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  • vor 8 Stunden

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🎈
Spaß
Transkript
00:09Musik
00:41Und nicht noch mal so weit schießen, Alter, ist nicht korrekt.
00:43Ich hab immer noch Steißband von vorgestern.
00:49Ja, ja, schenk dir aber, du Obst!
00:56Ich such da mal eben den Ball, ne?
01:07Musik
01:23Mal zu faul, zum Nögel schneiden die halt, oder was?
01:27Hey, Lady, könnte ich mal eben...
01:39Scheiße.
01:40Oh mein, warum passiert immer nur mir sowas?
01:44Musik
01:50Meine Mutter, gut hab sie selig, hatte ja den grünen Daumen. Den hat sie mir bestimmt vererbt.
01:56Sonst nichts?
01:58Doch, doch, das kleine Häuschen und ihr Fischkochbuch. Liebenseitig Lapskaus, es gibt besonders guten in der Fischhütte.
02:09Kein Fisch mehr seit ihrem vergorenen Heringssalat.
02:13Der war doch nicht vergoren, der war doch höchstens ein bisschen vergoren.
02:18Also meine Herren, ich hab mein Telefon zu euch rübergestellt. Ich bin noch mal ein paar Stunden weg.
02:27Ähm...
02:28Falls der Oberstaatsanwalt anruft...
02:30Dann richte ich ihm aus, dass du für ein paar Stunden weg bist.
02:33Hast du meinen Antrag auf Weihnachtsurlaub schon unterschrieben? Meine Tanten nerven seit Wochen.
02:36Es gibt Kollegen, die haben schulpflichtige Kinder. Die brauchen die Ferien.
02:40Aber muss ich erst welche machen, damit ich Weihnachten mit meinen Tanten verbringen kann?
02:43Tja, würde man eine Option, oder?
02:48Dann sag dem Oberstaatsanwalt, ich habe einen wichtigen Einsatz.
02:54Hast du denn?
02:56Ich schaue nach einem Internat für Laura und Sophie.
03:00Sag mal, die können doch gerade mal krabbeln und du guckst dir irgendein Internat für sie an?
03:04Nicht irgendein Internat. Ein Elite-Internat, ja? Das Theodor-Storm-Institut in Malente.
03:10Die Warteliste ist so lang wie...
03:13Na, was weißt du denn schon?
03:15Du hast ja keine Kinder. Bildung ist das höchste Gut, was man seinen nachkommt.
03:18Ich verstehe das sehr wohl. Aber läge es nicht näher, wenn man erst mal einen Elite-Laufstall kauft oder Elite
03:24-Brei?
03:24Oder einen Elite-Schnuller, wie wär's damit?
03:27Hey, denk an meinen Antrag!
03:29So werden Sie und der Chef aber keine Freunde.
03:32Ja, sehr bitter. Wir leiten erst mal alle Anrufe auf Schwartenbecks Apparat um.
03:37Das ist bestimmt der Oberstaatsanwalt. Den können gerne Sie übernehmen.
03:41Mhm.
03:45Polizei Lübeck-Schröter.
03:47Hallo, hier ist Orkun.
03:48Im Moment. Für Sie.
03:51Ein Freund.
03:57Käsewetter?
03:59Hallo, hier ist Orkun.
04:00Orkun?
04:01Ich hab gerade eine Leiche gefunden.
04:02Hey, ganz ruhig.
04:03In der Bunte-Kuh, im Hansepark.
04:05Lübeck-Bunte-Kuh, Hansepark.
04:08Die Schere scheint durch die Ohröffnung ins Hirn gebracht zu sein.
04:12Ich tippe, die Frau ist an einer Hirnblutung gestorben.
04:16Fundort gleich Tatort?
04:18Definitiv. Sieht nicht so aus, als sei die Posten noch bewegt worden.
04:22Mhm.
04:26Kannst du sagen, wie lange Sie schon?
04:28Hm, nicht allzu lange.
04:29Aber das Blut ist schon so ran. Irgendwas zwischen vier und zwölf Stunden.
04:32Genauer geht es natürlich erst.
04:33Ja, ist schon klar.
04:35Weißt du, was das für eine Schere ist?
04:38Äh, ich vermute, das meine ich jetzt nicht witzig, eine ganz normale Nagelschere.
04:44Dann kann sie ja wohl kaum der Toten gehören.
04:45Nee.
04:46Hast du sowas schon mal gesehen?
04:48Nein.
04:50Und ich bin nicht unfroh darüber.
04:53Wie lange dauert das, bis Nägel so lang sind?
04:55Weiß ich doch nicht.
04:56Ich schneide meine zweimal die Woche.
04:58Zehn, zwanzig Jahre, vielleicht mehr.
05:00Muss ich nachschlagen.
05:04Welche Kraft braucht man, um seine Nagelschere durch den Gehörgang ins Gehirn zu stoßen?
05:09Auch das habe ich noch nicht ausprobiert.
05:12Aber das Ohr ist eine der Zehnkörperöffnungen einer Frau.
05:15Wenn man also punktgenau trifft und nicht am Schädelknochen abrutscht,
05:18nüttend ist und die Schere scharf genug, sollte das so ziemlich jedem durchschnittlich kräftigen Menschen gelingen.
05:24Von mir aus kann sie jetzt in die Gerichtsmedizin gebracht werden.
05:26Wissen wir denn schon, wer sie ist?
05:28Ilona Stamm, 54 Jahre, wohnhaft in der Rollstraße 34 in Lübeck, bunte Kuh.
05:34Der Ausweis ist in der Tasche.
05:36Das D effektiv Madame für Waschnerl
05:43Wissen wir jetzt auch?
05:47Da geht doch diskriminieren
05:48Dann bis zu den Barschern.
05:58Der Ne coke-Barsch-Sport种!
05:59Das D,)e
06:05kann sich erst auf eine Schaanunde
06:05Aber bei solchen Nägeln liegt es nahe.
06:13Wollen Sie zu Frau Stamm?
06:16Sie ist nicht da.
06:23Sie sind vermutlich Frau Stamm's Schwester.
06:27Zwingenschwester, ja.
