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  • vor 8 Stunden

Kategorie

🎈
Spaß
Transkript
00:04Musik
00:38Musik
01:11Musik
01:16wieder gerne herr flanders
01:44hallo liebling da beim außertermin ja immer noch ja du weißt du wie diese theaterfuzzis sind
01:50machen immer gleich auch große oper ja jetzt bin ich schon auf dem weg zu dir hunger gar
01:55kein ausdruck also bis gleich ich mich auch
02:16so
02:25so
02:55Untertitelung des ZDF, 2020
03:13Untertitelung des ZDF, 2020
03:37Untertitelung des ZDF, 2020
04:08Untertitelung des ZDF, 2020
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08:48Untertitelung des ZDF, 2020
08:54Oh, und der hat schon mal den Faust gespielt. Ich habe mich ja mal als Gretchen versucht.
08:59Was? Sie haben mal geschauspielert?
09:01Ja, das war mal ein Traum von mir. Aber mein Papa hat gesagt, ich soll erst mal was Vernünftiges lernen
09:06und dabei ist es auch geblieben.
09:08Reicht hat er.
09:10Ausgerechnet der Frästmann. Es gibt ein Riesentheater. Wie soll ich das der Steffi erklären?
09:15Was hat denn jetzt deine Frau mit einem toten Indianer zu tun?
09:18Der Mann, den du einen toten Indianer nennst, ist Autor und ein neuer Haupthersteller einer international gefeierten Off-Theater-Truppe
09:25namens Aktant.
09:26Der Regisseur Henrik Smolke ist ein Genie. Unter seiner Leitung wird das Genre Neo-Western praktisch neu definiert.
09:34Wir können ihn bei Sägeberg einpacken.
09:37Bitte nicht.
09:39Sagt wer denn, Steffi etwa?
09:41Steffi hat mir und einem alten Bekannten, Stadtrat Johann Flunders, die Generalität der Truppe mal vor Augen geführt.
09:48Seitdem kämpft Flunders vor dem Kulturausschuss dafür, dass die Truppe hier in Lübeck ihre eigene Bühne bekommt.
09:54In dieser Halle da am Hafen?
09:55Richtig, die optimale Location.
09:57Sollte die Truppe wirklich bleiben, könnte Lübeck die Aufmerksamkeit der gesamten Theaterszene auf sich ziehen.
10:03Aber jetzt, wo kleiner Bär tot ist, er war immerhin der Star der Truppe.
10:08Das heißt, die haben gestern geprobt.
10:10Hast du eine Ahnung wann?
10:12Von Nachmittags bis Mitternacht.
10:14Dieser Regisseur ist ein Arbeitstier, treibt seine Leute immer bis an ihre Grenzen.
10:20Die Spusi ist mit den Reifenspuren vom Tatort durch.
10:23Es war tatsächlich ein Range Rover, der Friesmann überfahren hat.
10:26Eindeutiger Fall von Fahrerflucht.
10:28Also, Friesmann kommt von der Probe, wird vom Auto überfahren.
10:32Heißt es eindeutig ein Fall für die Kollegen für Verkehrsdelikte.
10:34Wir sind ja schließlich die Mordkommission.
10:36Kommt nicht in Frage.
10:37Der Fall bleibt bei uns.
10:39Johann steckt mitten im Wahlkampf für die Bürgerschaftswahl.
10:42Sind wir jetzt seine Wahlhelfer oder wie?
10:44Dieses Theaterprojekt ist sein einziger Trumpf.
10:47Er kann sich keine Skandale leisten und er verlässt sich auf mich.
10:50Ich möchte, dass ihr diskret vorgeht, versteht ihr?
10:53Noch irgendwelche Fragen?
11:12Frau Schwartenbeck?
11:15Ja, wann habe ich denn schon mal die Chance, einem Hendricksmolke persönlich zu begegnen?
11:19Ich meine, vielleicht entdeckt er mich ja.
11:23Können wir?
11:27Sag, Baum.
11:29Baum, sag.
11:32Feuer ist gnädiger, als das Weiß des Mannes, das meine Augen blendet und Erde trinkt mit Rot.
11:40Weiß wird die Nacht, rot der Tag, kleiner Bär.
11:44Tränen füllen die Flüsse unserer Ahnen, denn die Farbe der Farbe ist Gold.
11:48Suche den Bruder auf der anderen Seite.
11:50Stopp, Reiche!
11:52Bin ich nur von Idioten umgeben, oder was?
11:55Warte mal, gib mal Licht, komm mal rüber mit dem Ding!
11:56Das ist er, Hendricksmolke.
11:58Wieso kann ich denn ihr Gesicht sehen?
12:00Hendrik, der Baum soll dadurch lebendig wirken.
12:03Wir dachten, das sei eine gute Idee.
12:05Das ist eine scheiß Idee.
12:07Das ist eine ganz simple, blöde, banale Personifizierung.
12:10Wo bleibt denn da dem Zuschauer die Möglichkeit, irgendwas zu abstrahieren?
12:13Wir machen hier Apokalypse und nicht Weihnachtsmärchen.
12:15Aber das konkrete Erleben des Einzelnen wirkt doch exemplarisch.
12:19Fakt ist, ich habe einen sprechenden Baum bestellt und was kriege ich da in der nächsten Hauptrolle, oder wie?
12:23Mir geht es nur um das Stück, Hendrik. Ich will mich doch hier nicht in den Vordergrund drängen.
12:26Bruder, das willst du.
12:29Dabei solltest du mir sehr, sehr dankbar sein, dass du überhaupt noch einen Fuß auf meine Bühne setzen darfst.
12:34Hendrik, bitte.
12:35Das bin ich auch. Unter deiner Regie spielen zu dürfen, das bedeutet mir immer...
12:40Die Probleme möchte ich haben.
12:42Die ist die Nichte der berühmten Friedrichs. Seit drei Generationen allesamt hochkarätige Theaterschauspieler.
12:48Machen wir mal eine Sekunde Pause. Ihr holt euch einen Lappen oder irgendwas und macht dieses dämliche Loch zu.
12:54Dann können wir vielleicht weitermachen.
12:56Wo ist denn der Fräsmann überhaupt? Ist ja kein Zustand, dass er hier ständig für ihn einspringen muss.
