Zum Player springenZum Hauptinhalt springen
  • vor 2 Tagen

Kategorie

🎈
Spaß
Transkript
00:03Musik
00:14Maximilian!
00:15Grüß dich, Ursula!
00:18Oh, Entschuldigung.
00:19Ich muss jetzt wohl Frau Oberin, oder wie sagt man zu dir? Ich meine, zu Ihnen?
00:24Eigentlich nennt man mich eher würdige Mutter Oberin,
00:26aber um Gottes Willen, wenn wir unter uns sind, sag einfach Ursula zu mir.
00:30Ursula, warum hab ich jahrelang von dir nichts gehört
00:33und jetzt auf einmal willst du mich so dringend sprechen?
00:36Es geht hier nicht um mich, Maximilian, aber wir haben hier im Kloster ein Problem.
00:41Das klingt aber tragisch. Was für ein Problem denn?
00:44Wir haben eine Leiche im Keller.
00:48Was? Das ist doch wohl ein Scherz, oder?
00:50Leider nicht.
00:52Komm.
00:59Der Mann heißt Stefan Krehn.
01:01Er hat an einem Besinnungswochenende für Manager teilgenommen.
01:04Und was ist mit den anderen Teilnehmern?
01:06Abgereist schon gestern Nachtmitte.
01:08Nur Herr Krehn wollte noch bleiben,
01:11um die klösterliche Stimme zu genossen.
01:23Das schaut ja übel aus.
01:30Hat jemand gesehen, wie das passiert ist?
01:33Nein.
01:35Schwester Philomena, unsere Köchin, hat ihn heute Morgen so gefunden.
01:40Wen rufst du denn jetzt an?
01:43Unsere Gerichtsmedizinerin, Frau Dr. Kern.
01:46Ich habe gehofft, die Sache könnte unter uns bleiben.
01:49Ursula, die Leiche muss jemand sehen, um die Todesursache festzustellen.
01:54Aber das kannst du doch machen.
01:55Ich?
01:56Ganz ausgeschlossen.
01:57Ich bin kein Mediziner, ich kann immer noch kein Blut sehen,
02:00und dafür habe ich meine Leute.
02:03Gestorben ist er gestern zwischen 22 Uhr und 22.30 Uhr.
02:07Die Todesursache ist eine Schädelfraktur,
02:10die sich merkwürdigerweise im mittleren Scheitelbereich befindet.
02:14Wieso merkwürdigerweise?
02:16Die Position der Wunde ist nur erklärlich,
02:19wenn der Mann in einem Hechtsprung die Treppe runtergefallen ist.
02:23Vielleicht hat er ja den Keller mit dem Pool verwechselt.
02:26Nicht sehr wahrscheinlich.
02:30Es gibt Quetsch- und Schürfwunden, die tatsächlich von einem Sturz her rühren.
02:35Und wenn Sie genau hinschauen, dann werden Sie feststellen,
02:38dass die Wunden weniger unterblutet sind als die hier am Kopf.
02:42Das soll heißen, dass die sturzbedeckten Verletzungen post mortem entstanden sind.
02:45Und der Unfall kein Unfall war, sondern ein verdeckter Mord.
02:50Mord?
02:51Das gibt es doch gar nicht.
02:53Der Mann ist doch die Treppe runtergefallen.
02:54Ja, ist er auch.
02:55Aber zu dem Zeitpunkt war er bereits tot.
02:57Die Frau Dr. Kern hat uns das ganz genau erklärt.
02:59Schauen Sie...
03:00Ersparen Sie mir die Details, Herr Lindh.
03:02Erklären Sie mir lieber, wie ich das der Presse kommuniziere,
03:05ohne dass es zum Skandal kommt.
03:08Herr Dr. Hebt, die Äbtistin möchte gern wissen,
03:11was bei der Obduktion rausgekommen ist.
03:13Ich rufe die Mutteroberin gleich an, Frau Stuck.
03:15Das ist nicht nötig.
03:16Die sitzt bei mir drüben im Büro.
03:17Ja, das ist doch wunderbar.
03:18Dann können wir Sie gleich vernehmen.
03:19Genau.
03:19Moment, Moment, die Herren.
03:21Bevor Sie loslegen, muss ich eins klarstellen.
03:24Dieser Fall verlangt besonderes Fingerspitzengefühl.
03:28Wenn einer mit der Oberin spricht, bin ich das.
03:30Ja, aber bitte, wie sollen wir dann ermitteln?
03:32Da haben Sie auch wieder recht.
03:34Dann geben Sie mir fünf Minuten, damit ich die Mutteroberin vorbereite.
03:39Nur zu.
03:44Was ist denn mit dem schon wieder los?
03:45Ich glaube, ich bin.
03:46Keine Ahnung.
03:47Der Mr. Big.
03:49Sie kennen den Mann, Frau Stoff.
03:51Ja, freilich.
03:52Der ist Stammgast bei uns im Roxy.
03:54Also, besser gesagt, der war Stammgast.
03:56Bei euch im Roxy.
03:57Fische Gemükebar.
03:58Dafür kennen Sie.
03:59Ja, Herr Hofer.
04:00Um mich zu amüsieren.
04:02Etter mit unserem Freund hier?
04:03Ja, den kenne ich doch bloß vom Seng.
04:05Wir haben den nur so genannt, weil das ein wahnsinniger Angeber war.
04:09Der hat einen knallroten Sportflitzer gehabt.
04:11Mit dem ist er immer rumgegrüßt.
04:12Und jeden Abend hat er andere Tussi im Arm gehabt.
04:15Und sein Bruder, der Luki, also Ludwig, der war der Leiter oder ist der Leiter der Firma Grim GmbH.
04:22Was machst du in Striez im Nonnenkloster?
04:25Tja, sicher nicht ora et labora.
04:31Sind Sie sicher, dass es sich um die gleiche Person handelt?
04:35Warum fragen Sie?
04:36Weil ich Herrn Kreden ganz anders erlebt habe.
04:39Ein sehr sympathischer junger Mann.
04:41Sie haben ihn also persönlich kennen gelernt?
04:43Natürlich hat sie das.
04:44Sie ist doch die Chefin.
04:46Die Mutteroberin des Klosters.
04:48Danke, Herr Doktor.
04:49Also, laut Obduktionsbericht ist die Tat zwischen 22 und 22.30 geschehen.
04:54Ist Ihnen da vielleicht irgendwas Ungewöhnliches aufgefallen?
04:58Nein.
04:59Aber ich war natürlich auch schon auf meinem Zimmer.
05:02So wie es den Regeln unseres Ordens entspricht.
05:05Das gilt dann mit Sicherheit auch für die anderen Schwestern.
05:08Selbstverständlich.
05:09Oder glauben Sie etwa, jemand von uns hat mit der Sache zu tun?
05:12Nicht direkt, aber der Täter muss sich sehr gut ausgekannt haben.
05:16Weil sonst wäre er nie in den Bereich der Kennertippe gekommen.
05:19Und zwar in dem Kloster gehen viele ein und aus.
