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SpaßTranskript
00:01Oliver hat sich eine Erkältung geholt.
00:04Ist er noch oben?
00:05Mhm.
00:07Ähm, sollen wir ihm eine heiße Zitrone machen?
00:09Vergiss es, er weigert sich.
00:12Weißt du, was ich eigentlich glaube?
00:14Ihm kommt diese Erkältung gerade recht.
00:17Warum?
00:18Ich hab Karten für die Oper.
00:19Und?
00:20Er weigert sich und nennt es Tortur.
00:22Er schiebt diese Erkältung nur vor.
00:26Und? Gehst du jetzt alleine?
00:28Ich weiß noch nicht.
00:30Aber zumindest nehm ich sein Geschenk mit.
00:33Welches Geschenk?
00:34Die Ohrringe.
00:37Sind sie nicht wunderschön?
00:47I'm a true believer.
00:55And I've seen the power of what bit love can do.
01:02And I'm a true believer.
01:07I believe in me and you.
01:16Die sind wunderschön.
01:20Darf ich?
01:37Warte.
01:41Tschau.
01:42Sind sie nicht tippt?
01:58Alles in Ordnung?
02:01Das sind deine.
02:04Ich hatte oft Zweifel, ob sich in den Wochen, die ich in Afrika war, etwas zwischen Oliver und mir geändert
02:09hat.
02:10Aber diese Ohrringe...
02:13Wie soll ich sagen?
02:17Im Gegensatz zu seinem Vater wirft Oliver mit Geschenken nicht um sich.
02:22Seine Geschenke bedeuten etwas.
02:25Und ich glaube, er wollte mir damit etwas sagen.
02:29Was klingt?
02:31Ja.
02:32So blöd es klingt.
02:34Alles ist gut.
02:38Aber dafür will er heute Abend nicht mit in die Oper.
02:41Hast du nicht Lust?
02:44In die Oper?
02:45Ähm, Tristan und Isolde.
02:48Oh, ich glaube, das ist heute nicht das Richtige für mich.
02:50Ich gebe es ja zu.
02:51Liebes Tod und Liebes-Wahnsinn nicht jedermanns Sache.
02:53Aber ehrlich gesagt, lieber in der Oper als im richtigen Leben.
03:25Tropfende Wasserhähne können einem wirklich den letzten Nerv rauben.
03:29So, jetzt gibt es erstmal eine kleine Stärkung.
03:34Ingwerkuchen nach eigenem Rezept.
03:36Die letzten Tage waren sicherlich sehr turbulent für sie.
03:40Das ist noch milder ausgedrückt.
03:42Das sollte eben so sein. Schicksal.
03:44Ich weiß ja, wie sehr Bianca an Ihnen allen hängt.
03:48Aber Ihr Studium ist doch auch wichtig.
03:52Natürlich ist es das.
03:53Aber dann bekommt Bianca das Stipendium halt nächstes Jahr.
03:57Bianca, setz dich doch. Möchtest du auch ein Stück Ingwerkuchen?
04:00Wie wärst du mit einem kleinen Spaziergang?
04:02Ich glaube, das würde uns beiden ganz gut tun.
04:05Ja.
04:07Ist alles in Ordnung?
04:10Judith hat gefragt, ob ich mit ihr in die Oper komme.
04:12In die Oper würden mich auch keine zehn Pferde bringen.
04:15Musical, ja.
04:16Ach, der Glöckner von Notre Dame, Ketz. Wunderbar.
04:20Und ich dachte schon, dass es was Ernstes ist.
04:22Also ein Spaziergang würde mir trotzdem ganz gut tun, wollen wir?
04:25Ja. Bis später, Bärbel.
04:35Hallo, Judith. Schön, dich zu sehen.
04:39Wird was passiert?
04:41Ja.
04:42Was denn?
04:45Oliver.
04:47Geht nicht mit in die Oper.
04:50Und deshalb gibt es für dich jetzt das Angebot des Monats.
04:53Ein freier Abend mit deiner besten Freundin.
04:55Und jetzt sag nicht, dass du schon andere Pläne hast.
04:58Judith, wir haben drei Reservierungen für heute Abend.
05:00Ich muss erst mit Matthias reden.
05:02Ihr sprecht von mir?
05:03Hoffentlich nur Gutes.
05:04Das wird sich jetzt gleich herausstellen.
05:06Was muss ich tun, damit du in Zukunft nur Gutes über mich erzählst?
05:09Leih mir Tina aus.
05:10Für die Oper.
05:11Oliver kann nicht.
05:13Seit ich zurück bin, haben wir nicht einen Abend für uns gehabt.
05:16Ich habe schon ein richtig schlechtes Gewissen.
05:18Das ist wirklich ganz lieb, Judith.
05:19Aber heute Abend ist es total schlecht.
05:20Es gibt wirklich nicht die Reservierungen.
05:22Ich schaffe das schon.
05:23Was?
05:24Was heißt, dass du schaffst das schon?
05:26Na ja, geh mit Judith.
05:27Macht euch einen schönen Abend.
05:29Danke.
05:29Du bist ein Schatz.
05:30Aber wir wirst nicht das alleine schaffen.
05:32Erstens sind zwei Reservierungen abgesagt worden.
05:34Zweitens hast du dir endlich mal wieder einen freien Abend verdient.
05:37Ach, abgesagt.
05:39Aber ich finde, du solltest unbedingt auf deinen Mann hören.
05:44Gut.
05:46Überredet.
05:46Ich komme mit.
05:47Du bist ein Schatz.
05:49Es gibt übrigens Tristan und die Säule.
05:55Das war ein Stich mitten durchs Herz.
05:57Glaubst du wirklich, dass er ihr die Ohrringe geschenkt hat?
06:00Weiß ich nicht.
06:01Aber sie hat sie mit Sicherheit nicht geklaut.
06:03Es ist noch nicht so spät.
06:05Wir können immer noch wegziehen.