06:34Liesewetter-Polizei Lübeck, das ist meine Kollegin Frau Schwartenbeck.
06:37Ist irgendwas mit Ilona passiert?
06:40Jetzt sagen Sie schon.
06:42Ja, es ist was passiert. Könnten wir bitte reinkommen?
06:48Das geht jetzt nicht. Wir können gerne zu meiner Schwester rübergehen.
06:51Ich hole gerade die Schlüssel her.
06:59Also einen Moment lang dachte ich …
07:01Wiederauferstehung. Klingt mir genauso.
07:39Vielleicht sollten wir uns doch erstmal setzen.
07:41Nein, ich will jetzt endlich wissen, was los ist.
07:44So wie es aussieht, ist Ihre Schwester Opfer eines Gewaltverbrechens geworden.
07:49Ein Raubüberfall, oder was?
07:51Dafür gibt es momentan keine Anhaltspunkte.
07:53Sie wurde heute Morgen im Park gefunden. Sie wurde erstochen.
08:03Wann hatten Sie den letzten Kontakt mit Ihrer Schwester?
08:07Das ist schon eine Weile her.
08:09Aber Sie wohnen doch nebeneinander.
08:12Ja, schon. Aber …
08:15Aber?
08:17Wir reden nicht miteinander.
08:20Seit acht Monaten nicht.
08:23Wir hatten Krach.
08:25Aber Sie haben doch bestimmt trotzdem gehört, Ihre Schwester kam oder ging.
08:30Heute Morgen gegen neun ist sie …
08:32hat sie die Wohnung verlassen.
08:33Ich wollte gerade die Zeitung holen.
08:35Und dann habe ich sie durch den Spion weg gesehen.
08:41Wollte Ihre Schwester zur Arbeit?
08:43Sie ist nicht berufstätig.
08:46Mit den Nägeln.
08:48Eine Frage noch.
08:49Sie wussten also nicht, wohin Ihre Schwester wollte, ob sie verabredet war.
08:55Hat Ihre Schwester noch Streit mit jemand anderen?
09:00Fragen Sie lieber, wie sie keinen Streit hatte.
09:13Ich verstehe überhaupt nicht, wie Frauen mit solchen Nägeln leben können.
09:16Einer hat das Problem jedenfalls hinter sich.
09:21So, was wissen wir bis jetzt?
09:23Der Stamm hat die Wohnung um neun Uhr verlassen.
09:26Um halb zwei mittags findet sie Orkund im Park.
09:29Was hat sie in der Zwischenzeit gemacht?
09:31Schulter Sie befragen als erstes die Nachbarschaft.
09:34Wenn ich heute Abend.
09:35Ja, dann eben morgen um sieben.
09:37Und ich?
09:38Sie fahren nach Bunteku, checken Ihre ganzen persönlichen Sachen.
09:42Rechnungen, Post, etc. PP.
09:44Okay. Und Sie?
09:46Ich zuerst Pathologie.
09:47Dann befrage ich die Schwester, die sich hoffentlich bis dahin beruhigt hat.
09:54Alles klar?
09:56Ja.
09:57Dann schönen Feierabend.
10:01Tschüss.
10:02Tschüss.
10:02Tschüss.
10:06Tschüss.
10:07David.
10:08Oh, ein Affin.
10:10Was ist das denn?
10:11Zwei Vögel.
10:12Tonis Idee.
10:13Weißt du dich?
10:15Ja, unbändig, weil ich Vögel ja so mag.
10:17Nicht so ironisch, junger Mann.
10:19Oh, guck mal her.
10:23Das war für den jungen Mann.
10:24Aber der trennt zum Zweitvogel.
10:27Ein Weibchen.
10:28Trotzdem.
10:29Ach komm, keiner verliert dauernd Federn.
10:31Und da hat Toni eben gedacht, ein bisschen weibliche Gesellschaft würde dir auch guttun.
10:40Finn, wie war dein Tag?
10:42Elke ist in Urlaub, hörte ich.
10:45Elke ist auf einer Tagung in Berlin.
10:47Aber woher weißt du denn das schon wieder?
10:52Jedenfalls ruft jetzt ständig der Oberstaatsanwalt an und will von England auf dem Laufenden gehalten werden.
10:56Aber der ist natürlich nicht an seinem Platz.
10:59Sondern?
11:00Sondern in Malente.
11:02Malente.
11:03Malente.
11:04Malente.
11:04Ria, Malente, erinnerst du dich?
11:06Das war unsere Zeit.
11:07Ja, die Jugend kehrt nicht zurück, aber die darfst du nie vergessen.
11:11Merk dir das?
11:13Toni und ich waren da noch drei Jahre auf dem Internat.
11:16Auf dem Theodor-Storm-Institut.
11:19Ja.
11:19Woher weißt du denn das schon wieder?
11:43Woher weißt du denn das schon wieder?
11:55Ein Konzert heute Mittag.
11:57Hätte ich jetzt erst mit der Obduktion angefangen, hätte ich es nicht mehr rechtzeitig geschafft.
12:01Weil du ja bekanntlich so lange nervst, bis man fertig ist.
12:04Geht doch nichts über deine Menschenkenntnis.
12:06Ich höre.
12:08Die Frau war bei bester Gesundheit.
12:10Keine Krankheiten, kein Drogenmissbrauch.
12:13Wie ich bereits vermutet hatte, war eine Gehirnblutung verursacht durch die Stichverletzung die Todesursache.
12:19Den Todeszeitpunkt kann ich mittlerweile auf die Zeit zwischen halb zehn und halb zwölf eingrenzen.
12:23Irgendwelche Anzeichen für Gegenwehr?
12:25Nichts.
12:26Sie hat zwar genug unter den Nägeln, um damit fremde Planeten zu besiedeln.
12:30Aber ich denke, das ist ganz normaler Jahre alter Dreck.
12:33Wir müssen natürlich die Labore ergeben.
12:34Ja, ja, geschenkt.
12:35Was ist mit Körperflüssigkeiten?
12:37Speichel?
12:37Sperma?
12:39Nichts.
12:39Sperma schon mal gar nicht.
12:40Die Dame war noch Jungfrau.