12:59Ja, keine Ahnung. Er ist abgetaucht. Schon seit gestern Abend. Er geht ja auch nicht ans Handy.
13:02Ach, macht auf Mimose unser Stern, ja?
13:07Razzinen reingelassen! Das ist hier keine richtige Probe!
13:10Entschuldigung, dass wir hier so reinplatzen.
13:14Kiesewetter Kripo Lübeck, das ist meine Kollegin Frau.
13:17Schwartenbeck. Sandra Schwartenbeck. Ich bewundere Ihre Arbeit, Herr Smolke.
13:22Im Augenblick geht es um Ihren Kollegen Fräsmann.
13:26Mein Gott.
13:28Was mache ich denn jetzt?
13:31Roland ist gestern direkt nach seiner letzten Szene von hier weggefallen.
13:35Mit seinem Motorrad durch das Tor da hinten.
13:38Wann genau war das, Herr Smolke?
13:41Äh, 19 Uhr circa.
13:44Und wir haben dann noch drei Stunden weiter geprobt.
13:47War er betrunken? Drogen vielleicht?
13:49Nicht während meiner Probe. Wieso fragen Sie das überhaupt?
13:52Herr Fräsmann scheint nur 200 Meter von hier die Kontrolle über sein Motorrad verloren zu haben.
13:56Das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Roland hatte das Ding doch total im Griff.
14:01Er hat Kunststücke da mitgemacht und alles dann selbst.
14:04Ja, das hilft ungemein als Schauspieler, wenn man besondere Fähigkeiten hat.
14:08Also ich zum Beispiel...
14:09Fährt jemand von Ihnen, Range Rover?
14:12Stadtrat Flonders. Der fährt doch so ein Monster.
14:14Und er war gestern auch hier. Er kann sich scheinbar Lübeck ohne mich und Aktant gar nicht mehr vorstellen.
14:20Wann?
14:22Nachmittags bis 16 Uhr?
14:24Bitte, Johann, ein Mann ist überfahren worden. Ein Mann, auf den du übrigens große Stücke gehalten hast.
14:29Ja, allerdings. Kannst du gar nicht glauben. Und das mitten im Wahlkampf.
14:35Wie lange soll das denn noch dauern?
14:36Nicht mehr lange.
14:37Die Kollegen von der Spurensicherung checken kurz deinen Wagen durch. Du passt eben ins Täterprofil.
14:42Täterprofil, wie sich das anhört. Anzeichen Serientäter.
14:45Na ja, gestern Nachmittag war es so. Immerhin in der Theaterhalle.
14:48Ja, da war der kleine Bär aber noch sehr lebendig.
14:50Ja.
14:54Danke.
14:56Nein, Herr Kommissar. Muss ich ins Gefängnis?
14:59An Ihrer Stelle würde ich meine Termine für diese Woche mal absagen.
15:02Wie? Was soll das denn heißen?
15:04Am Fahrwerk deines Wagens sind mikroskopische Blutspuren entdeckt worden.
15:09Ich bin im falschen Film, oder?
15:11Na ja. Und das sieht gar nicht nach einem Happy End aus.
15:14Mensch, Johann.
15:17Hallo.
15:19Ah, ja, ich komme.
15:25Sag mal, Bär ist nicht der Beste. Du würdest mir einfach sagen, was passiert ist.
15:28Keine Ahnung, Lars. Ehrlich, ich hab den nicht überfahren.
15:31Und wie kommt dann das verdammte Blut von dem Fräsmann an deinen Wagen?
15:34Das hab ich ja gar nicht gemerkt, dass ich den erwischt habe.
15:36Mensch, Lars, die Kisten sind doch dafür gemacht, dass du bei Hindernissen nichts merkst.
15:39Du bewegst dich auf dünnem Eis. Auf ganz dünnem Eis.
15:44Ich bin mitten im Wahlkampf, Lars. Wenn ich mit dieser Scheiße hier untergehe, dann stirbt auch das Lieblingsprojekt deiner Frau.
16:01Was hältst du von dem Stadtrat? Der trägt ganz schön dick auf für einen, der gerade jemanden tot gefahren hat.
16:06Politiker. Macht halt einen auf dicke Hose und ist in Wirklichkeit so klein.
16:10Ja, sprichst du aus Erfahrung? Gut, kann ja sein.
16:13Machst du Witze? Wenn der zwei ein Glas Wein getrunken hat, dann baggert der alles an, was ihm vor die
16:17Flinte kommt.
16:18Bei der letzten Charity-Veranstaltung ist er mir fast bis auf die Toilette gefolgt. Details erspare ich dir.
16:22Schade eigentlich.
16:25Hallo.
16:25Hallo. Probiert mal bitte.
16:36Und? Was sagt ihr?
16:38Ja, lecker.
16:40Sonst nichts?
16:41Äh.
16:43Da ist Chili drin. Das verstärkt die Wirkung.
16:47Hätte ich jetzt nicht gemerkt.
16:49Tja, das ist nicht das Einzige, was ihr nicht gemerkt habt.
16:54Die Patrone stammt aus einem antiken Winchester-Gewehr.
16:57Wie? Unser Indianer ist erschossen worden?
16:59Von hinten.
17:01Die Verletzungen durch den Wagen waren so stark, dass die kleine Schusswunde zunächst nicht bemerkt wurde.
17:05Moment.
17:07Kann es sein, dass unser Indianer gar nicht gemerkt hat, dass er angeschossen wurde?
17:11Der fährt noch 200 Meter geradeaus mit dem Motorrad?
17:14Verliert dann so viel Blut, dass er zusammenbricht. Das kann doch sein, oder?
17:17Das kommt öfter vor, als man denkt.
17:18Im Zweiten Weltkrieg haben die Amerikaner eine medizinische Studie über Schussverletzungen gemacht.
17:23Die getroffenen Soldaten haben im Lazarett ausgesagt, dass sie die Projektile in ihrem Körper nicht sofort, sondern erst nach einer
17:30Weile gemerkt haben.
17:31Sie haben noch über Minuten weitergekämpft.
17:33Im Fall unseres Indianers trifft die Patrone ihn in den Rücken, versetzt den Organismus in eine Art Schock und er
17:40verspürt keinen Schmerz.
17:43Vielleicht ein Ziehen. Mehr nicht.