06:08Überleg dir noch einmal gut, ob du dir das wirklich antun willst.
06:11Ihn jeden Tag zu sehen.
06:12Judith jeden Tag zu sehen.
06:14Umi, ich mache mich doch zum Affen, wenn ich nach einem Tag schon wieder kündige.
06:17Glaubst du denn immer noch, dass es die richtige Entscheidung war?
06:19Nehmen wir mal an, wir werden umgezogen.
06:21Wo wären wir denn dann jetzt?
06:22In einer fremden Stadt, bei fremden Leuten, in einer fremden Wohnung.
06:24Ich weiß nicht, ob das so viel besser wäre.
06:27Manchmal ist Fremdheit leichter zu ertragen, als der tägliche Stich ins Herz.
06:31Jetzt...
06:34Lass uns weggehen, Bianca.
06:37Bitte.
06:39Es gefällt mir nicht, dass du hier wieder arbeitest.
06:42Komm, wir reden jetzt erst mal mit Eddie, ob er uns beim Wasserhahn helfen kann.
06:51Wenn du meinst.
06:53Komm.
07:17Wie konntest du das tun?
07:19Du hast einen freien Abend.
07:20Wo ist denn das Problem?
07:21Stell dich nicht um, du weißt ganz genau, wo das Problem ist.
07:24Judith?
07:25Bianca?
07:26Oder vielleicht du selbst, liebe Tina?
07:28Was soll denn das jetzt wieder heißen?
07:30Bianca ist wieder hier.
07:31Die wird dich so schnell wieder gehen.
07:33Und?
07:33Du kannst dich nicht jedes Mal wie eine Verräterin fühlen, wenn du Judith begegnest.
07:36Denn was soll ich deiner Meinung nach tun?
07:38Versuch, mit der Situation zu leben.
07:41Ich soll also vergessen, dass sie meine Freundin ist, oder was?
07:44Nein, du sollst aufhören, dich schuldig zu fühlen.
07:46Das ist ungesund.
07:48Und macht herzlich.
07:52War das der Grundkurs in männlichem Pragmatismus?
07:55Nein, das war die Aufforderung, diesen Abend zu genießen.
07:58Bei Tristan und Isolde?
08:00So könnte ich ja gehen.
08:01In der Pause.
08:03Bei Nause.
08:09Sehr schön.
08:11Dankeschön.
08:25Neubauer?
08:26Ja, hallo, Kathi.
08:27Die Ariane Wellinghoff.
08:28Ach, Frau Wellinghoff, wie geht es Ihnen?
08:31Schön, dass Sie von sich hören lassen.
08:32Kommen Sie gut voran?
08:33Es läuft fabelhaft.
08:34Unser Konzept kommt großartig an.
08:36Ich habe schon eine ganze Liste neuer Interessenten.
08:39Ich wäre jetzt so gern an Ihrer Seite.
08:41Das werden wir nachholen.
08:43Wie läuft es bei Ihnen?
08:44Haben Sie meinen Mann heute schon gesehen?
08:46Ja, vorhin.
08:48Er war auf dem Weg zur Arbeit.
08:50Er war so, ja, wie soll ich sagen, gereizt.
08:55Ich glaube, er hat Ihre Absage immer noch nicht ganz verwurten.
08:58Er nimmt jetzt Frau Heilmann mit.
09:01Kathi?
09:01Sie könnten mir einen Gefallen tun.
09:04Was immer Sie wollen.
09:05Gehen Sie mit meinem Mann auf diesen Empfang.
09:08Ich?
09:09Ja.
09:10Richten Sie ihm aus, dass es mein ausdrücklicher Wunsch ist,
09:12dass Sie ihn auf diesen Empfang begleiten.
09:14Bitte, Frau Wellinghoff, das kann ich nicht.
09:17Sie müssen.
09:18Soll ihn vielleicht Frau Heilmann begleiten?
09:20Nein, natürlich nicht.
09:21Aber ich bin nun wirklich kein Ersatz für Sie.
09:24Ach, Kathi, jetzt machen Sie sich nicht kleiner als Sie sind.
09:27Ich werde alles tun, um Sie würdig zu vertreten.
09:30Danke.
09:31Auf Wiedersehen, Frau Wellinghoff.
09:34Wiederhören.
09:42Wellinghoff.
09:43Kathi Neubauer hier.
09:45Kathi, was verschafft mir die Ehre?
09:48Ich habe gerade mit Ihrer Frau telefoniert.
09:50Und? Wie läuft's auf der Messe?
09:53Sehr gut.
09:54Sie konnte jede Menge neue Interessenten gewinnen.
09:56Das ist schön.
09:58Sie macht sich aber Sorgen wegen des Empfangs.
10:01Die Sorgen hätte sie sich mal vorher machen sollen.
10:04Sie hat ein wirklich schlechtes Gewissen und...
10:07Ja, deshalb hat sie mich als Ersatz vorgeschlagen.
10:11Hat sie das getan?
10:13Ja, aber wenn Sie andere Pläne haben oder mit Frau Heilmann hingehen wollen...
10:16Aber nein, Kathi, der Wunsch meiner Frau ist mir befehlen.
10:20Haben Sie was Passendes zum Anziehen?
10:21Ja, ich habe noch ein Kleid vom Geburtstag meiner Omi.
10:25Kathi, das ist ein offizieller Empfang.
10:29Kaufen Sie sich was Anständiges.
10:31Vielleicht ein Cocktailkleid.
10:34Ich glaube, darin werden Sie sehr gut aussehen.
10:37Selbstverständlich auf meine Kosten.
10:39Sehr gerne.
10:40Ich werde mir was Passendes aussuchen.
10:42Gut.
10:43Wir treffen uns dann pünktlich heute Abend auf Gut Wellinghoff.
10:45Also, bis heute Abend.
10:48Es wird mir eine Ehre sein, Herr Wellinghoff.
10:56Jetzt guckt dir diese Zahl...
10:59Schau dir den Gewinn an.
11:03Halbleiterplatten.
