Zum Player springenZum Hauptinhalt springen
  • vor 7 Stunden

Kategorie

🎈
Spaß
Transkript
00:28Untertitelung. BR 2018
00:46Untertitelung. BR 2018
01:11Untertitelung. BR 2018
01:57Untertitelung. BR 2018
02:05Morgen.
02:07Morgen.
02:07Dass wir ausgerechnet an einem Samstag die neuen Sicherheitspasswörter anlegen müssen.
02:12Diese Software-Fuzzis haben keinen Respekt vor unseren Arbeitszeiten.
02:16Die Kollegen vom Wasserschutz sind heute Nachbartag einbestellt. Das ist auch nicht besser.
02:21Wird bestimmt nicht lange dauern.
02:22Ach, na klar.
02:24Moin. Morgen. Morgen.
02:25Ich weiß, es ist eine stupide Arbeit heute, aber je früher wir damit anfangen, desto schneller sind wir fertig mit
02:29diesem Kram.
02:30Keine Hektik, ja? Meine Philippe, das Café wird ja wohl noch Zeit sein, oder?
02:34Was haben Sie denn vor?
02:36Schauen Sie mich an. Herr Kiesewitter möchte mit mir joggen gehen.
02:38Ja, das wird ja auch gut so, mein Freund. Schon gelesen? Das ist ein Ding, ne?
02:42Ja. BKA-Mittel schon auf Hochtouren. Ein Verdächtiger ist auf der Flucht, eine Putzfrau ist tot.
02:49Das wird ein terroristischer Hintergrund vermutet.
02:52Al-Qaida im beschaulichen Lübeck?
02:54Der Besitzer des Cafés ist Jude.
02:57Antisemitismus?
02:58Abwarten. Erstmal abwarten.
03:06Ja, bitte?
03:08Könnte ich mit einem Ihrer Beamten sprechen? Es ist dringend.
03:12Worum geht's denn? Heute ist Samstag. Wir sind gar nicht besetzt.
03:14Ich möchte mich stellen. Ich glaube, ich werde gesucht.
03:18Weswegen?
03:19Wegen dem Sprengstoffanschlag.
03:21Moment.
03:24Chef, können Sie bitte sofort kommen. Da möchte sich jemand stellen wegen des Anschluss.
03:28Ja, der steht außen vor der Tür.
03:30Okay.
03:32Kommt sofort jemand. Bleiben Sie bitte, wo Sie sind.
03:35Danke.
03:39Danke, Ernst.
03:46Morgen.
03:48Worum geht's denn überhaupt, Herr...
03:49Ansari.
03:51Walad Ansari.
03:52Ich bin unbewaffnet. Sie können mich gerne nicht suchen.
04:01Wir müssen sofort die Kollegen vom BKA informieren.
04:03Wir sind für Terrorismus zuständig.
04:05Was ist denn, wenn das nur ein harmloser Spinner ist, der sich wichtig machen will?
04:09Vielleicht sollten wir erstmal mit ihm reden, bevor wir die Pferde scheu machen.
04:12Hast recht.
04:16Ja, Sie wünschen bitte.
04:17Bitte lassen Sie mich rein.
04:18Mich verfolgt so ein Typ.
04:20Schnell, ich hab Angst.
04:27So, junge Frau, jetzt sagen Sie mir bitte erstmal, wer Sie sind.
04:29Was?
04:40Herr Ansari?
04:43Sie wollen eine Aussage machen?
04:45Nein, ich will mich einfach nur stellen.
04:47Ich glaub, man verdächtigt mich, dass ich diese Bombe gelegt hab.
04:51Also jetzt mal langsam.
04:52Haben Sie was mit dem Anschlag vorgestern in der Lübecker Innenstadt zu tun oder nicht?
04:56Nein, absolut gar nichts.
05:08Wenn ich mich stelle, freiwillig, bevor die Polizei mich ergreift...
05:11Einen Augenblick mal.
05:12Wenn Sie mit dem Anschlag nichts zu tun haben, warum sollte die...
05:15Wer ist das?
05:16Hier ist der Fahndungsaufruf von BKA.
05:20Ja, Herr Ansari, dann müssen wir Sie leider festnehmen.
05:25Befällen mit theoretischem Hintergrund ermitteln die Kollegen vom BKA, Frau Schwartenbeck.
05:28Bitte.
05:29Wenn Sie meinen, dass das nötig ist, aber deswegen bin ich doch hier.
05:33Weil ich unschuldig bin.
05:35Du, von mir ist doch vor, dass ich ja.
05:37Schwartenbeck und ich bringen die Ansage in die Zelle, bis die Kollegen kommen.
05:40Mir?
05:41Alter, du Idiot, die glauben dir doch nie im Leben.
05:43Wer sind Sie denn?
05:44Was machst du hier?
05:46Ja.
05:51Hände hoch sofort.
05:53Wollen Sie, dass ich Ihr scheiß Präsidium in die Luft spreng?
05:56Waffe runter!
05:57Los!
06:00Ganz ruhig.
06:03Geht doch.
06:04Ballert.
06:06Ballert!
06:13So.
06:15Und ab jetzt machen Sie genau das, was ich Ihnen sage.
06:17Verstanden?
06:19Klar.
06:20Logisch, gar kein Problem.
06:23Aber sagen Sie uns doch mal, warum sollen wir Ihnen glauben, dass dieses, dieses Ding da echt ist?
06:27Das Ding, wie Sie es nennen, ist voller Patronen mit Sprengöl der Marke Gelatin G3.
06:32Und ich weiß sehr genau, wie man damit umgeht.
06:34Klar.
06:34Sie wissen genau, wie man damit umgeht.
06:36Und deshalb...
06:37Hören Sie auf Sie.
06:38Es stimmt, was sie sagt.
06:40Mir ist ausgebildete Sprengmeisterin.
06:43Okay.
06:46Was wollen Sie?
06:47Sind noch mehr Leute im Gebäude?
06:50Los, antworten Sie!
06:54Der Mann da im Büro?
06:57Gegen drei kommt der Wasserschutz und einer am Empfang.
07:01Der Mann am Empfang ist schon ruhig gestellt.
07:04Was haben Sie mit Ernst gemacht?
07:06Keine Sorge, er schläft nur ein bisschen.
07:08Wenn Sie was getan haben, dann...
07:10Mia.
07:12Ich darf Sie doch Mia nennen, oder?
07:13Sie können mich nennen, wie Sie wollen.
07:14Ist mir völlig egal.
07:16Wie wäre es, wenn Sie den Gürtel jetzt einfach ablehnen?