17:45Folglich kann er noch geradeaus weiterfahren und die vitalen Funktionen haben erst nach und nach ausgesetzt.
17:51Bis er verblutet ist.
17:53Exakt. Auf jeden Fall war er schon tot, als er überfahren wurde.
17:57Das heißt, Stadtrat Flunders kann für seinen Tod nicht verantwortlich sein.
18:01Wann genau ist Fräßmann gestorben?
18:04Zwischen 19 und 20 Uhr.
18:06Also auf jeden Fall ist er zur Zeit der Proben angeschossen worden. Möglicherweise auch in der Theaterhalle.
18:10Im Moment. Flunders fährt gegen 16 Uhr von der Halle ab. Wie kann er den Indianer erst drei Stunden später
18:16überfahren?
18:18Vielleicht hat er noch was in der Gegend zu tun gehabt.
18:22Jetzt wirkt er nur das Chili.
18:29Aber warum sollte einer von denen den Hauptdarsteller erschießen?
18:32Das weiß ich noch nicht. Auf jeden Fall macht die Truppe auf mich keinen sehr harmonischen Eindruck.
18:36Die stehen doch alle unter der Fuchtel von diesem Smolke.
18:38Ja, aber auch nur, weil der Smolke ein absolut genialer Visionär ist.
18:42Das ist doch bei mir auch nicht anders. Schreie ich deshalb alle in Grund und Boden?
18:45Wer schreit, hat Unrecht.
18:46Ja, das sehe ich genauso. Meistens jedenfalls.
18:51Also in Sargbaum, dem Stück, das die gerade proben.
18:54Was haben Sie das denn her?
18:55Das hat der Smolke doch weggeschmissen.
18:57Das hat er doch nicht weggeschmissen. Egal.
19:00Ja, jedenfalls wollte ich mal gucken, ob da vielleicht eine kleine Rolle für mich drin ist.
19:03Als brennender Busch oder was?
19:06Also ich finde, das Skript ist gar nicht schlecht.
19:08Obwohl ich mir von dem Smolke ein bisschen mehr erwartet hätte.
19:10Vor allem die Frauenfiguren, die gehen gar nicht.
19:12Aber raten Sie mal, wie die Szene mit dem Baum des Lebens endet.
19:16Mit einem Schuss auf Kleiner Bär?
19:18Aus dem Gewehr der Heiligen Dreifaltigkeit.
19:29Nachdem sich Kleiner Bär Rat beim Baum des Lebens geholt hat,
19:32wird er von der Heiligen Dreifaltigkeit in einen Hinterhalt gelockt.
19:35Aber er kann die Falle rechtzeitig entdecken und reitet durch den Fluss davon.
19:38Das heißt, er ist mit dem Motorrad hier durchgefahren, da lang und zur Halle raus.
19:43Ja, ganz genau.
19:45Für die Proben wären Pferde ja viel zu aufwendig, ne?
19:47Für die Aufführung sollen es dann aber welche sein.
19:51Und wer hat dann auf Fräsmann geschossen von da oben?
19:54Unsere heilige Dreifaltigkeit.
19:56Gespielt von wem?
19:57Herrn Smolke, unserem Regisseur.
19:59Wo ist denn der begnadete Mann jetzt?
20:01Er hat sich zurückgezogen, um das Trauma zu verarbeiten, eine neue Vision zu erschaffen.
20:06Keiner von uns weiß, wo er ist.
20:09Herr Schröter, geben Sie bitte eine Fahndung raus nach Hendricks Smolke.
20:13Der Mann ist dringend tatverdächtig.
20:15Ist die Heilige Dreifaltigkeit nicht die weibliche Hauptrolle?
20:19Das Stück wurde vor kurzem umgeschrieben und die Rolle anders besetzt.
20:22Wer hat die vorher gespielt?
20:24Ich.
20:25Das war meine Traumrolle.
20:26Deswegen bin ich vom Fernsehen weg.
20:28Meine Eltern waren ganz stolz, dass ich besetzt worden bin.
20:31Hatte Herr Frieswann was mit Ihrer Umbesetzung zu tun?
20:38Die Umbesetzung hat unser Regisseur vorgenommen.
20:41Aus künstlerischen Gründen.
20:43Ich bin ganz schön sauer, wenn man mir die Hauptrolle wegnimmt.
20:46So ein Stück verändert sich in jeder Probe.
20:47Und wir Schauspieler müssen uns dieser großen Vision unterordnen.
20:50Dabei sein ist alles, was?
20:52Genau.
20:53Kannst du mir bitte alle Ihre Waffen zeigen?
20:55Mhm.
20:59So, das war's.
21:01Mehr haben wir ja nicht.
21:02Und welches jetzt die Winchester von Hans Molke?
21:05Das ist die goldene, die hier.
21:06Nicht mehr anfassen.
21:07Die Spurensicherung kommt gleich.
21:11Und wer hat dir jetzt alles Zugang zu den Waffen?
21:15Ja, eigentlich das ganze Team.
21:16Aber ich packe die nach den Proben natürlich immer schön in die Kiste und schließe sie ab.
21:21Hat Sie das eigentlich nicht gewundert, dass Frieswann gleich nach der letzten Proben Szene einfach so verschwunden ist?
21:25Ich dachte immer, Theaterleute sind so gesellig, sitzen bis tief in die Nacht.
21:28Ja, wir haben gedacht, der ist beleidigt abgehauen.
21:30Aber es gab ja auch schon wieder Streit gestern.
21:32Weswegen?
21:34Zwischen Roland, also dem Herrn Friesmann und unserem Regisseur hat es häufig geknallt, weil das Stück vom Roland ist und
21:39er die Hauptrolle spielt, also gespielt hat.
21:41Und er wollte auf keinen Fall Kompromisse eingehen, um das Stück an die neue Halle anzupassen.
21:45Er hat gesagt, draußen oder gar nicht.
21:46Aber das Molke will den Deal mit der Stadt hinbekommen, dass wir das ganze Jahr überspielen können.
21:50Festes Theater, feste Gehälter.
21:52Exakt.
21:52Ähm, können wir nochmal einen kurzen Blick in den Schrank hier werfen?
21:55Das geht nicht.
21:58Ich hab den Schlüssel nicht erst bei mir zu Hause.