05:21Ja, aber doch sicher nicht nachts um zehn.
05:23Nein, das ist richtig.
05:24Unsere Hauptforte schließt abends um acht Uhr.
05:27Aber wir sind ein Kloster, nicht Fort Knox.
05:30Fort Knox?
05:31Ja.
05:33Wie darf ich das verstehen?
05:35Vielleicht stand ja ein Fenster offen oder jemand hat vergessen, einen der Seiteneingänge abzuschließen.
05:40Wir werden das selbstverständlich überprüfen.
05:42Nicht wahr, meine Herren?
05:43Ja, Herr Doktor.
05:44War es sonst noch jemand im Kloster?
05:46Außer Ihren Mitschwestern natürlich.
05:48Nein, nur der Herr Doktor Schwenk.
05:50Herr Doktor Schwenk?
05:50Der Leiter des Seminars.
05:52Er hat sich bei uns einquartiert, um seine nächste Veranstaltung vorzubereiten.
06:02Herr Doktor Schwenk?
06:05Entschuldigen Sie bitte die Störung.
06:06Hofer Kripp-Rosenheim.
06:08Mein Kollege Lind.
06:08Und wir hätten ein paar Fragen zum Tod von Stefan Kripp.
06:13Ja.
06:14Herr Kripp-Rosenheim.
06:16Schrecklich, was da passiert ist.
06:19Die Bekenntnisse des heiligen Augustinus habe ich auch vor kurzem gelesen.
06:24Gar nicht schwächt.
06:26Mit dem Orden haben Sie aber nichts zu tun.
06:28Ich bin kein Mensch, wenn Sie das machen.
06:30Was heißen Sie dann?
06:33Ein Ex-Manager, der begriffen hat, dass es im Leben noch was anderes gibt als Aktienkurse und Rendite.
06:39Herr Schwenk, was haben Sie gestern Abend gemacht, so zwischen zehn und halb elf?
06:44Ich?
06:45Was ich gemacht habe?
06:46Ich war in meinem Zimmer.
06:48Wieso interessiert Sie das?
06:49Weil wir Grundsatz der Annahme haben, dass Herr Kripp-Rosenheim ermordet worden ist.
06:53Ermordet?
06:54Aber...
06:57Ich dachte, er ist die Treppe runtergefallen.
06:59Wie haben Sie davon erfahren?
07:00Schwester Philomena hat es mir erzählt, die Köchin.
07:04Sie hat ihn heute Morgen gefunden.
07:06Wann haben Sie Herrn Kräner das letzte Mal gesehen?
07:09Am Abendessen gestern um sechs bis gegen halb sieben.
07:13Und danach sind Sie dann direkt auf Ihr Zimmer?
07:15Ich hatte noch zu arbeiten.
07:18Das neue Seminar beginnt am Donnerstag.
07:21Gibt es da Zeugen?
07:24Nein, natürlich nicht.
07:27Ist Ihnen an dem Abend vielleicht irgendwas Ungewöhnliches aufgefallen?
07:32Nein.
07:34Irgendwas.
07:36Na.
07:38Das heißt ja, um halb zehn habe ich gehört, wie ein Wagen vorgefahren ist.
07:42Was für ein Wagen?
07:47Das weiß ich nicht.
07:49Ich habe mich nicht weiter dafür interessiert.
07:54Ich würde mir ganz gerne das Zimmer von Herrn Kräner ansehen.
07:57Wären Sie so nicht?
08:20Ich würde mir ganz gerne das Zimmer von Herrn Kräner ansehen.
08:40Ja, das gibt es ja nicht.
08:42Ein Langfinger in meiner Küche.
08:44Ja, mei.
08:45Was, ja, mei.
08:45Meine guten Auszugner.
08:47Die haben sogar gekrochen.
08:48Und schmeckten die, wie ein Möbel.
08:50Jetzt versündigen Sie ihn ja nicht.
08:52Dann willst du ja bloß probieren.
08:53Was glauben Sie, wie es bei uns ausschaut wird, wenn jeder nur probieren möchte?
08:57Außerdem, wer seien Sie eigentlich, ha?
08:59Äh, der Kobinian Hofer.
09:00Ja, und?
09:01Der Kripo Rosenheim.
09:03Ihr Mittel im Mordfall, Stefan Klin.
09:06Mord?
09:07Wissen Sie, was Herr Kräner beruflich gemacht hat?
09:10Er war in der Baubranche.
09:12Genauer gesagt, er hat Golfresorts entwickelt.
09:14Ein typischer Juppie, wenn Sie mich fragen.
09:17Und dann so jemand in Ihr Seminar?
09:19Keine Ahnung.
09:19Vielleicht, weil es gerade Ihnen ist.
09:21Jedenfalls war er nicht sonderlich interessiert an unseren Exerzitien.
09:24Was sind denn für Exerzitien?
09:26Zum Beispiel Übungen zum Aggressions- und Stressabbau.
09:30Und die war sein Verhältnis zu den anderen Seminarteilnehmern?
09:32Gut.
09:34Mir ist zumindest nichts Negatives aufgefallen.
09:37Und zu den Schwestern?
09:39Da gibt es ja keinerlei Berührungspunkte.
09:41Die leben ihr eigenes Leben.
09:43In einem anderen Teil des Klosters.
09:44Hier sind wir.
09:49Ah ja.
09:50Wenn Sie mich noch brauchen, ich bin zwei Türen weiter.
09:53Danke.
09:55Ach, noch was.
09:56Können Sie mir bitte eine Liste der Seminarteilnehmer geben?
09:58Wozu?
10:00Von denen war doch keiner mehr da.
10:01Ja, vielleicht hat jemand im Vorfeld was gesehen oder gehört.
10:05Ich bin meinen Kunden zur absoluter Diskretion verpflichtet.
10:09Das ist mir schon klar, Dr. Schwenk.
10:10Aber ich kann darauf leider keine Rücksicht nehmen.
10:13Danke.
10:21Schmeckt's?
10:24Ausgezeichnet.
10:26Bei mir kriegt jeder was zum Essen.
10:28Bloß heimlich nehmen.
10:30Das mag ich nicht.
10:31Tut mir leid.
10:33Aber der Schweinsbruch ist der Wahnsinn.
10:34Ja, mei.
10:35Es sind halt die alten Rezepte, von denen ich keiner mehr was weiß.
10:38Wissen Sie was über den Herrn Krien?
10:41Nein.
10:42Wir haben ja mit den Gästen nichts zu tun.
10:44Außer, dass wir für sie kochen.
10:45Wo waren Sie gestern Abend zwischen 10 und halb Elfe?
10:48Auf meinem Zimmer.
10:49Sollten?
10:51Ist Ihnen gestern Abend irgendwas Ungewöhnliches aufgefallen?
10:56Gestern Abend nicht.
10:57Aber heute in der Früh.
10:59Was denn?
11:00Ich bin mir ganz sicher, dass heute Nacht jemand in der Küche gewesen ist.
11:03Woher wissen Sie das?