12:41Können nicht viele in dem Alter von sich behaupten.
12:43Das ist ja interessant.
12:45Ja.
12:45Was ist mit der Tatwaffe?
12:49Eine ganz normale Nagelschere.
12:51Kann man überall kaufen.
12:51Aber jetzt kommt das Beste.
12:53Wir haben Fingerabdrücke darauf sicherstellen können.
12:56Unter anderem vom Opfer.
12:57Hier.
12:57Aber wir haben auch Teilabdrücke anderer Personen gefunden.
13:00Ach was.
13:02Habt ihr die schon durch die AFIS-Datenbank laufen lassen?
13:04Sperma, wofür hältst du mich?
13:06Kein Treffer.
13:07Wäre auch zu schön gewesen.
13:08Sie ist positiv.
13:10Immerhin kannst du jetzt die ca. drei Millionen Leute, die in der AFIS gespeichert sind, ausschließen.
13:16So.
13:16Und jetzt würde ich mal sagen, Cobra, übernehmen Sie.
13:19Bist du ein Zecken.
13:20Viel Spaß beim Konzert.
13:21Begrüß.
13:22Ja.
13:24Ja.
13:53Untertitelung. BR 2018
13:55Guten Morgen, Chef. Ich bin schon seit einer halben Stunde hier. Mann, hat die einen Krempel in den Schubladen.
14:00Schon was Interessantes entdeckt? Nee. Und Sie?
14:03Gleich. Kommen Sie einfach rüber, wenn Sie hier fertig sind.
14:23Guten Morgen, Frau Knesebeck. Geht es Ihnen heute besser?
14:26Ja.
14:26Kann ich bitte reinkommen?
14:28Nein, das passt jetzt gar nicht.
14:30Frau Knesebeck, Sie können sich denken, dass wir unter diesen Umständen noch jede Menge Fragen an Sie haben. Also bitte.
14:34Ich bin schon seit einem Schubladen.
15:20Wir haben sehr früh unsere Eltern verloren und das hat uns noch mehr zusammengeschweißt.
15:28Ihre Schwester war Single?
15:31Sie wollte immer auf den Richtigen warten. Aber der ist nie gekommen.
15:37Obwohl, in letzter Zeit kam es mir so vor, als hätte sie jemanden kennengelernt.
15:43Aber da haben wir ja schon nicht mehr miteinander gesprochen.
15:46Gab es denn Anhaltspunkte für diese Vermutung?
15:48Allerdings. Sie ging plötzlich öfter weg, zog sich besser an, schminkte sich stärker.
15:55Haben Sie denn mal einen Mann bei ihr gesehen?
15:57Ja, einmal ganz zufällig.
16:01Wie sah der denn aus?
16:03Das war nur ein kleiner Moment. Ich stand an der Ampel und sie saß in einem Wagen. Er war ziemlich
16:10dunkel.
16:10Der Wagen?
16:11Der Mann. Das Auto war weiß. So ein Kastenwagen.
16:17Und der Mann schwarz?
16:18Nee. Ilona hätte sich niemals mit einem. Nee.
16:23Nein, der Mann war einfach braungebrannt. Sehr braungebrannt.
16:27Würden Sie ihn denn wiedererkennen?
16:29Weiß ich nicht. Vielleicht.
16:33Wovon hat denn Ihre Schwester gelebt?
16:35Sie wurde in Nagelstudios und so eingeladen und bekam Geld dafür, dass die Leute sie anstarren durften.
16:42Zweitens war sie sogar im Regionalsender.
16:46Fernsehen, stellen Sie sich mal vor.
16:48Ach.
17:03Fernsehen, stellen Sie sich mal vor.
17:19Bitte schön.
17:20Danke.
17:21Sie sagten gestern, Ihre Schwester hätte nicht nur mit Ihnen, sondern mit vielen anderen Leuten Streit gehabt.
17:30Ja.
17:32Ilona konnte ja nicht so viel machen.
17:34Wegen der...
17:34Nägel.
17:35Und deswegen saß sie oft am Fenster und hat die Leute auf dem Platz beobachtet.
17:41Ilona hatte auch noch Krach mit dem Pfarrer von der Adola-Gemeinde.
17:45Sie war felsenfest überzeugt, dass der ein Verhältnis mit der Kassiererin vom Supermarkt gegenüber hat.
17:53Hat er?
17:54Die Frau hat fünf Kinder.
17:56Die hätte doch niemals Zeit für sowas.
18:00Dem Tierarzt hat sie auch ein Verhältnis mit seiner jungen Azubi unterstellt.
18:03Die hat sich einfach mit allen angelegt.
18:05Warum hatten Sie Streit mit Ihrer Schwester?
18:09Ich möchte nicht...
18:13Man soll doch nicht schlecht über Tote reden.
18:15Sie müssen.
18:16Unter diesen Umständen.
18:18Also, Frau Kniesebeck.
18:20Warten Sie.
18:21Das ist meine Kollegin.
18:22Ich wache auf.
18:34Nein.
18:37Ilona hat gesagt, sie hätte die Bilder weggeworfen.
18:42Ich hasse sie.
18:44Sie hat immer gelogen.
18:46Sie hat immer nur gelogen.
18:48War das der Grund für Ihren Krach?
18:50Sie hatten ebenso lange Nägel wie Ihre Schwester.
18:52Sie hat sie mir vor acht Monaten abgeschnitten.
18:55Einfach so.
18:57Nach 25 Jahren.
18:59Als ich schlief.
19:01Weil meine sieben Millimeter länger waren.
19:04Sonst wäre nämlich ich ins Fernsehen gekommen.
19:07Deswegen haben Sie nicht mehr mit ihr gesprochen?
19:10Meine Schwester war ein böser Mensch.
19:13Durch und durch.
19:16Kein Wunder, dass sie bestraft worden ist.
19:19Endlich.
19:20Frau Kniesebeck.
19:22Wo waren Sie gestern Vormittag?
19:27Moin.
19:28Morgen.
19:29Moin.
19:29Liegt was an?
19:30Mord.
19:31Eine erstochene Frau im Hansepark.
19:33Ilona Stamm.
19:34Sie wurde gestern Mittag gefunden.