22:01Ja, es tut mir leid, Sie kommen da nicht drum rum, wir haben einen Durchsuchungsbeschluss.
22:05Aber Helge, der ist doch hier drin.
22:11Jenny.
22:12Ah, ich hab ihn.
22:14Oder hast du etwa eine Waffe im Schrank?
22:25Was soll denn eine Überraschung werden?
22:27Für mich?
22:28Mhm.
22:29Ist das für mich zufrieden?
22:32Ja gut, das war's dann erstmal.
22:35Jo.
22:42Er schließt den Mietvertrag ab.
22:45Und das hinter unserem Rücken.
22:48Da meinst du, den Finn ist bei uns unglücklich?
22:51Unsinn.
22:52Es hat ihm irgendjemand im Büro eingeredet, Elke wahrscheinlich.
22:56Er weiß gar nicht, wie gut er es bei uns hat.
22:58Wir betuddeln ihn von vorne bis hinten.
23:00Ein Frühstück kriegt er.
23:02Braucht keine Miete bezahlen.
23:03Ach, ich bin verrückt, da ist er.
23:05Finn?
23:06Nein, der Mann, der mich heute angefahren hat, Herr Wendland.
23:10Na, der traut sich was.
23:11So, ich untersteh dich.
23:16Herr Wendland.
23:17Frau Giesewetter, ich bin wirklich untröstlich.
23:22Das wäre doch nicht nötig gewesen.
23:23Doch, doch, doch.
23:25Und wenn es irgendetwas gibt, was ich tun kann, um diese schreckliche Sache aus der Wölze zu schaffen, ein Wort
23:32genügt.
23:32Ein neues Kühlaggregat für unsere Vitrine wäre als erstes nicht schlecht.
23:37Kein Problem.
23:38Ich habe mal Gaswasser gelernt.
23:41Nein.
23:41Ja.
23:42Echt?
23:44Möchten Sie einen Tee?
23:46Aber gern.
23:47Bitte, nehmen Sie Platz.
23:48Danke.
23:54Das ist ja auch mal eine schöne Art und Weise, seine Arbeitszeit zu verbringen.
23:57Knallharte Recherche.
23:59Ja.
24:00Ich war in der Wohnung unseres toten Indianers.
24:02Die Damen sind alle auf seinem Computer.
24:05Casting-Fotos?
24:07Klar, für ein Stück mit tausend Jungfrauen.
24:10Wie viel Musen kann so ein kleiner Bär vertragen?
24:15Moment mal.
24:20Ist das nicht Jenny Friedrich, die große Charakterschauspielerin?
24:24Sie war jung, dumm, brauchte Geld.
24:27Ja, oder sie hatte was mit kleiner Bär.
24:29Ich meine, der Typ war charismatisch.
24:31Da kann sowas schon mal passieren.
24:32Und über die Konsequenzen, die dieses Foto für ihre Karriere hat, hat sie in dem Moment bestimmt nicht nachgedacht.
24:37Vielleicht war Smolke ja sauer, weil der Indianer seine Hauptdarstellerin angebaggert hat.
24:43Ich habe ihn deswegen umgebracht.
24:45Also ich glaube nicht, dass sich ein Henrik Smolke durch sowas provozieren lässt.
24:48Na ja, dann war das vielleicht doch diese Jenny.
24:51Der Indianer hatte ein kurzes Techtelmechtel mit ihr, hat sich fallen lassen, sie hat sich verliebt.
24:56Und der Indianer wollte ja nur kurz seinen Spaß haben.
24:58Ja, schon er.
25:01Und deshalb bestückt sie das Gewehr des Regisseurs mit einer scharfen Patrone, damit der den Indianer erschießt?
25:07Ja, das ist doch die perfekte Tarnung.
25:09Das glaube ich aber nicht.
25:10Smolke ist ihr großes Idol.
25:12Sie will doch immer ihrer Familie beweisen, dass sie das Zeug zu einer großen Theaterschauspielerin hat.
25:17Smolke ist ihre große Chance.
25:18Den da reinzureiten, das macht doch gar keinen Sinn.
25:23Uuh, Aufmarsch der Titan.
25:24Ah, wie schön, dass ich Sie alle noch antreffe, bevor Sie in den wohlverdienten Feierabend flüchten.
25:30Deswegen fasse ich mich auch kurz.
25:31Es geht um den Stadtrat Flonders.
25:34Ich möchte Sie darum bitten, dass Sie den Fall, an dem Sie gerade arbeiten, wegen seiner Verwicklung darin, bitte mit
25:42höchster Diskretion behandeln.
25:43Wegen des aktuellen Wahlkampfes.
25:45Ich meine, wenn die Fahrerflucht vor Gericht kommt, dann weiß doch eh ganz Lübeck Bescheid.
25:49Ja, wenn.
25:50Ich habe zur Zeit leider nichts in der Hand, um Flonders zu beweisen, dass er sich vorsätzlich von der Leiche
25:55entfernt hat.
25:56Moment mal, wie jetzt? Es gibt keine Anklage?
25:59Ihr wollt den Typen ungeschoren davon kommen lassen?
26:01Der hat definitiv gebremst, wir haben die Spuren.
26:04Der ist ausgestiegen.
26:08Eine Bremsspur allein reicht nicht.
26:10Wir brauchen Beweise finden.
26:12Kinderlade Beweise.
26:16Da hat er leider recht.
26:33Guck mal, wir finden unsere Vitrine.
26:35Schnurrt wieder wie ein Kätzchen.
26:36War der Kundendienst da?
26:38Nee, der Herr Wendland.
26:40Der Unglücksrabe, der sie angefahren hat.
26:44Ja, und weil er ein schlechtes Gewissen hat, macht er sich jetzt hier ein bisschen nützlich, ganz umsonst.
26:48Der hat nämlich Gaswasser gelernt.
26:50Ja, und er kann sämtliche Ersatzteile ganz umsonst besorgen.
26:54Ja, so einen geschickten Mann im Haus können wir gut brauchen.
26:57Gerade jetzt, wo dein Zimmer nächste Woche frei wird.
27:05Verstehe, ich habe den Mietvertrag liegen lassen.
27:08Tut mir leid, ich wollte in Ruhe mit euch darüber reden.
27:11Kein Problem.