11:04Weil ich die Götterspeise, die wir gestern zum Mittagessen gehabt haben, in den Kühlschrank gestellt habe.
11:08Und heute Morgen war davon nichts mehr da.
11:11Da sind ja.
11:13Da muss ich mir die Spurensehung vorbeischicken.
11:15Oh Gott, das wollen.
11:17Ich stelle mir die ganze Küche auf den Kopf.
11:19Und schmarrn.
11:19Und drehen einmal durch mit der Lupe und dann passen Sie schon.
11:23Ich werde nicht so weit.
11:24Ist recht an die Legische, vorher komm gleich noch.
11:27Dies nur was für eine Zwischengeburt, doch.
11:30Ja, fein.
11:34Entschuldigung.
11:35Macht nichts.
11:38Oh, komm ich ja genau richtig.
11:43Hallo.
11:44Bist du kommt?
11:45So einen Schweinebraten nehme ich auch.
11:49Zu spät.
11:51Vielen Dank, wüsste schauen.
11:52Geht mit Gott.
11:53Ja, das machen wir.
11:55Hast du das Schwester Philomena noch mehr rausbekommen als das Mittagessen?
11:57Ja, und zwar das letzte Nacht, wenn hier jemand in der Küche war.
12:02Aha, toll.
12:03Hilft uns bestimmt weiter.
12:05Ich kann mal.
12:06Für Sie.
12:07Danke.
12:08Habe ich im Zimmer von Herrn Krenn gefunden.
12:10Oder besser gesagt im Mülleimer.
12:11Mhm.
12:12Also Sie meinen, dass er die Seminarunterlagen direkt weggewarfen hat?
12:15Ja, offenbar hat er nicht viel davon gehalten.
12:17Laut Visitenkarte ist ja Vizeschäfte Krenn GmbH.
12:20Stimmt.
12:20Walsplätze.
12:22Hotels, Restaurants, Zufallswege.
12:24Das ganze Programm.
12:25Ah, ja.
12:26Schmeckt.
12:27Ah, das macht dem nicht wieder.
12:31Herr Mohr, darf man fragen, was Sie da machen?
12:35Ich suche dem Parkplatz noch Blutspuren ab.
12:38Die Spurensicherung ist ja schon wieder weg.
12:41Aber, wieso am Parkplatz?
12:44Die Leiche wurde im Kloster gefunden.
12:46Ja, das kann schon sein.
12:47Aber deswegen kann sie doch hier umgebracht worden sein.
12:49Wohl nicht?
12:50Dann kommen Sie zu dieser interessanten Theorie.
12:52Ah, laut Frau Stockl war der Stefan Krenn immer mit einem quietschroten Sportwagen unterwegs.
12:59Und?
12:59Sehen Sie hier einen?
13:02Du meinst, jemand wollte das Auto klauen und hat ihn dann erschlagen?
13:06Moment.
13:07Es sei denn, der Herr Krenn ist mit dem ganz anderen Wagen angereist.
13:10Wo haben Sie denn hier?
13:12Auch aus dem Zimmer.
13:12Hier, probieren Sie mal.
13:24Wieso fährt er jetzt mit so einer alten Schäßen, wenn er eh eine rote Brotzkiste hat?
13:28Vielleicht ist die rote Brotzkiste ja im Augenblick in die Werkstatt.
13:40Gottes Lob, das kenne ich.
13:42Michi, das kennt jeder, der schon mal in der Kirche war.
13:45Ein Angeber und ein Gesangsbuch, das passt nicht wirklich zusammen.
13:49Vielleicht hat die Frau Stockl ja doch einen falschen Eindruck von ihm.
13:52Herr Mohr, finden Sie bitte mal raus, auf wen das Auto zugelassen ist.
13:55Und wir beide, wir fahren in der Zwischenzeit zu der Krenn GmbH.
13:58Das ist eine Idee.
14:03Guten Tag.
14:05Kann ich helfen?
14:06Ja, können Sie?
14:08Mein Name ist Lind.
14:09Krippe Rosenheim, das ist mein Kollege, Herr Hofer.
14:11Die würden gern den Herrn Krenn sprechen.
14:13In welcher Angelegenheit?
14:15Ich bin deine persönliche Angelegenheit.
14:17Ich bin seine persönliche Assistentin.
14:20Es geht um seinen Bruder.
14:22Was ist denn mit dem Stefan?
14:27Der Herr Stefan Krenn wurde heute Morgen leider tot aufgefunden.
14:30Wahrscheinlich ermordet.
14:33Das ist ein Witz, oder?
14:43Er mordet?
14:46Im Kloster.
14:47Sie wissen, Baba.
14:49Ja, natürlich.
14:50Ich habe ihn selber dort angemeldet.
14:52Zu Beginn des Bauabschnitts 2, der welcher 10 bis 18.
14:56Christiane, bitte nicht jetzt.
14:58Die Herren sind von der Polizei.
15:00Sie sagen, Stefan ist ermordet worden.
15:06Was?
15:09Das gibt es doch nicht.
15:11Unsere Beide.
15:12Sie werden verstehen, wir müssen einige Fragen stellen.
15:17Geht es jetzt schon?
15:20Ja.
15:24Wann haben Sie Ihren Bruder zum letzten Mal gesehen?
15:27Oder gehört?
15:34Gestern Nachmittag, er hat mich angerufen,
15:36wollte mir sagen, dass er noch eine Nacht länger bleiben will.
15:39Gab es vielleicht irgendeinen besonderen Grund,
15:41warum Ihr Bruder dieses Seminar besucht hat?
15:43Nein, er wollte einfach mal so richtig ausspannen.
15:47Deshalb habe ich ihm geraten, zu Dr. Schwingt zu gehen.
15:50Sie kennen Dr. Schwingt näher?
15:53Nein, nicht persönlich, aber ich kenne eine Menge Leute,
15:56die sind begeistert von seinem Seminar.
16:02Herr Krenn, was haben Sie gestern Abend um 22 bis 22.30 Uhr gemacht?
16:09Das ist jetzt nicht Ihr Ernst.
16:11Tut mir leid, ich muss Ihnen die Frage erstellen,
16:13das ist reine Routine.
16:16Routine.
16:20Ich war zu Hause, zusammen mit meiner Verlobten.
16:24Ich war Schatz.
16:25Ja, das stimmt.
16:29Gut, wir würden dann gerne jetzt das Büro Ihres Bruders anschauen,
16:33wenn Sie nichts dagegen haben.
16:35Ja, sicher.
16:37Bitte sehr, Stephans Reich.
16:41Was hat Ihr Bruder eigentlich so gearbeitet?
16:44Er war unser Trendscout.
16:46Während wir hier Projekte planen und ausführen,
16:49war er ständig auf Achse.
16:51War Sie immer auf der Suche nach dem nächsten Golfparadies?
16:54Ja, er hatte ein goldenes Händchen für lukrative Locations.
16:58Und vor lauter Reisen war er so im Stress,
17:01dass er ins Kloster hat gehen müssen.
17:04Manchmal kann Reisen sehr anstrengend sein.