07:18Bla, bla, bla!
07:19Vergessen Sie es!
07:20Ja, was soll das?
07:21Das macht es alles noch schlimmer.
07:23Das ist unsere einzige Chance.
07:24Wir haben nichts zu verlieren.
07:26Denk an Aftab.
07:26Der könnte vielleicht noch leben, wenn sich jemand für ihn eingesetzt hätte.
07:28Ich habe damals alles probiert.
07:31Dir wird das nicht passieren.
07:31Dafür werde ich sorgen.
07:33Sie!
07:34Sie nehmen meinem Freund jetzt die Handschellen ab.
07:36Hey, Moment.
07:37Ganz ruhig, ja?
07:44Was läuft denn hier eigentlich?
07:46Ich habe keine Ahnung.
08:18Ich habe keine Ahnung.
08:24Kann ich bitte nach unserem Kollegen sehen?
08:26Nein.
08:29Aber...
08:29Nein, habe ich gesagt!
08:30Sie hören uns jetzt zu.
08:33Natürlich hören wir Ihnen zu.
08:35Wir alle.
08:37Sprechen Sie.
08:38Ich hatte vorgestern Streit mit dem Inhaber des Cafés.
08:42Und wir sind weggelaufen, als die Polizei vor unserer Haustür aufgekreuzt ist.
08:46Und warum sind Sie, wenn ich das fragen darf, vor der Polizei abgehauen, wenn Sie mit dem Sprengstoffanschlag nichts zu
08:52tun hatten?
08:53Aus Angst natürlich.
08:54Zu Recht.
08:56Selbst wenn Sie ihm nichts beweisen können, wird er doch jetzt bestimmt abgeschoben.
08:59Da reicht doch schon die kleinste Sache und seine Zukunft ist zerstört.
09:03Sind Sie illegal in Deutschland?
09:05Nein.
09:05Ich habe sogar eine unbefristete Aufenthaltsgenehmigung.
09:07Also.
09:09Wenn Sie ihn zurück nach Cabo schicken, ist er tot.
09:11Aber das lasse ich nicht zu.
09:13Mia, wir sind hier in Deutschland.
09:15Wir haben objektive Gerichte.
09:17Hier wird niemand abgeschoben, der nichts getan hat.
09:20Ach ja?
09:21Dann hören Sie mal zu.
09:22Ich höre zu.
09:24Ballert hatte einen Cousin namens Avtap.
09:26Vor drei Jahren wurde Avtap beschuldigt, eine Frau vergewaltigt zu haben.
09:30Sie haben ihn zurück in seine Heimat Kandahar geschickt, obwohl er beteuert hat, dass er unschuldig war.
09:34Das ist aber eine ganz andere Sachlage als bei Ihrem Freund.
09:37Ein Jahr später haben Sie festgestellt, dass der Schuldige wer anderes war.
09:41Da war Avtap aber schon vier Monate tot.
09:43Erschossen von den Taliban mit 28 Jahren.
09:45Ja, das ist schrecklich.
09:48Aber wegen eines simplen Streits wird hier niemand abgeschoben.
09:52Das ist doch noch nicht alles.
09:54Was denn noch?
09:55Mia, sag's Ihnen.
09:56Die Explosion.
09:58Ich arbeite in den Sprengstoffwerken Nord AG.
10:01Und ich hab immer den Schlüssel zum Depot dabei.
10:04Seit vorgestern fehlt uns eine größere Menge Sprengöl.
10:08Und damit ist das Café in die Luft geflogen.
10:11Offenbar.
10:12Das war auf jeden Fall Sprengöl.
10:14So eine gezielte und effektive Detonation, das klappt fast nie mit Sprengstoffmarke Eigenbau.
10:20Mia, eins verstehe ich immer noch nicht.
10:24Was wollen Sie von uns?
10:26Sie sind doch die Polizei, oder?
10:28Na und?
10:29Finden Sie raus, wer wirklich hinter dem Anschlag steckt.
10:32Und beweisen Sie, dass Wallhardt unschuldig ist.
10:34Wie sollen wir das denn anstellen?
10:36Erstens halten Sie uns hier fest, wir können uns gar nicht bewegen.
10:38Und zweitens ist das gar nicht unser Zuständigkeitsbereich.
10:41Ihre Zuständigkeit interessiert mich einen Scheiß!
10:44Ich lass mir meine Zukunft mit Wallhardt von niemandem wegnehmen!
10:47Sie stehen da mit einem Sprengstoffgürtel und drohen uns alle umzubringen.
10:51Von was für einer Zukunft reden Sie denn überhaupt?
10:54Wenn Sie das überleben, dann verbringen Sie den Rest Ihres Lebens hinter Gittern.
11:02Wissen Sie was?
11:05Da hat sie verdammte Recht.
11:07So, und ich gehe jetzt zu Ernst.
11:09Nein, das tun Sie nicht!
11:12Hören Sie, ich weiß nicht, was Sie mit ihm gemacht haben, aber der Mann ist schwer herzkrank.
11:16Wollen Sie, dass der da alleine krepiert?
11:18So, wann hat Ernst was am Herzen?
11:20Ich habe mal zufällig gesehen, dass er die Tabletten in meiner Hose hat.
11:22Er wollte aber nicht, dass das alle wissen.
11:24Also, was ist?
11:30Und so, die Waffe.
11:32Dann lass Sie nicht telefonieren oder so.
11:34Ich komme mit.
11:36Los!
11:36Hören Sie vorsichtig.
11:55Mann, das war doch nur ein Elektroschocker.
12:00Ich wollte ihm wirklich nichts Schömmes tun.
12:02Er muss sofort ins Krankenhaus.
12:04Nein.
12:05Nein, das ist schon, wenn man stirbt.
12:07Ich war auch nicht.
12:10Schönes Sack.
12:13Haben Sie die Schlüsse für die Handschellen?
12:15Ja.
12:19Scheiße.
12:23Scheiße.
12:26Scheiße.
12:29Malat, selbst wenn Sie unschuldig sind, das hier ist eine Geiselnahme von Polizisten.
12:35Wollen Sie das wirklich?
12:37Nein.
12:39Was soll ich machen?
12:41Das ist alles die Richtige.
12:43Denken Sie nach.
12:45Übergeben Sie uns die Waffe und geben Sie auf.
12:48Niemals.
12:49Damit Sie damit mir erschießen?
12:51Beantworten Sie mir eine Frage.
12:54Ist es Ihrer Freundin wirklich zuzutrauen, dass sie uns und das ganze Gebäude hier in die Luft sprengt?
12:59Nein.
