gelangweilt haben.
39:25So, so.
39:26Komm, wir doch nicht den Kuchen haben.
39:28Ach, schon, oder?
39:29Wenn ich den Kuchen sehe,
39:30dann geht es mir wirklich gleich viel besser.
39:34Setz dich doch.
39:38Na, schneiden wir ihn doch an, oder?
39:39Ja, natürlich.
39:41Ja, natürlich.
40:01Mit Ihrer Wipperei können Sie einen ganz schön nervös machen.
40:03Es ist wohl eher der Computer, der Sie nervös macht, Chef.
40:06Denise, immer müssen Sie das letzte Wort haben.
40:09Sie ärgern sich doch nur, dass Sie nicht mitgefahren sind.
40:12Einer muss ja hier schließlich die Stellung halten.
40:17Warum sind Sie denn nicht mitgefahren?
40:19Es ist immer besser, wenn zwei die Stellung halten, Chef.
40:22Vielleicht hätte man Biancas Großmutter erst fragen sollen,
40:25ob ihr an Besuch von uns überhaupt recht ist.
40:27Man kann doch nicht einfach so eine kranke alte Dame überfallen.
40:30Ach, und ich dachte, Sie wollten hierbleiben,
40:32um die Stellung zu halten, Chef.
40:34Wenn ich ehrlich bin,
40:35ich finde, Sie hätten mitfahren sollen.
40:37Es hat ja keiner Einsatz gezeigt, mich zu überzeugen.
40:42Was machen die da bloß?
40:44Es ist doch schon spät.
40:47Da kann ich ja nach Hause gehen.
40:52Denise.
40:53Och, Chef.
40:56Ich hoffe, es war nicht zu anstrengend für dich.
40:59Es hat mir gut getan.
41:02Wir müssen uns überlegen,
41:03wann wir deinen Wohlfühltag auf Gut Wellinghoff machen.
41:06Aber vielleicht warten wir auch erst mal,
41:08bis du dich richtig auskuriert hast.
41:10Ich bin so froh, dass du gute Freunde gefunden hast.
41:13Das sind doch mittlerweile auch deine Freunde.
41:18So lasse ich dich nicht allein.
41:21Wo führst du denn hin?
41:24Willst du wegfahren?
41:28Nein, Bianca.
41:33Ich sterbe.
41:39Was sollte ich denn tun?
41:40Nicht einfach sterben lassen?
41:41Du weißt, dass ich schon etliche Untersuchungen hinter mir habe.
41:44Egal, was ich tue oder nicht tue,
41:46es ist falsch.
41:47Oder verletzt sie.
41:49Was ist das?
41:50Wieso?
41:51Wir sind doch das neue Traumpaar.
41:52Ich kann nicht hexen.
41:53Mit deinen Verdächtigungen bezüglich Kati
41:55warst du wesentlich schneller.
41:56Es grenzt schon an ein Wunder,
41:58dass ihre Großmutter überhaupt noch am Leben ist.