17:06Vor allem, wenn man muss.
17:10Wer außer Ihnen und Ihre Verlobten
17:12hat denn noch von diesem Klosteraufenthalt gewusst?
17:14Keine Ahnung.
17:15Ich bin über sein Privatleben nicht auf dem Laufenden.
17:18Wir wissen Sie nichts über eine aktuelle Freundin oder so?
17:22Ich fürchte, da gibt es mehr als eine.
17:25So was geht ja selten gut auf Dauer.
17:28Gab es da nicht mal Ärger in letzter Zeit?
17:30Nicht, dass ich wüsste.
17:34Aber darüber haben Sie doch was gewusst, oder?
17:39Also.
17:41Schauen Sie sich das mal an.
17:44Hier ist das Kloster, hier der Golfplatz
17:46und da soll das Fünf-Stern-Hütter-Hin kommen.
17:49Aber das Grundstück gehört doch dem Kloster.
17:51Darum geht es ja gerade.
17:52Die Krenn-GmbH hat dieses Grundstück wild,
17:54um daraus ein Golfressort zu machen.
17:56Das ist doch absurd.
17:58Ein Golfressort neben dem Kloster.
18:00Einem solchen Projekt würde die Mutter Oberin niemals zustimmen.
18:03Angeblich hat sie das schon.
18:04Ah.
18:05Ja, dank Stefan Krenn, der Sie mit seinem Charme dazu gebracht hat.
18:09Außerdem hat sein Bruder erzählt,
18:10dass dieses Seminar nur ein Vorwand war,
18:12um sich quasi an die Mutter Oberin heranzupirschen.
18:15Wie ein Wolf im Schauspilz.
18:17Was reden Sie denn da?
18:20Ursula, ich meine Schwester Ursula,
18:22die Mutter Oberin,
18:25der sich doch nicht von so einem Vorstand-Ciccolo einwickelt.
18:28Sie hat immerhin zugegeben, dass sie ihn sehr sympathisch findet.
18:32Das war doch nur so dahingesagt.
18:34In Wahrheit hat sie doch diesen Herrn Krenn überhaupt nicht gekannt.
18:37Weil sein Bruder sagt,
18:38dass die beiden sich am Sonntag länger unterhalten haben.
18:41Ach, hat er das?
18:42Ja.
18:43Und warum hat uns dann die Mutter Oberin nichts davon erzählt?
18:46Nicht, weil es ihr peinlich ist.
18:47Oder weil sie nicht selber in Verdacht geraten will?
18:50Jetzt machen Sie mal einen Punkt.
18:53Die Mutter Oberin ist eine Nonne.
18:55Sie hat sicher nichts mit diesem Mord zu tun.
18:57Na, wir möchten trotzdem mit ihr darüber sprechen.
18:59Dann überlassen Sie mal mir.
19:01Ich habe sowieso noch einen Termin mit ihr.
19:03Ich werde Sie darauf anstrengen.
19:05Sonst noch fragen?
19:07Nein.
19:14Sie, dieses Getue um die Oberin,
19:16man könnte fast glauben,
19:16dass ich Sie in Schutz nehmen will.
19:18Vielleicht hat der Hepp
19:19irgendwelche Verbindungen zum Kloster?
19:21Oder will Sie es mit dem Orden nicht verderben?
19:24Also, wenn Sie mich fragen,
19:26ich glaube ja eher,
19:27dass unser werter Herr Dr. Hepp
19:29eine gewisse Schwäche für die Oberin hat.
19:32So, Herr Schmarr.
19:32Kommen Sie auf die Idee.
19:33Es gibt so gewisse Schwingungen,
19:36für die ja manche Menschen hier leider kein Gespür haben.
19:39Sein Verhalten nach könnten Sie recht haben,
19:41aber ich glaube das nicht.
19:43Die Frau ist Nonne.
19:44Ja, na und?
19:45Ist doch trotzdem eine ganz aparte Erscheinung.
19:48Steht es euch vor,
19:49ich habe ihn gefunden.
19:51Wen?
19:51Ein Mörder?
19:52Nein, einen roten Protzschlitten.
19:54Lass Sie mich raten,
19:55der steht vor dem Haus
19:56in einem gewissen Mächtilkren.
19:58Ja, genau.
19:59Wieso weißt du jetzt du das?
20:00Du weißt, ich weiß alles.
20:02Nein, weil er seinem Bruder erzählt hat,
20:04dass der Stefan Krämm
20:04sich den Wagen von der Tante ausgeborgt hat,
20:06damit er mit dem Protzschlitten
20:07nicht so unangenehm aufhört.
20:08Ja, super.
20:09Und was reiß ich meinen Hexen aus?
20:11Tut mir leid, Michi,
20:11ich hoffe, du verzeihst uns,
20:12aber wir wissen es erst seit einer halben Stunde.
20:15Was machen wir jetzt?
20:16Eierabend, ich spät nur.
20:18Ja, und wer ruft jetzt bitte
20:19die Seminarteilnehmer an?
20:21Immer der, der fragt.
20:25Tja.
20:32Wenn du so schaust,
20:33dann weiß ich,
20:34dass etwas nicht in Ordnung ist.
20:37Also, Maximilian,
20:38was bekümmert dich?
20:41Was mich bekümmert,
20:42ist die Tatsache,
20:45dass du angeblich
20:46mit Herrn Krähen
20:48über irgendwelche Grundstücke
20:50verhandelt haben sollst.
20:51Woher weißt du denn davon?
20:54Leider nicht von dir.
20:56Du kennst doch das Sprichwort
20:57über ungelegte Eier.
20:58Sprichst du nicht?
20:59Was willst du damit sagen?
21:01Dass es sich um eine Idee handelt,
21:03die Herrn Krähen
21:04bei uns im Kloster gekommen ist.
21:06Golfen und meditieren,
21:07ein neues Seminarkonzept.
21:19Und was ist damit?
21:22Wo hast du das her?
21:23Von der Kren GmbH.
21:26Es handelt sich um einen Plan
21:27für ein Golfressort.
21:29Nachdem soll die ganze Gegend
21:31um das Kloster herum
21:32umgekrempelt werden.
21:33Nein, das kann nicht sein.
21:35Herr Krähen hat mir gegenüber
21:36von einem Golfplatz gesprochen,
21:38der sich harmonisch
21:39in die Landschaft einfügt.
21:41Herr Krähen hat dich
21:42aufs Glatteis führen wollen.
21:44Du hast dich von seinen
21:45schönen Augen blenden lassen.
21:48Maximilian,
21:49du bist doch nicht am Ende
21:50etwa eifersüchtig.
21:52Ach, Unsinn.
21:53Kommst du auf die Idee?
21:54Naja, wenn ich so bedenke...
21:57Das tut jetzt alles
21:58überhaupt nichts zur Sache.
22:00Wann hat dir Herr Krähen
22:01über seine grandiose Idee erzählt?
22:05Am Sonntagnachmittag.
22:06Er kam so gegen 4 Uhr
22:07zu mir ins Büro.