27:13Zufälligerweise sucht der Herr Wendland auch gerade dringend eine Bleibe.
27:16Und da haben wir gedacht, wenn du nichts dagegen hast, dann würden wir ihm ganz gern dein Zimmer anbieten.
27:22Nein, natürlich, klar.
27:27Ganz wie ihr wollt.
27:29Das ging ja flott.
27:45Also, ihr Arbeitseifer in allen Ehren, aber wenn sie nicht, es wäre besser, Sie bleiben mal zu Hause und kurieren
27:51sich richtig aus?
27:51Ja, würde ich ja gerne.
27:54Aber zu Hause, da friere ich mir den Hintern ab, auf gut Deutsch gesagt.
27:57Meine Handwerker, die können so nach Pfeife rauchen.
28:00Dann rufe ich Sie doch mal im Teeladen bei meinen Tanten an.
28:02Die haben da gerade einen Handwerker an der Hand, der soll was taugen.
28:05Wendland, der besorgt auch billig Ersatzteile.
28:08Wirklich?
28:08Ja, ja.
28:11Das wäre ja klasse.
28:14Herr Kiesewetter, guten Morgen.
28:16Moin.
28:16Die Jenny Friedrich hat vor zwei Wochen versucht, sich das Leben zu nehmen.
28:19Die hat jede Menge Pillen geschluckt.
28:21Und dieser Kuhlmann hat sie dann gefunden und ins Krankenhaus gebracht.
28:23Ach, weiß man auch schon, weshalb?
28:26Sie wollte sich was antun, weil der Smolke ihr die Hauptrolle weggenommen hat.
28:31Ich habe ja mit ihrer Mutter telefoniert, der berühmten Marlene Friedrich.
28:35Und die hat gesagt, dass die ganze Familie total erleichtert war, dass Jenny endlich keinen Fernsehquatsch mehr macht, sondern ans
28:41Theater gegangen ist.
28:42Na ja, jetzt spielt sie in den Baum.
28:44Jetzt ist es amtlich.
28:45Guten Morgen.
28:46Die Tatwaffe war unter den Requisiten, die ihr in der Halle gefunden habt.
28:50Es war die Winchester, die Smolke abgefeuert hat.
28:53Allerdings steckt die Patronenhülse der scharfen Patronen nicht mehr im Lauf.
28:57Das heißt, entweder ist sie rausgefallen oder er hat sie rausgenommen.
29:01Schwartenbeck, schicken Sie auch die Spusi nochmal hin, um nach der Hülse zu suchen.
29:07Hast du etwa hier gepennt?
29:09Wieso? Sieht so aus?
29:11Guten Morgen. Ich habe Neuigkeiten.
29:14Sag mal, wie siehst du denn aus?
29:17Sag mal, so zerknaut schickt Steffi dich ins Büro?
29:20Nein, nein, nein. Es ist dieser Fall.
29:22Herr Gott, nochmal, bei mir hängt der aus. Wegen Schiefschiere kann es gar nicht sein.
29:26Ich möchte, dass dieser Fall jetzt sofort vom Tisch kommt. Ja?
29:30Guten Morgen.
29:32Äh, ja. Wir haben Smolke gefunden.
29:36In einem Kloster.
29:37Vielleicht hat er ja ein bisschen Ruhe gebraucht.
29:39Fräßmann hat versucht, ihren Deal mit der Stadt Lübeck zu boykottieren.
29:42Und er wollte ja, dass das Stück im Freien stattfindet.
29:45Ich will Ihnen mal was sagen. Fräßmann, ja? Der war ein Träumer.
29:50Aber Ihnen hätte ich so ein bisschen mehr Grips zugetraut.
29:53Ich meine, dass Sie mir so einen dämlichen Plan unterstellen, das nehme ich echt als persönliche Beleidigung.
29:59Ich bin der Regisseur. Auf der Bühne passiert, was ich sage.
30:02Ich hätte jedem anderen die scharfe Waffe in die Hand drücken können.
30:06Ja, aber so können Sie immer noch sagen, man hätte Ihnen das Ding untergejubelt.
30:08Ja, so war es ja auch.
30:11Ich habe einen Kollegen erschossen, ohne es zu wissen.
30:14Haben Sie die leiseste Ahnung, was das bedeutet?
30:17Das ist ein Trauma. Das schüttelt man nicht einfach so ab.
30:19Das Biest sitzt mir im Nacken.
30:21Wäre Ihnen das passiert, dann hätten Sie jetzt drei Therapeuten und wären auf dem Weg in die Frührente.
30:25Ich muss sehen, wie ich damit alleine zurechtkomme.
30:30Was glauben Sie denn, wer es war?
30:32Es gab so einige Kandidaten, mit denen Fräßmann nicht gerade nett umgegangen ist, wenn Sie wissen, was ich meine.
30:39Jenny Friedrich zum Beispiel?
30:41Wieso spielt sie denn ausgerechnet jetzt einen Baum?
30:44Ich will Jenny nur schützen. Und natürlich auch mein Projekt.
30:47War sie für die Hauptrolle nicht geeignet?
30:49Sie war perfekt dafür. Sonst hätte ich sie nicht besetzt.
30:54Herr Smolke, wieso hat Jenny Friedrich vor kurzem versucht, sich das Leben zu nehmen?
31:00Machen Sie sich doch mal den Spaß und geben im Internet kleiner Bär ein.
31:08Wann haben Sie das Sexvideo und die Nacktfotos im Netz entdeckt?
31:12Vor circa zwei Wochen.
31:15Dann haben Sie die Pillen geschluckt.
31:18Hatten Sie Angst, dass Ihre Familie was davon erfährt?
31:22Die waren alle so stolz auf mich, dass sie es endlich zum Theater geschafft haben.
31:27Dass ich jetzt was Wichtiges mache, was mit Relevanz.
31:30Nicht so ein Fernsehdreck.
31:31Wissen Sie, meine Familie ist sehr konservativ.
31:34Denen ist einfach wichtig, was die Öffentlichkeit denkt.
31:37Aber ich hätte nie gedacht, dass Roland mich da reinreitete.
31:42Und zu diesem Zeitpunkt waren Sie mit Fräßmann zusammen?
31:46Er hat mich so verarscht.
31:49Ich habe halt gedacht, ich kann dem Regisseur endlich zeigen, was ich kann.