13:00Aber schauen Sie mal, wie sie drauf ist.
13:02Ich hätte diese ganze Aktion niemals zugetraut.
13:04Niemals.
13:05Woher wusste Sie überhaupt, dass Sie zur Polizei gehen?
13:07Ich habe Ihren Zettel dagelassen.
13:09Ich will mich stellen.
13:10Gut.
13:11Gut.
13:13Wichtig ist jetzt, dass wir Ihre Freundin beruhigen.
13:16Schauen Sie doch mal an, wie sie drauf ist.
13:18Ich kann sie selber überhaupt nicht mehr einschätzen.
13:25Gut.
13:26Wir müssen jetzt erstmal tun, was Mia will.
13:29Was meinen Sie damit?
13:31Ermitteln.
13:32Wie sollen wir dann von hier aus ermitteln?
13:34Fakten sammeln, nachdenken.
13:41Mia, wo ist Frau Schwartenbeck?
13:44Am Empfang mit Ihrem Kollegen.
13:46Wie geht's Ihnen?
13:47Keine Ahnung.
13:49Ich konnte auch nicht wissen, dass er mal krank ist!
13:53Er wird schon nicht sterben.
13:55Das hoffe ich.
13:56Für Sie.
13:58Okay.
14:00Dann fangen wir jetzt mal an.
14:02Als erstes Wallert würde ich Sie bitten, die Waffe runterzulegen.
14:05Sie nehmen, den Finger vom Abzug und nicht mehr damit rumzufuchteln.
14:09Bitte.
14:13Danke.
14:17Und als nächstes sollten Sie uns ein paar Fragen beantworten.
14:20Na los!
14:21Sie kennen den Besitzer von diesem Café?
14:23Ben Schulz.
14:25Ich war vorgestern da.
14:26Ich will mir Kaffee holen.
14:27Er pibbelt mich an.
14:28So Typen wie mich würde er nicht bedienen.
14:30Aus rassistischen Gründen.
14:31Also Ausländer allgemein nicht?
14:33Nein.
14:34Araber, Afghanen, Palästinenser, Ölaugen, wie er sagte.
14:38Ölaugen.
14:39Okay, ich verstehe.
14:41Wie haben Sie reagiert?
14:42Ich bin wütend geworden.
14:44Okay, er ist ein alter Mann.
14:45Aber so lasse ich es trotzdem nicht mit ihr reden.
14:47Ich habe erst am nächsten Tag gehört, dass er jude ist.
14:48Wallert die Waffe!
14:49Bitte!
14:53Haben Sie ihn bedroht?
14:54Nein.
14:56Nicht wirklich.
14:57Ich habe ihm nur gesagt, dass es ihm noch leid tun wird, seine Kunden so zu behandeln.
15:01Und er mir nicht raus und hab...
15:02Ich hab noch ein paar Stühle umgetreten.
15:05Ob Jude oder nicht, dieser Typ ist ein mieser Rassist.
15:09Gibt es eventuell noch andere mögliche Feinde?
15:12Ich kenne doch diesen Tippen überhaupt nicht.
15:13Die Waffe, Wallert.
15:14Wenn der...
15:16Wenn der Anschlag keinen rassistischen Hintergrund hat, gibt es irgendwelche andere Möglichkeiten.
15:21Andere Gründe.
15:22Überlegen Sie.
15:24Denken Sie nach.
15:32Na ja, Rogler zum Beispiel, der ist nicht so gut auf Schulz zu sprechen.
15:36Darüber habe ich vorher noch gar nicht nachgedacht.
15:38Rogler?
15:39Wer ist Rogler?
15:40Er hat einen Kaffee in ein paar Häuser weiter.
15:41Wir sind da oft.
15:42Und was könnte Rogler gegen Schulz haben?
15:45Nichts Persönliches, aber seitdem Schulz sein amerikanisches Café eröffnet hat, ist Rogler
15:50drei Viertel seiner Stammkundschaft bloß.
15:52Vielleicht sollte man mal nach dem schauen nach diesem Typen.
15:54Das ist ja vielleicht der Täter.
15:56Wenn Sie mich gehen lassen...
15:57Hinsetzen!
15:59Bleiben Sie einfach sitzen, um Gottes Willen, setzen Sie sich hin.
16:08Gut.
16:10Also gehen wir mal davon aus, dass der Sprengstoff tatsächlich aus Ihrer Firma stammt.
16:16Wer könnte noch Zugang gehabt haben?
16:18Niemand.
16:19Das ist es ja.
16:21Wir haben strengste Sicherheitsbedingungen.
16:23Es gibt drei Schlüssel fürs Depot.
16:25Zwei sind im Werk und einer ist bei mir.
16:27Und keiner von den dreien fehlt.
16:30Hilfe!
16:31Halt!
16:32Schimpf!
16:32Hilfe!
16:34Hinsetzen!
16:34Was heißt, Sie hinsetzen?
16:35Das sind meine Leute!
16:37Hinsetzen, habe ich gesagt!
16:38Unternehmen Sie etwas!
16:49Was ist jetzt?
16:53Sie!
16:54Mitkommen!
17:06Sein Puls ist unregelmäßig und er atmet nur noch ganz flach.
17:08Aber Sie haben ihm doch eine Pille gegeben.
17:10Ja klar, aber wenn ein Herzinfarkt hatte, dann bringt das nichts.
17:12Bitte, der muss ins Krankenhaus.
17:14Später.
17:15Wann später?
17:17Und außerdem, wie sollen wir denn in Ihrer Sache ermitteln, wenn wir hier eingesperrt sind?
17:21Meine Kollegin hat recht.
17:23Wenn Sie Ermittlungsergebnisse wollen, muss einer von uns vor Ort sein.
17:26Sonst können wir Ihrem Freund nicht helfen.
17:27Das ist Ihnen doch das Wichtigste, oder?
17:29Aber ich traue Ihnen nicht.
17:30Das können Sie aber.
17:32Keiner von uns wird Leben gefährden.
17:34Und wir müssen schnell machen.
17:35Wie gesagt, um drei kommen die Jungs von der Wasserschutz.
17:37Ich weiß nicht, wie die reagieren, wenn Sie ernst so finden.
17:43Okay, ich lasse Sie gehen, damit Sie Rogler verhören können.
17:46Je schneller Sie zurück sind, desto früher kann Ihr Kollege ins Krankenhaus.
17:49Verstanden?
18:11Er muss drehen zu dem Krankenhaus.
18:16Erklären Sie es Ihren Kollegen.
18:17Was?
18:20Frau Schwartenbeck darf für gezielte Befragungen das Präsidium verlassen.