22:09Und weiter?
22:10Nichts weiter.
22:11Wir haben uns eine Stunde
22:12unterhalten und danach
22:13ist er gegangen.
22:14Ist er gegangen,
22:15aber nicht nach Hause.
22:17Er ist noch eine ganze Nacht
22:18geblieben.
22:19Und jetzt erzählen wir nicht,
22:21um die klösterliche Stille
22:22zu genießen.
22:23Aber genau das waren
22:24seine Worte.
22:25Mein Gott, Maximilian,
22:26jetzt schau mich nicht so an.
22:28Ich habe ihn nicht umgebracht.
22:30Was ist denn mit dem Dr. Schweck?
22:32Was sagt er denn zu der Sache?
22:33Über laufende Ermittlungen
22:34darf ich nicht sagen.
22:36Dann frage ich mich,
22:37wieso ich überhaupt gekommen bin.
22:39Das gibt es doch nicht.
22:40Wo ist denn der?
22:42Wunderschöne guten Morgen,
22:43Frau Schutkel.
22:44Herr Hofer!
22:45Was ist denn los?
22:46Der Michi ist halt
22:47nicht zur Arbeit gekommen.
22:48Ach, weil wir es halt
22:49verschlafen haben.
22:50Oder vielleicht hat er einen Termin
22:51beim Zahnarzt.
22:52Da hätte er mir doch
22:53Bescheid gegeben.
22:54Ich verstehe das auch nicht.
22:55Herr Lindh,
22:56sowas hat er noch nie gemacht.
22:58Beruhigen Sie sich,
22:59der taucht schon wieder auf.
23:00Vielleicht hat er auch
23:00eine Frau getroffen
23:01und dann ist mit ihr auf und davon.
23:03Der Michi?
23:05Niemals.
23:06Der ist doch nicht Mr. Big.
23:08Ach, apropos Mr. Big.
23:10Haben Sie veranlasst,
23:11dass sich die Spurensicherung
23:13in der Klosterküche umschaut?
23:14Ja, es gibt schon Ergebnisse.
23:17Und zwar Blutpartikel am Fußboden.
23:19Hier, die zweifelsfrei vom Opfer stammen.
23:22Da ist er hier.
23:24Ja, ich wollte fragen,
23:26ob sich der Michi bei Ihnen gemeldet hat.
23:28Das heißt, der Krähen ist nicht im Keller,
23:30sondern in der Küche.
23:32Gibt schon was über die Tatwaffe.
23:34Da sind die Kollegen noch dran,
23:35aber ich habe noch etwas Interessantes.
23:36Und zwar habe ich mit einem Schuhfabrikanten
23:39aus Ulm gesprochen,
23:40der auch an einem Seminar teilgenommen hat.
23:41Und der hat gesagt,
23:42er hätte den Stefan Krähen im Wald gesehen
23:43mit einer Nonne.
23:45Der Schwester Oberin.
23:46Das habe ich auch gedacht.
23:48Aber er meinte,
23:48es wäre ein junges Mädchen gewesen,
23:50das in den Pausen auch immer
23:50den Kaffee serviert hat.
23:53Schwester Daniela.
23:59Ja, das stimmt.
24:00Ich bin dem Herrn Krähen begegnet.
24:01Das war vor drei Tagen im Wald.
24:05Ich war gerade Pilze suchen
24:06und er beim Joggen.
24:08Und als der Herr Krähen Sie gesehen hat,
24:09da ist er stehen geblieben
24:10und wir haben ein bisschen geplaudert.
24:13Worüber, wenn ich fragen darf?
24:15Er hat mir von seiner Arbeit erzählt
24:17und ich ihm vom Leben im Kloster.
24:22Schwester Daniela,
24:23kann es sein,
24:24dass es nicht bei dieser einen Begegnung
24:25geblieben ist?
24:27Natürlich nicht.
24:29Wir haben uns immer wieder mal gesehen.
24:31In der Kaffeepause
24:32oder wenn ich beim Mittagessen aufgetragen habe.
24:34Nein, das meinen wir nicht,
24:35sondern es geht um ein Treffen
24:36am Sonntagabend.
24:37Unter vier Augen.
24:38In der Küche.
24:39Nein.
24:41Am Sonntagabend war ich auf meinem Zimmer
24:43und habe gelesen.
24:44Gibt es da Zeugen?
24:46Zeugen?
24:48Wozu brauche ich Zeugen?
24:50Ich habe mit dem Mord nichts zu tun.
24:53Daniela,
24:54wenn Ihnen der Herr Krähen
24:55zu nahe getreten ist,
24:57dann war das Notwehr
24:58und kein Richter der Welt
24:59wird Sie dafür verurteilen.
25:00Er ist mir aber nicht
25:00zu nahe getreten.
25:02Er war immer ausgesprochen nett
25:04und höflich.
25:07Ich muss zur Schwester Philomena,
25:08sonst wird das Essen nicht fertig.
25:21Ach, äh, Herr Dr. Schwenk,
25:23haben Sie einen Augenblick Zeit für uns?
25:27Schwester Daniela
25:28hat damit ganz sicher nichts zu tun.
25:30Und was macht Sie da so sicher?
25:33Erstens hätte ich es mitgekriegt,
25:34wenn der Herr Krähen ein Auge auf Sie geworfen hätte
25:36und das war definitiv nicht der Fall.
25:37Und zweitens?
25:40Schwester Daniela
25:41ist so eine Seele von Mensch.
25:42Mit einem solchen Schatten
25:43auf dem Gewissen
25:44könnte sie nicht einfach
25:45so weiterleben.
25:46Das klingt ganz so,
25:48als würden Sie das Mädel näher kennen.
25:50Dazu reicht ein bisschen
25:51Menschenkenntnis, Herr Hofer.
25:52Was sagt denn Ihre Menschenkenntnis
25:54in Bezug auf die Frau Oberin?
25:57Ja, steht die denn auch unter Verdacht?
25:59Jeder steht unter Verdacht,
26:01der in der Mord nach dir gewesen ist.
26:05Also,
26:06zur Mutter Oberin
26:07kann ich nicht viel sagen.
26:08Das ist mein erstes Seminar
26:09hier im Kloster.
26:10Aber was ist denn mit dem Auto,
26:11das um halb zehn vorgefahren ist?
26:12Das hat wohl außer Ihnen
26:13niemand weiter gehört.
26:15Aber ich bin ganz sicher,
26:16da war jemand.
26:17Ja, Len?
26:18Keine Angst,
26:19ich finde mich da raus.
26:21Der Moor ist wieder aufgetaucht.
26:23Ah ja.
26:23Er will uns was Wichtiges sagen?
26:25Ja, warum ruft er dann nicht selbst an?
26:26Das war's dann.
26:26Vielen Dank, Herr Doktor.
26:28Aha.
26:30Nein, wie gesagt,
26:32der Michi hat zu ihrem Magen verringt
26:33und jetzt kommt er nicht mehr runter
26:34vom Heisel.