31:54Jetzt kennt die ganze Welt meine Hintern.
31:56Hat er in die Hauptrolle wegen der Nacktfotos weggenommen?
32:00Er hat gesagt, das würde dem Image von Nacktan schaden.
32:04Und die Presse würde dann nur noch über den Sexskandal berichten, nicht über das kontroverse Bühnenstück.
32:11Na ja, ganz unrecht hat er damit nicht.
32:15Waren Sie denn wirklich in Herrn Fräßmann verliebt?
32:19Sonst hätte ich das ja wohl kaum gemacht.
32:22Roland war so charismatisch und hatte so viele Ideen.
32:27Und ich habe echt gedacht, es könnte was werden.
32:30Er hat ihre Gefühle mit Füßen getreten.
32:34Aber zum Glück hat mich ja Helge gefunden und hat mir geholfen.
32:39Und er hat gesagt, ich muss einfach Geduld haben.
32:42Und dann kommt meine Chance auch irgendwann.
32:46Wo ist Herr Krümann jetzt?
32:48Keine Ahnung, wir haben uns gestritten.
32:50Gestritten, worüber?
32:53Über sein Stück, das er geschrieben hat.
32:55Nutschus Rache.
32:57Ich wollte die Hauptrolle darin spielen und durfte es nicht lesen.
33:01Deswegen das Kostüm?
33:03Ja, das ist voll schön.
33:06Aber ich fand es trotzdem irgendwie nicht okay, dass er das Stück dem Stadtrat Flanders geschickt hat,
33:10ohne mit dem Registrar darüber zu sprechen.
33:12Wir wissen ja noch gar nicht, wer der Mörder ist.
33:14Oder?
33:15Allerdings.
33:21Wir dürfen diesen Ausstatter nicht aus dem Blick verlieren.
33:24Der kocht im Stillen sein eigenes Süppchen und versucht heimlich beim Stadtrat zu landen.
33:27Mobbing vom Feinsten.
33:29Aber macht ihn das gleich zum Mörder?
33:31Wer weiß.
33:32Wir müssen in das Stück rankommen, was er hinter Smolkes Rücken an den Stadtrat geschickt hat.
33:36Die Handschrift des Täters, oder was?
33:38Ja, Profiling, erstes Semester.
33:40Zeigt mir sein Werk und ich sage dir, wie er tickt.
33:43Halten Sie mal an.
33:48Das ist der Wohnwagen von dieser Heidi Lange, der Künstlerin.
33:51Was wollen wir denn hier?
33:52Wir haben uns doch immer gefragt, was der Werther Herr Stadtrat drei Stunden gemacht hat,
33:55nachdem er die Terraterhalle verlassen hat.
33:57Sie glauben, er...
33:59Jedermann sehnt sich ab und zu nach ein bisschen Zuwendung.
34:13Wie gesagt, an dem Abend war kein Freier hier.
34:16Wir dachten nur, dass Sie vielleicht in der Aufregung den einen oder anderen Herrn vergessen haben.
34:21Das wüsste ich aber, Herr Kommissar.
34:24Wollen Sie auch einen Kaffee?
34:25Äh, nein, danke.
34:27Wir müssen auch weiter.
34:29Wiedersehen.
34:29Das war mal ein kurzer Besuch.
34:32Aber vielleicht kriegen Sie ja beim nächsten Mal etwas mehr Zeit mit.
34:35Äh, ja.
34:37Dieser Pelz, Frau Lange.
34:40Ein Geschenk?
34:41Das war ein sehr großzügiges Geschenk.
34:44Sie glauben gar nicht, wie dankbar mir manche Männer sind.
34:47Doch, doch, das glaube ich Ihnen gerne.
34:50Und der Name des Herrn?
34:53Tut mir leid, der Kommissar.
34:55Aber Diskretion steht in meinem Beruf an oberster Stelle.
34:58Und der Name des Herrn, der Herr Pflanz ist in meinem Beruf an oberster Stelle.
35:20Das war ein sehr großzügiges Geschenk.
35:21Und der Name des Herrn, der Herr Pflanz ist in meinem Beruf an oberster Stelle.
35:25Und der Name des Herrn, der Herr Pflanz ist in meinem Beruf an oberster Stelle.
35:28Kiesewetter, mein Name. Ich bin der, der für Sie das Zimmer räumt.
35:31Stehen die Koffer schon bereit?
35:32Koffer?
35:33Ja, keine Sorge. Ich bin über den Umzug informiert.
35:35Meine Tanten können es ja kaum erwarten.
35:37Und wann genau ziehen Sie aus?
35:40Ja, wenn nichts dazwischenkommt, Ende der Woche.
35:42Ja, das ist ja toll.
35:50Hallo?
35:53Keiner da?
35:56Ja, was gibt's denn Leckeres?
35:59Paprikahohn.
36:01Das heißt, gab's.
36:02Der Herr Wendland hatte durch den Hunger nach all der Arbeit.
36:05Der hat gleich dreimal Nachschlag genommen.
36:07Naja, der war ja auch den ganzen Tag unterwegs für deinen Kollegen Schröter.
36:10Irgendwie ein Heizungsmodul besorgen oder sowas.
36:13Aber wir machen dir gerne noch was.
36:15Ein guter Brot.
36:16Nein, nein, das ist nicht nötig.
36:19Ich habe ja in der letzten Zeit auch genug geschlemmt bei euch.
36:22Aber das hat ja bald ein Ende.
36:24Der Herr Wendland ist ja ganz aus dem Häuschen, dass er bei euch einziehen darf.
36:27Ich habe den gerade unten getroffen.
36:28Ist ein netter Mann.
36:29Ich habe ihm übrigens gesagt, dass er Ende der Woche schon einziehen kann.
36:35Was machen wir denn jetzt?
36:36Ja, was machen wir denn jetzt?
36:38Was machen wir denn jetzt?
36:39Wir müssen Herrn Wendland sagen, dass es ein Versehen ist.
36:43Aber er fühlt sich doch so wohl bei uns.
36:45Hier zieht er jedenfalls nicht ein.
36:47Klar.
37:00Das wurde vorhin für dich abgegeben von einem gewissen Wendland.
37:04Von deiner Konkurrenz?
37:05Konkurrenz.
37:06Habe ich keine.