18:24Sollte sie allerdings Hilfe holen, dann...
18:26Wäre das keine so gute Idee.
18:28Gut.
18:29Gut.
18:30Ein Schritt in die richtige Richtung.
18:32Wir könnten inzwischen beim BKH anrufen.
18:35Versuchen herauszufinden, was die wissen über diesen Sprengstoffanschlag.
18:38Hm?
18:40Falls das BKH auf dumme Gedanken kommt und Scharfschützen schickt, wechseln wir jetzt den Raum.
18:44Wir gehen in einen Raum ohne Fenster.
18:46Okay?
18:48Los!
19:09Ich habe mit Kollegen Ruckner vom BKA gesprochen.
19:12Der hat natürlich nur genauso viel erzählt, wie er wollte und das war nicht viel.
19:15Kommst du mithören?
19:17Aber es gibt Neuigkeiten.
19:19Das BKA behauptet, eine Augenzeugen gefunden zu haben.
19:21Die wohnen genau gegenüber von Schulzes Café.
19:23War das doch gut, oder?
19:25Hm?
19:27Nein.
19:29Sie behauptet, dich gesehen zu haben.
19:31Außerdem haben die Bullen Basecap in den Trümmern gefunden.
19:34So eins, wie du es immer trägst.
19:35Davon gibt es Tausende.
19:37Mia, sag ihm, dass ich in der Nacht bei dir war.
19:40Ja, warst du.
19:41Aber sie haben geschlafen, richtig?
19:45Und er könnte sich theoretisch mitten in der Nacht davon geschlichen haben.
19:49Schnauze!
19:53Schnauze!
19:54Wenn sie noch einmal so'n Dreck erzählen.
19:57Hm?
20:27Moin!
20:29Moin, junge Frau!
20:32Was darf ich Ihnen bringen?
20:35Wir haben heute frische Erbsensuppe.
20:39Absolut lecker frische Erbsensuppe.
20:41Äh, Spatenbeck, Kripo Lübeck.
20:43Ich hab ein paar Fragen an Sie.
20:45Schon wieder wegen des Anschlags?
20:47Da waren doch gestern schon welche bei mir.
20:50Gewisser Herr Brandner.
20:52Ja, das ist ein Kollege vom BKA.
20:55Ja, wirklich.
20:56Was wollen Sie noch wissen?
20:58Äh, kennen Sie Walad Ansari?
21:00Der soll hier Stammkunde sein.
21:02Walad?
21:04Ja.
21:04Und seine Freundin Mia auch?
21:06Ja.
21:08Da haben die was mit der Sache zu tun.
21:10Kann ich mir nicht vorstellen.
21:13Obwohl, ich hab da sowas gehört, aber...
21:16Das wissen Sie wahrscheinlich schon.
21:18Ja, ja, aber erzählen Sie es ruhig trotzdem.
21:20Na ja, irgendjemand aus der Nachbarschaft, der hat in selbiger Nacht einen Typen beobachtet, der gewiss Ähnlichkeit mit Walad hatte.
21:30Aber ich denke mal, der hat ja was an Augen, nicht wahr?
21:34Wir haben nur noch eine Flasche Ketchup im Lager, Horst.
21:36Soll ich einfach...
21:38Ah, Polizei.
21:41Meine Kellnerin, Britta.
21:43Britta Solbach.
21:44Hallo.
21:46Sie glauben dieser Zeugenaussage also nicht?
21:48Ja.
21:50Ich meine nur, weil Walad aus Afghanistan kommt, muss er nicht gleich...
21:54Ne, der macht sowas nicht.
21:56Das weiß man nicht, ne?
21:57Es gibt auch die unglaublichsten Geschichten über Schläfer und so.
22:00Und dann der Streit mit Schulz.
22:02Das hat er uns doch noch erzählt.
22:03Ben Schulz, den Besitzer des Cafés, den kennen Sie auch?
22:06Ja.
22:10Kein gutes Verhältnis?
22:11Doch, alles gut.
22:13Ich meine, wir Gastronomen, wir sitzen ja quasi in einem Boot, nicht wahr?
22:19Was mit seinem Laden passiert ist, tut mir allerdings leid.
22:24Ich gehe mal in den Raum.
22:26Ich komme mit.
22:34Setzen Sie sich doch hin.
22:37Nicht, dass das Ding noch losgeht.
22:39Mia, setz dich doch.
22:43Okay.
22:44Also alles, was bis jetzt rausgefunden wurde, spricht gegen Sie.
22:48Gehen wir die Eckpunkte nochmal durch.
22:50Der Schlüssel zum Sprengstoffdepot.
22:53Wahrscheinlich denken unsere Kollegen, er hat den Schlüssel gegen ihren Willen benutzt.
22:58Hätte jemand anderer Zugriff auf ihren Schlüssel haben können?
23:01Wer weiß, dass Sie Zugriff auf Sprengstoff haben?
23:04Na, jeder, der mich kennt.
23:05Und ich halte meinen Job ja nicht geheim.
23:09Was ist mit dem Basecap?
23:11Fällt Ihnen dazu was ein?
23:12Ich habe fünf oder sechs von denen.
23:14Und tausend andere Footballfans tragen dieselben.
23:16Das kann schon sein.
23:17Aber wenn wir glauben, dass Wallert unschuldig ist,
23:20dann gibt es jemanden, der sich ganz schön Mühe gibt, ihn schuldig aussehen zu lassen.
23:22Das sieht nach einem persönlichen Motiv aus.
23:25Da gibt es denn jemanden, der sich vielleicht an ihn rächen will oder sie loswerden will.
23:29Jetzt mal abgesehen von ihrer afghanischen Herkunft.
23:34Deswegen ein Kaffee in die Luft sprengen?
23:37Nein.
23:40Vielleicht ja beides.
23:43Falls derjenige auch was gegen Schulz hat.
23:47Oder irgendeinen Vorteil wittert, wenn der Laden futsch geht.
23:51Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen sozusagen.
23:55Aber was ist mit der Zeugin?
23:57Vielleicht steckt sie aber die Mutter in der Decke.
24:00Vielleicht hat sie eine falsche Aussage gemacht, um irgendjemanden zu schützen.
24:05Gibt es so jemanden?
24:08Wallert.
24:10Nein.
24:11Nein.
24:13Natürlich nicht.
24:23Warum haben Sie eigentlich so komisch geguckt, als ich Ihren Chef nach seinem Verhältnis zu Schulz gefragt habe?
24:27Habe ich das, ja?
24:29Die beiden mal streiten?
24:30Ich sage es mal so, eine direkte Auseinandersetzung gab es nie.