19:36Da warst du schon auf dem Weg nach Malente.
19:38Fluch der Mist.
19:39Immer wenn Elke nicht da ist, dann...
19:41Schnellt die Verbrechensrate in Lübeck nach oben?
19:43Meinst du das?
19:44Keine Sorge.
19:44Der Oberstaatsanwalt ist bereits im Bilde.
19:47Habt ihr schon jemanden Verdächtigen?
19:49Wir haben die Schwester der Frau vorläufig festgenommen.
19:52Sie hat kein Alibi und ein starkes Motiv.
19:54Noch leugnet sie den Mord natürlich.
19:56Aber wenn ihre Fingerabdrücke mit denen auf der Tatwaffe übereinstimmen...
19:59Eine Nagelschere.
20:01Das Opfer hat damit offensichtlich die Fingernägel der Verdächtigen abgeschnitten.
20:06Was?
20:07Soll das ein Scherz sein?
20:08Nein, nein, nein.
20:09Es ging darum, wer die zweitlängsten Fingernägel Europas hat.
20:13Ein offenbar sehr erstrebenswertes Ziel.
20:15Aber wir haben noch einen Pult ganz anderer Verdächtiger.
20:17Herr Schröter?
20:18Die Dame war offenbar keine so nette Zeitgenossin.
20:21Sie hat alle Nachbarn in bunte Kuh ausspioniert.
20:24Und sie hat anonyme Briefe geschrieben, wie wir erfahren haben.
20:26Das habe ich rausbekommen.
20:27So viel Zeit muss sein, Herr Kiesewetter.
20:30Ich?
20:30Ja, gut gemacht.
20:33Erpressung oder was?
20:34Nein, sie hatte einfach nur Spaß daran, die Leute mit irgendwelchen Anschuldigungen zu piesacken.
20:38Sie hat mit ihm gespielt wie die Katze mit der Maus.
20:41Die passenden Krallen hatte sie ja.
20:43Wir haben aber noch keinen Überblick, wer alles genau solche Briefe von ihr erhalten hat.
20:48Ja, außerdem meinte die Schwester Ilona Stamm hätte einen Freund gehabt.
20:53Aber in der Wohnung gibt es überhaupt keine Anzeichen auf dem Lava.
20:56Auch sonst nichts. Sie war Jungfrau.
20:58Naja, was ja wohl absolut keine Rolle spielt, wenn es Übereinstimmungen bei den Fingerabdrücken gibt.
21:04Bimoin.
21:06Wir warten noch auf den Anruf der KTU.
21:09Und sonst?
21:10Erfolg gehabt in Malente?
21:12Ähm, naja...
21:14Wie ich gehört habe, waren ja meine Tanten auch auf dem Internat.
21:17Sehr schöne Erinnerungen daran.
21:19Also, der Mädels wird es da in zehn Jahren sehr gescheitert.
21:23Moment mal, deine Tanten waren auch?
21:25Ja.
21:25Ja? Sind Sie sicher?
21:28Bingo.
21:31Die KTU.
21:33Einer der Abdrücke ist tatsächlich von Hella Knesebeck.
21:37Ja, bravo.
21:39Großartig.
21:40Das ging ja ausnahmsweise mal schnell.
21:42Ich werde den Oberstaatsverband anrufen.
21:46Ach, ähm, und noch was.
21:48Versuch doch mal ein Geständnis von ihr zu bekommen.
21:50Das macht sie beim Prozess immer besser.
21:59Moment mal.
22:02Machen wir es uns da nicht ein bisschen sehr einfach?
22:06Ne.
22:07Das liegt doch alles auf der Hand.
22:09Ja.
22:10Die Knesebeck ist ihrer Schwester in den Park gefolgt.
22:13Es kam erneut zum Streit.
22:15Und dann hat sie sie mit der Schere erstochen.
22:18Motiv?
22:19Gelegenheit Mittel.
22:20Klassiker.
22:23Was ist, wenn sie mit ihren Anschuldigungen doch mal ins Schwarze getroffen hat und derjenige
22:27sie zum Schweigen bringen wollte?
22:30Ja, vielleicht.
22:31Vielleicht aber auch nicht.
22:33Wir müssen auf jeden Fall die Nachbarschaft noch mal richtig durchleuchten.
22:36Und den Freund finden, falls es überhaupt existiert.
22:39Die haben ja aus ihrer Beziehung ein regelrechtes Geheimnis gemacht.
22:43Ich würde ja gerne Überstunden machen, aber ich habe eine wichtige Verabredung.
22:49Ehemaliger Kollege.
22:50Ach, ist das der ältere Mann, den Sie auf dem Platz vor Stammswohnung getroffen haben?
22:55Ja, Kurt.
22:58Ist kurz nach der Pensionierung.
23:00Nach Spanien.
23:01Warm aus aller Playa.
23:02Das wäre auch was für mich.
23:05Auf jeden Fall wärmer als die Uckermark.
23:33Ich treffe mich gleich mit einem alten Kollegen.
23:36Papa, ich könnte dir vorher noch ein paar Spiegeleier machen.
23:43Nein, keine Hunger.
23:46Das können doch nicht die Kinder vor sein.
23:49Die bringt die Kleinen doch erst morgen früh zurück.
24:03Ach du, sind wir nicht erst in einer halben Stunde verabredet?
24:08Ach, ich dachte, ich hole dich einfach selber ab.
24:12Komm kurz rein.
24:24Meine Schwiegersurter, Britta.
24:27Es geht dir heute nicht so gut.
24:29Oh, angenehm.
24:31Schröter mein Name.
24:33Krippe.
24:33Geht gerade um, ne?
24:36Aber Brotwein hilft immer.
24:37Ach, ja, ja.
24:39Wollen wir dann jetzt gucken?
24:40Klar.
24:41Klar.
24:41Dann gucken.
24:48Ah, ist das nicht Carsten, dein Sohn?
24:51Ja, das ist Carsten.
24:55Was soll denn ein Trauerflor?
24:56Der ist doch nicht etwa.
24:57Doch.
24:59Komm jetzt.
25:07Bis später.
25:09Ja, gehen wir.
25:10Ich gehe.