37:07Moin.
37:08Moin.
37:08Moin, moin.
37:09Sind das die Heizungsmodule vom Wendland?
37:11Der ist ja mal richtig flott.
37:13Das gibt es doch nicht.
37:15Das sind ja die Teile, die meine Installateur bei mir ausgebaut hat.
37:21Hier.
37:22Hier die grünen Lackspritzer.
37:23Da hat meine Mutter mal ihr Fahrrad im Heizungskeller angestrichen.
37:27Das grässliche grüne Lack, den gibt es nicht zweimal.
37:30Wer weiß vielleicht, dass der Glück und die Dinger funktionieren noch.
37:33Wie soll denn der Wendland ausgerechnet an die Dinger rangekommen sein?
37:37Netzersteiger.
37:37Das ist die reinste Mafia.
37:38Also mein Angebot steht noch.
37:41Schröter, das tut mir leid, aber meine Tanten haben so von dem Wendland geschwärmt.
37:45Macht ja nichts, Chef.
37:47Alles Blender.
37:48Auch ihr Wendland.
37:49Geben Sie die Dinger mal her.
37:51Ich kümmere mich darum.
37:53Wendland?
37:54Alwin Wendland?
37:55Was habt ihr mit dem zu tun?
37:56Ach, das ist nur ein Handwerker, der sich bei meinen Tanten eingenistet hat.
37:59Wie eingenistet?
38:01Ja, der hat Tante Ria mit dem Rad angefahren, seitdem hilft er im Haus.
38:04Jetzt soll er sogar einziehen.
38:05Also wenn wir vom selben Wendland sprechen, solltest du das unbedingt verhindern.
38:09Wieso?
38:10Dass er das immer noch macht, ich fass es nicht.
38:13Ich habe ein Dutzend Anzeigen gegen ihn auf dem Tisch liegen.
38:16Ist immer die gleiche Masche.
38:17Er macht sich an alte Damen ran und nutzt sie aus.
38:20Wieso wird er nicht verurteilt?
38:21Alles, was er macht, ist legal.
38:22Er repariert sich sozusagen in die Herzen der Damen.
38:25Sein Trick ist, ein Mietvertrag gegen Leistung im Haushalt.
38:28Dann schützt ihn das Mietrecht und du wirst ihn nie wieder los.
38:31Das ist ein gerissener Hund.
38:34Genauso wie unser Stadtrat übrigens.
38:36Wieso, hast du was rausgefunden?
38:38Du hast mir doch gesagt, dass dieser Flonders alles anbagert, was ihm vor die Flinte kommt.
38:42Kann sein, dass er bei seiner dreistündigen Ortsbegehung über einen Wohnwagen gestolpert ist mit einem roten Herzen im Fenster.
38:49Und der gehört zufällig Heidi Lange.
38:52Der Prostituierten?
38:54Ja.
38:54Aber die hat doch ausgesagt, keine freie Empfang zu haben an dem Tag.
38:57Naja, solche Damen sind ja sehr diskret.
38:59Und für diese Diskretion werden sie ja großzügig belohnt.
39:03Du kannst mal rausbekommen, ob der Flonders nach der Tat einen Pelzmantel bei der Firma Bonnet gekauft hat.
39:07Ein Pelz für Heidi?
39:09Ja.
39:10Nach dem ersten Schreck habe ich Herrn Flonders direkt angerufen.
39:14Der hat mich gebeten, die Sache diskret zu behandeln, damit die Presse ihn nicht durch den Kakao zieht.
39:20Die warten doch nur darauf, einen Politiker von seinem Kaliber fertig zu machen, oder?
39:24Wie kamen Sie denn überhaupt darauf, dass Stadtrat Flonders den Mann im Indianerkostüm überfahren hat?
39:30Zwischen seinem Besuch bei Ihnen und Ihrer Ankunft am Tatort lagen doch mehrere Stunden.
39:34Na, wegen dem Taschentuch.
39:36Mit dem habe ich vorher noch meinen Lippenstift von seiner Wange gewischt.
39:41Und das muss er dann irgendwie bei der Leiche verloren haben.
39:49Ganz professionell eingetütet.
39:52Na klar.
39:54Weil sich doch aus dem Fernsehen wie sowas geht.
39:59Respekt.
40:07Johann, du hast mich angelogen.
40:11Nur ein Schlagloch, nicht wahr?
40:14Du bist ausgestiegen und hast den Friesmann da liegen lassen.
40:17Ja, was sollte ich denn machen? Der war doch schon tot.
40:19Ja, aber sicher wussten Sie das nicht.
40:22Habt ihr überhaupt mal überprüft, ob die Dame da drin nicht vielleicht von der Gegenpartei geschmiert ist?
40:28Dann lässt sie doch bestimmt was zaubern.
40:30Weißt du was?
40:34Der Zauberladen ist für dich ab jetzt geschlossen.
40:48Wollen Sie verreisen?
40:51Ich brauche Abstand.
40:53Und Ihre Theaterkarriere? Ihre Familie wird enttäuscht sein.
40:56Weiß ich, wann es hier weitergeht?
40:58Schmolke sitzt ja jetzt auch in Untersuchungshand.
41:01Wir sind auf der Suche nach Helge Kuhlmann.
41:03Keine Ahnung, wo der ist. Ich habe den seit unserem Streit nicht mehr gesehen.
41:06Aber die ganze Gruppe zerfällt ja hier.
41:09Kennen Sie das Stück hier?
41:10Das von Helge.
41:12Das wollte ich immer lesen. Er hat ein riesen Geheimnis drum gemacht.
41:15Wie kommen Sie denn da ran?
41:17Herr Flunders war so freundlich, uns ein Exemplar zu überlassen.
41:20Und deswegen ist gut.
41:21Ich sollte immer meinen riesen Durchbruch damit schaffen.
41:24Ob das gut ist oder schlecht, vermag ich nicht zu beurteilen.
41:26Aber wussten Sie, dass Helge schwer verliebt in Sie ist?
41:29So verliebt, dass er sogar bereit wäre, für Sie zu morden?
41:32So kurz.
41:33Helge ist ein richtig guter Freund von mir.
41:35Der würde nie jemanden umbringen.
41:36Wenn Sie das gelesen haben, werden Sie anders darüber denken.