24:33Aber?
24:34Schulz hat nur die Kundschaft weggenommen und hat es kapiert einfach nicht,
24:37dass man mit Erbsensuppe und Buletten nicht mehr so viel reißen kann.
24:40Die jungen Leute, die wollen stylische Sachen.
24:43Und die hatte Schulz im Angebot?
24:45Ja.
24:45Bagels mit Lachs, Cheesecake New Yorker Style, Brownies, Cappuccino mit Sojamilch.
24:50Daraus stehen die Leute?
24:52Also hat der Rouglas Existenz bedroht?
24:54Allerdings.
24:56Aber mit dem, was auf der Kasse steht, geht unser Laden über kurz oder lange eh pleite.
25:00Wie hat sich Ihr Chef eigentlich mit Wallert verstanden?
25:04Naja, er hat sich öfters mit den beiden unterhalten,
25:06aber wenn Sie mich fragen, er macht ihn nicht besonders, auch wenn er so tut, als ob.
25:10Warum mag er ihn denn nicht?
25:13Keine Ahnung.
25:14Jetzt müssen Sie ihn fragen, ich rede nicht über meinen Chef.
25:17Weiß Ihr Chef eigentlich, was Mia beruflich macht?
25:19Das weiß ja jeder hier.
25:21Erst neulich hat sie damit angegeben, dass sie bei der Sprengung der maroden Autobahnwürge
25:24die hauverantwortliche Sprengmeisterin war.
25:27Die hält sich für was ganz Besonderes.
25:32Wir müssen herausfinden, wer diese verdammte Zeugin ist.
25:36Das BKA wird uns den Namen der Zeugin auf gar keinen Fall nennen.
25:39Bei Verdacht auf Terrorismusfälle haben die äußerst strenge Zeugenschutzauflagen.
25:42Selbst gegenüber uns Kollegen.
25:44Aber immerhin wissen wir, dass die Zeugin in dem Haus neben dem Café wohnt.
25:47Ja, stimmt.
25:48Wir könnten die Mieter checken, vielleicht kommt Ihnen einer der Namen bekannt vor.
25:58Ihre Kollegin, gehen Sie ran.
25:59Stellen Sie laut.
26:01Ja.
26:03Ja.
26:04Hört Sie mit?
26:05Ja, natürlich.
26:06Haben Sie was rausgefunden?
26:08Ich hab mich länger mit Britta Solbach unterhalten.
26:10Sie ist Kellnerin bei Rogler.
26:11Sie hat bestätigt, dass Schulz Kaffee den Rogler über kurz oder lang in die Pleite getrieben hätte.
26:16Rogler selbst hat ja so getan, als hätte ihm die Konkurrenz überhaupt keine Probleme bereitet.
26:21Sind Sie noch dort?
26:22Ja.
26:24Gehen Sie zum Haus neben dem Café.
26:26Notieren Sie die Namen der Mieter und dann kommen Sie unfassistisch zurück. Ist das klar?
26:29Ja.
26:30Wie geht's in Ernst?
26:32Hallo?
26:35Mir ist gerade noch was eingefallen.
26:36Was?
26:37Vor ein paar Wochen, da hab ich gedacht, ich hätte meinen Schlüsselbund bei Rogler im Café verloren.
26:41Stimmt.
26:42Aber du hast ihn doch nachher auf dem Damenklo wiedergefunden, oder nicht?
26:44Ja, aber da waren wir mindestens schon zwei Stunden dort, bevor ich das bemerkt hab.
26:48Zwei Stunden?
26:49Rein theoretisch genügend Zeit, um den Depotschlüssel nachmachen zu lassen, wenn man die richtigen Leute kennt.
26:54Trauen Sie Rogler wirklich zu, dass er nur aus Konkurrenzdenken einen Attentat verübt?
26:58Und dann so kaltblütig ist, dass er sich einen Freund in die Schuhe schiebt?
27:01Naja, er war immer neugierig wegen meinem Beruf und Wallerts Herkunft.
27:06Er hat Wallert Löcher in den Bauch gefragt über Afghanistan.
27:09Wir dachten immer, es wäre echtes Interesse.
27:11Sie müssen unbedingt checken, ob er ein Alibi hat für die Nacht.
27:14Hätten Sie sich ausreden lassen, wären wir jetzt weiter.
27:16Frau Schwattenbeck hat ihn sicher danach gefragt.
27:19So was muss gegengecheckt werden, das dauert.
27:22Darf ich mir vielleicht jetzt nochmal nach unserem Kollegen sehen?
27:27Ihr Freund passt doch auf.
27:43Was? Los, weiter.
27:47Wallerts.
27:48Sie verheimlichen was vor uns und Ihrer Freundin.
27:52Sind Sie sich eigentlich über die Konsequenzen dieses Irrsinn bewusst?
27:55Mia jagt uns vielleicht alle in die Luft.
27:57Und selbst wenn nicht, dann geht sie für viele Jahre ins Gefängnis, wenn Sie ihr nicht helfen.
28:01Was schlagen Sie denn vor?
28:03Sie lieben doch das Mädchen.
28:05Ja.
28:06Und?
28:09Dann entladen Sie die Waffe, bevor irgendwas passiert.
28:25Ich will wirklich nicht, dass jemand verletzt wird.
28:27Auch nicht Ihre Freundin.
28:30Also was ist es, was ich erfahren darf?
28:34Wallerts.
28:36Ihr rastet aus.
28:38Ja, und das wird ziemlich scheiße mit dem Spreistoffgürtel.
28:42Hier, das muss wieder rein.
28:43Was?
29:02Ich habe wirklich nichts mit dem Spreistoffanschlag zu tun.
29:04Jetzt kommen Sie mal auf den Punkt, Wallerts.
29:06Bevor uns Sie alles um die Ohren fliegt.
29:08Hier.
29:09Was ist denn Schatz?
29:11Mia darf das auf keinen Fall erfahren.
29:12Versprechen Sie das.
29:12Fall Gott noch mal, Sie wissen genau, dass ich das nicht kann.
29:15Jetzt reden Sie endlich.
29:17Britta Solbach, die Kellnerin aus dem Café.
29:19Ich hatte mal was mit ihr vor ein paar Wochen, als Mia auf einer Fortbildung war.
29:22Und?
29:25Sie hat mir erzählt, dass ihr Boss, der Rorgler, ein Schaf auf Sie sei.
29:29Beziehungsweise er ist regelrecht verknallt in sich schon seit einem Jahr.
29:31Was ist, wenn er das zwischen Britta und mir mitbekommen hat?