26:35Nein,
26:35da sagen Sie uns eben,
26:36was so wichtig ist,
26:37Frau Stockl.
26:37Ja, aber ich kann Ihnen nicht sagen,
26:39was so wichtig ist,
26:39weil der Moor Ihnen das
26:40persönlich sagen will.
26:42Und was heißt das jetzt?
26:44Müssen Sie sich heute
26:44ein bisschen gedulden,
26:46Herr Lind?
26:47Wie lange ist denn
26:48der Scheibe,
26:48der Heisel?
26:50Boah, ich bin die Dreiviertelstunde.
26:52Sollte vielleicht mal jemand
26:52nach ihm schauen, hm?
26:54Nicht nötig,
26:55da kommt er schon.
26:56Servus, Michi.
26:57Nie wieder Eierlikör.
27:00Schon war ganz selber gemacht.
27:02Wo saufst du so früh?
27:05Der war drüber,
27:07der Eierlikör
27:07von Tante Mechthild.
27:09Tante Mechthild?
27:10Ja, da wo sich
27:10der Stefan Kreni
27:11mir die alte Schäße ausgebotet hat.
27:13Ich hab dir doch gesagt,
27:14du sollst Feierabend machen.
27:15Das hab ich doch gemacht.
27:16Ja und?
27:17Aber auf dem Weg nach Hause
27:18bin ich bei ihr vorbeigekommen.
27:19Rein zufällig.
27:20Und haben Sie rein zufällig
27:21bei ihr geklingelt
27:22und haben rein zufällig
27:23eine Vernehmung durchgeführt,
27:24ohne das mit uns abzusprechen.
27:25Herr Linn, bitte.
27:26Das war eine Spontaneingebung.
27:28Ein Geistesblitz.
27:29Ja, das wird gleich
27:30ganz spontan
27:31der Blitztreffen.
27:32Und das,
27:33was mir die Tante Mechthild
27:35erzählt hat,
27:36das ist hochinteressant.
27:40Herr Kreni ist gleich
27:41in seinem Büro.
27:42Kein Problem.
27:43Wir wollten sowieso
27:45noch mit Ihnen sprechen.
27:47Es geht um das falsche Alibi,
27:48das Sie Ihren Verloggen
27:49gegeben haben.
27:50Was?
27:51Tante Mechthild.
27:53Die Tante Mechthild,
27:54die hat gemeint,
27:55dass Sie gar nicht
27:55zu Hause gewesen sind.
27:57Tante Mechthild?
27:58Mhm.
28:00Woher will die das wissen?
28:02Weil Tante Mechthild
28:03mehrmals bei Ihnen
28:03zu Hause angerufen hat.
28:05Sie hat sich Sorgen gemacht,
28:06weil der Neffe
28:07ihr Auto nicht zurückgebracht hat.
28:08Ja, und wie der
28:10Stefan nicht zu erreichen war,
28:12dann hat sie es
28:12beim Ludwig versucht.
28:13Na, da hat auch
28:14niemand abgekommen.
28:15Dann waren wir halt
28:16eben mal kurz aus
28:17oder haben das Telefon
28:18überhört.
28:19Frau Eberlein,
28:20Sie verstehen offenbar
28:21nicht ganz.
28:21Hier geht's um Mord.
28:22Wenn Sie gelogen haben,
28:23kommt es früher oder später raus
28:24und dann sind Sie dran
28:25wegen Behinderung
28:26polizeilicher Ermittlungen.
28:27Oder Sie haben selber
28:28was mit dem Mord zu tun.
28:30Ich?
28:31Das ist doch absurd.
28:32Dann erzählen Sie uns bitte,
28:33was Sonntagabend war.
28:35Ich war mit einer Freundin
28:36unterwegs und Ludwig im Büro.
28:39Na, also geht doch.
28:40Warum erzählen Sie es
28:42zuerst zuerst
28:42in den Spanien?
28:43Weil der Ludwig mich
28:44mit seiner Aussage
28:45total überrumpelt hat.
28:49Haben Sie vielleicht
28:50eine Idee, warum
28:51Ludwig Grennärger
28:52mit seinem Bruder
28:53haben könnte?
28:55Nein.
28:57Das heißt doch,
28:58aber ich kann mir
28:59überhaupt nicht vorstellen,
29:00wie er das rausgekriegt hat.
29:02Wie oft soll ich es noch sagen?
29:04Ich hatte keine Ahnung,
29:05dass Christine
29:06was mit meinem Bruder
29:07gehabt hat.
29:07Aber Sonntagabend
29:08waren Sie nicht zu Hause?
29:09Sie sind zum Kloster rausgefahren.
29:11Ja, ich war beim Kloster.
29:12Aber ganz sicher nicht,
29:13weil ich eifersüchtig
29:14auf meinen Bruder gewesen wäre.
29:15Sondern?
29:16Ja, an dem Nachmittag,
29:17an dem er mich angerufen hat,
29:18um mir zu sagen,
29:19dass er eine Nacht
29:19länger bleiben will.
29:20Da hat er mir erklärt,
29:21dass er ein Date
29:23mit einer Nonne hat.
29:25Ein Date?
29:26Mit einer Nonne?
29:27Ja, ich wollte es auch
29:27erst nicht glauben,
29:28aber dann dachte ich mir,
29:30wenn das stimmt
29:30und die Oberin
29:31davon Wind bekommt,
29:32ja, dann ist alles aus.
29:33Dann wird die ihre Zustimmung
29:34zum Verkauf der Grundstücke
29:35niemals geben.
29:37Und weiter?
29:38Ja, nix weiter.
29:39Ich bin rausgefahren
29:40zum Kloster
29:40und als ich dort ankam,
29:41war alles schon verrammelt
29:43und Stephans Handy
29:43war immer noch abgeschaltet.
29:45Und warum haben Sie
29:46das nicht gleich erzählt?
29:47Ja, weil ich verdammt noch mal
29:48nicht in diese Sache
29:49reingezogen werden will.
29:50Sie steckt mir schon
29:51mittendrin.
29:52Ja, außerdem,
29:54wer glaubt mir schon,
29:55dass eine Nonne
29:56scharf auf meinen Bruder
29:57gewesen ist.
29:58Schwester Daniela
29:59ist keine Nonne,
30:00sondern Novizin.
30:02Was heißt das?
30:03Sie hat ihre Gelübde
30:05noch nicht abgelegt.
30:06Aber deswegen muss sie sich
30:07noch lange nicht
30:08mit Herrn Kren getroffen haben.
30:10Geschweige denn
30:11zu einem Date.
30:12Wen soll der Herr Kren
30:13denn sonst gemeint haben?
30:14Er hat ja zu den anderen
30:15Schwestern
30:16so gut wie keinen Kontakt
30:17gehabt.
30:18Und wenn diese Behauptung
30:19schlichtweg gelogen ist?
30:20Na ja, es gibt zusätzlich
30:22die Aussage
30:22von einem Seminarteilnehmer,
30:24der die beiden
30:24zusammen gesehen hat.
30:26Was?
30:26Ja.
30:28Davon weiß ich ja gar nichts.