11:07Das sind ja wirklich bombige Zahlen.
11:11Kompliment?
11:12Gerade scheint alles, was du anfasst, zu Gold zu werden.
11:15Na, wir wollen nicht übertreiben.
11:16Aber ich habe das Gefühl, das ist erst der Anfang.
11:19Noch nicht das Ende.
11:20Oliver, ich bin glücklich, dass dich die neue Aufgabe so beflügelt.
11:24Weiter so.
11:26Du siehst aber auch sehr zufrieden aus.
11:28Gute Neuigkeiten?
11:29Ich habe gerade mit deiner Mutter...
11:30Ich habe eine Nachricht von deiner Mutter bekommen.
11:33Dein Erfolg scheint ansteckend zu sein.
11:36Die Messe läuft sehr gut.
11:37Das freut mich für Mutter.
11:39Na dann, auf zu neuen Geschäften.
11:42Viel Glück dabei.
12:02Eddie, hast du mal einen Moment Zeit?
12:05Bianca.
12:07Hallo, Frau Berger.
12:08Guten Tag, Eddie.
12:09Unser Wasserhahn zu Hause ist im Eimer, der tropft und uns fehlt das richtige Werkzeug.
12:13Und vor allem der Mann, der mit dem Werkzeug umgehen kann.
12:16Könntest du uns helfen oder stören wir dich bei einer wichtigen Lektüre?
12:20Gar nicht.
12:21Lesen ist eigentlich gar nicht mein Ding.
12:23Und welcher Notfall ist ausgebrochen, dass Sie nun doch lesen?
12:28Och, Langeweile.
12:29Na dann kommen wir ja genau richtig.
12:31Könntest du meine Großmutter nach Hause fahren und dich um den Wasserhahn kümmern?
12:34Klar, mach ich.
12:36Stehe zu Ihren Diensten, Frau Berger.
12:39Danke, Eddie.
12:40Ach, solche Momente sollte man sich einrahmen lassen.
12:45Ich bin noch nie von einem Chauffeur gefahren worden.
12:48Na dann wird's ja allerhöchste Zeit.
12:50Bitteschön.
12:52Danke.
12:57Liebe und Verlieben, ein Ratgeber.
13:00Liebeskummer?
13:03Ich dachte, das ist ein Krimi.
13:06Habe ich in der Hektik wohl daneben gegriffen.
13:08Nicht wirklich.
13:09Liebe kann spannender sein als jeder Krimi.
13:12Ich gehe mal das Werkzeug holen.
13:14Bin gleich wieder da.
13:15Danke.
13:19Vielleicht solltest du dir das Buch mal ausleihen.
13:28Das Büro des Bankenverbandes hat gerade angerufen.
13:31Und?
13:32Sie wollten wissen, ob du kommst.
13:33Sie werden in diesem Jahr auf mich verzichten müssen.
13:37Das ist aber nicht irgendein Empfang, sondern der Empfang des Verbandes der Privatbanken.
13:41Da wird Politik gemacht, aber das muss ich dir ja nicht erzählen.
13:44Er findet jedes Jahr statt.
13:45Ich kenne die Gespräche inzwischen auswendig.
13:49Ich würde aber gerne mal wieder das Cocktailkleid anziehen, was du mir vor einem halben Jahr gekauft hast.
13:54Das cremefarbene.
13:57Indem du mich so atemberaubend sexy fandest.
13:59Hast du die Bilanzpapiere von Weber und Weber gesehen?
14:02Wenn du mir schon nicht die Frage beantwortest, könntest du wenigstens die Höflichkeit haben, mich anzusehen, wenn ich mit dir
14:06rede.
14:07Maren, ich gehe dieses Jahr nicht auf den Empfang.
14:10Willst du es schriftlich?
14:11Nein.
14:12Mündlich genügt mir.
14:16Die Bilanzpapiere von Weber und Weber sind unten im Schrank rechts.
14:22Danke.
14:32Ein kleiner Blick der Aufmerksamkeit.
14:36Bitte.
14:38Nur einen winzigen Blick.
14:40Dass du das kannst, wundert mich.
14:42Was?
14:43Mir in die Augen sehen.
14:45Wovon redest du?
14:49Hallo, Bruderherz.
14:50Hallo.
14:51Alles klar?
14:52Ja, alles klar.
14:53Hi, Bianca.
14:54Hallo, Sophia.
14:55Na, Schultag überstanden?
14:56Ach, viel mehr überlebt als überstanden.
14:59Übrigens, ich habe gehört, was mit deinem Stipendium passiert ist.
15:01Finde ich richtig scheiße.
15:03Tut mir echt leid.
15:05Mir auch.
15:07Aber andererseits ist es auch gut, dass du wieder da bist.
15:10Hier war eine mittlere Krise.
15:12Wegen deines Abgangs?
15:13Ich bin mir gar nicht sicher, ob die schon vorbei ist.
15:15Ach, glaub mir.
15:17Wir sind alle froh.
15:19Man sieht sich, Bianca.
15:25Bianca, sag mir, wovon du redest.
15:27Man sieht sich.
15:35CT 2500.
15:37Das Teufel Radiomodell?
15:39Sie sind hier nicht als Komiker angestellt, Sie sind als Gärtner angestellt.
15:42Schon gut.
15:43In euer Laptop?
15:45Sehe ich so aus, als würde ich mir privat einen Computer zulegen?
15:49Nein.
15:50Nicht wirklich.
15:52Aber Fortschritt muss ja angeblich sein.
15:53Wenigstens auf Good Wellinghof.
15:55Ah, verstehe.
15:56Hauptsache nicht bei Ihnen zu Hause.
15:59Passen Sie auf, was Sie sagen.
16:00Meine Laune ist heute unter Null.
16:02Schon gut.
16:06Kennen Sie sich denn damit aus?
16:07Geräte ausgepackt habe ich schon öfter.
16:10Jetzt müsste man nur noch wissen, wie es angestellt wird.