25:22Herr Englen, das ist aber nett, dass Sie mal wieder bei uns reinschauen.
25:26Wie lange ist das jetzt her?
25:28Weißt du nicht mehr?
25:29Das letzte Mal war er mit seinen Eltern bei uns, weil unser Finn angeblich am Loch in
25:36ihrem Kopf schuld war.
25:38Na, dieses kleine Malheur beim Fußball.
25:40Ja, und hatten Sie nicht damals verlangt, dass Finn Ihnen sein nagelneues Bonanza-Fahrrad
25:44abtritt, so als Wiedergutmachung?
25:46Genau.
25:47Und Ihr verehrter Vater hat gedroht, uns zu verklagen.
25:52Ähm, er war Jurist, oder?
25:54Ja, Jus.
25:56Die guten alten Zeiten.
25:58Mein Gott, ist doch jetzt 40 Jahre her.
26:01Bestimmt.
26:02Ich hatte das alles schon fast wieder vergessen.
26:04Ja, ja.
26:05Wir auch.
26:06Übrigens haben wir damals drei Monate gespart, um Finn ein neues Rad zu kaufen.
26:12Aber vergeben und vergessen.
26:14Apropos Finn.
26:16Ihr Neffe hat mir erzählt, dass Sie beide auch auf dem Theodor-Storm-Institut waren.
26:20Ja?
26:22Eine gute Schule, nicht wahr?
26:23Eine sehr gute Schule.
26:25Allerdings.
26:26Ich würde meine beiden Mädchen auch gerne dorthin schicken später.
26:30Selbstverständlich.
26:30Ja, aber es stellt sich heraus, dass man dafür so eine Art Empfehlung braucht.
26:34Am besten von Ehemaligen.
26:37Und da dachte ich mir ganz spontan...
26:39Spontan...
26:40Haben Sie gedacht, ganz spontan?
26:43Dass Sie mir vielleicht...
26:46Dass Sie so freundlich wären und mir...
26:48Ihnen?
26:51Eine solche Empfehlung zu schreiben.
26:55Und warum sollten wir das tun, Herr Englund?
26:59Ich weiß nicht.
27:03Vielleicht...
27:04Weil Sie mal wieder mit Ihrem Neffen Weihnachten feiern wollen?
27:07Ich weiß nicht.
27:43Ich weiß nicht.
27:46Na, war nicht so schön mit Ihrem alten Kollegen?
27:50Naja...
27:51Wie man es nimmt.
27:54Kurzsohn ist vor kurzem gestorben.
27:59Am Anfang 40, ich wusste es natürlich nicht.
28:02Ist doch furchtbar, oder?
28:05Wie ist denn das passiert?
28:07Ich schätze, er muss krank gewesen sein.
28:10Kurt wollte nicht darüber reden.
28:13Wir hatten uns aber eine Menge zu erzählen.
28:15Kurt ist schon seit 10 Jahren aus dem Job.
28:18Ich muss ihn erst mal auf den neuesten Stand bringen.
28:22Ja, Sie haben ihm doch aber hoffentlich nichts von unseren laufenden Ermittlungen erzählt, oder?
28:27Ja, machen Sie mal einen Punkt, junge Frau.
28:29Kurt ist immer noch einer von uns.
28:32Ich werde mich ein bisschen um ihn kümmern, solange er noch hier ist.
28:38Spatenberg?
28:39Sie sind Chef.
28:42Wieso?
28:45Ja, okay.
28:47Ja, tschüss.
28:51Kiesewetter.
28:52Er kommt heute erst gegen Mittag rein.
28:54Wo ist er denn jetzt?
28:55Er will irgendwas überprüfen.
28:57Er hat auch gestern noch online in irgendwelchen alten Zeitungen gestöbert.
29:01Ach so.
29:02Und wir sollen noch mal die Wohnungen der Schwestern durchsuchen.
29:05Nein, nein, Kiesewetter ist doch ein Mess.
29:08Hallo?
29:09Guten Morgen.
29:11Morgen.
29:12Melde mich aus Berlin zurück.
29:13Geht's Ihnen gut?
29:14Mhm.
29:15Wo ist denn der Kollege Kiesewetter?
29:19Auf Mördersuche.
29:20Aber eigentlich haben wir den schon.
29:23Okay.
29:24Ich höre.
29:26Mhm.
29:30Mhm.
29:30Oh, ein bisschen.
29:31Verdammt.
29:32Das war mal eben, wo man fand.
29:35Die verfluchte Kiesewetter, als ob ihr was anderes als Müll zu finden ist.
29:38Ich hab was gefunden, Herr Schilder.
29:40Ach, da sind sie ja.
29:42Beide Keller standen offen.
29:44Und die hier war ganz hinten.
29:45Und da vier Tonnen Sperrmüll versteckt.
29:47Und was ist da drin?
29:47Kopien von sämtlichen anonymen Briefen, die Ilona stammgeschrieben hat.
29:51Das sind einige.
29:56Weihnachten?
29:57Äh.
29:59Ja.
30:01Warum nicht?
30:05Also dafür, dass ihr uns gerade mal drei Tage kennenlöst, aber ganz schön vertraulich.
30:12Hm, das klingt gut.
30:14Hallo?
30:15Ja.
30:16Ach, weißt du was?
30:17Ich ruf dich heute Abend an und dann besprechen wir alles, ja?
30:20Schön.
30:21Bis nachher.
30:22Tschüss.
30:23Hallo, Lars.
30:25Hey, du siehst ja richtig gut aus.
30:27Danke.
30:29War dein Seminar eher ein Erholungsurlaub?
30:32Nee, es war ziemlich anstrengend.
30:37Du hast jemanden kennengelernt?
30:40Ja.
30:42Hast du was dagegen?
30:43Ich nein.
30:45Ich gönne dir das von Herzen.
30:48Schön, aber wieso betonst du das ich so?
30:51Nö, weil ich mich frage, ob der Kollege Kiesewetter das genauso sieht.
30:57Ach komm, Lars.
30:59Du weißt ganz genau, dass zwischen Finn und mir nichts läuft.
31:03Oh, ja.