30:30Wann und wo
30:30soll denn das gewesen sein?
30:32Das spielt doch jetzt
30:32keine Rolle.
30:33Wichtig ist nur,
30:33dass wir noch mal
30:34mit Schwester Daniela
30:35sprechen können.
30:35Muss denn das sein?
30:37Es reicht doch auch,
30:37wenn ich mit dir spreche.
30:41Maximilian,
30:42sag doch auch mal was.
30:43Ich kann dich
30:44absolut verstehen, Ursula.
30:46Du kennst Schwester Daniela
30:48und bist von ihrer
30:49Unschuld überzeugt.
30:51Andererseits,
30:51wenn das Mädel
30:52tatsächlich was
30:53mit diesem Herrn Krenn
30:54hatte,
30:54dann macht sie
30:55sich schon sehr verdächtig.
31:09Danke.
31:11Danke,
31:12ehrwürdige Mutter Oberin.
31:16Schwester Daniela,
31:19wir haben gehört,
31:20Sie haben sich
31:20am Sonntagabend
31:21mit Herrn Krenn getroffen.
31:23Wie kommen Sie denn
31:24auf die Idee?
31:25Weil wir eine entsprechende
31:26Aussage von Herrn Krenns Bruder
31:27haben.
31:30Das schaut jetzt nicht gut aus
31:31für Sie.
31:32Sie haben uns
31:33beim letzten Mal
31:34angelogen.
31:35Das war doch nur,
31:36weil ich nicht wollte,
31:37dass die Mutter Oberin
31:38was davon erfährt.
31:39Also doch.
31:40Sie haben sich
31:41in Herrn Krenn verliebt,
31:42was?
31:43Ich habe mich nicht
31:44in ihn verliebt.
31:53Schwester Daniela,
31:54wann haben Sie
31:55den Herrn Krenn
31:55zum letzten Mal gesehen?
31:58Am Sonntag um acht.
32:00Wir waren noch mal
32:01im Wald spazieren,
32:02dann habe ich mich
32:02von ihm verabschiedet
32:03und bin auf mein Zimmer.
32:07Wissen Sie,
32:07was der Herr Krenn
32:08so spät noch
32:08in der Küche wollte?
32:12Hatte noch Lust
32:12auf was Süßes.
32:15Ich habe ihm gesagt,
32:16im Kühlschrank
32:17ist noch ein Rest
32:17von der Götterspeise.
32:19Und damit hat er sich
32:20abspeisen lassen?
32:22Ja.
32:25Ja, so mehr
32:26ist wirklich nicht passiert.
32:31Was macht eine so junge
32:32und hübsche Frau
32:33wie Sie im Kloster?
32:36Das hat der Stefan,
32:38ich meine,
32:39der Herr Krenn,
32:40auch wissen wollen.
32:41Und was haben Sie ihm
32:42geantwortet?
32:46Dass ich vielleicht
32:47auf Dauer
32:48für das Leben
32:48hier im Kloster
32:49nicht geschaffen bin.
32:52Und trotzdem,
32:54hier habe ich
32:54eine Geborgenheit gefunden,
32:56die ich sonst
32:56nie gehabt habe.
33:15schau mal, wer da ist.
33:18Oh, Dr. Hebt,
33:19um die Uhrzeit.
33:20Der hat den Blues.
33:21Der ist schon
33:22beim dritten Glas.
33:23Habt du irgendwie
33:24Stress im Büro, oder?
33:25Wir haben immer
33:26Stress im Büro,
33:26aber ich glaube eher,
33:28dass ihm dieser Fall
33:29persönlich ziemlich nahe geht.
33:31Was für ein Fall.
33:33Bringen du mir
33:34lieber auch mal
33:35ein Glas
33:35und das Wein
33:35und sei nicht immer
33:36so neugierig,
33:37ja?
33:44Herr Lind,
33:45wie störe ich Sie?
33:47Nein,
33:48setzen Sie sich ruhig.
33:53Ich hatte Lust
33:54auf einen Trink.
33:57Die himmlische Mutter
33:58Oberin hat mir
33:59die Hölle heiß gemacht,
34:01weil ich ihr angeblich
34:02den Rücken gefahren bin.
34:05Darf ich fragen?
34:06Danke.
34:08Darf ich fragen,
34:09woher Sie die Mutter
34:09Oberin eigentlich kennen?
34:12Aus der Schule.
34:14Wir haben gemeinsam
34:16das Abitur absolviert.
34:19Mein Gott,
34:19es ist schon so lange her.
34:21Mir kommt so vor,
34:22als wenn es gestern gewesen wäre.
34:25Zigarre?
34:27Danke.
34:28Zum Wohl.
34:33Ich hab's gewusst.
34:35Unser Doktor Heppt
34:36und die Äbtissin.
34:38Die Beziehung haben Sie
34:39doch nicht jetzt,
34:40sondern bevor sie
34:41Nonne wurde,
34:42als Sie gemeinsam
34:43in die Schulbank gedrückt haben.
34:44Sonst wäre Sie
34:45jetzt die Äbtissin.
34:47Alte Liebe rostet nicht.
34:48Ich kann sagen,
34:49was war das.
34:52Servus mit Land.
34:53Servus.
34:55Haben Sie denn mit der Pfanne vor?
34:56Die vom Labor.
34:58Meinen,
34:58das wäre die Tatwaffe.
35:00Danke.
35:00Wie kommst du denn da drauf?
35:01Die ist vor kurzem
35:02gereinigt worden,
35:03aber nicht gründlich genug.
35:05Und deswegen finden sich
35:06hier überall Blutpartikel.
35:08Aha.
35:09Tu mal her.
35:10Das war ein ganz
35:11schweres Teil.
35:12Tja, allerdings.
35:13Damit ist Stefan Kröner
35:15ermordet worden.
35:16Vielleicht war es dann doch
35:16nicht Schwester Daniela.
35:18Nein, das war keine Frau.
35:19Wir seien denn
35:20diese Bodybuilderin?
35:23Boah, sie muss täglich
35:24damit umgehen.
35:25Sie meinen Schwester
35:26Philomena?
35:26Genau.
35:28Aber die hat ein Alibi.
35:30Außerdem, wer so gut
35:31kochen kann,
35:33der kann kein Müller sein.
35:34Schwester Philomena,
35:36Sie müssen einmal
35:36einen Kopfbuch schreiben.
35:38Okay,
35:39ich mache doch
35:39keine Hot Cousine.
35:41Ja, eben drum.
35:42Die einfachen,
35:44altüberlieferten Rezepte
35:45sind doch immer noch
35:46am besten.
35:47Eine kühlte
35:48Kalbsbrust,
35:49ein saures
35:49Lühnern mit
35:50Emelmittel
35:50oder ein Kalbsnirnbraten,
35:52das ist was für mich.
35:53Hallo,
35:54Schwester Philomena.
35:55Ist das gut, Herr Limp?
35:56Oh, das riecht aber lecker.
35:57Das schmeckt Ihnen eh nicht.
35:59Wieso?