16:15Vielleicht trifft er das weiter.
16:18Benutze Handbuch.
16:20Naja, das eine oder andere Gerät werden Sie ja schon angeschaltet haben.
16:24Vorsicht.
16:26So.
16:28Das war's schon.
16:30Große Klasse, Eddie.
16:32Das hätte ich alleine nie geschafft.
16:34Das nächste Mal können Sie es selber.
16:36So genau wie Sie mir über die Schulter gesehen haben.
16:38Nun übertreiben Sie mal nicht.
16:40Kommen Sie.
16:41Okay, trinken wir einen Tee oder lieber ein Bier,
16:45wie es sich für einen richtigen Handwerker gehört?
16:47Tee ist gut. Ich muss ja noch fahren.
16:49Danke.
16:50Unser Drei-Frauen-Haushalt wird fast mit allem fertig.
16:55Aber manchmal ist ein Mann doch ganz praktisch.
17:01Nur dafür?
17:03Nein, nicht nur dafür.
17:06Wir Frauen geben das ja nicht gerne zu,
17:08weil wir ja ganz gut alleine zurechtkommen.
17:10Aber manchmal fehlt die Schulter zum Anlehnen.
17:16Leider haben die meisten Männer heute keine mehr.
17:23Keine Angst, Eddie.
17:24Ich glaube, Sie haben eine.
17:29Gestatten Sie mir eine persönliche Frage, Eddie.
17:34Das ist jetzt aber nicht wegen dem Buch auf dem Rücksitz.
17:37Ich habe Ihnen die Geschichte mit dem Krimi
17:39sowieso nicht ganz abgenommen.
17:42Ein Stück Kuchen?
17:44Danke, gern.
17:45Wenn zugegeben, das war nur die halbe Wahrheit.
17:49Haben Sie eine Freundin?
17:52Nein.
17:53Wie kommt's?
17:56Das wüsste ich selber gerne.
17:59Einfach kein Glück gehabt bisher.
18:02Für sein Glück muss man manchmal was tun.
18:06Ja, stimmt schon.
18:08Es ist aber nicht so, dass ich nichts getan hätte.
18:10Sicher, eine Garantie ist das nicht.
18:14Es kann trotzdem passieren, dass man an die falsche gerät.
18:18Eben.
18:19Und wenn ich mir die Paare so angucke,
18:23dann habe ich oft das Gefühl,
18:26die passen nicht zueinander.
18:28Wie meinen Sie das?
18:30Sehen Sie, Eddie, Sie sind so ein reizender Kerl.
18:34Und allein.
18:35Jede Wette.
18:36Es gibt da draußen eine Menge Frauen,
18:39die mit Ihnen glücklicher wären,
18:42als mit dem Partner,
18:43mit dem Sie im Augenblick zusammen sind.
18:47Denken Sie dabei an jemand Bestimmten?
18:53Nein.
19:02Wow, da haben Sie sich ja ganz was Schickes angeschafft.
19:04Läuft der schon?
19:05Ich sag nichts.
19:11Irgendein Problem, bei dem ich behilflich sein kann?
19:14Vielleicht könnten Sie uns mal zeigen,
19:15wie das Ding hier angeht?
19:17Ja, das sollten wir hinkriegen.
19:20Einfach hier drücken.
19:24Man muss es nur erst mal wissen.
19:26Die Programme spielen Sie jetzt drauf,
19:27dann noch ein paar Setups,
19:28dann können Sie loslegen.
19:31Setups.
19:31Das hört sich nicht so schwierig an.
19:33Ist es auch nicht.
19:35Das Installationsprogramm sagt Ihnen genau,
19:36was Sie machen müssen.
19:38Und dieses Knirschen hier drin,
19:40das ist normal.
19:42Der Computer fährt hoch.
19:44Ist total normal.
19:46Der beißt auch nicht.
19:48Ich muss den Tisch decken.
19:56Was meinen Sie damit hier?
19:58Programmen raufspielen.
20:00Sorry, ich bin nur der Gärtner.
20:05Nein, ich bin wahnsinnig busy
20:06und habe keine Zeit,
20:07bei Ihnen vorbeizukommen.
20:08Schicken Sie mir doch eine kleine Auswahl
20:10Ihrer schönsten Kleider vorbei.
20:12Geld spielt keine Rolle.
20:14Mein Name ist Cathy Neubauer,
20:15gut Wellinghoff.
20:17Ach, und
20:18den Männern sollen die Augen
20:19aus dem Kopf fallen.
20:21Bis später.
20:32Heilmann?
20:33Frau Heilmann,
20:34Cathy Neubauer hier.
20:36Frau Neubauer,
20:36was kann ich für Sie tun?
20:38Sie können Herrn Wellinghoff
20:39etwas ausrichten,
20:40ich möchte ihn deswegen nicht stören.
20:42Um was geht's denn?
20:43Er soll sich keine Sorgen machen,
20:45das Kleid für den Empfang
20:46heute Abend ist in Arbeit.
20:47Empfang?
20:48Was für ein Empfang?
20:50Der beim Bankenverband.
20:51Herr Wellinghoff hat mich doch gebeten,
20:53ihn zu begleiten.
20:55Frau Heilmann?
20:57Sind Sie noch dran?
21:00Langsam.
21:01Herr Wellinghoff hat Sie gebeten,
21:03ob Sie mit ihm
21:04auf den Empfang
21:04des Verbands
21:05der Privatbanken gehen.
21:06Habe ich das richtig verstanden?
21:07Frau Heilmann,
21:08oh nein.
21:09Ja, jetzt verstehe ich.
21:11Sie verstehen gar nichts.
21:13Es tut mir sehr leid,
21:14aber das war nicht meine Idee.
21:17Wessen Idee war es denn?
21:18Die von Frau Wellinghoff.
21:20Es war ihr ausdrücklicher Wunsch,
21:22dass ich ihren Mann begleite.
21:24Ah ja.