31:07Mein Mann hat sich vor einem halben Jahr das Leben genommen.
31:09Ja, das ist richtig.
31:14Allerdings verstehe ich überhaupt nicht, warum jetzt die Mordkommission...
31:16Es tut mir leid, dass ich Sie damit belästigen muss.
31:18Ich bin im Zuge für ganz andere Ermittlungen auf den Freitod Ihres Mannes gestoßen.
31:23Er hat sich erhängt.
31:25Es gab keinerlei Zweifel an seinem Selbstmord.
31:29Gab es denn einen Abschiedsbrief?
31:32Nein.
31:34Nichts.
31:35Er hat uns einfach so im Stich gelassen.
31:40Mich und die Kinder.
31:42Einfach so.
31:43Wissen Sie, ob er eine Ilona-Stamm kannte?
31:47Nein.
31:48Wie soll denn das sein?
31:50Eine Frau aus ihrer Nachbarschaft.
31:51Sie wurde vorgestern ermordet.
31:53Und Sie kannten sich vielleicht.
31:55Sie hatte Fingernägel von einem halben Meter Länge.
31:59Ach ja.
32:00Ja, die...
32:02Ja, kenne ich vom Sehen, aber...
32:05Aber was ist denn das jetzt mit Carsten?
32:07Ich weiß es nicht.
32:09Trotzdem.
32:10Also Sie wissen auch nicht, ob er von ihr anonyme Briefe erhalten haben könnte.
32:15Weil sie hat Leute in der Nachbarschaft bespitzelt und bedroht.
32:19Anonyme Briefe?
32:20Nein.
32:22Nein, sicher nicht.
32:24Ich habe ja alles durchwühlt, immer eine Erklärung für seinen Tod zu finden.
32:28Da ist nur sicher etwas labil.
32:30Tersensibel, aber doch nicht depressiv oder so.
32:35Und womit hätte sie ihm drohen sollen?
32:38Ich weiß es nicht.
32:40Eine letzte Frage noch.
32:42Was haben Sie vorgestern Vormittag gemacht?
32:44Das ist eine reine Routinefrage, Frau Ullmann.
32:53Also, zum Tierarzt.
32:55Seit wann interessiert dich denn die Gesundheit deiner Vögel?
32:59Und das noch während deiner Arbeitszeit?
33:02Es ist nicht zu spät, ein verantwortungsvoller Vogelfreund zu werden.
33:05Sag mal, Finn, hat Engel denn jetzt eigentlich deinen Urlaubsantrag bewilligt?
33:09Nein, aber da ist Engel noch in der Hinsicht...
33:11Ich sag ja nur, falls du auch Elke Heiligabend zu uns einladen möchtest.
33:15Wie bitte?
33:17Elke.
33:19Ich muss aber los, bis heute Abend.
33:25Elke Rasmussen, Heiligabend bei uns?
33:31Nie.
33:45Oh, hey.
33:47Hallo.
33:48Wie Sie sehen, der verliert da die ganzen...
33:49Ich bin nicht der Arzt, nur die Azubine.
33:52Ach so.
33:53Jana.
33:54Hallo, Jana.
33:58Ich weiß aber trotzdem, was dem da fehlt.
34:00Ach nee.
34:01Was denn?
34:04Mineralien.
34:05Was?
34:05Unmengen von Mineralien.
34:10Wie läuft denn die Praxis so ohne Dr. Ullmann?
34:16Ich hab von seinem Selbstmord gehört.
34:18Schreckliche Geschichte.
34:21Kannten Sie ihn denn?
34:22Nein.
34:23Britta, seine Frau.
34:25Wir sind praktisch Nachbarn.
34:27Ich bin ja noch nicht so lange in dem Viertel.
34:30Ach so, Sie meinten übrigens, falls noch Sachen von ihm hier sein sollten,
34:33ich könnte sie ihr vorbeibringen.
34:36Ja, klar.
34:38Wir haben tatsächlich noch so ein paar alte Fachbücher und sowas.
34:44Wie kamen Sie denn eigentlich so mit ihm?
34:48So recht.
34:49Gut.
34:50Wieso?
34:54Ja, ich hörte, dass er sehr sensibel war.
34:58Ja.
34:59Der hat sich um alles immer einen furchtbaren Kopf gemacht.
35:06Ich sag immer, ein Mann muss ein Mann sein und keine Dramaqueen.
35:10Meinen Sie denn, er hat deswegen...
35:11Keine Ahnung.
35:13Ist ja auch schon eine ganze Weile her.
35:14Das ist trotzdem komisch.
35:17Ich meine, der hatte doch alles, was ich einem Mann so wünschen kann.
35:20Zwei bezaubernde Kinder, perfekte Ehe.
35:25Wenn Sie meinen.
35:27Ich geh dann mal.
35:45Wie gesagt, noch so ein paar alte Fachbücher und so.
35:48Keine Ahnung, was deine Frau damit noch will.
35:50Danke.
35:52Der Herr Dr. Lampe kommt dann gleich.
36:05So, wen haben wir denn da?
36:08Das hat sich schon erledigt.
36:10Ich geh mal ein paar Mineralien kaufen.
36:11Tschüss.
36:12Bitte.
36:13Tschüss.
36:13Tschüss.
36:18Das ist unglaublich.
36:20Die Stamm muss wirklich wahnsinnig gewesen sein.
36:22Hier unterstellt sie dem Apotheker von der Ecke, er wäre in Wirklichkeit eine Frau.
36:26Ich meine, ich habe mit dem geredet, der hat so einen Adamsapfel.
36:28Ich frage mich, wie diese Frau mit diesen Nägeln überhaupt schreiben konnte.
36:32Mit den Füßen vielleicht oder mit dem Mund.
36:34Ich meine, ihr kennt doch diese Weihnachtskarten von Fuß- und Mundmalern, die es immer umsonst zu den Feiertagen gibt.
36:41Die verschicke ich nur.
36:43Herr Schröter, die sind eigentlich als Dankeschön für eine kleine Spende gedacht und nicht umsonst.
36:47Aber das macht doch kein Mensch.
36:51Vielleicht hat sie auch so ein Diktiergerät genommen.
36:53Ja.