41:39Und dann sollten wir uns nochmal drüber unterhalten.
41:41Was macht dich eigentlich so sicher, dass dieser Ausstatter unser Mann ist?
41:44Sein Stück.
41:45Das ist ein einziger Rachefeldzug eines Kriegers, der sogar in der äußeren Beschreibung auf Helge Kuhlmann passt.
41:50Ja, und dieser Krieger wendet eine List an, um sich an zwei Männern zu rächen, die seine Herzdame verletzt haben.
41:56Das Ganze liest sich wie eine Gebrauchseinweisung für ein Mordszenario.
41:59Und genau wie die Heldin im Stück hat Jenny Friedrich versucht, sich das Leben zu nehmen.
42:02Weil kleiner Bär Nacktfotos und ein Video von ihr ins Netz gestellt hat.
42:06Dieser Helge ist besessen von ihr.
42:08Und so tüftelt er einen perfiden Plan aus, um sie zu rächen.
42:11Und das schiebt er dem Regisseur, den er sowieso nicht leiden kann, eine geladene Winchester runter.
42:17Und der erschießt damit die kleinen Bär.
42:18Ja, und auf diese Weise ist er beide los.
42:21Kleiner Bär tot, der Regisseur im Knast.
42:22Und er hat freie Bahn, sein eigenes Stück in der Theaterhalle mit ihr zu inszenieren.
42:27Alles schön und gut, aber kein Gericht dieser Welt wird diesen Mann nur wegen seines Stückes verurteilen.
42:33Ja, das ist mir schon klar.
42:35Deshalb brauchen wir ein Geständnis.
42:38Mann, ich kann das nicht.
42:41Das ist aber unsere einzige Chance, Kuhlmann aus der Reserve zu locken.
42:44Sie haben doch sein Stück inzwischen gelesen.
42:46Ja, aber ich wünschte, ich hätte er gelesen, dann würde Roland vielleicht noch leben.
42:50Schon möglich.
42:52Aber jetzt geht es darum, den Mörder zu kriegen.
42:54Und dazu muss er die Tat gestehen, und zwar Ihnen.
42:56Denn er hat das nur für Sie getan.
42:58Mann, der merkt doch sofort, wenn ich lüge.
43:00Ach, das wird er nicht merken, weil Sie eine verdammt gute Schauspielerin sind.
43:04Na, die denken, dass Molke Roland nur Erschossen hat, um den Deal mit dem Stadtrat hinzukriegen.
43:09Ja, aber ich weiß, dass das nicht stimmt.
43:10Weil er hat der Polizei nämlich auch erzählt, dass er mich für eine großartige Schauspielerin hält.
43:18Doch, doch, das steht auch im Protokoll.
43:22Und er hat wahnsinnig darunter gelitten, dass er mir die Hauptrolle wegnehmen musste wegen der Nacktfotos.
43:28Er hat es einfach nur gemacht, weil er mich beschützen wollte.
43:32Und so doof das jetzt vielleicht auch klingt, ich glaube, Smolke hat Roland nur umgebracht, weil er sich rächen wollte.
43:39Und weil er mich einfach liebt.
43:43Wie, er war es nicht.
43:45Woher willst du denn das wissen?
43:50Du warst es?
43:54Kannst du es beweisen?
43:57Ja.
43:58Ja, in der Halle.
43:59Okay.
44:02Smolke hätte sowas nie für dich getan, Jenny.
44:06Wieso nicht?
44:08Weil er dich nicht liebt, so wie ich.
44:13Gib mir mal bitte deine Hand.
44:25Was ist das?
44:28Etwa der Beweis?
44:59Die Hülse.
44:59Ich denke, dass wir ohne Smolke uns jetzt mal leidermachen.
45:01Du bist wirklich wahnsinnig.
45:05So eine Nummer hat ziemlich zugehört, oder?
45:08Aber Smolke, hast du schon vergessen, wie der uns gequält?
45:12Jenny.
45:13Jenny, was ist los?
45:14Was läuft denn hier?
45:15Nichts, ich bin nur irritiert.
45:17Du bist irritiert.
45:19Ja?
45:20Ja.
45:20Ich bin noch ein bisschen irritiert.
45:21Wo willst du noch hin?
45:21Ja.
45:22Ja.
45:22Ja.
45:22Ich bin noch ein bisschen irritiert.
45:23Ja?
45:24Ja?
45:24Wo du hin willst?
45:30Das Spiel ist vorbei, Herr Kuhlmann.
45:46Herr Kuhlmann.
46:08Hallo, Herr Wendland.
46:10Herr Kuhlmann.
46:11Endlich Feierabend.
46:13Ja, endlich Feierabend.
46:18Ich habe ja nochmal über Ihren Einzug in das Haus nachgedacht.
46:22Ja, schon übermorgen.
46:24Daraus wird leider nichts.
46:27Ja, wie?
46:28Aber ich habe ganz fest damit gerechnet.
46:32Sie haben doch selbst gesagt...
46:34Wenn nichts dazwischenkommt.
46:36Leider ist aber was dazwischen gekommen.
46:38Einige Akten auf dem Schreibtisch meiner Kollegin Staatsanwältin Frau Rasmussen.
46:42Und auf den Akten steht ihr Name.
46:45Wir verstehen uns.
46:47Ja, sicher.
46:48Aber wo soll ich denn jetzt hin?
46:51Wenn ich hier nicht einziehen kann, dann werde ich Ihren Tanten meine bisherigen Leistungen
46:57in der Rechnung stellen müssen.
46:59Da kommt einiges zusammen.
47:02Na gut.
47:03Ich habe eine schöne Wohnung für Sie.
47:05Ein richtiges Schnäppchen im Grün.
47:07So ganz ohne Feinstaub.
47:09Den Mietvertrag habe ich schon gemacht.
47:11Ich brauche den nur noch auf Sie umschreiben lassen.
47:13Marcel, etwa die Wohnung, in die Sie einziehen wollten?
47:17Ja.
47:18Und die Heizung von meinem Kollegen.
47:21Die bringen Sie auch wieder zum Laufen.
47:23Gratis.
47:24Gratis?
47:25Versteht Sie?
47:33Ja.
47:34Ja.
47:35Ich brauche den Mietvertrag.
48:06Untertitelung des ZDF, 2020
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