21:25Ja, aber
21:26wenn das jetzt ein Problem ist
21:28und Sie möchten
21:28mit Herrn Wellinghoff
21:29daheim gehen,
21:30also ich brauche das nicht.
21:32Danke, Frau Neubauer.
21:34Ich jetzt auch nicht mehr.
21:35Danke für Ihre Offenheit.
21:36Gerne.
21:37Und vergessen Sie nicht,
21:39Herrn Wellinghoff
21:39meine Nachricht zu übermitteln.
21:50Bianca, was ist los?
21:54Bitte rede mit mir.
21:56Geht's dir nicht gut?
21:58Oh, mir geht's glänzend.
21:59Sieht man das nicht?
22:00Was hast du?
22:01Ich glaube,
22:02so gut ging's mir das letzte Mal
22:03auf meinen sechs Quadratmeter
22:04mit dem kleinen Gitter davor.
22:05Was hab ich dir denn getan?
22:06Geh einfach nur
22:07und lass mich in Ruhe.
22:08Das kann ich...
22:10Das kann ich nicht.
22:11Ich muss wissen,
22:12was los ist.
22:13Gar nichts,
22:14musst du verschwinden.
22:30Auf wen bin ich eigentlich wütend?
22:32Auf ihn oder auf mich?
22:35Ich muss mich zusammenreißen
22:36und endlich ehrlich sein.
22:39Jedenfalls mit mir selber.
22:45Kein Wort, ja?
22:47Aber gucken darf ich noch, ja?
22:50Ist nicht so gemeint.
22:53Aber die Umstellung
22:54unserer Verwaltung auf Computer
22:56wird mich noch einige Nerven kosten.
22:59Haben Sie eine Ahnung,
23:00was ein Setup ist?
23:01Nee, beim besten Willen nicht.
23:04Mal ehrlich, Georg.
23:05Das muss doch nicht von heute
23:06auf morgen passieren.
23:07Die Umstellung ist doch schon
23:08seit Ewigkeiten geplant.
23:10Wenn's jetzt noch ein paar Wochen
23:11länger dauert, na und?
23:14Es ist also nicht nur
23:15der Computer, was?
23:16Nein.
23:20Eddie macht mir Sorgen.
23:22Ich war gestern bei ihm.
23:25Seine zwanghafte Suche
23:26nach einer Frau,
23:27die bekommt ihm gar nicht.
23:28Zwanghaft?
23:30Ja, ist meine Befürchtung.
23:31Es ist halt heutzutage kompliziert,
23:33den oder die Richtige zu finden.
23:36Schmerzfrei.
23:37Reden Sie aus Erfahrung?
23:38Nicht mehr.
23:39Ich hab schon lange aufgegeben.
23:42Aber vielleicht sollte ich
23:43Eddie dabei helfen.
23:44Ach, Finger weg, Georg.
23:45Das führt ins Chaos.
23:46Ich will doch bloß,
23:47dass er sich nicht so geht.
23:48Ach, die Zeiten,
23:49wo Väter ihren Söhnen
23:50die Frauen ausgesucht haben,
23:51die sind vorbei.
23:53Das ist mir durchaus bekannt.
23:56Es geht ja auch schließlich
23:57um eine Herzensentscheidung
23:58fürs Leben.
23:59Und ein bisschen Qual
24:00gehört immer dazu.
24:01Darum hab ich ja auch
24:02aufgehört zu suchen.
24:19Wie konnte ich nur glauben,
24:20es würde nicht wehtun?
24:22Omi hat recht,
24:23ich mach mir was vor.
24:25Damit würde ich
24:26jeden Preis gewinnen.
24:28Ich bin gerade zu.
24:29Die Meisterinnen
24:30in sich was vormachen.
24:44Könnte Sie sich mal
24:45auf die Zehenspitzen stellen?
24:47Zehenspitzen?
24:48Ja, ich möchte mal sehen,
24:49wie es in der Länge wirkt.
24:52Bitte Zehenspitzen
24:53für die Dame.
24:58Und jetzt bitte bücken.
24:59Ich erkläre Ihnen
25:00vielleicht noch mal
25:01das andere Kleid.
25:02Es ist seitlich geschlitzt.
25:03Erst bücken.
25:07Bitte bücken.
25:10Und knien auch mal.
25:18Man weiß ja nie,
25:19ob nicht mal
25:20eine Olive
25:20zu Boden fällt
25:21und dann möchte ich
25:22nicht aussehen
25:22wie meine Oma.
25:23Wollen wir jetzt bitte
25:24zu dem anderen Kleid
25:25übergehen?
25:26Gerne.
25:27Machen Sie es sich
25:28doch wieder bequem.
25:29Es ist doch so anstrengend
25:30da unten.
25:30Wie gesagt,
25:31dieses Kleid
25:32ist eine
25:34raffinierte Mischung
25:35aus
25:35Eleganz
25:36und
25:37Frivolität.
25:41sehr interessant.
25:45Könnten Sie sich
25:46mal nach rechts drehen?
25:49Und jetzt mal
25:50nach links?
25:53Sie machen es einem
25:54wirklich nicht einfach.
25:55Es ist eine ganz
25:56schwere Entscheidung.
25:58Könnte ich mal sehen,
25:59wie das geschlitzte Kleid
26:00an der Dame
26:01in dem kleinen schwarzen
26:02aussieht?
26:03Kleidertausch?
26:04Ja, vielleicht steht ja
26:05das geschlitzte Kleid
26:06Ihrem ersten Model
26:07besser.
26:07Das würde mir
26:08meine Entscheidung
26:09erleichtern.
26:09Aber Sie haben
26:10doch nicht die
26:10Das macht nichts.
26:12Ein ungefähres Bild
26:13würde mir schon genügen.
26:15Bitte
26:17Kleidertausch.
26:18Ich hoffe,
26:19ich mache Ihnen
26:20nicht zu viele Umstände.
26:21Gar nicht.