36:54Hallo.
36:56Kurt.
36:57Schön, dass du vorbeikommst.
36:59Kurt Ullmann.
37:01Früherer Kollege von uns.
37:03Ja.
37:05Elke Rasmussen, unsere Staatsanwältin Sandra, meine Kollegin.
37:09Ja, war vor ihrer Zeit, dass ich in Lübeck für Recht und Ordnung saugte.
37:13Erst gleich Mittag.
37:14Lust auf einen schönen Lapskaus, Kurt?
37:16Nichts lieber als das, ja.
37:18Ja, und wie läuft es sonst so bei euch?
37:20Hat eure Mörderin schon gestanden?
37:22Bald.
37:23Das ist nur eine Frage der Zeit.
37:24Die war's.
37:25Verwirrte ich meinen Arsch auf.
37:27Herr Schröter?
37:30Mahlzeit.
37:33Ja.
37:34Mahlzeit.
37:35Mahlzeit.
37:37Mahlzeit.
37:48Mahlzeit.
37:49Mahlzeit.
37:54Mahlzeit.
37:57Mahlzeit.
38:01Mahlzeit.
38:02Mahlzeit.
38:04Ich dachte...
38:04Die Zeit ohne mich scheint dir ja nicht gerade lang geworden zu sein.
38:08Eben, da täusche ich dich.
38:10Du siehst großartig aus.
38:14Also die Zeit in Berlin scheint dir gut getan zu haben.
38:17Ja, das kann man so sagen. Ja.
38:21Frau Schwartenbeck hat dich schon über den Mord einer Ilona Stamm informiert?
38:25Ja, ja, sie ist voll im Bilde.
38:28Guten Tag zusammen.
38:29Hier, mein Lieber.
38:30Dein Urlaubsantrag für Weihnachten unterschrieben und genehmigt.
38:38Danke.
38:38Gern geschehen.
38:39Es ist gut, dass du da bist.
38:41Es gibt Neuigkeiten.
38:43Wir sollten Frau Knesebeck aus der Urhaft entlassen.
38:46Es gibt Erkenntnisse...
38:46Erkenntnisse, die die Knesebeck entlassen?
38:49Nein, nicht direkt.
38:50Dann vergiss es.
38:51Was für Erkenntnisse?
38:53Es sieht so aus, als hätte Ilona Stamm einen Tierarzt aus ihrem Viertel in den Selbstmord getrieben.
38:59Wie das denn? Ihre Anschuldigungen sind doch meistens völlig aus der Luft gegriffen.
39:04Die hier nicht.
39:05Es ist ein Brief, den ich in seinen Unterlagen in der ehemaligen Praxis gefunden habe.
39:09Seine Witwe hatte ja die Wohnung schon durchsucht.
39:12Also gab es nur noch eine Möglichkeit, wo ich eine Erklärung für seinen Freitod finde.
39:15Sein Arbeitsplatz.
39:16Ist das denn ein Abschiedsbrief?
39:18Nein.
39:19Das ist ein Brief von Ilona Stamm im Original.
39:23Was hat sie ihm denn unterstellt?
39:25Ein Verhältnis mit seiner minderjährigen Azubi.
39:28Sie hat hier beiden offenbar eine Weile bespitzelt und auch Fotos dazu gelegt.
39:32In diesem Brief droht sie damit, das Verhältnis publik zu machen.
39:36Was das für Folgen gehabt hätte, könnt ihr euch ja vorstellen.
39:38Und er offenbar auch.
39:40Er hatte so eine Angst vor diesem Brief, dass er sich erhängt hat.
39:44Zurückgeblieben ist eine völlig zerstörte Familie.
39:47Zwei Kinder, eine Frau, die trinkt und sich die ganze Zeit fragt, warum er ihr das angetan hat.
39:52Und wie lange ist das her?
39:54Ungefähr ein halbes Jahr.
39:57Aber, ich meine, die Stamm ist doch tot.
39:59Wie soll der Mann die erstochen haben?
40:01Das ist eine Frau, obwohl ich mir das nicht vorstellen kann.
40:04Vielleicht jemand aus der Familie, der hinter die wahren Gründe des Suizids gekommen ist.
40:08Ein Freund, ich weiß es nicht.
40:10Der Selbstmörder heißt Ullmann?
40:12Ja, wieso?
40:15Weil Herr Schröter gerade mit einem Herrn Ullmann essen ist.
40:20Der blasse Mann da eben?
40:21Ja.
40:21Der lebt eigentlich in Spanien, ist jetzt aber wieder hier.
40:26Ja, natürlich.
40:28Weil er sich um die Schwiegertochter und die Kinder kümmert.
40:30Und vor einem halben Jahr war der wahrscheinlich extrem braun, weil er in Spanien lebt.
40:37Worte, Ernst?
40:38Ernst, mit was für einem Wagen sind Schröter und sein Bekannter so eben losgefahren?
40:43Äh, das war ein weißer Kastenwagen.
40:47Amtliches Kennzeichen?
40:48Danke.
40:48Du meinst, dieser Ullmann und der geheimnisvolle Verehrer von der Stamm sind die Decktisch.
40:53Ullmann fährt einen weißen Kastenwagen.
40:56Und in genau so einem Kastenwagen hat Hella Knesebeck ihre Schwester vor einem halben Jahr mit einem Mann gesehen.
41:01Wo wollten die beiden hin?
41:02Äh, Lapskaus essen.
41:04Kommen Sie schwarzen weg.
41:06Hallo.
41:10Als ehemaligen Polizeibeamten fiel es Ullmann nicht schwer rauszukriegen, wer die Briefe schrieb.
41:16Ullmann hat das Wiedersehen mit Schröter auf jeden Fall inszeniert.
41:19Und somit war er immer auf dem aktuellen Stand unserer laufenden Ermittlungen.
41:23Und wenn Schröter ihm davon erzählt hat, dass wir die Briefe suchen...
41:26Dann wollte Ullmann auf Nummer sicher gehen und hat den Brief an seinen Sohn rechtzeitig entwendet.
41:34Glauben Sie eigentlich, dass Ullmann sich ganz gezielt an Frau Stamm rangemacht hat?