29:34Wollen Sie damit sagen, dass das die zwei Fliegen mit einer Klappe sein sollen?
29:38Konkurrenzdenken einerseits und Eifersucht auf Sie andererseits?
29:40Das wäre doch möglich.
29:41Er rettet seinen Laden und ist gleichzeitig noch seinen vermeintlichen Nebenbruder los.
29:45Als Anfänger, das stimmt.
29:46Wir können das mir auf keinen Fall sagen.
29:48Die Beziehung zwischen uns ist das Wichtigste für Sie.
29:50Deswegen macht sie das doch alles.
29:51Ja, Sie haben ja recht.
29:52Diese Info kann in der jetzigen Situation zur Eskalation führen.
29:55Das war doch nur eine Nacht.
29:56Ich habe Britta am nächsten Morgen.
29:58Klar gemacht, dass es nie wieder vorkommen wird.
30:00Dass es niemals wieder passieren darf.
30:01Weil ich mich ja liebe.
30:02Herr Ernst, wie geht es Ihnen?
30:03Können Sie sprechen?
30:06Die Puppe.
30:09Gut, dass Sie da sind.
30:10Sie bringen uns jetzt sofort ins Krankenhaus.
30:12Also, Sie haben hier...
30:13Nein, wir haben...
30:14Es war mit Schröter und Englitz im Verhörraum.
30:17Wann hat hilft uns jetzt?
30:18Ich habe Ihre Waffe entladen.
30:20Meine Kooperation hat dabei Grenzen.
30:21Mir darf auf keinen Fall gefährdet werden.
30:22Was ist, wenn Sie mitkriegen, dass ich Ernst gehen will und ins Krankenhaus bringe?
30:26Das Risiko müssen wir eingehen.
30:27Vielleicht haben wir ja Glück.
30:29Ernst, wird es gehen?
30:30Sobald Ernst versorgt ist, dann gehen Sie nochmal zur Urla-Parklinie nach dem Alibi
30:34und nach dem Verhältnis zu seiner Servicekraft.
30:36Ja.
30:37Hier ist noch die Liste, der Mieter.
30:39Danke.
30:50Ich muss mal.
30:51Oh, vergessen Sie es.
30:55Ich muss mal.
30:56Nein, habe ich gesagt.
30:59Schon mal was von Prostata gehört?
31:03Warum hat das denn so lange gedauert?
31:05Ich muss noch Medikamente geben.
31:06Ich muss mal.
31:07Mann.
31:08Ich gehe kurz mit ihm.
31:09Kommen Sie.
31:09Nein, deine Ausflüge dauern mir zu lange.
31:11Ich gehe mit ihm.
31:12Gibt es Ihnen eine Toilette auf dem Gang?
31:13Ja, da rechts raus.
31:22Ich muss mal.
31:30Schwartenbeck bringt Ernst ins Krankenhaus.
31:32Der ist in keinem guten Zustand.
31:33Das ist ein Film.
31:35Beruhige dich, weil er arbeitet mit uns.
31:36Ich habe die Waffe entladen.
31:37Cool.
31:38Das sind die Mieter aus dem Haus neben dem Café.
31:41Irgendein Name bekannt?
31:44Niemand.
31:45Das bett doch nichts.
31:46Ja, aber wir haben vielleicht ein mögliches Motiv.
31:48Wieso?
31:49Dieser Rohrgler, der ist verknallt in seine Kellnerin.
31:51Diese Britta Solbach.
31:52Oh, er wüsste das.
31:53Ich habe mal mit ihr geschlafen.
31:54Oh, wenn der Rohrgler das mitbekommen hat.
31:56Wenn Ruhe das mitbekommen hat.
31:57Wenn Sie das mitbekommen, dann setzen Sie.
32:15Noch jemand?
32:23Hallo.
32:24Hallo.
32:25Haben Sie was vergessen?
32:27Nee, ich habe noch ein paar Fragen an Sie.
32:29Kaffee?
32:29Tut mir leid, ich habe echt keine Zeit.
32:31Kaffee, geh dir mal.
32:33Okay.
32:37So.
32:39Bitteschön.
32:40Danke.
32:41Sie sind reichlich plass, aber sind wir froh.
32:43Ach, mir geht's gut.
32:44Herr Rubler, wo waren Sie vorgestern Nacht?
32:47Sie meinen die Nacht, in der...
32:50Also, ich habe von der Explosion rein gar nichts mitbekommen.
32:54Wenn Sie das meinen.
32:55Wo waren Sie?
32:58Im Bett.
32:59Kann das jemand bezeugen?
33:02Muss das sein?
33:03Ja.
33:05Okay, das kann jemand bezeugen.
33:08Die Krankenschwester war zwischendurch zwei, dreimal in meinem Zimmer.
33:12Was für eine Krankenschwester?
33:15Ich war im Krankenhaus.
33:18So nach Dialyse.
33:21In Mian.
33:24Ich rede nicht gern darüber.
33:27Will kein Mitleid, verstehen Sie?
33:29Stück Kuchen dazu?
33:30Sonst gerne, aber es geht wirklich nicht.
33:33Also, habe ich das richtig verstanden?
33:34Sie sind chronisch krank.
33:36Ja, ich warte seit einem Jahr auf eine Spende, Mian.
33:40Mir geht's immer schlechter.
33:41Deshalb muss ich den Laden hier auch verkaufen.
33:45Ich schaff das einfach nicht mehr.
33:47Mein Körper nicht, verstehen Sie?
33:49Haben Sie denn schon einen Käufer?
33:51Ja.
33:52Eine Käuferin.
33:54Britta, meine Kellnerin.
33:56Mir liegt mir schon sehr lange in den Ohren, dass ich eigentlich an Sie verkaufen soll.
34:02Aber so gern ich das Mädel auch habe, ich...
34:05Ich habe nichts zu verschenken, verstehen Sie?
34:08Hat Sie Probleme mit der Finanzierung?
34:10Jetzt nicht mehr.
34:12Sie konnte Ihre Bank überzeugen, kriegt einen Kredit.
34:15Ihre Mutter wird für Sie.
34:17Verstehe.
34:19Tja.
34:21Nächsten Monat ist Schluss für mich hier.
34:25Herr Ruggler, wie gern haben Sie die Britta eigentlich genau?
34:31Sie meinen Britta und ich?
34:34Nee, nee, nee, nee.
34:36Ja, wenn ich 20 Jahre jünger wäre, dann würde das anders aussehen.
34:40Aber wissen Sie, ich glaube, Britta, die sucht keinen alten, kranken Mann wie mich.
34:46Die steht mir auf...