26:23Der Empfang
26:23heute Abend
26:24ist sehr wichtig
26:25und von daher
26:26möchte ich meine
26:26Entscheidung mit allergrößter
26:27Sorgfalt treffen.
26:28Verstehe.
26:29Sehr interessant.
26:31Nochmal
26:32bücken?
26:33Nein, nein.
26:33Einmal drehen
26:34genügt.
26:39Es ist mir
26:40wirklich nicht
26:41leicht gefallen,
26:42aber
26:42ich nehme das Kleid
26:44mit dem seitlichen
26:44Schlitz.
26:45Gratuliere.
26:46Sie haben sich
26:47das schönste Kleid
26:48ausgesucht
26:49und das teuerste.
26:50Ups!
26:51Das war gar nicht
26:52beabsichtigt.
26:53Die Rechnung geht
26:54übrigens an das
26:55Bankhaus Wellinghoff.
26:57Du verlogener Feigling.
26:59Wie redest du mit mir?
27:01Du weißt ganz genau,
27:02warum ich so mit dir
27:03rede.
27:03Nein.
27:03Du gehst auf den
27:04Empfang und hast
27:05nicht die Größe,
27:05mir zu sagen,
27:06dass du auf Verlangen
27:07deiner Frau dich
27:08von Kathi Neubauer
27:08begleiten lässt.
27:10Maren,
27:10du warst schon mal
27:11amüsanter.
27:12Ja.
27:14Das waren auch die
27:15Zeiten, wo es noch
27:16was zu lachen gab.
27:26Und Sie meinen
27:26wirklich, dass da
27:27irgendwo die Frau
27:28auf mich wartet?
27:30Natürlich.
27:31Sie müssen bloß
27:31die Augen aufmachen.
27:32Stand darüber
27:33nichts in Ihrem Ratgeber?
27:34Nicht wirklich.
27:36Also der Abschnitt
27:36über nonverbale
27:37Kommunikation war
27:38ganz interessant.
27:39Über was?
27:41Naja,
27:42darüber,
27:42dass wir auch
27:43dann reden,
27:43wenn wir nicht reden.
27:45Wortlose
27:45Kommunikation.
27:47Sitzhaltung.
27:48Sex.
27:48Ja, auch Sex.
27:50Ein Gespräch,
27:51das im Bett
27:51oft so einseitig ist
27:53wie im Leben.
27:55Ja,
27:55Sie können einen
27:56ja ganz schön
27:56verliegen machen.
27:58Nehmen Sie,
27:58Eddie,
27:59ich bin zwar
27:59einen ganzen Zacken
28:00älter als Sie,
28:01aber ich bin nicht
28:02mit weißen Haaren
28:03auf die Welt gekommen.
28:04Auch ich
28:04habe gelebt.
28:06Ja, ja,
28:07das ist nicht zu überhören.
28:08Ah,
28:10da bist du ja.
28:11Ja,
28:11ich habe heute ein bisschen
28:12früher Schluss gemacht.
28:13Schön,
28:13dass du hier bist.
28:14Danke, Eddie.
28:15Das ist lieb.
28:16Ich glaube,
28:18ihr habt nichts dagegen,
28:19wenn ich euch
28:21einen Augenblick
28:21allein lasse.
28:22Ich lebe mich
28:24ein bisschen hin.
28:25Geht's dir nicht gut?
28:26Dann keine Sorge,
28:27mir geht es bestens.
28:29Aber Eddie
28:29ist nicht nur
28:30der perfekte Chauffeur
28:31und Handwerker.
28:33Mit ihm kann man sich
28:34auch wunderbar unterhalten.
28:37Tschüss, Eddie.
28:38Ja.
28:38Bei Gelegenheit
28:39müssen wir unser Gespräch
28:40unbedingt fortsetzen.
28:51irgendwie mag sie mich.
28:52Das ist nicht schwer,
28:53Eddie,
28:54alle mögen dich.
28:55Da wäre ich mir
28:56nicht so sicher.
28:59Sag mal,
29:02du kennst doch Denise
29:03jetzt auch schon
29:03eine ganze Weile.
29:05Ja,
29:05wieso?
29:06Was hältst du von ihr?
29:10Raue Schale,
29:11weicher Kern.
29:13Nicht ganz einfach,
29:14wie alle verletzlichen Menschen.
29:17Gibt's ein Problem mit Denise?
29:19Nein,
29:20gar nicht.
29:21Ich wundere mich,
29:22was du alles über sie weißt
29:23in so kurzer Zeit.
29:24Also,
29:24ich kenne Denise
29:25wesentlich länger als du
29:26und trotzdem weiß ich
29:27so gut wie nichts
29:28über sie.
29:29Magst du sie?
29:31Ja,
29:33nicht so,
29:34wie du jetzt vielleicht denkst.
29:36Wie denn?
29:38Das weiß ich selber
29:39nicht so genau.
29:42Bisher war Denise
29:43nie mehr
29:43als eine Kollegin.
29:46Ja.
29:53Noch einmal erwacht
29:54Isolde aus tiefer Ohnmacht.
29:56Ihr Auge ist einzig
29:58auf Tristan gerichtet.
29:59Im Liebestod
30:00stirbt sie ihm nach.
30:03Kapierst du jetzt,
30:04was du mir angetan hast?
30:05Ja,
30:05das klingt doch ganz interessant.
30:07Wie gesagt,
30:08in der ersten Pause
30:08könnt ihr ja einfach gehen.
30:09Da kennst du Judith schlecht.
30:11Für sie ist das
30:11Hochverrat an der Kultur.
30:13Wenn ich das gewusst hätte.
30:15Ja was,
30:16kommt Reue auf?
30:17Nein,
30:18aber
30:19ich glaube,
30:20ich habe das alles nur getan,
30:21um dich endlich mal wieder
30:22in diesem wunderschönen
30:23Kleid zu sehen.
30:26Okay,
30:26akzeptiert.
30:30Pass auf,
30:31mein Make-up.
30:32Es hat mich richtig Mühe gekostet.