41:40Eindeutig. Das Verhältnis dieser Nagelfetischistin zu Männern ist schwierig.
41:44Er hat sie dazu gebracht, dass sie ihm vertraut.
41:47Vielleicht hat sie ihm ganz von selbst von ihrem kleinen Hobby erzählt.
41:49Und vom Streit mit ihrer Schwester, sodass er genau wusste, wen wir als erstes verdächtigen würden.
41:54Wie ist er da überhaupt drauf gekommen?
41:56Der Stamm hat den Brief doch in die Praxis geschickt.
42:00Vielleicht hat sich sein Sohn ihm schon vorher anvertraut. Ich weiß es nicht.
42:03Aber bei den Kopien, die ich gefunden habe, da fehlte der Brief an den Sohn.
42:10Beide Kehrleitüren standen offen?
42:12Ja.
42:13Haben Sie mal überprüft, ob die aufgebrochen waren?
42:16Nee. Da habe ich natürlich nicht dran gedacht. Es gab aber auch keinen Grund dafür.
42:22Ist ja noch einen anderen Weg, da ist ein Müllwagen.
42:24Ja, Entschuldigung. Das liebe ich.
42:28Die Lohner waren diesen Morgen auf jeden Fall mit ihm verabredet.
42:31Siehe Outfit, Make-up und dass auf der Schere Fingerabdrücke von ihr sind, das konnte ihm nur recht sein.
42:37Er trug mit Sicherheit Handschuhe.
42:39Wie ist die Indizienlage?
42:41Ja, ist klar.
42:42Ja?
42:43Du weißt, Leckles riecht sie in Spanien nicht, ne?
42:45Na, dafür haben wir Paella.
42:47Was für Teut?
42:48Paella.
42:50Ah, die lieben Kollegen.
42:53Na, doch Appetit auf Lachs rausbekommen?
42:56Nein, Herr Schröter.
42:57Herr Ullmann.
42:59Ja.
43:00Vater von Carsten Ullmann.
43:05Würden Sie bitte mit uns kommen?
43:10Ja, natürlich.
43:15Du wirst doch jetzt wohl alleine zu Ende essen müssen.
43:21Ja.
43:22Ja.
43:48Der Mann da drin, der sah gar nicht aus wie ein Mörder.
43:51Na ja, das tun leider die wenigsten.
43:54Arme Ilona.
43:56Gerade tut sie mir fast leid.
43:58Da lernt sie nach all den Jahren endlich mal jemanden kennen.
44:02Und der bringt sie dann um.
44:04Da war ich ja mit meinem Herrn Kniesebeck noch besser bedient.
44:19Ich schätze, ich werde meine Nägel wieder wachsen lassen.
44:27Sie gestehen also Ilona Stamm absichtlich in den Park gelockt zu haben, um sie dort zu töten?
44:34Ja.
44:35Die Tatwaffe innen haben sie ihre Handtasche.
44:38Ich wusste, dass sie mir eine Nagelschere bei sich hatte.
44:41Absurd genug, oder?
44:44Ich bat sie, sie mir kurz zu leihen, um meine Mistel für sie zu schneiden.
44:48Sie war zu keinem Zeitpunkt Misstrausch.
44:51Auch nicht, weil sie sich mir die Handschuhe anzog.
44:53Woher wussten Sie von dem Drohbrief?
44:56Mein Sohn hatte mich in Spanien angerufen.
44:59Er bat mich, mich um seine Familie zu kümmern.
45:02Und ich habe alles versucht, ihn zu beruhigen, aber er war total außer sich.
45:07Ja, ich bin ja noch am selben Tag nach Deutschland geflogen, aber...
45:12Da war es dann zu spät.
45:14Warum haben Sie selbst Justiz geübt?
45:17Sie hätten Frau Stamm anzeigen können.
45:18Sie hat meinen Sohn in den Tod getrieben.
45:20Sie hat meine Familie zerstört.
45:23Sie hat meine Enkelkinder an den Vater genommen.
45:27Britta ist seitdem psychisch krank.
45:30Und was hätte dieses Weib für eine Strafe dafür bekommen?
45:34Sie sind ebenso vom Fach wie ich.
45:37Es gibt keinen Tatbestand namens, jemanden in den Tod treiben.
45:41Aber genau das hat Ilona Stamm getan.
45:45Aus purer Grausamkeit.
45:47Für mich ist sie die Mörderin meines Sohnes.
45:54Kommen Sie.
46:10Das hat mir fast ein bisschen leid.
46:13Aber Mörder bleibt Mörder.
46:15Ja.
46:17Gut.
46:21Ach, Elke.
46:22Ja.
46:23Hast du Weihnachten schon was vor?
46:25Ja, ja, habe ich.
46:26Na, dann hat sich das schon erledigt.
46:28Was hat sich erledigt?
46:30Ach, meine Tanten meinten nur, wenn du Lust und Zeit gehabt hättest und auf Ente mit Prinzessbündchen stündest
46:35und nichts dagegen hättest, wenn ein Kanarienvogel verliebt rumdrellert, dann...
46:39Moment, Moment.
46:40Wenn wir jetzt mal die ganzen Konjunktive wegnehmen, heißt das, ihr wollt mich zum Weihnachtsessen einladen?
46:46Ja, ja, genau das.
46:47Aber das hat sich...
46:48Okay.
46:50Wie, ich denke, du hast schon was vor?
46:52Jetzt nicht mehr.
46:54Soll ich Nachtisch mitbringen?
46:56Ich könnte Tiramisu...
46:58Äh, lieber nicht.
47:00Gut.
47:00Ich freue mich.
47:03IchLaure Gl紅 town habla hinως, ich verstehe.
47:08Yep.
47:18Ich bin mir egal, bitte.
47:19Sag mal auf,ιο Abend sind mitagen sonst oder zm—
47:22Wir sind mir egal, weil es geht zuwerken.
47:25Wir sind grühen.
47:26Wir sind грühen.
47:29Ich bin mir egal.
47:31Philipp mir egal.
47:31IchENTia bezig, Frau weniger, für dich Señ damitируう.
47:38Untertitelung des ZDF, 2020
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