34:47Auf junge, hübsche Männer.
34:53So wie der wallert.
34:56So wie der wallert?
34:57Mhm.
34:59Danke, Herr Ruggler.
35:00Bitte schön.
35:29Wissen Sie, was ich mich die ganze Zeit schon frage?
35:32Wie schwer ist es eigentlich, so eine Bombe zu bauen und zur Explosion zu bringen?
35:36Was meinen Sie?
35:38Na, ich meine, braucht man nicht bestimmte Kenntnisse über Sprengstoff und Bombenbau?
35:42Das Schwierigste ist, an Sprengstoff zu kommen.
35:44Ähm, danach kann jeder Depp im Internet nachlesen, wie man Sprengöl zur Explosion bringt.
35:48Tatsächlich? Ist das so?
35:50Ja, also es kann natürlich immer eine Menge schief gehen, aber mit ein bisschen Geschick.
35:53Haben Sie vielleicht mal mit Ruggler darüber gesprochen, wie man seine Bombe baut?
35:57Was? Natürlich nicht.
35:59Aber du hast sie doch neulich erst lautstark darüber aufgeregt, wie einfach es ist,
36:02die Einleitung zum Bombenbau aus dem Internet runterzuladen.
36:04Und dass man sich dann nicht wundern muss, wenn es knallt.
36:06Ja, aber das bezog sich auf Terroristen.
36:11Oder meinst du das?
36:12Dass sie vielleicht jemanden auf die Idee gebracht haben könnten.
36:16Scheiße.
36:21Sie.
36:23Fragen Sie, wer da ist.
36:25Wer ist denn da?
36:26Badenbeck.
36:27Fragen Sie, ob sie alleine ist.
36:29Sind Sie alleine?
36:30Natürlich.
36:31Aufmachen.
36:33Aufmachen.
36:37Aufmachen.
36:39Aufmachen.
36:43Was ist mit Ruggler?
36:45Haben Sie ihn nach seinem Alibi gefragt?
36:47Ja, er kann es nicht gewesen sein.
36:49Er war in der Nacht des Anschlags im Krankenhaus zur Dialyse.
36:51Er ist spandierend krank.
36:52Er hat ein Alibi?
36:53Sind Sie sicher?
36:54Ja, absolut.
36:57Scheiße.
36:59Kein Ort zum Kommissar.
37:00Wenn das nicht gewesen ist, dann weisen Sie jetzt dich aus dafür.
37:03Ich habe erfahren, dass er seinen Laden verkauft hat.
37:06Nächsten Monat ist der neue Besitzer drin.
37:08Wer ist das?
37:09Seine Kellnerin, Britta Sulbach.
37:11Was?
37:13Britta übernimmt Rugglers Kaffee?
37:15Ja, sie wollte den Laden wohl schon länger kaufen.
37:17Aber die Finanzierung hat immer nicht geklappt.
37:19Jetzt hat sie einen Kredit bekommen.
37:21Das Problem ist nur, dass der Laden seit einem halben Jahr nicht mehr läuft.
37:26Ja, dank Schulz Kaffee.
37:27Aber das ist jetzt weg.
37:28Ja, und Schulz hat ihr gezeigt, wie man den Laden richtig zum Brummen bringt.
37:33Wahrscheinlich will sie sein Konzept eins zu eins übernehmen.
37:37Ach so, was würde Britta doch nie...
37:38Ich meine, die war doch immer total nett zu uns.
37:41Ich habe noch die Namen der Mieter vom Nebenhaus.
37:44Und?
37:47Haben Sie die nicht aufgeschrieben?
37:50Jenna, Lippetit, Köhler, Bulu...
37:55Köhler?
37:56Brittas Mutter heißt doch Köhler, oder?
37:59Keine Ahnung.
38:00Ach, die heißt Köhler. Sie hat es uns mal vorgestellt.
38:03Wir müssen mit der Frau sofort reden.
38:05Sie müssen sie herholen.
38:06Auf keinen Fall.
38:07Solange wir sehen, wie sie in diesen Sprengstoffgürtel hier rumspringen.
38:10Ich kann doch zu ihr gehen.
38:12Es ist sowieso viel besser, wenn wir sie kalt erwischen.
38:14Ja.
38:16Ja.
38:17Wir könnten Frau Schwartenbeck verkabeln.
38:19Dann können wir alles mithören und wir könnten mit ihr kommunizieren.
38:23Gute Idee.
38:24Ist das okay?
38:28Gut.
38:29Meinetwegen.
38:39Ich klinge jetzt.
38:43Ja, okay.
38:44Ich gehe rein.
38:46Britta hätte genauso die Möglichkeit gehabt, wie Rugler so einen Schlüssel nachmachen zu lassen.
38:50Oder eins von seinen Basecaps an sich zu nehmen.
38:53Aber warum sollte Britta uns was antun?
38:54Ich meine, ich kenne sie kaum und du doch auch nicht.
39:00Wer sind Sie denn?
39:02Schwartenbeck, Kripo Löweck.
39:03Kann ich reinkommen?
39:04Äh, nein, das ist jetzt gerade schlecht.
39:06Viel lang, ja?
39:07Aber Sie können doch nicht so einfach...
39:08Ach, das ist ja eine Überraschung.
39:10Sie kennen sich?
39:12Ähm, ja, das ist meine Mutter.
39:15Sie haben ja gar nicht erwähnt, dass ausgerechnet Ihre Mutter die Augenzeugin ist, die Wala Tansari am Tatort beobachtet haben
39:20will.
39:21Woher wollen Sie das denn wissen?
39:22Die Leute vom BKA haben doch garantiert, dass niemand erfährt...
39:25Ach, ich bitte Sie, wir sind doch Kollegen.
39:27Was haben Sie denn überhaupt gesehen?
39:29Aber das habe ich doch schon alles ausgesagt.
39:32Verstehe ich nicht.
39:33Ich muss Sie bitten zu gehen.
39:35Fragen Sie Britta nach Roglers Laden.
39:38Ich habe gehört, dass Sie Roglers Laden übernehmen werden.
39:41Und dass Ihre Mutter für Sie gebürgt hat, damit Sie überhaupt einen Kredit kriegen.
39:45Ne?
39:46Und was genau hat das jetzt mit Ihren Ermittlungen zu tun?
39:48Naja, das ist doch interessant, dass vom Anschlag auf Schulz Café in erster Linie Sie profitieren werden.
39:53Das ist eine Unverschämtheit.
39:55Was wollen Sie denn von meiner Tochter?
39:56Sie hat sich nichts zu Schulden kommen lassen.