30:36Judith,
30:37du siehst ja großartig aus.
30:39Was meinst du?
30:40Können wir die beiden
30:41nicht so gehen lassen?
30:42Die Frage ist wohl eher,
30:43ob wir euch allein lassen können.
30:44Das wird ein reiner Männerabend.
30:47Versprochen.
30:48Nicht wahr?
30:49Keine Frage.
30:50Dann pass mir mal gut auf ihn auf.
30:54Tschüss,
30:55ihr beiden.
30:56Viel Spaß.
31:01Na?
31:04Ein Bier?
31:06Oder zwei?
31:07Und was Stärkeres.
31:08Jo.
31:20Schön, dass es dir wieder gut geht.
31:22Mhm.
31:23Eddie hat mich aufgemuntert.
31:26Der ist ja ein reizender Kerl.
31:28Ja,
31:29das ist er.
31:30Nett.
31:32Zuverlässig.
31:34Leider immer noch allein.
31:37Omi, vergiss es.
31:38Nett sein allein reicht nicht.
31:45Ich weiß.
31:46Ach, komm.
31:48Du weißt selbst,
31:49dass Liebe nichts mit Zuverlässigkeit
31:50und Nett sein zu tun hat.
31:51Tja.
31:54Das ist der schmerzhafte Irrtum,
31:57den wir alle irgendwann aufsitzen.
32:02Was heißt das?
32:06Dass Leidenschaft etwas mit Liebe zu tun hätte.
32:09Und nicht mit Zuverlässigkeit.
32:13Und Güte.
32:15Omi, hör auf.
32:16Das tut mir weh.
32:23Aber es ist der großartigste Irrtum,
32:26den es gibt.
32:31Man muss nur aufpassen,
32:33dass er einen nicht umbringt.
32:35Verdammt, Omi,
32:35es ist kein Irrtum,
32:36es ist Liebe.
32:43Heute hatte ich das Gefühl,
32:44ich habe eine Fremde vor mir.
32:45Das klingt doch gut.
32:46Was soll das denn heißen?
32:47Je fremder dir Bianca wird,
32:49desto besser.
32:50Hast du noch mehr
32:51so geniale Vorschläge auf Lager?
32:54Hättest du es nicht zulassen dürfen,
32:55dass sie wieder beginnt,
32:55bei euch zu arbeiten?
33:00Wir haben eine Verabredung.
33:03Was für eine?
33:03Nur Sehnenlicht anfassen.
33:06Das ist mir zu hoch.
33:08Du, das ist mir echt zu hoch.
33:11Ach, du hast doch keine Ahnung.
33:12Wir sollten einen drauf machen.
33:15Trink noch eins.
33:16Lass mal mir,
33:17es warte nicht nach meiner Abendsmute.
33:19Ich hätte mal wieder wahnsinnig Lust
33:20auf einen Abend mit dir,
33:21an dem wir ein anderes Thema haben
33:22als dich und Bianca.
33:30Gefällt es Ihnen?
33:32Sie sehen umwerfend darin aus.
33:34Sie finden es nicht zu...
33:37offenherzig?
33:37Keine Sorge, Kathi.
33:39Sie können das tragen.
33:40Ich hatte schon Angst,
33:41dass das Kleid zu gewagt ist.
33:43Ich hatte deswegen heute Nachmittag
33:44keine ruhige Minute mehr.
33:46Sie werden alle Blicke auf sich ziehen?
33:49Gleich so viele.
33:50Was ist es nochmal für eine Party?
33:52Das jährliche Treffen
33:53der Privatbanken.
33:55Sehr steif, sehr bieder,
33:57konservative Banker
33:58und Ehefrauen in Kleidern,
34:00die einen Nachts Albträume machen.
34:03Sie können einem ja richtig Angst machen.
34:04Kein großer Angst.
34:07Auf den Abend
34:09und auf das Kleid.
34:23Ja?
34:24Alexander, ich bin's.
34:26Ariane, wie schön.
34:27Wie geht es dir?
34:29Ausgezeichnet.
34:30Ich hoffe, dir auch.
34:31Ich habe jetzt schon Sehnsucht nach dir.
34:34Alter Schwindler.
34:35Soll das heißen,
34:36du glaubst mir nicht?
34:37Natürlich.
34:38So wie ich dir immer glaube.
34:44Ich wollte dich nur kurz fragen,
34:46ob Kathi dich heute begleitet.
34:48Ja, das tut sie.
34:49Und ich glaube,
34:50sie wird ihre Aufgabe
34:51sehr gut machen.
34:53Dann bist du mir nicht mehr böse?
34:55Nur noch ein wenig.
34:57Schön.
34:59Genieß den Abend.
35:01Du auch.
35:01Tschüss, Ariane.
35:04Oh, darf ich Ihnen helfen?
35:10Okay.
35:11Frau Wellinghoff.
35:13Oder darf ich Ariane sagen?
35:17Wenn Sie etwas mit mir trinken.
35:19Gern.
35:30Geiles Gespräch.
35:34Nicht nur Sprache,
35:35das Gespräch.
35:36Blicke, Gesten.
35:37Gehört alles auch dazu.
35:38Und verrät uns eine Menge
35:40über den anderen.
35:42Wer sagt denn sowas?
35:45Behauptet der Ratgeber,
35:46an dem ich heute rumgestöbert habe.
35:49Na dann,
35:51erzähl mir doch mal
35:52mit einer neu erworbenen Erkenntnis,
35:54was du so über mich rausgefunden hast.
35:57Soll ich ehrlich sein?
35:59Mhm.
36:00Aber immer.
36:03Gar nichts.
36:05Gar nichts.
36:08Du bist mir ein Rätsel.
36:12So ähnlich wie Alpha Centauri.
36:14Wie wer?
36:20Zum Wohl.
36:22Danke.
36:26Ein Sonnensystem.
36:27Man vermutet dort menschliches Leben,
36:29aber man weiß es nicht so genau.