36:00Liebeschnitzel.
36:01Das ist kein Schnitzel,
36:02das ist ein Kalbskopperpanierer.
36:04Ach, sonst bloß
36:05das mögen Sie nicht,
36:06he?
36:06Ich habe es ehrlich gesagt
36:07noch nie probiert.
36:09Ja, dann wird es aber Zeit.
36:16Grüße.
36:25Hm,
36:26ist gar nicht so schlecht.
36:29Schwester Philomena,
36:30haben Sie noch
36:31eine Portion für mich?
36:32Für Sie doch immer,
36:33Herr Rufe.
36:45Wenn es
36:47Schwester Daniela
36:47nicht gewesen ist,
36:50dann war es vielleicht
36:51doch der Bruder.
36:52Ludwig Grön?
36:53Ja.
36:53Aber warum sollte
36:54der auf die Idee
36:55mit der Treppe kommen?
36:55Ich meine,
36:56der kennt sich
36:57in dem Kloster
36:57nun wirklich nicht aus.
36:58Im Gegensatz
36:59zu Dr. Schwenk.
37:00Aber den haben wir
37:01eigentlich schon abgeklopft.
37:02Ja,
37:03und die Seminarteilnehmer
37:03haben alle
37:04durch die Bank ausgesagt,
37:05dass Ihnen in Bezug
37:06auf Dr. Schwenk
37:07nichts Ungewöhnliches
37:07aufgefallen ist.
37:08Und außer dem Seminar
37:10gibt es keine Verbindung
37:11zwischen Dr. Schwenk
37:12und dem Mordopfer.
37:13Wo also ist das Motiv?
37:16Tja,
37:17dann haben wir wohl
37:17irgendwas übersehen.
37:20Und wenn es
37:21eine Verbindung
37:22zwischen Dr. Schwenk
37:24und Schwester Daniela gäbe?
37:26Gibt es die denn?
37:28Wissen Sie mehr als wir?
37:34Sie haben die Unterlagen.
37:35Tja,
37:35ja.
37:36Ja?
37:37Haben Sie was dagegen?
37:40Dahin gibt es
37:40einen biografischen
37:42Abgriss von Dr. Schwenk.
37:43Da heißt es,
37:44er hat im September 79
37:47geheiratet
37:49und ein Jahr später
37:51kommt Tochter Daniela
37:52zur Welt.
37:54Daniela.
37:55Also entschuldigen Sie,
37:56aber es gibt einige Frauen
37:57mit diesem Namen.
37:58Also ich finde das
37:59gar nicht so abwegig.
38:01Denkt uns doch bloß man
38:02an die Art,
38:03wie Dr. Schwenk
38:04Schwester Daniela
38:05in Schutz genommen hat.
38:08Die Bekenntnisse
38:09des heiligen Augustinus.
38:11Der hat das Einmerk
38:12auch gehabt
38:12in dem Buch,
38:12das er gelesen hat.
38:13Ein Kinderfoto
38:14von einem Mädchen
38:15mit dunklen Haaren.
38:16Ja, warum sollte er
38:16uns das verschweigen?
38:18Was lese ich?
38:19Weil Daniela es so gewollt hat.
38:22Weil sie mir
38:23immer noch nicht verziehen hat,
38:24dass sie praktisch
38:25ohne Vater groß geworden ist.
38:26Ich war ein Workaholic,
38:27deswegen hat meine Frau
38:28sich scheiden lassen
38:28vor ein paar Jahren.
38:30Wir haben Daniela
38:31dann in ein Klosterinternat,
38:32in ein teures
38:33Klosterinternat gegeben.
38:34Irgendwann hat sie
38:35den Mädchen
38:35an ihrer Mutter angenommen.
38:37deswegen weiß die Mutter
38:38Oberin auch nicht,
38:39dass ich ihr Vater bin.
38:42Und jetzt versuchen
38:43Sie das nachzuholen,
38:44was Sie damals
38:45versäumt haben.
38:46Ihr ein guter Vater
38:47zu sein.
38:48Sie zu beschützen vielleicht?
38:50Zum Beispiel
38:51vor einem Schützenjäger
38:52wie dem Herrn
38:53Stefan Kree.
38:55Sie haben völlig recht,
38:56ich würde niemals zulassen,
38:57dass irgendjemand Daniela
38:59auch nur ein Haar krümmt,
38:59aber das hat nichts
39:00mit dem Mord an Kree zu tun.
39:02Ein gar nichts.
39:03Dann haben Sie bestimmt
39:04nichts dagegen,
39:04wenn wir Ihre Kleidung
39:05auf Spuren untersuchen lassen.
39:07Bitte.
39:09Bei mir werden Sie nichts finden.
39:12Ja.
39:14Entschuldigen Sie bitte die Störung.
39:15Die Spurensicherung
39:16hat das im Hausmüll gefunden.
39:18Das ist ein Hemd.
39:19Mhm.
39:20Und das ist halt
39:21so Fetzen, ne?
39:23Mhm.
39:26Herr Dr. Schwink,
39:28kann es sein,
39:29dass das ein Hemd.
39:30Kürt?
39:35Sagen Sie uns,
39:35was Sonntagabend war.
39:38Sie haben die beiden
39:38überrascht.
39:40Sind wütend geworden.
39:41Ich bin Krenn
39:42in die Küche nach.
39:45Ich wollte ihm sagen,
39:46dass er die Finger
39:46von Daniela lassen soll,
39:47hat er gesagt.
39:48Von einem Loser
39:49wie mir
39:50lässt er sich
39:50keine Vorschriften machen.
39:52Und ich soll dankbar sein,
39:54wenn Daniela
39:56ihr erstes Mal
39:57mit einem echten Mann
39:58vorbringt.
40:03Da habe ich
40:03die Nerven verloren.
40:15Du?
40:19Daniela,
40:22es tut mir leid,
40:23ich habe alles falsch gemacht.
40:28Hör doch zu Schwenke,
40:29bitte.
40:33Aber wieso?
40:34Was hat mein Vater getan?
40:36Ja,
40:37schon bleibt sein,
40:37ich bin.
40:38Verstehen!
40:48Herr Dr. Schwenke,
40:49das ist doch vernünftig.
40:51Das ist doch die Sache,
40:52die man nicht wert.
40:55Sollte die Sache liegen,
40:56kriegen Sie bestimmt
40:57mit an der Umstände.
40:58Wofür?
41:00Dass meine Tochter
41:01mich erst recht verachtet
41:02und ich beruflich
41:03am Ende bin?
41:05Tu es nicht, Papa.
41:07Ich brauche dich noch.
41:08Was sagst du nur so?
41:10Das ist nicht wahr.
41:12Wir können doch noch mal
41:13von vorn anfangen.
41:14Wie denn?
41:16Du bist hier im Kloster.
41:18Dann bleibe ich eben nicht.
41:22Bitte gib uns
41:22noch eine Chance.
41:28los.
41:42Ja,
41:43Herr Dr. Schwenke,
41:44bitte.
Kommentare

Empfohlen