39:58Wo waren Sie in der Nacht des Anschlags?
40:00Hier.
40:01Meine Tochter hat bei mir übernachtet.
40:04Ja, dann sind Sie doch auch Augenzeugin.
40:05Und warum haben Sie ihm das bisher nicht ausgesagt?
40:07Nein, Britta hat geschlafen.
40:08Nur ich habe ihn gesehen.
40:10Und wenn Sie jetzt nicht auf der Stelle meine Wohnung verlassen?
40:13Sagen Sie, Wallard hätte einen Alibi.
40:17Sie haben rein gar nichts gesehen, Frau Köhler.
40:19Der Mann, den Sie beobachtet haben wollen, hat ein wasserdichtes Alibi.
40:23Das ist so ein Quatsch.
40:24Das dürfen Sie Wallard nicht glauben.
40:25Und Mia würde sonst was erfinden, um ihn zu schützen.
40:29Wallard Ansari ist unschuldig.
40:31Das müssten Sie am allerbesten wissen, Frau Solbach.
40:35Ich habe hier übrigens einen Durchsuchungsbeschluss für Ihre Wohnung.
40:37Wir wollen uns mal Ihren Computer genauer ansehen.
40:40Finden wir da vielleicht eine Anleitung für eine Bombe?
40:43Für unsere Kollegen ist es ein leichtes, den Computer zu überprüfen.
40:47Frau Köhler, wenn Sie jetzt aussagen, wird das vor Gericht positiv für Ihre Tochter gewertet.
40:57Britta, Sie kriegen es ja doch heraus.
40:59Kind, bitte.
41:00Ich kann dich nicht länger schützen.
41:01Ja, weil Mann hat was?
41:02Er lügt.
41:03Er hat mir selbst davon erzählt, dass er den Anschlag plant.
41:06Warum glaubten Sie ihm denn mehr als mir?
41:10Ich ziehe meine Aussagen zurück, Anna.
41:12Ich habe niemanden gesehen.
41:13Und meine Tochter war nicht bei mir in der fraglichen Nacht.
41:19Wie kannst du mir das antun?
41:20Es ist vorbei.
41:24Ich muss jetzt für uns beide stark sein.
41:26Ich lasse dich nicht im Stich.
41:30Ja, ja.
41:32Gut gemacht, gut gemacht.
41:36Oder?
41:37Mia, das Blatt hat sich gewendet.
41:40Es ist alles gut.
41:41Wenn Sie jetzt...
41:42Mia, nehmen Sie doch her und zwar jetzt mit.
41:46Warum hat sie gesagt, dass du ihr was von dem Anschlag erzählt hast?
41:51Wie, warum?
41:55Ist doch egal.
41:56Ich meine, Hauptsache wir wissen, wer es getan hat, warum sie es getan hat.
42:01Ja.
42:03Da ist doch irgendwas.
42:04Nein, was...
42:05Hast du doch was mit dem Anschlag zu tun?
42:07Was soll ich sagen?
42:08Mia, Sie haben doch gerade eben...
42:12Ich meine...
42:13Sag mir, was passiert ist...
42:14Nils!
42:17Es tut mir leid, ich wollte es nicht.
42:19Britta.
42:21Was ist mit Britta?
42:24Ich habe mit ihr geschlafen.
42:30Was?
42:33Es tut mir leid.
42:35Warte, ich bin schwanger.
42:42Moment mal, Mia.
42:44Sie sind schwanger.
42:46Und sie sind bereit, sich und das Baby einfach in die Luft zu jagen.
43:01Das ist doch alles Quatsch.
43:10Was?
43:30Es tut mir leid.
43:44Musik
44:16Was ist jetzt?
44:18Wir vernehmen die Solbach hier.
44:20Den müssen wir den Verhörraum nicht mehr sehen.
44:22Kann ich verstehen.
44:30Bitte.
44:35Frau Solbach, das BKA hat den Fall an uns weitergegeben, seitdem feststeht, dass der Anschlag keinen terroristischen Hintergrund hat.
44:43Sind Sie zu einer Aussage bereit?
44:51Also?
44:54Ja. Zuallererst möchte ich sagen, dass ich nicht wollte, dass jemand verletzt wird.
44:58Aber ich konnte ja nicht an, dass da eine putzt.
45:00Aber Sie haben es billigend in Kauf genommen und jetzt ist ein Mensch tot.
45:06Ja, ich weiß.
45:07Und das tut mir auch furchtbar leid.
45:11Tut mir leid.
45:14Wie sind Sie überhaupt auf die Idee gekommen, einen Bombenanschlag zu verüben?
45:19Ich war verzweifelt.
45:21Der Kaufvertrag mit Ruckler stand.
45:22Ich hatte den Kredit schon unterschrieben.
45:24Ich sah meine Chance.
45:27Und dann muss ich dabei zusehen, wie der Laden den Bach runtergeht, weil Schulz uns die ganze Kundschaft weggenommen hat.
45:33Und dann hat Mia von den Spreng-Einsätzen erzählt und dann kam ich auf die Idee.
45:39Hatten Sie die ganze Zeit geplant, den Verdacht auf Waller zu lenken?
45:43Nein, natürlich nicht.
45:45Erst nachdem wir...
45:46Ja?
45:49Er hat sich dafür geschämt, mit mir geschlafen zu haben.
45:51Geschämt.
45:53Und dann ist er zurück zu dieser Mia, als wäre ich so ein kleines Flittchen.
45:58Ich habe gehofft, er wird dadurch zurück in seine Heimat geschickt.
46:01Das geschieht ihm recht.
46:09Also gut.
46:13Ich glaube, das reicht für das Erste.
46:14Frau Schwartenbeck?
46:18Kommen Sie.
46:32Es tut ihr leid.
46:38Guck mal her.
46:43Das ist nicht.
46:46Dörfen Sie denn einfach schon wieder so draußen rumlaufen?
46:50Der Betriebsarzt hat sich geweigert, mich krank zu schreiben.
46:53Meiner Meinung nach bin ich noch voll traumatisiert.
46:57Ja.
46:58Ich meinte eigentlich den Kollegen Ernst.
47:00Ja, ich bin natürlich noch krank geschrieben, aber zu Hause fällt mir die Decke auf den Kopf.
47:04Das ist ein typischer Fall von medizinischer Willkür.
47:07Aber der Ernst hatte nur einen kleinen Harzanfall, hat Freie.
47:09Und ich bin fast in tausend Teile zerrissen worden.
47:35Das ist ein typischer Fall.
47:47Untertitelung des ZDF, 2020
Kommentare

Empfohlen