36:32So ähnlich geht es mir mit dir.
36:34Das ist gar nicht so blöd,
36:35wie ich dachte.
36:36Danke.
36:38Ich habe zu Hause ein Teleskop.
36:40Als Kind wollte ich
36:41im Astronaut werden
36:42und durchs Weltall reisen.
36:45Das ist eine andere Geschichte.
36:47Tja.
36:50Wer hätte gedacht,
36:51dass das Weltall
36:54nicht größer als gut Wellinghoff
36:55sein würde.
36:56Du sagst es.
36:57Das ist etwas Schöpfchen.
37:08Zurück,
37:11das ist eine andere Geschichte.
37:12Das ist ein großer Geschichte.
37:15das ist ein kleiner Geschichte.
37:15Das ist ein kleiner Geschichte.
37:19Das ist ein kleiner Geschichte.
37:21Das ist ein kleiner Geschichte.
37:33Ich muss mich wieder in den Griff bekommen.
37:35Vorbei ist vorbei.
37:36Ich lebe nicht mit Oliver und ich bin nicht seine Frau.
37:44Es ist schwer, ohne die Liebe zu leben, wenn man sie jeden Tag vor sich hat.
37:54Worin besteht da der Sinn?
38:06Was Sie mir vorhin von Ihrem Blindenprojekt erzählt haben, das hat mich sehr berührt.
38:12Es war mir ein Bedürfnis, ein wirklich brennendes Bedürfnis, etwas zu tun.
38:17Zyniker und Lügner finden Sie an jeder Ecke.
38:19Menschen, die nur so tun, als würden sie es ernst meinen.
38:21Aber bei Ihnen fühlt man, dass Ihnen die Arbeit ein echtes Anliegen ist.
38:26Unglaublich, dass Sie das alles ganz alleine aufgebaut haben.
38:29Nicht ganz allein.
38:31Ohne meine Assistentin hätte ich es wohl nie geschafft.
38:34Ist sie auch hier?
38:35Leider nicht.
38:36Sie kümmert sich um ihre Familie.
38:40Kathi ist ein wirklicher Schatz.
38:42Kathi?
38:44Kathi Steiner, Düsseldorf, KGV Investment?
38:46Kathi Neubauer.
38:48Ich glaube, sie war nie bei einer Bank.
38:50Wie dumm, auch von mir zu glauben.
38:52Da habe ich mich geirrt.
38:55Sie hat mich motiviert, diese Arbeit anzufangen.
38:58Aber eine Frau wie Sie muss doch niemand motivieren.
39:04Finden Sie?
39:05Ja.
39:07Ich glaube, Sie brauchen sicher niemanden an Ihrer Seite, der Ihnen sagt, was Sie zu tun oder zu lassen haben.
39:23Seit ungefähr 15 Jahren gehe ich zu diesem langweiligen Empfang.
39:26Aber so gut wie heute hat es mir noch nie gefallen.
39:30Und so schnell wie heute bin ich noch nie verschwunden.
39:34Das war doch kein besonderes Kunststück.
39:36Für Sie vielleicht nicht.
39:37Für andere Frauen schon.
39:40Ich möchte mich noch mal bei Ihnen bedanken, dass Sie so schnell dafür gesorgt haben, dass ich von dieser Party
39:46verschwinden konnte.
39:49Schieres, meine Liebe.
39:51Sie hätten die Blicke der anderen Männer sehen sollen, als wir gegangen sind.
39:56Ein fast hörbares Bedauern lag im Raum.
40:01Ich habe nur die Blicke der anderen Frauen gespürst.
40:04Ja.
40:05Blitze waren nichts dagegen.
40:07Die Frau unseres Vorstandes hatte Angst, dass sie am Ende die Augen ihres Mannes aus ihrem Dekolleté fischen muss.
40:14Das war mir sehr unangenehm.
40:15So etwas habe ich noch nie erlebt.
40:17Daran werden Sie sich gewöhnen müssen.
40:19Das ist Ihnen nicht das letzte Mal passiert.
40:21Wie meinen Sie das?
40:23Die hässlichen Enten konnten den schönen Schwan noch nie leiden.
40:28Und auf dieser Party wimmelte es von Enten.
40:32Jetzt übertreiben Sie aber.
40:34Vielleicht, aber nur ein wenig.
40:41Wollen Sie schon gehen?
40:42Ich habe Ihre Zeit wirklich schon genug in Anspruch genommen.
40:45Aber ich bitte Sie.
40:46Sie müssen unbedingt meinen Martini probieren.
40:50Sonst lasse ich Sie nicht gehen.
40:52Aber nur einen.
40:53Nur einer.
40:55Ich bin nämlich der beste Martini-Mixer weit und breit.
41:05Wollen wir unsere Unterhaltung vielleicht woanders fortführen?
41:12Ich ähm...
41:14Oder haben wir irgendetwas vergessen zu besprechen?
41:23Raus mit der Sprache.
41:25Bevor es zu spät ist.
41:28Ich wollte Sie schon die ganze Zeit etwas fragen.
41:31Hör zu.
41:32Ich weiß aber nicht, ob ich Sie das fragen kann.
41:35Ich bitte darum.
41:38Nein, ich glaube, das geht nicht.
41:41Sie können mich alles fragen.
41:44Außerdem haben Sie mich jetzt neugierig gemacht.
41:48Na gut.
41:52Ariane, darf ich...
41:56Mutter zu dir sagen?
42:02Aber ist dein Geheimnis dasselbe wie eine Lüge?
42:05Warum fällt es Ihnen nur so schwer, etwas anzunehmen?
42:10Waren Sie schon mal hier?
42:12In deinem frühen Leben.
42:13Vielleicht solltest du es mal mit einer Frau für eine Nacht probieren.
42:17Ist das ein Angebot?
42:18Ist zwischen uns alles okay?
42:20Warum hast du Judith die Ohrringe geschenkt?
42:23Nein.
42:31Ich glaube, das geht nicht.